Samstag 1V. Juli 1909 Zweites Blatt Nr. 159 159. Jahrgang Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntags. oXO Die „Glehener Zamillenblätter" werden dem „Anzeiger- viermal wöchentlich beigelegt, das „Ureirdlatt für den Kreis Siehrn" zweimal wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen Selb fragen" erscheinen monatlich zweimal. lon UEBIG atag den 12. Juli ds. IS. abends 8'/, Ubr, Vebung, den piinftlid) 81/. ll-r ar Turmbaus. Las Kommando. Rotationsdruck und Verlag der vrühl^ch« Universitäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: 51. Redaktion: «^112. Tel.-AdruAnzeigerDreßen. le|iaoDeH|f.) Mag den 10. Juli 1909 onotsversammluvü Sereinklokal. .E 3 $»i> tiflmbrmuS. er Voritand des Marine Vereins. ^ichlnenbau-e|,‘ Gesangverein igAlig mit se *HUi I H Ai». Mensch, bringe er auch nur die kleinsten Eigenwerte hervor, war ihn bedeutender als der tüchtigste Verwerter des Geschaffenen, und er verglich wohl den einseitigen öiftorifer nut der „Hyäne, die sich von Leichen nährt". Deshalb sah er fernen Beruf diwin, das, was er geschaut unb erträumt, was zu ihm, dem Auserwählten, die Kunstwerke gesprochen, durch seine innerliche Leidenschaft und die produktive Kraft seiner Phantasie zu neuen, dem profanen Volk verständlichen Formen zu geftalten. Er fühlte sich als em Prophet und verzückter Seher der Schönheit. Wre zufällig hatte er seinen inneren Beruf gesunden und allmählich erst lebte er sich in ihn hinein. Als flotter Student hatte er sich in Heidelberg ausgetobt und war nach Leipzig gekommen, um sich hier in das puristische Studium einzuarbeiten. Aber die trockenen Pandekten mochten seinem unruhigen Geist nicht behagen, er sah sich in den mrderen Fakultäten um und entdeckte in Anton Springer einen Mann, der ihn interessierte. Die Kimstgeschichte war ja damals eben erst zu einer eigentlichen Wissenschaft geworden und der kenntnisreiche tüchtige Springer, der auch ein offenes Auge für die Kunst der Gegenwart besaß, hatte nicht wenig zu einer Grundlegung des kunsthistorischen Studiums beigetragen. Muther packte der neue Stoff, die neue Methode: er sah hier die Möglichkeit, aus dem Leben zu schöpfen und ins Leben zu wirken: so wurde er ein begeisterter Jünger der Kunst, dem das Studium nur die Wege bahnen sollte zu eigenkünstlerischen Darstellungen. Wäh- .rend seines Schaffens wurde er immer skeptischer gegen die Lbissenschaft; er sah in ihr nur die Grundlage, auf der sich die nacherlebende Schöpfung des Kritikers aufbauen müsse. Als er später wegen seiner sorglosen, Belegstellen und Zitate vermei- vor der Oeffentlichkeit mußte er stets eine gewisse Schüchternheit und Zurückhaltung überwinden. Deshalb wagte er auch erst ziemlich spät, frei zu sprechen. Zunächst las er feine Vorträge mit einer weichen, etwas monotonen Stimme ab, nur an Glanzstellen sich zu einem andachtvollen Pathos erhebend. Später lernte er dann alles, was er sprach, wörtlich auswendig, wobei ihm sein glänzendes Gedächtnis half. Und doch ist er in seinen letzten Zähren zu einem der eindruckvollsten und erfolgreichsten Redner geivorden, der sein Publikum magisch in den Bann seiner Pepa sönlichkeit zu ziehen wußte. Leise, stockend begann er, in einem! sachlichen Ton, der gleichsam die Fühler tastend nach der /allgemeinen Stimmung ausftrectte. Sein Thema riß. ihn mit, er wurde wärmer, hastig und nervös wurden die Sätze schnell heraus- gesioßen — und der Kontakt mit seinen Zuhörern war hergestellt. FühÜe er sich einmal in dieser Harmonie des Verständnisses, dann wurde er zum ergriffenen Propheten. Die Stimme überschlug sich zu schrillen Rufen in der eigenen Begeisterung; seine starke Erreguna riß die anderen fort: man ließ sich tragen von der rauschenden Flut seiner Rede und glaubte mit diesem Schönheitsanbeter an das Mysterium der Schönheit und der Kunst. Eichener Aineiger General-Anzeiger für Gberheffen Erinnerungen an Richard Muther. Uns wird geschrieben: Richard Muther, der nun so plötzlich dahingeschiedene berühmte Kunstschriftsteller, war unter deutschen Professoren eine seltene Erscheinung; er hatte so gar nichts vom Gelehrten an sich; mit seiner nicht eben großen, aber elegantem Figur, den roeid^n und gewinnenden Zügen, die durch den kurz gehaltenen Spitzbart etwas Männliches erhielten und durch tief» liegende leuchtende Augen belebt wurden, machte er den Eindruck eines faszinierenden Weltmannes. Und in die Würde eines ordentlichen Professors für Kunstgeschichte, die er an der Breslauer Hochschule bekleidete, hat er sich nie hineingefunden; mit feinen Schülern verkehrte er wie mit Kameraden und Freunden; stets sprach er als Mensch zum Menschen und nichts Men,ch- liches war ilym fremd, auch im Examen nicht und in den Sitzungen mit den gravitätischeren Amtskollegen. Wie oft hat er darüber geklagt, was für ein elend Ding die Kunstgeschichte sei, die nur matte Photographien und toten Wissenskram vorzulegen verstehe, anstatt des gewaltig flutenden Lebens, der ungeheuren sinnlichen Anschaulichkeit, daraus alle große Kunst entstanden! Gelebtes wollte er geben, nicht Gelerntes; jeder schöpferische poliitfcfye Tagesschau. Aus konservativ-klerikalen Flitterwochen. In der neuen konservativ-klerikalen Ehe ist der erste Zwist ausgebrochen. Vorläufig — wie das in Honigmonden so der Brauch zu sein pflegt — nur erst ein kleiner theoretischer Disput, dem gewiß bald wieder selige Flitterwochenstimmung folgen wird. Aber er zeigt dock) auf die schwachen Stellen im neuen Block, und daß er so früh schon auf sie zeigt, ist daran das eigentlich charatte- ristische. Ties sind die Tatsachen: in den letzten Tagen ist in der Presse vielfach Herr v. Bethmann-Hollweg als kommender Kanzler genannt worden. Das hat die „Germania" verdrossen und im Ton der Rüge hat sie anmerken zu sollen geglaubt: Herr v. Bethmann-Hollweg sei der passionierte Blockmi-nister gewesen und noch immer ein, „innerer Gegner bet neuen Mehrheit". Würde er jetzt Kanzler, so müßte er fort und fort „mit.seiner politischen Ucberzeugung in Widerspruch kommen!'