'a9e| 1 G n^6 Vorrat »cke n in Nr. 18» Erstes Blatt ISS.Jahrgang Samstag 14. Slngust 190S Der Lietzener Anzeiger ____ __ ° ’ Ämtern * t -SXi- Biennal roöcbenllid) a ▲ A AA W A A A A jährlich Mk. 2.S0. durch -lehenerFamill^nblätter, HZ AU /«VkrST^r <%X jFX. rv Abhole- u. Zweigstellen zweimalwöchenll.llret»' £5g L8h G F" y 6*.; X fl Ec 29 M W ■ ’ Jw KJ M M M Ä tjf M ▼ monatlich 6ü Pi.; durch blalt für Öen Kreis »öletjcn ■ ■ ■ ■ EA DZ ■ I iZ ff H ■ ■ Ä ■ ■ ■ DZ ■ die Post Mk. 2.-viertel- ««vnvnviivi 4iinviUviE»3 ffir die Redaktion 112, f \JF iyJf Zor Berantwortllch Perlag >l. Expedinon 51 /5er _ . _ < *.'6f O * ♦♦ xia r < ** für den poltliichen Teil: 2~ General-Anzeiger für Oberheffen UUZ K wm^tone'a'üte Rotationslru» und Verlag der Brül)l’fd)en Unlv.-Vuch. und Slelndruckerel B. lange. ii-d-Mon, Lrv-dlllon und vruckerel- Lchulftrahe 7. Die heutige Nummer umfafet 12 Seiten. rpn dnnnö|fü Mform nur widerwillig angenommen hat? Es ist darum 5 uuPPv!U! .irHicI) ein starkes Stück, wenn die „Deutsche Tagesztg ienls sind es die Jungtürken, die die Pforte zu energischem Vn)1 »inem Imis 'wo es Die yungturren, o ... a.., f« L'crgehen anstacheln wollen. L -tellhQJten A IT !■■■■■■!■■■ imr- :. Ob es den Bemühungen der iori ton’ ” Si,n” r ibrfi^LU 1 i Asammenhang bringen, den der Kaiser dieser Tage der I k rovinz Westfalen abgestattet hat. Nach Westfalen siedelt Jet zurückgetretene Kriegsminister ja jetzt über- um das Generalkommando des siebenten Armeekorps in Münster ,11 übernehmen. Sein Nachfolger ist der kommandierende ^neral des zweiten Armeekorps v. Heeringen geworden. Von der Nordlandsreise zurückgekehrt, hatte der Kaiser ui dieser Woche ein kurzes freundschaftliches Zusammen- tnffen mit dem Zaren. Dann folgten die Festtage von Webe und Hohensyburg, und an beiden Orten hat der Ituen kurzen Ausflug auf holländisches Gebiet. In den Fragen der auswärtigen Politik, die Mzeit auf der Tagesordnung sind, hat die verflossene Woche wenig Veränderungen gebracht. In Barcelona Urscht endlich wieder Ruhe und in Marokko ist es den samischen Truppen noch immer nicht gelungen, die Situa- tiim zu beherrschen. In Kreta und in Mazedonien aber gurt es 'fort. Die Kreter wollen den Gedanken der Angliede- nuitg an Griechenland keineswegs fahren lassen, und ändernd die konservative Korrespendenz jetzt erwarten, daß dir 'Regierung die Urheber dieser Reform noch besonders ti Schutz nehmen werde. Eine gewisse Antwort hat die „Nordd Älg. Ztg." auf dieses Verlangen der Konservativen nun ■jf)on gegeben: sie ermahnt, die Parteipolemik über dir -Ächsfinanzreform endlich ruhen zu lassen. Diese Mah -ung des offiziösen Blattes wendet sich in gleicher Weisc ;ji alle bürgerlichen Parteien. Eine geharnischte Erklärung lMgen die Liberalen, wie sie die Konservativen fordern, iß: aber darin nicht enthalten. Die „Köln. Ztg." hält es c idj für sehr unwahrscheinlich, daß der Reichskanzler der linservativen Forderung noch Folge leisten werde. Das !«nannte Blatt hält es allerdings nicht für ausgeschlossen >aß die Konservativen es versuchen würden, den Reichs- cmzler durch Drohungen einzuschüchtern. Daß solche Dro- llen e - 5Pfg. kiiser gesprochen, ohne jedoch aktuelle politische Fragen zu berühren. Von Cleve aus machte der Kaiser inkognito politische Wochenschau. Gießen, 14. August. Die Erörterungen über die Machtpolitik der konservativen und des Zentrums dauern fort und das ist diesen beiden Parteien nicht sehr angenehm Tie konservative Presse versteigt sich jetzt sogar zu dem -verlangen, daß der neue Reichskanzler die von liberaler i5cite so schwer angegriffenen Konservativen schützen müsse. Tiefes Verlangen hat der Reichskanzler bisher natürlia »icht erfüllt. Dazu hat er auch keinerlei Veranlassung ocil die Rcichsfinanzreform doch bekanntlich in ganz anderer Leise von den Konservativen und dem Zentrum gemachi worden ist, als die Regierung es gewünscht hatte. Hat'man Ä denn schon vergessen, daß die Regierung diese Art der jedermann Pilzkenner! Ein Männlein steht im Walde Auf einem Bein Und hat aus seinem Haupte Rot Käpplein klein. Zentner Mark 5.- - ue Mich! billigsten ragesvmb — Ein neuer Komet gesichtet. Die HÄ>rographstche Station in Boston ist in Kenntnis gesetzt worden, daß der Kapitän von Jamaika in Boston eingelaufenen Frachtdampsers, „Ad- limäl Faragut" bei Charleston und später auch bei Cap Hatters Mo Nantuket durch das farbige Glas seines Sextanten deutlich 1- Dimgen nicht inhaltsleer seien, habe der Sturz des Fürsten Aiilow gezeigt. Nachträglich ist nun noch eine Veränderung im preußi-- viiciio»toi»auiHj., i^n Ministerium durch den Rücktritt des Kriegs- il niinisters v. Einem erfolgt. Wer das Spiel der Kom- I siinalionen liebt, mag diesen Vorgang mit dem Besuche in el Blelchstra^ M Zlviebi Offerte«1. 1907er HIN” Ä Carl Seh f blie Mrlvff vrima Lual"«'. Quantum yDlBn paud empßev" g. Weisel. Aus dem Verlag von I. F. Schreiber in Eßlingen und München Ift uns dieser Tage ein hübsches Merkchen zugegangen, auf das wir were Leser mit besonderem Vergnügen aufmerksam machen. Es Hl betitelt: Taschenbuch der Pilze, enthaltend eine genaue Brcfireibung der wichtigeren eßbaren und schädlichen Arten nebst flnleitimfl zur Zubereitung von über 40 Pilzgerichten. Von Wil- jellm Liess. 46 feine Farbendrucktaseln. — Bei dem steten Preis- turschlag der Nahningsmittel ist es mehr denn je geboten, den )i«.iach verkannten und doch so nutzbaren und schmackhaften sajronmmen mehr Beachtung zu schenken. Geht doch alljährlich iin nicht unbedeutendes Kapital durch unbenutzt verfaulende Pilze inloren. Tie Bewohner unserer Städte und Dorier lassen jedes N)r ThUionen der wohlschmeckendsten und nahrhaftesten Pilze m iw»t unmittelbaren Nähe, oft an den täglich betretenen Wegen, in Xn Waldungen, aus den Triften usw. verderben und zwar nicht iinual aus Furcht vor möglicher Verivechslung mit giftigen, oubern nur aus Geringschätzung oder vollständiger Uinemitiiis. 