Erstes Blatt 1S9. Jahrgang $em|pred) • Anschlüsse: ffar bie Redaktion 113, »erlag u. Expedition 51 Dienstag 2. November 1909 Bezugspreis: WM monatlich75Ps.,viertel- A A jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- il Zweigstellen Ißii ▼ monatlich 65 Pi.; durch M M M yr W die Post Mk.2.—vi ertel- Kfii M jährl. ausschl. Beslellg. tteA H Zeilenpreis: lokal 15R'., wBJftgL aus w ans 20 Psenniq. Chefredakteur: A. Goey. Verantwortlich für den Nr. SSV ler Siebener Lnxttger ^scheint täglich, außer sonntags. - Beilagen: oiermal wöchentlich riehenerZamil'.rnblätter; ^vermal wöchentl.llreis- LlattsürdenUreir Sieben ^Dienstag und Freitag); weiniol monail. Land- virlschaftlicheSeitfragen 'nUp - “*** politischen Teil: Auflust ää’ (5 cücr ßls2lii$ ci$ ct für (Dbcr^cffctt ssss ’nrnao™ezTe»m.?nm" Hotafionst>niil und Verlag der vrühl'schen Unto.-Vuch- und Lteiudruüerei B. Lange. BedaMon, Expedition und Druckerei - Lchulftratze 7. big vormittags 9 Uhr. DerrtjLhes Hcreb. In Dau bring en sand am 31. Oktober eine vom freisinnigen Verein einberufene öffentliche Versammlung statt, in welcher Professor U r st a d t aus Gießen über Liberalismus und Bauernstand sprach. Hu unserm Bericht über btc nati onalliverale Versammlung in Lich schreibt uns Herr Stiadwero d- ne ter Krumm, unser Berichterstatter sei in der Wiedep- gäbe seiner Ausführungen zu weit gegangen. Er habe gemeint, daß die nationalliberalen Erfolge in Sachsen gegen die Konservativen ohne den Einfluß der Finanzreform schwerlich zustande gekommen seien. Und dann fügte ich, so schreibt Herr Krumm weiter, hinzu: „Auf alle Fälle hat Ihr Festhalten an einer, wenn auch ungenügenden Besitzsteuer zu Wege gebracht, daß man (Sie, gegenüber Konservativen, Antisemiten u. a. bei Stichwahlen schon als das kleinere Uebel betrachten kann. Au chbei uns gibt es Leute, die so denken und deshalb ist die Lage der natwnallrberalen Partei besser, als wenn mü ihrer Hilfe die indirekten -steuern zu stände gekommen wären." Das war der Sinn meiner Ausführungen. Daß ich für meine Partei keine positive Versprechung eingehen wollte und tonnte, ist ja natürlich. Man sieht daraus, falsch war unser Bericht nicht, nur in der Form abweichend. Der Kaiser empfing am Sonntag mittag im Neuen Palais bei Potsdam den neuernannten Staatssekretär des sächsische Landiagssttchwahlen. Schwarzenberg, 1. Nov. Durch die Stichwahl im 42. ländl. sächs. Wahlkreise Schwarzenberg istder lang- jährige Abg. Edler v. Qu er furth aus der Zweiten Kammer ausgeschieden. Ain Samstag iji er dem Sozialdemokraten Zimmer unterlegen. Zwickau, 1. Nov. Bei der heutigen Stichwahl im 7. städtischen Wahlkreise Zwickau wurde Bar (freisinnig) mit 12 789 Stimmen gegen Schmidt (Sozialdem.), der 7172 Stimmen erhielt, gewählt. Freiberg (Sachsen), 1. Nov. Im 6. städtischen Wahlkreise wurde Braun (natlib.) gegen Kleeis (Sozdem.) gezahlt Braun erhielt 8792 Stimmen, Kleeis 3745 Stimmen. Rochlitz, 1. Nov. Im 13. städtischen Wahlkreise wurde Beth (freisinnig) mit 6253 Stimmen gegen Barth (Sozdem.) gewählt, welcher 4375 Stimmen erhielt. _______ Der weiterbau ser Bagdad-Sahn. Konstantinopel, 1. Nov. Ein Schreiben der Bagdad- bahngesellschast teilt mit, daß, nachdem die türkische Regierung die Baupläne der Gesellschaft genehmigt Hal, in allernächster Zeit die Ausnahme der Arbeiten am Weiterbau der Strecke über Taurus und Amanus nach Aleppo und von da über den Euphrat nach Eshelyf, das zwischen Mar d in und Mossul liegt, erfolgen wird. Diese Streckemißt840Kilometer. Eine Bangesell - schäft, die in der Schweiz ihren Sitz haben wird und deren Kapital zehn Millionen Franks beträgt, wird den Bau ausführen. Dem Verwaltungsrate gehören fünf Deutsche, vier Franzosen, zwei Schweizer und ein Oesterreicher an. Tie BahngcjellsclMft bezahlt den Bau sukzessive aus dem Erlöse der Vagdadbahnanteihen Serie zwei und drei, die ein unter Führung der Deutschen Bank stehendes Finanzsyndikat übernimmt, dessen Ausschuß die Deutsche Bank, die Banoue Ottomane, der Wiener Bankverein und die Schweizerische Kreditanstalt bilden. Das Ende der griechischen Meuterei. In Athen atmet man au,. In der griechischen Teputiertew lammer war ein früherer Minister sogar auf den abiondeiliMen Gedanken gekommen, zum Andenken an die beendete Meuterei dmco den Staat eine Erinnerungsmedaille schlagen zu lauen, xtcjcv Unsinn erfuhr aber doch eine Ablehnung: Athen, 1. Mv. In der Teput lerten ka mm er erklärte der Ministerpräsident, die Meuteret stt dank der bewunderungswürdigen Haltung von Heer und tflotte i nt 45er lause weniger Stunden unterdrückt worden. £te peinliche Angelegenheit sei den Justizbehörden, übergeben worden, die sich nunmehr mit der Verfolgung und Beittafung der schuldigen zu befassen I>ättc. Ter ehemalige Rtanneminister Rnmun- dures beantragte, es solle ein Preis auf die Häupter der flüchtigen Meuterer gesetzt lverden, den Himerdliebenen der Opfer der Revolte eine Pension bewilligt und eine besondere Medaille zur Verteilung an die art der Unterdrückung beteiligten Offiziere und Mannschaften geschlagen werden. Ein.ge andere Deputierten wandten dagegen ein, datz die gruppen weiter nichts als ihre Pflicht getan Hütten. Großes Aussehen wird ein Artikel p^samtttchen Natiouallib. Worrefp." erregen, in dem das badische Stich- I srahlablommen einer vernichtenden Krtttk unterzogen wird. Wir lassen die hauptsächlichen Darlegungen hier folgen Die nationalliberale Partei Badens hat, wenn wir zunächst I ’-jimal die schweren grundsätzlichen Bedenken außer acht lassen, |i -,ni fehler gemacht, dieses taktische Abkommen, das in seinem ' Lrsprmiguui eine Abwehrmehrhcit gegen das Zentrum 1 em pHte, aber jeute engen Grenzen hüiaus unMtessig 8U verbreitens Xie .iäe idÄ Stimmung in der Partei war von ihm be- wrickst, aber auch die politische Aktion wesentlich von ihm be- er'nflußt. Das bedingte dreierlei: Unmöglichkeit der Wieder- lüpsung gennsser Fäden zu den konservatw gerichtetenElementen n Lwiüe, Schwäche dec Abwehr gegen die Sozialdemokratie, Ihrmmung der eigenen Werbetätigkeit und Orgaiii,ationsarbeit ^tatt in der Großbloettaktik eine bet^erliche d^nvendigkeit eines verzweifelten Augenblickes zu sehen, wurde sie in Reihe der .--vo&en uiid immer fruchtbaren politischen ©dxinfen erhobeii. Ter >-10»block regierte die Stunde und er hat m lebet Einsicht die i^noartungcn der nationalliberalen Partei enttauichl, flitzen ge- »racku nur der Sozialdemokratie. Tie Niederlage des Zentrums idb feiner Alliierten aber ist im Zeichen des Grvtzblocks nicht .