Erstes Blatt Donnerstag 14. Januar 1909 159. Jahrgang Nr. 11 Dec Eichener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal roocbemlid) TiehenerZamiiiendiatter; zweimal wöchentlsthefr- blattsirrdenrireisGieben (Dienstag und Freirag); zweimal motiail. Land- wiriichastircheoeitfragen Ferniprech-Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen: Unzetger Gictzen. «I Bezugspreis: monatlich 75 Ps^ viertel- rfK Ak Ak Ak Alk JfK A Ak AK Ak /k Ak^ Ak *K A jährlich Mk. 2.20; durch N> W Mw Wä W MG Abhole-».Zweigstellen X O W M W M M fep M W M M G M W M jßz fiw täV monatlich 65 Pf.; durch ^&aT W W M JF m M M W M M SA diePostMk.2.—merket M W 'M ^-X pj W W W W W PU W W M W jährl. ausschl. Bestellg. *^V W W M Wy v e g, der in kurzen Worten die weitherzige Absicht des Gesetzentwurfs erläuterte, kamen Zentrum und Konservative, Ratiotialliberale und Freisinnige schon heute zum Wort tuid äuszerten ihre GenugMutig über das Eingehen der Regierung aus dte Wünsche des Reichstages. Ter nätlonalliberale Dr. Eoeiling und der freisinnige Kaempf knüpften daran den Wunsch nach einer Ausdehnung der wohltätigen Wirkuttgen des Gesetzes auch auf bie. Verhältnisje in den Elnzelstaaten und Gemeinben. — Ein Denkmal für Wilhelm Busch. Gestern jährte sich zum ersten Male der Todestag des großen Humo- risren Wilhelm Busch. Seine Landsleute in Wiedensahl, wo Busch geboren ist, wo er seine ersten bestimmenden Eindrücke empfing, wo er einen großen Teil seines Lebens verbrachte und wo fast alle seine Werke entstanden sind, benutzen diesen Tag, um allen Freunden Buschs die Bitte vorzutragen, man möchte ihnen helfen, dem Künstler/ Dichter und Philosophen ein Denkmal zu setzen Die Genteinde ist klein rrnd bedarf zu ihrem löblichen Vorhaben der Unterstützung. Fließen genug Mittel zusammen, so soll ein dicht bei Wiedensahl gelegenes neun Morgen großes Eichenwüld- chen das Denkmal in seiner Mitte aufnehmen. Es war dies der Lieblingsplatz des Dahingeschiedenen, wo er mit Vorliebe geweilt und geschaffen hat. Zur Annahme der Beiträge hat sich die Zweigstelle der Darmstädter Bank in Hannover bereit erklärt. — Ibsens hinterlassene Werke. Die Kopenhagener „Nationaltidende" teilt mit, daß die drei Bande Ibsens hinterlassener Werke, die am 15. März erscheinen sollen, vielleicht eher die Vorarbeiten zu Ibsens Werken genannt werden köunetr, weil sie die Vorarbeiten und Antriebe für fein Schaffen enthalten. Der Verfasser des Artikels bezeichnet diese Bände als ein aufsehenerregendes literarisches Ereignis. — Berichtigung: In dem gestern veröffentlichten Aufsatz über den Vortrag Dr. Helene Stöckers hat sich ein sinnentstellender Druckfehler eingeschlichen. In Zeile 4 muß es anstatt Mutterschasisbewegnng natürlich Mutterschutz b e w e g u n g .heißen, — Kleine C b r o n 11 aus Kunst und Wissenschaft. Der internationale Ln't schiff a h r t s °K o n g r e st hielt feine Schlußsitzung ab. Ans Antrag des Vorsitzenden des belgischen Aeioclnbs würbe die S L i f t u n g von Preisen im Gesamtwerte von 1200 000 frcs für Flugmaschienen und lenkbare Luftschiffe beschlossen. — Zum Direktor des Bayerischen National- museums in Ai ü n ch e n wurde der zweite Tireltor des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg Dr. S t c g m a n » ernannt. ALcZtrsK LsrrMetstt. — Die er ste Pr o s e s sur für Lu f t s chi ff ah rt. Nachdem die Motorluftschiffahrtsgesellschaft Mittel für die Errichtung eines Laboratoriums für Aeronautik der Göttinger Universität zur Verfügung gestellt und auch die unter Leitung Geheimrats von Böttinger stehende Göttinger Vereinigirng zur Förderung der angewandten Physik und Mathematik für den gleichen Zweck Geldmittel flüssig gemacht hat, hat der 5tultusminister unter Bereitstellung nicht unerheblicher staatlicher Mittel dem ordentlichen Professor in der Göttinger philosophischen Fakultät, Dr. Prandtl, einen Lehrauftrag für das gesamte Gebiet der Aeronautik erteilt. Soweit wir unterrichtet sind, dürfte dies die erste Professur ftir Luftschiffahrt in Deutschland sein, was an der hiesigen Universität mit besonderer ^Genugtuung begrüßt worden ist. — Der Internationale Luftschissahrts- kongreß in London erledigte die Proteste gegen den Schiedsspruch der deutschen Preisrichter, durch den der Gordonbcnnetpreis der Lüfte im Oktober 1908 dem schweizerischen Generalstabsobersten S ch a e ck zugesprochen wurde, sowie einen Antrag Englands, den ersten Preis einem englischen Bewerber zu erteilen, dadurch, daß er den .Schiedsspruch nach eingehender Verteidigung durch den Syndikus des deutschen Luftschifser- verbandeS, Rechtsanwalt Eschenback - Berlin bestätigte. Dem endgültigen Sieger, Generalstabsoberst Schaeck wurde ein sportlicher Tadel ausgesprochen. — Sven Hedin wurde vom Zaren empfangen. Der Zar hatte ausgezeichnetes Kartenmaterial irusgebreitet, in denen die neuen Entdeckungen Hedins vermerkt waren. Von Ladak, einem Landstriche Kaschmirs aus wurde die Reise begoirnen. Im ganzen wurden 4000 englische Meilen durchreist. Die Begleitung übernahm eine Schar von 28 Ladaken. 130 Pferde und Maultiere wurden mitgesührt. Als alle Welt ihn verloren glaubte, wanderte Hedin im herzen von Tibet, ohne die Möglichkeit zu haben, Nachrichten zu geben. Die Reise hat drei Jahre und drei Mvrmte gedauert. stiMMiingsvild aus drm preutz. Adgeor-Menhaus. Berlin, 13. San. Interpellation über Nacktkultur. Ntich einer z:uaitc iioer die Arbeitslosigkeit, die nicht viel mehr als die BedmLung der .Betrübnis, aller Parteien über den Arbeitsniangel und die längst bekannten Klagen des AgrariertumS über den Arbeitermangel auf dem Lande brachte, hieß die^Zweita Komaner den Antrag gut, in dem Herr Ra Hardt, der Tischler^ obermeister, die fchteniiige Vergebung der im Etat vorgesehenen Arbeiten, namentlich der bangewerblichen, forderte. Die Erfüllung dieses Wunsches hatten übrigens die Herren auf der MinifterbanL scl-on vor Wechnachten versprochen. Und nun begann eine wesentlich