"jschäditin BeiU'J':-: i M dH kaust mtut ck SUI * Farben*^ i unb in Sei Miet» e. Pinsel, Leinöl olineam etc. in k »rmauia-DrogeTk arl Seibel irter Str. 39, Sefa&nl tzLidm-ÄMeMtiL nö ^W* weit unte* . i| nistra*86 1 rinac meine S»ie. in cmofeolcno- rassaw ickwnriwi MAM toensa®? [iehlt iE U V - obert Stuhl ,r beim Hin. '"sbesondere 1 »Eintracht« den Herren ;e,ne". sowie '«“sserungen ntitrt »OB i beste Waschmittel M Paket 15 Pfg, Nr. 87 Erstes Blatt ISS.Jahrgairg Donnerstag 15. April 1909 Der Oletzener «nzttger _ Be»uaSvretS ssassslAl?AiiAI* IITT?AinAr—«- dlattfürdenUreisSiehen i VJ$ LJä M Effi W W W k|| 6S W diePostMk. 2.—viertel- (Dienstag und Freitag); MM Wl MjL W M WL « « W& H M & W vÄ W Ü-) Lj «T W jährl. ausschl. Bestellg. General-Anzeiger für Oberhessen MM Annahme von Anzeigen V i I Vf u. Land" und „Genchts- bis DormW«^"Tut," notationsörud unö Verlag btt vrSheschen lhtio.=Be*. an» Sfemötudtref R. rang«. RtOttftion, trpeöttion und vruckerei: kchulstrahe 7. Nci'g°ntZ?^B-L Vie neue hessische wahlrechisvorlage. Die in der Thronrede angekündigte neue Wahlrechtsvorlage ist den beiden .Kammern angegangen; sie enthält, roie die Vorlage des vorigen Landtages, Drei Gesetzentwürfe, nämlich: 1. betr. die Abänderung der Artikel 67 und 75 der Verfassungsurkunde des Großherzog- tumS Hessen; 2. betr. die Landstände; 3. bett, die Wahlkreiseinteilung. Unter diesen Vorlagen interessiert natur- zemäß am meisten der erste Gesetzentwurf, da eine Verständigung über diesen die Basis weiterer Verhandlungen über die beiden anderen Gesetzentwürfe bilden wird. Es haben ja auch die Verhandlungen in den Ausschüssen der herben Kammern auf dem vergangenen Landtag lediglich sich auf die Verfassungsänderungen beschränkt. Die Regierungsvorlage lehnt sich bei dem Gesetzentwurf «bet die Abänderung der Verfassungsurknnde «n den Glässingschen Vorschlag des 33. Landtags an. Die Vorlage bestimmt, wie nach dem gegenwärtig geltenden -Hecht, die Vorlegung des Finanzgesetzes mit Hauptvoran- jschlag an die Zweite Kammer. Zunächst ist wiederum die vertrauliche Besprechung über das Budget zwischen den Ausschüssen beider Kammern vorgesehen, worauf jede Kammer zur selbständigen Beschlußfassung über das Finanz- sh'setz und den Hauptvoranschlag befugt sein folL Die örfte Kammer hat ihrer Beschlußfassung die ihr mitge- ^eilten Beschlüsse der Zweiten Kammer zu Grunde zu legen, nie soll auch berechtigt sein, über einzelne Teile des Haupt- rV oranschlags und des Finanzgesetzes gesondert zu beschließen. -Hefe Bestimmungen sind bereits in der Regierungsvorlage ^es 33. Landtags und dem (Glässingschen Vorschlag enthalten. Finden die Beschlüsse der Zweiten Kammer zu dem mdget nicht die Billigung der Ersten Kammer, so soll das ssinanzgesetz mit .Hauptvoranschlag zur nochmaligen Bera- mg und Beschlußfassung über die dissentietenden Punkte an die Zweite Kammer zurückgehen. Insoweit nunmehr eine Verständigung noch nicht erzielt ist, soll die Erste tornnter sich nochmals mit den Beschlüssen der Zweiten Kammer befassen müssen. Tritt die Erste Kammer nun- ivieht nicht bett Beschlüssen bei, so sollen, wem: die Zlveite ftammer nicht nachträglich den Beschlüssen der Ersten Kammer zustimmt, die noch nicht durch übereinstimmende Beschlüsse der beiden Kammern erledigten Punkte nach der Beschlußfassung der Zweiten Kammer in das Finanzgesetz eingestellt werden. Dieses so entstandene Finanzgesetz sol! d ann der Ersten Kammer nochmals vorgelegt werden, die nunmehr nur int Ganzen annehmen ober ablehnen kann. Hierin unterscheidet sich der Regierungsentwurf von c m Glässingschen Vorschlag; die Zahl der Rekommunika- Honen ist begrenzt, während dies in dem Glässinschen Vor» jLlstag nicht der Fall ist. Diese Begrenzung erschien im Qinblick auf die an das Scheitern einer Verständigung beider Summern geknüpften weittragenden rechtlichen Folgen ge Men, da es an einer Instanz fehlt, die bestimmt, wann d-ie Verständigungsversuche als gescheitert zu betrachten sind. Weiter trifft der Art. 67 Ms. 4 der Regierungsvorlage Bestimmungen bezüglich der Durchstimmung in einer ge ^einsamen Sitzung beider Kammern unter dem Vorsitz des Mäsidenten der Ersten Kammer über das Finanzgesetz, jalls die Erste Kammer das Finanzgesetz in der ihm von d>rr Zweiten Kammer gegebenen Fassung ablehnt. Ent- fernes Feuilleton. — Das populärste Tier des Zoologischen Gar- t ins in Fran kfurt a. M., das etwa 9jährige, seit fast 6 Jahren hier lebende Orang-Utau^Weibchen T r u d i, ist nach Icngcm Leiden am Dienstag nachmittag um 2 Uhr verstorben. Cn: Zoologische Garten erleidet damit einen schweren Verlust, den altzuwenden nichts unversucht geblieben ist. Weder die von dem Kiesigen Institut für diätetische und physikalische Behandlung der Herren Dr. Schild und Tr. Bär mit dem transportablen Röntgeu- aioparat rm Garten vorgenommcne Durchleuchtung und Aufnahme, u-xf) die von Herrn Dr. Jassoy angeführte Harnanalyse, mich die lUittersuchung des Kates gaben irgendwelche Anhaltspunkte. Der Kranlheitszustand, der Anfang Januar mit Störungen im Geschlechtsleben des Tieres begann, blieb den Pflegern sowohl wie rachlreichen zu Rate gezogenen anderen Tiergärtnern und Aerzten rätselhaft. Der sonst so gute Appetit ließ mehr und mehr nach irib das kraftstrotzende muskulöse Tier magerte völlig ab. Die Üiirnahrne irgendwelcher Medikamente wurde entschieden verweigert. > Seit ungefälp: 4 Wochen wußte man, daß jede Hoffnung auf iBttimg ausgeschlossen war und tonnte der armen Kranken nur Balingen Tod wünschen. Die am Dienstag nachmittag in dem ; Mundlichst zur Verfügung gestellten Sezier-Zimmer des Sencken- bi.cgischen Museums durch Herrn Oberarzt Dr. Bette vom Patho- lcigisch-Anatomischen Institut vorgenommenc Obduktion ergab als Todesursache einen geschwnrigen, verschorfenden Dickdarmkatarrh durch den der Wurmfortsatz besonders in Mitleidenschaft gezogen w-rden war. Alle anderen Organe erwiesen sich als durchaus gttfunb. Von Tuberkulose, die sonst säst alle üt Gefangenschaft texiindlichen Menschenaffen hinrafft, war keine Spur festzustellen, cui Umstand, der im Hinblick auf die Käfignachbarn, den munteren MbonLizzi und den prächtigen ausgelassenen Schimpansen August, tetr sich täglich mehr die Gunst des Publikums erwirbt, besonders iu begrüßen ist. Trudis sechsjäl-rige Ausdauer bei der sorg- iöi.tigen Pflege des hiesigen Gartens ist einer der besten je mit L°wng-Utans erzielten Haltungserfolge. Neuere Versuche, die Darauf hinausliefen Orang-Utans zu afflimatifieren, in der Hvff- itung, sie