Nr. 35 Erstes Blatt 159.Jahrgang Donnerstag 11. Februar 1909 ©er Eichener Anzeiger ÄBTCHHI MM Bezugspreis: < erfchemt täglich, außer J®3Sy O V monatlich 75Pß, viertel- £iss£oGk‘| (Tieustag und Freitag); M H H HT H 'm TOT $3 W SST W IM W &| W Mt M M H jährl. auöschl. Bestcllg. WWÄÄiSK 8 I v B W'R w 9 ttUiäS KF M a. “S General-Anzeiger für Oberhe en VÄZS' Annahme von Anzeigen tf I 9 11 u.Land" und „Gerichts- bis !--mA«K"guhr' fiotationsörud und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Steindruckerei K. Lange. Redaltion, (Erpeöition und Druckerei: Schulftrahe 7. Lz-i'g-niZ°?H?Be°r. Die heutige Nummer umfahr 10 Seilen. Das englische Königspaar in Berlin. König Eduard von England traf gestern mittag mit feinem Gefolge kur- vor IV/i Uhr am Rathause ein, hro er vor dorn Hariptportal vom Oberbürgermeister und dem Stadtverordnetenvorsteher empfangen und in den Festsaal geleitet wurde. Als der König, der preußische Generals-Uni form trug, den Saal betrat, sang der Chor der Berliner Liedertafel „Gott grüße dich", ©ann hielt Oberbürgermeister Kirschner eine kurze Ansprache an den König, worin er für den Besuch dankte, während die Tochter des Oberbürgermeisters in einem goldenen Pokal dem Monarchen den Ehrentrunk darreichte. Ter König sprach seinen herzlichen Tank für den Empfang aus und gab seiner Freude Ausdruck, daß ihm Gelegenheit geboten worden sei, das schöne Rathaus zu besuchen. Er habe den innigen Wunsch, daß die Bieziehungen zwischen den beiden Ländern immer die besten sein mögen. Die kurze Ansprache des Königs wurde von i>en Anwesenden mit Bravorufen ausgenommen. Ter König unterhielt sich alsdann mit einer Anzahl Persönlichkeiten und besichtigte hierauf die «übrigen Repräsentationsräume des Rathauses. Kurz nach 12 Uhr verlies der König wieder das Rathaus. Bei der Ankunft wie bei der Abfahrt wurde er von der zahlreichen Menge lebhaft begrüßt. i Gegen 12% Uhr begaben sich der König und die Königin zur großbritannischen Botschaft, wo ein Frühstück stattland. Sir Edward Goschen und Lady Goschen empfingen die Majestäten. Der König empfing nach dem Frühstück eine Deputation und vier Herren der englischen Kolonie unter Führung von Mr. Louth, welche eine Adresse überreichte. In Beantwortung der ihm von der englischen Kolonie auf der englischen Botschaft überreichten Adresse erwiderte König Eduard ungefähr folgendes: „Mit großer Freude nahm ich die Adresse meiner treuen Untertanen in Berlin entgegen. Ich weiß die guten Wünsche für die Königin iutt> mich, die darin ausgesprochen sind, wohl zu schätzen. Ich habe die Gelegenheit, worauf in der Adresse hingewiesen tvird, nid).t vergessen. Als ich vor 25 Jahren hier war, freute ich mich des Gedankens, daß ich bei dieser Gelegenheit mit Hilfe meiner Schwester, der Kaiserin Friedrich, dazu beitragen konnte, beit Bau der englischen Kirche, die Sie jetzt in Berlin besitzen und für die ein dringendes Bedürfnis beftanb, zu fördern. Der herzliche enthusiastische Enrpfang, den die Königin und ich in Berlin gefunden haben, werden sicher bei meinem Volke auf der ander er. Seite der sJu)rb]ee dankbares Echo finden und zur Konsolidierung der freundschaftlichen Gefühle zwischen ihnen und dem deutschen Volke beitragen, für dessen Kultur und Fortschritt im Bereiche der Kunst, Musik und Literatur wir alle aufrichtige warme Bewunderung hegen. Sie, die Sie in dieser schönen HauR- stadt Ihren Wohnsitz haben, können viel dazu beitragen, um die Deutschen, unter denen Sie leben, von der Aufticlstigkeit unserer Freundschaft für sie zu überzeugen und ich weiß, daß ich daraus rechnen, kann, daß Sie in diesem Sinne Ihr Allerbestes tun werden. Es war mir ein großes Vergnügen, Sie heute hier zu sehen, und noch einmal danke ich Ihnen für Ihre loyale Adresse." König Eduard hielt nach deut Frühstück auf der Botschaft Cercle, ebenso die Königin; bald nach 3 Uhr begab sich das Künigspaar, das Andenken der Kaiserin Friedrich ehrend, zum Äaiseriw-J-riedrich--Haus. Tas Königspaar machte einen Rundgang durch das Haus und besichtigte hierbei die Dauerausstellung der ärztlich-technischen Industrie, die LehrmiUelsammluug, die Krankenpflegeabteilung usw. Im großen Hörsaal gab Professor Kuttner Erläuterungen über die technischen Einrichtungen des Saales; er hielt einen kurzen Lichtbilderovrtrag. Das Königspaar zeigte das größte Interesse für die Einrichtungen und Samm- tungen des Hauses. Die Königin kehrte direkt nach dem Schloß zurück. Ter König auf einem Umwege. Der König hat zu seiner Umgebung über den Empfang im Rathause sich überaus befriedigend ausgesprochen; die Ausschmückung deö Hauses, sowie das ganze jArrangement des Empfanges hätten ihn sehr sympathisch berührt. Gestern abend fand im Kö n i g l i ch e n S ch l o ß der z we i t e Hofball statt, in dem außer dem englischen Königspaar die preußischen Prinzen und Prinzessinnen, die anderen anwesenden Fürstlichkeiten, Reichskanzler Fürst von Bülow, Staatssekretär Freiherr von Schön, Graf Wolfs-Metternich, die Botschafter, das diplomattsche Korps mit den Damen, eine Anzahl Generale, Admirale, Minister und die Bundesratsbevollmächtigten teilnahmen. Bei dem Einzug des Hofes führte König Eduard die Kaiserin, Kaiser Wilhelm die Königin Alexandra. Ter Kaiser trug die Uniform eines englischen Generalfeldmarschalls, der König von England diejenige seines Stolper Husarenregiments. Tie Kaiserin trug eine sJtobe von weißer Seide, die Königin von England eine solche von blaßgelber Farbe mit durchsichtigem Goldstoff, darüber. Die Majestäten nahmen auf den Thronsesseln Platz, in, der Mitte die beiden Tarnen, rechts von der Kaiserin der König, links von der Königin der Kaiser. Die Majestäten plauderten angeregt miteinander und mit den Umgebungen. Um 11 Uhr begann das Souper. Tie Majestäten speisten mit den Fürstlichkeiten und den vornehmsten Gästen im Marinesaal. Rach der Panse fand der Ball seine Fortsetzung und cirbete nach 12 Uhr mit einem Schlnß- r eigen. Reichskanzler Fürst von Bülow hatte gestern eine Besprechung mit Sir Charles König Eduard hat dem Reichskanzler seine Bronzebüste und die Bronzebüste der Königin zum Geschenk gemacht. i Heute liegen wieder eine Anzahl ausläirdischer Preßstimmen Über den englischen Besuch vor: > „W e stminsterGazett e" schreibt: Für niemand wird bie Zusammenkunft Stönig Eduards mit Kaiser Wilhelm eine Quelle größerer Genugtuung sein als für den deutschen Botschafter, Graf Wolfs-Metternich, dec während seines Aufenthaltes hier ruhig und aufrichttg für ein besseres Verständnis zwischen den beiden Ländern gearbeitet hat. Während seines Hierseins hat Gras Wolsf-Metter- nich durch seine Ueberlegenheit und den Takt, den er häufig unter schwierigen Verhältnissen bewiesen, sich zahlreiche Freunde erworben, und die gegenwärtige Zusammenkunft beider Alonarchen kann in gewissem Grade psts die Krönung seines Wirkens, nicht nur persönliche Freunde zu gewinnen, sondern auch für deutsches Fühlen ihnen größeres Verständnis zu ivecEen, angesehen werden. Tie „Morning Post" verweist auf die englischen Abkommen mit Japan, Frankreich und Rußland und sagt, das Ziel der britischen Politik werde er ft dann voll- ftändig erreicht sein, wenn die