Die heutige Nummer umfatzt 12 Seiten. teXtoM «St m; sondern gebenden wirtschaftlichen Interessengruppen oder durch dos 's m. gen, fünf Wohl keiner der Unterzeichner jenes Aufrufs wird seine :rschrist ohne erhebliche Bedenken hergegeben haben, Reiche fi' ’wyjüM, CbA-G mnfieim mälde „Lucrezia Borgia tanzt vor ihrem Vater Papst Alexander VI., 1886 die Krönung der hl. Elisabeth, aus dem Hofnarrenleben, 1888 kam eines seiner bedeutendsten Werre heraus, die in der Pinakothek zu München befindliche Unsterblichkeit. Eines seiner bekanntesten Bilder ist das Madonnenbild: Deine Seele wird ein Schwert durchdringen, das in unzähligen Nachbildungen verbreitet i)t und in zahlreichen Zeitschriften abgebildet wurde. Hermann von Kaulbach war Ehrenmitglied der Akademie der bildenden Künste und besaß außer einer Anzahl Weltausstellungsmedaillen tote Chicago, schichte. Es ist politisch unehrlich, wenn gleich nach dem Erscheinen die imposante Kundgebung dahin interpretiert wird, als hätten wir für das demokratischste aller Wahlrechte unsere guten Namen verbürgt. In dem Aufruf steht davon kein Wort. Dort hat man sich auf den Boden der Thronrede gestellt, und damit sind die Richtlinien einer zweckmäßigen Reform Nar genug vorgezeichnet. Auch hier heißt es: Nicht Revolution, sondern Evolution. In erster Linie verlangen wir geheime Wahl, denn sie allein gewährt die Unabhängigkeit der Abstimmung. Eine weitere Forde- runq, die gewiß nicht übertrieben und unbillig erscheint, ist die, daß der geblldete Mittelstand in Stadt und Land, entsprechend seinen staatsbürgerlichen Talenten und Der- lernten, einen breiteren Raum in der Volksvertretung und in größeres Mitbestimmungsrecht in der Gesetzgebung und Verwaltung erhält. Gleichzeitig muß durch eine vernünftige ind gerechte Wahlkreiseinteilung den Städten, dem Handel und der Industrie eine größere Anzahl von Mandaten gesichert sein. Ob man diese Ziele bei Beibehaltung der Dreiklasseneinteilung durch fingierte Steuerberechnungen, durch Pluralwahlrecht, durch Heranziehung aller maß- ihe11 irichlung. EM» Herren-Wäst lephon 48! ederbrarmc mpfe (reifen Lle-^ jährlich 'SIL 2.20; durch Adhole- u. Zweigstellen monatlich 65 M.; durch dieVost Mk. 2.—viertel- jährt, ausjcht. Besietlg. Zeilenpreis: lotallMlt* auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A Goetz. Lerautworllich kür den an. Strümpfen Ä । ) Tel, TA Schall. In sechs Teilen, zu den drei Weihnachtsseiertagen, bem Neujahrstag, dem Sonntag nach Neujahr und zu Epiphanias gedacht, schildert das wunderbare Werk die Verheißung und die Geburt des Heilandes, die Verkündigung an die Hirten, die Anbetung der Hirten und der drei Weisen aus dem Morgenlande. Zu der Aufführung waren die sechs Teile nach den beiden zu Grunde gelegten Evangelien in zwei Abteilungen zusammengefaßt worden, unter Weglasjung des ganzen vierten Teiles und nach sonstigen größeren und Heineren Streichungen. So bedauerlich die Notwendigkeit dieser Streichungen sein mag, es hätte vielleicht noch mehr gestrichen werden können, da bei aller wundervollen Schönheit des ganzen Werks, es so in Einem gegeben, doch ermüdend lang wirkt und an die Aufmerksamkeit der Hörer starke Ansprüche stellt. Die Wiedergabe, für deren Vorbereitung und Leitung Herrn Prof. Trautmann uneingeschränkter Dank und herzliche Anerkennung gebührt, war herzerfrischend, von Freude getragen und Freude schenkend. Das Zusammengehen von Chor und Orchester — bei, wenn wir recht unterrichtet sind, nur einer gemeinsamen Probe — war vorzüglich, die Leistungen beider Teile dem ausgezeichneten Rufe, den sie genießen, vollauf entsprechend; am Chor sei besonders der tadellosen Einsätze und des 'klangvollen Tons, beim Orchester der prächtigen Leistungen der Blasinstrumente, namentlich der hohen Trompete, sowie der schönen Kantilene der Solovioline gedacht. Vielleicht hätte hier und da die Begleitung etwas diskreter sein dürfen, so in der Alt-Arie „Bereite dich, Zion". Auch die Orgel sei anerkennend erwähnt. Von den Solisten stand ganz auf der Höhe seines überaus schwierigen und anstrengenden Parts, meinem Empfinden nach der Tenorist, Herr Kü h l b o r n - Berlin, dessen Heller, klang- starker Tenor," durch geschickte Atemholung und einen sehr sympathisch en, geschmackvoll einfachen und doch innigen Vortrag bestens unterstützt, von starker, nachhalliger Wirkung war. Ter Vertreter der Baßpartie, Herr Werner- Ko f f k a - München, beeinträchtigte seine sonst sehr schöne tigung mitbestimmen. In diesem Sinne bedarf das bisherige Klassen' Wahlsystem einer gründlichen Korrektur. In der gleichen Richtung hin hätte die geheime Wahl zu wirken. Was gegen diese vernünftige Forderung von der Gegenseite an geführt zu werden pflegt, erscheint wenig stichhaltig. Die öffentliche Stimmabgabe, so predigen reartionäre Tartuffe, entspräche dem freien Staatsbürgertum, stähle den Charakter und hebe das Verantwortlichkeitsgefühl. Das mag für die herrschenden Klassen, die sich frei fühlen, allenfalls gelten. Wette Kreise unseres Volkes sind nicht m dieser glücklichen Lage. Sie fordern die geheime Abstimmung, weil die offene nut ein politisches Scheinrecht ist, und sie sich bei diesem Absttmmungsmodus nur schwer den Einflüssen des Besitzes und Der politischen Bevormundung entziehen können. Aber auch in den mittleren und höheren Schichten der Gesellschaft geht immer mehr der Wunsch dahin, das höchste politische Recht unabhängig von Kontrollen irgendwelcher Art auszuüben. Die öffentliche Stimmabgabe ist intolerant und widerspricht dem Grundsatz des Lebens und Lebenlassens. Viel weniger ist gegen die Beibehaltung der indirekten Wahlen durch Wahlmänner, wenn auch sie geheim wählen, einzuwenden. Die indirekte Wahl hat vielmehr mancherlei Vorzüge vor der direkten, weil