Donnerstag r.205 Erstes Blatt 15». Jahrgang :ma( wöchentlich .^nerZamIlienblätter; tnalroöd)entl.Ktei$: General-Anzeiger für Oberhesfen Kolitssche Tagesschan • -ir-rner Anzetger r^mt täglich, au«er r rrtagS. - Beilagen: bie Tagesnmnmer Hottttionsbrutf und Verlag der vrühl'fchen Univ.-Yuch- und Ztelndruckerei R. Lange, vormittags y utjr. Rcöaftton, Expedition und vruckerel: Schuistratze 7. eptember 1909 Vezugsprci. . monatlich 75 Pf^viettel- Ä . jährlich Mk. 2.20: Kirch Ab'.wle- il Zweigstellen monatlich 6o Pi.: durch Ml die Post Mk. 2.— vievtcl- M jährl. ausschl. Beslellg. Zeilenpreis: lokal IbPi, ansivärir 20 Pfenniq. Chefredakteur: A Goetz. Lcrantwortlich für den politischen Teil: August Goetz: für .Feuilleton' und.Vermischtes' K. Neurath: für .Stadt u.Land" und.GerichtS- Tas Kriegsministettnm hat bei den Orientbahnen 600 Eisen- bahnmaaen für Pferde- und Munttionsttanspott nach Adrianopel- Beüellt. 130 Wagens geben beut«ab .jungen sollen zur Vervollständigung des Kriegsmaterials des zweiten Meldmigen aus Kon sta nt ino pel sind die! Au f st än di gen in Demen von den gruppen ms Gebirge zurückgetricben worden. General Dfckawid bereitet eine neue Expedition gegen die auf ständigen Albanesen vor. *>n Iper und Rugowo find bereits große Trup^nmassen versammelt Mbaneseilsührer Isa Poletin soll nach VLontenegrv gefluchter fern. Zur Teilung des Kultusministeriums. eVn der Presse hat, so schreibt man uns aus Bettin, ein Aufsatz über die Notwendigkeit einer Teilung des .Kultusministeriums viel Beachtung gefunden, der in der Monatsschrift „Deutsche Revue ftebt Die Abtrennung der Dt-edizinalabteiluiig vom Kultusministerium und ihre Ueberweisung an das Mmistermmiws Innern ist ja schon viel erörtert worden imb soll nach beglaubigten Nach- riästen so gut wie sicher bevornehen. Nun bespricht aber der erwähnte Artikel auch die Lostrennung der geistlichen Angelegenheiten bom Kultusministerium unb meint, sie können entweder eener neuen selbständigen Zentralbehörde ooer dem Zustizmmiste- rium übertragen werden. Das ist nun allerdings eine Frage r Esehr mel Värlerer sachlicher und polltischer Bcdeutung. Wir wollen heute nicht auf sie eingehen, da em wirklicher Anlatz dazu nickt vormlieaen scheint. Zwar meint die „2,.-r^agesztg. , der Rtt)ue"-Att^l stamme offensichtlich vmr einem Kundigen, wahr- scheinlich aus dem Kultusministerium selbst,. Wenn aber damU der Vermutung Llusdruä gegeben werden soll, daß im Kultusministerium eine starke Stimmung für diese Trennung herrsche, so glauben wir' doch die Befürchtungen der ernenunddieHon- nungen der anderen zerstreuen zu sollen. Die Absicht, Kultus nnd Unterricht zu trennen, besteht zweisÄlos im Mincherium nickt Selbst wenn aber einzelne „Umstürzler" für den Gedanken aewonnen sein sollten, dann würde die preußische Regierung auf keinen Fall wagen, jetzt den „blau-schwarzen" Parteien mit einem solchen Ansinnen zu kommen. Und an die Zustimmung des preutzi- schen Landtags wäre nicht zu denien.. Dem ^taatsmmi^rium macht die Behandlung der Wahlrechtsfrage schon Kopfzerbrechen gemiq Sie muß tatsächlich auch zuerst ut befriedigender, Weise geM sein, ehe eine Vorwärtsentwickeluug in grundlegenden Fragen eintreten kann. * Zur Penfionsverficherung der Prival-Beamteu. Trotz der lebhaften und unausgesetzten Agitation der d«its'chen Privat-Beamtenschast für eine staatliche Pensions-,und. Hmter- bliebenLnversicherung macht auch die L>elbstbilse auf diesem Gebiete unausgesetzte Forrschritte. Tie Privat-Beamten gÄ>en damit bat besten Beweis, wie ernst es ihnen um diese Sache ist. und daß sie einer staatlichen Unterstützung ut gegebenen Grenzen würdig Deutsches Reich. Der Kaiser ist am Mitttvoch um 10.45 llchr vom Stettiner Bahnhof nach Sw ine münde ab gereift Anläßlich der Herbstparad e fand im Meisten Saale des Berliner Schlosses Paraüetafel statt. Abends erfolgte im Opcrnhause eine Paradevorstellung. Gegeben wurde die Puppenfee. „ Tas „Militärwochenblatt" meldet: v. Bernhard i, lommandierender General des 7. Armeekorps, wurde der Abschied bewilligt und v. Einem, General der Kavallerie, Aum kommandierenden General des 7. Armeekorps ernannt; v. Böhm, Kommandeur der 18. Division, und o. Lin singen, dieser unter Ernennung zum tom- mandrercnden General des 2. Armeekorps, wurden zu Gene- ralen der Infanterie befördert. Der Militär-Ballon Groß II. wird am heutigen Donnerstag vormittag mit der Bahn von Berlin nach Schwäbisch Hall bei Stuttgart üb'ersührt, um an den diesjährigen Kaisermanövern teilhunehmen. Die Führung des Luftschiffes im Manöver haben Major Sperling, Hauptmann George und Oberingenieur Basenarl). Major Groß wird im Hauptquartier des Kaisers verbleiben. Zur Bedienung des Militär-Luftschiffes begeben sich drei Kompagnien des Lustschiffer-Bataillons unter dem Kommando des Hauptmanns v. Wedel und Oberleutnant Masrus ebenfalls nach Schwäbisch Hall. Der französische Generalkonsul in Hamburg hat in einem Schreiben an den Vorsitzenden des .^kriegerbundes Hauptmann Kläber sein Bedauern darüber ausgesprochen, daß er verhindert gewesen sei, zu der Be> kränzung der deutsch-französischen Krieger- gr aber auf dem Kirchhof am Diebesteich zn erscheinen. Gleichzeitig übermittelte der Generalkonsul den Dank seiner Regierung für die Fürsorge, die man den Gräbern bei Franzosen zuteil werden ließ. Ausland. Kaiser Franz Josef hat an den Statthalter von Tirol ein Landschreiben gerichtet, in welchem er seinen „tiefgefühlten herzlichen Dank" für die schönen Tage ausspricht, die ihm unvergeßlich bleiben würden. „Die glänzenden Feste, deren Zeuge ich sein tonnte," heißt es in dem Schreiben, „und die mir in so reichem Maße dargebrachten Huldigungen haben mich mit umso größerer Freude erfüllt, als ich mit Rührung wahrnehmen konnte, wie sehr der prunkvolle äußere Rahmen der Innigkeit des Gefühles der Treue und Ergebenheit meiner Tiroler und Vorarlberger entspricht. Mich stets eines Sinnes mit ihnen wissend, verbinde ich mit meinem Dank meine wärmsten Segenswünsche für das fernere Wohlergehen der beiden Länder, die meiner wohlwollenden Fürsorge und innigsten Zuneigung gewiß sein können." Ein Beispiel über mangelndeDisziplin i m italienischen Heere wird aus Flores gemeldet: Dieser Tage langten nachts, wie die sehr bekannte und verbreitete Florentiner Zeitung ,/Ra.zicme" erzählt, von Florenz aus 700 Soldaten der Infanterie in Pistoia an, die soeben wieder eingezogen nx>tben; waren und m das Manöverseid spediert werden sollten, xer Eisenbahnzug hatte eine Stunde im Bahnhof zu warten. Diese Zeit wurde von den Soldaten dazu benutzt' das Büfett des Bahnhofes von seinem reichhalttgen eßbaren und trinkbaren Inhalte, meist ohne irgendwelche Zahlung, zu entleeren, ^er Wirt,.der nach GÄd schrie, wurde verhöhnt und mußte fich gefallen lauen, daß man mm auch seine Tassen, Teller und Eßbestecke ein,leckte. Des Wirtes Hilferuf erreichte den Herrn Hauptmann, der die Bande führte. Dieser