Montag 11. Oktober 1909 159. Jahrgang Nr. 288 Zweites Blatt Erscheint iggNch mti Ausnahme der Sonntag?. Arbeiterfürsorge in -en hessischen Staatsbetrieben. der der ■t j:a Begrüt technischen regung des Kriegsministeriums an der Technischen Hochschule in Wien eine Lehrkanzel für Flugtech- nik errichtet werden. holt zu verstehen gegeben, daß er sich von Berlin wegsehne. Tie repräsentative Stellung eines Botschafters behalt ieden- salls seinem Naturell mehr, als die ost heikle Kleinarbeit, die dem Staatssekretär des i>luswärtigen Amtes zur Erledi- aung bleibt. Wie weit sich aber heute diese persönlichen Wünsche Herrn v. Schoens mit den ihn in Berlin zurückhaltenden Verpflichtungen vereinbaren lassen, sei eine offene Frage. SlotattonSbmcf und Verlag der Brühi'sche» UniversüätS - Buch» und ©tetnbruderei. R. Lange, Gießen. Die „Gießener ^amilienblätter** werben dem «Anzeiger* viermal wöchentlich beigeleg' oas „Kreisblatt fär den Kreis Sietzen" zwennal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlich«» Zeit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Arrs Stadt und Land. Gießen, 11. Oktober 1909. •• In Audienz empfangen wurden von Sr. Kgl. Hoheit dem Großherzog am SamStag u. a. Krcisamtmann Dr. jur. Probst von Schotten; Landgerichtsrat Reuß und Direktor Doering von der Bezirkssparkasse Gießen. ** Aus dem Militär-Wochenblatt. Die nachbenannten türkischen Offiziere wurden als Leutnants ä la suite der Armee angestellt und vom 1. Oktober ab folgenden Truppenteilen überwiesen: Hauptmann Hussein Hussni dem Jnf.-Leib-Regt. Großherzogin (3. Großh. Hess.) Redaktion, Expedition und Druckerei Schulstraße 7. ExpediNon und Verlag 5L Redaktion:d-^112. Tel.-Ad ruAnzeigerLteßen. Forscher nach Stockholm weiter. — Dor neue Tanz von Paris. Wir lesen in Gießener Anzeiger General-Anzeiger ffir Sberheften „Kölnischen Zeitung": Paris besänftigt sich in diesem Augenblick, ivo die Wintersaison beginnt und die Salons sich von neuem öffnen, mit einem neuen Tanz, von dem sich die Verehrer Terpsichores einen großen Erfolg versprechen. Wird er einer der klastischen Tänze der dritten Republik werden, wie der viel- becufene Matchiche, wie der nationale Cancan oder wie der eingeführte Cake Walk? Das weiß man noch nicht, aber zeitgemäß ist er jedenfalls. Ter neue Tanz beruht auf dem allgemeinen Interesse an den Flugmaschinen, und er führt den poetisäien vkamen „Aer«nette". Getanzt wird er aber in vier Figuren folgendermaßen: Erstens: Tie Tänzer treten an wie zu allen Rundtänzen und machen im lebhaften Zweitakt einige Galvpptempi vorwärts, so gleichsam das Rollen des Acroplans nachalmumd. Zweitens: Der ?leroplan beginnt zu fliegen. Die Tänzer machen in diesem Augenblick eine Armbewegung von unten nach oben, die den Vogelflug markiert; hierauf machen sie einige Leine Marschschritte. Drittens: Ter Aeroplan schwebt in der Luft. Einige ganz leichte schwebende Schritte, wobei inan die Arme leicht hin 'und her wiegt; dies stellt den Aeroplan dar. von einem Fuß auf den anderen werfen und den Kopf leicht vornüber neigen. Hoffentlich wird der neue ,,Aeroplan-Tanz" nur auf einem Gelände aufgeführt, wo die Abstürze unmöglich sind. Dieser Tanz ist von Herrn Lesart, dem Vorsitzenden der Pariser Tanzmeister-Akademie, dem hohen Kollegium vorgelegt (wie wir vermuten: vorgetanzt) worden und hat dessen einstimmige Billigung gefunden. Zu seiner Empfehlung soll man besonders seine dezente Haltung und seine Gesellschaftsfäh-igk-eit angeführt haben. Andere Zeiten, andere Sitten! Wenn diese Empfehlung dem neuen Tanze bei seiner Karriere nur nicht fd*abet! — Eine Bibliothek in der Sahara. Ter französische Oberst Gaden, der imlängst eine Expedftion nach dem südwestlichen Saharagebiet unternahm, hat bei dieser Gelegenheit im Besitz dos Scheich Sidia, eines der mächtigsten Fürsten der Gegend eine größere Bibliothek gefunden, über die «n letzten Heft der „Revue du Monde Muselman" berichtet wird. Die Bibliothek ist zwar nach unseren Begriffen sehr klein, denn sie enthält nur 683 Bücher und 512 Handschriften, ist aber sowohl als ein Beweis dafür, wie das Bedürfnis nach Büä>ern selbst die äußersten Vorposten der mohammedanischen Gesittung ergriffen hat, wie auch megen ihrer Zusammensetzung nicht ohne Interesse. Die Bücher lunfassen etwa 30 Gruppen, darunter besonders Lrra- nische Wifsensck>aft, Glaubenslehre, Geschichte, Mystik, Rechtskunde, Sprachenkunde, Dichtungen in Vers und Prosa, Reiseberichte, Eheleben, magische Rezepte, Traumdeutung und Astrologie. Sie trägt also einen durä)aus rechtgläubigen Charakter, was sich namentlich auch durch das Fehlen von Büchern aus verbotenen Gebieten wie Philosophie und Naturwissenschaften hmbgibt; aber schon das Dasein gedruckter Bücher, deren Herstellung bekanntlich dem strengen Wortlaut des Koran durchaus zuividerläuft, beweist, daß die Umwälzung in der Buchbestellung, die gegen Ende des 18. Jahrhunderts in Stambül begonnen, bann vor etwa 40 Jahren durch den Truck billiger Bücher in Kack' wieder auft- genommai wurde, heute in der ganzen islamitischen Wüt Bürgerrecht erlangt hat une daß in absetz er Zeit auc. in bieieaH Kulturkreis das gedruckte Buch 'bu1'. oic Buchhandschrift vÄlig in pea Hiutersrunü gedrängt haben .. ;rb. Kleines Feuilleton. — Der selige Donpinel, Alexander Bisson's geschickter Schwank, qtitg gestern nachmittag in einer sehr guten Darstellung über unsere Bühne. Rudolf-Goll war eürt prächtiger Duperron und fand in Lore Scholz als sarner hübschen Gattin eine ausaezeichnete Gegenspielerin. Ferry Daubal stellte mit Gluck einen trotteligen Kom- Mristen dar. Erna Güldener als seine Frau hätte viel- l«cht ein wenig mutwilliger sein dürfen. Ein famoser Kapi- tim war Kurt Gähne, der auch die Leitung sehr geschickt führte, uttd Edgar Pauly brachte den verwöhTtten Diener schr wirkungsvoll in Erscheinung. — Ein Leonardo da Vinci für das Kaiser- Fried ri ch-Museum in Berlin. Durch einen glück- ckchen Zniall ist Geheimrat Bode in Berlin in den Besitz esnec tv* großen Wachsbüste einer Fran gekommen, die teer Generaldirektor der Berliner Museen für ein Werk Leonardo da Vincis hält. — Eing en es en er Künstler. Der seit z weinn d- z,wanzig Jahren roa (; n f in nig c Bildhauer Ge - mito in'Rom, der seither niemals einen Fuß in sein Melier gesetzt, scheint Plötzlich wieder zur Vernunft gzckommen zu sein. Aus Mitleid mit dem armen großen Künstler hatte die H e r z o g i n vonAofta den Kranken be- ftcht und ihn bei der Arbeit geftinden. Nun hat der Mnstler dem Herzogspaar beit Besuch erwrdert und eine wundervolle Stattwtte eines Fischerknaben überreicht. Man fcifft, daß Gerrrito der Kunst zurückgegeben ist. Der deutsch-russische Zwischenfall in