Nr. 136 Zweites Blatt Montag 14. Juni ISO» ISS. Jahrgang Giehener Anzeiger Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. General-Anzeiger für Gberheßcn Rotationsdruck und Verlag der Bruhlfch« UniversitälS - Buch- und Steil,druckerei. 9L Lange. Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul* straße 7. Expedition und Verlag: 5L Rebaktion:e--O113. Tel.-AdruAnzeigerG,eßen. Die „«tthener Famili«n''!aNer- werden dem .Anzeiger" viermal Wochen lich belgelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Stehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal. Die Serichtfeststellung in der zinanzkommisston. Die Finanzkommission trat am Samstag vormittag 10 Uhr Zur Feststellung der Berichte zusammen. Sämtliche Kommisi'ions- mitglieder sind anwesend, mit Ausnahme der sozialdemokratischen. Es liegen zlvanzig Emzelberichte vor, daneben eine Zusammenstellung aller Beschlüsse sowie zwei Anlagen über die Vorgänge in der Kommission, bte zur Niederlegung des Vorsitzes durch Dr. Paasche und hernach zum (Äedus der Linken geführt haben. Ter Vorsitzende Freiherr v. Richthosen spricht den Berichterstattern den Tank der Kommission aus. Bei Eintritt in die Verhandlung gab Abg. Fuhrmann lnatl.) folgende Erklärung ab: Meine politischen Freunde haben die Teilnahme an verschiedenen Beratungen außer aus anderen Gründen auch deshalb verweigern müssen, weil sie sie als geschästs- ordnungswidrig anzusehen genötigt waren. Wir erfüllen heute unsere selbstverständliche Pflicht, an der Berichtseststellung mitzuwirken. Wenn wir unsere Unterschriften auch den Berichten nicht verweigern, d-ie über die von uns beanstandeten Verhandlungen erstattet werden, so geschieht es, indem wir gleichzeitig noch einmal unseren formellen Protest gegen die Zulässigkeit dieser Verhandlungen und Beschlüsse erneuern und uns für das Plenum alle nötigen Schritte Vorbehalten, um die verletzten Be- stimnrungen der Geschäftsordnung des Reichstages wieder zur Geltung zu bringen. Ab«. Mommse n (frs. Bgg.) schließt sich dieser Erklärung im Namen der linkslib. Fraktionsgemeinschaft vollinhaltlich an und ersucht, in den Generalbericht eine objektive Darlegung der Vorgänge aufzunehmen, die Dr. Paasche und die gesamte Linke zu ihrem Vorgehen veranlaßt haben, ferner in die Berichte über btejenigen Gegenstände, bei deren Beratung die Linke nicht mitgewirkt hat, einen errtsprechenden Vermerk aufzunehmen. Vorsitzender .Frhr. v. Richthofen bittet, um die Zeit der Kommission nicht zu vergeuden, auf die Ge- schästsordnungssrage nicht einzugehen: diese werde ihre Erledigung im Plenum sinden. Die Mehrheit müsse nach wie vor sich gegen die Behauptung einer Verletzung der Geschäftsordnung entschieden verwahren. Abg. Gröber (Ztr.) ersucht um die Aufnahme auch dieser Erklärung des Vorsitzenden in den Bericht, denn er und seine Freunde wollten den Vorwurf der Verletzung der Geschäftsordnung nicht auf sich sitzen lassen. Cs wird den Anträgen der Abgg. Mommsen und Gröber entsprechend verfahren werden. Tie Feststellung der Berichte nimmt nunmehr einen sehr raschen Verlauf. Zunächst wird der Bericht über die Tabaksteuer auf Antrag des Abg. tzormann (frs. Vp.) en bloc angenommen mit der Maßgabe, daß der Berichterstatter ermächtigt wird, in Gemeinschaft mit dem Regierungsvertreter kleine redaktionelle Aenderuugen vorzunehmen. Dies wird überhaupt für alle Berichte beschlossen. Beim Bericht über die Brausteuer wird nochmals die Frage erörtert, ob im Bericht Namen von Abgeordneten oder Parteien gebracht werden dürfen. Aus Antrag des Abg. F u h r - mann (nzrtL) beschließt die Kommission, davon allgemein abzusehen. Zum Bericht über bte Branntweinsteuer — Entwurf eines Gesetzes über den Zwischenhandel des Reichs mit Branntwein — liegt ein Schreiben des Schatzsekretärs S y d o w vor, das Bezug nimmt auf den Beschluß der Kommission über die Zuweisung von Kontingenten an Brennereien, bet denen die zugehörigen Brennereigüter im wesentlichen zum Rübenbau übergegangen sind. In dem Schreiben wird dargelegt, daß es mit den gesetzlichen Vorschriften in Widerspruch stehen würde, eine solche Brennerei lediglich deshalb der Neuveranlagung zum Kontingente zu unterwerfen, weil das Brennereigut ohne erhebliche Veränderung der Gesamtgröße