setzte ihm aber auseinander, daß er jdie Macht über die ivrrunfrne johlende Gesellschaft verloren habe. Zum Beweise dessen wurde der Witt, als er einen Haupthel den an neuer Verwirrung der Eigentumsbegriff'e hindern wollte, von dem wackeren Reservisten machtvoll in die dicke Fensterscheibe der Bahnhofsrestauration geworfen, daß er nur wie durch ein Wunder aus deren tausend Splittern unverletzt aber gehörig er- schüttett hervorging. Den Uebeltäter durch Gendarmen fesmehmen zu lassen, war unmöglich. Denn einmal stellte sich die Genüar- mettL auf telephonischen Anruf nicht ein, sintemal sie auf einen derartigen Fall nicht vorgesehen war, und zweitens hätte sich. erhöhuna durchführen mußte. Es fehlt ihnen merkwürdigerweise auch nicht an Lieferanten von Bier, die ihnen dns Bier so liefern, daß sie cs zu den bisherigen Preisen ausschenken können. Ern anderer Teil der Wirte und zwar, so weit sich übersehen laßt, der größere, hat sich von dem Einfluß der Brauereien emanzipiert und nimmt mit den Konsumenten gegen die Brauereien Stellung. Namentlich in den größten Städten gehen Biertrinker und Wirte zusammen gegen die erhöhten Bierpreise vor. Ein Unterschieb besteht übrigens zwischen den beiden Bundesgenonen: die Witte sind nicht gegen eine Bierpreiserhöhung an sich, sondern pe sträuben sich nur gegen einen Aufschlag, der in gar keinem Verhältnis zur Belastung aus der neuen Brausteuer steht. Dagegen hat sich in einem großen Teil der Biertrinker schon der Glaube festgenistet, daß überhaupt keine Verteuerung des Bieres eintreten dürfe. Dieser Standpunkt ist natürlich ebenso ^unhaltbar, wie der anfängliche Standpunkt der Brauereien, über die Steuerbelastung hinails eine Verteuerung des Bieres vorzunehmen. Mögen nun auch in der Hitze des Kampfes die Forderungen hüben wie drüben überspannt werden, so muß doch dattms aufmerksam gemacht werden, daß es ganz ohne Bierausschlag für die Konsumenten nicht abgehen kann, vorausgesetzt, daß das Lier ich qualitativ nicht sehr merklich verschlechtern soll. Aber vorläufig liegen die Verhältnissle auf dem Kriegsschauplatz noch so, daß die Brauereien erst einsehen lernen muhen, rote verkehrt ihre eigenmächtige und überspannte Preispolitik war Sie |d}nciben ich bei einer zähen Durchführung dieser Politik ins eigene Fleisch und werden mit ihrer Drohung, daß das fetzige Vorgehen der Biertrinker zu umfangreichen Ärbeiterentlasfungm tm Braueret- geroerbe führen müsse, kaum einen nachhaltigen Druck auf Die Bohkottbeivegung ausüben können. Denn erbens bauert es noch einige Zeit, bis diese angedrohten Entlassungen verwirklicht werden, und zweitens liegt es ,a gar nicht tn ber Absicht ber Dierttinker, länger Enthaltsamkeit zu üben, als es unbedingt durch die Haltung der Brauereien nötig ist. Sobald diese Gnt- qeqcnlommcn zeigen und die Bierpreiserhöhung insoweit surua- nehmen, als sie nicht durch die neue Steuererhohuna Ibegründet ist, sobald wird auch auf der anderen Seite bet den Konsumenten und bei den Wirten der Boden für eine Verständigung gegeben sein. Je früher und rascher diese erfolgt, desto weniger wird aber der Absatz der Brauereien zu leiden haben. Bund der Landwirte und Bauernbund. * Der neugegrünbetc Deutsche Bauernbund, der sich früts durch die Verbreitung einer gedruckten Korrespondenz frieren Einfluß zu verschaffen sucht, scheint auch in der Lien Jahreszeit kräftig Propaganda zu machen. Interim it ist, wie er im Osten gegen den eingesessenen Bnnb fr Landwirte vorgeht. Wir lesen darüber in der erwähn- t( Korrespondenz des Bauernbundes: 1 Zu einer erfreulichen Kundgebung für den Deutschen tzlioernbund gestaltete sich am Sonntag den 29. August die fo vramtschen bei Thorn angekündigte Versamm- frg des Deutschen Bauernbundes. Der VundderLand- y.cte hatte alle Vorbereitungen getroffen, um in der fr jammlung einen Erfolg für sich erzielen zu können. 1 die Mitglieder des Bundes am Orte wie in den um- senden Ansiedelungen waren Briese von Berlin geschrie- |r worden, in denen sie aufgefordert wurden, zahlreich Keinen. Auf allen Tischen lag ein Flugblatt, das rteisekretär des Deutschen Bauernbundes, Herrn Eermann, auf das schärfste angriff, und als Vertreter Bundes war Dr. Bötticher aus Berlin erschienen. Die fmnmlung wurde eröffnet durch Herrn Reinicke-Gr.- frs.au bei Thorn mit einer kurzen Ansprache und einem frj) auf den Kaiser. Dann erhielt Ansiedler Moritz, der : MI vertret ende Präsident des Deutschen Bauernbundes, das Dort, um in ruhiger und sachlicher Darlegung die Ent- »feang des Bauernbundes zu schildern und vor allem die Äroegung, wie sie im Osten entstanden ist. Es folgte eine M>e des Reichstagsabgeordnelen Dr. Böhme, der sich be- M.bers mit dem Verhalten des Bundes bei der Finanz-- Mrm beschäftigte. Beide Herren ernteten stürmischen Bei- ■i der Versammlung. Alsdann suchte in der Diskussion fr Bötticher den Standpunkt des Bttndes &u rechtfertigen. H zeigte sich sofort, daß alle Vorbereitungen des Bundes, si: eine Mehrheit in der Versammlung zu schaffen, völlig ■ir(ungen waren. Richt ein einziger Laut des Beifalls Mrde am Schluß der Rede des Herrn Dr. Bötttcher laut, fragen zahlreiche Zurufe, wenn er mit allzu kühnen Be- l. Lungen die Politik des Bundes zu rechtferttgen suchte. öcr Aussprache sprach bann äußerst wirkungsvoll für fct Bauernbund Ansiedler Schulze-Osterbitz, Kr. Briesen, «!' Landwirt Erich Bröse, Deulsch-Rogau. Obwohl zahl- Mhe Personen anwesend mären, die als überzeugte Mit- ff. Der des Bundes der Landwirte erschienen waren, trat l ec für den Bund der Landwirte ein. il'cach einem Schluß- •tt t der beiden Referenten und einer Aufforderung zum M.ritt zum Deutschen Bauernbund wurde die Verfamm- lu, i mit einem begeisterten Hoch auf den Deutschen Sauern- Ep. id geschlossen, in das alle Anwesenden einstimmten, nur Mk Mtticher unb der mit ihm erschienene Redakteur des Mservativen Thomer Blattes blieben sitzen. Von allen MiLn früheren Freunden verlassen, suchte der Vertreter H Bundes der Landwirte in Privatgesprächen dann zu «.