Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. umoristisch itschers. Barcelona, )9. t 51$ - an, i < 642‘ 9*8.2.15$ n Sutljtjiln ne umoristisch es kräftigen in i M Fran. w -üh treffen em. later "Kratze U cchrel: „ 231 fern8Pr' nifter des Innern habe erklärt, daß er .. Ferrers erhaltenen Drohbriefe veröffentlichen lauen werde. Ruhestörung tn Frankreich Paris, 13. Oft. Die „Sbumanite" veröffentlicht in einer Sonderausgabe einen von den ehemaligen Deputierten Naauet und Laisanl unterzeichneten Aufruf des „Komitees zur Verteidigung der Opfer der spanischen Reaktion", m welchem unter den heftigsten Angriffen auf den König von Spanien und dellen Minister, die Sozialisten und Revolutionäre aurgcioröert werden, heute abend eine K u n d g e b u n g v o r d e r s p a n i s ch e n B o t - schäft zu veranstalten. Von der Polizei wurden umfallcnde Sicherheitsvorkehrungen zur Verhinderung dieser Kundgebilngen 5661 s kräftigen gen i. Frau. Die Erschießung. 13. Oft. Ferrer, der heute vornrittag Pftz 40 W “16 W ckliuge, M »1,8 1909. 15657 | getroffen. , - I Paris, 14. Oft. Von 9 Uhr abends an begannen große Menschenmassen sich in der Umgebung der spanischen Botschaft anzusammeln. Um 9*/o Uhr versuchte eine Gruppe, der der Deputierte Vaillant und die Mitglieder des Komitees für die Verteidigung Ferrers voranschritten, die Ketteber absperrenden Polizeibeamten zu durchbrechen, wurden aber z u r ü ck g e t r i e b e n. Die Manifeftanten bildeten darauf einen Zug, der pfeifend und Schmährufe ausstoßenb, diirch die der spanischen Botschaft benachbarten Straßen zog Im werteren Verlaufe der Protestkundgebungen wurden kurz vor 10 Uhr an der Ecke der Avenue de Billiers zwei Revolverschusse abgegeben, von denen ein Schutzmann getroffen wurde. Tie Schutzleute säuberten darauf die Straße nut gezogenen Säbeln. Paris, 13. Oft. Bei den Sympathiekundgebungen für Ferrer wurden mehrere Manifestanten durch die Munizipalgarde verwundet. Gegen 11 Uhr erhielt ein Offizier der Garde Republicain einen Revolver schuß mitten ins Gesicht. Jaur 6s, der mit den Redakteuren seiner Zeitung und mit mehreren, tausend Personen, dieJnternationalesingend, durch die Straßen zog, geriet dabei mit einem Schutzmann in ein kurzes Landgemenge. In der Nähe der spanischen Botschaft wurde einradfahrenderSchutzmann durch einen Revolverschuß g e t ö te t, ein anderer und ein Muni- zipalgarbist verwundet. Zwei Omnibuswagen, die leer ins Depot zurückfahren wollten, wurden von 20 Manifestanten in Brand gesteckt. Der Mann, der die ersten Revolverschüsse auf einen Schutzmann abgegeben hatte, wurde feftgenommen. Er bel-auptet, spanischer Untertan zu sein und Dellatorre zu heißen. Außer ihm wurde ein zweiter Manifestant verhaftet, der auf eine Gruppe v o n Polizisten schoß, in deren Mitte sich der Polizeipräfekt befand. Gegen Mitternacht soll es zu neuen Zusammenstößen gekommen sein. Di nrcT, 13- Oft. Aus Anlaß der Erschießung Ferrers veranstalteten'die Sozialisten heute in den Straßen der Stabt Kundgebungen gegen Spanien. Kundgebungen in Italien. Stom 13 Oft Tie Arbeitskammer forderte die Bevölkerung von Rom aus, sich zur Veranstaltung einer Kundgebung weoen bei- Hinrichtung Feirers heute aoend auf der Piazza Eolonna zu ver ammcln. Von dec Piazza Colonna zogen die Mannestanten nach dem Corso Umberto und versuchten dann sich nach dem Kapitol zu begeben, wurden aber von der Polizei, die ihnen gefolgt war, a u s eina nder ge t r i eb e n. -Me Ipanische Brn- schaft ist von Militär bewacht. In M a i J a n d waren heute abend Sie Qäbcn geschlossen: auf dem ^omplatze peelt der Abg. Turati vor einer großen Volksmenge eme Rede, in der er gegen die Hinrichtung Ferrers protestierte Auch m Ne a v e 1, G e nu a und Spezia fanden heute abend Protestkundgebungen ölljilill teriaL i stets vorrätig. ,r promvt mid W rt. , Telephon M WiU> Neuenweg 18 Bezugs Das spanische Senfationsörama. Der .Hochverratsprvzeß gegen Francisco Ferrer, den Direktor der modernen Schulen zu SEtorcelkonntebei uns in Deutschland im einzelnen pick)t so g^n .^fobgt und kontrolliert roerben, um ein sicheres Urteil ubex bte Schuldigsprechung und Verhängung der Tode.strafe salllm mx können. Tie Hinrickftnng ist inzwischen vollzogenmor- den, und in zahlreichen Städten des Auslandes hat sie stürmische Kundgebungen und O^>nilngsftorungen hervor gerufen Wir haoen über die Reaktion m Fanten an der Hcmd eines glaubwürdigen Berichtes bn,,Koln. Schilderungen gebracht, die fiir ein wittftttlrchev Schreck.ns Regiment der- jetzigen spcrnisckfen Gewalthaber sprachen. Mit einer unerhörten Strenge wurden die Untersuchungen ge- snkrrt und alle freien Regmrgen geknebelt. Der Klcrtkalts- Inns scheint dabei die Führung übertiommen zu Huben. Man kann bei uns in Deutschland bett Kops scheiteln über das unverständige Wüten der spanischen Reaktionäre, aber man braucht sich über diese eigene Angelegenheit des spanischen Staates nicht allzu sehr zu ereifern und aufzuregen. Der Prozeß des Freidenkers Ferrer hat weithin über Spaniens Grenzen hinaus ein ungeheueres Aufsehen gemacht. Bei der Menge Verdächtiger, die mannidie Ge- fstngtlisse geschleppt hat und derer, died ab er schuldig oder unschuldig haben ins Gras bersten müssen, bedeutet dieser einzige Fall im Grunde wenig. Was hinter den ver- fchlossenLN Türen über Ferrer verhandelt wurde, ob sich hinlängliche Beweise fiir seine Schuld ergeben haben, wissen wir nicht. Wahrscheinlich hat er dem katalonischen Aufstand nicht fern gestanden. Da wir nicht wissen, ob er sich des Hochverrats schuldig gemacht hat, ist es erstaunlich, daß auch deutsche Blätter die öffentliche Meinung derart Ulis regen, als handle es sich um eine Haupt- und Staats- attion des Deutschen Reiches. In Frankreich und Italien ist es freilich noch weit schlimmer. Dort i|t an Protestkundgebungen das Menschenmögliche geleistet worden, und die Folge war, daß man sich jetzt über die H-inmord-ung zahlreicher harmloser Personen noch weit kräftiger entrüsten könnte. Der Pöbel ist wieder einmal aufgemchrt worden, und er hat auf die Ordnungswächter, die chre Pflicht erfültten, geschossen und in vielen Städten große Verkehrsstörungen verursacht. zahrttkäse 30W.. ■IWif «i 7-/J an. ntausch 9'1“““ ierben AusjchutzbenchLe der Zweiten hessischen Kammer. Der WahlprüfungS-Ausschuß der Hess. Zweiten Kämmer hat die Wahl des Abg. Dr. Frenay, die am 7. Nov. 1908 zu Ober-Ingelheim stattfanb, für ungültig erklärt. Wie auS dem gebrückten Bericht des Ausschusses hervorgeht, ergab sich, baß 5 Perionen zu Unrecht gewählt haben und baß immerhin die Möglichkeit eines anderen Wahlergebnisics habe vorliegen können. Der Verkauf des fiskalischen HofguteS Rockenberg an die Gemeinde Rockenberg wurde vom Ausschuß^ genehmigt. Ebenso wurde die Regierungsvorlage über die Veräußerung des in Staatseigentum stehenden Grundbesitzes in der Gemarkung Dorn-Äsfenheim vom Ausschuß genehmigt. Durch den nunmehr feststehenden Bebauungsplan der Stabt Gießen wirb bas seinerzeit zur Errichtung mebi- zinischer Institute erworbene Baugelänbe von neuen Straßenzügen teils begrenzt, teils burchschnitten. Zur Ab- rnnbung bieses staatlichen Grunbbesitzes Hal sich als notwenbig ertrügen, kleinere Ge'.