Kreta. Die Gründung eines hansabundes für Gewerbe, handel und Industrie. Ersahsteuern, Ein Telegramm der „Köln. Zeitung* meldet aus Berlin: Das Haupt st lick der neuen Steuern, die die Regierungen als Ersatz für den Ausfall, den die Aenderung der Erbanfallstener bedeutet, vorschläat, ist die geplante Besteuerung der Feuer- Versicherungspolice; der Steuerfuß beträgt '/« pro Mille. Als Ertrag r- v ,n ....... Die englischen Geistlichen, die zurzeit in Berlin weilen, haben Saiustng vormittag 9'/., Uhr den Reichstag besichtigt. Um 10 Uhr traten sic eine Rundfahrt durch den Ttergarten und Eharlottenburg zur Besichtigung des Schlosses und des Mausoleums an. Mittags 1 Uhr fand ein Frühstück im Rathaus statt, bei welchem Oberbürgermeister Kirschner die Gäste mit einer den Frieden feiernden Ansprache begrüßte. Abends 71/, Uhr fand zu Ehren der englischen Gäste aut Einladung des Abgeordneten Grafen Douglas ein parlamentarisches Abendeisen im Abgeordnetenhause statt. Die englischen Geistlichen wohnten gestern abend einem liturgischen Gottesdienst in der Kaiser-Wilhelm-' Gedächtniskirche bei. Ter Bischof von Salisbury hielt bei dieser Gelegenheit eine englische und eine deutsche Ansprache und drückte den Wunsch aus, die Verbrüdenlitgstage möchten die GrüNöläge abgeben für eine friedliche Weltpolitik. Der Versammlung liegt eine Resolution vor, die die von der Kommission beschlossenen neuen Steuergesetze, weil sie Handel, Gewerbe und Industrie einseitig belasten, sowie die Art der Gesetzmacherei ohne Anhörung von Sachverständigen scharf verurteilt. Hierauf wurde die Absendung eines H u l d i g u n g s t e l e g r a m m s an den K a i s e r beschlossen, auf das bald aus dem Neuen Palais eine Ant- ivortdepesche einlief, in der der Kaiser für die freundliche Begrüßung seinen wärmsten Dank aussprach. — Handelskammerpräsident Max Schinkel (Hamburg) gaV der Hoffnung Ausdruck, daß die selbständig und selbstlos denkenden Mitglieder der konservativen Partei ihren Wortführern die Gefolgschaft ins Laaer des Zentrums und der Polen verjagen würden. Sollte diese Hoffnung trügen, dürfe man ruf Reichskanzler und Bundesrat das Vertrauen setzen, daß sie so einseitigen Steuerprojekten niemals ihre Zustimmung geben werden. — Generalkonsul Franz v. Mendels- iohn (Berlin) besprach die voraussichtlichen schädlichen Folgen der geplanten Kotierungssteuer auf den Handel mit .ausländischen Wertpapieren, der durch die Steuer völlig unterbunden werden würde. Bei der Rede des Geh. Kommerzienrats Kirdorf Gelsenkirchen) kam es zu stürmischen Szenen. Der Redner legte an dem Beispiel seiner Gesellschaft, der Gelsenkirchener Bergwerks-Aktiengesellschaft die bereits heute vorhandene schwere Belastung solcher großen Gesellschaften durch 'Steuern und die soziale Gesetzgebung dar. Bei der ge- lannten Gesellschaft betrug die Abgabe für diese Zwecke nsgesamt 7 065 595,43 Mk. oder 54,18 Proz. des Reinge- mnns. Es müsse gewarnt werden vor weiteren gesetzlichen 'Bestimmungen der sogen. Arbeiterfürsorge. (Unruhe.) Mit iolcher Gefühlspolitik vernichten wir die Blüte unseres Wirt- ' chaftslebens. (Beifall und Widerspruch, i Eine übertriebene Lrbeitsfürsorge schlägt in das Gegenteil um, sie vernichtet !)ie Arbeitsgelegenheil. (Große Unruhe.) Als der Redner liann erklärt, daß er sich auch für die Erbanfallsteuer nicht l^egeistern könne, ertönen minutenlang stürmische Rufe: Ab- tveten! Abtreten! Der Vorsitzende kann nur mit Mühe He Ruhe wicderherstellen. Geheimrat Kirdorf erklärt zum Schluß, daß er trotz seiner prinzipiellen Bedenken für die .Erbanfallsteuer stimmen werde, nxil sonst die Finanzreform «gefährdet erscheine. (Lebh. Beifall.) Vizepräsident des Reichstages Kämpf bezeichnete die jcegentvartigen wirtschaftlichen Gegensätze als das Ringen Izzoeier Weltanschauungen, der alten agrarischen und der modernen, die in dem Aufschwünge der gewerblichen Tätigkeit Mid in der freien Vertehrsentwicklung die wichtigste Stütze !io»s Gedeihens der Gesamtheit erblicke. Deshalb habe die Aewegung, die heute durch die Lande gehe, nicht nur in wirtschaftlicher, sondern auch in politischer Beziehung die Mößic Bedeutung. Kommerzienrat Bogel (Chemnitz) sührt an, daß die Deutsche Bevölkerung jährlich um 900 000 Personen wachse, Wr die Arbeitsgelegenheit geschaffen werden müsse. Daß j>-Ls bisher geschehen sei, verdanke man Handel und In-! iMcie. Dagegen müßten im Parlament die Interessen I der Industriellen und des Kaufmanns hinter den engherzigsten parteipolitischen Erwägungen zurückstehen. Der Ehrenvorsitzende der Berliner Tischlerinnung Richt bezeichnete die Behauptung, die Erbschaftssteuer bedeute die Zerstörung des Familiensinns als eine grobe Beleidigung der Besitzlosen und Minderbemittelten. Ein Familiensinn, der nur bestehen könne, wenn man die Erbschaften unbesteuert lasse, sei ivert, daß er zu Grunde gehe. Geheimrat R a t h e n a u von der A. E. G. (Berlin) erörterte die schädlichen Wirkungen der Gas- und