Beziehungen zu Deutschland ebenfalls auf eine freundschaftliche Grundlage gebracht iuären. Tas französische-deutsche Ma- vollo-Abkonrmen möge dazu beitragen. Auf deutscher wie auf englischer Sette sei ein Stein des Anstoßes verschwunden. — „Daily Chroiiicle" erklärt, der Abschluß des deutsch-französischen Mkommens sei ein glückliches Zusammentreffen mit dem Besuche in Berlin und das Abkommen werde nirgends herzlicher ausgenommen werden als in England. Zu dem Besuche des Königs Eduard in Berlin schreibt die „Tribuna": Ein weiterer Anlaß zu Befürchtungen ist geschwunden. Gegen Westen und gegen Rcorden zeigt sich der politische Horizont jetzt klarer. Ter Besuch des Königs von England in Berlin, wie das deutsch-frcmzosiscl)e .Abkommen sind Künd- gebungen des Friedens und der europäischen Solidarität. Das Blatt äußert seine Freude hierüber und spricht den Wunsch aus, daß diese Ereignisse auch auf die Balkanangelegenheiten eine günstige Rückwirkung ausüben möchten. Es sei unmöglich, daß die Großmächte, die sogar in Streitfragen, die sie selber trennten, Gründe zu einer Verständigung und zu Friedensversprechungen fanden, Gefahr laufen wollten, den Frieden dadurch gefährdet zu sehen, daß sie die sie meniger unmittelbar angehenden Fragen vernachlässigten. Die russische offiziöse „Rossija" veröffentlicht einen, das französifch-deutsche Llbkommen lommentterenden Artikel. Dieser begrüßt dos Abkommeir aufrichtig, weil es für Rußland wie für andere Mächte sehr erfreulich |ci, daß aus der Politik der Anlaß zur Beunruhigung und zu Mißverständnissen beseitigt ist, den die Maro^ofrage biete. Die „Rossija" meint, die deutsch-französische Erklärung bezwecke, daß der Zweck des l'llgeciras-Verttagcs, nanu lich die Schaffung, einer neuen, dauerhaften internationalen Lage int scherifischen Reiche erreicht ist und daß die aufrichtige und folgerichtige Handlungsweise Frankreichs in der Marokko-Angelegenheit auch von Deutschland anerkannt wird, zweifellos nicht weniger eine aufrichtige und freundschaftliche Lösung der zwischen ihm und Frankreich in Marokko aufgetauchten Fragen wünsche. Tie Beseitigung des Anlasses zu Meinungsverschiedenheiten, schließt die „Rossija", muß auch den beiden Mächten die fernere Mitwirkung der freundlichen Beilegung der Fragen des nahen Ostens erleichtern. , parlamentarifcbcd* Reichstagsersatzwahl in S ch.ro da. (Amtl. Wahlresultat.) Bei der Reichstagsersatzwahl am 6. Februar für den Wayltteis Schrirnm-Schroda wurden int ganzen 17 914 Stimmen abgegeben. Hiervon erhielt v. Niegolewski (Pole) 13888 Stimmen, v. Günther (Neichspartei) 4016 Stimmen, zersplittert waren 10 Stimmen. Niegolewski ist somit gewählt. Tie B u d g e t k o m m i s s i o n des Reichstages hat die Tampfersubventionsvorlage genehmigt. Tie F i n a n z k o m m i s s i o u des Reichstages trat in die Beratung der Novelle zum E r b s ch a f t s st e u e r g e s e tz vom Jahre 1906. Tie ersten Artikel wurden unverändert angenommen. Tic Beratung über die Erbschastssteuersätzeparagraphen 10 und 11 wurde einstiveilen ausgesetzt. Zu § 13 beantragen die Freisinnigen und Sozialdemokraten Aufhebung des Steuer- Privilegs des Landesfürsten und der Landesfürsttn. In der W Kimmung wurde der Antrag der Sozialdenwkraten abgelehnt und der der Freisinnigen angenommen. Tie WahlprüfungS-Kommission des Reichstages hat die Wahl des Abgeordneten Kleye (natlö für ungültig, die Wahl der Abgeordneten von Winterfeld (konf.) und Brey (Soz,) für gültig erklärt. parlamentarisches ans Hessen. RB. Darmstadt, 10. Febr. Ter Finanzausschuß der Zweiten Kammer tagte heute wieder in Gemeinschaft mit Vertretern der Regierung, Staatsminister Tr. Ewald, Finanzminister Tr. G n a u t h und Ministerialrat S ü f f c r t, um die Restkapitel des Etats zu erledigen. Es wurde der umfatfenbe Bericht des Abg. Tr. Gutfleisch über den Justtzetat und verschiedene andere Berichte der Abgg. Tr. Weber und B r a u c r verlesen und genehmigt, so daß nun vom Finanzausschuß das gesamte Budget bis auf Kap. 140, bett', den Territorial - Fluß- und Tccmmban (Erhöhung der Landdämme, Erweiterung des Hach- flutprosilS des Rheines etc.) zur Durchberatung gelangt ist. Tie ersten Abzüge des provisorisch gedruckten Berichts des Finanzans- schusses werden nun den Ministerien und der Ersten Kammer übergeben unb am Donnerstag, 18. Februar, jindet alsdann die gemeinsameBeratungderFinanzansschüssebet- derStänbekammern statt. — Es ist beabsichtigt, das Plenum der Zweiten Kämmer am 2 5. Februar zum Beginn der Etatsberatung einzuberufen, vorausgesetzt, daß bezüglich des Budgets weitere Anstände in der Vorberatung sich nicht ergaben. Auch ist in Aussicht genommen, fortab nur die Montage, nicht aber, wie seither, auch die Samstage sitzimgssrei zu lassen. politische Tagesschan. Ein Unfall des Königs von Sachsen. König Friedrich August hat gestern Nachmittag durch Ausgleiten auf der Treppe im königlichen Schloß eine Verstauchung der rechten Hand mit Bluterguß und anscheinend einen Bruch des dritten Mittelhandknochens erlitten. Eine giöMgen-Turch- leuchttmg wird beute stattfinden. Zu Besorgnissen gibt das Befinden des Königs keinen Anlaß. Er ist am Ansgehen nicht behindert Die Reise des Königs nach Leipzig und an den Altenburger Hof ist infolge des Unfalles verschoben worden. Gegen deu unlauteren Wettbewerb. Die Kommissio... deS Reichstages für den Entwurf über den unlauteren Wettbewerb beriet gc|icrn bei § 1 über die Au'nahme einer G e n e r a l f l a u f c l gegen ben unlauteren Weltbewerb. ES wurde mit großer Mehrheit beschloßen, eine solche m das Gesetz au'zunehincn. Tann wurde im wesentlichen die von dein Rentriim vorgeschlagene Fassung angenommen, danach soll wegen jeder Handlung, die gegen Treu, (Glauben, Handel und Gewerbe verstößt, nicht allein Anspruch auf llntcrlafiimg, sondern im Falle des Vorsatzes und der Fahrlässigkeit auch Anspruch aus Schadenersatz gellend gemacht werden können. Entwurf der Ferosprechgebuhrcnordnung. Nach dem gestern im Reichstage zur Verteilung gelangten Eiil- tvurf dec Fermprechgebuhrenordnung soll für jeden Anschluß eine Grundgebühr u it b eine Gesprächsgebühr erhoben iverden; erstere beträgt in Netzeti von nicht über 1000 Anschlüssen 59 Mark, bei mehr als 1000 bis einschließlich 5000 Anschlüssen 65 Mark, bei mehr als 5000 bis einschließlich 20 000 Anschlüssen 80 Mark, bei mehr als 20 000 bis einschließlich 70 000 Anschlüssen 90 Mark und bei mehr als 70 000 Anschlüssen für jede angefangenen iveiteren 50 000 Anschlüsse je 10 Mark mehr jährlich für reden Anschluß, der von der Vermittlungsstelle nicht weiter als 5 Kilometer entfernt ist. Tie Gesprächsgebühr beträgt 4 Pfennige für jede Verbindung. Ascw. Eine sensationelle Nachricht kommt aus Genf. Darnach hat ein fWitglicb des russischen Revolutions-Komitees einem 93er/! tretet der „Ageuce Fournier" initgcteUt, er habe von bem russischen revolutionären Zuitral-Komitee eine Tepesck>e erhalten, in der ihm mitgeteilt luirb, daß ber Verräter Azew vor einigen Tagen schon in Brüssel von seinem Schicksal ereilt worben sei, b. h. mit anderen Morten, baß er hingerichtet ist. Tas Komitee bctyält sich vor, bei passender Gelegenheit bie nähren Umstände, unter; denen