-an, was zu retten war. Wie sehr aber die Stimmung i diesen Gegenden zuungunsten des Bundes der Land- Wwe umgeschlagen ist, ging deutlich hervor aus den Zahl- indicn Beitrittserklärungen zum Deutschen Bauernbund. Mr da weiß, wie schwer eine solche Organisatwnsarbeit tt allgemeinen zu sein pflegt, mußte erstaunt fein, wie Mit es hier war, Mitglieder zu werben. imb. So hüben bcüp.elsiveisc die Vettorgungslaiien des Deutschen Privat -Beamten- Vereins zu Magdeburg, welcher diesem Zweige sozialer Fürsorge besondere pflege angedccktcu läßt, m dem 1. Semester- 1909 wiederum recht bettachtlw-e Zugänge erfahren. Sre beziffern sich der der Pemronskane auf J03 Ve'.'siclreruugen mit 4821 Anteilen, wahrend bis ecnw|tcrid)lu6 noch 305 Versickerungen mit 1592 Anterlen der Arifnahme hanten. In der Witwcnkasse betrug der Zugang 202 Veriickerun^feir mit 597 Anteilen, 70 Versicherungen mit 206 Anteilen blieben unerledigt. Tie Begräbniskasse erzielte einen Zugang von 188 Versickerungen mit 160 300 Mark Versicherungskapital unb 21 Anttäge mit 21 325 Mark Ve'sickierungskapital blieben m der Sckrwebe. Bereits int Jahre 1908 Eomitcn die L^rsorgungska feil recht gute Erfolge .a usweisen. Nach vorstehenden Ergebnmo« dürste sich aber die Entwickelung im laufenden Jahr noch gunsttger gesttttten. e Eine Zurechtweisung der deutschfeindlichen „Nowoje Wremsa". Die Süddeutsche Reichskorrespondens erhält au« Berlin folgende offiziöse Note: „Der russische Botschafter in Konstantinopel, Herr Tfckarhkow. hatte kürzlich den dvttigen Berichterstatter der „9dM»fe Wrcmia". auf ein besseres Verständnis der deutsche,i Onentpolitik butgcnncicn. Es scheint aber nicht, daß der Korrespondent den wohlgemeinten Rat des Botschafters befolgen will. Denn er drahtet neuerdings feinem Blatte folgendes: „Die in türkochen T«mstcn lichmtden Deutsckxn raten der Türkei bnngcnb, m der Suda bucht aus Kreta einen starken Kriegs flotten stützpunkt anzulegen." Man braucht diese Leistung nur niedriger zu hängen. Unsere Landsleute tn der Türkei gegen die B^ichtigung des russischen Korrespo,identen ausdrücklich ht Schutz zu nehmen, hieße seinem Telegramm zu viel Geimcht b^imesseu Wir glauben auch nicht, daß die Tutter ihretteits die Absicht hat, in der Sudabucht einen Kttegshasen einzuricklen. Wer aber den Anschein zu erwecken sucht, als 1« das H-efthalteii der Türkei an ihren Hoheitsrechtcn über Krttawlf fremde Einflüsterungen zurückzuführen, dem muß das ABC der kretifcheli Frage noch recht dunkel sein." Es wäre reckt gut, wenn ai,s dem auswättigen Amte in Berlin öfters soläie Wasserduschen auf fremde deutsc^ferndliche Hetzer m der Reichshauptstadt ausgegossen würden. W lebt eure große Menge solcher Herren in Berlin. Der vierkrieg. I Gegen die Bierpreiscrhöhung, deren Durchführung die Brauer- Mi versuchen, wird fast überall fräftige und bis jetzt auch tiisame Opposition gemacht. Während z. B. bet uns in Gictzen Ifre mäßige Bierpreiserhöhung ohne bvel Lärm und. Wider- Ifrucb hat eingeführt werden können, ist es vor allem die Ar- Lkittbevölkerung inf dien Jndusttiegegeuden und ui den Groß- Üttten, die durch direkten Boykott resp. durch weitgehende Etn- Mnkung des Biergenufses die Brauereien zur Rückkehr zu den Ifrut oder doch zu niedrigeren Preisen nötigen will. Besonders i bie Bewegung gegen die Bierpreiserhöhung im rbeiniich-roest- i veben Jndusttiegebict von einer Intensität, die die Brauer- e j schon veranlaßte, mit den öttlichen Organifattonen der Ax» Ittrr und mit den Wirtevereinigungen in Verbindung zu treten, mit ihnen zu einer Einigung zu gelangen. Sehr zu Hatten formt der Arbeitcrbevölkerung, daß ihre Organüattonen sich : Frage der Vierpreisregelung annehmen. Auch in Den Schickten : I Landwerks, in der Beamtenschaft, in kleinbürgerlichen Steifen l i) die Bewegung gegen allzu hohe Dierpreife mitgemaajt, ilnenb in den Kreisen, wo Kleingeld keine Rolle 'vielt, der r.r für die Bewegung gegen die erhöhten Bierpreife völlig ? |lt. Doch liegt der Schwerpunkt des Kampf es Meisel- I bei der Arbeiterbevölkerung, ganz einfach aus dem Grunde, -il ihr Bierkonsum am stärksten ins Gewicht fallt. Wenn man tagt, was täglich auf Bauten unb m Fabriken an Bier um^ ■'f-t wird, und daß gerade hier infolge der Preiserhöhung das c durch Milch, Kaffee, Limonade ufro. ersetzt wird, so kann ü, es verstehen, wenn heute schon die Brauereien für ihren jqB ernstliche Befürchtungen hegen. Er > ck-vett wird den tfse für Depeschen: jUSidflcr Gießen, z tnrz des smimsterv gegen den Willen des EKoßwesirs erfolgte. Als Nachfolger des Großwesirs wird der aegenroärtige Minifter des Innern al a a t Lev genannt. Sollten sich diese Gerückste bewahrl-eiten, so watt die Aiidung eines rein jungtür fi s ÄenKa b ^n^,"s wahrscheinlich. Die Eiitf'ckeidung ist nicht vor der Rückkehr des Sultans von feiner Reise nach Brnssa zu erwarten. . .. Ter Sultan ist am Mittwoch in Brusfa emgettoffen uni) begeistett empfangen worden. Die .Rackrichi, der BMttenministcr Noradtrnghian l)abc bereits bemmuoniert, tlt mrroabr. ^er Mmcker wohnte dem Rate am Mittwoch bei. Tie Minister des ^nnern, der F-inanzen unb des Unterrichts verlangen seine Temifswn, er weiaett sich aber. Am Mittwoch begann die Verhandlung der Beleidigungsklage des bisherigen Arbeitsmimsters gegen den jungtürkischen Mgeordneten Djahid, der im „Tanin dem Minister der Lestechlichkeit und Parteilichkeit bei.der Vergebung öffentlicher Arbeiten vorgeworfen hatte. Der Minister verlangt 1000 Pfund Schadenersatz, dre er dem tuttifchen jlottenoertm überweisen will. Djahid erklärte, den Wahrlfeitsoewei- antteten zu wollen. Tie Verhatidlung wurde darauf vertagt. bufft Ern griff m iwe Jrtrtk’t tat so'wksta auch *'Serri u6 «nber# cU in fo-rt e-.ntr sch.echt ab p-*ln farmrti .k-ifrn dch d- <*iiofini bei E) lb--n *tn- b-w •rrtc fematihtibtt rrdxt mrr m rtVüfbr. rott war '•« re loof-nta ia- öiriftrn 4)0’1 a ,< »'brt ta: Tas e n g I i I <6 r Uettrbaei nabe* am grftngm flhtr rooch jtr tJer atur; ter i n a n > b i 11 Witter auf Jenäd>fc mürben die ftefrmmnngen Iber die strarriiiy ftr Äonieifio:’»- erteilungcn beraten, btt ertebfidw Abänderungen rrfabtrn haben Im tauf* ter Tebottr g. '■> Prrmi rw.ni her ffteuith der fcwif- Hang flu.omcf. cast sich bir Cnaiingrn Older Beülmoningen nicht so Ltthk bin urten ir chken wir bw Beratung ter t*ninbfhvem Die ffatletii'Kitmr von Uufilanö ist auf ter Jach: „Polariiern in Sbrtftiania tinqttro"tn und vom Äbntg und der Königin *mptongtn werten Xie AstrAichkeitrn ta gaben sich narh hbqoä Ter Avs'chus ter Valiooalpartei in Serbien te schloß nach norm Äderat bei tatterigen 3uflr,mtni6rr< 3h*w tat'ch über tat ihm toten« ter radikalen Mimster jcmad»:. n Ausgleichevor'chläge. btr Koalition aufrecht tu er bahre Ter König mürbe sofort von dem .' l ub verständigt Infolge neu*: kicher Tdfrrenrn m ter brütigen Titrt’trrntuna unterbreitete die Regierung dem König rr>tü!tn ihre Demission Der König beeid hierauf Pofchitsch und stoianowitfch zur Kabinettsbildung. btr nch bei v eine 24 fttinbuv iinft erbotrn 780 Arb*it*r ba Akliengefellfchaft Separator in stock- b o (m haben die Arbeit wieder ausgenommen Von einigen Plätzen ter Provinz liegen gleich'alls Nachrichten vor. datz die Arbeit Wieder /jufqrnon-.mrn mutte. Ter .Jtoln Ztg" wird au» Teheran vom 1 Septem tat telegraphiert Ter längere Vruder tes Schate. Mudammed 6 a I f a n , tft »um Thronfolger bestimmt (Hdegtnthdi te# heutigen groben ifeiertaged wurde eine Amnestie für politische Verbreiter erlassen, doch tfl fie nut für Teheran gültig Vor tarn Erlas» btr Amnestie Verurteilte hnb davon aulgeidiloffen Tie „Reut Irtie Presse" meldet nach einem aus Jerusalem eingegangenen Vtrichf, daß die Mohammedaner und ort toter Edriften Jerusalem» gegen das Läuten der Glocken der neuen brunchen Kirche Einspruch erhoben haben Ter Vak, berichtet. Ruteitörungen seien »u