<■ i«rvollständigt wvrd«i, es hat sogar zum Teil die scharte der <.auptnxrl)len ausgewetzt. Die Konservatwen, die in der £)auy_= . -Lahl ganz ausfielen, erhalten 3 Sitze, die Demokraten 6 und die '» Freisinnigen 1. Ter Großblock hat mit anderen Worten das . Zentrum wieder gestärkt, den Sozialdemokraten eine gewaltige i ileberlegenbeit gegeben, die Nationalliberalen aufs empfindlichste 1nd)ioäd)t. Ter Raum verbietet, auf Einzell-eiten einzugehen, ß aber wir denken, das zahlenmäßige Ergebnis der Stichwahl genügt, zu zeigen, daß unter dem Gesichtspunkt des allgemeinen 1 1 .beraten Interesses wie unter dem des nationalliberalen Partei- iiiteresses der Großblvck ein ungeheuerer taktischer vielmehr ein Fehler der nationalliberalen Reichspolitik schwerer gerächt worden, als man hätte ahnen können. Auch die „Nationalztg." meint, daß der Ausfall der Stichwahlen beklagenswert sei und schreibt: Die Sozialdemokratie ist fortan die ausfchlaggebende Partei, die sid) je nach Gutdünken mit den Liberalen oder aber auch mit dem Zentrum zusammentun kann, um eine Mehrheit zu ihrem eigenen Vorteil zu bilden. Daß diese Aussicht besonders erfreulich sei, wird wohl niemand behaupten wollen. Ebenso konstatiert die „Köln. Ztg." die unangenehmen Ueberraschungen der Liberalen: „Da die Gesamtzahl der Abgeordneten 73 betragt, haben weder die Liberalen in Verbindung mit den Sozialdemokraten, noch gar die Liberalen allein oder das Zentrum im Bunde mit den Konservativen die Zweidrittelmehrheit; selbst die einfache Mehrheit, die 37 Mandate umfaßt, kann vom Zentrum und den Konservativen und auch von den drei liberalen Fraktionen nicht gebildet werden; die Sozialdemokratie wird als zweitstärkste Fraktion ihre Stimmen entscheidend in die Wag schale werfen." Die Leitung der nationallib. Fraktion wird nach demselben Blatt Oberschulrat Rebmann übernehmen, der in einem der Bezirke der Stadt Karlsruhe gewählt worden ist. Neun Mitglieder der Nationalliberalen sind Landwirte. Die „Kreuz ztg." bemerkt auf den Hinweis aus dem freisimiigen Lager, daß die gesamte Linke einschließlich der Nationalliberalen in der neuen Kammer 44 und 73 Stimmen besitze, während die aus Konservativen und Zentrum bestehende Rechte nur über 29 Stimmen verfüge: „Ein „glänzendes" Resultat! Die Linke hat nämlich in der alten Kammer 42 Sitze innegehabt, also nur um zwei Sitze sid) verstärkt; daß dabei die Sozialdemokratie setzt fast über die Hülste der Mandate auf der Linken verfugt, wahrend sie bisher nod) lange nickst den dritten Test baoon. befaß, tut der freisinnigen Freude über den badischen Wahlerfolg temen Eintrag: „unter Kameraden ist das ganz egal!" * Fehler wart Die nationalliberale Partei und mit ihr der gemäßigte Libe- I rilismus wird in bar neuen Kammer zwischen Zentrum nnd Sozialdemokratie einen ungeheuer schweren 51 a n b haben. Zur bürgerlichen Linken werden die Begehungen Emm korrekt sich nennen können, nachdem der Freisinn an ben Nationalliberalen einfach treulos gehandelt hat, denn ihm iCTbanfen sie die Niederlage des Parteiführers, sowie den Verlust eines Heidelberger Wahlkreises an die Sozialdemokratie. Ter Freisinn hat die nationalliberale Partei gesckMächt zugunsten der Sozialdemokratie. In der Kammer werden die SozmldemoTraten von der nationalliberalen Partei bald als unbequeme Weggenossen empfunden werden. Praktische Politik im Sinne eines entsckstedenen, oder verständigen Liberalismus läßt sich nicht mit ihnen machen. Wollen die Nationalliberalen nicht ganz ausgeschaltet werden, so werden sie schon mit der Rechten auf dem Wege der Kompromisse zur Verständigung über dis Regierungsvorlagen kommen müssen. Wird diese Vorbedingung erfüllt, dann kann die nationalliberate Partei wieder die Saiiimelstätte aller gemäßigten Elemente bis weit nach rechts werden. Andernfalls werden Zentrum und Kon- ; emotive in noch verstärktem Aiaße das städtisck)e und vor allem das Sehr bezeichnend ist folgende Zeitungsmeldung: Das nationalliberale Parteisekretariat für Baden hat mit dem 25. Oktober — also zwischen Haupt- und Stichwahl! — Herr Paul Lhorbecke aus Heidelberg übernommen. Er gehört der jungi.iberalen Richtung an und hat sich, auch schon schriftstelleri-ch betätigt. kleines Feuilleton. — Darmstadt, 1. Nov. Die im Laufe des Sommers von Professor Pützer prakttsch umgestalteten Räume des hiesigen Kunst Vereins am Rheintor sind gestern durch Eröffnung einer Portraitausstellung eingeweiht worden. Tie auf Veranlassung des Kunstoereins aus der Darmstädter Bürgerschaft &r die Ausstellung zur Verfügung gestellten Familienschätze waren jio zahlreich eingegangen, daß nur ein Teil berücksichtigt werden Sonnte Etwa 200 Stücke geben ein fesselndes Bild aus Darmstadts bezw. Hessens Vergangenheit. U. a. begegnen wir den Bildern zahlreicher hervorragender Persönlichkeiten, wie des Kriegsrats Ioh. Heinr. Merck und der Eva Kath. König, der späteren Gatttn Herders, beide gemalt von Strecker. Ter Dichter selber wird uns in einem wohlgelungenen Brustbild von Gerhard Ntügelgen vorgeführt. Von Ludwig Tischbein ist ein Porträt der Frl. b'Drnilte vorhanden, vorn Hofmaler Fiedler em Bild der —and- gräfin Caroliim, von Franz Woltreck ein Dildnismedaillon des preußisckjen Gesandten Frhrn. v. Bunsen, vom Hofmaler Äarl Dackofen und ein Bildnis der Gattin des Diordpolsahrers Weyprecht und des Kriegsministers Frhrn. Schäffer v. Bernstein u. a. m. — Hrnst v. Wolzogens „Maibraut" gelangte heute abend im Hoftheater vor ausverkauftem Hause zur Aufführung. Tem jetzigen ersten Versuch, bie „Maibraut" auch im ge>chlo>lenen Ray- men der Theaterbühne zur Darstellung zu bringen, sah man mit großem Interesse entgegen und dieser Bettuch darf nach lern heutigen Abend als ein glänzender Erfolg bekämet werden. Sie Wirkung des Spieles, zu dem der Wiesbadener Kapellmeister flttitr Rolher eine gehaltvolle Musik.geschrieben hat, war Lutzerordentlich tief und nachhaltig. Tie großen Szenen im zweiten inb letzten Akt bildeten Atusterleiftungen der Regie, die »err Stic d) mann unter Mithilfe des Verfassers führte imb das Publifttm bereitete dem Tichter, wie dem Komponisten. lebhafte Kundgebungen. Die „Maibraut" wird nach diesem unbeftrittenen (rfvlg zweifellos einen Triumphzug über die Bühnen machen. — Neue Äterkwürdigkeiten aus dem Agua- tium. ülus Frankfurt a. M. wird uns geschrieben: Wer teim Besud) des Aquariums im Zoologischen Garten nicht nur