dadurch länger am Leben zu halten, endeten mit Tuber- Euloic und baldigem Tod der Versuchstiere. Der Kadaver Trudis fc in ben Besitz des Offenbaäier Vereins für Naturkunde über- jejangen. — Ludwig Barnay hat, wie er ans Nionte Carlo tele- mtphisch mitteüt das Ehrenpräsidium der Deutschen Bühnen-Ge- .Msenschast nach 38 jähriger Arbeit für diese Vereinigung nieder- itetegt. Es handelt sich dabei um eine "Anfrage des Herrn Kirch u_ber Debatte bei der Karfreitagssitzung der Bühnengenossenschast, vä! sich jetzt die Mitglieder des Bühnenvereins, die zugleich Ehren- imter in der Genossenschaft bekleiden, zu verhalten gedenken, nachdem „die Genossenschaft nicht mehr für den Bühnenverein existiere". Askanntlich hat Herr Nissen dieier Anfrage gegenüber zu vermitteln versucht. Trotzdem sieht sich Santa!) infolge dieses „Miß- .cMenSvotums" veranlaßt, „nach achtunddreißigjähriger ehrlichen scheiden soll hier die absolute Stimmenmehrhett; bei Stimmengleichheit soll die Stimme des Präsidenten der Zweiten Kammer den Ausschlag geben. Diese Durchstimmung will die Regierungsvorlage auch für den Fall feftlegen, wenn eine Kammer von vornherein das Finanzgesetz nebst Hauptvoranschlag im Ganzen ablehnt. Diese Bestimmung, die bereits in der Regierungsvorlage des 33. Landtags enthalten war, entscheidet die insbesondere während des Wahlkampfes des vergangenen Jahres erhobene Streitfrage über die Möglichkeit der Durchstimmung bei Wlehnung des FinanzgesetzeH durch die Zweite Kammer. Der Art. 7 5 der Vorlage ist der gleiche, wie der Art. 75 der früheren Vorlage. Die Durchstimmung über ein Gesetz soll bei wiederholter Mlehnung durch eine Kammer möglich sein; zur Annahme des Gesetzes besttmmt die Vorlage eine Zweidrittel-Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Der Gesetzentwurf betr. die Landstände unterscheidet sich von der Vorlage des vergangenen Landtags nur durch die Beifügung einer Bestimmung zu Art. 7, die dem Reichsgesetz vom 15. März d. Js. über die Einwirkung von Armenunterstützung auf öffentliche Rechte entspricht. Die Vorlage sieht die Einführung des direkten Wahlrechts vor. Die Erste Kammer soll vermehrt werden um einen Vertreter der Technischen Hochschule in Darmstadt, 2 Vertreter des Handels und der Industrie, 2 Vertreter der Landwirtschaft und einen Vertreter des Handwerks, die durch den Guoßherzog auf die Dauer des Landtags berufen werden. Die Zweite Kammer soll um 8 Abgeordnete vermehrt werden. Die Vorlage hält das Privileg der kleinen Städte Friedberg,'Alsfeld und Bingen aufrecht, billigt den Städten Darmstadt und Mainz je 3 und den Städten Gießen, Offenbach und Worms je 2 Abgeordnete zu. Aus den übrigen Gemeinden des Landes sollen, statt wie bisher 40, nunmehr 43 Abgeordnete — in jeder Provinz ein Abgeordneter mehr — gewählt werden. Die Kautelen sind die gleichen, wie in der Vorlage des 33. Landtags. Stimmberechtigt sollen sein die Personen männlichen Geschlechts, die zurzeit der Wahl das 25. Lebensjahr zurückgelegt haben, wenrgstens 3 Jahre im Großherzogtum wohnen, wenigstens seit 3 Jahren die Hess. Staatsangehörigkeit besitzen und die endlich seit Anfang des Rechnungsjahres, in oem die Wahl vorgenommen wird, zu einer direkten Staats- oder Gemeindesteuer herangezogen sind. Der letzte Gesetzentwurf, die Wahlkreiseinteilung hat sich für die Provinzen Oberhesscn und Rheinhessen bei der Einteilung der Be^ftrke an die Grenze Der Amtsgerichtsbezirke gehalten; bezüglich der Provinz Starkenburg nimmt die Regierungsvorlage Rücksicht auf ?ic von der Zweiten Kammer auf dem 32. Landtag beschlossene Wahlkreiseinteilung. * Der Finanzausschuß der Zweiten Kammer nahm heute vormittag seine Beratungen nach den Oster- ,eiertagcn wieder auf, um in erster Linie die verschiedenen im neuen Landtag eingebrachten Nebenbahnvorlagen ztim Abschluß zu bringen. Arbeit für die Genossenschaft das Amt als Ehrenpräsident niederzulegen. Den anderen Ehrenmitgliedern überlasse ich es, ob sie meinem Beispiel folgen wollen." — Die Briefmarkensammlung des Reichs- postmuseums ist durch eine interessante Sondersammlung bereichert worden. Sie ist ein Geschenk des Vereins der Briefmarkenfreunde in Riga. Auf einer künstlerisch geschmückten Tafel sind Altdrucke, Neudrucke und Nachdrucke der Briefmarken der „Lokalpost des Wendischen Kreises" vereinigt. Diese Post besteht seit 1862. Die Sammlung enthält Marken davon von 1875 bis 1903. Bis zur letzten Ausgabe sind die Aufschriften der Marken deutsch, dann russisch. , Die älteren 2lusgaben zeigen ein Wappen, die letzten eine Ruine. Außer Briefmarken sind auch „Paken- marken" in der Sammlung enthalten. Diese Sammlung ist bereits im Musertm ausgestellt; sie ist das zweite Geschenk für die Hauptsammlung. Die erste ist vor Jahren von dem griechischen Konsul von Amsteroam von Lehmaim gestiftet worden. Die Postwertzeichensammlung des Reichs- postmuseums ist die zweitgrößte der Welt. „ .—. Aus deutschem Herzen. Die jitzngsten pvlittschen ErergntUe haben Peter Rosegger zu folgenden Versen angeregt, die er im Neuen Wiener Tagblatt „Zu Ostern 1909" veröffentlich: Wir haben stets in allen deutschen Zungen, Oft bangend zwar, von deutscher Treu gesungen. Bis nnr in Wahrheit seh'n das große Zeichen, Wie Volk und Fürsten treu die Hand sich reiche«, O Herr Golt, dank, daß du iwch unsrem Sweben Das Hochglück rvahren Brudersiims gegeben. Mein Oesterreich, mein Deutschland! Ungeschieden Bringt deine Kraft den Völkern Heil und Frieden, Und schlägst du auch nicht zu, sei ohne Reue, Geivaltiger als das Schwert ist deine Treue. Es fenft in Ehrfurcht alle Welt die Fahnen Vor dir, du stolze Treue der Germanen! — Ein pvmpejanisches Mosaik von wunderbarer Schönheit ist dem Römischen Korrespondenten des Berl. Tgbl. zufolge bei der Ausgrabung eines antiken Hauses zu Palermo entdeckt worden. Es ist zwei Quadratmeter gwß und zeigt in der Mitte ein Medusenhaupt von ergreifendem Ausdruck. ‘ Die Wände des Gemachs sind mit einem Fries von Nymphen, Tritonen usw. geschmückt. Man sieht auch eine befestigte Stadt und Landschaften in der bekannten pompejanischen Art. — Eine amtliche Auskunft. Folgenden Bescheid hat eine Behörde zu Cosel in Oberschlesien auf ihre An sorge an „maßgebender Stelle" nach einer ihres Wissens verstorbenen Person erhalten: „Der oben Genannte, ist nicht gestorben, fottfcern int vorigen Jahre ertrunken " — Wer das herausgebracht hat, ist nicht dumm, es fehtt ihm bloß an Berstand. Die türiische Krifts. lDer Balkan will absolut nicht zur Ruhe kommen, kaum ist