Lharbin. Der Charbiner Zwischenfall ist dnrck) gegenseitige Er- bärnngen beigelegt worden, deren wichtigste die Anerken- mng der Exterritorialität der fremden Untertanen in ' -Pearbin durch Rußland ist. Zur „Klärung" der Verhält- itiffe tritt die russische Regierung mit einem Rundschreiben ierbor, das nack) dem B. T. u. a. wie folgt lautet: „Tie Vertreter einiger Mächte haben Zweifel über das Ver- । -i g u n g 5 r e ü) t geäußert, das von feiten der Stadtvernmltung rm Chardin ausgeüvt wird. Sie versuchten festzustellen, daß einzelne Paragraphen des am 10. Mai dieses Jahres in Peking unter- iSichneton Sei:traget den ihren Reick-sangchörigen durch die Trak- Ldle mit China 'eingeräumten Exterritorialrechten Ab- ’ixud) tun, daß ferner einige von der Verwaltung Charbins ge- j troffenc Maßregeln sich, in Widerspruch befinden mit der Ord- röntg bvr internationalen Konzession, die ihrer Meinung nach i tun der letzten Zeit in Cl-arbin festgestellt fei. Es ist leicht nach- yjtoeiie.n, daß ein derartiger Standpunkt auf einem Mißverständnis osrulst. Tie Ex territorial echte, soweit sie durch Traktate ge» ii,d)ert sind, begreifen aussck^ießlich das Recht jedes Auslänbers 1 in sich, von feinem eigenen Konsul gerietet zu werden, befreien ihn aber keineswegs von der Verpflichllmg, Stadt- imb andere 'Äebülnen zu entrichten und sich der eingeführten Ordnung zu rügen Den auf dem Territorium her Ostbahn befindlichen Orten Vt die chinesisch Regierung durch Konzessionsvertrag oom Der Finanzausschuß der Zweiten hessischen 'Kammer hat, wie schon berichtet, den Antrag des Äbg. Ulrich betr. die Arbeiter- und Hilfsangestellten in den Staats- teetrieben für erledigt zu erklären beschlossen, ebenso wie ranen gleichlautenden Antrag, auf dem vorigen Landtag. Tie Regierrmg hat sich diesmal in ihrer Antwort auf ihre i üheren ausftihrlichen Darlegungen beschränkt, in denen jrie erklärt: Gegen die Einführung des acht stündigen Normal- mrbeitsta a es machten sich erhebliche technische und praktische Bedenken gclicnb. Nicht nur die Verschiedenartigkeit der Be- triebe, auch die Abhängigkeit der Arbeitszeit von der Jahreszeit unib der Wi. erung in zahlreichen Fällen lasse eme generelle | itbeschränkun uf acht Stunden nicht zu. Die Slegienmg weist t auf die Arbeitseinteilung in den staallichen .üben, wie Bad-Nauheim, Grube Lud- ,i n g hin, bei denen sich die tägliche Arbeitszeit MH. ScDwestertiii ßieaMD. anfm. Verein w Dienstag den ■ Ofi* Verems-Abena. xienötagdcnU Uv- MM ß___ Giessen. ifW Hermann S* ... Die fremde, Frt SrKre«®! ““säst S"1'""4* L iscw"'1 Aaß«r ^ Erhoiit^' rhöhte j GastsP . .. gaiidro^ lischt emröglichen. Was die dritte Forderung des Antrags Ulrich — Zusicherung fefter Alters und Pensionszulagen — betrifft, so verweist die Surgicnrng ai'f verschiedene Wohlfahrtseinrichttrngen, die be- r.fts in ein. Reil)e staatlicher Betriebe eivgeführt sind. Die Bewährung von Prämien an solche Arbeiter, bic etne 8 -wisse Reihe von Jahren in staatlichen Betrieben beschäftigt mren, bilden den Gegenstand wefterer Erwägungen der Neaie- i.mgsbehörden. Ferner wirb hinfichttich der gewünschten Errichtung von Arbeiter-Ausschüssen barauf hinge- oefen, baß diese nur bei ständigen Arbeitern in Betracht kommen; : wo sich in den geschlossenen staatlichen Betrieben mit ständigen Arbeitern ein Bedürfnis hierfür geltend gemacht hat, fei dem i? unsche bereits willfahrt worden. Eine Beschränkung des Koalr- । msrechts der Arbeiter habe in den staallichen Betrieben nicht ftliihlttmifo -tubmm bet Ao!i» oiuerte von: Seoh Mösohn, Bruch, & vaqanini, iectQODen, Saint=Säte JdjaifomSli, GJolbmarf •• ti6niemb(tibiel W rteilt iöüb. Schöttler, "uitllehret, Ülotitr.filE — Der Südp o larforsch er Shakleton ist am Samstag in Kopenhagen angekommen. Er wurde vom König empfangen und erhielt das zlHmmandeurkreuz vom Dannebrog. Abends hielt der Forscher einen Vortrag in der Geographischen Gesellschaft, dem die ganze Königliche Familie, außerdem Königin Alexandra von England und die Kaiserin-Witwe von Rußland, beiwohnten. Als Vorsitzender der Geographischen Gesellschaft dankte der dänische Kronprinz Shakleton für seinen Besuch und überreichte ihm die Goldene Medaille der GLsellschaft. Heute reist der D!e Lage in Oesterreich. Die Parlamentszeit in Oesterreich kündigt sich drtrch lebhafte Kundgebungen an. Tic Berhandlunaen des böhmischen Landtags sind gescheitert, doch außerhalb werden die Erörterungen fortgesetzt: Wien, 9. Ott. Tas kaiserliche Patent, mit dem der Reichs rat für den 20. Oktober zur Wiederaufnahme seiner Tätigkeit einberufen wird, ist bereits erschienen. Abgeordnetenhaus und Herrenhaus haben bereits für den 20. Oktober die Eröffnungssitzungen an beraumt, in denen der Ministerpräsident Bienerth Erklärungen abgeben wird. Der böhmische Landtag ist heute vertagt worden. Eine offizielle Veröffentlichung besagt, daß im Laufe dieses Jahres noch ein letzter Versuch unternommen werde, um dem böhmischen Landtag die Arbeitsfähigkeit nftederzugeben. P r a g, 9. Okt. Der Vorstand des D e u t s ch e n B o l k s- rates für Böhmen hat an den Statthalter Grasen Couden Hove einen offenen Bries gerichtet, in dem es mit Bezug auf die Wiedereröffnung der Hochschulen heißt: „Seit Jahren sind untere Prager deutschen Studenten vvgeb- frei. Jahraus, jahrein müffen sie für ihre Farben bluten. Jahraus, jahrein gehen die Täter straflos aus. Und schon mehren sich die Zeichen, daß unsere Gegner auch Heuer bereits jn.it den Vorbereitungen begonnen haben, um bny alte blutige Spiel zu eröffnen, wir aber hören und sehen nickst, daß auch Eure Exzellenz schon Vorbereitungen treffen, diesem Treiben von frontberem die Spitze abzubrechen. Was wir Tentsckten kommen sehen, müssen auch Sie ko armen sehen, und wir imubcn uns darum in dieser Sache an Sie, Exzellenz! Und unser Ruf nach Schutz für unsere deutschen Studenten in Prag, er erfolgt rechtzeitig. Wir kommen nicht mit Bitten, wir kommen nicht mit Beschwerden. Wir fordern! Wir fordern, was unser Recht ist, wir verlangen von Ihnen, daß unfern Studenten rechtzeitig Schnitz mtb ausreichende Sicker- Heft geboten werden! Tie Deutschen in Böhmen müßten andern- falls die Kvnseguenzeii ziehen. Ties für Heuer unter erstes und unser tetzt-es Wort. Trebnitz, am 6. Otto der 1909. lieber einstimmigen imb allgemeinen Beschluß vom 1. Oktober und im Auftrage des Vorstandes: Dr. Titta m. p., derzeit Vorsitzender des Dättschen Volksrates für Böhmen." Laibach, 9. Okt. Im krainischen Landtage kam es nach einer Meldung der I. Z. beim Anträge auf Annullierung zweier liberaler Mandate zu ungeheuren Lärmszenen zwischen den Slovenisch-.