Elektrizitätssteuer. — Nachdem noch eine Reihe anderer Redner gesprochen, gelangte die Resolution einstimmig zur Annahme. Der Vorsitzende Geheimrat Rieß er legte dann eine zweite Resolution vor, die der Ueberzeugung Ausdruck gibt, daß Handel, Industrie und Gewerbe nur durch einen dauernden, fest organisierten Zusammenschluß ihre berechtigten Interessen gegen Schädigungen und Vergewaltigungen zu schützen vermögen. Zur Herbeiführung dieses Zusammenschlusses schlägt die Resolution die Gründung eines Hansabundes für Gewerbe, Handel und Industrie vor. Der neue Bund soll auch die Aufgabe haben, Vorbereitungen für die Reichstags- und Landtagswahlen zu treffen. Es sollen nur Einzelmitglieder ausgenommen werden, die einen Jahresbeitrag von 3 Mk. zu leisten haben. Geheimrat Rießer begründete in seinem Schlußworte die Berechtigung des neuen Bundes und erklärte es für ein von den Gegnern eifrig genährtes Märchen, daß Handel und Industrie nicht imstande seien, dem Bunde der Landwirte etwas Gleichwertiges an die Seite zu stellen. Das Gegenteik sei richtig. Vermöge sich Deutschlands .handel und Industrie auch in dieser ent- jcheidenden Stunde nicht aufzurütteln, dann verdienten sie alles, was ihnen die Gegner unter der Führung des Bundes der Landwirte, welcher Deutschlands eigentliche Regierung sei, aufzuerlegen belieben werden. „Vermögen sie es aber, in endlich geeinter Front den geeinten Gegnern entgegenzutreten, dann kann diese Stunde zu einem geschichtlichen Wendepunkt für das deutsche Bürgertum werden, und wir können sagen, wir sind dabei gewesen." — Unter anhaltendem Verfall und großer Begeisterung wird auch diese Resolution einstimmig angenommen, und dann die !8er= sammlung mit einem Hoch auf den Kaiser geschlossen. a sind 40 Millionen veranschlag. An zweiter Stelle wird die Erhöhung der Euiissionssteuer und die Erhöhung der Wechselstempelabgaben auf Wechsel, die länger als 3 Monate umlaufen, geplant, bann die Besteuerung des Schecks, wobei der Post- Scheckverkehr frei bleiben soll, damit dessen Entwicklung nicht 9lot leide. Endlich ist nocf) an Stelle der Wertzuwachssteuer eine Steuer a u f den Umsatz von Grundstücken, Liegenschaften, Akzisen geplant, wie verlautet in Höhe von */„ Prozent. Der Parkümsteuer, deren Entwurf seit mehreren Jahren in den Akten des Reichsschatzamtes vergraben lag, werden auch die Regierungen zustimmen. Der Ertrag ist auf 8 Millionen veranschlagt. Die Mahlrechtsvorlage. Darmstadt, 13. Juni. Der Gesetzgebungsaus" s cb u ß der Zweiten Kammer bat am Samstag seine Beratung über die Wahlrechtsvorlage ohne Beteiligung der Regierung fortgesetzt und sich dahin verständigt, über die Frage der Verfassungsänderung und den dazu gemachten Vorschlag Wolf zunächst eine Aeußcrung der Ersten Kammer abzuwarten. Der Ausschuß setzte dann die Beratung über die Vorlage betr. die Landstände fort und erzielte eine vorläufige Verständigung bis zu Art. 19 öor Vorlage. Bei Art. 2 wird über die Zusammensetzung der Ersten Kammer bestimmt, daß derselben außer den Häuptern der standes- herrlichen Familie und den vom Großherzog zu berufenden (höchstens 12) Mitgliedern, sowie je einem Vertreter der beiden .Kirchen, der Universität, der Technischen Hochschule usw. auch zwei Vertreter des Handels und der^ Industrie, zwei Vertreter der Landwirtschaft und ein Vertreter des Handwerks angehören sollen, die der Geoßher- zog auf Vorschlag der beruflichen Körperschaften für die Taner des Landtags ernennt. Hier wurde angeregt, statt der Ernennung dieser 5 Mitglieder auf Vorschlag deren direkte Wahl durch die beruflichen Vertretungen erfolgen zu lassen, ähnlich, wie dies auch in Baden geschieht. Tie Regierung erklärte jedoch, von dem Berufungsrecht des Landesherm nicht abgehen zu können. Nach Art. 3 der Regierungsvorlage soll die Zweite Kammer aus 15 Abgeordneten der Städte (Mainz und ^arm- ftadt je 3, Offenbach, Worms und Gießen je 2 und Friedberg, Alsfeld und Bingen je 1 Vertreter) und 43 ländlichen Vertretern bestehen. Abg. Wolf schlug hierzu vor, die Vor- m Bufunft doch mit den Städten vereint werden durften, gleich den städtischen Wahlkreisen zuzuteilen Der Abgeordnete will erreichen, daß die Zahl der Abgeordneten ?*r , früheren Regierungsvorlage entsprechend auf 5o beschränkt wird, anstatt 58. Eine solche Bestimmung würde vor allem den Vorteil haben daß der dritte der Gesetzentwürfe zur Wahl- rechtsfrage, die W ah lkreis e i n t eilun g in den vorgeschlagenen 43 ländlichen Wahlkreisen, die schon bei der ruhereu Beratung auf die größten Schwierigkeiten stieß, völlig uberfluftrg werden würde, und nur eine anderweite Einteilung der städtischen Kreise zu erfolgen hätte. Es zeigte ich im Ausschuß volle Geneigtheit, auf diesen Vorschlag nafyer eiiizugehen und auch die Regierung wird sich einer derartigen Verständigung der Zweiten Kammer nicht entgegenstellen. Zu sehr eingehenden Erörterungen führte die Bestimmung im Art. 6, in welchem die Wahlberechtigung davon abhängig gemacht wird, daß der Betreffende we- nrgitens drei ^aljre im Großherzogtum wohnt und f'^/^Atens seit drei Zehren die hessische Staatsangehörig- ^rend die Regierung an diesen Kanteten seßhaften zu müssen erklärte, ist die Ausschußmehrheit der ^/rnZiug, datz neben dem dreijährigen Wohnsitz in Hessen .