. Diese „unberufene Einmischung in die (in der Theorie von den Konservativen immer überaus hoch gehaltenen- Gerechtt'ame der Krone" hat, wie sich das gehört, alsobald das Mißfallen der „Kreuzzeitung" geweckt. Sie ist zwar nicht so aufgebracht wie sie bei Auseinandersetzungen mit Nationalliberalen und Freisinnigen äu sein pflegt. Immerhin spricht sie von anmaßenden Ideen der Zentrumsprefse und erklärt es für „recht wenig angebracht", auf die Entschließungen des Kaisers einwirken zu wollen. Worauf die „Germania" bann beim Rückzugsgefecht versichert: solche Einwirkung, deren Erfolglosigkeit sie kenne, liege ihr fern. Sie hätte auch nur „rein objektiv" auf bie Schwierigkeiten Hinweisen wollen, bic bei bet Wahl des künftigen Kanzlers zu berücksichttgen hohe politische Klugheit rate. Wir fürchten: die Konservativen werden die „hohe politische Klugheit" des Zentrums bald stärker an ihrem Leibe zu spüren bekommen als ihnen lieb sein dürste. Wobei es dann keineswegs ausgeschlossen ist, daß die „reine Objektivität" des Berliner Zentrumsorgans in der rauhen Praxis der Ertzberger, Heim und Groeber sich einigermaßen verslückstigt. Einstweilen harren wir nicht ohne Spannung des Erfolges, den der Einspruch der „Germania" gegen Lehre und Wandel des Herrn v. Bcth- mann-Hollweg haben wird. Bis zu einem gewissen Grade kann auch schon dadurch die Sttaße gekennzeichnet werden, die wir fürder zu wandeln verpflichtet sein sollen. ______ EitaSS WßmMtz Privatunterricht damenu. Herren. Unlemchir. oorlbildunqskurie bestand!: (8ang. - Auskunft erteilt, licitz, Neustadl i. v», ____________Ter Vorstand. »angveyein Heiterkeit ’nntaö den u. guI(. Nil* denden Darstellung angegriffen wurde, pflegte er zu sagen: „Ja, ist denn nur das ein Gelehrter, der mit all dem Schmutz und Staub seiner Vorarbeiten belastet vor das Publikum tritt? Kann man nicht auch mit sauberem Hemd und im Gesellschaftsanzug in die Arena der Wissenschaft treten?" Von Büchern und Bücherlesen hielt er nicht viel; als er schon längst Professor war, bestand seine Bibliothek in einem recht ungeordneten Hausen von Werken, aus dem er selten etwas herausfand. Als ich ihm einmal von einem (gelehrten erzählte, dem in einem Nekrolog nachgerühmt worden war, daß in seiner großartigen Bibliotlmk sich fein Konversationslexikon befunden habe, erklärte et kopfschüttelnd: „Das Konversationslexikom ist ja das einzige Buch, das man heute noch braucht." Als das geniale Werk eines freischaffenden Künstlers, nicht als die mühselige Arbeit eines sammelnden Gelehrten ist denn auch sein Meisterwerk, die dreibändige Geschichte der modernen Malerei, entftanben. Er fühlte sich als der Eroberer eines Neu- lands der Kunst, als er es schrieb, als der Verkünder eines neuen Schönheitsevangeliums. Auf langen Reisen hatte er seine Eindrücke gesammelt,' hatte alle Wunder des großen modernen Schassens durchlebt; in den Bildern war ihm auch das Verständnis für die Eigenart der neuen Literatur auf gegangen; er sah und fühlte1 denselben Geist in den Werken der Flaubert, Goneourts, Mau- passant, Bvurget. Aus seiner Lektüre floß manches hinüber in seine Schilderungen. Dann verarbeitete er diese weite Welt, deren Reize fid) vor ihm aufgetan, in einer Reihe von Vorlesungen, die er in München hielt, dieues trat hinzu, was ihm der Tag und die Forschung vermittelten. Aus diesen Bausteinen schuf er sein großes Panthwn der modernen Kunstbewegung in dem echten Rausd, des Künstlers und vergaß, bic Elemente kenntlich zu machen, die er von anderen übernommen hatte. Er wußte sich reich genug, um borgen zu können. Seine entscheidendsten Eindrücke hat er ja nie aus Büchern, stets auf Reisen empfangen. Sein letztes großes Erlebnis war in Spanien. Als er bei der Ausstellung von St. Louis zusammen mit den glänzendsten Vertretern der internationalen Gelehrtenwelt nach Amerika ein» geladen wurde, kam er mit einer großen Enttäuschung zurück. Tie neue Welt erschien ihm barbarifd); sie hatte ja keine Kunst, leine reife Kultur, vor der er anbetend hätte niedersinken können. Am lustigsten erzählte er von den anderen Professoren, die sich recht wunderlich neben den eleganten Am ' . ern ausgenommen: der eine hätte keinen Frack mitgehabt, :i , dem anderen wären ,cine Koffer verloren gegangen. Mit Stt- - nannte er sich selbst -inen Journalisten; nichts schien ihm :...^crlidjer als das Professorale. Er brachte es fertig, in einem Aufsatz etwa zu schreiben: „9hm wird einem auch Venedig verekelt. Da steht ber Professor Soundso mit seinem Regenschirm und füttert die Tauoen von San Marco." Er war ein glänzender Causeur, dessen Plauder- tuaift von sprühenden Lichtern des Witzes durchzuckt war. Aber tage im Reiche — wenn auch unter äußerst beklagenswerten Umständen — der Verwirklichung näher gerückt worden und die Großh. Regierung hat ihre umfangreichen Vorarbeiten so wett gefördert, daß sie das Ergebnis derselben in einer sebr voluminösen Denkschrift, wie sie bereits in der Thronrede zur Er- öffitung des 34. Landtags angekündigt toorben war, soeben den Ständekammern zugehen lassen konnte. Die Denkschrift zerfällt in vier selbstänbige Abschnitte mit einer Anzahl tabellarischen Anlagen unb zwar 1. zur Revision ber Besoldungsordnung, 2. zur Revision des Gesetzes, betr. den Wohnungsgeldzuschuß der Staatsbeamten, 3. die Hinterbliebenenversorgung der Staatsbeamten betr. und 4. die Gehaltsverhältnisse der Volksschullehrer uni) Lehrerinnen betreffend. Die Regierung hat yu allen vier Abschnitten der Denkschrift ein außerordentlich umfassendes Material beigebracht und nameni lich viel statistische Vergleiche mit den Verhältnissen ,im Reich und den wichtigsten Bundesstaaten angestellt, so baß sich cud) ber Laie über den Stand der Beamten- und LchrerbesoVung in Hessen ein Urteil bilden kann. In den Anlagen zur B e s o l - dungsordnung wird neben den Vergleichen zwischen dem Diensteinkommen der Beamten in Hessen und anderen Bundesstaaten aud) eine Uebersicht über die aus den berfdjiebenen Interessentenkreisen art Regierung und Landstände gerichteten Vorstellungen gegeben. Die Regierung betont, daß, wenn die darin geäußerten Wünsche der Beamten und die von einer Anzahl Abgeordneten eingebrachten Anträge verwirklicht werden sollen, fid) nach ganz ungefährer Schätzung ein jährlicher Mehrbedarf von zirka 3450000 Mark erforderlich machen würde, wozu noch eine jährliche Erhöhung von ca. 730 000 Mark für Pensionen gerechnet werden müßte. Auch die anderweite Regulierung der Wohnungsgeldzuschüsse und der Bolksschullehrergehalte, wie der Hinterbliebenen-Versorgung dürfte erhebliche Staatsmittel erfon dem. Die Regierung beschränkt sich in der Denkschrift darauf, das Ergebnis ihrer umfassenden statistischen Erhebungen näher dar- «liegen und behält sich vor, auf Grund dieser Ergebnisse den Landständen bestimmte Vorschläge zu unterbreiten, nachdem durch Schaffung einer Reichsfinanzreform das finanzielle Verhältnis zwischen Hessen und dem Reich geregelt sein wird. — Ein interessantes Beispiel von Schutzfärbung wird in einem Artikel der „Deutschen Fischereikorrespondenz" angeführt. Ein Fisch von der Nigermündung, Poly- centropsis abbveviata Bouleyer, weist eine Färbung auf, die in ihrem Braungrau mit helleren