Erstes Blatt 159. Fahrgang Die heutige Nummer umsagt 18 Seiten. MO km hulstr. 6 kltj den [»•/« für ^oljdjfe (ton|.) 9639 Stimmen, für Paspel (soz.) 7556 Stimmen und für Schoeppe (liü.) 6377 Stimmen abgegeben. Es ist also Stichwahl zwischen dem Konservativen unb dem Sozialdemokraten erforderlich. Bei der Wahl im Jahre 1907 hatten die Konservativen im ersten Wahlgang mit 13 828 Stimmen gegen 6176 freisinnige und 6477 sozialdemokratische Stimmen gesiegt. 2.65 bis 6.50 Mk. 2.05 bis 4Ä tVafiel nnd Chenh* — Ein N a chs Piel zum Gerhard Hauptmann- Jnterview. Vor einigen Wochen erregte in der literarischen Welt ein Interview großes Aussehen, das ein Redakteur aus Lalle mit (Mxtrb Hauptmann daselbst hatte und m dessen Verfolg der Interviewer bemerkenswerte Aeuherungen Hauptmanns über die deutsche Kritik, seine Stellung in der deutschen Literatur veröffentlichte. Hauptmann sandte daraufhin, wie bereits mitgetetft, an das Berliner Tageblatt ein Telegramm, in dem er gegen diese Beröffentliämug scharf Stellung nimmt. Nunmehr hat der Schriftsteller und Redakteur Matt in Feuchtwanger in Halle gegen Gerhard Hauptmann Beleidigungsllage tror dem Amtsgerubt Berlin-Mitte angestrengt. Als Anrgen sind geladen; die ChefrÄmktrure Th-wdar Wolff vom Berliner Tageblatt und Wilhelm Georg von der Saale-Zeitung in Halle. Feuchrwanger behauptet, daß sich der Inhalt des von ihm veröffentlichen Interviews auf steiwgraphische Notizen stutzt, die er sich während des Gesprächs mit Gerhard Hauptmann gemocht habe. — Ausgrabungen. Die Griechische Gesellschaft für Archäologie läßt durch Dr. Arvanitopoulos Ausgrabungen auf der Stätte von Pagaiae in Thessalien ausftihreu. Außer Resten aus neuerer (türkischer) Zeit fand man lunädn't die Akropolis, die auf einem hohen Berge am Südwestende von Vagasae liegt, und grub aus ihr den kostbaren Fußboden eines antiken, wohl von einem der Könige von Pherae errichteten Tempels aus. Ter „Globus" erwähnt diese Grabungen aber hauptsächlich deshalb, weil unter dem Tempel zahlreiche Spuren einer prähistorischen Ansiedelung aus der Bronzezeit gefunden sind, beten Baulichk.'iten in ihren unteren Teilen sehr gut erhalten sind. Tie Ausgrabungen werden fortgesetzt werden. Samstag 13. November 1909 _ nut greifen die Töne ineinander und formen sich zu ein» dinglichen, lauteren Melodien. Wie ttinstvoll ist die Jn- fcyumcntntion. Wahrlich mancher unserer Neueren und Neuesten könnte von diesem Meister lernen, was Musik ist. Die gestrige Aufführung machte vor allem den Ein- dwck einer sorafälng erwogenen unb geistvoll ausgear- Hteten Darstellung, die denn auch reichlichen Beifall fand, ^te Soli waren im allgemeinen gut besetzt und der Chor K^igte, wenn er auch seiner Stimmenzahl nach etwas schwach t^ar, von einer erfreulichen, gut gearbeiteten Schulung, ^■e aller Anerkennung wert ist. Die Regie des Cber- rrgisseurs Walbeck arbeitete mit Ausnahme der Szene bei Wolfsschlucht, die großartig bargestellt wurde, mit fm emsächsten Mitteln, wodurch ein außerordentliches Her- iu;millul)teit neu gestuzt, daß in Berlin und London taisäck). (id> ein Abkommen über die Flottenrüstungen geplant wird. Das wäre bann bie erste, schwerwiegende Tat des neuen, leitenden deutschen Staatsmannes, und wir fürchten, daß er sich in seiner diplomatischen Unerfahrenheit damit aus einen allzu glatten und schlüpfrigen Boden begeben würde. Auch der neueste Wiener Besuch in unserer Reichshauptstadt verrät ein gar rasches Tempo. Herr v. Bethmann- Hollweg ist schwerlich zuvor bar üb er gehört worben. Mußte aber herbei, um am Anhalter Bahnhof in "feiner Rittmeister- uniform an der Begrüßung unb ber barauf folgenden Tafel teilnehmen. Sicherlich ist es gerade heute von großer Wichtigkeit, daß Deutschland seine Beziehungen zu der habsburgischen Monarchie auf eine ruhige Zurückhaltung aufbaut, die nichts von der traditionellen Freundlichkeit zu vermissen lassen braucht, aber auch nicht von romantischer Ueberschwänglichkeit abgelöst werden darf. Der Petersburg-Wiener Disput der letzten Tage über die bosnische Sache zeigt, daß auf dem Balkan die Tinge noch im Werben finb. Die Berliner Politik sollte biese Dinge ruhig sich entwickeln lassen unb weder Rußlands Mißlaune herausfordern, noch zu dem zwecklosen Unternehmen sich verstehen, zwischen Wien und Rom eine Vermittlerrolle zu spielen. Wenn heute die „Germania" sich in der Hoffnung förmlich! berauscht, es sei für den Frieden ganz Europas von vorzüglicher Wirkung, daß durch einen verhältnismäßig längeren und sehr freundschaftlichen Besuch des Erzherzogs Franz Fredinand und seiner Gemahlin, der Herzogin Hohenberg, aller Welt sehr Flar gemacht wird, daß der Bund zwischen den beiden Zentralmächten fast m einer staatsrechtlichen Institution beider Reiche geworden ist", so fehlt dieser Betrachtung die Grundlage der deutschen Ziele und Absichten. Wir haben schon dargelegt, daß es nicht richtig ist, wenn wir den rechtzeitigen Anschluß an