Nr. 288 Erstes Blatt 159. Jahrgang Mittwoch 8. Dezember 1909 Ter Sietzener Lnzel-er vezu gsp rei»: ericheinl täglich, außer jwsrSe w monal Uch 7LM^ viertel« ilatlfüröenKreis6it6en K W W W Eg W< H H « H Sir BBS Br B lalzrl. auslchl. Beslellg. esäK/IvIIvIivI «invIUvl £« (temipred) - Anschlüsse: M ß .Ly - Verantwortlich für den für b.e SHebaHwri IIS. IXJF V polit.|d>en Zeil: ilugufi =~ General-Ameiger für Oberhessen s«s Annahme von llnzeige« I • I f u. Land-und.GenchtS- b2 DomüSnU9nui" Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Unio.-Vuch' und Zteiudruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulftratze 7. LüzIigenteü:>v«T befriedigend sich enltoicfeln, beschäftigt sich bann zunächst mt Europa und schildert an erster Stelle den Fortschritt der diplomatischen Verhandlungen mit Großbritannien. Eine Frage von größerer nationaler Bedeutung als die Fischerei f r a g e sei dem Haager Schiebsgericht bisher nicht unter- breitet morden. Da cs den ranabifd)en G.enzkommisiaren nicht gelungen sei, innerhalb der vereinbarten Frist zu einer Verständigung zu gelangen, müsse auch in biesem Falle ein Schiedsspruch eingcholt w'rben. Das Abkommen über bie Beilegung ber Differenzen zwischen den Vereinigten Staaten und Kanada einschließlich der Aufteilung von gewissen Grenz^ewässern, sei von Großbritannien noch nicht ratifiziert worden. Verhandlungen über eine internationale Konferenz für den Schuh der Pelzrobben sind mit Großbritannien, Japan und Rußland im Gange und versprechen eine befriedigende Lösung Die Einladung Norwegens zur Teilnahme an einer internationalen Spitzbergenkonferenz sei von den Vereinigten Staaten angenommen, sie werden aber kein Abkommen unterzeichnen, das die europäischen Teilnehmer über die Einführung irgendeiner Art von Verwaltung auf den Inseln abschließcn tonnten. Schließlich w rb b zug'ich deseuropäischenOstensb merkt, daß die Bei ingungen für einen größeren Anteil Ameri.as an dem dortige.. ya. oJ infolge der Fortschritte des verfassungsmäßigen Regimes besser seien. Die Botschaft wendet sich bann gegen Nicaragua und seine augenblickliche Regierung. Zwei Amerikaner seien auf eigenen Befehl bes Präsidenten Zelaya hingerichtet worben unter ber Beschulbigung, reguläre Offiziere einer organisierten Streitkraft ber Revolution gewesen zu sein, bie seit einigen Wochen im Gange sei und zur Zeit etwa die Hälfte ber Republik beherrsche. Tie amerikanische Regierung werbe mit Umsicht unb Besonnenheit den wirtlichen Sachverbalt feststellen unb ihre Würde, ihre Pflicht gegen die amerikanischen Interessen unb die Sache ber Zivilisation in Nicaragua unverrückt im Auge behalten. Weiter wirb bie Ernennung eines Ausschusses oefur- wartet zur Herbeiführung eines gleichmäßigen Verfahrens bei dem Bundesgericht. So bann empfiehlt die Botschaft die Errichtung von Postsparkassen, die Bewilligung von Schi., sa.-rissubs.bien, bie Anerkennung der T.rr.torien Neumexiw unb Ar.cona als Bunoesstaaten, foto.e bie Bewilligung von 50000 Dollars zur Unterdrückung des sogen, weißen Sklavenhandels und die Errichtung eines öffentlichen Bundesgesundheitsamtes. Zum Schlüsse weist der Präsident in seiner Botschaft auf den hohen S.arrb der Prosperität des Landes hin und gibt der Ueberzeugung Ausdruck, daß eine erhebliche Weigerung des Geschäfts.ebens zu erwarten f.i. Tie Steigerung der Kosten der Lebenshaltung mache sich nicht nur in Amerika, sondern in der ganzen Welt fühlbar und seien in keiner Weise dem bestehenden Schutzzoll zur Last zu legen, da hierher gehörige Artikel durch den jetitgen Taris nicht mir keine Zollerhöhungen, sondern vielfach Erniedrigungen erfahren Haden. N e w y o r k, 7. Dez. Nach ber Verlesung der Botschaft des Präsidenten Taft vertagte sich das Repräsentantenhaus auf Freitag. Die Botschaft machte einen sehr günstigen Eindruck. Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. Washington, 7. Dez. Tie Botschaft des Prap- ■enten Taft an den Kongreß ist kurz unb tn maßvollem -cne gehalten. Die vorgeschlagenen Aenderungen an b-m l n t i t r u st g e s e tz und an dem Gesetz über den z ij ch e n ~aatlich en Handel sowie bie neuen Gesetzentwürfe für ■fie Erhaltung "ber nationalen Hilfsquellen unb bte ^r» esserung der Wasserstraßen und der Bewässerung wer- -en für Sonderbotschaften Vorbehalten. Tie B-tschas. V-- sinnt mit ber Erklärung, daß bie Beziehungen der Ber- ünigten Staaten zu allen auswärtigen Regierungen sor^ -Diemb auf ber normalen Grundlage der Freund.chast und -'s guten Ernversvänduifses sich bewegen unb allgemein Zur «Eröffnung der amerikanischen Kongreffes. Gjeftern hat, itrie wir schon kurz meldeten, in Washington bie Eröffnungssitzung ber orbentlichen Tagung bes 61. Kongresses bet Vereinigten Staaten ftattgefunben, des ersten unter bem neuen Präsidenten Taft. Wie