tem-perameruvollere Debatte: Herrn ZLoerens Interpellation wider die Nacktkultur, wider die öflentlichx Schaustellung nackter Männlein und Fräulein kam aufs Tapet. Wieder war Fräulein Desmond auf der Tribüne erschienen, um zu vernehmen, wie Preußens Parlament iiuer ihre Spezialkunst urteile. Und wie einst die twianischen Greife mißlaunisch und sorgenvolL zwar, aber doch bewundernd des Mene laus ungetreue Huldm auf der Mauer Ilions betrachteten, so richteten >ich stracks der würdigen Volksboten Augen und Augengläser auf die Priesterin der 9lackttultur, die ungeniert, mit mächtigem Opernglas bewaffnet, ihre Richter da unten im Saale niufterte. Selbst Herr Jordan von Kroecher führte, auf dem Präsidentenstuhle prangend, den Krimstecher zum Auge, um lange und aufmerksam die eigene artige Zeitgenossin zu betrachten. Und bann schüttelte er nadj-i deutlich das weißbärtige Haupt. „Die Revue be Tesmonb"- witzelte ein weniger in der sranzösischen Grammatik als in be« Tagcspublizistik unserer westlichen -Nachbarn beschlagener Preß« mcnsch. Was bie Jüngerin Terpsichoreus zu hören bekam, toai nun freilich grundverschieden von den Lobeshymnen, die Helenens bfonbe Schönheit den Greisen der Troerstadt ab rang. Aller Rücksicht bar, schalt Herr Roeren, der Interpellant, die nacktheitfrohe Salome ein schamloses Frauenzimmer, und in dieser Tonart, bi« auch dem schärfsten Gegner der „künstlerischen" Spezialität der Dame zuweilen allzu grausam erscheinen mußte, gefiel sich nicht nur der Zentrumsmaim, auch der Konservative Henning war um Feinen Deut gelinder. Er ging vornehmlich mit Herrn von Moltke scharf ins Gericht, der in einer langen Rede in der Tat nicht viel und nichts Rechtes gesagt hatte. Und eS war ein itt her preußischen Parlamentsgeschichte wohl einzig dastehender Vorgang, als her Konservative dem Minsiber ziemlich unzweideutig na düngte, er sei zu seiner laxen Haltung gegenüber den Nacktheits- a pofte hi bestimmt worden durch bett Einfluß aristokratischer Äpeisc, die für diesen Nacktheitsknltus Adeptenneigungen hegten. Heraus mit freit Namen dieser Leute! rief Herr Henning mit zornbebender Stimme, von lebhafter Zustimmung aller Parteien begleitet. Herr v. Moltke verwahrte fidj gegen diese Verdächtigung, und man muß ihm glauben. Mer was er sonst zur Verteidigung seiner .Haltung gegenüber dem Nacktheitsunfug sagte, der auch der gesamten Preise ohire Unterschieb de'r Partei ein grobes Aergernis bedeutet, bas war herzlich schwach. In bei Sache nicht minder entschieben, aber urbaner in bei Form behandelte der National- liberale Dr. Lohmann den Kasus, und nachdem! iwch Herr Mertiii von den Freikonservativen kurz sein Einverständnis mit den Ausführungen der übrigen Redner zu Protokoll gegeben, schlug Herr v. Kroecher die Vertagung vor. Damit kam er aber beim Hause schön an: Aus allen Bankreihen erscholl der Ruf: „Träger, Träger! Träger mitß sprechen!" War es bie Ritterlichkeit, bie den greifen Lyriker dem sdMächeren Geschlecht gegenüber beseelt, waren es andere Gründe, die den alten Kämpen auf sein Wort zur Sache verzichten ließen, genug, er winkte lächelnd ab, und Jordan von Kroecher meinte trininphierenb: „Herr Träger will lieber nicht sprechen!" Stürmische Heiterkeit brach los, und sie erneute sich, als der immer zu einem behaglichen. Scherz aufgelegte Vinzelberger Schloßherr trocken hinzufügte: „Ein Widerspruch gegen diesen meinen Vorschlag erbebt sich nicht, also: Vertagung!" Und, so ging man benn auseinander, um bis zum Montag des Etatsstudinms zu Pflegen. Was sich freilich mancher nach alter lieber Gewohnheit reckst leicht machen ioirb. politeycbc Sagesjeharr. Erdichtete Kaiserworte. Einige Leitungen Haden über eine neue politische Ansprache des Kaisers beim Jubiläum des Kaiser Franz-Gardea regimcnts zu melden gewußt. ^Riu iiafwi Hotel. Neue Bahnlinien in Nassau und Ober In einigen Wochen wird der Bau der Bahnlinie von Wetzlar auS definitiv in durch das SolmSbach-Tal Graf" benannt, spielt Herr Bassermann den früheren Kellner, der ut eine gräfliche Fanulie hineinheiratet; im giveilcn wiederholt würden, sei nochmals betont, daß dies unmöglich ist. Die Individualität der drei vom Gaste gespielten Rollen schließt eine Umbesetzung durchaus auS. Im ersten Stück tisches Ergebnis haben die Dumaverhandluitgen zwar unmittelbar nicht gehabt, aber es scheint bocb, daß der Zar auf diese Angelegenheit ttufmcrlfant geworden ist. So hort man denn nach langer Zeit aus Rußland auch w'.cder von Begnadigungen. Ter Zar bat 73 am 1. Januar in Je- latcrinoslaw vom Kriegsgericht ;um Tode bezw. zu schwerer Zwangsarbeit Verurteilte im Gnadenwege htc Todesstrafe erlassen bezw. Straiermäßigung zuteil werden lassen. liche Kaiserrede nicht ermähnt, lueil wir Ziveifel au der Authentizität bet Meldung hatten, diese Zweifel waren berechtig!., oenn der „Kölnischen Zeitung" wird jetzt aus Berlin telegraphiert: MTtum sind die Versuche, die An- rede des Kaisers an die tommandierenden Generale zu einer politischen Kundgebung zu stemveln, unter beni Eindrücke der Erklärung des „Reichsanzeigers" verstummt, so meldet sich ein hiesiges Blatt mit einem Bericht, her in die Aeußenmgen des Kaisers bei der Jubiläumsfeier des Kaiser ^ranz-Gardegrei'adierregimenrs volitische Ansoie- lungen einschmuggeln grill. Es wird behauptet, der Kaiser habe den Satz gesprochen, „es können, was der Allmicktige verhüten möge, noch schwerere Zeiten kommen". Bon einem Teilnehmer an der ^veier, dessen hervorragende Stellung es ihm ermöglichte, jedes Wort zu hören, das Kaiser Wilhelm bei dieser Veranstaltung sprach, wird uns venichert, daß weder die oben angeführte, noch eine ähnliche Aeußerung gefallen ist. Wegen das Spiel mit erdichteten Kaiserworten, von dem hier ein neuer Beweis 'vorliegt, muß in der ernsten politischen Presse mehr als je Front gemacht iverden. Es ist in der Tat bedenklich, daß heutzutage — vifen- bar aus reiner Sensationslust — dem Kaiser Worte in gen Mund gelegt