ülerikalen und den Slovenisch-Liberalen. Die Liberalen Türk und Supancie warfen Stinkbomben in den Saal, die einen atem- beklemmenden Gestank verbreiteten. Der Landeshauptmann " war außer stände, die Octmung herzitfrellen. Er berief den Disziplinärausschuß ein, der beide Wgeordnete von drei Sitzungen ausschloß. Diese weigerten sich jedoch, den Sitzungssaal zu verlassen, woraus der Landeshauptmann eine geheime Sitzung anordnete und Diener aufforderte, beide Abgeordnete aus dem Saal zu führen. Die Diener wurden von den Klubgenossen zurückaedrängt. Der Landes- liauptmann drohte mit strafgerichtlicher Verfolgung und Intervention der Polizei. Die Liberalen ratschten und trompeteten toeiter. Es wurden noch drei liberale M- geordnete vor den TisziplinarMtsschuß geladen, die jedoch Abbttte leisteten. Auf Zureden der Krubgenossen verließen die beiden M'sgeschlossenen Abgeordneten endlich den Saal, , woraus wieder Ruhe eintrat. Aus Anlaß des 15 0. Geburtstages Schillers tarrb die Stadt Wien im Festsaale des neuen Rathauses eine besondere Feier veranstalten, bei der Bürgermeister _____ {Er. Lueger die Festrede halten wird. x I wie er in bvr Höhe strebt- die Bewegung wftd mehrere Male — Der erste Lehrst uch l s u r F l u g t e ch n r k. 3m fartgefeut Viertens, zur.. Schluß: Ter Abstieg des Aeroplans, Dichsten Jtchft wird. Wie das „N. W. T." meldet, auf Au-l p«r dm 7äu^» ör ber Weise vorgetzchrt, daß ste sich ledhajt 28. Ai^ust 1896 und durch Uebereinkommen vom 10. Mai 1909 der China-Ostbahngesellschast Berwaltungsrechte als Vrivat-Kon-- zefsivnär übertragen, so daß die Gesellschaft bei der Ueberwachnng der Verwaltung Charbins und anderer Punkte als Organ ber chinesischen Regierung handelt. Ein anderes Mißverständnis gab augenscheinlich Veranlassung zu der Behauptung, Chardin fei unlängst in eine internationale Konzession umgewandelt worden. Die vertragschließenden Parteien hatten jedenfalls niemals eine derartige Absickst. Die infolge einer Unttarheit des sechsten Paragraphen des Balmkonttattes entstandenen Mißverständnisse haben auf dem Territorium der China- Osttahit eine äußerst unstabile Lag e geschaffen, welche die russifche ebenso wie die auslärwische Bevölkerung hinderte, sich dasetbst fest niederzulassen und ernste kommerzielle Interessen an- zubahnen. Infolgedessen liegt es im Interesse der auswärtigen Mächte selbst, zum allerschleunigsten Abschlüsse der Mischen Rußland und China sckMebenden Verhandlungen bei^utragen und deren regelrechten Laus nicht zu hemmen, was gleichbedeutend damit ist, daß sie dem Eingreifen vollkommener Unori>nung in den an der Bahnlinie entstandenen Ortschaften entgegenarbeiten. Andernfalls würde auch die Bahngesellsck)aft unter solchen Verhältnissen Ausgaben für eine befriedigende Organisation der Ortschaften vermLiden." In dieser Veröffentlichung liegt das Eingeständnis, daß das verbriefte Recht den Russen keineswegs zur Seite steht; sie scheinen vielmehr nur ein freundschaftliches Entgegen- lommen beanspruchen Ku wollen, was aber ihrer gewalt- tätigen Handlungsweise nicht entspricht. Endlich ist' «uch eine deutsche Darstellung erschienen, die aber sehr unvollständig ist und ai;-? der lediglich das Bestreben hervortritt, den „harmlosen Vorgangs ruhig zu behandeln: Charbin, 9. Ott. Nach Ermittelungen des aus Mukden hier eingetroffenen deutschen Konsuls haben sich die Vorgänge bei der Zwangsvollstreckung gegen die Brauereigesellschaft „Charbin" folgendermaßen abgespielt: Gegen die Brauerei war ein russisches rechtskräftiges Urteil ergangen. Die deutschen Mitinhaber der Brauerei erbaten gegen die Vollstreckung dieses Urteils den Schutz des deutschen Konsulats. Der deutsche Vizekonsul legte darauf gegen die Zwangsvollstreckung Protest ein, indem er von der Annahme ausging, daß die Brauerei nicht den Charakter einer russischen Gesellschaft habe, sondern daß zwischen den deutschen und russischen Besitzern der Brauerei nur das Verhältnis des Miteigentums bestehe. Er gestattete den beteiligten Deutschen auf ihr Ersuchen, die deutsche Flagge aufzustecken, verbot ihnen aber, den Maßnahmen der russisc^n Behörden attiven Widerstand ent» aegenzusetzen. Ms darauf mit polizeilicher Hilfe die Zwangsvollstreckung vollzogen wurde, sollen zwei Deutsche Widerstand geleistet haben. Die Foststellungen des zur Aufklärung der Angelegenheit entsandten Konsuls haben nun ergeben, daß der Gesellschaft tatsächlich der Anspruch auf deutschen Schutz nicht zustand. Sie hat bisher stets den russischen Schutz beansprucht und erhalten. Unter diesen Umständen ließ der Konsul den Protest zurück ziehen und ordnete selbst die Herun^ernalftne der deutschen Flagge an. Wegen des behaupteten Widerstandes zweier Deutscher wurde bei dem deutschen Konsul, dessen Gerrchtsbarkeit über die beteiligten Reichsangehörigen auft) von russischer Seite als zustänoig anerkannt wird, Straianrrag gestellt. Soweit bisher feftgeftellt ist, scheint es sich dabei nicht um grobe Ausschreitungen, sondern um ziemlich harmlose Vorgänge zu handeln. Der ganze Vorfall wird hier ruhig Gehandelt. Es ist doch eine Verdunkelung des Tatbesttrndes, wenn hier festgestellt wird, der „Gesellschaft" habe ein An- spruck) auf deutschen Schutz nicht zugestanden. Das hatte auch kein Mensch behauptet, und die Streitfrage war ja, ob die Deutschen als solche und Miteigentümer der Brauereigesellschaft gewalttätig behandelt toerden durften. Im Auswärtigen Amt in Berlin scheint man so schwierige Verwicklungen überhaupt nicht zu lieben, und auch aus diesem Vorfall kann die Frage aufgeworfen werden, ob Herr von Schön der rechte Mann dort am Platze sei. Er schien immer nicht gerade mit £iebe an seinem Posten als Staatssekretär zu hängen. Von der Amtsmüdigkeit des Staatssekretärs des Auswärtigeti v. Schoen ist auch in den letzten Tagen ntehrfach die Rede gewesen, während von anderer Seite die Nachrichten von dem Rücktritt des Herrn v. Schoen, sowie von sonstigen größeren Veränderungen im Auswärtigen Amte als chlsch bezeichnet wurden. Die „Tägl. Runsch." behauptet nunmehr, Herr v. Sck>oen habe allerdings wieder- *less3ll ^otMUtlQ3 ""-kMe 91 '"M am N8tor.8tICMt Wits» Abends si/ m «chutz '• •** be§ r\ _ ’et.tn «• 6. Ich 1 1908, ü6(t * “tsehlanc ^Vorstand. MM.W chrifck. Allgedole unter 1 rieMchailsMed.Gitz! >er,;. Äügtcrin nimmt Äi: er üem raufe an. i erfr. Ncueutoca 31L wmtsäif ttres Tawmitraft i._ tochen durchaus tiruM 4 Sicher Stiag. lidttgcfunben. Der Ausschuß pflichtete in seiner Mehrwert rm allge- netuen der Stellungnahme der Regierung bei. Ein Teil xü Anregungen des vorliegenden Antrags sei nach der Re- lierungsantwort bereits verwirllicht, ein anderer Teil aus «triebstechnischen Gründen unausführbar. Dor allem begrüßte es der Ausschuß, daß die Regierung feftstellen