die Hinrichtung Azeivs erfolgt ist, bcEannt zu geben. Nun wirb aber von Petersburg gemeldet, daß Azew am Dienstag aus Finland dorthin transportiert worden fei. Ausland. Das neue österreichische Kabinett. Der „Neuen Fr. Pr." zufolge wird das neue Minisleri u m wie folgt zusammengesetzt sein: Präsidium Tr. Frhr. v. Bienerth, Inneres Frhr. v. daerdtl, Finanzen Ritter v. Bilinski, Justiz Dr. v. Hohen- burger, Unterricht Gras Stuerghk, Eisenbahn Wrba, Handel Dr. Weiskirchner, Landesverteidigung Georgi, Oesfenlliche Arbeiten Ritt, Ackerbau Tr. Braf, deutscher Landsmannminisler Dr. Schrei,ier, tschechischer Landsmannminister Ritter von Adrahamowicz. Die amtliche Publikation soll am Donnerstag erfolgen. Ein span sch-deutsches Abkvmmeu. Ter Pariser Berichterstatter des „Nieiuve Rotterdamsche Eourant" erfährt, daß ein spanisch-deutsck>es Abkommen über Marokko in Vorbereitung ft'-, _ Aus StaOt und (an-. Gießen, 11. Februar 1909. Gedenket der hungernden Vögel! Lageskalender für Donnerstag, 11. Febr. Ralur- wisssnschaffUchs Vorträge: Geh. Hofrat Pros. Dr. Speugrl: Darwin. Abends 8 Uhr in der neuen Universitälsoula. • • Eine Sitzung des Provinzial-Ausschusses ftndet am Samstag, 13. d. Mts., vorin. 9 Uhr, mit folgender Tagesordnung statt: 1. Faselvieh zu Oden- Hausen. 2. Gesuch des Jeremias Kirschbauin III. zu Hergersdorf um Erlaubnis zum Betrieb einer Gastivirt- schäft. 3. Erbauung einer Kreisstraße von Büdesheim nach bem Bahnhof; hier bie Kosten der Abfahrten. * * Ruhestand sperson alien. S. K. H. der Großherzog haben den Oberlehrer an dein Realgymnasium zu Mainz Prof. Dr. Edm. Körner auf sein Nachsucken, unter- Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, in den Ruhestand versetzt und ihm die Krone zum Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. • * Le hrerpersonalien. Uebertragen wurde benv Lehrer Joh. Angele, z. Zt. in Eßlingen a. 91., eine Lehrer-, stelle an der Gemeindeschule zu Marienborn. — Erledigt istr Eine mit einer kath. Lehrerin zu besetzende Lehrerinstelle an der Gemeindeschule zu Klein-Krotzenburg; eine Lehrerstelle an! der kath. Schule zu Bingen. Ihrem Inhaber können die Funktionen eines Hauptlehrers an dieser Schule gegen besondere Vergütung übertragen werden, wenn er die int Art. 33 des Volksschulgesetzes vorgesehene „erweiterte Prüfiing* bestanden hat. • * Die Prüfung der Gerichtsschreiber- und. Gerichtsvollzieher-Aspiranten haben bestanden: a) Gerichtsschreiber-Aspiranten: Karl Jacke! von Groß-Karben, Karl Spieß zu Hungen; b) Gerichtsvollzieher-Aspiranten: Karl Rahn, Jagec°Bat. 10, z. Zt. in Grünberg. • • Hilfe für die Wasserschäden. In Hessen i|t von der vorletzten Hochwasser-Katastrophe 1881/82 noch ein verfügbares Vermögen von einigen Hunderttausend Mark vorhanden unb zinstragend angelegt. Mit diesem Fonds könnte geholfen werden, ohne in den jetzigen schlechten Zeiten bie Privatwohltätigkeit neuetbingS roieber in Anspruch zu nehmen. • • Lanbesmuseum. Zum Kustos ber geologischmineralogischen Lldteilung be§ großherzogs. Lanbesmuseums in Darm stabt wnrbr Dr. phil. Oskar Haupt ernannt. ** Die Hessische Vereinigung für Völkerkunde hält nächsten Montag im unteren -Saale des Caf6 Ebel ihren! Dritten Vortragsabend ab. Pfarrer H v tz in Dietzenbach, früher in Schlitz, wird iiber „S ch l i tz e r l ä n d e r A b e r g l a u -. b e n i n s e i n e r B e d e p t u ii g f n r d i e V o l ks kn n de" reden. ** Stadttheater. Am nächsten Sonntag abend findet bei kleinen Preisen eine Vorstellung von Ohnets' „Hüttenbei sitzcr" statt, in der Fräulein Erna Güldener aus Hamwvev: als Claire auf Engagement gastiert. Die Titelrolle (Philipp Terblay) wird wegen der Erkrankimg der Herrn Wcingärtneas von Tirekwr Steingoetter gespielt werden. Tie 9lachmittagsi, Vorstellung fällt wegen des Känzerts aus. Ank Dienstag, 16. Febr.^ findet die erste Aufführung des bereits früher erwähnten Einaktev als „Rv ko ko a b e n d" statt. Ter Autor her „vertauschtenSchäfer", Herr Ludwig Levin Schücking, wird dec Uraufführung leinesf Werkes perjöulich beiwohnen. • * Silberne Hochzeit. Die Eheleute Bäckermeistee, Fritz Schreiner und Frau feierten gestern das Fest ihres silbernen Hochzeit. ment HU xxxx* Sc Sei Ttiß-'.y* 9i t« 0 ii h '4 rourt der qQi U'chnen olle jo und) als Liet noch th.4 ftaibei ?---r-ba Ir« it” gn6 tifli 116 vlgv SohWllg 4 lobe ndX Ml »r*- hiditx." ■ solchen ton Äci „anttii" iukomne brach. Äu«< dem Vogelsberg, 10. »ebr. Tie auBergeivobtilid) großen Vorräte an Äepfetn baden sehr durch den Froft gelitten. Man vermochte die *?lepfel nicht alle ans den falten Räumen der Lbergefchojn an ftrftgeichütztc Orte zu bringen, und die Aevfel erfroren maifenhait. (iin Ziv^iter (yaftur, der unter teilt O bevorrat aufräumte, i|t hu- stark au tretende Fäulnis. ES fehlt am dem Lande für mengen an geeigneten Räumen, in den Lbcrgcfchonen erfrieren jie, in den Kellern, die meist zu dunkel nnb feucht find, verfaulen sie. X Griedel, 9. Fcbr. Gestern wurde in der I)ie|tgen Kirche em Lichtbilderabend veranstaltet, der sehr anregend verlief. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch den LrtSgeistlichen mit einigen Worten, sowie durch Gemeindegesang, worauf Pfarrassislent Hanstein von Gießen etiva 70 Lichtbilder auS dem heiligen Lande, besonders aus dem Leben Jesu, vorführte und mit schlichten, packcndcn Worten erläuterte. Bei Vorführung von Jerusalem sang die Gemeinde den 1. Verü des GcsangbuchliedcS: „Jerusalem, du hochgebaute Stadt*. Mit Worten des Tankes und mit Ge- lueindegesang schloß die schöne und genußreiche Feier. w Mainz, 10. Februar. Ter verstorbene Stadtverordnete Re iß hat der Stadt Mainz 3 3 00U Mark für mildtätige Zwecke hinterlassen. Battenberg, 9. Febr. Am Sonntag beschäftigte jich eine vom Bürgerineister Ärnolb Vcrghofeit nach Frohnhausen b. B. cuibcritfeiic Bersmninlung von Vertretern der Gemeinden Texbach, Biedenkopf und Altendors Eder mit dem Plan einer Eisen- b ahn von Biedenkopf über Terbad^ngclvach-F-rohnhaiiseii nad) '?ll lenb. ori ^ber . Tie zahlreich beiudite Vcrsaimnlung iptad) sich dahin ans, daß mit Erb»uiung dieser Linie einem drin genben Bedürfnis abgehob-'ii werde, denn mährend den ferner gelegenen Orten in der Battenberger Gegend infolge Einftel । bei Personenpoft >n Berbindun.i mit der stabt sehr erschwert ist nnb die (Hc- iaht borhegt, daß «ich die Interessen der t^emeindcn nm Battenberg mein und mehr der Stabt Frankenbeig znmendcn, Imben sich die zwischen der neuen Balm strecke Franlenbcrg-Wiuterberg und Biedenkopf liegenden Orte des Vorzugs einer Bahnverbindung ilberhauvi nicht zu erfreuen Aciler muß es als sehr tr ht ■- i iiir l werden, wenn durch Fortführung r r d nu in guter Erinnerung .:. •• T i e a f itt i • G ip ziemlich lebt aste Beteilch ing beiigebern 1*11 und von .irbeitn ben Arbeitgebern enthrltii av' bä S «tr gflce" Ni v- V* Dirt’ •dcX" « ml«"! tue» än W» p t habe die Ehre. Ihnen ergebend auzu zeigen. daß ich beute au» der Tcutichfozialeil Partei und der wirtschaftlichen Ber- nnigunn misgetreten, und der Teutfchen Reform Partei bei getreten bin. _ ,, Mü voriüghdxr Hochachtung nnb Veil . gez Köhler, Langsdon. wurde daraus die Antwort: Char loltenburg, 21 Famiar 