öndestreifen auszutauschen o^er zu veräußern. Zu biesen Maßnahmen, sowie zum Verkauf von Gelände, welches m die projektierten Straßenzüge fällt, suchte die Regierung um die landständische Genehmigung nach. Ferner sollen zur Vollendung der noch nicht ganz fertig- gestellten baulichen Nebenanlagen zur chirurgischen und Augenklinik die seinerzeit dein Baufonds entnommenen 40 800 Mk. diesem wieder zugefuhrt werden. Der Ausschuß ist auch hier nut der Regierungsvorlage einverstanden. Der vierte Ausschuß ist einstimmig der Auffassung, baß der Antrag ber Abgg. Dr. Frenan unb Gen. über Maßnahmen gegen die Arbeitslosigkeit auch jetzt noch feine volle Berechtigung habe, da für den kommenden Winter eme noch größere Arbeitslosigkeit zu befürchten sei, unb beantragt: Die Regierung zu ersuchen: Aus alle staatlichen unb kommunalen Behörben in bem Sinne cmzuwirlen, baß dieselben 1. durch Vornahme von N o l.st a n b ö a r b c i t c n ber Arbeitslosigkeit nach Möglichkeit entgegftiwirken, regeln getroffen. In ber Umgebung ber Burg unb an beren Abhängen fanben sich jeboch nur 40 bis 50 Personen ein. Kunb- gebungen ereigneten sich nicht. Mit ber Vollstreckung war eine Abteilung Infanterie beauftragt. Nur zwei Mönche stauben Ferrer bei; bie Sakramente wies er zurück. Ferrer stanb im Augenblick ber Vollstteckung bes Urteils auftecht mit üerbunbenen Augen. Er hat in Gegenwart eines Notars sein Testament gemacht, besten Inhalt aber noch nicht bekannt ist. Paris, 13. Oft. Der „Temps" melbet in einer ihm auf Umwegen mgetommenen Mabrider Depesche, ber Ministerrat habe . ' , — — Geetzesrer SLcrdLtheaLer. Die Gioconda. Eine Tragödie von Gabriele d'Annunzio, deutsch von Linda von Lützow. Gabriele d' Annunzio, der feinfühlige, überempsinbliche italienische Dichter, hat sein traumhaft verschwommenes Werk Die Giocouda, eine Tragödie genannt, ohne paß es darauf auch nur den geringsten Anspruch erheben tonnte Ja, es ist nicht einmal dramatisch. Die einzelnen Menschen ziehen an uns vorüber, reden schöne Worte, sehr schöne Worte, aber was sie sägen ist so haltlov, so unwichtig, so ohne seste Gliederung und Anschauung, daß unjer Interesse lediglich auf die Darstellung gelenkt wird, toenn wir es nid)t vorziehcn, das Werk zu lesen. Bei der Auf- füftrnng geht die wunderbare Schönheit ber Sprache, gehen die kunstvollen Perioden, die ein bestechender Rythmus durchklingt, zum großen Teil verloren, und von b^n letzten Aufzuge bleibt eigentlich nichts zuruck, als em wehes Wimmern, wenn man von ber holben Lyrik ber L-irenetta absieht. Es ist echte, lautere Romantik, was wir ba_ vor uns sehen, aber nichts vermag uns zu überzeugen, baß bie arme Silvia, ber ein Zufall bie schönen Hande zerschmettert, eine große, schmerzvolle Dulbertn ist. Nur ber Klttmg ber Sprache bleibt uns ein Weibchen im Ohr, lullt unb singt uns ein in ein sanftes Dämmern. Das Stück hat b: Annunzio für seine Freunbtn „Eleonore Düse mit den schönen Hänben" geschrieben unb ohne sie wäre es wohl schon längst mieber von ber Buhne ver- schwunben; höchstens als Buch kann es uns etwas bieten, umso eher, als bie bei S. Fischer in Berlin erschienene Ber- beutschimg burch Linda von Lützen ganz hervorragend ist. Aber mich beim Lesen verliert sich nicht der schwiile, be klemmende Hauch, der über dem Werke ausgebreitet ist. Demgemäß hat die Darstellung alles zu tun, um unseren Anteil wachzuhalten, um uns nur einigermaßen jur du Geschicke der Personen zu erwärmen. Das ha.t aoer du gestrige Ausführung nur zum Teil vermocht. Wohl war Adele Sandrock als Silvia von zartestem, weiblichen! Empfinden, voll Jubel und Seligkeit, ooch — sie überzeug!c nicht. Wir glauben ihr ihre tiefgefühlte Leidenschaft nich. mehr. Aber groß und wuchtig erhob sich ihr durchseelie!. Spiel. Diese Vornehmheit im bildhaften Ausdruck, diese — Narrenglanz, ein Spielmannsdrama in vier Aufzügen von Rudolf Rittner, das morgen hier zur Aufführung gelangt, hatte bei feiner Uraufführung im Berliner Schillerthecuer am 2. März 1207 einen Mißerordent- ftchen Erfolg. Das pnckeude, romantische Stuck befchaftigt 'ich mit einem Hofnarren, der sich im Vertrauen auf feine una-nvöhnliche Begabung und seine bevorzugte Stellung a.§> Liebling des Fürsten, als freier Mann fühlt. Durch das Ränkespiel seiner Feinde wird er Dann in ben Tob getrieben, nachdem ihn auch seine fürstliche Liebste, die werdende Mutter sei, es Kindes, die Niedrigkeit seiner Stellung hat fühlen lassen. Tas ist mit dürren Worten ber ungefähre -..chatt des ungemein lebendigen Werkes, bas nicht nur lta%om, 13. Oft. Die hiesigen Blätter veröffentlichten Son- berausgabcn mit ber Nachricht von ber Hinrichtung Arrers. — Ju Turin stellten bie Metallarbeiter, L-etzer unb Maurer die Arbeit ein als Kundgebung gegen bte Verurteilung H-errers. ’ SXiT hfn- Turiner Arbeitskammer wurde eme Verfmnmlung abge- — Kölner Blumenspiel 1910. Tie Literarische Gesellschaft in Köln Läbt die beutfdjen Tickfter und Dichterinnen ein, srruu uw ulttiuu.u> -------- - sich an Den am 1. Mai nächsten Jahres stattsindenden Blumen- s'/li sicherer Biüfneutechnik sondern auch von starker dichte- fielen zu beteiligen. Die Einsendungen sind bis zum lo De- rrscher Kruft zeugt und zu den besten Theaterstücken der1 zemöer 1909 an das Sekretariat der Kölner Blumenfptele, Neu- unsagbure Feinheit der Gebärde, diese groben, leidvollen Augen. Und Die Sprache dieser Augen! Als ob fie wett hinaus in bas All ber Welt schauten, ist es uns. Als ob sie voll wären von Seele unb Glut. Aber bte welche, flehende Sprache des Mcundes ist verloren gegangen. Der zarte Schmelz des Organes ist brüchig geworden.. Harte -vone schleichen sich manchmal ein. Aber die Darflettung. ^m dritten Aufzug war die Künstlerin von verehriingswurdtger Roheit und Kraft, eine ausgezeichnete Stlvta — dte auch bie'furchtbaren Klagetöne, die im vierten Aufzuge vonnoten wären, mit feinem Takte mied ober wenigftens mtlberte. Eine hohe schauspielerische Leistung — bie leiber Nicht mehr zu überzeugen vermag. Nicht mehr! Leider. Viktor Seng er gab bem Lucio Aras von ber glutenwarmen