2ar Zweck des Erscheinens vorliegenden nutzbringenden Buchleins ft daher die Verbreitung allgemeinerer Kennmis und die gropere Beiütjimg der eßbaren Pilze als vorzügliches Nahrungsmittel. Sä naturgetreuen farbigen Abbildungen charakterisieren aufs beste ie verschiedenen Kennzeichen der eßbaren und schädlichen Pilze, o daß der Gennß der mit Hilfe dieses Bnches gesammelten ichmack- 'o ien Früchte des Waldes ein gefahrloser und ungetrübter sein Md. Ter aus berufenster Feder stammende Text gibt eine ganz ‘i unaue Beschreibung der einzeliien Arien, die große Aiizahl von : Hejeptcn für leckere Pilzgerichte, ein ausführlicher Lammelkalender in.) der erstauiilich billige Preis sind Vorzüge, die dieses ^aschen» :u h zum begehrenswertesten Pilzbuch stempeln. alirei irh Nächte gelingen wird, einen Krieg wegen Kretas zu verändern, das werden wohl erst die nächsten Tage zeigen. Ein großer Arb eiter/treik ist in Schweden ins Werk gesetzt worden; der Plan eines Generalstreiks scheint indessen scheitern zu wollen, weil nicht alle Arbeitergruppen sich der Streikbewegung angeschlossen haben. An einen positiven Erfolg dieser Streikbewegung ist infolgedessen nicht zu denken; es werden hier wieder einmal nutzlos Millionen vergeudet. In Dänemark stellen sich derweilen der Neubildung des Kabinetts große Schwierigkeiten entgegen. Es will sich nicht leicht ein Mann finden, der den Mut hätte, einen Xusweg aus den gegenwärtigen innerpolitischen Schmie- .igfeiten zu finden. Sehr ernst erscheint wieder einmal die Sage in Lersien. Der zum Schah auSgerufene Sohn des abgelebten Schahs weiß, da er noch ein Kind ist, die hohe Bedeutung seiner Würde natürlich nicht zu schätzen. Er bc- :immt sich wie ein Kind und verlangt unablässig nad* einen Eltern. Die heutigen Machthaber des Reiches tragen ich infolgedessen mit dem Gedanken, einen anderen Herrscher inzusetzen. Die allgemeine Unzufriedenheit nimmt nun im Lande wieder zu, und zu allem übrigen zeigen sich auch )ie Russen wieder sehr rührig. Noch weiß man nicht recht, was sie eigentlich im Schilde führen. A. politische Tagesschau. Cine klerikal konservative Behauptung. Bon dem Reichstagsabgeordneten Dr. Sentier geht dem „Hamburger Fremdenolatt" auf die Anfrage, ob es richtig sei, daß er dem Zentrum gegenüber die von dem Abg. Dr. Dröscher behauptete Erklärung abgegeben habe, er werde bei der Mstimmung über den konseroativ-kleri- alen Antrag die Kommission verlassen, folgende Mttei- ■’ung zu: „Ich habe eine solche Erklärung weder dem Zen- irunt, noch den Konservativen gegenüber abgegeben. Diese ganze Räubergeschichte ist wohl darauf zurückzusühren. daß ich, und zwar ohne jede Heimlichkeit, mit meinen politischen Freunden in der Budgetkommission in Erwägung darüber eingetreten bin, ob ichs verantworten wolle, wegen einzelnen Anträgen, die wir durchzusetzen wünscksten, gegenüber dem Unannehmbar der Regierung das ganze Gesetz zum Leitern zu bringen. Diese Erwägungen haben aber irgend eine praktische Folge nicht gehabt." Der 85jährige Hobrechl. Der Senior der nationalliberalen Parlamentarier — und auch wohl der Senior der nationalliberalen Partei — Exzellenz Lobrecht begeht am 14. August seinen 85. Geburtstag. Die Zeit ist an diesem kernhaften Sohne des deutschen Ostens schier spurlos vorübergegangen. Noch immer ist sein Gang aufrecht und kaum gebeugt; durchdringt seine nur in den Anfängen ein wenig belegte Stimme den größten Saal, ist sein Geist beweglich und sein Rat von einer scharfen zwingenden Klarheit. So lebt er — einer der wenigen uns noch gebliebenen Zeugen des letzten Heroen- alters — unter uns; voll von Erinnerungen an die große Zeit, die er mit hat heraufführen helfen und doch auch die Bedürfnisse dieser.vielfach kleinen und zwiespältigen Tage rege und gegenwartsfroh mit klugem Blick umfassend. Daß er uns so noch lange erhalten bleiben möge, ein Mahner zum Liberalismus und ein stolzes Vorbild schöpferischer nationaler StaatSgefinnung — ist der Wunsch, den wir an seinem 85. Geburtstag Arthur Hobrecht aus bewegtem Herzen berbringen. Kreta. Entgegen den früheren Positionen wurde die neue türkische Note bereits gestern mittag in Athen überreicht. Den Hauptgegenstand der Note bildet oas Verlangen, daß die angeblicy aus den Listen des griechischen Heeres gestrichenen Offiziere aus Kreta zurückgezogen werden. Die Note verlangt ferner die bündige Versicherung, daß die griechisä^en Kvnsule innerhalb der Grenzen des ottomanischen Reick)es sich künftig nicht mehr an der grvß- griechii'chen Propaganda beteiligen werden. Die Antwort der gnedüschen Regierung wird in kürzester Frist erwartet. Tie türkrsche Flotte ist in Karpathos, vierzig Meilen von Kreta eingetroffen. In einer Unterredung mit dem Minister oes Aeußeren erhob der griechische Gesandte Vorstellungen wegen des Boykotts ariechischer Schiffe. Er protestierte gegen eine Beleidigung des KünigS der HeNenen durck) die türkische Bevölkerung in Adalia, die daS in griechischen Laden auSaestellte Bild des Königs beschimpfte und zerriß. Der Minister des Aeußern sagte eine Unter- ,ud)ung in der Angelegenheit zu. In Saloniki sind denn aud) schon alle Maßnahmen getroffen, um einen Boykott gegen griechische Waren von heute ab in Kraft treten zu assen, obgleich ein Befehl des Ministeriums vorliegt, daß die Behörden den Boykott verhindern sollen. — Die Session der Kammer wurde bis zum 21. August verlängert. — Die Verhandlungen, die tn Ipek und Djawva, abgehalten wurden, nahmen erregt Stellung zur Kreta-Frage. Die beschlossene Resolution fordert die Regieruna auf, gegen Athen vorzuaehen, in welchem Falle Ipek und Tjakova bereit seren, 40 000 Mann bereit zu stellen. — Auf Befehl des Großwesirs wurde die MilitärbefreiungS- steuer für Nidstmuhammedaner aufgehoben. Ausland. Ministerwechsel in Holland. Der Minister der Kolonien Idenbura hat seine Entlassung genommen. An seiner Stelle wurde daö Mitglied der Zweiten Kammer De Waal Malesyt zum Kolonialminister ernannt England und Südafrika. Me das Reutersch«. Bureau erfährt, hat der Prin^von Wales nunmehr ,’)Ugefagt, Südafrika bei Eröffnung des südafrikanischen Bundesparlaments im Sommer 1910 zu besuchen. Voraussichtlich wird ihn die Prinzessin von Wales begleiten. — Ter in Kissingen weilende Louis Botha lehnte den von der englischen Regierung angebotenen Adelstitel ab. Stejin, Jameson, Hofmeyr und andere sollen die Ehrung ebenfalls ablehnen, die von anderen Kolonial-DelegrertSN angenommen wird. Die Kämpfe der Spanier. Das Kanonenboot „General Concha" beschoß eine mit 20 Riffkabylen besetzte Barke. Die Riffkabylen sprangen ins Wasser und retteten sich durch Schwimmen. Die Barke, die eine Ladung Pulver enthielt, fiel in die Hände der Spanier. Sämtliche Kriegs- sdstffe des spanischen Geschwaders haben den Befehl erhalten, nach Melilla abzugehen. 