159. Jahrgang Erstes Blatt Rotationsdruck und Verlag der Bruhl'schen Univ.-Vuch- und Zleindruckeret H. Lange. Die heutige Nummer umfafct 12 Seiten. n Oefterreichischc Lisenbahnsragen. Wien, 10. Nov. Bei der Verhandlung des Eisenbahn^ ausschnsses über den Bericht des Subkomitees betr. die Tarife erhöhung auf der Südbahn bemerkte der Eisenbahnminister Wrba, die Frage der Verstaatlichung der Südbahn sei jetzt ni<Ä aktuell. Die gegenwärtige Tariferhöhung sei mir ein provisorischer Ausweg. Die Regierung werde in der nächsten Zeit mit der Südbahn wegen weiterer Sanierungsmaßrcgeln in Verhandlung treten, wobei sich vor allem ein entsprechendes Entgegenkommen der Obligationenbesitzer als notwendig erweisen werde. Für die angeregte Verstaatlichung der Buschtiehrader Aussig- Teplitzer Bahn sei der gegenwärtige Zeitpunkt nicht geeignet. Rach längerer Aussprache wurde der Bericht des Unterausschusses angenommen, desgleichen eine Reihe Entschließungen. Im Eisenbahn-Ausschuß erklärte Eisenbahn Minister Wrba auf eine Anfrage wegen Einführung einer dritten Schnellzugsverbindung vonWie nüber Prag undGeorgs^ walde nach Berlin, daß, so sehr er die Notwendigkeit einer solchen Verbesserung anerkenne, die Frage der Fahrtbetriebsmittel, sowie die Kostenfrage — einer dieser Züge koste eine Million Nr. 265 Ter 6W*tx »xzri-er erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich LlehenerZaniiliNer; »weunal roocbcutl.KmS: ilati für btnKt(b sieben (Trenswg und Freitag); zweimal monatl. Landwirtschaftliche oeitstagen sterusorech-Amchlüsse: iüt die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschenr «uzetger «ießen. Annahme von Anzeige» für die Tagesnunimer bU vormittags 9 Uhr. Die deutsch-englischen Beziehungen. London, 10. Nov. „Pall Mall Gazette" schreibt: Unsere Beziehungen zu unserem großen Rivalen auf dem Gebiete des tzandels und der Schiffahrt jenseits der Nordsee gegen das Vorjahr sind b e s s e r geworden. Wir hoffen, daß Staatssekretär Ternburg die Ueberzeugung nach Dause nimmt, daß es nicht Englands Schuld sein wird, wenn der deutsch-englische Wettkampf jemals anders als friedlich war. „Westminster Gazette" führt aus: Die Beilegung des deutsch-englischen Zeitungshaders t|t ein großer Segen: die beiden Länder fielen einander auf die Nerven. Es war hohe Zeit, daß sie zur Ruhe kamen. Wenn die Ruhe lange genug anhält und wenn die Staatsmänner die Zett des Waffenstillstandes ernsthaft ausnützen werden für Fragen, welche die beiden Länder trennen, dürfte manches Schreckgespenst und mandjcr Argwohn vertrieben werden. Paris, 10. Nov. Ter „Temp s" beschäftigt sich mit den englisch-deutschenBeziehungen; er stellt fest, daß eine unleugbare Abnahme der Spannung eingetreten sei. Dieser Ent- spammng stehe auch nichts im Wege. In Wirklichkeit beständen zwischen Deutschland und England mehr Vorteile als widerstrebende Interessen. Die beiden Staaten werden in gutem Einvernehmen leben, sals sie sich darein ftnden, daß ihre korrekten Beziehungen mit ihrer „Würde" vereinbar sind. Diese Frage sei gegenwärtig mehr pshchologischer und moralischer, als handelspolitischer und militärischer Natur. Es ist nicht Sache Frankreicl>s, sich in bat Angelegenheiten feiner beiden Nachbarn zu mischen, aber Frankreich, welches selbst ftiedlich und ohne Schwäche ist, wünscht aufrichtig, daß alte, welche den Frieden wollen, sich im Geiste des Friedens betätigen. Das können Deutschland und England tun; unsere Wunsche begleiten sie dabei. ' Rom, 10. 920.). Die „Ägenzia Srejani" dezeta)net die von vielen italienischen Zeitungen wiedergegebene Meldung eines Pariser Blattes, daß m Racconigi xit* toni und Iswolski ein Abkommen unterzeichn n et hätten, das der italienische und der russische Botschafter zu Paris und London der französischen und der englischen Regierung mitteilten, als völlig unzutreffend. . Rom, 10. Nov. Wie die „Ägenzia Stefant beritte tigend mitteilt, stammt die von ihr dementierte MeLung über die Unterzeichnung des Abkommens in Racconigi burch die Minister Tittoni und JHwolski nur von einem italie • Nischen Blatt, dem sie von Paris aus übermittelt wurde. Soll man nun, da eine amtliche Berichtigung ausblieb, annehmen, es sei wirklich ein förmliches Abkommen abgeschlojfen worden? Donnerstag 11. November 1909 öejuflöpceu; Lollar, 11. Novt Im Schillerjahre 1859 wurde zur Feier des 100 jährigen Geburtstages Schillers unter reger Teilnahme des Kirchspiels Kirchberg ein Erinnerungsbaum ge pflanzt, der nahe dem Eingänge zur Kirche in Kirchberg steht. Ai der fünfzigjährigen Linde wurde nun aus Anlaß des 150 jährigen Geburtstages Schillers auf Beschluß des Kirchenvorstandes eine gußeiserne Gedächnistafel angebracht, um auch späteren Geschlechtern die Bedeutung dieses Baumes zu vermitteln. Grünberg, 10. 9cov. Eine würdige Schillerfeier begingen die hiesige höhere Bürgerschule und die Volksschule. Zn den neuen Anlagen des „Dainkopf" wurde eine Linde gepflanzt. Um 11 Uhr wurde die Pflanzung vollzogen. Nach einem Liede der Schüler schilderte Lehrer K o h l b a ch den Lebenslauf und die Bedeutung des Dichters. Scküler trugen hierauf Gedichte Schillers vor. Lehrer Roth hielt dann eine Deihe- rebe und übergab das Bäumchen der Obhut des Verkehrsvereins^ Ter Vorsitzende dieses Vereins, K. D. Jäckel, übernahm das Bäumchen. Mit dem Lied „Deutschland über alles" schloß die Lin Nachspiel zur bosnischen $rage. Gießen, 11. November. Zwischen Wien und Petersburg ist neuerdings ein interessanter Federkrieg entbrannt, und zwar um die bos- rrische Frage. Der russische Minister des Auswärtigen, Iswolski, ist noch immer erbost über die österreichische Politik und läßt in Zeitungsmeldungen Stimmung gegen das ßiener Kabinett machen. Tie Londoner „Fortnightly Review" hatte kürzlich