Petersburg nicht suchen und finden. Eine deutsch-österreichische Kundgebung für eine gemeinsame Marschrichtung kann vorläufig nur Oesterreich Nutzen bringen. Die deutsche Staatskunst muß weiter Vorausschauen. Wir müssen freilich heute Herrn Harden recht geben, wenn er meint, in keinem anderen Lande gingen bie Ansichten über bie zu befolgend aus-, würtiqe Politik so weit auseinander als in Deutschland. Unentschlossenheit unb Unsicherheit in der obersten Leitung dürfte aber feine Stunde um sich greifen. So lange man nicht weiß, ob Herr v. Bethmann-Hottweg Enalanb gegenüber neue Wege beschreiten will, wird man sich eingehende Erörterungen über unsere internationalen Beziehungen ersparen können. ______________ Der Besuch des Erzherzogs Kranz Ferdinand. ' Schloß Letzlingen, 12. 9kvv. Tie Jagdgesellschaft brach um 12 Uhr 45 Min. in Wagen nach dem Jagdgelände in der Obersörsterei Planken auf. Ter Kaiser mit dem Erzherzog Franz Ferdinand und einigen anderen der vornehmsten Jagdgäste folgte um 1 Uhr 30 Min. in Automobilen. Es wurde ein Lappjagen aus Tammwild abgehalten. Letzlingen, 12. Nov. Der Kaiser ist mit seinen Jagd- gästen bei einbrechender Dunkelheit nach dem Jagdschloß zurückgekehrt, wo um 7 Uhr Abendtasel stattsand. Potsdam, 12. Nov. Die Kaiserin mit der Herzogin von Hohenberg und ber Kronprinzessin von Griechenland folgten heute abend einer Einladung zur Abendtafel bei der Kronprinzessin im Marmorpalais in Potsdam; außerdem waren erschienen das Prinzenpaar August Wilhelm von Preußen, Prinzessin Viktoria Luise von Preußen, Prinz Georg und Prinzessin Helene von Griechenland, das Erbprinzenpaar zu Salm-Salm, das Gefolge Ihrer Majestät, die Ober- Hofmeisterin Grä in von Brockdorsf, Gräfin von Keller, Kammer- Herr von Behr-Vinnow; vom Kronprinzlichcn Hofstaat nahmen teil: Hosmarschall von Bismarck-Bohlen, Ober-Hofmeisterin Freifrau von Tiele-Winckler und Kammerhett von Stülpnagel. Die Reichstagrersatzwahl in Landsberg-Soldin. Solbin, 12. Nov. Bei ber Neichstagsersatzwcchl im Kreise Landsberg-Soldin würben bis heute abend 10 Uhr Die Znedensreden in England. Der deutsche Botschafter in London hat den Engländern wieder einige Freundlichkeiten gesagt, die vielleicht eine nähere Verständigung anbahnen sollen: Manchester, 12. Nov. Der deutsche Bot-, schäft er, Gras Wolff Metternich, besuchte heute nachmittag die Börse, wo er sehr freundlich empfangen wurde. Der Botschafter erklärte, fein sehnlicher Wunsch sei es gewesen, sich einmal das glänzenbe Schausviel anzu- sehen, bas sich hier vor seinen Augen abwickele; diese friedliche Betätigung des Erwerbssinnes sei bie beste Garantie für den internationalen Frieben. In ber Welt bestehe zwar zwischen ben einzelnen Nationen ein scharfer Wettbewerb: bie)er bestehe aber ebenso zwischen den Angehörigen desselben Staates. M a n ch e st e r, 12. Nov. Der deutsche Botschafter, Graf Wolff Metternich, hielt in ber Handelskammer eine Rebe, in ber er aus führte: Ich fühle mich tief verpflichtet, für bie reiche Gastfreundschaft unb ich bin mir bewußt, baß mir diese Ehrungen lebigüd) als Vertreter bes Herrschers einer großen unb befreunbeten Nation bezeigt werben, mit ber Sie in Frieden unb Freundschaft zu leben wünschen, wie wir den Wunsch haben, mit Ihnen in Eintracht zu leben. Aus dem Verkehr mit den verschiedenen Handelskammern habe ich gelernt, baß der Handel nichts sehnlicher wünscht, als daß die gewaltigen, zwischen den beiden Nationen bestehenden Handelsbeziehungen sich ungestört weiter entwickeln mögen, daß bie Politik nicht ungünstig auf ben Gang ber Geschäfte einwirke und daß ebenso wie die Handelsbeziehungen, so die politischen Beziehungen ste ts gute sein und bleiben mögen. Ich erachte es für eines ber hoffnungsvollsten Zeichen der Zeit, daß gerade die Kaufmannschaft derWunschnachFriede erfüllt. Wenn noch etwas erforberlüb wäre, um mich in meinem Vertrauen in bie friedlichen Tendenzen der Geschäftswelt zu bestärken, so wäre es diese glänzende Versammlung, zu ber sich bie Vertreter ber Kaufmannschaft biefer Handelsmetropole zw- fanrrnengefunben haben, um ben Vertreter des deutschen vIlVlI’vB’ 441 Ijv »Uv v eeekS Verantwortlich für den _- fVJP N < < M Pottaschen Teil: August General-Anzeiger für Gberheßen GW 6r die Tage-nummer Hofottonsbrud und Verlag der Vrühl'schen Univ.