sie zur politischen Reife erzieht und in dem Wahl- tzropvrtionalwahlrecht erreicht, das sind mehr oder minder gesetzestechnische Fragen von verhältnismäßig untergeordneter Bedeutung. Jedenfalls muß der Versassungsaufbau eine Mischung von konservativen und liberalen Grundgedanken aufweisen und der nationalen Rechtsidee moderner Stände Rechnung tragen. Es wäre schon viel gewonnen, wenn es gelänge, durch eine andere Klasseneinteilung große Gruppen aus der zweiten Klasse in die oberste zu versetzen und die Mittelklasse durch einen Zufluß aus der untersten Klasse neu zu stärken. Der alte Gedanke einer ständischen Vertretung ist im Zeitalter der Parlamente keineswegs gegenstandslos geworden. Aber das altständisclfe Prinzip kann sich nicht auf die Dauer halten, es muß durch ein neuständisches ersetzt werden. Wenn man z. B., wie es die Wahlgesetznovelle von 1892/93 vorschlug, statt der Drittelteiluna, gemäß der Steuerleistun die Zwölftelung einführte, der ersten Klasse Zwölftel, der zweiten vier Zwölftel, der dritten drei Zwölftel der aufgebrachten Steuersummen zuwiese und nicht nur die direkten Staatssteuern, sondern auch die Kommunalsteuern mitberücksichtigte, so rückte ein nicht unerheblicher Teil der Mittelklassen in das Wahlrecht der Oberllasse auf, und ein ebenso erheblicher Tett der Mittelstände schöbe sich in die zweite Wählerklasse nach.. Eine solche Reform, die hier nur angedeutet werden soll, würde unzweifelhaft eine gerechtere Kraftverteilung mit sich bringen und eine vorsichtige Vkäßigung in der Reform beweisen. Die große Mittelschicht unserer Gesellschaft, die zwischen der besitzenden Klasse im engeren Sinne und den bandarbeitenden Klassen liegt, bildet heutzutage in der Mehrzahl der ländlichen und städtischen Bezirke mehr als die Halste der Bevölkerung, während nur in Großstädten, Fabrikdistrilten, Latifundien hier und da die handarbettendc Bevölkerung wirklich die Mehrheit bißet Jene Mittelschichten sind nicht entsprechend ihrer Bedeutung für das Gemeinwesen verfassungsmäßig berücksichtigt. Der Zensus nur nach den direkten Staatssteuern gibt ein schiefes Bild. Man muß nicht nur den Gesamtwert der Steuerleistungen in Ansatz bringen, sondern auch die persönlichen Leistungen in der Gemeinde- und Kteisverwaltung, im Schöffen- und Geschworenendienst, überhaupt die ehrenamtliche Betätigung, in der die Mittelschichten so große Opfer an Zeit unb Arbeit bringen, müssen das Ausmaß der Wahlberech^ Vie preußische Wahlrechtsreform. Bon Professor Dr. jur. et phil. M. Biermer. In diesen Tagen ist in einer großen Berliner Tageszeitung eine Kundgebung zu Gunsten der preußischen Wahl lechtsreform erschienen, die nach mehr als einer Richtung tin bemerkenswert ist. Einmal ist es nicht gerade häufig, taß Männer aus ganz Deutschland öffentlich zu einer rolitischen Frage eines einzelnen Bundesstaates Stellung nehmen, zumal es sich hier um Personen, und Berufs- kreisc handelt, auf deren Namen man im politischen Tages- ?mipfe nur selten stößt. Etwa dreihundert Universitäts- ccofessoren haben den Aufruf unterzeichnet; namhafte Schriftsteller, Aerzte und Künstler, darunter die ersten unserer Zeit, haben sich den Hochschullehrern, die alle Universitäten des Reichs vertreten, angeschlosfen. Gemein- famc Sache mit diesen markanten Führern des deutschen Geisteslebens haben zahlreiche Vertreter des Großkapitals, namentlich der Großindustrie, gemacht. Selbstverständlich fehlen auch nicht die Vertreter der blühenden städtischen Lellstverwaltung. Aber auch nach einer anderen Rick)tung hin ist das neue politische Ereignis interessant. Stellt es I« ein gemeinsames Vorgehen aus den verschiedensten poli- uschen Lagern dar und ist eine nachträgliche und energische Protestkundgebung gegen die überstürzte und egoistische Er- edigung der Reichsfinanzreform durch einen agrarisch- "lerikalen Block, der nur möglich war durch die Vorherrschaft einer kleinen Oberschicht in dem größten Bundes- taut, der es immer wieder gelingt, die preußische Vormacht ^on den Bahnen des politischen Fortschritts abzudrängen. Leistung durch einen bisweilen etwas variierenden Vorttag i Wien, Barcelona und München, auch die kleine goldene (z. D. „unde" für „uni/', „anebeten" für „anbeten" usw.) Medaille von Berlin. Die beiden Damen, Fräulein Marie Bußjäger-1 ------ Hermann von Kaulbach f. München, 9. Dez. Heute nacht y»2 Uhr ist Hermann von Kaulbach an den Folgen einer Gehirnhautentzündung gestorben. Hermann v. Kaulbach war am 26. Juli 1846 als Sohn des berühmten Malers Wilhelm v. Kaulbach zu Akünchen geboren und wandte sich nach kurzem Universitätsbesuch ebenfalls der Malerei zu und wurde Meisterschüler von Pttoty. Die erste Aufmerksamkeit erregte er durch einige kleinere Werke, wie die Kinderbeichte,am meisten aber mit dem Bilde Der sterbende Mozart, das 1872 vollendet wurde. Im Jahre 1882 erschien das große Ge- weihnachtroratoriuin von 3- $. bach. Gießen, 8. Dezember 1909. Weihnachten! Was liegt nicht alles in diesem Wort! Doch fühlen wir nicht die trautheimliche Weihnachts- inmmung, zu der weißverschneite Straßen und S^ujer, tare Kälte gehören, vor dem ewigen trubfinsteren Regen- fetter der letzten Wochen. Und wir sehnen uns, ^rvbr- Imgen wie die Kinder nach einem Zeichen, daß doch Weihnachten vor der Tür steht, daß Weihnachten i)t. G3 i t Weihnachten! Wir haben s heute ,vernommen: ,ZMichzri, frohlocket, auf, preiset die Tage! la),et das Sagen, Verbannet He Klage, stimmet voll Jauchzen und r^ochichke t et - V laben Chor und Orchester in jubelnden Akkordeni das Wech- rachtsfest heute in der ehrwürdigen ^tadtkirche vorgesungen, mb die fröhliche Gewißheit hat un» mit hellschmett ien und siegreichen Trompetensaiifaren teß lK^n Chor- Ützes wieder nach Hause geleitet, um uns nicht m hiz