Erstes Blatt 158. Jahrgang Dienstag 15, Juni 1909 lich lEnc Steue, »Inen BezuffSprel): monatlich 75 Ps., vierteljährlich Rck. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Mk.2.—viertel- jährl. ausschl. Besteüg. Zeilenpreis: lokal 15Pft auswärts 20 Pfennig. Verantwortlich für den politifchen Teil: E. Anderson; f. Feuilleton und .Vermischtes" K. Neurath; für.Stadt u. Land" und „Gerichts- Pslitische Tagesschau. Ter Kaiser und die englischen Geistlichen. tMottion, Srveditisn «nö vr«cker«i: Schvlftratz« 7. !S±: 9kr. 137 Der Gießener Anz erscheint täglich, ConntagS. - Beilfigen viermal wöchentlich Gieh»ner§amilit nach hirjer ^"-uhstücksrast die groß angelegte Feste die ^UeMwpe noch^bewohnt ist, besichtigt wurde und die wiedchmm "SSr“ in das Lahntal gewährte. Ein Abstecher zu Annahme von Anzeigen _ __ bis oon5:togsnu9mi'if)” Na«ations»ruck und Verlag der vrühl'schen Uttio.Bud) und SteinöriKteref R. £any. Ter Kaiser hat gestern nachmittag im Neuen Palais dre englischen Geistlichen empfangen. Zugegen waren die Kaiserin und die Prinzessin Viktoria Luise und Staars- fetretär v. Schoen. Bei dem Empfang der englischen Geistlichen durch den Kaiser hielt der englische Botschafter Sir William E. Goschen eine Ansprache, in der er die Geist- "chen als die Vertreter aller Gruppen der christlichen Kirchen 10 000 Mk. beginnen soll. Im übrigen sind alle Vergünstigungen I der früheren Erbschaftssteuer-Novelle zu gunften des ländlichen Grundbesitzes wiederholt. Der Mehrertrag der erweiterten Erb-1 sckwftssteuer ist auf 68 Millionen zu veranschlagen, wovon nach Abzug eines Anteils an die Bundesstaaten für das Reich ein Ertrag I von 55 Millionen erwartet wird. Der Gesetzentwurf betr. Aenderung des Erb- schastssteuergesetzes licht u. a. einen neuen § 9a vor: Die Erbschaftssteuer betragtI cms vom Hundert; 1. für Ehegatten, sofern gemeinschaftliche I Mkömmlinge nicht vorhanden sind; ~2. für eheliche Kinder und I solche Kinder, welchen die rechtliche Stelle ehelicher Kinder zu- fommt, jedoch mit Ausschluß an Kind es statt angenommener Kinder, Wwie für eingekindsckwftete Kinder; 3. für uneheliche Kinder aus I dem Vejrmögen der Mutter ober mütterlichen Voreltern; 4. für I Abkömmlinge bet unter 2 unb 3 bezeichneten Kinber. Ter Steuer-1 Umsatz von eins vom Hundert erhöht sich, wenn der Wert des I steuerpflichtigen Erwerbs 30 000 Mark übersteigt, auf 1,25 Proz., bei 50 000 Mark auf 1,50 Proz., bei 75 000 Mark auf 1,75 Proz., I bei 100 000 Mark auf 2 Proz., bei 150 000 Mark auf 2,25 Proz., bei 200 000 Mark auf 2,50 Proz., bei 300 000 Mark auf 2,75 Proz., bei 400 000 Mark auf 3 Proz., bei' 500 000 Mark auf 3,25 Proz., bei 600 000 Mark auf 3,50 Proz. und bei 750 000 Mark aus I 4 Proz. uckche Wech'el, die länger als drei Monate laufen, erhöht werden, und zwar im ersten Jahre für je einen Monat und dann für je fernere sechs Monate der Laufzeit um eine wettere Abgabe in vöhe des bisherigen Stempels. Dabei handelt es sich zu einem wesentlichen Teile um Kauttons- und Avalwechsel, die in weiterem Umfange als Sicherheitsleistung verwendet werden. Bei derartigen Wechseln kommen hauptsächlich kapitalkräftige Kreise in gekracht. Dagegen soll der Wechsel, der dem Zahlungsausgleich ment, durch die Beschränkung auf langfristige Wechsel im wesentlichen von einer Steuererhöhung verschont bleiben. Die Schecks unterliegen fast in allen Staaten einer Stempelabgabe. Bisher hat man in Deutschland von einer Heranziehung zur Stempelabgabe Abstand genommen, da der Scheckverkehr ttotz 'einer erfreulichen Entwicklung beim Mangel eines Scheckgefetzes bet weitem noch nicht diejenige Ausdehnung erlangt habe, die seiner, volkswirtschaftlichen Bedeutung entspreche. Inzwischen ist das Scheckgesetz in Kraft getreten und sein Einfluß auf die Hebung des Verkehrs ist deutlich erkennbar. Es erscheint danach die Erwartung gerechtfertigt, daß der Scheckverkehr die Auferlegung eures geringen festen Stempels von 10 Pfennig ohne Schaden! für lerne wettere Entwicklung schon jetzt zu tragen in der Sage ist , ~ Wenn die verbündeten ^Regierungen somit den erhobenen Bedenken gegen mehrere der ursprünglich vorgeschlagenen Entwürfe durch das Einbringen der sogenannten Ersatzvorschläge entgegenkommen, tun sie dies in der Erwartung, daß es nunmehr gelingen wird, zwischen dem Reichstag und Bundesrat eine Uebcreinstrm- mung zu erzielen, die die Finanzreform zum baldigen auten Ende führt. D i e Steuer auf Feuerversicherungspolizen. Tie Versicherung gegen Feuersgefahr bietet einen ganz zu verlässigen Anhalt für ben Vermögensstanb des einzelnen. Durch Freilasiung ber kleineren Versicherungswerte unter 5000 Mk. kann auf bas geringere Maß von Leistungsfähigkeit Rücksicht genommen werben. Die durch bas eigene Interesse des Versicherungsnehmers gebotene Richtigkeit der Selbsteinschätzung macht eine Wertfeststel lung ber Steuerbehörden entbehrlich. Damit ist bie Veranlagung außerordentlich einfach, bei bent hohen Staube bes Versicherungs- wesens in Deutschlanb ist eine Gewähr geboten, baß berjenige Teil bes Nationalvermögens, ber für bie Versicherung gegen Feuersgefahr überhaupt in Bettacht kommt, im weitesten Umfange auch steuerlich erfaßt wirb. Als Nr. 11 des Reichsstempeltarifs wird eine