iie Krokodile und Riesenschlangen eiucv Blickes loürdigt^stmdern j:ch auch noch Sinn für die Sammlungen der kleineren -uere b> vahrt hat, wird durch drei Neuertverbungen aufs höchste gefeflett »erben. Wahrhaft abenteuerlich ist die Gestalt der afrikanischen Riesenkrallenfrösche (Xenopus laevis), io durchaus abweichend vom Bau anderer Froschlurche, daß auch der gäitzlich fernstehende auimerfjant werden muß. Diese außerordentlichen Seltenheiten gehören zu den, nur wenige Arten umfassenden ..zungenlosen Fröschen". Sie fallen auf durch den kleinen,^ ganz Ilachen molcharttgen Kopf und die starte Ausbildung der Ruder- direkwr. Tie Abonnenten mußten deshalb damit rechnen, daß die Steuevordnung kommen unb ihnen die Steuer auserlegeu würde. Nach Treu und Glauben wurde von beiden Part.new stillsckstveigend angenommen, daß sich der Abonnementsbelrag um die Summe der Steuer erhöhen würde. In derartigen Fallen iet nun nach Treu und Glauben zu handeln. Die heutige Nummer umtagl den, und es wäre jedensalls ein höchst auffallender politischer . > ~ ~ ~ Zickzack gewesen, wenn die Badener die so scharf bekämpften Die Nationalliberalen unb die badischen 5ttchwah!en. Pollbringer der Finanzreform plötzlich umarmt hätten. In Mt uanonauwermen. « ■l teiamtlid B<ü>en tft mit dem üb«rLsch«U>-n Ergebnis der Slichwable» Endliche Bürgertum auffaugen. Wenn nun bie nationalliberale Partei Vadens zurückkehrt 331 dem Standpuntt der Gesamtpartei, der Reinlichkeit unb Grnnd- >ätze, immer unb überall, bei Stichwahlen unb gegenüber besonders «rschiedemn Parteien fordert, dann wirb bie konservative Partei mid das Zentrum uns nicht m-chr kommeii bürfen mit bent „ge- iabrlidxm" Hinuntergleiten der naiionalliberaten Partei iiß Boden- l«je des Radikalismus unb feine treuen nationalliberalen Wähler Mehr kopsscheu unb abtrünnig machen können. Tie üNationalliberalen standen in mehr Stichwahlen gegen das Zentrum als gegen bie Sozialdemokraten. Ko n- । equen t haben die badischen Nationalliberalen sicher ge- ' ;nbclt, als sie das Slichwadlabkommen mir unterzeichneten, Reichs fufti^amts Dr. Lisco und den Vorstand der 6. orbent- lichen Generalsynode in Audienz. 7er Malier hat an den Prinzregenten von Bayern heute sollender- Telegrawn: gcridtiet: Am brutigrr. Tage gedenke ich Teiner alv erhabenrn CbesS Tr.; j erfi-7i ^«ldartillerie Regiments, dar dar tobe (yi id hat, Dich 70 Jahre lang an seiner 2-u sehen. Ich r-tjr.b an oteiem schonen ermn-rnngSrncben 'Cenitage seltenen A.u.it uns gtatiiherc Dir herzlichst zu dieser seltenen ijnei. ~ tc Antwort des Prinzregenten lautere: T-g» Serien dank-' ich Ttr für die so überaus warmen Glück roünid’.- 07.rk.aa für das Regiment zu m.tner Jubiläumsmedaille vom Jahre 1905 die Krone gestiftet und bitte Dick. dieses Erinnerunqs- zeichcn, mit dessen Uebersendung ich das Kriegsministerium beauftragt habe, freunblicbfl enrgegenzunehmcn StaatsIclcctär lernburg in am Dienstag, von New- Vork lammend, in London eingctrofsen. Tic Bundesregierungen sind übereingekommen, für die gegenseitige- Anerkennung der Reijezeug- nijse, die Angehörige des Deutsck'cn Reichs an öffentlichen deutschen Okymnafien, Realgymnasien und Oberrealschulen nach Absdstuß des ganzen Lehrganges erwerben, fortan neue Grundsätze zu befolgen. Tie Bereinbaruna tritt an Stelle der in den Jahren 1874 und 1889 abgeschlossenen. Tic beteiligten Unlernchtsverwaltungeil verpflichten sich, ein genaues und vollständiges Verzeichnis der den drei Arten höherer Schulen in ihrem Bereiche zu komm enden Dcrechti- gungen ansertigen zu lassen und sich degenseüig zugänglich zu machen, aus welchem auch ersichtlich ist, ob Die einzelnen Berechtigungen sich nur aus die Zulassung zum vochschul- studium ober auch auf die Zulassung zu den betrcffenDen Staatsprüfungen in den einzelnen Bundesstaaten beziehen. Dian schreibt uns aus Marburg: In einer hier ab» gehaltenen Versammlung des k o n s e r o a t i v e n B e r - ein- für den Wahlkreis Marburg Mirchhain-Frankenberg- Döhl wurde der Austritt des ReiäsStagsabgeordneten Tr. Vöhme aus der deutsch-sozialen Partei und der wirtschaft- liehen Bereinigung als ein grober Vertrauensbruch bezeichnet und cs für richtig und envünfcht bezeichnet, wenn Tr. Löhme sein Mandat niederlegt. Für nächsten Freitag hat Böhme nun in Marburg eine JBerfammlung angelünbigt, in welcher er über die politisch Lage sprechen wird. Mit Mclsicht aus den Umstand, baß Tr. Löyme jetzt außer von seinen seitherigen Gegnern auch noch von seinen seitherigen Freunden scharf bekämpft wirb, dürfte diese Versammlung, wenn sie zustande kommt, recht interessant werden. 3» Salle fand am Montag ein konservativer Parteitag für die Provinz Sachsen und bas Grosiherzvg- tum Anhalt statt, auf dein yauptfachlich bie Finanzreform behandelt wuroe. IL a. sprach der Äbg. v. Heydebrand und der Lasa: „Das cvaugclischc Volk mag beruhigt sc in. (LS wird kein CDangcliidied Gut geopfert werden. In unserer modernen Zeit ist eint Unlerdrücknng evangelisd>er Interefscn von katholifcher Seite einfach unmöglich. Tic Liberalen sträubten sich bei der Finanzrcsorin Dinge initzumachen, die der Volksgunst nicht su träglid) sind. Tie Liberalen haben -u lang in Oppojit ÜanDcn, als da st sie positive Arbeit in der Politik leisten tonnten. Vuiicmlid) lernen bie Liberalen aus den lebten (Lreignifsen, so bau wir Konservativen, was id) gar md>l in Abrede stelle, mit ihnen wieder positive Politik treiben können." Zunt Scl-lu>se wuroe eine (Lnlschlicßung angenommen, bie feststellte, da» bie tonservative Partei mit keiner Partei ein bauerndes Lnnbnis schließen Dürfe, sonbern nur Von Fall zu Fall Vereinbarungen treffen müsse. Tluslan^. Tic Pforte bat der birlgariichen Gesandtschaft einen (Em Wurf des türkisch-bulgarischen AuSlieserungsvertrag es über geben. Ofcgcnrv.irtig finden zwikdren der Pforte uno Bulgarien Bopredungen über die Errichtung einer neutralen Grenzzone statt. Im s n n g t ü r ki schen Klub in Saloniki erbrachen Unbekannte den eisernen Uafsenschrank und entwendeten angebhd) gebet ine Schri f tstücte. Ans Madrid wirb gcmelket: Da der Gesundheitszustand des ztönigS von Portugal zu wünschen übrig Laut, ist sein Besuch bei König AlsonS um einige Tage ausgc- ichoben ivordcn. Tic Abreise bes Uonigs Manuel »st aus den 7. November festgesetzt loorbcn. Aus To k io nnib gemdbet: Tie Leiche Itos ist am Mi es ,T)okusa" ein gdcohen und von der Familie des Iüifteii tniviangui ivordcn. In Tokio cnvattctc eine Anzahl hervorragender P<'rsm,cn, dar- unter fünf Prinzen, die Leiche auf dem Labnhos und geleiteten sie zur Wohnung ItoS. In den Straßen bildeten Tausende von Menschen Spalier. Das LenheubegangniS findet am 4. 