jedes Jahr ein paar Wochen in Karlsbad zur Mr sich aufhält. Justtzrat Ionas freute sich über Fuldas Nachbarschast und meinte zu chm: „Hoffentlich werden wir uns gut vertragen; Ihre Ruhe soll nicht gestört werden. Nur Eines müssen Sie mir gestatten: ich lasse mich jeden Morgen Mftig massieren, das Klatschen macht ent wenig Lärm, aber es dauert nicht lange." Fulda erwiderte: „Das stört mich durchaus nicht. Ich werde mir einbilden bei einem meiner Stücke im Theater zu sein und das Li latschen als A p p l a u s hinnehmen." Am nächsten Abend treffen der Dichter und der Justizrat wieder zusammen und der £e&tere fragt: „Sind Sie heute morgen durch das Klatschen gestört worden?" woraus Fulda erwiderte: „Ach, es war nicf)t so arg — ein mäßiger Achtungserfolg!" — Eine besorgte Mutter. In Mecklenburg standen — wie man der Täglichen Rundschau erzählt — biä zum Jahre 1879 die minderjährigen Kinder oerswrbener Eigentümer ritter- schaftl'.cher Güter unter den Justizkanzleien, als Bormundschafts- gerlebten. Der großherzoglichen Justizkanzlei zu H. ftel es bei der Revision der vom Vormund einer solchen Kuratel eingereichten Jahresrechnung auf, daß unter den 20 Zuchtsauen des Gutes 19 mit Ferkeln, die eine dagegen ohne Ferteln aufgeführt waren. Der Vormund ward demgemäß zum Bericht darüber aufgefordert, warum diese eine Sau ohne Ferkel in der Rechnung aufgeführt fei. Bericht des Vormundes: Well die Sau (tote das übrigens vor- kommt) die Ferkel gleich nach der Geburt aufgefreffen habe. Hierauf erneute Aufforderung der Justiz la nzlci, zu berichte., wie es gekommen, daß die Sau die Ferkel aufgesrellen habe. Zweiter Bericht des Vormundes: Genau sei dies nicht zu ermitteln gewesen, wahrscheinlich aber habe die Sau die Ferkel aus dem Grunde aufgefressen, well sie gefürchtet habe, ihre Ferkel tonnten ebenfalls unter die Vormundschaft hoher grosjherzoglicher Justizkanzlei geraten. — Kleine Chronik aus Kunst und Wissenschaft. Zur oOUjäbugen Jubelfeier der leipziger Universität gibt der Preßausschuß der Jubiläumskommisston im Auftrage der Universität Leipzig eine Festschrift^ sowie eine in vier Nummern erscheinende Feslzeitung heraus. Ties sind, abgesehen von der ö bändig en Festschrift der Fakultäten die einzigen offiziellen Publikationen de. Universität. — Der internationale T u d e r k n l o s e n - K o n g r e ß ui S t o ck h o l in hat am Samstag jeme Scalaßntzung abgehalten. Nach Beendigiing der Vorträge wurden die lüiinuoutelegranune der Staatsoberhäupter auf die von dem Kongreß an sie abgegangene Telegramme verlesen und daran' der Bericht über die sZorlschritle der Bekämpfung der Tuberkulose m den verichiedenen Ländern erstattet. Nr. 160 Erstes Blatt 159.Jahrgang Montag IS. Juli 1909 MfÄ'S flTLX 44A4 ^EswW '5khencr$amilUnb!ätter; ÄH fts'S&L sfe M « BH▼ PS tSA monatlich Sb Pf.; durch loetmalroöcbentLKfeis. ■ W MV WA jS JT 13 ÄS JF 8 JT BH SJr WWW H die Post Mk.S.-viettel- ilaltfürben Kreis(5u6en W W W W wär W El SBr H | I M ® fährt. ausschl. Bvstellg. KLTWVJIVIIVIIVV 44 1, IwIUV> .mlschastliche Zettfragen V M ^F V W V W ^F W V W V V auswärts 20 Pfennig. .'ernsprech-Anschlüsse: NM KN _ verantwortlich w die Redaktion 112, — * p> r<, < ** für den politischen Teil. MW General-Anzelger für Oberhesfen WW ^Ä^Tc^esnmnmer ßofationsbriit! und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Steindruckerei H. Lauge. Redaktion, LxpedMon Md Druckerei: Schulstraße 7. Anzei'gen'te^?'y" Bech is vormittags 9 Uhr. ___ Die heutige Nummer umsuht 12 Seiten. Vas Ende der Reichrfinanzresorm. Berlin, 10. JuL. Der letzte Akt. . . Die Szenerie ist di« gleiche wie an den Taaen ynror Voll das Daus und voll die Tribünen trotz der iimaawbnt frühen Stunde. Der Eckplatz des Kanzlers ist un- iesetzt — ehrenhalber, denn Fürst Bülow kommt nicht mehr in -en Reichstag. Aber heute hat die Rangordnung der Sessel ihre ^üerliclte Bedeutung: der Staatssekretär v. Bethmann-voll- i c q flibt als Stellvertreter des Reichskanzlers 2tne Erklärung ab, das Schlußwort der „verbündeten Regie- imaen". Zu seiner Selle sitzt Herr Sydow, der Verwalter der neder gefüllten Sck-atzkarnrner des Reiches, rmd hinter dem leeren 'tuMc des Reichskanzlers steht einem Schatten gleich, starr und 'Utrnm Herr v. Löbell, der der Junkerpartei deS preußischen Zbaeordnetenhauses entnommene Adlatus des Fürsten Bülow, «r von dem letzten Botengänge, den er am 12. April zu seiner -ippe getan, seinem Derrn und Meister wenig tröstliche Antwort ^irückbrachte. Auf der anderen Selle, der Bundesratsestrade 'cängen sich die Vertreter der Bundesstaaten. Der Präsident erteilt dem Stellvertreter des Reichskanzlers »as Wort. v. Bethrnann-Hollweg bedient sich für die Erklärung, >ic er im „einstimmigen" Auftrage der verbündeten Regierungen |U geben hat, diesmal keiner Niederschrift. Der Inhalt ist kurz ilid bringt ferne Ueberraschung. Not bricht Eisen und die Finanz- tot bricht alle noch so feierlichen Erklärungen. Die verbündeten j Negierungen nehmen das Geld, das sie brauchen, rmd die Deform, die Sicherung gegen die Wiederkehr der Finanznot tiid den sozialen Ausgleich, sie vertagen sie auf eine bessere Jufunft. In den Worten der Erklärung liegt die Bewertung »er Mitgift, die die Negierung bei dem Bunde mit der neuen i Mehrheit erhält: kein Wort des Dankes für diese Art der Er- ebigung eines großen nationalen Werkes, statt dessen ein Recht- crtigungs^Entschuwigungsversuch für die Regierung. Lautlose xtillc roar im Saale, als v. Bethrnann-Holliveg zu sprechen anhub; * in verhaltener Widerspruch von links mischte sich dann ein, | ,>veimal in einen mattilingenden Beifall der Recht»», und nur .mmal gab es ein lautes, kurzes Auflachen in den Banken der liationailiberalcn und Der Freisinnigen, als der Staatssekretär von ' >L-r Unsicherheit sprach, die auf den Finanzen, auf Hanbel und Zerkehr ruht, und damit die Zustimmung der Regierung zu )jeser Finanzreform mottvierte. v. Bethmann-Hollwea setzte •' sich unter Bravorufen der Konservativen; das