der landwirtschaftlichen Zwecken dienenden Bodenfläche im wesentlichen zum Rübenbau übergegangen, somit nur in der Art der landwirtschaftlichen Benutzung eine Aenderung eingetreten ist. Das Schreiben des Schatzsekretärs wird als Anlage dem Bericht beigegeben werden. Vom Abg. Frhrn. v. Gamp (Rp.) wird folgendes in den Bericht ausgenommen: Von einem Mitgliede der Kommission wurden vom Standpunkt der Brennereimteressen Bedenken gegen das Monopol geäußert: es fehle eine Sicherung des Spirituspreises, da der Begrifs der „Produktionskosten" fein objektiv feststehender sei: es fehle ferner die Gewähr für die Abnahme des hergestellten Branntweins: insbesondere mußte die Verwendung von Spiritus zu gewerblichen Zwecken, da nicht vollständig vergällter Brannt- rocin nicht unter den Produktionskosten abgegeben werden dürfe und die Schutzfrist für den vergällten Branntwein auch nur auf fünf Jahre bemessen sei, einen erheblichen Rückgang erfahren. Diese Bedenken ließen sich aber durch Aenderung des Monopolentwurfs beseitigen. Mit ganz unwesentlichen redaktionellen Aenderungen werden sodann die Berichte über die einzelnen weiteren Steuervorlagen aenehyngt: Die Regierungsentwürse über die Nachlaßsteuer, das Erbrecht des Staates, die Novelle zum Erbschaftssteuergesetz, die Weinsteuer, die Elektrizitäts- und Gassteuer, Anzeigensteuer, das Finanzgesetz (Matrikularbeiträge, Fahrkartensteuer, Zuckersteuer, Ablösung der Unfallversicherungsprämien, ferner die Mehrheitsbeschlüsse über Kaffee- und Teezoll, Besteuerung der Beleuchtungsmittel und Zündwaren, Ausfuhrzölle von Kohlen und Koks. Beim Bericht über die Mühlenumsatzsteuer kommt es zu einem Zusammenstoß zwischen den Abgg. Mommsen (freit Vgg.) und Gröber. Die Abgg. Fuhrmann und Mommsen tadelten an dem Bericht des Abg. Erzberger, daß dieser die Verhandlungen ut der Kommission mit denen über den Initiativantrag im Plenum verquickt habe. Abg. Erzberger berief sich demgegenüber auf die Beschlüsse der Kommission. Abg. Gröber bezeichnete es als unerhört, daß die Linke derartige Kritik an einem Bericht übe, während sie bei der Verhandlung nicht mitgewirkt habe. Was in den Bericht aufgenommen werden solle, darüber entscheide die Mehrheit der Kommission. Abg. Mommsen erwiderte, er verzichte darauf, in den- gtben Ton zu verfallen, halte aber daran fest, daß gemäß dem eschlusse der Kommission nur die Reden der damaligen Antragsteller im Plenum Dr. Rösicke und Speck als Anlage zum Bericht gegeben werden dürften. Abg. Erzberger verwahrte sich dagegen, seine Befugnis überschritten zu haben. Die Auffassung der Kommission sei der seinen durchaus konform gewesen. Es wird beschlossen, die Plenarreden der Abgg. Dr. Rösicke und Speck, dem Beschlüsse der Kommission gemäß, ut den Bericht aufzunehmen mit den entsprechenden Erklärungen der Regierungsvertreter. In kurzer Frist werden auch die Berichte über die Besitzsteueranträge festgestellt. Damit ist die Arbeit der Kommission erledigt. Abg. Raab (wirtsch. Vgg.) fordert die Kommission auf, den beiden Vorsitzenden, Dr. Paasche und Freiherrn von Richthosen, den Dank zu votieren. Sie batten eine riesengroße Aufgabe erledigt. Zuerst habe sich ihr Dr. Paasche mit großem Geschick unterzogen, bis zu dem Augenblicke, daß er zurücktrat, und ihm folgte Freiherr v. Richthosen, der in glücklicher Weise die vorliegenden Schwierigkeiten zu überroinbäi verstand. Wenn, wie wir hoffen, unsere Beratungen zum guten Ende führen, dürfen beide Vorsitzenden ein gut Teil des Verdienstes daran für sich in Anspruch nehmen. (Beifall.) Der Vorsitzende Freiherr v. Richthofen erwidert dankend. Jedes Mitglied der Kommission verdiene für jede Sitzung, an der es teilgenommen habe, denselben Dank. Der Vorsitzende wird Dr. Paasche, der nicht anwesend ist, Mitteilung von der Dankesäußerung machen. Um 23,4 Uhr schließt die Sitzung. Oolitrsche Lagesschau. Fürst Eulenburg. Die Beschlußkammer des Landgerichts beschloß in der Verhandlung am Samstag, die von dem Fürsten Eulenburg zu fieltenbe Kaution von 100 000 auf 500 000 Markzu erhöhen. Bon dem Beschluß wurde der Fürst durch seinen Rechtsbeistand verständigt. Schon um 10 Uhr war die Summe von denselben Finanzleuten, welche die erste Kaution aufgebracht hatten, beschafft und