und dunkleren Makeln lebhaft an ein ins Wasser gefallenes, abgestorbenes Blatt erinnert. Aber nicht nur die Färbung, auch die Gestalt ist genau dieselbe, wenn! der Fisch die Flossen anlegt. Da die Endigungen der Rücken-' und Afterflosse, sowie die Sc^vanzflosse, waren sie auch so gefärbt, nicht mehr in bie ihnen Schutz und Unsichtbarkett oder Unauffälligkeit gewährende Blattform passen würden, so sind sie eben gar nicht gefärbt. Sieht man den Fisch nicht ganz genau an, so gewahrt man die genannten Flossen überhaupt nicht, sie sind völlig glasklar durchsickftig. Zu dieser Schutzfärbung kommt verstärkend noch das Gebaren des Fisches. Er liegt int Wasser, wie ein Blatt in diesem liegt. Bald liegt er vollständig auf einer Seite, bald lehnt er sich mehr oder minder schräg an eine Pflanze ober bereit Wurzeln an, immer auf ober dicht über dem Bodms lagernd, bald hängt er den Kopf nach oben ober nach unten, in den verschiedensten Stellungen, zwischen den Pflanzen. Alles am Fisch ist Ruhe, und selbst seine Schwimmbewegungen sind unsichtbar unb rätselhaft, da eben diejenigen Flossen, welche bie Bewegung vermttteln, so völlig durchsichtig sind, daß man ihre Tätigkeit gar nicht wahrnimmr. Kommt aber ein Beuretier tu Die 9laf)z, so wirkt das wie ein elektrischer Schlag. Die Flossen straffen sich im Augenblick, unb wehe dem Tier, das zu nahe an den Polycentropsis kommt — am Nu ist es verschlungen. Eine russische Gedenkfeier. In Poltawa traf gestern Kaiser Nikolaus mit den Großfürsten, dem Ministerpräsidenten Stolypin und dem Gefolge ein. Die Fürstlichkeiten begaben sich morgens nach dem Schwebendenkmal, wo eine Seelenmesse für Peter den Großen zelebriert wurde. Darauf fand eine Parade der Regimenter statt, welche im Jahre 1709 in derSchlacht bei Poltawa gesiegt haben. Der Kaiser wurde mit enthusiastischen Kundgebungen begrüßt. Nach der Parade erfolgte ein Besuch der Uspensk-Kathedrale. Die Stadt trägt reichen Flaggenschmuck, lieber 25 000 Teilnehmer an den Festlichkeiten sind hier eingetroffen. Später fand die feierliche Enthüllung des Denkmals für den Verteidiger Poltawas im Jahre 1709, des Obersten Stettin, in Gegenwart des Kaisers statt. Verschiedene Deputationen legten Kränke an dem Denkmal nieder. Abends wohnte der Kaiser einem Gottesdienste in der am Sch.wedendenkmal gelegenen Kirche des heiligen Simeon bei. Marokkanisches. Der Pariser „Matin" bringt heute aus Tgnger die Mitteilung, wonach die deutsche Gesandtschaft in Tanger am Mittwoch an ihre Regierung in Berlin telegraphisch das Ansuchen gestellt habe, angesichts der drohen-, den Situation in Marokko Frankreich zu ersuchen, es möge sofort im Namen Europas für die Herbeiführung ruhigerZu stände in Marokko ein treten. Dasselbe Ansuchen hatte angeblich die italienische Gesandtschaft bei ihrer Negierung in Rom gestellt. Wie vorauszusehen war, hat sich dieses Märchen, bei dem der Wunsch der Vater des .Gedankens war, sofort als unwahr herausftestellt. Der Direktor des Madrider „Jmparzial", der v-on Ntz zurückgekehrt ist, schildert die Lage Muley Hafids als trostlos. Der Sultan sei von Mitteln und Truppen entblößt und ber wachsenden Anarchie preisgegeben. In der Presse herrscht die Auffassung vor, daß die marokkanische Sondergesandtschaft, die am Freitag in Madrid eingetroffen ist, allerdings recht wenig Autorität mitbringen wird. In Melilla wurden siebenspanisch eArbeiter der Rifsminen von Marokkanern a n gegriffen. Vier Arbeiter wurden getötet, einer verwundet. Der Gouverneur ist an der Spitze einer Kolonne zur Verfolgung aufgebrochen. Anscheinend kam es zu einem blutigen Zusammenstoß, denn ein Offizier und mehrere Soldaten wurden später tot, ein Hauptmann, ein Leutnant und mehr als 30 Soldaten verwundet nach Melilla zurückgebracht. tanL &eS 9eNt. Zur Zrage der Zleischpreise wird uns geschrieben: Metzgermeister Fr. Schreiner will den Lesern des Gießener Anzeigers klar machen, daß der Verfasser der früheren Artikel! wegen der Fleischpreise das Publikum irre zu führen und dadurch unnötig aufzuregen beabsichtigt habe. Wer die Stimmung in der Gießener Bevölkerung kennt, der weiß, daß allgemein! die Ansicht verbreitet ist, unsere Metzger verständen es bestens, höhere Preise zu nehmen, als unbedingt nötig ist. Darüber regt sich das Publikum nickst mehr auf. Aber Metzgermeister S ch r e i - ner scheint in Aufregung geraten zu sein, daß man sich im Jv.teresse der Allgemeinheit einmal öffentlich mit diesen Dingen beschäftigt. Es wurde in beiden Artikeln nicht mehr und nicht weniger verlangt, als daß unsere Metzger ihre Ladenpreise den gesunkenen Fettviehpreisen im Lande unpassen sollen, denn die Einkaufspreise für Vieh sind mit Ausnahme für Schweine, die wieder gestiegen sind, sett Ende Mai erheblich gesunken. Wenn behauptet wird, daß die Kälberpreise nur an einem Markt einen Abschlag erfahren haben, so entspricht das nicht den Tatsachen. Kälber, und zwar beste 'Qualität, fielen am letzten Markt im Mai von 78 auf 62 Mk. der Zentner, auch die Junimärkte behielten im wesentlichen diesen Preis bei, erst beim letzten Markt zogen die Kaloerpreise wieder auf 65—66 Mk. in bester Ware an. Die hiesigen Meister müßten schlechte Geschäftsleute sein, wenn sie bei dieser Konjunktur gar, wie Metzaermeistcr Schreiner schreibt, für Kälber 70 ober 80 Mark bezahlt haben. Fette Ochsen Stimmungsbilö aus dem Reichstage. Berlin, 9. Juli. Die Kontingentierung der dritten Lesung der Finanzreform hat sich als ein kluger Gedanke erwiesen. Die Partei- politische Auseinandersetzung verwies man auf den zweiten Tag- darum konnte man heute in einer einzigen Sitzung bie £>rei großen Steuervorlagen erledigen, deren Beratung lechs volle Monate und mehr erfordert hatte. Des Morgens -bei dem Branntwein, des Mittags bei dem Sier — nach diesem Soldatenverse ging es auch heute, nur in umgekehrter Reihenfolge, und dazwischen um die Mittags- iunde gab es beizenden Tobak. Das Reden versparte man lieft auf morgen, man stimmte ab. Auch in den Dezember- :agen der Zolltarifkämpfe hat es nicht so viele namentliche Abstimmungen gegeben wie heute. Seit gestern und vorgestern hatten die Stimmführer der Mehrheit zu allen jirei Steuergesetzen eine neue Serie von Anträgen ins Plenum geworfen: man las die Namen der Antragsteller unb verließ sich darauf, daß diese schon wissen müßten, Deshalb sie die Beschlüsse von gestern unb vorgestern um- krempeln und zum Teil in das gerade Gegenteil verkehren wollten. Unentwegt wurde abgestimmt, und der Dampfwalze gleich ging der Mehrheitsblock über die Anträge der Minderheit hinweg. Nur hier und da gab es bei einer ober der anderen Bestimmung