befürchten, falls das stocken Idutnt fortgesetzt nnirte Präsident Taft bat die Entscheidung getroffen, daß vom I Juli die Stärke des stehenden irreres der Vere nigten Staaten aus spariamkeitsrücknchten nm 10 Pr.i vermindert werden fall Es fetzt sich zurzeit aus insgesamt 88000 Mann ui'ammen, die aut HO 000 reduziert werten feilen Die Hüdfabrt des 5eppelin III. ..Ieppdm HI " bat am gestrigen Mittwoch abend die Rü.k fahrt nach Friedrichsbaien angetretrn. Wir erhielten darüber iol gente TrabtmelMinq sülzig, 2. sept Zeppelin III tot geiirrn abend 10,58 Uhr unter ten Hurrarufen dec- Publikums und den fliängcn ter Mufikkapesse die Aabrt nach Friedrichshafen angvtreten Von der Landungsstelle bei Bülzig war gleichzeitig ter V*richt von grftent mittag nngelaufen. das' ter rechte wrter TrciilügeLlkopelh r ans Köln im Laufe tes Nachmittags ivi.'ter abmmitirrt und durch einen Zwenlügel Propeller aus Iriedrichs bafm ersetzt worden ui Auw der nock, fehlente vierte Vropelkr war von innen her anm ntiert worden Tie £>ülle ist gletchsalls telllomniei, iv,eterberge>'tellt Tie Stickarbeiten sind so geschickt oueg- iubrt, daß bir vullc ten Eindruck macht, als fei sie nie brfdkibuu grtueim. ‘.Ille Monteure baten, so hieß es. tetS Luft schift bereits berlaffni Es liegt vollkommen fahrbereit. Ter Wind bat beinahe inii'crmiltdt weientlnh abgeflaut. er dürfte jur Zeit nur noch Sechs 5ehintenmetrr stärke baten, doch laßt die Wolkenbilbimg N"ch tevorstrtente Böen als m.bt ausgeschlossen elschrnen C bcringenienr Tiirr bat die Mmmschasteu te» Luit fcbtjfev bis 10 Uhr tum Sdilaten beurlaubt. Von dann an war bw Abfahrt zu erwarten Au» der Landungsstelle bat sich noch ein fitm>errr Untall zugetragen Ein einähriges und em vier Monate altes Kind itmrben ouidi EiPlofi m eines Spirituskocher^ idnv.-r Wetbrftbt und tu norm sofort zur Verfügung geltenten Automobil in du ltertiche jbiuntg in Jahna geidiarit Um Uta setzte eine heftige (tzewit t erböe ein, die es nvtivcnbig machte, daß die 'teiuailninaemaiundwitrii und auch die gerate arnnni'nim: Aiiiuiburger Untrn Niierichnler zur 8)ilft he rang echten werten mußten Tud Lultsch"! bestand auch bmc Probe gut Im Laufe tes Kachmittag# wurde eine leicht. ItoSfüllung vorgeiumnnen Tie Abfahrt. Um 10 III) r batte sich d e 'Belattung etngefimten Um > 11 L Ubr nnirteu btr" Moto re ausgeprobt und sie elwiesen, das' sie gut lunltu'inntui Um .11 Ubt cr.'lgte das Kvnlu'.aud' An- lüften! und ter Befehl ,.Ariswiegen!" Nach etwa 10 Minuten kam die Antwort: „5nftfdnii ist ausgewiegt' Die elektrisch- Sbinabilorfv fette sich ui Bewegung und ter Gras in der biederen Won bet schwenkte die mei re flagge. Im lugenblide ter ’lbfabit intonierte ter Kapelle bes 20. In' IHoumrnte „Teutschland, Teutichland üter alles?", in das all o nnmmuif Tw Irt-tr Vindmenung aus 'Mhi.i berichtet 9 Meter bl» zu einer Üdtc von 500 Metern bei SübipriDuuib, la Meter bis zu rmrr X)bbr von 1000 Meter bei W st . übiveit Shtb. Ter Landuiiasavp-r.it für btr twinrabrt ,st vor tonten m Nürnberg, Leipzig unb Bitter«ekd Ti erfolgt ■ Abfahrt vom Landiingopla^ nnirte dem Krouptmze« und dem Grafen ;kPPelin telegraphisch mititeteilt Ueter die Itabrt sind danach folgende weitere Meldungen! emget rohen: Bitterfeld. 2 Sept „3. III " wurde um 2 Uhr 15 Mm hnf» von Bitterfeld in laifoiunter fahrt gesichtet Er bat die Richtung Delitzsch Leipzig Tefitzfch. 2 sev: 2 Uhr 45 Min. ,A III " pafiirrte soeben in (angiamtr £vcbtt ut der Richtung auf Leipzig lelinfd) Leipzig. 2 * *pt „ J III " kam um 4 Ubr 15 M n in Sicht ind imtrbe i*on einer großen Menschenmenge, bw sich trotz ter Uüblc ter Witterung aut bat Tücher n her Hauser MiuniunciitKOinten hatte, tevdachtet. Das Lufv'chifs fuhr seht langsam ter Dimmet ist flat Leipzig. 2 Sept I Ubr 20 Min Das Lustschiff befand sich nur wenige Minuten Über ter Stadt und fuhr bann langsam nach tem Süden 0'er a. Sept ,Z HI" passierte um 8.15 Ubr (Sera unb 21u* Statt mit Cant. iSieften, 2. September 1909. • • lageskalender ’m Tonnerstaq, " ept : Juber- konzsit von A. Arnold und Rrau, abenM H' , Ugt, in cicmi Saalbau. ?ldschiedtzaudienz. L.R.H. ter Srotzberto- baben fleftem mittag kurz vor 1 Ubr den bayerischen anher« otdenthchen Qkfonblen unb devoUmächtiyten Minister Jrti» Herrn v. Witter zu Grünstein, der nach Rom versetzt ift. behufs (Fntgegennabme fetnei Abderufungsschreiben« :n be. fänderer Audienz empfangen. Um 1 Ubt sand un Sch!aste zu Obren bei Gesandten eine Tafel zu lü Gedecken statt. Um 3 Ubr wurden der Gesandte und Freifrau von Ritter zn Grünstem von der Grobberzogin un Schlosse empfangen. • * Pfatrdienst nachr tchten. G. R. H. ter Grotz- Herzog baten den eoau.zelifchen Pfarrer Ctto Bonbard zu Oppenheim auf fein Rachluchen unter Anerkennung seiner langiäbnaen treu geleistden Dienste und unter Erteilimz des Charakters als Kircheniat in den Ruhestand versetzt. — Lehrerperfonalien Ueuertraqen wurde ter Schulanitsaspirantin Katharina Knapp aus Biemhem, etn< Lehrerin!teile an ter r*^enteinbdd)ute zu L >dch. — Erledigt ist eine mit eine n fat Lehrer zu d. ende ’^rbrer» stelle an der Gemeinde ule zu Bieder iür. l udrch — Neue Regier«ngsdanmeister Ernannt wurden btf Regierungsdaufübree Jul. Anton und Gag. Berck aus Tarmftaht. Mart. Grünewald ans Bad ^tenbeim, Jean Vterongmt aus Oberurfft und Dilh. Petrn aus Tarrn» adt zu Neqien ngsdinmei :err> • * Vom Manöver. Teile der 12 Infanterie« Brigade trafen grämt mittag auf Badnvoi isießen und ■tu lüdluder gelegenen Stationen der Main 8, llt Gießen und 168 Butzdach-0 ffendach lden ihr Br,godemanbver bet Meudt, !?<• itenl; ibn uiw < itingbaufen begonnen, sie verbleiben dort bis zum 9 H'-pl un Standquartier Tu Titnitonsmanöver der 21. TiPtfian n erben sich zwischen Großen-Linden und Braunfels ab» fielen unb am 21. Sesternaer beendet sein, während die 25. T ipifion bis zum 23. Sept, bei Westerburg und vaba* mar übt. Der Regimentsstab der 166er liegt in Münchholz- l/ausen • • Neuerungen im telegraphischen Setter- Nachrichtendienst Tas der öffentlichen Setterbienft- bat am 1. September eine wertvolle Ergänzung erfahren durch Au'nahme neuer Stationen. ES kommt pm;u Vardö am Seifern Meer; weiterhin Kiew am Ttepr in Rufelaud und 8 feg ne fe in der englischen Grafschaft Lincoln 2Iuch oie Hochstation Zugspitze ■ "n;i ml wird regelmäßig in den Settertelegrammen vertreten fein Durch das weit nach oem «ordmeere vorgeschobene Vardö und Ärchangel ist eine oft empfindliche Lücke im 'Lachrichtengebiet ausgefüllt, während Huglpifee und Eäntis zusammen mit den Meldungen der aerologischen Stationen wertvolle Einblicke in die Verhältnisse der freien fllmofplpirc grwährrn )ni er nationale Verhandlungen, die zurzeit mit den verschiedenen iiinlciitelegraphiLiien Systemen geführt werden, machen es irahrschcinlich, bafe in absehbarer Jett auch nach Westen über den Atlantik das Meldegebiet ausgedehnt wird, indem bir dort verkehrenden Kriegs- und Handelsschiffe zur