konnte, chciß eine Beschränkung des Koalitionsrechts s ber Arbeiter in den speziell hessischen Staatsbetrieben nicht i rjolgt ist. Er gab der Erwartung Ausdruck, daß auch, für = >>ie Folge dasselbe gegen jegnche Beschränkung ge- bleibt. eitere Tarne sindei bei L n Ehepaar dauernde e chrijrl. Angebote unter k >en tzieftner Anzeigern iHonf erteilt anert gr. ,aeni NM.inall.Stt christl Angebote unter: den Giegener Anzeiger t: Iwigshoj 1 i n g bin, ber denen ftd) die taglrche Ardettszert ' vischen acht bis zehn Stunden bewegt und wo die Eigenart I beä Betriebe eine gleichmäßige Arbeitszeit geradezu ausschlteßt. . n den geschlossenen staatlick;en Betrieben, in denen es möglich l mar, sei eure tägliche achtstündige Arbeitszeit bereits 1 e i n g e f ü l) r t, so für die Bergleute auf Grube Ludwigshofftrung. ft^as die Festsetzung eines Minimallohnes anlangt, so lasse b*e Eigenart der Bettiebsverhältnisse, beispielswetse üt der Forst- I v^waltung, eine solche nicht zu. Dort handele es sich vftlsach um kurze Arbeitspcrioden mit Stücklohnverdienst. Die Forftverwaltung (Weibe bemüht, einen ungünstigen Stücklohnverdienst auf eine an- | g-anessene Höhe zu bringen. Bei der Abhängigkeit ber Lohnsätze tmn so vielen und verschiedcnarttgen Gesichtspmckten lasse sich Einführung eines Minimallohnes auch für Taglohnarbett Nr. 117, Cbertt Dl ehmed A l i dem Leibg.-Jnf.-Regt. <1. Großh. Hess.) Nr. 115 und Ofaettt. ISmail Hakki dem Garde-Dcag.-Regt. (1. Großh. Hess.) 9k. 23. — In Genehmigung seines Abschiedsgesuches mit dem 14. Oktober 1909 mit Pension zur Drsp. gestellt wurde: Ritter und Edler v. No gift er, EskadronSches im Gatde-Drag.-Regt. (1. Großh. Hess.) Nr. 23. ** Die Hessische LandeS-Hypothekenbank gibt bekannt, baß sie in Aenderung der bisher gültig gewesenen Dariehentzbedingungen den Satz der Geldbeschaffuugs- k o st e u - Vergütung mit Wirkung für die vom 14. Oktober ab bei ihr eingehenden Anträge auf Gewährung von Hypothek- und Kommunal-Darlehen bis auf weiteres auf */4 Proz. festgesetzt hat. •* Prinzessin Elisabeth-Gedächtnis spende. Bei der diesjährigen Verteilung der Zinsen der Prinzessin Elifabeth-GedächtniSspendc haben die Kleinkinder- schulen von Armsheim, Assenheim, Burkhardsfelden,' Essenheim, Gießen, HergerShausen, Kostheim, Wald-Michelbach und Weisenau Zuwendungen von je 150 bis 400 Mark erhalten. Im ganzen sind 2400 Mark zur Verteilung gekommen. — Lrhrerpersonalien. Ueberiragen wurde dem SchulamtSafpiranten Peter Mauer auS Dromersheim die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ludwigshöhe; dem Schulamtsaspiranten Stad Petter aus Mainz eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Sponsheini, Str. Bingen. — Erledigt sind: Eine Lehrerstellc mit Organisten-, Lektor- unb Kantorbienst an der Gemeindeschule zu Nieber- Moos; eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle zu Steinbach i. O. •• Die spezielle Prüfung 2. Kategorie im Finanzfach wird im nächsten Jahre am 14. Februar vorgenommen. Zulassungsgesuche sind längstens bis zum 20. Dezember 1909 unter Beobachtung der gesetzlichen Stempelvorschriften bei dem Großh. Ministerium der Finanzen, Abteilung für Steuerwesen, einzuceichen, und dabei ist der Nachweis zu erbringen, daß der sich der Prüfung Unter» ziehende am 14. Febr. 1910 das 20. Lebensjahr zurückgelegt hat. Die Erfordernisse zur Prüfung, die immer nur in Zwischenräumen von mehreren Jahren abgehalten wird, sind für die Interessenten bei dem Sekretariat des Finanzministeriums, Abteilung für Steuerwesen, zu erfahren. "* Po st besör der ungs-Gelegen Herten in Gießen nach dem Winter-Fahrplan 1909/10. Folgende Züge werden zur Postbcförberuug benutzt. (Es bedeuten: • Beförderung von Sendungen jeder Art, O nur Beförderung von Briefen, •• nur Beförderung von Paketen, Beförderung von Briefen in geschlossenen Beuteln, () Benutzung nur an Werktagen; alle nicht mit -J- und ®O bezeichneten Züge fuhren Bahnposten mit Briefkasten). a) Richtung nach Frankfurt (Main): 2*2®, 5J.Ü, 52D, 6508‘°a, 10*®, 1G-N®, 12»+, 12"«, 2««, 555«, o^ee, 7^G, 8^e, 9i?®, 921®. b) Richtung nach Kassel: 12=70, lirGG, ibi®, 4j>®, 8'«®, (10"®), 125®, IM®, 3-®® 31 -®, 55®, 81®, 91 □, 1110. c) Richtung nach Köln: 414-, 6*7®, 8"O, (1239®,, (3264-), 61®, IO!-h d) Richtung nach Koblenz: 41®, 51®, 8"®, J2"®, (5*4-), 5564-, 91»®. e) Richlung nach Fulda: 51®, 8i< + , (125®), (2i64-), (3"4-), (5M4-), 920®, f) Richtung nach Gelnhausen: 51®, 8184-, (123*®), 54®, (8514-). g) Richtung nach L 0 l l a r — G r u n b e r g: 5”®, (23). h) Richtung nach R 0 dbei in (Bieber): (5^®), 10-o®, 115®, 62*®, Werktags, 80®, Sonntags. i) Ländposten: 1. nach Wies eck—A l t e n B u s e ck: 6*5®’), (830-f-), (32»®), (612+) .2. , Krofdorf: 7’5®*), (550®). 3. w Steinberg — Gr n ningen : (8*5®). 4. „ Lützellinden: 755®'), (420®,, *) Sonntags Botenpost. Beim Postamt 1 treten die Schlußzeiten im allgemeinen ein: für gewöhnliche Brieisendungen 10—20 Dii,tuten, für Emschreib- briefc 25—30 Minuten, für Wertbriefe und Pakete 30—60 Minuten vor Abgang der Züge. Die Stadlbrieikasten werden Werktags geleert zwischen 512 und 6*5 V., 810 und 920 V., 1010 und 11’0 P., 1115 und 1230 Mitt., 2*5 und 3-16 91., 510 und 620 9t., 630 und 80 91., 920 und 1030 9t. Sonntags zwischen 522 u. 650 (J3., 10so und 1135 P., 70.—920 N.; genaueres ergeben die Leerungslafeln an den Briefkasten. Die eingefammelten Briete gelangen mit der nächsten Beför- berungSgekegenhelt zur 2lbfendung. Vom Postamt 2 (Schnlstraste) gehen Werktags Versande nach dem Postamt 1 und dem Bahnhof ab: 9*5 V.'), 1115 V., 1260 91., 155 91.*), 2*5 9k.'-, 415 9t., 522 91*), 555 9t., 622 91., 750 9;., 3*6 9^. au Sonn- und Feiertagen 9" D., 12*5 9t., 1*5 9t. *) Nur Briefpost. Die Schlußzeiten treten ein st'ir gewöhnliche Briefe 5 Minuten, für Einschreibbriefe 15 Slim, für Wertbriefe und Pakete 30—40 Min. vor Abgang der Versande. ** A r b e i t e r - A u 10 c r b u n g s ü r B r a s i l i c n Von her Madeira Mamor6-Rcülwan-Eompanst tvird im oberen A ma z v n a s g e b i e t eine Eisenbahn gebaut, für die der Vertreter der Gesellschaft, W. Inergens,'iu Deutschland eine größere Anzahl Arbeiter angeworben hat. Mit einem Transporte von etwa 300 Leuten befindet er selbst sich bc rette auf der Reise nach Brasilien: sein Vertreter in Deutsch land ist der Ingenieur fix (Vioefte in Soest (Wests.), Wall-- burgerste a sie 35. Ein zweiter Transport von angeblich 850 Arbeitern sollte am 7. September d. I. von Siamburq abgehen. Weitere Anwerbungen sind in Aussicht genommen. — tSor einer Ausreise deutscher Arbeiter itariy dein Bahn bau gebiete nnlß dringend getvarnt Werben, da daselbst Malaria ertrankungen mit tödlicl>em Verlause zahlreich vorkonimen itnb ratdi die Berpslegnngsverhältnisse inangelhast sind. Auch nach einem Berichte der Zentralauskunftsstelle für Auswanderer ist mit Rücksicht aus die klimatischen Verhältnisse des in Frage konnnenden Gebiets und die mehrfach in die deutsch brasilianische Presse gelangten Klagen über die Behandlung und Verpflegung europäischer Arbeiter bei Bahn bauten in Brasilien von einer Uebersiedelung dorthin fru dem gedachten Zwecke abzuraten. Näheres über die Ber hältnisse bei dem Bahnbau ist nicht bekannt. — Offenbach, 9. Okt. Gestern wurde hier eine Ortsgruppe dcS HansabundeS gegründet, der in der Stadt und im Kreis Offenbach bis letzt etwa 600 Mitglieder beigetreten sind. — Hier sind zehn Personen an T p p h u s erkrankt: auch in Mühlheim a. M. und Kl ein. Stein» heim sind vereinzelte Tnphus-Erkrankungcu vorgekouunen. (SericbtsfaoL M 0 in >. 