-Vuch- und zieindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: zchulstratze 7. Bkck. jie vormittags 9 llpr. __________________________________ ________ 1.45 bis »30 > 98 bis Mk. 1.75 > 95 bis Mk. 1.80 k > 85 bis Mk. 1.80 I i, 75 bis Mk. 1.20 I , 98 bis Mk. 3.50 I , 95 bis Mk. 1.95 | .55,1.95 bis 3.60 I 1.35, L65 bis 3.60 Mk.1.60 bis 3.20 .95,2.10 bis 2.85 „Wurde von Berlin aus Herr Dernburg gebeten, den Briten das Evangelium deutscher Nächstenliebe zu predigen'?... Wollte ber Exzellente der qualifizierten Koppelet entlaufen, deren Widerschein in die Darmstädter Zeit zurück- leuchtete Harden meint nämlich, was der Kolonialsekretär eigentlich in Amerika gewollt habe, wisse niemand. Ucber die Zioumwollsorten habe er auch in Berlin sich unterrichten !ikmen. Wenn „der in Baumwolle Reisende" in England ,auf eigene Faust schwadroniert" habe, müsse „ber Kanzler ihn ab audiendum Verbum befehlen und ihm einen Marsch büfen, baß dem Hörer die Zähne klapperten". Mit dem iiisdruck „K o p p e l e i" wollte Harden wohl auf die Ver- teage mit der Eisenbahnfirma Koppel Hinweisen, wobei er qe Well mit seinen Anspielungen freilich völlig » Dunkeln läßt. Wenn der Herausgeber ber kllkunft noch grimmig dazu fragt, ob man | ulrtlid) gerade Herrn Dernburg als Werber hinüber» schickt habe, „über dessen hypothekarische Bele st u n g schon Fürst Bülow im letzten Amts- lebensjahr keinen Zweifel mehr hatte", so itterben diese schweren Angriffe, für bie wir Herrn Harben v. Verantwortung überladen müssen, zweifellos nicht ohne : ein gerichtliches Nachspiel bleiben. Ter Staatssekretär ist inzwischen wieder in Berlin eingetroffen, sott aber, nach i in er Meldung der Voss. Ztg., beabsichtigen, in London am X November an Besprechungen über die englisch-deutschen Beziehungen und an einem Bankett der Londoner Handels- | "ammer teilzunehmen. Nimmt man die neuesten Reden Unseres Botschafters in London hinzu, so wird die Wahr- Apolitische Woche, schau. Gießen, 13. November. Es stehen wichtige Dinge bevor, nicht allein der Reichs- ca rüstet sick) und ersehnt kräftigere Nahrung als die kurz ^gekündigten mageren Gesprächsstoffe, nicht nur haben xe Erörterungen um den Ausbau des preußischen Wahl- -chts zu einem strategischen Aufmarsch der Parteien sich verdichtet, auch auf dem Gebiete der auswärtigen Politik »richt Wetterleuchten hervor, nähern sich auf teilen Sohlen mit beängstigender Schnette wichtig? Entscheidungen. ?ic russischen Pfeile nach Wien, der Zaren- l^such in Italien und ber jetzige Aufenthalt des österreichischen Thronfolgers in Berlin kündigen eine Dreibund kri je an, und bas Rebebebürfnis um bie beul sch-englisch en Beziehungen, um ein Zlottenabkommen, hat so stark He Welt erfüllt, baß zu den Worten sich irgend em Ge- Sehnis gesellen muß, wenn das politische Theater nicht einem hohlen Pathos werden soll. Noch immer fragt j*an: wo ist der Kanzler, sitzt er fest im Sattel? Läßt er iid) von den Wahlrechtspfadfindern einkreisen, werden bie -ffottenverständigungspolititer in Presse unb Reichsämtern hn so einseifen, baß ihm nur noch die ruhige Tuldung ;irig bleibt? Der „Reichsbote" versichert zwar, es werde n allen Reichsämtern zurzeit „riesig und ohne Lärm gearbeitet", aber das Zeugnis der Sparsamkeit wird man .sjwerlich für ben alleinigen Befähigungsnachweis des ■ ! bersten Beamten anerkennen wollen. Dunkel ruht noch im leitenschoße bie weitere Entwicklung der inneren Politik ts deutschen Reiches. Zeichen von schlechter Vorbedeutung inb die schwankenden Sitze ber Träger oberster Reichs- mter: Sperr v. Tirpitz würgt au ben Kieler Enthüllungen ietum, auch Herr Kcätke, der Staatssekretär des Reichs- fostamtes, soll Rücktrittsgebanken hegen, im Reichsjustiz- emt gab es vor ber Beratung bes neuen Strafgesetzes inb ber neuen Strafprozeßorbnung einen Personenwechsel, i itb bie Zweifel an Herrn Dernburgs bauernbem Bleiben i4 bennnr. w: or-.cbi eine» sthr schönen 8en, die ihre Aepfel $u jedem annehmbaren Preise los chlägt Rundum in weitem ÄrtÜ und Buden und stände aui- geschlagen, wo allerlei zu Kauf und Ur am au-gelegt ist und Die Alten wie die Jungen anlodt Aui der einen Seite ist em erhöhter Tanzvlav au gesch.agen, wo junge „Stumpröcke' ihre rlouen, Reigen drehen. Die sie mit Lust und Liebe zur guten Sache sett Lochen eimg ring.übt haben. Ans einem hochräderlgen Lagen haben sch die Mu, »kanten niedcrgelai en und spülen ihre Leisen so rührend und io lockend, baß 'ich männiglich im Tanze wiegen will, wenn er e» nicht vorzüht, »m „irdelcn Lauer" durstige Einkehr zu halten. Dicht nebenan ist eine echte Spmn- ftubc, an der inan ebenfalls mehrere Stande auigrschlagen Hal. Durch eine schmale Budengalse g.langt man zur Kegelbahn, wo sich, altem dörflichem Gebrauch entsprechend, an Jahrmarkt-- tagen rin rege- Leben abip.elt, und wo de» fröhlichem Umtrunk Die Kugeln rai elnb ins >)olz gehen oder nebenan, je nach der Kunst des „Schüßen". Ler aber rott Hub schieben will und gar Schüvcnkönig roetben möchte, der muß sich nebenan an die Schiehbude bemühen, roo ihm holde Dorfschönen die blwendc Lehr des Krieger» reichen, damü er ieme Kunst erweise tm lustigen Lcttkampf Gegenüber, nur durch ein Gastchcn getrennt, können sich die Zuschauer beim Kaffee über die Schieblristungcn unterhalten oder |üfec4 Gebäck knabbern, je nach ihrer V.ran- lagung und Laune. Unliebsame Begleiter braucht man nur an den K o r b st a n b dicht bei der Schießbude zu führen, um ihm das zarte Angebinde m natura zu überreichen: auch seine Einkäufe kann man in diesen nützlichen träten bergen. Auch rin „T i p v e st a n b" ist