Stempelabgabe von Quittungen über gezahlte Versiche rungsprämien vorgeschlagen, bie in ber Höhe von jährlich ein _ „ . Viertel vom Äausend ber Versicherungssumme erhoben, ein Steuer I Die Dortmunder Stadtverordnetenverfamm- auffommen von etwa 35 Millionen Mark erwarten läßt. Der I l st n g wählte den Oberbürgermeister Geheimrat Tr. Schmie-- vorgeschlagenc Steuersatz läßt eine Einschränkung ber Versiche- Id in g, besten zweite Wahlperiobe im Oktober 1910 abläuft, ein- rungsnahme nicht befürchten. I stimmig zum ersten Bürgermeister ber ' ©taot Dortmund auf Der Effektenstempel. I Lebenszeit. .Ter durch bie vorbezeichnete Abgabe nicht erfaßte in Wert-1 Der neue Hansa - B und beabsichtigt, wie die B. Z. vapieren bestehende Kapitalbesitz soll durch nochmalige Erhöhung I y°n unterrichteter Seite erfährt, den Ausbau seiner Organisation des Effektenstempels (Nr. 1 bis 3 des Tarifs zum Reichsstempel' | ungesäumt in die Hand zu nehmen. Der erste Schritt ba;u ist die stesetz' belastet werden. Bei mehrfachen und erheblichen früheren I stonstttuierung eines Ausschusses, in dem nach Möglichkeit Ber- Steigerungen unb, ben sehr beträchtlichen landesgesetzlichen Ab-1 srcter aller der vettchiedenen großen Handels- und Jndustne- gaben kann sich diese Erhöhung allerdings nur in mäßigen Grenzen I Verbände Sitz und Stimme erhalten sollen. Die Verhandlungen ö'wegcn. Bei ausländischen Wertpapieren scheint schon jetzt die I hierüber find bereits im Gange und man hofft, daß er sich vielleicht Grenze nahezu erreicht zu fein. Es sollen in Zukunst entrichtet | 'd’on nächste oder doch übernächste Woche konstituieren und gleichwerden : von inländischen Aktien 2' _> Prozent: von ausländischen | Zeitig dann die weiteren Schrttte zur Regelung ber inneren Ber- 3 Prozent: von Kuxen 3 Mark; von Einzahlungen auf solche I waltung beschließen kann. 2'/- .Proz.; von inländischen privaten, Renten- und Schuldver I - - --------------- . _ . ■■. l ■ mrcibungen, sowie solchen ausländischer Staaten und öffentlicher I u'ro- 1 Vroz.: von sonstigen ausländischen Obligationen I Volkstum nlt«' in <>♦*(;.« m etiM 10 ^7».ÄÄ0&ilien I 'LMNE Ti- schreibt, sie könne »er. Innerhalb^der Ver/ebrsstenern^empsabl^i^ei'nerfeitS den niL "nrüLL W' GniÄMcks-, endererseits den Geldverkehr bernnzuriehen. Tie Die Reciicrnna der Bereininten s einer mäßigen Abgabe von Grundstücksüberttagungen den Wert- ■ °ntaQ boimittag Uhr gestorben. zuwachs immerhin in etwas auch ben finanziellen Bebürsnissen bee Reiches dienstbar machen. Der von der Beurkundung der Eigenttlmsübertragung zu erhebende Wertstempel mit einem Steuersatz von V3 vom Hundert soll als Nummer 12 des Reichsstempel-1 •• 91 u 8' Pi Ann nn (Sc e-nf tarife eingefügt werden und 20 Millionen Mark erbringen. L , . ö lä)nf.u nQ‘ Hoh. der Gro ß herz 0 g Wechsel-und Scheckstempel. MQt dem Bürgermeister Johannes Bock zu Stangenrod das Als Verkehrssteuern, die an den Geldumsatz anknüpfen, werden I Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für langjährige die Erhöhung des Stempels für gewisse Wechsel und ein Scheck-»treu« Dienste" am Bande des Verdienstordens Vbilivvs des stempel vorgeschlagen werden, gleichfalls mit einem Ertrage von I Großmütiaen verlieben insgesamt 20 Millionen Mark. Der Wechselstempel soll nur für 1 9Ä” r‘k k wlche Wechwl, die länger als drei Monate laufen, erhöht werden I _ Uebertragen wurde u. a. dem Lehrer Johann ....^ —... - ~ ' - — - 'Hoch zu Großen-Linden eine Lehrerstelle zu Egelsbach, dem Schulamtsaspiranten Leo Janke aus Könitz (Preußen) die kath. Lehrerstelle zu Engelthal. betreutet zwar einen nicht ganz unwesentlichen Einnahmeaussall, doch wird dieses Opfer gebracht werden können in ber Erwartung, daß ber Steuer baburrf) bas Gehässige genommen wirb, loas sie für weite Kreise noch gehabt haben mag. Em weiteres sehr erhebliches Entgegeilkommen gegen vielfach geäußerte Wünsck)e. bedeutet die Freilassimg des Gattenerbes in beerbter Ehe. Schon der Nachlaßsteuerentwurf enthielt bic Bestimmung, baß, wenn ber Nachlaß an gemeinschaftliche Abkömnckinge ans der El)e mit beni verstorbenen Ehegatten des Erblassers fällt, auf die Nachlaßsteuer der vom letztverftorbenen Ehegatten seinerzett entrichtete Betrag in Anrechnung gebracht wird. Der Entwurf erkannte damit den Grundsatz an, daß die Steuer in solchen Fällen nur einmal zu entrichten sein soll. Der neue Entwurf geht hier noch einen schritt weiter und entkräftet so ben Einwand, daß bie Steuer m dem Fall unbillig sei, wo die Eheftau dasjenige, was ber Nann hinterläßt, hat mitenoerben und erhalten helfen. Ferner soll >ie Steuer nicht erhoben werden, wenn der Ernährer der Familie m FVlde gefallen ist. Es ist endlich immer betont worden, daß >ic Erbschaftssteuer deshalb ungerecht wirke, weil sich ihr das nobile Kapital viel leichter entziehen könne als das Grundvei nögen, unb baß bie Leichtigkeit, unter Lebenden, bewegliches iSermögcn unberechtigt zu übertragen, naturgemäß in den engsten ' /amilienverhältnissen besonders groß sei. Man farm es dahingestellt sein lassen, wieweit eine solche Befürchtung gerechtfertigt st, wird aber jedes Mittel willkommen heißen müssen, das einer unrichtigen, unvollständigen Angabe des Nachlaßvermögens ent «egenzmvirken geeignet ist. 