Abgabe drahtlofer Scttertelcgramme herangezogen werden sollen Versuche tverden zurzeit mit Erfolg bereits ausgeführt "Erweiterung des S p r ech ver ke h es. Tie Teil» nehmer am Lrtsfcrnfprechneye in Gießen sind von letzt ab zmn unbeschränkten Svrechverkehr mit sämtlichen Hernivrech- ließen in den bayerischen Ober-Postdirektionsbeziiken Würzburg und Speyer (also llnlccfranfen und Rhempfalz) zn- gelassen. ee D i e ^>ünf zi gpf ennig stücke der älteren Geprägetor men mit der Wertangabe ,50 Pfennig*, die vom 1. Oft. 1908 ab nicht mehr als gesetzliches Jahlnngs- mittel gelten, können noch bis zum 30. September 1910 bei der hessischen Hauptstaatvkasse. den Vezirkskassen unb Unter« erhebestellen eingelöfl unb uingewechselt werden. ” oerienznsauimenknnsI. Ter Verband ivifien- ichafllichcr Vereine unserer LandcSimioersität hat die wissen- schaflllchen Korporativ neu der Unioersitälen Bonn. Heidelberg. Marburg unb Giefeen zu einer Herienziisainnien- fünft m Frankfurt für den 4. unb &. September eingeladen. •• fein ?ldji jigjä briger. Morgen, am 3. September. feiert ein in allen Kreisen unserer Stadt wohlbekannter Äietzener Bürger. Jixrr Johannes Reh. GrofeH. Kanzlei» diener i P, seinen 80. OZebiirtstag. Möge ihm vergönnt sein, noch recht viele Geburtstage bei guter Gesundheit im Kreise feiner Familie zu feiern. "DaSfersteTegernseerBanerntheater. da« hier ia schon bestens bekannt ist. gibt am 5. und 6. Sept, m Steins (harten Gastspiele. Tag feniemble kommt von einem lOwöchi- gen Gastspiel in Berlin unb die dortigen Knicken beweisen, das; die Torbietungeii bei Tnippe auf ihrer gewohnten kiinstlerischen Höhe geblieben sind. Ter ,B L.-A.^ schreibt: Tie Tegemfeer verabschiedeten sich im Berliner Theater mit einem ,®angl)ofer-'?lbenV. Zur ?luffühnmg gelangte das oietoMige Volksftück ,Ter zweite schätzt. Tas, die (teftalt des verkommenen und durch tragische ferlebniffe erschütterten Greises nicht fehlt, bedarf fauin der Erwähnung Sie ist mit kräftig charakternnscheu Strichen gezeichnet und fand in Maxi Schultes einen Vertreter, ter lebhaft an ten einst so gefeierten Neuert erinnerte. Auch in den anderen Rollen be« währten die Tegemfeer sich wieder als tüchtige und ge- wandte Schauspieler, deren Natürlichkeit nicht unbeholfen er» schien unb die den Beruivschauspielem auch die Roritme schon wacker abgesehen haben. <3nebl Schmied erfreute als T rndl mit den zwei einander folgenden Schätzen durch d,e Innerlichkeit des Tons i'nd ihr gewandtes spiel. Wally Müller gab eine komische Alte nicht nur alt, sondern wirklich komckch, fedi Hertl den ersten und »sritz Müller ten zweiten Schatz frisch und sehr charaktemtisch. Dem zahlreich edchienenen Publikum bereiteten Stück und Darstellung viel Vergnügen, unb die oft Hervorgeri'fenen dankten für diese Gunstbezeigungen mit der schlichten Würde vornehmer Äünitler... fee fd)ctnt fast schwerer, ein tüchtiger Bauer zu fern, als ein guter Bauernfpieler. Bildungsbestrebungen. Der Verband Mittel» rheinischer Bolksbildiingerxreine a eben ft nut dem nahenden Wmterhalb|ahr die Auftüheung von volkstümlichen Theaterstücken in fein Programm nut aufzunehmen. Iür dreien Zweck wurde em Abkommen mit tem VolkstHeater Wiesbaden (Tireftion Pans Wilhelmy) getrosten, nach welchem mit bei Austührirng bereits am 19. September begonnen werten kann. Tie Spielzeit dauert bis Zum 19. März Neben modernen stücken werden auch solche unserer fllaiftfer aufgdührt. wie Leistugs .Minna von Vanihelrn* ober Schillers ,Teü* und »Näiiber*. Ten Veranstalter» von Austührungen erwachsen verhältnismäsng geringe Ko'en. für gewöhnlich UOSK.; bet einmaliger »Dell'- ober »Räuber*-Austüdrang 235 Mk, bet zweimaliger Austührnng an einem Tage 140 Mk. Da- neben haben d>e Veranstalter allerdings noch tee lokalen Vor- bereit, n i n, sowie den Transport ter Kostüme und Iteqinsiten eich tem nächsten Bahnhof euf eigene Kosten zu übernehmen. " ErKes Bezirks-kreisschieften ?9r V.? Mitglieder des Beoccks v testen findet ut den scherbe>KKstWU te schützenverein- Ohefcen am ä.. 13 unb 16 t r4 5rn»schieden Kart Vertvolte Vreise find g.stiftet M, tem schieden am kommenden coinHag ift Die erbte, feier des Kriegervereins Gießen rertunbei Man erwarte! «ne große Teilnahme unserer Betelkenttm umsomehr, als ter 1 utzengarten tet schönem Leiter en recht angenehmer Uamiliena ifentholt ift unb für Vergne gungen aller Art bestens gesorgt ift Alsfeld. 1. Sept 3ti feiner gestrigen Sitzung nebmigte ter s:abtVorstand die 0 r tssatzung wonach für ten besoldeten Bürgermeister etn An' gebalt von t'flO Mk festgesetzt ist. steigend von teei p drei Jahren um 50u Mk in neun Jahren bi ;um von hi*) Mk und bei feiner Vtetertvahi nach neun Jtenl nach zwölf Tieniqähren 6MM) Mk Tas Rudegehalt tettfl nach Ablauf von fünf Tinnnohree *'• trov. nach iqS Ttenhjahren -»Prov und nach 24 Tunftfabren •*'»», Veus er if: verpflirbtet. der ^ürforgekasse s.r beiiutreten Sirb der Bürgermeister nach Ad?auf ter nen» |äbeigen Amtsperiode nicht wietergeivadlt. bann tetrüm sein Ruhegehalt 40 Dro^ -- 11k Mebübren ter Bur«» meisteret, de» Standesamts und des Ortsgerilits in die Stadtkafse tienn diese Ortssatzung vom ckretsais schuß begutachtet und von (tzrosth. । ; r- . ' genejane Worten ist. wird zur Ausschreidung der Bur -eimeoterfte& geschritten werden können Tic Saht erfolgt dann d-rch ten Stadtvorskand. — Ter Stadtvorstand genehmigte ;dWo ferner das Lassererwnterungs-Projekt c* 114i*)0 Wf .« B j Büdinsen. 31 Aus Ter Konkursvei wat ter m Konkurse über das Bermsc n bet .3uma M « r V er t h eintt u 6 o Vokal Rothschild. 4iechtsamralt »nl. r.Ztzt Vt eine offene ^rage folgen Cf M Heilungen über den stund des tiw kurtes Tre rerfüstore Mane betragt lurytt 4 7 000 tu angtmrlteten iwiternngm de.istern sich au* rtwa drei .1«wl Sämtlich« irotbemngen und dis auf wenige Ausnadme« vrdfc. Tie Forderungen der Louvtgläutager der 9onlur4nta-i CÜr». mocksiadr. Burk und Tdomar lonne der ,>tma 3 h 'u*tatw| Söhne m Schotten werten tariert geprüft. Ta gerate tezüchch dieser (Hldubtger die Gdtböfisbücher wenig oder gar Linea 1Z fchlufi getan, gestaltet fnb die Prüfung dreier »lotxrunjm ]& gemein schwer An tat Konkursmasse egen 40**»» M? Clä mockstädter Vopolbefen Cb bide vaoolbclen tu Recht ».-teert jfel, wird sich tn tarn Rechtsstreit, ten die Konkursmasse Ctarmor m gegen bie Re,chsbankstelle ,"iulba führen wir7. ergeben Jur tw kuislnasfe gebbrt tveitrr ut.- iZordemn, an d'.e Üanf. H|Ä femnd) tn - tollen von JO(NM') Mk Ttde Zumru iiJ der Konkursmasse Cbermcxfüabl tn ’Änirrud) genommen Ach ter Berechtigte ist. wird tn einem völlw il t i'.ieam&nu la C*bertnn?.*• ’-n tn die Kinkursmakse m » bat. noch nicht entschieden ist. fo ist ter Konkurstermaller nicht verantwortlich »u machen Tu un Teiemtet r J > gründete Schutzvereimgung der Cbhgationdrr tes lankgräWM hmidjen Auleben» von 1901 wird demnächst eine wertere W iammlung abballen unb darüber beftbhrnrn. ob te< sttrilfnw tm Rechtswege ausgrtragen oder ein Vergleich angrbabnt wertzW soll Tiefe und noch andere slreitfrsqen beroafm, do twto die tut Vert ilunq kommend Trvidende noch ter Bernte »MG des Xvickurfes dorausiusagen »st Tann wird menet -* reirff bauet keine oder doch nur unumgänglich nonvenbige Liogta »u führen U Bad Nauheim. 