1909. Sehr geehrter fcerr Kohler' Ich bestätige Ihnen hiermit den Gmpiang Ihre orbreibcn« f i Fraktion bei iviri zeigen. Gleich zcsti.i 'vreche ich Ihnen ixnöiilidi meinen ver- bindliclyten Tank dafür aus, daß Sie diesen notwendigen ^dinil aus freier Entschließung getan und mich dadurch bei überaus peinlichen Ausgabe über hoben haben. Ihnen die B,nc um Lösung Ihres Verhältnisses zu uns demnächst tm Namen der Fraktion zu übermitteln. Hochachtungsvoll Ihr ergebenste^ gez. M. Liebermann V. Sonnenberg. Herr Köhler, der in ter lebten -Zeit für die Presse der eigenen h lima nicht mehr al JMitg Partei geduldet im-rbcit Angaben über unsere Haltung b im BSrfeng.'cye und Vereins- geseve, wobei wir in sein u Gunsten annehmen wollen, daß er nad> Oben zu itfiebm. obwohl die Haltung unser i <>rattwn li» summen, hc erhielt 9 Per kratischer Seite au'gestellte Liste in Biedenkbvr nnmunbenben Li-. Ttil nbuig-Lbcridxl^ ^dTaW in nördlicher Dichtung eine voltia geraöluiige Berbindung dev TiüKK mit her tzderbadn erzielt wird Alle dem gedacht« 1‘rorft das B-ori redenden Umstände wurden erörtert und der Aackirers der Rentabilität durch tfnwbnung des WiederaunchluneS tmitmier (Hnihen. ter Vieh nnb i-irubenholiaue'uhr als aiiBrr aestclli bneid net Ta» Ergebnis ter Boprechung war tie Bilduna eines Komitee» auf den Bürgermeistern der inter• cvierten Arnvintni und sonstigen Herren von hier und auf rev’ Ten Borntz u^rnabm Bstrg rmeiner " rimewald-Bicden- fcp' Tie nächste Versammlung de» Komitee* nnbet am w. ;. 2K hier statt - ... W. (£ tonberg (Taunudf, 10. Febr. Henle nachmittag ianb die Beerdigung brS am Sonntag abend verstorbenen Bürgermeister- a. T. Iamin statt. Arn Grabe sprachen a. Regierungspräsident von Meister, ferner Landrat Tr. '.Kitter von Marr, nanicnfl beO Slrei6raL'3 und Bürgermeister Musch namens der Stadt Cronberg. U. a. Uev auch das Priuzenpaar Friedrich Äarl von Hessen eine Kranzspende am «ftrabe niederlegen. t Äiun k :ig. : Hillier Xm: Ubei Stowt mcüet i'ilttn. pttei ‘ Sj ■ ■ n™ Y Nidda, 10. Febr. Der Verein .Krankenpflege" hielt am 9. d. MtS. feine Jahresversammlung ab. Ter Vorsitzende, Gerbermeister Stork, gab einen Rückblick auf daS abgelaufene Jahr, in dem insofern ein tfort- schult zu verzeichnen fei, daß die bis jetzt höchste Mitglieder, zahl von 325 erreicht sei, unlängst in der früheren ftleinlmbcr- schule zwei Zimmer für Kranke eingerichtet und auSgestattet worden seien. Die Rechnung ergab: Einnahme 1796,06 Mk., die Ausgabe 1748,30 Mk., worunter sich eine erhebliche Summe neu auSgeliehenen Kapitals besindet. Bei der Ersatzwahl deS Vorstandes wurden die seitherigen Mitglieder wieder- gewählt, mit Ausnahme des Beigeordneten Braun, für den Buchbinder Heinecke eintrat. Besonderer Tank ivurde dem Fabrikanten H. W. ElooS gespendet, der nach eingeholter Erlaubnis bei I. Kgl. Hoh. der Großherzogin Wohlfahrtsmarken mit Allerhochstderen Bild und dem Solmser und Hessischen Wappen auf feine Kosten hat anfertigen lassen und schon für 2000 Mk. abgesetzt hat. — Bei dem letzten Hochwasser fiel eine Frau, die, auf einem Waschbock stehend, ihre Kartoffeln retten wollte, so unglücklich, daß sie den Knöchel gerettet waren. •• ic aut bie.c tictic Sachen an» dem timenlaorr nach vmis Kbapen :'(u| eine 3n- mge hin förberte die Polizei eine ganze Menge gestohlener i’ieaenftnnbe aus der Wohnung der Frau. Ihre Angaben, hc habe iic gekauft, bestätigten sich nicht, obgleich sie einige Jengen m bewegen versucht hatte, ihre Angaben zu bestätigen. •• OeH ent Hebe Lesehalle. Im Januar wurden 2974 Baude auvgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende «Üteratuc J354, Ieitschrilten 59K, Jugendschrifien 349, BerS- bidituiiflen und Dramen 98, Literaturgeschichte 87, Lander- und iölkerkunde 89, Kulturgeschichte 31, Geschichte und Biographien 157, Kunstgeschichte lu, Aatiiiwistenschast und Technologie 143, 'leer- und Seewesen 19, HauS und Landwlrtscha't 13, chelnud- beilfllelnc 15, Heligion und Bhilosoph.c 84, SloalSwissenschan 8, ^orachw.ssenscha'l 15, .^emdsprachlicheS 14 Baude. Nach atib- wätii (anicu 128 Bände. ** Bon den *Ä ändernden. In r Mtrbcrgc zur yennat ii gleichen Monat pflegung gegen Arbeitsleistung, während 513 (733y Lelbstbczabv r waren. — Für den Stettennaclnveis waren int Januar angc nu'ldtt 41 nncne Stellen, von denen 35 10 Uichlva. ls uuk» 25 am Plaf. beiebt wurden Unter den plazierten Leuten befanden iub 11 Handwerker und 21 ungelernte Arbeiter. = 'jlnncrob, 11. Fcbr. Der Turnverein und die Freiwillige Feuerwehr halten nächsten Samstag abend ihr Wintervergnügen ab. Mit lebenden Bildern, komischen 'Vorträgen und Ausstellung von Pyramiden wird das Vergnügen verschönert werden mit darauf folgendem Tanz. = Steinberg b. Gießen, 11. Febr. Der Turn- verein „Gut Heil* feiert kommenden Sonntag in seinem Vereinslokal .Zum grünen Baum* sein St if 1 ung8 fest. 't’lufier theatral. und Humor. Vorträgen tommt auch ein Tamenreigen, ausgeführl von Iti Damen, zur Aufführung. • Ebenfalls findet eine Verlosung mit hübschen Gewinnen statt. (Die Musikiapelle Schäfer wird zur Verschönerung der Feier ■beitragen. Freunde deü Vereins sind zu diesem Abend ein- geladen. x Tret» a Lhu, 9. Fcbr. Heute midunittag fand hier hie ässen Nutte P v 6! u n g uiü> der Schluß ber waitDciitOcn Hau > Da l tu iia; sch ule statt, die feit Anfang Dientber hier cmni spon 21 Biädcheu, worunter 4 auswärtige, bcfudilni UursuS unter brr bcivtrirrtcn Leitung von Frl. Mutschler abgthaliai hat. ftic cmgrlKitbc Prüfung, wie die Mengen der auog, imtcn, von beu n>, sowie die Litern der SchÜ le rinnen bei. \*U3 llntcrrut'te-loriil batte Bürgermeister Bernter, der sich auch um das Zuimndekommcn des Kursus sehr ^dient feinen Saat unemgelttich -ur Beringung geneckt. Bon hier wandert bic £?ju l -lluns-'Lule nach Quecktorn X. Lehn.)e.m, 10. Febr. Hier trug«: sich mngfi iwe: Unfälle zu mit ernsten Folgen. Beim Abträgen cme5 Sackes Schrat glitt der Landwirt und Schneidenneurer Hermann Hänge im Hausflur aus und brach das rechte *^€111. T'.c Tienstinagd des Landw.ns Jimmer, .Inna .Irpel, glitt beim Rachhausegehen aus der Sprnnstube bet dem t.inner wieder vorhandenen Glatteis aus imb brach bay ttnke Bein. __ In vielen Laudorteu den IM Lt'mi". n Tanad) erhielt du ^Ruppcrtenrod, W. Febr. - ------— ~-~ i- ur Jett Sammlungen für die durch fet^c.bcn schädigten in Italien veranstaltet. Trvd der väungreU von uollcften ist der opferwillige Sinn b.t Landbevölkerung recht lobenswert. Tas zeigen die Beträge, bic man m den -nS^ i' .meinOen zeichnet Hier B. betrug die kjxbbcbcntotlcftc la^O log trrgännni r listc !0 Stimmen Viite • und btr ErgänzUngsllste einen B mi-r. der ‘.Irbnin. hm.tixiiiler entfielen aus di« Live der wrrfidwn n 755—76/ -timin n, am c-tc der n.itioaalg. iinnten Arbeu.r bl. öftere erhielt 11 und letztere einen Btinycr.