Leibenschaft des bildenden Künstlers, der Seelen tötet um sie im Marmor wieder zu beleben, und schuf ans seiner blutlosen Rolle einen leibhaftigen Menschen Von schlichter Innigkeit war Paul Pauly als Gadbi., farblos Und trocken Herm. Schmelzer als Cosimo. Recht gefällig und von sieghafter Beredsamkeit war Marianne Vratt als Gioconda. Innig und mit herzlicher Anmut brachte Mölly Reimann die lyrische Szene der Lirenetta zur ^arftelluna. Taß die Gäste mit der Schallwirfting unseres Theaters nicht verttaut waren und auch nicht sein konnten, sei nur nebenbei erwähnt. Karl Neurath. letzten Jahre zählt. Aus Rücksicht auf den Raum, mutz ich mich mit dieser knappen Darstellung begnügen. N. Alfred Bock, der bekannte hessische Dichter, begeht heute, am 14. Oktober, seinen fünfzigsten Geburtstag. Nack) mannigfachen Versuchen als Lyriker und TheaterDichtec veröffentlichte unser Landsmann hn Jahre 1899 Die Pflastermeisterin, die wir kürzlich in unseren Familienblättern abgedruckt haben, und errang mit diesem meisterhaft aufgebauten Roman seinen ersten Erfolg als Heimatdichter, nachdem ihm ttrrz zuvor sein mit Zabel verfaßtes Schauspiel „D e r Gy rn n a si a l d ir e k- t o t" einen starken Bühnenerfolg gebracht hatte. Im folgenden Jahre kam der wenig einheitliche Roman Bodo Sickenberg, dem im Jahre 1901 der knappe unb außerordentlich packende Flurschütz folgte, der deu Dichter schon auf der Höhe einer gereiften Tarstellungslunst zeigt. Die folgenden Jahre brachten dann die „Kinder des Volkes, „Kantor Schildköters Haus", „Der K u p p e l h o f" und die schöne Novellcnsammluug .Hessenluft", die in dem „Napoleon" und dem „Schmerzenskind" zwei ausnehmend gut gelungene Novellen enthält. Im Anfang dieses Jahres erschienen „Die Pariser", ein Roman, dessen vorzügliche Charakteristil und außerordentliche Lebenswahrhett mir in unserer damaligen Besprechung besonders hervorgehoben haben. Es wäre überflüssig, die einzelnen Werke Bocks eingehend zu erörtern, benu sie sind ja dem größten Teile gerade unserer Lc?er sehr gut bekannt. Außerdem sind sie aber auch von uns schon des öfteren eingehend besprochen worden und sein neuestes Werk, Die Pariser, wird denrnächst in unseren „Gießener Familienblättern" erscheineii. Von den übrigeii Werken Bocks waren noch zu erwähnen: die kulturgeschichtlichen Bilder Aus einer kleinen Universitätsstadt (1890, 2. Ausl. 1907), Deutsche Dichter in ihren Beziehungen zur Musik (1898) und bie Noveuen>amm- lung „W o die Straßen enger w e r ö e it (1898). Da Bock im besten Schaffensalter steht, werden wir noch m mich es Werk seiner urwüchsigen Kunst erwarten dürfen. die seit der Verhaftung I halten, in ber mehrere Redner Die Bedeutung D^r jlun^<:bung ' hervorhoben. Nack) sochluß ber Versammlung veriuchtt eine Unzahl Teilnehmer die Straßnbahn anzuhalten ivuiüc aber auseinanbergettieben. Der Provmzialrat von Genua bat Den spanischen Ministerpräsibenten telegraphnch um bie Begnabigung Ferrers und besästoß dann die Sitzung auszuheben. Lie UrheNs- Eamincr vvu Genua beschloß, baß uie Jrbvit für -4 stunden eingestellt werben soll, ,nsolgedessen feierten die Arbeiter am Nachmittag, auch ber Sttaßenbahn-Verkehr war eingestellt. „In Neapel hielten mehrere hunbert Studenten m ber Univerutat eme Versammlimg ab unb beschlossen, bem ipanuefcn Kvnsul cuten Protest zu übcrreidm. Die Ueberreichung des Prvteftcs würbe aber von bm Behörben verboten. , . Rom, 13 Oft Anläßlich ber Hinrichtung Ferrers würbe,i auf ben Gebäuden ber Sozialistischen Vereine und Zeitungen Trauerfahnen gehißt. Ätihrere Blätter fprechen in Helfta er Weise über bie Hinrichtung. In Bologna mürbe heute nachmittag eine Versammlung abgehalten, in ber mehrere Redner gegen die Hinrichtung Ferrers proteltierten. Nach ber Veiianim> lunq versuchten bie Teilnehmer, gegen bas Ivanifche ztouiulat ?u ziehen: sie wurden aber von ber Polizei auscinanbergetricbcn. Einige Personen würben verhaftet. — In Tun n würbe von einer Versammlung eine Tagesorbnung angenommen, bie gegen die. Hinrichftmg Ferrers protestiert. 91atf> der Versainmlung zogen mehrere tausend Personen nach dem Stadthause, um bem Bürgermeister eine Tagesordnung zu übergeben, um daraus nach bem Garilmlbi-Tenimal zu neben, wo mehrere Redner fpracheu 9 Uhr erschossen würbe, würbe gestern abenb in bie Kapelle der Burg gebracht. Er verlangte nach seinem Verteibiger, ber mehrere Stunben bei ihm verbrachte. Ferrer bewahrte^ vollkommene Ruhe, nur einmal, als er mit seinem Verteibiger sprach, würbe er timt. Erregung ergriffen. Es waren Sicherheitsmaß- Nr.Ä41 Erstes Blatt 158. Jahrgang Donnerstag 14. Ottoder 1808 Der Elehener Anzeiger ■xix monatlicfa75üf.,»iertel- erscheint täglich, außer / Fv.? *-'S, ▼ . jährlich Mk. 2.20; durch Sonntags. - Beilagen: a A A. Abhole- u. Zweigstellen viermal wöchenllich 4-.- W iW monatlich 6b Ps.; durch i>eZfl>Tii>r zlTI? 171 iTl7r »ä-ä «slll[rlir ■■■r ■ 4||Livluvl m« sprech-Anschlusfe: |\JF politischen Teil: August UMW General-Anzeiger für Oberheffen WM KrÄS" Rotatiensörutf anö Derlag der vröhl'schen Unfe.=Bufr unO Stduöruderet R. Lange. Rcöaftion. LsP-ditian unö Oniifcrel: SchuWatze 1. Anzeigenieü?'H. Beck. bis vormittags 9 Uhr. «■ mwunnTiwM 2 fc of(nt Unternehmungen tnU) HtbdtAxigebunqrn nach - trf>!tü die am Cr: Ort Unternrbnur5 ' -a - am °*- fd.ciks teure bcrüdiidituKn > nd, falls ausiv^ri a- Unter; r-tr1 r ;uqfw«im rorrixn, biet« n uc ‘Bihdx mady n. ; os irr )aiid)it -n< am Cn- des Unter nehmens aniäjngen \11bei!-r bfidwirtrnrn._________________________ Der Kumpf um öas englische Vvdgel. London, 13. Cft. T,e Zeitungen besprechen sehr lebhaft öie gestrige Unterredung des Königs mit Balfour. Lord LandSdowne und dem Prem,cnn:n:'ler Aöaui th und geben ihrer Ansicht AuSbruck, dog Prc»mer- mimfler ASauith bte Initiatioe dazu ergriffen Hobe. Tie konservativen Blätter greifen den Premierinini'ler wegen dieses Vorgehens an und bezeichnen es als einen noch nicht bo» gewesenen Versuch, die Vorrechte der Krone dazu zu benutzen, bic Absichten ber Wegner zu erfahren; denn ASgutth fürchte die Wahlen. Xie Audienzen würden übrigen» feine Aenberung der Lage bringen, sofern nicht die Regierung selbst nachgebe. Tie liberalen Blätter schreiben, e« sei nur natürlich, bah der König seinen Einfluß in der Richtung der Ver> söhnung beider Seiten geltend mache. .Daily Jteros' meint, auf liberaler Seite habe man em Kompromiß befurchtet, aber ASauith sei feinen Zoll weit zurückgewichen und habe die Krise zermalmt. London, 18. Ott. Der UnterstaatSsefrelär im Mi. nistenum befl Innern, 3Ha fier man, hielt in Kensington eine Rede, in ber er unter anderem auSsührte: Wenn die gesetzliche Vermittlung der hohen Autorität sich m der Richtung bewegte, die LorbS zu warnen, n:cht bie Verfasiung zu erschüttern, bann ist eS nicht tinsere Sache, zu kritisieren oder uns mS Mittel zu legen. DaS Budget wird durchgehen, ob es nun die Lords annehmen oder verwerfen. — DaS sozia- lislijche Mitglied des Unterhauses Snowden sagte in feinem Wahlbezirf Blackburn, ber König sei populär, ober ein populärer König könne für die Demokratie eine größere Gefahr em als cm Despot. ES sei Pflicht deS Königs, den Rat einer Minister anzunehmen. Deutsches Ueicb. In einem Telegramm der „jtölnifdjcn Zätung" aus Berlin heißt es- Der Zwischenfall von Eharbiu ist zur Zufriedenheit ber deutschen und der russischen Re gicrung bcigclegl .Weiter erklärt das Blatt die Aach richt der „Aowo^e 'Wremja" für vom ersten bis zum letzten Worte vollständig erfunden, der zufolge im Frühjahr in Berlin eine Aonferenz in der Ängelegenl-cit des fernen Ostens stattgefunden habe, in der die Richtlinien für die deutsche Politit in der nördlichen Mandschurei euivgcarbeitet und beschloßen luorben sei, überall uno mo möglich dem russisct>en Einflüsse poiuibcn Wwerstand cntgegenzusetzeu, und daß zu dieser üonsereiiz unter aiiDvrcn auch der deutsche Mfimfuldragnil in Waldiwostol, Daitau, berufen worden sei. Reul sschatzfekietor Wermuth l>at an die Redaltion der „Süddeutschen Tabakzeintng" in Mannheim ein Schreiben Qcrid>lct, tu dem er in Beantwortung au chn ergangener Anfragen erklärt, daß die Art und Weise der Erhebung nnd Verwaltung ber neuen Tabaksteuer, also die Auslegung des besetze- in zweifelhaften Fällen, ver- fassungsnuißig den Regierungen ber Bundes- hauten überlassen ist. Eine cinh^tliche reichsgesetz^ ltd)C Regelung tonne also nicht statt finden Ferner ist dem genannt en Fällst) lau eine Vcrfüglmg des Reichsscha^ amtfl iibcrmiitclt worden, in welcher bestimmt wird, das; nur der Zigarre nfabrikant zur Anmeldung des Wertes zollzuschlagpilittnigcr Tabakblätter und damit auch ö"r Vorlegung her beglaubigten Rechnung verpflrchlct ist 4.iefc Anmeldepflicht kann iedoch bei Tabakhändber in niandh-n fällen dem Fabrikanten abneljmen. Aus schloß Blankenburg würbe heute — wie bie „Braunsdiweigudw Landeszintung" meldet die Verlobung bei Prinzessin Sophie Renata Reuß j. L. mit dem Prinzen Heinrich dem 34. Reust j. L. Der offentltd)! Dem E ioßhcr ; og von Oldenburg ist folgendes Antwortt- legramm vom deutschen Kaiser zugeg.ingen: JUniglidjcn Volfcit daIIle ich bereich fm bie Meldung nbcr den ^Uipdlflui des jw-nlen Sll»ul schiff es des Schulichiff- vermu), bii» für nam an weiteres Zeugin.« .ulbel drt uncruuiiX Iidxii ZiNiersf.v Eiv tgl. Üobeu für bic Entivickelimg ber oeutschen Seefahrt. 'Uüvtcii die ainopfvrnDrn Bemübungc» Cm. kgl. Hoheit inib des Vereins halb belohnt ivcrdeu durch ein kräftiges Wiedermarkt 3, zu richten. Fcde Einsenbung muß ein Jtinraoort haben, bas auch auf einem, den 'Jiamcn und bic WvhiiungSMmabe bes Berfeckfers cutbalirnbcn, verschlossenen Bneimnsdüag an#ubtuigen ift m'lgnuv Preise gelangt» zur Berte,lung: 1. Snstmig.-oreiie: Jioic für eine Liebesdichtung, goldene tkild-xn für ein religiöse i «bicht. qolbcnr MonibUiuic rur cm Voterlanbaedicii: uub goldene '.Volke rür cui humoristisches (Yodicht in Kölner Mundart. 2 außerordentliche Preise für eine ?rovelette, für cm Mnrtrri«b. für ein Volkslied Vennes Becher uno für eine ^ubtuu.i aus ber kölmichen Geschichte Berber der Stabt ztöln. Die Span bauer Madonna .'lls eines Der reizvollsten Tntfmuicr Ort 14. Fahr hunderts, als bas beste erhaltene Stück Siciiwlawk bteier Zen preist Friedlich Wolff m den von Tr Biernunin bertxuofleadxncu Atirnais besten für üüiistwisfcn- »chast bic Figur einer Mana mit bem itutb, bie 1876 aus ber ftircbc *t Rikolai in Spandau in bas Berliner Märkische Museum aekommeii ul Die Sw tue au» rcuitörnujcm Sand,! em von 1,54 Meter vohe, ber an ber ersten Suiiie ihrer JUiiftellunp roemn Wen bei gemessen worden ivar. blieb auch itxitcrbui unz beachtet, bis bei brr ^haiorbnuity bes Museum» bie Schönheit ber Arb. il und bte lx»he kümUeri'chc Bedeutung des Werkes er- fantu mürbe Zn ßun adgen'v^-iicr Haltung steht bte imibcbnv laue Erscheinung da, bereit Gcicht imi ben itnrf hervor treten den Backenkiwck^n mit an an slavüches Modell Dcnfcn läßt orhr fdtön drapiert ist ber rache FaUenzug des Mantels, Der ben unterlorner ut cinvm radien Äcgcmah zu den geraden Umriß' Urnen des Cba torpers erscheinen laßt Ter Wert der reizm'llen ^Uituc imrb erhobt durch d.c Erlialtuiig ber schonen alten Farben, bic sie nx>LI gciaDc ihrer bisherigen gelingen Beachtung Der- dankt »e'? Unlergeivaiib ber Madonna ist goldbraun, nrihrend ber blaujmn. Mantel mit jeiiiai goldenen Kreisen uub Cua- dtaten und bas Fketschrot k*» Futters einen schwereren Grundton ani.t lagen Fmmer uict)t hielt sich bie Färbung nach oben zu cui IN dem lichteren Braun des lAmnDcc und dem Weiß drt Mk’i'ttud LiC Ben umng des sichre ist. non Augen und lu.biuraurn und teni ic.cbtni l.ivoen- und 2Bui(viir.'t abtiricUn, in ctiiem «ull läunlichen Flerichton nut grünlichen L'iu'irni an gebeutet Tic rigur Hot große Aehnluhkrit mit einer iXar.cn- •^iiluc des iublic.cn -schis's nn L.uerHauS des Magdedurgcr 4am bu ec en,aus der ersten vU'ic c-c» iFadreu... i rntttdinmi veibv lUijicn aus derf lven Werkstatt her».'., n inn r ic M^igdrhurgee ?Xarra cbei ist die lüngete von ocu n ne Mit an nrcche nnb Iran ex. t'tno.utfr inmer drt n.m> teinri gnonmeu oitiubau-n M . onna zu ad aurbfüben des 2ea>erfc&r4, bannt ber nem ben rxfmlHhiffcn io vcnrefrsich erzogenen Fugend eine r 71' ,T"t • '■ 'tL Zlusland. Ter franiöfifcfcc Arbeitsminister M : llera nd, bem auch bas Postwesen unters: ht. läßt ein $rojett b*r Beförderung von Briefen durch Aeroplanc studieren, welches in den afrikanischen Kolonien angeroenbet werben »oll Aus Tart« wird gemeldet Bcwon Serbinanb Schick ler. einer ber Führer b :• liberalen Trarnöii'drn ^rotestannsmus unb Präiibent des Berems deS Protestantismus in .vrankrcich, ist b fuhr toll ui legen, ist, wie bie Petersburger a.elegraobew Agentur mitieilt, unbegrünbet. Aus Melilla wird gemeldet Tic Marokkaner überraschten zwölf spanische Soldaten, bic von LbmedcIbach audge- ;ogcn waren, um Wasser zu holen. A ch t Spanier würben g e - tötet. । Dritter Deutscher hochschuUchrertag. S. u. Ä- Leipzig, 13. Lkt. Der dritte beutsche Dochfchullehrenag setzte heute bic Aussprache über den atabemtidjen Rachwuchs fort, unb zwar zunächst unter dem Gesichtspunkte ber Bedürfnisse deS natur- ivisseni'chaftlichen ünterrichts An Stelle bes verhinderten Pros. Tr. Wettstein tDien, begründete Geheimrat