9. Cft. Ter Redakicur der soziaidemokratischeu Botte zrittrng", etobtverorbuet e r 'Jl delung , han< fid) )vor dem Sctwsfaigericbt wegen Beleidigung des Geichäft- I mhrrrs dkd Rei chsV^rcha Udes zur Bekämpfung der Srchak- benwfcatie, Di Ixtcao, Ludwig, ;u reranäöorteit. Narb der Reichste gsma bl nt Burgen-ÄT-en batte Adelunq in der ,.Volks ■.ernntq" einen Artikel veröffentlich:, Oer sich gegen den Reicbs'- txrrbanb wegen feiner Stethmgnchnie im Wahlkampfe richtete, und in oern er Tr. Lubwrg persönlich angrirf und beleidigte. Das Schöffengericht verurteilte Adelung zu 25 Mark Geldstrafe und Verosseurlichung des Uctells in sämtlichen hiesigen Zeitungen. Güstrow, 9. Okt. Unter gewaltigem Andrange des Pnbli tunte fand tor dem hiesigen Schwur ge11 cht die Verhandlung in dem Mordprvzeß gegen die unverehelichte Modistin Auguste Zobel aus Berltti statt, ber zur Last liegt, die Opernsängerin Frida Bart hold vom Stadtlheater zu Rostock ermordet zu haben. Die 2lngeklagte hatte seil 7 -8 Jahren ein Verhältnis nrü dem Bankbeamten Waldemar Stod), das nach ihrer Meinung zur Ehe führen fofltc. Die beiden lebten in Paris itne Mann und Fran zusammen. Als die Zobel erfuhr, daß Mod) amt. noch mrt der Opernsängerin Frida Barthold ein Ver- bälnris habe, kam es $u Streitigkeiten zwischen Koch und ihr. Mod) beruhigte sie aber und versprach ihr, sie heiraten und das Berl-ältnis mit der Bart hold tnngaben zu wollen. Tic Zobel reiste -weimal nach Rostock, um die Barthold zur Aufgabe ihrer Be- -reHungen zu Koch zu bewegen. Beim drittenmal beging sie das Mordattentat auf die 9Zebenbublcrin, indem sie aus einer Browningpistole fünf Schüsse gegen sie abfeuerte. Tie Unglück- luhc, der eine große Zukunft vorausgesagt wurde, war sofort tot. Tie Angeklagte wurde auf dem Bohnl)-ofe verhaftet, als sie nach Berlin abfahren wollte Sie tehauptctc, nicht die Absicht gehabt zu haben, die Barthold zu töten, sie wollte ihr mir die Stimme rauben, damit Koch sie nicht heirate. Freitag nacht ist die Zobel zum Tode verurteilt worden. LuftschiffahU Eine leistungsfähige deutsche Flug- maschrne. Ingenieur Grade hat heute nachmittag aus dem Marsfeld am Bcchnl>of Bork den ersten größeren Flug wieder ausgeführt. Er flog 61 L> Runden, etwa 13 Kilometer, und war 11 Minuten 12 Sekunden in der Luft. Das ist die vierfache Entfernung des Lanzpreifes. Da der Berliner Verein für Luftschiffabrt Grades Wunsch, den Lan^preis in Bork bestreiten zu dürfen, nicht Nachkommen Will, sondern den Flugplatz in Johannisthal vargesck>rieben hat. Wird Grade am nächsten Äinntag in Bork vor Unparteiischen den für den Lanzpreis vorgeschriebenen Weg fliegen und nack) Iahannisthal wahrsck>einlich erst dann kommen, wenn er den Weg dahin, 50 Kilometer, durch die Luft zu nehmen Wagen kann. Der englische Luftschiffer Cody trat am Sams tag morgen 1/28 Uhr den Flug nach London an, mußte aber, nachdem er einen Halbkreis beschrieben hatte, schleunigst niedergehen. Der.Grund war, daß die Maschine sich infolge der -Offenlassung eines Oelhahnes mit Oel an füllte. Vermischtes. Epochemachende Erfindung eines Mainzers. Der berühmte amerrkanische Erfinder EÜsou und die Techniker aller Erdtelle haben bisher vergeblich an der Konstruktion eines leichten dllkumulators gearbeitet. Diese Erfindung soll fetzt dem Professor der Musik Kurt Groß in C h r i st i a n i a gelungen sein. Der neue Mluniulawr ist nicht größer als eine Zigarren- tüte und hat ein Gewicht von nur 1,5 Kilogramm, trotzdem besitzt er aber eine Spannung von 60 Volt. Bisher hatten die Aklumulatoren von dieser Stärke ein Gewicht von 50 Kilogramm. Der neue Akkumulator kann mit Gleiclptrom oder Wechselstrom geladen werden. Professor Shirt Groß ist Mainzer. * Erprobtes Deruhiguugsmittel für nervöse Vorsitzende. Vor nun schon einer langen Reihe von Jahren gab es in Berlin beim dortigen Kriminalgericht einen ganz vorzüglichen Strafkammer und Schwurgerccksts- Vorsitzenden, der nur den einen Fehler hatte, leicht das zu werden, was man mit einem guten deutschen LluSdrucke „kribbelig" nennt. „Kribbelte" es chn, was bei seiner anstrengenden, verantwortungsvollen und mifreibenden Tätig feit in ftrepitu fori erklärtickxw Weise nicht allzu selten vor kam, so wurde er, sonst ein wahres Muster im klugen und ruhigen Beftagon von Zeugen wie Sachverständigen und im Vernehmen von Angeklagten, heftig, aufbrausend und leidenschaftlich und fuhr, mie man zu sagen pflegt, rein aus der S.iaut. Ratürlict) übertrug sich diese Erregung auch auf alle übrigen Beteiligten. Ter Ton im meist überheißen Sitzungssaale wurde mit einem Male lauter und das Tribunal zur Bühne. Und das tat unserem sonst so trefflichen Vorsitzenden nachträglick) immer selber von .Syrien leid und machte ihn oft ganz traurig. Da verfielen — so lesen wir im letzten Hefte der Breslauer Zeitschrift für allgemeine Rechtekunde „Gesetz und Recht" — er und sein ältester Beisitzer auf folgendes diplomatische und bester als Brom und Baldriantropfen wirkende Abkommen: wie der Vorsitzende ansing, „nervös" zu werden, sollte ihm der Beisitzer einen Zettel überreichen mit der Aufschrift „Aergern Sie dock, sich und anbcrc nicht". So spielte sich denn gar manches Mal her dramatische, allen Mchteingeweihten völlig unverständ- lid)C Vorgang ab, daß der eine der Beisitzer mit einer höflichen Verneigung dem Vorsihenden ein Blatt Papier hin gab, das dieser sofort mit dankender Verbeugung zurückreichte, und daß dann regelmäßig unmittelbar hierauf es so war, als wenn hochgehende Meereswogen durch Oel besänftigt wurden. Probütum erat? * Eine rote Meerkatze aus .Kamerun, ein sog. Hiisaren- affc, wurde dem Zoolog. Garten in Finnksurt a.M. durch Tr. Ekharte Hassel als Gesdienk überwiesen. Frau Regina Simon- Mainz Khcnttc em Seidenästchen, Frau Sanitätsrat Völker- Arheilgen zwei Napolcvnswebcr imö öerr Aug. Perron- Frankfurt vier Scküciereulen. Für das Vogelhaus wurde ein practüvoller Holleuturako ober Helmvogel, von der Goldküstc stammend, aiigekaust, ferner ein mexikanischer BLaura be und eine Schar der zierlick.