19 9 S LE "2 '<* M Ä '-SZ ■3-*& «•V s »•£ > s s.5 >.% 3^ reL-s »i e 5 «<)> ij DZZ -»ZL i. w H ? "äX 3=5 . 2 4 Ö .!&* Llü X 3 ■<* ZM- s s t- _ -LL-sl r 6 • ; ate x5^ 5^0 ®o = 51 s- u sgi •w 2 $ S L LI 8 = S 76®' « M ? 9 S*$ * X1?5V' ^14 S»5 o * mA® • ® -?O' ..Ecos J. c - Hl ' W£ «a> SS -__S8 ==< *® Mittwoch 13. Januar 1909 159. Jahrgang Erstes Blatt Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Sterndruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. 8n!etgmteu? H."^L BLzugSpretS: monallich7bP^ vierteljährlich Mk. 2.20; durch Avhol» u. Zweigstellen monatlich 6c> Pf.; durch die Post Alk. 2.—viertel- ]ät)vL ausfchl. Bestell^ Zeilenpreis: lokal ILM^ auswärts 20 Pfennig, Verantwortlich für den politischen Teil, für »Feuilletons und »Bermifchtes" r Ernst Anverson; für „Stadt u. Land- und »Gerichts« Nr. 10 Der Siebener Anzeiger erscheint täglich, auüer ConnlagS. - Beilagen: viermal wöchentlich KießenerZamilitndlStter; {iDtimal roöcbeiULKreiS; .lattsürdenttrelsGiehen (Dienstag und Freiraa); zweimal moncitl. Landwirtschaftliche Seilfragen Fernfprech-Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse füt Depeschen; Auzrtgcr Gieße». Annahme von Anzeige« für die Tagesnuinnler bis vormittags 10 Uhr. ietzener Anzeig General-Anzeiger für Oberheffen Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Vie Lhe in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. — Kleine Chronik aus Kunst und Wissenschaft. 2 e i s t r k o w - A il s st e l l u n g. Schneiders Kuustsalou in Fran f- i u r l a. M. eröffnet das neue Jahr mit einer Sammlung von Werken des jüngst pevftoibencii Walter Leistikow, dessen irüher Tod eine starke Lücke in bje deutsche Künstlerwelt gerissen har. Tie ausgestellten Gemälde und Zeichnungen stammen aus. Den Jahren itivu bis 1908. pellanon geduldig aui dec Tribüne ausharrte *— ein Gegenstand lebhastesten Interesses für die Herren Volksboten —, Fräulein Desmond wird alio morgen erst ihren Nichterspruch Hörem AusLasrH. Tschechisches Ais uutwort auf die tnr österreichische» Landtag enrgebrach^en Anträge auf die geseylickse FeUegung dort deutschen Unterrichtssprache an allen öffentlichen Schulen in Niedert Vie Relchsfinanzreform. Neber die Reichsfinanzreform ist eigentlich schon so viel gesagt und geschrieben worden, daß kaum noch etwas neues über dieses Thema gesagt werden könnte. Nun veröffentlicht aber die „Nordd. Allg. Ztg." eine äußerst umfangreiche Zusammenfassung bet Ergebnisse der Denkschrift zur Reichsfinanzreform. Bezüglich der Reichsfinanzen wird darin ausgeführt, daß das Neichsbudget eine Reche sogen. „Durchlaufender P o st e n" enthalte, die den Staats- bedarf weit größer erscheinen lassen ab3 er wirtlich ist. Es sind dies die Ausgaben der Betriebsverwaltungen, soweit sie durch Einnahmen gedeckt lverden, die Matrikular- beiträge und die Ueberweisungen, solveit sie sich gegenseitig decken, und Ausgaben und Einnahmen des Reichs- JuvalidensondL. Zieht man diese Posten ab, so ergibt sich ein Netto-Etat, in dem die Ausgaben um 36.6 Proz., die Einnahmen um 38.9 Proz. niedriger sind, als sie etats- maßig erscheinen. Der Artikel stellt sodann die Entwicklung des Staatsbedarfs sowie der Einnahmen seit 1872 dar und stellt fest, daß, ausgenommen das Jahr 1896, in sämtlichen Jahren seit der Reichsgründung die Ausgaben des Reiches die Einnahmen überschritten haben, und zwar beträgt die Gesamtüberschreitung bis 1907 4096 Mill. Da hiervon ein Teil durch den Ueberschuß der Matrikular- beiträge über die Ueberweisungen gedeckt ist, ergibt sich als endgültiges Minus 3854.1 Millionen. Dieser Betrag stellt den Teil der Reichsschuld dar, der nicht durch außergewöhnliche Ausgaben ober werbende Anlagen hervvrge- rufen worden ist. Als gesamter Bruttobedarf des Reiches ergab sich ein Betrag von über 11 Vs Milliarden Mark. Zieht man hiervon die durchlaufenden Posten ab, so gewinnt man einen Nettobedarf von rund 6220 Millionen Mark. Als Gesamt st euer la st Deutschlands wurden 3060 Millionen Mark berechnet, von denen 1200 aus das Reich, 770 auf die Bundesstaaten, auf Gemeinde- und Koiümunalverbände 1030 und auf Kirchengemeinden 60 Mill, entfallen. Aus den Kopf der Bevölkerung entfallen, wie es zum ersten Male möglich war, festzustellen, rund 49 Mk. Abgaben; davon sind 2L Mk. direkte Steuern. Die prozentuale Belastung des Einkommens beträgt bei Einkommen von 1000 Mk. 1 bi» 3 Proz., bei Einkommen von 3000 Mk. 3 bis 7 Proz., bei 6000 Mk. o bis 9 Proz. und bei 10 000 Mark 10 bis 12 Proz. Einkommen von 100 000 ML. müssen bis 20 Proz. absühren. Tas jährliche Gesamteinkommen des deutschen Voltes wurde auf rund 30 Millionen errechnet. Hiervon würde die Gesamtsteuerlast etwa 10 Proz. ausmachen. Eine Reihe von Symptomen zeigt eine Vermehrung des Einkommens und Wohlstandes an, die jedoch direkt nicht nachweisbar sind. Ein solche» Symptom ist, daß das veranlagte Einkommen stärker, zum Teil ganz wesentlich stärker angewachsen ist als die Bevölkerungszayl. Weitere Symptome sind die Vermehrung der Sparkasseneinlagen von 1870 Millionen im Jahre 1875 auf 13 890 Millionen im Jahre 1907, die gewaltige Zunahme der fremden Kapitalien in deutschen Kreditbanken, die Vermehrung der gegen Feuer versicherten Werte, da» Wachstum der Produktion, des Außerhandels und die Steigerung der Konsumkraft. Im letzten Abschnitte des Artikels, der sich mit dem Schuldenwesen befaßt, wird u. a. auf die gewaltige Aufnahmefähigkeit des deutschen Publikums für fest verzinsliche Werte hingewiesen. An der Diskussion beteiligten sich Dr. Spohr, Pros. Dr. Mit ter maier, .Privatdozent Du Vogt und Lizenziat Heep. Da sich meine Ansichten im wesentlichen mit denen Dr. Helene Stöckers decken, kann ich von einem tieferen Eindringen, wie es jüngst bei dem Vortrag von Frau Fürth notwendig war, Abstand nehmen, und das umso eher, als! auch die Einsichten Dr. Stöckers über Mutterschaft und Beruf mit menten in M. 6 des „Gieß. Anz." veröffent* lichten übereinftimmen. Die von Dr. Stöcker angeregter Gründung einer Ortsgruppe des Deutschen) Bundes für Mutterscyutz dürfte sich nach dem Erfolg des gestrigen Vortrages bald in die Tat umsetzen. Jchi werde in den nächsten Tagen näheres