Erstes Blatt 159. Jahrgang Samstag 12. Juni 1909 Hotationsbrad und Verlag der vriihl'fchen Unlv.-Vuch- und Steinörudcrei H. Lange. Die heutige Nummer umfaßt 14 Seiten. Bezugspreis: monatlich 75Pf., vierteljährlich Att. 2.20; durch Abhole- tu Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost DU. 2.— oiertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Pf^ auswärts 20 Pfennig. Verantwortlich für den politischen Teil: E. Anderson; f. Feuilleton und „Vermischtes" K. Neurath; für „Stabt u. Land" und „Gerichts- Reöattton, Expedition und Druckerei- Schulftratz« 7. ietzener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Nr. 135 Der Slehener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntag?. - Beilagen: viermal wöchentlich Siebener,samilündlötter; zweimal wochenll.streir- blati füröcii Kreis Liehen (Ttensrag nndFreuag); z»vei>ual monatl. Landwirtschaftliche Zeitfragen Fernsprech - Anschlüsse; für bie Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Taqesnununer bis vormittags 9 Uhr. Zur Lage in Persien. Der Petersburger Telegrafenagentur werden ans Mesche!» große Unruhen gemeldet, die am 7. Juni damit begonnen hätten, daß Revolutionäre in dem Gebäude des Endschumen den Polizeichef ermordeten. In Mesched trieben Räuber ihr Wesen; ein Anschlag auf den Generalgouverneur, der sich aus dem Wege nach Mesched befindet, werde befürchtet. Beim Schießen in der Stadt flogen die Kugeln auch bis zum russischen Konsulatsgebäude Es herrscht völlige Anarchie. Den Europäern droht Gefahr. Mit derartigen alarmierenden Gerüchten, die sich nachher meist als unbegründet Herausstellen, will Rußland offenbar das weitere Verbleiben seiner starken Truppenansammlung in Persien motivieren. politische Lagesschau. Sin englisches Urteil über Deutschland. Die englischen Parlamentarier der Arbeiterpartei sind von ihrem Besuche in Deutschland zurückgekehrt und geben nun in der Heimat die Eindrücke wieder, die sie auf dieser Reise empfangen haben. Sv hat der Abg. Rarnsay Macdonald sich nach der „Pall Mall Gazette" folgendermatzen über Deutschland ausgesprochen: „Wir sind — erklärte er — mit einigen der bedeutend-- iten Männer, mit friedlich g'efinnten und andern, in Berührung gekommen, und haben über alle möglichen Dinge, besonders aber über die Frage der Beziehungen der beiden Länder zu einander ge- Ivrochen. Was sich uns dabei vor allem aufdrängte, war die törichte Rolle, die imfer Land gegenwärtig in Deutschlands Augen spielt. Die Deutschen lachen einfach über unsere Schreckensanfälle, und die unmittelbarste Wirkung der Wühlerei in unjern Zeitungen i)t die Ueberjeugung der Militärpartei in Deutschland gewesen, daß wir nervös und ängstlich seien. Trotz unseres Geredes.von einer großen Flotte lächeln sie und weisen auf die Qualität unserer Marine hin. Die kindische Weise, in der wir uns benommen Deutsches Reich. c. k a i s erIi ch e Jacht „H o h e N z o l l e r n" ist gestern! trüb um 9 uhr von Stiel nach Danzig abgegangen, um dort den Kauer für seine Reise nach den finnischen Schären zur Begegnung mit dem Zaren an Bord zu nehmen. Die Begleitschiffe „Hanv bürg" und „Sleipner" folgen. Der Panzerkreuzer „Gneisenau" wtrd am Sonntag zur Kaiser-Flottille stoßen. Aie H an d e l k o rn rn i s s i o n des preuß. Herrenhauses führte dte B e r g g e i e tz n o v e l l e, die mit Abänderungen an das Ab- geordnetenhaus zurückgeht, falls das Plenum den Kommissionsgezeigt, daß es schwer genug ist, bei widerstreitenden Interessen einen Ausgleich zu finden. Vielleicht haben „Die Grenzboten" recht, wenn sie meinen, daß es Kaiser Nikolaus nach allen Erfahrungen der jüngsten Zeit für angebracht gehalten hat, die Grenze der Ententepolitik zu zeigen und auszudrücken, daß er sich durch feine Stellung an der Seite Englands und Frankreichs in der europäischen Politik nicht lv-eiter drängen lassen will, als es das Interesse seines eigenen Landes gebietet." Im eigenen Lande gibt es nun allerdings weite Kreise, die lieber heute als morgen über Deutschland herfallen möchten. Die russische Regierung ist indessen besonnen genug, sich von solchen Strömungen nicht treiben zu lassen. Man kennt die eigene Ohnmacht zu gut, um ohne Not mit dem friedliebenden Deutschen Reiche Streit anzufangen. Die Abreise unseres Kaisers nach den finnischen Gewässern soll am Dienstag abend von Neufahrwasser aus erfolgen, die Begegnung mit dem Zaren Donnerstag abend ober Freitag früh. Im Laufe des Sommers will der Zar denn noch eine größere Reise nach den verschiedenen westeuropäischen Ländern unternehmen. In der Donaumonarchie haben die innerpolitischen Sorgen während der Balkankrisis geruht, aber jetzt ist die Krisis aufs neue da. Die Ungarn wollen ihre eigene nationale Bank haben. Diese Forderung erscheint ihnen augenblicklich so wichtig, daß sie alles andere darüber vergessen. Nun will Oesterreich von einer Banktrennung nichts wissen und Kaiser Franz Josef hat sich in gleichem Sinne schon des öfteren zu ungarischen Politikern ausgesprochen, aber in Ungarn gab man die Hoffnung trotzdem noch nicht auf, feinen Willen zu bekommen. Man begann nach einer neuen Parteikonstellation zu rufen, nach einem Systemwechsel und schickt Franz Kossuth, den ungarischen Handelsminister, zum Kaiser nach Wien, nm ihm die ungarischen Neformpläne zu unterbreiten, mit deren Hilfe mau die nationale Bank zu erlangen hofft. Tie Antwort, die der greife Monarch Franz Kossuth gab, war zu drastisch, als daß man sie übergehen könnte; sie lautete: „Die Durchführung des Paktes hat im Jahre 1906 der Führer der Unabhängigkeitspartei H-rcmz Kofsuth garantiert; ich erwarte, daß Sie der damals übernommenen Verpflichtung Genüge leisten." Damit wollte der Monarch die ungarischen Heißsporne daran erinnern, daß sie erst den Pakt erfüllen, ihr Wort einlöfen und die Wahlreform .durchführen müssen, bevor sie neue Forderungen aufstellen. Nun ist gerade die Wahlreform eine sehr heikle Sache für die Ungarn. Richtig durchgeführt, fegt sie die bisherige magyarische Majorität hinweg. Was nun geschehen soll, darüber wird jetzt eifriger denn je in den Kreisen der ungarischen Politiker beraten. Noch weiß man keinen rechten Ausweg. Man nimmt an, daß die Lösung der Krisis bis zum Herbste vertagt tverden wird und daß das Kabinett Wekerle bis dahin die Geschäftsführung provisorisch bei- behält. E. A. haben, wird von der militärischen Klasse als Beweis für unsere! Entartung angesehen, und es gereicht ihr nur zur Ermutigung, uns in diesem Lichte zu betrachten. Das trat besonders in Berlin hervor, und dort wird, falls es je zum Kriege kommen sollte, der Mittelpunkt seiner Quelle sein." „Hegt man denn den Gedanken — fragte der Vertreter der „Pall Mall Gazette" — daß cs zum Kriege kommen werde?" „An einigen Stellen — erwiderte Herr Macdonald — und zwar infolge der Sprache, in der wir uns Luft gemacht haben. Ich für meine Person glaube nicht, daß eine Kriegsgefahr vorliegt, allein ich kann nur sagen, daß wir unbedingt verlacht werden, und daß diese Angstanfälle den Aussiclstcn des Friedens mehr Schaden tun als alle Klein- engländcrei. Im allgemeinen waren die Leute, mit denen wir in Berührung kamen, höchst ftiedlich gesinnt. Ihre Freundlichkeit uns gegenüber setzte uns fast in Verlegenheit. Mein Eindruck von Deutschland im gegenwärtigen Augenblick ist, daß es unferm Lande ähnlich ist, aber in der Zeit, als wir noch nicht in die Gewohnheit verfallen waren, uns in übertriebene Aufregung hinrin- Äuarbeiten." Hinsichtlich 'des industriellen An- und Ausblicks erwiderte dec Abgeordnete, Deutschland mache reißende Fortschritte. Die, englische Gesellschaft aber habe keinen einzigen Mann getroffen, der nicht geglaubt hätte, das Land könne unter Freihandel noch rascher forischreiten als unter dem Schutzzölle. Deutschland habe mächtige