'Jia- vember statt. An» Statt uitö tianfc. Gießen, 2. November 1909. Allerseelen. Der zweite Novembertag ist dem Andenken der Toten gewidmet. Es ist ein schöner und sinniger Brauch, an diesem Tage aus den GotteSackcr zu ziehen, um die Gräber der Toten zu schmucken, x’lud) ist cS hier und da üblich, daß eine Prozession zwischen den Gräbern uinherziehl, und baß hernach der Pfarrer von der Äauzel die Namen der verstorbenen Gerneinbemitglieder abliest, wobei die Hinterbliebenen einen kleinen Geldbetrag — im Passeiertal einen Üreuzer — entrichten. Originell ist der noch in schwäbischen und rheinischen Dörsern vorlommende Brauch, auf jedem Grab ein Kreuz von Stroh anfzupstanzen und dieses um Mitternacht anzuzunden. Auf dem Lande ist hier und da noch der Glaube verbreitet, daß in der Nacht vorn ersten auf den zweiten November die armen Seelen bis zum frühen Morgen aus dem Fegefeuer zur Erde entlassen werden. Um ihnen nach den auS- geftaiibciieu Qualen eine (Srqnkfung zu bieten, wird tvährcnd der Naclu ein besonderes Gebäck, je nach der Gegend. „Seelen- drehen", „Seelcnwcckcn", „Soelenzöpse", „Seelstrizel" oder „Scclstückc" genannt, attf den Tisch gestellt, und an einigen Orten sogar der Cjcit yeheizt. Da aber die Seelen da- O^bäd nicht an rühren, so wird es am Allerseelen tag von den Lebenden vertilgt. Tic Auffassung, daß die Seelen nach irdischer Nahrung Verlangen tragen, erinnert an die heidnische, das; die Toten auch im Jenseits der Speisen und Getränke bedürftig feien und man ihnen solche ins Grab ntügeben müsse. Se.w heidnisch mutet in dieser Beziehung das Totenfest in Rusitano an. Es ivird nicht am 2. Novbr, sondern im Sommer begangen. Auf den Gräbern wird eine regelrechte Schmauserei abgehalten — man speist und trinkt für den Verstorbenen und glaubt damit ein frommes **3crf zu tun. Sogar der o) am war, die Teemasi ne, wird auf den .Hircbtoi mitgenommen, um feinen uncii.bcurlia.cn Trant zu spenden. Lazu darf ni.iu je’. Len die jiaiia, eine Art Pudding, gc.odu au? s-mi. .nig oder Zuaer und Milch und belegt mit Rosinen in Mrcu-. tonn. Siienz gläubige Leute verfehlen nicht, den seltsamen Brauch mirzu- macf cn. Innerhalb der umfriedig en Grabstätten der Bor- ncl men iitzt man an gedeckten Tischchen, den verschiedenen Leckerbissen -m'precheno, während bei den Oträbern der gewöhnlichen Men scheu klassen die Angehörigen auf der Erde lagern, vor sich ein ausgebreitetes Wischtuch mit dem Tjchai und der Hutja. Immen,in ist der Grundzug des Festes, wie materiell auch der dabei geübte Brauch jein mag, cben'o schön wie der von Allerseelen: der Toten in Liebe und Verehrung zu gedenken. •• Tageskalender ’ür Tienstag, ?. November: Stadt» iheater: ,Tie Liede wacht*. Älniang 8 Uhr. — Ordensverleihung. Se. stönigl. Hoh. dec Aroßherzog hat dem Major z. D. v. Neusville, seither Rittmeister z. D. und PfcrdevorniustenmgSkommisiar in Tarrn» l'tabt, die Krone zum Silbernen llreuz deS Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. •• Veterinärwefen. Ter Grosherzog hat den Cberoeterinär Dr. Hch. (rniil Küthe anS Ober-Ingelheun zum zweiten Veterinärarzt bei dem llrei-oetcrinäronite Main; mit dem laufenden Rang eines KreiSvetennärarzteS ernannt. * LehramtSperfonalien. Se. Sldnigl. Hoh. der Grostherzog hat den Oberlehrer an der Realschule 311 Gernsheim Prof. Tr. Edm. Lücken zum Oberlehrer an der Oberrealschule zu Darmstadt, den LehramtSasiesior Alexander vi nzel zum Oberlehrer an der Oberrealschule zu Mainz, den LehramtSasiesior Gust. Drescher zum Oberlehrer an der Oberrealschule zu WormS, den LehramtSasiesior Rad Heyl ;um Oberlehrer und Rektor an bet höh. Bürgerschule zu Reichelsheim, den LehramtSasiesior Herm. Müller zum Oberlehrer und Rektor an der höh. Bürgerschule zu Beerfelden ernannt. •• Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem SchulamtSaspiranten Gg. Phil. Raifcr auS Darmstadt eine Lehrerstelle an der Gememdeschule zu Uffhofen. — Erledigt sind: Eine mit einem ku.h. Lehrer 311 besehende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Osthofen. Mit der Stelle ist Crganil'tenbienft verbunden. Die mit einem euang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Geineindeschule zu Hart- inannShain. Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Wetterfeld. ** Hessens Soldaten. Die von dem preußischen Statistischen Landesamt ausgearbeitete Statistik über den Anteil der einzelnen Bundesstaaten an der Retrutengestel- lung hat für .messen gegenüber anderen Staaten ein recht befriedigendes Resultat ergeben, trotzdem cs statt 100 Soldaten, die es stellen soll, nur 90 stellt. Von allen süddeutschen Staaten stellt Hessen die größten Mannsa>aften und die höchste Zahl von Unteroffizieren. Die Durchschnittshöhe der hessischen Soldaten beträgt 167,3o Zentimeter gegenüber 169,78 Zentimeter Körpergröße des oldenburgifchen Mriegerö, des durchschnittlich größten deutschen Marsjüngers. An Unteroffizieren stellt Hessen 74 Prozent der Anzahl, die es eigentlich stellen soll. An Einjährigen weisen Die Städte Offenbach, Mainz, Darmstadt und Gießen statt 100 deren 200, Pingen und Pfungstabt 149 auf. Rad) den statistischen Ergebnissen sd-neidet Hessen von allen süddeutschen Staaten bezüglich der Qualität seines Soldatenmaterials am besten ab. ♦* Das Geschenk deS Kaisers, das. wie wir gestern berichteten, der Lcibkompagnie unseres Infanterie- Regiments für ihre vorjäyrige gute Schießleistung zuteil wurde, ruft die Erinnerung an eine der ruhmreichsten Waffentaten der hessisd)en Division nad), nämlich an den TagvonGravelotte, den 18. A u tz u st 18 7 0. E h a m penois-Ferme war ein aus Stern gebautes Gehöft, das von Mauern umgeben war, und war von den Franzosen besetzt. Das 1. Bataillon unseres Regiments, das von Beginn der Sd-lacht an schon erhebliche Verluste erlitten hatte, ging auf eine Aufforderung des Generals v. Puttlamer, der Die Artillerie befehligte. Der das Bataillon als Deckrmg diente, um 4 Uhr nad) mit tage- vor, um sich des Gehöftes zu bemächtigen. Sd)on beim Vormarsch wurden einige Leute durch Granaten getötet und verwundet, darunter von der jnie bei Leutnant bei Reserve vohmaun, bei schwer verwundet wurde. Auch der Bataillonskommandeur, Major Gräff, wurde tödlich getroffen, woraus der Führer