^taatsangehorigkelt, überhaupt zur Wahlberechtigung genügen soll. Bei Art. < wird bestimmt, daß die Kranken- ^brstutzung oder Anstaltspflege, die Unterstützung zum Zwecke der Jugendpflege und sonstige vorübergehende Unter» Hebung der augenblicklichen 'Jtotlage nicht a!3 Armenunter,tutzung mit Ausschaltung der Wahlberecl'- gelten pUen. Der Ausschuß nahm diese liberale Bestimmung mit Befriedigung auf. Die Artikel 8—14 ent* S8,a“ 15».Saigons Montag 14. Juni 1909 erscheint täglich, außer /BRASS' Bezugspreis. Sonntags. - Beilagen: monatlich75Pf.,viertel- Ptcrmal wöchentlich ▲ A ▲ AA 88 AA A. A. A A AA jährlich Akk. 2.20: durch V11 iC lUtC i itlCI xJL BiillLi I '^'au-jchlä wirtschaftliche Seitfragen W M M W E ||L Zeilenpreis: lokal 15Pst Iernsprech - Anschlüsse: ■ wf W "V auswärts 20 Pfennig. siir die Redaktion 112, ■/ Verantwortlich MU General-Anzeiger für Gberhefsen MM bis vormittags 9 Uhr. HotaHons»rneß; iür den ______________________ ” ' u Anzeigenteil: H. Beck. S.u. H. Berlin, 12. Juni. Im Riesenbau des Zirkus Schumann am Schiffbauer- dmnm trat heute nachmittag die angekündigte Protest- versammlnng des Handels, der Industrie,der gewerblichen und M i t t e l st an ds kr e i s e sowie £er Beamtenschaft zusammen, um gegen die Beschlüsse der Finanzkommission des Reichstages über die neuen Steuern zu demonstrieren. Schon lange vor Beginn der auf 4 Uhr nachmittags angesehten Versammlung war her gewaltige Zirkus, der 6000 Menschen faßt, bis auf den letzten Galerieplatz gefüllt. Es waren über 100 deutsche Handelskammern, sämtliche deutsche Börsen sowie 400 Verbände und Korporationen aller Richtungen durch etwa 2400 offizielle Delegierte vertreten. — Namens der einberufenden Korporationen, des Zentralverbandes Deutscher Jn- dustrieNer und des Zentralverbandes des Deutschen Bank- und Bankiergewerbes eröffnete der Vorsitzende des Aufsichts- vates der Krupp'schen Unternehmungen, Landrat a. D. Roet- ger, die Versammlung mit Worten der Begrüßung und schlug Geheimrat Riester vom Zentralverband des Deutschen Bank- und Bankiergewerbes als Vorsitzenden vor. Nachdem dessen Wahl durch Akklamation erfolgt war, wurden noch eine Reihe hervorragendster Vertreter des gewerblichen, kaufmännischen und industriellen Lebens aus ganz Deutschland in den Vorstand hinzugewählt. Geheimrat Rießer nahm dann das Wort, um die Gründe für die Einberufung der Tagung auseinanderzusetzen. In dem atemlosen Ringen, sich selbst und das Vaterland vorwärts zu bringen, haben Handel und Industrie, so führte der Redner aus, feine Zeit gefunden, sich um die öffentlichen Angelegenheiten zu kümmern. Sie haben vielmehr als unbeteiligte Zusckstiuer dem großen Kampfe zugesehen, der sich zwischen mobilem und immobilem Kapital abspielt. Dieser grenzenlosen Apathie des Bürgertums ist das Schauspiel zu verdanken, daß die Landwirtschaft die politische Macht auch dann zu behalten und zu erweitern vermochte, nachdem sie längst die wirtschaftliche Vorherrschaft an Handel und Industrie hatte abgeben müssen. Diese politische Vorherrschaft hat kein Stand so auszunutzen vermocht, wie gerade die Landwirtschaft. Im gegenwärtigen Augenblick, nach dem Ausscheiden der liberalen Abgeordneten aus der Kommission hat man den Moment für gekommen erachtet, zum letzten großen Schlage gegen Handel und Industrie auszu- holeu. Wo ist die Regierung? (Stürm. Zustimmung.) Der Bund der Landwirte, der die konservative Partei beherrscht, will mit seiner Taktik die Wahlreform in Preußen hintertreiben und die Herrschaft der Agrarier verewigen. Dem gegenüber kann es für die Kreise von Handel und' Industrie mir eine Parole geben: Vorwärts! (Langanhalt. Beifall.) fahrzeuge, welche in den verschiedenen Häsen stationiert sind, dem Geschwader anschließen, so daß die Zahl der Schiffe ein- schließlicl) der Torpedoboote und Materialschiffe b-is auf 40 an wachsen dürfte. Der Weisung des Großvezirats an den Marineminister gemäß wird das Geschwader infolge der Stimmung unter der Bevölkerung der Insel Mytilene zunächst dorthin gehen. Die Instruktionen betreffend Kretas sollen dem Gefchwader eventuell nachfolgen. Bemerkenswert ist, daß eine möglichst rasche Verstärkung der Flotte angestrebt wird. Der Marineminister hat den Befehl erhalten, den Bau aller auf euroväischen Wersten befindlichen türkischen Schiffe zu beschleunigen. Türkischen Blättern zufolge unterhandelt das Marineministerium auch wegen der Erwerbung dreier Treadnoughts, tvelche für Bra- silien in England gebaut werden. politische Sagesschatt. Tie Annexion Kretas durch Griechenland steht neuerdings wieder zur Erörterung. Während offiziell von türkischer Seite erklärt lvird, daß die Türkei gar nicht daran