Hilfsquellen. Es werde aber gehemmt durch die Teurung des Lebensunterhalts und der Rohmaterialien. Der Arbeiterstand komme vorwärts durch seine Gewerkvereine, aber auch dadurch, daß der Staat im ganzen viel mehr dort für den einzelnen Menschen tue als in England. — Herr Macdonald hat, wie man sieht, gut beobachtet. Hoffentlich bleiben seine Ausführungen auch in den weiteren Kreisen Englands nicht unbeachtet. Die englischen Geistlichen in Berlin. Gestern mittag trafen die englischen Geistlichen, die eine Besuchsfahrt nach Deutschland unternommen haben, in Berlin ein und wurden auf dem Bahnhofe von dem Staatsminister a. D. v. Studt, dem Ehrenpräsidenten, und dem Generalsuperin- tendenten von Berlin D. Faber, Vorsitzender des zu ihrem Empfang gebildeten Berliner Komitees, begrüßt. Am Bahnhof ivaren u. a. anwesend auch der höchste Berliner katholische Geistliche Probst Kleinerdam von Skt. Hedwig, Staatsminister a. T. Moeller und 'Reichstagsabgeordneter Schrader. Die englischen Gäste begaben sich in über 50 Kutschen und Automobilen in ihre Quatiere. Abends fand in der Philharmonie ein stark besuchter Begrüßungsabend statt, an welchem viele hervorragende Persönlichkeiten, darunter Staatsminister v. Studt und Staatsminister v. Moeller teilnahmen. Auf die Begrüßungsansprachen des Vorsitzenden des Empfangskomitees Spieker und des Generalsuperintendenten Faber erwiderte Allen Baker, die Friedensgrüße, namentlich der englischen Arbeiter übermittelnd. Niemand in England, außer einigen Politikern und Journalisten, wolle Unfrieden mit Deutschland. Namens 'der Katholiken Deutschlands bewillkommnete Prälat Kleinerdam die Gäste, woraus Baptistenprediger White antiuoriris. Den musikalischen Teil, der beifälligst aufgenommen wurde, führte der Berliner Lehrergesangverein aus. Apolitische Wochenschau. Gießen, 12. Juni. In Berlin haben die Finanzminister der Bun - desstaaten ihre Ansichten über die Reichsfinanzreform und die Beschlüsse der Finanzkommission ausgetauscht. Von den Ergebnissen der Konferenz erfährt man nur soviel, daß im Bundesrate jedenfalls keine Neigung besteht, zu allem Ja und Amen zu sagen, Mas die konfervativ-llerikal-polnische Rumpfkommission an neuen Steuern beschlossen hat. Tie Reichsregierung scheint insbesondere an der Erbanfallsteuer festhalten zu Mollen; für eine Reichswertzuwachssteuer ist menig Neigung vorhanden. Die Kotierungssteuer murde von der Konferenz, die natürlich nur die Meinung des Bundesrates wiederspiegelt, abgelehnt; ebenso die Mühlen- um satzsteuer und der Kohlenausfuhrzoll. Bezüglich der übrigen Beschlüsse der Finanzkommission Mill man erst die Entscheidung des Reichstages selbst abtoarten. Das ist vorläufig alles, Mas die Oeffent- lichkeit von der Konferenz der Finanzminister erfahren hat; mehr Mar auch kaum zu erwarten, denn selbstverständlich wird über die Verhandlungen Stillschweigen beobachtet, so lange der Bundesrat die Beschlüsse nicht offiziell und formell genehmigt hat. Wertvoll ist es auf jeden Fall für das Plenum des Reichstages, schon jetzt zu wissen, daß die Reichsregierung bisher festgeblieben ist. Wie sich die Beratungen im Plenum des Reichstages, das zu Beginn der Woche wieder Zusammentritt, aostalten werden, läßt sich noch nicht übersehen. Es heißt, daß Fürst Bülow am Dienstag im Reichstage sprechen merbe. und dann wird es sich ja zeigen, ob sich die Kommission^ beschlüsse wirklich in vierzehn Tagen — wie die konservativen Agrarier meinen — durchpeitschen lassen. Interessant ivird es vor allem sein, zu erfahren, inwieweit die konservativen und klerikalen Mitglieder der Finanzkommission eine Mehrheit aus ihren eigenen Parteien hinter sich haben. So wie die Lage augenblicklich ist, erscheint allerdings der Weg, den Professor Biermer an dieser Stelle vorfchlägt, fier einzige gangbare zu sein. Immerhin wird es in der Hauptsache doch auf die Haltung der Konservativen selbst ankommen, ob und inwieweit die Regierung und die Liberalen ihnen entgegenkommen können. Wie nun, wenn die konservativen starrköpsig bleibtzn und gar keine Dteigttng »erraten, die bargebotene Hanb zu ergreifen? Kann es "für ben Liberalismus nicht verhängnisvoll werben, wenn -tr sich gar zu bereit zu Konzessionen zeigt? Eine Antwort rfuf alle solche Fragen werden ja nun voraussichtlich die nächsten Tage geben. Fürst Bülow, von dem es anfänglich hieß, daß er den Kaiser auf feiner Reise in die finnischen Schären begleiten und der B e g e g n u n g m i t d e m Z a r e n beiwohnen werde, Lleibt nun doch in Berlin. So wichtig unserem Reichskanzler auch eine Aussprache mit dem russischen Minister- Oräsidenten erscheinen mag, wichtiger ist ihm im Augenblicke offenbar doch noch die persönliche Anwesenheit in Berlin wegen der Finanzkommission. In politischen Kreisen hat man sich viel den Kopf darüber Zerbrochen, was denn eigentlich den Zaren veranlaßt haben mag, diese Begegnung mit unserem Kaiser zu suchen. Es siind hierüber bie mannigfachsten Ansichten vorgebracht worden. Die schlimmsten Deutungen hat bie Begegnung zwischen Kaiser Wilhelm und dem Zaren Nikolaus natürlich in Eng- Land gefunden. Man ist dort ein wenig verschnupft wegen dieser Begegnung, weil sie die schöne Harmonie der englisch- uirsfisch-französifchen Freundschaft zu stören droht. In Wirklichkeit ist diese Harmonie schon gestört. Der Ausgang des letzten Balkankonfliktes hat Rußland deutlich genug M Gemüte geführt, welchen Wert die englische Freundschaft tzat. Auch an anderweitigen Gegensätzen fehlt es nicht. Man denke nur an Persien. Dort hat es sich neuerdings wieder Ernst von Postart. Emst von Possart, dem München seine ganze Bedeutung als Hochburg deutscher Theaterkunst zu danken hat, der die alte Kunststadt an der Isar zu einem zweiten Bayreuth schoben hat, ist uns hier in Gießen ein lieber Gast geworden. Das bewies auch der gestrige Vortragsabend wieder, der m der neuen Aula ftattfanb und einen sehr starken Besuch cmfzuweisen hatte. Fast die ganze Schar der hiesigen Kunst- fireunde hatte sich versammelt, um sich an der außergewöhn- Lchen Vortragskunst des Mannes zu erfreuen, mit dessen Sangvollem Namen ein bedeutungsvolles Stück deutscher Th ectt er ge schichte aufs engste verknüpft ist. Starker Beifall begrüßte ihn, aber es ist ein entscheidendes Zeichen für die Gewalt, mit der Possart durch feinen Wortrag sowohl als auch durch seine Haltung den Zuhörer tont und beherrscht, daß ihn kein Beifall unterbrach. Possart! Der Name zeichnet eine Welt für sich, er bezeichnet den bedeutungsvollsten Vertreter der Zeit, die einen Bühnenkünstler nicht nur als Schauspieler, sondern vor allem ris Redner bewertete. Und diese Kunst der Sprache ist es neben seinem außerordentlichen Organisierungstalent, die iürn feinen Ruhm geschaffen hat. Nicht die Kunst der all- täcglichen Rede, die i d e a l e S p r a ch e ist feine immer wieder v rblüffende Kunst, die er mit einer geradezu bewundems- torten Meisterschaft wie spielend zu brauchen weiß. Wie ein tiefer voller Celloton klingt das mächtige Organ, hon auch nicht die feinste Llbstusung Schwierigkeiten macht, ob er nun int grollenden Baß des Eisenmannes Wolf Reischto o8er in dem lauteren Sonnengoldton seines minnigen UScbterleins sprach, ob er ben nächtlich-schaurigen Einbruch im das Grabgewölbe leibhaftig vor uns lebendig machte, oler die zarte Scheu des zum Weibe erwachenden Kindes, immer hielt er die Zuhörer mit feinen glasklaren, anschaulichen Darstellungen im Bann und riß sie mit sich fort zu euer Höhe, die sehr selten ein Vortragskünstler erreichen kann. Hatte Possart mit dem Deutschen Recht von E. von Handel-Mazzetti, das bei JoS. Kösel in Kempten erschienen ist, einen außerordentlichen Erfolg dramatischen Vortrages, so errang er keinen geringeren als feinfühliger, zielsicherer Humorist. Er