es gelungen, den Konflikt zwischen Serbien und Oesterreich, und damit die Gefährdung des Weltfriedens aus dem Wege zu räumen, da macht die Türkei selbst wieder, nachdent seit Einführung dev Konstittrtton die Dinge sich in bester Ordnung abzuwickeln schienen, den Diplomaten erneut schweres Kopfzerbrechen. Freilich ichcint hinter der glänzenden Hülle sich bad} ein etwas fauler Stcüni verborgen zu haben, vor allem mußte es einen etwas seltsamen Eindruck machen, daß das jungtürkische Komitee sich als eine Art Nebenregierung installiert hatte nnd den Gang der Politik vollständig nach eigenem Gutdünken beeinflußte. Solange dieser Einfluß in gutem Sinne ausgeübt wurde, mochte es noch angehpn., nach und nach aber entwickelte sich genau derselbe Terrorismus, wie er unter dem autokratischen Regime bestand, au die Stelle dm Beamtenmißwirtschaft trat einfach die Mißwirtschaft des jung- türkischen Komitees und es ist eine bekannte örfdjcinung, daß; jeder Druck auch Gegendruck erzeugt. Schon die Ermordung des Nedatteurs Fehmi war ein bedenkliches Signal; dieser Mann, der einst selbst einer der HauptflHrer der Jungtürken gewesen war und für diese Sache jahrelang im Auslande gewirkt hatte, trennte sich von seinen bisherigen Genossen, weil er es mit feinen ehrlick^en Ueberzeugung nicht über sich bringen konnte, deren eigennütziges Vorgehen weiter zu unterstützelt, weshalb er zu der liberalen Union übei-tcat. Weil inan seinen Angrisseu nicht zu begegnen vermochte, hat mau ihn dann schließlich von einem gedungenen VLordgcsellen aus dem Wege geräumt. Dies Zeichen erne£ bösen Geivissens hat zweifellos die Gegner des jungtürkischen Regimes ermutigt unb die schon seit langem schlummernde Gärung ist nunmehr zu hellen Fckammen entfacht worden. Es ist nicht das erstemal, daß religiöse Momente als Vorwände zum Sturze einer Regierung benutzt worden sind, und die von den Bienterem. ausgegebene Pawle, daß man den islamitischen Glauben gegenüber dem jungtürkischen Komitee schützen müsse, hat die Menge entfahrt. Lünen welch großen Umlauf die Bewegung mit Windesschnelb: angenommen hat, beweist der unheimlich schnelle Rücktritt des bisherigen Kabinetts und dessen Ersetzung durch gemäßigte türkische Regime vor einer überaus schweren Krisis steht, deren Ausgang sich nicht Voraussagen läßt. Es ist möglich, baß hie Reaktion siegt, den schlimmsten Fehler würde man aber von dieser Seite begehen, wenn man nunmehr die Konstitution wieder über den Haufen werfen wollte, bamit würde man eine Periode der inneren Zerwürfnisse herbeiführen, bei denen das ohnehin schon inorsche Türkenreich leicht zerfallen könnte. Die Türkei geht einer der schwersten Prüfungen entgegen, die sie seit Menschengedenken durchznmachen hatte. Vie ersten Anzeichen eines unzufriedenen Geistes bei her Garnison.äußerten sich, wie man uns meldet, vor etwa 14 Tagen! aus dem Astlaß der Dem'onstratwn der Hodjas gegen die Regierung. Ferner predigte die Geistlichkeit in den .Moscheen gegen! die Offiziere, die aus den Truppen eilt willenloses Werkzeug des jungtürkischen Komitees machten unb einen Einfluß auf den Geist der Truppen ausübten. Weitere Anzeichen waren die Meuterei der albanischen und arabischen Bataillone und der Dildisbefayung, sowie die Ernrordung des Chefredakteurs des „Serbesti". Die in den Truppen gärende Bewegung entging den Offizieren in den Stambuler Kasernen nicht. Die Offiziere unterrichteten vielmehr den Kriegsminister davon und dieser verständigte den Großwesir, die Regierung war aber bereits machtlos. Tie Bewegung toter erst für Donnerstag festgesetzt gewesen, aber die Führer der Revolution waren mit dem Gang der Untersuchung der Mordtat an dem Redakteur der Zeitung „Serbesti" derart unzufrieden, daß sie schon vorgestern nacht das Zeichen gaben. Die Bewegung ging von der Kaserne des Seraskerats aus. Der antentische Vorgang der Ereignisse ist folgender: In der Nacht zum Dienstag gegen 3 Ulm früh marschierte das vierte Bataillon der Salonikicr Jäger zum Platze „Sultan Achmed" und erhielt bald Verstärkung aus andeven Kasernen. Sämtliche Truppen tarnen bewaffnet an, aber ohne Offiziere. Gegen 6 Wr trafen einige Bataillone her Zildis^ Besatzung ein. Die Soldaten feuerten Freudenschüsse ab and brachten Hochrufe auf die Armee aus. Den Mittelpunkt ihrer Stellung bildeten das Parlamentsgebäube und die Hagia-Sofia. In der ganzen Umgebung sammelten sich ungeheure Volksmengen an, die sich mit dem Militär verbrüderten. — Tie Theologiestudierenden wurden von den Soldaten ausgefvrdert, fick ihnen anzuschließen. Kurz nach Mittag erschien feierlich, unter Glockengeläut und von den Truppen beschützt, vor der Hagia^Lofta ein Zug Ulemas, der laut Gebete hersagte. Um 2 Uhr traf die Marine-Jnfanterie mit klingendem Spiele ein. Gegen 3 Uhr nachmittags war die ganze Umgebung des „Achmed-Platzes" uw- zugänglich und in den Händen der Aufständigen. Zn der Pforte fand inznnschen ein Ministerrat statt. Der Minister des ZnnernI erklärte, der einzige Ausweg sei die Gesamtdemission des Kabinetts. Der Ministerrat beschloß in diesem Sinne und der Großdvesir begab sich Nach dem Jildis-Palast, um die Demission des Kabinetts zu überreichen Die bis gegen Mittag znrückbleibenden Minister hielten inzwischen einen neuen Ministerrat ab, dem der Kannnev- Präsident Achmed Riza beiwohnte. Nach langer Beratung erkannte man es für notwendig, daß der Kanuuerprösident demissioniere Ter erste Sekretär des Sicktairs in der Kammer verlas ein kaiserliches Jrade, m welchem die Demission des Kabinetts angenommen wurde und die Besolgung des heiligen ^Scheriatgesetzes betont wird. Anwesend waren etwa 60 Abgeordnete Um 6' . Uhv wurde ein neues Jrade veröffentlicht, das den Botschafter pr London Tewnk Pascha zum Großwesir und den Marschall Ebhent P-pcha zum Knegsmmnter ernennt. Die in der Kammer amoesen-. den Abgeordneten hatten inzwischen den Abgeordneten für Berat, htm Albane,en Ismail Kemal (liberal znvi Präsidenten gciuäMt In der Nacht wurden aus Skutari Truvveil über den Bosporus gelebt, tvas zu dem Gerücht Anlaß gab, die Garnison von Adria- ■W Mnner stärke von 15 000 Mann emgetroffen uni» nnt den Mifttandychen in einen Kampf verwickelt. Lang an haftendes FreudenschietzLn vermehrte die Zahl dev seiisationelleti Gerüchts begingen gestern die Eheleute Ludwig Adolf bat Fest der an zu tun. Die neue Reaktionäre unter nissen stehen gar nübt." wurden vorgenommen. 