Der Leibtompagnie, Hauptmann Ramstädter, die Führung des Bataillons übernahm. Während die 3. und 4. Jlom- pagnie sich gegen ein brennendes Rachbargehöfte wandte, das von zwei siompagnicn des 36. Regiments erstürmt und bis dal)in aud> mit ,'^ühe gehalten norden war, schwenkte die Leib- und die 2. Kompagnie gegen die inzwischen von der Artillerie in Braud geschossene ^Ham^enois-Ferme ltnks ein. S.xniptmann RamstaDter ließ die Stützen vornehmen und führte fic nut Hurrah gegen Das Gehöft, Das beim ersten Anlauf genommen wurde. Dicht hinter den flüchtenden Franzosen Drangen bie uompagnien, von 2 Zügen 36ern unterstützt, ein und verfolgten von Der Umfassungsmauer DeS Gartens aus Den zurüdgehenden Feind mit Feuer. Das Gehö't wurde alsbald zur Verteidigung eingeridnet und bis zum späten s2£benb behauptet. GS wurde erst wieder verlassen, als ein Versuch zur Wiedereroberung durch Die Franzosen nicht mehr zu beiurd>ten ivar. •• Tas Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen durch Entschließung bcs Großherzogs Gerhard Llippel, Ballh. Ru dn und Hch. Streu der, sämtlich zu Lollar. •• Stadttheater. Tie Aufführung von Rudolf RittnerS „Narrenglanz" am Müiiooch ist die lepte des bodnnfer- eüanien Werkes, das bei Publikum wie Presse auch infolge der ausgezeidmeten Darstellung größten Beifall gefunden hat. Tag das A?ert und die hienge Ausführung auch in weiteren Lienen interessieren, geht daraus hervor, daß mehrere Leiter erster Buhnen für Die morgite Vorstellung ihren Besuch ungesagt haben. •• Kolosseum. Tas neue Programm, das gestern zum a)lntmal iiegeoen wurde, hat eine /nrculidx Abwechselung und MannigsaUigkeit auizuwciseii. Die ihm zwcrielloS uneuigeichrunkten Beisall etntiagen üianc de la Ferrv sand als Vortragssoubrette ebenso reiche '.-inerkennung, wie der aus.ervrdenllich kom.iL« Mstr. Ü l l e s ober der Ix tDünagaiD geschickte Fußukrvbat Arthur, der die unglaublichsten Nunustücke au^.fuhrt. Mit txtoun^rr*. loertem Geschick ba tanz tert er alle nlvglichen Gegenstände mit den nützen LUj Jülich, cm sehr begaotcr vuntorut, musste sich ju mehrcteti rviederHolungen entschließen und auch dann noch liirrde er ost vor die Ramve geruien Richt anbeiS erging es gred ^00 n d e r w i l l, der die verschiedensten Tierüimmen ausgezeichnet nadwbmtr, u. a eine cufiteujenbe und zuruckkehrende Lerche, eine iunimrnbe siltege. wa ihm alles »ehr gut gelang Aber auch die stvl'cdendurch emgeftreuten Aitze, jtunstsiuckchen und Länie nmrden k.lja-t detuoelt Außergetoohnlichen Beilall errang ich Pia a 10 j tnc 'ckröne, bervorrajau« Harsenoirtuoiin, ; te aui-.r einigen ^olovortrigen auch mehrere S'.ucke mit Ct» .1 «•Vtbtjlf.tu.ig vartiug und mm c nieder auis i^eue hetoor- ' ‘*m4t sich die Künstlern m;t vollendet schonen Bcn-egunge» ihr Instruma»t >11 mnitern, da> durch tal.nt lose Bänkel^önaer leider arg in Verruf gekommen vT. Pia Cg. ro ; i ater ist eine Künstlerin, ivut man sie nur börfüT ieß^ ’u hören t-ekommt. Ausge,eichn^t und auch I a d n ke u n d M ar^ he: d.-nen die Tarne allerdings mehr pa'iw tätig in Jahnke unzlaublick ' Kraft in seinem Äiekr. Mit Den Zähnen trag: tr einen Stuhl iamr dem Mädchen, kßt sich damit, steht wieder cif läut um bei, ba len; irrt ein Geschütz, und tr. mit zwei Perwnen besetzte Bank, alles mir den Zähnen. Daß t* > starken Beifall landen, ist selbstverständlich. Erne somo-'e Vortrags »'oubrelle ist »Fränzi Meng dorff, die mit ihren luftigen Tjt. bictungm ebenfalls einen vollen Erfolg errang. 3um Schiuft, zeigten zwei mnge Herren ihre Geschicklichkeit auf dem Rot« und rissen mit ihren von emsigem Fielst fugenden Lersnmm das Publikum ;u stürmischem BeiiaU Ir.n Auster dem wurde»- noch recht bübfdx kinemawgravbische Bilder vorgenchrr Ttr§ stavclle unter Ctto Möllers Leitung tat ebenfalls ihr bestes, j, dast ein sehr erfolgreicher Abend zu verzeichnen ist. e* -a »ser-Panorama Eine sehr interessante Rei-e vom Rhein in dte Vogesen kann man in Dieser ^cche »m Laiser-Panoramc mitmacden. Am Altrheui bei Breisach bt- ginnend geht die Reise nach Colmar, Ravvoldsweiler, Schlett- ftadt zum Xinzdenner Schloß und dem Laiierschlost Lohkvmgs. bürg. Von Reihenweidcr kommen wir nach dem interessant, KaiterSberg und werter noch dem weißen und schwarrei, S« fum Münstenal cm Fuste der Vogesen bei Hoheneck. Aiematch lallte versäumen, sich diese herrliche Reise anzusehcn. *• Ter Turnverein hielt am Sam Stag abend u» Einhomsaal unter Dem Vorsitz Des 1. Sprechers Hetz feine Generalversammlung ab. Die bei ziemlich gutem Besuch einen seyr berrichigenben Verlaus nahm. Ter voi Dem SorfiycnDcn erstattete Jahresbericht berührte zunächst Die Verhältnisse Der Deutschen Tum er schäft, im Mtttclrhem- kreis unD im <^au Hessen, Deren tüchtiges MitglieD zu sei. Der Turnverein Gießen auch im nunmehr vollenDcte, 63. Jahre seines Bestehens sich mit Eijcr unD nicht ol.nc ßrfotg bcmül)t habe. Tic Mitgliederzahl habe trotz Der un- günfttgen wrrtsdmftlidicn Berhältniffe zugenommen und namentlich Die Zahl Der Zöglinge habe eine beträchtliche Steigerung (von 54 auf 87) erfahren. Durch Den Tob verlor Der Verein acht Miyltieder, ,u Deren AnDenken sich Die ür.- ivcfenDen von Den S^en erhoben. Die innerhalb Des Vereins veranstalteten Festlickikeiten halten guten Erfolg. Tat Turnen bat sow ohl hinsichtlich Der Beteiligung w,e auch bin- sichtlich Der Leistungen große Fortschritte gemilcht- Bet De, vom Turnverein besuchten sechs Äetturnen wurDen zahlreiche unD hervvrragenDc Preise erzielt, so beim Fcldbcrgscst u. a Der erste, beim Spidiererdergfest Der zweite, beim Wilhelms- höher Fest Der erste doppelt. Der zweite unD Der vierte, beim VolkSwetturnen Des Gaues auf Dem (ftleiberg Der erste, ztveite unD Dritte Preis usiv. Beim O'-aufcfr wurDen 3 Mustcrriegen- preife errungen. Die Turnhalle erfuhr wesentliche Bcrbeise' rungen Durch Einsül-rung Der zianalisation unD Legung eines neuen Fustbodens. Der Bericht schloß mit Worten des Dankes au alle. Die zu Den Erfolgen Des Vereins Dnrd) ihre Arbeit beigetragen l)aben. Ter vom 1. Turnroart Heit | er erstattete Turnbericht weist nach, Daß an 89 fRtcgennirn- abcnDen »ufammen 3847 Mann turnten ober Durdsidinlltlich 13, ferner an 47 uürabcnDcn 1373 Turner (DurdnchnittLid) 29>. Tie Tamenricgc turnte an 41 AbenDen mit 3.9 Teilnehmerinnen. Vormmersetzungen unD VorturnerslunDen wurDen je ad>t unD Tumgänge zwei abgehaltcn. Ten fleißig sten Besuchern Der Tuniitunoen wurden Anerkennungeit in Sonn von Gaschs