etwas, was nach einer Debatte aussah. Die Mehrheit war in Sieges- und Ulk- siimmung, und auf der Linken äußerte sich ein Galgenhumor. Man hatte vorher vielfach gemeint, es würde schon heute bei der Branntweinsteuer zu einem Zusammenstoß zwischen der Linken unb ber Mehrheit kommen, aber es qab nur ein kurzes Renkontre zwischen Abg. Südekum unb dem neuen Direktor der Spirttuszentrale, Abg. Kreth, ber an ber Gestaltung des Gesetzes als einer ber Führer Der Konservativen in der Kommission einen hervorragen- Den Anteil hat. Die Frage der Entschädigung durch die Zteuergesetze arbeitslos gewordener Arbeiter gab verschie- Denen Rednern der bürgerlichen unb sozialdemokratischen Linken Gelegenheit, die Doppelrolle des Zentrums zu be- euchten; und die Art, in der Abg. Giesberts erwiderte, ’ieß deutlich erkennen, daß es den Vertretern der Arbetter-. rahlkreise dieser Partei, in der ihnen durch die Fraktions- Disziplin aufgezwungenen Rolle nicht sehr wohl zumute Ljt. Auch das bayerische Zentrum bekundete durch eine Erklärung des Abg. Speck und an einzelnen Stellen auch Durch den Stimmzettel, wie schwer das Opfer ist, das es Dem neuen Blockprinzip bringen muß. Es bedurfte eines starken Druckes unb sehr eindringlicher Bemühungen von ^eutrumsführern, um Abg. Dr. Helm daran zu hindern, Daß er in offener Fehde gegen die konservativen Block- jrüber dem Jnarimm des bäuerlidjen Mittelstandes Jen- ationeilen Ausdruck gab. Nach fiebenftünbiger Abstim- nungsarbeit ging man für heute auseinander. Auf 10 Uhr vormittags schon ist die morgige Sitzung anberaumt. Man erwartet zu ihrem Beginn eine Erklärung des stellv. Kanzlers von Bethmann-Hollweg im Namen des Bundesrats. Zur Beamtem und Lehrer-Besoldungsreviston. Wie im Reich und in verschiedenen anderen Bundesstaaten, bildet auch in Hessen bic Revision der Beamtenbesoldung resp. bie Besserstellung großer Kategorien mittlerer und kleiner Beamten, löie der Bolksschüllehrer und Lehrerinnen, seit Jahren einen '^cgcnflanb ernster Fürsorge für Parlament und Regierung. Die Nottvendigkett einer allgemeinen Revision der Gehaltsskala war schon 1907 von beiden betten durch das Gesetz, betr. die Wohnungsgeldzuschüsse für Beamte ohne Dienstwohnung anerkannt unb damit wenigstens den allerdringendsten Bedürfnissen Rech- itimg getragen worden. Die Regierung hatte aber dabei gleich b-cn Forderungen der verschiedensten Parteien ber Kammer entsprechend betont, baß eine grünbliche Revision ber Besoldungs- oTbiimtg von 1898 erst nach Vollendung der Reichsfinanzreform erfolgen könne. Jnzioischen ist nun bic Orbnung ber Finanz- ftnb tn xn lebten 4 Mcajen m der VXfleno mau teuerer geworden, sondern der Zentum, urb -,war auch m allerbester Säte, von M auf 75 Mark gefallen. Ebenso und irlte Rinder und rette Hübe im Preise seit Ticmatcn hcruntergeganaen Herr sdntmer kommt tn seinem ANilel mir den oftpveftiefleisckwreisen an dt?'" lat der Zchrriber m seinem früheren Artikel nicht ctikid'r, DHin diese entsprechen in Den Gtcßener Geschäften der £aqe des Marktes. Per raten aber können iptr den sumiunienten, daß iic ht bei .verm schreiner bedanken brandern, rontn dem Giexen 'o ist. (inten Austern i haben tue« ;miqen Mölleren des Herrn, otc nur L chlort ne sch. achten, der- hmöert, rote Schreibet dieses aus b.'ftcr Cuelle weiß und zu be- ) reifen imftanbe ist 'Senn man oie Preise her anzog, die der Garuu'on icbi im Vrrgleich -,uni ersten Halbiahr gemacht wurden, so iDDlüc man damit oartun, baß dieser gegenüber ein Preisabschlag f attgefunben, der aber der augenblüüichen Vage des Ur ebmarktes nicht entsprachen kann, iveil die geficUtai Preise Lu Ende des Wahres in Geltung bleiben lieber diese Ar: der F: :>cho" tti Nagen die Menget rartwahrend, weil sie habet em ' iuüo entgleit munen, falls die Biehpreise .nährend der Ber* dii.gungso . ooe in die Hohe gehen "Der Allgemeinheit gegen* üi i halten sich aber dir Mepger solidarisch gebunden, hohe Preise n-i .1 -,u lubmen, wenn auch die Piehoreise abschlagen. 3teigt ab r der Preis oes Biehe«, bann gibt es sofort einen höheren VaDciur. Tiefe Verhältnisse und nur da möglich, wo die denen sich einig sind und wo Die Bevölkerung und auch die *r-ne ruhig dazu in. Sie gut aber bet unangemessenen Fleisch* vr.ii'U Dte ■.'lurtcgung in der Bevölkerung ist, oasüt ein Beweis- aus dem 3tadkchen Berleburg. Ter Hinterländer Anzeiger in Biedenkopf berichtete dieser Tage, daß btc dortige Metzger* Innung infolge der gesunkenen Biehpreise im Laiide sich veranlaßt gesehen hat, einen Abschlag auf Fleisch »inlrcten iu lassen. Dos Blatt bemerft zu dieser Mitteilung: Belannklich fand m Berleburg eine Volksversammlung gegen die boitim n hohen Flciichpreiie statt T-.r Zoll in Berleburg ist ein 3chulsall, wie et besser nicht sein kann. Man^ ersieht Daiaus, welel-en Wert die Oessentlich'eit Ixu u den Schluß des Artikels des Herrn Schreiner einui* geh n, will ich nur verjagen Was er von Wetzlarer Verhält^ nluen ajiiuhh, stimmt nicht zur Sache und locnn Mitglieder der Aiouium Vereinigung zu ihrem früheren Nlltzger -urückgekchrt sind, jo b.’iveift die», daß die auswärtige Konkurrenz die Wetzlarer Me',gi r ge,um ngen bat, billigere Preise zu stellen. Wie aber Herr Schreiner über Ringbilbung unter seinen (^ewerbegenossen b-nft, geht aus Dem Schluß seiner Äussuhrimgen hervor Wir glauben, oag er es mit tyreuDen begrüßen würde, wenn die Mr-.,er ui Gießen einbeitlidn- Perlaussore,se fest setzen würden, natürlich Preise, wie ei iie gern haben möchte. Zum <' luck nuet sind unter den Gießener Metzgern auch noch Männer, Die wissen, daß man den Bogen Nicht zu sltass spannen Darf. Tie Gießener Melkermeister haben s. 3. einen Preisaufschlag abgelehnt, nut der Begründung, Dar Damit Der Ronfum zurück gehen würde und Dann hatten sie recht Wieso es ober genommen, daß von allen leise, »o len nur Aialbjleijch von 74 auf 7ü Pfennig Das Pmnd in i^ießen l-eruntergesetzt wurde, werden wir gelegentlich iinmal erzählen, wenn wieder einmal von Fleischpreiscn Die :Keoc ist. (Gießener Ltraskammcr. X Gießen, 9. Juli. Streitende Hausgenossen. Zwischen der Familie oeS Arbeiters E W. zu Friedberg uns einer im numimten Hause wohnenden Frau besteht em gespanntes Verhältnis, da? zu öfteren Zänkereien führte. Als im letzten Frülnahr Frau W. im angetrunkenen 3unmioc auf ihre '?iad)barm schimpfte, wurde sie von ihrem Manne angctcucrt, bie Frau zu mißhandeln. Während W. mit einem Waschbrett Der wehrlosen Frau, Die gerade zwei Eimer Wasser in Die Waicp* küche trug, auf den Hinterkopf schlug, bearbeitete seine Frau Die । m E tock, bet an b ?m eint n n nbe einen stark« n Knoten batte, bis die Verletzte