über Zweck und ZieL des Bundes mitteAew, Karl Neurath, werden. Und daran sind unsere Männer schuld Gesetz, da» das uneheliche Kind nicht als Verwandten desj Vaters betrachtet. Schärfere Unterhaltungspflichten deÄ Mannes der unehelichen Mutter seines Kindes gegenüber sind unbedingt zü fordern, Abschaffung der Prostitution^ Achtung vor dem Weibe als Mutter; vor allem aber Siebej Güte, Innerlichkeit, denn „nicht nur fortpslanzeu sollens wir uns," so schloß Dr. Stöcker mit Nitzfches Worten, „sondern hinaus und dazu diene uns der Garten der Ehe." sein muß. Dagegen wird heute unheimlich viel gesündigt, denn in der Hauptsache spielt sich heutzutage der Verrehr der Geschlechter außerhalb der Ehe ab, weil den Gatten neben der Liebe auch das sittliche Gefühl fehlt. So waren nach einer neueren Statistik 80 Proz. der Männer in Berlin ge sch lech ls krank, und solche Männer sind z. T. Gatten und Vater. Und darüber drückt die Gesellschaft mitleidig beide Augen zu, während sie die uneheliche Mutter gewissermaßen achtel. Gerade sie verdient unsere tiefste Teunahiue, unser herzlichstes Mitgefühl, aber leine Äechtung. Der Mcmn, der zur Dirne geht, hak kein Recht, die uneheliche polihidyc Lage-icha». Eine friedliche Verständigung. Ter türkische Mini st er rat har die o st crre irischen Vorschläge angenommen, die darin gipfeln, daß Oesterreich 2\'> Millionen Pfund für die Domänen in Bosnien und der Herzegowina an die Türkei zahlt und mit der eventuellere Zollerhebung und der Aoänderung der Kapitulationen eiitbcr* landen ist. Oesterreich dürste zunächst dort auf seine eigenen* Postämter verzichten. Die Zahlung der österreichischen Entschädigung soll in Raten im Lause e.ncs Jabres erfolgen. Die elfte, Anzah.uug soll 2U Prozent betragen. Von selten des türkischen: Parlaments werden Line Schwierigkeiten erwartet, da bet Groß» wesir dort über die aosolute Mehrheit berfügt Der Großwesir und der Minister des Acußern. hauen sich nun allen Botschaftern gegenüber, die gestern nachmittag auf der Pforte vor sprachen, befriedigt über das österreichisch-ungarische ^üigcbot Dow 2Va Millionen Pfund, und looend über die Hauung und das Ent- gegenßemmen OesLrreicl>-UngacnL sowie über die Mitwirkung und den Erfolg des Botschafters Pallabioini ausgesprochen. Alle Bot-, fcljaitcr, auch Sinowjew, sollen die Annahme des Angebots an** aelenllich angeraten haben. Im Mmisterratc sollen gegen das Angebot einige Einweichungen erhoben ivvrden .sein, wahrfcheinlich vom jungtürkischeii Justst>minister Refik Bey. Die hauptsächliche Einwendung soll jedoch der Kammerpräsident Ahmed Riza gemacht hauen, boch hont man. daß diese Opposition beseitigt wird. Hierzu dürfte außer der politiidycn Gesamtlage, auch die innere Situation in Kleinasien, die in manchen Teilen infolge Teuerung, Hungersnot und Räuberunwesen twßlvs ist, wesentlich beigetragert bauen. Beme.Lnswert ist, daß, wie verlautet, Sinowjew auf her Pforte er Lickt bauen soll, daß sich Rußland keineswegs mit Serbien iociiiifisiert und unded.ngt die Erhaltung des Friedens auf der Backauhalbinfel wünscht. _____ lieber die Ebe in Vergangenheit, Gegenwart und Zu- lunst sprach gestern abend in Steins Garten Dr. Helene Stöcker, die befannie und einsichtsvolle Leiterin der Mutterschaftsbewegung, die auch in geistig und ethisch hochstehenden teilen bedauerlicherweise immer noch nicht in ihrer vollen Bedeutung erkannt ist. Die Rednerin gab in durchaus sachlicher, vornehmer Darstellung einen Ueber- blicE über die Entwickelung der Elle, die der Staat in seinem eigensten Interesse nach Möglichkeit schützt und fördert. Es kann aber keinem Einsichtigen unklar sein, daß die größte Mehrzahl unserer heutigen Ehen den sittlichen und moralischen Gesetzen eine-5 hochgebildeten Volkes nicht entspricht, sondern vielfach Geschäft und unbewußte Prostitution ist. Höchste sittliche Förderung und Bedingung des Verkehrs der Geschlechter ist die Liebe, das vollkommen ineinander Ausgehen der Liebenden, und die Ehe ist im Grunde die Gemeinschast zweier Menschen, die sich in Liebe vereinigen, uni das zu schassen, was höher ist als die, die es schufen: daS Kind. — Das Kind als der Tröger der Zukunft unseres Volkes ist das wichtigste Glied der menschlichen Gesellschaft. Es muß stark und fähige gemacht werden, die Ausgaben der Zukunft mit fester Hand anzufassen. Nicht rein selbstsüchtige Beweggründe dürfen die Eltern leiten, immer und überall muß das Wohl des Kindes int Vordergrund stehen, ob es nun ehelich oder unehelich ist. Und auch nicht darauf kommt es an, daß sich jedes der beiden Gatten auch in der Ehe vollkommen durchsetzt, wer eine Ehe eingcht, muß sich höheren Ge- sichtspuntten fügen, als betten, die eigene Persönlichkeit in vollem Umfang zur Geltung zu bringen. Nacygibigkeit und Anpassung ist unumgänglich notwendig, aber die wer- -------- --- v— «.. . , .• , , den teilt und edel nur da fein, wo eine große, umfassende Mutter zu verachten, weil sie ihrer ^irbe lebte. Vor allem Siebe den Bund geweiht hat. Nicht die freie Liebe ijt vaS aber müssen wir der Kinder gedenken, dte oft in Elend und unauflöslich miteinander verbunden sind. Ob aber diese Ehe durch das Standesamt rechtsgiltig gemacht ist oder nicht, das berührt den Kern der Sache nicht, denn moralisch ist alles, was das Leben stärkr. und steigert, alles, was das Leben so schön macht, daß man ewig leben möchte. Und das setzt voraus, daß beide Geschlechter unverbraucht und rein in die Ehe treten. Die Frauen haben das unbedingte Recht, von dem Manne dieselbe Reinheit zu verlangen wie der Mann sie vom Weibe forbert In vollem Umfang wird das aber erst möglich sein, wenn die wirtschaftlichen Verhältnisse so gebessert sind, daß die Ehe möglichst früh geschlossen werden kann, wenn beide Verlobten nicht den Mut haben, sich frei einander anzugehören, bis die wirtschastliche Lage auch die äußerriche Ehe gestattet. Diese Verinnerlichung fehlt aber heutzutage vielfach, wenn fic auch in der Stille vielfach vorhanden ist — und diese stillen, bescheidenen Ehen, die voll Glück und Sonne sind, sind auch die Träger unserer Kultur, der das Kitid das wichtigste Zum Schluß wird unter Hinweis auf den hohen Zinsfuß gesagt: Es ist zweifellos, daß eine systematische Ordnung der Ausgabe der öffentlichen Anleihen gegenüber dem ständig wachsenden Anlagebedürsnis schnell eine nennenswerte Kurssteigerung des vorhandenen Anlagematerials und eine Verbilligung der Kosten des Geldes für öffentliche Zwecke zur Folge haben wird. Eine Sanierung des öffentlichen Finanzwesens wird ökonomisch mid sozial von den günstigsten Folgen werden und damit die Entwicklung der ganzen Volrswirtschast nach innen und außen in erheblichem Maße fördern. 