'Der Entwurf sieht das Recht des a:rbsck>astssteueramtes vor, unter Umständen eine Versicherung an Lidesstatt über bie Richtigkeit unb Vollstänbigkeit ber eingereichten Erbschcrftssteuer-Erkläruilg unb bie weiteren Angaben zu fordern. Um den Heineren und mittleren Besitz von den Steuern frei blassen, ist bie Grenze so gezogen, baß, wenn ber reine Werl des ^iesanttnachlafses, auch hier ungerechnet den nicht in Kapitalbesitz bestehenden Mobiliamachlaß, nicht mehr als 20 000 Mk. beträgt, .fieiheit eintritt, gleichviel wie hoch ber Erwerb des ein- , , JBL,____ Erben ist, daß im übrigen die Steuerpflicht für Kinder, Englands vonstellte. Sie seien der Einladung des deutschen. irPll b mb kLtderlose Ehegatten ech bei einem Erbanfatl von mehr als Komitees freudig gefolgt, um die Freundschaft für ihre1 reizens AnÄlicke Die LrsatzsteuervorschlSge zur kieichsfinanzresorm. Wie war bereits gestern kurz mitteilten, hat bie Reichs- regimmg eine Reihe von Ersatzsteuern vorgeschlagen, an Stelle derjenigen Snuervorschläge, die nach den bisherigen Verhandlungen keine Aussicht auf Annahme haben. Dementsprechend sind nun dem Reichstage gestern drei neue Gesetzentwürfe zugegangen über die Aenderung der Erbschaftssteuer-, der RcichsNempcl - unb Wechselstempelgesetze. Die verbündeten :'fegierungen halten, so schreibt hierzu die offiziöse Nordd. Alft, 3tg„ an dem Grundsätze fest, daß 'von dem neu- aufzubring n Steuerbedarf von 500 Millionen wenigstens 100 Millionen , schließlich auf die Schultern ber besitzenden Klassen gefegt werft müssen. Für bie Nachlaßsteuer mit bem Wehrst euer zu schlag und ber Erweiterung bes Erbrechts des Staates in ihrer ursprünglichen Form ist keine Mehrheit int Reichstage vorhanden. Anderseits können die verbündeten Regierungen den von der Finanzkommission ausgearbeiteten in ben Artikeln 2 unb 3 bes Finanzgesetzes enthaltenen Steuern auf Wertpapiere unb auf ben Wertzuwacljs bei Grundstücken nicht zustimmcn. Die in ben bisherigen eingehenden Verhandlungen vergeblich unter nommenen Versuche, die Besitzsteuerftage in anderer Weise befriedigend zu lösen, haben bargetan, daß es in den durch die bundesstaatliche Verfassung vorgezeichneten Verhältnissen für das Reich ehre andere allgemeine Besitzsteuer als Erbschaftssteuer nicht gibt. Die verbündeten Regierungen find bereit, der Ausdehnung ber Erbschaftssteuer eine Form zu geben, bic den geltend gemachten Einwendungen unb Wünschen Rechnung trägt, sie bringen dem- entsprecl-end eine neue Vorlage ein, bic sich als eine Erweiterung der bestehenden Erbanfallstener auf Deszendenten und Ehegatten in unbeerbter Ehe darstellt. Die durch eine solche Aenderung entstehenden Ausfälle, sowie ber Fortfall ber Einnahme aus dem Wehrsteuerzufchlag und des Erbrechtes des Staates machen weitere Abgaben vom Besitz notwendig. Läßt sich durch eine solche allgemeine Besitzsteuer ber Bettag von 100 Millionen nicht erreichen, so erübrigt sich nur, den Vermögensbesitz in seinen ein 1908 und der Voranschlag für 1909 ohne Debatte ge f mu 8 erklärte in Neue verspürt worden. 91 in der Umgebung von Toulon für brr Opfer bet Erdbebens in Sübfrankrcicb. Vein tu Lollar grtxoraim ehernalen öutttnarbeuer Kari Rudolph I, • lu' b falls beifällig aufgenomnienen Vortrag Lehrpläne der höheren Mädchenschule^, hingen schloß sich ein gemeinsames Mahl die Stadt und Umgebung. 12. Juni. In einer B a r g e in o n war das Wasser oller CucOen n nehmigt. Bei Beratung deS Punkt 2 dec Tagesordnung. AuSfchußantrag. betr. die Genehmigung der anderweiten Verwendung der Reineinnahme nach §16 der Statuten sur das Jahr 1909 erinnerte der Vorsitzende an den vorjährigen Beschluß, wonach statt der Verlosung von angekauften Kunstwerken oder neben derselben Anrechtsscheine unter die Mit- i*roinn in dem neuen Oseschästsiabre größtenteils ersetzt wurde Tie Generalversammlung stand unter dem Ginbnirf. daß ftth die Genoffenfck-aft zur hohen Blüte entfalten murde. wenn sie sich aller Politik enthielte. Tie Eriatzwahl ergab Die einstimmige Wiedertvahl be*3 Bürgermeisters f n b t • Büdingen zum Vorsitzenden. Maennel» zum geichafts sührenden Tirektor Als Vorsitzender des Aufsichtsrats ivurde t^beimrat Haas- Tarmsridt. als dessen öIcIIpct tretet Reichs- und Landtagsabgeordneter K o h l e r - Langsdorf und als Mitglied Landwirt Karl Wilhelm Klicm- (Vjrftm ui bütvn. Ter Anae klagte erklärte, er sei in allen drei ,erdalter Libr isnmrr und machte Rudolph rum Tireh in Rudolph win weder die Klopvenheim wiedergeivuylt. Bad-Rau heim, 14. Juni. Eine von vielen Kur- seine Hauptversammlung ab. m der der stellvertretende Bor sitzende Dr. Willy Merck Herrn Oberbürgermeister Marne- weg einen herzlichen Nachruf widmete. Tann wurde der schon im Druck vorliegende Jahresbericht, die Rechnung für über .Tie neuen An die Berl ml und em Gang durch «leine Tagcschrontk »Heinrich d b r : Ter lerie bet «n fi i < «jt* 97 $??xn traf um 6 11 br Ii’hn. abend» tu « rrexfr Bubapen Sten ereignete sich fein Zwua, , glieder verlost werden sollen, die den Gewinner berechtigen und verpflichten, für den betr. Geldbetrag im Kunstverein ausgestellte Kunstwerke zu erwerben. Der Ausschuß beantragt, diese für 1908 angewendete Art beizubehalten. Ter Anlraa