denke, Kreta an Griechenland abzutreten, meldet der Pariser „Temps" unter Vorbehalt, wenngleich aus angeblich guter Quelle, die türkische Regierung sei keineswegs entschlossen, mit allen Mitteln, selbst auf die Gefahr eines Krieges, ihre Herrschaft aus Kreta aufrechtzuerhalten. Sie sei geneigt, Kreta gegen eine Geldentschädigung abzutreten und habe dies vertraulichst in Athen wissen lassen. Die Türkei würde 35 Millionen fordern, Griechenland hätte bisher 15 Millionen geboten. Tie Verhandlungen sollten solange als möglich geheim bleiben, um der Türkei zu ermöglichen, wenigstens den Schein des Widerstandes zu wahren. Daß die Stimmung in Konstantinopel nicht für die Abtretung der Insel ist, geht indessen aus der an anderer stelle mitgeteilten Verhandlung der türkischen Kammer hervor. Ferner hat auch eine hervorragende Persönlichkeit aus der unmittelbaren Umgebung des in außerordentlicher Mission in Berlin eingetroffenen Botschafters Tewfik Pascha, der erste Sekretär ^-chewki Bei, einem Mitarbeiter des „Lokal-Anzeigers" sich wie folgt über die Kretafrage geäußert. Es gibt für uns keine kretensische Frage. Die Insel gehört Mm osmanischen Reich und wird dem osmanischen Reiche verbleiben. Wir sind in Konstantinopel daher auch ganz ruhig und haben kein Verständnis für die Beunruhigung, die an anderen Stellen wegen des Schicksals der Insel zu bestehen scheint. Von einer Abtretung dieses Besitztums an Griechenland kann gar Feine Rede sein. Was unsere innere Lage angeht, so wächst sich die Nation m erfreulicher Weise von Tag zu Tag mehr in das kon- triutionelle Leben hinein und das Parlament tut bereits tüchtige und fruchtbare Arbeit. Daß wir die Mission, die Generaloberst von der Goltz bei uns erneut übernehmen will, mit herzlicher Freude begrüßen, brauche ich wohl nicht besonders zu erwähnen. Daß diese Aeußerungen die wahre Meinung der Türken wiederspiegeln, scheint auch durch andere Konstantinopeler Meldungen bestätigt zu werden. Der „Sanin" schreibt, wenn die Mächte ihre Truppen aus Kreta Mrückzögen, ehe die Sage der Insel konsolidiert sei, so würde sich die Gefahr Krieges verstärken. Kreta wäre dann gegenüber her Türkei in der Sage eines Rebellen und diese wäre gezwungen, Kriegsschiffe und Truppen dahin zu senden, um ihre Sou^ veranttätsrechte zu wahren. In diesem Falle könnte ein Krieg mit Griechenland ausbrechen, dessen Regierung eine Erhebung des Volkes vielleicht nicht hintanzuhalten vermöchte. Daher habe die Pforte die Mächte ersucht, ihre Truppen nicht zurückzuziehen. Dies bedeute aber keine Lösung der Kretaftage, man müsse sich vielmehr mit den Mächten über die Form einer Autonomie Kretas und über die Wahl eines Gouverneurs verständigen. Nach einer anderen Meldung geht in Konstantinopel das Gerücht um, daß die Regierung fest entschlossen sei m der kretischest Frage eine energische Haltung einzunehmen' Ohne sich dem Vornnrrf der Provokation auszusetzen, sei man entschlossen, alle Mittel, auch militärische, anzuwenden, um zu verhindern, daß nach Entfernung der internationalen Truppen irgend eine Veränderung im staatsrechtlichen Zustande auf der Insel Platz greife. Seit einigen Tagen trifft auch das türkische Geschwader die letzten Vorbereitungen zum Auslaufen Es unternimmt bei Tag und Nacht kleine Uebungssahrteli. Das Geschwader wird möglicherweise schon heute abend aus- «laufen. Türkischen Blattern zufolge sollen sich alle Kriegs- de- I Original-Vrahtinel^ungen. Rom, 14. 3uni. Ter '?tbflforhnctr Willi rrfu Minister des Aeußern in einer in der Hammer cniflct Erdbcbe«. la- Erdbeben in 3üb ^ranfrcid) ist verhängui-voller al- cS zuerst den Anschein batte soweit c- bti iffct ,u über bilden ist. bat r- 6U lote und über 200 Verletzt^ grforbert Nickt weniger al? .ilörift sind arößtcnteilS zerstört Gestern srüb wurde in Air um 5 Uhr 25 Min übermale eine Erden'chüt terung wahrgenommen, die unter der Bevölkerung großen 3chr. den dervorrtes. ium Glück ist niemand verletzt werden, Hilfe war loiort ui: eteil' c I ui e n c f a u »anbte als Erster VW irre«? au. eigene Ta'chc Ter Unterilaatoiefretär im Minitzerönn be? Innern, 1Kau 1 an, sowie der Abgeordnete $ clletan sind nach 2licbc 2lncbricbtcii. Evangelische Semeinde. 3n der )ohanne5kirche. Mittwoch den 16. Juni, abend- 8 Uh> Aersammluni Fra neu verein- der Johan netgemeindG m zu wünschen. • • Tic Gant urn fahrt des 9 (flaues des Mittel-1 rhcintreiscs it(td) Obcr-MSrlen fand gestern statt. Einen auSfithrlichen Bericht bringen wir morgen. — ArbeitSi u biläum. Ain vergangenen Freitag, dein! 11. b«. MtS., beging der Wickelpresicc Philipp Weiß von Gießen in der Zigarrenfabrik der Firma Arnold Mueller hier lem Lbjähriges Arbeitsjubiläum. Dem Jubilar wurde an festlich geschmückter Arbeitsstätte im Beisein deS gesamten Personal« von Kommerzienrat Gustav Mueller eine herzliche Anerkennung für seine treuen Dienste, ein Ehren- biplom und eine entsprechende Spende. Zu einer Festlichkeit nach Feierabend stellte Kommerzienrat