dem Oberstaatsanwalt ausgehandigt worben. Fürst Eulenburg ist darauf gestern nachmittag nach Liebenberg ab gereift. Nach dem Urteil der Aerzte ist der Fürst vorerst noch nicht verhand-- lungsfähig: das Gericht beschloß daher zunächst, noch bis Anfang Juli zu erwarten. Wie die Morgenpost erfährt, wird der zweite Prozeß gegen den Fürsten Eulenburg wegen Meineid bereits in der ersten Hälfte des Juli stattfinden. Den Vorsitz wird wieder Landgerichtsdirektor Randow führen. Ter Verband deutscher Bankbeamten hielt am Sonntag in Dresden feine neunte ordentliche Hcmpt- versammlung ab. Unter anderen die berufliche Ausbesserung des Bankbeamtenstandes bezweckende Resolutionen wurde auch eine Resolution einstimmig angenommen, in der sich die Versammlung aus das entschiedenste gegen die Beschlüsse der Finanzkommission des Reichstages ausspricht und die Bitte an die Reichsregierung richtet, den geplanten Belastungen von Handel, Industrie und dem Bankgewerbe, die ntcht nur die deutsche Volkswirtschaft schädigen, sondern auch die wirtschaftliche und soziale Entwickelung des Bankbeamtenstandes außerordentlich hindern würden, in keinem Falle ihre Zustimmung geben zu wollen. Deutschfeindliches aus Italien. Auf den 20. Juni ist eine Versammlung sämtlicher Bürgermeister der Orte am Gardasee, der Deputierten der Gegend, der Mitglieder der Provinzialrüte, sämtlicher Vereine für Fremdenverkehr nach Verona einberufen, um Maßregeln gegen die weitere Germanisierung des Gardasees zu erörtern. Als wirksame Gegenmittel betrachtet man tunlichste Unterdrückung aller nicht italienischen Firmen«, fchilder, das Verbot, Villen mit Giebeldächern und im nor- oiscl-en Stil zu bauen und endlich die Heranziehung von Touristen aus England, Frankreich, Belgien und Rußland, um den Einfluß der deutschen Fremdenkolonie zu bekämpfen. Hoffentlich werden die deutschen Touristen sich das merken. ♦ Eine interessante Sitzung in der türkischen Kammer. Die Kammer verhandelte am Samstag zunächst über den Gesetzentwurf betreffend die Altersgrenze der Offiziere. In der Debatte wurde wiederholt auf die deutsche Armee hingewiesen, deren Organisation und Disziplin mustergültig feien. Der Präsident teilte sodann mit, daß ein von fünf Abgeordneten unterzeichneter Antrag eingegangen sei, den Minister des Auswärtigen über die Kr e t a f r a g e zu interpellieren. Der Antrag nimmt Bezug auf die bevorstehende Räumung Kretas von den Truppen und betont, die Türkei werde niemals die Lostrennuny der Insel zulassen. Die ganze Welt müsse wissen, dast die Türkei sich vor eiiu'fait accompli nicht beuge und die Regierung müsse endlich die Politik des Zauderns aufgeben und genaue Aufklärungen bezüglich der Verhandlungen mit den fremden Mächten liefern. Der Antrag, der im Hause große Anteilnahme erweckte, wurde mit lebhaftem Beifall angenommen, und beschlossen, den Minister des Auswärtigen aufzufordern, am Mittwoch oder Donnerstag in der Kammer zu erscheinen. Nachdem das Haus hierauf eine große Reihe Anträge schnell erledigt hatte, rief der Antrag Mustapha auf Einführung der europäischen Zeit eine stürmische Erregung hervor. Die Ulemas versuchten, der Frage eine religiöse Bedeutung zu geben. Als der Antrag dennoch von der Majorität angenommen wurde, steigerte sich die Opposition zu ohrenbetäubendem Lärm. Tie Deputierten drohten, handgemein zu werden. Der Präsident versuchte vergebens, für eine nochmalige Abstimmung die Gemüter zu beruhigen, ohne sich jedoch Gehör zu verschaffen, erklärte schließlich die Sitzung für geschlossen und verließ unter allgemeinem Tumult den Saal. Zugleich wurde dieser Antrag vom Senat ohne Zwischenfall angenommen. Zur Lage in Persien. Nach einer Meldung aus Taebris vom 11. ds. Mts. kam es infolge eines Srreites des türkischen Konsuls mit der Gendarmerie zu einem Zusammenstoß zwischen der Gendarmerie und türkischen Truppen. Dabei hatten die ersteren 12 Tote, die letzteren 7 Tote und 9 Verwundete. Außerdem wurden 20 türkische Soldaten gefangen genommen. Der Gouverneur ist nach Urmia geflohen. Im russischen £ager bei Taebris ist Dysenterie ausgebrochen, die schon in mehreren Fällen einen tödlichen Verlauf genommen hat. Selegiettejwersümmiung bes deutschen Flottenvereins der Prsvinziaigruppe