geschrieben, daß die russische Regierung dem Wiener Kabinett seinerzeit nicht nur die Annexion Bosniens und der Herzegowina, sondern auch des Sandschaks von 9tovibazar angetragen haben soll. Das ließ Iswolski in der „Petersburger Telegr. Agentur" alsbald dementieren. Er verwies dabei auf das geheime Me- moire der russischen Regierung vom 19. Jrm 1908, in welchem nach Mitteilung der russischen Tele- araphen-Aaentur zwar auch die Frage der Annexion Bos- mens und oer Herzegowina behandelt worden fei, in welchem aber Rußland erklärt habe, daß es diese Frage für eine europäische halte, welche durch ein Sonderabkommen zwischen Lesterreich und Rußland nicht gelöst werden könne. Damit hat der russische Diplomat verraten, was die Welt noch nicht gewußt hat, nämlich, daß Rußland schon im Juni 1908 von den Plänen Oesterreichs bezüglich der ilnuexion Bosniens und der Herzegowina in Kenntnis gesetzt war und schon damals mit dem Wiener Kabinett darüber verhandelt hat. Welches srnd nun die Einzelheiten dieser Verhandlungen? Was wollte Rußland als Gegenleistung und in welchem Falle und unter welchen Bedingungen wollte es dem Frhrn. v. Aehrenthal in der bosnischen Frage entgegenkommen? Es stellt sich also heute heraus, daß die Niederlage der russischen Diplomatie größer loar als man bisher angenommen hat, denn die bosnische Frage wurde schließlich ohne Rußlands Mithilfe und Zustimmung gelöst. Tas läßt auch die Reise des Zaren nach Racconigi und den dabei eingeschlagenen Umweg in einem neuen Lichte erscheinen. Das bekannte deutsch-feindliche Petersburger Blatt, die „Nowoje Wremja", will offenbar nun alle Hebel in Bewegung setzen, um die Einzelheiten der vorausgegangenen österreichisch-russischen Verhandlungen zu erfahren, und Herr Iswolski wird in der Duma einen schweren Stand haben. Tas genannte russische Blatt hat den ungewöhnlichen Schritt getan, sicb direkt an den Setter der österreichischen Politik zu toenoen, und dieser scheint in der angeregten Frage ein besseres Gewissen und größere Zuversicht zu haben als sein Petersburger Kollege. Darüber unterrichten uns heute folgende Meldungen des Wolff'schen Bureaus: Wien, 10. Nov. Der Herausgeber der Petersburger „NowojeWremj a" 'hat sich an den Minister des Aeußern Grasen Aehrenthal mit folgender telegraphischer Anfrage gewendet: Exzellenz hoben sicherlich von dem Artikel im letzten Heft der „Fortnightly Review" Kenntnis erhalten, in dem die Vorgänge, die der Annexion Bosniens und der Herzegowina vorangingen, behandelt roerben. Der Artikel erläutert die Vorgänge, indem er sich auf den Standpunkt des Wiener Kabinetts stellt. Die Meinung der politischen Kreise geht dahin, daß diese Darlegung als Antwort auf einen seinerzeit in derselben „Review" erschienenen Artikel dienen soll, m dem der österreich-ungarischen Diplomatie der Mangel an Loyalität in der erwähnten Angelegenheit dem Petersburger Kabinett gegenüber zum IVorwurs gemacht wird. Die „Nowoje Wremja" fühlte sich verpflichtet, statt eines jeden Kommentares die beiden Arttkel unparteiisch wiederzugeben. Unser Blatt hat den Wunsch ausgesprochen, daß die russische schlichte Feier. Darmstadt, 10. Nov. "3um Gedächtnis Schillers sand am Dienstag abend im städtischen Saalbau eine Schillerfeier statt, .die von der Großherzoglichen Bürgermeisterei Darmstadt, dein Darmstädter Journalisten- und SchriftUellerverem- der Deutschen Schillerstiftuna, Ortsgruppe Darmstadt, und dem Verein für Verbreitung von Voltsbildung veranstaltet worden war. Tie Feier wurde mit Goethes Epilog zu Schülers „Glocke" eingeleüet. Nach einem Lied des Lehrervereins sprach Professor Dr. Karl Berger über „Schiller im Urteil derNach- w e l r". Hierauf folgte bad „Lieb von bei Glocke". Ter Vortrag von Josef Reiters „Tobestrost" durch ben Sängerchor des Lehrer- Vereins beschloß ben Abend. Mainz, 10. Nov. In der Liedertafel fand Ijeirte abend eine vom Schriftstellerverein veranstaltete Schillerfeier statt, bie von Theaterbirektor Hofrat B e h r t n b geleitet wurde. Gedichte Schillers wurden von Mttgliedern des Stabttheaters vorgetragen, mehrere in Musik gesetzte gesungen. — Die Feier im Theater wird deS Symphonietonzertes wegen erst morgen, Don- Schillerftiern. Der Turnverein Gießen hat gestern vormittag art der Schillerlinbe, bie vor 50 Jahren auf seine^ Veranlassung gepflanzt würbe, einen Lorbeerkranz mit rotweißer Schleife nieber- legen lassen. Die Schleift trug die Inschrift: „Dem Dichter der deutschen Einheit und Freiheit. Der Turnverein Gießen". machte aus dem wortreichen Egoisten eine tief ergreifende Gestalt, einen Menschen, der in der erzwungenen Einsamkeit seines Thrones alles Menschliche weit hinter sich gelassen hat. Zum eigentlich tragischen Helden erhob er sich am Schluß, wo ihm der Verrat Posas das bißchen aufkeimende Menschenwürde «riebet ganz zerstört. Seiner Gattin, her besten Schillerschen Frauengestalt, lieh Fränzi Koch bie liebenswerten Züge einer eblen, außergewöhnlichen Frau, aber ihr Gesichtsausdruck schloß sich mit ihrem klugen Spiel nicht immer zu einheitlicher Wirkung zusammen, aud} sprach sie mitunter zu leise. Karl Marx war als Don Carlos besonders im letzten Aufzuge von beseelter Kraft, auch im Auftritt mit dem König hatte er sehr schöne Stellen, doch wäre es wünschenswert, wenn er sich in seinen Gesten mehr beschränkte und nicht jedes Wort durch eine Gebärde erläuterte. Gertrude Baurn e i st e r-Felsegg übernahm sich als Eboli einigemal, rundete aber den Charakter der Prinzessin zu einer wuchtigen, leidenschaftlichen Fülle. Als Marquis Posa überhastete sich Ferry Taub al anfangs zu sehr, obwohl gut überleat, und erreichte mit dem Abschied von der Königin eine ansehnliche Höhe iünstterischer Darstellung. Seine Stimme klang hier, so lange sie etwas hoch