wurde einstimmig angenommen. fc. A nS Rheinhessen, 14. Juni. Gestern früh flo] ein Kugelballon in einer ungefähren Höhe von 800 Meter über Eich. Die Lnflschifser warfen eine Schleife heraus, dir eine Depesche, verschiedene Postkarten, sowie eine Belohn- n ng für den Finder enthielt. Diese Post auS den Lüsten, die noch mit einem Eisenstuck beschwert war, fiel dem Metzger Köhler auf den Kopf. Außer verschiedenen Verletzungen hatte er auch die Belohnung. x Ob ad), 15. Juni. Tas Fuhrwerk des Maurer meisters Gg. Müller nnrrhe gestern morgen auf dem Hüttenwerk Wetzlar von einer Lokomotive angefahren. Tas Pferd mußte sofort abgeschlachtet werden: der Wagen war voll ständig zertrümmert. (] Fron hausen, 14. Juni. In Lohra machte ein 76 Jahre alter Bäckermeister seinem Leben durch Erhängen ein Ende. |l Marburg. 14. Juni. Am nächsten Samstag trifft I Iber P ischo f von Fulda zur Firmung hier ein und reist am Montag iiad) Fraukeuberg weiter. [) Ma r bürg. 12. Ium. Unter zahlreicher Beteiligung von Damen und Herren, besonders von Mitgliedern des Verein« Frauenbildung — Frauenstudium fand heule in der hlula der höheren Töchterschule bie 10. Hanptveisannnlung deS hessen-nassauischen VeremS für das höhere Mädchen- ichulwejen statt. Auf der Tagesordnung standen Verhand- hingen, die sich auf die EmrichtungS-. Lehrplan- und Bc- rechtigungSfragen. die sich auS den neuen Bestimmungen über die I Höhere Mädchenschulen ergeben, bezogen. An die BegrüßungS- tebe deS Vorsitzenden der hiesigen Ortsgruppe. Stabtschuldirektor Dr. Seehaußen. schloß sich der Jahresbericht deS Vereins- vorsitzenden. Direktor Dr. Reinhold auS Frankfurt und ein hossenbencht deS Oberlehrers Appel auS Hanau. Alsdann I hielt Direktor Dr. Horn auS Frankfurt einen längeren Vor- trag über .Tie neuen Bestimmungen für die höhere Mädchenschule, OrganisationS- und Berechtigungötragen V Zum Schlusie hielt Oberlehrerin Frl. Niebour.Frank'urt einen eben- Mud)c?" — Ter Friedberger Geschickt-verein unternahm mit Mitgliedern des Frankfurter Verein» für Altertumskunde einen gemeinsamen Ausflug auf die Kegers- burg, wobei Professor Helmke. Friedberg, der Leiter ter Ausgrabungen, die Führung hatte. — Gestern wurde hier int Anschluß an die Vorführungen im SduvimniNud der [] AuS dem Kreise Marburg. heute in Wittelsberg abgehaltenen Wanderversamm. •• Frl. Dr. Fanny Im le, die bekannte Vorkämpferin sozialer Ideen, spricht, wie wir schon mitteilten, am Mitt- woch, 16. Juni, im Wintergarten deS Hotel .Schützt auf! Veranlassung dec .sozialwisienschaftlichen VortragSoereinigung' in öffentlichem Vortrage über da« Thema .Der gebildete Deutsche und das arbeitende Volk*. Tie von Geburt fall völlig erblindete Davie, die ihren nationalökonounschen Doktor an der Universität Freiburg machte, verfügt über ein vorzügliches Rednertalent, seltene Gedankenschärfe und außer- ordentliche Begabung der Diskussion und geistvoller AuS- emanbersetzung. ES steht zu erwarten, baß ihr Vortrag ein zahlieicheS akabemischeS Publikum anziehen wirb. (Vergl. Ins.) ** Stadtthe ater. Tic Operette „Äic Dollarpriu zessin" beginnt innf 8 Uhr "Der Kornett-Virtuose Kumme! von ber Großh. Hof. und Theaterkapelle in Dannstadt tritt nächsten Donners- tag im 2. AbonnementS-Konzert unserer RegimentSmusik als Gast hier auf. Kümmel hat sich burch seine ganz hervor-! ragenben Leistungen als Kornettbläser einen Weltruf erworben und wirb hier, wie überall, wo er burch seine Kunst erfreut, der Glanzpunkt guter Konzerte sein. Möchte dazu daS Wetter sich günstig gestalten, damit sich daS Publikum einem ungetrübten Genüße hingeben kann. •• Blindenkonzert. Am 28. Juni gibt der blind geborene Pianist unb Organist Frauke - Hannover in CteinS Garten ein Konzert, an dem die blinde Cratorienfängcrin Fr. Knauber-Schwarz-Frankenthal und der blinde Vwlin- virtuos Rob. Geyer-Hannover Mitwirken. Franke fand am 18. April 1907 durch ein Konzert ebendaselbst unter Mit- Wirkung bedeutender Kräfte viel Beifall. Auch diesmal verspricht daS Programm, ein wirklicher Kunstgenuß zu werden. ?. Tin;i\-n mit einer Verhandlung gegen cvn tthmicvi V : ifj ,altei . » Honiumr-creuw Ttiubrrmen. den am 6. Januar 1*71 I frmru neu fröbtb«. Erdstöße sind gestern oormittog geaen 9 u* mir ein Tienftmabdn*n desd isi gten, und nach § 16 der Gewerbeordnung keine toahlbercui iglen Arbeitgeber seien fc. Friedberg, 14. Juni. < i’tcrn raub im .^»tel Trapp die ad)le außerordentliche Generalversammlung der ..Landwirtsdmftlidxn .Haiiptgenosscnsdrafl für Oberhessen" statt. Mu auBcrorbcntlidicr Spannung wir bie B.rsamm- hing erwartet worben, da sie die erste war seit Tätigkeit des neuen Regimes. Boni Verband der Heffischen lanbnxrt schaftlichen Genossensdmsten, Tarntfrabt wohnte durch reichlichen erste S d' w i m m k 1 u b gegründet. — Ter Kreisa u s • feiner letzten Sitzung die Wahl der Arbeitgeber zur Krankenkasse für ungültig, da 7 Arbeitgeber zu Unrecht nutgemäblt, darunter 4 Dirke, die in ihrem Betrieb Toeldffr ange klag'. tü 1 . daß er 1^0, unb 1908 dH Bernoll- mäd’tiateT br» ^oniuniucrein» Taubnnoen. als Lager dotier, um jtdi nsvorieile tu reridxitfen, rbiiAtlidi .um iladnnf f-Tnn- Jluhiaaae.vie über dessen Vim Liens kucke ve-' .m bat, , mr ci am 21 Teicnther 1906 