Zentrum schwieg. Und dann ging eine Bewegung durch die Reihen der Ab- geordneten unb der Mitglieder des Bundesrats: der ungekrönte | ,-cönig von Preußen nahm das Wort. Abg. v. Heybeörand ß, knd der Lasa, der nur bei ganz großen politischen Ent- p cheidungen aus dem Hintergründe hervortritt, von wo er die »lonservativen in Preußen und im Reiche teilet. Ein winzig ^mächtiger Körper, nur gerade bis zur halben Höhe der Gestalt des Staatssekretärs hinanreichend, aber an politischer Verstands- schärse, Willenskraft und an fortreißender Beredsamkeit alle seine Parteigenossen in beiden Parlamenten um Haupteslänge über» j nagend. Auf der rechten Treppe zur Rednertribüne stehend, die J Hande in den Hosentaschen, mit halben Wendungen des ganzen Nörpers Zurufe der Linken abwehrend und ein Lob, das er der | Regierung erteilt, bekräftigend, zieht er in kurzen, schneidigen 1 Sätzen das Fazll der neuen Lage in der inneren Politik des i- -ieiches. Er beginnt mit einer Zensur an die verbündeten Re- .i gerungen und v. Bethrnann-Hollweg: das war ja das, was man I »3ii der aufmerksamen und fleißigen Regierung erwartet habe, damit könne man ja durchaus zufrieden sein. Und bann grenzt er das Lerhätmis der Parteien ab und gibt Aufschluß über Urgrund iinb Wesen der Politik der Konservativen, mit rücksichtsloser, ‘ hohnvoller Offenheit. Fürst Bülow mußte fallen, weil der Mantel, xr Block gefallen war. Und der Block mußte in Trümmer gehen, ■; weil er das Zentrum ausgeschaltet hatte, was er und seine Freunde »on Anfang an für einen Fehler gehalten und bedauert hätten.« Tas Zentrum, mit dem, wie v. Hertling hernach bestätigte, die ’lj Konservativen „eine alte Waffenbrüderschaft" verband. Und mit dem Block mußte Fürst Bülow auf der Strecke bleiben, weil er liberale Polllik habe machen wollen — „ein liberales Regime in Preußen und im Reiche habe aufkommen lassen wollen", bekräftigte hernach der Vorsitzende der Fraktton des Zentrums. Ter Block mußte stürzen über der Erbschaftssteuer, well diese — v. Heydebrand sagte «s mit aufpeitschendem Hohne — nicht etwa den Familiensinn bedrohte oder den Besitz nur zum Teil erfaßte, wie neun Monate lang die Parteigenossen der Herren v. Hevdebrand und v- Herlling der ungläubigen Linken mit Biedermannsmienen versichert harten, sondern well die Erbsck-afts- fteuer die allgemeine Besitzsteuer ist und die Besitzsteuer, einmal in die Hand eines Parlamentes mit demokratischem Wahlrecht gegeben, auf die Tauer zu sehr ausgebaut werden würde. Und darum, aus dem gleichen Motiv, aus dem die Linke in der Erbschaftssteuer die Voraussetzung für das Zustandekommen der Finanzreform sah, haben die Konservattven sie verscharrt und „den Blockgedanken auf das richtige Maß zurückgeführt". Und als bann v. Heydebrand „bem verdienten Kanzler" einen Nachruf widmete — aus den Tribünen und unten im Saale hatte man vielfach verstanden „dem liberalen Kanzler" — unb als er die verwunderte Frage tat: warum in aller Welt die Konservativen den Fürsten Bülow hätten stürzen sollen, da ging ein befreiendes Lachen durch die Banke der Linken, unb v. Löbell hob ben Blick zur Glas decke des Saales und vertiefte sich dort oben in die kunstvolle Ornamentik. Aber v. Heydebrand dachte nicht daran, etwas zu verschweigen ober zu leugnen: die Antwort auf bie rhetorische Frage gab er sofort von selcht. Unter stürmisch anschwellenbem Hört! hört!-Rufe ber Linken teilte er mit, baß Fürst Bülow ber konservattven Fraktion in aller Form habe sagen lassen, daß die Ablehnung ber Erbschaftssteuer seinen. Rücktritt bedeuten würde. Unb einen solchen Kanzler hätten wir stürzen wollen, bloß wegen ber Erbschaftssteuer, bloß, well er bem Liberalismus auch ein Plätzchen an ber Sonne habe gönnen wollen, wiederholte v. Heydebrand, und von rechts ertönte ein erstauntes: Sehr richtig! « Das Verhältnis zum Zentrum und zu den Polen bildete den Schluß der Ausführungen. Man merkte es dem tonierbatioen Parteiführer an, daß er hier nach zwei Fronten eine Verteidigung zu richten hatte: ' eine Rechtfertigung vor den konservativen Wählern im Lande und zugleich vor bem Kaiser. hey! und Oriola. Freiherr v. Heyl hat nach der „Wormser Zeitung" ber nationalliberalen Reichstagsftaktion folgende Erklärung abgegeben: „Wenn ein Mitglied der nattonalliberalen Reichstags- frattion, das feit einem Menschenalter die Ehre hatte, in deren Reihen zu wirken.und das ihr in guten und bösen Tagen treu ergeben war, sich heute verpflichtet sieht, bei der Reichsfinanzreform andere Wege zu gehen als die Fraktion, so müssen es schwerwiegende Grunde sein, die einen solchen Entichluß herbeifilhren. Daß der Finanznot des Reiches und der Einzelstaaten, des In- und Auslandes wegen, ein rasches Ende zu bereiten uud die Bewilligung der Gehaltserhöhungen der Beamten aus fundierten Reichs-- einnahmen ohne Säumen herbeizufuhren wäre, und daß dazu 400 Millionen Mark Verbrauchs- und 100 Millionen Mark Besitzsteuern erforderlich seien, sland bei allen Mitgliedern der Fraktton fest! Ihre Zustimmung zu der endgültigen Genehmigung dieser umfassenden Reichsfinanz- resorm hat die nationalliberale Reichstagssraktron nunmehr von der Bewilligung einer bestimmten Steuer abhängig gemacht, von einer Bedingung, die weder jetzt, noch in absehbarer Zeit erfüllt werden kann, weil bie Mehrheit des Reichstages Bedenken prinzipieller Art gegen diese Steuer aufrechterhalten hat, die auch aus den Reihen der national- liberalen Fraktion bei der Generaldebatte der ersten Lesung kraftvoll vertreten worden find. Die Tatsache, daß diese Bedingung gestellt worden ist, kann ich aber für mich als I durchschlagenden Grund dafür nicht anerkennen, daß die dem Reicye jetzt dargebotenen, dringend nötigen Mittel zu versagen sind. Dies um so weniger, da ich in der Lage bin, die neuerdings vorgeschlagenen Besitzsteuern, welche sowohl den mobilen wie den immobilen Besitz zusammen mit über 100 Millionen treffen, anzunehmen. Da ich vor- aussetzen muß, daß der jetzt eingetrelene