-en S cb a r l a cb s ch wä n z e, auch Papagei- Amadmen genamit. Auch die S a m m £ u 11 g deutscher Vögel wurde wesentlich vervollständigt. Benierkenswcrte Rcuankäufe für das Affenhaus sind zwei reizende W e i ßn a s e n rn ce r-- katzen verschiedener- Art, die wohl zu den hübschesten und an- spreclteudsten Affen überhaupt gehören, ferner ein zu den neu« weltlichen Kapuzinern gehöriger brauner Rollaffe. Bianco, der nrciße Affe, ist mit einer grünen Meerkatze verniählr. * Tie teuer ftcn Eisenbahn fahr karten. In der großen VorhaNc des Frankfurter Zentralbahnhofs befindet sich letzt auch ein Schalter, der u. a. die für unsere Augen noch etwas ungewöhnliche Llufsdirist trägt: „Fahrkarten nach China und Japan". Hier kann man die teuersten Fahrkarten erhalten, die bei uns »uryit Überhaupt bestehen So kostet dort ein Fahrsäiein I. Klasse nach Nagasaki 863 Mk. 75, der II. Klasse 590 Mk. 30 und nach Shanghai über Wirballen sogar 926 Mk. 40, w-ohreno sich die Fahrt dorthin über Alezandrowo um etwa Hunden Mark bUllgcr stellt Tagegen kann man nach Wladiwoswk bereils für 721 Mk. 30 beförbert werden und nack) 6 Ixrrbin für 659 Mk. 60. Rückfahrkarten nach Sibirien gibt es selbstverständlich nicht die Fahrgäste, tue dortlnu reisen, haben sie dank der liebevollen Fürsorge des Väterclicns Staat zumeist nicht nötig. * Eine Bartsteuer Ter Bart wird teurer - zum Glück nicht int allen Europa, aber roainid?cinlid) im ameriraniidMi Staat 9tcn> )?kn'cn. Tort hat ein besonders findiger Abgeordneter l-eim i'arlamcnt eine Bill cingcbradn, die auf Bänc gt toöbnlidxi Tiinension eine Steuer von jährlich 5 Tollar aut erlegt, 30 Tollar aber auf cuum Spitzban ohne 3dmurrbart. Wer einen Bart tränt, der über 15 Zentimeter fang ist. Ton Wk reben werteren Zentimeter zehn Tollar zahlen. Am icj-ummütt wird die rott Farbe bedacht: ein roter Bart kostet um 10 Vwz mci.7 steuer als icber emspcechende von tmbcrrr Farbe, 'tzie lärherlicde Bill errrmert an ein Bartverbot, das wenigstene- cmen polniscken Hnrtttqrund I/Otte. Unter der öwerreickuären Herr- ichast war in der Lombardei und in Venezren ein Bart ä la Br^ör Emanuel bei schwerer Strafe verboten; es gab damals große Prozesse um des Königs Bart. * Ein schweizerischer Admiral Die eine crmttu- bictio in adiecto klingt es, wenn man tun einem ichwcizerischc»l Admiral ivricht: dieser lebendige Widerspruch) bot ab?r tavacdlich NMnal cftstiert und zwar zu Ende des 18 Iabr:,underte. T« Schweiz unterhielt nanüi± vom 16. bis 18. Jahrhundert cuie Reihe von Schiften, bie Kriegsflotte genannt wurde; ihre Haupd- tätigfeit bestand darin, auf dem Züridzersee zu kreuzen. In den Kriegswirren, die auf die fransöfudr Revolution folgten, murt* cur Engländer zum „9lbmiral" ernannt, und er sollte wirklich einmal Gelegenheit tinben, seine F-totte gegen den Iemd ni führen. Ties :var .zu Ende September 1799, als die Öfter- reicher und Russen in der Nähe des .3üritbcriec* den unter Massena anrüdenben Franzoien die Schlacht andoten Vom See aus sollte Williams sic beobachten utto eventuell emgrenen. Tazu kam es indessen nicht: un Gegenteil, der Admiral fühlte sich beun Nährrkommen des Feindes so wenig gemütlich, daß er schleunigst seine eigenen Schifte in den Grund boh: - und 'ich selbit gc rausch los nadi seiner cnglu'dvm Sjmrert -m pfähl. ' Zu spät! Am englischen Hofe werden die jungen Prinzen streng angehalten, sich gesitlek zu bcnebirttn und nur zu sprechen, wenn sie gefragt werden. Eines Tages, so erzählt die Zeitschrift NoS LoisirS, saß König Ednard im Kreise seiner Enkelkinder beim Frühstück im Buckingham- Palace. Mitten während der Mahlzeit schreit plötzlich ber kleine Sohn des Prinzen von WaleS: Ach! Großpapa . . / Aber er darf seinen Ausruf nicht vollenden; denn sofort flockt die Unterhaltung der Großen nnd der König veriveist tm' strengen Ton den Enkel seines vorlauten Wesen-: ,Kleine Jungen müssen still fein und zuhören.' Eine leiie Beklemmung liegt in der Lust; das Gespräch mag nicht wieder in seinen ruhigen Fluß kommen; dem König, der ein sehr zärtlicher Großvater ist, tut seine Barschheit leid nnd er fragt nicht, lange danach freundlich den Ucbeltäter: ,9iim, jetzt darfst bu‘ mir sagen, was du eigentlich lüoUtefr.* Mit verlegen«« Miene antwortet der kleine Prinz: „Jetzt ist eS zu spät, Großpapa.- ,Zu spät? Aber wieso denn?- Ta schluchzt der Knabe unter erstickten Tränen: r2lbec in deinem Salat tvar doch eine Raupe, Großpapa, und jetzt ist sic nicht inehr drin.- * Die Pol l a r d-M e t ho de Zu den ckarakteristij-.1..ii Ersdieittungen des letzttn internationalen Stixngr.lfeß geg n ? n Alkoholismus in_ London gehörte ohne jwciicl ber Richter P 0 llard aite St. Louis Vereinigte Staaten von Amerika, der die Austnerksanikeit der Teilnehmer in hohi'iu Grabe fesselte. Pollarb ist zur Uebcrzengung getemmm, baß Geldstrafen ober einige Tage ^Gcfän^nishaft, bie er über Trinker verhängte, die wegeit ansMiger Trunkenheit ober leichterer Vergeb'", bie sie in diesem Zustande begangen, vor sein (R>riltN gebrad t wurden, vollbommen wertlos seien. Tahcr hat er beschlossen, zu belfern imb zu reformieren, anstatt zu strafen. 3id) an ba:- bessere Ich der Amucklagten ivendend, Hal er die ihnen zugcmesfenc Strafe lusi^endiert, wenn sie vor seinen Augen das Vat. Sctwn wiv weitem überraschte den Wanderer das Sternenbamier, bas aus dem Gipfel bes B-.iuincs emporragl Sleinbergei litt an Sctnvind« sucht: vor brei Jahren war ber Jullnnh >0 fyfinungöl geworden, daß die Aeczte ihn aufgaben. Tas war oor erci IahreNM Heute findet man in ber Krone der Eiche, einen siäfligen, ■i.uiiibni Mann Steinberger vertraute seinen teantcu Möiter ix 1 Jiaiur an und begann eines Tages jenes nurlwurdige Heim zu zimmern, das seitdem fein Wohnsitz gebiiebm ist. vier ve, bringt er Tage und Nächte, inmitten von Laub unb dem c^ruch friidier Waldcserbe: zum ^Nachtlager bient ihm ein .Hauten vnt .n-trockneten Blättern. Wer Steinberger beiudhrn will — und cs ist nicht fdten, daß alte Freunde den Einfiedler m der Crtdv aufiudx-n — muß mittels einer bereitete heu ben StTrossenleiter den Nad>bar- baum besteigen, von denk aus dann eine fd'wale gd>red>lidx Brücke hinüber führt zu der Wohnung des Malers. Toncben aber gibt es, wie man sagt, noch eine zweite Möglichkeit, Steinberger zu bcfud)cii; ein Mechanismus bietet den Beuichern die Möglich- kett, sich in einer Art Schaukel bequem zu dem fixeren des Baumes emeomnnben lassen. Tiefer vrrmitive t'tfl ist kunslvoll M angelegt, als Steinberger ihn