vor Blutverlust ohnmächtig liegen blieb. Uinci hinzugeeilten Frau gelang es nicht. Die Verletzte au-5 ihrer Lhnmadjt zu beireien, so Dau ein Arzt hmzugezogeit werden mußte, her Daun eine große Anzahl von Verletzungen und Beulen fcftftelfte, die die Frau einige Zeit an Das Bett fesselten. Gegen die Eheleute W. wurde Anklage wegen gemeinscha'tlicher, gciabilidHV Körperverletzung unter dem erschwerenden Gerichts- vunkte des hinterlifhgen llebersalls erhoben und Frau W. wurde vom Schosnngerichl zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt, nährend ihr Mann nm 2 Monaten durchkam Erstere beruhigte sich bei Dem Erkenntnis, dagegen bestritt der Mann, ikh an xkörver* Verletzung beteiligt zu haben und erhob Beruwng Tie Be* ruchugsv, rhanhliing ergab dasselbe Bild wie nm Schöffengericht: cd stand feil, daß der Angeklagte der wehrlosen Frau mn Dem Waichb» h einen Sdilag aus den Hinterkopf versetzt und 'rrau zug.redet hat nur scst drauszuschlaacii Ter Vertreter her Staate-iniuaUirtiafi brachte wie in erfter Instanz eine Gesangms »traie von 4 Monaten in Antrag, zumal bet Angeklagte wegen Körperverletzung schon mehrfach vorbestraft ist und auch wegen an her er Gewalttätigkeiten wie auch wegen weiteren Telikten fchon viele Borstr.ifcn erlitten hat. Tas Gericht hiel' ichodi die vom Schöffengericht erkannte Strafe für angemcfjcn und bestätigte das Urteil unter Verwerfung her Berufungen. Unter Ausschluß der Oesseutlichkeil wurde geg,. c-cn m Gebe r n wohnhaften Ticnstknecht I G W. auS Merke: v, her wegen Sittlichkeilsverbrecheno Dorbeitrarr ist, wegen glc i Verbrechens, das er in bcciTüdKt Tathanhlung an einem hrigrn TläDchcn verübt bat, verhandelt. Ta • Qk- richt iiabrn v auf einem einheitlichen Entschluß beruhende Handlung an - erkannte unter Versagung milbernher llmftänbe aus >'-n 3al)i Drei Monate Zuchthaus, woraus 14 Tage Unter- iudiungcba n Anrechnung gebracht werden, und sprach hem AngeNaglcn hic bürgerlichen Ehrenrechte aus 6 Jahre ab. - 1 ■ - — 1 — - > dkricbt-Maol. FC Tarrnstabt, S. Juli Beim Viehhanbel haftet d.r V- kuliier kraft (Gesetzes -ohne besondere Verabredung nur für hie sogenannten ösiuptmängcl und auch Tür diese nur ivährcnh t>er Okmäbrfrilt: für andere Mängel, zu denen hie Zugfestigkeit d.-s Pferbe« gehört 469 B. G B > besteht im Vlehhaiidel eine geietzliche Haltung nicht. Zn einem am Vanh richt in Mainz anhängig gewesenen Prozeß, in dem eS sich um die Zugsestig* feit eines an einen FuhrwerkSbesitzer Der tauften Pserdes handelte, bir Da« r,ci nicht besessen bat, vertrat das Gencht die Ansicht, dai; m d.m Berkaus eines Pferdes an einen Fuhrmann hie „still* id'ivcigcnbe Garantie liege, daß DaS Pferd zum Fuhrbetriebc laug- lidr. Es sei, wenn mdn zugiest, Rückgängigmachung des Mauf- geiibii’tc-i öuldl’ig. Tas Cbcrlanbeegeridu trat dieser Ansiäu entgegen ES rngte: Wandelung ^Rückgängigmachung Des Maui* flcicbäit-o in nur zulässig loegen sog Hauptsehlcr, sür anherr ' • :l! 1 w.e d.r hier in Frag« stehende, besteht eine gesetzliche Haftung un Buhhandel nicht, iic müßte ausdrücklich zugesagt werden. - Cffenbocb, 8. Juli Der Sdjonuttinfegenneifter OVrorg c d)a u D wurde von d m hiesigen Sdiöftengeridn rpcgin b ü 6 r c n ü b e r i d) r c 11 u n g , Die er icü Fahren unter Mrß- l'raud> ferner „amtlichen Eigenscyaft' getrieben hat, zu zwei- tausend '.Vifirf (Geldstrafe verurteilt M ain z, 7 Jul, Ter i'^schäftssuhrrr des hiesigen Metall- aibeiter Verbände- Wilb Pichler baue an März auf her V ultavsbiirg ein Flugblatt verbreiten lassen, ui Dem er sich gegen 1Bereinigung ' unb insbesondere gegen den Verrat des . ^.'dl .. .: unb llntcrnutzungsveieino der Bereinigten Ma* 1,1 "unabiik Augsburg unb Nürnberg, den Mont cur 'Äug. Schmidt unD d-ien xran ipenbet. Ter Wohlfahrts und Untcrstutzviig-.'. r.nii. Der 'xobrik wurde als gelbe Vereinigung b.-;..dk 5*1, ’ * 11 cn.iniht strengte Prir alr, l.ihigung. k.age an fl. um 7 - ‘ rvauotung in Cb ... . ur l-‘uKih i. ii-.au iiiduut crfianc unter seinem Eide, DüB Der ^-ohljahrtv- unD Unter|iä8ung»Deccin um der gelben Bereinigung nrdts zu nm oaoe uns rentmn poaniax Tendenzen verfolge. Der ‘Ängcllcgte Piehler, der bisher noeb unbestraft ist, wurde nach der Fkf. Ztg. wegen grober Bel-rdrgung Des Schmidt zu zwei Wochen ii>esängni-s Dcrurtrüt. Ftzehoe, 9 Juli Fn dem Prozeß gegen den irüberm Hausvater des „Blomsche Wildnis" gena,inten Asyle« für weibliche Fürsorgezöglinge, Friedrich Wilhelm EollmDer. vor Der b..-» iigen Strafkammer wurde der Angeklagte zu acht .' n a t e n Gefangnrs verurteilt. Die Eheftau Eolander idutdc frcige.orodxn. Ta« Reictogerubt hatte Das Urteil Der Strafkammer r. • 16 Za nuar ds Fs., Das auf neun Monate Gemngni« lautete, aufgehoben unt> Dte Angelegenheit an die Voröutanz zurückoerwiejeu. Arbeiterbewegung. — Am Donnerstag kam es auf einer u>rube in Stafiorb- f 6 i r e Englands zu Harfen :Hubefttmrng-'n iuid Arbei:semstei- lungen auf zahlreichen Gruben. Die Ursache nt Die llniufrieben- heft Der rugenDliehen Arbeiter, bie Die Schien roegführen. Wegen Einführung De« Lchtsrundeutags sollte ihnen btc frühere halt*- stündige Frühstücksvaufe aus eine viertel Stunde verkürzt iverDen. Aui einer Grube ut Whitesield lenrete die 'ÄDmn’iitratum WiDerimnD Bit wurde belagert und mit Steinen beworfen, so daß Polizei gerufen werden mußte. Es kam nun zu einem schweren Zuiammemwß, wobei mehrere oerwundet wurden. Tie Menge warf mit Steinen, wahrend Die Polizei mit 0eroebr- ichussen antwortete. Luch in Horkshire herrfcht teilweise Streik. Sport» — Bad Nauheim, 9. Juli. Am Dienstag, 13. Juli, beginnt hier das 3. Lawn-Tennis-Wettspiel, osten für Besitzer von Kur- und Dauerkarten. Anmeldung bi« Sonntag Den 11. Juli, nachmittags 5 Uhr, beim TennlSwan Vang. — Bei der Anmeldung ist ein (iinlatj von 5 ’JJlf. zu zahlen, der zur Teilnahme an allen ausgeschriebenen ^vielen berechtigt. Aili Dem Programm 'lohen Damen- unb Herren-Einzel- unb Loppelioiele, sowie mich em gemischtes Doppelspiel. Tie Spielleitung hat em Komitee von vier Herren übernommen. Jntemationalc LuslschiffahMaurstcllung zu Zrantfurt a. M. Als Borscier her heutigen Eröftnung ber Internationalen ^ustschissahrtsausstellung favo gestern abend im Bierhaus des Ausstellungsparkes em Bcgrüßungsabend statt, zu dem außer Dem Vorstand Die Mitglieder her verschiedenen Ausschüsse, sowie ins* besondere Die Vertreter ber Presse unb zahlreiche Ehrengäste er* ichicnen waren, Darunter her fommanhiercnOc General v Eichhorn, her Oberbürgermeister Tr. Abickes, Der Reichsragsabg. Oes er und Die Spitzen Der Behörden. Nach einem Vortrage von Tr. Sandow über Den Umrang unh Die Bedeutung Der