werden, die gar nicht gesprochen worden ,ind Will man es mut vielleicht durch solche verwerflichen Mittelchen versuchen, die Hetze gegen den Reichskanzler fortzusetzen? zeitig zu erfolgen. Um sich vor Unannehmlichkeiten zu schützen, sollte ein Jeder diese stch bietende Gelegenheit sprach gestern abend Prof. Tr. Rach fahl und Geh. Rat ^2 - Prof- Tr. Fischer aus Marburg vor eiltet sehr -ahlreichen Ter I Zuhörerschaft über den deutschen Osten und das Teutschtum plötzlich furchtsam den Schlag verließen. Er eilte hinauf und bemerkte zu seinem Erstaunen einen Hühnerhabicht aus einer Die sudwestafrikauischeu Diamanten. Im Rerchs-Kolonialamt hat gestern bie angetündrgte Besprechung des Staatssekretärs Temburg nut Vertretern der Stadt Hanau, wo die in Deutschsüdwestasrika gefundenen Diamanten geschlissen worden sind, stattgefun- den. Den Wegen)"tanb der Konferenz bildete die Frage, was sich die deutsche Edelmetall-Industrie von den Tramant- pnibcn in unserer Kolonie versprechen darf. Einem Mrt- arbeitet des Lokal-Anzeiger crllarten die Herren, daß in diesen südwestafrikanischen Tiamantfunden eine Sacke von allererster Bedeutung vorliege. Was die Qualität der Steine betreffe, so hielten sie den Vergleich mit den im Kap- Lande gefundenen Steinen Wohl aus, ja, sie seien geneigt, die in Südwestasrila geftuckeneu tveißen Steine hoher zu stellen, als die auf englischem Gebiet zu Tage geförderten. des ,oom anderen Ufer betitelten Einalterzykluß, .Der benutzen. " Der Verein bet Post-Unter beamten feierte am Sonntag, 10. Januar, sein W eih n a ch t § fe sl. Der Beginn war aus 4 Uhr festgesetzt, damit auch solche Kollegen, die abends wieder in den Dienst mußten, einem Teil der Feier beiwohnen konnten. Tie Zusammenstellung bc5 Programms zeigte, daß der Vorstand keine Kosten noch Mühe gescheut halte, das Fest schön zu gestalten. Ter Saal war bis aus den letzten Platz gefüllt und überall herrschte fröhliche Feststimmung. Ter erste Vorsitzende begrüßte bie Anwesenden. Die Zunder erhielten, nachdem sie sich unter dem brennenden Wcihnachtsbaum ausgestellt und das Lied: .Stille Nacht" gesungen hatten, einen sogcuanntcu Nickelsmann, was ihnen große Freude bereitete. Einige Thealer- flüde wurden recht flott gespielt, besonders .Tante Jcuchcns Weihnachtsfreudc^. Ein lebendes Bild war ebenfalls recht' wirkungsvoll und gut dargestellt. Auch die Tanzlustigen kamen auf ihre Rechnung. •• Die Bullenankäufe werden in einem Nachbarorte nach altem Brauch durch GcmeindcratSmitglieder vollzogen. Nun ereignete es sich kürzlich, daß zu diesem Geschäfte einigt ! Gememderatsmitglieder bestimmt wurden, die fast gar keinen Bullenverstand hatten. Das angekaustc Tier war infolge- dessen nicht allein viel zu teuer, sondern hatte auch noch einige körperliche Fehler amzuweistn. Tic Schwanzwurzel liegt zu weit nach links und beim Gehen knickt das Tier, weil c5 zu kurz gefesselt ist, mit den Hinterfüßen nach vorn über. Kurz und gut, angesichts dieses Prachtezeinplais hegt man in der Gemeinde ernstliche Zweifel hüisichiUch der Rmd- vichnachzucht und die sachverständigen Aullcnanläuftr werden weidlich gehänselt. — Allendarf a. b. Lumda, 13. Jan. Die Brot- preise sind seit einigen 'Tagen von üü aus 4b Pfg. zurück- gegangen, wenigstens bei den mci|ten Bäckern. X Hochelheim, 13. Ian Auch hier mußte die ck u l e einstweilen g c s ck l o s s e n werden, ha in der Familie des Lehrers ein Kind an Scharlach und Tiphthcrie erkrankt ist. tz Ruppertenrod, 13. Jan. Welch kcckcr Räuber der Hühnerhabicht manchmal ist, zeigt solgcndes Vor- lommnis. Ein Tanbenbesitzer gewahrte, wie seine Tauben Im Verein zur Erhaltung des Deutschtums im Ausland ^Allgemeiner deutscher Schulverein) zu rechnen sein wird. Ten Hauptanziehungspunkt übt wohl Man de Wirth aus. Seine, zierlickc Figur ur.4 sein pikant geschnittenes Gesicht kommen ihm zu diesem Zwecke sehr ui gute. Erwähnt fei noch sein Lied „Waldesrauschen", mit "Lopranstimme gesungen. Am Samstag findet der 2. Suds triptions-Masken ball statt. D^s Ensemble spielt an diesem Tage in Butzbach im Taunus- Beguadlguugell. Aus Rußland hat man bisher immer nur von Massen lobeour teilen und Hinrichtungen zu hören befontmen Ti Zahl der Hini nomuien, daß selbst bie Duma ftdi genötigt fah, die Aus inerksamkcit der Regierung hierauf zu lenken. Em pral i>:rs—Hungen—Aidda. Tie in dem Bahnhof emmündenbcn Linien st7ip zur .3cii mit zusammen runb 21« Zügen, Bedarfs- un) Lcer- - -u enoarten. Im Bahnl-oic sind täglich etwa 1‘JUU Achsen im Ein- und Ausganie zu bchandetu. Hierfür reichen die vorhandenen Anlagen nicht mehr aus. Tas Emvjangsgeoauoc und die Bahn- lieige stnp zur Abfertigung des Versaiienvertehrs, bei sich üi oen letzten 1U Jahren nalKju verdvooeii ha., u beengt. Tie Zahl ocr Babnsteigglcise genügt nicht nrhr, auch die .iulagat für ixn n lebhafter irnnvuiuung befinolnprn CrtögütcrocrWjr sind unsurtid)inb, ihre Erweiterung an öec jetzigen Srellc ausgeschw'scL. Weite.. Mängel kistchan bar in, baß Pie vimigia* Demoustration von Arbeitslosen iu Leipzig. Eine durch Anarchisten einberufene 'Sen am in hing der Arbeitslosen in Leipzig war gestern von etwa 1400 Personen besucht. Rach Schluß der Versammlung durchzögen die Massen unter Rufen „Brot" die Straßen. Sie wurden durch starke Schutzmannsaufgebvte, vor dein neuen Rat Hause Auf stellung zu nehmen, abgehalten, (yint an den Oberbürger meister entsandte Deputation wurde nicht empfangen. Un ter Johlen zerstreute sich die ganze Demonstration. Einige Verhaftungen nmrden vorgenommen. Die Gesellschaftssteoer. In der Presse ist dieser Tage behauptet worden, daß die Gesellschaftssteuer zurückgezogen worden sei. Tas trifft nicht zu_ Die „Rordd. Allg Ztg." schreibt: Die Zeitungsnachricht, die Regierung beabsichtige, die Gesellschaftssteuer znruckzuziehen und durch Erhöhung der Stempelsteuer zu ersetzen, entspricht nicht den Tatsachen. Tie Regierung hält vielmehr an diesem Plan der Gescllschafts- iteucr fest. Wenn