Jahrbuch Des Deutschen Turnwesens über- reicht. Es erhielten Diese Anertennung Die Turner xarl Loos, August Loos, Tl-eodvr Wittenbecher, August Pfeiffer, Heinrich Wahl, Georg Walfl und Jiarl Heß, sowie die .peinige (Mtf. Al do Id, Friedr. Bellos, Gg. Bellos, Felix xv.1, Willy Noll und Paul Schich. Tic Fechtricge befta.iD «uh Dem vom 1. Vorfed>tcr Adolf Noll erstatteten Bericht au» 1 :i Sie übte an 1h AbenDc u mit Dm 11 Mann. Die Riege l>attc öfters Gelegenheit, in DietJcfjenp lidjteit 5U treten und es war ihr vergönnt, beim Gautnrnfest eine Muslcrriege zu stellen. Die Die höchste Punltzahl unter Den 3 Fechtricgeii Des Gattes crreidjtc Ter ^assebericht. Der vom 9ied;ncr Erle erstattet wurde, zeigte b*et uocr IMO1 ist Einnahmen unD Ausgaben Den gciiinDcn finanziellen S.anD des Vereins, Der zurzeit ein Vermögen von runD 57 (XI) Pll. besitzt. An Die Berichterstattung sä ioß jid) Die Ergänzung»- wähl für Die nach Den Satzungen attsschcidenDcn 7 VorstandS- iiiitflfieDer. Sie ergab bis auf eine Wahl, bei Der infolge Ablehnung eine Neuwahl erfolgen mußte. Die sozusaae« einstimmige WieDerwahl vor Seitherigen Amlsitthober ter BorstauD besteht für Das lomnicnoc Jahr «us Den Tut ne re: E. Heß, 1. Spred-er, L. Althoff, . Sprecher, Ernst Iun^ FerD. Noll unD Hch. Wahl, Schriftführer, Hari Heuser und narl Erb, Turnwarte, Wily. Erle, Rechner, Gg. Bellos, Gegenschreiber, Wilh. Weidmann, Zeugwart, Wilh. .\Xß, Th Vaudel | unD Will;. Will, tutnäücfte, W. Noll unD H Philippi, Bei- Rack) einigen Mitteilungen usw. geschäftlicher Art wurde ote Versammlung mit einem ^wch auf das fernere Blühen, Wad-scn unD Geoeiyen Des Turttvercins gcsd-lofsee. ‘•Tertioang. Arbeiterverein feierte am Sonntag fein StiNungsfest. Ten FestgotteSDicuft hielt Pfarrer Schwabe: Der GolteSDienft war fcLr gut besucht unD wurde Durch Die Mitwirkung des Gern. Ehor- oes Vereins versd-önert. '21bcnD4 fand eine gesellige Feier in Der Tiiml/allc statt. Die einen schönen '-tkrla^l nahm. Tie Beteiligung war außcrorDentiid) groß. Der Vorsitzende DeS BeremS, Oberbibliothelar Tr. Heuser, l^ielt Die Festansprache. Er gab einen Riickblick über Die Tätigkeit des Vereins im vergangenen Jahre unD zeigte 1 wie Der Verein feinen Zielen gerca)t zu iveroen sucht, Durch gebotene Vortrage, Durch feine geselligen Zusan. fün te, ourch Bua/,ühruilgskur,e, .ofimlvfe G lcgeuluii zur Rechts- belct/rung jur feine Mitglieder, Durch seinen Gern. Ehor, seine Baugenofsensd-ajt uiw iic Sterbefafje. Zu Den in Aussicht geftcilicu Vorlragen im neuen BercinSjahr wünschie er rege Beteiligung. Tic Tacbictungai U» Gern. Chors uno DcSgl- oic ‘xeuamalion eines Mugliedes Des Vereins, bcjonc-cri Die beiden Theaterstücke janoen reichen Beifall. ? Trais-Horlofs, 1. Noo. Der Junge, her am Lainsiag von einem 70 Zcntner schwer beladenen Wagen über» lauccn wurde, ist am Somuag nacht seinen schweren Ber- lebungen erlegen. Die Rader waren ihm über die ciee Bruilsntc gegangen und halten sie zerdrückl. □ Langd, 1. Roo. Gestern weilte dec llre-Sfeuerwehf Inspeltor LooS-Gießen hier, um eine Besichtigung der Feuerwehr und Löfchgcräte vorzunehmen. Der Gen-.einde- rat hat die Anlage einer neuzeitlichen Blaff er! eit ung de- ichlossen. Die Leitung wird mit natürlichem Gefall ohne Maichmcnanlage erbaut und soll nn Frühjahr 1910 vollendet werden. □ Büdingen, 1 Nov Demnächst soll hier rin: Srriß- r .-r jramlung abgehalten werden, zu bet bewnderS Beamte, Pi an«, Aerzle, Büraermristct u. 0. E^memderotstande cingo« laden werden Zweck der Versammlung ist Die Gründua- ÜteiS verein» für He» m atpslege, Wohlfahrts' / PHtflc, Iugcndiürsorge, Volksö.loung, Nra'lkcnvilege usw. N i c dcreii e n h0 u i c n, 31. £h. Der Vc rband Ra 1 sa»i» cher l a n 0 w 1 r t f ch a f 11. GenosicnscUastcR Hane aut beule fine Bezirks Versammlung tür | eine 1» Kreve Bieecnkops wohnenden Mitglieder hicrher einberusen. S-» t Jackenkleider für Mk 00 an Marktplatz 9—10 Wege unseren herzlichsten Dank, (08554 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verlust und für die zahlreichen Blumenspenden sagen wir auf diesem Heute und morgen 0 Kuhflcisch, Psd. 30 Pia. in allen modernen Webarten und färben in jeder Preislage. Donnerstag deu 4. d. Mts., 12j,4 Ubr, Versteigerung eines Hundes (Wolfiyitt). 16031 Der PoUzeimachtmeister. ___________I. V-: Krau s e. Philipp Jung XVL u. Familie Klein-Linden, 2. November 1909. Jacken - fertigen wir nach Maass unter Garantie für tadellosen Sitz 7? K W -W A D K R W -M E@l DI ins der schweig. G. O. Amtliche BekliMtmachittigeil her AM Wen (08563 Gießen, den 2. November 1909. Tie Oberleitung der elektrischen Straßenbahn wird Gießen, den 1. November 1909. 08526 gefetzt, lebeus- Tonnerstag den 4. November unter Strom Das Berühren der Leitung ist von da an gefährlich. Gießen, den 1. November 1909. Großherzogliche Bürgermeisterei Mecum. Kleine Tagcschronik. Gestern nnrrbc das Mommsendenkmal im Vorgarten Berliner Universität enthüllt. Auch Kindern bekömmlich. Mit Ihrem coffeinfreien „Kaffee Hag" bin ich sehr zufrieden, er bringt meinem kranken Sohn, welchem Kaffee verboten war, ohne schädliche Folgen große Erfrischung. Berlin 8. A. S. Wir tragen kein Bedenken, unserem zehnjährigen Knaben den coffeinfreien „Kaffee Hag" mit nur wenig Milch zu geben, was wir bei anderem Kaffee nicht wagen konnten. Braun- Sport. = Fußball. Der Gießener Fußballklub von. 1900 ■picke am Sonntag mit seiner dritten Mannschaft gegen den Äcrein für Bewegungsspieler Marburg in Marburg und unter- Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste sagen wir Allen innigsten Dank. Christiane Gliot geb. Eckhardt Frilr Gliot Heinrich Eckhardt Karoliue Eckhardt gcb. Wehrmann Christian Eckhardt Atarie Waltbcr. ' hielt sich bei seiner Fahrt ,M. 2" in einer Höhe von 2Cirdic und Schule. x Nidda, 1. Nov. Geestern sand hier die jährliche Versammlung der Kirchengemeinde-Vertrelung statt Iraner Werner gab einen Uebcrbltd über den kirchlicten und religiös-sittlichen Zustand des Kirchspiels, der im Vergleich mit Dem Vorjahr ziemlich gleich geblieben sei und hebt besonders den Wohltätigkeitssinn der Gemeinde^ lieber hervor, ^er Voranschlag der Kirctsengenieinde wurde genehmigt. __ . _ „ lag hier zum erstenmal in der Saison knapp mit 3:2 Toren Der Gießener Ballsvielklub spielte mit zwei Mannschaiten gegen den F.