50. Allgemeiner Deutscher Genoffenschastrtag. S. u. H. Freiburg i. B., 12. August. In der fortgesetzten Tagung der auf Selbsthilfe beruhenden deutschen Erwerbs-- und Wirtschaftsgenossenschaften begründete vvu» nächst Verbandsrevisor Schumacher einen Antrag des Berbands- amvalts Crüger, der eine Reihe von Leitsätzen für die Errichtung und Organisation von Werkgenossenschasten aufstellt. Es wird darin verlangt, daß der Gründung einer Werkgenossenschast eine Wahrscheinlichkeitsberechnung vorarisgehe, um Einolicke in die voraussichtliche Rentabilität zu gewinnen und daß bei der Er- rid>timg ein technisch erfahrener Sachverständiger mitwirke. Nach längerer Debatte wurden die Leitsätze gebildet. Bibliothekar Lohr (Kar sruhe) sprach sodann über die Entwicklung der „Handwerker- geno senschaften in Baden" und knüpfte daran Schlußfolgerungen für das Gerwssensdiastswesen überhaupt. Die Beratungen über die Angelegenheiten der Baugenossenschaften wurden mit einer einen schwarzen Fleck mit einem kometartigen Schweif in südlicher Richtung über die Sonnenscheibe weg passieren gesehen habe. Der Kapitän ist der festen Ueberzeugung, einen Dnneten beobachtet zu haben. — In 50 Jahren das Vermögen öOOOmal vergrößert. In den letzten Tagen des vergangenen Monats feierte tn Newyork die Eauitable Live Assurance Society das Jubiläum ihres 50 jährigen Bestehens. Es ist interessant, die riesige Ausdehnung des Geschäftes zu verfolgen, welches am 26. Juli 1859 mit einem Stammkapital von nur 100 000 Dollar gegründet wurde, und ihr Vermögen in den 50 Jahren ihres Bestehens beinahe um das 5000 fache vermehrt hat. Die Gesellschaft zahlt seit iIrrem Bestehen täglich durchschnittlich 26 000 Dollar oder stündlich 4500 Dollar an ihre Versicherten. Die in dem letzten Jahre geleisteten Sterbegelder, Versicherungssummen, Renten und Dividenden beliefen sich auf 48 000 000 Dollar, d. h. aus täglich 130 000 Dollar. Seit der Organisation int Jahre 1859 sind an Prämien eingezogen 1089 789 415 Dollar und 656 772 602 Dollar an Versicherte ausgezahll worden. Die Bestände der Gesellschaft betrugen am 31. D^ember 1859 117 102 Dollar und stiegen dann aus 7 721077 Dollar int Fahre 1869, auf 35 454 092 Dollar im Jahre 1879, auf 95 042 923 Dollar im Jahre 1889, auf 258369299 Dollar im Jahre 1899, und betragen jetzt int Jahre 1909 472 339509 Dollar. Dieses Riesengeschäft wurde in einem Heinen Hinterzimmer der Broadway in Newyork begonnen, aber bereits im Dezember des Gründungsjahres wurde ein neues Gesdiäftslokal ebenfalls am Broadway mit vier schönen Vorderzinrntern bezogen, für die bereits eine Jahresmiete von 2500 Dollar gezahlt wurde. Int August des Jalires 1860 wurde der erste Gehilfe angestellt, der bis zu seinem Tode im Jahre 1903 in der Gesellschaft tätig war. Int Jahre 1868 begann der Bau des Equitable-Gebäudes an der Südostecke des Broadway und der Cedarstraße, das mit seinen 6 Stockwerken das erste himmelanstürmende Gebäude New- yorks war, und lange Zeit als besondere Sehenswürdigkeit in der ganzen Welt galt. Nach und nach wurde das Gebäude erroeüert, und heute nimmt es ein mächtiges Straßengeviert zwischen dem Broaway, der Nassau-, der Pine- und der Cedarstraße ein. — Die Propyläen-Ausgabe von Goethes sämtlichen Werken in tnerig Bänden, die der durch vortreffliche Ausstattung seiner Bücher geschätzte Verlag Georg Müller in München ankündigt, wird bei allen Goetheverehrern und Freunden eines gut hergestellten Buches den gebührenden Beifall finden. Die Propyläen-Ausgabe wird unserem höcküten geistigen Gude einen würdigen Schrein geben. Die Ausgabe, die auch einen großen Teil der Briese und Tagebücher enthalten wird, süßt auf den Texten der Weimarer Älusgabe und folgt in der Anordnung dem Plane von Hirzels ,^Jungem Goethe", d. h. sie bringt Goethes Werke in der Reihenfolge ihres Entstehens, ohne dabei in pedatv- tifd)C Zerstückelung des innerlich Zusammengehörigen zu verfallen. Von allen Bemerkungen und sonstigem krüischen Apparat ist in der Propyläen-Ausgabe, die dem lebendigen Genüsse bestimmt ist, abgesehen. Ten Druck auf eigens hergestelltem reinem Haderw- papier mit Goethes Unterfdyrift als Wasserzeichen besorgt in Ungerfraktur die Druckerei W. Trugulin in Leipzig. Zu Weihnachten 1909 werden vier Bände vorliegen. Im Anschluß an die Propyläen-Ausgabe werden in gleicher Ausstattung und gleichem Format drei Ergänzungsbände veröffentlicht werden. — Lustige Sentenzen. Don Theodor Etzel ist im Verlag von Georg Müller, München und Leipzig, unter dem Titel „Von Löwen und Lausbuben‘ ein neues Büchlein erschienen, dem wir die folgenden lustigen Sentenzen entnehmen: ,C lieb, so lang du lieben kannst!' sagte der Floh — und fpraufl auf die Giraffe. „Wenn ihr's nicht fühlt, ihr werdet's nicht erjagen," sagte das Läuschen — und entschlüpfte den suchenden Fingern. „Er ist bester als fein Ruf!' meinte der Löwe und leckte sich die Schnauze — er hatte soeben einen Esel verzehrt. „Wohltätig ist des Feuers Macht,' sagte der Besitzer einer Feuerversicherungspolice — und zündete sein Haus an. ,Wo man singt, da laß dich ruhig nieder," sagte das Luftschiff — da fauste es auf das Dach der Tonhalle herab. „Noch keinen sah ich fröhlich enbert/ sagte der Scharfrichter . . . Hnfprodr drS Landrat- Berihoü:: Humnübd, Harrn en: triritrt Ihnen tag »tn Antrag des Verb-: iMaflMft* 48 ofcen»r. di tauUir „To; im Jahre 1910 tn Straft treten»' Reicht - Je# über den Srdtdxnxn r - rtroq owcht eine ScnKtxruni • irn Miet Saus läkle m Tcv^lAanb ihd) Tie Bnuge>wften»chaft n sehen tnrt Innererk der hniüfrrwt.: einer folgen VeriichernnA durch tnr beuliehen flerftdxTuniKKidiidvifini entgegen." In bei kbt lebhaften Tebattc gab V-. fR'peuchte,' fr Ern tonleret Antrag t** Vrrd^nvsanmatt* beZoq l'td> auf bi.