genommen war, weich unö schmiegsam. Rolf Gunolt vermochte die Heldengestalt Albas nicht auszufüllen: derb ist der Herzog, aber nicht plump. Recht hübsch gab Karl Volck den Lerma. Tem Domingo gab Hermann Norden einen leichten Stich ins cynische, während Edgar Pauly ben hochbedeutsamcn Austritt als Großinguisitoe in vorzüg- ticber Maste zu außerorbentlicher Wirkung brachte. Von ben übrigen finb noch Clly Gühne als Lberhofmeisterin, Wolfgang Leßler als Admiral und Paul Urban als Leibarzt zu erwähnen. Bei der Besprechung von Wilhelm Tell habe ich mir den Schwur markiger gewünscht. Um einem Irrtum vor- rubeugen, sei bemerkt, daß damit nicht der Schwur am Schlüsse der Rütt'szene, sondern bie Worte: Jyr seidt's durch dies Gesetz I gemeint waren. K. N. Ttetä 9 monattich 75Pft viertel- pv J . jährlich Mk. 2.2V. durch A iS® W A A ZS. A Zk AA Abhole- u. Zweigstelle kdS numatüch 66 l-l. durch IvVx Ä W M i Z Aw H fl ■ E diePostMk.2.-viertel- ■ ■ ■ w Mk ■ n M ZeilenoreiS: lokal IbPi., M H B KL ■ Mv auswärts H W M V Sz Sri <7 M V V Lheiredakleur:Ä Goetz. V1 Aw • J Veraulwortllch für den < polilijchen Teil: August General-Anzeiger für Oberhessen WW Reößftion, Expedition und Druckerei: Zchulstratze 7. ^°l,e\^$xv ' Zchillerseier im 5tadttheater. Don Carlos. Bon Schiller. Wenn sich eine Bühne wie unsere an die Aufführung des Ton Carlos wagt, dann ist das eAin Unternehmen, das rückhaltlose Anerkennung verdient, denn der Schwierig- ieiten sind so viele, daß sich selbst sehr große Bühnen nur zögernd zu einer Aufführung entschließen. Eines der größten Hindernisse liegt in der außerordentlichen Länge des Stückes, wodurch z. B. Reinhart in Berlin bewogen wurde, das Gedicht auf zwei Abende zu verteilen. Das ist aber lein erfreulicher Ausweg. Mau wird sich eben darauf beschränken müssen, das lvesentlichste aufzrnsühren und alles Beiwerk auszuscheiden. Eine strichlose Aufführung, lute man sie in München gewagt hat, ist sowohl für die Zuschauer, als auch für die Darsteller zu anstrengend, um im tiefsten Sinne einen vollen künstlerischen Genuß zu bereiten. Hier hatte man den Mittelweg eingeschlageu und errang damit einen schönen, nachhaltigen Erfolg, der durch bie lange Dauer ber Vorstellung (nahezu fünf stunben) wohl nur wenig beeinträchtigt wurde. Daß man ben Großinquisitor nicht geopfert hatte, verdient besondere Anerkennung, aber schön wäre es gewesen, wenn man den Zuschauer auch in das Ränkespiel Albas, Dorningos und der Eboli einaenxibt hätte. Die Vorstellung wurde mit einem begeisterten, klangschönen Festgedicht, das Direktor Steingo e 11 er verfaßt hatte, von Gertrude Baum eiste r-Felsegg eröffnet, die das Gedicbt zu tiefer Wirkung brachte. Tie Aufführung selbst wurde großen Ansprüchen nur bedingt gerecht, obwohl z. T. sehr schöne Einzellezsmngen zu verzeichnen lvaren. Man spielte mitunter zu sehr aneinander vorbei und konnte ben Einbruck der Ermüdung nicht immer ganz vermeiben, was in Anbetracht der gegenwärtigen Anstrengungen gewiß nicht verwunderlich ifl. Ter ehrliche Fleiß errang aber dennoch einen schönen Erfolg Kürt Gühne, wie immer in ausgezeichneter Maske, Geielljcyaft, bie sich mit Recht für eine jede, bie Ballan- halbinsel berührende Frage lebhaft intereffiert, endlich von । maßgebender Seite über die der Annexion vvrcmaegangenen Pourparlers aufgeklärt werde. Heute bekämpft die Petersburger Telegraphen-Agentur, deren Charakter Eurer Exzellenz nicht unbekannt ist, auf das Kategorischste die Auseinandersetzung ber „Fortnightly Review". Ein Bors^lag des Kaiserlichen Kabinetts, welcher bie "Annexion Bosniens unb der Herzegowina oder gar des Sanbsck)aks suggerierte, habe niemals bestanden. Diese Behauptung sei nur auf eine irrtümliche Interpretation des geheimen, aber zum Teil entljüritcn Memorares vom 19. Juni 1908 zuruck- zuführen. Um nun unsere Gesellschaft in den Stand zu setzen, selbst über diese, sie so nahe berührende Frage unparteiisch zu urteilen und um dazu behilft ich zu sein, das Vertrauen zwischen den beiden Ländern wieder h e r z u st e l 1 e n und gleichzeitig einer Polemik ein Ende zu machen, bie ben guten Beziehungen zwischen Ruß- lanb unb Oesterreich-Ungarn äußerst abträglich finb, erlauot sich die „Nowoje Wremia", diesen sonst nicht üblichen Weg einzuschlagen, siel; direkt an Eure Exzellenz mit der Bitte zu loenben, uns, soweit es für möglich erachtet wird, bei der Lösung der Aufgabe, Die wir uns gesetzt haben, unterstützen zu wollen. Die Antwort das Grafen von Ae brenthal. hatte den folgenden Wortlwot: Ich bitte Sie, der Reserve Rechnung zu tragen, zu welcher ich in Anbetracht von Verhandlungen zwischen den Kabinetten verpfliä)tet bin _uno mir zu erlauben, daß ich mich darauf beschränke, festzu- j teil en, daß das in Petersburg erschienene Kommunique die Sprache beftätigt, die ich in den Delegationen geführt habe. Ein freundschaftlicher Gedankenaustausch mit Rußland ist der Annexion Bos- niensundder Herzegowina vorausgegangen. Ich wäre nicht in der Lage, in meinen Mitteilungen weiter zu gehen, so lange die Kabinette Wien und Petersburg es nicht für angezeigt evaLlften, ihre auf diese Frage bezügliche Korrespondenz zu veröffentlichen. Ich bin aufrichtig dankbar für die Motive, d-ie Sie zu Ihrem Telegramme veranlaßten. , Petersburg, 10. Nov. Die „Nowoje Wremia bemerkt zu dem an sie gerichteten Telegramm des Grafen Aehrenthal, Graf Aehrenthal habe sich darauf beschränkt, ben allen bekannten, von niemandem geleugneten Umstand zu wiederholen, daß ein fteundsckaftlicher Meinungsaustausch vor der Annexion statrgefunden Hobe. Der Graf habe jedoch gleichzeitig nicht denjenigen Teil des ruf j sich en Kommunique in Abrede gestellt, in dem behauptet wird, daß das Petersburger Kabinett sich in weitestem Sinne für die Notwendigkeit