es in der Union üblich ist, wird auch der neue Mann dem Kongreß eine Botschaft zugehen lassen, in der er fein Regierungsprogramm entwickelt, nicht etwa in ber Art einer Thronrebe, also mit bem ausbrücklichen Willen, baß alle barin genannten Gesetzesvorlagen auch Gesetz werben sollen, sondern nur in ber Form gesetzgeberischer Anregungen, bie ;nxir das Programm des Präsidenten und seiner Regierung enthalten, aber an sich das Parlament zu nichts verpflichten, wenn sie nicht von den Parteien — also hier den Republikanern — ausgenommen werden unb sich zu Gesetzesvorlagen verbichten. Der Inhalt ber Botschaft Tafts, die heute an den »ongreß gelangt, ist bereits bekannt. Sie empfiehlt in erster tzinie bie weitere Ausgeistaltung ber Kontrolle des Bundes über bie Eisenbahnen unb zwar in ber Richtung einer wesentlichen Vermehrung ber Vollmachten des zwischenstaatlichen Handelsausschusses. Ferner nimmt sie sich her Forderung an, die amerikanische Schiffahrt durch Subventionierung ber Linien nach Südamerika und nach dem Osten zu ermutigen. Des weiteren regt Taft die Bildung von Handelsappellgerichten für Eisenbahnen unb bie Durchführung einer Justizreform an; sodann verlangt er die bauernde Kontrolle des Staates über die ÄraftqueUen, bie aus Wasserfällen herrühren, sowie über die Bodenschätze. Endlich erinnert die Botschaft noch an bie Postsparkassen und empfiehlt bie Ausbreitung des Kanal- fystems. Ihren Schluß bilbet der Hinweis auf die Beziehungen der Union zu anderen Mächten und besonders zu Nicaragua. Irgendwelche Ueberraschungen bietet also die Botschaft nach keiner Richtung hin. Alle diese Projekte hat Präsident Taft auf feiner großen Antrittsreife durch bie Vereinigten Staaten, bei ber er 13 000 Meilen im Eisen-- bahneoupe, 1000 Meilen im Automobil und 150 Meilen tm Wagen zuruoklegte, unb auf ber er 265 Reden hielt, mehr als einmal angeschnitten. Schon diese Reise erwies, daß Tast im Gegensatz zu seinem Vorgänger das Schlagwort, wie es dieser mit feiner Parole: „Kamps gegen bie pichen Räuber" für die innere amerikanische Politik prägte, lernriff en läßt, und daß ihm an orato rischem Geschick eigent- fcf) alles fehlt, was bei Roosevelt bie Massen fortriß. Unzweifelhaft ist für große Teile bes Tastschen Pro- oramms bie 'Stimmung ber Repräsentanten nicht günstig. Dohl bebautet bie Erweiterung ber Vollmachten ber zwischen- siaatlichen Handelskomuris,ion gegenüber den Eisenbahnen eine Fortsetzung des Rooseveltschen Programms. Aber wie es schon biesem nicht gelang, fein Programm burchzusetzen, io wird auch wahrscheinlich ber unbebeutenbere Taft bamit scheitern, weil er es hier nicht nur mit ben Einzelstaaten, |mbern auch mit den allmächtigen Eifenbahntrusts zu tun tat, die sich einen so schwerwiegenden Eingriff in ihre Verwaltung, der über ben Umfang des staatlichen Au ff ich ts- irchts in Europa weit hinausgeht, nicht gefallen lassen, Indern sich jede Einmischung des Bundes in die Klassifi- Jierung der Frachten, in bie Bestimmung ber Tarife unb in bie Bewilligung von Eisenbahuemissionsanleihen aufs entschiedenste verbitten werben. Aehnlich steht es mit ber Subventionierung ber Schiffahrtsgesellschaften, bie schon frit Jahren ohne irgendwelches Ergebnis erörtert wurde, subventioniert man bie ben Schisfahrtsverkehr nach Silbern erika unb Europa aufrechterhaltenden Linien, so läßt Isich nicht einsehen, weshalb nicht bie asiatischen unb australischen Linien denselben Vorzug genießen sollen. Und überhaupt. Wenn auch diese Subventionen dazu bienen sollen, -Amerika von ben auswärtigen Schissahrtsgesellschasten un- -cbhängig zu machen, so kommen sie doch, wie mau auch ihre Grenzen stecken mag, nur wieder einer kleinen Gruppe ^on Finanzinteressenten zugute, bie eine Unterstützung wahrlich nicht nötig haben. Für bie Errichtung von Postsparkassen sprechen zwar die ausgezeichneten praktischen Er- Ehrungen, die man damit im Auslande, besonders^ in £esterreich-Ung-arn gemacht hat. Gegen sie aber werden, cbenfo wie gegen die Zentralnotenbant, übep die sich die Laftsche Botschaft ja klüglicherweise ausschweigt, alle^Bank- ^ruppen einmütig mobil machen, weil sie davon eine ^chadi- •erti;rn, Herr v schoen natm d » Bert, und m.hriach sprach auch der Siaatlitlretä: bei Innern Tr. Teldrück Herr o. Lchven machte in der bet tbm schcn bekannten 8rt einige ganz allgemeine Betnertunzen. du zur Zurückweisung der Klagen über du Bestätigung und Er. folgt unserer an den Berkandtun^en mt: Portugal beteiligten Tipto- mauv bestimmt waren. Tat Robert »erbrach er für den Latlchuj. Herr Deldrück glaubte bie Schwäch« seiner Sof/.ian als «denen, irrtet der Benragsosrlage dadurch verdecken zu Renen, daß et bie Kritik oom Lonuad-nd ili die Auffassung einiger roemger in ter ei fierten Indu- rtrien binfuflie. Tr. Sire'emann wies diese Entgleisung nattrudad' ;uruck und stellte fest, daß der Äjgeorbse e Tier kl im auidrudli Len jtufuage der nauonaUibira en Fraktion und znar nach eingehenden A.'ak'ioi'stxrbanblungen gesprochen bade. An ter nrch febr lange aus qecebnten NuSiprach« betcüifii n sich von t r Uu.fen neben 6:resemann du Lbgg. Golbein und kidboff. Schltchlich wurde d Tie jtä 1 i genehmigie heule tne «raotverorsnttertrcnaminlung nei :wei>'runmger Crcrterunn gegen die «t.atmen der ab brrnnfraxen diese Nachzahlung, was eine SKebran*qabe v-r 160000 Mark erfordert. t. Dies baden. 