* Huramninfepung ber Herrn Organe Danach rmrb den Bau genoiknf und Vorstandsmitglieder in Qfemu f beit ber au kg teilten f». tcn .• jnurt durckau führen und die Tat,,? u von Varitand und Aussichtsrat durch Den (hieb »an tHd Wfi.c.rr« • ur :-r »u regeln. In-brionderr fall deachte: werden, mr ine Verwgltungstätiqßrit de- Svrstände- von der Äcnilronidtigrnt de- Anssichtsrat* streng getrrrnt blerben Muß Auch hierüber referierte Stdand-reDiior Scheidt Hannover, der Em^elvsrschläqe betüghd) der innen, Bermalrungstötigkrit machte Tie Versammlung erklärte )rti) bnt feinen Au-iührungen ein- »er standen. Freiburg i. V, 13. August Die Schsustversanrmlling für b< gemein'amen Angelegenheiten beriet »uno l st einen Antrag bei Berdande- der Erwerbs und SirtfdxihDomen- und strnr- fassenwrien der QkiJwitrtxrf bt der lSenofsrn'chaften keinen An loB gibt Tirektor ‘Beter fKarlsruhe' erörterte bie Bestrebungen, dos Crienopen)dMiitüiseien unter staatliche Aufsicht tu stellen so faihe btt Reichstag in diesem Jahre einen Antrag auf ein Reichs aufsiLtSamt angenommen Das fei eine Schädigung Nffltoirt schafAicher Interessen Der Antrag wurde mit folgendem Zusatz angenommen: ,.Es würde dem öffentlichen Interesse zuwiderlauien, den Spar- und Devosstwi lassen der Kreditgenossenschaften eine Beschränkung aufiuerftaen." Nach Annahme eines weiteren An trage-?, der Ohrunbfdgr him'ichtlich der bdantmdtjiaen Behandluni rückständiger Einuidlungen auf Gesd.äft-ant. il ausstellt, nmrt*" Wahlen vvrgenoinnicn und die Jahre-, chmmg erledigt. Der nächste Berbandstag soll in Bad Nauheim abgehalten werden Die B wsfem'chaften nahmen zunächst einen Bericht über das Ergebnis brr Erhebungen txtr leerstehende Wohnungen in den Ochwssensdurstshäusern entgegen. Die Antworten ergaben. Daf, in dieser Frage feiten- der Genossenschaften feine Beni ich tun gen obzuwaltrn brauchen. — In der Sitzung der Konsum t>rreine behandelte man zunächst die geschäftliche flrrage der Liaui di tat, zu deren Förderung verlangt wurde, daß ieber Kvnsum- verein bestrebt sein müsse, sich von fremdem Bettiedskapital frei hi mad-en Ter Verband r dein ftch-westfälc scher Konsumverrine hatte tn einem Anträge darauf aufmerksam gemacht, dop einzelne Uimsumgenossensdiosten sich planmästig über ihre natürlichen wirt :-*rn hinaus miAbrbncn und dadurch an iid lebens fähige finrrert timu'lncnoncnidxiitm au lung nahm etnni Antrag an, woitach in einem solchen Vorgehen ein Verstoß gegen das innere Wesen der Geiwssenschait, ins besondere g^um den wichtigsten genofienschastlich'N Grundgedmisen, die sdbftdnbmteit der Einzig-nusieiischaft ervlickt wird Ter ndsamvolt Pros. Tr Eruger zog btr Ira,re der Bezirk, konsunwerernr rn die Debatte, die für den Verband überhaupt nicht di-kutabri sei Die Kreditgenossenschaften beschäftigten sich zmiud'st mit der Diskontierung von Buchforderungen Tieselbe nnrb nur unter der Voraussetzung empfohlen, daß die Ärebit- genossem'chasten die zu ihrer Sicherheit gegenüber dem Buch gläubiger wie QegatiHjer dem Bua>schuldner erforderlichen Mas-, regelii vorgririx-n Haden. Zu dem .'Intrage des Verbände- der Berliner Kreditvereme: „Ter allgemeine GenossenschaftStag spricht sich gegen die Gründung besonderer Sbau^briiftcrfrebttgciwni:i fdurftai aus" referierte Bankdirektor Stübcn l Berlin Ter An trug wurde enisriimnig angenommen, br^ikidicn folgender An trog des Verband-amvaltS' „Ter GmosienschoftStaq empfiehlt beniomru Krrdihienossensdiaften, deren Wirkungskreis fid) ans mehrere iHniranben cc streckt, den OksdZaftsverkchr ber auswärtigen Kunden mit der Okiuiiimirfidft tunlichst zu ibrbem und zu erleichtern und mi diesem ^ftveri Vertraucnsniänner efnzusetzen, deren Aufgabe es ist, »hintrn und Genossenschaft bei de. Aowickelung des Geschästcvelkehi- zu unter stützen, ferner ist auf die Er rid'hmii von eben sielten Bedacht zu nehmen, fofern nach den örfhdm Berhälmissen rin Bedürfnis dazu vorhanden ist uno geeignet,' 'Herinnen für die Berwaltuna geninden iverden fvimen." In brr anfrtfirfrnben Ausspralhr erfhirten verschiedene Redner, hab fte mit bivini ihnridituuncn gute E.solge erzielt hätten. Damit war btr Tagesordnung des diesi.lhriaen GenosirufchaflS tage- ersdwpft und der Vorsitzende schloß bte Verhandlungen mit den übtidxii TonkeSwortrn ---.... ...... ■. ..... .. . 2lu* Stadt nn- EanS. Diesten, 14. August 1909. • • Tageßkalenber: Kolosseum: Täglich Dorstellung- K l ne m atographen - Theater: Täglich Vorstellung. • — Prinz Lite! Friedrich von Preußen ist gestern abend 9 Uhr 56 Mm. vom hiesigen Bahnhof nach Berlin abgereist. * * Erledigt ist eine mit einem evana. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Altenschlirf. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden Ihrem Inhaber kann eine Ortszulage bewilligt werden • • Der erhöhte Kaffee- und Tee-oll ist mit dem 1 d. Mts. in Wirtsamleit getreten Bon besonderem Interesse ist hierbei, soweit Lieferungen an Behörden usw mif Grand bereit- früher abgeschlossener Submissionsoer- träge ftnttfinben, P-irnpcaph 4 des belr Gesetzes. In diesem Titriotisches rongernalde von Herold 4. Hess - Dannstüdter fein mir! Iubelfestmarsch zur Jubelfeier des 2. Bat komponiert. ** spiritistischer Vortrag Dir deutsche Sri: - kualisteiilund veranstaltet am Dienstag, 1« Huguit al'endS S' 3 Uhr, im h o l o f f e u m einen n iffenfchaft':».