Fraktionszwang auch auf die Endabstimmungen über die Reichsfinanzreform ausgedehnt worden ist, so sehe ich mich zu meinem großen Bedauern genötigt, meinen Austrllt aus der Fraktion zu erklären, um mir die Freil)eit meiner Entschließung erhalten zu können. Den Vertrauensmännern meines Wahlkreises, die mich vor einiger Zeit schon zu einer 'selbständigen Entscheidung verpflichtet l)ard Wagners schreibt dieNe u deu t s che B a n z e i t u n g: „Die Entwürfe zu dieser Halle stammen von bem Architekten Paul Engler unb bem Maler Hermann Henb- ci cf), der, une bekannt, auch die übelberück)ttgte Sagenhalle in Mittelschreiber hau und bie Walpurgishalle auf bem Hexentan-- ! plap ausgemalt hat. Diese beiden Hallen sind im Stil altger- mantid>er Blockbauren gehalten unb reich mit archaisierenden Orna- ' nientfchnitzereien, Wotansköpfen unb Tierschädeln geziert. Ein paar rohe, unbehauene Feldsteine für die Treppenstufen und das Sockelmauertoerk besorgen die wilde Romantik' was sonst nod) an Stimmung sohlt, liefern die Henbrickychen Gemälde. Wer diese bauten im Harz unb im Riesengebirge gesehen hat, wird sich von ber Nibelungenhalle für Mainz am Rhein ungefähr ein Bild machen können. Dem Zeitungsbericht zufolge ist von ber SthbtüerorbnetenversammLung ber Entwurf mit Freuben angenommen worden, ja ber Cberbürgermeiner sprach dem Künstler, der Bau unb Ausschmückung solcher Hallen zu feinem Lebens- ijerl gemacht hat, herzlichen Dank aus. Peinlich berührt bie ler Nachricht beigefügte Bemerkung, baß das Gelb für Bau unb Hemälbe von Verehrern Richarb Wagners im ganzen Reiche -angebracht wirb." Es ist traurig, wenn ber lebhafte, in Deutsck-- 2anb besonbers rege Enthusiasmus für, Wagner dazu ausgenutzt Dirb, für eine künstlerisch wertlose Sache Gelb zu beschaffen. Da alle Pläne sck-on fertig sind unb mit bem Bau sehr bald begonnen werben soll, so ist es allerhöchste Zeit, bie Mainzer vor -einem Mißgriff zu warnen, ber geeignet ist, nicht nur ben Ruf ■ilyrcy Kunstverständnisses, sondern vor allem auch ihr schönes <5tabtbilb aufs schwerste zu schädigen. . —, Eine schwarze Liste nicht empfehlenswerter Dienstherrschaften anzulegen ist vom Verbände der,Hausangestellten beschlossen worden. In einer in Berkin stattge- iinibencii allgemeinen Dienstbotenversammlung wurde über die Aechtlosigkeit der Dieniiloten lebhafte Klage gesührt. Um sich $ gegen Heber griffe seitens ber Dienstherrschaften zu schützen, mürbe beschlossen, baß fortan alle Beschwerben über schlechte Behandlung, schlechtes Essen, falsche Angaben bei der Mietung in Bezug . auf Arbeitszeit ufro. bem Vorstanbe übermittelt werben sollen. WDas. Material soll bann zur Aufstellung einer schwarzen Liste Vertoeiidung finden. * —Ein Narur-Operettent Heater. Nun soll Deutschland noch um ein Natur-Operettentheater bereichert werden. Das 1 tu ber Gründung von Naturtheatern liegende Prinzip, nicht ine Natur zu bekämpfen, sondern sie ber sommerlichen Kunst dienstbar zu machen, wollen auch Thüringer Theaterfteunde befolgen und auf klassischem Boden, unweit Ilmenaus, zwischen Friedrichroda unb Geelberg, am Schwarzenfels, ein Naturtheater grün» ben. Doch soll dort nicht bie tragische Druse euiherschreiten, man will vielmehr bie Operette pflegen. Eine Reihe Bürgermeister haben ihre Untersiützung zugesagt, so baß bas Untenrehmen schon letzt so gut wie gesichert i|"L Zur Bllbung bes En,embles ist man an solche Mllglieber ber Thüringer Hostheater herangetreten, bie zwar letzt an bieten Kunststätten nur im Schau- unb Lustftnel beschäftigt iinb, sich aber früher an großstäbtijchen Theatern schon in ber Operette betätigt haben. Da bie Hostheater ber Thüringer Kleinstaaten bnrchweg im Hochsommer schließen, so besteht reut Zweifel, baß ein anständiges Ensemble zusammengebracht wird. Als erste Operette ist bie Reinharbtsche „Sprubelfce" in Aussicht genommen. — Eingebildete unb wirkliche Gefahren. Sehr viele Personen versichern sich, bevor sie eine Reise unternehmen, gegen bie Gefahr eines Eisenbahn- ober Schisssunglücks. Wie wenn sie bei solchen Reisen unbebingt ihr Leben aufs Spiel setzten. Diese Leute wissen eben nicht, baß man auf Deck eines Schiffes oder in einem Eisenbahnwagen weit sicherer ist als in seinem eigenen Hause ober auf ben Straßen ber Großstädte. Die Statistiken beweisen, baß 60 Prozent aller Unfälle fta) ereignen, währerch bie Opfer in ihrer Wohnung ober auf ber Lkratze sind. Die BersichcrungLgesellsck)asten wisien bas ganz genau unb zögern baher bei Eisnwahn- ober Dampferkatastrophen mir leiten mit ber Auszahlung ber Versicherungssummen, well berartigc llnglücksfälle nicht allzu häufig voriommen. Ein Mitarbeiter von „Wortbs Work" weist baraus hin, baß ein Mensch, ber am Reisen geht, alle Vorsichtsmaßregeln ergreift, um sich gegen mögliche Gcjahreii zu schützen, während ihn zu Hause ober auf den Straßen die ewige Gleichförmigkeit seiner Beichästigungen unb des Milieus oft sorglos unb verwegen macht. Die Straßen unserer Stäbte finb auf Schritt unb Tritt bicht besät mit Gefahren, aber wer von uns bcntt daran, sich su versichern, bevor er ausgeh:/ Unb doch kommt es wohl zchnnial am Tage vor, daß man nur wie durch ein Wunder ben Beinen eines Pserbes ober ben Rädern eines Automoblls entgeht. Eine Reise um bie Welt kann man sorglos antreten, sehr ooriichtig aber muß man sein, wenn man bie Treppen zu seiner Wohnung ijinaufflcigt ober einen verkehrsreichen Platz überschreiret. — Ein hübsches Karlsbabcr Geschicktchen_, bas Lubwig Fu! ba zum Hetben Hai, erzählt bes „Pragei Tageblatt'. Fulda roobitte in Karlsbad im Hotel neben bem ihm befreundeten Berliner Justizrai Jonas, ber, roie ber Dichter, r nach» Zachen des den Deutsches Keich rrnluf; dc V-'rbfl io füü umfing » intime Th, Die vcrio|| 19cl >3cuc gort, ij, locaömital u. yolpcnoor ||, Schiffe, welche er bauen könne, zur Verfügung stelle. Einer amtlichen Mitteilung zufolge trifft Der jtaife von Rußlandam August in Cowes ein Hcppenheim-Wimpsen dar» man wohl vorausfehen. daß