7 Dez. Heute adend verübte n» Hanse CranunfrraBC 22 em bei der Witwe Buch ;u Bdue weilendes Liebespaar Leldpmord Cs handelt ft* un den aus Karlsruhe stammenden Kandidaten Lug. Zimmermann und die Io*!« eines angesehenen Dies- badener Beamten G ertrude Laue Das Lied.'Svaar hat etet Reche von LbschleoSbrieien hinterlassen, in denen als Men» der Tat unglückliche Licke angegeben wird. Rach erneu der RedaUum des „Dtesb. Hentrolan>' urgegangene» Schreiben Lax sich das Mädchen iu.*rt erscho s.n und ba.-u chr Gelebter. — Heute morgen mad te der 17;ahr.gr Unter- vrtman« Jul. Rosenthal auS Langen,chwaidach j, seiner Dohnung in D.c^ba.en, Iaulbrun »en.rase ö eine» Selbstmordversuch Sr wurde mit einer schwere, Schußverlepung in der Lunge inS Krankenhaus gedracku. für 'J}n antoter. Der Abfl Strurt mentte werter. eS bstkänden Ltiritrinungen, aber fu wurden nicht befolgt Ich wäre dem Abg. -3trur< austeroroentlick» dankbar, wenn et mir einen riiuigen Fall nennen molltr: 3t* können sich datant verla''en. daff ich rtfdit gering rinaren-n ro* aber nichts machen Seiler »st uns mangelhafte Dirtjchaftlichketl be«n Bet kauf von alten 3chnien oorgr • rootfen word.n Denn ein solckuS, wie •- B oer „Stoich", für einen 3vest2l»weck engriauft wird, so ist c- natürlich, dag da ein höherer ßr/13 erzielt roirh Für uns aber irr e- cm Ladenhüter. ES 6cnh.it sich rnt wieder um den Berkau' bei .^QiierabUz". Ltr Haven un« du grbp.re Muhe geaacn, überaft beni mir fragt, um ihn ;a verkaufen, es ift und nicht gelungen. 3oll ich nun daS 3chff verfaulen lassen, ober soll m> eS verkaufen? DaS tun denn da bie grnF.cn Schäfte? Las t >'t da kaufmännisch? . Nknn der itaalaiefrctar Dann sagt, lieber weg damit, als uns mit der weiteren üonicanas In- neulor aui oen 3chiffcn tu knavv gehattcn werde. Ich follte meinen, dah ich dafür eher ein Lob verdiene.-Ich,dolle die In- verdate so knavv rote möglich, weil eS ein 3oarsamkeitSorinzic- ist, unb ich sehe auch das Inventar herab, wenn daS schiff niugt mehr tn erster Linie steht. Mir ist auch der Dorwuri gemacht wochen, baß bie gestern oorgetragenen Zahlen nicht ganz richtig «icwefen fmb. *?£bet auch Abg. 3truve hat bei beiier Äblicht sich Irrtümer bei seinen Zahlen zu schulden kommen lauen. Abg. Severin- (soz.): Die Mißstände kommen sicherlich nicht nur tn Jael vor. T>c in Tanzig und Wilhelmshaven bestehenden UebelHänbe sind bloß noch nicht auigebeat Der Redner beseitigt sich tn nahezu cmHünbigcn Änsiuhrungen mu Zer- halimiicn auf der Tanztger Serit und richtet Slngniie gegrn die Derwültung der^dortigen DohlfahrtSeinrichtungen durch den Aorvetten-^avitän Simon. 6jcb. AdmiralitätSrat »ar mS: Ich muff oen angegriffen Korvetten-Lavitan verteidigen, obgleich dieS mit den Dingen, die tnrr hier Dcrbanoeln, gar nichts zu tun hat. i3u)timmung.) *Xa.l 2Ltbcu.r i stcnUasfen worden, weil er fozialdemokranicher Agitator war. Lärm der Soz.) Soziatoemolratifche Agitatoren dulden wir auf der Werft nicht, iflcuall rechts. Lärm bei ben 3oz.) Abg. Tr. Leon hart (Fr. Dv : Ter Staatssekretär hat rauf) in feiner gestrigen Rede behandelt, als ob auch ich altes Eisen von der Werst abgefahren Hütte. (Heiterkeit.) Er bot Behauptung, n widerlegt, die ich gar nicht ausgestellt habe, ftottlinks.) Tas ist atterdings eine Art Polemik, die kbr leicht ist. Der SiaatSsekretär ist unS immer noch eine Aufklärung schuldig, weshalb den Sachverständigen der Werkt die t^neb- migunq zur Aussage vcriagt worden ist. D"S hat im Anf>-g deS Brozesfes den denkbar schlechtesten Eindruck gemacht, zumal der ganze Droze ßdoch erst aus Veranlaifuiig 0c6 RcichSmaiincanitS cinflelcitct worden war. (Sehr wahr! links.) Meine lacuiiüKn Ausführungen halte ich nach allen Richtungen auiredU, uno ihre Richtigkeit ist nur beule noch bestätigt worden, (»ort, hort! linlS.) äiaattfefreidt u. Tirpiy: < ic politische (Veiumuiig bei Sir- beiter hat uns nie berührt. Air haben nie ctivas dagegen getan, wir hoben eS auch nicht nölig gehabt. Die Enilassnng des er- wähnien ülibcüeve ist nur er'olgt, weil er als Agitator geivirkt hat und dadurch llnkrieden in unseren Betrieben erzeugt hat. Tast roir zwei Beamte m Riel nicht als Sachverständige zugelassen haben, nt geschehen, weil diese beiden Beamten dieienigen