da. wo btt zerbrechlichen Gegenstände gern abgegeben werden. Ler seinen Kindern eine Freude machen will. Der gehe an die Spiel roarenbube, Ivo alles zu haben ist, was Aug und Herz der Kleinen erfr.ut. Ler Erwachsenen eine Freude machen will, der lause die selbstgescrtiglcn Land- arbeiten der jungen £ herbei'innen, die ihren Stand dicht neben dem Teegärtchen aufgeschlagen haben, wo man neben Tee und Likör auch festere Genüsse erwerben kann. Ler das „Geistige" vorzieht, braucht nur cm paar Schritte zu gehen, um sich in der L t i n l a u b c an Seh und anderem Traubenblut zu laben. Lern belegte Brödchen nicht genügen, der kann an dem kalten Büffett nach Herzenslust zehren und dabei in aller Seelenruhe eine Annchtskarte mit den Bildern der Pseudo - Bäuerinnen schreiben, wenn ihm die fliegenden V u n D 1 .■ r nur Die leibliche ;KuIk la Aber a andere ist vorhanden, was zu einem richtigen Jahrmarkt gehört, wovon wir aber jetzt noch nichts verraten wollen. Damit den Besuchern auch noch mancherlei Uederraschungen zu teil werden. Jedenfalls wird es ein schönes Fest, bei dem man dabei gewesen fein mutz. ee Stadtlheater. Zu dein am nächsten Donnerstag ilatlfinbcnöen Gastspiel der französischen Gesellschaft '21. Noubca ud fei erwähnt, daß außer MoliöceS ,1’Avare“ noch das einaktige Lustspiel von Bernard nl’Anglais toi qu’on le parlea gegeben wird. *• Alldeutscher Verband Man schreibt nnS: Tie Fortsetzung der vom alten liberal kon ervativen Block emgeschla- genen Polcnpolitik wird durch Die Cmißung der Konservativen mit dem Zentrum und den Polen anläßlich der RrichSfinanzretorm möglichcrivciie in Frage gestellt: jedenfalls wird es von polni cher Seite nicht an Versuchen fehlen. Die neue Sage auSLunüven. Dadurch gewinnt die Polenfrage wiedor erhöhte- Interesse. Tie Crldgruppe Gießen wird daher ihre Tätigkeit im Linter- halbjahr am nächsten Freitag, 19. Nov., mit einer Verfaminlung in Steins Gatten eröiinen, in der Die Polcnsrage zur Behandlung in Wort und Bild kommen wird. ** Siunüoerein. TaS große Sch'achtengeviä'de „Tie Erstürmung der Feime Ehampenois" bleibt iu)d) über Sonntag einige Tage ausgestellt. TünStag wird aber roicoer eine teil' roeiif Aendcrung vorgenommen, weshalb cji baldiger Be uch der gcgtnroäitigcn ichonen '21uflüeUung iür diejenigen, die jic noch nicht gesehen haben, sehr zu empfehlen ist Tie Ausstellung ist morgen, am Sonntag, von 11—3 Uhr geöffnet. •* Ringkämpfe im Kolosseum Man schreibt uns: Auf Anregung rniger Ringkämpfer, iwrne dem Wunsche billiger Swtteircunfe entiprecbenb, hat sich Tire stör Nappmann ent- schloisen, diesmal eine Ringkampi Konkurrenz »ur £ v i a tgeivichtsringer nut euirm Körpergewicht te.s 90 Xg 51» arrangieren Da gerade die Seiimgjtnd’.l.'tmger die geivand- teilen f nd, »oerden iiaj die Ringkämpie sehr uue.e.iant geitalt.n, bewnüers, da «ich bi- jetzt schon einige der bedeutend.en Kciretn b.eier Älaife t»m Zn und Au-lane-e gemeldet Laben Tie Leiart- geu lülvt nger sind meist schön gebau:e Meus^en uno es soll habet liefen der Ringkanws Äontucicnz auch irod> iir. schönbe.tslonturienz itatiiimxn. •• .ume ^andivertsburschen. In der Nacht aut V. l. MtS. wurden in der Marburger Straße eine Anzahl Straßenlaternen zertrümmert und einem Bildhauer Grabsteine beschädigt. Tte Ermittlungen ergaben, daß vier betrunkene HandwerkSdurschen d:e Täter waren. Ta einer davon beni Namen nach bekannt ist, Dürften sie ihrer Bestrafung nicht entgehen. — Berhaftet wurde heute morgen der vom Kgl. Amtsgericht seit langer Zett lteckbriestich verfolgte Spengler Lambert Habet h au» . nicht» näheres bekannt. g v. D. L»öhe, 12. d!ov. -erzog Adolf' M eckten bürg wouule heute abend de« Borkrage feines Rcifegerährten. des Ökologen .Hitcbitetn,? i ’h'ilanschfj ” Jana m. d x ML ^eheitn r । * «aal bet Universität -rubere Aula statt und sein Ertrag wird iür bei BiSmaikturm :uf dem Taufstein verwendet werden. — Tte Mitglieder de- Zweigverein» Gießen werden darauf uufraerficci armfidn. caß Die L*onntag»wanderuns schon um neu, h r beginnt und nicht, rote auf dem L^anderprogram» stete, um zehn Uhr. ? TraiS-Horloff, 12.Noo. Ter Bergmann Schimk,, kam heute nachmittag in der Vrude, FriedrichE fo unglücklich zu Fall, Satz er ein Bern brach. Nachdem er mit Mi-re auS dem Schachte herauSbeförSert worden war, wurde er per 23anen mS Hranfenooi;» nach Hungen transportiert. r. Schotten, 13. Nov. Eine Bettflasche, bi: x?. f'diLo'ien m Den Lien gei.elli wurde, io daß durch D^j kochende beim Lennen eine ipbl'ioniatligt Entladung ui> starke Be.orühung der bete. Person — Auf dem Lberu. -erb-i fand kürzlich eine Messerstecherei »wt'chen zwei rtnecht«, statt, wobei Der Schuldige am schlimmsten mi-genommen wurde. x Mucke, 12. 