Ausstellung, begrüßte vorn Rath namens Des BorstanDes Die Erschanenen. Während des Mahles hob Handelskammerpräsih nt Geheimer ihommerjienrat An dreac hie Tätigkeit her Presse für bie Ausstellung hervor. Ein Besuch bes Marineschauspicls bqcbloß den Abend. Ter Kaiser beabsichtigt der Ausstellung einen Besuch ob zustatten. Ter Besuch fallt voraussichtlich ui Dte Zen vöm 20. L.Au.mtt T i--ju-.il-, rin io:-,? '.;ni begleiten____________________ vermischtes. . * T i e ft u pferung der Konserven. Turch dieses Vcrsahren wird zweierlei erreicht: eine Erhaltung der Form, so daß z. B. Erbsen selbst bei längerem Erhitzen ihre Form deivahren, mährend nichtgekupserlc Erbsen unansehn lrch und bei längerem Stehen breiig werden und zweitens wird durch die Supserung vermieden, daß die (Gemüse infolge ber hohen Temperatur mißfardig werden. Nur in Baden ist aber die Aurvenduug von ünpfersalz prinzipiell gestattet worden, derart, daß eine Beanstandung der ge grünten Gemüse unterbleibt, wenn der Gehatt an ftupser »r Milligramm in einem Silo nicht uDerfteigi. Ta der Zufaß von ftupfersalzen bei der Herstellung von Obst- und Gemüfetonferven eine große Bedeutung erlangt hat, ist das in den anderen Staaten bestehende Verbot der rlupferung von außerordentlicher Wichtigteit. Es haben sich, nhc h. Spiro zeigt, dadurch unhaltbare Zustände ergeben, die einer gesetzlichen Regelung bedürfen: besonders auch deshalb, tocil ich yez.'igl hat, daß eilte chronische Vergiftung niu 'tupier, o ir-te es in ftonferven vorkommt, sich jedenfalls . .*! Nachweisen läßt. Es ist dringend zu wünschen, daß an. -" her Willkür, die sich ebenso ui dem gänzlichen Berboi, ..n in dor Festsetzung der 55 MUligramm kundtut, endlich eine wisfenschasllich begründete Norm gefetzt werde. eZörien-Brochcnbcricht, Frankfurt a.M., 9. Juli. Tio G e s d»a f t s u n l u ft hat mit Beginn Dos Haupfterlcn rnonaks ihren HöhegraD erreicht. Aus allen Ge'vioten Hatton sich btc Umsätze in engsten Grenzen iuü) so weit hie berur--mäßige Spekulatwn ui dieser W>)che am l^scbäst sich beteiligte, beid.ranlle sie sich fast aiissdUießlich auf Oöfung bestehender Engagements Daraus erklärt es sich auch. Daß trotz dce Apathie Die Murfr sich gut bihaiipten oder müßige Avancen erzielen konnten Ten Verbaudliingen über hie Reidtsftnanzreform »olgtc man m t Jn* tereffe und hat auch Das zuitanDe gclonmienc .Kompromiß über die Beteuerung des mobilen Kapitals auf der Gruudlacic eunn .Hombamtum von Tivid enden- unh S upon neu er Die 2-^rst nicht ionDerlid) beirichigt, so Ihu Doch einigermaßen be- ruhigend gewirkt, Dai; Durch Dte neuen Steucrvorjdiläge otc jto tietungfücucr, wie jte bereits m uvciter Lesung im Plenum zum Beschluß erhoben war, sowie Die Erhöhung her llmioßncucr fallen gelassen wurden Wenn die Börse auch weiterhin zur Zurück- baltinta sich veranlaßt sah, so kam dafür in Betracht, Mß man im unklaren ist, welche Wirkung Du* neuen Steuern auf Die .Nurse auSüben werde. Ebenso vermag man Die Art Der Ausiührulig Der Xalonfteuer noch nicht ju überblicken, abgefehen Davon, daß der untendncDliehen Verzinsung, namentlich bei Aktien, nicht ge* uügend Rechnung getragen ist. Eure Stuße hatte die tninurbm nnie Geundiliuimung her Börse tn Der wachs«wen Ge l D s l ü s s l g- keil, dte in Der Ermäßigung Des PrioatdiSkonts auf 2* » Proz. deutlich zum AusDruck kam. In London ließ Der Geldmarkt ebenfalls ErleidUcnmg erfennen, jo Daß man jogar ma neben et t« mit einer E-rmaßigung Der englnehat Bankralc glaubte rechnen können Anaejuhts ber bevorstehenden größeren vklDbehürr niste Amerikas Dürfte jcDod) eine solche Maßiiabmo sraglidr er dKUtnt Vorerst ist allerDing-j auch tn Newvork noch Geld für Darlehen ungemein flüssig und billig. Beiondero Anregung bat man tn Walliereet durch dte vorzüglichen ümtebcnduc, namentlich Tür MarS unb Wetzen. Die heimischen E r n t e - A u S s» ch t e n erfdKmen weniger errrcultd). Für Roggen stellen sie sich allerdings etwas besser, al« bisher angenommen wurde, für Weizen aber recht imgüiung. Die Weizenpreisc haben Denn auch bereits a«e Derartige Hobe erklommen, baß juh Die Rückwirkungen davon auf die Lebensballung der großen Masse bereits säbloar mndx-n und man nicht ohne Besorgnis irr nr::.'rrn t&tj; ddnng Der Tut^c ent^gensiebt Verteuert sich aber Die Lebenshaltung Durch PreiSi:.lgcn:ngen Der wichtigsten Nahrung« Mittet, jo ul mit um io stärkerer Verminderung Der Naaicaq. nach gen>-rbncbcn Er zcugniss.-n aller Art zu tcamm unD Du Aussichten aus eine baldige Belebung Der gewerblichen Xä t i a l e 11, der ebnet » i manche Hemmnisse entgegen neben, er ebanen somit ntdx . ,ndci lich vcrlodcnD. Wen , < nnutigcnD lauten überdies oi- Nach ridftcn aus Der bniiiiidKii Montonindustrie, n*eun . .er ic.'->d.;:i Dte Hauung von Mo NiONpa Pieren »m gan;- n • lieben ist, n« sind v ? Du* gün.; • i. Nachrichten on: amen [an • n Ei en markt. Dte D-. Hofsnu *.; delevea Kaltakttcn n unter Dem E.nslnsse dec llnihr i > ,l üb. i oa» JuiiaitD» nnm.il de« Sunbitalv AuDerc F n ? u >i i .cpo e tr si.iitrn j». , uiveijc euvas hoher, ebcn,o Bankaklieu. .an«purian|talttu , IHK* nve IfMmnei ItteuKtii icillr^ -Wh Acknuttoicn ediKan ' K*C! Dtrifit pithniitöi» 6. w.7^ Iinebea#^ stieme: Ziilhaa# flliffi-tnlc: tzkuNSixnrunn« ;ngtnt betmefebe Fonds m iawmc.H • mtt Der Ihst.-'-tg- . kett, auch iranDc R:*ntcn stellten , ch viel-ack» Bruchrctle i-^der. Liandel. ** Konkurse in v i»i eil lleber DaS Verutöqen der \ «ranr-Sfa Weiler, gce. Weil, Gtjciau des Meyaerr Jakod I Weder II n Abenhe tii jvihDc am 3. Jtüt. das Moitfurooec- | 'ähren eröffnet, da die Genieuischnlvlietm jabluugstuiüämg i| Rechtsanwalt Fetisch tn C'tbeffn ivuede zum Konlnrevcru'.ittet 1 entanii:. ttonlurs'orderimgeii sind diS zum 24. Julr lei hem 1 JlmiSgenchi Cftbotcn anzumelden. — lieber Da« Verutögen ve4 Wemväildlets Rontah o i e m in l e r in B o D e u h e i m , Inhaber Der tjiniia Stcmmler & l;o. Daidb'UuutDe am 5. Juli Cas Kon- kurSoersahrei-. eröffnet. Rechtsanwall Tr. Gaßnee in Mainz wurde ji.in Ronfut.oeiwaiiei ernannt. Honfur6for0enuigen such bis zum lo. August bei dem AmtSyerichl "l'iam, anjimtelDen. — lieber das Bcunogen Der Finna F. ^uipolD, Schuhaareu- hanDlunq in Offenbach a. *1’1., und Deren Inhaber S^uh- warenhäichler Fran, fuioolb zu Cpenbach a. *Jl, wurde am ö. Juli Da5_Ronfutvoedahren eronnet. RechiSanwalt Tr. 1'1 erj- dach zu Offenbach rouiDc zum Konluisverioalier ernannt. Ron- kuiSloeherungen sind biS zum 29. Juli bei Dem Amtsgericht Offenbach anzumelDen. — Utter Das Vermögen Des Backelinei:er» Valentin M eff e r I. in PfnngitaDt roncDe am 7. Ju.l das Rolilutsverfahren eröffnet. GerichtStaiator