trug Gedichte Wilhelm Buschs mit einer solch liebenswürdigen lleberlegenheit, solch ungekünstelter Feinheit vor, wie ich es noch nie gehört habe. Das war so schlicht und so echt, ohne alles .Haschen nach der „Pointe", daß er eine unvergleichliche Wirkung erzielte und einen tiefschürfenden Eindruck machte. Mancher wird vielleicht Wilhelm Busch in Zukunft mit ganz anderen Augen ansehen und mit ganz anderen Herzen lesen als seither, und wird eine größere Freude an ihm haben. Daß Possart damit außerordentlichen Beifall fand, erübrigt sich zu sagen — er ist eben der Vortragskünstler. K. N. * — Eine neue Klaviatur. Ein Australier, Herr (Eiuri fam, hat eine neue Klaviatur gebaut, die im Gegensatz zu dec bisherigen gcrabtüugen bogenförmig verläuft. Dadurch sollen dem Spieler die abliegenbeu Tasten nähergebracht und ihm die Möglichkeit gegeben werden, in derselben Stellung die ganze Klaviatur zu berühren. Ter Gedanke der bogenförmigen Klaviatur ift schon älter, die Art aber, wie Clutsam diesen Gedanken verwirklicht, ist neu. Ec gruppiert die Tasten nicht in einen Bogen um ben in den Mittelpunkt gerückten Spieler, in richtiger Erwägung baut er um jeden Arm des Spielers einen besonderen Kreis, führt diese beiden Ausschnitte aber nach der Mitte ausgleichend zusammen. Auf diese Weise kommt er den Bedürfnissen der Hände aufs verständnisvollste entgegen. Aus dieser Veränderung folgert er noch eine Reihe von weiteren Neuerungen, so die Verlängerung der Ober- und Untertasten um 1 bis V 2 Zentimeter, die damit parallel lausende Verschmälerung aller Tasten, das schräge Ablaufen der Obertouen und das Abfallen dec ganjen Klaviatur von der Mitte nach den Außenseiten hin. Es sei betont, daß es sich ausschließlich um eine Veränderung der Klaviatur und der damit direkt verbundenen Teile handelt, während der ganze Körper des Instrumentes unverändert bleibt. So wurde auch bei ben bisher gefertigten Instrumenten lediglich die neue Klaviatur in die alten Flügel hmeingebaut. Der Berliner Vertreter der Firma Ibach, Herr Bauer, hat nach der Franks. Ztg. als erster die neue Idee ausgenommen und den Bau des ersten Flügels mit Bogenklaviatur di^chgejetzt Auf diesem Instrument wurden auch die ersten öffentlichen Proben abgelegt, die bei ben Fachleuten einstimmige Anerkennung fanden. Der Pianist spielt sich in kurzer Zeit auf dmem neuen Instrument ein. Die Bogenklaviatur läßt infolge der Ver,chwalecung der Tagen oben und unten einen kleinen Spiel- raurn, auch nach rückwärts schneidet sie nicht so hart an dem ^ckel- ao Dre>e für das Auge beruhigend wirkende Erweiterung des Lpieltisches dürste nicht nur technisch, sondern auch psychologisch von gunltigem Einfluß sein; man hat eben hier nicht mehr das beklemmende Gefühl wie bei dec alten, so eng an das Gehäuse angepreßten Klaviatur. F7 Wie lange gibt es Menschen auf der Erde? Mvkena (Griechenland- hat etwa um E Jahr 1500—1060 vor Christus geblüht. In Aegypten war, ^e uns die Elfenbeinstgürchen von Abydos lehren, gegen 4306 9iSr- Ä 6*irroi^iz em Alter von wenigstens, 20 000 wahren bean,pruchen dürfen. Aus Stadt und Land. Gießen, 12. 3uni 1909. beß Tain#» ■ 'jMa#orchc’tcri> »Lyra 1 . — Sonnia v-u • (Sarteuicfl. beschlüsien britntt, tu Ende ^baii'o änderte die ^namfommiffion ej Ausg' wiesen Aussen Auf Veranlafiung der l'oluei bitcftion in Trüben sind oic m den ('kbHnünmDoroifB u-rroufclt flcrocfcmn ru'fi'chen StuOenlen au« Wachsen ausqewlefen roorn n. Der '£ a it erkreuLcr „TV ü r ft 'Hijmdtd" » nach neun jähriger Ticniheit in £ Italien in den heimisch«» Gewasiern ein flftronen Tic streikendcu und ansgefperrien stosl fchen Arberter in .U 111 bereiten men We n c r a I it r . • f in allen fiaotnchen Betri«b.n vor Die Staot roill mit der (Sntfaffima der lebten 500 Arbeitei antworten unh die LlnifdiiiRung der Marine für Elektrizilöts 0ta5 und Wasi'erwerke erbitten 6m Nachtrags-Etat für 19l« ift dem Reichstage tu flcqanqm Jn ihm find 13 Millionen Mark als 6innnhmrr fingtficllt für den Verkauf d s wgcnannten Aufmarich.ulaiw cm Irmodhofcr Felde, die wiederum für Beichanunq von neuen Trupvenübungsvlätzen mit Barackenlagern für das Garde Korvc und die Eisenbabn'Brigade Verwendung finden sollen Pfarrer Iraub in Tortmund hat den unversöhnlichen frtrfj der Orthodoren erregt. <^egcn ibn Hal setzt, wie bit Jvtti 3tq. erfahrt, der Oberkirchenrat das T i i z i v l i n a r v e r f a h r e n eingeleitet. Veranlassung habeii dazu drei Vorträge des b kannlen Theologen gegeben, die er während des verflossenen Winters in .fragen über das ApofloUcum grtialtrn Halle. Ausland. Zur SrisiS in Ungarn Ein uberrafcbmdes Kompromiß -wischen Iusih und ttoffuth bewirkt die vorläufige Lösung in der 9Bnir, daß durch ein Ikbetijangß- Kabinett unter We keile die Wahlrefvrm ersedigt und damit der Wunsch des Kaisers crchlllt, hierauf aber die Bankfrage noch vor 1911 entschieden wird Tide Emsdvndung liegt allerdings erst einem neuen auf Wntnb der 2Sahlreiorni gewählten Reichstage ob. Tie neue Ernennung Dekerles ist in den nächsten Tagen zu erwarten Ter neue italienische Krregsrninist er General C V i n g a r d i erläuterte gestern in der Kämmer fein P r o gr a mm. ES werde bei schneller Turrbhlfrnmg Italien in den Stand jenen, sich in dem Konzert der Großmächte zu behaupten, nicht nur als ein (Gegenstand der Achtung, sondern auch der Furcht Der Minister appellierte an die Vaterlandsliebe des Parlaments und n finite, Italien dürfe sich in der Stunde der Gefahr mii fern freer so gut wie auf feine Flotte unbedingt verlassen x-a« Parlaunnt nahm die Erklärung deS Kriegsministers mit unge heurem, langanbaltcnben Beifall auf. Giolitti und die übrigen Minisl» I wie alle Abgeordnete drückten Spinqarbi begeistert die franb und bereiteten ihm stürmische Ovationen Englanb und Deutschland. Baron Testonrnelles de EoiMan ', bei kürzlich in 'Berlin gesprochen hat, legt im „Matin" sein.' Ansicht über die Gegensätze zwisch»'n England imd Deutschland bar und kommt zu dem 3chlu», daß den Engländern solange hon der deutschen Geinhr gesprochen wurde bis *fte an eine solche Gefahr glaubten, daß aber der wahre Vorteil Großbritanien-. nicht in b-'r Stärkung der Armee, sondern in der energischen Bc kampsung der wirtschastlickn'n Konkuirenz Deutschlands liegt. Eilt Krieg zwischen England und Deutschland müsse vermieden werden und mich das befreundete Frankreich müsse England Helsen, den Weg iiadi DamaskU'- zu finden. Das liege in Gnglanbö Vorteil und and) im Vorteil aller übrigen europäischen Staaten. Dei t ü r f i f di c Sultan will Anteurova besuchen. Während der jüngsten Anwesenheit der türkischen Sonbergcianbtfd)aft in Wien hat sich einer ihrer Mitglieder dahin geäußert, es sei wahr fdiehilirf), daß der Sultan im kommenden Jahre eine Europareise madjen würde, um sich persönlid» den europäischen Souveränen t'oi zustellen. Ter Wiener Dos mürbe in biefem Falle fein erstes Reiseziel fein Zuerst aber würden einige jüngere Mitglieder des ottomaiiischen Kaiserhauses zur Pervvllständigung ihrer Aus biIouitg nach Europa gehen. Beratung öer wohlrechtzvorlage. Die neue hess.WahlrechtsVorlage war am Freitag der Gegenstand einer sehr auäfühdidKn genteinfamen Besprechung zwischen dem Gefetzgd'ungsansidniß der Zweiten Kammer und den frerren Staatominiftcr Tr. Ewald, Geh. Staatsrat Krug von 9'ibba unb Ministerialrat Lorbacher als Vertreter bei Staatöregierung. Tic Aussprache drehte fick) zuerst um die von bei- Regierung irorgcidtfagenr Abänderung der Bersassimgsurkunde in den bekannten Artikeln 67 und 75. Mit der von der Regi. > । i neu Abänderung des Irt 67, worin da bi berige (^eioohnh-itsrecht der Erneu Kammer auf jlrfommuni tat io neu beim Slaatshaushaltselat gesetzt id) festgelegt wird, ist die AuSschusimchiheit gegen die beiden fozialdeniokratifchen und