I MSetmuktniH n, atnbliebevev. i 1908. A furjtm A Mkgcrvater unb D lö(^nt, 2 Uhr vom El 8- °uS statt. 869 H ung Rot in Lesterreich. t ebrnbd 9 Uhr rei» ReichSratS- unb ete foH iiWG" find herzlich ewgeladeu. Zuiammeillem statt. erhoben. [Du/i i des Vereins zu Giessen. aüBgi i Saale des Ml Tchütz : Seit 16«: Bilde65 ä seMsenBorttaghabm, Ker im GlaS'. Ibau. "AZ 8 «hr -d-«" Aead“ Salzer. Saison in Gießen.) «ros- vo« ?er, LUvMS MV 1. -- Fc-rccH^°Tv^n u'ü AHA'S ctM SÄÄo-z =cäi; v'Ul- ^stcaße6 Erstes Blatt ISS. Jahrgang Freitag IS. Januar 1969 General-Anzeiger für Oberhessen M Stcinöntderei «. taugt. Brtattion, SxpedMon und vruSerei- §chulftr«tze 7. Ä Nr. 12 ' f Ter Siebener Anzeiger «rschelnt täglich, außer Eonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich / SiesjenerZamklienblätter; H zweimal lvochentl.Ureis- D d'.attsürdenAreisSießen N (Dienstag und Freitag); H zweiinal monatl. Land- i wirtschaftliche Seltfragen Fernsprech • Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depesche«: Anzeiger Gieße«. u■ wim■ > ■iteixias: Die heutige Nummer umfaßt 14 Seiten. Zur Zuftiznovelle. Am 5. mtb 6. November v. I. wurde btt Reichstag der Gesetzentwurf über die Aenderung des Gerichtsverfassungsgesetzes, der Zivilprozeßordnung, des Gerichtskostengesetzes und der Gebührenordnung für Rechtsanwälte in erster Lesung behandelt. Der Gesetzentwurf bringt Reformen, die tief in die wirtschaftlichen Verhältnisse der Gesamtheit und des Einzelnen einschueiden. Diese Tragweite de? Entwurfs geht auS den azhlreichen Publikationen und Aeußerungen von Fachmännern und Laien, besonders deutlich hervor, die inzwischen bekannt geworden sind. Die große Majorität der Vertretungen von Industrie und Handel sieht in der vorgeschlagenen Erweiterung der Zuständigkeit der Amtsgerichte einen Rückschritt; und die Majorität ist um so größer, als auch mehrere Vereinigungen und Verbände namens der von ihnen vertretenen Handelskammern gegen die geplante Maßregel votiert haben. Schließlich aber sind es — was nicht übersehen werden darf — gerade die größten und angesehensten dieser Vertretungen, die ihr Votum mit der Majorität gegen den Entwurf in die Wagschale werfen. Will man also „die Stimmen wägen und nicht zählen" — so ergibt sich nur um so deutlicher, daß Handel und Industrie die neue Fassung des § 23 G. V. G. als unzweckmäßig und gefährlich ab lehnen. Eine übersichtliche Zusammenstellung der zahlreichen gutachtlichen Aeußerungen zu dem Entwürfe findet sich in der soeben in Halle erschienenen Broschüre „Gutachtliche Aeußerungen zur Justiznovelle" von Rechts- Dr. Heinrich D i t t e n b e r g e r. In der Einleitung zu seiner Schrift meint der Verfasser, daß eine Teilresorm im Gebiete des Zivilprozesses abzrrlehnen sei, weil sie, wie jede Novellengesetzgebung, nur als Notbehelf in Frage kommen könne und iveil keine zwingenden Gründe vorlägen, die die Vorwegnahme eines Teiles der für eine nicht ferne Zukunft unumgänglich notwendigen Gesamtrevision des Zivilprozesses rechtfertigten. „Die von der Novelle vorgeschlagene Teilresorm insbesondere ist unannehmbar," sagt Ditten- berger, „weil sie hinreichend sorgfältiger Vorbereitung ermangelt, weil ihre nottvendigen Konsequenzen nicht genügend durchdacht und berücksichtigt sind, weil sie sich als ein Flickwerk darstellt, das, den einheitlichen Bau der Prozeßordnung zerreißend, neben wenigen Verbesserungen in mehr nebensächlichen Punkten erheblich eVerschlech- terungen gegenüber dem bestehenden Rechts- zustände enthält." Die Novelle stellt fiskalische Rücksichten in deu Vordergrund und es sei zu erwarten, daß die amtsgerichtlichen Prozesse zum mindesten bei den großen 'ind größeren Amtsgerichten weitere Verzögerungen erleiden würden. Zahlreiche Prozesse würden erheblich verteuert werden. Auch die geplante Einschränkung der Zuständigkeit der kollegiale:: Landgerichte zugunsten der mit kinzelrichtern besetzten Amtsgerichte bedeute eine wesentliche Verschlechterung der Rechtspflege. Durch die Aufhebung des Anwaltszwanges werde das Publikum zur Führung von »aussichtslosen Prozessen veranlaßt. Der Verfasser beklagt dann, daß die Interessen der Rechtsanwaltschaft nicht sorgfältiger berücksichtigt worden seien. In einer Zeit der ganz bedeutenden Steigerung -aller geschäftlichen Unkosten und während die Gehälter, Löhne und Vergütungen aller anderen Berufszweige eine Aufbesserung erfuhren, wolle man die Lage des Anwaltsstandes verschlechtern. DaS werd« mit Notwendigkeit auch auf die Verhältnisse der Angestellten der Anwälte ungünstig zurückwirken. In einer Eingabe des Vorstandes der Tnwalt- kammer Nürnberg an das bayerische Justizministerium wird direkt darauf hingewiesen, daß der mangelnde Anwaltszwang einen nicht mehr lebensfähigen Anwaltsstand schaffe. ES würde weit über den Rahmen eines Zeitungsartikels hinausgehen, wollte man auch nur einige der bemerkenswertesten Gutachten über den Gesetzentwurf an dieser Stelle wiedergeben. Jedenfalls muß man beim Lesen der Ditten- bergerschen Schrift den Eindruck gewinnen, daß hier ein geradezu erdrückendes Material gegen den Entwurf zusammengetragen worden ist, ein Material, das der Reichstag schwerlich unberücksichtigt lassen kann. Gegen den Entwurf machen nicht nur die Rechtsanwälte Front, sondern auch deren Angestellten; die Antwort, die das Reichsjustizamt unter dem 17. Dezember 1908 dem Verbände deutscher Bureaubeamten zu Leipzig auf eine Eingabe gegeben hat, ist allerdings recht bezeichnend. Die Antwort des