'ao6. Um grorzzugige. truppen. Wasserwerk für se-.s Qkmeinten unjercc llmgegcnd ist geplant. E» sollen Daran Sellnrod. Schmitten. Lardenbach. Weickartshain, Alcui* und Gr ost-eichen angejchlofjea werden. Tie Quellen liegen in der Nähe von Lsohnsette Nachdem schon über ein Fahr Berhandlungen gepilogei wurden, fand Dteicr Tage im Beisein von Bertreiern t1m t'eareijcniuiiic be» 6«' , i- ’S » 9‘ -.y ' ‘ BolkeS zu begrüßen und rhm die Freundeshand entgegen zustrecken. ... London, 12. Nov Tte Bandel-kammer erließ rur den 24 November Einladungen zu einem Tiner, bei welchem die deutsch-englischen Beziehungen besprochen werden sollen. TetDelberg'. Konzertoerei n. Sonntag nachmittag b'/. Uhr in Der Neuen Aula: 1. Soliftenabenö (penn Llaneau und Tr. Llax Reger). Sderhessischer Jahrmarkt zum Besten de4 Säuglingsheim« vom 12.—lö. November in Ztem« Soalbaiu Be.unn con^- tag 5 Uhr nachm., Sonntag 4 Uhr nachm. unD 'Diontag 6 Uhr nachmittag». Kolosseum: Täglich Vorstellung. Hinematogravhen-T Heater: Täglich Vorstellung. B i o a r a p h: Täglich Vorstellung. Kaiserpanorama: Täglich Vorstellung. vereinLontentia: Samstag Wintertest hr.RoIoffcnm. Anfang ö1/, Uhr. Anlagemusik am Sonntag vormittag 11'/, Uhr in der Süd-Anlage. Epielplan: 1. Lnoerture zu Schiller« .Wilhelm Teil' von IRolfmi; 2. jZrühlingslieD von Mendelssohn - Bartholdy. 8. Ungarische Tänze Nr. 5 und 6 von Brahm«; 4. 'MUitar-Fan are von Ascher. e " Lehrerpersonalien. Erledigt sind: Tie mit einem kaih Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an Der Deuieinde- schule zu Rembrücken. brr Stelle ist CrgamnenDienn verbunden. Tie mit i nem eoang. Le rer zu befetzenDe Lehrerstelle an der Gemeindeiu^u.« qu >£, i n a r tHausen. Wut Der Stelle ist Organistendienst verbunden. Tem Grafen zu SolmS- Rödelheim sieht das Präienlationörecht zu. •* Glaubrecht -Ehrung. Ter AnS'chutz für die Ehrung befl VolkSschriftstellerS O. Glaubrecht-Ocser, der unter dem Vorsitz von Prof. Tr. Roeschen zusaiiimeiigetreteii ist. hat beschlosien, am Geburtshause (Sonnenitraße 6, jetzt Herrn Z. Weisel gehörig) eine Gedenktafel anbringen zu lassen. Beiträge nimmt Prof. Ursta dt (Gartenstraße 14) entgegen. Ter hoffentlich bedeutende Uebecfchlitz soll zur 'Anschaffung von Werken GlaubrechlS für die Lesehalle und für eine Gedenktafel für den Kalendermann vom Veusberg verwendet werden. Am Tage der Enthüllung der Tafel (6. I. 1910) soll durch Den Oberhesi. Gesch'.chtSocrein und Die Vereinigung für Volkskunde im Eafö Ebel eine gemeinsaiste Feier veranstaltet werden. Prof. Tr. Roeschen wird Dabei Die Festrede über Glaudrecht halten. •* Vater Backes s. Aus Tarnt stad t kommt die Trauerbotsckickft, daß dort gesicrn nachmittag der seit dem vorigen Zähre im Ruhestand listtende Retior jlatl Backes g estorben ist. Ramenlltch der Landeslehrervercin, dessen Ajbmann „Vater Backes" von lbö2—1U07 war, wird die .HunDe von dem Tode des verdienten BorkämPserS dcr Bolks- fchule und dcr Lehrerschaft mit tiefer Trauer vernehmen, aber auch in allen anderen Kreisen wird man da» Ableben deS charaktervollen Mannes, der int öffentlichen Leben eine groste und einflustreiche, aber auch veroienstvolle und segensreiche TatigteU entfaltet hat, aufs schmerzlichste bedauern. Rektor Backes stammt aus einer Lehrerfamilie, die über 200 Fahre in Lberhest'en an lässig ist. Mehrere öfenerarionen der emmilic waren auf derselben Sck)ulsteUe zu Steinfurth tätig. Sari Backes ist lb37 zu Hattenrod geboren; von lbö3 bis Ibaö besuchte er das Seminar zu Friedberg. Am 25. Zunt 1855 trat er zu Rüogen in den Schuldienst, m dem er :>3 Fahre tätig n>ar. Wahrend dieicr langen Zeit war er bis zum Znli vorigen Jahres nie genötigt, sich Urlaub nehmen zu müssen. ^ie Backes schon al» junger Mann seinen Beruf auf faßte, zeigt sich m einem Schreiben des Pfarrers Rattmann an die Lchulbehördc, in dem es heißt: „Er hat durch jein ganzes Bemalten in tirajlidjer und bürgerlicher Hinsicht den gerechtesteii Anspruch auf unsere volle Zufriedenheit. Wir Ldnncn ihn nur bestens empfehlen." BackeS hing schon damals mit Leib und Seele an den Zielen des Liberalismus und der deutschen Lehrerschaft. In 8teuften waten in jenen Iaht n bi« größeren Leyretvep- saininlungen verboten, deshalb tagten Die Lehrer in tijenad) und 1857 in Frankfurt a. M. Auch in Hessen wehte damals ein reaktionärer Wind, und ein obethessischer Kreisrat juchte seine Lehrer dadurch vor Der in Frankfurt drohenden Gefahr zu bewahren, daß er auf Denselben Tag eine amtliche Rom sereitz anberaunitc. Tte Lehrer leisteten auch Gehorsam, nur einer war auSgerissen: der 20jährige Backes, unD er besuchte von Da an 50 Fahre Die deutschen Lchrcrversauun- lungcit; er war wiederholt ihr Leiter und gehörte lange Jahre dem Vorstände an. Die Hessen Johann Schmitt und Backes waren es. Die nach Der Wiedciauuichtung des Deutschen Reiche» für Den Zusammenschluß Der deutschen Lehrer solange eintraten, bis es zur Giundung des Deutschen Lehrervereins kam. Der heute 116 000 Mitglieder zählt. Backes war später in Bobstadt und Oder-Eschbach stationiert und kam 1882 nach Darmstadt, wo er bis zu seiner Ruhestandsversctzung nn vorigen Fahre wirkte, von 1895 ab als Oberlehrer