fr, isinnigen ' i mmen int Regierun j sprach t gegen einen neuen Zusatzvorschlag der Aba Wolf > in weldiem bcstimnit wird, ban die Negierung in Zukunft keine giofieu Fordirnngcn mehr mit dem Bubget einbnngen dürfe (Wie dies beim jüngsten Etat durch 'die Vorlage betreffs der Rhein Damni-Regulierung zwisckien WormS und Oppenheim gc fdmb.) Bezüglich dis vorgeschlagenen Art. 75, in welchem die Nc gieruug bei Gesetzentwürfen, die von einer Kammer abgelehnt wurden, im Falle der Wiedereinbringung und Ablehnung in einer Versammlung beider Kammern eine Durchstimmung unter dein Vorsitz des Präsidenten ber Ersten Kämmer verlangen kann, Ivodei zur Annahme eines Gesetzes Zwei drittel ber abgc gebenen Stimmen erforderlich fein sollen, gehen dagegen die Ansichten weit aiideinauber Aad» dem Glässingschen Kompromiß Vorschlag sollten befanntlid) Treüünftel der abgegebenen Stimmen erforderlich fein, wogegen icdoch die beiden radikalen Ausschuss Mitglieder, ebenso, wie gegen die Regierungsvorlage, Widersprnd) erheben Dagegen bat ber bereit# mitgeteilte Vorschlag bet Abg Dolf, bei (Hefeiu-öborlagcn, die nut mehr als ber Stimmen ni bei Zweiten Kammer angenommen ober abgelehnt wurden, in ber Durchstimmung die absolute Mehrheit, bei mit weniger als - 3 Mehrheit von der Zweiten Kammer angenommen ober abgc lehnten Vorlagen aber m der Durchstimmung eine - 3 Mehrheit beider Kammern ciufcbcibcn zu lassen, die vorläufige Billigung alter Ansschnßmitglieder gefunden Die Regierung gab nun beute bei Erörterung des Vorschlags Wolf die Erklärung ab, baß sie demselben nicht prinzipiell abgeneigt fei, aber eine zuwartende Stellung baut entnehmen müsse, bis sich die Erste Kammer näher darüber erklärt habe Ada Wolf machte zur Befürwortung seines Vorschlags gel tenb, berielbc biete der Ersten Kammer vor allem die Garantie, bau in Zukunft etwaige labikale Neuerungen sozialer oder neuer lidn-r Art weniger kidrt Gisetz werden konnten, als sonst, während andrerseits bod, aiiuiuehmni sei, baß RegierungSvorichläge, die mii mehr als . aller Stimmen m ber Zweiten Sani wer zur Annahme gelangten, aud) dem eigentlichen Volkswillen eun'präcbcn: daher könne mau im letzteren Falle bei der TurdHlimmimg ruhig die Entsdx-,bring buich bie absolute Mehrheit berbeifübren lassen Man war am Schluß bei Ausspradw über die Verfassungsänderungen allgemein bei Meinung, baß alle darüber beüebenben Schwierigkeiten behoben fein würden, im Falle sich die Erste Kammer mit beut Vorschlag Dolf einverstanden crflait Die Befiredning ging dann weiter auch auf das eigentliche Wadi gesetz über unb drehte sich besonders um Artikel 3. worin -die Zahl der üäbhfdxit Mandate auf 15 unb bie ber ländlichen auf 13 festgesetzt wirb, unb um Art 6. in ivddiem bestimmt wirb, bah bei ber buchen Abgeorbnctenwahl alle männlichen Personen in,, zurückgeleotem 25 2C. nstahr nhiblbcrechtigt sein sollen, die roem-, itens 3 Jahre un i^roüberu’ itum wohnen unb wenigstens i • 3 IaHnm die hessische Staatsangehörigkeit besitzen Die Bestim munfl des Art 6 erscheint der Au s schu st Mehrheit zu rigoros: b . Art 3 irurbe ein Jurikfgmfen auf die früh re Zahl von 55 gccrbnrteii stakt 58 vorgeschlagen Iic Weitcrderatnng erfol - ■ Riwematoqrapben-Zbeatcr: Täglich Dodtellung. 91 ii l a q e m u i t f um 1 .12 Uhr m ber Süd-Anlage, ectel- plan: 1. Cuoerture jur Cr- .Die ^ellenmüble* von Reinaer. *. Efvana ütalzer von SatbteiifeL 3. Potpourri a. d. Cd. .Tie .‘l'nfareije* von Suppe. 4. Deutsche Bundestreue l Manch von ZrieSeiuann. Konzert der Requneutsmusik Sonntag nachmittag 4 Uhr un 1 h 11 o I o p b e n iv o l b. Konzert nron^. Lichester) Sonntag abend 8 Ubt im voteI Schütz. • * Auszeichnung. S. K. H. der Großherzog bat das Ritterkreuz 2. Klaffe deS LudwigßordenS dem CberH- lentnant v XZ i n bc0IIi ft vom Stade des Infanterie- Negimenttz Kaiser Wilhelm t2. Großh. fress) Nr. 1 ltz verliehen. • • Erledigte Mehrer fiel len Erledigt sind die mit evangelischen Lehrern zu besetzenden Lehrerstellen zu Heegheim, Ranstadt unb Bnfenborn. Mit ben stellen in Crganiflen«, mit ber letzten auch Vorleferdienst verbunden. • • AnS dem Militärwochenblatt. dtachweiS der im 1. Vierteljahr 1909 bekannt gewordenen Todesfälle vor auSgefchiedenen Offizieren: Daudistel, Oberstlt. a. D., zuletzt Bats.-Kommandeur im damal. 4. Großb. vest. Inf.» Regt. (Prinz Karl) Nr. 118. Gestorben am IS. März 1909. "TaS PersonalverzeichniS der Uniofr|ität für daS Sommerhalbjahr ifl soeben erschienen. * • Theologische Konferenz Donnerstag dieser Woche tagte in Steins (harten wie alljährlich die theologische Konferenz von GkiftHdjcn aus dem Großherzogtum, Frank furt, Nassau und Kurhessen. Ter gute Besuch — über l.'x'i Teilnehmer — bxwies, daß die nun schon über 25 Jahre bestehende Konferenz trotz ber vielen ähnlichen Unternehmungen, die seit einiger Zeit entstanden sind, immer wieder ihre alte Anziehungskraft bewährt. Vorträge hielten die Herren D-ekan a D. und Privatdozcnt t'ic. Rrtdols Gunther ans Marburg über: „Neuere Forschungen zur C^eschichte des evangelischen Kirchenliedes" unb Psarrer Willy Veit aus Frankfurt über: „Was muß der Gemeindcpsarrer heute sein: Priester, Evangelist oder Seelsorgers^ An ben zweiten Vortrag schloß sich eine anregende Diskussion. • • Vereinfachter Postdienft. Eine umfassende fliereinfachung des Tienstbetriebes der Poft hat das Reichs Postamt soeben angeordnet. Tie Aenderungen umfassen nicht weniger als 38 verschiedene Punkte. Sie treten sämtlich am 1. Juli in Kraft. Bezweckt wird damit auch eine Ersparung von Ausgaben, indem Arbeit oder der Verbrauch von Betriebsmaterial vermieden wird. In vielen FäNen ist die Befugnis der Postämter erweitert worden. Sie tonnen über mannigfache Fragen nicht selbständig entscheiden, ohne die Lberpostdireklwn zu befragen Auch manche Meldungen von Berichten an die Bezirksbehörde werden vereinfacht oder ganz beseitigt. * * I n d e r G e m ä l d e - A n s st e l l u n g im Turmhaus am Brand sind diese Woche wieder zwei sehr intcrefjanic und hervorragende Kollektionen neu zur Ausstellung getaugt. Die Kollektion „Belgischer Künstler", welche etwa 50 Gemälde ausweist, zeigt durchweg autc Arbeiten und chöne Motive, besonders werden die Bilder von Charles Watetet, I. frorenbant, E. XIaetniand, fr. Tegroux, F Van dämme und F. Charlet bei unseren Kunstfreunden großes (Gefallen finden. Die andere ausgestellte Kollektion von Georg Lührig-Dresben, zurzeit Rumäniett, welche feit vorigem Jahr in Dresben, Berlin, Karlsruhe, Wiesbaben unb Darmstadt ausgestellt war unb überall große Erfolge er rang, wird auch hier besonderes Interesse beansprnch.'n bür feit. Tie Kollektionen umfassen Oelgemälbe, Aquarelle, Pastelle und Zeichnungen. Tie Ausstellung ist an Sonn tagen von 11 bis 3 Uhr ununterbrochen geöffnet, an 2Serk tagen mit Ausnahme Samstags von 11 bis 1 und auch MtttlvvchS nad>niittag von 3^>iS 5 Uhr • • Saatbau-Verein Gießen. Der Verein hat vor 14 Tagen an etwa 1200 Adressen seine Satzungen nebst 'Rundschreiben versandt, um neue Mitglieber für seine Sache zii gewinnen und d,e Beträge zu sammeln, die f. Zt. bei bcu Zeichnungen für Theater- und Saalba>i-P rojcr i l.biglich für den Sa al bau gemacht wurden. Schon heute liegen eine sehr erfreuliche Anzahl von 9keuanu,eldungen vor unb auch einige der s. Zt. gezeichneten Beträge sind inzwischen ganz ober zum Teil bezahlt warben. Die Saalbausache gewinnt also sichtlich an Beteiligung aller Kreise, und wenn man baß geistige Leben Gießens in ben letzten Jahren verfolgt hat, so kann man sich der Einsicht nicht oerfchließen, daß der Saalbau ein dringendes BedüifmS für alle Kreise unserer Stadt ist. Die Errichtung deS Saalboufß mit Stadtgarten, Spielplätzen aller Art, der auch Ausstellungszwecken zugänglich gemacht werden könnte, ist nach Vollendung der elektrischen Bahn