Reichsjustizamts sucht die beiden Bedenken zu zerstreuen, die Ersetzung der Schreibgebühren durch eine Pauschalsunnne und die Erhöhung der amtsgerichtlichen Zuständigkeit bis auf 800 Mk. bedrohe den Stand der Bureaubeamten in seiner Existenz. Die allerdings zu erwartende Vernrinderung der Schreibarbeit werde kaum eine bedeutende Verminderung der Schreibkräfte gestatten. Was den zweiten Punkt betrifft, so beruft sich der Staatssekretär, um die an ihn geknüpften Besorgnisse zu zerstreuen, auf die bekannten Ausführungen' der Begründung der Novelle. Diese Ausführungen glauben eine nennenswerte Schmälerung des Arbeitsfeldes der Rechtsanwaltschaft und damit auch ihrer Angestellten in Abrede stellen zu müssen, ioas von der Anwaltschaft bekanntlich nut Entschiedenheit behauptet wird. Der Staatssekretär spricht die Hoffnung aus, seine Ausfiih- rungen würden die durch eine unzutreffende Beurteilung der Verhältnisse hervorgerufene Beunruhigung, die er lebhaft bedauere, zerstreuen. Ob die Hoffnung des Staatssekretärs sich erfüllen wird, ist mehr als fraglich. Vor allem ist der Hinweis auf die Be- .gründung des Entwurfs, recht unglücklich, und die Ditten- bergersche Schrift weist recht evident nach, wie sie manche falschen Vorstellungen erwecke. E. A. parlamentarisches ans Hessen. R.B. Darmstadt, 14. Jan. Der Finanzausschuß der Zweiten Ständekammer hat heute seine allgemeine Etatsberatung bei dem 4. Hauptabschnitt, Bildung und Erziehung, fortgesetzt. Zuerst berichtete Abg. Brauer über Kapitel 40, Lehrer-Seminarien, pädagogischer Kursus und Präparanden-Anstalten, die eine Gesamtausgabe von 335 187 Mark erfordern. Von dieser Summe erhält die Stadt Darmstadt einen Beitrag von 6000 Mark zu den Kosten eines Seminars zur Ausbildung von Lehrerinnen für das höhere Lehrfach. Weiter zahlt der Staat für das Lehrer-Seminar zu Friedberg 75 214 Mark, für das Lehrer-Seminar zu Bensheim 50111 Mark, für das Lehrer-Seminar zu Alzey 72 800 Mark und für das Seminar für Volksschullehrerinnen zu Darmstadt 53 264 Mark Zuschuß. Unter der Rubrik „Pädagogischer Kursus" werden ferner 7000 Mark und zur Unterstützung blchurstiger Seminaristen und Seminaristinnen in den vier Anstalten usw. weitere 26 000 Aiark angefordert. Sodann erhält die Lehrer-Präparanden- Anstalt zu Lindenfels 11518 Mark, die Lehrer-Präparanden- Anstalt zu Lich 18 412 Mark und die Lehrer-Präparanden-Anstalt zu Wöllstein 10868 Mark, während zur Unterstützung unbemittelter Zöglinge der drei Anstalten noch 4000 Mark zur Verfügung stehen. Aus dem Etat der Volksschulen ist hervorzuheben, daß sich die Gesamtdienstzulage der Lehrer und Lehrerinnen auf 2 015 000 Mark beläuft und daß die 21 Kreissckmlinspektvren an Gehalt, Wohnungsgcldzuschuß, Tagegelder und Reisekosten einen Aufwand von 139 540 Mark erfordern. Die Gesamtausgabe des Staates Deutschtum im Aurtande. Die von der hiesigen Ortsgruppe des Vereins für das Deutschtum im Auslande (Allgem. Deutscher Schulverein) veranstaltete öffentliche Versammlung war eine erfreuliche Kundgebung und nahm den schönsten Verlauf. Der Besuch war sehr gut, insbesondere waren auch die studentischen Kreise zahlreich vertreten. Nach der Begrüßung durch oen Vorsitzenden der Ortsgruppe, Geheimrat Haupt, der auf die Notwendigkeit und hohe Bedeutung dieser Bestrebungen Hinweis, gab Professor Nach fahl, der Vertreter der neueren Geschichte an der hiesigen Universität, in ungemein anschaulichem und packendem, durch Geist und Kraft aus- gezeichnetem Vortrage ein Bild von der Geschichte der Kolonisation im deutschen Osten und in Oesterreich. Nack der Volterwanderung war der ganze Nordosten Deutschlands toie das östliche Europa ein Besitz der Slaven. Karl der Große begann unter der Fahne des Kaisertums und der christlichen Kirche die Unterwerfung der slawischen Völler mit Waffengewalt. Das eroberte Gebiet wurde ger- -vmnisiert, christianisiert und kolonisiert. Vom 12. bis 14. Jahrhundert ist die Hauptzeit der Kolonisation, die aber ^ick)t durch die deutschen Kaiser, die in Italien weilten, «usgeführt wurde, sondern dura) deutsche Fürsten. Heinrich Ler Löwe gründete Lübeck, stiftete Bistümer und Klöster, eroberte Mecklenburg und Vorpommern, Albrecht der Bär »nachte die slawische Mark zu einem deutschen Lande. Das Christentum baute sich aus, Friede und Ordnung befestigten kich, Ackerbau, Gewerbe und Handel entfalteten sich durch Den Zuzug niederländischer Kolomsten. Die unterworfenen Landesherren erkennen immer mehr deu Vorteil, den der intensivere Ausbau des Bodens bietet, und riefen bald selber die deutschen Kolonisten ins Land; die einheimische Bevölkerung erlangt Anteit an der neuen Kultur. Auch auf die großen Geviete, bic den Klöstern für ihre Dienste bei der Belehrung jener Brüder überwiese:: worden waren, Hürden Kolonisten berufen. lleberall .aber folgte dem deutschen Ritter und Mönch der deutsche Bauer mit dem schweren deutschen Pfluge, rodete die Wälder, vertrieb den Slawen, der mit leichtem tzakenpflug nur kümmerlich Ackerbau trieb, oder wurde sein wirtschaftlicher Lehrmeister. Der deutsche Bauer ist zinspflicktrg, aber persönlich frei und hat vielfach ein erbliches Besitzrecht. Er brachte meist aus Niedersachsen deutsches Recht und heimische Gemeindeverfassung mit; es entwickelten sich aus den Dörfern Städte (vielfach mit Magdeburgisckem Recht), in denen Handel und Gewerbe blühten. In der kurzen Zeit von 150 Jahren hat sich in diesen Ländern die Verschmelzung der einheimischen slawischen mit der eingewanderten