Ern,l Wolff m TanniiaDt, Muhlflraße 62, wurde zunt Ronklnöverwcskrer eniannt. kkonkursforderungen sind drS zum 26. Juli bei dem Amtsgericht XarmftQbt II anzinnelden. — Au«Wanderer der beutichen Industrie. E« wird gemeldet, haft die Bergmann-Elektrizitätswerke Berlin in Bodenbach bebeutenhe ®runbnudc ankaujteu. um Dort eine Fabrik m errichten. Ter orobibttiDc Zoll, her auf alle von den Werken labrizierten Artikeln lastet, soll Anlaß zu Diesem Schritt gcrociat fein. Im übrigen aber wirb miteeteilt, daß Der cvZaxinsgang bei Der Gesellschaft iebr gut ut. Tic Bestellimgen imD io groß, daß sic den Anforkerungen kaum zu genügen vermag 'Auch Dir Preise haben sich etwas gebessert, wenn auch Die Ronkurrenz noch immer Drückt Tas erste Semester bat mindestens einen so guten Gewinn abgvroorfcn, wie daS gleiche des Boriabrrs — C t aviminen anteile. Tie Gerüchte, haß bie Dividende hiefrr Anleihe .1-10 Prozent betragen wirb, entbehren feder sachlichen Begründung, da das Zablmatceial noch gacnidM Dorhcgt. Xdtc wir schon mitgctnll ballen, wird Die Adschiußiitzung Mitte dieses Monats üaltfniDen. Müllte. Gießeii, 1-. J::ni. 2.','arilverichl. Link l eungeni Woeden- mairte kostete: Butter pr. Pkd. 1.10—1^0 Hühnereier 1 St. 7-v Pig., Enteneier 1 Et. 8 Pfg., Käse pr. Si. 6—8 Ps„ , Erbsen p. PfD. uo—00 Pfg., Linsen v. Pjd. 00-00 Pfg., Tauben pr. Pr. v,80—1,00 Mk., Hühner pr. St. 1,«>0—1,60 •!'{[., Hähne pr. Stück 0M—l,80Mk., Gänse uv. PfD. 60—7o Pf., 0 ulen pr. Stuck l.au bis 2,20 Ml., LchjenslCisch pr. PfD. 76—84 Pfg., Ruh- nnd Rindflelich pr. Psund 70—80 Psg^ Schivemefleifch pr. Pfund 7v—90 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Psv. 94 Pfg., Rolbfleiidi pr. PiD. 7o—74 Pfg., zmminels.eijch pr. Pfd. 60—84 Pfg. flavloffclu uv. lOORg. 7.U0—7.5o JU., Zwiebel» uer Pfd. 0,15—0,00 ‘DU., SL'.ild) pev ^utr 2u ifg., WeißkraiU uer Stuck 00 —00 'big., per Zentner 'DU. u.OU—u.u«?., Aepiel per Zlr. 0—00 -DU., Birnen per Zlr. uu—00 'DU. Nüsse lv Sind uo—00 Pfg., per Ztr. 0—00 DU., Rirjchen per Pso. 20-00 Pjg. Dlarliieu von 7—1 Uhr. fc. Wiesbaden, 9. Juli. Viehmarkt. Zum Verkauf tanheii: 27 Ochsen, 96 Ruhe, 210 Schweine, 11» Halber (Darunter 00 Maukälber, 119 Vanhfalbei), 43 Hümmel unb Schake. Bezahlt wurde für 50 Rilogrannn Schlachigewicm : Ochsen 1. Cual. 76,UO-78,0u 'DU., 2. Qual. 73,00-75,00 TU., Ruhe 1. Qualität 61,00- 63,00 'DU., 2. Cital. 53,00—55,uO Ml. Bezahlt wurde für 1 Hilogr. Schlachtgewicht. Schweine, uollfleiid)ige, 1,38—1,40 TU., Sauen 0,00— 0,00 Mk., Eber 0,U0-U,00 TU.; Halver : 'Diaftfälbcc 0,00—0,001)1., XfanDtalber 1.40—1.50 1'U.; Hammel unb Echo e 1,4Ü bi« 1,56 Mk. — Rinder notierten: uu-uo TUW Fettet ba» Sind; I 00—UO 'DU. Geschäft bei Hornvieh langsam, Uedersianb keines bei Rlcuiüich langsam, UebernanD keiner. Tie Zufuhren stammt« aus Den Rrtifeii WieSbaden-Pand Himburg, llnteriabii und Uiuet* taunns. ....... " — — - - Spiclplan öcs Iturhaur-Thcatkrs Bai) Nauheim. Direktion: Hermann Sieuifloetter. Tloiitaa Den 12. Jnli: .ric lustige Witwe.- Tlntivoch den 14. Juli: «Die Tür ms Freie.' Frenag Den 16. Juli: , prima Ballerina." - ' ’ 11 ■ 1 * 9 Verantwonlich für den polttifchen Teil i. B.: E. He ß. Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Beek iUr Bandel and Industrie, Glessen. Frankfurter Hörne, lo. .Inh, 1.1 > I hr. 81///, Reichsanleihe. . . 9. .30 3 •/, do. ... «MO 3'/,7e Kon-’ols .... • 5.30 36/, do. ...» 81///, Hessen ..... V4>o 3‘ Oberhessen . . . — 4/, Oestcrr. Goldrente . . lottOO 41///. Oesterr Silbcrreoto. #945 4°/, Ungar. Goldrente . . 9 x70 4e-, Italien. Rente ... —.— 3"/, Portn^iesen Serie I . 62.20 36/, Portneiesen , III 61.00 4•/,•/, rn«s StAat«anl r«)6 99.lu 4'/,*/. japtn. Staatsanleihe '->15 4e/, Conv.Türken von 19»)3 91.70 T 4’/. Griech. Monopol-Anl. . 4-s.’j > 4*/. Inssere Argentinier . 8K45 3•/. Mexikaner . . . . — 4'1,*/• Chinesen ... 99J5 Aktient Boehmn Guss . ... . 230.6° Buderus EL W.....109L0 Tendenz: still. Berliner Börste, Cenada E B. . . . IM AO Darmstädter Bank • • • 182.X) Deutsche Bank Dortmunder*Union C. . • 62.40 Dresdner Bank . . • • —.— Tendenz: ruhig. Elcktrix. Lehmeyer . . . 116.:» Elcktriz. Schocken . . 1-8.10 Ex'hweiler Bergwerk . . 102.00 Gelsenkirchen Bergwerk 179.20 Hamburg* Amerik Pak et t 116-60 Harpener Bergwerk. . . 190L0» Lanrahdtte 183.50 - Nordd Lloyd.....90.*>J Obenchles Eisen-Industrie 97.*» Berliner Handcls^es . . 172.75 Dsrmstldter Bank . . . 132.601 (>cnt<-'he Beek . . 12.2a Deutsch-Asiat Bank . . 1 »2 •• Diskonto-Kommendit . . 187.00 Dresdner Bank ...» l-*3.60 5 Kreditaktien ... 2U0JK Baltimore- and Ohi»* Eisenbahn . . . , . 116.40* Oottbardbahn . . . • —.— Lombard. Eisenbahn. . . 21.00 Oeiten. SUaUbahn ... 1 .>4.60 Prince - Henri-Eisenbahn . 129.00 10. Juli. Anfam^sk'irsa. Harpener Bergwerk . . ly'.dfl Laurahdtte . ... 184.10 lx>mbarden E. B..... — Nordd. Lloyd • • • • • —.— Türkcnloee .«•••• 145.» iNahrung rhoen vertzurct unb verrirs bcucacuo. BcrDauimgsnorungen bcicittgi. ii rinnet iid) hierzu das all« xb nur nut Waner nvfodN l BrcLduref' all unb Tior* ilui die ICiiibcrhcrblicttcu ciicreiirh zu befamvirn, ist <> raifant Die ivadrend ber bem«*n eommennonaie nc•abitningentx ftikche Mubmilti) au meiden unb an bei en Stelle eine leiducr vcr bauliche, immer gicicbblcibcnbr. keine VerbauungSstorungen uerur* fadjc. bc Na bi mi i zu geben. Vfui bei bewadrie Reiile «ch» MtnbermcbL uiel 2acherlin aber nur in AkascLcn. voo TfaRafe auoßänQen. en= au. vorzügliche! Siippe^rf (Mehr als 30 Sorten). Man verlange ausdrücklich MAG-G-I® Suppen, Schutzmarke „Kreuzstern“. Äreusftcm BkrgMg Vii SHlveMleisWsLlbetttL. GeseWkeilzvemn Gleiberg Getteralversammlung am Varstandsersatzwahl. Der Vorsitzende. d*v7 B10/, prima BedVtiee srJESÄ empfiehlt 13889 Georg Schäfer, Licher Str. 9. f ■ ■ ■ ■ B »/, räumt. B*% Verlobte! Brau bad). Triebplatz Arbeitsvergebnng aus Wunsch Prsbe-Maschine bei: (»ift ▼ ,.„V- , -^BnjagaZ3Q*>»angHga:agSa,n:___|r g-j-, TlT-.- rrr—trJL .T ■ ,TTI -~3gJI L1LU UL». U 6. Aug. 1909 versehen sind, als gültig betrachtet. des 116.») ' 123,1 ' 192.W ' 179.20 Für die Feldbereinigung Mufchcnheim sollen die Arbeiten jur Verschienung des allen Bnhdacher Hohlweges mit 20800 cbm Bodenbewegung durch schriitliches Angebot vergeben werden. L ie Verdingungsunterlagen liegen aus Großherzogt. Bürgermetstcrel Mufchcnheim offen. Angebote haben in Prozenten des fRoiteu- anschlages zu eriolgen und sind mit entsprechender AusschrNl versehen, verschlossen und postirei bis zum Erössnungsterinrne bei chroß Herzog!. Biirgermeislerei Aiuschenhelm elnzureichen. Lic Er- öfsiluna der Angebote finbct Niittwoch den 21. ds. Mts., ooviu. 