Pro,. Chun iLeip- zig) bie DHefen. Man könne es dem Staate nicht verdenken, ivenn er bei der Fülle der an ihn hcrantrekenden Aufgaben nur langsam an die Verwirklichung auch berechtigter Forderungen auf diesem Gebiete herantrete. Bedauerlich sei, daß, abgesehen von einzelnen Fällen, es in Deutschland an Maeenen für bic Wissenschaft fehle ES gebe m Deutschland reiche Leute genug; die Erkenntnis aber, bau Reichtum verpflichte, habe in Deutschland keineswegs in dem wünschenswetten Mähe Eingang gesunden. Die Fahl ber naturwissenschaftlichen Lehrkräfte entspreche gegenwärtig durchaus nicht ben gesteigerten Bedünnissen. Prof. Lamprecht Leipzig): Wir müssen vor allem ins Auge fassen bie in vielen Beziehungen dringend notwendig gewordene Reorganisation unserer Hochschulen. Es muß ausge^ sprochen werden daß wir mit Miseren, Hochschulen nicht mehr an der Spitze der Universitäten des Weltalls stehen. Aiidere Länder sind uns zuvorgekommen. Fch erinnere vor allem an Amerika. Wir müssen uns fragen, in welcher Weise wir unsere Universitäten vorwärts bringen können, unb ba find bei den besprochenen Punkten an der .richtigen Stelle. Wir wissen alle, daß bas Verlangen unserer Studenten nach bloßen Vorlesungen zurückgegangen ist, weil ber SIndem bas dringende Bedürfnis hat, selbst gründlich zu arbeiten. Es ist erfreulich, daß dieses Bedürfnis so außerordentlich gestiegen ist. Die Studentenschaft arbeitet, und da ist die Hauptsache die Frage der Reorganisation ber Institute und Seminare. Der Student wirst sich jetzt mit Enthusiasmus ans die Arbeit in ben Seminaren. Da ist es aber unerhört, daß jetzt zuweilen auf einen Professor 200 bis 300 $)örcr kommen. Das muß einmal öffentlich ausgesprochen werden, dann wirb ein Schrei ber Entrüstung durch das Land geben. Tenn das sind Zustände, die wir dem letzten Dorsschulmeister nicht mehr zumulen. Die Fahl der Hörer muß herab gedrückt und auf die klassische Zahl von 12 bis 20 gebracht werden. Der Redner bespricht dann die Frage des AssisteMcptums. Tie Assistenten. würden pieliach uur außge» nutzt, statt baß sich bie Direktoren sagten: In dein Assistententum liegt das wertvolle Erziehungsmaterial für die Zulunst. ^Lebhafter, anhaltender Beifall.) Sodann behandelt der Hochschullebrcrtag Thesen von Pros. Krakelm (München) über die Auslese für den akademischen Beim. Da Professor Kracpelin verhindert war, seine Leitsätze selbst zu vertreten, gelangte ein längeres Menwrandum von ihm über das Thema durch Professor v. Amira München) zur Verlesung. Professor Araepelin wendet sich darin vornehmlich gegen die Einwendungen, die in der Lessentlichkeü und besonders in der Ortsgruppe München gegen seine Ausführungen am dem voch- schullehreitagc in Fena erhoben worden sind. Er bleibt habet, daß eine Abgrenzung ber Zeit des Lehrauftrages notwendig sei. Tic AusgestaUuiig des Prlvatdozententnms sei davon abhängig, daß untüchtige Glieder aus dem Lehrkörper auSgeschaUet werden könnten. Professor P Oppenheim bemertt, es sei falsch, bas Privat- dozemerrruni etma als Lebensberus auszusassen Die Entziehung der venia legendi bürrc nubt Einwendung ititocn bei Privatbozemen, du' zur Zeit der Einführung dieser Bestimmung bereit» bie oenm legnibi besitzen. (SKiterfciLj — Professor itohlet (Münd»en> spricht sich gegen bic Beschränkung ber venia legenbi auf Zeit aus - ^Brofeffor Kauf f man n Breslau : ES wirb schwer sein, alle Sdwben auszumerzen, bte sich bei einem so freien Berufe Herausstellen. Tic vauptsache ist, baß nnr uns veimißt bleiben, baß wir cm freier Beruf finb. Ich bitte Sie, etwas von bem Idealismus Webers in Ihre Betrachtungen Hinerninziehen. linier 'Zkrui ist nun mal tut Aus- nalriiicbtrui, unb fo muß man auch seine yärtai mu in ben Kaus nehmen. — Professor Schröbcr ^Darmstadt>: Fn Bonn bestand früher bie Bcftimmung, daß tue venia legenbi zu emer bestimmten Zeit von selbst erlischt. Ein Lrivatdozcnt, der. wie ich später hörte, ein guter Dozcitt war unb gegen ben auch jonft nichts ciniutomben war. ber allerdings einen etwas liederlichen Lebensioandel führte, so daß man ihm die Sachen abpfänbere, darum er aud) einige Bücher ber Uniceriität. erhielt imd) Av- lauf her Zeit von der Fadtttät bic oema legendi nicht erneuert. T-amals ging ein Sturm bet Entrüstung gegen btescs Auftreten durch die Universitäten, unb Fahre lang ivar m Bonn bie ju- ristische Fakultät ohne PnoatdozeM. Ich telbst wollte mich in Bonn habilitieren, sagte mxr aber, das »st gegen meine Würbe, nach xwmt zu geben. Später hat bann bie .fakulun bte Bestimmung daß bic venia leyenbt w einer beitintmten Zeit crlndu, auigc- beben, ein Fatulimsmuglied tagte bamalS zu mir, mau habe bei bem Fall eine gwße Dumuiheit gemacht Enuvcber hätte man beit Mann dulden, oder das offizielle Disziplinarverfahren gegen ibn nömun sollen Etwas anderes ist e», roemt em Arz: ben Pttvatdozcmenberus bloß als Anbängeschild bemitzt. — G-I>un-- iox Binbina Leipzig : Fch möd'te brmgeitb bitten, läßt sich die Frage nicht icid lid) unb sauber lösen, so wollen wir doch lieber bie $>anb davon lassen. öür alle Mißstände gibt rt kein Heilmittel. i0*9l die Abstimmung über bte Thesen Äraeprlin». *ic ^.LCiC 3, bic bas Erlöschen her venia legendi nach einer Frist Don b— o wahren oarsieht, wird einstimmig c.ögelchnt. — vi raus liebt Prose,wr v. Äniica im .Kauten des droieiiors Ätacpiiui bic übrigen L ^.-sen zurück, bte aber Profttwr Hartmann Wien wieder auinimmt, nut her Motivierung, daß jlraepclin jept an 'it-mcitb anoerrt Ansicht geworden sei als die Mehrzahl bet ^..itgt.cder LUi> s T n v a,j. uUebrertag tv:;b< f.^ a^-. Da» L.c4;t der 4.c«Kitte über buje Hochee ytigcn unb mtectiiuiucn Thesen nicht Neimen tu» en, weShatU r» bas xmb *iacp:ini adoptiere virobc XKiterfca bie Dhcsc .5 nahm ü.: Veiiamn-lung emrn Antrag . c. Leipzig in, der jeve ze.:!id> Be'^.