waren, in beten Betriebe llmerschleike vorgekommen fein «ollen unö die bie Bor- Untersuchung geführt hatten, und iucil wir von vornherein annahmen, das; die Stanti-anwalischast diese beiden Personen als Sachverständige nicht akzeptieren würde, ivae nachher leitend der Staatsanwalt' schalt ausdrücklich auch erklärt worden ift. Im übrigen aber tu weder diesen beiden, noch Irgend einem Beamten ein Zwang au'- erlegt worden; sie konnten aneiagen, was sie wollten. Nur als Sachverständige auözusagen, haben wir nicht gestattet. Ein gewisser Zwiespalt zwischen Technik und Aertvaltiing wird immer sein. Chne Verwaltung gebt e- eben aber nicht. Wogegen ich mich nur wende, ift die Verallgemeinerung der Mißstände in dem Betriebe des Altmaterials auf die übrigen BerwaltrmgSzweige. T-cr Verkauf alter Schiffe an das Ausland klingt sehr verlockend, und Anerbietungen sind uns auch schon gemacht worden. Aber tnese Irage kann das Rcrckrs-Marineanit allein nicht ent-* scheiden, es ist eine politische »rragr, die lediglich in Vereinbarung mit meinem Kollegen oom Auswärtigen Amt zu behandeln ist Die .Herren werden mir aber zugeben, daß selbst, wenn einige tausend Mark mehr daran verdient werden, das gar keine Rolle gegenüber dem Faktor spielen wurde, daß das Ausland gewisse .Folgerungen daraus ziehen könnte, bie uns unbequem sind. Abg Erzberger Zentr . Parteivolitiickte Bestrebungen stwllcn auch wir nicht in den 9ictd)4betrieben dulden. Nun heißt eS aber in dem Danziger Falle, der Arbeiter fei entlassen worden, weil er von zu stu.no tger Seite alS Agitator bezeichnet wurde DaS ist das lür cuic zuständige Seite? Ist das cm Schutzmann? Ein 3DumEin Ocbeimyoliniit? Wenn bie Der- waltung nach der politischen Gesinnung der Arbeiter recherchieren würde, so märe daS eine Beeinträckstigring der politischen Freiheit der Staatsbürger Alle Parteien mu'ien dagegen protestieren. Ich will au; den elanbal von -bauowiv gar mdu euigehen. Lärmende Zurufe von den Polen.) Der war eS also, der der Marincvi-rwaltuiig über daS politische Auftreten der Arbeüer bcrickstete? Staatssekretär v. Tirvi'o Der Polizeipräsident! Auch der hat fein Recht dazu Nach den (Entgegnungen des Staatsse.kretorS auf die vielen Vorwuric habe ich den Eindruck daß alles beim alten bleiben wird Er hat aeschcckt die Haupt- fachen unbeanttoortel gclafien und ist auf Nebensachen eingegangen. Er hat erklärt, ein ütaufmann vaste nicht an bie Spitze der Werft Niemand da: das verlang: Ls kann ruhig ein 'Admiral derberste iein, aber neben und unter ihm sollen btc Kaufleute und Techniker berücksichtigt werden. Es fehlt unS leider noch cm ReichSbeschafsungSamt. Ich habe ben Herren vom BnndeSrat mehrfach Zeugen genannt, sie smb aber nie vernommen worden ifcürt! Hört!) €taai3’"cfrctdr v Tirviv: Ich ruft das Haus zum Zeugen dafür auf, daß ich mir die größte Müde gegeben habe, auf alle bie vielen hier angeregten Fragen nach 'l'i'ogiidrftit einzugehtn. Ich wäre Herrn Erzberger sehr dantvar, wenn er scurr Jtollcgen urranlaiien wurde, mir daS Material zu üderqeben. Tie Beschwerden ro er hi n weiter untersucht werden. Jedenfalls kann ich cs mir zunächst noch tnirdwu« nicht vorstellcn, daß wertvolles Material über Bord gcroorftu tvürde. Grundiänlich kümmern luir uiiS um bie politisch« Gesinnung unserer Arbeiter nicht, lle können icbe haben. Aber mit haben einen PastuS in bet Arbellerordiurng, wie alle StaatSberr.ebe, darin heißt u: iie dürfen nicht sozialdemokratische Agitatoren oder sonstige Personen fein, von denen vorausgesetzt roeroen hart, daß sie den Frieden zwilchen Behörden unb $lrb*umt oder der Arbeiter untereinander stören. i^Beif. rechts.) Nach diesem 3tß’.ibounh perfäbrt bie Marrne- oerwaltung. wie alle aitöeren Staatsbetriebe. Auf bieiem Standpunkte werden wir auch ui Luiuntt verharren. Bei'all > Ich stimme m,t Herrn Erzbcrqer barm ubervm. daß eine Konzentration des Beschaftungsweseno richtig ist, uns bin da im Gegensatz zu Herrn Leonhard, obwohl oder weil Herr Gr»- berget her Z e n t r u tn S m a n n ist Große Heiterkeit Zürnte bei den Sozialdemokraten: Well Tie HpbinibeidMfiung ist schon konzentriert Löenn der Staatssekretär die Marine vorwärts bringen soll, dann muff er auch die Courage haben, einmal vorbei zu bauen. Wem, er diese Eourag mdx bat. dann wird er vor Kleinlichkeit. Pedanterie und Aengnl.chkett an den einzelnen Fragen haften und mit dem Ganzen mü.i vorwärts kommen Für den Staat.aekretär kommt cs darauf an. das. tr die Nase über Waster halt, öaüjet die große Richtung mncbält Beifall.) Abg. Legten 3d Im vorigen Iabre hieß es nach der Rede des JciUrum.-maitni . „Cbtwn1. ti der Ze,.tru:uspartei anachört". fetzt heißt ec ».weil er ün angehön". Heiterkeit Sehr gut! links Oberlehrer beanfpruckiten brfcu . ^leuchsteUu ftaatlicnen Lehrern die Nachzahlung der ! fd)lonuicn GchaltSirhchung feil dem 1. Aprll 19(fc. Hui Grund eures Jted>tigutad^tevs deä ArpfefforS Sabanb 2ht> 5/aOt und Land. Gienen. 