fi?biiaebaub<. namhd» sein eigenes Wobnhau» und d-rs i"'ne» .Kattbar» Vd Streder II ix Tauvringen m Brand gesetzt bau 3 tmrb der Angeklagte br» B.nrug»vei,ukhs »um Nach:eU bc» Londoner Pdonu beschuldigt, mfem rt ieme vabe gegen Feuerschaden weit über deren fiert versicherte „ . Tert Bvriitz in der Verhandlung führte Lanbanichtsrat Stbmedenbid t Tie Anklage vertrat Staatsanwalt kcuF. Tte Verteidiguni führte Rechtsanwalt Leun Es waren in der Verbannung 32 .trugen und als Sachverständiger Kaufmann Ältbo* iit gen bat. um dort zu stehl n ngel it bat. um den " nicht Ter Angeklagte gibt au, daß er Anfang seine Veriub rung gegen Feuersgefahr von .'3.310 auf 8d 2» Mk eiiu'bi bat >'r hab1 dabei auch fachen gleich mitversich rt, die er fpaler^ nod' bade knischaisen wollen Als Sdtatcn Hat er nach d'-in 'Teuer etxee Betrat von 3972 Mk iiaincnert. aber mit etwa» md. o # 1000 Mk iugcbilligt erhalten Wenn er eine so große ^fb-Cen«- summe erlebt wilangte, fo lei dies nur in der Auiiegun i u» Pestür-unq gcfdxhen, _ev sei eben garn burdwinanbet flewewi und habe in solchen Sachen nid»! Bescheid gewußt. (5s folgte nun die ;|cugeni" rnehnuma. Ter R acht'ar r Strecker II. ist von seiner Frau darauf onimerksam gemacht |M- tcn. daß e*5 brenne Von dem Entstehen Feuers n*eiR c- Zeuge nichts 2 t red er ist Mitglied des Konsumvereins, btw i. Proieut Tivid»nde bis 1907, er kann nicht sagen. da| Hu de, über n ine Berbältnisse gelebt uiib Ausgaben gemacht bei Tte Ghcfrau Cvper war am 21. Tizember nach 1 .9 Uhr nn Laden des Konsums. Sie kann nicht sagen, daß. io la nee ne im Hause Rudolvb? war, dieser oder deiieil Frau ihr auflilhg w i gclommen waren. - Tic (?hcirau Wolter Hak das »teuer aus dem Tadle des Lagerhauses jdilaqcii leben, sie madiie "euer farm Tie Jaigm erklärt, sie luiiie mdu. obgleich »ir in t*r I ‘find bandiaft der Rudolphs wohne, daß diese gu’Kaiog a i'?t | haben oder Luxm in MinOt rn getrieben haben I" ' ’tw v'rölfS war im Konsum, als fiagenbad) borihtr kam di> e, mH iah d >>! >'.• b >IW# gleichen am Crt auch leben c • । ihi utdUs . । uir Stelle war und mit den Hiwrauten hiitbi tl ^dn.ldigknt mag. aber i ');f 11»ann>all Leun geladen, darunier d". Burgerin.!" r> I hätte noch für mehrere Generationen gestanden Hub.'lol) V* u ~nft. Mengen traut dem Mann tu, daß er den Brand angelegt DM. ' i T 2?! I ■ । l ni IX fo wie er und oa habe matz I I I ausgetreten und habe sich um denselben nicht mehr qeku»«n. ber auf ber andern Seite der Lahn tn beträchtlicher fco e liegenden »urg Scho deck ermöglichte einen malrrndKn Bl'ck au, fflunM und den vielgewundenen Fluß Ter fi-itfrmandi wbrie bie Wanderer umachst nach Steeten. hinter dem sich in em er wild romatuiid - n Schlucht drei Hohlen beimtHm, in denen vor m hrerrn gahrni Die ersten Spuren m-uschlicher Anfierxlungen nn Lahntal wrunO' n wurden Auch diese interessanten Unlust, sich mit außerhalb der deutschen Grenzen liegeuben Fragen zu beschäftigen, noch gesteigert. Die Balkcrnfrage birgt, wenn sie, was nicht ausgefdjlossen ist, plötzlich wieder brennend werden sollte, die Möglichkeit tu neuen Versäumnissen und Niederlagen in sich, nnc wir sie in der Marokko- jache erlebt haben. Ter Alldeutsche Verband betrachtet es als seine '.'lnfgabe, die Aufmerksamkeit des deutschen Volkes in erhöhtem Maße mis die Balkanländer zu lenken; diesem Zwecke füllen and) einige Vorträge dienen, welche die hiesige Ortsgruppe veram'talteu wird. In dem schon angetündigten Freitag abend 8> , Uhr in Lteins Garten stattfindenden Dortrag wird Herr Professor Sommer die Balkanländer insbesondere im Hinhlick auf die Ereignisse, die burd) die Anuerion von Bosnien veranlaßt worden sind, behandeln Ein später folgender Vortrag wird dann die kleinasiatische Türkei zum (Gegenstand haben. wurde die Kirche stark beschädigt. Gle.chzei^ der Umgebung -nehrrn Stunben lang heiß. Tie Glocken der Kirchen Lchw ngnngen und läuteten. In Bon dal sind drei schüttete, die noch lebend geborgen wurden, SEitorben. Der Gemetnderat von PariS beivilligte 10 000 ö®** lung deS landwirtschaftlichen KreiSveretnS hielt Cefonoime- rat Direktor Dr. Hesse einen Vortrag über die Nutzbarmachung der elektrischen Kraft für die Landwirtschaft. (5v wurde in Llnregung gebracht, zwischen Marburg und Fron- hausen, bet der sogen. Nehedrückc an der Lahn, eine solche Neberlandzentrale anzulegen. X. Hanau. 15. Juni. (Telegramm.) Der 24 Jahr« alte Korb- und Lchirmmacher (Zigeuner) Friedrich Ebender^ auS Usenborn, Kreis Büdingen, der vom Schwurgericht zu Paderborn wegen Mordversuchs gegen den Gendoriiierie- Wachtmeister Franke auS Lichtenou (We'tiolen) 10 Jahre ! Zucht hang und von der Etraskammer zu Kaffel 6 Monate | Zuchthaus als Zusatzstrase erhielt wegen Körperverletzung und Anstiftung zu einer Schlägerei, sowie durch recht-kcästmed Urteil deS Schwurgerichts Hanau vom 27. November 1908 wegen Mordes an dem Gendarniene-Wachlmeister Johannes Schenk auS Flieden zum Tode verurteilt wurde, ist beute früh 6 Uhr im Hofe de« hiesigen GcnchlSgefängrnsieS durch Scharfrichter Gröbner au« Magdeburg enthauptet I worden. fc. Cronberq, 14. Juni. Lehrer Heinrich Kalten- i'änser, der am FrohnlcichnamStoge einen Schlaganfall er- i tten, ist beute nacht im 46. 