31. Aua. Anläßlich ded, G dm» fages der Königin von fcoüanb gab btt Gr ' h. KurkagM beute nachmittag unter Leitung von Hans BZinderslern Ka Festkonzert mit besonders angepahtem 'Urogramm. M ---- Bad Nauheim. 1. 6ept. Morgen TonneriÄ findet aus Anlofe tes Sedanlage» große taltrnfsi Nachtim Park nnb auf der Terrasse statt und M 6. ds. Mts. im Kurhausfaale etn Stntullansptel bei ^chaM meifteti Mieces. Friedberg, 1. Sept. Heule morgen wurde mM Gewerbe-Akademie der von der kirchlich-positiven Vereinig ug für Hessen veranstaltete Kursus für Krankenpfleg« Mi dem Letter. Pfarrer IBernbed»Cfütben. eröffnet. v i f* Öffnung halten sich etnqefuntan Geh. Regirrirngsrat ürttgD Fey. Kreisarzt Tr. Nebel und Beigeordneter Tamm. An dH Kursus nehmen 24 |unge Tarnen teil. 0 Vom hessischen Taunus. 31. Ang ’• Scharifchtefeen des Feldartillerieregiments .Frankfurf ,Nr.KM das heute in dem von der Lime Hochweisel—-Haufen— Oe < —Ziegen berg—Langenhain umzogene Gelände stattstlE nahm einen vorzüglichen Verkauf Tas Hr.iiment batttM drei Abteilungen an der Straße Oflheim—Fauerbach o teß -Hochweisel Aufstellung genommen und schaß von daM südlicher N'chtung auf ten Lanzenhamer Kaps, wo die Z isW; standen. Tie fentfrmimq betragt zicka 6 km T e sts fverrunn hotte das Butzbacher Neqiment besorgt. Am W Lasse!Heck und an ten vünfltn bei Fohanntstargei aal Lber-Mörlen zu hotten sich große .susehouermengs» s» gesammelt, darunter viele Bad Nauheimer Kurgäste. R. B. Darmstadt, 1. Sept. Für das LchfevG und Rindfleisch ist von heule ob rme Per ß■ kJ bb'chren der $9 ..^Usgerichts i[,3 ^ung voin KrZG "Sum 51 E^°lgt bann Mnb Wmiqte^ I "Ss-Profek?^ ?fl t K-il, L ben Stibffll ur^rk 47ooo ffl iuf etwa drei l9e Ausnahmen I !^K°n!ursm°sseW 3. Mau J ~o gerade beiM 19 oder gar feinen'*! dreier Forderungen D egen 40000 Mk rfl ken ru Recht uurämaffe ßbermo&l Dieb, ergeben. ZurtW 9. an die Sonfuri- I Siele Summe wir-: I Vruch genommen. ! I Ilig gleirbliegenben, I itKhieben iverden. I :aien Ernst von j I Konkursmasse zu ii I Konkursverivalter te I m Dezember v. 2 I ionärc des fanbgröl nächst eine weilen! I eßen, ob die Streik: I rgleich angebahnl m i icn beweisen, daß 11 be noch die Seen);. I i wird weiter miter 1 ofllhing, möglichst e 1 lich notwendige dry * Anläßlich des ®ebc die Großh. flurU Hans Wmderstemi t em Programm. Morgen TM«» qroßc itdlitnril errate statt inihl nultanipiel des 3m morgen wurde all ch-posttiven Verein« Rranfenpflcgtjl den, eröffnet. RegicnuigsratHti dneter Damm. Sb H ’u8, 31. M it§ .Frankfurt' (3M I ochweisel-Hanken^ -Forsthaus W ne Gelände Hott )oS Regiment eim-Fa'-erbach »■ und sch^ °on nerM ®° zirka 6 km; & nent besorgt- - ,§ Iohann'sberge- , ZuschauerniengM eimer Knaste. > Mt das DW )wg.-Regts- 9k ft- & •flä "e ,n ä««: b» h« S^S ■£:V> , früh i nd b‘e,aW1!. i-rau .d-n°K-L £'e .(lCivo6^r. *x einen bcsow- Infanterie-Regiinent Hessen-Honi- iv ei Bataillone vom schänken. Ter Direktor der meteorologiidren Zentralstation in München, Professor Tr. Fritz Erk, ist, wie die »Münch. N. Nachr/ melden, g e ft o r b e n. In Chemnitz wurden unter großen Feierlichkeiten, welche am Mittwoch durch die Anwesenheit des Königs einen besonderen Glanz erhielten, die von der Stadt am dem Neustädter Markt mit einem Kostenaufwand von 31/■> Millionen Mark errichteten Monumentalgebäude, das König Albert-Museum und das Neue S tadt theater, eingeweiht Abends fand im Theater eine Vorstellung statt. Zur Aufführung kamen: „Wallensteins ^ager" und der letzte Akt aus den „Meistersingern Erde leichter feiner Schnee nieder. Auch auf dem Feldberge im Schwarz wa l d e fiel der erste Schnee. — In der Schweiz schneite es mehrfach in der Nacht auf gestern; der Schneefall hielt an wahrend des Tages. Das Thermometer sank auf 3 Grad Kälte. Ter in deutschen Buchdruckerkreisen wohlbekannte Gründer der Maschinenfabrik Kempewerk zu Nürnberg, Karl Kempe, ist gestorben. Tie Münchener Staatsanwaltschaft leitete gegen die Schankkellner von zwölf großen Bierrestaurants Berühren wegen Betruges ein, begangen durch schlechtes Gin- von Nürnberg". „ Ter dänische Dampfer „Hans Egede", der der dänischen Verwaltung kür die grönländischen Kolonien angehört, passierte Mitt woch mittag Lerwick. Der an Bord befindliche Inspektor Tur Grönland telegraphierte an die Verwaltung in Kopenhagen, an Bord befinde sich der amerikanische Reisende Tr. Cook, der auf der Nordpolervedition am 21. Avril 1908 den Nordpol erreicht haben soll Tr. Cook kam im Mai 1909 von Cap York nach Uper nivik. Die Eskimos bei Cap Park bestätigen die Richtigkeit der Reise Dr. Cooks. Mainz, 1. Sept. Henle nachmittag gegen ö Uhr l,l)O6 der m Wiesbaden beschäftigte Schreiber Militär- [»alibe Wilhelm Oppermann nach vorausgegangenem Wortwechsel und wegen verschmähter Liebe der 19jäh- . n g folgende Bjolution an: „Tie Versammlung erklärt einstimmig, daß die j suvirle nicht allem durch die Erhöhung der Bierpretsc, solidem T t durch die Ouorme Belastung durch Zündhölzersleucr, die Steuer I, Glühkörper, Kaffee, Tee, Branntivem u. f. iv., soivie durch die Lisgerung sämtlicher Lebcusmittelpreise gezwungen sind, nachdem I. Brauereien den Faßvierprets um 3 Alk. erhöht haben, ihrer- |ji;| eine Erhöhung der Ausschankvreise eintreten zu lassen. Tie Di Höhung reicht 'nach eingehenden Berechnungen und unter voller dlid)tnabme auf das biertrinkende Publikum nur zur Deckung I* außerordentlichen Mehrlasten aus. Tie Versammliing ist sich lnjiiüt, daß ein großer Teil unseres Volkes unter den neuen Lasten ii uer zu leiden Hal und daß eine Erhöhung der Preise auf Bier Lei großen Unwillen hervorzuriüen imstande ist. Cie sieht jedoch In Erhaltung der Hunderte von kleinen Existenzen keinen anderen • «weg, als den minimalen Aufschlag von 2 Pfg. sür das Vier- il rtclglas vorzunehmen. Ter so erhobene Preis von 13 Pig. Libt somit iioch um einen Pfennig hinter dem Ausichaiikpreis der k chbarstädte Wiesbaden und Frauksurt zurück. An die Bevöllerung p i Mainz und Umgegend richten wir daher die Bitte, uns in lnikr gerechten und notwendigen Maßnahme zur Erhaltung und t terung unserer Existenz zu unterstützen, damit der Wirtestand , die Lage gebracht wird, auch seinen Verpflichtungen der Geschäits- relt gegenüber nach-ukommen. Aus Rheinhessen, 31. Aug. Der seitherige Pre- h[tr der Religionsgemeinschaft freier Protestanten, Pfarrer U cksath, ist am letzten Samstag nach seiner neuen Stellung r Bremen abgereist und hat am selben Tage dessen Nach- fclaer Pfarrer Walbaum in Alzey Wohnung genommen I Fron Hausen, 1. Sept. Ein Unglücksfalt ereignete idF heute morgen auf dem Heebschen Zimmcrplatz. Dem Arbeiter I. C. Vogel von hier wurde von der Kreissäge, Ki der er beschäftigt war, die eine Hand glatt abge- 11, n it tcn. Nachdem ihm vom hiesigen Arzt Tr. W gand tr Notverband angelegt war, brachten ihn zwei Arbeits- Kltegen nach Marburg in die Minil. Vogel hat eine Frau Ktbft 6 Kindern, wovon das jüngste erst 14 Tage alt ist, zu icq Nr. 166 auS Hanau hier ein. Dieselben werden nut 4 'Offizieren auf 8 Tage hier Quartier beziehen. mähren. △ Dutenhofen, 1. Sept. Reges Leben herrscht nun» chr in unserem Dorfe. Um die Mittagsstunden zogen fc. F rank i u r t a. M., 2. Sept. (Telegr. Crig. - Bericht des „®ie6. An;.".) 