8. Tezember 1909. •• TageSkalender lür ‘HiltiDOd), 8. Tez.: Stabt« theater: ,ite Stutzen der Gesellschaft" Ansang i Uhr. h o n i e i t ö e r e i n : linier Ehor » Abend. Weihnacht»- Oratorium von Iog. c cd. Bach. AceudS b‘/6 Uhr in der ^.taöUirche. . •• i) oft rauer. Ter Grosiher;og hat wegen bc8 9lb- leben» der Prinzessin Waldemar von Dänemark eine Hoftrauer vom 5. d>S etnfchll 12. Tcz. angeordnet. - Ordensverleihung. Ter lläntg von Preußen hat ben Roten Adler-Orden zweiter Alofje mit Eichenlaub dem Obersten cl D. Becker zu Darmstabt verliehen. **BonberIagd. Lu» Lbsrhes, en, der Lasingegcnd unb Slar«cnburg ivicd einstimmig berichlet, bau bie nunmehr geschlossene Hühnerjagd so gecing w.e sc t Iaßrcn nicht geivejeu sei. Schuld daran trägt bad ungiiuingc Weiter in oiejem Zrühjal-r. In mannen oknuinungen, in bencu sonst mäljtciiD oer Iagozeii 2UU Stück Rebhühner erlegt wurden, kamen in diesem Ia^re nur 20 bi- 30 ^ur S'recke. In Starkenburg war das Ergebniö etwas günstiger. Die Ha.en^agd erg.dt m die,em Jahre auch nur den vierten Teil wie sonst. Ter crsie 3a[i ist durch den anljaüenben 3ajncc uno Halte un März b .I. arg mitgenommen morden. •• Ter Verein Aanaria für Gießen unb Umgegend hielt vom 4. bis 6. Dezember, wie man uns erst t/cmc schreibt, ün Postkeller seine 4. LokalauSstel- l u n g, verbunden mit Ptainiierung und Verlosung, ab. Obwohl oer Besuch der Ausstellung wegen deS 1. Grogener Brr- tel)rstages am Sonntag nicht so rege war. kann man doch die Ausstellung in jeder Weise als wohlgelungen bezeichnen. — Bet der Piarn«ierung crqtcLcn sur gute Leistungen Preise: Rohde und Biertelhauien goldene Medaillen, Loch, Rohrback), Petry und Simmer silberne Medaillen nebst Ehrenprer.en: weitere Ehrenpreise erhielten die Mitglieder Heß, Sck>neider und Uhlenhaut. Ferner wurde Edgar Boirrnanu, Gießen, für ausgestellte Aa|igc und Zuchtutensilien die goluenc ?Reballle zuerlannt. •• Stadttheater. Tic erste Kindervorstellung dieser Spielzeit findet am nächsten Sonntag nachmittag bei Vollspreisett sta.t. Gegeben wird daS Märchen „Bar f ü sich en" ober „Tie drei Männlein im Dolde". "HessischeSHeldenbuch. Unter diesem Xitel erscheint soeben bei Emil Roth in Gießen ein neues Derk von Alfred Dörckel, das in klarer, ausführlicher Weise vom Homburger bei Fel-rdellin bis zum Ballenberger bei Llivnitza die Ruhmestaten hessischer Fürstensöhne schildert. TaS mit zahlreichen Porträts und Schlack-Unibildern geschmückte Buch durste als Festgeschenk auch für die reifere Jugend sehr willkommen fein. " M it ein em Wagen der Elektrischen kollidierte gestern Mittag Ecke Sonnenstraße und Schulstoaßc eine Droschke. Tic Sache lief verhöltniSmäßia gut ab, es kam niemand zu Schaden, wohl aber waren sowohl am Straßenbahnwagen als auch an der Droschke je eine Laterne zertrümmert. " Flüchtig geworden ist der Landbriefträger Löwenstein aus Wieseck. Er hat sich der Unterschlagung von Postanweismtgcn schuldig gemacht: Untersuchung gegen ihn ist ringe leitet 4.* Grünberg, 6. Dez. Heute nacht ge$en i^3 Uhr wurde unser Städtchen alarmiert durch die Signale der Feuerwehr. Es brannte eine ge.üiue Scheuer auf dem eine halbe Stunde von hier entfernten Warthofe. Weithin war der Feuerschein am Horizont sichtbar. Als bie Feuerwehr bald darauf am Brandplatze erschien, war die «scheuer bereits vollständig abgebrannt. Verbrannt fmb außer bedeutenden Sliolwoitäten auch verschiedene lanb- nnrlscha tliche Maschinen Auch rin dem Dreschmaschinen- besitzet Start Dörr in Grünberg gehörender Tresckfwaaen ist mitverbrannt TaS Feuer wurde auf dem Hofe fei bst erst sehr spät entdeckt da dec Pachter Sohnmann mit Fa- mllie in Grünberg im iafino weilte Der Hof gehört dem Herrn von £ettuiger. ES liegt sicher Brandstiftung vor. Ter Schaden dürste durch Bereicherung so ziemlich gedeckt fein. — Weickartshain, 7. Dez. Ein schwerer Unglücks- fall ereignete ftdi heute morgen auf dem Anschkußslci- des Bergwerk- ..Gcwerlichafi Louiic". Ter 17 jährige Ocubcnarbeitcr Rock au- Läutern war beim Dagcntchielxn unoocfidihoer Weife znn.chen t der Tod sofort cinirar. Rock wurde als ein fleißiger und braver Arbeiter gcidulhcrt * hornderg a d Ohm, L Detz Im L r i e g e r. verein hielt gestern abend Herr W. Stephan aus Staufenberg un Saale des Fraulfurter Hofe- einen Vortrag über feine ürtegöerledniffe in Afrika, zu den» ficb tut' üinkaduusi Die Einwohner unseres Städtchens in sehr großer Zahl emgefunben deuten. L. fjttebbctg, 7. Tcz. Schon seü längeren Jahren besteht in unserer Stadt ein Feicradend für Jünglinge von 16—20 Jahren ohne Unterschied der Kon'c ion, der sehr gut besucht wird und m Sem fast jeden Sonnt.-1 ndendS Krieg$gerid)t. th. Sießeu. 