2eben8|abrc a e n o r b e n. 5cbu>urgcrid>t. tb ließen. l’> 3 um (Hofttrn vormittag begann da« Snmrgrridu für b< Provin» her näheren Umgebung sehr begrüßte Neuerung bat die i^roßh iturdirektton getroffen: die Verlegung der beliebten Sinfoniekonzerte der rturkapelle von Sonntag auf Samstag abend und vom Theaterfaal ins neue Äonzcr'.haus; dann sollen möglidy't oft Solisten hcrangezogen werden. derartige «ünstlerkonzerte. für deren Beliebtheit der aufitr-. '^^„ Bestimmungen über da» 6 enoiknfdxihwcn toet Äon- ordentlich starke Befuch fpricht, lind fmon veranstaltet I inmpfrnn ,lt n c„offen,'lhan mit unb.- 1 uinftrr Haftung iii't? den, das letzte am vergangenen Samstag unter Mitwirkung uct-wdruna gefannt h,bni (ir erhielt als t'agrrhiltrr 4 frei der Hlaöieröirtuofin Helene Lewyn - Chicago, die sich mit I rpm Um,ar>. mußte bagrien aj< r das L., ter hc» V icm- in Oem xonzert F»moll von Chopnt als eine fchötzensiverte I,vjnem Haufe aumebmen Rudolod rrflärt aui Befragen Künstlerin hier einführte, und Herrn Ma a ß (Tenor), eines Voritrmo.m. daß er den Bedan feiner Familie eben mit# au» im Sirr hau-' fdion längst befannten Gastes, dem u a hem Sonium cntimninien unb Mc>c vnm.ihmc m nn blaue:- N»et»- ^nftherA Rreislied au-V ben Meifterfinaern" gut gelang bülfelchen cmgefdir.cben hat Auf Bnraa'-N. iro r nn bat be T . eLnJhte lint’rr "ei in na von TirdtPr trenenew Bu^' ,«-b|i.-ba,. erklärt bei .Ingeflaiir. e< fei am 21 Tt- Tu Surkapette ^rächte untoteitun^ hon TircrtPr ^bfr beim Brande abhanden gekommen reiv mit »ertronm. Wtnderstein „Romeo unb 31ilia von -venbien unb da I ,(i|. »z^ng be« übergebend, bemerkt der AngeNsqie. ^Vorspiel zu Wagners „Meisterimaern . Tas .4. K u n H l c r - 4omumt)erctn r.N>7 unb 190« raino turüdging Ter konzert wirb am kommenden Samstag gegeben: die mit-l o|nflffMl1tr W(1 nniach md)t haben begreifen tonn n. tote bei wirkende Solistin ist Thea Fen Friedberg -uf iu'.-i , f • ber fiarni H -B Tarn, nabt, 13 Juni. 1 er Knnstvereinl bas llntrnuhmen tmm-r mehr wruckw.rangen ,n. er für da« Großherzogtum ^effen hielt gefleen abenb baü w ibm bad)log mnn ^ube l'i<» OI.; .m'nähme einer genauen Inventur unter Zuziehung emrs Fachmannti- Ta brach am 21 Teiember das Feuer aus. Rudoloh mill an dem 2 ag« nid) mittags um 5 Hin bas letztemal im Lagerhaus auf f -m Boden geivi icn fein, um 3nhnt>cr ;u holen, nachher ift meber er noch lonft umanb von je mm Angehör»grn dort gewesen, wo gegen 9 Uhr abends die Flammen z>iin Towe biiiaurid)lugen unb mo mich bas Feuer entnanben ist (5s fei nur moglidr. baß lemano ber vielleicht vom tVavtni her miiteis einer Leiter brn Boben <: x Stangenrod, 14. Juni. Am vergangenen Sams tag feierte unter verehrter Bürgermeister Bock seinI 2.> jäl) riges Di e nst f u b i l än m Ans diesem Anlaß überbradite Regiernngsrat Tr Merck als Vertreter bc - zueisamts dem Jubilar die herzlichsten Glückwunsdu'. Gleich zeitig überreichte er im Beisein be« Ortsvorstandes das ihm von 'S. 51. H. dem H'roßherzog rerliclienc „Allgemeine Ehren zeichtii für langiührige treue Dienste am Batlde des Philipps ordens". In seiner Ansprache rühmte er die Pflichttreue unb bas biedere, bescheidene m»cfcn des Beamten. Taf> bu» Gemeindeglieder mit ihm zufrieden seien, zeigen btc beiden letzten einstimmigen Wiederwahlen. Ter Vertreter des Ortsvorstandes Beigeordneter Groß überreichte als (R'sdieiik zwei Laiidsdiastsgemälde und ein kleineres Bild „Fettgruß zum 25jährigen Ticnstiubiläum". Ter Jubilar dankte unb vcrsprad) and) ferner das Wohl der (Gemeinde! zu fördern Im Beisein zahlreicher Gäste fand bann eine Nachfeier statt. ? Hungen, 14 Juni. Auf ber Fohlen we i be Tiergarten sollen zur Ausnutzung eines Futterüberfdyisses 30 bis 40 Stück Rindvieh ^roeiblidic Malber und nichtnielkeube Mühe aus die Dauer eines Monats aufgcnommen werben Tas Weidegeld beträgt 8 Mk. je Stück. L. Friedberg, 14. Juni. Tie diesjährige Haupt- versa m m 1 u >i g der C va ngelische ii M on f erenz findet Mittwoch. 28. Juni, statt In einer offentlidKn Vm Ter Anchtklaatc iuchtt erst dir ein volles Hwfiänbnt» ab und tc^adlt mute mit *1T6'üft ruht- uAb ohne Reue,puren, wie b r t*kbanfc iu dem ihm gereut fri unb er die lat aiisge'ubrt bade T-r Ltaatsa»»» bcridit*iaal. R P Tarmfiabt. 14. Ium. 3wölf Jahre 3u*t- haus und zehniäI)riger Ehrverlust wuiben t»on beute Auiainmenaetretcnen Sdirourgcriditber Pcovmi bürg iv. gen v c t i u d) t e n Raubmordes »der den nriebrid) Mohler aus 'Junblingm. zuletzt in Frandurt wotum»'' unb aus guter Familie liammenb. »erbang: Ter . bi*her unbeitraite Men'd' ioar burdi mebnvodnge itelknUyi ohne Barmittel unb obwohl er von feinem Batei neck' t ne stutzung batte erhallen lounen. faßte et ben unq. hfu. rhmew l< feinen Freunb. den Kaufmann Reutul aus .