3. Berbandstag des t^ewkrtvereins der Heimarbeiterinnen (vrl. Margarctr Bc hm, dr. vaupworn'.' nden des ixiDcrtDerem: waren, ivorden. anözeichnnngSkreuz für Krantenpflcge in Silber verliehen. - Das Ehrenzeichen für Mitglieder ! retro. Feuerwehren wurde verliehen durch Allerhöchste Ent- schltetzung 3. Ä. H. des Großherzogs dem ftarl Diehlo mann zu Nidda und dem Karl Nuppel zu Nidda. •» Nach Afrika. Tr. Ernst 'Henning von hter, em geborener Niddaer, bat sich int Auftrag der deutschen Tiämanten-Äesell schäft zu Berlin nad) Südafrika werden. «u.luu.| ” Preisgekrönte yundeznchter^ Aus der In der Diskuü'ion i internationalen blinde "Ausstellung in r. utseldorf ergteu tictnhänbler August Schwa u hier bet starker ftont.irren« für ferne beiden rauhaarigen Pinscher ■> erste und 3 Cbren- preije: desgleichen Bahnhof-restaurateur Nremanu für feine deutsche Dogge „Aesow' einen ersten Ehrenpreis. = Rletn-Üinben, 14. April. In voller Rüstigkeit und ICH'- die itflücntidM- Almute Daö Publikum, das sich in einigen hunb.rt ('Rubeln l>ci der Kaisenackr inttesunden hatte, brockte dein >tnt5rnxt n ?oheii-ollem" umkreiste. Da-' H>ro.ujnun brachte u. a. den 3aitg an Aegir, Einzug der Gatter in '^alhnll mm Leugners RHeiUgold, die Kuvertüre zu den Meiste, ' iiuarni von N Wagner unb die ungarisch- Napsobie von Liszt. Reben der Kapelle der „Dohenzollern" spielte abioechselnd mit dieser eine italieiiiidv Mapclh- Diese spielte »um Sdilnß die deutsche. geregelt werden. . . t . Pon englischen Blättern seien die Times erwähnt, -ton I i- jht Wir lobi n immer auf die T-edler dc-5 Kabinetts ’ n Einigkeit unb Tortschritt liingewicsen, aber wir bedauern den Jusatmnenbrnch inner Bartei, die der Türkei grove tienue gcjI und die bestimmt schien, noch mehr ,» tun ti- neuel nn • in du Land nimmt, politisdsen und religiösen licattionarc imtm- worsen. Wie weit dieser Einfluß aber reichen wird, laut ltd) für den Augniblick uod« nicht i'.bersebrn Wir haben Vhilah, zu glauben, daß die Nach-'olger des siMgturlischen ftntmtettC' ver judyn tverden, eme Verständigung anuibnbncn. .... Okin» iinvmdwint ist wiederum die Haltung der r it 1 f 1i d) c n I Press,- ,,'j; o in o i e W r e m < a" bennßt and» diese öelcgrnheit, um Deutschland einen sesten Hieb zu erteilen, das natürlich schuld an den Ereignissen trägt. „England kann der -störcnirieb nicht n 'iische Blatt, ..da es 'clbst bic Mcmftitnhtm in der Türkei einsülircn hals, um den beiitlcben Einsliiß au paralnsieren. Doch ist ersichtlich: England erleidet mehr an Einfluß. Sehr möglich, daß wir vor großen Ereig nissen stehen Wenn demnächst Oesterreich salonih beseht und Bulgarien gegen die Türkei dirigiert, wobei es möglickc-rwcnc MnnitnutinoiH-l cinninnnt, wird es Nußland unb England ge ineinfam babu vielleicht ebenso ergelien wie in Persien. Das war,' CÜU- nette (^eidiidrte' Tod» die Ereignisse warten nicht. Ncticki sagt: „Vielleicht haben die nuucnblidliehen Vorgänge keine be- dentungsvolleren oiolgeu, doch wäre da:- '.'lnfrolhni der orienlali' iiln'tt in ne in ihrem vollen Ilmsange nicht ansgeschlosieit. Europa iß ireilitb daraus nicht oorbereitet, Rußleutd idwn gnnA und Politifdic Cagcsütaw. Ta? deutsche Naiferpaar in Venedig. Der deutsche Kaiser, die Kaiserin unb Prinz Oskar von Preußen und gestern mittag in Venedig eingetroffen. Zur Begrüßung des Kaisers und der Malierin hatten sich auf dem Bahnsteig einacsuudcn der Präfekt, der Bürgermeister, die spitzen der italienischen Beliörden. sowie der deutsche Konsul Rechsteiner, ferner der alieft und bi- Tiirstin Bülow, Donna Laura Minghetta, ber i A-ürfl au Am viten l- >i. bei deutsche Boli chatt er in Nom, ’^taj '.Viohen;ollern" erfolgte in einem Nudei^g burd» den Eanale Granbe Auf bei A-aln t wurden die Majestäten von bem Publikum, anmalt tätig. • h Frankfurt a M , 14. April Tw engI " ck - S t u d i c n kv m m i s s i o n . die seit Ostermontag tn * furt weilt, rourbe denke offiziell bitrdt die Stadt i mpianpH* S'cute nachmittag roerben der Ostkafeu und die vmuf ' b<-' Älttenbaiigescllschaft für kleine Wohnungen in der korf end st raße besucht Am Abend ist Avfchtedsefsen nn -»om Schivan - 2er aus Böhmen stammende 31|äbriflc Alfred Wirschnitzcr hat gestern abend n der Ä»0 jcbrtft von Banne in der Bergerstraße seine J*habriflc Agnes in der striche überfallen und burd> einen 'wIl« stich ins (Kenick getötet Es liegt ein Nacheakt wr, * ca btc ^rau mit der ehelichen Treue nicht sehr gen« nahm Ter Täter wurde sofort verhaftet. " m leine Mitteilungen aus Hessen und de» Nachbarstaaten. 2er Borschlofsrr Georg M! a s e r ous^- r thg.-n wurde m der NaaUichen vauptwerkst^ne I Trans von mes Wagens auf die 'dnebbubne von «new w®' riMImoen Wagnt erfaßt tmb ;wi'cken die BuHrt v onuN. TM < wurde schwer verlebt ms Krankenhaus transportiert " hüt außer anderen B^rtenunaen 4 Nwoen aorodK*. 7*" Weinheim 'tarb die älteste Einwohnerin, br Akna^. st.irol'n.- X)tnAC eie bat ein Alter von 1 00 I a hr e n "?onaten erreicht lprinrick «o n f 2 ,o Erainfelv ,um Beigeordnetem a " — I Monopolen. . . v . t ) I Aus S ü d a ni e r i k a. Wie out Telegramm des Blattes I giacton* aus Llsuncwn meldet, nahm der Senat von Paraqnan J beit tz'e'etzeiitivur, an, der die Auinahnie einer Anleihe von 140 Millionen Mark vorschlägt. — Ter „Köln. Ztg.' wird untci Jbem gestrigen Tage au8 Nero-Yorl tel Meldung nutz i^minaquil entdeckte die Negierung eine Verichwovnng. । die den Präsidenten Alfaro stürzen sollte. Zahlre,d)e Verhaftungen xNcrt Tr Neunrng imrh aus her Ervedition von einem Arzt und einem Neckt- kundigen '"behufs Ab'ckließunq von Xlanb kauf Verträgen mit den Eingl bort einigen Jahren unternahm Tr. Neuning schon einmal eine ähnliche Reise nach Indien. • * I m S oTof f eu m i" heute "l b f chie d-- v o t ü e I [u n fl de-> Schmii^-Precluelschen stolner Burlesken En sembles, sowie der anderen stünstler, woraus wir alle Ireunde urwüchsigen ^nmors Hinweisen. •» Auf zum Turnen. Mil dem Schlüsse des schul- Jahres ijt jür manche «naben die schöne 3eit vorbei, in ber er mit gleichalterigen X'nmvrabeu die freie Jett beim 2biet verbringen konnte. Jetzt kommen die Lehrjahre, ui denen ber weitaus größte Teil des Tages in der Werkstatt, der Iabrik, der Sckreibsnibe oder im Laden AUgebradit werden muß. In dieser Jett, die mit der Entwicklung des menschlichen storpers so eng verbunden ist, ist c - doppelt wichtig, daß die Hingen Leute nack der meist einseitigen Berufstätigkeit die ,VierabenMninbcii richtig, d b. ihrer । c sundheit dienlich, ausnu^en Es ist deshalb eine sittliche Pflicht der Eltern und Lehrherren, dahin zu nnrfcn, daß ihre Pflegebefohlenen durch korverlid>e Hebungen ihre straft und ("eiunbbcit stck erhalten und starken. Mögen alle den Zav beherzigen, dessen Nichtigkeit schon im Altertum er | i tft: , Rur in einem gesunden .' örver kann 11steift ui stählen, bietet fick heute in allen der Tentscken iTurnerichaft angehörigen Turnvereinen 4 ^ahmi gestorben Der Verblichene, em Moiburger Kind, roc'. lange Jahre in Tner, Nordhausen und Aachen als Staat»« 3n Dirkkichkeit flut fernrrfti '»muin Awckckeu b*n ^nrtnm itaf gc^'niyii. bi m*t beut Errickieu Dur (har? tum/aen ;u fen* idvi Ta« Mach! bei Iu natürken rtebeint uölljnl geb ro (f>c it Außer Achm«-o .'h'’^a sind mick d-' NcvakUur > ? „Txnrvn", Hwsem Dfahw, wtme der Abg. 