^niung k.T v Nia tagend»^ für unzmassig erklärt Gegen den lni.c,: i.immie i mir 11 Stimmen. v_. _V* itKidx b Möglichkeit sedafjcu will, nirvlnr vehoiibers heirvnagende tzorsthc: andi ohne ^egrverpslichtung in Serbmbung mir ber Universität zu erhalten, bemängelt Bros, v. Amira Münchens daß man mit einer f.'ldxm Bestimmung möglichenve se Sinekuren schasien werde —^ei der A b st i m - munq wirb von ber TTx*'c 1 nur folgender — .tz stehen gelassen; ..Bei ber Auslese ber tzochi^ml'.ehrer sind Besäbigung iur wissen» scha't > rden 2. Klasse mit ann und v. Eil!' it Nr, 115, Robert Ülhelm Nr. 116 den nant Hans v. Pen; ir. 116 den Kronen. Zur Hinrichtung Ferrers. Montevideo, 14. Oft. Hier fand eine Protest-Versammlung wegen der Hinrichtung Ferrers statt, die mit einem polizeilich genehmigten Umzuge schloß. Buenos Aires, 14. Oft. Hier macht sich eine schmerzliche Bewegung wegen der Hinrichtung Ferrers geltend. Die Zeitungen fordern zum Boykott spanischer Dampfer auf und erklären, diese Hinrichtung sei eine große Gefahr für Spanien. »den halten. Juvisy, 13. Oft. Beim Wettfliegen um den Preis für tue beste stunde wurde 1. Graf Lambert. Bei dem Wettfliegen um den Preis der Gesellsck>aft zur Förderung der Luft- schiffahrt: 1. Paulhan; 2. Graf Lambert; 3. Gob ro n. Set dem Wcttfliegen um den Preis der dem Flieger zu- sällt, dessen einzelne Flüge die größte Gesamtentfermurg ergeben, lvurde 1. Paulhan; 2. Graf Lambert; 3. G.obron. Unfälle. Berlin. Heute sei er lim ein halb Prozent niedriger, als in Berlin. Dieses Ziel sei nur dadurch erreicht worden, daß Rußland seine Goldwährung ausrechterhalten habe. Eine deutsche Viark könnte beute zum Kurse von 48,08 statt 46,30 gekauft werden. Der Minister ging schließlich aus seine Reise nach dem fernen Oft en über und sagte, daß sie hauptsächlich der Ostchinabahn gelte. Die Politik der Regierung: in der Frage dieser Bahn ist ganz klar. Früher hätte die Bahn auch politischen Interessen dienen müssen, jetzt blieben nur kommerzielle Ausgaben.- Einfuhr russifcher Warm nach der Nordmandschurei, möglichst billiger Transport russischer Waren nach den Grenzprovinzen, bequemer Einfuhrweg chinesischer Rohprodukte nach Rußland, und die Zufuhr möglichst großer Mengen chinesischer Waren nach dem eis- ! freien .Hasen Wladiwostok!. — Nach dem Bankett bei dem Präsidenten des Börsenkomitees reiste der Minister mit dem Ex- I preßzuge nach Sibirien ab. 2. Qual. 63—65 Alk., 3. Qual. 51—53 Mk., 4. Qual. 00—00 Alk., 5. Qual. 00—00 Mk. Bezahlt wurden für das Pfund Schlacht- gew.: Kälber I. Qual. 82-88 Psg., Lebendgew. 48—52 Pfg., 2.Qual.72 —76Pfg., 2ebendqew.45 -47Pfg.-, Schlachtgew 65—68Psg., 5.Qual.Lebendgcw. 40-42 Pf.; Schale: 1.Qual. Schlachtgew.76 bis 00 Psg., 2. Qual. 60—64 Pfg. Schweine: 1. Qual. 79—80 Pf., Lebendgewicht 62,0-62,5 Pf., 2. Qual. 78—00 P'., Lebendgewicht 61,5-00,0 Pfg., 3. Qual. 72—77 Pfg., Lebendgewicht 00-00 Pfg. Geschäft bet Hornvieh gut, Ueberstand unbedeutend, bei Kleinvieh am, tem Ueberstand. Limburg a. d. Lahn, 13. Oft. Fruchtmarkt. Durchschnittspreis pro Malter. Roter Weizen (nassauischer) 18,25 Alk., weißer Weizen (angebauteFremdsorlen) 17,25 Mk., Korn 12,19 Mk., Gerste: Fiittergerste 00,00 Alk., Brauaerste 00,00 Mk., Haler 7,50 Alk., Erbsen' 0,00 Mk., Kartoffeln 4,00-4,60 Alk. KL6INC KlßS“: Türk.Tabak-& Cigaretten-Fabrik„Kios" o E. Robert Böhme, Dresden. Bukarest, 14. Ott. In Botoschani explodierte Dienstag nacht im dortigen Theater während der Vorstellung der Motor, der die elektrische Beleuchtung für den Zuschauerraum liefert. Es entstand eine furchtbare Panik. Viele Frauen und Kinder wurden zu Boden geworfen, mit Füßen getreten und furchtbar zugerichtet. Die Zahl der Verwundeten konnte noch nicht festgestellt werden. , Athen, 14. Ott. Der Finanzmintster erklärte bet der Beratung des Budgets, daß durch Ersparnisse und andere Maßnahmen 10 Millionen Drachmen erspart würden. Lei bet iÄ «sSs ->lde ÄW Don MKZFung rüt,rcn- ä?cus- höh? fr e »r-Zr kQmen fangen,J "L'A-»Ä '^endbegabtet L,Worte „und eine -len geftridjen. R» bS‘feJa“en' ä. d These 6, die dic rh u?? 9ec*iie Mmditgcmigenö W b,e, Mn von jum gefchästssühren. tgliebec nmtben jomt» -togungsjufs ivuidc "• -/voraus schloß otieit deutschen wch. gsanstaltGtoßi. r 304 Rciilcii' vciitcnaniräge, jon« Incrlcoigt mürben i° 9 Renlciigcslicht, ss n. Es fanden Gr« । (247 Invalide V); 22 mach '> rcnten- unb 2 Nllcr^ Zurücknahine u> ngesuche), jufamn«« t nuf Oktober üo» matt« n» i'1* agserstlütung geilcll äier Äcssicherier M » (!)• ll,,b 1 "5 ■bigt wur°e» »5 m bcarbeiien wam Anträge (189 & (9 H., U T- ,,ni x\ i U.-EriiattnngS' tunqsnnträge (34 »■' Sber übernejm £8 untergebM. miereni * 2'M SS-- 'etC'" aoterfan» üb» ’inl‘' Wn»i» 1« ***** auSl«1’1 n 9'U'dols/,. E.- „(ein *öd !?>• Zakof 1,1,0 lbc» bllCd) .hebe Frankfurt a. M., 13. Okt. Auf dem Fluggelände versuchte heute vormittag Leutnant C al d er ar a mit dem Bi ‘ 2p parat einen Ausstieg. Er kam auch hoch und flivg eine größere Strecke. Plötzlich fiel der Apparat aber zu Boden uwtowa rmd wurde star k b e s chä dtgt. ^amtt tst dcat wetteren Ver- sie einen Fluchtversuch untemwmmen. Mben nvl dem Wrtght-Apparat vorlauftg em I &e£ gesetzt. — I’rxnjf sand man auch Bill» Boy, der sich auf dem Bullion Peak Der Cloutb-Ballon, der gestern an der ^chborner Land- y^fchanzt hatte und reichlich mit Waffen und Munition ver- sßrahe auf freiem Felde nudergtng, wurde star k beschadtFt. unerschrocken, dm Kampf gegen die 20 Verfolger aufnahm, ^machst hatte der Ballon nur einen uiitedeuttichenP7 o tor- nidn möglich, bcn Indianer aus seiner Deckung zu ver- ßchaden erlitten, der zur Landung ztomtg^ Bet dem Wieder- amAcinenb verfügte er übest reichlichen Proviant; Hunger «ussttegversuch brach aber eine Kurbel welle. Das Luft- . Durst zwangen die Verfolger zur Rückkehr. Eine zweite Wff wurde auf der Stolle entleert und wrrd heute nvtter Bahn! Erpedition soll ausgerüstet werden, um den Möstder zu fangen, S er wird inzwischen längst spurlos entnndjen sein. öÄxben. Er nxrb I * c tz^ns. Dio wenig liebevolle und doch imfolFed^ien nicht nwhr ausste g . um 4 Uhr 35 Min. ™ iwch so beliebte Aposttop^erima , dumme Gans!", bte Itck, L a tba m tini?fonem®^ier zu eimmFlu« m allen Sprachen Europas edlen Mäd^stolzzorntg attfwallcn Äbt bet Äi W, ist in bte Atü» °°n einem y Luy w । bar den Ehrgeiz hat, die von ttorurteilsvollen Menschen so böswillig verkanntest schönen Naturanlagen der Gans wieder zu Ehren zu bringen. Jimmy hat man das Londoner Wundertier Latham blieb unverletzt. Parfeval III. at :€(,t einen Redatteur des Daily Chronicle empfangen und glatt auf dem Platz hinter dem tsraeltttschen Frtedhot. ^ntcroieto gewährt. Man legte der klugen Gans ein A u g s b u r g , 13 Ott. Die Stadt gab heute abend zu Karten vor und bat sie nun, Herz As herauszunehmen. Mit Shren der Insassen des „Parseval III ein Festmahl. Der f^^tzsicher Bereitwilligkeit begann Jimmy mittels ihres Schnabels irsprüngliche Plan, noch heute abend die Rerse nach Frankfurt beifeite zu legen, bis sie das gewünschte As end- mzutreten, ist aufgegeben worden. Das Luftschiff, das m>n Mtlitar < gefunden hatte, das sie .bann energisch mit der Pfote bedeckte, !