8. T« Am Montag Der&mbdtc hier da» irüglgeridn zwei Äs- klagcn Im ersten Fall war anacflagt her erst nuaenticec Musketier von bet 8 Kompagnie Becker I au- GuntetSbau m bei Al-feld wegen ^örvcroerletzung mittel- tze'LbriuLem Werl- zeug. Ter GeriäuSdof aus Kriegsgerichts tut Koch, Ver- hanblungSlriter: Maiot Heuet, Vocsitzendet: Hauptmann tsen- ichau uno ben Oberleutnants v Boeltzig uns Ernn v. Pmtz aH r. ÄnklcFeocitretet wat Är Angeklagten trat zur Last gelegt, bau er vor dem Iiatutinti:.: in Erfurt-Hamen bei Mato arg auf der Kirchweih den 2ieni- knecht Koch mi: einem Schnapsglas auf bat SUy gcärlage» t: so daß die et blutete. Tic SSerbanblung ergab, baß bet tx.TuntcM Koch oen Angeklagten beleidigt hatte, und dieser aber ia al la Ruhe oen Trunkenen aufgeiorbert batte, er solle ibn geoen kfiet. Koch ging aber nicht, fonbtrn machte Miene tätlich zu werde», rcoram erst Becker zuhieb, um den Gegner abzuwcbren. I:: Antrag deS AnllagevertretetS sprach da- Gericht den Angcflagtni frei, weil er in Notwehr gehandelt hat — In der zircitm Sache war die Rtchkervank mit zwei KtiegSgerichtsräten dekcU Oberleutnant v. Pentz schied au», unb an ferne Stelle trat Kriegs- gerichtsrat Heß. Kriegsgerichtsrat Cbcnauer vertrat du Ar klage, die sich gegen bei: im zweiten Jahre bienenden Musketiei Lippert von der 2. Kompagnie des 116. Infanterie iegtr wegen Gehorsamsverweigerung, AchtungSverlevung unb Wider, feyung richtet Ter Ängellagte wird, da cS sich um ein: fdnw Anllage handelt, von Leutnant Ismer verteidigt. Ter Ang.lleg« erklärt zu bem schweruen Punkt bet Anklage, der tiibcnre Er habe mit Urlaub Daieben, idic eine ganze Reibe von H taben, Sonntags nacht» 12 Uhr Einlaß am Xafanentoc gefu AIS er mit bem Musketier Freund über ben Kasernenhof einen Soldaten mit einem bellen, eigenen Mantel habe vor geben sehn, ben er für einen Einiährigen hielt, habe et neben sich gehenden Kameraden gefragt: ..Soll ich dem jährigen da vorn mal ein- versetzen?" Freund airnberte: „M du bist wohl verrückt, das ist ja rin Unteroffizier." Ter geklagte will bann e*mas schneller zugegangen fein, um zu fetz» ob her Soldat im eigenen Mantel cm Vorgesetzter oder rr Einjähriger war. Tiefer blieb stehen und drehte sich um. eii nun akannte der Ängellagte den Uiueropijier Wolf von itwr Kompagnie. Wolf erklärte oem Lippert, daß et ibn am anbei Morgen melben werbe. Lippert, der, wie er zugesteht, bet k» Zusammentreffen keine militarifcbe Hallung annabm, fegte: ,.T> werden Sie nicht tun, bann werde ich Sie auch melben." Kne-tz- gerichtsrat Koch trug den Angeklagten, ob er an dem frs- licheii Abend angetranten war, was dieser belebte. Ter Ver hanblungdlriter ertlärte, Liovert habe hoch imiien müffev, Mi er nachts auf dem Kasernen Hof keinen Einiährigen habe t können. *£r fottc doch iugeitcbvn, bau er euch von diniert Unteroffizier Wolf erkannt habe, es fei leicht, m bei Tunke einen Unteroffizier an ben weißen Treffen zu etfcmicn. L' bemerkt, der Mantelkragen halt bie Treffen verdeckt, et geglaubt, der Soldat vor ihm 'ei ein (rinübriger. Lipvert at Idjulbigt fchließlich ben Voriall mu feiner Trunkenheit. I* als Zeuge vernommene Komvagniechef des Angeklagten. L'oiä mann v. Kamekke , lägt au-, oai> Lippert ein guter -criMi fei, gegen ben noch nie ein Unteroffizier geklagt habe. I: Monn neige aber zum Trunk und fei, nvnn er angetrunken H unverträglich Unteroffizier Dolf will in jener 5äd)i rn Lippert nicht gehört haben, daß diefer von einem Einig c-o gesprochen har. Er glaubt gehört zu staben, daß dieser * eine hauen wollte. Al- der Zeuge hem Musketier er (la rt ktr er werbe ihn melben, hat dieser erwidert, bat werde er nicht txr wenn er ihn melde, werbe tr Lippert auch c ung wach» daß verschiedentlich wegen fernes AnzugS angebalten habe, wozu ihm daS Recht fehle. Ter 3a<■ bat den Angeklagten für angeirunfen gehalten. Als der ZoM zum erstenmal beim Hauptmann vernommen wurde, tarn M Sprache, daß Seraeant Setzer dem Lippen am Tage rot 6» Vorfall befohlen halle, bu eigene Mütze abzufc -n und dagegen die Tienftmütze zu oertam'cben. Livven bade sich «dm daran nicht gekehrt unb et ft, als Wolf ibn 10 Minuten darauf gestellt hat, ist der Besetzt au-getüdn iroibcn. Ter.yvt" bemerkt noch, daß Lippert in jener Nacht, wahrend er mu ür sprach, eine unmililänidie Haltung zeigte unb mit den Hävtz«: in der Luft herum fuchtelte. ^Au#ldtet Freund fügte b stimmt aus, daß bet Angeklagte ui jener Nacht ben voraeieve lür einen Einiährigen gehalten Hal Tie Aeußeeung: ..Toll mal dem Ernjährigen eui» versetzen", ha: er bestimmt gtbir Es wird von einwand-freiCii Zeugen bestätigt, daß Favnd .