'ronen nir satonik, I Djirvib, geflüchtet Es verlautet, daß beide in den Botickanr7- I Schick gesucht haben. Das neue fefrbinett ist gen rn gebildet morOcu. btc omaelli | Liste lautet: lstvoßroefir Tewtik Pa cha, Inner,'« imerinniti ch Mil-Bey, Serxtq ; Edhem Paicka, s”ü»tme: Emm Poicka, nxrrtigeS: wie bisher ^Riraot Pascha, öanbei. n>tc bibber 'E tnrmfcran, Justiz: vm'san Ichrni Pascha, Finanzen: Auri Bev. abe Gestern abend war Pera fast vollkommen rutwq Das Lchieven hotte aufgebört und bic Straßen boten das gewöhnliche Bild. Di? Iruoixii betäuben sich wieder in ihren stasernen. tagsüber ereignet« sich mir wenige Zwischenfälle, bei denen einige BerJ lehmigen vor kamen. „ ben Betrachtungen der Presse über die Konstantinopeler Vorgänge beanfmuch-n die der Pariser Presse besondere Beachtung. I Der „Siecle" schreibt: Wir hatten m der letzten Seit trat Bedauern > ««-sehen, wie der o st e r r e , ch i s ch - d e u t s ck e E i n f l u ß in Kow- itantinoDcl von neuem mächtig wurde, aber wir beobachteten der Neiormregierung gegenüber eine große Zurückhaltung. >>etzt be steht bider moralische ;-hüang nicht mehr. Ujnc gegen bie^ urrei irgendwelchen Tadel zu erheben unb ohne bic türkischen ^staats- männer, welche sich der Tripelentente nähern möästen, irgendwie entmutigen zu wollen, kömten wir sagen, daß wir nunmehr oje Hände irei haben. Für uns bari nur das xsnfereiie Frankreichs maßgebend sein Das ,,Journal des Dlckals" verlangt, daß man unter ben gegenwärtigen Umftanbru nickst mehr länger Ivgere, Bul-- garten die gewünschte ('kmugtiiung zu geben und teine Unabhängigkeit anzuerlennen. Man dürfe iid) nicht bei protoiollarnchen Formalitäten aufhalten, die Detailschwierigkeiten könnten l Da ter ber >vm«Tbeitrrnnr- Druckt an ds. dieser ju semenr dritten Ber I in die deutschen Turnvereine. f€. Re Anzeige de ’Wtm. Mna’ nae m > "Jiiiker Trestsäien zu Berlin uuammen. Als Turnvereins 4. ?. .. ..n r Pachter ornmni Naäi ser Bearußunasanivracke ourck ,rrl .Oqn[ unirde, hciuibet iick auf dem "vsgr der Beiierung Belrrn :n;b?nzte ^rhr v Berlep'ck. ber Voriitzeno i»er "x I -.n^öpe zu der Tat gehen aus dem dinterlafsemu Briese i.Uidk’*: hir Sonnst fleuvm nair.m* btrrr «etetttwan oeni^rvor handelt fick um eine nicht ohne .'eolgen gevli.l>ene "r-ckienenen be> B?illkonimens '.wen >. ^<^0111^1. j Transport des xxnait in die ttlinik er »ur» Mt.8cim.trfcum««ii >E -'olfue furch bir -reuvilhqc 3.uitta: tolonne. bic Hd> bet foiien Borkornrnnisfen stets in den Dienst der All gerne mheit S't-K.]’'.-; 11 ngKgUrv;u“nwcken' Vn-nithdi imirk-n b-t mat ’• Strümpfe gestohlen hat_ geformt am hellen gebenden Instanzen baio nut den gegenwärtigen geietzlicken Ju Uihttag aus einem Abarten am Großen c-teiniveg eine mefige ständen zugunii.n der Heimarbeiter nnen b echen^ ’.ad) E' 1 gericktsdetannte P.'rfönlickleit. Die Ermittelung des ^.aterS lebigung geicka'tlicher .Ingetegenben n refeneri Lberrcgicrung« lfr;olalr rajck, bciB man die Strumvfe noch naß der ihm rat Dr Bittmann Harlerub«: über ..vcimadruergmewebung lyorfänd Im Ämckluß hieran legte die Voriitzeno. eine Setolulioni \ ria[[ RackDa« Gießener Gutachten im ”rr ^nXfeluunnai in b« »mriraee ein: VlorbproScB «ade m, n b. ,^dj. ätg.'; ** Reform ber .\? gesundbeit willen cncrgu'd) iorbern wird." — dln bic flvnerin wurde ein Ergebenbeitstelegrcnnin gesandt. . wurden bittere Mlagen geführt über bic flünfurrcnA m>n xamen, bic nur >)cmuirbeil leisteten, um ihrer Putziuckt au robnen. Die Resolution murb»' darauf einstinnnig ^angenommen. In der Nachmittagssitzung referierte der bcfamiic Sozial Politiker Proieiwr Tr Stande Berlin über Submi'sion und vennarbeit Er verlangte, daß Rcick, Staat und Gemeinden bei allen Einträgen an PrivattiMerneknnrr eine Arbeitersckutzklam'cl auistelUen, wonach die ortsüblichen Söhne imn Arbeitszeiten nnzuhalten und Der Anteil am (gewinn ber ^lidrranen'ttr bürte einen gewmen Prozentsatz nickt übersteigen .'trbeiten, deren ’OentcHung in ge fiMdheitlicher ober sittlicher Beziehung die Arbeiter gewhrdc, rolltiN nicht tu Heimarbeit vergeben werden. Nach einer längeren Diskussion wurden bann die Verhandlungen am morgen vcnagt. sildernenHochzeit. tz Rus dem Vogelsberg, 11 Avril Do» beste Mittel gegen die Heckenverbrcnnung ist jetzt eingetreten, Negenwetter. In der flarroodic war das .vetfentnier wieder zur Manie geworden. Tie volizeilicken Verbote der >?eckcnvrrbrennung kamen etwas zu ivat: bir -------------------I ken find ii'iedcr verbrannt tLie gm DCtma>CS «ezcp. .vedenfeuer sür die 111 ihrer Nähe befindlickeii halber werde» Die Aussperrung de r B a ukl e mvn er in »cr lin'Lynncn eiacn die Aaldbrände, die in ber Lstrnvoche au*- die zum Teil schon vor derAu^iverriinginbenAiisnan^ qcbrodien sind Turck brennende Sxdcn imb Busche wurden '^i'/ÄeichaLakn^r ^albbrän^ verursacht zu Nie^men Saafem Nu^- gescheiten. Die Arbeiter bestehen daram, daß sede Mkordarbe' tenrod n a. Wenn man auch ber entftanbnieu abgeschafft werden soll. h?err werden tonnte, ehe ,ie groveren schaden a irichtele». Prinz 'N oft von Sachsen, der vorgestern zuni Be-l,o offenbaren sic dock die Gefahr der .wdcnperbrrnminn suche am königlichen Vo-e in Dresden eintraf, ist unter Fieber- jugendliche .\?edcnDcrbrcnncr sind übrigens seitgestelll ersckeinungen an einem Katarrh der ueieren Luftwege erkrankt, der I morden und wc'rden wohl zur Anzeige gebracht werden große Schonung und strenge Bettruhe erfordert. I q ^ricbbcrq, 14. 2lpnl, Lehrer aus allen Teilen l.idun"d"°Lc°L- °o" d« »ci heilens trafen am gelingen 3. Dfiecfenetaq juiammen. um ÄfiffeiibeiirMiiiipettino für do:- Etbegebiet und die Westküste Int I ihren Abgang vom Lehreneminar gemeinsam 6u t igchrn. lands enthoben worden . zu seihem Nachfolger ist ber Fregatten ^uch die Realschüler, die 1889 die Realschule oerlaven hatten, laiwän Nieten, der bisher der Wilhelmshavener Marmewent fid) cm Stelldichein. ’n8e^d;iTe“"b‘nÄfübvu»« bcs 8 Itbr-Sabcn- =jciebbcCp. 