sie sich in dieser -rage nicht von der Gesamtparrei trennen werden. Auf ihrer diesjährigen Sommerreisc nach dem Atlantischen Ozean läuft Die deutsche Hochseeflotte einen spanischen Hafen an, nm Kohlen und Lebensmittel einzunehmen. Wie nun der deutsche Konsul in Bilbao mu- Icilt, wird das deutsche l^eschwader, das unter Dein Kvrn- mando des Prinzen Heinrich von Preußen steht, am 18. Juli in Bilbao vor Anker gehen. Große Festlichkeiten zum Empfange der deutschen Gaste werden bereits vorbereitet, König AlfonS wird auf feiner Reise von San Sebastian nach Eorumna in Bilbao verweilen, um Das Deutfd)e Geschwader zu besichtigen, das acht Tage in Bilbao bleiben soll. Ter polnische Schriftsteller Lrzyavrcki ist unter Dem BerDacht, sich an reoolutionaren Umtrieben beteiligt zu haben, verhaftet worben. Aus Shanghai tommt Die Nachricht von einem Äuf- ft a n D e der M 0 harneDancr in Ä a n f u. Eine britisch- Deutsche ExpeDilion murDc bei Antug überfallen unD ein naturalisierter Engländer namens Sowcrby fiel ui Die Hände Der AufstänDischcn. Tie Regierung hat Militär von Lcnansu aufgcbolcii, um Den llcoerfallenen zu Hilfe zu kommen. Ausland. In der Samstags-Siyung des ungarischen Abgeordnetenhauses erfolgte Die Vorstellung De-.- neuerlich ernannten Kabinetts Weierle. MinisterpräsiDent Wekerle begründete Die Notwendigkeit der neuerlichen Er- nemiung vom parlamentarischen Standpunkt. Abgeordneter Bakonvi (Unabhängigkeitspartei,. beantragte, das Abgeordnetenhaus möge erklären. Daß es Die neuerliche Ernennung des Mabinettd mit Dem Wunsche zur urnntnis nimmt. Daß im Hervst die Definitive Lösung Der Krise unter Berücksichtigung Des Alaioritätsprinzips er|olgen solle. Die Abstimmung würbe auf Montag vertagt. Die Konferenz, Die Damit beauftragt ist, die Anteilnahme der englischen Kolonien an der Verteidigung Englands zur See festzustellen, wird in diesen Tagen zusammentreten. Ter Premierminister von Neu- funblanö hat erklärt, daß Neufundlano Der Metropole alle des Sckneds- ber Chef des ersten Geschwaders, zu feinem Nachfolger bestimmt. Ter Stapellauf des neuen Kreuzers „Augsbur g", der auf der saijerl. Werft in Kiel erbaut wurde, hat am Samstag stattgefunden. Oderbürgermci' ee Ski rar.t-Äug - bürg hielt die Taufrede. Gleich darauf glitt der schlanke Kreuzer leicht in die Flut. Ter Einlgungs-Ausschuß bet linkSliberate n Parteien ist am Samstag zum ersten Male zu- Stricgervcreui „Hasst a" hier begeht am L». ds. tm Hoch- g wald sein L'/jähriges F a b n e n j u b 11 d u m , zu bem sämtliche hiesigen Bereute eingeladen sind Um 3 Uhr nadp I In LaPaz «Bolivta tunt es heute mf»^, fpvuches, den der Präsident Argentiniens in Grenzstreites zwischen Peru und Bolivia gefällt hat, zu Ausschreitungen gegen die argentinische und peruanische Gesandtschaft. B.ide Gesandtschaften wurden unter militärischen Schuh gestellt F1r.au3.nui!, ter Goytia, der aud) Dao Ministerium des Aeußern verwaltet, Hai seine Entlassung eingereicht Tic Nachrichten von Den Deinonstrauonen in Bolivien wurden in Argentinien mit voll U»m menet Ruhe aufgenoinmen und haben keinerlei genbtmonftrüiioncn veranlaßt. Tie tage wird Dadurch noch verwickelter, daß infolge des Schteosipruches tk*r Befehl erteilt worden ut fru einen Gebietsteil abzutreten, den Bolivien an Brasilien vor 2 Ialimi sm Millionen Lstrl. verkauft hüte. auistiig und geiicru dc-> beiten Erfolges öann nur allzu schnell bas " logiannn erledigt war und man 'ich endlich iosreißen inugtc aus dem zaubeiijchen Bonn, der erfreu:? Tas überaus luftige Stück mit fein n außer?rdentlich romtidxn 3iruatwnfn und innen iamo'tn Tricks ru»t : ..sm2 auEcrorbemhdK Heiterkeit hervor und criceul a-.:d> durch jiotte und sichere Tarftellung. ** Den Bock zum Gärtner. Ein hiesiger Wirt de. Häftigte gestern einen Kutscher als Aushilfskellner. Als in, Lokal einer Jrau das Portemonnaie mit 15 ML abhanden am, lenkte sich der Lei dacht auf den Aushilfskellner, und auf die erstattete Anzeige hm fand die Polizet das Geld m Dessen Strumpf versteckt vor. Emern anderen Wirt kamen I auS Der Kasse 110 Mk. abhanden. Auch hier soll als Tat« em junger Bursche m Frage kommen, der m der Wirlichast beim Gläserspülen rc. behiiftich war. ee Einschletchdieb. AuS einem Hanse m der Liebig« 1 üraße wurden gestern emem Bewohner 40 Mk. gestohlen. Verdacht fällt auf einen unbekannten jungen Mann, der sich emgeschlichen und den Betrag aus einer unverschlossenen Schublade an sich genommen haben soll. Bom Gießener Ziegenmarkt. Zn Nr. 167 unseres Blattes wurde unter .Märkte* über den am 7. Iuii d». I». von ttretSziegenzuchioerein Gießen veranstalteten Ziegenmarkt bericht« i und dabei erwähnt, daß nut diesem Markt eine ’iiramuerunq verbunden gewesen sei. Bet ihr sind solgende Preise zucrkanni worden: I Ria||e L " ü r belonbere u e 1 ft u 11 ge 11 in beizte ; acht: Ehrenpreis: Karl Texlor, Gießen Klasse U. Bocke: l. PrecS Ziegenzuchlveteiii Gießen ü.— Mk.. 2. tret« derselbe 4.— Mk.: 2.». Preis Gemeinde Großen-Buieck 3.— WIL; 0. h. Preis Phil. Kähler, Xlaiigiöorl, 3.— Tlf. Anerkennungen : Lud. Hoi mann, i ;Jieferf, Gemeinde Cboomboien und Ztegenzuchloerein Ließen |e Alk. h 1 a i j e HL Aeliere Z i cc I, B.r.1.1. Leihgestern, ö.- WIL; 2.a. Preis Ious. Heid das. 4.— Mk.; 2 b. Prers Jean Deiiel, «ließen, 4.— WIL; 2.c. Preis Hrch. ‘Hüllet | Das. 4.— Mk.; 8. a. Preis Hrck). Schäfer HI. das. 3 - Mk ; 3.b. Preis ü>g. Schäfer bai. 3.— WIL Anerkennungen: Iohs. Geisel, Großen- Bujcck, yid). Hahn 1. dai., ®g. Scha'er, G neide in | Wiciien, und Karl Ricola», Großeu-Buseck, je 1. 2\L Klasse IV. Jüngere Ziegen. 1. Preis Kai l . _ k.; 8. Preis Uiq. Langsdorf das. 3.— -l:ü.; das. 2.— Mk. Klasse V. Zeitz» egen: 1. Preis Gg. liulet; I ließen, 4.— Mk; 2. Preis Karl Luh, Leihgenerii, 3.— ML; 3 a. Hrch. Schon, Gießen, 2.— Mk.; 3 b. Preis Karl Haas, etem- berg, 2.— ML Klasse VI. B 0 ck 1 aminer: 1. Preis Hrch. 1 Müller, Gießen, 3 — ML. 2. Preis 9111 Sammlungen von Lokal- A u d) t v e r c 1 n c n, bc ehend au j 1 Bock, 2 älteren und 2 jüngeren Ziegen: 4 a. Preis Ziegemuchloerenl ließen J 5.