verlassen. Und dazwischen haben wir, rote in einem ^urer Hen Holzschnitt, das deutsche Weihnachtsfest vor. um, üdl Äerzichen lassen, in der epischen, nut lapidaren Worten uns so vertrauten Erzählung de^Cvam eeliums, in der naiv-lyrischen Sprache der Arien und R z latioe, in den schönen alten, kunstvoll gesetzten^ Chorälen, mb, alles durchdringend und mit seinem l" •6ei)tc erfüllend, in den Tönen de- Durers der ^ukunst, 40h. Seb. Bachs. Das Weih nach Moratorium , das in Gietzen -eute seine Uraufführung nach bald -00 Jahren erle h , ms Bachs schöpferischster, der Leipziger ^nas-Kantorgelt, -Mich und an Bedeutung das erste 1 einer dre 3J. ier hohen Kirchenfeste Ostern, Himmelfahrt und -Weihnachten tamponierten Oratorien, laßt wohl einen Berglech 0 ' I ' cud) Anklänge erkennen an das früher entstandene größte, ms ja wohlbekannte Werk des Meisters, die - Mssion. Doch herrscht in dem Oratorium, dem Charakter !>es Festes entsprechend, das es verherrlichen will, di s Kae jubelnde Stimmung vor. Tie ^(en Jtuiimen bei Nasinstrumertte beherrschen die 3n|trumentation, deiteni) oder Stimmung malend die Oboe unb die Hirien- 'löte, bald führend und fortreißenb die Trompete mtt h K!'7 das preußische Wahlrecht das Ausschlaggebende für ihr. rücksichtslose Parlamentstaktik war. - . . Auch wenn die Wahlrechtsreform nicht durch ein feier- liches kaiserliches Wort dem Volke versprochen worden wäre, müßte sie kommen, denn ein Land, in dem Handel und Industrie, Gewerbe und Technik, Wissenschaft und Kunst rastlos der Vollkommenheit zustreben, und dessen Geistesleben längst die Führung in der Kulturwelt übernommen hak, kann nicht länger in einem Wahlrechtszustand Oer- harren, der den aufstrebenden Erwerbs- und Berufsständen den Weg versperrt, um sie an der Legislative tatkräftig mitwirken zu lassen. Die Thronrede spricht von einer „organischen" Fortentwicklung des Wahlrechts. Diese Form der Verheißung einer durchgreifenden Dersassungsverande- rung ist mit weiser Vorbedacht und staatsmännischer Klugheit gewählt. Damit wird klar gesagt, daß man an das historisch Gewordene anzuknüpfen und jedes radikale Vorgehen, das einen Sprung ins Dunkle darstellte, abzuweisen entschlossen sei. Mag man das preußische Dreiklassen Wahlsystem, das veraltet und willkürlich ist, auch noch so lebhaft kritisieren und bekämpfen, davon kann jedenfalls bei nüchterner Betrachtung niemals die Rede sein, daß Preußen ebenso extreme Experimente macht, wie einige Kleinstaaten, die für die Reichspolitik nicht in Frage kommen. Geschichtliche Erkenntnis und politisches Augenmaß drängen uns die Ueberzeugung auf, daß in dem politischen Leben eines großen Kulturvolks den allzu stürmischen Ntächten des Fortschritts gegenüber ein staatserhaltendes Gegengewicht vorhanden sein muß. Diese ausgleichende Kräfteverteilung, die den Traditionen des größten Bundesstaats entspricht, ist in Preußen dringlicher als anderswo. Wir wollen diesem Lande mit seiner rühmlichen Geschichte nicht die Führerrolle abstreiten, sondern wir befürworten nur Reformen, die sein Ueberaewicht auch für die Zukunft befestigen. Das zukünftige Wahlrecht, befreit von fernen plutokrcttischen Grundsätzen, die ein unerträgliches Heber- gewicht des ländlichen Grundbesitzes herbeigeführt haben, soll dem deutschen Geistesleben, den liberalen Berufen und der städtischen Intelligenz einen größeren Raum gewähren. Aber wir weisen es ftritt von der Hand, den preußischen Staat aus einer launenhaften Verstimmung heraus in die Arme des Demaaogentums hineintreiben zu wollen. Die Einführung des Reichstagswahlrechts in Preußen, gleichsam über Nacht, wäre ein unverzeihlicher Druckfehler der Ge- Bremen und Frau Fischer -Maretzki-Berlin, erstere fjien schon wohlbekannt und geschätzt, fangen ihre Partien ansprechend und schön, Frau Fischer-Maretzki hier und d« mit nicht ganz ausreichender Klangfülle ihrer mmpathiscben Stimme; als besonders gelungen möchte ich hier aus der Fülle des Schönen nennen die Alt-Arie „Schlafe, mein Liebster", das Duett „Herr, dein Mitleid" und das herrliche, Terzett „Ach, wann wird die Zeit erscheinen!" Doch gegenüber der einheitlichen, geschloffenen Wirkung, wie sie die prächtige Ausführung hervorbrachte, scheinen mir weder Ausstellungen noch Hervorheben einzelner Teile anaebr herzlicher Tank fei vielmehr nochmals allen gesagt, uns die weihevollen Stunden bereitet haben. iparati rieflet System11 50 an. lapide,Coin^ rmesser. masebiBflb ■ ,dcinSni3lC- ft*« r. Garantd lriterschrist ohne erhebliche Bedenken heraegeben haben, itenn es ist nicht gut, wenn Politiker im Reiche sich allzu sehr mit den internen staatsrechtlichen Verhältnissen der Hnzelstaaten befassen. Eine gewisse Zurückhaltung ist hier grundsätzlich das Beste. Aber diese politische Arbeitsteilung Hal ihre natürlichen Grenzen. Eine Wahlrechtsreform in heften und eine solche in Preußen sind zwei ganz ver- chiedene Dinge. Preußen hat im Reiche die Führung und oll sie behalten. Von den 62 Millionen Reichsdeittschen ommen 38 auf den führenden Bundesstaat. , Was eine Lebensfrage für Preußen ist, das ist es auch für das ge- i.cmite Reich. Mit vollem Rechte ist das in der preußischen fcronrebe vom 20. Oktober 1908 anerkannt worden. Tort Jirb die „organische Fortentwicklung des Wahlrechts" als .eine der wichtigsten Aufgaben der Geaenwart" bezeichnet. Die preußische Krone befindet sich bei dieser Forderung in lieber einftimmung mit allen jenen Volks kreisen, die eine rgrarisch-tlerikale Vorherrschaft für ein nationales Unglück wetien. Die Geschicke dieses Landes dürfen nicht weiterhin )on einer kleinen Oberschicht der östlichen Provinzen, die ich nur um deswillen mit dem Klerikalismus verbrüdert Ui. um den verhaßten Blockgedanken 31t vernichten und am kulturellen Fortschritt