die nächste große Aufgabe, die geleistet iverben muß, soll Gießen nicht stille stehen oder gar zurück- gehen. Wir veriveisen auch auf ben Anzeigenteil. »* Der gebildete Deutsche und bad arbeitende Volk ist der Inhalt eineß öffentlichen Vortrageß, den bie Schriftstellerin Dr. Im le am Mittwoch ben 16. Ium in bei sozialen Vortraqßveieinigung für kath. Studierende un Wintergarten beß Hotel Schutz halten wird. "Der Hessische Fechtoerein .Wa isenschi, lj* hält von morgen früh 11 Uhr an m Stemß Eaalbau seine 17. Landeßversanimlung ab. bei ber eine sehr reichhaltige Tageßordnung zu erledigen ist. • • Alldeutscher Verband. Tie Ortsgruppe Gießen wird in der nächsten Woche mit einer Reihe von Vorträgen beginnen, die die Lage auf dem Balkan zum Gegenstand oben. Der erste Vortrag: ,Auß den föalfanlänbtrn* von Prof. Dr. Sommer wird nächsten Freitag, 18. Ium, in Stemß (Starten stattNnden. " Eine freudige Neberrafchunq wird jetzt den Eiseubahndeamten dadurch zuteil, daß die Betrage für die Erhöhung der Wohnungßgeldzii'kbi sie, die bekanntlich mit t ucfiüirfeitbei flraft vom 1. April 1908 ab genehmigt wurden, an die Betrcsienden zur Auszahlung gelungen. " Die Laudwirtichaftliche Studienreise miet den Viehzuchigebieten der Schweiz fcheint eine aroße Teil- uetimerzahl zu vereinigen. Tie Anmeldung hat an die Land- virtschaftskammer für daß Großherzogtum Hesien, Tarmftadl, ui erfolgen. * fra ck ina f ch i n e n Zu der von brr LandwiNichafts ’ttc sich eine größere An-avl von Landwirten einqefunden Dio Vorführung sand aber nicht statt, obwohl der durch den ^eitrigen ich inqefcuditrrc 'Hvtxn |cbr günstig •uwf •: Mrr Die Vorfübrunq ist auf Mntwoco ben 23. b 'N., vor ntttags 11 Uhr. verschoben worden. •• Besitzwechfel. Unsere 2toiiz in Nr. 134 von den Besiywechfel der Brüder Horn ifl dahin richtug zu stellen. daß daß frauß Kreuzplatz 15 in ben alleinigen Besitz von Wildelm front und daß Hauß Marktstraße 28 m den Besitz von Karl front überqeganqen ifl. " Der Stubent Josef Racke^ ber bekanntlich auf Wcibnachten seinen Vater unb brci Schwestern ermordete. wurde zur Untersuchung seines Cieiftcszusiandes und zur Erstatkung eines Dbergutachtens vorläufig in die staatliche IrrenannaU zu At.zen verbracht. " Unnötiger Straßenaufbruch. Fortgefetzt n?:rb darüber geklagt, daß bie verschiedenen städtischen Betriebe bei Straßenaufdrüchen sich n chi gehörig verständigten und daß die Straßendecke beständig aufgcrisien würde. In letzter Zeck ist hierin ein Wandel zum Besieren rmgetrden. Nun aber fangen die Anlieger an, Aufbrüche von erst neu bergefieUlrn Straßen und Bürgersteigen zu veronlasien, die zu vernietben gewesen wären. Bevor daß Tiefbauamt die Straßenzü^e vstastern läßt, werden die Anlieger durch baß Gas- un) Wasserwerk, sowie durch daß Eleklrizckätßiverk durch Ankündigung in den Zeitungen oufgeforbert. sich über etwaige An. fchlüsie an die städtischen Werke zu äußern. Außerdem wud noch schriftlich bei den Hauseigentümern onqefraqt und dann noch einmal durch persönliche Umfrage. Erfi wenn diese brn Versuche ohne Ergebnis sind, wirb der Bürgersteig unb d e Fahrbahn hergestellt. Mehr kann die Behörde n-cht tun. um straßenaufdrüche möglichst zu venneiden. Es sind unß t ne ganze Reihe solcher Fälle in der letzten Zeit bekannt geworden, bie dafür sprechen, daß eß in unserer Stadt leider eine Anzahl Leute gibt, bie dieser Einsicht nicht zugänglich sind. E« :» doch bekannt, daß jeder Ausbruch einer fertig hergestellten Fahrbahn oder cmeß Bürgersteige», selbst wenn die Sputen noch so gewissenhaft beseitigt werden, eine Flickarbeit bedeute, wodurch bie ganze Straße verschandelt wird. Es ist unter allen Umständen zu empfehlen. Die Häuser an daß Gas- un» baß Elektrizitätswerk anzufchlteßen, denn ohne sie ist deute keine moderne Wohnung mehr denkbar. Erst ganz kürzlich sind wieder mehrere solcher Anschlüsie erfolgt da sonst btr Wohnungen nicht zu vermieten gewesen mären. T. fr. Hausen (b. Gießen, 11. Juni Dir Vorbereitungen zu dem am 13. Juni hier ftatniubenben 1 stähnqen Stiftungsfeste des Turnvereins Haufen und zur Turnfoh'! bes „Lahn-Dünsberg-Turnerbundes" find ioivcit bener; Ter zu einem Turnfeste vorzüglick) geeignete Fe st pla«. die Übe rau, liegt direkt am £itc und ungefähr 10 Min rr« Station Sdiiffcnbcrg entfernt. Für die Jugend ist durch Karussell, Schießbude, Schanlci u ii des ■! auch sonst alles \ nn was zu einem guten (Gelingen nötig erscheint, barr ean hoffen, daß das Fest einen recht schönen Verlaus nimmt. • v. BeIe nheim, 11 I Mi Eine land w Bc jit*- unb Absatzgenosscnschast wurde hier mit :i u 1 e r h e r b c r vcrbeeW • Stabtlwu.- untergebrocbten Löwenavaibete iputc^ Ein Antrag des Stadtveroroneien Minder aui CnnhUM i b • t ? r i ip o b n u » a • a i "• »erbf»^i b’ Beichanunq von Baugelanb - Bedür'ms mdn »iir not - uabarbtbrunnfn auf bnn lliuptaß »oll un Vaute MB ■ v i*. ■ i. ub*r unn qtAioW* L. Friedberg. II 3um Im benachbatlrn Alle»' beim ertrank vor einig in der nmnifiu m ftäbl. Schwimmbad ein Schwi m m f e st af □ 3 rieb berg, 11. Juni. Bei der (iiplof ton etrtß Svintulavparaleß zog sich eine Frau Weiß ouß Vordach '•«artige Brandwunden zu, daß sie nach furchtbaren schmerze» m Hiesigen Hospital verstarb. O Cbermörlen. 11. Iunr Unser katholischer Gc. r- icher Pfarrer Taler ist im Alter von fast 80 Iadre* ie itorben, nachdem er über 20 Jahre hier grv.rft 3or zwei Jahren beging der mildtätige Herr fein bOlä^rrgeß Pr:e'ternibiläum. A u s der Wetterau. 11. Ium Ter ? i u nut* ? I u b ..Wetterau", brr feine zwei frauphdtionm t» 'rirbberg unb Bad Naulwim. aber in vielen Wrtteraurr T < rfern noch neriireut Emzelmiiglieder hat. unirmimtni Lun 13 Juni feine dritte diesjährige Wanterung, die w . iibcnftunbtgcni Viarid) doii »f istirmen über Bersrod, • amen, Skucr»b NiedeEemündeu führt. — In Meder-Eschbach (Kreis ftricb berg) ist von I-rankfurt ans die Gründung einer Billenkolonie in Aussicht genommen aus dem Gelände, das bei der letzten Homburger- .Kaiserparade als Paradefeld diente. Der Plan wird durch die im Herbst zu eröffnende elektrische Bahn Frankfurt a. M.—Homburg o. d. H. begünstigt, da die beiden hessischen Dörfer Meder- und Ober-Eschbach bekanntlich an diese Strecke zu liegen kommen. — In Petter weil wurde der seitherige Beigeordnete Wehr h e i m einstimmig zum Bürgermeister gewählt. Dem Llltbürgermeister Berges wurde von Geh. Regicrungsrat Fey-Friedberg die Krone zum silbernen Kreuz des Philippsordens überreicht. Darmstadt, 11. Juni. Tic Beisetzung der Leiche des >O berbürgermei st crs Morne weg gestaltete sich heute nachmittag zu einer so gewaltigen Beileidskundgebung aus allen Kreisen der Bevölkerung, wie sie Darmstadt seil vielen Jahren nicht gesehen Hal. Um der zu erwartender! großen Beteiligung nach Möglichkeit zu genügen, fand die Trauerfeier auf dem freien Platz neben der Leichenkapelle des Friedhofes statt, woselbst ein großer Tempel mit wunder-, barem Blumenschmuck errichtet worden war. Zu beiden Seiten des mit kostbaren Kränzen und Palmenzweigen umgebenen Katafalks standen Feuerschalen, deren breite Rauchflammen zum Himmel loderten. Schon lange vor der festgesetzten Zeit zogen trotz des fast unaufhörlich niedcrströmen^ den Regens Tausende von Leidtragenden heran, von denen jedoch nur die Abordnungen näher zugelassen werden konnten. Der Groß Herzog erschien selbst und ließ durch seinen Adjutanten einen prachtvollen Lorbeerkranz mit Pjalmen niederlegen. Ferner nahmen am Sarge Platz: Die nächsten Verwandten, Staatsminister Dr. Ewald, Minister Dr. Braun und viele andere Mitglieder der Re- gierung, die Vertreter der Generalität, der staatlichen und der städtischen Behörden usw. Bei der mit Ehoralmusik von der Kapelle des Dragoner-sRegiments Nr. 24 eingeleiteten Feier hielt Pfarrer Rückert die Gedächtnisrede, der