- WIL; 3.b. Preis Ziegenzuchtvereni 2eibxieitem 6.— ‘Mk. — I billige Lokaljilchtvereine, die zur Beschickinig des ‘Markte» Tiere | angemeldet hatten, ivc. je schlechken Weilers aus- qebheben, wodurch der zur Wräiuuerung vorgesehene Betrag tm- Iprechend reduziert ivurde. □ Trais a. D. LumDa, 11. Juli. Ter Hasjia-Tlezirk I Gießen beging heute in unserem Orte fein Diesjähriges BezirkSlriegerfest, mit Dein Der hiesige KriegervcrelN (Germania fein L5jähriges S t i f t u 11 g »f e )t verband. , Es hatten sich über 40 nciegerveretne aus Preußen und Heffen eingefunDctt, Darunter auch mehrere Militärvereine ließen Zwischen 1J unD 2 lli;r iuuuvu . .r- tigen Scflgaftc empsaiigen nnb auf Den jck'Ln gelegeiieaM r^ftplai; geleitet, wo um 2 Uhr Der Feftzug cmfg -unr tuuroe. Um 2>, Uhr eqolglc Dee Umzug Durch dao schön geschmückle Dori. Auf dem äenplali angekommen, begrüßten Bürgermeister Benner unD Beremsprastdent Will Du Gäste. Regieeungsrat Felder überreichte Die vom Kaiser gestiftete iZahnenschleife, wobei er Die hohen Ziele der nrtcger» vereine hervorhob. Tic ^strebe des Pfarrers Bocher zeigte TeulfdilanD vor 100 Zähren unD feine WieDeraufrich- tung 1870 71. Der Bezirksvorsleher Lehrer T aab-Loliar toasU'te auf den preugischen und hcssischeit Kciegerverband y und übergab Dem Pr uu nit 11 t. born, Herrn Leicht, Die von Der Hafsia verliehene bronzene I Okbctumünje für 30jährige Tätigkeit im Sinne Der yafiia l Kamerad Leicht brachte ein Hoch anj Die Beteranen au4. I Zm Auftrag Des Turnvereins „ohu Heil" überreichte Lehrer I Walther Dem feflgebenDen Verein eine Faljnenschleise, I Das gleiche tat Herr Becker namens des Gejangvi xein» D Liedertranz. Zorfuneister Schneider widmete dem striegeloerem ein prall-tvolles kaiferbild. Dann cmivLItUt ich auf Dem sZeftplaß ein buntbewegleS, reges Treiben, j Ter Turnverein führte noch unter Leitung des Lehrers I Walther schöne Freiübungen und K.'ul nschwingen i>ot Abends stellten die Turner Pvramldcti und lebende Bilder, j Tie (jeftmufi! fteilte Die Kapelle des Gießener Kaiser Sd# Helm Regiments. g. Bad Rau he im, 11. Juli Ter Militär- und I Zlg von werden überall aufs herzlichste ausgezeichnet. Und hier erst in unserer musikliebenden Stadt, die schon feit Wochen von Koichat schwärmte. Zinmer neuer Beifall dankte n 0 10; 1 c u m. )en höchst amü'anten ; uhrunz. Der )iaj am Die Wirren im Orient. Nach zuverlässigen Meldungen atti Konstantinopel ist dort bk liiegcriidic Stimmung im Wachsen begriffen Die führenden tungtürkischen Kreise sind entschlossen, Dai Krieg ; u erzwingen, falls sic in der Strcta-^ragc feinen diplomatischen Erfolg erringen können. Auch Die militärischen Vorkehrungen Der Türken tverden cistigst fvrtgesedl, besonders beim Drittai Korps. Der Mtonmianbcur der sechsten Division, Muchlis Pasck»a, wurde zum Befehlshaber sämtlicher Truppen an der griechisch türkischen Graize ernannt Tic türkische irlottc soll sich heute nach dem ägäischen Meer begeben. Tic Abreise hangt mit Dem Wiederzusainnientritt der griechischen Kammer in Athen zusammen. Znlls sich von iVrcto Abgeordnete nach Athen begeben, soll Die türkische sZlotle uoi Kreta dagegen demonstrieren In nächster Nähe von Saloniki hat ein Zusammenstoß zwischen einer aus neun Mann bestchendat griechischen Bande und der Oknoarmeric stattgefundai, bei dem drei Griechen getötet und cm Gendarm venoundcl wurden. Am Samstag fand bei Schahabad ein Gefecht zwischen den Truppen des Sck»al) und den mit den '-Rationalen vereinigten Bachtiaren statt Ter Führer Der letzterai wurde schwer verwundet und gefangen genommen. Der Sieg verblieb den Truppen des Scvabs, die zahlreick»e Olefangenc machtai. Eine Abteilung von etwa 1200 Mann Regterlingstruppai mit vier Getchüpen g.isf am Samstag bie Nationalisten lü Meilen wesllich von Teheran an. Es gelang ihr jedvch nicht, die lcchteicn aur- ihren Stellungen, die mehrere Stundat lang heftig beschossen rourbm, zu verdrängen. Die Bcrlustziffem sind iwch unbrftnuu. Wahrscheinlict) wird das Gefecht roieber ausgenoinmen werden. Nach Meldungen aus Teheran hat nach Beendigung des .stampfcs bei Schababad Sad Ed Daulx!', der Sardar Assad an Siphador den Vorschlag gemacht, Abgesandte zur E l n l e 11 u n g von FrieDensverhandlungeii nach Teheran zu entsenden. Kämpfe in Marokko. Nach Den leptcn MiiDungen Des Generals Marina hat sich Der Gouverneur ohne große Schwierigkeiten Der Kas- bahHador bcmaclkigt. Tie angreifenben kabnlen würben streng gezüclkigt. Tic Artillerie zerstörte Die Duars und Die 'Saiicrleitniifl von Mosusa. Ta Die kabplen heftigen AZiDerstanD leisteten, würben Bechtärlnngen entsanDt. Gc^ nercü Marina erol die wichtige strategische Stellung von Atalayvn. Tie kabplen hatten Die Leichname von sieben erinordeten Eisenbahnarbeitern verstümmelt und versuchten, rn zu verbrennen, wurden daran jedoch durch die Ankunft der Truppen gehindert, du j dies Maniiestation sei. Daß jedoch tvegen der in Marokko herrschenden Anarchie, der sobald als möglich ein Ende gemacht werden müsse, eine Intervention notwendig fei. Weil nun tyranfreut) sich weigere, zu intervenieren, Habe von Rofen venlion zustande zu bringen. Unruhen in Südamerika. politische Wochenschau. Ter Wechsel im ReichSkansteramt. Trr „Südd. Reichskorreiponoenz" nnrö ans Berlin unter bem Juli geschrieben: Bei Der ,-JernüTtung nniete» Partciwesens kann Der Reichskanzler iw allgemeinen Die Freiheit für sich in Anspruch nehmen, mit wechselnden Mehrheiten Die Geschäfte zu führen nnD Die erforderliche Snmmenzaht von Fall zu Fall Ui jammeln. Für Den Fürsten Bülow aber mußte, nach feiner politischen Vergangenheit, unter Den an sich möglichen Kombinationen eine Mehrheit unannehmbar sein, in Der Das Zentrum den Ausschlag gibt. Von einer solchen Mehrheit hat Der Fürst stch und Das Reich unter Billigung unD Mitwirllma aller national Gesinnten, voran Der Konservativen, Durch Die Reichstagsauslösung Dom Dezember 1906 