Mueller eine weitere Spende zur Verfügung. Bon Seiten der Arbeiter wurde der Zubilar mit Blumen und einem Geschenk bedacht. • • Das Stadttelephonnetz wird in diesem Jahr erheblich erweitert und dadurch für die Anschlußteilnehmci leistungsfähiger gemacht. Be» der in Gießen um 100 Anschlüsse sich jährlich vermehrenden Teilnehmerschaft war die Erweiterung, für die etwa 60 000 Mk. bewilligt sind, un- bedingt geboten. Etwa 20 000 Mk. sind noch erforderlich, um das Fernsprechnetz an die Straßenbahnleitung anzupassen, b. h. so zu gestalten, daß die Leitungen nicht bie Kabel der Bahn berühren. • • Die Taubentränke an der Marburger Straße ist nut der Regulierung des Bürgersteiges verschwunden. Man hat den Tümpel zugeworfen und dadurch Raum für eine kleine Anpflanzung gewonnen. • • Hackmaschinen Vorführung Tic auf Samstag, bat 12. ds, angcfc^tc Borsuhriutg der Hack halten nähere Bestimmungen über die Wahlberechtigung zur Ersten unc '.weiten Hammer. Aach AN l'> fallen Amtsrichter, nreisräte, Polizeitommifsare ufw. nur in den nreyen, bie „ganz oder zum grünten Teil" in ihrem Tieiinbez^t liegen, nicht wählbar sein. Ter Ausschuß will dagegen, dag i'chterliche ober sonstige, eine Tiez>pltnargewalt ausübende Beamte auch nicht in einem Teil ihres Dicnitbeztrk-- gewählt werden dürfen. - Ter Ausschuß setzt am Freitag bie Beratung fort und will dieselbe soweit fördern, dag die Plenarberatung der Wahlrechtsvorlage noch ,m Laufe des nächsten Winters erfolgen kann. Interpellation um Mitteilung darüber, welche Italien gegenüber der aggresfiben Politik Türkei gegen über Griechenland eirj u hl renkt. Ter Minister wird Ende der Woche die filiere- 3fibVTanTrn(D äbaerem ;iw anm trten arvewni rxunat mre Bevötkerunq an der rttcilefluia der Trümmer, im die Toten und 3?enrunbeten ;u bergen In Tou1on wurden die Erdstöße besonders im alten stobt« viertel »envürt. Am der Rdeede wurden auch die vor Anker heienben sänne arg gerüttelt. In vielen SobnbäuLrn iinb btt I nsiericheibeii, Lampen unb Tticdg r ite icritött worden. In Ö-n Bororicn stuchtetc 'ich die an vilidre Menge in bie 2chui- Höfe un? blieb auch während der Nacht dort. In A i r irf.iei oicle Käufer Naiiende Rtife au' Da- Ta* einer Vcbcnj mittet- idbnf ist eingesiürzt. Vorgestern wurden auch in Barcelona und Bada 1 ona leichte Erderschütterungen wahrgenom- men. Maschinen konnte infolge her unsicheren Sittmmqunb des am Freitag gefallenen Regens, der kerne emwandereie Arbeit der Maschinen erwarten ließ, nicht iiattfinbrn und i|t, wie schon m«geteilt, auf Mittwoch, den 23. ds, 11 Uhr vormittags, verschoben worden. •* 3 um Kampf gegen die Schundliteratur. Ter Verband der Papier- und Schrelbwarenhändler :n München schreibt: »Durch die ungemem schädigenden Em- stüsie, welche die so vielfach verbreitete Schundliteratur, namentlich d,e Indianer- und Tetektivgeschichten, auf die heran- wachsende Jugend auSfibt, sowie einem besonderen Wunsche der obersten Schulbehörde Folge leistend, haben die Mitglieder der Ortsgruppe München des Verbandes deutscher Papier- und Schreibwarenhändler in ihrer letzten Monats- verjammliing einstimmig beschloßen, für die »svlge derartige ?.christen in ihren Geschäften nicht mehr zum Verkaufe zu führen*. TaS Beispiel kann gar nicht genug Nachahmung uerbienen. Besonders wäre eS auch zu wünschen, daß b:c dem Verband nicht angehörenden Geschäfte (ZeitungSsiltalen usw.) den Beschluß befolgen würden. •• Eine Warnung vor Darlehensschwindlern I wird infolge von Strafverfahren, bie in verschiedenen Städten I zu Verurteilungen geführt haben, neuerdings von amtlicher Seite erlaßen. Die Vermittler pflegen ihr Opfer zumeist durch regelmäßig wiederkehrende Anzeigen in Zeitungen an- Lulodcn, indem sie jedem Gcldbedürftigen .Darlehen in [cbem Umfange zu den günstigsten Bedingungen* m Aussicht nellen. Die sich Meldenden erhalten eine Mitteilung zu- I gesandt, daß sie die erbetenen Darlehen bekommen konnten, I nur müßten erst Erkundigungen über sie eingezogen werden, Lu welchem Zwecke eine AuSkunftSgebühr zumeist im Betrage von einigen Mark einzusenden ist. In den weitaus meisten I Fällen bekommen die Darlehenstichenden, die gutgläubig I genug den geforderten Betrag einsenden, entweder überhaupt keine Nachricht mehr, oder eS wird ihnen, wenn sie reklamieren, ,nitgeteilt, daß die Auskunft über sie nicht derartig geioesen sei, daß der Geldgeber sich zur Bewilligung deS Darlehens I hätte verstehen können. Es tvird deshalb Vorsicht dringend anempfohlen, mit dem Bemerken, daß ohne genügende Sicher- I beit heutzutage wohl kaum irgend ein Kapitalist sich zur per» gäbe eines Darlehens herbeilasien wird, während andererseits lemanb, der entsprechende Garantien geben kann, Darlehen auch von soliden Geldgebern unter den gleichen Bedingungen Friedberg in Hessen. sc. AuS Nassau, 13. Juni. Wie im Sommer 189-3 macht sich heuer infolge der Trockenheit Mangel an Grunfuttcr sehr bemertbar. Damals gab die Forsrdebordc auf Ansucheii der Bürgermeistereien Gras und Laub aus den Gemeindetvaldungeu an die Landwirte ab Die Ober förflcrci Erlenhos hat jetzt damit begonnen und den Land wirten der Gemeinde Laufenselden gestattet, Gras und Laub aus dem Wald zu holen. Sport. — Bei der gestrigen Grunauer Ruder-Regatta gewann der Mainzer Ruder-Verein den Änifcr- viercr gegen Hettas-Berftn, Berliner Ruderverem und zwei andere Boote. — Tic Prinz Heinrich-Fahrt. Einen sieg der hessischen Industrie zeitigte das gestrige Flachrennen zwischen Guben und Erossen TaS Ergebnis ist folgendes: 1 Aommeryentat W Cpcl (Lpel. 2 Poege (Mercedes), 3. <4raf ÄDlowrat Laurin-Klement, V Lochner Cpel , Trebiljch Puck, , 6. Kittsteiner । C pcl . 