weitere.Ansprachen des Bürgermeisters Dr. Glässing namens der Stadt, des Geh. Justizrat Schmeel namens der Stadtverordneten u. a. m. folgten. Eine unzählige Menge von Kränzen wurde niedergelegt, darunter auch einer der Stadt Gießen. Nach der Feier wurde der Sarg von 24 städtischen Bediensteten nach dem Familiengrab über- gesiihrt, wo der Geistliche das Schlußgebet sprach. Darmstadt, 11. Juni. Das 25jährige Militär- Jubiläum des Groß Herzogs fand heute insofern eine Einschränkung, als infolge des starken Regenwetters die große Parade verschoben wurde. Die übrigen Festlichkeiten, so das Festmahl der Offiziere des Leibgarde-, Regiments im Kasino und die Mannschaftsfeier im städt. Saalbau, fanden dagegen programmäßig statt. — Der Groß Herzog hat einen Tagesbefehl erlassen, in dem er mit innigster Freude der Zeit gedenkt, in der er als junger Offizier im Regimente seine erste militärische Ausbildung erhielt und sich im .Kreise seiner Kameraden wohl und glücklich fühlte. Als besonderen Beweis seines Wohlwollens und als äußeres Zeichen seiner persönlichen Beziehungen verleiht der Großherzog dem Leibgarde- Regiment seinen Namenszug (E. L.). Gleichzeitig bestimmt der Großherzog, daß das dritte Bataillon in ehrender Anerkennung seiner ruhmreichen Vergangenheit den früheren Namen „Garde-Füsilier-Bataillon" führen soll. — In einem besonderen Erlaß wird noch eine Reihe von Ordcnsauszeichnungen an jetzige und frühere Angehörige des Regiments bekannt gegeben. X. Offenbach, 11. Juni. Die heutige Stadtvervrd- netenfitzung hatte eine aus 29 Punkten bestehende Tagesordnung 'zu erledigen, die jedoch allgemeines Interesse nicht in Anspruch nahm. Hervorzuheben ist, daß beschlossen wurde, eine Rechtsauskunftsstelle zu errichten mid außerhalb der Tagesordnung ein Antrag des Stadtv. Feistmann angenommen wurde, an das hessische Ministerium, den Bundesrat und den Reichstag eine Eingabe zu richten, in der gegen die geplante Umwandlung der Werl- zuivachssteuer. in eine Reichssteuer Protest erhoben wird. Mainz, 9. Juni. Ein hochinteressanter Fund. Der Direktor der Linzer Stndienbibliothek, Prof. Konrad Schiffmann, entdeckte zwei Blätter der von Fust und Schäffer in Mainz 1462 gedruckten ersten lateinischen Bibel. Bingen, 11. Juni. In dem Hanse des Anstreichers Heinrich Kroll brach heute nacht ein Brand ans. Der 94 Jahre alte Einwohner Sch em und seine 87 Jahre alte 3-rnu verbrannten. k. Ober-Ingelheim, 12. Juni. In der alten L'arolingcrstadt am Rhein versammelten sich heute aus allen Kreisen des Großherzogtums die Abordnungen der 38 Kriegervereinsbezirke, um dem .Hassiatag beizuwohnen. Nit dem Hassiatag verbindet der Hassia-Beznk Ober-Ingelheim sein 2ojähriges Bestehen. Ein besonderes Ansehen ivird die Tagung dadurch erhalten, daß morgen der Protektor der Hassia, der Großherzog, eintrifft. Die Stadt hat zum Empfang aller Gäste das beste aufgebvteu, ganz Ingelheim prangt im Festschmuck, besonders der Festplatz in dem ehemaligen Schloßhof der Burg. Dem Delegierte n t a g, der heute mittag beginnt, stehen wichtige Fragen zur Beratung bevor, zahlreiche Anträge von Präsidium, Bezirken und Vereinen sind zu behandeln. Sic befassen sich u. a. mit Satzungsänderungen, Stärkung des Vcteranensonds, Beterauenappcll 1910 in Darmstadt, Verbandsorgan, Haftpflicht für Scheibenschießen (Antrag Gießen', Unzulässigkeit der Wahl von Verwandten ins Präsidium (Antrag Altenstadt!, Unfallversicherung von Vereinsmitgliedern, Vorstandswahleu, Vortragswesen, Sammelwesen. Marburg, 11. Juni. Tas 3 Jähre alte Töchterchen der Eheleute Seidel imirbe vorgestern auf der Ketzerbach von einer Herrschaftskutsche überfahren und so schwer verletzt, daß es heute früh in der Klinik nach qualvollem Leiden starb. x Fran kenberg, 11. Juni. Im Lause dieser Woche ist das letzte Loos der Edertalbahn, die von Allendorf nach Berleburg führt, nämlich die Strecke zwischen Hatzfeld und Holzhausen, in Angriff genommen worden. fch Biedenkopf, 11. Juni. Wie überall in der Um* gegend, so sind auch hier die Aussichten der Landleute für den Sommer und Herbst nicht die besten. Die anhaltende Trockenheit macht sich bei unserem vorwiegend leichten Ackerboden doppelt bemerkbar. Besonders für die Kartoffelernte fürchtet man wenig günstige Erträge, da einmal der Knollenansatz in eine Trockenperiode fiel und zum andern das Kraut durch die letzten starken Nachtfröste sehr gelitten hat. Ein gleiches Schicksal hatten auch zahlreiche Gemüsepflanzen in Feld und Garten. X Hanau, 12. Juni. Der heute in Berlin stattstattfindenden Massenkundgebung zur Neichsfinanzreform sandte der Hanauer Kunstgewerbeoerein eine Depesche folgenden Wortlauts: »Als Vertreterin der Hanauer Juwelen- und Edelmetall-Jndustrieen begrüßen wir lebhaft die starke Bewegung gegen ungerechte und schädliche Steuerlasten und wünschen dem vereinten Vorgehen von Industrie, Handel und Bankgewerbc jetzt und künftig besten Erfolg." Gerichtssaal. Leipzig, 11. Juni. Das Reichsgericht verwarf die Revision des Gerichtsrcserendars Harry v. Igel, der vom Schwurgericht III in Berlin am 23. März wegen Körperverletzung mit tödlichem Ausgang zu vier Monaten Gefängnis verurteilt worden war. Dresden. Tas Kriegsgericht sprach den Oberleutnant Z i r n, früher Distriktschef in Südwestafrika, der in einem Gefechte mit den Hereros im Januar 1907 vor dem Feinde Feigheit bewiesen,haben sollte, frei. Casablanca, 11. Juni. Das Kriegsgericht verurteilte von den Deserteuren, die zu dem deutsch- französischen Z iv i s ch e n j a l l Anlaß gaben, vier zu fünf Jahren, einen zu acht Jahren und einen zu zehn Jahren Gefängnis mit Degradation. Erdbeben. Paris, 11. Juni. Heute abend 9 Uhr 15 Mim. wurde in Marseille und in der Umgebung der Stadt ein heftiges Erdbeben, das vier Sekunden dauerte, wahr- genvmmen. Die.Bewohner, deren sich eine große Aufregung bemächtigt hatte, begaben sich nach den freien Plätzen. Viele Uhren blieben stehen. Ein zweiter heftiger Erdstoß erfolgte 9 Uhr 46 Min. Mehrere Häuser wurden beschädigt. In Avignon, Perpignan, Cette, NizM, Toulon, Cannes, Montpellier und Veziers wurden um dieselbe Zeit gleichfalls Erdstöße wahrgenommen. Meldungen über Verluste an Menschenleben sind nicht eingegangen. Paris, 11. Juni. Nach weiteren Meldungen aus Avignon, Cette und Toulon, sowie aus Nizza gerieten die dortigen Einwohner infolge des Erdbebens in heftige Bestürzung, verließen ihre Häuser und begaben sich auf die Straßen und auf die öffentlichen Plätze. Die Möbel in den Häusern wurden von der Stelle gerückt. Die in Toulon liegenden Kriegsschiffe fingen an zu treiben und zerrten an der Verankerung. Marseille, 11. Juni. Unter der Bevölkerung herrscht große Aufregung. An mehreren Stellen der Stadt sind Lager improvisiert. Das Observatorium ist zerstört. Im Meichbilde von Lambeso stürzten Häuser ein, wobei acht Personen umgekommen sein sollen. Hilfstruppen sind abgegangen, um die Trümmer aufzuräumen. Kleine Tageschronik. Prinz Heinrich-Fahrt. Bis 51/2 Uhr waren insgesamt 62 Wagen in Bad Schmcks eingetroffen. Trotz des ungünstigen Wetters waren alle in gutem Zustande. Im Gerichtsgefängnis! zu Stettin versuchten der zum Tode verurteilte Arbeiter Bcckcr, ein Gastwirt und ein Schlächter a u szubrc ch c u , wurden aber von den Wärtern überrascht und überwältigt. Wieder ein S ch ü lersclb sr m 0 rd hat sich in Bourg in Frankreich ereignet. Während des Unterrichts bat ein l.'tzähriger Schüler um die Erlaubnis, austreten zu dürfen. Eine Minute später fand mau ihn erhängt auf dem Abort vor. Ter Fleischinspektor Harms im Schlachthaus zu St. Louis legte sein Amt nieder und schrieb au den Land- wrrtschaftssekretär, er wollte die laxe Methode anderer Inspektoren nicht länger mitmachen. Verdorbenes und bereits zur Vernichtung bestimmtes Fleisch werde den Schlachthäusern zurückgegebeu. Schlechtes schmutziges Fleisch werde zur Wu r st f ab r i kat i 0 n verwendet und mit dem Jnspek.iousstempel versehen. Tie Oberinspektoren hätten die Inspektoren mehrfach aufgef^dert, sie sollten weniger Fleisch beanstanden. Hattest. — Chinesische Anleihe. Am Dienstag den 15. Juni 1909 liegen bei der Bank für Handel und Industrie i Niederlassung Gießen) £ 1 26 0000 5 pr 0 z. Kaiserlich Chinesische T i e n l s i n - P n k 0 w Staatseisenbahn» An leihe von 19 08 zur Zeichnung aus. Es handel! sich um den Restbetrag derjenigen Anleihe von £ 3150 000.