befreit und gerade eine solche Mehrheit in rd wieder, die ihm unter Zurückstoßung der Liberalen Durch das komervative Votum in Der Erbanfallsteuerfrage von neuem aui- gezivungen wurde. Diesem Zwange sich zu fügen verbot Dem Fürsten seine politische lieber Beugung und seine persönliche Ehre. (5S ist nicht richtig, wenn ui diesem Zusammenhang behauptet wird, Fürst Bülow habe sich den Liberalen vertäust. Allerdings aber hat er fein Schicksal mit einem Zusammenarbeiten von Komervatwen imD Liberalen an Den parlamentarischen Aufgaben verknüpft inne andere Grundlage jür Die Führung Der Geschäfte mit Dem Reichstage hatte Fürst Bülow nicht mehr. Tas wußten die Sfonieroatwen; sie wußten aurfv daß, wer Dem Reichskanzler diesen Boden unter Den Füßen iortzog, ihn selbst zu Fall bringen mußte. Sie wußten es nicht bloß, wie hier schon einmal gesagt worden ist, aus ihrer Kenntnis Der politischen Lage, iie wußten es, wie heute htnzugefügt fein mag, auch durch ausdrücklich an sie gcrichtetr Mitteilungen des Kanzlers. Es befestigt sich immer mehr die Awicht, Daß Staatssekretär d. Bethmann-Hollweg zum Nachfolger Bulows ausersehen sei Für diesen Fall soll Der lefcige HanDclsininister Delbrück das Rcichsamt Des Innern übernehmen und seinerseits durch den Unterstaatssckretär v. Wermuth erlebt werden. maiwver von dem XomnianDo als Ehef Der » flotte z u r ri ck t r c t c n. 2lus 5taOt unO fand. Gießen, 12. Juli 1909. ** TageskalenDer: Zweite Aufführung Der »Hermann- schl acht' am Ludwigsbiunnen. Anfang 7 Uhr. ZirkuS Aiark: Abschiedsvorstellung abends 8 Uhr. ** Reichsfchulk 0 mmissi 0 n Ter vortragende stiat im drosch. Mlniftcnuin dcs Iimern, Abteilung jur Schulangelegen Herten, Geh. Lberschulrat Nodnagel, ist nach der Tarni>t. Ztg., niit. Wirkung vorn 1. Juli an zum Mitglied der Reichsschulkoni- miffton ernannt worden. •* M t l Der Heuernte sieht es allenthalben sehr schlimm aus. Zn Den WiestziigrünDen liegt Das Gras ieyt schon über eine Woche. Infolge DeS Regenwetters stehen die Wiesen in Den Flußtälern im Wasser, 3. B an der Wiejeck, Ohm, NiDDa, NiDDer, Wetter, ferner bei Lang-Göns, Reis- kirchen u. a. Orten. Bielfach sind die Wiesentäler ui Seen verwandelt. Las Regemvetter hat an der Heuernte einen kaum zu berechnenden 5djabcn angerichtet. Was das Waffer nicht wegschwemmte. Das hat es vermvDert unD verfault, kann also l)öck)stcns zum Streuen benußt werden. ** Der nationa liberale Verein hielt am Donnerstag abend eine Sigung ab, in der Prof. Luley über den Vertret erlag Dec nalionaüiberalcn Partei in Berlin Bericht erstattete. Tie interefsanlen Ausführungen lourben von den Slnivesenden mit großem Beifall aufgenommen und die Stellungnahme der nationalliberalen ReichStagsfraktion in der Frage der äicichsfinanzreform einmütig gebilligt. tabtl bca ter Angesichts der morgigen Aufführung des „Bettelstudeni" dürfte ein Auszug einer Beivrechung der „Bad-Naudenner Zeitung" über die jüngste BettelstuDent-Aust'üh- rung am Großh. fturtbrater von Interesse sein, da lür hier dieselbe Beseßung gilt. Tas Blatt schreibt uiuerm 10. Juli u. a.: „Gme gauj ooräiglithc „BcitelstuDent"-Borstellung bot unser Kuriheoiei am gelingen Abend. Aus der Reihe Dur Einzellelstungen tagte Derr Hildebrandt durch seinen außerordentlich herzhail angc-abten „sinnon ' heivor. Ter .Künstler zeigte viel echtes Temperament und ersteuliche Mannlichkeu. auch stimmlich zeigte iidj Herr H von semer besten Seite, so daß man ihn zu Dem idwneii Enolg Des geitilgen Abends aufrichtig beglückwünichen kann. Tic stolze Schönheit „Laula ' liegt Frl. Gr ob köpf beionDcro gut uno iubrte sie ihre Rolle mit der an ihr gewohnten Sicherheit idxiu'vicicriidi und geiorighd) bis zum Schlug mit vielem Beiiall ausgezeichnet, buvd). Als „Broinslawa ' enchien Frl. Aline Sanden von Der Wiener Bolksoper vor unierm Publikum Tie Dame spielte ihre Rolle sehr neu und eiitroideltc viel Liebenswurdigken Ihre etüumc iit em angenehmer Sopran, der Dann am schönsten kltnat, wenn er nicht angestrengt wirb Ein vonrenlicher Lllen- dvri war Herr Heising unb Herr Kapellmeister Mourot leitet, bie Socficlluttg mit cnreulitheni Feuer und hatte manches Tempo, das tm Laufe Der Zeit schon recht langweilig geworden war, mit neuer Energie au»gestattet. Das Theater »var vollständii aus- vcrkauft und Hauptdarsteller rote Ensemble ernteten wohiverd.eil.cn lebhaiien Belsall. — Koschat-Quiniett. Zu Garten abgehaltenen Koschat-Konzert hatte «ich cm außer- orbenllich zahlreiches, rrlefcnes Publikiiin emgefunbcn, bas den cmzelnen Tarbietungen mit größter Spannung laistchte und den ausgezeichneten Vorträgen ungemem lebhaften Beifall zollte. Bei Der Beliebtheit unb Den Leinungen Der Sänger, D;e ja hinlänglich bekannt finb, ist bas kem Lsunber, benn bie Kärntener finb überall außerordentlich beliebt und uunags findet zunächst em Umzug durch Die Staat itdlU zu welchein Die Feuerwehrtapellc fowic die an Di cf cm -onn» tag au. Der Murtcrrajic konzertierende Militärkapelle btf Musik übernommen haben. Das eigentliche Feitpcogtam« besteht aus G-esang, Reden, turnerischen Aufführungen und Tanz. W. B a d -N au he i m, 11. Juli. Tic vereinigten Äu r* f a vc 11 c n von Hornburg v o H. und Bad -tfi au heia gaben Samstag unter abn-echsclnder Leitung ihrer 2nrv genten Iwan Schulz uns Hans Windcrstetn im neuen Konzert Haufe ein großes r. rchcster-Lonzcr: mit 90 Künstlern, eine Boruellung, rote ftc in Deutfchen orten bisher überhaupt noch niemals geboten wurde Es Dirigierte zunächst De; Homburger jfaVcLmciucr Da. ,Boo- a..J „Trittau unb Isoioc' unD „Les Preindes" von Liizt. hierauf Der Nauheimer Kapellmeister die große Eleonocen-Luoe^- turc", Borfpiel zu ^Lplb-'ngrtn", „Ave oerum" von .'Ao^xt unD Die Ian tü)aufcr-Ou Der eure, ^er raufchcnDc, nick: enden wollende Beifall des vollbefepten Saales nach jeder eutzelnen aller mit fubnlster F inhcit und inniger Sc.ztcfung vorgo» tragenen L.ogramnt.Rümmer.1 ltcier;c oen Beweis von bca vollen mristlerischen Erfolg dicfcr genuuifamen LeifeunA. Die vornehme vergeistigte, eoellunstlerische Ruhe bc .