>en Lichtbilden ortrag über da . .' -na.: , < s a > lt ein ?r leben nachdem Tod e' 50 Lichtbtldei l.''stogr p. i n sollen zur Ergänzung des Vortrages gezeigt werden Nach den vorliegenden Rezenswnen haben oiric Sorträac bisher überall den größten Beifall gesunden, sodaß iedensalls auch die hiesige Veranstaltung ein vollbesetztes Haus erzielen wird x habere» f Inserat ) — Scheu geworbene Pferde. Gestern abenb hielt ein herrschaftlicher Wagen aut Lutz am Botel Lenz. Plötzlich scheuten bie Pferde und rannten in raschester Gangart die Bahnhofstraße herunter, wo» angesichts bet gegenwärtig dort ,m Gange befindlichen 6tragenbabnarbettm leicht zu einem Unglück batte führen können. Ein junger Mann hatte bie Entschlossenheit, bie Zügel zu ergreifen und die Pferde an d r alten Klinik zum Stehen zu bringen, wodurch ein Unheil vermieden wurde. - Großen-Linden, 13. Aug Man schreibt uns: Es dürste wohl jedem bekannt fein, dag noch m vielen Crttn Lderhessens bie Gemeinde-Backöfen, bie nach alter Sitte jedem ^rtsbürgcr abwechselnd kostenlos zur Verfügung stehen, im Gebrauch sind. Auch die hiesiae Gemeinde wollte sich von dieser alten Sitte nicht gern lossagen, und so baute man vor ungefähr 7 Jahren, als die Vorstadt entstand, daselbst ein neues Backhaus mit Cfeit Ter Ofen besteht aus Eisen und ist mit einem Manometer versehen, in dem das Brot auf süddeutsche Art gebacken werden sollte. Melwerc Einwohner probierten auch das Backen, aber keinem wollte es aecaien. und so steht der Cf en schon 7 Jahre, mit Rost bedeckt, ohne benutzt ;u werden Man kann doch unmöglich verlangen, baß jeder einen Kur- al- Heizer durch- (ernt, um sich mit Manometer abfinben zu können Cder sollte der Ofen überhaupt nicht benutzt werden, und nur als Erinnerung an alte hessische Sitten errichtet fein? Tann hätte man ihn doch gleich in ein Heimatmuseum bauen können. Denn also den Bewohnern des neuen Stadtteils dasselbe Recht werden soll wie denen der Mtstadt, muß unbedingt eine Aenderuna getroffen werden r. stredendorf ^Är. Alsfeld, 13. Aug Ein großer ^'eichenzug beivegte sich gestern durch unser stilles Dorf. „San gab dem Landnnrt und Be geordneten August Schmidt das letzte üteleüe Ter Verstorbene erfreute sich besonders in laudwirtsckjaf: licken Kreisen großer Beliebtheit. Landtagsabg Kor eil widmete dem Verstorbenen einen ehrenden Nachruf und legte einen Kran; am Grabe nieder. fc. $P?örfeJben, 13. Aug Tie 23jährige Eleonore Jacob erlitt tn Mörfelden, als sie heute früh den nach Frankfurt fahrenden Zug besteigen wollte, einen Herzschlag und war fo^ort tot. Sie hatte sich etwas verspätet und »rar in schnellem Dempo nad> der Bahn geeilt. Ilir Biter bat vor einigen Jahren auf dieselbe Weise, in demselben Zug, sein Leben eingebüßt. Deickar t-Hain, 13c Äug Der Alt bürgermeister Heinrich Becke r IT, Jahre alt, und feine im S »etzt 140 LriSbürger für den Bezug von elektriichec Kraft bereit erklärt. Auch eine große Anzahl von Handwerkern wird in Zukunft für ihre Motore diese Kraft benutzen. — Eine starke Bewegung hat hier wie tn der Umgegend gegen die Bier- Verteuerung eingesetzt imb der Bierverbrauch ist bedeutend zurückgegangen. In einem Restaurant haben sich die dort verkehrenden zahlreichen Stanimgäste v i. lichtet, tm Monat August keinen Tropfen Bier zu trinken, wenn- auch noch so schwer fallen mag. Ihrer Enlrüftuna werden die Biertrinker nächsten Sonntag in einer großen öffentlichen Protest- Versammlung unter freiem Himmel AuSdrnck geben, wobei von einer hiesigen Brauerei */ie GlaS Bier zu 10 Pfg. iDie seither, verzapft werden wird. = B a d - a u h e l m, 18. Aug. Biß gestern sind 2 5 2 7 8 fturgäfte angekommen, wovon an genanntem Tage noch 6420 anwesend waren. Bäder wurden biS zum 12. August 3u6 574 abgegeben. O 2l u s der ©et t e rau, 13c Aug. Tie mit den Gewittern verbundenen St ü r m e der letzten Tage haben einen weit größeren Scliaden angenchtet, als man ursprunglut) glaubte In manchen Gemarkungen sind die ®ctreibeicltkrr stark beschädigt R-B la cm habt, 13. August. Heute nacht 2 Uhr verunglückten zwei in Dieburg wohnhafte verheiratet, Arbeiter der «ewerkschaft Messel durch Explosion einer BetriebSfeuerung. Der Ardener Meier trug schwere Verletzungen am Kopfe, nebst LähmungSerscheiniing davon, der Arbeiter Kuhn zog sich Brandwunden im Gesicht zu fc. AuS Starkenburg, 12. Aug. Tie geplante Nebenbahn Goddelau — ®uftaoObura, wegen deren ^hmchtiing im Fri hj^dr ds. IS. eine Anzahl Rieb-Geme,nden ihre Wün'che dem preußischen Minister Breidenbach bei dessen .'lnwesenheit in Mainz oortragen ließen, wird, da sie kaum l/i Prozent abwerien würde, vorläuftg nicht gebaut werden. TaS heisnche Ministerium, da« da« letzte Wari in bulfr Angelegenheit zu sagen hat. steht dieser Bahn wenig geneigt gegenüber. Bi na en, 12 Aua Ein tragikomischer Vorfall wird n d Dresv IgbL hier zurzeit viel belacht ^stoischen der ultramontanen „Mittelrh. Volks-Zeitung" und der liberalen „Rhein- und Rahe-Iettung" schwebt ein des tifler Icitungskrieg. weil das letztere Blatt ..ge u^agf hatte, ein Eingesandt aufzunehmen, welches der Ver- n'underung darüber AuSdmck aab, daß das Priesterheim aus dem Rocl u berg eine VirtjchaftSkonz>essi0n erworben, also Wirtschaft aus zwtreiligtem Boden treibe In Bingen gibt es nun nichts Besseres, um jemand einen Strick zu drehen, als daß man ihm ,ckkttholikenferndlichkett" vor trieft, und öa* geschah benn in der Vrcßfedde gegenüber der ,.RH. und R .Ug " in aller Form, trotzdem nicht der G.aubc. sondern bit Sertschaftskontzesfion angegriffen war Senn es nach den Artikeln der ..iS V irg gf't träne kein katholischer M^nn mehr die Nb onb ’S ■ halten dürfen ' ,;r die Donnerstagsiummer war der „Mittelrheiin chen' das P rpier ausgegangen, ^fr schaftlich" wandte sie sich an die „karboUlenftindttche und R -Ztg." um Auobrlze, die auch trotz alle«» einem Ballen Heitungspaoier gewährt wurde, und - ihrem eigenen faj'ier bekommt am selben Tag bie und 9k -Zta " die Meinung gesagt, daß es mir »o 'eine hat Gewiß etn seltener Fall tm Zeitungswesen — Aünchholtzhausen, 13. August. Hier tft er, Turnverein gegründet worden, besten Mit^lieder^t 35 beträgt Am »sonntag, 15. August, findet die er^n tzaup». Versammlung statt fj Marburg, 13 Aug Bei Herzhausen an ' Bahn Marburg-Liarburg wurde das ;tpei|äbrige jti n b Weichenstellers Iarges von einem Zuge erfaßt und tötet - Au- er ,3abrt zur Klinik starb der .' ähr 2obn eines Ho .'esitzers zu Zittnchshaufen, der von a?a»t« n>tc Matthias Dozzo wurde während seiner Lätiakeit an den Hack'schen Jleubau von einem abstürzenden Ba.ken auf dm Kopf getroffen, wodurch er emen ^chädelbruch erlitt. Ir^ ^andkrankenhause. wohin man ihn verbracht hatte, versch,»- er an den Folgen der schiveren Verletzung. Gießener Strafkammer. M ließen, 13. Augich. Sirriteide Weißh«»der. Bei den Wenibinderarbeiten m den, Scknilkaufe zir K irier gerieten die Weiydinderme ster ®g. Si. und R. Sch. m emen «*. rvertiifl, ivest ber eine glaubte, er toüilx van, ander,, bei der Ardm gestört. »J tötend ber nsemmiber'eyung faßte Sch. den cl q» i thn dei-eiie. .