der Erhaltung des Status quo ausgesprochen und feine Anschauung bestätigt habe, baß bie Frage Bosniens, der Herzegowina unb des Sanb- schaks europäischen Eharalter trage. Die „Nowoje Wremja" spricht dabei bas Bedauern darüber aus, daß Graf Aehrenthal die Bedeutung der ihm durch die diplomat.schen Zurückhaltung auserlegten Werpftichtung zu hoch gefchätzt habe, wodurch infolge einer durch einen Vertreter der österreich. Diplomatie gelaneuen Indiskretion diplomatische Grheim- nifse in vorsätzlich entstellter Form in die europäische Presse gedrungen seien. Der Artikel schließt mit dem Ausdrucke ber Hoffnung, Graf Aehrenthal werbe nicht auf halbem Wege stehen bleiben, sondern werbe feine Gegner entwaffnen, bie ihm gerne jesuitische Taktik vorwerfen. Auch über die Begegnung in Racconigi werden : unklare Behauptungen in die Welt gesetzt. Die offiziöse „Agenzia Stesani" hat die Welt mit einem wohl absicht- . lid) zweideutigen Dementi eines förmlichen Abkommens : zwischen Rußland und Italien überrascht: Leonen — hierbei in Betracht gezogen werden müsse. Feoeni'alls werde fruwtmefnnrn mir den Achchlustbahnen fltirflooen werden Tas Eisenbahnministerium werde der Verbesserung der Derbin- düngen fern regstes Augenmerl Mitoenben. — * 1 * ■ ------ (Ein besuch der (Erzherzog; Zraoz Zerdinanü in verlin. Dien, 10. Nov Erzherzog Franz Ferdinand und Gemahl in sind einer Einladung Kaiser Wilhelms sol- gend heute nach Berlin abgereist. Xktttfcbcs Ucid>. AuS Berti n wird gemrtbet' TZittrrwb vormittag ronb :m Lustgarten in Gegenwart brt KalserSdie Vereidigung der Rekruten der Berliner Garnisonen statt. Tie Kaiserin und die Prinzessmneu wohnten der Feier von den Feirsteru des tronigl ed^D' - 3 auS bei. Aus Berlin berichtet man: In der Sigung der orbaiilidjrr, Generalsvnode vorn Wuinvrf) nnntr der Entwurf eines Airchengefete^ betreffcnb das Ber'obren bei Beanstandung der Lehre von (Geistlichen in erster Lesung einstimmig angenommen Tie stüchsische Regierung wird dem Landtag cne Reib« wichtiger Borlagen wfleben lassen, von den-n vorläufig »u ern rhnen, ist der Entwurf des Gesetzes über die höhere Mädchen- bildung, rin anderer jux gerechteren Berteilung der swatlichcn Sclirlbeihilfen an die Gemeinden und ein- B^-la-»« b - d- st immun gen über den Verlust des Landtagswahlrechtes klarer trott' >tfirrt. Tic am gestrigen Mittwoch durch Den BorsitzenDen un sozial demokratischen »jtafiwn, den Abg ov nbemumn gqii. nc Erklärung, dast diese un positiven Mitarbeit bereit sei. wird die Fraktion andi durch eine Reihe von Anträgen wziaLoolüifclwn Ink^ltS bestätigen So w.rd insbesondere auch die Frage Der säckiischen Berggcietzaebung aufgewllt und der Regierung wie beit Parteien eine StcÄungnalML au dem wichtigen Problem der Arbeire-i.>'<-?wersicherung nöl,erlegt werden. T\*t Finanzausschuß brr Württemberg! scheu A b. gcordnetenkammer beschäftigte fid* in zwei Sitzungen mit der Tenkschrist über die Verlegung der Tierärztliche n Loch schule von Stuttgart nach Tübingen. Tabei nr.irbe ein gel-end die Frage bei Aushebung der Hocksckute erörtert. Ter Xultu^miniflrr erklärte, das', eine finanzielle Beteiligung an bei württcmbergiscl m Tierärztlichen feorf schule, ivenn es s ch um die Frage brr Auilrebung hanz>de, aüerhod i n3 von Biden ;u erwarten sei. An eine ‘.tufbebung der LandwirtschasUichen Hoä> Idrulr m Hvlxniheim könne man nidit denken, wohl aber sc, eine gemeinsame Einrichtung verschiede ner Staaten für die Ausbildung im F o r st f a di möglich. Sd.wd»sd,ulc, in gemeinschastliche Unterhaltung genommen werden könnten, oder ob eine Arbeitsteilung in briet Beziehung ei mieten könnte: 2. den SlaatSministcr sür .Hirdyn uno Schul Kicien zu ersuchen, nähere Nack-vcn'iingen über die '^kbci;turnt t .1 x'tHT.i! ule III Ltunga r für die La non rlsch I vori-ulezien, insbesondere über die Zahl tvr in den nächsten Jahren an staatlichen Beerben (Gericht, Beiwilmnasb, Hörden erstatteten (V/utadnm und über die wissenschafUrd/cn Äervficmlichungen der Tierärztlichen Hochschule. 2luslmtö. Die russische Reichsduma nahm am Mittwoch den Gesetzentwurf über die Einführung der Verurteilung an Ter Entwurs enthält die vom Fusti,Minister' und bat PaNeien der ‘Kcd'trn heftig bekamvste Bestimmungen, welch die bedingt Ver urtcilunn aus die politischen Verbrcd) n ausocbnen und den C4e- fdnivrrnai Da> Recht gemähten, die Lcbingtc Verurteilung auch zuspredien. Weiterhin verhandelte dann die Reidasdnma über die Anträge der «ozialD.-mokraten loegat der Auslösung her Gewerkt dzastSvereine Ter OiehiUe bw Ministers des Innern, ftevrcl) Murljitw, toieS aus den revolutionären und staats- gesährliden Ebaialter dieser Vereine hin, der die Auslösung nötig gcnmd',1 habe. Ter Reichsouina ging ein von 35 Abge Zahl der gegen das Gef-tz beschäftigten Umber ist immer noch recht grob, näuilich 1274. "Bei der LandesversicherungSanstaltGrosth. Hessen sind NN Mo!' [ober 241 Renten- gesucht (229 Invaliden» und Äianfenrentenanlräqe, foivie 12 AllerSrentenanltäge) eingegangen. Uneiledigt wurden übernommen 324 Rentengesuche, so da st 565 Gesuche in Bearbeitung standen. ES fanden Erledigung: 212 durch Rentenbewilligung (184 Invaliden-, 18 kranken - und 10 Altersrentengesuche); 34 durch Ablehnung, weil unbegründet (29 Invalidenrenten- unb 5 AlterSrentengeiuche), 18 durch andere Weife — Zurücknahme usw. — (17 Invaliden- und 1 Altersrentengesuche), zusainuien 264, so dast 3ul Gesuche als unerledigt auf den Monat November übernommen werden mußten. Ferner wurden 281 Anträge auf BeitragSerstattimg gestellt, unb zwar 239 infolge Heirat weiblicher Versicherter (V), 41 infolge Tobe« versicherter Personen (T). und 1 wegen Bezugs von Unfallrente (U.). Unerledigt wurden übernommen 48 ErftaltungSanträge, so dast zu bearbeiten waren 929 Gesuche. Bewilligt wurden 246 Anträge (208 H., 37 T. und 1 11.), abgelehnt wurden 17 Anträge (12 H., 5 T.). Unerledigt blieben 66 ErstaltungSanträge (54 H.