—, die aus Grund des Prospekts vom März 1908 zum Handel au der Berliner Börse und spater auch nit der Frankfurter und Hanrburger Börse zugelassen ist. Ter Zeichnungsprels beträgt 100 Pr0 z. zuzüglich 5 Proz. Stückzinsen vom 1. April d. Js., umgerechuet zum Kurse von 20.40 für 1 Pfund Sterling. Die Stücke lauten über Z 20. — und Z 100.—. Beträge bis zu £ 1000.— uom. sind am 1. Abnahmetag (21. Juni d. Js.) voll zu beziehen. Im übrigen verweisen wir ans die Bedingungen des Prospekts. — Vom englischen Kohlen markt. Bei großen Charterungen, insbesondere für Rechnung der englischen Kriegs marine und der italienischen Staatsbahn ist der Kohlenmarkt für Junilieferung nahezu ausverkaujt. Tie Preise steigen sprungweise. Märkte. ke. W i e s b a d e n, 12. Juni. Viehmarkt. Zum Berkaus stauden: 41 Ochseu, 107 Kühe, 242 Schweine, 119 Kälber (darunter 00 Mastkälber, 119 Landkälber), 43 Hämmel und Schase. Bezahlt wurde sür 50 Kilogramm Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qual. 74,00-76,00 Mk., 2. Qual. 70,00—72,00' Mk., Kühe 1. Qualität 65,00—67,00 Mk., 2. Qual. 00,00—00,00 Alk. Bezahlt wurde sür 1 Kllogr. Schlachtgewicht: Schweiue, vollfleischige, 1,28—1,32 Mk., Saueu 0,00-0,00 Mk., Eber 0,00-0,00 Mk.; Kälber: Mastkälber 0,00—0,00 M., Laudkälber 1.50—1.58 Mk.; Hämmel und Schale 1,44 bis 1,52 Mk. — Rinder notierten: 00—00 Mk., Ferkel das Stück: 00—00 Mk. Geschäft in Horn- und Kleinvieh; mittelmäßig, Ileberstand keiner. Die Zusuhren staminten aus den Kreisen Limburg, Unterlahn, Unterlaunus, Wiesbaden-Land und Groß- Gerau. Voraussichtliche Witterung für Hesse» am Sonntag dem 13. Juni: Veränderliche Bewölkung. Vereinzelt Niederschläge. Westliche Winde. Original-Drahtrneldungen. Hanau, 12. Juni. Die Stadtverordnetenversammlung beschloß die Erbauung eines Mainhafens nach einem neuen mit 1500 000 Mk. abschließenden Projekt. Breslau, 12. Juni. Dr. Sigmund Fränckel, Professor für semitische Sprachen, ist gestorben. W i e n , 12. Juni. Der K a i s c r wird am Dienstag vormittag den int Automobil aus Budapest hier eintreffenden Prinzen Heinrich von Preußen in besonderer Audienz empfangen. Abends wird Prinz Heinrich an dem vom Erzherzog Leopold Salvator gegebenen Souper teilnehmen. Wien, 12. Juni. Schwere Unwetter haben gestern in ganz Böhmen an den Kulturen enormen Schaden angerichtet. In vielen Gegenden ist der Saatenstand durch Hagel vernichtet. Durch Uebcrschwemmungen und vorherige Brände ist viel Vieh zugrunde gegangen. Wien, 12. Juni. Das „Fremdenblati" ist ermächtigt, die Meldung von Veränderungen auf den ö st e r r e i ch i s ch e n B 0 t s ch a f t e r p 0 st e ii in Loudon und Petersburg als jeder Grundlage entbehrend zu bezeichnen. Innsbruck, 12. Juni. Eine Touristin namens Rösch, die mit ihrem Bruder eine Partie auf den Guffcrt unternahm, ist ab gestürzt und hat sich schwere Verletzungen zugezogen. Stuh lioeiß en bürg, 12. Juni. Der Pfarrer Josef A n d r i ck hat sich erschossen, weil er vom Bischof Befehl erhalten harte, sich in ein Priester-Sanatorium zu begeben. Newp 0 r k, 12. Juni. Die Regierung dementiert die neuerdings aufgestelltc Behauptung, daß in den Schlachthäusern ungereinigte Därme zur Wurstsabrikatiou verwendet wurden und sonstige Unrein« llchkeiten vorkämen, ordnete aber trotzdem eine strenge Un tersuchnng an. Ev. Kirchengesangverein. Unsere Mitglieder ersuchen wir angesichts des am 6. und 7. Juli bevorstehenden Gustav-Adolfsfcstes dringend um vollzähligen und pünktlichen Besuch der Proben. Da eine Verstärkung des Chors zu diesem Zwecke sehr rrwünscht wäre, so richten wir an geübte Sänger und Sängerinnen, die nicht Mitglieder sind, die herzliche Bitte, unS für diese Zeit ihre Mitwirkung leihen zu wollen. v‘76 Der Vorstand: D. Schlosser. Professor G. Trautmann. ” Unentgeltliche Arbeitsvermittelung. MtWr Arbeitsnachweis Gießen. Gartenstraffe 2, Zimmer 2. ks können eingestellt werden: a. bei hiesigen Arbeitgebern: 1 Arbeiter, 1 Tapezierer, 1 Fahrburiche, 2 Dienstmädchen, 1 Putz' srau, 1 Maschinenfchreiberin, 4 Lauffrauen, 1 Kindermädchen. Lehrlinge: 1 Schreiner, 1 Schlosser, 1 Glaser, 1 schmied, 1 Kellner, 1 Schneider, 1 Friseur. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 5 Arbeiter, 1 Sattler und Polsterer, 1 Metzger, 1 Huf- und Waaenschinied, 1 Fabrbursche, 1 Bäcker, 3 Wagner, 1 älterer Mmchinenschloffer, 2 Schuhmacher, 2 Former für Mafchinenguß- tcile, 2 Feuerfchnnede, 5 Schreiner, 1 Modellschremer, 1 landw. Knecht, 1 landw. Dienstmädchen, 2 Haus- und Küchenmädchen, 1 Stütze. Lehrlinge: 1 Bäcker, 1 Schlosser, 1 Schreiner, 1 Sattler und Tapezierer. Cfe< suchen Arbeit: B12/ö 1 Optiker, 2 Weißbinder, 1 Fcucrschmied, 1 Schreiner, 4 Schlosser, 1 KnPferschmied, 2 Glaser, 3 Hausburschen, 1 Sattler 11. Tapezierer, 2 Lauffrauen, 1 Lauffnädchen, 3 Waschfrauen, 1 Kinder Mädchen, 1 Arbeiterin, 1 landw. Arbeiterin, 1 Buchbinder, 1 Ausläufer, 8 Arbeiter, 2 Flicksrauen. Lehrlinge: 2 Schlosser, 1 Lackierer. LMischer Wahnnngsnachweis Gießen. Gartenstraffe 2, Zimmer 2. (Geschäftsslunden von 8—1 und von 3—6 Uhr.) Es sind zu vermieten: 1 Wohnung von 8 Zimmern, 2 Wohnungen von 7 Zimmern, 1 Wohnung von 6—7 Zimmern, 2 Wohnungen von 6 Zimmern, 7 Wohnungen von 5—6 Zimmern, 1 Wohnung von 5 Zimmern, 1 Wohnung von 4—5 Zimmern, 7 Wohnungen von 4 Zimmern, 1 Wohnung von 2 Zimmern, 1 Wohnung von 1 Zimmer, 10 möblierte Zimmer, 1 Wagenhalle. Zu mieten gesucht: 30 Wohnungen von 2—7 Zimmern. |BIL7* Arbeitsvergebung. Die zur Instandsetzung des Erd- und 2. Obergeschoffes im Dause Afferweg 9 erforderlichen Glaser und Schreincrarbeiten lollen Donnerstag den 17. Juni d. I., vorm. 101', Uhr, öffentlich vergeben werden. . Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Etnncht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. — Zufchlags- Mst 14 Tage. B*-76 Gießen, den 11. Juni 1909. Städtisches Hochbauamt. __________ Gerbeü________________________ MF" dauernde sorgenfreie Existenz bietet erstklassige Firma einwandfreien Reflektanten, welche über eigenes Kapital versügen, Sicherheit leisten und vrima Kredttucherbcit Mk. 2—4000,— Nachweisen können, durch AUciu- Vcrlretung für größeren Bezirk. Es betrifft ein von Behörden und allen standen längst anerkanntes, verlangtes Bedürfnis. Der Vertrieb finbetjburch Aufstellung ss'Vd Von gesetz!ich erlaubten Automaten statt, daher täglich sich Neigernde, dauernde Einnahmen. Bei ent wrechender Entfaltung der Tätigkeit ein sicherer, rififoloier WM Reingewinn von Mk. 30 nutz höher. Lizenzgelüihren ausgefchlon'eu. Persönliche Unterhandlungen finden nndnter Tage in Gießen statt. C-iefL Cif. u. „Otmiayu-Versand- an Rudolf Mope, Frankfurt a. M. 8 HZÄMIW Wer feine Verpflichtungen hat und Geld sparen will, lasse fick kostenlos unser Musterbuch kommen. Wir liefern überallhin franko und emballagefrei mit Garantie für gute Ankunft: I Schlafzimmer-Einrichtung, Nußb. od. Eicken imitiert rnkl. Sckrank u. Svicgettvafchtifck M. 134 — 1 Wohn u. Eßzimmer - Einrichtung in eckt Eichenholz komplett mit Büfett und Pluschdtvan ... ..........M.300.75 . 