zu hemmen, einseitig beherrscht 'em. Wir wissen, daß das neue Kartell, das ungesund tn rllen seinen Grundlagen und verhängnisvoll für das natio- nilc Ansehen des Reichs ist, niemals zustande gekommen wäre, wenn man nicht gleichzeitig mit einer unglaubllck fiioolen Erledigung der Reichsfinanzreform den ersten Berater unseres Kaisers, der als preußischer Mmisterpralldeni kttsonders verdächtig erschien, stürzen wollte. Dieser intrigante Coup ist dem Herrn v. veydebrandt und germenen Zentrumsdiplomaten leider gelungen. Für den politisch Letterkundigen war es von vornherein klar, daß Jur die 9?r. 289 Erstes Blatt 159. Jahrgang Donnerstag 9. Dezember 1909 WGletzener Anzeiger Ur die Redatlion US. < ** politischen Teil:August ZM General-Anzeiger für Oberhessen WM m" Oie tanejmimiMt Rotattonsörud und Verlag der vrSHI'sche» llntv..vuch. und Stetnöruderei R. Lang«. Hcöattion. LrpedMon und vrudere! I rchlllftratze r. gil Dormittofl5 y uijt. _________ ____ _ /nnjjf bem. Demagogen tum unb bet Hetzpresfe ba5 Spiel /nerbirbt. Man befürrf?!rt von ocr geheimen Wahl in Verbindung mit der anbctTreingcn Klasscne'nteilmig des >:ärfcre Eindringen der So-'.aldemökrakie in da- prenft d>c Parlament. Taß im modernen Leden die arbmcnbc Klasse an der Legislative mitzuwirken hat, ift eigentlich ein gan; selbstverständliches Poskulat, denn zu den modernen Ständen gebärt auch der . Arbeit erstand. Er imrb allerdings in seiner Mehrheit von Sozialisten geführt, aber deshalb verliert er noch lange nidjt das Hecht der Standesvertrerung "Die Landwirte Haven ja auch ihre Tlandesvertretung nicht eingebüßt, nachdem'sie chrc Führung an Demagogen abgegeben haben. Bon liberalen seiten, die immer wiederum für daS < Reichstagswahlrecht eintretcn, nr.rb die Tatsache geflissentlich mißachtet, da» dieses vielgepriesene Wahlrecht eine ausgleichende Standesvertretung niemals zuwege gebracht hat Ter klerikal-agrarische Block mit seinen polnischen VilfStruppen ist ;a der endgültige traurige Niederschlag , freier demokratischer Dahlen Zum mindesten mühten unsere liberalen Totrtmarc wissen, daß, je freier das Tsahlrccht ausgestaltet wird, desto gröber die Einbuße deS bürgerlichen Liberalismus sein wird. Die Politik ist aber eine Äumt, und zwar eine schwere. Sie setzt Mäßigung und we.ten BUct, historische Tradüwn und staatsbürgerlichen Sinn, besonders aber Achtung für den vernünftigen Kompromiß voraus. Durch radikale Reformen erstickt man diese staats- ' bürgerlichen Eigenschaften und macht die polnischen Dahlen zu einem TummelfcLb der trostlosesten LlassenverheNung Nicht aus den abstrakten Inhalt und die prinzipienstarre ' <^eftaltung der Dahlrechtsordnungen tommi es an, sondern auf ihre unmittelbaren unb mi^elbaren Wirkungen und Erfolge. Die Volksvertretung soll das lebendige Bild der ft aa Ui eben und kulturellen Gesellschaft verkörpern. Ilm dieses hohe Ziel zu erreichen, muß man an die modernen Stande und deren Schichtung anknupfen, keinen Stand au-schlicßen und alle möglichst nach ihrem nationalen Werte berücksichtigen und gruppieren. DaS nennt man „organische Fortentwicklung des Wahlrechts". Dom hessischen Parlament. NB. Darmstadt, b. Dez. Tic Erste Kammer der l Stünde icirb DorauSiuhtlid) noch vor bem Wclhnachisjest zu «tner Plenarberatung zuiammenrreten. Für näcbucn Freitag m ouü) brr Finanzausschuß der Eriren Kammer zu einer Sttmnq iuiammcntcrufen morden, die jun niu d-.r Voroeratuug tu >d: ebener, von ocr 3n>eüen Kammer fertig gesteluer Regierungs- Vortagen zu beidwmgen haben wird. R.B. Tar m u q bt, 8. Ic*. Für die zweite Lesung der Wahlrecht-Vorlage liegen nicht weniger al- 23 oer» ichiedene Vlbci nommgitontrugc sein ns der Dcridneuencn Parte en vor. Zunächst beantragt Aog. Reh mit Unternüpung dis Log. Tamm und der 5 iv;tal demokratischen Abgcoroneten bie na ment» lidx Vlhiiimmunfl über bie Artikel 67 und 7ö der Berfasiung». urkunde, ferner urer bie Artikel 3, 6, 13 uno 60 des ßkimentnrurid, die LanDitanbc betrcjjcnb und endlich über bie Lchlugaonimmung beider GefctzenvDürse. — Der AusiamtzoonitzciiOc Ada v. Brentano beantragt u. a. zu Artikel 2 Absatz 10 anstelle des in erster Lesung angenominenen Antrag- Sar»Nilt die Dicberheritel- lung der Negierung-Vorlage, in iwldier als Pertreter der Berufs- Itänbc in der Ersten Kammer: zwei Vertreter bcS Handels unb der Jndustne, zwei Vertreter der Landwirtschaft und ein Vertreter des Handwerks gefordert werden. Zu Art. 3, Pos. 1, deantragtAbg. Brauer, zusetzen:„T ieProvinzial» Hauptstadt Gießen (nebst 3d)iffenberg unb öerin, wald, sowie Klein-Linde n)". Zu Art. 6 (Stimmberech- tiflungi beantragen 9Ibg. Brauer und bie übrigen 9 Mitglieder t* 3 B.nicrnbundiS anstatt dreiiührige einjährige Staatsange- b6rig[eit zu setzen und folgenden Schlußpassus innzuzmügen: ,^Feder Wahtbeiccutitzte, der das .A>. Leucitt'iahr ziuuctgelegt hat, ist berechtigt, i tne t stimmen bei der Wahl ab.zugeben." Abg. Dr. Osann und Genossen beantragen zu Art. 6, \*u>i. 1: „Tic Zett bei Staats- ongebüngteit aufeinIahr hcrabiuictzcu." Die wetteren Anträge i'. Brentano bet reiten meist redaktionelle Aenberungert intoigr der Besürlüssc critrr Lesung Tt*m etroa» veränderten Art. 33 der tRcgicrnngtoorlügc nnlnidu derselbe Abgeordnete einen An. 53a aniufugxn: ,.*dci ocr engeren Wahl gewählt ist benemge, der die menten ocr t.ut gegebenen gültigen Stimmen erhallen hat. — Tutt Stirnmniglciächett ein. |o entscheidet da- Lnoi'emchatt am men Taji „5d)auipieIer-Barlament" hot m ben letzten Jahren eine hohe P cheutung für den Schau- fnederüünb gru'oitntn Ter Kamvi um »eine Anerkennung gegen» nber bem rn.ttjchen Bühnen-Verein, ba Dir Direktion fast sämtlicher beutidien 'Bühnen umfaßt, bat ibn auch in ber breiten Oenentlichkeit bclanm gemadn. Im MttrelpunU der Beratungen steht die von der OfcnoiicnKfcatt auf Wunsch deS Stmu-iekraär- bcs Innern .ruSgearbeiicte Tenhajtiit zu euicm Reichs- thealcrgcfetz. T-t Vorfitzenbc b.