^ " Eine Erder sw ütternng in Hcne n Aus r c i eichen ha i n ,m ÄTri» Cffrnbod) kommt dir üack rickt, daß dort nrtkm frül. eine kleine Erdenchütteruna beobachtet worden in. <*>yn 6 Uhr ichwonkten die Möbel in den Jinnnem und die Leute, die noM wi BeN lagen, wurden ouige Augenblicke ,ann hiw und derm-wie.st Unheil hat da «elindc Beben nicht angenchi-t •• ^icr Hundertmarkscheine freien einem hiesigen Großkaufmann irrtümlich in das flloiel und c3 beburte der lebhaftesten Anstrengungen zweier Installateure, bi8 Lic in» zwischen nahezu in den städtischen Kanal geschwemmten Scheine i buUf ein; legden. Bei v rdevcrciNS iostaldewo nnb auf d e sozialistiich' t cer Wahl (Siebener Stadttheater. Tic ztönigSkinder von Grnst RvSmer. Musik von G. Humperdinck. Da ich in der gestrigen Nummer unseres Blattes „Dir KSn igSk inder* bereits eingehend gewürdigt habe, kann ich mich heute auf die Darstellung des tiefangelegten, wirkungS- vollen Märchenspiels beschränken. Meine Erwartung, daß dem geistvollen Werk auch hier em voller Erfolg beschieden sei, bestätigte sich vollauf, und die Leitung des EtadttheaterS hatte das möglichste getan, um eine befriedigende, stimmungsvolle und in lebcr vmisicht überlegte Wiedergabe herauSzu- bringen. Und das gelang ihr in Rücksicht auf die großen (Schwierigkeiten, die daü Märchen an die Bühne stellt, und unter Abrechnung von zufälligen Versehen, außerordentlich gut. Für die Folge wird hier und da etwas zu feilen sein, mitunter zu dämpfen oder starker aufzutragen, aber daü ergibt sich nun schon ganz von selbst. Jedenfalls war es eine Tat, die man nicht freudig genug begrüßen kann. Hermann Bakof hatte die Ausführung, wie schon gesagt, gut und eingehend vorbereitet und sehr schöne Bühnenbilder zusainmengcstellt: auch die Beleuchtung und die übrigen technischen Hilfen arbeiteten gut zusammen. Die Schneelandschaft mit den treibenden Flocken gelang überraschend gut, und wenn auch die Flocken nicht gleichmäßig fielen, so hat das weiter nichts zu sagen. Bedauerlich ist eS aber, daß sich ein Teil der Zuschauer deshalb bei dieser Stelle des Lachens nicht enthalten konnte. Die Darstellung stellung selbst, die mitunter ein wenig schleppte und von der Musik nicht immer aufmerksam genug verfolgt wurde, hatte z.T. recht hübsche Q m$eUei|tungen zu verzeichnen. Amu Röder als Gänsemagd beseelte ihre dankbare Rolle mit einer tiefen, lebensvollen Innerlichkeit, die in Verbindung nut ihrem natürlichen, jeder Uedertrerbung abholden Svrel eine schön ausgerundete, lebensechte Encheinung uwc. e brachie. ?lur hier und da hätte sie ein wenig laut r sprechen dürfen, ob- wohl t3 ihr dank ihrer klaren, beuu-.t n m icn. gut gelang, die Must! zu übertönen, tnnej ia!4 i ^cb;cun zu kommen, wie daü gerade .. den . uibern L xwsig der Fall ist. Clemens 1)1 ob en als ^önigsjohti war in den beiden ersten Aufzügen recht gut und kam mit seinem vollen Organ gut durch, im dritten Alle aber kam er an5 bem anmutig naiven Cinpslnden mitunter in einen weinerlichen Ton. Auch da3 Liebäugeln mit dem Publikum im 2. Auszüge hätte vermieden werden müssen. Sonst ober zeugte die Durchführung seiner Rolle von gutem Crsasscn und anerkennenswerter Durchbildung. Die MaSle war nicht sehr vorteilhaft gewählt, vor allem war er zu bleich. Cinc sehr erfreuliche und in ieder Beziehung sehr gut gelungene Darstellung bot Cdgar Pauly als Spielmann. Auch bei ihm ist wie bei Anny Roder die verständnisvoll abgetönte Natürlichkeit seines Spieler und seiner Sprache besonders zu loben. Recht wenig erfreulich war Ada Pauly als Hexe. Ihrem Spiel fehlte lebe Steigerung, und ihre Erzählung im ersten Auszüge kam gar nicht zur Geltung. Willibald Völcker als Besenbinder war wie gewöhnlich in Spiel und MaSke ausgezeichnet, dagegen litt der Holzhacker Max Hroncrtd manchmal bedenklich unter einer gewissen Unsicherheit, die, dem Theaterzettel nach zu schließen, durch einen Personenwechsel bedingt sein mag. Tie kleine E m m y als Besenbindertochler war recht gefällig und brachte auch ihr Liedchen vom Rosen- ringel recht gut zui? Geltung. Die übrigen Mitwnkenden entledigten sich ihrer schweren Aufgabe nut gutem Gelingen. Auch die VolkSszenen waren gut. DaS Bühnenbild dcS zweiten Auszuges läßt sich in Zukunft V^Ü^cht insoweit ändern, als die RatSherrenlribüne w weil in die Srltenstücke eingebaut wird, daß daS Tor und bannt der Einzug der Gänsemagd für alle Zuschauer sichtbar wirb. Tas L echtster unter Weinacks Leitung war nicht ganz auf der Höhe seiner Aufgabe und auch mancher unreine Ton schlich sich ein. Besonders unangenehm aber war das Zu'vätkommcn einzelner, btc leider nicht taktvoll genug waren, am Eingänge zu warten, bi« daS Bsx'piel vorüber war, und ebenso unangenehm war daS oorjMige Manchen am Schluffe ber Auf- ' ihrung, wodurch die Pkcksik völlig übertönt würbe. Karl Neurath. Z D i c grantturier 2tu tf ü hc unfl b 11 -l* l c 11rav. Aus FranNuN a. ’2Jl. wirb iui< unter Dem «. d. 2)L geid;neben: Unser Cvcrubauv Vars stolz auf den qeftn ien Abend bluten, da e< die ivritauifuhanig ber 6 ! r a u fe * leben »Elektra' alJ zioene Bühne heauSdrachle. llvipvfmqhd) war die Ausführung des schioterigen Werkes jebod; schon für den 28. Januar geplant geivesen, muple aber wegen (irfranlunq zweur Miuvirteu^cu verschoben werden. Cixl)eftei unter Lr. Rott ende rgS Leilun, kämvüe nut Heldenmut und siegreich gtacn die wildanstü, mende ,'s lut der technische . und rhylhiiujchen SchwierlgtcUen, bic der Uomponist mit der Willlur emc3 'Jlauoleon ui seiner i:aititur uugehauü bauen. Und bic Sanger, Die ia bei Ltrauß cigeiiüid) immer ein Lcil des Crchefter, sind, haUcu sich — auch bic Bertreier der kleiustci Rollen - bio zur Bolleudung in Uite Aulgalcu bineinqelebl. Dor allem und in nanj ubcreaschcnder ^etfc unsere Ltimaboima ijrau To en geb, Tür deren Bralkürensiaur die liicftia, rein auverlich betrachtet, keine^wcg^ -u paffen schien. €te 1>at aber nicht nut btc uiweunlichen ftimmlicbeii An'ordemngen. wie sie noch nie ein Koirwonift an einen Hünuler gestellt hat, alamenb erfüllt, sondern bat auch darstellerisch in (fcillannen viiieHi. Reden ihr sind .yrau Heniel-Schweiiier al^ ^llrnsoiixim., 3rl. Sengtrn (bic älu Gast unfere erkrankte heimliche Altistin vertritt) al» ttlytäm- neftra und Herr Brann alL Cve't mit ruckhaliloler Anerkeimung zu nennen. Sie alle, nebst dem Ltrigenten und dem Regifseur Hrähmcr würben, verdientermaßen, zahllose Male gerufen. Und das Ganze — war's ein Erfolg! Ich sage, nach Abwägung aller Momente, ohne Zögern: Nein? Tic Anerkennung der Mus.k, auf wie genauer Äeinuiu der Uarttlur sie auch beluden mag, kann nie weitergehen, als bis zur staunenden Bewunderung der au'gewandteu 51imft c n Sängerbundes bat den 1. Preis Professor Hugo Jungst ip Tirtben Anerkannt. Ten S. Preis erhielt Franz *?lag lei in Leisuitz, dcn S Ctio Voell ter in Uniei-Turthemi. 