7 ^achs (Cpel . 8. Mouson Cpcl), 9. Dr Cpcl (Opel, in Wandersleben Adler, 11 Erle (Benz, 12 Paul iAdler, 13. Forchhemer «Benz), II. Hielte (Mercedes Id Fränkel Mercedes., 16. Iejsurum (Cpcl). erhalten kann. L. Friedberg, 13. Juni. Heute Nachmittag fand im städtischen Schwimmbad ein Schau- unb Wettschwimmen, des 1. Frankfurter Schwimm-Clubs statt. Die Veranstaltung war sehr zahlreich besucht, die Darbietungen ungeheuer reichhaltig. — Etwa 60—70 Radfahrer des GaueS 9 durchfuhren in kurzen Abständen zwischen 9 und 11 unsere Stadt. Es handelt sich um eine Wettfahrt Frankfurt— Hanau—Friedberg—Ufingen—Idstein — Eppstein — Frankfurt. Am Ende der Stadt war eine Kontrolle und ErfrischuugSstation. sc. Vom Vogelsberg, 13. Juni. Aus eine Eingabe des Vogelsberger Diebhändlervereins, Sitz Cbcrfeemcn, an das Kreisamt Büdingen um Aufhebung der Quarantäne, hat das Kreisamt die Aufhebung verfügt Nunmehr hat sich der Verein mit einer gleichen Eingabe an das Ureisamt Schotten gcivanbt. R.-B. Darmstadt, 13. Juni. Ter Sonder- auSschuß für die Revision der Verwaltungsgesetze, der bekanntlich auS 12 Mitgliedern unter dem Vorsitz des I Abg. Dr. Glässing besteht, wird am Mittwoch dem 16. d. WL zu einer Sitzung zusammenkoiumen, um sich über bie In- angriffnahme seiner Aufgaben, Vorberatung der Städteordniing und der Landgemeinde-Ordnung, schlüssig zu machen. X Hanau, 13. Juni. In unseren Mauern tagte heute der AerztevereinSverband des Regierungsbezirks Kasiel, der seine 5. Abgeordnetenversammlung abhielt. Rach Er- ledigung der geschäftlichen Angelegenheiten wurden vier Vorträge gehalten. U. a. sprach Professor Dr. Brauer-Marburg zur Diabetes, Dr. Jertig-Hanau über Blinddarmentzündung und Frauenarzt Dr. Weber-Hanau über drei außergewöhnliche Bildungen. Als Ort der nächstjährigen Tagung wurde Bad Wildungen gewählt. — Der Verein mittlerer Justiz beamt en im OberlandeSgerichtSbezirk Kasiel hielt I heute feine Hauptversammlung ab. Vertreten waren die Vereine Marburg, Kasiel, Meißner, Fulda. Die nächstjährige I Tagung wird in Fulda ftattfinben. fc. Wiesbaden, 13. Juni. Im hundertsten iLebenSjahre verstarb hier die Witive Marie Oheiter, Rerostraße 31, die am 26. März 99 Jahre alt geworden war. Die Verstorbene war gebürtig auS Rödgen, Kreis Stadt und (and. Gießen, 14. Juni 1909. * Ernennung. Se. Kgl. Hoh. der Großherzog hat den Direktor der höheren Mädchenschule zu Offenbach Dr. Eduard Otto zum Direktor der Viktoriaschule und des mit ihr verbundenen LehrerinnenseminarS zu Darmstadt mit Wirkung vom 16. Juni 1909 an ernannt. •• Die freie Vereinigung hessischer Kranken- raffen hielt gestern vormittag im Hotel .Großherzog von HessenE eine sehr stark besuchte Versammlung ab. Rechts- anmalt Dr. F u l d-Mainz sprach über die in Aussicht stehende Krankenkasiennovelle und meinte zum Schluffe, eö sei beffer, die Reform unterbleibe ganz, wenn bie Regierung bei der geplanten Beschränkung der Selbstverwaltung der Kranken- lasiin beharre. •♦Sie Landesversammlung des Hessischen F e ch t v e r e i n s Waisenschutz fand gestern vormittag in Steins Saalbau statt, '^rtreten tvaren die Zweigvereinc Darmstadt, Mainz, Butzbach, Gießen, Arheiligen, Bischofs-, heim a. M., Eberstadt, Gustavsburg, Trebur, Wallerstädten, üöiiigstädteu, Baufchheim und Dorheim, sowie die Ober- scchterci. Ter vom Vorsitzenden der Oberfechterei Horn erstattete Bericht über den Stand und die Entwicklung des Vereins liest erkennen, daß die Bestrebungen im abgelaufcncn Jahr mit Erfolg vorangekommen sind. Ter Verein verfugt über ein Vermögen von 96612.52 Mk, von denen als Kapitalanlage 90 755.37 Mk. vorhaiiden find. Die Einnahmen der Oberfechterei betrugen im abgelaufcncn Jahre 12 042.84 Mk. In dem von der Versaminluiig genehmigten Voranschlag nnirbeu an Verpflegungsgeldern für das kommende Jahr 2000 Mk. bewilligt. Der Iweigverein Gießen bat feit feinem Bestehen an die Oberfechterei :3853.43 Mk. ab geliefert und dafür find ihm in diesem Jahre gleich 114 Mk. zur Verausgabung für Halbwaise überwiesen worden. Im Jiiteresfe des verdienstvollen Wirkens wäre dem Verein eine kräftige Unterstützung durch Neuanmeldung von Mitgliedern beantworten. Bubavest, 13. Juni Ter ungariiäre Automobil onüaltetc in (ihren der an der n u , Heinrich teilnebincndeil Gaste ein Bankcil mit 3äi) G.decken, an i*3* , Pnn; Heinrich teilnahm Prinz Heinrich bracht, lohiHitnB In*v pruch aus' Tie Fahri, die uns durch llnnarn ge'ublt hat. wohl jedem von uns Unvergeßlich bleiben; Dir laiiDi”-"* Schönheiten, den naftfrrunbhd n Empfana die Bege"'reri:«< «W Ct.