Der Volksschule m der Müller» ftrafje. Im Jahre 1898 wurde Backes als nationallibcraler Abgeordneter de» Landiagswahl.reiscS Darmstadt tLaiid)- Groß-Großgerau in den Landtag gewählt, dem er bis 19u5 angehörte. Auch der Landesfhnobe gehone er lange Zen als Mitglied an. In allen seinen Ehienämtern erwies er sich Backes als Mann von aufrechter liberaler Gesinnung, als tüchtige Arbeitskraft nnd selbstloser Kämpfer für Fon schritt und VolkSwohl. Sem Andenken wird allezeit m hohen Ehren bleiben. ** Philipp ® u ler f. Gestern abend starb nach längeren, schweren Leiden der Schiieidemübleubesitzer Phil. Euler IV. nn vl. Lebensjahr. Der Verstorbene, Der einer alten Gießener Familie entstammte, war von 18Vd bi» ISO« Mitglied der StaDlverorDnetcnocrfammlung und eS spricht für seine Beliebtheit in weiteren Streifen der Bürgerschaft, daß er bei Der letzten SlaDloerordneienwahl, iroipem er auf keinem Wahl- vorschlag stand, über bUU Stimmen erhielt. Euler geburtt Der freisinnigen Partei an unD hat ferne Gesinnung allezeit, ohne Nucksichten nach oben oder unten zu nehmen, betätigt. ** VerkchrTtag. Tie Vorstand» der inl<«iiictttii Vereine und Innungen, sowie die Vertex.:'ttomnnsnon der ctaöt. verordneten hielten geltem. Freitag, nn voul Einhorn, eine Sitzung ab, ui Der deschiosien wuiöe, am Sonina , 3. Te- kss^^rins w ’^mSu ^'Anchngen, @en j-rMbeal Ff.’-cn gierte1 PC'jt-v:'. 'ind, au! d Fi- ^ngt zvchclst d/d-rbemd KT« w MM 6' Ei «6 ’^L' ::r.’ beimiDe L PJ P Lvi« nnr roerbiji KJ. 7«i Mw«; L ist Enn über Ariiavulkane im st urban» bei; Der Lvrzog fuhr um i 11 Uhr nach Frankfurt a. M zurück, nack-dem er im Maifep I Hof soupiert l>uttc. A. L fsenbach, 12. Nov. In einer gestern vom Okroerbo» 1 verein nnberuienen Versammlung, in Der Bauinspekior W a e > c r- Frankfurt einen Bortrag über Den Frankfurter Lsthaien hielt. ivurDc erroäbnt, daß oberhalb Der Cifenbodicr Schleust mit einem von Frankfurt und Ciienbad) getragenen Auiroont von anderthalb 'Di t Ilion en Niark eine Brücke erbaut iptiDci soll. Tie Brücke soll in Meter breit werden. — Auf Der Ehaussce Lberforit hau» — Isenburg ivurde oeften ! nachmittag Der 24 läbrige Maut mann Rudolf Becker ! von hier mit einer SdiuipuunDe nn Uopf, Die er sich selber beigebracht hatte, bcwiißtloo ouigcfunDcn. Man brachte Da Lebensmüden in»' stäDtttche MranL.nbmu'. w. o r m», 13. Nov «Tel. Wegen De» bringenba Verdachte», den Lehrer Krüger ermordet «u hab n. wurde gegen Die Witwe Scheidt ein L?aftbes giN an, daß sie in fünf Monaten rin Einkommen n?n etwa l iiWO | Frank» hatte. Zn Dtefer Summe figurieren GriOO Frank», tut | Frau Steinbeil von ihrem Geliebten erhalten batte Gin Zeuge, Der früher bei Strinbetl Modell stand brhinbti.* I Daß Steinixtl in Der leiten Zeit von Todesahnungen erp.iffti I roar. er schien einen get/.imen Äumnr-r jn haben. Noch rtnr 1 Reche anderer Zeugen behaupten. Daß in der Familie Skeuche» 1 ttvischen den einzelnen IRttgucDem fteti err gutes Verbä.tntt | ncl.rnfdit habe. Ein ebemal ger Berchrer Der Damattacn Fr^ullir Java, brr letziyen Angeklagten, ntmr.rt txm bi.irr ein kjt itimeat1)nd*c4 kulb: fie fei idx>n, heben».nur big, beichriben im) in allen Uunsten broanbert gewesen, auch in tn aelogrerig »r- rorien, da sie sich bereit erklärte, ;bn tro» »eine» gcriniicn L " tommai» \u betraten. Ter $)etral»*in ist Dann au» .ußcroi | Ursachen gescheitert Tama Ul Die Berori-ausnaome beendet und Der 3:'.at»on»eU ergreift Da» Wort zu seinem BlaiDoyer. Er idtilDertc bei Werdegang Der Angeklagten, bte von Fugend auf eine verlogen« Person gewesen fei. Ebenso beherrschte ne ein ungounber ctrt- I geiz, ui Der Geiellichast zu glänzen. Ihr Kann habe chr ti einer blinden Liebe alle» nachgc rben Die Angeklagte Date -ich mit LeiratöplÜnen getragen und wollte au» diesem «’-riaeN ihren Mann lo»werden, exc habe jich in ewiger Gctdrxrlegende» befunden und auch ihre Liebhaber nur au» p.ki.'Niären Motivea gewählt. Wenn Diese nicht »ablen wollten ober konnten. »urDci I ne verabschiedet Unter tiefer Bewegung der Zuhörer er Lac I Der Staate Anwalt, baß er fest Überzeugt sei, daß Fran 6fe> beil tdren ivattcn mit vuje von unbekannten vd’crn ermordet habe, Fran Zapy iei Dann loadl chenUich von Den X)drer»bdi5esJ d°rA§°",°Eg Verhandlungen gSI il|ein v°n CÄ| lmt5 Schonen eine 1 Clj ,^lc ^iQotsanhxidi J vtyUöt von 2or 'n,71 JnS\Unb UntEtitlagJ “rn£? Quachs,en SchnI >)iSUÜE1Iun9 komme?» 'ln[ "eqrerienunar J Lc n.Lec Abiturienten ^?sMlg der Klasse la W Mndilche am 11. 3anul ohercs bekannt | 2-M Herzog ÄdoD 3 woante heule abend b«J bes Geologen kirchsteiI Mi; der verzog fuhr | ua, nachdem er im Kaijnl einer geilem vom Gemii l iber Bauinspeklor WaeiiD Franksutter Üschascn bi-j er Offenbacher G^lrJ senbach getragenen AujinD i e S8 r ü d e e r b q n t breit roerben. - Aus t| Isenburg wurde gtflral mann Rudolf Sedtl im Kops, die er sich felbel esunden. Man brachte kl thaus. L) Wegen des bringen'.