die Erhöhung einiger Positionen des Stempelsteuertarifs erwogen wird, so ist dies notwendig, um den Mehrbedarf zu decken, der nach dem bisherigen Verlaufe der Verhandlungen in den Kommissionen des Abgeordnetenhauses voraussichtlich an Besoldungen für die Beamten und Lehrer sich ergeben wird. Beseitiguug der Doppelbesteuerung. Seit einer Reihe non Jahren wurden in vielen Kreü'en Klagen laut über die Wirkung die im $ 4 des RrickSgcsetzes wegen Beseitigung der 'Doppelbesteuerung vorn 13. Mai 1870. Rach diesem Para- .'raphen dürscn nämlich Gclzalt, Pension und Wartegelb, die deutsche Militärperjvnen und Zivilbeamte, sowie bereu Hinter Llicbcnc, aus der Kasse eines Bundesstaates beziehen, nur in den icnigcn Staateir besteuert werden, der bie Zahlung zu leisten hat. Diese Äusnochmevvrschrist gegenüber dem leitenden Grundgedanken aeS Gesetzes, demzufolge jeder Deutsche von bemienigen Bundes Hxiate bcftcucu nnrb, in dessen (lebtet er seinen Wohnsitz hat, soll mm mad) einem dem Reichstage soeben zugegangenen Abänderung^ entwurs in Zulun st Wegfällen Mit der Aufhebung bto § 4 wird allerdings mehreren, int Besitze größerer Eiscnbahnuntrr- nelMnng'n befindlicheu Staaten ein zum Teil beträchtliches sinan^ ziellos Opfer -ugemutct. Tic vorzugsweise beteiligten Regi. rintgai haben sich aber aus BrlligkeitsgründLn mit der geplanten l'lufhelnmg einverstanden erklärt. Da man nun einmal an die Abänderung pes «Gesetzes berangetrete)! ist, so wurden auch an unteren Punkten Verbessernngen vvrgeiwmmen. Temnächst soll der tz 2 Absatz 3, welcher lautet: ,^Jm Reichs- oder Staats- t imtite stehende Deutsäzc dürfen nur in demjenigen Bundesstaate besteuert iverden, in welchem sie ihren bicnfllidicii Wohnsitz hoben," künftig lauten: „In Reichs- oder Staatsdiensten stehende Deutsche bürjen, sofern sie sowohl in demjenigen Vundesitaat, in welchem iid) ihr dienstlicher Wohnsitz besindct, als auch in einem anderen Bundesstaat einen Wohnsitz im Sinne des 8 1 Wsatz 2 dieses Olesetzcs haben, nur in dem elfteren Bundesstaat, sofern sie ober m feinem Bundesstaat einen Wohnsitz im Sinne des § 1 jAbsatz 2 dieses Gesetzes, foitbcm nur einen dienstlichen Wahnsitz Ijaben, nur in dem Bundesstaat des bienftlidtcn Wohnsitzes zu den direkten Staatssteuern, herangezogen werden." § 3 wird dahin abgeändert, datz der Grund - und Gcböudcbesitz uiü) der Betrieb eines stehenden Gewerbes sowie das aus diesen Quellen herrichrende Einkanrmen nur in demjenigen Bundesstaat besteuert werden dürst, in dessen Gebiet oct Grund- und Gebäudenbesitz liegt, ober die Bctriebs-- itätle zur Ausübung des stehenden Gewerbes unterhalten wird. Bcfircheii jid) Betriebsstätten desselben gewerblichen Unternchnrens in mebrcteit Bundesstaaten, so darf die Heranziehung zu den direkten Slaatssteiietn in. jedem Bundesstaat nur anteilig erfolgen. Tie Besteuerung des Gcweibebetrstbes im llmherziehen einschließlich des Wanbcrlagcrbeti icbcs bleibt demjenigen Bundesstaat Vorbehalten, in dessen Gebiet bet Betrieb swtt findet ober statt finden soll. Endlich wurde ein neuer § 6a cingefügt, wonach Beschwerden über eine infolge Verletzung der Vorschriften dieses Gesetzes ein- gctrctenc Dovvelbestzeuerung innerhalb eines Jahres nach bei endgültigen ,veststellung der Topvclbesteuerun.^ anzubringen sind. Solche Beschwerden dürfen nicht aus dem Grunde zurückgewiesen irerben, daß der Steuerpflichtige die ordentlichen Reclstsmittel gegen die Veranlagung nicht innerhalb bestimmter Fristen eingelegt habe. Tas Gesetz soll am 1. 'Jlpril 1909 in Kraft treten. Kassel: „Tie Zukunft unserer Töchter.- Abends 81/, Uhr im Kausm. Veremstiaus. Naturwissenschaftliche Vorträge. Pro'essor Dr. Fromme: „lieber den jetzigen Slanb unserer Rcnntnifie von bet Sonn e." Anfang 81/, Uhr, in bet allen Aula. ** Veranstaltung der Lanbes-Univerfitätli . • . - - - r . für die Opfer ber Erbdeben in Sübitalien lgetötetkn Taube sitzend und ^rie'.c verzehrend, i^o'ort zog Am 28. Januar abends 8 Uhr wird die Landes-Univc.rsität I der Besitzer der Tailben ben Schlag zu, fing den frechen in der neuen Aula eine Kundgebung für die Opfer der Erd-1 Räuber und tötete ihn. beben in ssübttalieu veranstalten. Die Landes-Universität I a Ulrichstein, 13. Jan. Ein starker Ra uh fr ost, will hierdurch nicht nur Mittel gewinnen, an der Linderung ^^r hier sckon einige Tage währte, hat alle Telephon - großer Rot mitzuhelfen, sondern sie will auch den Gc- b Telcaraphcn dr^ähte 'des hiesigen Postamtes so * Sijmpailjte ausbnid geben, bie fic für bc» , ( übe ba6 (le wie t>ide Seile °n->,ah.n. Ur brungslanb der IbitlKr itaten, eine der Wr^gen und IiWA*P„ kräftigst^ Förderinnen menschlicher .Kultur, für den tlas- ^eim Emtrttt der letz.gen müderen ^üterung brachen ,amt- siscken Boden empfindet, mit dem die deutsche 93iffenfdiait I Drahte der nach allen Richtung.n suhrenden ^..ltungen. tausende von Fäden seit Jahrhunderten verbinden SielGünc Anzahl Tclegraphenarbeiter traf heute em, um die Lmides-Ilniversität erhofft hierbei die Unterstützung der! Leitungen wieder herzuftellen. Gießener Einwohnerschaft. Zu Beginn der Veranstaltung „r -»ripda 13 Jan Nächsten Sonntag, 17. d. Rc., wird Seim Magnifizenz der Settot auf ihre «d>eiMllttg s ’ fin'bet in Echzell eine 3ct|ammlung S”SS.SS “Ä““ Kaiser raten llichibildervortrag über 6rb- bunS eine, ^angerbimbeä ftatt. j.cr Sunb joU alle Sercuie beben, insbesondere über die Ursache der!z^vischen Nidda unb Friebberg uniiaifen. -tlc Anregung 311 ialabrifd)cn Erdbeben holten Tic EintrittspreiseIdiesem Wetteraucr Sängerbund geht zum Teil von Lehrer werden, um auch wenig Bemittelten bie Teilnahme zu ! Hofmann in Bisses aus, der auch vor 4 Jahren ein Mitmöglichen, nichtig gehalten sein und sollen nur 1 M k. für begründet der Vogelsberger Sängervereinigung war. den Saal und 50 Pf. für die Galerie betragen. Näheres j_ Friedberg, 14 Jan. i’el.) irofrat Rothschild werden die Anzeigen besagen. cgn Büdingen wurde vom Laiipeszucktl)aus in