5ooffentlich^verwirllicht sich diese Prophezeiung. Stimmungsbilö aus öcm Reichstage. Berlin, 12. Januar. Granbraungränilich schauen die leeien Wandflachen bei ab oin daZ Doije Haus, und mu grämlichem Kopifchütteln schonen bic Relchsdoren herauf mü die gähiiende Xiecre« Anderthalb ^ab'.zchmc batte man die leere Wand als etwas Sclvstveruändlicbes ein- psunden; jetzt luirft sie uncilräqtrch. Gar zn eilig ist der Präsident oev Kritik des wunderlichen Lioskurenpaaies Tr. Arendt uiid Pfeiffer gefolgt mib bat die Bilder Angelo Zanks abnebmen laßen, noch ehe der Reichstag bei Bcratnng fernes Eiais sich dazu äußern fonntc. Er dachte sich - Was heute iiichl gefchiem, ist morgen nicht getan, und feinen Tag soll man vei paffen I 9lim man sie nicht vor Auqeii hat, wirken Die Bilder geradezu plafiud) und man hat das Geiaht, daß sie sich gar nicht übel in die Stimmung des Saales bmeiiifilgen, „unb was enlichwand, es ward zu Wirklichkeiten". länger als sonst haben diesnial sich die Abgeordneten zu neuer Arbeit erboten und kra'ugen £>üneit, und sehr lange ivar die Piste der geschaitllchen Milieiluilgen, mu denen der Präsident die Sitzung emleitete. Gar manches beöeunainc und wigenjchlvere Ereignis aus dreier Weihimchlspanfe passierte "Revue: der Zusammentritt des türkischen Parlaments, die Kataftropbe von Messina. Ein lauter Bravorrü von allen Bankerr folgte der Perlestmg des Telegramm- austanichcs zwischen den Präsidenten deS deutscherl und des osmani- fcljcn Reichstages; in schweigender Trauer erhob sich der dentsche Reichstag, als Graf Stolberg feinen Tepejchemvechlel mit dem Präsidenten der iialteniüben Kammer verlas. Eine Ehrung des Andenkens des feil der letzten Sitzung uerltotbciieii Alzeyer Abgeordneten Keller, öie Mulenung uon der Alaiidaisniederlegilng des Abg. Held — und "dann taiubte man unter in dec Flur der Petitionen, die üblicheriveife anch diesmal die Tagesordnung der ersten Sitziiiig ausiüllien. Um 6l/3 Uhr brach man diese Beratung ab. Ter Wimfch des Abg. Singer-, ne morgen fortzusetzen, führte zum Hammelsprung und banne zur Feststellung der Bejchlußunsähig» feit des Hanfes. ________________________ Ltimmmgsvüd aus dem preutz. Äögroröueienhüus. Berlin, 12. Januar. Der Etat. Wo sind die Zeiten hin, da ein preußischer Finanzminister sich aui die Taschen schlagen und stolz das Wort vom heidenmäßig vielen Gew deS Hohenzollernstaates prägen durue. Heuie fehlte an allen Ecken und Enden, und wenn Herr v. Rhembaben die Finanzlage des Staates vor einem Jahre grau in grau malte, so baue er heute nur Ebenholzschwarz aui seiner Palette. Schwerer als sonst verständlich, «vies er am den höchst unerfreulichen Abschluß säst aller Etats, vornehmlich der Eisen^ bahnen, der Nährmutier der preußischen Finanzen, hin, und er ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen, den B e a m i e n ernS aus- ziimutzen, die trotz der Fmanzkatamität und der liebreichen Fürsorge der Reglerrmg immer noch nicht mit der Besoldnngsreform zufrieden sein wollen. Auch die Reichssinanzreiorni streute der ÄNnister, und eS ivurde Diel bemerkt, ivie er aui den politischen Ernst der Situation mit starkem Nachdruck hinwies. Und noch mehr faitb e-j Beachtung, als Herr v. Rhembaben sich als v oll- ko m m e n e n P e s f i m i st e n i n Pu n k t o eines balbigeu wirtschaftlichen Umschwunges 5um Besseren bekannte. Nach der Etatsrede des AiiNisterS mürbe die vor Weihnachten begoiinene Besprechnng über bte Arbeitslosigkeit fortgesetzt, ohne sonberlich neue lÄestchlspiinkle zu bringeu. Reben bet Beenbigiing ber AkbeliStosigfeit stehl morgen auch Herrn Roerenö Interpellation tocgeii Verhinberung ber Schaustellung nackter Perlonen auf dem Programm. Frchtlein Teöulond, bie betannte Nackttänzerin, die heule m Erwarumg dieser ckntec- Deueßches Reich. D a s K a t s e r P a a L ist gestern nach dem Reuen PalaiS' übergesredelt. Kultusminister Holle. Der „Kreuzzeitung" zufolge ist der Urlaub des Kultusministers §oile_ verlängert worben; man dürfe hoffen, angesichts der Besserung, vast er nach seiner völligen Wiederherstellmig in fein Amt ziv- rückkehrt. Z u in. Be s u che de s c n gl i sch en Ko uigspna re». Privakmeldungen aus London besagen, daß sich in denr Gefolge des englischen Köni^spaire» bei dessen Reise nach Berlin General French und "Admiral Johrt Fisher besinn den werden. Diese befanden sich im vorigen Jahre eben- all» in Begleitung des Königs Eouard anläßlich dessen Bs- legrmng mit dem Zaren in Reo al. Außerdem wird oer- ichert, Kaiser Wilhelm habe den Marschall Roberts ein- aden lassen, anläßlich des Besuches des Künigspaares nach Berlin zu kommen. Der Kaiser habe, jo heißt es, in den Depesche den Wunsch geäußert. Dem Besieger der Buren seine Achtung auszudrücken und ihm den Beweis zu liefern,1 daß er niemals feine hervorragende Fähigkeit dtis Generalissimus im Buren kriege zu tritifieven beabsichtigL hätte. Der sächsische Staatsmini st er Graf Hoden- thal ist anscheinend ordentlich erkrankt. Sein Herzleiden; hat sich so verschlirmnert, daß Gras Hohenthal noch diese Woche trotz der b vorstehenden Entfcheioung über die Wahd« rechtsreform nach Mentone abreist. Der Altonaer Oberbürgermeister Dr. £et* tenborn wird nach einer mit ben stad Irschen Kollegien: getrosfenen Vereinbarung am 1. April fein Amt nie besiegen. Er war erst seit 1905 in Altona und beabsichtigt jetzt, wie es heißt, in den KoloniLldienst zu treten. Ziel, sonbern die Ehe in ihrer vergeistigten Form, in der und Not enden, wenn sie nicht zu Verbrechern und Drrnem der geschlechtliche Verkehr voll Liebe unb Innigkeit ist, in | werden. Und daran sind unsere Männer schuld und daZk der Seele und Sinne vollkommen ineinander verschlungen lUerreich beschloß dos Prager ^tnbtoerorbndfnbneaium bteGfcün-- htmg einer pchechncheu Mittelschule in Lien, ferner rtd)tcte der Prager ■2tof iri:-m?inbe i>.