-iv, öic uns IN den burdunb werden wir nie vergessen Ter llmnano. Dai» du I inNi*f V" volkerung zu unserem Emp'anae an cmem Lochentage naat angelegt, uns Iriumvdbo.ie« errichtet und uns mit r überschüttet hat, wird in umerem Herren weiter wir noch der unqarischen Tainen und i’i’atxhrn flcbrnftn w derer Anblick man nicht anders kann als idtauen, schauen. •'<- o ist unser Herz von Freuden voll Auch in dem schone« v&w pest wurden wir in bochentjuckender i6etfc rmwange» Verweilen >n diciem schönen Lande kann ich nicht cnfcr«. ieines erhabenen Herrschers gedenken 3tb erbebe mein W «J bitte sie, mit mir ciruulitmmcn in den R. ' £rti werde mich in Der schönen, nur aber nicht ,itläuf,a.n 3tn 'd?e d ) iwh cufiiiCrüden luf unaar. ich ..Hoch Ihiflain' Hoch bn vri Don Ungarn' Ter Loaü würbe von den Inweseud'-n mn e* Mischer Begeisterung auiqcnrmmtrir Tic 3apelle intonierte N* ungarneben Hymnus Parts, 14. Juni. Demnächst wird eine sp ;ialtmffu uad) Rom abreifen, um auch dem Papst die Thronbcstngum M u h a m e d V. zu notifizieren. Dover, 14 Juni. 3« Ehren der P r e f f e - 2 o oft' r e n z fand gestern bet Spithead eine Flottenrevue^s an der beinahe 1 riHtung mit 40000 Mann Besatzung leilnahmen Ik biente gletchzeittg einer genauen Untersuchung des rials. das an den großen seem' die am Mittwoch tm »anal und der Nordsee beginne-- den. an denen bekanntlich 300 sdnffc unter 16 Abonra^ teilnehmen. Ajo de Janeiro, 14 Juni. Ter Präsident v Penna ist schwer erkrankt. x. Regatta bes ZübbiUtschen Ruberoerbanbes. th Gießen, 14. Ium. Die Veranstaltung des rührigen Huoerflub ^osna Gießen 190b hatte trotz br< :Heqvn. zahlreich«- Juuhfluer an b«J.abn «ewckt 1 Die Rennen nahmen folgenden Verlaut: IL ^"ior-Vierer um den Hasstavreis I Rudenoort Verein ,,Amirina -/vrant rurt a M L"> q. qnt RuderNub Mainz 7,10 Tie Mainzer nihren aui der ersten Halste der strafe großanig unb batten bi« »uhrumi txnirt steuerte man in den Bogen boietn, wodurch die mit laiiga Schlagen rühm fahrende Am,c,tia aufhofte und mit schmrem^End spurt siegte. Jumor Vierer "iigboot, Ehrciwr-is der GambrimiS Brauerei Butzbach, 1 Ruderklub ,^)affia ließen 7,4 J gegen Ruderklub „Fortuna" Mainz <,20'/^Ha,,ia NAte mit b Langen leicht über oen l^gner Jun.or-Erner: 1. Ruder.oort- vere.n „Amicina".Frankfurt (schlecht geucuert, 8 26 gegen Ruder- fiub „Hassia" Gießen, dessen Skuller L. Breidenbach aufgeben mußte, weil ihm ein Ruder brach I senwr-ViM-r . 1. Äibrrflub „Alemauta" Frankfurt 6,42 gegen ^uoe^esellschaft „Bonmia Frankfurt 6,53 Tie Boote wechselten in der ,yul)runn und lagen ost Bord an Bord. Durch früh einsetzenden Endipurt der Alemania siegte diese mit 1, Bootslange II. Achter: 1. Ruderlvorwercm „Ämicüia" Frankfurt 5,5b- •> gegen Ruderklub ^nma -Wamj 6 8‘A Tas Rennen wurde nut großer Ruhe und Ueber egenheit gewonnen, (tzast Vierer ^rankmn 6 504 - Es war ein glatter sieg geaen Amwitia, da bereu Mannschaft zu ermattet mar. senior-Wer .Tamcnprcid, gegiftet von den Damen der „Hasiia"-: 1. Rubergei eil > chaft „Borui- jia" Franknirt 6,71 , gegen :Ruberfhib „Alemania ' - Frankiurt 6 10 . Tie Ma Mischa ft der „Borussia" fuhr mit großer Ruhe unb Sicherheit unb war auch am Steuer besser bebient als ihr Gegner, dessen Steuermann mit den Bogen des Fluges aus der Rem, st recte nicht rechnete. Während der Regatta war am dem Bootsvlav Moniert. Die Besucher bet Veranstaltung statteten dem neuen Bootshaus bet „Hasfia" ihren Beluch ab, in besten oberen Raumen ein flotter RestaurationSbetrieb eingerichtet roar Das idunude Haus jmt feilten idwnen Jnnenraumen wurde drei bominbert, die „Hasfia" hat au» der alten schon halb verfallenen Lohmühle ein fchneidiges Rubererheim geidntfien, das bem £oot<> haus der Rudergefellichafi in nichts nachsteht. Das Rlchteramt bei der Regatta hatten Mitglieder der Gießener RubergeieMchaft, nnmlid) du- zerren Kreiling unb 2 tvever s als Zielrichter, O ßmann, Schlüter und Leib als Bahnrichter, schar- mann unb Wehn als Starter übernommen Markte. fc. Frankfurt a. 14. Juni (Orig.-Telegr. de- .» rtz. An».") Amtliche Notierungen der Ixuliaeit rud)tmarftpreif». Welzen T,r. 26 00—26.25, Kurhefsticher Mk. 26.00- 26.», La i .ata Mk. 26.25—27.25, KaistaS Dik- 00.00- 00.«.. Roagen (hteftget) Mk. 19.25-19.75 Gerste (Wetteranerl Mk. 19.00-2U.00, ranken- ielber Mk. 19.00—20.00, Hafer 1'«.5 1M.00—OQüMk Weizenmehl 0 Mk. 35.50 — 00.00, 1. Qualität Mk. Si.OO bis Mk. 00.0», 3. Qualität Mk. 32.00—00.00, Roggemnevl 0 Mk. 27^0—28.00,1.Qualität Mk. 24 00—25.00, WeizenNei« t. lu.76 bis Mk. 11.00, Roggenkleie Mk. 11.75-12.00. Ma,»keime '.'!k. 05.