das diesige Kran- *• Stadttheater. Da fortgesetzt Anfragen einlausen, kenhau^ gebradü, da ,'ick fein ZustE ro.icntlid? vc-ckuinmert ob bie Stüde be! SflfietmannWen «BaflfpieW nicht späterx -, ,ci)bcIg. 13. ?tn ;:m weuW I beginnt vom 24. Januar d. I. ob und an nachfolgenden AUS 2?tG0t 11 ItO ItfliltO* I Sonntagen je von vorm. 81/« Uhr blS 1 Uhr ein V0r- Gießen, 14. Januar 1909. bereitungSkursn s für alle Meisterkandidaten auS " Tageskalender sür Tonnerstag, 14. Jan.: Kamm, ^r Provinz Oberhesfen. Anmeldungen dazu haben red)t- Dcrein roeibl. Angestellter: Vortrag von Frau Wasttzer ans ■ 0 - - •- - Angriff genommen. Tiefe Neubaustrcckc icirb die Gießen- Koblenzer Linie mit der Linie Homburg—Ufingen—Weilmünster verbinden. Die Orte Albshausen, Oberndorf, Bonbaden, Niederquembach, Kraftsolms, 5lröffelbach, Brandobern- borf, Haffelborn, Grävenwiesbach erhalten Haltestellen und die Bahn in Usingen in die Homburger Linie münden. — Tie Strecke Ebersgöns — P 0hlgönS—Butzbach wird im April d. I. begonnen. — Die Arbeiten an der Wettertal-Bahn, die seit Mitte November 0. I. eifrig gefördert! iverden, sind soweit vorgeschritten, baß die ca. 2,3 Kilometer! lange Teilstrecke Griedel—Rockenberg am 1. April b. I. bem 1 Verkehr übergeben werden kann. Tie Fortsetzung Rockenberg—. Bad-Nauheim mit einer Länge von ca. 8 Kilometer kann voraussichtlich erst im Frühjahre 1910 fertiggefteüt iverden. Terrainschwierigkeiten zwischen Steinfurth und Bad-Nauheim inb zu überwinden. Haltepunkte der Bahn sind: (Griedel), Jiodenbeig, Oppershofen, Steinfurth, (Bad-Nauheim). — Die Linie Grünberg — Lich wird im April d. I. in Betrieb gesetzt. ** Gießener Bevölkerungs-Vorgänge 19 08. Bei einer mittleren Einwohnerzahl von 30 400 wurden im Jahre 1908 hier 1099 Kinder lebend- und 46 totgeboren. Die Zahl der Todcssalle belief sich auf 735, auf 1000 Ein^ wohncr kamen 21,2 Todesfälle, einschließlich der in der Klinik cingetrdencn. Ohne letztere beträgt die Sterblichkeitsziffer nur 11,2; sie ist günstiger als in den anderen größeren Städten Hessens (Offenbach 13,9, Darmstadt 15, Worms 16,2 und Mainz 16,7). Von den 735 Todesfällen wurden ver- ursacht durch Scharlach 4, Masern und Röteln 3, Tiphteric und Krupp 16, Keuchhusten 4, TyphuS 1, Tuberkulose aller Organe 98, Tuberkulose der Lunge unb des KehlkopscS 59, Krankheiten der Atmungsorgane 96, Magen- nnd Darmkatarrh, Brechdurchfall 17 (davon 15 im 1. Lebensjahr) und gewaltsamen Tod 31. An allen übrigen Krankheiten starben 375. Im ersten Lebensjahr starben 91. Märkte. In der Nacht vom 12. intb 13. und in der vergangenen Schneefall Regen Regen 14. Jan. 14. , + 2,5 0 C. — 0,5° C. worden. In Innsbruck war die Erschütterung so stark, daß sich an mehreren Häusern das Mauerwerk loslöste und Einrichtungsgegenstmrde umsielen. hat ec zur Ücker stattet. Ra Hel, 13. Jan. Tas O b e r l a n d e s g e r l ch t verwarf die Revision, die der Lolksbtatt-Rcdaktcur H a u f ch i l d, der durch das Landgerichts-Erkenntnis, durch das er wegen Beteidigung der Ortsgruppe des Reichsverbandes zur Bekämpfung der Sozial- bemölrauc zu 500 2)ck Geldstrafe verurtellt worden war, eingelegt | genommen habe. Bei Nichtleisttnig des Eides soll die Klage zu der einen Halste wegen eigenem Verschulden als abgewiesen gelten, wert Kläger die Strecke oft gefahren ist, und die Kurve kannte. Er hätte sich deshalb an^alten oder dem Stoße irgendwie vorbeugen müssen. Gegen dieses Urteil des Oberlandesgerichts Bamberg hatte die beklagte Straßenbahn Revision bemr Reichsgericht eingelegt und besonders einqeroanbt, daß schon darin eiir Verschulden des Klägers I zu erblicken sei, daß er, trotzdem er die Kurve kannte, auf der Platl'orut des Wagens verblieben fei. Er hätte tollen im Innern des Wagens Platz nehme,:. Ter VI. Zivilsenat des höchsten Ge- irichtshofeä erkannte jedoch auf Zurückweisung der Re- I v i s i o u. Ter erkennende Senat tührt aus, daß diese Ansicht der Revision völlig veriehlt sei, denn die Hintere Plattform des Wagens I sei ebenfalls zur Aufnahme von Fahrgästen bestimmt. Eine Außerachtlassung der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt würde nur dann vorliegen, wenn Kläger sich nicht bemüht hätte, durch seine Körper- I Haltung die Wirkung des zu erwarleiiden Stoßes au'zilheben. tvar- -sch'ld brachte. Diesmal ist saft die ganze Ernte, wie dem „Berl.Tagebl? berichtet wirb, ernstlich in Frage gestellt, da keine Arbeiter, Händler, Verfrachter sowie Lagerräume vorhanden sind. Das gleiche gilt für bie Orangen. Ter Oelhandel und der Handel nut Bergamotten ist lediglich in Reggio uiid Messina zu Hause und fällt in diesem Jahre völlig aus, wegen Mangel an Arbeitskräften. Die in Palermo versammelten Vertreter europäischer Firmen wollen jeden Preis zahlen, aber es sind keine Bestände vorhandeli und auch cme Ernte ist nicht zu cr- ivarten. — Dazu wäre zu bemerken, es steckt dahinter wieder fedensalls recht viel Mache. Glücklicherweise ist nur ein kleiner Teil von Sizilien von der schrecklichen Katastrophe getroffen und daher scheiiit es ims eine große Uebertreibung, daß die ganze Ernte in Frage gestellt ft. Es scheint eben das Unglück von den Händlern mit äuSgebeutet werden zu sollen. Noch mehr ist dies bei den Orangen der Fall. Spanien liefert Orangen und Brasilien mehr als ganz Europa verzehren kann. Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung sür Hessen am Freitag den 15. Januar: Wechselnde Bewoltung, meist Schnee. Etwas kalter. Nachts Frost. Starke nach Norden dreheiide Wüidc. Neue Erdbeben. In Imola (Prov. Bologna) setzte ein sehr starker Erdstoß in der vergangenen Nacht die Einwohner in Schrecken. Die Bevölkerung sannneltc sich aus den Plätzen um Feuerstellen. Einige Schornsteine stürzten ein. An mehreren Bauernhäusern erhielt en die Mauern Risse. In Imola ist das Gewölbe der Kirche gespalten, ebenso die Mauert: mehrerer Häuser. Getötet wurde niemand. OrrgtLraL-DrahtmelSungeir. Klausen bürg, 14. Januar. Wegen Lohudife - renzen sind 14Ö0 Arbeiter der hiesigen^staatlicheir Tabatfabrrk in den Ausstand getreten. Die ^treifenben benehmen sich äußerst renitent und versuchten gestern die Fabrik zu stürmen, woran sie nur mit Gewalt durch die Polizei verhindert werden tonnten. Wien, 14. Januar. Das gestern in Süd-Oesterreich stattgefuudene Erdbeben hat nach vorliegenden verläßlichen Meldungen nirgends, bemerkenswertem Schaden angersthtet. Belgrad, 11. Jan. Ter Minister des Aeußern, Miloma no wir sch, erklärte in einem Interview, es sei ein günstiges Zeichen, wenn Oesterreich begonnen habe, materielle Lwnzesswnen zu machen. Ter Minister drückte die Hoftnung aus, daß auch die serbische Regierung nicht geschädigt würde. Trotz aller Zugeständnisse und besonderer Abmachungen bleibt jedenfalls die b o s u i s d>e Frage eine europäische und das b sterre ich i s ch--türkis ch e A b ko m m e ii ändere nichts an dieser Tatsache. Konstantinopel, 14. Jan. D.er Minister des Aeußeren erklärte, daß die Kreta frage weder jetzt noch später Mischen Griechenland uiü> der Türkei beruhet werde. Sämtliche SckMtzmäckste ständen auf deurseloen Standpunkt. Paris, 14. Jan. Tas Journal meldet aus London: König Eduard wird während seines Llusenthaltes in Deutsch- lairb auch Dresdc n besuchen, um dem Könige von Sachsen persönlich den Hosenbandorden zu überreichen. Paris, 14. Jan. Dec Malin rnewet aus Chateau Rouge: Im hiesigen Militär-Lazarett wurden gestern eine Anzahl Sol- datendurch Ko hlcngaser stickt ausgesundcn. "Nach langen Bemühungeii der Aerzte gelang es, 13 Sotdalen ins Leben zurück- zuruseu, ivchcend zwei mcht mehr zu reiten waren. London, 14. Jan. Der deutsche Botschafter Wolfs Metternich überreichte den: Vizekanzler Schwarz der Universität Oxford das Porträt des Kaisers in ixe Tracht eines englische«/ Doktors der Reckte. tb. Gießen, 13. Jan. Der gestrige Vieh markt, bet erste im neuen Jahre, haue einen Auftrieb von ca. 1000 Stück Großvieh und 350 Kälbern und Jungvieh. Tas vorhandene Angebot in den einzelnen ViehgaMmgeu war für einen Jcmuarmarlt zu groß. Ter Handel in Milchvieh war trotzdem nicht schlecht wenn bas Geschäft sich auch laugiameu abwickelle als sonst. Zahlreiche Kundschaft, besonders vom Main, machten tu der Hauplfache den Markt in Milchkliheii, HaiidelSlente aus Thüringen faulten einen größeren Transport Snnmenthaler Fahrkühe auf und beein- lufeten dadurch die Mittelware iin Preise günstig. Tie Nach'rage nach Kühen, bie gleichzeitig als Arbeitstiere Verwenbung ftnben sollen, lünunt von Jahr zu Jahr ttiehr ab, wogegen wegen ber vorteilhastereii Alilchprobnktlon bie Nachfrage nach ^ieberungsvleh zunimmt. Es luirb selbst für kleinere Wirtschaften bevorzugt, ba öic intensiv betriebene Bobeicknltiir als Arbeitstier mehr unb mehr bas Pferd bevorzugt. Der Handel in F e 11 v i e b war feit langem nickt fo belebt, obgleich bas Wetter für den Handel mit Fleisch nicht günstig ist. Gangochsen, bie in mittelschwercr Ware gut am Markt vertreten waren, rnnben von beit Käufern keine besondere Beachtnng. Ein Transport ostfrlesisches Jungvieh wat- nur schiver unb zu ungünstigen Preisen an ben Mann 511 bringen. 2er Kälber mar Et zeigte basselbe Bild, iüic seit Ende No»< oember. Obgleich die Kundschaft dafür vollzählig am Markt war, iehlte es an dem rechten Animo, um einen flotten Handel in Gang zu bringen. Selbst erstklassige Ware war nur bet recht billiger Preissteilung zu verkaufen. Obgleich Frankfurter, Wiesbadener und Mainzer Einkäufer in das Geschält eiugrtffen, war an cme Preisauibessernna, mit der man allgemein für den Januar gerechnet halte, nicht zu denken. Bezahlt würbe für bas Sluck Kühe frifchmelkenb unb tragenb: 1. Qual. 500-550 Mk., 2. ä-ital. 400 bis 450 Mk., 3. Qual. 300—350 Mk. Jungvieh zur Zucht und Alast 120—180 Aik. Fettvieh war ber Zentner Schlachtgewicht zu haben: Rinder 1. Qual. 70-73 Mk., 2. Qual. 67-69 Mk. Kühe 1. Qual. 63-64 Alk., 2. Qual. 60-62 Alk. Fette Ochsen werben ui der Gegend ber Zentner Schlachtgewicht zu 7o—77 Mk. ge- haiibelt. Kälber würben auf bem Markt der Zentner Schlacht, gewicht bezahlt: 1. Qual. 69-72 Mk., 2. Qual. 61-62 Mk., 3. Qual. 54-58 Mk. lleberftänbig blieben ältere geringwertige Milchkühe unb wenige Paar Gangochseit. . ic. F v ankiurt a. 2)1., 14. Jan. (Telegr. Ong. - Bericht bc5 ,Gieß. 21115.".) Amtliche Notierungen ber heutigen Viehmarkt- preise. Zum Verkaufe stauben: 16 Ochsen, 00 ans Oesterreich, 00 Biitten, 00 aus Oesterreich, 115 5iühe, Ferjen, Stiere unb Ruwer, 888 Kälber, 410 Schafe unb dämmet, 1197 Schwen»e, 0 Ziegeri, 0 Ziegenlämmer, 00 Schaflämmcr. Bezahlt rourben fuc' 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1. Qualität 79—81 Mk., 2. Qualität 73—75 Alk-, 3. Qualität 60—63 Mk.: Bullen: 1 Qual. 6'5—68, 2. Qual. 62—64; Kühe 1. Qualität 69—72 Mk^ 2. Qual. 60—62 Alk., 3. Qual. 48—50 2)1 f., 4. Qual. 00—00 Alk., 5. Qual. 00—00 Ml. Bezahlt würben für bas Pflinb Schlachtgewicht: Kälber 1. Qualität 90 bis 95 Psg., Lebendgewicht 78—86 ^g., 2. Qualität 46-52 Pfg., Lebendgewicht 48-52 Pfg., Schlachtgew. 60—65 Pfg.: Schafe: 1. Qual. Schlachtgew. 70 bis 00 Pfg., 2. Qual. 56—58 Pfg. Schweine: 1. Qual. 71—72 Pf., Lebendgewicht 56-56,5 Pf., 2. Qual. 69—70 Pi., Lebendgewicht doch-00,0 Psg., 3. Qu al. 63-68 Pfg., Lebenbge,vicht 00-00 Pfg. ; Geschält bet Hornvieh unb Kleinvieh gilt, Ueberftanb unbebeutenb. Himburg a. b. Lahn, 13. Jan. Fruchtmarkt. Turch- schniltspreis pro Wlaltcr. Roter Weizen (nassauischer) 16,70 Mk., weißer Weizen (angebatite Frernbsorten) 15,50 Aik., Korn 11,90 Mk., - Gerste: Fiittergerste 9,33 2)11, Braugerste 10,90-00 Alk., Hafer 7.20—0.00 2)iL, Erbsen 0,00 Alk., Kartoffeln S diesem. r?m5lauSCn,'r : 1MT bei dbükh in.y En, ltt9 be§ . bischer Ctllet "W 'nhf ‘Unb bn'^euti?en folgt uWunt SSt fei li9et' MiXJh 5?’