'ii Ql Ter liegt *-itau; Rtfi] bei der Kaiserdebatte auch ihn eigentlich noch in Erinnerung sein könnte. Wir wollen den Juden und Judengeiwssen nicht ohne Not ba3 Vergnügen machen, das; sic alle Antisemiten wegen der Ceitensprüngc des Herrn Köhler verhöhnen können; darum begnügen wir uns vorläufig mit dieser Mitteilung an unsere Vertrauensmänner im Wahlkreise. Herr Köhler irrt, ivenn er glaubt, daß die hessischen Wähler cvenso wankelmütig sind itnc er selber. Es wird Sache unserer Vertrauensmänner sein, die Folgerungen ans solchem Vertrauensbruche zu ziehen; der Austritt Köhlers schadet unserer Arbeit nicht im mindesten, sic gewinnt im (Gegenteil an Klarheit und Einheit. Herr Köhler hat nie etwas Positives geschaffen, weil er bloß darauf Wert legte, möglichst nach Außen von sich reden zu machen. Wir werden, ihm auch deshalb den Gefallen nicht erweisen, gegen seine Erklärung in gleicher Weise mit einer anderen vorzugehen. Wir sind überzeugt, daß aac Anhänger unserer Sache das Ausscheiden Köhlers ebenso beurteilen werden wie lvir. Mit deutschen: Gruße zeichnet sich Die Leitung der deutschsozialen Partei. Liebermann von Sonnenberg, M. d. R., Vorsitzender. F. Raab, M. d. R., Schriftführer. Berlin, Reichstag, am 30. Januar 1909. vermischtes. * Reiteroffizier und Einbrecher Von einer gemütlichen Szene zwischen einem flotten Reiternmzier und einem Einbrecher, der den Vorzug hat, aus den: Leben gegriffen zu sein, weiß der Sofiaer Mitarbeiter der „Köln. Ztg." zu erzählen: Bricht da vor einigen Tagen ein Strolch nachts in Sie Wohnung eines Reiternberleutnants ein und macht sich in dessen Garderobe zu schaffen. Das Unglück will, daß aus der Reithose des Offiziers eine Tabakdose mit Lärm zu Boden fällt und den Eigentümer weckt. Dieser springt aus dem Bette, faßt den EinbreäM sehr unsanft beim Rockkragen und läutet auch seinen Burschest herbei. Herr und Diener prügeln den Strolch windelweich. Dann entwickelt sich folgender Dialog: Oberleunant: „Was hat dich in meine Wohnung getrieben?" — Strolch: „Die Not, Herr Oberleutnant, ich habe nichts zu beißen." — Oberleutnant: „Weißt du denn nicht, daß gegen Ende des Monats fein Knopf bei mir zu finden ist?" — Strolch: !? — Oberleutnant: „Laß dich einmal untersuchen." — Tableau! Der Oberleutnant findet 5 Franken in den Taschen des Einbrechers, übergibt das Geld dem Burschen mit dem Befehl: „Kaufe morgen Tee und Zucker" urid läßt den „armen" Strolch frei mit der Aufforderung, am Ersten wiedcr- zukommen, um sich die 5 Franken zu holen. Märkte. th. G i eß e n, 11. Febr. Aus öem gestrigen <5 d) ro e in c tn arkt standen nur 150 Tiere zum Verkauf, ein viel zu kleinerV'orrat, um den Bedarf der zahlreich zum Markt gekommenen La.chmirle zu decken. Tie Ware war deshalb aud) außergewöhnlickSchoch im Preise und von einem normalen Handel, der preisbildÄ > zu bezeichnend ist, war keine Rede. ES wurden bezahlt für 6 Wochen alle Ferkel 45-55 Alk., 9-13 Wochen alle Ferkel 60—7lHNk. und Danksagung. Für die vielen Beweise herzlichsier Teilnahme Hi dem schrotten Verluste, der unS betroffen hm, sagen illr allen herzlichen Dank. jK) Gießen, den 10. Februar 1909. ii Familie Schmält Ww 14. 14. 5. Dezember 1851 BrVi Januar 1871 Oktober 1875 Juni 1885 Mai 1882 März 1884 Schwalb, .Karl Ludwig, Sleln, Hermami Heinrich, Köntger, Dr., Rinn, Andreas, ttllmann, Lina, Kempf, Wilhelm, werden seit mehreren Jahren nicht mehr ordnungsmäßig unterhalten. Gemäß den Besttmmungen im 8 15 der Friedhofs- und Be gräbmsordnung der Stadt (Ließen vom 12. Juni 1903 wirch hiermit den Angehörigen zur Wiederherstellung des Denkmals, der Einfassung und der Anpflanzungen der Grabstätten oder zu deren Ent- ternung eine Frist bis 1. ‘lUnil d. Js. gesetzt. Rack fruchtlosem Ablauf dieser Frist werden wir die Et.tser- nung des Denkmals und der Einfassung von uns aus vornehmen lassen. Gießen, den 18. Januar 1909. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießest. I. B.: Kcller. Bekanntmachung. Die auf dem hiesigen Friedhof am Nahruugsbcrg bcköcneit Erbbegräbnisstättcu von Muspran, Friedrich Perry, gestorben am 31. August 1856 Ortb, Wilhelm, belegt mit seiner am 10. März 1868 verstört'. Ehefrau Müller, Johann, gestorben am 1. November 1873 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Kesselvach für 1909 Rj. liegt vom 15. b. Mts. ab acht Tage lang auf unserem Bureau zur Einsicht der Beteiligten offen. Kesselbach, den 11. Februar 1909. Großh. Bürgermeisterei Keffelbach. 941 Stein. Pergeblivg non Pflaster- u. lshaasfierarbeiteil. Die Pflaster- uttd Ehaussierarbeiten für den Ausbau der Llebigstraße südlich der Wilsonstraße bis zum Aulweg sollen Mittwoch den 17. Februar d. Fs., form. 11 Uhr öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienst stund en bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum vorgenamuen;4eit vulikt, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 9. Februar 1909. Stabt. Tiefbau amt. Braubach. B10/a Köliigl. MMstem BraMberniUs. Fm Wege dcS schriftlichen Angebots sollen aus den Forst ritten 2a u. 3 Esväerwaldchen, 42b yarrmschälberg, 47 Jaukhardt, 53 Gönürod und Totalität der Schulzbezirke Weiperfelden u. Hasfel- born verkauft werden: Eiche: Los 1 (B Kl.4> 18 Stamme - 9,31 Fm„ Los 2 sL Kl. 5) 223 Stämme — 48,59 Fm., Los 3 45 ^tge. 1.. Los 4 10 Stge. 2. Kl., Fichte: «Bauholz bis 27 Attr. lg. und 33 Ctni. Mittendnrchmesser) Los 5 (c Kl. 1) 2 Stämme — 4,55 Öftm., Los 6 (c Kl. 2) 39Stämme — 55,82 Fm., Los 7 (c Kl. 3) 45 Stämme - 32,18 Fm., Los 8(c.Stl. 4) 193 Stämme — 32,61 Fm., Los 9 279 Stge. 1., Los 10 484 Stge. 2., Los 11 406 Stge. 3 Kl.; Kiefer: «inkl. einiger Lärchen, meist Gruben Holz) Los 12 (c Kl. 3> 5 Stämme -= 3,01 Fm., Los 13 (c Kl. 4) 606 Stänune — 121,16 Fm„ Los 14 4 Stge. 1. Kl. Das Holz ist eingeschlagen und müssen die für jedes Verkaufslos, bei Stämmen pro Fstm., bei Stge. pro Stuck abzugebenden Ge bäte die ausdrückliche Erklärung enthalten, daß Käufer sich den allgemeinen und besonderen Pertaufsvedingungen unterwirst. Die Gebote sind bis zum 17. d. Mts. einschl. portofrei, geschsossen, mit der Aufschrift „Gebote auf Holz" versehen an die hiesige Ober törjterei einzureichen und wird die Eröffnung der eingegangenen Offerten am 18. d. Mts., norm. 10 Uhr ebendaselbst geschehen. Dl/2 für Ieid)tere Läufer 90—120 Mk. das Paar. Schwerere Läufer waren nicht am Markt, der sehr bald ausverkauft war. Nächste Markttage 23. und 24. Februar d. I. — Fette Schweine werden bei uns in der Gegend mit 70—72 Mk. gehandelt, sind jedoch in der Ware, wie sie von den heimischen Metzgern zur Zett gebraucht wird, fast gar nicht zu haben. Ties bat die Gießener Metzger veranlaßt, sich eine Sendung Ammerländer Landschweine, die von oldenbnrgischen Zuchtgenossenschasten in der Gegend zwischen Ems und Weser gezüd)tet und gemästet werden, kommen zu lassen, mit der man sehr gute Erfahrungen gemacht hat, so daß man weiter liniere Stadt mit dieser Ware versorgen wird. Das Ammerländer Landschwem ist ein frühreifes, schnellmastiges, feinknochiges Fleischtier, das den Vorteil hat, gutes Schmalz und Speck in der Ware zu liefern, wie sie augenblicklich verlangt wird. Dabei stellt sich der Preis für den Zentner Schlachtgeivicht in Gießen auf 68 Mk., also erheblick) wohlfeiler als in unserer Gegend. tc. Frankfurt a. Al., 11. Febr. (Teregc. Ortg. - Bericht des „föiefe. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen V i e h Marktpreise. Zum Verkatlfe ftanben: 36 Ochsen, ÖO aus Oesterreich, 2 Bullen, 0 aus Oesterreich, 94 Kühe, Fersen, Stiere und Riilder, 943 stälber, 182 Schafe und Hammel, 838 Schiveme, 0 Ziegen,x 9 Ziegenlämmer, 2 Schaflämmer. Bezahlt ivurden für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1. Qualität 73—76 Alk., 2. Qualität 68—70 Mk., 3. Qualität -'8—60 Mk.: Bullen: 1. Qual. 64-66, 2. Qual. 60—62; Rübe 1. Qualität 70—72 Alk., 2. Qual. 59-61 Alk., 3. Qual. 47—49 Alk., 4. Qual. 00—00 Alk., 5. Qual. 00—rOO Alk. Bezahlt wurden für das Pfund <äd)lad)t- gewicht: Kälber 1. Qualität 90 bis 95 Pfg., Lebendgewicht 53—57 Pfg., 2. Qualität 80—88 Pfg., Lebendgeivicht 48-53 Pfg., Schlachtgew 65—68 Pfg.; Schafe: 1. Qual. Schlachtgew. 