-r ‘Reibung eines ^BriDattorrefpjnbentcn .-.ufoige, an alle Mieter der ihr gehörenden Käufern ein ,3irfalar, worin fie deutsche Tafeln an den Fassaden und ip ben .'torriboren verbietet. Temievigen, bet deutsche Tafeln nicht entfernt, soll beim nächsten Xcrnr.n gekündigt merden. Eine BombenfLbri' Zn '2t. Petersburg. in der in bet Pocgelschstt. gtpg *• n L-huuug t s «Stubenicn Beslodorss fcat die Polini eine Bombenfubri! intberft. Heber 100 Kilo Dynamit uno Mellmr rvurben beschlagnah.m und viele VerHas- hmgen vorgenommen._____________________________________ Aus Stndt und Land. Giesen, 13. Januar 1909. •• TageSkalender für Mittwoch, 13. Jan.: Stadt- thealer. ,*2cr Talisman." Anfang 7 Uhr. Verein für das Deutschtum tut Ausland. Vor- träge in SlenrS harten, abends^«Uhr. Prof. Rachiahl: Wie Sstdcnlschlanü und Ctflerrctd) deutsch wurden. Pro*. Theobald Fischer (Marburg): Die Lage des Teulichuuns ui der Habs- durgischen 'Dtonardjie. ** ReicbstagSersatzwahl in Bingen. Pfarrer Lorell hat sich n. d. „Frkf. Ztg." trotz schwerer Bedenken dem einmütigen und dringenden Wunsch der freisinnigen Lertrauensmännerversammlung gefügt und die Kandidatur für den Reichstagswahllreis Alzey-Bingen angenommen. ** Pfarrpersonalien. S. K. H. der Großherzog haben dem Pfarrer Joh. Würth zu Appenheim die evang. Pfarrstelle zu Harxheim übertragen und den uom Grasen zu Erbach-Fürstenau auf die erste evang. Pf arr stelle zu Beerfelden präsentierten zweiten Pfarrer Albert Waldeck daselbst bestätigt. Ernannt wurden: Psarrverwalter He- derer zu Teckeirbach zum Pfarrassistenten in Mainz (Jo- hannisgemeinde), Psarrassistent Trautmann zu Rhein- Dürkheim zum Psarrverwalter in Deckenbach, Psarrvilac Bingel zu Mommenheim zum Psarrassisteuten zu -£ft- yosen, mit dem Wohnsitz in Rhein-Türkheim. Psarrassistent Herrn. Steiner zu Mainz wurde aus sein Nachsuchen mit Wirlung vom 1. Januar 1909 aus dem Dienste der hessischen Landeskirche entlassen. Gestorben ist: Militäroberpfarrer a. D. Karl Strack zu Darmstadt am 19. Dezember. Zur Wiederbesetzung wird ausgeschrieben die evang. Pfarrstellc zu Wöllstein. "Erledigt ist eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrer stelle an der Gcmeinbcschule zu Horchheim. Mit der Stelle ist Organinendienst verbunden. — Standes h errlicheS Jubiläum. Am 8.Juni d.J. fmd 25 Jahre vergangen, seitdem Graf Georg Albrecht ,u Erbach-Erbach, Senior des Fürstlichen und Gräflichen Äcsamthauses Erbach, Inhaber der Standcsherrschaü Erbach und Mitglied der Ersten Kammer des Großherzogtums Hessen und erblicher Reichsral der Krone Bayern ist. Der Tag soll festlich begangen werden. Der Graf ist 1844 geboren und an Jahren der älteste StandeSherr im Groß- Herzogtum Hessen. •• Der Verb and der Großh. Hess. KreiZ- iraßenwärter, der 1905 ins Leben getreten ist, hielt am Sonntag in Frankfurt seine Jahresversammlung ab. Vertreten waren die Kreise: Darmstadt, Offenbach, Groß- Gerau, Erbach i. O., Bensheim, Heppenheim, Gießen, Friedberg, Büdingen, Alsfeld, Lauterbach, Mainz, Worms, Alzey, Bingen. Der Vorsttzende führte aus, daß im abgelaufenen Jahre der Verein besonders rührig gewesen sei und seit seiner Gründung die Lage der Kreisstraßemvärter m jeder Beziehung gebessert habe. Während früher die Straßemvärter bei Arbeitsunfähigkeit einfach entlassen wurden, ständen fie letzt in einem Bedienstetenverhältnis, auch fei eine Gehaltserhöhung erreicht worderu Der Gehalt sei mit den 80—85 Mk. monatlich, karg genug, um eine Familie damit durchzubringen. Neue Lasten bringe auch das Fürsorgcgesetz, und zwar im Jahre 100 Ml. Der Vorsitzende schlägt schließlich vor, an den maßgebenden Stellen um eine Gehaltserhöhung einzukommen; dem wirb zugestimmt. - Von der Denkmalspflege. Durch Entschließung Sr. Kgl. Hoh. des Großherzogs wurde dem Großh. Oberlehrer am Neuen Gymnasium zu Darmstadt Prof. Tr. Eduard Anthes die Stelle eines Denkmalpstcgers für die Altertümer mit Wirkung vom 1. Januar 1909 an übertragen. Die Fürsorge für die beweglichen Gegenstände des Mittelalters und der Neuzeit in jeder Provinz ist auf den für diese bestellten Denkmalpfleger für die Baudenkmäler übergegangen. ** Bau-Unsallversichcrun g. Bauarbeiren wcr- üen vielfach Leuten übertragen, die sich bei der Berussge- nossenschast nicht angemeldet haben, oder von ihr nicht als gewerbsmäßige llnternchmer angesehen werdeir In solchen Fällen haben die Bauherrn btc Unfallversicherung zu regeln, d. h. sic gelten als Unternehmer und haben all- monallich auf vorgeschriebencm Formular eine Nachweisung über die beschäftigten Arbeiter, deren Tagewerke und verdienten Lohn bei der Ortsbchorde einznreichen. Tesgl. ist eine Regicitachweisung einznreichen, wenn die Arbeit durch eigene Söhire, Verwandte, Knechte usw. ausgeführt wird. Als Bauardcrt tmrd auch die Anfuhr von Baumaterial zu eigenen Bauzwecken angesehen. Da Unkenntnis dieser Bestimmungen nicht vor Strase schützt, so tun die Baueirdeu gut, vor Uebertragung einer Arbeit sich von dem Bewerber den Mitglicdschein der Berufsgenossenschasl vorzeigen zu lassen. Bauende müssen stets mit der Möglichkeit, rechnen, daß sie von der Beruf Sgenofsensck-ajt als Unternehmer oder Bauherr hastbar gemacht toerden und auch gegebenenfalls für vorkommende Fahrlässigkeiten haftpflichtig sind. Von Bestrafungen wegen unterlassener oder verspäteter Einreichung von Regicnachweisungen macht die Baugewcrks- Berussgenossenschafl in letzter Zeit sehr viel Gebrauch. Wir raten daher federn Bauenden, um sich vor Bestrafung zu chützen, vorstehende Ausführungen rechtzeitig zu beachten. • • St adttheater. Ausnahmsweise werden die Billets für das Bassermanngastspiel am 19. Januar schon vom Freitag 15. Januar ab auLgegeben, jo daß von diesem Tag, ab fern Bestellgeld mehr zu bezahlen ist. * ♦ Die Eisbahn i’t von heute an wieder geöffnet. • * Im Kaiser-Panorama wird in dieser Woche eine Neihe sehr schön gelungener Bilder gezeigt, die unsere Nordseebäder, sowie das Leben und Treiben wahrend der Saison