Serlm-Sranbenburg. S. u. H. Potsdam, 13. Juni. Unter zahlreicher Beteiligung von Delegierten und in Anwesenheit des Präsidenten des Deutschen Flottenvereins Großadmirals v. Köster, trat heute vormittag im Zivilkasino die kleines FeniUeton. — Chauchard, der Begründer der Magafins du Louvre des weltbekannten Pariser Modewarenhauses, ist am vergangnen Samstag im Alter von 88 Jahren in Paris gestorben Er war 23 Jahre alt, da maß er noch als Ladengehilse mit dem iämmcrticfien Monatsgehalt von 100 Fr. der Kundschaft das Zeug ab, die in einer der engen und dunkeln ^eitemtraßen des Palais Roval das Geschäft seines Brotherrn aufsuchte. „Au panvre biable" hieß es. Der Name kennzeichnete zugleich die Kundschaft den Brotherrn, das Geschäft und seinen einzigen Ladcn- gebilien, der unter der Ladenbank abends sein Bett ausschlug und morgens seine Tätigkeit mit dem Besen in der Hand eröffnete, um es dann mü der Elle fortzufetzen. Dreißig Jahre später, im Jahre 1885, zoa sich dieser ehemalige Ladengehilse, nachdem er inzwischen bte Grands '^Ragosins du Louvre begründet und zu einem Welthaufe emporgehoben hatte, als vielfacher Millionär uom Geschäfte zurück, kaufte sich mit einem Teil^,einer Millionen vorsichtshalber eine jährliche Lebensrente von roOOOO Fr. und behielt den Rest feines Vermögens, etwas über 200 von den 150 Aktien, mit denen er bei einem Ausgabewerte von je 2o00 Fr. die Magafins du Louvre im Jahre 18o5 ^damals noch in lehr befcheidenen Verhältnissen im Vergleich zu ihrem spätern Umrange, eröffnet hatte, als weiteres Anlage- und spekulatives Kapital in dem Geschäftsbetrieb des Louvre. Man bezifsert bte Einnahme, die es ihm in den letzten Jahren abmars, aus 7 Millionen Franken jährlich Als Stadtwohnung hatte sich Chauchard inzwischen einen Palast in der Avenue Velasquez zugelcgt, den er mit verschwenderischer Pracht ausltatlete, als Sommerwohnung den allen Besuchern des Rennseldes von Longchamps wohlbekannten Landsitz, dessen weißer, weithin sichtbarer Ban am ^Wcge nach Suresnes.unmittelbar dem Rennseide gegenüberhegt. x\in übrigen verwandle er seine Reichtümer daraus, den Philanthropen und Kuilstmäzen zu spielen. Alljährlich wandte er, eine Million am für Gaben an Vereine und Wohltätigkeitsan,talten, namentlich für die Versorgungskaffen der Angestelkten des Louvre. Lie hatten nur die eine unangenehme Zugabe, daß er mit betreiben Regelmäßigkeit, wie er sie auf den Tag und die stunde immer den gleichen Körperschaften zugehen ließ, auch die Zeitungen darüber vor der Oefjentlichkeit quittieren ließ. Das war leine große Schwäche, die Eilelteit und der Ehrgeiz des Parvenüs, der vor allem selbst bewundert werden wollte. Wie weit dies ging, dafür ist eins besonders charakteristisch. Alljährlich zweimal :m .Jahre pflegte Chauchard mit dem Prä f ident en der Republik als ictncm Gaste einige Berühmtheiten des politischen Lebens, nut denen er jiji) is hesoyberex Freundschaft verbunden fühlte, üi Longchamps um sich zu versammeln und sie lukullisch zu bewirten. Der ehemalige Unterrichtsminister Georges Leygues unterzog als der Hauvtfreund des Gastgebers sich hierbei der regelmäßigen Ausgabe, dessen philanthrovische Verdienste in einer kleinen Rebe leuchten zu lassen. Chauchard bestellte sich mit derselben Regelmäßigkeit auch den Stenogravhen, der diese Rebe ausnehmen unb ihm hernach in Schönschrift zu wieberholtem Genüsse aushänbigen mußte. Als Kunstmäzeii war Chancharb bas durch alle möglichen Kniffe unaufhörlich aui das Korn genommene Opfer der Kunsthändler, die Gutes und Schlechtes loswerben unb auf jeben Fall hierbei Verdienste einljeimfen wollten, die bei irgendeinem andern zu erzielen ihnen unmöglich war. Chauchard kaufte grundsätzlich nur, was durch seinen Preis auffiel. Man schätzte seine Gemäldesammlung, die er aus diese Weise sich zulegtc unb die namentlich die Schule von Barbizon umlaßt, auf 26 Millionen. So viel hat er für sie ausgegeben. Ob sie so viel werk ist, t*ad ist eine andere Frage. Jedenfalls enthält sie aber neben manchen mittelmäßigen auch anerkannte, weltberühmte Meisterstücke, darunter den berühmten Angelus von Millel, den er für 700 000 Fr. aus Amerika zurückkaune. Chauchard hat seine ganze Kunstsammlung dem Staate für bas Museum bes Louvre vermacht, unter