-C. Germania Marburg und blieb redesmal Sieger. Die erste Mannschaft gewann mit 6:1 Toren: die zweite Mannschaft mit 2:1 Toren. Die Meisterschaft in der B-Klasse ist dem hiesigen Verein hierdurch sickwr. Ter Verein für Bewegungsspieler Gießen gewann gegen den Seminaristenl'lub Wetzlar mit 5:1 Toren. In Siegen lieferten sich die ersten Mannschaften des B. f. B. Marbrrrg und Siegen Jahn, 2 .Hauplanwärter auf die diesjährige Meisterschaft der Ä-Klasse, ein scharfes Spiel, das Siegen knapp mit 3:2 Toren für sich ent- jcheiden konnte. schäftigt hat er sich allerdings sck>on früher mit dem Oiedanken, denn <\rau Vöcklin will sich erinnern, daß er schon in_ den Fünfzigerjahren des vorigen Jahrhundert? einen kleinen Flugapparat gebaut hatte. Zu ausgedehnten Versuchen aber tarn es, als sich der Ruhm und damit das Geld sch.m eingestellt betten, in den Jahren 1881 bis 1883 aus dem Campo Caldo bei Florenz: beide yjiak wurde der Avparat, der keinen s?)u)tor hatte (Böcklm verschmähte ihn vom Wind zerstört, noch ehe ein Aufstieg erfolgen konnte. Aber der Meister Latte scl:on die Aufmerksamkeit auf sich gelenkt. Er kam in Verbindung mit der Lustschisser' abteilung in Berlin, erbaute mit ihrer Hilfe einen ^lpparat uitb machte and) einen Aufstieg, Böcklin wurde diesmal zwar empor- geloben, aber nach kurzem Widerstand brach der Apparat in sich zusammen. Trotzdem gab der Meister sein Ziel nicht auf: die ganzen 80er Jahre hindurch säst er über seinen Entwürfen, und noch kurz vor seinem Tode sollten ganz neue Pläne ausgeführt werten. Aber der Tod trat dazwischen und Böcklin mußte Zwecks Vornahme von ErweiterungSarbeitcn im Maschinenbause des Elektrizitätswerkes wird am 3. d. lits., von l’i bi-< 1 Uhr nachmittags, die Stromzuleitung des gc I iamten StadtncttcS unterbrochen, toas wir hiermit den Kon- sumenten zur Kenntnis bringen. Gießen, den 2. November 1909. Elektrizitätswerk und Straßenbabu der Stadt Gießen. jeder Art, Elektrisieren 35 aller Arbeiteit in der Kranken pflege Bäder aller Art (Tanrpf II. Heißluft) in und außer dem Hause, Kohiensünre- und Fichtennadelbäder sowie Hübncraugcuoverationcn empfehlen sich T-. Kratz u. Frau staatlich geprüfter Heilgehilfe und 'Masseur Landgraf Philipp-Platt 8 I. Telephon 354. M.62 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an unserem schweren Verluste sagen wir Allen unseren innigsten Dank. Helene Gaub nebst Kindern. seinen unerfüllten Wunsch, wie er es vorausgcalM batte, mit —3 Grab nehmen. Landwirtschaft. ** Braugersten-Wettbewerb. Um die Grundlage ;ur (STgtiiiuug von Maßnahmen zur Förderung des Braugerstcn- jaueä zu erhalten, beabsichtigt die Landwir t s cha l ts k a m- ,n e r noch in diesem Herbst einen Preis bcwcrbfür Braugerste zu veranstalten. Wenn auch mancher Landwirt seine -erste sclwn zunr Verkauf gebracht haben wird, so i|t doch anzu- itehmen, daß eine größere Zahl von Gersten noch zur Anmeldung gelangen. Tte Ausstellung soll ein Bild geben über die Qualität der Gersten, wie sie in diesem Jahr vorhanden waren und durch ihre Wiederholung mehrere Jahre hintereinander; cs ivird eine Uebersicht in erhalten sein über die Sorten, Qualitäten u*r in den einzelnen Landesteilen gebauten und geernteten Gersten. Liese Uebersicht wird um so vollkommener sein, je größer die Zahl der eingelieserten Gersten ist. Alle Landwirte, bie Gerste u Brauzwccten anbauen, werden daher aufgefordert, sich zahlreich ui dem Preisbewerb zu beteiligen. Die einzuseirtenten Proben müssen 5 kg betragen und unbedingt die Durchschnittsware darstel- ..'ii, die der Lalldwirt Zum Verkauf vorgesehen hat. dioch dem Preis- beioerb werden die Gersten an noch anzugebenden Orten zur Aus- iieilung gebracht. Anmeldebogen und Fragebogen sind von der Arndwirtschau>!ainmer in Tannstadl zu erhalten. ßctea bilroßd. MillagsM zu 0,75 Mk. einpfielilt 16034 Conr. Heß Wltwe, ___________„Bum Lindenhof". ngen und Vorturnersluck ' zwei abgehalten. Ten sich 'n iruthen Aneriennungen: s deuffchen Turnwesens ik icrtennung die Turner fc Zittenbecher, August Pjeij: ib Start He§, foivic bie « äs, ,®g. Bellos, Felix I Tie Fechtriezc bestand. : o 11 erstatteten Berich. Wenden mit durchschnitt s Gelegenheit, in dieLchs ' vergönnt, beim GautuH 1 die höchste Punitzahl W :eid)tc. Der Msseberichi,^ I rde, zeigte bei wer 90001 gesunden finanziellen L» I rmögen von rund 51000^ q sstloß sich bie ErgänMz-' | r ausscheidenden 7 VorM | r eine Wahl, bei der m|ol; j olgen muhte, die sozustga I eiiberigen W&W J I imdc Zqr ms dM LE I üi ' Sprecher, Ern>t I xSÄHx ■BSSfe I-HZ! Mitwirkung be bends fand ei" ö9 n' I rtt die einen chonen $ r auSto i9£>e«l,!l I gab einen # ergangenen J s^t, ö«? gerecht zu werden ,^ «*2 ienii))e 9 Chor,$ Ä * * J sie rerdru^„Att'sfeu^, :jiern cjchtigunO', soll tm 3«1’1 y ^ud-rb^LorKdch u. a- ^ist die UlX a : “fi-g5“«: fypäi'S -BM ■ulÄM =« SJerlauj naÄ* ^esberiksu ^er t ^erschcht A tüchtiaeä 2.^lelrh^ linqe L ongenommen L. uhren. Durch^^E^^' ÄÄbß u- Die innerhalb besW guten Erfolg "^gung wie auchh'- M chrstie gemacht. 'M Än«enäQ^ ■ V° bci,n h-eldbergfesl n( I1 der zweite, beim Äilhek '^.^derbierK dem Gleiberg der erste, zive. Nest wurden 3 Muslerrieg-' le erfuhr wesentliche Verbeil tanalisation und Legung ein rcht schloß mit Aorten dr folgen des Vereins durch st r Dom 1. Turnwart heust uch, daß an 89 Riegentrn i turnten oder durchschnitL: 1373 Turner (dhrchschnittL an 41 Abenden mit 379 & ,a 30 Settinen hatten 28 ihre B-rtr-ter entsandt Berbani^ Direktor P e t i t j c a n - Wiesbaden iprach uocr den Stand des > cnosfenschastswcsens in Stanau unb tedte mtt ban im trei e Biedenkopf ein besonders reger Fortschritt zu üer cich^m ei betrug dach der Zugang an Sparetnlaaen un a°- ,’laufcnen GcsMslSiahr nicht weniger als 160 000 JJit. 1 tarier ■i a l ■> c r Eckelshausen zeigte an aus seiner SenallentchailspraktS rrauSge^rineuen Beispielen die rechte Art gemeulfamer Verein«, rbtit Dr tut. 8cilcrä.5rantfurt berichtete uier Slerbetaficn md Landwirt,chastslehr-r Fürer-Tarmstadt über künstliche Dunge- m,ttx Allendars a. d Eder, 1. Ni>°. Beim Dahnban «aumland-Allendors wurde ein ISiähnger Arbeiter namens -triebet au« Battenfeld von der Lakomotlpe der Feldbahn iVberiahren und getötet. Ein anderer Alerter wurde »vn Gc st eins massen getroffen und mußte in bte Marburger Klmik sebra^t werden.