‘t QknDHcnid)«ut, Hermann VIic ben, cvdiinet bic Sitzung mit einem Hmwcis auf SchillerS 150. GeburlSrag. Ten Schauspielern ,st Schiller alles, ohne Schiller keine sd>auiüidbinn. Auch die Mahnung: Se,o einig, einig, einig! läßt uns Schiller zuruien. Er weist auf die Ber» Picnik hin. die fich Polü. Vategg, Patrh und Reudke fett Jahren envorden hätten und idnagt cm Dankschreiben vor, dem freudig .lugefiünm: wird. Äenn die „Schmollenden" zurückkebrten, wurden nc mit ohenen ‘Irmcn empfangen. Aus der Tagesordnung flehen Zunächst die Beratungen über die P e n f io n s a n |t a l L Das Vermögen beträgt 8 Millionen. Man bo’fe, in einigen Jahren cuie L'rhühunn Der Bezüge einntten knien zu lönnen. ö cni- iPÜuü sich Zunächst eine Debatte übet Dav ..ireiwUligc Auigeben da Bübnemaiurkit". Ttc dazu notwendige Einstellung des smAS soll van 2 auf 3 Jahre verlängert werden. Tte Verlegung deS Termin- der Benrcicrverfammlung m bic Karwoche mto adgelehnt. Eine Geldloltcrie jugunftat der LohtfahrlSeuirich- tungen ber Genofscnfchaft ioll demnachsi staltsmden. 7- Tic H n t d e r 111 a t Jena uili im laufenden Sinter- f>-meiner 1196 SmOierende gegen 1419 im. Suucncmcüet I9ub US . Toorn und 43 TbcoUk.m. 277 Jutmrn, 30« McOizmer und 869 Pd lowpbcn. Ter Gefamtdeiuch benjo: 1600, gegen 1337. r i c ,.A n < n grub e". Ter «nen»igitt Todestag Ludwig Lnzcugrudei >. der auf trn 10. Tczcmbcr taiii, finde: nur mä» einen Teil De* einitt.m 'iammnutTur.bc am r.even. Die sich um ben Diäter u^ben letzten Jahren.icubart und sich ihm ;.i vt.tn hm Naincil „Tu* Alizcngntte ' beigel.-gi knie Ten ircueftcn Der Getreuen. den Karikatutmzeichn». Ernft Juch, ha: alt ixir einigen Monaten eben falls bn semen mann en: uhrt Von Juch ezruieri cut Dd'^ den Tichta i«ci einem WAitb bet „.iniengru*" tm Gc'vräch inu :Kui*'i' Alt. trat ih»i Ja )ren als an,i. » Vorsitz meutaagte. •Via traf man in gu.cn Tagen Den genialen Anzengrudcr-Spicicr Ludwig Martmelli, Die T icweiin Aba Ehmten, oen Hoftavell- mtvittr Hans Ridta, Vmconz Elnavacci. ben AnzengriwerDA». pi-ooten Tr Batclhe m. Tr. Heinrich Friedlung. Lewinskh u. a. m. Ttc Anten grübe bat auch das Hrwenbe Vcrbienil, für ein würdiges Grabmal bc5 IidTtn-3 und für fein Denkmal Sorge garagen ju 1-aben. doS in bat Anlagen an ber Auersoergikratze in Wien leinen Vlatz gefunden hat. — Wie Di. Looks Bericht geprüft wird. Lr ewoks langawarLta Berich: über seine EN>edttton zum Nordpol ioll durch fernen Sekretär LvnSDale nun mduch ber Kopenhagener Ibuxvritldl überreicht worben jein Lin befonbarr Prüfung-, uu-fchutz ist bereits gcbilbu; er >etzr jul) aus einer Reibe bekannt t ^vomieren der Lmonomre^ Mathernalik, ikograobii-, Biologie und einer Anzahl arfuuhcr ooricher zuiammen. Man erwartet ut Kopenhagen, baß bie 'Brürung fcine grosten 5djnnengteittn er- geben wird, aber man bat trotzdem ben Ausschuß unia Zuziehung cuta größeren Anzahl von Gelehrten gebildet, um gleich von Anfang an das Urteil anerkannter Fachlemezu gewinnen. LorauS- ilchllMr wird ber Letter der Kopcnhagcna Sctmwanc Vcchuele oen Bonitz übernehmen. Als arktiichc Sachoerstunbige rmb u. a. Äaoitän oDabrup. Hvmmnnbant Hovgaarb unb Roalb Xnumbiai tätig Senn das non Tr. Look vor gelegte Malaull von Dem Ausichutz eingehend geprüft und geiuhtet ift, wirb es cina zweüen Kurven chatt von Gelehrten zur aiogülngen En:>cheiduno vor. geegt: den 22 Mitgliedern bet Uni Da um tot»® i tun uun# TtacA Kvn.iivorunn setzt s,ch auS 2 Professoren ba Thcotogu. 6 Rechts, gelehrten, o Mcd.ztnern unb Ibmwlogen, 3 Bdtwkopb»cprofaiaren. tmem Zoologen, einem Mathematiker, euicm nutan trr unb einem Ldcwika zwammen Ent wenn btric Getchrrcn ihr Unetl gefällt baDtn und Duc Arbat bev enden Prufungsausichuif'.^ begutachtet haben, wird da- awgültige Urteil über den uniirnidMinhdKii Sai De« üookttven Berichtes gesprochen werden. — Kleine E dromk aus Kunst undWiffenschaft. -ter anal Drowuoi «a »uwtogiidxn Auattm... bet Ttet» a»ztlietz Med.Pim a.r. Aivcn ^«vhuc in Klcoucbltg bei Pirna ftiai am lu. T«^ innen «0. VNdnntiiar. — Wfeb. Iusnzrat T: Io Hann cv Rc. gc l » bt t gc t m Ib u i t i n g c n itcbi au« eine 2o iar an Cer Göt: m gct iinroeriiia: zurück ceut t*dnnuön ttt w u u i c n d a u i e n in Bauern Ilnivauultstebrcr «t cx « -öu.ngen. — >sa it l t: 6 rourtNc an alle» An«otbetangen enninichrnbe« Säuglingsheim anchier Tas nauhxmroi von;*.► 1 uuu 1k t hat Der Juiuiet Alfred Rutban aus Fürth gtmncL daß fub die ^'awtsadl der Besucher auf 1418 stellt. Sinterfemefter 190809 waren 11£B Studierende, 9 ^vfx.. '.annnnen. 69 Hörer und 84 Hörerinnen verbanden, so die damalige Ge amtdefucherzahl (1358- im lau'enden Bq. terjemefter um 60 überschritten war. Unter den 1261 $4. D irrenden befinden fich 37 Studentinnen LS w dm en fit dem Studium ber Theologie 70 darunter 59 Hessen. t*t Rechlswiifensckia't 168 (145, der Med n 203 ,91 , der Tit hell künde 107 <2-'> . ber Zahnheilkunde 19 14 . der Ph Ufopbic 43 (16, der Pädagogik 10 7, der Mathematik 108 <9Q ber NaNirwnfenichaft 98 (81, der ühemte 51 10, bei Pharmazie 2« (9, der ForttVrfienschafk 14 11). bet flt. schuhte 23 (15, ber Nässlichen Philologie 72 \63 und der neueren Phllologie 201 11831 Neu immatrikuliert nrurDei 239. ES studierten mit dem Reifezeugnis von v r.mnaf-r- 727 (142 neu immatrikulierte, von Rcolgymnafirn 259 - von Oberreal schul en 170 (39 . mu Zeugnis für baj 84 (10, unb mit sonstigen Zeugnissen 3d (10 . Aus Hessen stammten 834, aus anderen deutschen S.aaien 3 b (242 au Preußen. 27 aus Bayern. 10 aus Baden, je 9 aus Lachfen und Hamburg, je 8 auö Sürtlenidcrg und CLenfrura, 7 asj Elsaß-Lothringen. 