der Be- bingung, baß sie als Museum Chaucharb bori Ausstellung sinbe. — Ein Gainsborough-Funb. Aus Lonbon wirb berichtet: Völlig unbeachtet hing lange Jahre in dem Sitzuilgssaal des Stasford-Spirals ein prächtiges Porträt eines Mannes, der für den „Vater" der Stiftung galt, bis das' Gemälde jüngst von Sir Walter Armstrong von der Dubliner Rakional-Galeric untersucht wurde, der es als einen Gainsborough ecfaimte. Tas Bild wird jetzt in London einer Restauration unterzogen: wie hoch sein Wert plötzlich gestiegen ist, zeigt die Tatsache, daß es sür 80000 Mark versichert wurde. Das Bild ist um das Jahr 1783, fünf Jahre vor des Künstlers Tode, gemalt und ist ein Porträt von John Eid. — Eine Z e i t g e n o f f t n über Heine. Nach der „Morning Post" geben ircmzösifche Blätter einen Brief wieder, den eine Engländerin, Lady G., im September 1835 von Paris aus an ihren Oheim, Lord C..., richtete, unb in bem sie von einem Abend berichtet, den sie bei Frau Zaubert zubrachte, um den berühmten Komponisten Bellini kennen zu lernen. Hier traf sie auch mit Heinrich Heine zusammen, von bem sie, völlig unbekannt mu ieme;: Werken, folgende Schilderung gibt: »Heine ist, rote alle Deutschen, ein bißchen lästig unb langweilig, weil er mit seinen Geschichten nie zu Ende kommt. Er hat natürlich Talent, unb man sagt, baß cr munberbare Bücher geschrieben habe, aber ich verstehe nicht Teulsch. Er spricht gut französisch; aber man wird mit ihm nicht fertig, beim er spricht über einen Gegenstanb auch dann nach, wenn man schon längst genug davon hat. . . Man merkt trotzdem sofort, baß Herr Heine ein interessanter Mann ist unb daß er von Zeit zu Zeit intereficmte Tinge zn lagen weis;. Er trägt dicke Brillengläser; feine langen Haare sind sehr blonb und fallen aus die Schiiltern herab. Tas ist Heinrich £eine 1 . . . Beim Essen sagte Heine spöttisch, baß die Franzosen immer nur ausländische Dichter, wie Goethe unb Byron, zu ihren Idolen erhöben . . . „Unb doch haben Sie zu Hause einen großen Dichter, der mehr wert ist als alle diese ausländischen Dichter znsaininen- genommen." Jemanb rief „Viktor Hugo?" — „Nicht daran zu denken" erwiderte Heine. „Viktor Hugo ist wie ein Rad, dos sich ganz zwecklos im Welkenranin dreist. Worte, nichts als Worte und immer wieder Worte — keine Ideen, kein wahres Gefühl. Er schreibt mit grandiosen Akzenten über . . . nichts." — „Wer ist beim nun aber unser großer Dichter?" fragte Frau Joubert. — „Müsset", sagte Herr Heine. Alles lochte, unb Iran Jaudert sagte: ..Ein sehr hübsches Kompliment.'' Herr von Müsset nahm den Scherz so auf, wie wir alle. Alle sagten übrigens, baß er wirklich nette Sachen schreibe im Stil bes Lord Egerton . . . Müsset aber war den ganzen Abeub brummig rote ein Bär". Schließlich erzählt bie Lady die schon vor einiger Zeit von anberer oeite berichtete Anekdote, baß Heine bem Bellini in neckender, satirischer Form den frühen Tod prophezeit habe. — Genies als Spätgeborene. Die Annahme, daß das Genie bte Frucht ber ersten feurigen Liebe sei, bestätigt sich selten. Nach den Untersuchungen L. G Robino- vitchs find die großen Männer vielfach sogar die letzten Sprößlinge einer größeren Familie. Be^amin Franklin war das letzte von 17, Eoleridge und Franz Schubert das letzte und vorletzte von 14, Washington Irving das letzte von 11, Napoleon von 8, Rubens und Richard Wagnev von 7, Rembrandt von 6 Kindern. Karl Maria von Webev war das neunte Kind seiner Eltern. Die Mehrzahl der großen Männer wurde aeboren, als ihre Eltern im reiferen Alter, um die dreißig herum, standen, also zu einer Zeit, wo ihre Energie und Reife auf der Höhe war. Unter 74 berühmten Leuten, deren Lebensgeschichtc Robinovitch mit- teilt, waren nur 9 Erstgeborene, nämlich unter 42 Dick>- tern und Schriftstellern 6, darunter Milton und Heine, von 17 Malern einer, Leonardo da Vinci, imb unter 17 Musikern, zwei Brahms und Rubinstein. tiftungen und Unterstützungen. Juni LZetler 1909 a di 9 13.3 eC. Baadd ni nt> Mroncn belastet war. Ulcinc Tngcodirottit ILSLv und das Tendern: still* Unübertroffen PfeiTdreieck- Seifen 96 H8 *J4 W w NW 4 4 744,4 746,8 749,9 . 225.25 . 