dort zeigen. Mancher Besucher, der auf Helgo- Uiib, Norderney, Amrum, Borkuni, Sylt, Wyk u. s. w. als Badegast geweilt hat, wird ihm lieb gewordene Plätze Wiedersehen und die dort verbrachten schönen Tage in ber Erinnerung nochmals durchleben: aber auch mancher, der unsere Nordseebäder nicht aus eigener Anschauung kennt, findet im Panorama Gelegenheit, sich mit ihnen bekannt zu machen. Ein Besuch dieser interessanten Ausstellung ist nur zu empfehlen. ** Marcell Salzer. der im ganzen Teurfchen Reiche rühmlichst bekannte Bortragsmeifter aus Berlin, wird mm auch in unserer Stadt einen feiner jo erfolgreichen „Lustigen Abende" hier geben. Am 20. Januar werden wir nun Gelegenheit haben, ihn, von dem jeder, den er einmal mit seiner schönen Kunst erfreut hat, nur im begeisterten Superlativ des Lobes spricht, zu sehen, zu hören und zu bewundern. Ein Marcell Salzer Abend ist immer ein künstlerisches Ereignis und so steht auch diesmal zu erwarten, daß Steins Saalbau eine stattliche und gewählte Zuhörerschar vereinigen wird. Das Arrangement und der Äartenverlaus befindet sich in den Händen der Firma Ernst Challier lRuiwlphs Nächst). " Liebesgaben für Italien. Auf die ergangene Aufforderung hin sind beim hiesigen Tetailllstenvercln, der die Sammelstellen übernommen hatte, im ganzen sechs Kisten ülciduugtzsiücke usiv. für die durch das Erdbeben in Süditalien Geschädigten eingegangen, die bereits nach Italien abgegangen sind. Dieser Teil der Liebcslätigkeit ist damit abgeschlossen, während die Geldsammlung noch weitergeht. — Auf Aiipegung des Deutschen Hilsskoimtees für die in Süd- italicn durch Erdbeben Geschädigten hat der Geschästsführcnd. Ausschuß des Hessischen Lanbeslom itees beschlossen, von den zu seiner Verfügung eingehenden Geldern den: Hessischen LanbeSverein üom Noten Kreuze einen Geldbetrag von vorläufig bis zii 10 000 Mark zum Zwecke direkter Materialsendung nach Südiialien zu überweisen. "Wünsche der Gastwirte. Tie Vertreter der in Hessen bestehenden Gastwirteoereine begeben sich tn den nächsten Tagen zu den NeichstagSabgeordneten ihrer Wahlkreise, um sie zu ersuchen, bei dem Wiederbeginn der Reichs - tagsverhandluugen im Sinne der von den Gastwirte - Ber- einigungen an ben Reichstag abgegangenen Eingaben sich gegen die Erhöhung der Brausteuer und für die Abänderung des § 33 der Gewerbeordnung, und zwar für Einführung der Konzcfflonspflicht unb ber Prüfung der BedürfniSfragc für ben Handel mit Flaschenbier auS- zusprechen. ♦* Kaiser unb Musketier. Eine Begegnung mit dem Kaiser hatte ein Soldat der Leibkompaguie unseres Rcgi- inents, die im vergangenen Jahre die oom Kaiser für die beste Kompagnie der Regimenter, deren Inhaber er ist, gestiftete Auszeichnung erhielt, während seines Weihnachtsurlaubs in Berlin. Der Kaiser fragte ihn, woher ec die Auszeichnung habe, und erhielt im schönsten oberhejsljchen Dialekt erschöpfende Auskunft. Er unterhielt sich etwa eine halbe Stunde nut unserem Landsmann, ber schließlich mit einem Geschenk von 20 Mk. hochbefriedigt abzog. *• Voin Wetter. Ein heftiger West- unb Nordweststurm brachte uns heute Tauwetter und einen stundenlang anhaltenden kalten Regen, der ab und zu nut leichtem Schneegestöber verbunden war. Jin Vogelsberg hat es fest geschneit. g. Klciu-Liuden, 12. Jan. Gineit merkwürdigen Scherz erlaubten sich in der Sonntagnacht mehrere- erwachsene Burschen. Sie brangeit nachts in eine Hvsrcite ein und statteten der Verkaufsbude eines hiesigen Kau sm an ns einen Besuch ab. Sie leerten die Bude und warfen Kisten, Mafien und Inhalt in Hof unb Garten umher. Dann versuchten sie die Bude auf die Straße zu tragen. Durch das Geräusch waren die Hausbewohner wach geworden. Als die jedenfalls in feuchtfröhlicher Stimmung befindlichen „Lasttrügerft sich bemerkt sahen, verbarrikadierten sic die Haustür, indem sic die Bude dawider warfen. Dabei brach die teuere Lude an verschiedenen Stellen eittzwei. Ter Kaufmann hat durch Beschädigung der Waren, Kisten, der Bude usw. einen Schaden von ca. bi) Mk. Zum Glück hat man die Nachtwandler bereits ausfindig gemacht. Jeden- falls wird cs für sie ein teurer Spaß werben, ba sie 511111 mindesten dem Kaufmann ben Schaden ersetzen müssen. -- Heuchelheim, 13. Jan. Am Montag fand auf dem Windhos eine Versammlung von über 300 Grundbesitzern von hier und Gießen statt, in der über die Bild'.mg einer W a s s e r g e n 0 s s e n s ch a s t zur Jnslandhalluug der bei der Feldbereinigung durchgeführten Trainageanlagcn beraten wurde. Die ans den hiesigen Grundbesitzern be-- stehende Mehrheit war gegen die Bildung der Genossenschaft, indem sie von der Ansicht ausging, daß die Stadt Gießen die Unterhaltung übernehmen solle. Da aber die zur Ablehnung der Genossenschaft erforderliche Vicrfünstel- Mehrheit nicht erreicht wurde (317 stimmten dafür, während es 335 hätten tun müssen), bleibt cs bei ber Gründung der Genossenschaft. . ' □ Daubringcn, 13. Jan. Am vorigen SaiuStag hielt der vor zwei Jahren gegründete Männer-Turnverein unter gutem Besuch seinen Jahresabschluß ab. Der Verein, der jetzt zirka 50 Mitglieder zählt, hat sich in dieser Zeit sämtliche Gerate käuflich erworben und steht jetzt in voller Blüte da. In der Versammlung wurde die ^Neuwahl des Vorstandes vorgenoiiiiiien. Als 1. Vorsitzender wurde Schneidermeister Johannes Reif, als 2. Vorsitzender Ludwig Schäfer, Rechner Ludwig Hofmann, Schriftführer Ludwig Vogel, Turmvart Heinrich Alichcl unb Zeugwart Heinrich Weiß gewählt. Mainz, 11. Jan. Eine umfangreiche Untersuchung schwebt gegenwärtig gegen eine Anzahl Angestellter bc = Schlacht- und VieyhofeS. Sic werben beschuldigt, sich seit Jahren Unredlichkeiten gegen GeichästSleute unb zum Nachteil der Stadt Diainz schuldig gemacht zu haben. Es stehen, n. b. »Franks. Ztg.', zahlreiche Dienstentlafinngen bevor. 