« bis Mk. 00.25, Franken, Pfälzer, Ried 9HL 19.75—20.26. Altes per 100 Kg. ab hier. le. Frankfurt a. M., 14. Juni. (Tetegr. Cng. - Bericht bei „Gieß. Anz.".) Amtliche Notiermigen der beuttqen B 1 eb mark» 60 Bullen, 0 aus Oesterreich, 909 Ruhe, werfen, stiere 304 Kälber, 254 Schafe und Hammel, 1570 Schweine, 0 jiear, 0 Ziegenlämmer, 2 SdjaUainnier. — Bezahlt wurden für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochfen: 1. Qualität 74—77 Tit, 2. Qualität 69—72 Mk., 3. Qualität 58 -62 Mk.: Bulle»: 1. Qual. 63—65, 2. Qual. 58-60: Hübe 1. Qualität 72-74 5..', 2. Qual. 60-62 D.'k., 3. Qual. 46-48 Mk., 4. Qual. 00-00 ff, 5. Qual. 00-00 Mk. Beöahlt ivurden für da- Pstrnd si lsL.- gewicht: Halber 1. Qualität 95 bi« 98 Pfg., Vebeubgw* 57—58 Pfg., 2. Qualität 76—86 Pfg., Lebendqeirucht 45-l>> ffi, Schlachtgew. 65—70 Pfg., Schafe: 1. Qual. Schlachtgen). 10 H 00 Pfg., 2. Qual. 70—74 Pfg. Schweine: 1. Qual. 70—71 V, Vebenbqeividu 55,0—55,5 Pi., 2. Qual. 39—70 PI-, Icbein'aemM 54^-00,0 Big., 3. Qual. 64—68 Pfg., Lebendgewicht 0)- iO Geschäft bet Hornvieh mittelmäßig, lieberstand unbedeutend, bn Kleinvieh gut, kein lleberftanb. RonfirmanbenfaoL Lietzener Wetterdienst. vorantzstchlliche Witterung für Hegen am TieuStag de» 15. Jiini: 21bnahme der Beivolkung unb der Riederfchläge. Ruht Nördliche Winde. Gertrud. Am Samstag nachmittag wurde uns em prächtiges Töchterchen geboren. Hermann Will und Trau Gertrud geborene Balzer Kleine Tagcochrontk. Trr ö ft e r r e »ch i s ch c H a n d r l s m t n i st e r teilte bem Bercin österreichischer Telcphcn Jntcresicnteti mit, daß noch im Lause des Jahres 1909 voei Telephonlinten Dten- Berlin unb eine Linie W ten-Nürnberg«Frank- u r t a. M. in Betrieb gesetzt werden. <- Öanöd. Reichsbank. Auf bie für da- Jahr 1909 Mt)u och sic Alter verleiht Zuckooi). Seife, .i Stuck 50 Pfennig und 'LH M- 1.50, im Verein mit ZutRoih-Creme N! Äi" btilxtemcS, Prci« M. 2.—, Probetube75Pf. Anerkannt da- Beste für reinen, yirlcn Teint und von unvergleichlich wohltuender Wirkung für die Haut. Ucvcrall erhältlich. In Gicßcn echt in der Uni- vcrfitäts Avotbckc, Marktplatz. Hirsch Avotbckc. sl,3/i Kartoffeln Prima Speise Kartoffeln empfiehlt billigst (3363 J. Weisel, Telephon 235. Sonnenstraße 6. Die Arbeiten und Lieferungen der Materialien zur Verlängerung der Wafferleitung vom alten nach dem neuen Lokomotiv- fchuppen, -Herstellung einer Abflußleitung nach dem neuen Wasser krümm und Ergänzung der Wafserkrananlagen auf Bahnhof Nidda sollen vergeben merben. Verdingungsunterlagen sind bei der unterzeichneten Inspektion emzusehen und können auch gegen postfreie Einsendung von 1 Ml. in bar bezogen werden. Angebote mit entsprechender Aufschrift find bis zum 23. Juni 1909, vormittags 11 Uhr, einzureichen. Gießen, den 11. Juni 1909. (B14/« ____________________Groß wrzogl.. Eisenbahnbetriebs-Inspektion 2. Arbeitsvergebung. Die zur Instandsetzung des Erd- und 2. Obergeschosses im Hause Asterweg 9 erforderlichen Glaser- und Schrcmcrarbcitcn sollen Donnerstag den 17. Juni d. I., vorm. 10'/, Ubr, öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einficht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureicben. — Zufchlags- frtft 14 Tage. B*2/« Gießen, den 11. Juni 1909. Städtisches.Hochbauamt. Gerbel. Restaurant Cafti Ebel Hergen Dleneta», 15. Joni, abend» S‘ , I hr Grosses Konzert aosgeftthrt von dem hier so beliebt gewordenen I. Thüringer Salon-Orchester. Eintritt frei. Eintritt frei. Zu gell. Besuch ladet ergebenst ein Wllh. Jane. XB. Br! gtin*tlgrr Wlttrrnng im harten._____<3420 öiinitlitr önlksncrfümmlung am MittwsE, 16. d. Mls., abcnbs 9 Uhr im „Einhorn." Tagesordnung: lDl4/< 1. Vortrag; des Herrn (Generalsekretärs Denniygsen Hamburg, 1. Vorsitzender de» «esumtausschuffeS der Hamburg- Altonaer Gcwerbeschutzvereinc über: „Der Streik der Liberalen in der Finanzkommission des Reichte und das spekulative Grosskapital.“ 2. Freie Aussprache. Bei der Wichtigkeit der zu behandelnden »>rage bitten wir um zahlreichen Betuch zu dem Vorträge eines gut unterrichteten Redners. Rtilhsokrdliiid der driit!ih-io;i°lcil Partei, CrtsflnippcKicftcn. AllgemeiDer Deulscta Frauenverein Ortsgruppe Gießen. Mittwoch den 16. Juni, 8V< Uhr, im kleinen Saale von Steins Garten Vortrag W Frau Professor Kruger aus Bonn über Dw/, Praktische Wege zur Jugendfürsorge. Eintritt frei. Gäste, auch Herren willkommen. Ev. Kirchengesangverein, Unsere Mitglieder ersuchen wir angesichts des am 6. und 7. Juli bevorstehenden Gustav-AdolfSscfteS dringend um vollzähligen und pünktlichen Bestich der Proben. Ta eine Verstärkung des ChorS zu diesem Zwecke sehr erwünscht wäre, so richten wir an geübte Sänger und Sängerinnen, die nicht Mitglieder sind, die herzliche Bitte, un- für diese Zeit ihre Mitwirkung leihen zu wollen, Der Vorstand: D. Schlosser. Professor G. Trautmann. Restaurant „Solmser Hoi“, Giessen Inh.: Edmund Wild. _ SnmwtnK den 12. bl» Dienetag den 15. Jnnl AI Grosses Preiskegeln Die Preise bestehen tn bar zu 40.—, 25 —, 15.—, 10.—, 5.—, 8.— Mk. 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