14. 9(pri(. D.C EchUl.-Ich^. kcklusse- in Beilin hat der Verbrauch au elektrischen, Licht ab-1 (itäblifchc höhere Mcidchenschulei war im E-chuliam genommen. Die Elektrizitat-werke, die den Strom für eiditAmcrfc I uou jgy Schülerinnen besucht. Von den am 15. Mat rj. liefern, verzeichneten »m Januar cr. einen Rückgang »nn 600^»0l ^orhandencn 196 Schülerinnen waren 151 evangelisch, HilowaltftunOen gcaen bcu Verbrauch im Januar »onfltn J-br-S , Jr(ltf)oUjd) u|,b iflaclitiid); 147 waren aus Inedberg, 45 autz anderen hessischeti Orlen und 4 aus nicht, gsiichen deutschen Orten. Im normalen Alter standen 170 6d)ülennncn, 23 waren ein Jahr und 8 zwei Safjrc älter alß^ norma.. DaS Lehrkollegium bestand außer dem Rektor Oberlehrer Weißgerber autz 7 Lehrern und Lehrerinnen, sonne 3 Hilfo- in btt W'K A'-iit, xter- en« < •a Der '•men bau Ti den item «xä 1 ia vö «37TJC1 bet dc fm n Stti wr ■ed) aber int Freiem zu fitzen nm unmöglich WoU machte bet erste 5-eiertagnwrgen ein sominerlicke«. Gesicht: bei dein zmn ersten Male am Kriegerdenkmal stottsindenden Prvmenadetekonziwt un scrcr Stabtkapetlc sah man melyr Ariihiafyrs^ als Wintcrtoilctte Tomen in den tvpfarligen Strobl>ü,tcn promenierend, sogar der 3nltnbcr war vcrsdftctcn stick 'tottreten von Herren, die vielleicht dadurch mar Fieren moUtcn, daß sie aus der Cöroßstadt nur zum B,-suche hier weilten: dazwischen die aus Urlaub befindlichen Soldaten — wirklich „Friedberg toirb Großstadt" hörte ich von einem alten Bürger nrit Ueberzeugungsttcue sagen. Mittags setzte ein misangs gelinder Westwind ein, der all-- müchllch 'auch beit Abgehärtetsten zwang, den Aufenthalt im dreien aufzugeben, wenn man nicht in den nächsten Tagen mit Zahnärzten in nähern Verkehr kommen wollte. Und der zweite d-eiertag schloß sich seinem Vorgänger noch würdiger an: meine jüngste plädierte für ein Gewitter, meine Acltcste für Gdynce. fehlere behielt recht: sicherlich kannte sie als Tcrtiancrin jbie meteorologischen Verhältnisse genauer: denn nachmittags gingen, wenn auch in leichtem^Maße, Graupen nieder. Wind, Regen, <5onnensdyein war die Signatur des Tages, die nachts in einen heftigen Sturm überging. Wer dann das Glück hat, in der Nähe einer alten Scheuer mit nicht schließenden Läden zu wohnen mit entern bellenden Hofhund als Nachbar, dem lyelfcn weder Morphium, iiocft andere Schlafmittel. Tas ist, um Götter rasend zu machen. Gin Phlegmatiker bleibt liegen und denkt, alles nimmt ein Ende, ^er Sanguiniker macht seinem Herzen durch schimpfen Luft: der Choleriker geht in der Verzweiflung zur Tat über. Heute morgen lag mein Stiefel unversehrt nicht weit ton dem ruhenden Hunde. lAluch heute braust der Sturm!, begleitet ton Regenschauern: arnte enttäuschte Sommerwirte: desto besserer Wirtschaftsbesuch in der Ltadt. man will zu seinem Vergnügen kommen, sei es im Fretm ober ht der engen Wirtsstube, auf der Kegelbahn ober auf dem Tanzplatz; der Winterstaub muß raus; das Herz wird wieder iung und voller Hoffnung. Vertraunngstollev schaut nach langer Arbeitslosigkeit der Familienvater wieder der Zukunft entgegen, ijt ihm doch jetzt Gelegenheit geboten, Arbeit zu finden: mit welchen Hoffnungen sielst der ftranfe oder Genesende den linden Lüsten entgegen, welche endlich Heilung oder Linderung bringen sollen. lmb erst die Eltern: welche 'Hoffnungen setzen sie von Ostern an auf die Zukunft. Mit welchen Gefühlen des Schmerzes und bod} roteber toll gläubiger Hoffnung sieht Vater und Mittler fern’ stelleIteu vor dem Altäre stehen. 'Tie Konfirmation, sie bildet ben Abschluß der sorgenlosen Jugendzeit: jetzt setzt für viele schon der Kampf mit dem Leben ein. Berufe werden gewählt, vom Elternhaus in die Ferne muß der Jüngling. Wird er gut bleiben ? Wird er etwas Tüchtiges werden? Tas sind die Blicke der treuen Elternaugen. . Heute Konfirmation, heute in adst Tagen erster Schulanfang, Aufnahme der Kleinen in die Sckpile. Tort wie hier Jugend : dort wie hier die Sorge für die Zukunft und auch wieder die lehnende Hoffnung. Ganz wunderbare, rührende Bilder treten einem bei so einer Ausnahme vor Augen. Hier ängstlich sid) an die Mutter schmiegend, ein zartes Kind, dort ein rotwangiger Junge, frei um sich schauend: einige still lächelnd, viele zaghaft vor sich schauend. Ter erste Schritt ins Leben, die erste kurze Trennung tont Elternhause: mit welchen zärtlichen Blicken nehmen d-ie meisten Mütter von beit Kleinen Abschied, nichts vom Kamps im Innern sich merken lassend, und die mit Pillern Gruße sid) empfehlen, sie fühlen mehr und bangen mehr, als solche, die in großem Wortschwalle sich nicht zu trennen wissen. Wber nicht nur für die Kleinen beginnt ein neuer Zeitabschnitt: erst recht für die Größeren in den neuen Klassen. Mit welch!en Opfern werden in vielen Fällen die Söhne auf die Lehranstalten geschickt. Manche Polinnen rasch ans Ziel, bei andern stockt das Schifflem öfters, bei wenigen kommt es vor, daß Fährmann und Kahn ton den Lebenswellen verschlungen worden finb. Gott sei Dank sind es nur wenige, die nickst zum Äorbildc dienen dürfen: bei den meisten muß es fetzt heißen: „Mfgeschaut, Pflicht getan, fvet weg der Zukunft entgegen." UnLver-itäts-Nachttichten, he. Marburg, 14. April. Ter Lehrer der Zalmheilkunde und Vorstecher des zahnärztlichen Jnstitttts an der Universität Marburg, Privatdvzent Dr. meb. Paul Reich ist aus seiner Stellung ausgeschieden: an seine Stelle wird der Oberassistent am zahnärztlichen Institut der Berliner Universität, Zahn arzt Schell ho rat, treten und bereits zum bevorstehenden Som inersemester die Leitung des Marburger zahnärztlichen Instituts übernehmen. Sport. — Ost er -Fuß ball- Wett spie le. Ter Gießener Ballspiel-Klub 1904 spielte mit seiner 1. Mannschaft am l. Feiertag in Frankfurt gegen den Meisterschaftsklub der B 1. Klasse vom Ostmaingau, den Frankftirter Fußball-Klub „Alemannia" 11. Mann sch. >. B. K. Gießen zeigte in der ersten Hälfte ein schönes Nombinationsspiel seiner Stürmerreihe und erzielte auch bald das 1. Tor. Besonders waren es die Mitte und die linke Seite im Gießener Sturm, die durch ifjjr schönes Spiel das Publikum zu öfteren Beifallsäußerungen veranlaßten. Ballspiel-Klub ist fast in der ganzen ersten Hälfte etwas überlegen, erreidjte jedoch breiter nichts als 4 Ecken, die ohne Resultat verliefen. Kurz vor Halbzeit schießt Alemannia noch 2 Tore, während Gießen- noch einmal erfolgreich ist. Ta