\ folgte eine Schöffengericht-verhanblung. die mit tiieiiprednnia a*> ama, da man einem neunjährigen Jungen die Giandn-ürc^» iiblpiort), und einem älteren -Mellen, weil er trotz voraerückG Alters sich noch auf der Wanderschaft befindet, ei tn-all* fe*B islauben schenkte. Ta* Schöfsengerichk führte weiter an», roei ■ M Beschuldigung auch imdxteioiekn wäre, sei in dem { erhalten M Jnaeflaqien feine Beleidigung zu finden, da dem Angeklaatea ■ Beivußifem ge'ehlt habe, baß durch lein Verhalten bte ,e ■ andern verletzt werden könne: eine Mmbandinnq l e -r auch ■ darin, da von einer Störung de* forverl'chen ■ftfablbeünftne ■ die Siebe ist. In ber Aenßerung, her Vlnqeflaate n oil* leE uieflner mit ber ’.Mrt den Schi Sei einschlagen, liegt eine aber keine Beleidigung, und lieqe nicht zur < nischeibuu, es (b- richt* in dielen, Berohren, zu «al diele Aenßerung in SW Eiösinung bc chluß entoalten ist. Ter Kläger locht da* Urteil ■ und sorgte bahit, baß das Beruhina*qeiichi den wandernden tn* feilen als Zeuge hören konnte. Tiefe* erhielt einen ganz an Nrn Eindruck von ihm al* da* SchöSei'gericht: der Meseile wurde Mt glaubwülbig erachtet, aber auch ohne die* wäre die titraifa zur An'helnmq be* Urteil* gelangt, ba in dem Anläßen er Vuunucren eine Mißachtung zum Au*druck kommt. Ter geklagte wurde, unter Belastung nut sämtlichen Kosten, zu ri* wurde, e* let nicht angängig, daß man einen i sei eklen, de, M ba und bald don arbeitet, ul« einen Vagabund bezeichnet und r< be*halb fernen Ulauben schrickt. Qiae Begalellr. Tem Standesbeamten Job. ttftlb. Sch von Crle*banh • legt bie Dinklage Vergehen gegen ba* Perionenstandsgefetz zur V< irr ist len V7 Jahren Standesbeamter und hat trotzdem seine )> fituflion noch nicht ganz dur sich bet der amt*gerich»tichen tzo viston ergab. Da nur em Versehen oorliegt, kam der .stugeklaB * mit einer u^elbfttale von 5 Mk durch. (Beöcnftder der Schlacht im Teutoburger Walde, i 6 u D Detmold, 14. August 1909 Unter Teilnahme weiter patriotisch denkender Volkekreifr « dem ganzen Deutschen Aride beginnt beute hier und im .e»N l barten L1 toi rieben L'anbe mit einer feierlichen allummatiMI« einem Rietenkommer* un Freien die AeunzehnbundertlahrBl der Schlacht im Teutoburger Walde Tie gronen Wendepunkte in der Geschichte des Teut'chen Vsü> sind markiert durch Aattonalheroen, an deren Romen c : 'IdW lieferuna unb Forfchung anknüpsen Als erster in der Reibe st! großen Deutschen begegnet uns, von den Gestalten ber Sage ibr* leben, bie Perlon Hermanns be* Befreier*, de. Sohne» bei rueker fürst en Sighner. der in den regnthrmcit Leptembertasi des Padres 9 n Ed im Alter von erst 26 Jahren. b#m i-*W unbeitf tuar erscheinenden Römer Heere eine enticbeiDenbe Richte läge im 7r.it er Walde derbrachte unb dadurch bu Azt lan* an die Weltherrschaft be* imoenum romanum. wenigsten* echt en Ufer be* Rdern* Kein Wunder, baß selbst in den 7 des geTvaltigen Augustu* eine solche Tat 5Freden in bet P tmW bekannten k-eit dervorries lac,tu*, ber Nattuch- vMdidiW fdtrabet intet Tage, beschäftigt sich bade: ,n seinen Lerke» nchl aU mit anderen Volkern mtl bnt miistrebenden C*e%it ane» W verdanken mir, in seiner Germania eine bet aller Sachl« *. 'n! » 'n, gleicher Serie kerne andere Rai ton ihr eigen nennt Kern 7.^* ferner, baß bie Tal Hermann* leit alter* her al* die erste n-ittwi Tat bet Teutichen m Wort unb Lied g^<:ü strdt. daß et al* IstngltW> :umii(br Iteniee trat und in Italien da* r«nn,-che H--tWN > genau kirnen lernte. Bei seiner Aückssrbr tn die Heimat n^i* er irtwoet die Unterdrückung ber deutichrn -tanrrne -jiw übermütigen römrichen Legalen Acmali brr richte tn '.'-»tinLUsS an KariersstnU der C'dk*da>-r be* unteren »secmamM C-umtdtu* dato, rin ft r .r.-Lv-rr Mann, aber rrffllf ori HE :r..*rn be* 4ü-r-.-mdx* unb von liefet BerachwO erfüllt von ben haibrnilden 6arbareuitunrrnnr. benm er ibi. •* ' • dring« wollte, ^ach Ktt :ct Kvnau.^tudor« der V* naisiancr-eil übrrtnu er ohne weiter"* cöa rundet kein vcrsicheru ngspflichtiges Arbeits- Paris, 14. Wo. Barcelona sind 25 Ges entdeckten frachtete Staatskommissar Deutsche Einheit meine Stärke, Meine Stärke Deutschlands Macht? Auf der Festung Montjuich bei angenc standrechtlich er* Ostafrika Sansibar für pest Auf einem mitein em© begann gestern früh 7 Uhr der billigt werden. Nach der feststehenden Sachlage habe der Kläger toeber in wirtschaftlicher noch in sozialer Hinsicht in Abhängigkeit von dem Beklagten gestanden. Die Hilfeleistung stelle sich hiernach nicht als eine Tätigken dar, die der Kläger gleich einem Arbeiter mit dem Willen der Unterordnung unter den Willen des Beklagten ausgeführt habe. schoß sich Nachbarn i r e i erklärt worden. c ft c I versehenen Brett Oberst William West la le dorr Das Festprogramm der Feier dehnt sich auf sieben Tage ans. Der morgige Sonntag bringt als Hauptveranstaltung den iwfjcn Germanenzug, der sich von mittags an durch die Straßen ,crvorragender Führer ist, wie denn überhaupt neuerdings ast Führern durch Gießen und Um gegeilt) kein Mangel ist. Auch ein eivrs. *) Eine Störung des konfessionellen Friedens hat der Schreiber des ftaglick>en Eingesandts wohl kannv beabsichtigt. Die Betonung des kath. Charakters des Woerlschrn Verlages geschah ossenbar nur, um die Entstehung des Zuschusses der Stadt Mainz an den Verlag zu begründen. Red. ü. Gieß. Anz. morden. Die an Bord bennonaje #rau des Kapitäns roonu auf dem lecken Schiff nicht mehr bleiben und ließ sich trotz der Warnung ihres Mannes in einer Jolle nach dem Feuerschiff Gedsar übersetzen. Tie Jolle kenterte jedoch unter megs und die Fran ertrank. Bei dem Versuche, sie zu retten, geriet der Kapitän mit seinem Fahrzeug auf Grund