deutschen Bevölkerung vollzogen. Gegen Ende des 14. Jahrhunderts jedoch kam von Polen aus ein gewaltiger Rückschlag in diese Bewegung, und immer mehr hat «ich die Lage des Deutschtums in den slawischen Ländern seitdem drangvoll gestaltet. Der deutsche Bauer aber, der Pionier deutscher Kultur und Wirtschaft, bildet auch heute noch das mächtigste Bollwerk des .Deutschtums in den bedrängten Grenzbezirken. Der Beifall, der nach diesem Vortrage sich auslöste, war stürmisch und wohlverdient. Nachdem der Vorsitzende dem Dante auch im Namen der Versammlung beredten Ausdruck gegeben hatte, verbreitete sich der begeisterte Vorkämpfer des Deutschtums, Geheimrat Theobald Fischer aus Marburg, in geistvoller Weise über die heutige Lage des Deutschtums in Oesterreich. Seine interessanten Ausfüh» rungen hatten durch viele Einzelzüge, die der Redner aus eigener Anschauung und Erfahrung mitteilen tonnte, einen besonderen Reiz. Seit 1871 hat sich in Oesterreich ein großer Umschwung vollzogen; nad) der Einigung Deutschtan ds stieg immer stärker die große slawische Weile empor, und ungeheuer wuchs die llebermacht der Uebermut der Magyaren. Viele deutsche Jamiliemmmen und ehrwürdige Orte sind seitdem um getauft worden, die kleinste tschechische Nationalität wurde künstlich erweckt» die deutschen Schulen für die Volksschule beläuft sich auf 2 619 440 Mark, nur 2400 Mark mehr als rnt Jahre 1908. Darunter befindet sich, wie int Vorjahr, cm Betrag ton 241000 Mark, der für Zuschüsse an! bÄürstigr Gemeinden zur Aufbringung der Lehrergehaltc verwendet wird. Der ^lusschuß wird auch diesmal eine nähere Aufstellung über die nähere Verwendung dieser Summe von der Regierung erhalten. — Für das Kapitel Turn» und Zeichenunterricht beträgt die Anforderung im Etat 16 700 Mark, für die LandeSwaisenanstalt 193 066 Mark (gegen 207 443 Mark L V. , für die Taubstummenanstalt in Jriedverg 35 890 Mark, für die Taubstummenanstalt in Bensheim 44 491 Mark und für die Blindenanstalt zu Friedberg 33181 Mark. Der Ausschuß beschloß, bei den späteren Verhandlungen mit der Regierung die Frage einer Erhöhung der Pstegesätze in Anregung zu bringen. Für das Kapitel: Ho f b i b l i o t hek beträgt die Ausgabe 81192 Mark, für Kapitel Landesmuseum 99 020 Mark, für Denkmalspflege 36 5000 Mark. Hier fanden längere Aussprachen statt. Es wurde u. a. allgemein gewünscht, daß die Tage und Stunden, an denen die Sammlungen unentgeltlich zu besichtigen sind, praktischer ausgewähtt und vermehrt werden möchten. Ferner murden bei aller Anerkennung des guten Wirkens des Denkmalschutzes in Hessen doch Klagen darüber erhoben, daß dabei bisweilen zu weit gegangen würde und zu starke Eingriffe in das Privat- eigeutum vvrkämen. Für das Römisch-Germanische Zentralmuseum in Mainz iourden 8400 Mark, für den Historischen Verein 1000 Mark und für die Historische Kommission 2000 Mark bewilligt. Die Zentralstelle filr die Landesstatistik erfordert 58 045 Mark, worunter sich erstmalig ein Betrag von 5000 Mark als erste Rate für Veröffentlichung der Ergebnisse der Berussund Betriebszählung für das Jahr 1907 befindet. Die Geologische Landesanstalt beansprucht 44 008 Mark, der Geophysikalische Landesdienst 4100 Mark. Es folgte nun das Referat des Abg. Dr. Weber über die landw. Kapitel. Für Äandw. Unterrichts-- und Versuchs- Wesen werden 243 110 Mark angefordert und bewilligt. Daninter befinden sich 84 000 Mark für die Landw. Versuchsstation, 59 066 Mark für die Wein- und Obstbauschule zu Oppenheim, 24 800 Mark für die Obstbauschule und landw. Winierschule zu Friedberg und 69 424 Mark für die Landwirtschaftlichen Winterschulcn. Zur Unterftüfeung der milchwirtsch. Versuchsstation werden 5000 Mark bewilligt. Im Kapitel Boderrmeliorations- und Wasserversorgunas- wesen werden für Feldbereinigungstommissare 13 200 Mark, für 10 Feldbereinigungsgeometer und 8 -Gehilfen 46 300 Mark und für sonstige Kosten der Feldbereinigung 145 000 Mark, ferner als außerordentlicher Zuschuß an Feldbereinigungsgesellschasten in ärmeren Gemeinden 10 000 Mark bewilligt. Zur Durchftihrung der Feldbereinigung im chö Heren Vogelsberg wurde int Etat zruu erstenmal als Beihilse an Gemernden-und F-eldbcreini- gungsgesellschaften ein Mtrag von 10000 Mark ausgeworfeu und als erste Rate die Bewilligung von 5000 Mark beantragt Der Ausschuß hat dieses Vorgehen mit Freude begrüßt und gern seine Zustimmung dazu erteilt. Zur Hebu:rg des Kleinwinzerstandes in Hessen und zur Bekämpfung von Rebschädlingen wurden, wie int Vorjahr, je 2000 Mark und zur Bekämpfung der Reblausgefahr 45 000 Mark bewilligt. Im Kapitel: Förderung einzelner Zweige der Landwirtschaft werden im ganzen 144 190 Mark als Staatszuschüsse für die einzelnen Zweige der Viehzucht der Landwirtschaftskammer zür Verfügung gestellt Ein Antrag Köhler-Bähr ging dahin, btejc Staatszuschüsse der Landwirtschasts- kammer zur freien Verfügung zu stellen und zu bestimmen, daß diese Kredite untereinander übertragbar sein sollen. Ter Ausschuß hat diesen Antrag abgelehnt, ebenso auch den diesbezüglichen Antrag Bahr, Haas und Korell, den Regierungsvvrschlag dagegen genehmigt. Tas Kapitel 75 a, für Schlachtviehversicherung zur Bestreitung der dem Staat zur Last fallenden Kosten der Geschäfts- und Kasseführung 37 000 Mark zu bewilligen, beabsichtigt der Ausschuß zu streichele — Der Ausschuß trat schließlich noch ul die Beratung des Justizetats ein, worüber Abg. Dr. Gutfleisch das Referat erstattete. Beim Kapitel Gerichte, wurde die Debatte