10 Uhr, in Gegenwart erschienener Bieler auf dem Rathause zu Der Vergleichsvorschlag und die Erklärung des Gläubiger- ousschlisse^ sind auf der Gerichtsschreiberei des Konkurs- gerichts zur Einsicht der Beteiligten niedergelegt. Gießen, den 8. Juli 1909. Der Gerichtsschreiber des Groscherzogl. Amtsgerichts. 190.« 1S0 liessen. 0. Juli, L15 Uhr. uficntlirfi vergeben werden. t.., „ . - . Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen liegen wahrend der Dienststunden bei uns zur Einsicht ofien. Angebote aut Bordruch 4 bcr daselbst erhältlich, find spätestens bis zum vorgenannten Zeu- Jimft verschlossen und mit entsprechender Aufichrisl versehen an uns cinzureichen. - Zufchlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 9. Juli 1909. B‘°/7 Städtisches Ticsbauamt. Muschenheim statt. Zuschlagssrist 3 Wochen. Gießen, den 2. Juli 1909. Grotzhcrzogl. Kulturinspektion. £>. S t e i n b a ch. Bulieu-Ber- und Ankauf. Die Gemeinde Kessclbach hat einen Vogelsberger Bullen zu verkaufen. Angebote sind pro Ztr. Lebendgewicht bis zum Dienstag den 13. Juli d. Js., nachm. 2 Uhr, bei unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen, woselbst auch die Verkaufsbedingungen eingesehen werden können. Gleichzeitig beabsichtigt die Gemeinde demnächst einen jungen sprungfähigen Vogelsberger Bullen anzukaufen. Besitzer solcher Tiere wollen baldigst unter Angabe des Verkaufspreises uns Mitteilung zugehen lassen. Kesselbach, am 9. Juli 1909. 3913 Großh. Bürgermeisterei Kesselbach. Stein. SamStag den 17. Juli, nachmittags 41/, Uhr, auf der Burg Gleiberg. Tagesordnung: Nechnungsablage 1908/09. Geschäftsbericht 1908/09. Feststellung des Voranschlags für 1909/10. atets M Nauheim. Btemfloettev. tiqe Witwe." Mlwoch da mag den 16. Juli: ,'s-rim Zuschlagsfrist 4 Wochen. Bad-Nauheim, 10. Juli 1909. Grotzh. Baubehörde für die Neubauten in Bad-Nauheim Konkursverfahren. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Ingenieurs Richard Fcrtfch, Inhaber der Firmen Richard Fertsch und Wilhelm Schmidt in Gießen, ist in Folge eines von dem Gemeinschuldner gemachten Vorschlags zu einem Zivangsvergleiche Vcrgleichs- termin auf Donnerstag den 22. Juli 1909, vormittags 10 Uhr, vor dem Großherzog- lrchen Amtsgericht in Gießen — Zimmer Nr. 18 — anbe- decken, besichtigen Sie meine grossen, reichhaltigen Läger und finden Sie bei billigen Preisen unter Garantie bekannt solider und prompter Bedienung Schlaf - Zimmer poliert von Mk. 350 an Wohn-Zimmer von Mk. 160 an Speise-Zimmer von Mk. 350 an Küchen ~ in hellen Farben v. Mk. 90 an Spezialität Bürgerliche UmBMielillW. A. Grünebaum 35 Bahnhofstraße 35 Telephon 441 [J3-T zu deren Besuche müssen Sie elegant daher-' kommen, die Firma Fttmann, Gießen, Block- straßc, liefert Ihnen die elegantesten Anzüge schon mit 10 M. Anzahlung und Ratenzahlung --------- nach Uebcreinkunst. -— Größte Auswahl. grelle. 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J -MhscHn ist die Beste! = Arbeitsvergebung. Die Maurer-, Pflasterer- und Asphaltarbeiten für die Neu- leiestigung der Neuen Baue sollen Mittwoch den d. Mts., vormittags 11 Ubr, Frühkartoffeln Perle von Erfurt auch Frübroicn, versendet vro Zenter ztt Mk. 1.50 gegen Nach nähme Konrad Haub, 13907 Ech.3ellZni der Wetterau). isenbahn ■ • hardbahn ■ • • ' jard. Eisenbah® • >rr. Staatsbann • ’ Henri - Eisenbahn ■ä i1 Sä*111.®*. Vuljnereiev 1 gf ' W pr. St. 8-8 Js ’il Ä J^1C" pr-vlückl,8u ^•n.!6'84 Stab. .M eci)roemeileiid) icTleiicQ, gesalzen, pr, -’fl., pcliiiiiielsieiich pr. jid. .00—7.50 2)l£., chviebehi per ei' 20-% Leißkraul pe, 0.0Q-0M, Aechl per Zlr. 9lu||e 10O etiicf OlMj :'M 20-00 ^ig, Alarkhei, iehmarkt. Z>im Aerkap 10 Lchweiue, 11a Kälbc: bei), 43 Hammel und cdjaii achlgeivichi: Lchjen I.Lual >,00 Kühe 1. Limin« ,'JO 9)if. Bezahlt ivnide für oollftei'schige, 1,38-1,40 Mh 1 Bit.; Halber: 'Haftfalbe: f.; Hammel unb Echa? 1,46 -UU 'Uli., 5 elf et M= ctiid.: langsam, 1/eM/ianb leint: nee, ju|iif)ten flanunter, rhirg, llnteilatiu unb Untei- Untcr Hinweis auf den Ministerialerlaß vom 16. Juni ' ] 893 werden die nachstehenden Arbeiten und Lieferungen zum l^ohbaii des Caf^'s, Tcnnishaufes und der Verkaufsläden ui der Parkslraße zu Bad-Nauheim hiermit zum öffentlichen : Wettbewerb ausgeschrieben. Los I: Erd- und Maurerarbeiten: Zirka 2000 cbm ErdauShnb, 680 cbm Bruchsteinmauerwerk, 550 cbm Back- jbinmaiicrwerk, 300 qm Aspbaltisolierung, 320 qm l/2 steinige Fachtverkswände, teils Backstein, teils Tuffstein, 200 qm Backsteingewölbe, 1060 qm Basaltinplattenbelag u. s. w. Los II: Steinhauerarbeiten: Zirka 14 cbm Sockelver- blendung und 30 cbm Treppenstufen aus Basaltlaoa. Los IIE: Betonarbeiten: Zirka 420 qm Kellerfußboden, 2200 qm Eisenbetondecken, 150 Betonstützen, 370 m Gesims, 670 qm Wände, 200 qm AuSgleichbeton, 674 qm Unter, laqsbeton. Los IV: Zimmerarbeiten: Zirka 150 cbm = 10 000 m Tannenholz zu verzimmern, 2750 qrn rauhe Dach- schaliing, 90 qm Solzspalier, 44^Treppen|tufen. Los V : vifcnlieferung: Zirka 4050 kg | - und H-Elsen zu liefern. Los VI: Grobfchlofferarbeitcn: Zirka 500 kg Klein- osenzcua, 50 kg eiserne Leitern, 920 kg eiserne Eckwmkel, 200 kg Lichtschachtgitter. Los VII: Dachdeckerarbeiten: ^da2275O qm Dachdeckung mit doppelt verbleitem Eisenblech tinschl. beiderseitigen Anstrichen, 5 Dachfenster, 2 Standbretter, 2750 qm Dachpappe. Los VIII: Spenglerarbeiten: Zirka 430 m Hängekandel aus Zink, 62 m Abfallrohre, 27 m Eisenrohr, 10 Dachspitzen, 10 m Dunstrohr. Die Angebotsunterlagen, Zeichnungen und Bedingungen ßnd in unseren Amtsräumen (Zanderstraße) einzusehen. Die Bedingungen nebst Arbeits- und Lieferungsbeschreibungen werden daselbst zum Selbstkostenpreis, soweit der Vorrat eicht, abgegeben (nicht versandt). Die Angebote sind ver- ichloffen, porto- und bestellgeldfrei und mit deutlicher rluf- ichrift der jeweiligen Arbeit versehen, bis spätestens samstag den 7. August 1999, vormittags 11 Uhr, bei uns einzureichen, worauf deren Eröffmmg un ^eisem der etwa anwesenden Bewerber staltfindet. später einlaufende Angebote werden, sofern sic mit dem Postcinlicferungsstempel CM/. MAGGIs mite, sparsame Küche14. — ^eaeeeweHeeeHeg urJIaa (sT5 2^WoKuEN von"? Zimmern, 2 Wohnungen von 6-7 Zimmern, 7 Wohnuna von 6 Zimmern, 7 Wohnungen von 5—6 Zimmern, 4 Wohnunaen von 5 Zimmern, 1 Wohnung von 4—5 Zimmern, r. Wohnungen von 4 Zimmern, 1 Wohnung von 3—4 Zimmern, 3 Wohnungen von 3 Zimmern, 3 Wohnungen von 2 ,, 1 Wohnung vo>i 2 Zimmern und 2 Slnbinctte, 8 möblierte Zimmer, 1 Wagenhalle, 1 Scheuer und Stallung. Stt mieten gciuefit: 29 Wohnungen von 2 7 Zimmern. 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