* Rodung •to1 belmq 65000 selbst in bevor,' n find. bec Gewerbeschule un,b an nachsolgenden ! ?lS 1 Uhr ein Vor, Uertanbibaten au5 en dazu haben recht- 1 Unannehmlichkeiten zu I ’ dielende Eelegeuheit I nt erbe am teil feierte eihnachtZfest. Ter mit auch solche Kollegen, «ußten, einem Teil der mmenilettung des Pro- :cme Kosten noch Mühe | leiten. Ter Saal war 1 libeiall herrschte froh- 9 ;enbe begrüßte die Au- -> |bem sie sich unter bem '• iellt unb bas Lieb: >• cn jogcnanntcii Wickels- 3 titele. ISiiiige Theater- « mders ,Taute Jettchens i iild war ebenfalls recht Auch die Tanzlustigen | frhtb GuterzugcruUellungsglelse Mich Zahl und Tange nicht aus-1 • eichen. Eine Erweiterung des Bahnhofes ist 'daher Bedürfttis. ’ ra cme angemessene Ausgestaltung ber Anlagen für den Persomm- hai < cüingt wird, ein Betrag von 653 000 Mk. ^ie ^3tobt Friedberg leistet einen baren Zuschuß von 40 000 Mk. -u den Baukosten. . lp Kaichen, 13. Jan. Das alte Amtshaus, ein Zeugnis ans der Zeit des Freigerichts Kaichen, soll jetzt auf' Beschluß des Gemeiirderats renoviert werden. Aas ^reisbauamt Friedberg hat die Pläne entworfen. R.B. Darmstadt, 14. Jan. Das 1- H 0 fk 0 uzert dieses Jahres fand gestern abend in den Prunkräumen des eiten Palais statt. Außer der Hofkapelle wirken Frl. Eva ^ßmaun aus Berlin und Pros. Burmesoer mit Unter den 160 Geladenen befanden sich Prünzessin Ludwig von Batten- ,,LU^ xw. ö„..o tz>erg nebst Tochter, der Fürst und die Fürstin zu Solms-I^acht sind in Innsbruck und in den meisten Teilen whensolms-Lich mit Prinzessin Dorothea. In der Pause Tirols zwei starke wellenförmige Erdstöße verspürt iDitrbe in den Nebenräumen das Souper eingenommen, •et Sunb r^eguitß 1 (Mittal statt' "uinS " icv'S^MS^ Höchste Temperatur am 13. Jan. bis Niedrigste , ,13. „ , jen in einem Nachbarorte ■ ralsmilgbeder vollzogen. | 1 diesem Gefchäfte emigr i den, bie fall gar keinen ! auftc Tier wat mW* onbem haü- auch noch lL Lchwanzwurzü 1 üuät bas Tier, ' n 'igitersüßen nach vorn ./Vrachte^mplars hegt hinsichtlich der Ninb- i Vickenankäufer werben 13. Jan. Sic Brot« öü auf « ft iutut£' 1 Väckern. •JuiO) hi« wnd-». d°'«^LL djarlad) md Welch W« * gt tiiti 6"'«“lunb ;gfS * f* - 4*11auSto^n- d'°° ” “ (üntf. '5'“** • 6,1 M h«u>° ® haue. l Leipsig, 13. Jan. Vor dem vereinigten zweiten und dritten Strafsenat des Reichsgerichts begann der Landesverrats- irwzeß gegen die Sprachlehrerin. Minna Petersen aus Hcun- -burg, zuletzt in Kiel wohnhaft Erschienen sind 17 Zeugen, 1 darunter der mitschuldige Oberfeuerwerlsmaat Dietrich, der bereits vom Kriegsgericht verurteilt wurde; außerdent ein Martne- 1'adyDerftänbiger, sowie ein Schreib sachverständiger. Die Petersen Lird beschuldigt, Signal- und Flaggetrbücher, sowie Zerchnmtgan 'von Seeminen und Tiefstellern, die ihr von Dietrich ausgeltezert worden sind, für 5000 Äiark air einen französischen Agenten in Brüssel unb für 800 Rubel an einen russischen Unterhanbler m Kronstadt verkauft zu haben. Der Reichsanwalt beantragte sofort, uach Vernehmung der Angeklagten über tfjre Person ben Aus-! M18^ schluß der Oeffeutlichkeit für die ganze Tauer der Verhandlung.! ^Konkurse in Hessen, lieber bad Vermögen beS Ter Senat schloß sich biesem Anträge an. BraimtwembremiercibesitzerS Hemrick) Geil I. zu Nierstein . JSL----——'----— würbe am 4. Januar das Konkursverfahren eröffnet, ba bas Vcr- Reichsgerichtsürief. mbgeu des Heinrich Geil I. überjchuldet ist, ba Geil außerdem \ iS " eiuria lan. 1903. nicht in ber Lage ist, bie Mittel zur Bezahlung fälliger Geld- (Nachbruck verboten.) ^c ipzig, ^amivyo. 11^ m uukiiaffcmba al\o 3^1111^11^0^11 oorlicgt. Der Ist man verpflichtet, rm Innern des Straßen- ^^..^uraktckaiii Knöß in Opocnheim wurde zum Konkurs- b a t) n ro ag e u5 Platz zu nehmen. Verwalter ernannt KonkurSforbcrungen sinb bis zum 25. Januar Tiefe Frage lag kürzlich bem Reichsgericht msolgc emec. ^niisgericht Oppenheim anzumelbcn. — lieber bas Vcr- Rechtsstreites des Majors L. in Würzburg gegen bie '^urz-I - der Firma Sigmund Scheycr m Bingen und bereu burger Straßeiibahn-Aktiengesellfchaft zur Beur- c>ul)a|)et. Siqmiinb Scheyer, Kanimann bafelbst, wurde am teiluug vor. Als sich ber Klager am 4. April 1905 auf ber hmtcreu das Koukursvcrsahren eröffnet. Ter Notariaisgehilfe Platiiorm eines Wagens der von der Beklagten m Würzburg be° u tt e x- in Brngeu wurde zum Konkursverwalter Betriebenen elektrischen 'Straßenbahn befand, wurde er infolge eines KonkurSiorocrungen sind bis zum 3. Febr. bei bem Amls- j Stoßes, ben der Wagen beim Einbiegen in eine Kurve erhielt, da-1 : t Söingen anzumelden. durch verletzt, baß er mit bem linksseitigen Zivickerglas an eine 13. Stan. Bei ber am Montag im Gemeinbe- der das Perronbach trageuben feitlichen Eiienttangcn U'eß, wolei abaebalienen Äolzversteigerung hielten sich bie das Glas zerbrach unb die Splitter des Glaies ihm m bas Imke .»^„^olzpreise nämlich 10 Alk. ber Raummeter, auf ber bis- Auge drangen. , f , r .. , . hprm(,n t?öbß 'Der Winter führte bereits em so strenges Regi- Die vom Kläger erhobenen Schabenersatzanspruche rourben O B £ . ö Kohlenvorräte schon bebeutenb gelichtet 00m Landgericht dem Grunde nach für g e t e d) 1 i e r 11 g t erklärt, »«m, oau uie veil Berndt angeblich Schwäne auf den Gewässern in der Umgebung Berlins ist '“ÄÄÄÄÄf“ der letzten Frostperiode eme äußerst empfindliche ge- • 'ck zu verkehren Beigeordneter Berndt veranlaßte die Ber -I wesen. An vielen S-tellen sah man und steht man auch »Haftung des Attentäters und dessen liebersuhrung, in heute noch Schwäne in hilflosem Zustand eingefroren. Die as .Hospital, wo er nach vorgenommeuer Untersuchung für gesund I armen Tiere sind dann oft dem elenden Hungertod preis- .. klärt und wieder entlassen wurde. gegeben Leider gibt es auch brutale Menschen, die die ’St. Weise erschlagen wurde. Aus der unteren^Havel wurde ■'1: Kleine Mitteilungen aus Hessen und beul ein eingefrorener Schwan von dem gleichen Schicksal ereilt, rnchbgrstaatcn. In Frankfurt a. M. wurden sänttliche!Leider will es niemals gelingen, der frivolen Täter habhaft Opserstöcke erbrochen und berauvt. — Eine