5 aus Brounschioeig, je 3 aus MecNe». burfl«5d)n>eiin und Lachsen-Koburg-Gotha. 2 aus Lachse,. Scünar und je einer aus Sachsen-Meiningen, c.- rocr^burt. Sondershausen, Sck»war-burg-Rudoljtaor, Reu», 1 L. ui Lübeck, 65 aus anderen europätfchen Staaten 53 aus gtaj« land, 3 aus Großdritannien uno je einer aus Serbien. garten und ber Turiei) unb 4 aus auüeteuropä.schen Staatti Udmilid) aus Japan). Von ben 70 Angehörigen ber w®. logischen Faiullat waren 5J Hessen, die jur.st.sche Fakultät zählte unter Ivo Stubierenocz: 145 He fen. d e mebi^ntfAi unter 331 13u Hessen unb die phttoiophiscye unter 6.-. 520 Hessen. ** Akute epidemische Kinderlähmung Vg, Westfalen eulge,^Ieppt, wo feil 1RV diese Krankheit epi- oemiid) aurmtt, zeigten sich im Sommer d. I cmzelit Falle in der Nahe von Marburg, Die wieder zu llcinem krinoemien Anlaß Qaben. Bon diesen aus wurde die K.ank- heu tm Oktober d. I nach dem Kreise Gießen und zwar na* dem Dorfe Garbenteich verbracht. Tort entwick le fü eine Heine Epibemie, bie im Dtiobcr und 'Mvemder w Zunehmen begri.fen, je-t im Erloschen zu fein jdKUü. lind im ganzen au t Eriraniungsfalle cnn.t.elt »jrotn. Der oeuen allen-uigs 3 tüolich verliefen ^.d.nvei wurden tn der Stadt Gießen, m Lollar, Klein-Linden uic •Siefcd \e eine Erlranluny beobadnet. die fporubifd) auf traten und seither keinerlei weitere ErirantungsfaUc m Gefolge hatten. Solll-e sporadischen Falle von fogenanmt: spinaler iiinoerla^mung inuroen bei uns auch tn sichte Iaoren alliahrlich an^nrunen Mrantlieil eine richtige an steck ende uranfhciL eine Inck tionslraukheit, gciuorocn zu fein. Ta>ür spricht der piay seitherige Verlauf unb bic Art der Uibenragung. Sie M eine richtige Kinoerirankheit uno bevorzugt bic iTjien A.nba jcchre, und von diesen wieder am mci .en das ziheike übe. Erwachsene können aud) crhtanlcn. Wenn wir auch bis ich: ben Anstedungsiioff nicht kennen, so ist doch nach ben fei Irrigen Erfahrungen bic Möglich leit der Aitstcaung auc dura- gcsunoc Zwischenträger cjtc große, tveshuld sich icbcr im eigenen Interesse und un Interesse seiner K.nver vor bar Vcrtchr mu Kraulen ober Angehörigen von ur Iran her sorgfältig hüten soll. Auf Anoronung oes Kretsam.s G.eßeii ist bie Kinberlahmung unter bie anzeigepflichtige- Krankheiteu ausgenommen worden. D.e behördlich^ Anordnungen sind somit Dieselben, nne z. B. bei S.tiarie Tchhthcrie usw •• Lheater-Dercin. 21(1 zweite Cpemoorncang kommt am Dienstag, 14. d. MtS., Die etfolgteichne OÄ ber GegeniDart, ba« Musikdrama .Tiefland' von Eug«, D*9ll bett, zur 2lufsührung. Tanin erfüllt boe HostheM Darmstadt und der Theatcr-Vcrcm einen seit zwei Iahen immer wieder geäußerten Wjunsch zahlreicher MusikfreuMU Ta nun immer noch ganz irrige Ansichten über die Kost» einer CpcrnuorfttUung bestehen, fo sei der Voranschlag üt« die Kosten der »Tiestond'-Aufführung mttgeteilt. Tic Rech« nung des HofthcoleiS über die Honorare der Solisten, It: Chor- und Ccd)e|icrmUfllieber, des technischen Petsvaal» «1 der Leitung werden rund 2600 Mk. betragen, der SondOW Gießeu-Darrnstadt kostet 416 'DU., die 2tufführung-tanti-2 260 Mk., Theatermiete, Lichttönen 33i) Mk., TianlportN Gepäck«, der Instrumente, Trudfoften rc. 9u T(L, da« gs: eine Gesamtausgabe von 3700 Mk. Lern steht aber, fellfl wenn alle Pläyc verkauft werden, nur eine Einnahme «1 Abonnement und Tageskaffe von 2970 Lck. gegenüb«; ie daß mit einem Defizit von über 700 Mk. zurechieo ift Durch die Dor genommene kleine Erhöhung bet titex der Tageskarten wird der Fehlbetrag voraussichtlich ar 600 Mk. heradgedruckt werden können. Ta« zu rroarteeb» große Desizll ut hauptsächlich in dan starken Orchester vs 40 Musikern (gegenüber 3L bei den früheren Opern), fotre tn ber hohen Aufsuhrung«tant.Sme begründet. Aber auch :■ tantiömefrei« ,Frei,chuh'-A. ergab ein Defizit vM 450 Mk. infolge der Anschaffungen für die Wolf«ichlucht urt bet den oorhergegangenen edensall« tantiömareien Opern w® ebenfalls em Defizit zwischen 200 und 300 Mk. zu verzeichnen. Somit folgt, baß bet den segtgen Eintrittspreise Gesamtgaslfpiele einer ersten Operndühne, selbst wenn die wie die Tarmsiadter, al« solch« gor fernen Gewinn au« chae zieht, stet« mit einem Defizit odschließen müßen. - Die Hesfische Vereinigung sür Volk«ku»d« hält 6am«log, 11. Tez^ nachmittag« 2 Uhr, ihr« Genera- Versammlung in Frankfurt a. TI., Hotel .Teutlch« Kaiserhof', ob. Au« der Tagesordnung fintz defondeM erwähnenswert eine Besprechung mit den Zertrete» d« Huioii'chcn Vereine m Hessen über bie Jnongirsfuahme nm Sammlung der Flur- und Gemarkung«namen «•* Großherzogtum Hessen, bie Ltaatsarchioar !' Dieterich, Torrn nabt, ctnlcittn wird; außerdem an lmmct Dsc große Veficmng»ntiaLt vor ucu.i> caoueWi Iahten gernert .x.wi, in Der Alwurus oen varuS |d*ut I* tkUCäiiumnuna «cniät baten btnk: Tiaxung und i-aurytiiJiÄ > s eine Zsort gcbat-i. Dee cdjody und ihr Held nunba dl Vvrdc.iruno Ter mjifftn in Stern borten uattfindenDc VottrM 6c# Profcior 5 11 a J über T Aus äJ lQte'i 3L8(2f3 ■ ie 9 qus 1° ö aus ffp»* । ,ü’2 M - Mr j. f 3 a^(53^d Serbien WnÖ ^ngen berl: lurch^fche nh',.b’e mediz.nfr phhche unter -j ite Opemvorsic« ie erjolgreichsle (J land' von 6u|j rsüllt das ^ohd en seit zwei reicher Mnsiksred iten über die Sld 1er Voranschlag fl [(geteilt. Tie A ire der Solislen, I ischen Personals igen, der Sonbea lufsührungStanIW M, Transport I 90 Mk., büS j em sieht aber, I eine Ginnabmül ) 3)11. gegenülL )0 3)iL zu re^ Erhöhung, decu | ■ voraussrW - ' Das zu ewo^I starken SWy üheren Lpcal ndet. »«fJJ gab em "ie Wolf-,\ tzinesceien ö 300 Mk. N eigen Cintos e, M Gewmn ■■ Uhr, ll, s«“ 2 iij *. mA j(mn>-«. Xnabett-Garderobe eigener Herstellung, [d*/17 HervorragendeNeuheiten in Touristeu-Anzügen, Pelerinen, Bozener Wettermänteln u. Wintersport-Artikeln empfehlen