Bergungsdampfer sind zur Hilfeleistung abgegangen. Im Münchener .Hauptpostamte erschoß sich cm Postanweisungsfälscher, der bei der Vorzeigung einer gefälschten Anweisung von Postbeamten verhaftet wer Meteorotogische Beobachtungen der Station Gießen. ———-— Thüringisches — ■ ■■ r Elektro-und Maschinen- Techmkum J menau Werkmeister. Prospekt «mer. ej'Me iiiÄinJ 0 Ul einen’-1 om andern bei bet 2 I 1 fiy N. den c. I roi? gesehen haben, ; I ' uickle und dabei äniW ch. von OrlesheniW rsonenslandsgesetz v'VÄ ,nb hat trotzdem lmiW sen, wie er sich eben Gesetzbuches b-W riitfgelegf hoben, n vor der (flicidihire m August vorigen eine EheschliemiiM :aqe vor der WT der amlsgerichiliTk» uliegt; kam der W-] / ■ \ Gegen das Altern Dr. Hoinmel’s Haematogen WAENUNG! Man verlange ausdrücklich den || Namen Dr. Homme). ermüdet vom Marsche, niedergedrückt durch den strömenden Regen uni) unkundig des Weges in der, wie Tacitus sie nennt, Sitba 2euwburgstnsis befanden, brach er ante dem Hinterhalt hervor. dreitägiger Schlackst sanken die römischen Adler und wer nicht bem Säkwerte verfiel oder an den Opferaltären verblMete, der diente sein Leben lang als Sklave dem ehemaligen Knechte. Aarus selbst stürzte sich in sein Schwert, um die Schmach der "Gefangennahme nicht zu erleben. Das Römische Reich machte verschiedene Versuche, die alte Herrschaft wieder aufzurichten, so Mer Germaniens, dem Sohne des Druftis: sie mißglückten aber otz einiger Erfolge. Unter anderem gelang es diesem, Thusnelda, -,e Gemahlin Hermanns gefangen zu nehmen und angeblich in ’ntem Triumphzuge in Rom aufzuführen: aber die endgültige Herrschaft der Römer diesseits des Rheins war gebrochen und -ermann in Wahrheit der Befteier Germaniens geworden. Tiensve dem Betriebe des Beklagten M widmen, nicht begründe nxrben können, denn es sei lediglich von dem freien bei? Klägers abltzingig gewesen, ob er bereit war, dem Beklagten eine Gefälligkeit zu erweisen. In Frage könne nur kommen, frb nicht der Kläger dadurch in den Betrieb des Beklagten tvqfen Arbeiter eingetreten fei, daß er zur Zeit des unsait^ latsächlich eine Arbeitsleistung verrichtet habe, »crt Jfecm Y das Oberlandesgericht im Anschluß an die Rechtiprechung e Erichsgerichts, mit der die Rechtsprechung des Oberverwaltung-^ gcricksts und des Reichsversicherungsamts überein inmme, daran, Lfert gefegt, ob der Kläger bei der Hilfeleistung in eine persönliche Abhängigkeit zu dem Beklagten getreten fei. An hiefem Erfordernis der Abhängigkeit habe es indes im oorliegenivn Fckle nach der tätlichen Beurteilung des Berufungsgerichts g - schlt, und diese Auffassung könne aus Rechtsgründen nicht mißte , toe« Ltl «so R*Ä;| Ä1« $UloT.| W«t «; f i*” SB-ltin Bl', I etlüt. : \ jung. xustschüfahtt. (Stuttgart, 13. Aug. Die Blättermeldung, daß Graf Zepp elin heute nach Schloß Girsberg gereift ist, trifft nicht zu. Der Graf muß noch 8 Tage im Krankenhause l)leiben und wird auch die Fahrt nach Berlin nicht von Irtfang an mitmachen, sondern die Führung des Z. III nach Berlin auf einer Zwischenstation übernehmen. Frankfurt a. M., 13. Aug. Major von Parse- i' a l hat den Unfall seines Ballons nicht selbst mit angesehen, fer war schon am Mittwoch abgereist und empfing die Nachricht auf telegraphischem Wege. Die Gestenge der Takelung wurden in eine Reparatur-Werkstätte geschafft. Sic sind teilweise beschädigt, die Rohre sind geknickt oder verlogen. Tie Reparatur wird in Frankfurt ausgeführt. Die Ballonhülle dagegen soll per Bahn nach Augsburg transportiert werden. Die Reparaturen werden mrndestens zehn Ostge in Anspruch nehmen. Der Schaden einschließlich der Beschädigungen an den Häusern in der Franken-Allee ist nicht unbedeutend. ____________________________________ Rcichsgerichtsbricf. Drucksachen aller Art Ausstattung stilrein u.preiswert ■ die Brühl'sche Univ.-Druckerei Vermischte». * Der Kaiser wird als Ausstellcr auf der großen Ton-, Zement- und Kalk-Jnduslrte-Ausstellung, die im nächsten Jahre auf dem Gelände bei Banrnfchulenweg errichtet wird, figurieren. Ein besonderer Ausstellungspavtllon der Rabiner Werke ist im Ausstellungsplan vorgesehen. Tie von dem Architekten Han von der Firma Hart u. Lesscr m Berlin herrührenden Pläne haben die Genehmigung des Kaisers erfahren. Auch die Kaiserin hat stch kürzlich über dieses Projekt Vortrag halten imb sich bei bteser Gelegenheit auch eine Auswahl der für die Ausstellung zusammcn- gefleUten Gegenstände der Rabiner Werke vorführen lassen. • Radin m aus Joni um. Tie Wiener Akademie der Wissenschafleti hat seinerzeit dem englischen Forscher Rutherford von dem in ihrem Besitz befindlichen Radiumschatz einen Bruchteil zu weiteren Studien überlaßen. Tiefer Forscher hat jetzt eine bedenkende Entdeckung gemacht. Nach seinem kurzen vorläufigen Bericlit hat er den Nachweis erbracht, daß das Radium nicht, ivie bisher allgemein angenommen wurde, aus Uranhim entstehe, sondern aus Jonium, das allo gewissermaßen als Mutlersubstanz zu gelten hak, und aus dem sich das Radliim entwickelt. In dem physikalischen Institut der Wiener Universikät ist e§ fetzt auch den Profeßaren St. Mayer und o. Schweidler gelungen, bas Jonium als felbft- ftänbige Substanz abzusonbern aus ben Rückstänben, die bei der Gewinnung des Radiums ausscheiben. * Moberne Maler in Italien. Im »Eorriere desto Sera" berichtete jüngst der bekannte Kunstkritiker Cfetti über die heutigen Maler in Italien und über ihr Können. Tas heißt, man müßte eigentlich besser sagen, ihr Nichtkönnen, denn Cfetti läßt auch fein gutes Haar an ihnen. Mag die Kritik auch etivas übertrieben sein, so wird sie doch viel Wahres enthalten, wie ja schon der Name des Autors verbürgt. Das Aenßere der heutigen Maler Italiens ist interessant. Sehr interessant sogar! Noch immer tragen sie lange Haare, sorgen für bleiches Antlitz und für künstlerische Kleidung. Nun zii ben Leistungen. Kategorie A: Porträtisten: Sie finb durch die Bank ovtimistisch veranlagt ihre Bilder gefallen ihnen und denjenigen, die sie darstesten. Sie sind Aerzte des Exterieurs. Es kommt ihnen keinesweg darauf an, eine unförmige Taille in eine