„wm- burger kupelimeiiters ^e.ullz und das lempc;.1 mcu:ooUt femjunnge Behr reichen De« muillaliichen Stosses uens bei Tirigcmcn SuiDetäcin gaben Anlaß zu inlcni'nntcn Vergleichen biefcc beiden auf der Hope ihrer 2l.ii 'oben stehenden Meister und zcttigicn bei allen Zuhörern akJ Dem M.irptiblt.um unb aus der .'.'i uhnir.ee Einwohnerschaft Den ledigsten Wunsch noch einer WieDcryolung Dicic. Mun|N gcnuffes. u 3 rieb berg, 11. Juli. Heute mittag erschoß sich ter hiesige Bezirkshauptmann Fnebr. von Muckivitz Prinz Heinrich wird nach Sängern, bie sich zu mehreren Zugaben verstehen mußten und als Kofchat felbft auf vielfachen Wunsch fein ,Ver- lapen' lang, da kannte Der Jubel keine Grenzen mehr unb immer aufs neue wurde bet treffliche Künstler gerufen, biß ringt cufleniudlii gcaooie' zur Au der Bestattungsgenossenschaft der freien Schreiuervereiuigung Gießen H. Haas III. i Bleichstr. 8, Hinterhaus, Telefon 692 3947 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Mutter, Schwiegermutter und Gcoßniutter sagen wir Allen hiermit unseren herzlichsten Dank. der Bestattungsgeuossenschaft der freien Schreiuervereiuigung Gießen Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Familie Krausch. H. Haas III. \ Bleichstr. 8, Hinterhaus, Telefon 692 ,s B <• I .'As M W u, ‘■•■-'■sX'l W WM M M 8^ 3rÄ,V*.'. M M • ■<. ■ K ?W'“4' /VP'Jr M .W M J JKh HWMMÄ lüermania errungen. Grossen-Buseck, io. Juli 1909. 3944 [05161 Die Beerdigung findet Dienstag den 13. d. 9JL, mittags ir, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus stall. 1 Uhr, Großh. Hochbauamt Gießen. 3937 Familien Dittmar Familie Dr. Gengnagel im 73. Lebensjahre. Dies zeigen tiesbetrübt an Versteigerung von Schulbänken. Mittwoch den 14. Juli 1909, nachmittags 5 Uhr, sollen m dem Hof des Gymnasiums zu Gießen, Ecke Süd- Anlage und BlSmarckstraße, 35 zweisitzige Schulbänke auf eisernem Untergestell 1,10 Mtr. lang ohne Trsche, geeignet zu Gartenbänken, meistbietend einzeln versteigert werden. Gießen, den 9. Juli 1909. und werden Offerten umgehend erbeten. BerSrod, den 10. Juli 1909. Großh. Bürgermeisterei Bersrod R e u j ch l l n g. Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hessen am Dienstag dem 13. Juli: Zeitweise heiter, trocken, noch kühl, ruhig. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen (Katharinengasse 14), den 12. Juli 1909. Griginal-Drahtmel-ungen. Brüssel, 1_. Juli. Brüssel und Antwerpen feierten gcftent den vlamländischen Jahrestag der am 11. Juli 1302 stattgehabten Schlacht von Courtray, genamit die golbcne Spvrcrischlacht, in der die Vlamländer die französische Armee besiegte. Die Leilnahme an der Gedenkfeier war in Antwerpen! erheblich, in Brüssel rurr gering. Madrid, 12. Juli. Der Kreuzer Numancia geht nach Malaga ab, um Trupp eit nach'Melilla zu transportieren. Der Ministerrat hat beschlossen, dem General Marina von neuem sein Vertrauen zu bezeigen und ihm alle Truppen zur Verfügung zu stellen, deren er bedarf, um eine Wiederholung! der Zwischenfälle in Marokko zu verhindern und den spanischen Interessen Achtung zu verschaffen. Madrid, 12. Juli. Der deutsche Botschafter, der französische Bevollmächtigte und der Vertreter Portugals hatten geifern eine lange Konferenz mit dem spanischen Minister des Arußern. Nach-den offiziellen Berichten herrscht in Melillfe zur Zell Ruhe. Versteigerung. Dienstag den 13. ds. Mts. nachmntags 2 Uhr versteigere ich Aeustadt 55 dahier gegen Barzahlung: 13935 2 Pferde, 1 Rollwagen, 1 Fahrrad, 1 Winterüberzieher, lOPaar Grabrahmen, 5 Sack Weißmehl, Lorbeerbäume, 1 Badeemrich- lung und diverse Möbel. Born, Gerichtsvollzieher plötzlich bis zu 8 Prozent und auch noch darüber gestiegen. wurde dies nur einen ebenso plötzlichen Beschluß des Reichstags zurückgesührt. Die Brauereien haben nämlich im Bransteuergesey eine ins l^roicht saftende Konkurrenzcrschwerung zugcsprocl>en erhalten. Der Rcickyslag beschloß für neue Brauereien, die nach denl 1. August 1909 in Betrieb genommen werden und mit deren Bau nicht bereits vor dem 1. Januar 1909 begonnen war, die Steuersätze bis zum 31 Aiärz 1915 um 50 Prozent, für die nächsten 3 Jahre um 25 Prozent zu erhöhen. Arbeitsvergebung. Die Maurer-, Pflasterer- und Asphaltarbeiten für die Neu- befestigung der 'Jieucn Baue sollen Mittwoch ocu 14. d. Mts., vormittags 11 Uhr, öfientlich vergeben werden. Arbeiisbeschreibungen und Bedingungen liegen wahre id der Dlenststundcn bet uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum vorgenannten Zeu- punkt verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen an uns einzureichen. — Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 9. Juli 1909. Bv/i Städtisches Ticfbauamt. Braubach. BulLeu-Verkaus. Donnerstag den 15. Juli d. Js., vormittags 10 Uhr, soll auf der Bürgermeisterei zu Bersrod em schwerer Bulle meistbietend versteigert werden. Die Gemeinde beabsichtigt einen Bullen Simmentaler Rasse anzuschaffeu Handel. — Hausse in B r a u e r e i a kt ie n. An der Berliner Samstagsbörse sind die Aktien, speziell der 'Berliner Brauereien, Todes-Anzeige. Verwandter!, Freunden und Bekannten die schmerz- Uche Atilteilung, daß heute nacht 3 Uhr unser liebes, unvergeßliches Kind Mariechen im Alter von 7 Jahren nach kurzem, schwerem Leiden sanft entschlafen ist. 13950 Die trauernden Hinterbliebenen Familie Karl Pfeiffer. Gießen (Marburger Str. 30), 12. Juli 1909. Die Beerdigung findet Mittwoch den 14.^ d. Mts., mittags 12 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. ...schob I” verrnijchLes. ♦ Was ein „Verbrecher" unter „Verbrecher" versteht. In der „Umschau" veröffentlicht der Straf- vnstaltsdirektor Fliegenschmidt sehr interessante Aeußerun- cn eines früheren Gefangenen über das, was ein Wer- recher eigentlich unter „Verbrecher" versteht. Die Aeu- i;erungen sind nicht etwa ein Lob- oder ein Klagegesang Lustschiffahrt. Grai Zeppelin wird, iuie verlautet, voraussichtlich die «hrt des „Zeppelin 11." nach Köln am 26. Juli selbst aussuhren. c Besuche m Dresden und Berlin sollen mit dem „Z III", der 1 »i August fertigqeftellt sein tvird, stallfinden. — Die Zeppelm- , L"clljd)ait hat wiederum einen ausländischen Auftrag abgelehnt. ' ie türkische Armee wollte ein Zeppelin-Luiischiff bauen lassen. 