Spier Söhne, Alsfeld Fabrikation v. Herren- u. Knaben-Garderob., sowie Ans. n. Maß. Auswahlsendungen ob. Besuch unseres VerireievS auf Wunsch. (Eine Spur von Andree? Eine Aufsehen ccreg.no: 9tart)rid;t, die aber mit Vorsicht lmszunehmen sein wird, kommt aus Amerika: New York, 8. Dez. Ein tatholisclter Missionar, der in Nordkanada die Bewohner des Ufers des Sklavensees besucht hat, bringt die Nachricht, daß Eskimos dieser Gegend ihm erzöhll hätten, daß vor einigen Jahren eine weihe Hütte vom Himmel frur Erde gefallen sei, in der sich zwei Wanner befanden, Eie icuotf) lurz darauf verstorben sind. Die Eskimos fügten hinzu, daß einige Mitglieder des Stammes diese Hütte zur Errichtung eines Baues benutzt hätten. Der Missionar wird sich auf die Sucite nach der Hütte begeben, da vermutet wird, daß cs sich um den verschollenen Ballon Andrees und seines Begleiters handelt. Eingesandt. Atz 8 a ch. Durch die in stir. 273 und 275 erschienenen Artikel über das Schulhausneubau-Vrojekt ist die Oef' fenllichkeit wohl für diese Angelegenheit interessiert worden, aber es erscheint ersorderlich, die Sachlage näher klarzulegen. Die kurze Bemerkung in Nr. 275 „des nebenbei baulich sehr schlechten Hauses" kann zur Irreführung der Leser führen. Allerdings würde der derzeitige bauliche Zustand gehoben weren müssen, um den an Schulhäusern zu stellenden Anforderungen zu genügen. Daß dies möglich ist, ist durch private und amtliche Gutachten festgelegt. Streitig ist nur der Kostenpunkt der Ausführung. Im übrigen dürfte wohl die Tatsache, daß die andere Hälfte des Gebäudes Schullehr- und Wohnzwecken dient, auch für die Möglichkeit der Verwendung des der Firma Klingspor gehörenden Teils sprechen. Wenn ferner in dem vorbenannten Artikel von einer Entscheidung der Regierung gesprochen wird, die zu Ungunsten des Ankauf- und Umbauprojekts ausgefallen sei, so dürfte jedermann wissen, daß eine solche Entscheidung rückgängig zu machcil ist, besonders wenn es sich um Gemeindeinteressen handelt, bei denen der Gemeinderat zu 5/g anderer Ansicht ist. Im übrigen gibt es aber eine höhere Behörde, die für den Fall einer nochmaligen negativen Entscheidung angerufen werden wird. Tatsache ist, daß der Klingspor'sche Teil des Justizgebäudes noch nicht angekauft ist. Wenn vorstehend von einem Ankauf und Umbauprojekt gesprochen wird, möchte aufklärend bemerkt werden, daß ursprünglich ein Schulneubau geplant war, der bereits die Genehmigung der Regierung zu Koblenz gefunden hatte. Unter Berücksichtigung dieser Tatsache läßt sich vielleicht der Umstand, daß die Regierung dem Ankauf und Umbauprojekt vorläufig unsympathisch gegenübersteht, erllären. Daß sie von letzterem eine bessere Meinung bekommt, dafür sind die erforderlichen Schritte getan. Die Beweggründe, die den größten Teil der Einwohnerschaft Atzbachs zur Unterstützung des Ankaufs und^Umbauprojekts leiten, sind durchaus lauter und ohne jegliche Sonderinteressen lediglich hervorgerufen aus Zweckmäßigkeitsrücksichten. > ist meine Abteilung „Kollwäsche“ die bequemste und billigste Einrichtung. eilännte, daß für die Beurkundung des Auscritis der sechs Kinder pur 6 Mark zu erheben seien. Es würde hart erscheinen, wenn her Antragsteller jetzt für jedes seiner noch nicht 14 Jahre alten Kinder den Stempel von 6 Mark zahlen müßte, während er den einmal zu leisten gehabt hätte, wenn er die Austritls- : sich und seine Kinder zusammen abgegeben hätte. die Entwicklung der Weltgeschichte nacbgehen, so die Ergänzung an der verklungenen Feier liefernd. ** Silbe rgcld mit dem Bildnis des Groß- herzogs Ernst Ludwig ist seit dem Jahre 1900, Kronen (10 Mark-Stücke > mit diesem Bild sind seit 1898 nicht mehr aeprägt worden, dagegen hat man jedes Jahr 20 Mar-. Stücke hergestellt. Wer viel mit Geld zu tun hat, dem fällt aus, daß in Hessen viel Silbergeld mit dem Bildnis der badischen, württembergischen und bayerischen Herrscher im Verkehr ist, wenig aber mit dem Bildnis unseres eigenen dürften. Besonders auffallend ist die Vernachlässtgung unseres Großher-zogtums bei der jüngsten Talerherstellung. Es wurden 3 Mark-Stücke hergestellt, abgesehen von den Staaten Preußen, Sachsen, Bayern, Baden und Württemberg, u. a. für Sachsen-Weimar, Sachsen-Meiningen, Anhalt, Lchivarzburg-Sondershausen und Reuß ä. L., ja sogar das kleine Lübeck hat Taler erhalten — nur Hessen nicht. Dabei ist unter den Numismatikern bekannt, daß die Prägestempel von 2- und 5 Mark-Stücken mit dem Bildnis des Großherzogs, in denen das Wort Großherzog nur mit einem Toppel-S graviert ist, bereits 1905 hergestellt wurden. Früher hatte Hessen in Darmstadt eine eigene Münzstät e, wie sie die giö^cren deutschen Staa en jcht noch 6tft en Für unser Großherhoglum roiro iept das Geld in Berlin her- gestellt. Bielleicht er.lärt dies oas Fehlen hessischen Silbergeldes feil beinahe 10 Jahren. ** Ein recht beoauerlicher Vorfall ereignete sich vor einigen Tagen in einer Familie am Krosdorser Weg. Der Vater hatte im Nagelkasten ein Teschin liegen, von dem er nicht wußte, daß es geladen war. Als er den Nagelkasten auf dem Tisch aufgeräumt hatte und das Teschin wieder in den Kästen legen wollte, entlud sich ein Schuß, und die Schrotladung drang seinem dreijährigen Söhncyen, das am Tische stand, ins Gesicht. Der Ju.nge mußte in die Klinik ausgenommen werden, glücklicherweise ist die Verletzung nicht lebensgefährlich. ro. Mainz, 8 Dez. Wie der Oberbürgermeister rn der heutigen Stad^verordneien-Benammlung m ttell e, hat der Großbrauereibesitzer Adolfus Busch aus St. Louis, ein geborener Kasteller, für gemeinnützige und roohl- tätige Zwecke 50 000 Mk. der Stadt Mainz überwiesen, tzn der gleichen Sitzung wurde eine Stiftung von 10 000 Mk. bekannt gegeben, die Kommerzienrat Thomae für bas Siömlsch-Germanische Museum gemacht hat, sowie die Stiftung von 50 000 Mk. der Firma Henckell, ebenfalls für ba-3 Römisch-Germanische Museum. X Biedenkopf. 