** Aeußenmg noch in der Nacht anderen Kameraden auf der 6a* rotebergegeben bat. Freund erklärt, man habe d:c Irrigen t4! Wolf von Hinten nicht sehen können und versichert, daß Lwt' sehr stark angetrun'cn war Tie tocilucn Zeugen unlrritHf bie Anklage in verschiedenen Punkten, bie Übrigen- durch M Geftänonis des Lippert schon hinreichend ernnefen ist. Krng^ gerichtsrat Ctcnaurr ist Der Ansicht, Our mau den '.1n-ekl«-to: ui Rückficht auf seine bi-herige gute Führung, unb weck « in jener Rächt angetrunken war, roeaen der WidersetzuNg k’ bet geringsten lulänigen Strafe ron 6 Monaten Grfängnit bestrafen könne. Lippert bat außerdem einen Vorgesetzten tnxtua Drohung zur Unterlafiung einer Dien «Handlung, nämlich rne Meldung, ndtipen wollen Ter Anklagevertreter beantragt, d eine Heiamtaeianzni-strafe von 6 Monaten und d Wochen M erkennen. Leutnaiu I-mer war der Ansicht, daß bet geklagte nicht ernstlich die Sldsicht gehabt hat, das ftnliHjifrr.. was er in seiner Angetrunkenheit geiagt bat Ter i 96 Ml Militär-Strafgefetzbuchc-, der oa- schwere militäri'che eayb» gegen die Tl-zuKin behandelt, fei ces bald nicht ..n zu nehme-- Dä- Kriegsgericht erkannte den Angellagten im Sinn der klage für schuldig und verurteilte ibn zu 8 Monate» »»■ 1 Tag Gefängnis. Der Verhandlungtleuer dearündete b» Strafzumessung damit, dau ~.ppcti «ich in jener Rachr anfer- ordentlich ichroet an der Militätischen Di-ziplin vergangen tz-. so daß der Gencht-tzoi die beantragte Strafzeit nicht nix n# auSrcicheTide Sühne ccbalten bat Ter Angeklagte erklärte, ix eS überlegen zu wollen, ob tr an ba» Lber-strieg-gericht K wenden will. .i (09421 Für Ib435 Germania-Drogerie. dzt. X* Ed. Seel (5076 Preisen. Lokomotivbeamtenverem Giessen M/m in Kenntnis zu setzen. ). Happel- Gießen 1 a8/u 1 x Handlung (6550 emvnehlt 70 Exzelsior- emvfiehlt [6L2 Fernsprecher 231. Vahuhofftratze 27 585 und 333 gestempelt Telephon 741. Marktplatz 2. Emil Otto Bahnhofstr. 49 Bahnhofstr. 49 6655 ee Gold. Uhrketten Gold. Armbänder Prima Tpeise- nnn Lalat-Kartchln Frische Eier, 10 Stütf 90 Psg Heörüder Aerdur für Damen und Herren, 585 und 333 gestempelt Billige WiiMlilMnckck Lpielwaren, Christbaumschmuck, Emaille-, Holz-, Zink- und Glaswaren. neues Mylord, bodjf. 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Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben unseres Kollegen, des König!. Lokomotivführers Adam Möller „Seit Jahren litt ich an lästigen> Gesichtsausschlag und Barlftechte Nach Anwendung von Suder’t* Patent Medizinal Seife bin ich seit 3I4 Jahren gekeilt. I. M. in 2X" LSt.50Pf.l15o/„lg) u. 150'DL M°/>ig, stärkste Form». Dazugehörme : Grcmc 75 Pfg. u. 2 M., scrnorZuck^i Seife imilbl, 50 Pf. u. 150 M. In der UnivcrsitatS, Engel- u. Hirsch 'Apotheke, bei Aug. Roll, ($.. Seidel und W. Kilbinger. (sl”/» Um bliud gewordene und beschlagene Möbel :e. wieder wie neu werden zu lasten, ist jeder Hausfrau die echte holländ. Möbel-Politur aus das wärmste empfohlen. Zu haben bei (6364 Liudw. Kröll _______Blockstraße 10._______ Achtung! Eö Christbäume ÄStö6ctt Jakob Schmidts Tswaldsgarten und Solmser >vof, Bahnhositr. zum Opfer gefallenen Personen hnntte bisher nicht festgestellt roerben, da sich noch mehrere unter den Trümmern befinden sollen. Die Feuerwehr Hot nur noch mit den Löichar besten zu tun. Tie zweite Explosion. Hamburq. 7. T^. Gleich nach der ersten Exploswn, begann man die Berletzren ins Krankenhaus zu schaffen. Inzwischen erfolgte durch das Ueberfpringen der Flamme eine zwe i tc Ex- Vlostion. Erst nachdem konnte die §eucn«hr, dre bis.dahin völlig machtlos war, erfolgreich eingreisen. Die Flammen schnitten den Züchtenden Arbeitern den Landweg ab und ließen ihnen nur den Weg ins Wasser offen. Infolge der Löscharbeiteu ist die Umgebung der Gaswerke überschwemmt und der Verkehr behindert. Bei der sroeiten Explosion wurden brennende Holzscheite weithin in die umliegenden Strafen geschleudert. Tie Bergungsarbeiten werden fortgesetzt, da man noch Tobe unter den Trümmern glaubt. Ti« Zahl der Getöteten wird auf wenigstens 2 0 «schätzt. Tas Feuer ist soweit gelöscht, so datz man zurzeit an ine Löschung des Innern der Gebäude gehen kann. Für den noch nidxt vollendeten Umbau der Gaswerke hatte die Bürgerschaft 1908 14 Millionen bewilligt. Die Ursache der Explosion. Heber die Ursache des ExplvsionSunalücks wird berichtet, datz in dem neuen Gasometer plötzlich Risse entstanden. Tas ausströmende GaS drang in das Retortenhaus ein, wo es sich an brennenden Lampen entzündete: in diesem Augenblick erfolgte die Explosion. Tie Flamme fegte über etwa 25 in der Nahe des Gasometers beschäftigte Bauleute hinweg und verletzte sie zum Teil tödlich. Tie unterhalb des Gasometers belegene Kantine wurde vollständig zerstört und drei darin beschäftigte Frauen getötet Die Opfer des Brandes. Durch die Explosion der beiden Gasometer würden nach den bisherigen Feststellungen 10 Personen getötet, 41 verletzt, 17 weitere Personen, die in dem Gasometer beschäftigt waren, gellen Rechtskonsulenten Sippcl <& Stappcl zu (Sieben, Sonnemtrasie 12 (Dorrn. Rotts) Uw erteilen Rat in Rechtssachen, emv- fehlen sich in Anfertigung von Gesuchen, Steuerdeklarationen, Einziehung v. Austenständen, Auf- siellung v. Lermög.