-1 ter ermordet zu hn.'I ein &aitbeftf}l crlaiia I tsgerichte-gesängnts jfc. I bei den etaötowro- I ftlafic beteiligten i^ml ergewählt wurden Ich«il d Apotheker Schölling. I icli hinzukam. lot). Tie (Einnahme I eise betrug in diesem Zchl Hart im Zähre 1908. m3^rourg«id|l. Ifl.) I H Paris, H. J Handlung verzichten eücj iernehmng einer to i bet in der '3mn>lic ;IK1 ü ihm »3 lltnis stand, 4 ter beklagt. Etwaige x ihrer Mutter nicjt 9^ »nto Sen, «1 “n*.6 L liffil I*. „J V^ bcr damaligen * mn biqet ein - BfflLSL Ä* « - * Feines on 3H9enL itgeiunbet,^-. r'd,UX Mann habe ^7 ick -7>ie Ängeklag^! nur au * f0ItIiieiv11 > wollten oder t etvegnng d"~rflll. S-»*'S3- ?S5-=-^ jiguPf’ Veoenö» LLlachl- von-biSvon-biS 77-81 40—44 75-82 42 70-75 36 feinste Mast- (Boltnnlchmast) und beste 85-90 51 - 54 70-72 35 70-72 72—74 57 57 72—74 67—71 62-66 70-72 70-72 41 34 aeivlchl 42 55 55 32 26 Ochsen. Junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemäüete...... Bullen. 52 48 35 62—68 52-55 Saugkälber.........”” "t -Viitilere Plast- und gute Saugkälber . 47—50 78-84 Geringere Saugfälbev 40—45 70—7^ Lrdcnd- L'lacht. yvo lOOPiund geiuidn nckrürlick alle TuSfffl&renben: benn ihre Leistungen — und diese i waren gerade in dem letzten Konzerte auf eurer Lohe, wie vielleicht i noch nie vorher in unseren Konzerten — haben naturgcniaB । nicht die verdiente ©eiennttrnrfurig aus die ^orer. Vielleicht । wird es möglich sein, in der einen oder andern Richtung in Zukunft noch, wenn auch in beschränktem Maße, Benerung Ku beroirtm; wir werden, wenn sich dies ermöglichen täfel, das Orchester bis an die Schranke vor dem ersten Parkett vorschieben und das Dirigentcn-Podium in der Mitte der ersten Parkettreihe ausstellen. Aber wir könnten nicht befürworten, erhebliche Geldmittel daran zu wenden, um durch besondere Einrichtungen die Abhilfe zu versuchen, da die grundlegenden Verhaltmsie schlechter dings doch nicht geändert tverden können. Hierher rechnen wir die Tatsache, daß uns nur eine Breite von ca. 9 Meter zur Verfügung steht, so daß der L^chcUerkorper notwendig bei der Aufstellung eine viel zu grofec rose erhalt, bei Choraufsührungen macht sich das natürlich noch fuhlbarn. Das Ganze ist eben zu schmal und zu tief. Dies Gebrechen lacht sich aber in keiner Weise und durch keinerlei Einrichtung im Stadttheater abstellen Wir müssen damit rechnen und es cmlt- tveilen ertragen, so sehr gerade hierunter alle Mitwirkenden leiden. Eine Aufstellung des KonzertorcheHers un Orchesterraum in der Versenkung verbietet sich aus musikalischen, wie rcunv liehen Gründen. Der ganzen Kompositionsart nach gehören bei Konzertwerken vor allen Dingen Orchester -und Ehor so dicht yufammen, als nur irgend möglich: das Ganze bildet hier einen musikalischen Körber, der nicht auseinander gerisien werden darf, weil sonst die gegenseitige Anlehnung und Fühlung verloren ginge: dasselbe gilt in den Konzertwerken, bei denen em oder mehrere Solisten besehäfligt werden müssen, auch lie mupen in nächster Fühlung mit dem Orchester gehalten werden. Räumlich ist es aber schlechterdings unmöglich, 40 und mehr Instrumente in dem versenkten Orchesterraum )o unterzubringen, das; sie die erforderliche Bewegungsfreiheit noch beiden: das Orchester aber schwächer zu besetzen, geht bei ^onzerttompoiitwnen nicht an, mag man bei -Opern sich auch vielleicht daourch etwas helfen können: die Oper darf auf die Mitwirkung all der szenischen und dramatischen Elemente rechnen, die den Zuschauer über musikalische Schwächen leicht hinwegtäuschen. Bei alledem aber müssen wir in Rechnung ziehen, dafe hier in Gießen gegenwärtig lein Raum ist, der dem Theater aly Raum für O r chy st e r kon z e r t e b e b i n g u ngs los v or- zuziehen wäre. Für die großen geiftlichen Ehorwerke^ iteht uns in dankenswerter Weise die akustisch hervorragende «tadl- kirche offen: wir würden cs ganz besonders banfbar begrüßen, rcenn von mastgebenber Seile auch bte Ausführung sonstiger ernster Orchester- und Chorwerke in der ^tabtiirdje gestattet würde. Einstweilen aber käme nur die Valle des nrnoeremy in Frage: neben ihren akustischen Vorzügen — vor allem sie- stattet sie bei einer Brei le des Podiums von 14 Meter eine reguläre Aufstellung von Orchester und Chor — hat lie leider i gegenüber dem schönen, gut eingerichteten, bequemen unb mit - Recht allgemein beliebten Zuschauerranm des Theaters so schwere • Mängel, bafe ntr uns nur m Rvtst'llen rntiri’heßen tonnen, (ScricbtsfaaL GIF en, 12. Nov. Der Jugend-Gerichtshof oer- rnfte die 14 jährigen Lampenputzer Rosseck und Bengel, die 1' 12 August d. I. dem gleichalttigen Czeoh mit dem Schlauch ;lrt 2rurfleitung den Bauch ausgepumpt hatten, dis er <(tarrt war, zu einem Monat Gefängnis. ' Zittau, 12. Nov. Der 25jährige Kutscher Vetter, der -- uneheliche dreijährige Tochter durch vergiftete Schokolade . '.ret hatte, wurde zum Tode venu teilt. Mastlämnier und jüngere Masthammel 35—36 S cb iv eine. Bollsteischige Schweine bis zu 2 Zentner Lebendgeivichl 2 56—o8 Vollfleischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht 56-08 Vollfleischige Schweine über 2VZ Zentner Lebendgeivicht 55—56 Fettschweine über 3Zentner Lebendgew. 