abgebwchen. Ter Ausschuß hofft morgen mit der allgemeinen Beratung des Etats zu Ende zu kommen und nächste Woche die gemeinsamen Sitzmrgen mit der Regierung ausnehmen zu können. e Die Abgg. Bähr und Gen. Beantragen zum Hauptvor- an schlag für 1909, daß in Kapitel 75, Titel 7, Ziffer 2 der Ausgaben für Förderung der Pferdezucht eingesetzt werden sollen 17 800 Mark unter Streichung der Unterabteilungen a und b, sonne der für die Gewährung von Unterstützungen für Fohlenweiden seinerzeit aufgestellten Regelw Ter Verband rheinischer Feldschützen richtet im Auftrag f ä m t - und damit deutsche Sprache und Sitte unterdrückt Deutsche Unternehmer werden zugunsten slawischer Industrieller zu- rückgedrängt, mit deutschen Steuern die galizischen Bolen unterstützt. Aus dem „böhmischen Hexenkessel" wiro die deutschfeindliche Agitation auch in die große Politik getragen. Durch die hufsitisch-ifchechifche Bewegung find 1409 die deutschen Professoren und Studenten aus Prag Vertrieben worden und haben die Universität Leipzig gegrünbet; als eine Art Vorspiel zu.r Halbjahrtausendfeier dieses Ereignisses können die jüngsten Gewalttätigkeiten in Prag angesehen werden. Der Deutsche soll nicht mehr als „Kul- turwünger" fremdes Volkstum stärken, ihm soll <;uch tut Auslande sein Anteil an den Gütern und Gaben der Kullur nicht verkümmert werderr. Auch dieser Vortrag fand lebhaften Beifall. Mit deut wärmsten Tank und der Aufforderung an die Versammlung, mitzuhelfen au der Erhaltung deutscher Stammes- art und deutsck)en Geistes, schwß dec Vorsttzende deu in jeder Hinsicht befriedigenden, großzügigen Vortragsabend. Einen erfreulichen Eriolg hatte dieser auch insofern, als in die in Umlauf gefetzten Listen sich zahlreiche 1'lltwefende als Mitglieder des Vereins cingczeichnct haben. Wenn demnächst an die Bewohner unserer Stadt die Bitte ergeht, dem Verein beizutreten, so wird jeder überzeugt fein, daß auch feine kleine Spende einer großen Sache, der deutschen; «chutzarbeit, zugute kommt • — Die Dresdner Kunstgenosse «schäft hat an den Professor Angelo Jank ein Schreiben gerichtet, in dem sie erklärt, daß sie völlig mit dem Protest der Münche:rer Künstler übereinstimme, die gegen die Behandlung der Jank'schen Bilder im Reichstage Verwahr einlegcn, und die Hoffnung ausspricht, daß bx Einmütigkeit der deutschen Künstler in solchen Fragen. Wartdel schallen inügV kicher Fclbschutzen Hessen? eine Vorstellung an die Zweite Kammer, in der sie bitten, die Stammet wolle lei der Hegelung der Lanbgcmeindeordmmg beschließen: Tie Gebälter der Feldichüf.en düricn im Mindeslbetrag nicht unter dem jeweiligen i'Usnblrchen JahresarbcilsocrdieiiÜ eiivachsener männlicher Arbeiter stehen, ferner sollen die Gemeinden veranlaßt werden, in gewissen Zeitabschnitten eine kleine prozentuale Gehaltserhöhung eintreten zu lassen. Aus Staöt unfc Land. Gießet'., 15. Januar 1909. " Tageskalender. Stadttheater: Freitag abend 8 Uhr: ^Cornelius Voß/ Samstag nachmittag 3',', Uhr: Schülervorstellung: ^Die Piccolomini." Verein Hundesport: Freitag abcnb 8 Uhr im „Hotel Schütz*: Vortrag des Poli-eikommiffärS Di o st über Polizeihunde. ** In Audienz empfangen wurde von S. K. H. bcnt Groß Herzog am Mittwoch il a. Amtsrichter Pücket von Friedberg. Ernannt wurde die Gcfangenaufseherin an dem Provinzialarreslhaus in Gteßen Elisabeth Peter zur Ge- fangenaufseherin an der Weiberstrasanstalt in Mainz. * Auszeichnungen. S. St H. der Großherzog haben dem Geigenvirtuosen Willy Burmester zu Darm- »tadt den Charakter als Professor erteilt, dem seitherigen ersten Vorsteher der isr. Religionsgemeinde Rechtsanwalt Iuftizrot Dr. Ferd. Phil. Mayer zu Mainz das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen und dem Bürgermeister, Ortsgerichtsvorsteher und Standesbeamten Adam Sen ßselber ,zu Büttelborn das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ** Bestätig te Beigeordnete. S. K. H. der Großherzog Haden der durch die Stadtverordnetenversammlung erfolgten Wahl des KLufmamiS Konr. Egenolf und des Rentners Friedr. S chmitt zu Darmstadt zu unbe- soldeteu Bcigeordneteir der Haupt- und Residenzstadt Darmstadt die Bestätigung erteilt. ** Lehrerpersonalien lieber tragen wurde dem Lehrer Angelin Nau zu Ilbenstadt eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Hainhausen, dem Lehrer Gg. Sander zu Ober-Scharbach eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Heusenstamm. Erledigt ist die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerftelte an der Gemeindeschule zu Fürsten gründ. Dent Fürsten und Grafen zu Erbach- Schönberg steht das Präsentationsrecht zu; eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zuKlcin - K' rotzenburg. ** Gewerbsmäßiger Güter Han del. Kreisamtmann Dr. U sing er hat in der Dezenrber-Versamm- lung des Landw. Bezirlsvereins Alsfeld in einem Vortrage über den geiverbsmäßigen Güterhandel in Oberhessen gesagt, dieser Handel ginge mit der wucherischen Ausbeutung der Bauern Hand in Hand. Tie häßlichen Begleiterschei- nnngen des Sach- und später des Geldwuchers machten es unumgänglich nötig, dem gewerbsmäßigen Güterhandel ent- gegcnzutreten. Die Geschäftsleute, die sich seither in Ober- hefsen mit dem Ankauf und der Parzellierung von Gütern beschäftigt haben, planen in Alsfeld eine Versamm- Lling, um darin gegen die Ansicht, sie seien durch wucherische Manipulatiotten in den Besitz von Bauerngütern ge- langt, Protest eittzulegen. Auch soll dem Ministerium eine Darlegung zugestelll werden, wie die