110.00 16. ' 17. i 18. ; !1> um 12 9 11,7 10,0 Hörup, V." 144J Regen Bed. vnnw: 9<>R0 99.70 to.»;o 14. JnnL Anfanttakurw. Harpeoer Bergwerk . . LaurahQlte . . • . Lombarden E B. . . . Nurdd. Lloyd , • • • Türkenluee . • • • • | Canada E. B. I DarmetAdter Bank I Dentecbe Bank 10,1 ' 9,0 8,6 119.00 1900 17HJR« 117.70 160» 179.W I,n Restaurant Valentin in Straßburg t. El. kant es zu einem I Dortmunder-Union C. Zusammenstoß zwischen EorpSstudenten und dcnt sranzösilch redenden I Dresdner Bank . . Frelherrn Lians Zorn von Bulach. Tiefer hatte einem Hunde m -1 *" deutsch zugenlien und aul die Bemerkung eines (Sovp5ftubentcii gesagt, die deutsche Sprache sei sür Hunde gut genug. Es iolqte daran! eine tätliche Beleidigung. ist 95 Ikoj. Tic Emission dürste erst im Spätionnuet werden. — Tie Äeneraloersammlimg der Nassautscheu Kleinbahn- Volksfest. Tie Ghrendenkm ünze der „Hajsia" in Bronze erhielten u. a.: Ram^p eck-Alsfeld, Rothard l - Butzbach, Leicht- Vatzenborn-^teinberg, Walter- Nidda. Spielplan der vereinigten Zranksurter Staöttl?eaier. Sven, Han». Von Alonlog den 14. Juni bi» üilL Tienstag den 13. Juli l.I. bleibt da» Cpccnbau» geschlossen. Wiedereröffnung der £pern(aiöerstellung der Badeeinrichtungcn, Einrichtung des Masinos usw ausgegeben hätten. Tazu seien die Gelder der Aktionäre verwandt worden. Unter anderen Einrichlungsgeg u ständen sei auch daS Mobiliar des ehemaligen Ministerpräsidenten von Griechenland angekaust worden. Tie Handwerker auf Corin Fällst2. Teil, 2. Abend. •) Aulaiig, wenn nicht anbei» bemerkt, abend» um 7 Uhr. Akt.-Gei. in Berlin beschloß 7, Proz. Twidende gegen Broz. im Voigahre. — Tie Tampifchiffahnsrhederet Union n, Hamdui fchlieyt da» Jahr 1908 mit einer llnterbilanz von etwa *,i iNiUu' ab, wovon aber nur 100 000 Mart Betriebsverlust sind, währen) bet ste'l l>aupticichlich auf Abschreibung älterer dubioser Konten eniiälh. Im Vorfahre erhielte die Gesellschaft einen Gewinn von 411000 Mark, woran» 6 Proz. Tividende verteilt werden konnten Deutsches Netch. Der Kaiser trifft erst Dienstag abend in AeufaHrwasser ein und schisst sich sofort ein. Tic Ausfahrt ermißt am Mittlvoch früh. Ter Besuch bei den Leibhusaren fällt aus. Die Kreuzer , Gneisciian" und „Hamburg", die \n Begleitschiffen der „öohen- zoilcrn" auf der Sieisc in die finnischen Lcharen bestimmt lind, haben am Sonntag vormittag mit zlvei öochscctorpedobvoleit die Fahrt nach Danzig angetreten. — Ter Maiser empfing am >-onn tag mittag um 2 Uhr die türkische 5 onber gej o n b t» f »»obre obacchio-' nr — nitbifat i«r rra neu * ^eAnuna“ d "'*t ror^uia amaelon werde, b n -otch.-m Halle aafcrr anderen ^armftabt zwecks Anstellung etnes -naunstigen Einwirkungen noch Mamptprcr^ ^latz grenen mufuen revtsors nndet Annahme. Um '»» Uhr mürben bre wt tt.:. ;:Mt wiederum ein Antrag auf Auilo upi des eenbifct* Handlungen auf Sonntag vormittag vertagt. Um a u“r I Por, 2d>. r man bc’ie. daß er eben’o wie der frühere nr : ^ry ■ beqann eine Besichtigung der beiden Ingelheim und etn I kommen iverden wud. Besuch des Bismarcktums an der Laideck. Bon H bis 7 Uhr otel „Alscns" bemegte, woselbst um 9 Uhr ein Fest- rungen mastig beteilige, zu können. kommers seinen Anfang nahm. Bei ernbrechender T-untcl-1 — kleine Finanzchron ik. Tie Teutiche Aaphtha- heil wurde der Bismarckturm beleuchtet und ein Freuden-1 Aktieii-Geiellschalt m Berlin beabsichtigt eine biaodung des Grunk- feuer auf der Laldeck abgebrannt. Nach dem Lecken wurde I kapital» um eine Million Mark auf .* iüiontn Mark. £ankoiobahn-Anlcihe von 5 , Aillionea denselben erfüllen. Sie haben keinerlei Anrecht auf das | !«• fik r»a I v ■ >« । i h an h ürita ar/t im» exA HrtmmiPf* ihAaIiA «tnifmüdit „Standart' die Fahrt fortsetzen. 