0 Marburg, 12. Jan. Im Kreise Marburg hatte die Viehzählung an, 1. Dezember 1908 gegenüber dem Vorjahr solgeirdes Resultat: Es waren vorhanden: 7559 Gehöfte «.gegen 7307 im Jahre 1907), 5503 (5432; Gehöfte mit Viehbestand, 5564 ( 5551) viehbesixendc Haushaltungen, 3392 (339*2 Pferde, 28149 26 892; Rinder, 15 951 (15 146) Schafe und 24 072 (27 084 Lchweinr. FC. Frankfurt a. M., 12. Jan. Der Verein beq Oberhesf'en, der im Jahre 1907 gegründet wurde, hielt am 10. Januar sein StistungSsest ab. Der Verein erfreut sich eines schönen Zuwachses und wurde seiner Zeit gegründet zu dein Zweck, alle hier wohnenden oberhessischen Landsleute ohne Unterschied von Rang unb Stand zur geselligen Vereinigung zusaminenzusasien, oberhessische Eigenatt, Sitten und Gebräuche, sowie die Liebe zur Heimatprovinz zu pflegen und wach zu erhallen. Gestern, am 11. Januar, faud d'.e Generalversammlung stall. Folgende -Herren wurden in ben) Vorstand gewählt: Otto Lambmann, Otto Mades, Friedrich Lott unb L. Lanalitz. ** Kleine ; m (lunger n 11 5 .<) e > > e n und den,' Nacbbarstaate u. In: letzten Viertel iah r 1908 wurden ind Mainzer Krematorium 96 Leichen cm^ernchrrt, während int ganzen Jahr 1908 318 Ein.rscheriingcn fratiianbcn. — Jir Rockenberg starb im 72. X'cbtneiabr ^rftwart Weil. — In ein Geiäß mit kochendem Wasser stürzte ein Reines?« Mädchen in Eudorf. Das Minb wurde am Unterleib, Gesa^ und 'Jidcten so schwer verletzt, daß es» an den Branoivunden net-j schied. — In Versa stieß sich eine Magd im inutLcn Hausflur, an einen rostigen Nagel, welcher ins 2luae drang. Das Mädchen mußte in die .Äinik g-orachr werden. — Der Ballon Ziegler des Frankfurter Vereins für Li'tschüfahrt, der am Freitag früh während der "vülluncr tn Griesheim fortgtfbqcn nxrr. ist gestern bet Lohr a, M. autgefunden worden. Die BalloiElle, die an- scheinend nur wenig beschädigt ist, wird nach J-rnnkfurt verschickt: werden. ($KrtdH$jaaL Gießener Schöfsengcrichtssitzung vom 12. Jan. 1909. Duldung von Glückssvielen. Ter Wirt P. D. üti Gießen duldete in seinem Lokal Glücksspiele. Festgestcllt rourteJ daß nur sehr minimale Beträge gespielt wurden, ber Einsatz bcJ trug 3 Psg., auch verbot der Angeklagte schon vor pvltzeilicher Veiwarnung in seinem Lokale dieses Sp^ct, weshalb er nut 15 Mark Geldstrafe ev. 3 Tage Geiängnis daoonkam. — Wegen dessAtxw Vergehens wurde der Wirt v. E. in Gießen zu 40 Scart Gell^ stcaic cd. 8 Tage Gefängnis verurteilt. Sittlichkeitsvergehen. Unter Ausschluß der Ceffcnt* wurde gegen den Toglöhncr K. Sch. in Niainzlur wegerr SilllichkeiisDergelwn verhandelt. .Das Urteil lautete auf cineji Moiuit Gefängitis. , -rör per Verletzung Tie Ehefrau F. M. in föicQctfl hatte einer Frau eine V^erflasche an den Kopr geioorsen und^daS Gericht cr&inntc dieser halb auf 25 Aiark Gctdftrafe ev. 5 Tas« Gefängnis. Sachbeschädigung. Ter Fonnerlehrllng H. W. trt Gießen beschädigte zwei Laternen. Er wurde zu der Strafe des P.ericnrtiücn Ber. eis es Dcniricilt. Es war Cer erste Fall, der nach icn neuen Vorschriften liegen Jugendlich zur 2[buriei(ung ge« langte. Dem W. wurde irjjjrenö Cer Verhandlung ein Platz auf einem Stuh.e, auslelle auf der Anllag^auk angewiesen._________ Dar Erdbeben in Südiialien. Nach amtlichen Berichten ft btc ganze N 0 r d w estküft 0 von 6: r d e rs ch ü tternngen betroffen toorden. Am Moiuag wurde m Tacoma Seattle unb Vancouver ein Erdfl 0 ß verspürt, der 10 Sekunden dauerte. In Messina wurden um 5> _• Uhr und 8 1 3 Uhr jtoti neue heftige Erdstöße ivai)rgenommen. In Reggio gelang es gestern eutent Jnsantcrieleurnantt unb zwei Fruerwehrniänneru, ein dreijähriges NIädchen: lebend aus den Trümmern h-ervor-uziehen. TaS Bcrmessungsschitf S t a f s e t t a , das sich im Roten Meeres befindet, Hal Befehl erhalten, Messungen in ber Meerenge.von- Aicssina vorzunehmen. In ber N ihe tun Olioadi bei Spiitnga int Erdbebeitgebiet Ixit itd) ein tiefer Schlund gebildet, aus bem Rauchwolken emrorftciflcn. Tas b c u 11 d) e s?it »5 Komitee teilt mir, daß sich bev Wert ccr deutschen. Hilfe tat igkeit bis icyt auf etwa 2' ? Mitltoner- i irc bH .'ir Älcuic Tagcöchroutk. In ber Lickbrauo-Kolilenrntne un Staate 9lew - P 0 rk, wp bereits vor 14 Taget 50 Bergarbeiter durch Explosion geiötev wurden, brach gestern Feuer au;-, durch da) 100 Arbeitern bte Ausfahrt versperrt wurde. Man be'iitchicl, daß sie alle verloren Unb, da cj unmöglich tu, Reltungskolomieu in die bumnenbe Grube humoristlfcher. * Die gute Freundin. „Ihre Freundin, mein Frat^l lein, fd unt aber großes Vergnügen am Wintcrsvott 311 finbatJ nicht iDaljr?" — „C nein, ,ie hat tu» Schur'schuhlaufen^uuo darum so gern, weil ihre großen Füße aus den langett SckstF viel kleiner auSsehen." , Üanöci und Dcrfcbr, Volkswirtschaft. r. Erba, 12. Jan. Gestern faub im hiesigen Gemcutb« rcalb bte erste Volzversteigerung statt. Tas große An- gebot in Nutz-, Werk- unb Brennholz, dazu btc günstige Witieruntz hatte viele Interessenten, baruntcr rZeschäftSletue aus HerborM 'Ji'eglgr unb Gieren zusammengemhrt. Tas Brennholz tvurbd zuerst uexncigcit. Es kosteten Buch.'nlcheüholz durchichniltlich 9 bis lü Alk., Buchcnkitüvpel. bis zu 9 Mk. bet Ratimmeicr. Sehr gul^ Prelle erreichte bat- Eichen-Nutz- und Slatnrnholz, indem der Festi Meter bis zu 00 Aik. be^aljlr wurde. — Loka in oliv- und Wagenlieferuugen kür den Preiißilchen EifenbahnkiKkus. Um bte Industrie inf dieser Iriü^chen Zeu zu beichäütgen, hat Mintfter Srcucnbad) noch [m3 vor Weilrnachlen das Kötugl. (Si!enbahn-3cntralamt LxauM tragt, den Maschtnemadriken die Zuschläge auf Lkeferung von 57o Lokotnottven tut Werte von 88:.', Mill. Mk. au erteilen. Wie bte ^VetkehiStechni'che Woche' mtnciU, sollen diese Maschmen bifl späleflens Ende September ü.. Js. gelieien werden, ba vorbew bereu? 9» Lokomottven mit Lie'erzett bte Ende vor. IS. in Bestellung gegeben waren, so beträgt der toefamtltefcnoeii für bid erste üäl'te des iautenben Etal^iahres etwa 45 2)1 tlL Aik. Attchs Den il'laflciibauanftalien, die bisher 'ür bte vreußischcn SlaalZi bahnen geliefert haben, ist uizivtjchcn ber Zuschlag erteilt morden; es bandelt üch habet um btc £ieicni:ig von 1135 Personen-, 309 Gevack- und btoö Güterwagen, bereit Gesanttwert runb 44 Thü. Alk. betragt. AUe bte>e'Wagen sollen ebenfalls bis Ende Scpteind« öieie* Jactres geliefert werben. IRärftc« fe. Frankfurt a. M., 13. Jan. Schweinemarkt. (Org.- Tel. des Gieß Anz.) Zmn Verkauie stMtbeu 1645 Schweine. Bezahlt würben: für Schwetne 1. Onal. 71—72 Visp, Ledenbgewichi 56/J bis 56,5 Ptg.; 2. Qualität 69—70 Pig., Lebend icroidjt 55^—00,0 Pfg^ 3. GttaL 63—68 ’iiig. Geschäft gut, Ueberftcnb unbebemenb Gießeuer Wetterdienst. 