nut Hilfe eines G e wehr s ch u > 1 es automatisch in Bewegung setzt, io wird wenigsten- ocr'idvrt: nur er allein kennt die «leite, wo bie KUgel treuen mun lagt das „Widcl World Magazine", um das Hebel,veil in Bewegung zu setzen, so daß er für Fremde je nach Laune den Litt gehen lasse« kann ober nicht. „So kann ich meine Ruhe aufrecht n alten, rxm keinem Neugierigen gestört zu arbeiten oder >u schlafen." (fr schläft im Freien und rühmt alle Vorzüge feiner V T n -weise „Ter unerklärliche Gerudt von tz'aub unb Rinbe wirken geradezu a!s Hellmttlel." Im Winter trägt er dicke Kleider, denen bir wälle nichts anhaben famr 9lllmorgentlich hißt er in seiner Bau® vllla ^>ic Fahne, die den b'nachoarten Benwhnern der (>nn einmal die Fahne nicht crfdvtnt, wird man iosorl Nac irfdiuiiqen beginnen Täglich bringt man ihm fein Esten ;u feinem Bau ne. dort wird cs cnrporgehißt, denn nur selten unb stets nur auf kurze Zeit verläßt Steinberger seine Billa im Wivicl ber Eiche * Ter Gipfel der Dressur. „Ihr Pudel hat ia cm- cigcntümlidje Gewohnheit. er Harrt mir tns Erficht, io lang: das 9?aiirrcn dauert!" — „Ja, brr muß aufpaffcn, damit, wenn ich Sic schneide, crS Bttst ablc.lt : ' * Tcr Ehemann. „Der Adam hals gut grhabt brm konnte doch von seiner Frau kein anderer Me.nn als Muster hin- gestellt werden!" * Ter Münchener a l S Etjirker. ..Jetzt wird.- aber fei' i'cho anwl Zett, daß ber Bua aus'm Mankrung irmla lernt! T-ös is ia a Schänd vor die Leut! Is er idto ja st n Jahr alt und sauft 's Bier allweil no aus der Flaschen!" Sunplizisitnuis ' Kleine Daae»ck»ronit. In der vergangenen 9kackt gegen 3 tthr et plädierte in Riemke bei Bochum in entern Hause, in dem Hodxzcil gefriert wurde, eine 2 n n a m i 1 pa t r 0 n e , bir ein Liebhaber ber iun,K:i Frau am Fenster feflgeflcmnit l-attc. Bier Ixifoncit nmriyn ernstl ich verletzt Die junge Frau ist infolge des Schrcchns ernstlich erkrankt. Zum Vertreter T-outstblands im Preisgericht für das Welttelegraphendenkmak Hot der jchweizeriichc Bundesrat Professor Brauer in Berlin gewalkt. des 3’/»% Pueichsanleihe .2. Es starben an: Zusammen: Erwachsene: 4°/0 Öesterr. Goldrente 12 (8) unune 13 (8; 1 4°. 117.40 äussere Argentinier 3°/ 70 Mexikaner 252.00 118.50 Berliner Börse, 11. Oktober. Anfaugskurse. *8 Wetter Canada E. B. . . 187.30 Si ain 9. bis 10. Oktober — Höchste Temperatur + 12,5-0. 9. 10. Niedrigste Wolle, Seide und Tüll Prinzess-Kleider in üodenwareEshaus Grosse Auswahl &r! Nowack Billige Preise Alle Weiten vorrätig 2. Ziehung 4. Kl. 221. Kgl. Preuss. Lotterie. Nur die (Nachdruck verboten.) 1 (Ohne Gewähr.) 224 83 .831 410 501 C03 80 777 038 1044 62 10040 70 76 94 140 86 592 643 89 765 [400] 1 1686 [400] 470 79 532 827 39 12073 132 253 17 0011 232 349 409 665 858 1 7 1 420 655 392 1 72042 20129 534 612 741 89 805 41 956 2 1 097 312 07 447 '> 500 9 73 750 2 2269 94 306 961 93 2 3293 409 32 899 2 4048 102 95 2HS 386 402 658 2 5143 48 474 577 910 [400] 26 122 714 938 44 65 523 29001 214 556 008 99 [500] 111 620 1 S 415 75 677 739 84 3 5660 635 748 51 839 53 3 6120 402 605 200029 80 311 635 827. 47 941 201294 381 401 206020 116 709 893 207429 636 851 208022 64 984 525156 952 81 5 3078 163 99 235 360 824 62 208 10 337 797 817 6 2128 414 515 69 971 93 6 3306 8.3J [1000] 441 113 948 214 331 536 6 9 640 870 963 70 8 5 212 85 242008 [500] 82 197 247 373 540 699 243168 270 356 71 4 ISO 801 39 975 91 88G 258034 74 116 311 520 839 65 2 5 7541 629 913 78 736 72 987 2 6 1 041 450 [500] 413 80 [400] 116065 123 231 65 665 675 791 858 995 1 08043 121 234 335 644 266o 795 2 6 8180 99 271072 27O031 718 [400] 812 94 117 253 321 439 343 SO 580 888 2 7 2080 153 70 330 41 549 •36 [400] 273204 804 26 575 644 739 604 2 7 4050 854 2 8 3026 157 349 459 60 785 917 79 90 ■x 703 62 ; 902 2 9 4009 414 554 735 2 9 5 087 229 61 95 l 819 54 730 925 35 1 3 6023 13 89 1 4 4327 458 1'0 5116 HO; :i5 118 77 942 139134 14 1028 185 257 [400] 449 401 142017 153 226 788 933 59 653 [400] 715 960 62 1 4400!' 245 92 154621 14001 106 13 238 375 416 636 807 02-1 155166 [400.1 220 610 1560IS 46 47 145 78 7. DezcuibCfr - 1.2 611 664 93 764 803 963 4 4080 208 544 925 43 4 5015 118 80 260 660 769 88 851 5 6226 59395 435 493 551 446 662 267107 269047 1« 83 206 19 41 325 447 639 742 SOI 49 5JI [400] 322 [500] 437 53 502 666 85 817 40155 76 289 427 849 41054 164 707 42 897 42224 [ 400 ] 338 421 97 536 33345 137 887 273 264429 336 545 E E 46 703 416 515 697 30(1 911 248 402 98 3 0 1 071 135 412 512 37 606 875 64 551 650 839 [lüO] 903 303011 308 984 813 946 131 ißt 38 903 IUI 83 978 4 465 554 •9 a 30 bl 5t a oo o 145 952 4 7002 30 49 244 433 [3000] 503-10 454 597 806 955 1 3 5026 192 376 ! 902 79 137200 [500] 61 427 947 426 485 121 614 265 852 134 966 390 332 613 2Q8 «13 46 90 425 696 99-40 98.60 94.90 719 341 200 440 72 05 511 731 43044 [400] 27195 76 148 630 811 979 522 728 428 600 627 83 509 675 992 [400] 2 3 3138 73 252 584 630 705 71 94 927 234100 620 770 235266 67 802 81 236186 603 6 7 13 7.3 752 895 237270 442 751 894 2 3 8071 383 537 665 74 976 239006 [400] 389 491 661 918 24 0020 88 197 200 533 56 600 90 241568 642 91 789 602 840 605 707 472 644 211 29 408 600 57 88 ; 925 . 1U1.90 . 160.30 891 900 468 634 978 435 728 367 642 970 509 696 337 826 107 163 634 303 !t® GIB H [500] I1L 667 t» 427 667 90 776 927 46342 [3000] 638 312 486 91 418 512 821 371 330 601 505 18 818 817 931 51 , 84032 42 50)4 21 U61 298 312 425 550 987 ’ » 7019 108 281 597 882 8352 91 K» 327 486 501 31 861 62 PS U8 M !0 tl 70 79.3 910 28197 762 67 961 96 97 525 968 140107 [400] 801 513 63 83 966 807 892 371 62 [3000] 80 369 [400] 570 709 943 27 815 4 8 2 53182 367 592 29 617 2 5 4121 67 313 849 255059 [50000] 336 526 673 93 711 256245 63 22O012 108 539 68 82 740 [ 300] 874 960 2 21100 221 83 666 86 842 97 906 2 2 2016 342 496 706 18 45 50 810 24 971 2 9 7 205 327 60 542 693 02 413 80 634 974 91 29 9018 173 Ziehung: vom 9. Oktober nachmittags. Gewinne über 192 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. 639 85 870 53 239 96 141010 2:? 457 630 7 42 80 1 4 3 281 364 406 79 881 29269 88 477 515 59 611 749 846 303 >1 475 504 743 851 75 927 10 31032 415 599 642 !°0 ■ 0 v 466 55124 236 375 430 612 711 [400] 57116 83 481 833 58448 612 32 53 16 503 8 67 755 [1000] «92 05 926 60211 385 544 663 794 61064 113 96 [400] 562 143061 634 751 861 906 99 2 9 1 204 31 413 575 85 [4001 607 Bew. Himmel Klareryunmel Nebel 150335 97 803 [1000] 54 921 151126 152122 06 729 92 997 1 53 030 04 474 558 154051 103 359 425 518 50 948 1 5 5241 938 1 5 6361 88 623 858 62 [500] 157190 461 670 732 1 58151 747 70 951 159306 10 706 23 816 43 923 [500] 6U0 734 812 Elektriz. Lahineycr . Elektriz. Schuokert . Eschweiicr Bergwerk 8 1 5184 323 48 83 [40O| 763 98 16004!) 