*nrtb i L ■ in erbt it. um fid' durch denen ipeiioollen Brillantrinch wir fr" vericv.'"en vn tubite tu bie’em 3wed am xmintag bflt • «• » b I ben Reiche! auf einem Spii.ierflang non denen Woymwß Fr.mk'urt naw bem Ausflugsor, ^rotfiibtudi in eure d'dne. plötzlich von hinten auf ierz, sprang dann in die Isar und entkam durch Schwimmen. Im Gerichtsgebäude in Sagan stieß während einer Verhandlung die 16 Jahre alte Fabrikarbeiterin Emma Radke ihrem früheren Geliebten, dem Weber Eduard Linke, der als Belastungszeuge erschienen war, ein Taschenmesser in die rechte Brust, so daß der Weber blutüberströmt zusammenbrach. Er wurde in hoffnungslosem (Zustande in ein Krankenhaus gebracht. In Alt r o h l a u fanden gelegentlich einer Versammlung blutige Z u s a m men st o ß c zwischen Sozialdemokraten und Deutschnationalen statt. Mehrere Personen sind verlebt. Der Wettersturz in Oesterreich hält ungeschwächt an. Der Sturm hat sich zwar etwas gelegt, dafür regnet es aber seit Montag abend ununterbrochen. Aus dem Gebirge, namentlich aus Tirol und aus dem Salzburgischen, wird starker Schneefall gemeldet. Gelegentlich einer photographischen Aufnahme für einen Kine- matographen er trän k in Paris der Akrobat Otrip, der einen Ertrinkenden vorstcllen sollte. Er wurde nach einer halben Stunde gelandet. v>n Petersburg ist die Zahl der Cholerafälle auf 65 gestiegen. Zn Mauretanien sind 50 französische Soldaten mit dem Kapitän B o n t e m p s vor D u r st u m g e k o m m c n , weil eine der Quellen von den Mauren verstopft worden war. Voraussichtliche Witterung für .Hessen am Mittwoch dem 16. Juni: Wolkig, bis heiter. Trocken, kühl. Nördliche Winde. Original-Drahtmel-rrirgen. R. B. Dar m st a d t, 15. Juni. Die Stadtverordnetenversammlung verständigte sich in ihrer gestrigen Beratung dahin, daß der Posten eines Oberbürgermeisters nicht ö ff ent lich ausgeschrieben werden solle und daß dem seitherigen Bürgermeister Dr. Glas sing, der sich sehr verdient gemacht habe, die erste Bürgermeisterstelle angctragen werden solle. Der Posten des alsdann sreiwerdenden juristischen Beirats soll aber ausgeschrieben werden. Wildpark, 15. Juni. Ter Kaiser begab sich heute vormittag mit Souderzug nach Danzig. Baden-Baden, 15. Jnni. Graf Zeppelin hat dem Oberbürgermeister den Besuch des Luftschiffes Z III mit Landung in Aussicht gestellt. Der Besuch wird im September von Frankfurt aus erfolgen. Budapest, 15. Juni. Der Trinkspruch des Prinzen Heinrich bei dem Festbankett wird von den ungarischen Blättern begeistert besprochen. Besonders ist man über die Worte des Prinzen, daß ihm der Weg durch Ungarn unvergeßlich bleibe, daß ihn der Anblick ungm-ifdier Frauen und Mädchen mit Freude erfüllt und die in ungarischer Sprache gesproclnnen Worte „Es lebe Ungarn" und „Es lebe der ungarische König" erfreut. Paris, 15. Juni. Ter „Matin" meldet aus Rom: In amtlichen Kreisen ist man bereit, den russischen Vorschlag bezüglich Kreta anzunehmen. Auf feinen Fall aber wird sich Italien dazu verstehen, seine Truppen auf der Insel zu belassen, sondern sie, den früheren Abmachungen gemäß, im Juli zurückziehen. Petersburg, 15. Juni. Außer den Bediensteten der Straßenbahn beabsichtigen auch die übrigen Arbeiter-Kategorien in den Streik zu treten. Ta die Polizei hierin ein Werk der revolutionären Partei erblickt, wurden zahlreiche Verhaftungen vorgenommen. Konstantinopel, 15. Juni. Zwischen dem Großoesir und dem Minister des Aeußern sind Differenzen ausge brodle», da der letztere verlangt, daß in Zukunft die Vertreter der auswärtigen Mächte lausende Arbeiten nur mit ihm allein zu beraten haben. Rio d e Janeiro, 15. Juni. Der Vizepräsident Tr. R i 1 o Peeanha übernahm gestern in Gegenwart des diplomatischen Korps die Regierungsgeschäfte. Luxus - Ausführung «sw® Mk. Einheits- Preis für Damen und Herren Schuhhaus Ernst Ludwig Selterswej 53 Ecke Goethestr. Telephon 754 Separat Anprobier-Salon für Damen. Ernst Ludwig Stiefel sind elegant, haltbar und preiswert. K w- ' • • f i"'. k;v. 35isschrärüxe a,Vi Eismaschinen W aschmaschinen. 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Bretter, 1 Grammophon, Schuhwaren aller Arten, 1 BrockhausKonv. Lerikonu.a.m. 2) ein Herrenschrcibtisch. Die Versteigerung unter 2 findet bestimmt statt. D r o d t, Stellvertr. d. Gerichtsv. Geißler. Hauspäne 2.75 Mark Z Kleingeschn. Abfallholz 3 *25 Mark. I. Wcllböfcr. Frankfurter Hypothekenbank. Mandöriefversosung am 11. Juni 1909. 23ei der am 11. Juni 1909 vor Notar stattgehabten Verlosung sind von unseren 5V2% Pfandbriefen der Serien 12, 15, 15 nnd ly die folgenden Nummern zur Rückzahlung auf den 1. Oktober 1909, mit welchem Tage die Verzinsung endigt, gekündigt worden. Es beziehen sich diese Nummern auf sämtliche Literae, also auf alle Stücke, welche eine der Nummern tragen. Nr. 263, 333, 441, 747, 1293, 1301, 1544, 1664, 1736, 2240, 2247, 2605, 2928, 3040, 3424, 3578, 3628, 3643, 3648, 3656, 3800, 3845, 4324, 4401, 4480, 4672, 4716, 5009, 5155, 5185, 5188, 5300, 5523, 5633, 5728, 5807, 6409, 6466, 6520, 6851, 7007, 7026, 7595, 7667, 7671, 8043, 8046, 8097, 8183, 8427, 8532, 8537, 8708, 8844, 8870, 8901, 9385, 9514, 9681, 9763, 9772, 9879, 9900, 10056, Will, 10239, 10313, 10383, 10860, 11166, 11228, 11311, 11335, 11697, 12748, 12845, 13559, 13759, 13808, 13942, 14022, 14361, 14566, 14661, 14706, 14825, 16080, 16340, 16359, 16389, 16551, 16763, 16848, 16929, 17107, 17281, 17313, 17351, 17357, 17365, 17459, 17680, 17736, 17834, 17910, 18101, 18323, 18338, 18444, 18835, 18874, 18930, 19186, 19189, 19235, 19350, 19577, 20080, 20130, 20410, 20953, 20987, 21078, 21108, 21155, 21228, 21406, 21506, 21548, 21598, 21613, 21942, 21944, 22000, 22052, 22084, 22385, 22426, 22748, 22862, 22975, 