70 bis 00 Pfg., 2. Qual. 58—60 Pfg. Schweine: 1. Qual.' 70—72 Pf., Lebendgewicht 56,0—57 Pf., 2. Qual. 69—00 Pf., Lebendgewicht 56,0-00,0 Pfg., 3. Qual. 64—68 Pfg., Lebendgewicht 00-00 Pfg. Geschäft bei Hornvieh gut, Ueberstand unbedeutend, bei Kleinvieh gut, Ueberstand unbedeutend. Limburg a. d. Lahn, 10. Febr. Fruchtmarkt. Durchschnittspreis pro Aialter. Roter Weizen lnassauischer) 17,15 Alk., weißer Weizen (angebaute Fremdsorten) 15,80 Alk., Korn 12,10 Alk., Gerste: Futtergersle 9,80 Alk., Brauaerste 11,00- 00 Alk., Hafer 7.50—0.00 Alk.,'Erbsen 0,00 Mk., Kartoffeln 5,55-0,00 Alk. kirchliche Nachrichten. Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Zqnagoge (Süd-Anlage), Samstag den 13. Februar 1909: Vorabend 5.30 Uhr. Morgens 9.00 Uhr. Nachmittags 3.30 Uhr. SchrifterklLrung. Sabbatausgang 6.30 Uhr. Voraussichtliche Witterung für Hesieu am Freitag den 12. Februar: Aufheiterung; nur im Süden geringer Schnee. Stärkerer Frost. Oestliche Winde. Originnl-Drahtineldunsen. Parts, 11. Febr. Nach Meldungen aus Wien soll Kaiser Franz Josef dem französischen Botschafter gegenüber seiner Befriedigung darüber Ausdruck gegeben haben, daß die Meinungsverschiedenheiten zwischen Deutschland und Frankreich nunmehr beigelegt seien. Paris, 11. Febr. Der frühere Kammerpräsident Deschanel erklärte in einem Jnterviciv, das deutsch- französische Abkommen ntache den Meinungsvcrschicden- heiten ein Ende, die sowohl Frankreich >vie der ganzen Welt nachteilig geivesen seien. Das neue Abkommen ermögliche normale Freundschafts - Beziehungen zwischen den beiden Regierungen. Paris, 11. Febr. Nach einer Madrider Meldung deS „Petit Pannen" machen sich in dortigen diplomatifchen Kreisen hinsid)tlid) des deutsch-französischen Abkommens zwei Strömungen geltend. Die eine befürwortet die einfache Zusiiiumung Spaniens, während die andere den Abschluß eines Spezialabkommens vorschlägt. Schwächlichen Kindern gibt man am besten HYCilOPON, das neue auf elektrischem Wege hergestellte Eisenpräparat, das von ärztlichen Autoritäten als hervorragendstes blutbildendes Kräftigungs - Mittel warm empfohlen wird. Uygiopon regt den Appetit intensiv an. Oriiäual- tlaschen Mk. 1,75 und Mk. 3,— in den Apotheken erhältlich. C‘/i General-Deput für Deutschland: Dr. Wasserzug, Frauklurt a. M., Theaterplatt 1. Ktliauiltuiachung, Betr.: Wahlen zur Handwerkskammer im Jahre 1909. Nach Prüfung der bei uns cingereichten Bestandslisten haben wir folgeitde Vereinigungen als wahlberechtigt anerkannt: 1. Bäcker-Zwangsinnung zu Gießen mit 35 Mitgliedern. 2. Barbier-, Friseur- und Perückenmacher-Jnnung zu Gießen mit 15 Mitgliedern. 3. Maler-- und Weißbindcr-Jmmng zu Gießen mit 24 Mitgliedern. 4. Ortsgewerbeverein zu Grünberg mit 84 Mitgliedern. 5. Ortsgewerbeverein für Lollar und Umgegend zu Lollar mit 53 Mitgliedern. 6. Ortsgewerbeverein zu Hungen mit 38 Mitgliedern. 7. Ortsgewerbeverein zu Lich mit 51 Mitgliedern. 8. Gcwcrbevcrein Rabenau zu Londorf mit 44 Mitgliedern. Die festgcstellten Bestandlisten liegen in der Zeit von Donnerstag den 11. Februar bis Mittwoch den 24. Februar 1909 einschließlich aus Zimmer Nr. 6 unseres Amtsgebäudes zur Einsichtnahme offen. Beschwerden gegen die Feststellungen sind bei Meldung des Ausschlusses innerhalb der gleichen Frist bei uns vorzubringen. .Gießen, 9. Februar 1909. Großherzv ^i «.> rcisamt Gießen. I. V.: Welcker. Verdingung. Das Setzen und Reinigen der Oefen in den städtischen Gebäuden im Rechnungsjahr 1909/10 soll Montag den 15. Februar d. 2S., vorm. 11 Ubr öffentlich verdungen werden. Bedingungen liegen aus unserem Bureau ;ur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, find bis zum ge- nannten Zeitpunkt an uns einzureichen. — Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, 9. Februar 1909. Städtisches Hochbauamt. B10/, Gerbet. Bilanz am 31. Dezember 1908. Aktiva: Jtt Kassenbestand 394.57 Warenvorrat 4015.36 Debitoren 2676.80 Inventar 331.47 Passiva: JC Aufgenommene Kapitalien 800.— Mitgliedcrguthabcn 440.— Warenschulden 5626.58 Reservefond 55.16 Reingewinn 496.46 7418.20 7418.20 Die Zahl der Mitglieder betrug am Anfang des Geschäftsjahres 35 Eingetreten im Laufe des Jahres..... 9 Stand der Mitglieder Ende 1908 . . . . . 44 Saasen, den 1. Februar 1909. [Ij43 Laudwirtschastt. Zionsum-Verein, c. G. m. u. H., Saaseu. Der Direktor: Der Lagerhalter: Wilhelm Schepp. Heinrich Wagner V. Eichen-Stammholz-Submission. Aus den Waldungen der Gemeinde Londorf soll nach- verzeichnetes Eichen-Stammholz auf dem Submissionswege vergeben werden: a. Schnittholz (Abschnitte). Stämme 2. ftl. ----- 2,95 Fm. 21 „ 3. , ----- 15,98 w 1 u 4» — b. Bauholz 0,72 u 13 Stämme 3. Kl. — 11,69 Fm. 23 " -• " z 15,85 u 3 tt a* V ---- 1,01 V Die Angebote sind pro Fm., getrennt nach Sortimenten und Klassen, verschlossen mit der Aufschrift „Holzsubmission" bis spätestens Montag den 15. d. Mts., nachmittags 2 Uhr bei unS einzureichen, woselbst alsdann die Eröffnung der Angebote in Gegenwart der etwa erschienenen Bieter erfolgt. Londorf, den 8. Februar 1909. Großh. Bürgermeisterei Londorf. Au mann. 946 Holzverfteigerung der Grast. Obersörsterci Arnsburg b. Lich Oberhesscn. Mittwoch, den 17. Februar 1909 werden in den Distrikten Wachholderkops, Eolnhäuserkops, Nnßgarten und Danielskopf versteigert: Stamme 157 Fichte 7—25 Elm. Dchm. 7—18 Mr. Ig. — 32.09 Uhr, bei Mitglied Heinrich Rausch, Neustadt. Tagesordnung: 1» Jahresbericht. 2? Rechnungslage und Prüfung derselben zwecks Entlastung des Vorstandes. 3) Erledigung etwaiger Anträge seitens der Atttglieder. 912] Der Borstand. Haben Sie Bedarf ? Grosse Räumun^s-Ausverkauf zu bedeutend reduzierten Preisen. Holzverfteigernng. Dienstag, ben 16. Februar werden aus den Diftrikien QirdfflelKfl Dietzekobl B, Rmnivege 11, 13, Rabenköpfchen 15 und -ttcbranmc (flehe IX ucrfteiflert Stamme: ff Eichen tk Äl. mit 0^8Inm., I karche von 17 ttim. Turdmt. und 11 Mlr. Vdnne — O^L Terbitflnnen, dichte: 152 2Hilf mit 9-j4 Istm. isicisitangen, I ichie: ;iäi Ltück mit 2.23 iVfhn.; Scheller, :ftm :17 ^Hudic, ö (xictie, 4 /Viditc Kl.. Mniivvel. Rm.: 260 Buche, 52 Elche, lOtlopc. 32 Kiefer 1. SH., l 2. Kl, H rrtrbte 1. Kl., II 2. ML, 4 Vnrdic; fNrtlcr, Rm.: 1279Bud)?, tÄEiche, 1" A»oe, Mnnvvrlrciier, :Hni.: 24 Fichte, 4 Kiefer. Ltöekc, J^m.: N Bud-e, 12 Eiche, 2 Mieter, 51 Fichte 1. ÄL 7 2. Kl .Hufammentunfl vormittags lüllbr nm Walbemgang tm Distrikt Ktrchgeheg. Rädere Auskunft erteilt Forslwart Wifzner, Bondorf. wnborf, den 10. Februar 1900. Fretberrliche Oberldrsteret Rabenau. Brill. Gesetzliche Gesellenprüfuuqen. Die dieSiährigen Gesellenprüfungen finden in den Monaten März und April statt. Anmeldungen sind an den Wochentagen, zwischen 10 und 12 Uhr vormittags, bis spätestens den 15. Februar d. I. an den Unterzeichneten zu richten. Die Prüfungsgebühr beträgt 8 Mark. L"/, Dieben (Kirchstraße 16), am 15. Januar 1909. Der Prüfung» - Ausschuß des LrtSgewerbeoereinS Gießen: _________________Traber, Vorsitzender. _______________ VMniMe HagMtags-tabH in Elberfeld. Mir bringen bterutii uir oheiuhtbc« Kenntmo, dah wir dem Herrn Lndwig Hainbach in Bersrod vtne Berlreunig für Lerörod und Umgegend übertragen haben Main», im Februar 1909. Die General Agentur H. Schmidt. BeLugnebinend auf vorftcbende Bekanntmachung emvfcblv ich wid) zum Abschluß von Hagelversicherungen aller Art gegen billige feste Bräunen ohne lebe Nachzahlung und bin ich zur Erteilung icbcr weiteren Auskunft gerne bereit. hv10,, Ludwig Hainbach. BRAUBACH & FISCHER Färberei, Cliim. Waschanstalt Größti* Geschäft dieser Branche im Grose h erzog tum Hessen < ,i „iünd<1 1848 ♦ । । ber 1 Hrbcn l u. Kvinlguiiff f. 