'Amtliche Notierungen der heutigen Vieh m a r 11- preife. Zum Verkaufe standen: 18 Ochsen, 00 ans Oesterreich, 2 Büsten, 0 ans Oesterreich, 135 Kühe, verleit, Stiere und Rinder, 1025 Kälber, 199 Schate und Hümmel, 681 Schweine, 8 Ziegen, 0 Ziegenlämmer, 0 Ccbastamm — Bezahlt wurden für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1. Qualität 79—81 Mk., 2. Qualität 73-75 Mk., 3. Qualität 64-66 Mk.: Büsten: 1. Qual. 66—68, 2. Qual. 62-64: Kühe 1. Qualität 73-7d T L, 2. Qual. 62-64 Alk., 3. Qual. 46-50 Mk., 4. Qual. 00—00 ML, 5 Qual. 00—00 Mk. Bezahlt wurden für das Pfund Schlacht- g'ero.: Kälber 1. Qual. 66-92 Pfg., Lebendgew. 50—53 Pfg., 1 Qual.76-86 Psg.,Lebendgeiv.4'>-50Vkg., Schlachtgew 70—72Psg., Vcbcnägciv. 40-42 Pfg.: Schafe: 1. Qual. Schlachtgew. 80 bi« 00 Pfg., 2. Qual. 68—72 Psg. Schweine: 1. Qual. 75—77 Pf., Vebenbaennrht 59,0-60,0 Pi, 2. Qual. 74—75 P'., Lebendgewicht 590-00,0 Psg., 3. Qual. 68—73 Pig., Lebendgewicht 00— 00 Pfg. Geschält bei Hornvieh gut, Ueberstand unbedeutend, bei Kleinvieh gut, fern UcL'Ci'iani'. (Siebener Wetterdienst. voraussichtliche Witterung für Hcüen am Freitag dem 3. September: Vorübergehend auiheiternd und trocken. 9la(t) kalter Nacht am Tage wärmer al« heute. Brauer-Akademie zu Worms a. Rh.| Gezr. 1872 durch Dr. Schneider. (Unter Staatsaufs.) Beginn des WinterseniCNterM am 15. Oktober 1909. Märkte. th. Gießen, 1. Sept. Ter Viehmarkt in dieser Woche hatte einen Äustrieb von 1500 Stück Großvieh und 400 Stück Jungvieh und .stalbern. Ter Aiarkt war von der Kund,chaN für die lxiu pv ächt ich sten Viehsorten sehr gut besucht Tas Geschält in Milcbware war sehr lebhaft bei anziehenden 'Breuen, die sich noch höher gestellt hätten, wenn das Angebot nicht so stark ge wesen wäre. Bei den guten Herbstfutteraussichten scheint das Milchviel.gcschäst sich wieder erholen zu sollen. Der ^ttvirhhandel war günstig beeinflußt durch den guten Frankfurter Markt am Montag, so daß sich die Preise sür fette Kühe ettvas besserten Ter Sandel in Jungvieh machte sich immer iwch nicht so., wie die Handelsleute es ivünschteu, es lag dies wohl daran, daß das in der Gegend wenig beliebte C.felvieh stark vertreten war. Ter Kälbermarlt verlief sehr ruhig, obgleich die Kundschaft aus den Großstädten und den Badeplätzen in das Geschäft eingriH, so daß sich die Kälber preise, die feit Mai sehr herabgegangen waren, besonders in guter Ware besserten. Wursttüh. waren sehr gc sucht und der Vorrat reichte nicht zur Deckung des Bedarss, io daß der Preis um 5 Mark für den Zentner sich steigerte. Gang ochsen warm nicht aufgetricben. Gehandelt wurden das etuct: Frischmelkende und tragende Kühe 1. Qual. 475—550 Mk., 2. ^ua! 375—450 Mk., 3. Qual. 300—350 Mk., Jungvieh je nach Foriu und Güte, - .—1 jährig, 90—140 Mk., D/2 jährig lgO—200 Mk. Fcttrirh wurde der Zentner Schlachtgewicht bezahlt: Rinder, 1. Qual. 70—72 Mk., 2. Qual. 68—70 Mk., Kühe 1. Qual. 62—65 Mk 2 Qual. 58—63 Mk., 3. Qual. 53—56 Mk. Wurst fül;e 50—52 Mk. Kälber 1. Qual. 65—70 Mk. (einzelne schwere Stücke auch bis 73 Mk.), 2. Qual. 58—63 Mk., 3. Qual. 52 bis 56 Mk. Ter Markt wurde fast vollständig geräumt. th Gießen, 2. Sept. Die Heuzu fuh reu auf Oswalds Garten sind in den letzten 8 Tagen so reichlich gewesen, daß bie Preise heruntergehen mußten. Gute Ware wurde mit 4,60 bis 4,75 der Zentner abgegeben. — Die Versteigerungen der Gruinmeternte haben in der Umgegend durchschnittlich gegen den Erlös des vorigen Jahres ein Mehr von 30—40 Dozent gebracht, so daß trotz des guten Ertrages der Wiesen der Erstehungs- preis des Futters nicht billig ist.__ Origirral-Drahtnrel-urigerl. Das Unglück im Saargebiet. Saarbrücken, 2. Sept. Von den vorgestern abend auf der GrubeCamphausen Verunglückten waren bis gestern abend 6 Uhr zwei M ann geborgen. Tie übrigen sechs Mann liegen noch im Schacht unter Seil- mafsen von 720 Metern. Wann sie geborgen werden können, ist noch nicht abzusehen. Die Bergungsarbeiten werden eifrig betrieben. Alle Verunglückten waren noch junge Leute in der Vollkraft ihrer Fahre. Der älteste von ihnen war 33, der jüngste 21 Jahre alt. Zwei der Verunglückten waren verheiratet. Die Mauerbühne ist etwa 90 Meter hoch abgeitürzt. Ter Dampfkessel, an dem die Bühne mittelst Stahldrahtseiles befestigt war, ist zerstört. Ter ein-ig Uebertebende von den im Schachte Befindlichen, der sich aber nicht auf der abaesmrzten Mauerbühne befunden hatte, wurde gestern gegen 3 Uhr mittelst einer Handhaspel aus dem Schachte herausbesördert. Tie Teufungsarbetten werden von der Firma Battenberg-Essen an der Ruhr aus- geführt. Swinemünde, 2. Sept. Der Kaiser ist um 73/4 Uhr hier eingetroffen und hat sich sofort an Bord der .Lohenzollern" begeben. Candia, 2. Sept. Die KreuzerderGarantre- machte sind nach der Sudabai abgegangen, worüber die tünischen Kreise sehr befriedigt sind. Newy 0 rt, 2. Sept. „Newhork Herald" veröffentlicht eine Zuschrift, die er von dem Forscher Cook über seine Nordpol-Reise telegraphisch erhalten hat. Cook er- tlärt darin, daß er nach langen beschwerlichen Kämpfen argen hunger und Kälte den Nordpol erreicht habe. Wir haben, so heißt es in dem Bericht, einen neuen Weg und ein sehr wildreiches Gebiet entdeckt, welches das Jagd qebiet der Eskimos wie der Europäer erweitern wird. Wir entdeckten ein Land, auf welchem die Felsen ruhen, die den nördlichsten Teil der Erde bilden. Wir haben bereits dreißig Quadratkilometer neues Land erobert. Die Nachricht von der Entdeckung Cooks hat in den Vereinigten Staaken große Begeisterung hervorgerufen. Frau Cook erhielt von ihrem Gatten ein Telegramm, daß er und seine Gefährten sich bester Gesundheit erfreuten.________________________________ p. p. Hierdurch beehre ich mich, die Mitteilung zu machen, daß ich die von meinem Mann ausgeübte Praxis dem Herrn Oskar Sippe! zu Gießen übertragen habe und bitte, das meinem Mann geschenkte Vertrauen auch diesem Herrn entgegenbringen zu wollen. Frau Rechtskonsulent Ed. Rotte Ww. Die Geschäfte des Herrn Rechtskonsulenten Rott6 habe ich mit Heutigem übernommen. 4817 Geschästsstunden: 8 Uhr vormittags bis 6 Uhr nachmittags Sonntags 9 Uhr oorrn. bis 3 Uhr nachm. Gießen, 2. September 1909. Oskar Sippel Bureau für Rechtssachen (Sonncnstr. 