Gewer ber n, pe k- ln(>rhpit rionsaebilsin soll bei der Gewerbeinspettron Frairksurtlou- wululh. t. M. 1 angestellt werden mit Rücksicht auf die große Zahl ber I * Der Akinrfter als^>chneeschipEinen Munster "betriebe die hier ausschließlich oder ubenviegend Arbeiterinnen I persönlich den Schnee vom Bürgersteige vor sEeok Hause beserttgen krschästigen. Ein Gehalt von 2-100 Mart ist für die Stelle vor- zu seheir, ist gewiß cm selten^ SchausPiel, cngtitdje .lrbcü5> 1 Minister John Burns, der bekanntlich selbst aus bent -'-1 ; Iftonhe hervorgegangen ist, steht in dem 3kuse, sich nie vor harter I Arbeit geschcut zu habcii, und wo es not tut, persönlich Hand mit l anzulegeu. Bei dem letztenSchi'.eesall Ni London lag Ui Lavenocr- s.Marburg, 13. Jan. Tie Stcaskammer beschäftigte sich gestern garderu-, wo der Präsident des Local Office Board seinen Wohn- i.i einem Wiederaufnahme-Verfahren gegen den vor 21^ ])at, eilte mehrere. Zoll hohe Schneedecke. Ungefähr um < Uhr ^'.•aljren wegen betrügerischem Bankrott zu 3 Aionaten Gefängnis abe,tds bemerkleii die wenigen Fußgänger, die uuihsam durch den verurteilten Staufmann Tav. Schibwigowsch, der im.Jahre 19031 Schnee stampften, wie zwei Herren und mehrere junge Burschen liier unb in Hanau unter der Firma Kahn u. Eo. Handels-1 Den Bürgersteig vor den Häusern säuberten. Trotz der Kalte, I ..eschäfte betrieb. Ihm wurde zur Last gelegt, durch allerhand! und nur mit einem dunklen Ueberrack bekleidet, den Schutz, des betrügerische Vuuris.u!atwnen zum Schadcn seiner Lieferanten und I Paletots verschmähend, schwang John Burns mit den Arbeitern k ^-staubiger sich und seinem Bruder, der in Wetzlar ein Geschäft unt bie Wette seinen Besen und fegte einen Zugang zu Innern besaß, Vorteile verschafft zu haben. Während ein hiesiger und em Hause. Fraiiksurtcr Rechtsanwalt die Angeklagten verteioigten, wurden * Hebet eine seltsame H eita t s g e sch i ch t e | ^oei Sachverständige und eme Anzahl Zeugen aus verschiedenen l Re^ersbura aefdirieben Ein Städten über die Geschäftsoerbindungen oentommen. Tas Urteil wird 1)1111 oerl. ~gbl. aus JetCUuig ge)a)iiLb . n lautet diesnral auf Freisprechung, weil festgestellt worden russischer, tut Gouvernement Warschau lebeiwer Bauer hat i:i, daß leine betrügerische Absicht vorgelegen und die Hauptursache ^on heiligen Sytlvd, der obersten Behörde sür kirchliche Les Züsarnmenbruchs des Marburger uvd^sHanau^Gesch^ts A„oelegeitheiten, ein Gesuch eilt gereicht, in dem er die Er- -h,3Cfl«9tCn tauiuJ erbittet, feine leibliche Schwester heiraten zu L fc 'Frankfurt a. M., 13. Jan. Vor der Kaiserlichen I dürfen. Der Grund zu diesem Gesuch ist sehr romantisch. ,Tisziplinar Ummer wurde heitte hier gegen den 40Jahre vielen Jahren sind die Eltern des Bauern gestorben «ilten Po st in s pe kto r S t i r i u s - Frankfurt a. M. unter^AuS^ l hinterließen einen Knaben und ein Mädchen als mittel- ^tÄÄÄ^ lole Waisen, bereu sich mildtätige Mensche., «mahmon. Ta- Dadurw veranlaßt zu haben, daß er sich höhere Sparguthaben als! rüber vergingen 16 ^ahre. Ber Bauer, der durch sruie -chm zustanden, ouszahlen ließ und am 3. Oktober 1907 einen P^egeeltern nach Moskau gebracht worden war, wanderte ^on der OberpoMfse Leipzig gesattdten Betrag von Sologü> stunde. Schon lange hatten mir uns gefreut auf die Offenbaumgen, die wir ba zu erleben hofften. „Meine Damen", eröffnete ber Professor den Unterricht, „wir haben tum Pshchologic. Pfycho- togic heißt Seelenlchre. Ader wenn mir Seelculchre iia&en, müssen wir auch wissen, ob der Mensch eine Seele hat. Hat ber Mensch eine Seele?" Wir strengten unsere ISchhrige Weisheit mit Begeisterung für und wider an. Aber der Professor schlug uns olle mit feiner Fortsetzung: „Das ist alles recht ichon, was Sic da Vorbringen, aber ich will es Ihnen sagen: Ter Mensch hat eine Seele: Qetm wenn wir eme Seelen lehre haben, muß es auch chic Seele geben/' ^.Jugend.) Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Januar 1909 Barometer aui 0° reduziert Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Winbrichtung TVindstarke Wett-e 13. 916 737,8 + 1,9 4,7 90 S 2 13. 9,s 730,5 + 1,5 5,0 5,5 98 8 2 14. ^»6 728,8 -|-3,9 90 W 4 Kommt und Jubelt! Kommt und Jubelt! Kolosseum Giessen Telcvbou 644 Man de Läden etc. Konzert des Grosser SBabnfiofffrnfoe 54. 1751 Wi Achtung! Achtung! 2991 Plorkstrafie 12. 2421 Kaiser-Allee 1. 1. Dameuvreis 1 Ubr. 1. HcrreuvreiS 1 Ubr. illeirtaiil der berShnileo Jen1,-Schutaren Tnmenfarte Mk. 1.22 Herrenkarle Mk. 2.— Ab!«i 8 flhr pinkt Vu/Ll 4 Zimmer E. Karn. Schnlstraste. E. Kaliicr. v«. Ott Telefon M3. [355 Mgrr. hauslm fdit flucht. 376] Bahnhof strafte 63. Arischer Der Bornand. vWJ Ludloff, 2 Zimmer V'/, Hofgut Merlan (Station sJRütfc). 3ÜH Roon strafte 22 parterre. *?iarfiplnu 21 Telefon 46 gegenflber der V-ugckwotberc. Ahinf-Cßcftidu* Im vorderen Nestaurant: Wiener Damen-Orchesters , Edelweiß." GamStag, bett 16. 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Febr. je SVz Uhr vorm. beginnend unter oen vor der Versteigerung bekannt zu machenden Gedingun «en gegen Barzahlung verkaufen: ."» St. meist jüngere Arbeit- Vierde (dabei 1 Stntbuchstutcl, 2 Belgier Stutioblcn, 3- und ^iäbrig, 2 Noblen, V/t-iäbriq, 11 Slübe, 10 Stück ^unavicv (Simmentaler und doll. Rassel, 4 tragende Sauen (dabei zwei reinrassige Berkshirel, zehn Läuferfchweine. folgende gut erhalt. Maschinen: 1 Eormick Bindemäher, ein Tccrmg toetreibemäber, ein ülra-mäber, 1 Pferderechen, 1 Windfcge w5rium4)b“ re., S kompl. wirtschaft'i'wageu, Break, Schlitten, Pstüge, Eggen,Riugelwalzere.,Hauc< gerate, Waich Masst,ine, Wälchemangel, Badestubl rc., NUchcugeräte re. lidj: Lrm. (M. 8) SlamiiÄ.»Auf Samstag, den 16. Januar General vrsan'.mluug im Bereinölokal. 02711 Der Vorstand. mit Prämiierung der schönsten Tameu- und Herreu-MaSken. Karten hierzu find im Kolosseum sowie in den bekannten BorverkaufSstellen zu haben. 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