Verhältnisse betreffs des Güterhandels in der Provinz gelagert sind. ** Die erste Operettenvorstellung des Darmstädter Hostheaters wird am Freitag, 22. d. M., stattfinden. Jur Aufführung gelaugt Verdis große Oper „Der Trou- b a d o u r.". öi«r Italien. Der erste hessische Eisenbahnwaggon des Lanbcsveieins noni Roten Kreuz mit Liebesgaben für die beim Erdbeben in Süditalien Verunglückten ist beute mittag von Darmstadt nach Neapel abgegangen. Der'Hilfswagen enthalt das komplette Material zur Ausrüstung eines Lazaretts für 200 Mann und hat einen Wert von 10 000 Mk. Es ist bereits ein ztveiter Hilfswagen vorbereitet worden, der sofort nach Instruktion aus Berlm nach dem Süden abgesandt werden kann. " Die Hilfstätigkeit für Italien. Man schreibt uns: Wir machen auf den heute erscheinenden Aufruf, den cm Kretskomitec zu Gunsten des durch Erdbeben so hart bedrängten Sub-JtalicnS erläßt, aufmerksam. Die ganz beispiellose Katastrophe, die blühende große Städte vom Erd- doden Dcrlilgtc und ganze Landstriche schädigte, sie hat baS Herz ;edes Menschenfreundes erschüttert und wird sicher ihren Widerhall in einer regen Beteiligung an der Sammlung fräben. So hat bereits die Handelskammer eine Sammlung cmgeleitet, die mit der durch das Krelskomitec beginnenden zusammen geht. Auch die Universität plant eine Veranstaltung (am 28. Januar in der Aula) für die Opfer des Erd- bebens in Südttalien. •* Ihr 2öjährigeS Dienstjubilaum feiern die Lokomotivführer H. Schneider, E. Kaiser, K. Wötncr, W. Klein, Ad. Möller, K. Brattn, G. Ott und W. Ludwig. Der Lokomotwbeamtenverein veranstaltet aus diesem Grund .morgen abend eine Feier in der Turnhalle. Der Evang. Arbetterveretn hält am Sonntag ira VeremSlokal seinen vierten Vortragsabend ab. Dr. Müller wird bei dieser Gelegenheit über Australien sprechen. Die Ausführungen des Referenten werden durch Vorführung von Lichtbildern und Vorzeigung von Gebrauchs- gegenständen besonders interessant gestaltet werden. Der Vor- verkauf der Karlen für den am 24. l. Mts. m der Turnhalle geplanten Volks Unterhaltungsabend dauert nur bis S"m 22. l. Alls. Ls dürfte sich deshalb empfehlen, sich rechtzeitig Karten zu sichern, umsomehr, als der Vorrat nahezii ausoerkauft ist. Außer der Aufführuug des sozialen Schau- spielS r$ie Söhne deS Arbeiters' sind an diesem Abend in den Pausen Musikvorträge eines StretschquartettS unter Leitung deS MusiklehrerS Gernhardt vorgesehen. ** «par-Rabattvcrein. Ein Verein ist hier in Büdung begriffen, der vom Standpunkt des reellen Detail- Handels zu begrüßen ist, und zwar eilt gemeinfamer Spar- Wattmarfen-$crein (uidit mit den Rabattkarten einzelner Kaufleute zu verwechseln). Solche Vereine wirken äußerst erzieherisch auf den Detailhandel als einzig wirksame Er gänzurtg |üi das mangelhafte Gesetz des unlauterett Weti bewerbe uni> höchst angenehm für Käufer, da für alle Geschäfte nur ein Markenbuch zu behandeln ist und dieses, in wenigen Tagen beklebt, einen Wert von 5 Mk. repräsentiert, welche Beträge an der bestimmten Bank oder Kasse ausgezahlt oder verzinslich gutgeschrieben werden können. Es wäre deshalb zu begrüßen, wenn jeder reelle Kaufmann, der nicht gegen die Gesundheit des Detailhandels ist, diesem Verein beitreten würde. *♦ T as Alte stürzt. Nachdem Ende Januar das städtische Tiefbauamt die früher Reatzsche Besitzung an den Neuen Säuen verlassen, stand bas alte Bauwerk wie eine „Kracheburg" da. Am 1. Januar ist das Besitztum in die Hände des Eafetiers Rath übergegangen und seit einigen Tagen ist man am Werk, das Bauwerk niederzulegen, um Platz zu schaffen für einen Neubau, dessen Plane vom Architekten Hans Meyer entworfen sind. Im Erdgeschoß des neuen Gebäudes wird ein großstädtisches Wiener Cafe helle und luftige Räume erhalten. Eine geräumige Terrasse wird sich vor dem Cafs hinziehen, so daß bet günstigem Wetter die Gäste auch im Freien sitzen können. Selbstverständlich werden bei dieser Gelegenheit die Neuen Baue, entlang des jetzt Rathschen Anwesens, verbreitert, ebenso wird dte Trillergasse eine Verbreiterung auf 4 Meter erfahren. Die Hauptsache aber ist, daß die Spitze des Gartens abgeschnitten wird, die über die Bauflucht der Iohannesstraße hinausragte. Hierdurch wird au dem Treffpunkt des Neuen Weges, der Neuen Bäue und der Johannes- straße ein kleiner Platz geschaffen, der an dieser Stelle für den wachsenden Verkehr in unserer Stadt eine Notwendigkeit ist und der dem Straßenbild und der Gegend am Theater erst das rechte Ansehen verleiht. “ Leihgestern, 14. Jan. Letzten Samstag abend hielt der Kriegerverein „Hassia" seine Jahres- Versammlung ab. Der seitherige Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt. Das Barvermögen des Vereins beträgt trotz uahmhafter Krankenunterstützungen und der Auszahlung eines Sterbegeldes bei vier Sterbefällen noch 400 Mk. Auch durch den Hassia-Verband wurden 2 Veteranen des Vereins unterstützt. Von der Versicherungsgesellschaft „Providentia", sowie der „Zürich" wurden dem Vereine Bonifikationen im Gesamtbetrag von nahezu 65 Mk. zuteil. Die Verbandszeitung „Ter Hessische Kamerad" wird in 32 Exemplaren gehalten, 5 Kameraden sind in der Sterbetasse der Hassia versichert und 60 Hassia-Kalender wurden im Vereine bezogen. Wie es sich für alte Soldaten ziemt, wurde S. K. H. unseres Landesfürsten, sowie S. Ntaj. des Kaisers in Ergebenheit gedacht und mit fröhlichem Gesang patriotischer Lieder in ein neues Bereinsjahr eingetreten. -s- Lang-GönS, 14. Jan. Frau Fitzler, von der wir