22978, 23113, 23141, 23188, 23875, 24160, 24373, 24619, 24738, 24841, 25111, 25291, 25495, 25666, 25717, 25844, 25902, 26086, 26522, 26927, 27071, 27121, 27229, 27320, 27412, 27527, 27555, 27575, 27649, 27679, 27743, 27843, 27854, 27918, 27956, 27977, 27982, 27989, 28110, 28166, 28456, 28596, 28832, 29016, 29056, 29570, 29732, 29945, 29956, 30017, 30153, 30170, 30232, 30449, 30639, 30740, 30785, 30912, 60701, 60734, 60801, 62750, 62963, 63068, 63346, 63378, 63680, 64165, 64636, 64972, 65141, 65374, 65634, 65939, 66154, 66289, 66434, 66612, 66995, 67639, 68063, 68222, 68302, 69066, 69081, 69122, 69343, 69918, 70290, 70773, 71145, 72153, 72172, 72277, 72326, 72444, 72473, 72523, 73060, 73065, 73478, 73485, 73585, 73909, 74222, 74604, 74822, 75249, 75324, 75326, 75861, 76311, 76440, 77969, 78120, 78168, 78261, 78352, 78387, 78460, 78532, 80020, 80368, 81002, 84068, 81038, 81159, 81457, 81795, 81971, 82364, 82471, 83393, 83455, 83648, 84237, 84244, 85331, 86136, 86309, 100100, 100218, 100659, 100740, 101139, 101495, 101983, 102008, 102208, 102450, 102594, 102631, 102638, 102721, 102849, 102857, 102880, 102969, 140026, 140045, 140113, 140609, 140631, 140883, 141025, 141210, 141386, 141410, 141607, 141782, 143406, 143535, 143677, 143968, 144122, 144586, 144655, 144801, 144837, 145295, 145709, 146062, 146160, 146988, 147265, 147639, 147992, 148416, 148552, 148868, 149103, 149107, 149130, 149152, 149159, 149240, 149315, 149350, 149366, 149717, 149801. Die Rückzahlung dieser heute gekündigten Pfandbriefe erfolgt vom 1. Oktober 1909 ab. Auf solche Stücke, welche erst nach dem 31. Oktober 1909 zur Einlösung gelangen, wird für die Zeit vom 1. Oktober 1909 ab bis auf weiteres ein 2°/oiger Depositalzins vergütet. 4°/o Pfandbriefe (Serien 14 und 18) sind bisher noch nicht verlost worden. Aus früheren Verlosungen find noch rückständig: Ser. 12, Lit. 0 Nr. 5327, 8640. , , „ P „ 16227. , r „ R „ 3282, 11606. , , , Q „ 16214. Ser. 13, Lit. 0 Nr. 29427. , „ „ R , 20331, 23558. „ „ , Q „ 20419, 21317. Ser. 15, Lit. 0 Nr. 82479, 85363. „ „ „ R „ 81071. Ser. 19, Lit. R Nr. 143547. , , „ Q „ 146287. Die Einlösung erfolgt in Frankfurt a. M. an unserer Kasse, auswärts bei denjenigen Bankhäusern, die sich mit dem Verkauf unserer Pfandbriefe und Kommunal-Obligationen beschäftigen, insbesondere in: Gießen bei der Mitteldeutschen Creditbank, Filiale Gießen. Ebendaselbst wird auf Wunsch der Umtausch der verl osten Pfandbriefe gegen neue Stücke derjenigen Serien, die wir zur Zeit ausgeben, zum Tageskurs besorgt. Tic Kontrolle über Verlosungen und Kündigungen unserer Pfandbriefe übernehmen wir auf Antrag kostenfrei; Antragsformulare, aus welchen die Bedingungen ersichtlich sind, können an unserer Kasse sowie bei unseren Einlösungsstellen bezogen werden. Frankfurt a. M., den 11. Juni 1909. hvu/ _______ Frankfurter Hypothekenbank. Versteigerung. Mittwoch den Iti. ds. Mts., norm. IO1 t llbr versteigere ich Marburger Strafte 56 und 58 (im froiraum der Gebrüder Zutt) folgende zur Konkursmasse der Heinrich PlankWw. gehörigen Gegenstände gegen Barzahlung: 1 Halbverdeck, 20 Wagen (meistens Kastenwagen) 1 Häckselmaschine. Born, Gerichtsvollzieher ___________in Gießen._______[3403 Versteigerung. Freitag den 18. Funi 1909 Versteigerung von Haus mit Stallung auf Abbruch, sowie von vausgerätschastcn aller Art, außerdem zwei Banvläpc von 5—6 Aar der verstorbenen Familie Marhausen. (3422 Anfang punkt 12 Uhr. Ovenhausen a. Lahn, den 14. Zuni 1909. Konkilrslittßetztrung. Mittwoch den 16. dis. Mts. versteigere ich 1. vorm. 11 llbr im Laden Seltersweg 16: 1 vollst, neue Ladeneinrichtung, lErkerstellage l mest.l, 1 Ständer mit 10 Rollen Packpapier, 3 Gaslyren, 1 Erker-Rouleau. 2. nachm. 2 Ubr in der Rest. „Zum Pfau", Neustadt 55: 1 großer Posten Herrenkragen, desgl. für Damen und Kinder, Manschetten, Oberhemden, Vorhemden, Taschentücher, Handschuhe «Glace, woll. und gezw.l, Schlipse, sowie 2 Stück prima Leineutuch. ufw. 3393 L. Ailhon, Konkursverwalter. Technikum Eutin. Direktor: Großherzogi. Baurat Klücher. Maschinenbau, Hoch- u. Tiefbau. Spezialkurse zur Verkürzung des Studiums. - Prosp. frei. [b9/6 Konkursverfahren. In dem Konkursverfahren über das Vermögen der Firma Gebrüder Scheel — Inhaber Albert Scheel — in Gießen ist zur Abnahme der Schlußrechnung des Verwalters der Schlußtermin auf Montag den 5. Juli 1909, vormittags 11 Uhr, vor dem Großherzoglichen Amtsgerichte Hierselbst — Zimmer 18 — bestimmt. Gießen, den 10. Juni 1909. Der Gerichtsschreiber b*78 des Großherzogl. Amtsgerichts*. Z Haaransiall Sckmpvcu verhindert.Armonta', ff. Armkahaaröl, Flasche 50 Pfg. Adler-Med.-Drogerie. Otto Schaaf. stinvausbmschkqks gtcfd Sann. 3447 Heule ZrfiNHincffcifd», Ufanb 50 Yin. Tic trauernde» Hinterbliebene». 3438 Wichen iSandgasle 40). 14. 3unt 1900. 3116 nunaen zu nermieten. 11800 zu Dcrmietcn BH Weri'che 1014; onnncr=3Jialtü=Aartoffeln ist; künftige Gelegenheit nnn Orr R04» SJ* (■ alle Icittne Gartenarbeit cn Baur 11 Der Vortrag deS Neuen Baue 7. mieten. auf lohnet gesucht. M Alieeftraye. 044641 12779 Verlag von Emil e Zwei bis drei Zeer-fallen Starke ..wrüi" Kill tiidjt. Suimllfltciiii M» ,45 Hack- u. 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