9ort(idic Witterung Hu? Ocileu am Toimerslag ben 14. Januar: Meist trüb. Leichte Schneefälle. Temperatur umj den NilUonnkt schwankend. In höheren Lagen Frost. Griginal-Drahtmeldungen. Köln, 13. Jam Die „Köln. Ztg." meldet aus llesküü^ Aus zuverlässiger Quelle verlautet, cs seien wichtige Depeschen ans Kom'ranttnopel cingctroffen, daß Bulgarien! Truppen an der Grenze zusammcnzichc. Mau befürchtet, daß Bulgarien in einem Ultimatum an die Türkei die Anerkennung des Königreiches fordern werbe. L.-1Z. Dtc bürg. 13. Jan. Der Stabtschrctber Webet wurde gestern verhaftet, weil er bei der Braun'scheZ $et . .Der'Akrein !*ltl ftiner D.u n ctJteu 'hessischen ff1’M 5 5>>taä b51^ «g-°-7s *tom ®*ueb ‘L 3-nU ft« "" Wb , "\bl! tt0 M°d,S 3' nt ehri* 1908 jLl^nl c“ HM MT ctünFrurt versA “V0® 12.M W $• D. im ■ ^t|tgefte[[t tnud^ °K». bet (änfoHd Jfc.tor tvlizeilicha ^anntlö'S Ä desselben Si 40 Nurrt ödW her Oeffent- 5 -.m ^aulKt roegot' m lautete auf eh^ mi F. M. tn GieW Mf geiöorien und das Geldstrafe cd. ä TW neilehrling h. B. ft aithe zu der Strafe des ' der-erste Fall, der nach ' zur?lourtei-uvg gt> Handlung ein Platz auf in! angewiesen. Malten. ante Nord Westküste worden. Seattle und 5,'att- 1 Sekunden dauerte. und 8 ‘,'s ühr M neue uient JnfanterielcutnanL jähriges Mädchen eben diö sich im Mn Meer« i ui der Meerenge vvir Llivadibei SW Schlund gebildet, vüt M. auit-Mt’1! Wlwnrt mit ;aatc 9leu)-l)ork, wa durch Exvlosioii gelotet dal IW Ärbeilern die ict, datz sie aüe t • t Die kennende (Srube >cb»inn, mein jjtäud 'Dort -chnrcichchlauien M ’ langen W loltiwirtldfofi- r-«***S5 ÄS’** bis it »ciaj“Ä N ’ÄI’S (Org-‘ - kleine""'. BeB« yg§ä^ üBicnP" £4nit«ä,J# 5; ÖH'*» *«««** J <***C»*Ä t4®,u '■* tam«1"? u<” iift-merb^ . * L t'-duA - S, 6» »«LI (352 Befreiung von Stern und lasten Holzversteigerung 3 B ’A 29 349 empfiehlt Rm. 9 V Fichtenstämme ff 0 e ß. 348 sowie Die Angebote 319 ? -y-sivV:.- Qll- ver- y ff v y Fichten-Stämme = 2,86 Fm. Eichen-Derbsiangen — 0,63 Fm. Zlutzknüppel, 2,50 Mir. lang Buchen-Scheit Hainbuchen-Scheit Elchen-Lcheit Kiefern-Scheit Buchcn-Knüppel Hambuchen-Zlnüppel Eichen-Knüppel 139 225 22 59 199 ff 0 im, W^sMWMWMW? wird uns im Zukunftsstaate verheissen. Schon jetzt aber wird die Hausfrau ihr Budget erheblich entlastet linden, wenn sie zur Verbesserung und Kräftigung der Speisen Liebig’s Fleisch -Extract verwendet. Buchen--Wellen Etchen-Wellen Kiefern-BZellen Rm. Buchen-Stöcke , Eichen-Slücke. 12 7 11 6 18 116 Gießen (Walltorstr.46), 13. Januar 1909. Die Beerdigung findet Donnerstag den 14. Jan., nachm, 3 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus Hott. Reiskirchen, am 12. Januar 1909. Großh. Bürgermeisterei Reiskirchen. W a g n e r. im Alter von 4 Monaten verschieden ist. Um stille Teilnahme bittet Familie Koch. 4 60 4 34 3400 3070 300 36 71 Wallenfels vorgezeigt. Geilshausen, den 11. Januar 1909. Großherzogllche Bürgermeisterei Geilshausen. W a g ii e r. Zusammenkunft int Distrikt Lach. Leihgestern am 12. Januar 1909. Großh. Bürgermeisterei. Eichen- „ Hambuchen Scheitholz Buchen-Äuüppelholz Eichen- » Bnchen-Stockholz Eichen- » 346 63 L5 1255 52 62,a 39 Betr.: Feldbereimgung in der Geinarkaug Heuchelheim bei Gießen. , Nachdem o.e ^ldbereiuigung iit der Gemarkung Heu che y \ heim endgültig beschlossen und der ‘Beginn der Feldüereiui- - gungsarbeiten von Großh. Ministerium des Innern, Abteilung ; für Landwirtschasi, Handel und Gewerbe angeordnet worden ist, j lade ich hiermit sämtliche beteiligte Grundeigentümer zu der - in Gemäßheit des Art. 16 des Feldbereinigungsgesetzes Donnerstag, d e n 2 8. I a n u a r 1909, vormittags 9 Uhr ün Saale des Gastwirts Ferd. Kreiling stattsindendmr Versammlung ein. Tie Versammlmrg hat: 1. darüber zu beschließen, wie die F-eldberciniguugswitcn aus- gebracht werden sollen, ob durch Ausschlag aus den Flächengehalt oder den Abschätzungswert der Grundstücke oder abgesehen von dem in Art. 20 des Fcldbereinigungs- gesetzes bezeichneten Fall, durch Bildung und Verkauf von Maiiegrundstücken, sowie ferner, ob die Beiträge nach Bedürfnis erhoben, oder ob die Kosten durch Kapitalaufnahme aufgebracht werden sollen; 2. die zur VollzugSlommiifion zu berufenden ^achverstäm bigen und deren Stellvertreter, sowie ein Mitglied des Schiedsgerichts und dessen Stellvertreter (Art. 35 Ges., zu wählen. _ . . . m . Außerdem tonnen Wünsche und Anträge fettens der Botet- ligten vorgcbracht und beraten werden In dieser Versammlung hat jeder anwesende beteiligte Grundeigentümer eine Stimme, auch wenn er mehrfach bevoll- mächtigt ist. Tie Beschlüsse erfordern zu ihrer Giltigkeit eine Mehrheit von Zweidritleilen der Anwesenden und send unter dieser Voraussetzung auch für die nicht erschienenen Beteiligten verbindlich. Beteiligter Grundeigentümer im Sinne des ^eld- bereinigungsgesetzes ist, wer int Grundbuch als Eigentümer eingetragen ist. Ter Inhaber einer erblichen Leihe wird dem Eigentüuicr der Grundstücke gleichgestellt. Wenn ein hiernach beteiligter Grundeigentümer oder betanute Erben derielben nicht vorhaitden sind, der Aufenthalt der Beteiligten unbekannt ist oder diese sich außerhalb des Teutschen Reichs aushalten, so ist der Besitzer als. Beteiligter zu erachten, insofern er sich durch eine entsprect)ende Bescheinigung des Ortsgerichts als solcher ausweist. Ist unbekannt oder ungewiß, tver beteiligt ist, so findet die Vorschrift des § 1913 des Bürgerlichen Gesetzbuches entsprechende Anwendung. Gehört ein Grunvstück zum Gesamtgut, so bedarf der Mann nicht der Zustimmung der Frau. Gehört ein Grundstück zum ein- gebrachten Gute der Frau, so bedarf diese Nicht der Einwllligung des Mannes. . Vertreter von beteiligten Grunoeigentumern haben gehörige Vollmachten, vorzulegen. ______ Kommen goit.ge Beschlupe nicht zu stände, so hat: zu 1. Tie Bollzugslommission die erforderlichen Beschtüsie zu fassen und ru 2. Tie Landeskommission die Sachverständigen und Schiedsrichter zu ernennen. Zugleich fordere ich die außerhalb Heuchelheim wohnenden beteiligten Grundeigentümer (Ausmarter) auf, zur Wahrung