>ewacht wird, wird die Nacht über in Augsburg bleiben und a^= xroltte sie sagen: „Mite schön!" Das Experiment wurde norgen früh nach München fahren nrehrfach wiederhott: aber die kluge Gans irrte sich nie. Dann Augsburg, 14. Ott. „Parfeval III trat um 9.49 Uhr rium ihr eine Anzahl von Blättern vor, auf denetc bte Be- «nte Fahrt n a ch München an, von wo er nad) ent]tunbigem zeulmmmen von allerlei Gegenständen aufgeschrieben waren: Tin- Ausenthalt nach Frankfurt zurückkehren wird. Die Ruafahrt geht , f Uhr, Zeitung usw. Ter glückliche Besitzer fragte iber Heilbronn, wo eine Zwischenlandung vorgesehen ist. ixmn '^e JiEY: „Was ist das?" und hielt ihr dabei ein 1 ■ -,r"------------------ " Tintenfaß vor die Augen. Sofort nahm Jimmy das betreffende Vermischtes. Papier mit der rickstigen Inschrift. 'Auch 'hier brachten alle * V o u merkwürdigen B e g e g u u n g e n m i t L ö w e u ! Wiederholungen des Kunsfftückes ntn bte Bestätigung von Jimmys erzählt A. H. Bryden in Chambers Journal interessante Einzel- Intelligenz. „Woraus tst diese Kette gemadn fragte der -bereiten. Wie bei den Menschen, so wechseln auch bei den Löwen sitzer bte Gan^ intb sesgte tbr eine MldE _llbr!ette, n?jrau Lharattereigenschaften und neben dem blutdürstigen Menschen- ohne Zögern das Papier chtt der Jnfchlrist Gold in den Schnabel jäger, der unerschrocken und überall sofort an greift, gibt es andere nahm. Aber ^rmmy ist nicht nur ein guter Kopf, sie hat and) Braut - Seide ■ 1.35 — Schon verzollt! — Verlangen Sie Muster! — DW10I de Mitglieder im Konftrmandensaal der Markus- ihren Einfluß gezeigt. Löwen, inie verwegen den Menschen auch vor Freude nut bcn Flügeln. XpStTinti) loaen von da genteinsmu in die Stadtttrche zum bei Tage angreifen, findet man vorwiegend in jenen Gegenden Kleine Tageschrornk. ^taottesdienst Pfarrer Schwabe hielt die Festpredigt; die des dunkelsten Afrikas, wo Weiße nur selten auftauchen und wo I ^er deutsche Dampf logg er „Adolf" aus Geeste- ‘Meter begleitete bet Posauncnchor. — Um ’AS Uhr nachmittags das Gewehr noch unbekannt ist. Es scheuft, daß die hauftgcn I Ulkirn^c her Toggerbank gesunken. Ein Boot des »irat unsere Turnabteilung in der Turnhalle der Stadt- Kriege zwischen den Ncgerltämmen die Kühnheit des Löwen er- Dampsers mit 11 Insassen wurde gerettet, ein anderes Boot mit imbenidnrlc sum Abturnen, verbunden mit Preistumen au. mutigen; die an den Kampfplätzeii liegen bleibenden Leidfcn lauen Kapitän und 9 Mann wird nod) vermißt. 'Bei lekterem fungierten als Kanipfrichter für das volksttimlidse den König der Tiere mit der Zeit die Furcht vor den Menschen ^lm gestrigen Mittwod, sttcßen bei Thann-Hatzbach uh ,kNrnen Lehrer Michel und Lotz und für das Geräteturnen Architekt verlieren. Als ter Gründer des Königreiches Barotse im ersten Hebel zwei Güterzüge zusammen. Von dem Zugpersonal er» »innert mio Hauptsteueramtsassistent Schlegel vom stNännerturtr- Viertel des vergangenen Jahrhunderts mit seinen ÄTicgcm im fltt(m 13 Personen Verletzmigen, darunter ein Heizer eine schwere Die Resultate waren überaus günsttg. — Am Abend ver- Betsdfuanerland einbrach, bezeichneten Tausende von Leichen den ^Ehiruersdfütterunq. Tie anderen Verletzungen sind leichterer irmTrtriten sich die Vereinsmitglieder mit ihren Angehörigen und Weg, den die Eroberer genommen hatten. Aioffat und andere q(rt Man glaubt, daß ein unerlaubter Eingriff eines v e r - --11er AnLabl geladener Gäste — insgesamt 500—600 — in Reisende der Zeit fanden dann ganze Siedlungen von Betschuanern, fchlafenen Wärters in das Stellwerk das Unglück hcrbei- ^teius Garten Das Programm des Abends.war sehr reichhaltig die ihre Heimstätten auf Bäume oder erhöhte Plattformen ver- geführt hat. „ I ^rr (^rnfhuinä blies ter Posaunenchor eine Motette, daran schloß legt hatten. Es war die wachsende Blutgier der Lölven, die die entsetzliches Unglück ereignete ficks in P I c c a d I l l y. Eine > gemeinsam gesmraene Lied: Lobe den Herrn, ten mädstigen I Neger in jene merkwürdigen Zufluchtsorte gerieten hatte. .Afti- ^kiß Holkirl ließ sich bei einem Friseur die Haare waschen. -rirnioter (xbren Hierauf sprack) eines unserer Mitglieder tentkanische Eingeborene haben oft genug Begegnungen nut Löwen Trocknen gerieten die Haare in Brand. Die Frau r^sgg slttin begrüßte Pfarrer Schwabe die Erschienenen und gehabt, die fast wunderbar anmuten. Ehe Zululand von ten urtt) bfe Tochter des Friseurs gerieten dabei ebenfalls in Brand, xen Jahresbericht ter zugleich einen Einblick in die Engländern besetzt wurde, ereignete sich ein derartiger merkwürdiger Die drei Frauen rannten brennend auf die Straße. Hinzueilende vielseitige Vereinsarbeit gewährte. — Mfttlerweile Fall: ein jagender Zulu stieß im Busch plötzlich auf cmen Schauspieler erstickten zwar die Flammen, aber die Frauen waren m lieh unsere Turner gerüstet, um vor ter Oeffenklichkeit Löwen. Unerwartet geschah das; kaum 1 Meter trennte ihn von sichtbar Derbrannt. Die beiden Piädchen sind gestorben. romiia afauleaen von ihrem Können, und die nun folgenden dem mächtigen Raubtier. Es war ein schrecklicher Augenblick; t -.Vnrr trfw-n Peifnmacn lAuftnarsck) unb Freiübungen, Sck>autumen der Mann eine Bewegung gemacht hätte, so würde ter Lowe ihn ' x Pnramiten. fanden allgemeinen Beifall. Dem Abschluß des sofort angegriffen haben. Allein ter Zulu war ein beherrschter, hütete die Verkündigung des Resultates vom Preis- kluger Bursche; in starrer Ruhe blieb er stehen und rührte ferne □vrnen unb die Preisverteilung. — stlach euter kurzen Pause | Muskel. Der Löwe starrte ihn an. Minuten^versttichen; endlich le. F r a n f f u r t a. TL, 14. Okt. (Telegr. Orig. - Bericht des _ , . , .. Gieß. Anz.".) Anitliche Notierungen der Yentigen Viehinarkt- 11 eften Lwei um'erer Mitglieder aus tem Cello zu Klavierbegleitung I entfernte sich das Raubtier: noch auf dem Rückzüge wandte cd I v t e n e. Zilm Verkaufe standen: 38 Ödsten, 00 aus Oesterreich, nh Gürten daß sie'in tem halbeii Jahr seit Gründung unseres mißttauisch ten Kops, um fid) zu überzeugen, daß kein Angriff ,37 Pullen, 0 aus Oesierreick), 888 Kühe, n-erfe^i, Stiere und Ruider, ^freSm:dteftcrd schon recht viel gelernt haben. — Unb nun I erfolgte. Eine Wegstrecke weiter begegnete der Löwe dann einem 472 Kälber, 352 Schafe und Häniniel, 834 Schweine, 14 Ziegen, '^a^ter Glanzpuntt des Abends, zwei Aufführungen, in denen I zweiten Eingeborenen, der im Schrecken seinen Speer erhob, um I y Ziegenlamm, 0 Schcftlanim. — Bezahlt wurden für 35 Sxnelcr unb Spteleritmen aus tem Wartburgvereftil I sich zu verteidigen. Sofort sprang der Löwe auf ihn los und stteckte 100 Pfund Scksladstgewichl: Ochsen: 1. Qualität 82—86 Mk., ' s/ kJ. «Rereiniauna Bonfirnricrtcr Vrädchen der Markusgemeinte ihn nieder : der Unglücflidte wurde so furchtbar verwundet, daß 2. Qualität 75—77 Vlk., 3. Qualität 62—66 Mk.; Bullen: ableaten von ihrem schauspielerischen Können. — Das I er eine halbe Stunde später starb. Noch aufregenter ist das 11, Qual. 65—67, 2. Qual. 62—64; Kühe 1. Qualität 74—76 'Dir., 'rftc©tüd Trat Herr treu Knecht", bas durch eine kürzere! Abenteuer, das ein anderer Zulu erlebte. Bei ter Jagd drang er I o R n"rt| -',1—Mk. 4. Qual. 00—00 SD1F.. 