3n Begleitung des Kaiferpaares befinden iisti Grotzfürst Timtru Paivloivüich, die .Hvfmuiister und das Gefolge. Tic Mitglieder der eilglijchcn Ar- beiterpartei des Unterhaust», liberale Politiker und zahlreidie politische Vereine bereiten eine grvhe Versammlung im Hydepark vor, um gegen d c » Besuch des 3 a r e n zu demonstrieren und dem bedrückten Russeuvolke ihre Teilnahme auszusprecknm. Tic fr a n züsi skhen Rovali st e n. In Vosoul beschmier ten Ronalisten nachts mehrere öffentliche Gebäude mit Teer, so das Präfektuigebäude, bw Post, die Sunagoge, da- Fustizgebäude pital. Ueberall wurden Schimpnoorte gegen die Regle- Dcrbanöstag der ttriegLikameradschaft hassia * in Gber öngelyeim. Tic die: jähr»gen Perl andlungen des T logierten- und DcrdandStags bei jttiegerüctanc Hessens begannen Sanis- tag vormittag mit einer Sitzung des Gcsamtvorstandes Tic erste Sitzung der Adorduungen nahm um 1 Uhr in der Turnhalle ihren Anfang, und nmrbr, da der 1. Vor sitzende Exzellenz Hoi burct, Mranlhtit verhindert wir. von dein 2. Pvrfitzenden Major Beck giteilet. Von den ver- dandsvereinen iDaren 37 mit etwa 2000 Stimmen vertreten. Törr Worms fragt wegen der Verhandlungen des Streitfalls zwischen Hauptmann 2talt)eder und Pfarrer Jtorcll in Groß-Gerau und fordert genaue Auskunft darüber, ob der Ehre der „Haffia' t^eiiugtuung geschehen sei. vaupt- mann Waldecker, Medizinalrat Ti Vogt und G.dcnmüller- Groß'^'erau berichten ubrr den Vezir.-o.ag in Grost-. erau, auf dem die Angelegenheit zu beiderseitiger Zufriedenheit erledigt worden sei. Ter Aturag des Vorstandes kam dann zur Beratung: ES können in Zukunft bei besonderen Anlässen und Beratungen von Sachen, die nicht in bic Oeffent !üblen gehören, ver trauliche Sitzungen ftat-fi um; Mameraoeti, die hierüber mißbräuchlich und absich.Lch wet.er berichten, werden von» Verband ausgesck'lossen M r a m e r • Büdingen und Hosmeier - Altenstadt halten d es für unannehmbar. '.ach längerer Erwägung wird der Antrag in milderer Form angenommen e er olgt dann die e satz nnibl des Vorstandes. Tie Ausscknidendcn Auler Bens heim, M i n n i ch - Oppenheim und Stumpf A sfeld ipt- den wiedergewühlt. Für den im ^>ahrc i '!>» m Tnrm- durch die glanzende,» Perjprcchungen zur Vergabe von Wdbcm iTürkeuloso . . . ocrleitct worden sind Ein 3euoc hat zunächst 20 000 Mk. auf |47e Griech. Monopol-Anl. Zeit geliehen und öiefc auch pünktlich wieder erhalten. Taraushin I 4°,, ÄaMtre Argentinier liest er sich verleiten, noch einmal 80 000 Mk. herzugeben, die bei 137. Mexikaner . . . dem allgemeinen chisammenbruch verloren gingen Als Stroh 147»7» Chinesen . . . mann schoben bic Gründer schliefst ich einen ölterreichischcn Adligen I Aktieni vor, der angeblich ein Bcsitztum tm itk-rtc von 10 Millionen Mronen I Boehnm Guss .... ein Eigentum nennen sollte. Als der bctressende Herr ober! Baden», E. W. . . - die Millionen zur Weiterfsthrung der Arbeiten Hcraushoten sollte,! Tendenz: sehr stilL zeigte es sich, das; das wertvolle Besitztum auch mit 10 Millionen I Berliner Provinzialgruppe «erlru-Mark Brandenburg des Temfchen ^lot- tenvereins zu einer öffentlichen Perlreterverfammlung imammen. Der Vorsitzende oer Gruppe, StaatS'ekretär a. T. Aomiral von Hollmann cröffnete die Beratungen mit einem Hoch auf den «alter, an den cm buldigungstelcgramm abgefanbt wurde. Ter Sronvrinz und Lrin-, iiitel Friedrich haben auf die Einladung Tanl- und Entschuldigungsschreiben ergehen lasten. Unter den Anwetenoen befinden sich Xonternönriral *. D. v. Weber uno der Staotkommandant von Potsdam, General v. Plus ko w Hierauf erteilte dec Vor'itzende das Dort an Grostadmtral von Möst er, der folgendes ausiührte: „Ich habe dem verrn Bor jitzenoen m meinem und meiner Freunde Hamen den ^.ank auszusprechen für die freundliche Ernladuna, der wir gern gefolgt sind, um io lieber, als es für uns von Wichtigkeit ut, festzuuellen, daß sämtliche Mitglieder des Deutschen Flottenvereins m Einigkeit zusammenstchen Wir sind der Einladung aber auch aus dem Grunde gern geiolgt, weil es uns bekannt ist, welch lebhaftes Interesse gerade in Berlin und der Mark Brandenburg dem »,lot tenoerein entgegengcbracht wird, und wie gerade bteier verein sich mächtig entwickelt bat. Bestehen doch in Ver Mark und Berlin nicht weniger al 5 108 Ortsgruppen mit über 25000 Mitgliedern Maßgebend für die Entwicklung sind natürlich bic allgemeinen Zirle unseres großen vaterländi'chen Pereins gewesen. Wir können uns ab r auch des Gedankens nicht erwehren, bau die »unberte von Mannern aus Berlin und der Mark, die in der Marine dienten und noch dienen - es sind über 2000 — dahin gewirkt haben, das Berstanbnis für bic Bebcutung unserer Flotte zu erhoben, uno daß durch diese Leute, d,e sich des besten Rujes in der Mar ne erfreuen, der Bedeutung der Flotte vorgearbeitet wird. Es ,inb außerdem noch eine große Zahl von altereni Cngieren, bic tur unseren Verein tätig emtretfn. Auch Ihr flc^rt»]ut?renber »err Vorsitzender 'Freiherr, v. Ma.nteufsel. Die Red.