^ L ^v. Der Kassenbeamte Willhardt der Mitteldeutschen Kreditbank Frankfurt a. M. hat durch Mischung von Unterschiisten ll n l e r, ch l a g u n g e u begangen, deren Gesamthosic sich oiii etwa 7 00000 Mk. beläuft. Ein ueil bic|et Summe ifi durch Versicherung gedeckt. Der Täter ist 6er» haftet. ________ _ Nniversitäts-Nachrichten. bc Frankfurt L M., 2. Nov. Als Nachiolgm: pon Dr. Wilh Streng wurde der Chefarzt des FrMitlurter Kinderheims Tr. Beruh. Scholz zum Chefarzt der mneren Abteilung des frankfurter Hospitals und als konmltierender Arzt an die „Providentia" berufen. Dr. Scholz erhielt seine medlzinclche. Asbildung in Gießen, Heidelberg und Breslau und promovierte 1898 bei 'Wiluhcj mit einer Arbeit über Jcjunostomie __ Mittwoch den 3. Novvr. 1909 nachmittags 2 Uhr t6jU versteigere ich Uteustadr 55 im Saale: 1 Sopha, 1 Vertiko, 1 Ltleiderschrank, 1 Sopha mit 6 Stühlen und 2 Sesseln, 1 Nähmaschine, 3 zrasienwagen, 2 vollst. Betten, 1 Waschkommode, 1 Teppich, 1 Pritschenwagen, 1 Wagentuch, 1 Lauterbacher Wägelchen, 1 Oekonomiewagen, 1 Pferd, 1 Klavier, 10 Hasen, 1 Wanduhr, 3 Bilder, 1 Metalldrehbant, 1 Divan, 1 Partie Schuh- und Sattlerwaren, 1 Orchestrion mit Notenwalzen und Jioten u. a. m. Geißler, Gerichtsvollzieher. Zur Ausführung von „M. 2" bei Allrath Kehrt. „P. 1 in einer Höhe von 200 Metern, , 400 Metern. Tie Windstärke betrug 6.5 aus Südostcn. Beide Luftschiffe landeten um 3 Uhr vor der Halle in Bickendorf. Eine brennende Flugmaschine. Bei den Flugveranstaltungen in Hamburg- Großborstel schlugen aus dem von Pcauet geführten Zweidecker des Chilenen Sanchcz Besä Flammen hervor, und der Benzinbehälter explodierte. Es gelang dem Mechaniker, im Glcitflugc zur Erde niederzugchen. Fünf Meter über dem Erdboden sprang Pequet ab und blieb besinnungslos liegen, erholte sich aber bald. Er wurde mit anscheinend leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Von der Flugmaschine verbrannten die Leinwandflächen. Ter französische Lenkballon. Paris, 2. Nov. „Petit Parisien" meldet, daß der Lenkballon „ßiberte" seine Versuchsfahrten beendet hat. Tie Militärbehörde habe den Ballon endgültig abgenommen. Jedoch wird er vorläufig nicht in Dienst gestellt, sondern auf Befehl des Kriegsministers einigen Abänd erungen unterzogen. Der Gasinbalt soll von 4800 auf 5500 Kubikmeter erhöht werden. Das Luftschiff wird erst im nächsten Jahre dienstbereit sein. Bis dahin wird man in Frankreich ohne jeden Lcnkballon fein. Ein schwerer Unfall. Neapel, 1. 9iov. Das Militärluftschiff, das gestern von hier abgefahren war, ist in Rom abends um 10 Uhr angekommen. Als es um UV» fthr wieder abfahren wollte, und die Aiotore schon in Tätigkeit gesetzt waren, wurde dem Leutnant Roveti durch die Schraube der Kopf vom Rumpfe getrennt. Tas Luftschiff lanöete kurz nachher wieder. Der Ünglücksfall hat große Erregung hervorgerufen. Tie Zeitungen eröffnen eine Subskription, um ein Militärluftschiff zu l)aucii,__ba5 ben Namen. Jteocti tragen soll. Verinnchtes. * Böcklin als Flugtechniker. Es ist bekannt, daß Böcklin sich gleich dem großen Lionardo da Vinci eitrig mit dem Flugproblem beschäftigte: Ausführliches darüber und die Tatsache, daß der Künstler nicht allein theoretische, sondern auch praktische Versuckze gemacht hat, wird aber jetzt in dem in Kürze erscheinenden Buch „Neben meiner Kunst, Flugftudien, Briefe und Persönliches von Arnold Böcklin" erzählt, das von Ferdinand Runkel und Carlo Böcklin im Verlag Vita (Berlin) hcr- ausgegeben wird. Ein Ausdruck von Böcklins Sehnsucht, das Flugproblent zu lösen, tintet sich in einem Briefe an Hans von Martes vom 16. Junr 1884. Tarin sagt ter sonst so zurückhaltende Künstler: ,^Jch möchte probieren ob ich ein wenig von dieser langweiligen Erde loskommen kann." Hier hat Böcklin zum erstenmal voit seinem Ziel andern gegenüber gesprochen, be- Lllftschiffahtt. P. I. und M. II. Köln, 1. Nov. Bei den Vergleichsfahrtcn der Mlilitärluft schiffe handelte es sich um eine Geschwin- d i g k e i t s p ro b c auf der Strecke Brocklemünd-Allrath bet Grevensbroich. „M. 2“ nahm mit sieben Minuten Abstand die Verfolgung des „P. 1" auf. Beide Luftschiffe erreichten ihr Ziel in schneller Fahrt, ohne daß sich die anfängliche Entfernung wesentlich änderte. „P. 1" machte bei Grevensbroich, In ter Putzsedernfabrik von S. Katz in Berlin brach gestern nachmittag Großfeuer aus. Drei Fabrikräume wurden vollständig zerstört. Seck)s Mädchen, die ursprünglich vermißt wurden, haben sich über eine Nottrcppe gerettet. In Ey fang bei Essen wurde bei einem Hausbrande eine Frau mit ihrem einjährigen Kinde unter den zusammenstürzenden Trümmern begraben. Tie Leiche wurde geborgen. Gestern wurde in Bautzen in Gegenwart des Königs, des Kroitprinzen Georg und des Prinzen Friedrich Elwistian die Einweihung der neuen Spreetalbrücke die den Namen „Kronprinzenbrücke" erhielt, vorgenommcn. Bei bem gestrigen Masscnbciuch des Wiener Zentralsried- Hofes entstand durch einen plötzlichen Regen, der von nordlicht- artiger Abendröte begleitet war, großes Entsetzen. Man stürmte die Straßenbahn, so daß Holzschranken vor den Gleisen errichtet werden mußten. Dabei kam es zu wüsten Auftritten mit den Bahnbeamtcn, die tätlich bedroht wurden. Tie Tareni-Ztohlengrübe bei Ällalyfera inWales wurde gestern nachmittag durch einen W a s s e r e i n br u ch ü bersch w e m m t. Vvn ter Belegschaft konnten sich 150 Mawn retten. Trei Leichen wurden bisher geborgen. Heftige Unwetter haben in Toulon und ter Umgegend sehr großen Schaden angerichtet. U. a. ist eine im Bau befindliche Straßenbahn an der Küste w c g g e s chw e m m t, eine andere unterspült worden. In Allicules wurde die Blumen- und Gemüseernte vernichtet.__ "märtte.- fc. Frankfurt a. M., 2. Nov. Heu- und Strohmarkt. Angeiahren waren 5 Wagon Heu und 2 Wagen Stroh. Bezahlt wurde für Heu Aik. 4.60—5.20, Stroh, Korn-Langslroh, Mk. 3.00 bis 0.00. Alles je 50 Kg. Geschäft langsam. Tie Zufuhr kam aus Oberhessen und dem Kreise Tieburg. Poranssichtliche Witterung für Hcüen am Mittwoch dem 3. November: Zeitweise geringer Regen. Trüb, kühl. Wieseck, den 1. November 1909. Die Beerdigung findet Mittwoch den 3. November, nachmittags 2 Uhr, statt. 6036 Tieferschüttert machen wir die schmerzliche Mitteilung, dass mein innigstgeliebter Mann, unser heissgeliebter Pate, Schwager und Onkel Herr Johannes Becker!. nach langem, mit grosser Geduld getragenem Leiden im 60. Lebensjahr heute morgen um 10 Uhr sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen. Zum Einhorn Meinen (5®1 ===== Saal === mit neuer Theaterbühne bringe zur Abhaltung von Fcatliclikrlten, komm« men, Vertrügen, Huchieitcn, Veranniml ungen etc. in empfehlende Erinnerung. 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