'nitnacte vvn Herrn Pfarrassistent Han ft ein eingeleitet wurde, hastig in ein Dickicht und sah sich plötzlich mitten in einer Fa- Fnelte in ter Hugeiwttenzeit und führte uns die Seiten, aber i milie von sechs Löwen; es war ein alter mächtiger Löwe, ein Tidi die Helten Hastigkeit und Glaubenstteue unseres evang. Glau-1 zweites ausgewachsenes jüngeres Männchen, eine Löwin und drei endocnofi'ai in Frankreich aus dem Jahre 1572 vor Augen. — I junge Löwen, kaum größer als Katzen. Eines ter Löwenbabys Das Äveite Sttick, das Pfarrer Adolph durch eine Ansprache lsprang sofort auf den Fremdling zu, als ob es mit ihm spielen mVätete Luther auf ter Wartburg", führte uns in bie Luther- wolle. Vor Zorn und Sorge außer sich, eilte die Löwin herbei ube dcn Wortburg und ließ uns in das Ringen und Kämpfen und umtteiste den Eindringling unzählige Mal. Aber der Zulu 1 nferes Reformators hineinschauen. — Die beiden Stücke wurden hatte eiserne Nerven, er verhielt sich absolut bewegungslos und an unseren jugenblid)en Spielern und Spielerinnen mit viel Hm- zuckte mit feiner Wimper. Später erzählte er: „Es war klar, abe und feinem Verständnis gespielt, und alle Teilnehmer waren! daß ich die Löwin doch nicht hätte erlegen können; und wenn es cm den Leistungen, wie überhaupt von.dem ganzen Abend vollauf mir gelungen wäre, so waren da noch zwei andere, die ihre striediqt. Mit dem gemeinsamen Gesang : Eine feste Burg l Gefährttn sckmell gerächt hätten." Nach einer minutenlangen i unser Gott, schloß die Feiere um st.'12 Uhr. | atemlosen Pause banger Spannung entfernte sich dann die ganze 1------- I Löwenfamilie: sie hatte fid) überzeugt, daß man nichts Böses ©erKpidiaah Igegen sie im Schilde führte. Nicht weniger seltsam ist ein anderes fc Wiesbaden 13. Okt. Ein im Verhältnis zu seiner I Löwenabenteuer, das sich in Matotse im Betschuanerland ereignete I Gjeßenei IDetiCVOlcnft. noend reckt bewegtes Leben entrollte sich heute bei einer Ver- und das zwei unanfechtbare Zeugen erzählen: Livingstone und! Boranssichtliche Witterung für Hessen am Freitag dem Wandlung vor der Strafkammer gegen den ans R 0 d h e i m bei Oswell. Bei ter Feldarbeit waren mehrere Frauen beickafttgt: 115. Oktober: Nachlassen des Regens, etwas kühler, vielfach neblig; -riedberg gebürtigen 19jährigen Handlungsgehilfen Georg W e l t e r. ein junger Mann trat zu ihnen und begann zu plaudern. Plötzlich am Tage etwas Aufheiterung. während seine Eltern in Franksnrt a. 2)1 wohnten, besuchte er das sprang aus dem Busche eine Löwin, warf den Mann zu Boden I -------— 1 1 -rtige Hasfelfche Institut, um 1903 die Kaufmannschaft zu er- und schleppte ihn davon. Eine ter Frauen stürzt hinterdrein, packt Mriqinal-Dral-tMeldUNgeN. 1 >rnCn. Infolge verschiedener Vergehen kam er mit dem Gesetz ,n die Löwin am schwänze und wird eine ganze Strecke lang inft- = • ’onflift weshalb seine Angehörigen ihn nach Amerika abschteben gezogen. „Beladen mit dem Mann im Rachen unb mit der Die Beyerung der russischen Finanzen. Zollten' Welter ging jedoch darauf nicht ein, er kam deshalb in Frau am Schwänze," so berichtet Oswell, „verlangsamte die Moskau, 14. Okt. In Erwiderung auf die Rebe hie Hwangserziehungsanstalt Aumühle bei Darmstadt; dort brannte Löwin ihren Schritt: nun sprang ihr bie Frau auf ben Rücken und Ke$ Präsidenten des B örfen komitees K r e ft0 w- — nach einem Jahr durch, wurde in Hamburg gefaßt und in die versetzte ihr mit einer kurzen schlveren Hacke einen harten Schlag njkow sprad) ter F i n a n z m i n i ft e r feine Genugtuung dar- l rziehungsanstalt Moorburg bei Hannover gebracht. Jrn Alärz auf den Schädel." Ein Munter geschah: die Löwin ließ ihre ü^r aus, daß bie stNoskauer Kaufmannschaft als das Wichtigste । i(>7 fehrte er nach seinem Elternhause zurück, sand aber ver- Beute los unb lief schnell in bas Dickicht. Die junge Frau, die Rußlands anerkannt habe, baß sich die Sinan;- und Kreditlage I rk Centtal Railroad-Ge- stellung des Kredites sei nur das einfach Eraebnis der natun- | Herzlosigkeit seiner Stiefmutter befand, Milde walten und erkannte s^ischaft eine Probefahrt zu unternehmen. Aus ter Fahrt wurde liehen Entwickelung, jetzt werde das ordeiftlid-e ohne Deii- wegen schweren Diebstahls in einem Fall und einfachen Diebstahls l Sckmellig^itsrrtord. Nachdem Seymour die Lokomottve te- zit ja sogar mit einem U eberschuß von 28,8 Millwnen ab» ' in drei Fällen auf sechs Monate Gefängnis. Auf die Strafe tourte j^cgcn imb Führer und Heizer ftennblich gegrüßt hatte, kam das lwschlossen. Das Ministerium habe dabei alles getan, um eine ein Monat Untersuchungshaft angerechnet. Kommando „Los" uni> mit Volldampf setzte sich bie riesige Maschine Ueterbürbung der Steueipflichtigen zu verhüten, pie c i n 51 gc > s -—--------- in Bewegung In rasendem Tempo sauste bie Maschine bie Strecke neue Steuer, die Steuer auf Zigaretten husten, .bringe nur LMchUahtt. lynumter, durch rauchgeschwärzte Tunnels, über surrend zitternde gegen fünf Millionen Rubel ein. Der Minister fmes weiter Brücken, hin über Klrrven, in denen bie großen Schwungräder daraus hin, daß in unteren Laubern tee Bickget-Lchlvierigkeitcn* „ "“A1.“b ; , ... , , der Maschine fick knirschend dehnten. Nach genau 52 minutiger Fahrt unvergleichlich fdfwerer leren, als m Rußland. D e u 11 ch l a u d Frankfurt a. M., 13. Ott. Heute nachmittag unternahm - ^r-uts inOssining ein, wo ein bcssonderer Salonlva> habe 420 Millionen neue Steuern votiert, das Budget Fr a n k - Laronde Caters funf^ P a s sag x x J.1 “ 9 9^ tötete 'Tie Messung der-GeschwmdilKit r e i ch s sei mit entern Defizit von saft M Millionen Frants den GoldfchmidteRothschild-Preis Maschitie streckenweise eine englische Meile, 1009 I eingebracht, in England seien wegen des Budgrtv ^.chwierig- Meter in 43 Sekunden zurückgelegt hatte. Als ter Admiral nach feiten entstanden, die sogar die Stabilität der Staatsordnung! ter wilden Faknt abftiog, meinte er lächelnd, intern er sich ten gefährden könnten. Nock> nie fei es vorgedommen, datz ter Zuis- Ruß von der Sttrn wischte: ^,Es war eine großartige Fahrt, ftiß in Petersburg und Moskau niedriger geweftii fei als in Ihre Lokomotive entwickelt eine fabelhafte Sck).nelligkeit." Berlin. Heute fei er | Eröffnung heute abend 5 Uhr Übertragen. 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