55-56 Eingesandt. etorm und Inhalt aller unter Vieler Rubrik stehenden Artikel Irnunmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Wir erhaüen folgendes Schriftstück zum Abdruck: Giefeen, 42. November 1909. (,< ben Bauverein, G. m. b. D- zu Händen des Herrn Oberbürgermeisters Mecum^ er« bem Bericht über das 1. Orchesterkonzert des Giefeener »-^ertvereins im Stadttheater, sowie in einem kurz darauf • miebener Anzeiger" erschienenen Bericht über ein Marburger ' '^tw?rm über die akustischen Verhältnisse des Stadtt Heaters ; Aterungen enthalten, die den vereinigten Vorständen des , .Im« Konzerwereins und des Akademischen Gesangvereins anlassung gaben, in gemeinsamer Beratung ru der Frage : 4(ung zu nehmen. Wir gestatten uns. Ihnen hierüber zu ' .-fiten und beabsichtigen, diesen Bericht auch der Oefsentlich- , i zu unterbreiten. „ „ . . . Zunächst legen wir Gewicht darauf, festzusteNen, day unsere «stände sowohl dem hiesigen wie dem Marburger Bericht fern : fcn- diese Berichte sind ohne unser Vorwinen gefertigt und Lienen, auch zu dem Marburger Bericht hat der Vorstand TC Anregung gegeben. In der Sache müssen wir aber,, wenn <5 nicht ohne Einschränkung den Bemerkungen über die akustischen hältnisse des Stadttheaters — immer nur, was bie Ber- f-nltung von Konzerten in demselben anlangt — beipflichten. Ik-muschränken haben wir das einmal dahin, daß zweifellos viele « ätze vorhanden sind, auf denen man leidlich ober auch gut hort: Lm andern hängt zweifellos das Urteil hierüber von den An- n-üficn ab, die der besonbers rnusikaliich Veranlagte und Ge. - bete an den akustischen Eindruck eines Konzertes stellt. Cnen L, haben, nach den mts auch privatim gewordenen Berichten l’ii schließen, ganz besonders musikalische Hörer, die gewohnt I!ich hohe Ansprüche zu machen, besonders ungünstige Platze Ltie gehabt; wir werden nicht verfehlen, unseren Besuchern - ich Umtausch nach Möglichkeit entgegenzukommen. Andrerseits der dürfen wir uns nicht verhehlen, daß tn der xat bte: 3er- Haltung von Orchester und Chorkonzerten im ^tadttheater -n musikalischer Hinsicht sehr schweren Bcoenken begegnet, baß iein Notbehelf ist und bleiben wird, bts der zu erwarte,tdc icaalb au Abhilfe bringt. In erster Linie leiden darunter stollfleifchige, ausgeivachfene, höchsten Scdtachlwenes JO-42 VoUfieifchige, ningcre ......dd—db Färsen. ü b e. Voststeilchige ausgeinästete Färsen höchst. Lchlaeblwerles 40-44 Vollsie'schige ausgcmästete Kühe höchst. Sctitachtivertes bis zu 7 Zähren . . 3o—38 keltere ausgeiuästele Rühe und wenig gut entwickelte jüugereKühe u Färsen 30—34 'Dläßig genährte Hübe mib Fäisen . . 25—27 Kälber. unsere Konzerte in ihr zu veranstalten: bei großen ChoyuerDen werden wir das freilich nickst ivohl vermeiden können, ststange der Saalbail die ersehnte Abhilfe nicht gebracht hat. Wir haben daher im Gesamtvorstände beider Vereine bcichlonen, in diesem Winter die zdonzerte vom 6. 11. 1910 (2. Srchesterkonzert mit Wilhelm Backhaus! und vom 24. 11. 1910 2. Chor- und Orchesterkonzert: IX. Sinioni; von Beethoven i w i e a n g e Zeigt zu veranstalten und auch im Winter 1910 11 die beiden Lrchester- konzerte im Theater, sofern es uns überlassen wird: wir werden aber den Begvin dieser -wnzerte in Zukunft, auch schon am 6 11’ 1910 auf 4V$ Uhr ansetzen, damit das Theater unter allen Umständen um "7 Uhr frei ist. Mit ausgezeichneter Hochachtung! Für den Gesamtvorstand: gez. D r. K r ü g e r , D r. Spohr- Vorsitzender.______________Schriftfülwer. märtte. F C. Wiesbaden. D i e h h o ' - Vt a r k t b e r i ck t vom 12. Nov. Austrieb: Rinder m3, Kälber 172, Sckiake 45, Schweine 103. Tendenz: Rinder schleppend, Kälber schlevvend, Schote mittel- mäßig, Schiveiue lebhaft. '1)161» Tnrd)» p y pro 100 Pfd. schnittspreis Darmstadt 1901: Plakette Darmstadt 1904: Plakette Darmstadt 1908: Plakette FranKo - Lieferung Dauernde Garantie Zeichnungen und Vorschläge Kostenlos Grösste und !e?stungsfahigste Möbelfabrik Deutschlands. Konkurrenzlos in Bezug auf Preise, Schönheit der Formen und Qualität der Arbeit. Reichhaltigste und ständig wechselnde Ausstellung Kompletter Wohnungseinrichtungen in allen Preislagen. Sämtliche Räume, auch die einfachsten, von ersten Künstlern entworfen. Eigenes Atelier für Innen • Architektur Turin 1902: . . . Gold. Medaille St. Louis 1904: . Gold. Medaille Mannheim i907: Gold. Medaille BREMEN LUDWIG ALTER Hof - Möbelfabrik DARMSTADT Telephon 35 Grossh. Hess. Hoflieferant Kaiserl. Russ. Hoflieferant En gros En detail Export Gustav Kocvven. Ter Vorstand. iatt, wozu höflichst einladet 5 Damen. ..... ■ Wozu freundlichst einlabet ausgeführt von dem Tamcnorchcster ^Frühliugskiudcr" "* Herren. S eemannsheim. 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