-Derzeichn. :e. — Telephon 034. — | r^ill V I 6?*" «täte '“«eosid 1 einet iihv." Feinste Blütenmehle per 10 Pfund-Sack Mark 1.70, Mark 1.90, Mark 2.10, „ 25 „ n 4.—, n 4.50, n O.—. Kkiuste gkwählte Bari-Mandeln ?6en, 8>5 Gericht Michtllp! Arm U : | Öouttmann fe? Ernst ö. Mech ben ä Mäzen t- N der M “I“ aber J £ “.’WfltgaikK, au Dec abzumchrnl. t W den SlngtCeji ■ 3n der lmchtsrätrn br’s S-elle trat r Dertrat di-1> ienenden MM, Infanterie-^ etzung und ich um eine \£ 3t Der Anzch, , der Wideci^! e Reihe von Sc Mnenlor geja Kasernenhoj gd antel habe vor hielt, habe n voll ich dem i erwidern: „Avß ch'izier." 2eti i sein, um 5u ft» orgesetzter ebne >rehte sich um, 2 er Wols Don sa i er ihn am cr.'r : zugesleht, bei» nnahiii, sagte: ,1: h melden." te er an dem in bejahlc. Ter & wissen müssen, 1 ihrigen habe «1 uch Don hinten? in der Tunlcü a erkennen. 2ir 11 Derdeäl, er Pi iriger. LiMi TrMkenheii r Angellagten, Hs rt ein guter A geklagt habe. > ; er angetninlr - n jener ; einem, ßini;-^ I en, daß diese', tl isfetiet erllan p 5 werde er mk' ittc Meldung MDorschriM>I ht fehle. Ter ÄI len. « A en wurde, L22 am Tage tx- abzusehen B- )pert habe 10 'Jiinutu ? worden. Der^ während«^ m» m« Freund acht den L-k-- leußerung. er bes'nm" ---- igt, daß icabUlaU& SLU LG rLW , i« «*;,«: >»W 113^ „n W •: Explosion der Hamburger Kasanftait. Die mir geftern abend durch Anschlag an unserer Geschäftsstelle mitteilten, entstand am Nachmittag in der Gasanstalt zu jcgen 3 Uhr nachmittags explodierte aus bisher unbekannter Ursache der noch im Bau befindliche Gasometer, in dem sich ca. 10000 Kubikmeter Gas befanden. Eine Hochaufschlagende Stichslamm e griff auf den alten Gasometer, der 40000 Kubik- iretcr Gas enthält, über und setzte das Dach in Brand. Infolge irr abgesonderten Lage war es der Feuerwehr nicht möglich, nahe genug an den Brandherd zu gelangen, so daß um 4 Uhr 40 Min. das Dach zus am m enstü rz te. Dadurch wurde der Gasbehälter ebenfalls zur Explosion gebracht. Hunderte von Metern stieg eine gewaltige Feuersäule in die Luft, glühende Teile des Gebäudes und brennende Koksstücke mllfuhrend, die weit in die umliegenden Stadtteile und in den Hafen ^hinaus geschleudert wurden. Durch den ungeheuren Druck der Hitze wurden i)-e Umfassungsmauern gesprengt. Auf der Brand- fidtte selbst wurden bisher sechs bis zur Unkenntlichkeit entstellte Leichen geborgen. Ferner wurden 4 0 Verletzte in das Hafenkrankenhaus eingeliefert, von denen bisher mehrere ihren Verletzungen erlegen sind. Die genaue Zahl der dem Brande coenfalls als getötet. Die 'Feuersaule war meilenweit hin sichtbar Nach AuÄaaeu der Aer^ste, sind dre Toten iaioci verkohlt, berat sind sie durch die ungeheuere Hitze der glühenden Eiscnmarse ftrifc gebrannt. %jd' der ersten Explosion wollte man ben zweiten Gasbehälter retten, der 50 000 Kubikmeter Gas enthielt. Aus dem brennenden neuen Gasometer walzte sich eine Flamme am Erdboden gegen die Hochösen vor und entzimdvte sie. Der Branddirektor zog darauf seine Mannschaften aus eme angemessene LnE fernung zurück. Märkte. ko.Frankfurt a. M. Sünoeinemarktbericht vom 8. Dez. Auiqetrieben waren 1523 Schweine. Bollsteischige Schweine bis zu 2'Zentner Lebetidqewicht 00-00Atk., Schlachtgewicht 00 - 00Mk. Vollfstischige Schweine über 2 Zentner ltebendgewicht 00 - 00 Mk., Schlachtgewicht 00 - 00 'Dtt. Vollfleischige Schweine über 21/« Zentner Lebendgewicht 57.50—58.80 Mk., Schlachtgewicht 62 — 84 Aik. Fett- schweine über 3 Zlnr Lebendgewicht 58.00-59 2)ik., Schlachtgewicht 73 - 76 Mk. Fleischige Schweine Lebendgewicht 57.50—59 Mk., Schlachtgewicht 70—75 Mk. Sauen Lebendgewicht 00-00 DU., Schlachtgewicht 00—00 Mk. Tendenz Geschält gut, Ueberstand unbedeutend. ist seit Jahrzehnten der beliebteste Kaffaee^^*mblelbt stete lose, wird nie hart, ist lange haltbar und spätem im Gebrauch. Ueberall erhältlich w Dosen und Bitte! In diesen Wintertagen kehren wieder so viele frierende Wanderer in der Herberge zur Heimat ein, denen Kleider, Strumpfe und Schube fehlen. Wenn diese an den Türen geschenkt werden, werden sie ersahrungsgemätz meist verkauft und in Tchnavs umgetetzt. Darum bitten wir. getragene Sachen an unseren Hausvater, Herrn Loh, Hinter der West-Anlage 11, senden zu wollen, der für zweckentsprechende Verwendung sorgen wird. Auch Gaben an Geld zur Ausrichtung einer Weihnachts-Bescherung werden mit Dank enb gegengenommen. . bbbl Der Vorstand der Herberge zur Heimat. ________________I. A.: v. 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