8. Dez. Im Dorfe Wunderthausen im Kreise Wittgenstein wohnte der Maurer Knoche, ber m zweiter Ehe mit einer noch jungen Frau verheiratet |t. Aus der ersten Ehe sind sechs Kinder vorhanden. Am Pkontag wurde nun bekannt, daß der Mann schwer verletzt im Bette liege und sein Zustand hoffnungslos sei. Sein Kops zeigte eine klaffende Wunde, die auch geltem seinen To d herbeiführte. Es bat sich nun herausgeslellt, daß die $rait ihren Mann mit dem Beil geschlagen und somit Schuld an seinem Tode trägt. Die Frau wurde ins Amtsgerlchts- tzesängms nach Berleburg gebracht. Der Brand des Hamburger ©asroertes. Tie Ausrällmungsarbenen. Hamburg, 8 Dez. Heute wurden die Nachforschungen nach den vermißten 16 Personen wieder ausgenommen bis letzt konnten aber noch keine Leichen gefunden werden, weck das ganze Eiiengcrüft üt den Gasometer hinciugestürzt ist imd erst beiettigt iverden muß. Diese Arbeit dürfte immerhin einige Tage in Anspruch nehmen, und vorher wird es nicht möglich lein, ou die Leich en her anz ukommen. Zahlreiche Leute sind jetzt damit ve- Für sparsame Hausfrauen Dampf-Wasch anstalt „Ed elweiss“ amerikanische Neuplätterei für Herren-Wäsche Krofdorfer Str. 12 Telephon 487. Stuhl-Schreinerei Ph. Henkel Sonnenstrasse 14 empfiehlt sein bekannt reichhaltiges Lager in aHen Fassons von Stühlen. Auszieh-. Küchen- und Sophatischen. Kinder tuchen u. -Stühlen, hauerntischen. Spiegel. Etasere*. H and tuch-n.Garderoben haltern, C'anne en, p . and Papierkörben zu ausnahmsweis sehr billigen Preisen. ===. Eigene Stuhl-Fabrikation. ===== Das Flechten, sowie alle anderen Reparaturen an Stühlen wird schnellstens besorgt. — .. „ ™0 liefert billigst die Brühl'sche Kuverts mit Firma fc. stantntrt a.M. Dieb h v k«M arktvericht V0IN 9. Dez. Auftrieb: Cdijeu 16, Bullen 0, Kühe 97, Kälber 756, Schafe 397, Schweine 911, Ziegen 1. Tendenz: Kälber und Schafe lebhaft, auS-verkaust, Tchweine ruhig, bleibt Ueberstand. Preis Durch» prolOOPfd. schinttspreis 2ebrnb.€6la<6t' pro 160 Pfü. , 3e»id>i Lcvrnd-Schlacht- Ochsen. öon-biff von-oiS nrwichr Pollfleischige, ausgemastele, höchsten Schlacfilivertes, höcbfteii 6 Jahre all 41—48 76—83 00 00 Junge fleischige, nicht audgemäfiete und ältere ausgemästete 38—40 69—75 00 00 Mäßig genährte junge und gut genährte ältere 34—37 64—68 00 00 Mäßig genährte jüngere und gut ge- nährte ältere 00— 00 06—00 00 00 Gering genährte jeden Alters . . . 00—00 00—00 00 00 Bullen Vollfleischige, ausgewachsene, höchsten Schladstwerles 38—89 65—66 00 00 vollfletschige, jüngere ...... 34—36 60—62 00 00 Gering genährte 00—00 00—UO 00 00 Färsen, Kühe. Vollfleischige ausgemästete Färsen höchst. Schlaclstwertes . . 35—40 69—75 00 00 Vollfletschige ausgemästete Kühe höchst. Schlaclstwertes bis zu 7 Jahren . . 33—37 65—67 00 00 Aelteie ausgemästete Rübe und wenig gntentwickeliejüngereKüheundFärsen 22—31 45—60 00 GO Mäßig genährte Kühe und Färsen . . 19—21 40—42 00 00 Gering genährte Kühe ifiib Färsen. . 18—20 35— 40 00 00 Kälber. Feinste Mast- (Vollmilchmast) und beste Saugkälber ...... 53—56 86—93 00 00 Mutiere 'Nasi- und gute Saugkälber . 45 —50 77 - 85 00 00 Geringere Saugkälber 39—44 65—75 00 00 Schafe. Mastlämmer und jüngere Masthammel 32—33 70—72 00 00 Aeltere Masthammel und gut genährte Schafe 24-28 50-56 00 00 Mäßig aenahrte Hammel und Schafe (Merzschafe) 19-21 45-52 00 00 Schweine. Vollfleischige Schweine über 2^/,Zentner Lebendgewicht 58.00-59.00 72—76 00 00 Fettfchiveine über 3Ztnr. Lebendgew. 58.00-59.00 72 — 76 00 00 Fleischige Schweine . ... 57.50-58.50 72—74 00 00 Amtlicher Wetterbericht. Oefsentliche Wetterdienststelle Gießen^ S ch n e e b e r i d} t. In den Mittelgebirgen 20—35 cm Schnee, Schi- und Rodelbahn gut; es herrscht leichter Frost. Wetteranssichten in Hessen am Freitag dem 10. Dezember 1909: Zunächst bei leichtem Frost etwas Schnee, sväter zunehmende Erwärinnng und anstrischender Südwest, Niederschläge. Orrginar-Drahtmeldungen. Aus Der Zweiten Hessischen Kammer. R. B. Darmstadt, 9. Dez. Zu Beginn der Sitzung teilte Vizepräsident Korell mit, daß nach Schluß der Beratung der Finanzminister den Staatsvoranschlag für 1910 vorlegen werde. Sodann wurde mit der zweiten Lesung der Wahlrechtsvorlage begonnen. Abg. Dr. Fulda (Soz.) wandte sich gegen das gestern vom „Vorparlaincnt" geschlossene Kam - promiß und teilte mit, daß seine Partei nunmehr unter alten Umständen gegen die Vorlage stimmen werde. Abg. Tr. Gut fleisch (Freis.) sprach nachdrücklich gegen das gestern abgeschlossene Uebereinkommen der Mchrheitsparteien und sprach sich namentlich gegen das Pluralwahl reckst aus, das die Bevölkerung in zwei Klassen teile. Abg. Tr. Weber (Bbd.) verteidigte die Stellungnahme der Dauernbündler. Abg. Ulrich (Soz.) sprach gegen die Kompromißantragc und bekämpfte in längeren Ausführungen die Reattion. Tie Sitzung dauert fort. Das Befinden der Zarin. Petersburgs. Dez. Tie Petersb. Tel.-Ag. meldet au-. Livadia: Die im Ausland verbreiteten Gerüchte von einer Erkrankung der Kaiserin sind vollständig unbegrün - bet Die Kaiserin macht täglich Ausfahrten und «LPazier- gänge. Bitterfeld, 8. Dez. Heute nachmittag um 4 Uhr o Min. unternahm der neue Parseval -Ballon unter Führung des Oberleutnants Stelling die erste Probefahrt. Sie währte eine Stunde und ist vorzüglich gelungen. Die neue Höhen st euerung bewahrte sich gut. Marseille, 9. Dez. Tas Baggerschiff Arles, das am 21. Oktober hier aufgelaufen ist, tnirb als verloren betrachtet Tas mit 23 Mann Besatzung ausgelaufene Schiff sollte Gibraltar unb Las Palmas anlaufen, würbe aber nirgenbs signalisiert. 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