« 10 T. und 2 U), die auf den Monat November übernommen wurden. ** Jnstruktionskurfc in VcrstcherungS- angelcgenheitcn. Tic 22. Instruktronöstunde des Verbandes her strankenkaffen unb der Gemeinden, als Träger der MTaiucnüci)id:erunfl im Grosth. >>cfsen, findet Sonntag, 11. Nov 1909, nachmittags 2» 3 Uhr, in Hungen in dem Saale des G.isthauses ,^ur Traube" statt- ES nxrbeu beeil 1 £tc Bestinnnungen über die Erwerb 2. Tie freiwillige Mitgliedschaft nad) dem .strankenversiche.- rungSgesevc. 3. Ti6 Pestinimung deS 8 '>a des .'kauten» versicherungsgesetzcs (Sitz des Gewerbebetriebs), -l. Säuglings- unb '.OiutterfdjuV- 2ie Wefd?äft«crgebniffc ber Äranfenfaifen. * LonDw. Buckführungskurs c. Tie un vorigen Fahre von der Landwirtickafiskammer abgehaltenen Buckführungs kurse waren aufkrorbentitd) gut bc udrf, die beste Bejahung der Bedürfnisfrage, die wohl zur bauernbm Beibehaltung der Ihirie führen Dürfte. 3n diesem Fahr lästt die Lanbwui ckastskammer durch ihren Buckführungsdiensl in Lberhesten folgende Ihme ab- halten: Fn Lauterbach vom 25. bis 27. November; in Schotten vom 2. bis 4. Tt^cmber: in Büdingen vom 9 bis 11. Dezember; in Friedberg vom 16. bis 18. Dezember Tie ihitfe find Dreitägig und kosten kein Honorar Für die dabei jedem Teilnehmer zur Eintragung des MusterbeifvielS übergebenen Formulare wird 1 Mark als Ersatz der Trudkosten bei Beginn des Kur uS erhoben. Ter Untenidit erstreckt sich auf Die Ucbetnagung Der Zahlen einet Betriebes, auf Deren ZusammensteNung daraus auf Die Berechnung deS Reinertrags dieses Betriebes und DeS steuerpflichtigen Einkommens be» Wirtschafters. Zugelaifen werden ällrre und liuigcrc Landwirte, Frauen und erwachsene Töd)tcr, Die im prakil dren Betriebe tätig sind. Tic ihirfe haben Den Zweck, Dee heute überall zur Notwenbigkeit gewordene Buchführung auch in Den landwirtsch. Kreisen zur Einführung zu bringen und ihnen Klarheit über die Aufstellung De» stcuerpflichttgen Einkommens auf E-nmd Der Buch- übrung zu geben. Anmeldungen find bald an die Landioirtschafts- iammer, Darmstadt Rheinstraste 3A, aufzugeben. ee Ob erhessischer Jahrmarkt. Tic Bor- bcrciturtfleu zu Dem am Samstag beginnenden Giestener Jahrmarkt nähern sich dem Ende. Unsere oft bewähnen nerStag, mit einer Aufmdrung des Lagers und der Biceo- 1 I' NI 111; 10ngen Denkmal nicht einmal mit einem rlranie geschmückt ^.Frankfurt a. 8K*., 10. Nov. Brwattelegramm.^ In der grosien Fe st haste fand heute abend Die von der Stadt Frankfurt veranstaltete Sckilleifeiec statt, die im wesentlichen aus bei Aufführung von SckillerS „iHl xfc" mit der Musik von Romberg bestand, in die lebende Bilder cingenreui waren. Tie Leinuig !h1K' Jmendant Elaar üixrnoiitmeii. Tie Darstellung sand lebbanai Beifall bei dem Die Halle füllenden Publikum Marbach, 10. Nov Unter den Kränzen, die beute in Schillers Geburtshaus nirbcrgelcgt wurden, befinden lieh solche von Den Eiädten Berlin, Sun und Stuttgart von verschiedenen literariicken Vereiniguiigen, von Dem Urenkel Schillers, Frriherin von Gleichen -Rutz wurm und Gemadlin. üim .'.'ai bilde Freifrau von Schiller und von ber Urenfclui Schillers Amalie r^iesliirg-strieger. Berlin, 10. Nov Aus Anlast des heutigen 150. GeburtS tages Schillers legte deute im Auftrage DeS Kaisers General- intendani v H ü l s e n - H ä f e l e r mt dem Sck ist erden km al vor Dem ScdausvielhailS einen rieiigen Stranz mit Den kaiserlichen Initialen und Der Unteridnift: „Tenn er war unser, 1759, 10. November 1909" nieder — Tie Schrist Der alten Philister. Auf die Inti Deckung einer neuen Scheulart. Di< fidi auf cauiit in Mrrta au<- gcqnibcnni T iSkuS qehnhet, macht Prvi JReixr in Den SitzungSderidum hn ‘Vrfma Akademie der BnfenschaA« am- V’.vrriaw Eö handelt u4) um enw von dem iUri:nu>dr:: Forscher L 'Ecmtcr bei Den OkaiuuiJrn :un L\:t«n* wat Bdaesto» a» Lickt •n*fi,*rDertc Hnnvalvodi.nfü.»i . e bieXt nach aut keine» anderen Tenkmal vi'r.ied.'iwncii tfi Ev inft also ;u sen Drei Schriftarten. D,e au# beut aUrrai Mr.ta .-5nui: ioiv allen ,.lnhvguirtmd'rn,‘ Bildenckrifi und bat seiden Smt m nur Vierte, die von st«en rÄItg txTÜtNden ift. . jw Dt» nm t T'sknS sind die SdmftbilDcr m:t etneui mabrichewiUdi aus .voli gefertigten 3tenxx*nDcu. Aur einem mnnmlidKn äot"' in Dreier 3n- fdirnt. bei eine Federkvone trägt, foivie mls anderen Anzeichen ntadu es Meirer wabrfcheinlich, hast Dtefe neue vieroglnpbenfdnift von den Philistern verwendet wurde, Dte nach iseaelitifchei Angabe von Kavtor, vermurtütj Der Insel Äreta. her stammen tollen. — Ein TanztbeaterinNewvork. Ern neues Theater, das einzig der künstlerischen Pflege Der lamhntn gewidmet sein soll, wird in Newark geplant. Tte £anmg des neuen Institutes werden Lvie Fuller und Rita Saccketto ül>-rnchmen. die bereitv emsig Lehrvlöne und Svicksolge au5arbetter Ern eigene: Orchester wird geschahen, und luylerd) roted anfd)[*ebatf* an Das ?. Alter eine Tanuckule in» Sehen gerufen ,.Es joar schm laui: Dx lickt L)vc FullepZ." sa äuster'.e iitb Rita Sac- chrttv. ..eiw.ii 1 J n Tempel der Tanzkunst yi erriditen. Nutzt der alte Stil Des Tanzes «ll ypiieeff werben, »onbern Die alten antiken klassischen unb Dramatgchm Ttov»t Ter Tan; ist ernt Runft, deren üntntc Enrnnik>trm^ ! irverliche mtb geistige Stzalunq in immer ivad^enbem '’Kajr erfordert. Lvie FuN" und ich sind übtTzugt. Mv dics Th» al er bald iunge amerikanisch' laiutalnue in mdxrr Zahl an; .eben. nxtD, Die ut Der 3dmlr dann wigfam oorberettet ivrrden. um svater auf ber Bühne entzücken" — Ten tsche ''tusik in Japan. AnS Tokio wird berichtet: Tie l-uropiii'ienmg des Landes der au'.iehendeu Sonne, die 111 Den letzten 20 Zähren ie er'launliche Umivälzunge»i beroct- arnilen bat, greift fetz: auch in da» ükbtet Der Rünfte und der •yiufif über, und e4 scheint, al» ob Die alte Weit nun berufen istz 3dpan al» ' eqeinvm für se.ne reichen künstlerischen Anreguiigen iu:rt> ibrrdeir* JRimfiinerte uintcfinaebexL An Der Tokioter Akademie für Miistk, Dein National-ttoniervatoriuiii Japans, wirken nenerbmg* 01 ch rurovci<nu kalrfcke Ruhm Europa» kennen und schätzen zu die AnSfübrung Des on^mdlrn Gevank n: .l-riiomme». schwarze latrtr jngt eine Indrte Musterung, rt ort Mftet n einem VmrrmmitrT grüne, biaur uno vctlastrne conge Tön« Vtrt V-w ben r fctmmgni q , Utl am ihre j*-v.xn nach Safier X vanau, 1U Ü ■ frin tzrgäniung? rTiH3 in bei drille r^i'.ttmokratische .:;i:hd)tn ^erteil .' 