1 ^alon Einrichtung in Nußb. poliert mit Plüsch- oder Tuch-Sofa......M. 241 — 3 Zimmer-Einrichtungen zusammen M. 675.75 Franko und eniballagcfrei! Bet kompl. Wohnungs-Einrichtungen Ausstellung kostenlos. Für gute Arbeit garantieren wir 5 Jahre. Ein Lagerbesuch unseres großstädtisch eingerichteten Gc schättes mit zirka 80 kompletten Mufterzimmern und eine Benchtigung unseres Fabrik Etablissements ist mtereimnt und die Reise hierher lohnt sich! Conr. Sauer Söhne, Fulda (2) Gegründet 1883 Möbelfabrik mit Dampfbetrieb. D10/« SDvtmn für Sie Geisteskranken in Hessen. . .Gemäß § 31 der Satzungen beehre ich mich, die aktiven und die »ruber aktiven Vertrauensmänner und ebenfo die jetzigen und die iruyeren .Nilgtteder des Kuratoriums zu der am Montag den itQttnubenben unb nachminags 2'. Uhr beginnenbei: Ütimten ltzMraivmmnlung i)cr Mmtnsmililer imdi Gießen, alte große Aula im Univerfitatsgebäube, 2. Stock, Umgang von ber ^nbroigitrniie, hiermit ganz ergebens! einzulaben Die -bermmmlung tst öffentlich unb Gäste sinb willkommen -Vcppenbeim, ben 9. Juni 1909. n“ Der Vorsitzende des Kuratoriums: Medlzmalrat Dr. Bieberbach. LUDWIG ALTER Hof - Möbelfabrik DARMSTADT En detail Zeichnungen und Vorschläge Kostenlos En gros Export 3401 vmind) flol*. vermag. (Muhen* den 11. 3mit I " Gemarluitq (bieücn Ober Postafsistent Hölscher uud Aamilie. ««eben, 12. Juni 1909. (3394 8"/. bewert werden. 04414 in (Hieben. •W4 Der Vorstand V. B. C. 3406 Mader Allee läDOtt. ricindnea in (Stehen 34-A qkii-1.8lsü!hizfli B°. €»cnte Um zahlreiche 'Beteiligung bittet Der Vorstand. etierHeifd) Iriunb 30 Pf«. llvrl'dficSencf. E Franko - Lieferung Dauernde Garantie ^roHHerzogl. • Hochbauamt, 9?e'ibnnbnreou Inenan'talt. Darmitadt 1901: Fl'.nette Darmstadt 1904: Plakette Darmstadt 1908: Plakette Aussteilungshäuser: Elisabethen-Str. 34 und Zimmer-Strasse 2 u. 4. Fabrikgeb. Kirschenallee 12 ;a für trieich- zcltia hv“/, / Die tieftrauernd Hinterbliebenen. I. d. N.: Peter Egly, RetenwKnde u. D'rkrn D. R. r. (lener, end scMHiicMr Donnerstag den 1. Juli 1909, nachmittags 3 Uhr, wird aui biefiitem Ortögertcht die zum Machten deS Wilhelm Wagner III. von Wichen gehörige Parzelle der Koetenaufw.. garanL dahmgee aber eine durchaus aegeieN. und gewinnbringende Poeit e* 'f hlAgicm Behörden für baren Ma 4 Waiden gründlich OMOOi Kaiü-r Allee 34 Hl. Lor 14 Lagen eine gold. uhr verloren. 'Heg gute Lew» n b zug ivi ank'ui! 2;i. »8 Grasverfteigerung. Das HeuqraS der im Baugelände der neuen Irrenanstalt an der Sicher Straße liegenden Wiesen soll am Donners» tag den 17. Juni 1909, vormittags 10 Uhr, an Ort und Stelle öffentlich an den Meistbietenden versteigert iverden. Frnn^HiNC maltre»se brerette douoe L Off. u. rflP12 an d. Exped. Saalbauverein (Zliehen. Auf unser an zirla 1200 Adressen versandte- Rundschreiben hoben wir eine recht erfreuliche Anzahl von Mitgliederanmeldungen zu verzeichnen. Viele stehen aber noch auS und so bitten wir aus diesem Wege, unserem Rund- schreiben möglichst bald entsprechen zu wallen. .MuMrstcherW. Mittwoch dcu 16. dis. MrS. oerftemere trfi 1. norm. 11 Ubr im Laden Selteroweg 16: l vollst, neue VabeneinriditunfL lErkerstcllage mefi.l, 1 Llander mit lORollenPackvaoier, 3<ÄaS- lvren, 1 (Lrker Rouleau. 2. nachm. 2 Ubr in der Rest. „Bunt Pfau', Neustadt 53: 1 grober Posten Herrenkragen, desgl. für Damen und shnber, '?J?anidicttcH, Oberhemden, Vorbcindl.u, Daichrntücher, ❖anbid) ubc (Mlacö. woll und gezw.L Lchlivie, sowie 2 Luid vrima Ifcinentud). uhu. :y?ß L. Altboff, Konkursverwalter Statt Karten. Mathilde Graf 1/1219 - 70 qm Ä'ofreitc in der Wetzstetnoasse öfientlich mciitbictenb freiwillig versteigert werden. Der Drevvenbau in dem HauS ist neu eingebaut worden. dienen, den 9. s>uni 1909. Gr. Crtdncndn Gieheu. G K Versteigerung. Mittwoch den 16. da. Mrs., Norm. 10l. Ubr versteigere id> '.Vinrburnrr «trabe 36 und 3> (im tfroiraum der Medruder 3utt) lülflmbe zur Konkur» matte Alleinannfuhr- ■ »■••et, eiienarelerten BlrtMlriftttti! Im Ltrickeu loroie Kiifrrtdce von Ölrfiinpfeii empfehle ich und) angelegeiitlichik. " Strickgarne (Me (aililiH1 habe stet« vorrätig Danksagung s>llr die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben, unvergetzlichen Lohnes und Bruders Karl sagen wir hiermit unseren innigsten Dank. Grösste and leistungsfähigste Möbelfabrik Deutschlands. Konkurrenzlos in Bezug auf Preise, Schönheit der Formen und Qualität der Arbeit Reichhaltigste und ständig wechselnde Ausstellung Kompletter Wohnungseinrichtungen in allen Preislagen. Sämtliche Räume, auch die einfachsten, von ersten Künstlern entworfen. Eigenes Atelier für Innen • ArchiteKtur Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme während der Krank heit und bei der Beerdigung meiner lieben Frau, unserer unvergesslichen Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwester u. Tante Frau Wilhelmine Egly geb. Jsterling sagen wir unseren herzlichsten Dank. Solventer Vertreter gesucht für Stadt- und Landkrel» Gießen, w . jeher in den besseren Baukreisen cingefubrt ist und bewandert im Verkehr mit •■In- Achtung! Achtung! Kolosseum Giessen a. d. Lahn. Den P P. Dereinen und stud. Korvorarionen steht zum Ab- hallen von Festlichkeiten und Stiituugsfetteu mein Tbeateriaal nebst nroHcm (Sorten für die Lommer und Wintersailon jederzeit zur Beringung. 64416 Ziabere ÄuSkunst erteilt Direktion Albert Ravvmaun. Montag den 14. ds sM- abends 8V, Ubr Haupt-Uebong freltrage-d und fugenht) Die hei- der5eiiige Vertretung erfordert uur I Hackiclmaichlue. Born, fricdt-vollzicher Turin 1902 Gold. Medaille SL Louis 1904: . Gold. Medaille Mannheim 1907: Gold. Medaille Tonntag, 13. Juni Turwfest m jisiisr» b. Giessen 15 jähriges stiltungoiest und Durukabrt deS Labu - Düusberg- Durncrbundcs. ftür Vergnügungen aller Art ist besten» gesorgt Von 4 Ubr an Dan,. ÖM64 Turnverein Hauern. effcB| • cbfincn — der UetnaO oer 'chi.dene iRiunlunjm. 1. Das «o»»»»ds^. Sommerfrische. Auf kleinem ®ut, direkt am Wald gelegen, finden Erholung»- dedurstige jederzeit freundliche Aufnahme. -t -luSkunft durch den Bestyrr Revv, ll43tiS Ziegeldanieu b. Heidelberg. Rot wie Blut werden ihre Dangen wieder. Müdigkeit u.Srattigkeu verschwinden bet dem Gebrauche mrincv HRÖflräjtigunqS’Sfiförs ' , GL Mk- 200. , dl. Mk- 1-511 Bitte genau dararn zu achten, das, tede .>in. 48 Ps. U fi Kopfsalat, im, ftopi 8 Ps. fi % la. Tafelöl, Litcr nur 100 Pf. y Eier, jurunfirrt frisch, 10 etif. 5? Ps. 6 Rheinisches Kaufhaus. 8 Franks Ltr. 39- Deievdon 'M- Arische Ananas Q ;nS tn liebevolle Pfiege Mlllü neben. Umgeg o. Lchrisll. Ängebore unter T an den L-stehener ilnzetger e>» Qfnlobl. der Feier meine» 2 A. •* Ticnfiiubiläum» im Haufe Irr i>lrma (5ljrifL Wceq lind Bit te viele Au'ni?rkrau Graeier, Kaiser All« 17. Unterricht Gienen, den 12. ,)uni Ift». Eeivel, lfierichtsoollzieher. Versteigerung. Dienstag den 15. ds. Mts., nachmittags 2 Ubr, Dcrüemcre ich 'Jleuftabi jö dahier gegen Barzahlung : 1. 1 gut erhaltenes Sm'vanner» Wägelchen. 2D jRtübccikniiPT. 2. 2Pferde. 1 Rollwagen, 1 Soifer» inaqeit. 1 Fahrrad. 1 vianmo. ^chubtaaren. Vorbeerbäume und verschiedene Möbel. Dte Berueigerung zu l findet voraussichtlich bestimmt statt. Born, GertchtSvottzieher Ernestine Höpfner Roonltrabe »2. IL Entlaufen lunger Nattenvinlcher, Aart* arauichwarz. Um guuge 6u.*- kunst gegen Belohnung bttiet 3$»:i L. ttlcin. »of fllbe* Verlobte &S Unter-Schmitten Reinhiuser Hof Juni 1900 3410 morgen die (II. «teretnsisaaser' unn nicht utttmachen können, den gcbete:' fich Lonntaasn^ erlernt - mtuog 6® Ubr zur BearApms hoi emzufiuden. I ▼»’ Der vorstsnd. Privat- Tanz-Unterricht eneilt ungeniert zu feder Dageszeti Theodor Baulke, Taniletnrer ____Brtndpnf I. ittrstndlichen und erfolgreichen Slliiimllitrrrititmnt,,“^ gl. Atareuaar, Wtlbelmstr.8 III. Lafttrpiätzk :S.7a?*fö UniiluMtltiirs vachtweiie abzuacbeu. lLW 3cnn Dern & Co., «est Anlage 31 H. ^öetüeühwie emofieblt fich m u. rdllfillSylllll nu^rr dem Haufe. < teste Ueber nähme des