> ist unfercr Manne naher getreten. Es sind letzt 15 Fahre her, daß bteier in Mi l an Bord der „Brandenburg" bic branbenburguche Mur- slagge nut dem roten Adler auf weißem Grunde mit erhebenden A)orten überreichte und dadurch bic Erinnerung an den großen Muriuritcn wieder auiirischtc Der Redner geht in historischer Reihenfolge bic Entwicklung der brandenburgischen, vreutzilchen und die ächaisung der deutschen Flotte durch und 'chlictzt : Lpas seinerzeit allzu gewaltsam geschallen wurde, kann icyt auf fester solider Basis auiflcbaut werden, baut der Fürsorge uw er es Maners, in dem wir nicht nur den Schöpfer und Förderer, lonbcrn Die Seele unserer Manne sehen. Wir stehen zurzeit tm Begnn, die z w e i t c t e l l n n g u n t e r b e n e u r o v ä i s ch e n M a r i n e n cinzunehmen, bic Stellung, bic uns infolge ber Aebeutung un)crcr Sccintereiien gebührt. Lassen Sic uns bestrebt fein, btcic stelle als gute zweitbeste unS zu wahren. Wir müssen bazu bic Augen offen hallen, beim wir leben in einer Zeit, in ber bet vochstratze des Seeverkehrs allgemein die größte Bebcutung zugcmcf'cn wird. Wir stehen noch unter bem Einbruck der einmütigen laginig m Miel Wir wollen weiter arbeiten an ber Mräitigung unserer Flotte, über deren Bedeutung für den Entwicklungsgang unfcres Pater taubes und unserer wirtschaftlichen Jnteres'en Zweifel nicht bestehen können Lassen Sie uns weiter arbeiten nach dem 'Wahl- jprudi: Einigkeit macht stark. (Lebh. Beifall.) — dlach Erledigung interner gcsckfästlichcr Aligelegenheitcn und der Entgegennahme des Berichts über bic Hauptversammlung in Stiel wurden btc Verhandlungen geschlossen. hätten aber die endgültige Ablieferung ihrer Arbeiten von bei Bezahlung des Restes ihrer Forderungen abhängig gemacht, und o habe sich bic Eröffnung des Betriebes verzögert. Tic Angeklagten bestreiten ferner, baß ihre Reifen nach Eorfu übermäßig große Summen verschlungen batten. Gegenüber bem von den AngeNagten angezogenen Beispiel der anbcrcit Spielorte weist der Vorsitzende darauf bin, daß in Eorsu eine Erlaubnis ber griechischen Regierung zur Abhaltung von Glücksspielen nicht zu erhalten gewesen wäre, da in Gricch.-nlanb die Glücksspiele gesetzlich öerboten seien Es hätten lediglich llntcrhaltungsspiele in- zeniert werben dürfen. Tie Hoffnung, Millionengewinne am grünen Tisch erzielen zu können, sei also trügerisch gewesen. Auch der Vergleich mit Biarritz, das einen jährlichen Ertrag von 80 Millionen abwerfe, sei hinfällig. Biarritz sei sehr billig ge gründet worben. Anderseits sei auf Eorsu ein so großer Menschen zustrom wie in Biarritz aainidit möglich, ba Die bort vorhanbenen tzotels höchstens 1 -500 ß-rcnibc aufnehmen könnten und kaum anzunehmen sei, baß diese sich sämtlich am Spiel beteiligen wurden Tic Verteidiger treten diesen Ausfülirungen entgegen. Sic bc haupten, baß von einer gesetzlichen Monzession von Glücksspielen in keinem Spiclortc bic Rede sei, cd könne sich immer nur um die Tulbung handeln, und schon diese Titlbunq habe für bic In n rrifenten einen fick, nach Millionen belaufenden Wert. Die , Verteidiger beantragen, über diese Frage den Okünbcr der Spiel-14*, Italien. Bente . . . bank von Monte Earlo und den Bürgermeister von Cftenbe als 187, Portagicaen Serie I . Zeugen zu laden, auch weitere Sachi^rständigc zu oeruebnicn. IS0/, Portaviesen . III . Ter Gerichtshof lehnt aber den weitaus größten Teil dieser An 147,7, rasa. StaatianL 1905 trage ab. Im weiteren Verlaufe der Beweisaufnahme werden 47,7, Japan. Staatsanleihe mehrere Träger bekannter aristokratischer Namen vernommen, bic 14e/. Conv.Türken von 1903 Höchste Temperatur am 12. bis 13. Juni — 4- Riedrigste , , 12. , 18. , — 4" — Schon verzollt! — Xcrlanircn Sic Muatcr! — D« Hrnarbfr» Zarirb TScnn mit Beginn der wärnieren Sittrnina lelpti oervmm^ Kuhmilch von Saunlmgcn und Mindern nicht oeitragrn wir». - benutze man al#.,,::«np sutSHId) da» altv»n'avrteAe'Ue ‘dK«1«**? mehl, welches auch schon mit Wacker gekocht eine voll kommen«, w- verdauliche Aavruna cratbt. Vrobedole und illustrierte Br- "»«' kostensr. durch Restles flmbermebl WricdfctKifL Berlin S. v: •