ihrer Interessen einen in Heuchelheim wohnenden Bevollmacyllgten zu bestellen, da eine weitere oeionberc Zuschrift tm Laufe des Fcld- bereiNigungsversahrens an sie nicht mehr erfolgt Friedberg, den 9. Zanuar 1909. Ter Grotzherzoglich^ ^ewaerem tg ungsko mmtssar: S ch n i 11 s p ahn, Kreisamtmann._____________ 2 Uhr, auf hiesiger Bürgermeisterei einzurelchen, wo alsdann die Eröffnung auf dem Rathause stattfindet. Das Holz kann auf Verlangen vom Forstwark Debus vorgczeigt werden. BrersnholzverstezgeL'NNg. Mittwoch den 20. Januar)ollen im Distrikt Böalbers- bcrg und Beuernberg verneigert werden: 58,8 Rm. Buchenschciter, 34,2 Nm. Buchenknüppel, 4 Nm. Eichenknüppel, 146,2 Rm. Kiefernknüppel, 37,4 Rin. Fichtenknüppel, 770 Buchen-Wellen, 1060 Kiefern-Wellen, 210 Eichen-Wellen, 3190 Fichten-Wellen, 12 Rm. Buchen, siöcke, 47 Rm. Fichtenllöcke. Der Anfang ist nwrgcns 9^/., Uhr am Bersröder Fuhrweg. [thycliiiiisclie Gymnastik Die Stunden beginnen Mittwoch den 20. Januar nachmittags 3 Uhr im Saale des Hotel Grossherzog von Hessen. Nurdanlage 31 p. Elisabeth Decker. ''*13onblTttT 13- Iän.^Nach^LinLr"KonstantinopefeL^MeI^ dnng der „Times" erklärte der russische Botschafter dem Großwesir in einer Unterredung, daß BukgLiriew nicht mehr als 6 Aci-llionen Pfund Entschädigung an dio Türkei bezahlen könne. Die Vertreter der Mächte drückten! dem Großwesir die Hoffnung aus, das; auch eine Verständigung zwischen Bulgarien und der .Türkei baldigst erfolgen werde. i > Perna in bneo , 13. Fan. Tic b r a f 11i an i i d) c jf 9hw gestellten der im Besitz einer englischen Aktiengesellschast vesind-s lichen Eisenbahn sind in den Ausstand gelrcicn und haben sich in den Besitz der Stationshäister und des rollenden Materials ge^ setzt. Die anticnglische Stimm nng wächst in dev Bevölkerung. Um d i e 9l n f r e ch t e r b a l t n n g b c r C rd^ nung 5 u sichern,wer de »Truppen bereit gchalte nj timenten und LUassen, verschlossen, nut subnilssion", bis spätestens Dienstag, Den ID. Januar lfd. Js., nachmittags 2 Uhr, aus hiesiger Burger.ne.llerei einzureichen, iuo alsoann die Eröffnung derselben stattsindet. Das Holz ist gefällt und wird auf Verlangen vom Forstivart Stück mit 0,21 Fm. Lich, den 8. Januar 1909. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. S) ärmer. Todes-Anzeige. Verwandten. Frcvmden und Bekannten die trau» rige Mitteilung, daß gestern morgen 11 Uhr nach kurzem Leiden unser liebes Söhnchen Willy steigert werden: Elchen--Skämme — 3,02 Fm. Kiesern-Stännne = 5,32 Fm. (Schnittholz) HoLzsnbmyfion. Nachverzeichnetes Bau- und Nutzholz aus den Waldungen der Gemeinde Reiskirchen tm Distrikt Walders Bierhandiung Trechsler Steinstrassc 48 ---------~T Telefon 581 Holzversteigerung. Montag den 18. d. Mts., vormittags 9% Uhr fangend soll im hiesigen Gememdewald folgendes Holz Vorsicht bei SchliLT U. Qlaiteis ^^b^atzkappenl! von Filz und Leder zum bequemen Ab-uJknsehnaUen Aiügleiten unmöglich. [271 /iugust l^iibin^er. 'PetersbU'st,TSTgait Zwischen bei russischen uhbr brrtischenRegierung wurden bezüglich der Intervention in Persien Vereinbarungen dahin getroffen, daß dem Schah englische und russische Zivilbeamte begegeben werden, die ähnliche Funktionen auszuüben haben, wie die bisherigen Zivilagenten in Mazedonien. Diese Beamten sollen dem Schah behilflich sein, Ordnung zu schaffen. London, 13. Jan. „Daily Telegraph" meldet ans Belgrad: Das Ministerium trat gestern unter dem Vorsitz des Königs zusammen, um über die durch die osterr.^ türkische Verständigung geschaffene Lage zu beraten. Die Regierung beschloß, vorläufig abzuwarten, bis weitere Einzelheiten bekannt würden und drückte die .Hoffnung aus, daß die Interessen Serbiens nicht gefährdet würden. 'Vermögensverwaltung etlva 4000 M. ütüerWägen hat. E? hatte vor kurzem 2000 Mk. ersetzt. Belgrad, 13. Ion. Tic Nachrichten über die EUtsen- 4,una serbischer Banden nach Bosnien werden regierungsseitig dementiert, ebenso die Meldung, daß der Thron- •folger für die Ausrüstung bei: Bandeir Geld gegeben habe. Belgrad, 13. Jan. Oberst Pan kowi tsch ist aus Ruß- Imrb auriidgeMirt, wo er 1000 P ferde für bic^rtilterte gekauft hat. Konstantinopel, 13. Jan. In dem Redaktionslokal der Seitung „Hukuki Umumie", in welchent 33 Mitglieder eines alttürkischeit Verbandes verhaftet wurden, fand mau Sammellisten, durch die zahlreiche^ angesehene Persönlichkeiten, darunter einige Pr in5en stark ko m- promittiert sind. Die Folgen dieses Ereignisses dürften sehr ernst sein. HoLzsuvmrssion. Aus den Saiblingen der Gemeinde Geilshausen soll nach- verzeichneteS Holz auf dem Submissionswege vergeben werden. 7 Kiefernstämme 30—39 cm mittl. Durchm. = 5,60 im 1685 Pferde wurde« im Jatrrc 1308 in bett Llestter'ichcu :'llostichllic.hterLteu neicoiattiKCi; em Beweis, daß imr die böchstcu '^tciic für Schlachtpserde geraSlt Werdau in der |2d5 CeuLral-Elukaufsstcllc bet M. Siedler r = 73,57 , , =72,11 , w — 35,58 , „ = 67,89 , „ = 115,99, getrennt nach Sorbe r Aufschrift ,Holz. 3770 Wellen BuchewReisig 910 Eichern t n __ .. Die Zusammenkunft ist auf der Lrcher Strave au der 9. b, Tamoftalnfcbmche, Tarmkradt. Grttae 36—42, In weise Glacfi-, Lack- and Chevreaaxlcder, /10000 Obeee MM, Porto n.Llite 00 Pf, extzx. * LOS» tflr nur 6 M. em. hl L jW ■nd Porto ompflehl» Carl Heintze, etraaebnre f. Bleaea, e»d alle Ls^handlongei« j? Splintf BfihnhofRtr&eae r. DLUVll EckeWolken^oase -t-Zimmn-Uohuuiiq 270) ___________Allerweg 50. 2s4g. Becker, Woetbcftr. 21. Licbigllratze «8 I. Stock, ß Zimmer mit Zubehör per sofort oder später, unb der II. Stock ver 1. Avril 1905) zu vermieten. Adolf Mischer, 67l Alirestrasse 28 oder 31. Kommt und Jubelt! Kommt und Jubelt! Kolosseum Giessen Tclevbon 6ti Znm ernten Male! Zum ereten Haie! (0255 i>r.Hllttenberaer,Seltervw.67 < >>oimnnesllrasse 3. mieten. auch spater (B“/, Zvädez? etc. Lehrmädchen liidjfigts lilihdjrn -rlncht 303! Plockllrassc 6, b,s. W« 8Ahr pünit- v“ /J lich: Lrm. (M. S) ,7: ' < uicöö. > i roi/ o-.! ihTelegr. atciTtnrf flen WWWM WMM, UiTldpebrne*. 71g. Mädchen für leichte HauSarb ro. auch i. Laden mitb t, gei. durch Heute Mittwoch, deu 13. 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