B. K. nur mit 9 Mann spielt, war die Mannschaft nach der Pause sehr erschöpft, so daß „Ale manitia", die vollzMig ist, nach überlegenem Spiel noch) 7 Tore erringen kann. Endresultat : 9:2 für Alemannia.' Am glcidren Tage beteiligte sid) der (Wcfiener Fußball-Klub 1900 an den Spielen um den Siilzmannschen Pokal, mußte sich icdochftchon im ersten Spiel, das ht Fr i e b b-e r g stattfand, dem Sportklub Bürgel b. Offenbach mit 7:0 Toren beugen. Arn 2. Feiertag fand in Gießen ein Wettspiel z was dien der 2. Mannschaft des Gießener Ballsriel-Klub 1904 und der 1 Mannschaft des Wetz larer Fußball Sportverein 1908 statt, das zugunsten Gießens mit 3:2 Toren ausging. töcrtcbtsfaal. J. S. Leipzig, 14. April. Vom Schwurgericht Allenstew war am 8. März der Glöckner und Fleifchermeisler H. Johann R o h r i g f ans Allenstem wegen Mordes zum Tode verurteilt, nachdem ein früheres, gleichiautendes Urteil vom Reichsgericht wegen eines prozessualen Fehlers aufgehoben war. Der Angeklagte hat seine Pathin, die 81|ä()rige Lehrerswitwe Katharine Dembski, ermordet und beraubt. Gegen das neue Urteil hatte der Angeklagte wieder das Rechtsmittel der Revision ergriffen und wollte nur Tohchlag fcftgeftelU wissen. Tas Reichsgeridit konnte aber keinen Rechtsirrtiun in dem Urteil erkennen und hat die Revision verworfen. Berlin, 14. April. Ter verantwortliche Redakteur des „Bert. Tagebl.", Sochazewer, wurde vom Landgericht wegen Beleidigung des K r i e g s m i n i st e r s v. Einem und des Ministers der Oeffentlicheii Arbeiten v. Breitenbach zu 15 0 9 M k. Geldstrafe verurteilt. Die Griindlage zu der Anklage bildeten zwei Artikel, die seinerzeit unter der Ueberschrnt „Herren von Zitzewitz" erschienen sind, worin die angebliche behördliche Begünstigung der Unternehmungen der Herren von Zitzewitz-Beswitz einer scharfen Kritik unterzogen wurden. Dcrmijcbtcj. * Die Wiesbadener Polizei als Musikverständige ist jedenfalls etwas Neues und auch „ettoae Lustiges". Zum Karfreitag hatte die Kurverwaltung ein großes Orgelkonzert des Orgelspielers und Komponisten Bossi aus Bologna angesetzt mit einem weihevollen Programm. Aber im letzten Augenblick schien, wie der „Frkft. Ztg." geschrieben wird, die Sache zu scheitern, denn die Polizei weigerte sich, die Genehmigung zu erteilen. Es stand eine Sonate von Nardini, einem berühmten mönchischen Komponisten, auf dem Zettel und natürlich auch ein Allegro — ein Allegro con f u o c o. Ein Wlegro con fuoco sei etwas Lustiges, erklärt die Polizei, und es bedurfte längerer telephonischer Auseinandersetzungen des Kurintendanten mit der Behörde, um das Stück frei zu bekommen. Das ganze musikalische Wiesbaden freut sich über den Vorfall, und die Verfügung der Wiesbadener Polizei ist in der Tat „etwas Lustiges". * Eine b e u t) d) c Lnftmannsschulc. Das erste Ziel, das der neugegrünbetc „D e u t s ch e Suf t flottenö er c in" verfolgt, ist die Gründung einer Luftmannsschule. Diese Schule soll am 1. Oktober in Friedrichshafen ins Leben treten und dort die Mannschaften für die Kriegs- und Verkehrsluftflotte der Zukunft in dreijähriger ernster wissenschaftlicher Schulung und praktischer Unterweisung ausbilden. Die Leitung der Schule wird in ben Händen des Generalleutnants von Nieder liegen. Die Zöglinge sollen nack abgeschlossener Mittelschulbildung und einem Jahr praktischer Arbeit im Maschinen- und Schlosserfach in die Friedrichshafener Schule ein treten, im ersten Jahre theoretischen Unterricht erhalten, im zweiten Jahre in einer Luftwerft arbeiten, und int dritten Jahre Luftfahrten in Atotorlustsckiffen uno Flugapparaten unternehmen. Hieran wird sich die Ableistung der Dienstpflicht bei einer Luftsckisfertruppe anschließen und uad) dieser, seine weitere Fortbildung fördernden Zeit, kann der fertige „Luftmann" in ben Dienst des Verkehrsmittels der Zukunft, treten. Hoffentlich wird die Schule bester sein als der furchtbare Name „Luftmaml". Kleine TageSchrvnU. Der zwischen Wiebelskirchen und Hangarb verkehrenbe Automobilomnibus stürzte einen Abhang hinab und wurde zer- t r ü m m c r t. Von 35 Fahrgästen erlitten 32 Bernbrüche, Kopfverletzungen und s-8crftaud)uugen. Der 38 Jahre alte Schuhmacher Leonhard Hi 1 p, der im Jahre 1896 an seiner 17jährigen Stieftochter einen L u st m o r d verübt hatte und zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt worden war, ist gestern aus dem Straubinger Zuchthaus ausgeb r o ch e n und spurlos verschwunden. In Landshut sprang gestern der bei dem Theatervariete „Bavaria" angestellte Entfessellungskünstler Riccardo Tip von der Luitpoldbrücke gefesselt in die Isar und verschwand nach kurzer Zeit in den Wellen. Er hat sich anscheinend seiner Fesseln nicht entledigen können und ist ertrunken. Seine Leiche wurde noch nid)t geborgen Im Kreiskrankenhause zu Köthen erkrankten 25 Personen unter V c r g is t u n g sc r s ch e inung en. Eine Person ist bereits verstorben. Ter Vizepräsident der Handelskammer in B o z e n, Forchemeyer, der Magistratsrat Colder und der Großkausmann Malknecht wurden auf einer Reise am Jdrosee von italienischen K a r a b i n i e r i als preußische Spione verhaftet und nach Monte Caffaro gebracht. Nach mehrstündigem Verhör wurden sie wieder frei- gelassen. Der französische Tiamantschwindler Lemoine, der im Juni vorigen Jahres geflüchtet unb in kontumlazium verurteilt worden war, ist gestern hier verhaftet worden. Er hatte sich nachts ziemlich unbefangen in verschiedenen Vergnügungshäusern auf bau Montmartre Herumgetrieben Seil seiner Flucht lebte er in Konstantinopel, Wien, Triest und London. Die vulkanische Tätigkeit in Sübitolien unb Sizilien gibt zu neuen Befürchtungen Anlaß. Ter A et na stößt große Menge Lava aus und dichte Massen von 'Aschenregen! geben über die benad)barten Orte nieder. Aus den ligurischen Inseln hat fickt ein neucr Kraker gebildet, aus dem eine genialtige Rauchsäule aufsteigt. In den Abruzzen sollen abermals heftige Erdbeben stattgefunden haben, denen ein Dorf zum Opfer fiel. Menschenleben sind nicht zu beklagen. ÖandcL — $ r i e f m a r F c n b c f t d) e n sollen, tote schon ber Staatssekretär Krätke in Aussicht stellte, von der Reichspost ausgegeben werden.