'i( „ch eine französische Privalgejellschasl versuchte Unterhandlungen a. izuknüpsen. 3cbran len, die von einiger Entfernung aus bedient wer- — und das Gefährt war e i n g e s ch l 0 s s e n. Kaum „ltte Bou, dessen Rufen nicht gehört wurde, das Pferd los- '! schnitten und beiseite gebraä)t, sauste der Zug hercuu r ann und Pferd waren gerettet, aber ine ganze Ladung nebst ■mrroert ivar vernichtet. Dem Zug passierte nichts. " 4 w Ems, 11. Juli. Bet der heutigen 34. Kcnserre- ! itta wurde der Wanderpreis Kaiser Wilhelm I. im Vierer oom Mainzer Ruderverein gegen die Frankfurter UinversitaLs-rrachrichten. Heidelberg, 11. Juli. Heute vormittag ll1/, Uhr sand im mßen Hörsaaie der Universität unter Teilnahme der Vertreter der n chorden OeS Lchrkörpeos und eines zahlreichen Publikums eine „ lademische Ealvin-Feier start. Geh. Kirchenral Pro,. Hc v Schubert hielt die Festrede, nachdem Generalmusikdirektor ‘ -öi Dr. Wolf rum zuvor Felix Mendelssohns Orgelsonate über i.artin Luthers Lied: „Baler mrser im Himmelreich" gespielt lle. Todes-Anzeige. Sonntag vormittag s/41 Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden unser iitmgitgeliebter Gatte, Vater, Schwiegervater, Großvater und Onkel mit ui,, moicn1^ aubP.n, en am uniert itis-As Be"' Gailen »9ei> -- Mk.- 9 ’»>• ■ö°dt Z'^en: SJahh S*.’1 " h 's»Sc'^e|letn' 3-~ M Karl Haas, - ni ^,n5t : !• Preis hrc> Rud- Hahn. Obbor.iL ‘AnerkeimungA ' s^*eBCn' 9lumieiithai uiidVoltl.helseiibeui, (sle£ na in in er: 1. JM). Cchäser daj. 2.- S femuinaen: 3.'Bogel, Tan.i ^e>>, oohs. ticB XXn, Leib schaler, beide m Gießen, j. uungen von Lokal- Loä, 2 älteren uni 6 Ziegenzuchtoerem Gießv leui Leihgestern b.- M. - eschicking des Marktes Tim I des schlechten ÜLeliers an-- ■? mig vorgesehene Lckrag ec L Juli. Ter Hassia-Beziil n Lrte sein diesjähngü ä 1 der hiesige kriegervcreic || tiftungsfesl veroanL ; ercine aus Preußen uni ■ metjrere Milstärvereim llfjr wurden bic auirotw ! tu] ben jd)ön gelegene! ■ der Festzug ■ Umzug durch das sch gj j angetommen, begrußln f| reinsprasident Will bi! überreichte die vom Msa ie hohen Ziele der striegel' e des Pfarrers Böchc: 1 und seine Wiederaufch ' her Lehrer Taab--M hessischen Lciegerverbani « es stciegeroereins ÄastU' | i?a|jia verliehene bronzen! jieu im Sinne der hach S rh aui die Veteranen allL A heil" überreichte Lehre: * erein eine F-ahnenschleiil I mens des ^sangverm I (lteil>er «dm-te d- lijaiili. D»un -nwickÄ . tte«3teS, r°g» Treck« [ter Leitung de. -ehra. nd Keulenjchwmgen m öes Gles-ener ftail« ~„(i Der Militärs INI '?5 ds- int 9°^ ^-“1^ «Tbem sm" lbl nni 3 tlhr naifr '"Sri ug durch rn . e'torUik * : crende Klst Oanksagung. Für die vielen Beweise wohltuender Anteilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Vaters, Schwiegervaters, Grossvaters, Schwagers und Onkels Herrn Heinrich Dittmer sowie für die zahlreichen Kranzspenden und die so trostreiche Grabrede des Herrn Pfarrer Barth sprechen wir unseren herzlichsten Dank aus. lat ist unbekannt. 0 Billingen, 11. Juli. Tas B e zrr ks k ri e g c r- >ft des Hassiabezirks Laubach wurde heute hier abgehalten. S nahmen 26 Kriegervereine aus beit Bezirken Laubach, ich und Hungen teil. Zugleich beging der hiesige K-rreger- ■ --ein sein 2-chähriges Jubiläum. Nach dem Umzug durch )ll5 schön geschmückte Dorf begrüßte der Vereinspräsident Gramann Wilhelm, die Festgaste, woraus Psari-er Maser die Festrede hielt. Regierungsrat Dr. Merck- r ießcn überreichte die vom Kaiser verliehene Fahnenschleise 'i.t F-uhnennagel. Im Auftrag ^ Bezirks und des Hafiia- - rbandes sprach Rfitter-Lauoach dem Verein bte Glucl- ; uusche aus. Als Vertreter der Hafsia war Hauptmann rYa d? bei Büdingen, 11. Juli. In großer Ge- ,hr befand sich der hiesige Butterhätidler Bock. Gestern acnb wollte er den Uebergang bei Rohrbach in ber Nahe ar Haltestelle Bleichenbad) überfahren. Der gegen ^12 Uhr »’ijiereiibe letzte Personenzug von Bübingen war fällig. Bock IL Lb sich auf dem Geleise — ba senkten sich bte ,janu jiu; u 1 (y-nffornunn hphumt wk»i- Die vereinigten ans **•1 »ntiieit cspi-l ui>i Hie-L rflU^Äer einzeln KM .....hriiite1 siniej Lang-Göns, Frankfurt a. M., 12. Juli 1909. Die Beerdigung findet Dienstag den 13. Juli, nachmittags Uhr, statt. 3943 Die treuer*nden HinterbSsebesien« Gestern morgen 6 Uhr verschied sanft unsere unvergessliche Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter und Schwester Frau Katharina Frey Ware. geb. Käfer nach langem schweren Leiden im 68. Lebensjahre. IM 1909. Udr Uioararnju 10 IMa Tb. wtuauram 'ratt 2i Turmbaus 3i ilalerne Vahuhofftraße 27 Art. Walltornr nrantfurter Str. 3U. Leleph. 593. Neue Kartoffeln 65 Pfg :«W zu vermieten. NeueVollheringes”i55Pfg einzeln octlaun. (061tiö 8899 jZrankfurter Str. 151 Einmach-Zuckern" 2.30M Kornbranntwein '3953 | Verschiedene | <61iwil adnitrake 10 I. Unk». iPuubnd), l^cifelcr tiUUDlfl^Tei kau'l Hofbacker -toll 1>tu>isdura 12. Bekanntmachung uom. Mk tt allem 39-101 7) Stadtknadenichule: 8) Ltadtmädchenichule ülunnft Frensdorf, vierdedanblung. m d. Hochfl. 'LreU. 1*^, !mann, stirtbcnpL 15. Näheres daselbst ob. Louis Beil, zkmfer-rllllee 14^> •■de. uiiflünii. Süterung finden btc 51 o inerte un oei vfi Labet ergedenir etn flflUffct. 3trfg. Gei manla-Drogerle Carl Seibel Züvg., sand. iBnrjdjc iNadfahrerlsurStadtbeforgungen gesucht. &C4 Näheres in der Geschäftsstelle öiuigcr wiauu sucht schon movlicrte^ Zimmer, cocntL mii Pension, per 15 Juli. Schritt 1. Angeb mit Prei-ang. unter 2i20 on den Unefr- Anzeia. üin in der KranLenpfteae er« labrener junger. lebiger Hann 'acht. flC'tubi au» gute Zeugniffa Stellung. 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