'l. 61 wtfmwffn bi 7- i rr ;<:t Hnttr bei 4 M KcichStag! «k.-Lichcn Etobtonori ku $n Lühlkampj 1 ■ ^itsbadrn, 1 «"vahltn btt 3. ! \N6-Ai iarm tnbg d*r ritze ,ivei bürgerl ■n ’s cndnwbl lomir r taiiel, 10. jlot Ifr wl) nidit gcfi P'Nial}rtspjlcgcDei Ärnnlfrijrnm. „ist Dte tft' Folie für udbtcn brltrn lernt, bet fnnftkri id • hrt wirf ar Lohnt und Die btz»A gr-tb-rr L ^arsarir :n ibr-r tiirfuna ..lunDervall aestngert.' 2- ncut idyBcuc Tapete ist Dabei atzch -o (euer, oatz eine PoputzrniiclLng dreier neuefttn iSvbc nutzt natlsckemlich ist [j"- stud un Ansch F» fibtngni eine non P«:Bnfl.wn üebrern r 'Wncucmen m K P*1 «•llfejttjp, ircihat Bi ,T1'-rq gab in LT*3 3id£ nur durch ^rat > d airflmam. ober Den idjrar>en -«nf t ni zu 'Übet m ,.I«X >davor;e <*nmb aber, w äustertr »uh .ine dt auösubrendes | taS Problem brr klugbereet neten Äbf mmung Der J-mmrrf«N I auck für die blonde öeHDac; gelöst anr tk-r dekauntesten Temel | trr ntahfdxm Gesettlckaft dar nad* 3tunDcn stillen ükibrlnf i den (huidMur qrfoü. ihrr "°em dxr ’d.TKii« t weyiemt w loste»! Zwei brtaxntf Londoner Künstlerinnen brr 3rcir.^rL'.atum baM lernen. Tie Koikcuc «ioven auf reaeS Znteiefte. uno inSielonkere ist rt Die klassische deullcke Mufu, Die in Favau eine ‘ift* wachsende tifememde von Bewunderern gewinnt. In Den txo* rr «ast nübeMey daS Feld; der Plan für die foinmenbc kkonzerttaison nennt nebew Chopin eine tReibt von Meisterwerken von Bach, v.iubtl, Mozart. 1 Lieder, Lchuinanii unb Schubert, Die Dem 3lufifcDen Japans europäisches Gepräge geben. — Schwarze Tapeten für Blvnde Ten schön« prauen, denen eine ftnntMut^ Saum DeS Schicksal« Da* fcw«s m btOgolDen fdmnmtmbcn Flechum um Da*, v-cupt legte ad Deren Temt in bestem Werst und tRoia zart laidur., fjr.mt tx» London frohe Lunde. Tr stilvolle blonde Schau beit lebte tn«M in bitterem üamp«< mit Dem iJobnung«funfrter. Denn rote schön uno gefd mackvott Die modernen Tapeten in ihren t rv end ^ünnerL 1 auch ab^estimmt fern mochten noch nte fand man art laBdre^ | iart*. d c b?t blonde Schönheit :i rNich xmlmtüv und in »fr ganzen Pracht uxr Ccltuna gebracht title. Tie brünett« Fra und die Sd^nen mit (übhdrm leint waren be’fer daran. Di .iftaftf, bic sud auch Duvirrot bsreidwiNigit in den Tieost ber guten Sache gestellt haben, legen die letzte Hand turnerischen Aufführungen, von Denen Die Marmorgrnvven b-- sonders erwähnt seien, sind u. a. Vorträge des bekannten Münch- schen SoloauartettS aus Aetzlar vorgeieh n. Nid sich wen über feine Heimatstadt hinaus be» besten künstlerii'dren Nüsts erfreut. Ten Schlust Der Festlichkeit bildet et 11 Ball, während am Sonntag nackminag als Nachfeier ein Ausflug »ach Dem Philos ophenwald unternommen wird. •• Tic freito. S a n 11 i t s k 0 l 0 n ue r 0 in Notca Kreuz veranstaltet vom Timötap, 16. Nov, abends ’ t’J Utr im Tepvl Altes Hospital am crttvrewv. unter Leitung des ttvloimenarzti» Tr. 3d ; i i 1 r einen Wiederhol ung»' kur 1 us, an dem and) Nemnn tret ende hilncbmcn können Tw Heiteren Uelungs- und Znstrnkttonsiiunden iverden noch !bC. ,y kjS« >^iiJä 1( li*:-4 * * *: . j 111 a De l: V’Txt = «'9”°' und E|2w,fin * äSet dks Kl **. -^komintt • lit Wbt Punotnno^tc 1 EJai Aid- Dem irclt F*)c*iini i'ind ievt i;;-: Btüji gddxi Rf:oiborL 1L ■ yß wi W Kirnte wvmttrn^' E» iTTOV'tiM taW it icnbtal ron "UJ r r anirrt willen' _s-rai nittr für S h lßT;aÜ igemsen. Ao in mE •ss®a c’-»3 stiickc Uebuifg mit damM y eine Hebung am M WglicbsüsH in dem er die Ziele deS Vereins: Verbreitung von Volksbildung, gute Volksunterhaltung, Gemeinde- und Krankenpflege, Förderung ber Jugendfürsorge, Heimatkunde unb bes Volksliebs genauer präzisierte Er führte aus, baß ber Begriff von Glück individuell verschieben gefaßt werde nach der leiblichen und geistigen <5eitc Viele fühlen sich aus dem Lande nicht glücklich und streben nach der Stadl, wo besonders die Armenpflege besser geregelt sei als aus dem Lande: aber sie werden dort wieder enttäuscht durch die engeren Wohnungsoerhältnisse. Um den Leuten das Leben auf dem Lande annehmlicher zu machen, müsse geforgt nxrben für rechte Gesundheitspflege, für gemndes Wasier, Iiir Forderung der Reinlichkeitspflege, für Beschaffung der Nahrungs mittel durch Konsumvereine. Bezüglich der Alkohol frage führte der Referent aus, daß der Alkoholgenuß auch früher da- gewesen daß nur unser Geschlecht durch mancherlei Verwöhnung nicht mehr so widerstandsfähig sei wie das srühere. Nötig ist hauswi rt scha stliche Belehrung durch Haushaltungsschulen, in Stadien ungegliedert an die Volksichulen, auf dem Lande durch Wanderschulen. Dort müsse Ordnung und Verständnis beim Einkauf von Nahrungsmitteln geweckt, Anleitung zur Sparsamkeit und zur richtigen Berechnung ber HauShastungs- kosten gegeben werden Im Anschluß hieran muß praklilche Anleitung zur Krankenpflege gegeben werden Die Mittel für Gemeindekrankenpflege müssen Gemeinde, Kreis, die besonderen Genossenschaften und Kassen liefern. Der Armenpflege muß besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden: es werden sog Suppenzettel empfohlen, welche den Bedürftigen ein- gehändigl werden Die Gesundheitspflege mu| sich erstrecken auf gesunde Wohnungen und auf die schulen. Schulärzte und anzustellen, die bei Zeilen die Wurzeln mancher Krankheiten entdecken. Ebenso muß auf praktische Schuleinrichtungen, besonders passende Subsellien gesehen werden. Kt nde r b e w ah r- anstallen, in rechter Weise von pädagogisch ausgebildeten Personen geleitet, sind einzurichten, aber nicht zum Lernen, sondern zum Spielen. Der Wohlstandspflege sollen von gediegenen Personen verwaltete Darlehnskassen dienen; besonders wird den Schulsparkassen das Wort geredet. Tie Fortbildungsschüler sollen mit ber Kontokorrentrechnung vertraut gemacht werden. In allem dem' ist eine geistige Hebung notig: die Menschen müssen sich eine Lebensanschauung bilden können Dieses muß die Volksschule bewirken, die deshalb nur kleine Klassen haben darf, damit der Lehrer die Kinder individuell behandeln kann Erzielt wird nur etwas, wenn das Haus mit der Schule Hand in Hand geht. Für die Fortbildungsschulen insbesondere fordert der Referent zwecks der religiös-sittlichen Weiterbildung wenigstens in einer Stunde wöchentlich die Vorführung großer Männer, wie Paulus, Luther, Schiller und Andere. Auch eine Ausgestaltung ber Kirchen im Aeußeren und des Gottesdienstes tm Inneren (Orgelspiel, Mrchengesang, auch formvollendete wohlsahrtspflegeverein für den Kreis Büdingen. X Nidda, 10. November. I Heute fand im Anschluß an die Kreis-Lehrerkonferenz des Kreises Büdingen eine von Kreisrat Boeckmann einberufene Versammlung von Lehrern, Geistlichen, Bürgermeistern und an- btren Interessenten in Äraft's Saalbau Zwecks G rund u n g eines Wohlfahrtspflegevereins für den Käers Tübingen statt Kreisrat Boeckmann begrüßte bie sehr zahlreiche Versammlung und gab in großen Zügen den Zweck des Vereins an, dessen Ziele nur durch Pflichtgefühl und Nächstenliebe 3u erreichen seien Schulrat Scher e r hielt hierauf einen vertrag lieb verliert. n X Nidda, 9. Nov. Herzogs wird am 25. .^nrnbrinuS6 durch einen FestkommerS gefeiert werden. 2ie hiesigen Vereine haben ihre Mitwirkung bei ben Ver- ojiialtungen zugcsagt. Em Festausschuß trifft die näheren iriftritt Kreuzschlag haben mit einem vollen M i ß e r so l g iittnfcigt. Landrat von Bülow Bohtkamp batte in -0 -a Meter riefe angeblich reichlich Wasser gewünsckxlt. Prvf Kayser in -»ehen und andere ivissenschastliche Sachverständige hatten das Lrhandensein einer für Krofdorf genügenden Wassernienge an *r betreffenden Stelle verneint -znb zwar, ime letzt ber Erfolg ichri mit Recht. Die Gemeinde ließ bie Bohrringen bet 2c> Meter rjcie als ergebnislos abbreefcn. Auf Veranlassrmg einiger An- lingcr ber Wünsck>elrnten-Theorie ließ Lanorat Bülow-Bohtramp bie Bohrungen auf seine eigenen Kosten bis aus 40 Meter ^iefc I wrtsetz^n, ohne jeboch ben gewünschten Erfolg M erzielen, ucrm- urehr sind die Bohrungen abgebrochen worben. Die oarma Traber in sfnlda läßt auf ihre Stoffen in anderen Gemarkungsleilen Tchür jungen nach Wasser vvrnelMcu. X Hanau, 10 Nov. Bei ben heute abend zu Ende gegangenen ErgänzungSwahlen zur Stadtverordneten - Ver- iammiung tn der dritten Klasse ergab sich ein Sieg ber sozialdemokratischen Liste über die der vereinigten h ärgerlichen Parteien. Tie Sozialdemokraten verewigten [2071, die vereinigten bürgerlichen Parteien 1915 Stimmen auf ihre Liste Unter den gewählten 4 Sozialdemokraten be- ! smdet sich auch Neichstagtzabg. Hoch. Die Zahl ber sozial- demokratischen Stadtverordneten hat sich setzt von 4 auf 8 ,rhöht. Der Wahlkampf war heiß unb die Wahlbeteiligung rege. = Wiesbaden, 11. Nov. Bei den Stadtverord- 1 retenwah-len ber 3. Klasse würben brei Kanbibatcn der ärgerlichen Parteien cndgülttg gewählt, während für bie beibcn ibrigen Sitze zwei bürgerliche und zwei sozialbemokratische Kan- I oidateii in Stichwahl kommen. w. K asset, 10. Nov. Ter 70 jährige Privatier Carras itnrrbc in seiner Wohnung ermordet und beraubt. Ter Körber ist noch nicht gefaßt. MW! KM SSM, AhteilungWr Spareinlagen (Depositenkasse) nimmt Barbeträge zur Verzinsung gegen Ausstellung von Einlagebüchern entgegen. Uommandoworte im Altertum. Die häufigen Aenderungen in ber 5e(bbienftovbmmg und ben Exerzier- und Schießregieineuts der verschiedenen Trnpven- gattungcii des deutschen Heeres legen die Frage nahe, mit welchen Koniniandoworten und nach ivelchen taktischen Grundsätzeii ut den groben Berilssarmeen bes 'Altertnms die Massen geleuet wurden. Wir besitzen tn der im Au'trage des Kaisers Hadrian von dem Miluarschrtnsteller Aelianus gen. Tacticns ve*kaßtcn „Claadii Aelihni tactica sive de aciebus constitnendes ad Adrianam Imperatorem“ cm komplettes Exerzierreglemeiit im heutigen Sinne bes Wortes. Am Ende des Bilches, das die vom Kaiser nut Vorliebe gevstegte griechische Phalanx behandelt, befindet sich unter Tuet „De praecpptio Imperatoris quod et brevia esse opporteant et nonambigua"4 ein besonderes den Koniinandoworten (Armatnrae praecepta geividinetes Kapitel, das offenbar für alle Legionen ge- galten hat. Tie Aehnlichkeit mit den heute gebräuchlichen Koinmandos, beionders die Trennung in Ankündigung und Ausführung, ist überraschend. r . Die Hauptleute der 256 Mann starken Kompagnien, die ^e- rrarchien hießen und in der Zahl von je 4 ein 1024 Mann starkes Bataillon (Ehiliarchie) bildeten, kommandieren „Dista“ 'Antreten, oder nach einer Ruhepause, während der die Lanzen unb ed)ilbe, wie heute die Gewehrpyramiden, zusammengestestt mären ,.Age ad arma“ oder „Ausiste arma“ (b. h. „An die Gewehre"'. „Sascipe! Recipe!