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Es wird zur Beschlußfassung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschusses und eintretenden Falls über die in § 132 der sionlurSordnung bezeichneten Gegenstände — auf Rkontag, den 15. März 1909, vormittag« 10 Uhr, — und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf den gleichen Tag — vor dem unterzeichneten Gerichte Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegebcn, nichts an den Gememschuldner zu veradsolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 8. März 1909 Anzeige zu machen. B10/, Der Gerlchtsjchreiber Grobherzogluchen Amtsgerichts zu Hungen. KttX® iF, Donnerstag,den ts. Februar 19011, nachmiiiags 3 Ubr, ioll ni unserem Amtsrunmer die den ^obann Gerlicher Ebel, gehörige Parzelle Fl. 1 Ar. 1151 522 qm. Oohenc hinter dem SloctbauS ucrücincri luerbcn. Gienen, den 2b. Januar 1909. Gr. Crioflcntbt __________Gros.__________ K H-OA. B«, Donnerstag, den 25. frebruar 1909, imdiunihiflo 3 Ubr, iverüen auf bieiiflcui CrtOflcrtcbt die vor dem Aamen des Heinr Bello, 11. und Edefrau geb. valier neben- den <*lvuHbftü(ie der Gemarkung (Hieben; 5 19 - 314 qm Hofreite am unter* iten Riege lomd auf die Wiesen 5.A» 241 qm Grabgarlc» das Önvntlid) meistbietend ücrneioert werden. Gienen. den 2. ,Februar 1989. Gr. Crtoaentbt Gtetzen. A ros K 129 W. sw/. Donnerstag, den 25 Februar I9oo, natbinittags 3 Ubr, wird aus btefiflcm Cvk'acndjt die vor dem Aamen des Wild SlatTnaar u. Ehefrau geb. Bungen nebende 'ßaiAelic der (tzemarkung ('Heben: li, 13',,<» — 422 qm Hofreite am Stechloch öffentlich rnentbietend uerfttiqerL (Bienen, den 2. Aebruar 1909. Gr. Lnsgertcht «leben. Gros. Versteigerung. Freitag den 12. d. M, vor mittags 11 , Ndr, versteigere ich Walltorstr t» (Darmuadter K'due) ein eleftnHbetf Klavier Uvamgswene gegen dar. Tie Versteigeruag nudel be stimmt statt. !C1 Gretzen, 11. «Februar 1968. Seipel, GerrchLSvolUieher. K IB“ , DonnerStag, den 4. März 1909, nadmintan» 8 Uhr. wird auf biefiacm Lrisgerichl dle vor dem Aamen des Georg Hammel n (fbefrau geb. Ituckart siebende Barzelle bei (»kmartunn Wichen: > 217 — 2008 qm Grabgarten, Vaaodxten in den mittelsten 2d)u-i>iiarien dffcntlid) membietend versteigert iverden. Gienen, den 10. n-ebruar 1909. (9t. Crti'iieridu Gietzen. Gros. K 130/08. IB"', DonnerStag, den 4. Mär; 1909, nachmittags 3 Ubr, werden auf diesigem OrtSgertcht die vor dem Aamen des (radv.Hein;er ling u. UbcTiau geb. Römer in Wehen ftebenben Parzellen der Gemarkung Gienen 13 10,2 - 2(j8 qm Hofreite auf dem Heegstrauch u. Laud- kauteriveg 13 49,4 - MO qm «robflartenbaf. 13/410)— 211 qm Hofreite das. 13/49,s 3il qm Grab garten baL 13/49,9 118 qm Hosraum mit 2 t all oai. öffentlid) meistbietend versteigert werben. Gienen, bett 1". Aebntar 1909. Gr. Lttsgerlcht Gietzen. <9 roS. Submission. Die Gemeinde Ifaunsbach bat 7 irljr idiänt liidirn;.iimnic im Distrikt tbotbermarL nut in»« gesamt 10410 Aestmeter au ver lauten. Gell. Angebote nach freitmetcr nehme ich bis 20. Hebt. er. cm schließlich entgegett. Krofdorf, den 11. flrtbr. 1909. Der Bürgermeister. Brau n. Bu/i Bäiimnngsterka»! lucflcn Platzmangel in ^ohleusüller Ofenschirmen 5rohlcnkasten, lack. Ofenvorsetzer au icbr billigen Preisen Lndwig Kröll Plockt»tru6e. |92b Unübertroffen [?:u an flute und Qualität und mrln» b#rübmu>e tie«er-eihmatchine* ,,Krone“ 4i lart U»6er 1 00000 lastamen ,m \erleOr. Ldn weit- Irtannte NlLn,a*- bln^>-Gn*e- * lacebiohn, Bf ■ L‘iucna;r 12*. Ueterael n>e Fr. Staat»- u. !Uk*e- n«>nbek*>V<*mtor. 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Samstag, den 13. ssedraar I. grosse karnevalistischeDamensitzung mit MpenlniltMtrn-Vorwtfllnng and Taaikrlnirbrn unter Mitwirkung verschieben karnev Nebner von.'itantfun a.M u.a. bat ber ber Karneoalt't Willn Henning sein Erscheinen zugelagi Wer sich wirklich einmal köstlich amüficren will, ver'äume nicht an L eiem Abend au erscheinen. - Humor! Win! Kavpen u ^arrenabAeichen lind am Eingang des 3aalee au haben E intritt zur BoritcUnng Taurauicben frei! Zu re?- zablreichem Besuche ladet ernvbenft ein IM8K A. Kappmann. _______\ Direkwr und Inhaber des Kolosseums OHefrf ■ Restaurant ,MetropoP 0456 Heute Donnerstag, den II. Februar 1909 6'505565 Konzert aa«R( führt v. Mitgliedern der hie- Hr*lmrntskapclle t Anfang abends 8 Uhr. Zu ress t zahlreichem Besuch ladet ganz ergebentt ein A. Hiffee. --- KINEMATOGRAPH Seilersweg 75 Seliersweg 75 “ihir 4 Tage vom 12. biS 15. Februar dsß. IS. Dis letzten Tage von Pompeji lW Iarbenorachtigstc Lertc der IetztAeu ln 14 Abteilungen BormbrnngSzeit zirka 10 Minuten. Kunktnlm. 4«»»Meter lang bcraciteUt umcr Miuvirtutia der hervor ragendsten SübnenlünfHer und Künstlerinnen Berlin s u. Leipzig ... sowie daS weitere ganz neue Programm. ?ik ßiittrittöprdic allen Plätzen die Hälfte. AbontiemeniS-Voroeikaus u. Paffevartv ito haben ivabrend der Tagelvon Pompett leine Gültigkeit o,, Hanner -Turnverein. -1,3 3ii unserem LamStag, den 1». Sebruar, Ä abends N Ubr ftattRnbenbeu (v', ^[a^k^nball in sämtlichen Räumen des Steht» Saalbau, ___ laben wir unsere Mitglieder ergebens! ein .iittritt ist nur gegen Karten aHftitu-i. die nur Im Barverkauf für 20 Psg bei nnfereni Mitgiiebe (Uvom Tobt. Plotkin 11 au baden find BF 'iidnmitflhcber haben keinen Zutritt "W In StctnS 2aalbau werden Matten nicht mehr aiHncaeben Sonntag, den 14. Februar: Auailag nach der Karlarab. Der Vorstand. Evangelischer Bund. Sonntag, 14. Februar, abend» 8*/t Uhr Familien-Abend in Ltrins (Sorten. Vertrug de» Herrn Pfarrers Bechtolsbeimer Giehen „Tie Wcflenrcformatto* in der Kurpfalz." Der evangelische Kirchengesang Verein hat feine Mitwirkung freundlichst zugcsag- D*, Alle Evangelischen find herzlich cingetaben. Wntrtti frei!fri*tritt frei! Lebendsrifche Schellfische allerieiufte Delikaten Ware sind einer troffen bei UW Georg Wallenfels SNatfiplav *1 Telefon 4» gegenüber der Enselapocheke '*h;r iSdet sicher Mopsläule und O’J; deren Brut. .iL M Psg. .tdlrr-1!rdlr.-l>ro|rrlc **• 2eueioror \ :f'. ^tto Schaaf. Morde u Studie werden schnell u. dill. geflochi I bllOftle, vornr. Partdier. Leiter»weg hl. i0H?O Visitenkarten Uelert raaob end billiget ÜruiU eche Uair^Uiederei. 9h c Wf« fglih «n .»cx Mt. |tri ihr Btnbi Sich eit Mi «uni «der den. «IG für n>er« :Ku6 den. rietni fälifd werki aLn toa allo t cs ei roäd: Wbe tett be- * h «Uier •l«Rt u chkr dir * «c6i Bert enöfffl Mli 1t ß°d lnll S6 (chrik «kf-ch . Di D« (| ^er s? ghtq,