12 p.) Verkauf m 8mMen: Freitag den 3. September l'iO9, nachmittags:! Uhr, lassen die [eben des Wilh. Vöbcr IV. ui Heben aus hiesigem Qrtsaeriäste irchsolgendeGrundstücke osientüch 'ersteigern: 1. Flur U. Nr. 196»/,° = 1576 qm Acker in der Schwarz lach !. Flur II. Nr. 219 st,° = 2381 qm Acker links der Chaussee. I. Flur II. Nr. 219 - 600 qm Wiese daselbst. I. Klur V. Nr. 250 = 151o qm Acker zwischen dem Aulweg und dem LeihgesternerWeg. Sämtliche Grundstücke liegen in genehmigten Bauauarliereu und Derben die näheren Bedingungen D»r der Versteigerung bekannt zezeben. B31/s Großh. Ortsgericht Gießen. Gros. K 50/09. [B19/8 Donncrötaa den 9. Septvr. 1909, nachmittags 3 Uhr, werden 1 in. unserem Amtszimmer die den wrg Witzig Eheleuten gehörigen wurzelten versteigert: t/849'/,o = 199 qm Grabgarten in der Scheppeneck 1;8504/10 = 301 qm Hosreite das. 1/8498/,» = 266 qm Hosreite das. 1/349°, 10 — 118 qm Grabgarten daselbst. Ziehen, den 16. August 1909. Großh. Ortsgericht Gießen. Gros. K 53/09. (B26« Donnerstag den 16. Tcptbr. 1909, uachmtttags 3 Ubr, werden in unserem Amtszimmer die dem igeora Witzig und Ehefrau geb. Höhnte in Gießen zugeschriebenen nachstehend verzeichneten Par- AcUcn versteigert: 1/849'/,o - 199 qm Grabgarten in der Scheppeneck l/SäO4 !! = 307 qm -vonTite das. 1 849^,0 = 266 qm Ho »reite dal. 1/84!?/w = 118 qm Grabgarten daselbft 1OAQ Gießen, den 2d. Slufluit 1«®. Großh. Ortsgericht Gießen. Gros. V 17 09 JE"/# Donnerstag den 23. Scvtbr. 1909, nachmittags 3 Uhr, werden in unserem Amtszimmer die dem August Kames, ieyt in 2>osel, zu- aeichriebenen nachuebend verzeich- ncten Parzellen versteigert: . 1/1243?/.°-350 qm votreite im 1/1244”'?, "='.44 qm Grabgarten Gietzen^den 1. September 1809. Gwtzh Ortsgericht Gießen. Gro s.__ Hiilirißraiigen - Börnliaut entsernt sicher ..Radikal , »er Flasche oO Pig- nr_„eric German ia-I?ro»eriv. Carl Sttbel 8rantfui-tet@tt.39. Tetevb-uW. Donnerstag den 16. »evtbr. 1909, nachmittags 3 Uhr, wird aus hiesigem Qrtsgeridn die vor dem Namen des Wilh.Wagner III. siebende Parzelle der Gemarkung Gießen 's® 1'1219 = 70 qm Hosreite tu der Wetzsteingasse lWetzstem- gasse 27) .,.•«• öffentlich meistbietend fretrotUig versteigert. _ Es nndet nur noch diese Versteigerung als letzte statt. Gießen, den 28. August 1909. Grotzherzogl. Ortsgericht Gtetzen. Gros._ K 95 09. w 16'/« Donnerstag dcu 7. Oktober 1909, nachmittags 3 Uhr, wird in unserem Amtszimmer Die der Firma Gevr. Zutt in Gtetzen zugeschriebene nachstehend verzeichnete Parzelle versteigert: 2/ 137V1,. - 373 qm Hotrette lmks der Cbatmee. Gießen, den 1. September,190!). Großh. Ortsgericht Gtetzen. Gros.__________ Feinstes Wzkraftbier empfiehlt , .14830 die Flasche zu 15 Pfennig Eierhaadl. H. Kempf Inh.: A. Merlau Ludwigstraße 26. Telephon 239. K 88/09. B5/„ Donnerstag den 16. «scvtbr. 1909, nachmittags 3 Ubr, werden in unserem Amtszimmer die der Schwalb, Christian Ehefrau Margarethe geborene Schmal! in Gießen zugeschriebenen nachstehend verzeichneten Parzellen versteigert: . . 1/646 = 39 qm Hoftette tn dem Katharinengätzchen 1/648,5 = 11 qm Hoftaum mit Stall. Gießen, den 4. August 1909. Großh. Ortsgericht Gießen. Gros. Meine Tageschr onik. Aug Kassel wird gemeldet: Als schwere Erk ran kurt- en int Zusammeithang mit der Typhus- Epidemie werden 120 angegeben. Die Krankenhäuser sind überfüllt, so datz mit die von der Stadt für den äußersten Fall bereit gestellten Ifolierbarafeit in .Anspruch nehmen will. Die Morgcnblätter melden aus Berlin: Gestern, Mttt- nd) nachmittag rieselte auf die noch int Sommerkletde prangende K 87/09. Ä [Bs,9 Donnerstag den 7. Oktober 1909, nachmtttags 3 Ubr, werden in unserem Amtszimmer die dem Heinr. Schlemm und Ehefrau geb. Albus zugeschriebenen nach stehend verzeichneten Parzellen versteigert: i/mi|-it0ÄS^en on bet 1 tyaibbad) U1116 = 57 qm Hofteite m der Kuhgatze. Gießen, den 1. September 1909. Großh. QrtSgerichr Gietzen. Gros. Musikinstrumente repariert Ferdinand Bauer, [4476 Instrumentenmacher, Wolkeng.il. Karl Bender Korb- und Stuhlflechterei — Riegelpfad 30 — empfiehlt sich in allen in sein Fach einschlagenden Arbeiten. Freie Abholung. l«»» Freie Abliefernng. Aufträge werd, entgegengenomm. Chirurg. Gnmnii - Artikel. 2ldlcr-Tcogerie, Setlersweg 39, Otto Schaaf. .4629 Gienberg. Sonntag den 5. und Montag den 6. September: WclmMlÄ wozu freundlichst einladet *06510 ________________Alircd Jost. Zm Wäschcausbcsscrn einvffehlt sich Frau L. Brückmanu, 0W19I Ederstraße 14 III. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen : Luise Steinberger Auguste Schlich geb. Steinberger Heinrich Steinberger, Bauinspektor Lincrusta Linoleum Ernst Bioedner Nachf. Seltersweg—Ecke Plockstrasse. [4734 T_> nsere bisherige Verhau fei Bahn ho fit raue 42, wird mt dem heiv.gea Ttge in den neuerrichUten Leden unserer Dampfmolkerei Schanzenstrasse 4 (in nlehster Nshe der erstgenannten Verkinfsetelle) verlegt Gleichzeitig haben wir mehrfachen Wünschen tolgend un südöstlichen Teile dar Stadt eine Verkaufsstelle mit Hllehkuranatalt Bismarckstrasse 11 eröffnet. Daselbst gelangen die Produkte unserer Molkereien Glessen, Dorf«Gill und Kirtorf in tigiich frischer und beeter Qualität, sowie alle Sorten Käte und frische Eier zum Verkauf. In dem anschliessenden Milch-Lokal wird jederzeit angenehmer Aufenthalt geboten zum Genuss von frischer Vollmilch (roh u. pasteurisiert), Buttermilch, Dickmilch und Sehne. Dampfmolkerei Giessen Gebrüder Grieb Schanzenstrasse 4 Bismarckstrasse 11 Heuchelheim. Samstag den 4. September, abends pünktlich 8* 1/, Uhr, tm Lokale des Herrn Konrad Stumpf „Zur Ludwigsburg" MMM ycrfuiiinihing. Tagesordnung: 4813 Eie Verteuerung der notwendigsten Lebens» mittel und der ^wccf nnd der Nutzen der KonsumvereinSbcwcgung. Referent: Herr Büchlein- Mannheim. Die Bewohner der Orte Heuchelheim und Kinzenbach, qonz besonder» die Frauen, sind hierzu freundltchst eingeloden. ?tr 8frj«i Scs liHimmiM Hitira i. Hwfl. Ziehung iepteenZ.^ te StrtMD.r, I. ssl» Geldlotterie iur *viieh*aelie*od HghlOr.l «bürg ' " SSSS Qoldoowlnne. Her ohne Abiug tahlber im Owe in', bet »6« von Mir« 380BE3 Heeglo.wf.Mi S3BODD 5QOB2I snaao 381OQO 20000 40000 fte eu> , 1 na* i 8 H "d tuw L03B ■ J n sn Pfennig ettrw Ze beb* W See MeigL L.n.H. ll.n^mere .»« eo«U<.a l.-w# . fit fw.n-e Ul. Vertr ete C^.flecb.n-gllcb h««!! KMr leiierf. ti.Mbr er. <1 tu. b II. Sertte. Mcbtjvopi.t* t Neues Llluerirailt Stif eil|- unö Bfü|-6irfti Xtnr jiilk-üiüdki jstii-t Pnistldtfra jskir-rt Hjirl ÄMjött eeiphrbU 47V® Georg Wallenfels 3ii uciknuYen CI U*ui cTbalicntr Brotwaacu nedk Etnspänner-Geichirr i rrt»* lOTtl SbUhKtfrn ;'i- 13 «St. Schwan iae.. fyreler. Honig- o. Eianachbiraün An oerraufrn 4RÖ Q rannener Strnhe ® von. nsäster •', und ' . 2 ruck- mr. i nbuiMbcu. <7*4 2*eti, Bahnhc'tra Stgtn 'ünftjabf fiert hfM'linittilh.^hmffks habe febr preröwllrbig ab zugebrn: 1<784 Mvlord, voll handln neu nord nicht gebraucht 1 lebr aut erhaltenes leicht. 2 liviged Konpe, ein u. 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