neulich berichteten, baß sie in bis Scheuertenne stürzte, hatte heute ba§ Unglück, baß sie bit Treppe herunter- stürzte. Sie mußte wegen schweren Verletzungen in bic Klinik nach Gießen gebracht werben. □ Kirch-GönS, 14. Jan. Die Wander-Haus- haltungsschule für ben Kreis Fricbderg hält im Februar hier einen Kursus für Frauen unb Mäbchen aus Kirch-Gün8 und Pohl-Göns ab. — Lebhafte Genugtuung herrscht hier über bic Nachricht, baß bie seit Mai v. I. eclebigte Pf arr- stelle im Laufe dieses JahreS wieder besetzt werden soll. Es hieß anfangs, die Stelle solle entgehen. = Allendorf a. d. Lumda, 14. Jan. Die billigen Brotpreise, von denen dieser Tage von hier berichtet wurds, gelten nicht bei allen Bäckern, sondern sind von zwei aus Konkurrenzabsichten cingcführt worden. Namentlich der größte Bäcker am Ort, der viel Brot nach auswärts, bis nach Gießen hin, fährt, ist beim früheren Satz von 54 Pfg. geblieben. -^Trcisa.d. Lda., 14. Juni. Am Mittwoch abend fand die Generalversammlung oes Turnvereins statt, bic einen recht guten Verlaus nahm. Amvesend waren ungefähr 100 Mitglieder.^ Die Tagesordnung war reichhaltig. Aus bcnt Bericht des Vorsitzenden, Lehrer Walther, war zu entnehmen, cau der Verein ein 3 jährige» Bestehen hinter sich hat und Mitglied der Deutschen -tuinerschast ist. Seine Mitgliedcrzaht ist m ^Ercinsiahr um 62 gewachsen, so daß der Verein jetzt 136 -Ast.glieber zählt. Zum Militär tarnen 4 Mitglieder. Die Ge- 1 dürfte des Vereins wurden un Vereinsjahr in $jdci Hauptversammlungen und sechs Vorstandöslyungen erledigt. Ziegen Anteil nahm der Verein an den turnerischen Ereignissen des Jahres iimrden Gauturnfahrt, Gaufest und Deutsches Turnfest bo 'chutt. Bet der Gaulumsahrt gingen als Sieger ine Turner Kehr und Amend hervvr, beim Gauturnscst stellte der Verem zwei Mufterricgcn, denen der 7. und 12. Sieg zuteil wurde: au Berbern erhielt int Sechskainpf ber Turner Amcnd einen Sieg Vunr deutschen Turnfest in Frankfurt a M. entsandte der Verein ebcnsalls eine Musterriege, die gut abschnitt. Betrachtet man die Ersolge des mngen Vereins, so kann er mit den Errungen- ichasten zuttieden fein. An dem Jugendfcst der Gemeinde beteiligte nch der Verein durch Vorführung von Stab- und Geräteübungen, ebenso nahm er an ocn Veremssesten der Turnvereine Lollar und Großeii-Bujeck teil. Die Beziehungen zu den Brudervcreinen sind überhmwt sehr herzlich. Mit Rüch'icht aus die ungeeigneten Mumverhaltnissc sah man im verflossenen Jahre mm einem Abturncn ab, es fand hierfür eine Abendunterhaltung statt die außerordentlich gut besucht war. Mit dem kommenden rid>tcn. R.B. armitadt 15. Jan. Tel '» An dcr t c ch ni sche n v o ch s ch u l e kam cs zu cmem Konflikt zioischeu dein Senat .totstu’bentenfcbaf t., well Her feit drei Jahren an ber voch,chule wirkende Prof. Köhler einen Studenten Dadurch beleidigt hat, daß er ihm sagte: „Sie verslrhen ja nichts.' Ta werde ich mir lieber einen ^cklosserlehrliiig h^ranholcnIn emcr Vroteiweriammlung ber Studentenschaft sagte nun dcr istudenl u. d. : „Daß man es unter solchen llinftnuxni verstehen wnuc, wenn ein erregter Student Dem Herrn Professor eine Oyrsinge gäbe!" Dieser Aeichcrung wegen erhielt er das Konzil hv’/a •MK8B2SQF388S. ff”3«» 00295 Gießen, den 15. Januar 1909. Inventur-Ausverkaufs ScMuuwart«. w Männer-Tunvereii usw. usw. Abmarsch Ludwigsplatz. Der Vorstand. Kommt und jubelt! Kommt und Jubelt! Frankfurter Schuhlager KL Reiss am Freitag, den SS. ds. Mts., abends Uhr, tut Nerernslatal Der Vorstand. vI5/J Giessen Telefon 539 Mäusburg 12 a'% (0304 zuzügt. Stückzinsen vom i. , 2000, looo, ZOO, ZOO und 200. Stücken von Mk. ioooo, zooo a"/t Andreae. Heichelheim. Umtausch gestattet! Umtausch gestattet! Wendelstemer Hansners Brenneffel-S-iritus Mk. 2.50 -2.60, Maschinenstroh Mk. 0.00. Die Zufuhren waren aus den Kreisen Düdinaen und Dieburg. Tendenz fest. Jedes Paket enthält 1 Gutschein für Knorr-Sos. Zu recht zahlreichem Besuche ladet ergeben,t cui A. Rappmann. Direktor und Inhaber des Koloffeums Gießen. Ein grosser Posten Tanzschuhe extra Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hessen am SamStag den 16. Januar: Trüb tmb regnerisch. Fortdauernd mild. Starke westliche Winde. Obige Anleihe wird Dienstag, den ly. Januar ds. Js. zur Zeichnung aufgelegt. Der Zeichnungspreis beträgt 1OÄ.7O (Ein schwerer Grubenunglück. Jnr Kohlenbergwerk von A j k a bei V e § zp rirrt in Ungarn erfolgte gestern durch Kurzschluß eine Explvsron schlagender Wetter. Bisher ftnd sechs Tote auf- gefunden worden; man befürchtet, daß sich noch zahlreiche Mrbeiter in der Grube befinden. In der Nacht gelang es, das Feuer auf den Ort zu beschranken und sämtliche Eingänge freizumachen. Von 240 eingefahrenen Bergleuten sind bisher 16 lebend und 4 5 tot geborgen worden. Es besteht Hoffnung, die übrigen Arbeiter zu retten. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme während der langjährigen Krankheit und bei der Beerdigung unserer unvergeßlichen, lieben Gattin, Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Elise Noll, geb. Schaum sowie für die zahlreichen Blumenspenden sagen wir unseren innigsten Dank. Die tief trauernden Hinterbliebenen- mb der VersÄmnlüngskeiter entern Verweis. In einer gestern «bqebaltenen Versammlung beschloß die Studentenschaft, eure i n g a b e an den Senat, indem sie betonte, daß ite in der Acußc- -mtq des Studenten keine Beleidigung finden könne und dae Aufhebung der Maßregelung verlangt. Wm« Kircherrplatz 9. ?6i Eine interess. Besuch der deutschen Nordsee-Bäder 1 Jeden Tag von 2—10 Uhr geöffn. HLfsrmLdl Bestes Rohmaterial und sorgfältige Fabrikation bedingen die wertvollen Eigenschaften von Knorr’s Hafermehl als leichtverdaulichste, nahrhafte und Durchfall vorbeugende Kindernahrung. sämtliche Schuhwaren während des Handel. - Neue Anleihe der Stadt Darmstadt. Wie ge- melbet, beabficlstigt die Stadt Darmstadt die Austwhme emer mer- orozentiqen Anleihe in Lobe von 10 Millionen Mark. Die Anleihe soll hauptsächlich dem Ausbau de? elektrischen Straßenbahnnetzes dienen und zur Bestreitung der Kosten von Schulhausoauten. grenze zürn Generalrsfitnus an .Stelle des Generäls be t4 Croix em amt t luorben ist. London, 15. Jan. Dailh Expreß meldet aus Liss b on, daß man einen Hand streich seitens der Rcpw- blikaner befürchte. Zahlreiche Truppen besetzteit die Stadt> viele Verhaftungen wurden vorgenommcn. Die Garnison von Lissabon ist verstärkt worden. Die Minister hielten gestern abend spät noch einen Kabinettsrat ab, in welchem die betreffenden Maßnahmen verfügt wurden. Maueranschläge besagen, daß die Republikaner sich rächen werden und daß der Stnrz'der Monarchie bevvrstehe. Sonntag, 17. Januar, nachm. P/8 Uhr Tarngang Hochwart—Schifsenberg—Watzenborn-Steinberg. (v15/1 Märkte. (Sieben, 16. J-m. Siebmarft. »et dem «m 12. mb 13. ds. MtS. abgebaltenen Markte waren ausgetrreben 1231 Ctna Rindvieh und 111 Schweine. — Der nächste Markt stndet am 26. und 27. Januar statt. k«. Frankiurt a. M., 12. Jan. Leu- und Strohmarkt.) Anaesahren waren 5 Wagen Leu und 2 Wagen Stroh. Bezahl wurde für Heu Mk. 3.50-3.b0, für Stroh (Kornlanqstrohl Januar 1909, und kann die Zahlung bis zum 26. Februar 1. J. erfolgen. Die Anleihe ist eingeteilt in Zeichnungen mit Sperrverpflichtung werden vorzugsweise berüchsichtigt werden. Wir nehmen Zeichnungen jetzt schon entgegen. Mitteldeutsche Creditbank Filiale Giessen Grigrual-Drahtmel-nrrgen. Wien, 15. Jan. Frankreich und Italien haben neuerdings in Belgrad die ernstesten Vorstellungen über das Treibendes Kronprinzen Georg erhoben und auf das nachdrücklichste Mäßigung mit dem Hinweise darauf empfohlen, daß man sich im Falle eines ruhigen Verhaltens Serbiens bemühen werde, für Serbien wirtschaftliche Zugeständnisse von Oesterreich-Ungarn zu erwirken, für die in Wien eine gewisse Geneigtheit besteht. Paris, 15. Jan. Aus guter Quelle wird mitgeteilt, daß zwischen der französischen und argentinischen Regierung gewisse Schwierigkeiten bestehen sollen, die zu einer Art finanziellen Boykotts gegen Argentinien geführt haben. Vor mehreren Monaten forderte Argentinien oie Firmen Krupp und Creuzot zu einer Kanonen-Konkurrenz auf. Wie die Franzosen behaupten, habe sich die Kommission für die Schneider^Äe- schütze erklärt, sicher ist aber, daß der argentinische Kriegsminister die Bestellung an Deutschland gemacht hat. Paris, 15. Jan. Der „Matin" teilt mit, daß General Pau, Befehlshaber des 20. Armeekorps an der Ost- Kolosseum Giessen Walltorstr. 36-38 (früher Cate Leib) Telephon 644 Heute Freitag, den 15. Januar 1909 Grosse brillante VorsteBSung mit • Peter Pranps Kölner Burlesken e Zur Aufführung gelangt: „Das ist der Gipfel“ und „Liebesmanover“ Außerdem heute zum letzten Male das wundervolle Spezialttäten- Programm mit Man de Wirth, bester Soubretten-Darsteller. Im vorderen Restaurant: Konzert des Wiener Damen-Orchesters , Edelweiß." Das Ensemble spielt Samstag, Len 16. Januar 1909 im Taunus-Hotel in Butzbach. SFÄtf* Zeichnung auf ML 70 000 000 41 Badische Staats - Anleihe unkündbar bis 1918. nn noch m J e Hinang, !:i Wöng. wußte l'hb s eia,*< ®< ^Eichichte L $cn,^°n I -e »ÄS W >°d. Ä I Sä'“» -u. s, iiet *nä >°ird eilt Srittel fatal toteiotfai, ^9 im Fanuar - em Regen, der den Schnee ... r- l,t .besonders unseren ' gewesen, da der Wasser- Mhlen nicht den M sie onnten. Allerdings sind. ■rem für die kommenden ^geschoben. Toch Haffen elegenheit gibt, das ge- * ge mehrmals zu wieder- neu Verlauf genommen li die Eisbahn geführt 'a§ erste Gewitter in ", njchen 4 und 5 Uhr auf, ogrl, unter Donner und öilUcher Richtung weiter, i dem Abgeordnetenhaus für 1909 find als erste llsgerichtsgebäudeZ 00000 Mk. eingestellt, cgangene Nacht tobte hier Gestöber und Regengüssen Donnem und Blitzen ein — Zm Walde bei Hatz- teten Knecht- H. Nebel l, bap der Wann Selbst- : s .init wurde ernt Ittm Manne mit den iinc größere Festlichkeit Xie Abgeordneten«1 schon Kriegerbun- nb der miegerverem i bannt ein Fest, fm 3um in Aussicht ge- aiuiac ist hm von der Lditet, was von hiesigen ht mürbe. - lm melschamrn und * rmiltag gegen 9 Uhr te 7ml einzelnen rjchiedenen Schaden M- /war in langen Zähren - -,xLL»" ÄS- ; Sä führen . qo6 n>ar, » 9nni ?bemS»rsib,n' tbe B-tt-g- f geine ’ÄaJb”e ", M-i- “» *»»$%** -Wr-> Staunend billig sind jetzt die Preise für Samstag, den 16. Jan. 1909, abends 8 Uhr, findet in der Turnhalle die Feier des 25jähF.0ienst-Juliilffls der Kgl. Lokomotivführer Herren Ad. Möller. W. Klein K. Braun» K. Wörner, Off. Ott, E. Kaiser, w. Lndn ig 1L H. Schneider verbunden mit dem 13 jährigen StHtungs - Feste statt. v»/J Der Vorstand. ytMWffg- Nur Mitglieder und ■1**^ mit Einladungskarten vericbene Gälte baden Zutritt. Stenograph.-Gesellscbait „Gabelsberger“ Giessen Einladung zur Masche M. 0,75, 1,50, 3.—, seit vielen Jabren als vorzügliches Haarwasser von intensiver Wirkung gegen Haarausfall, «chuvven, k—_ Kablkövstakeit uiw. bekannt. Nur die Origi- imMZche mit der allein ächten Marke.