“ bedeutet, daß die am Boden liegende Ausrüstung um- gehangen unb bie Waffen ergriffen werden sollen. Ein besonderes Kommando „Recipe ad ducem“ bedeutet dasselbe wie wenn heuie ber BataiNonskommandant ober Regnnentskommanbeur befiehlt „Alles hört auf mein Kommando". Auf „Versa*1 wird Rotten- abllanb, auf „Jugau ®lieberab|tanb genommen. Sollen vor Begum des Schulexerzierens die Lanzen ausgenommen werden, io heißt es Original-Drahtiiiel-urigen. Ein blutiges Drama. w. Worms, 11. Nov. Heute vormittag, kurz vor 8 Uhr, bemerkte man int Hause Reichsstr. 4 Gasgeruch. Beim Nachforschcn fanb man in der Küche des Erdgeschosses die dort wohnende Witwe Sche i d aus Pfeddersheim mit ihrem vierjährigen Söhnchen be wußtlos auf dem Boden liegend vor, während die Gashähne offen standen. Es gelang, beide wieder zur Besinnung zu bringen. Im Schlafzimmer fand man im Bette der Witwe die Leiche des Lehrers Kruber von Wachenheim a. b. Pfrimm vor, dem die Kehle durchschnitten war. Links von ihm fanb man im Bette ein blutbesudeltes Rasier-, messer vor. Zwischen Kruber und der Witwe Scheid bestanden intime Beziehungen, die aber in letzter Zeit getrübt waren, anscheinend weil Kimber den Wunsch der Frau, sie zu heiraten, nicht erfüllen wollte. Es ist noch unaufgeklärt, ob bei Kruber Mord oder Selbstmord vorliegt. Kaiserslautern, 11. Nov. Der 30 Jahre alte städtische Obersekretär Külz hat sich heute nacht mit Leuchtgas vergiftet. Dresden, 11. Nov. Ter Flieger Retchelt aus Frank- f u r t a. M. überschlug sich gestern hier bei seinem Aufstiege mit seinem Flugapparat. Dieser wurde beschädigt. Reichest blieb “"VarilJ 11. Nov. Nach Mitteilung des Ministeriums an bie Zeitungen werden die Schutzmächte nicht vor 14 Tagen auf die Kretanote der Türkei antworten. Petersburg, 11. Nov. Minister Iswolski; erklärte bem türkischen Gesandten, Rußland wünsche die guten Beziehungen zut Türkei reger zu gestalten. „Sursum basta“, also etron .Gewehr in die Hand*. Die Wendungen werben tn folgender Weife kommandiert: „Inhattam — inclina“ (rechts um), „inclipenm — inclina" (links um), ..inbastam — irnrnnta"4 «Bataillon kehrt), „inclipeum — irnmuta“ (links um kehrt), doppelten Glieberabftand nehmen wird nut den Worten -Actitudinem duplica“ kommandiert, worauf nach bem Kommando iRestituere'* (antzchlteßen) der gewöhnliche Glteberabstanb wieder hergestellt wird. „Procede“ bedeutet ^Bataillon morich', „Itcr consiste“ dagegen .Half. „Evolve“ ist stets bas Ausstihrungs- roort einer bestimmten Formation: wonach, nachdem die „Mace- domcain" oder „Laconicam“ oder „Choream" vorausgegangen sind, bie damit bezeichneten Formationen eingenommen wären. Man ficht, daß nach dielen lateuülchen Kommandowarten zur Not aiich eine moderne Truppe eines viellprachigen Landes ererbten werden konnte, tn bem gewisse .interessante Natwnchen" sich über den Gebrauch ber deutschen Armeesprache aufhalten...... 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ArbeitSbefchrrtduna und Bed'ngungen In:gen • ans Aur IftnRän onen. Angevo« au» Vordruck, der balelbrt erh» US unb bi» zum genannten Terunn an imf ein^uieichetr - j fchlag-'tn't 14 Tage Hicfeea 9. Klovernber 19ff>. (Vu - öläfcliidfc*. VochüaruMl, Oer bei. Sitfl *2 iTbtitlbu kaittiai efliwn btk kt i mc iolg: geil Serben Dortitgtn: >3 *-■il*bannttnl)dTipi ■ <• 'VeWÜt zum: Werts taun: der kku — «ornionM, an :t:, a üöt -*r:-rere ic Siznx 6« yWimr üb nü bti 5tf>t Kc. Loch Lrhrir ' roch aii. *8«ikr bat krön « fctuegietal» J" pkLiüiger Lktlr mj k:; Dfulr aü biete , Oftimmimg gcti . 13 so MM er betn pC tuyefnen lifl I ecu—btt rüdftän lC:’ 3a^t btfaimt; na feXirtnnäge für b F*’“ bitfti Wahres I* r-‘ bem v Jam Ze R l'vätrr eilte E h *"» Wiftra «u e btm seid UjiJJ Tagen i| Lillw L f5 ild), vat Sie , Lote, $JntUn i 11 kte ‘ rn2,fll im K - d" St, 1*1-, Ägnti JjtaJ ^»Kit in e itkt M™ ''k-rt I nQi Strobe j I «J^Stner I , - tiRqj Jv. «Sä® I . • b:*V- It,n ter Elettrtzitatswerk und Zirafienbahn der 3tabt dieften. ____________________________ 2 toll c. »1 Betreffend Betrieb der rleftrifcben Btrafceababn. .^ahrvläne der elektrischen 2 iratzenbaun können gegen tr? statinng von 1" Pfg. s. d. 2nid bei bet unterzeichneten fierivalMB tn zkmoiang genommen werben, "liehen, den 11. November Iflrfi. tt". Stadt iklektrizliatswerk und 2iraftrnba6it der Stadt dieftta g 10 11 e. Delir- a Mw* - LKMkbnk-HrUUUH. Mlü ftonrO» Betrifft: ,)elbbercmtguna in der Aemarkung Qtirfteo ünt» der Lahn. I. TetL Die uachiiehende Bekanntmachung bringen wir ütermil »: ötzentlichen Lennmi». Öieften. den 8. November 1909 ^rolldcrzogUche Bürgermeisterei Gießen. 2. 8.: Keller. Kekannlmachung. Bekr.: wie oben Mst Entschließung Dom 4. November 1909 dar Sroßb MO fterium des Innern. Abteilung für ifanbipirtj®aft. Hande', ul tiercerbe, den Zuteilungsvlan für ben «eldderernigungsdezi.'s links der Lahn I. Teil einschließlich der -um Ber'ahren zu-i-zoOch^ teile aus den Gemarkunaen L'aun»badi unb Ätßmar für K- ;«bbar erklärt. Auf Grund Don Artikel 36 bei Feldbereinigung»geseHes d» stimme ich als Zeitpunkt der 'Sxefübrunfl EtgentumsäbergahU den 15. November 1909 und üherronfe hiermit mit Wrrkung w gleichen Tage den Beteiligten die neuen Grundstücke diese» Be»,tH Die liefeenoeihinn erfolgt unter den gleichen Bedm-iut»». wie die frühere proviforische Pefiveinweiiung, nämlich: 1. Meliorationsarbeiten können auf den neuen l'^nmbMW auch ferner hm vor genommen werden 2. Tu beteiligten fikunbr.geinümer muffen sich B-nandemMM! der Zuteilung, die infolge der Ausführung mm AeliorattosA» art iiten. der Anlage von Segen, Gräben ober au» ssnsttHM Gründen notwendig werden, gefallen taften. Ei» bierbnal bedingter Ab- und Zugang von Ofettnbe mrb dem nza» Eigentümer nach dem Bonitütswert vergütet bezw. zv- schrieben. Friedberg, den 8 November 1909 Ter Hroßderzogliche Feldbereinigung-kotnmistLr: lgez/! Zchnittsvadn. ttrrisamtnnlna, 111