- Die Vorbereitungen dazu sind dem- nächst'beendct. Es ist beabsichtigt, zwei Arten von Heftchen auszugeben, ein Heftchen mit 20 Briefmarken zu 5 Pfg. und eins nrit 10 Marken zu 10 Pfg. Die Postverwaltung beabsichtigt, das .Heftchen zum Normalpreise von 1 Mark zu verkaufen. Ihn die Kosten der Herstellung zu decken, ist beabsichtigt, die Hefte mit Geschäftsempfehlungen zu ver- sehen. Märkte. fc. Frankfurt a. M., 15. April. (Tetegr. Orig. - Bericht des „®ie6. Änz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarkt- greife. Zum Verkaufe standen: 11 Ockfen, 00 aus Oesterreich, 0 Bullen, 0 aus Oesterreich, 45 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 1326 Kälber, 74 Schafe und Hammel, 1130 Schweine, 9 Ziegen, 66 Ziegenlämmer, 65 Schattämmer. Bezahlt wurden für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1. Qualität 79—82 Mk., 2. Qualität 72—75 Alk-, 3. Qualität 58—60 Mk.: Bullen: 1. Qual. 63—66, 2. Qual. 58—60; Kühe 1. Qualität 70—72 Mk., 2. Qual. 58-60 Alt., 3. Qual. 48-50 Alk., 4. Qual. 00—00 'Ulf., 5. Qual. 00—00 Alk. Bezahlt wurden für das Pfund Schlachtgewicht : Kälber 1. Qualität 100 bis 105 Pfg., Lebendgewicht 60—'4 'Pfg., 2. Qualität 96 — 100 Pfg., Lebendgewicht 57 -60 Pfg., Scklachtgew 75—80 Pfg.; Schafe: 1. Qual. Schlachtgew. 70 bis 00 'Big., 2. Qual. 60—64 Pfg. Schweine: 1. Qual. 68—00 Pf., Lebendgewicht 55,0 00,0 Pf., 2. Qual. 87—68 P'., Lebendgewicht 54,0 00,0 Pfg., 3. Qual. 62—66 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. Gcschä't bet Hornvieh gut, kein Ueberstand, bei Kleinvieh gut, kein Ueberstand. Eichener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Heuen am Freitag dein 16. April: Bleist heiler und trocken. Nachts kühl. Westliche bis nördliche Winde. OLignrat-DraktitteLöulzgen. M ü n d) c it, 15. April. Der bekannte Spezialist der Ohren- Heilkunde, Prof. Dr. Haug, ist hier gestorben. Stuttgart, 15. April. Graf Zeppelin veröffentlicht im „Schw. M." eine längere Danksagung und Aufklärung über die Verwendung der insgesamt 6 096 555 Mark betragenden Volks- spenbe. Paris, 15. April. Der Sozialisten-Kongreß in St. Etienne wählte in seiner Schlußsitzung den Antimilitaristen Herve zum Mitglied des ständigen Verwaltungsausschusses der Partei. Ein ©dyr eiben des Verwaltuugscmsfchusses der radikalen Partei, in dem ein gemeinsames Vorgehen bei Wahlen angestrebt wurde, wurde durch Ucbergang zur einfachen Tagesordnung erledigt. Paris, 15. April. Ministerpräsident Clemciiccau, der m Abwesenheit des Ministers Pichon das Portefeuille des Auswärtigen Amtes interimistisch verwaltete, Trat Pickon angesichts der ernsten Lage in der Türkei telegraphisch nach Paris zurück- berufen. Pichon wird bereits heute dem Ministerrat beiwohnen. Von Tonlvn ans ging das Panzerschiff Victor Hugo nach Kon- stantiiwpel ab. Elemenceau empfing gestern den Botschafter Fürsten Radolin und den russischen Botsd;after Nelidvtv. Paris, 15. April. Nach einem Telegramm des „Petit Parisien" haben die bulgarischen Deputierten die axv geknüpften Unterhandlungen über das türkisch-bulgarische Abkommen plötzlich a b g c b r o d> c n. Paris, 15. April. Tie Ansicht zweier Mitglieder des rrne-Nntersnchllngsausschusses, daß die vorhandeneil Vorräte an Arzneien und Verbandswerkzeug in den Marine-Hospitälern durchaus un z u l ä n g l i ck) seien, wird durch die Vorsteher der betreffenden Verwalttmgsziveige bestätigt, welche erklärten, daß keinerlei Vorräte vorhanden feien. London, 15. April. Die „Times" meldet aus Konstantinopel: Die Lokale der Blätter „Taniin" und „Schüraiumet" füü) völlig zerstört, lieber das Schicksal zahlreick-er Mitglieder des jungtürkischen Komitees herrscht Ungewißheit. Hussein Said hält sich verborgen. Achmed Riza entging mit genauer Not den Mördern. In Adrianopel vollzog sich der Regime-Wechsel ohne Zwisckienfall. Aus Saloniki und Monastir fehlen alle ^Nachrichten. Washington, 15. April. Die amerikanische Re- gicrung wurde vom spanischen Gesandten verständigt, daß die iberij’dK Regierung sich weigern werde, die Landung Castros auf spanischem Boden zu untersagen. Ein Versuch überzeugt, daß C1SIt Hö Würfeln zu 10 Pfg. für 3 Teller Suppe von unerreichter träte und Wohlgeschmack sind. Xur mit Wasser in wenigen Minuten zuzubereiten. Bestens empfohlen von _____H. Fritz, Xassaner, Gießen. Xeuenweg 15._____ Vom heutigen Tage ab befindet sich unser Bureau 2-47 Frankfurter Straße 29 Gebrüder* Rosenbaum Landesvroduktcn, Mebl, Futter u. Driugemitrel Großbandlg. BRAUSACä & FISCHER Färberei - Ghem. Waschanstalt Grösstes Geschäft dieser Branche im Grossherzoprtüm Hessen. Gegründet 1848. * üeber 30 Jahre, am hiesigen Platze. Reinigung von Gardinen, Portieren etc- Wir machen besonders auf unsere maschinelle Einrichtung zum Stopfen von Gardinen aufmerksam. (1579 Seltersweg 79 a, Tel. 627. O Neuenweg l, Tel. 553. GIESSEN. Weißbinder - Innung Cictzen. Freitag den 16. ds. Mts., abends 8 Uhr Versammlung im ftoiicrhoi. Die Mitglieder werden dringend cr'ucht, wegen wichtiger Tages-Ordnung zahlreich und pünktlich zu erscheinen. D15/t Der Vorstand. vergibt die Vertretung ihrer hervorragenden Sr- zeugnifie für Giessen und Umgebung. Selbständige, solvente Wirte, die gute Keller besitzen, werden bevorzugt. Offert, uni. M. S. 93® an Haafenstein & Bögler, A.-G., München. hv14/« Männer - Turn - Verein. Mhjahtt-MitzlieSer-PersMm!«!ig amätag btn 17. April, abends 8'/, Uhr im Darmstädter Haus. Tages Ordnung: 1. Berichte. 2. Rechnung^ ablagc. 3. Satzungsänderungen. 4. Wahl des Furnrats. ö. Festsetzung der Sommer^ festtichkeiten. 6. Berschiedenes. v15/4 _ Wir machen auf die Bestimmungen des Satzes 1 der Ordnung für die Turnratswahlen aufmerksam. Mtt Rücksicht auf die Wichtigkeit der Tages-Ordnung bittet um recht zahlreiche Der Die Turnstunden im Sommerhalbjahr haben begonnen. Geturnt wird an folgenden Abenden: 1. Freiübungen und Riegenturnen am Dienstag und Freitag. 2. Fechten und Kürturnen am Mttwoch. 3. Tie akademische und Mannerriegen am Dienstag. 4. Tie Riegen der Studenten am Montag und Freitag. 5. Die Fräuenabtcitulm am Donnerstag. — Das volkstümliche Turnen beginnt an allen Abenden um 7'/_- Uhr, das andere Turnen um 8’ ’. Uhr pünktlich in der Turnhalle des Realgymnasiums Ecke Ludwig und Bismarckstraßc. älnmeldungen werden an den Turnabenden durcki die Turnwartc und sonst fdmitlidj durch den ersten Sprecher Rechtsanwalt Kaufmann sowie den ersten Schriftführer Kaufmann Karl Lang cnigegengenonnnen. Zuschneide - Lehranstalt Kaiser-Allee 14 a. Maßnchmeu, Musterzeichueu, Zuschucidcn und Verarbeiten kann jede Dame gründlich erlernen. (02534 Ter Kursus beginnt am 21. Avril 1909. Lina Petri, Müsse Üdtrerm. Kavtoffeln. Paulsens Juli, feinste Früh- kartosicl. auch zu Salat geeignet, (gelb flciidjig) empsiehlt (2237 I. Weisel, Sonnenstraße 6. 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