„Wendelstemer Kircher " bewahrt vor Schaden, sonst weise man lebe Nachahmung schleunigst unb überall zurück. Vorrätig in allen Apotheken,Drogerien unb Parfümerien- Univ.-Apoth. z. golb. Engel,- Drog. O. Schaafs Ang. Noll! Kreuz-Drogerie,- W. Kilbinger, Lowen-Drogerie: E. Karn, Zentral Drogerie. -------------------------------^S_21 Kinder-Gummischuhe von , Mk. 1.25 an Kinder-Pantoffel von . . Mk. —.25 an Kinder-Stiefel von ... Mk. 1.25 an Damen-Kamelhaar-Schuhe v. Mk. —.85 an Damen-Schnallenstiefel Mk. 1.50 an Filz- und Ledersohlen Herren-Schnallen-Stiefel . Mk. 1.75 an Betreffend: Sammlung für die in Südttalte« durch Erdbebe« Geschädigte«. Bekanntmachung. Indem wir nachstehenden Aufruf zur allgemeinen Kenntnis bringen, ersuchen wir die Grohh. Herren Bürgermeister, demselben möglichste Verbreitung zu verschaffen, sowie zur Empfangnah ne von Spenden sich bereit zu finden. Die Beiträge sind an Großh. Kreisamt Gießen (Krcisamtvgehilse Lenz) abzuführen. Gießen, den 14. Januar 1009. GroßherzoglicheS Kreisamt Gießen. I. D.: Welcker. hi bee feftlitb beforierttn Räum« be» KOLOSSEI ns. Prämiikrung^'Z^Z-^ Achtung! Achtung! Kolosseum Giessen WaDUrrtr. 36—83 (froher Caft Leib) Telephee S44 SawStag, bei 16. Jauaar 1909 II. Gros*er Wriplioeü-NaskM Ml irwf 2 Ein furchtbares Unglück ist über Italien hereingebrochen. Menschenleben ohne Zahl sind vernichtet, blühende Wohnstätten vom Erdbeben verschwunden, ganze Städte zerstött, ganze Provinzen verwüstet. Angesichts der verheerenden Katastrophe, die mit so entsetzlicher Sprache zu uns spricht, öffnen sich überall im Deutschen Reiche Herzen und Hände, um in werktätiger Opferwillig'eit Wohltat zu üben und Elend zu lindern. Es gilt, die Gaben der Einzelnen zu sammeln und die Hilfstätigkcit zu organisieren. Zu diesem Zwecke hat sich ein Kreiskomitee gebildet, das sich mit diesem Aufruf an die Bewohner des Kreises wendet. Jeder Bettag, auch das kleinste Scherflein, ist willkommen. Sammelstcllen sind: die Bank für Handel und Industrie, die Mitteldeutsche Kreditbank, sowie die Bezirkssparkaffe Gießen, desgleichen sind zum Empfang vonBcittägen die unterzeichneten Komiteemitglieder bereit. Alice-Frauenverein, Meßen, Bergsttaße 3. Andrea-, Bankdirektor. Dr. Bartholomae, Rektor der Landes- Universität. Bayer, Dekan. Dr. Breidert, Keheimerat, Provinzialdirektor. Bücking, Landgerichtsdirektor. Dietz, Bankvorstand. Doering, Direktor. Gabriel, Stadtverordneter. Kail, Kommerzienrat. Grünewald Bankier. Grünewald, Justizrat. Dr Gut fleisch, Geh. Justizrat. Dr. Haberkorn, Medizinalrat. Heichelheim' Kommerzienrat. Heichelheim, Bankdircttor. Helm, Stadtverordneter. Jos. Herz, Bankier. Heyligenstädt Kommerzienrat. A. Klein, Druckereibesitzer. Köhler, Reicks- und Landtagsabgeordneter. Leun, Landtags- abgeordnetcr. Mecum, Oberbürgermeister, von Müller, Obe.st und Regiments-Kommandeur Mueller Kommerzienrat. Müller, Bankvorstand. B. Müller, Lehrer. Dr. Rausch, Geh. Schulrat. Schaffstadt,' Kommerzienrat. Nathan Stamm. Dr. Güngerich, LandgerichtSpräsidcnt. Säumer, Kommerzienrat' Dr. Schmidt, Geh. Iusiizrat. D. Schlaffer, Kirchenrat. Wilhelm, Graf zu Solms-Laubach. Karl, Fürst zu Solms-Lich. Baruch Strauß, Bantter. Welcher, Regierungsrat. Unter Hinweis auf vorstehenden Aufnif schließt Großh. Handelskammer hiermit die zu Gunsten der notleidenden Sicilianer durch sie veranlaßten Sammlungen, indem sie allen gütigen Spendern für die Geschenke an Kleidungsstücken und Geld Dank sagt. In anerkennenswerter Weise sind erstere durch den Dctaillistcn- Berein in 6 großen Kisten und it Paketen nach Sicilicn gesandt worden, während bisher eingcgangcne und veröffentlichte Barbettäge durch das Landeskomitee ihrem Zweck zugefuhrt werden sollen. Großh. Handelskammer Gießen. 2 elegant eingerichtete Zimmer, Wolin- und Schlafzimmer, mit Zentralheizung, elertr. Licht re- zu vermieten. 107 A Kilbinger, SelterSweg 79. 0269] Zwei möbl. Zimmer sofort zu vermieten. tyrabenftraste 4 vt. Mlinimi'r AU vermieten ____. Jlllim t (vbelftrnhe2.TT. LAden etc. fin iirränmigrr fabra, auch geteilt, fofort. sowie daselbst auch drei 3- Zimmerwobnungen vom 1. Avril er. an zu Denn. Näheres bei Winn & (Jo., 164 Batmbofstraste.iVl. Gesucht: ü-Zimm.-W. v. 1. Avril. Offert, unt. 0292 an d. ©ich. Anz. l=3immrr=!Sii nun < Dame zu mieten gesucht. !396 Näh, bei August Slröll, SelterSw. 1—6-Zimmer Wohnung oer 1. Avril gesucht. Nahe der Kliniken uitb Universität bevorzugt. Schrift!. Angeb. m. 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IIWWSSS—M—1 Die von mir gegen Hetnrtch Jäger aus Mainzlar gemachte Aeusterung nehme ich mit dem gröstten Bedauern zurück. "383 ______Wilbclm Becker UL. Der ffinder wird gebeten die Ubr, welche von SelterSweg bis Blockstraste verloren wurde, binnen 8 Tagen abzugeben. da derfelbeerkannt wurde, widrigen» falls Anzeige erfolgt. I002H9 Abzugeben bei d. Qberlchwester der Medizinischen Klinik. Tauberes Mädchen für einige Stunden des Tages sofort gesucht. 403 Zu erfr. ^udwigstr. 67 im Laden 'träft, brav, fleist. Hau^umdchen umtl.ffebruarobcr fväter gesucht. Zu melden mit Zeugniffen. 397_________Wilbrlm,traffc 26 nrifihrs brnüfs Mäkchen für Anfangffebruar gesucht. :j89! Walltorstrane vart. Gesucht für L Avril zuverläfng. Mädchen für Küche und SauS. >391 Frau Regierungsrat Hoffmann, Slld^Anlage 19.__ Ein tüchtiges gutes (0232 Mädchen sucht ffrau Ctto Hockttättcr, __SelterSweg 56, im Laden. Liiihtigks iBSbdifn urfndjt 308]_____________Vlockstraste 6. 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