elienschlanke, einen derben Gesichtsvorsprung in em schlankes, femflugeliges Naschen zu verwandeln. Mit der Wahrheit nehmen sie es nicht genau. Hauptsache ist, daß es gefallt. Eingebildet sind sie nicht sonderlich. Sie wissen ^>loß, daß sie allem die wahren Genies, alle anderen aber wahre Stümper sind. Nun zu den Landschaftern. Tie sind überhaupt nicht zu kritisieren. Sie triefen noch von Sezession, aber einer übertriebenen, brutalen Realistik, die selbst die Wirklichkeit weit übertrifft. Interessanter ist Kategorie C, die Historienmaler. Ihr Vorbild sind die Alleii. Signor X. verkauft eine Madonna von Tizian, eine „Eecilia" von Guardi. Daß er sie selbst fabriziert hat, macht nichts weiter aus. Verletzungen. Der feit dem 1. August vermißte Bctugewerkschüler Gott- hold Krienitz aus Frankenberg ist am 13. August in den Rich ter sch luchten in der sächsischen Schweiz an einem meist unbegangenen Wege nach dem Zeughause als Skelett aus- gefunden worden. Erkannt wurde die Leiche an dem Nottz- buche unb an der Kleidung. Neben der Leiche lag em leeres Geldtäschchen; es fehlen Uhr und Wertsachen. Es besteht kaum ein Zweifel an einem Raubmord. Infolge Umschlagens eines Segelbootes auf der Weser zwischen Vegesack und Bremen ertranken fünf seiner Insassen: der Zigarrenfabrikant Segelken aus Vegesack, der Rentner Kampmeyer mit seinem achtjährigen Sohn und seiner achtjährigen Tochter und die Tochter des Kaprtans Wiegand aus Blumenthal. Ein schweres Brandungkück ereignete sich in der Wohnung des Hüttenarbeiters Blacha in B r es l a u. Während Blacha und sein ältester Sohn schliefen, machten die beiden 9 und 11 jährigen Söhne im Küchenherde Feuer an. Sie hatten Petroleum auf das Brennmaterial gegossen und beim Anzünden schlug dann eine mächtige Flamme aus dem Ofen, die die Kleider der beiden Knaben in Brand setzfe. Die brennenden iLnaben kamen der Wiege eines kleinen Kindes zu nahe und auch diese fing sofort Fcuer Das in der Wiege liegende Kind verbrannte vollständig. Dar 9 jährige zlnabe ist ebenfalls verbrannt, an dem Aufkommen des 11 jährigen Knaben wird gezweifelt. Auch der Vater und der älteste Sohn erlitten schwere Brandwunden. . In Annweiler hatte der 49 lährige Maschinist Florian Lehr sich an seiner 14jährigen Stieftochter vergangen. Als er verhaftet werden sollte, jagte er dem Mädchen eine Kugel durch ben Kopf, das auf der Stelle tot war. Dann durchtränkte er das ganze Haus mft Pettoleum und legte Feuer an. Dann legte er sich in einem Schuppen eine Schlinge um den Hals und ' ' ‘ ' zweimal in die Schläfe. Er war sofort tot. Als die das Haus 6rennen sahen und zur Rettung herbeieilten, sie die grausige Tat. Ter mit Pflastersteinen von Schweden nach Kiel be Segler Erin aus Ahlborg war auf See leck ge- Die an Bord befindliche Frau des Kapitäns wollte ist zwei Fuß breit und 18 Fuß lang. Wcstlakc hoffte Calais in zwölf Stunden zu erreichen, nach Verstreichen dieser Zeit war von dem Cfeliugen oder Mißlingen der kühnen Seefahrt noch nichts bet anal. In Pitts bürg sollten 50 Familien der streikenden Stahlarbeiter aus ihren Wohnungen exmittiert werden. Um dies zu verhikid-rn, rotteten sich etwa 7000 Streikende zusammen und es entspann sich zwisst-en ihnen und dem berbeigerufenen Militär eine förmliche Schlacht, bei der eine große Anzahl Personen ver'letzt wurden. Man befürchtet den Ausbruch weiterer Unruhen. __________________________________ Itoinft und Wifjenfcbajt» — Gegenüber der Bläilermelbung von einer Berufung des Geheimrats P r o i e s s o r T h o d e a l c. N a ch f o l g e r T f ch u b i S in Berlin veröffentlicht Geheimrat Professor THobe in ber .Neuen Babifchen Lanbeszeilung" eine Eiklärung, nach der chm von einer solchen Berufung nichts bekannt fei. Verhältnis. old, 14- W. ."Ij Der Kläger war bei seinem Schwiegersohn auf Besuch und denkender ctnen Unfall erlitten, als er diesen bei einer Fahrt zum heute »1CL2infltj0I: ■ Achnhos begleitete, um ihm beim Verladen von Kälbern zu helfen. ieryellhnhunDcr!|ii Er machte daraufhin zunächst Schadenersatzansprüche gegen die ww« J Fleischerei-Berufsgenossenschaft geltend, die aber ab- -eriefen wurden. Dahingegen erklärten Landgericht Jnster- | buTg und Öberlandesgericht Königsberg den gegen den | ^eischermrister L., seinen Schwiegersohn gerichteten Schadenersatzanspruch dem Grunde nach für gerechtfertigt. Beide Vordcr- i-lster nehmen an, daß der Kläger nach dem Gewerbeunfallver- üchermrgsgesetz nicht versicherungspftichtig gewesen sei, und daß ,hm deshalb Ansprüche nach dem B.G.B. gegen den Beklagten uftehen. (Im FaNe der Versicherungspflicht gemäß des Gewerbe- Tusallversicherungsgesetzes würden dem Kläger Ansprüche gegen )tn Beklagten nur zugestandeit haben, wenn durch sttaftichterliches Urteil festgestellt worben wäre, daß der in Anspruch Genommene fen Unfall vorsätzlich fier beigeführt habe.) Gleichgültig ist es tobei, ob der Gescliädigbe bei der Berussgenoisemchaft zur Ver- 'tiyenmg angemelbet worden war, oder nicht, maßgebend Mein ist dessen Versicherung s pflicht. Die Entsck>eidung des Oberlandesgerichts Königsberg hatte ixt Beklagte durch Revisionseinlegung beim Reichs- ?-richt angefochten. Ter VI. Zivilsenat des höchsten GerMs- h«fs kam zur Zurückweisung der Revilion. Aus den Entscheidungsgründen ist folgendes Mitzuteilen: Em Arbeitsverhältiiis des Klägers könne nickst daraus 6ergel * et das M B N frflB ' (yt#' ’V'- ------ Sluguft 1909 Barometer auf 0° reduziert 7 £ - Si o Xi Abfolute Feuchtigkeit «UZ -Z-F s- CO Windrichtung Windstärke Wetter 13. ' 2H 748,4 24,9 13,9 60 W 2 Bed. Himmel 13. 9’k 749,3 20.0 13,5 78 NNW 6 14. 7" 750,9 15,2 9,4 73 WNW 3 Beiv. Himmel Höchste 1 Temperatur am 13 .—14. Augti H 25,2°0. Niedrigste • , 13.-14. u = -1 - 12,2 0 C. 3 Zimmer ♦454 L ewratrr »rp.1.Cft. zu v v. Löb! naer. WetpeinhrJW 2 Zimmer zu vermieten. |$MS b-Zimmer-Wohnuna flubebör per 1 Cfiobei mit allem Iah wohne jetM tefeeuHr der alte* KJIa*. 4249) Ed. ^Übereilen. 4012 Ootbelcgante, lehrreich au*ne- hottete 5-Zimmer Wohnung mit vermieten. i!. Bapvel. Nodheimer Str 40. 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