186 949 166068 217 61 63 466 536 838 167063 142 47 24 472 528 623 83 956 83 168035 178 93 236 322 473 7 7 562 603 854 1 69191 275 402 541 96 [400] 777 li 767 807 !Ve [1000] '20 17039 !1 955 66 'it»0] 39 [400] 44 47 611 722 84 326 89 787 53 107004 776 647 73 820 33 4! 1400] 89 9! ! 631 42 83; ■'t, wo es sich um ttp be imbet heute in uch ’S, etenio in Cmgkti 47 764 8SS 906 9171 300 739 10005 36 [400] 164 99 392 43(I 32 606 35 824 48 11121 307 27 12223 560 642 856 97 13131 269 [500] 14089 547 600 GS [400] 709 63 894 96 15151 72 248 496 519 i 946 50 92 953 ! 754 96 87 314 l [1000] 434 623 447 515 605 713 65 327 7 6 903 1 1 1267 112-316 647 842 925 113066 163 234 35 947 114-105 46 [1000] 98 453 552 4V2% rass. Stantsanl. 1905 4‘ t°/„ Japan. Staatsanleihe 4°/0 Couv.Türken von 1903 Tiirkenlose.....7 4°,'o Griech. Monopol-Aul... 417 965 67 481 6055 69 18-4 535 51 693 779 30164 99 551 631 704 31143 220 II 937 62 3 2 099 106 [400] 575 772 859 i 598 650 8 4 85 5 994 [400] 34007 76 82 735 425 35 773 815 2 59103 34 260055 100 219 88 337 [ 400] 462 558 705 789 83 839 535 855 89 96 Die Ziehung Klnseon-I.ol'crie 826 254 au/10 29 1 9 2000 5 323 623 94 783 970 1 9 3317 6 t 568 98 97 729 877 64-369 455 93 503 666 69 710 [400] 55 6 5212 739 817 75 [400] 66231 336 528 54 [1000] 911 55 67101 313 608 68 796 68083 260 777 953 6.9 70 104 9* 319 29 67 415 236 318 91 403 937 643 304 30 848 951- ,46 64 66 6415.3 226 844 610 82 888 990 6 5259 66122 31 79 [400] 541 635 932 67393 419 87 X) 715 6 8452 874 923 25 69110 86 330 785 70432 [300] 636 [1000] 71253 59 [400] 654 72355 [400] 515 882 95 609 68 7 3206 95 370 23 643 705 82 83 7 4044 50 80 172 203 83 88 184013 52 116 289 529 58 655 1 8 6 216 97 695 916 1 88-375 190381 93 492 215 306 921 845 971 912 426 87 526 .23174 318 408 17 622 29 947 1 29 68« 797 906 130329 777 914 50 84 95 [600] 131035 225 W3 2 2 2 Sterblichkeitsziffer: 21,73 nach Abzug von 8 Ortsfremden: 676 519 993 1 3S'ir« ■ 417 700 55 Berliner Handelsges- . Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Deutsch-Asiat. Bank . Diskonto-Koinmandit , Dresdner Bank . . . Kreditaktien .... Baltimore- und Ohio- 09 1 'N» = + 4,9-0. 194.50 101.60 111.00 180.50 137.50 248.30 150.00 197.70 160 20 208.80 131 75034 62 129 239 48 57 357 97 [400] 571 603 73 -92 913 31 50 64 76037 [400] 48 195 209 484 «87 982 77192 256 316 660 729 65 821 87 7 8145 203 !65 519 [ 500] 758 850 7 9027 326 423 [400] 527 808 87 8O060 141 67 79 548 801 8 1033 32t 35 448 5-16 28903! 336 57 4_! 290-37 418 991 292"15 152 2 l-T 418 527 MO 32 .37100 18 (400) ,4 633 52 878 38216 30 309 85 456 39*337 SS 222 327 697 47t 4"'< 4°< 3°< 3°, 14001 279 410 [1000] 868 996 2 57-310 52 650 87 258068 83 115 62 233 66 90 312 40 583 75t 899 24.30 161.00 132.00 13. Oktober, vormittags 11—12, nachmittags 4—6 Uhr, in dem M a r k n s v i a r r b a n s . ,V 11) S Die ganze Familie bewundert Babys entzückend frischen rosigen Teint. Baby ist freilich stets mit Myrrholinseife gewaschen worben, äu Pfg. das Stück. [bir/e . 113.7*. . 137.50 . 206.00 Gelsenkirchen Bergwerk . -12.00 Hamburg- Amerik. Paketf. 131.90 Harpener Bergwerk • .... 205.00 Laurahütte .,.?*• • . . Nordd. Lloyd . . . Obcrscblcs. Eisen-Industrie 115027 181 361 413 80 [400] 116065 123 231 65 605 (400] 725 78 117079 215 3S0 406 11 21 529 99 [400] 633 [500] 41 58 70 89 98 915 118084 703 838 935 170213 94 475 97 [1000] 542 [400] 96 98 «03 17 1 031 230 328 93 477 782 821 22 70 929 72 1 72133 56 2«8 401 613 47 1 73212 89 45.3 844 918 1 74315 907 66 89 2 2 3012 74 230 87 541 016 887 2 2 4002 153 308 49 552 81 873 2 2 5026 188 253 7-1 315 24 52 457 550 705 41 920 35 2 2 6006 35 211 360 718 55 904 2 2714 ? 279 33.3 511 14 709 99 815 2 2 8026 71 [iOO] 109 211 529 703 864 922 47 63 2 2 9 743 888 973 2 3 0228 488 89 610 792 91 870 231141 60 [ 400] 66 [500] 451 96 690 812 83 927 232109 214 73 78 [500] 397 6 121 124034 68 307 567 641 87 836 60 1 25’50 354 ICH) 63 643 78 80« [400] 910 81 126000 99 175 406 «7 65'743 85 834 1 27 075 [1000] 229 440 684 920 Wöchenil. Uebersicht der Todesfälle L d. Stadt Sietzen. 40. Woche. Vom 26. Sept, bis 2. Okt. 1909. (Einwohnerzahl : angenommen zn 31100 (inkl. 1600 Mann Militär) Meteorologische Beobachtungen der Station Giene». 501 5 1 Gl 106 80 87 320 490 839 541 «59 748 864 941 _ 2 3 0049 134 43 [8000] 545 231800 23216' 27« 233.42 85 315 612 [1000] 8«2 234037 «7 101 50 344 67 78 440 571 627 82 235072 [400] 112 25 407 512 812 (400] 44 2 3 6091 3'9 .wo 001 35 4« 2371'5 86 331 309 26 9. 2 3 8137 448 69 571 736 81 908 2 39'6« 645 81 962 «9 240029 204 643 802 241191 233 95 439 770 928 32 48 82 2 4 2 203 337 405 2 4 3035 269 582 600 83 99 949 61 2 4 4124 74 92 375 493 2 4 50.14 202 72.3 856 85 246033 260 4 27 692 840 991 1404)] 2 4 7027 387 737 77 248028 77 191 [1000] 350 460 948 [400] 249144 53 201 Spielplan des Neuen Gießener Stadttheaterr. Tirektion: Hermann Stemgoetter. Tienstag den 12. Oktober, abends 8 Uhr: 2. Dienstag-Abonne- > imt-Vorstellung: „'Sie fremde Frau-. Ende 10*/3 Uhr. Mittwoch Lest 13. Oktober, abends 8 Uhr, bei erhöhten Preisen (außer Abonne- ri.'iit): Einmaliges Gastspiel von Adele Sand rock mit ijemble: „Tie Gioconda." Eine Tragödie in 4 Akten von Gabriele Freitag den 15. Oktober, abends .Narrenglanz." Ein 167------- ... ... ... -- — - 517 653 729 840 2250 99 737 [3000] 82(/ 911 35 3071 232. 69 [500] 522 4358 551 94 678 5155 331) 38 98 489 6011 260 313 606 7428 93 811 932 8022 137 47 275 334 467 734 43 876 130376 492 (-1001 530 709 83-1 13 1 068 1 321 ' 69 259 438 618 836 1332.34 521 «SO 134022 107 260 364 81 433 7 7 91 99 636 71 757 1 3 5 203 10 77 318 4«8 -'-«7 79.3 801 64 1 3 6056 100 3 334 400 51 821 137-383 «28 Ter König von Sachsen hat dem Grafen Zeppelin Iben Hausorden ber R aut e n kröne verliehen. Ter Berliner Magistrat beschlos;, eine Assi- lenz - Aerztin mit allen Rechten und Pflichten der »ännlichen Assistenzärzte an das Kraukenhaus Moabit zn i icrufeii. In der Iirenpflege hat die Stadt versuchsweise I icrcitv eine gleiche Berufung beschlossen. Ter 17jährigc Realschüler Otto Schönebeck aus Berlin hat sich aus einem Stoppelfeld in ber Nähe des Bahn- I leies Pansin bei Stargard erscho ssen. Er hatte sich 'erher mehrere Stunden in einer Gastwirtschaft aufgehalten und ; nir dort durch sein verstörtes Wesen aufgesallcn. — Nach einer I mdcren Meldung soll cs sich um einen iwch unbekannten Semi- In-rristen aus Oranienburg handeln. Ein Personenzug brr Prag Eger-Buschtehrader Bahnest am 1 Donnerstag abend infolge besch-idigter Weicl>en^aüf der Station ledau entgleist und auf einen ans der Station stehenden ^'iterzug ausgefahren. Ein Reisender und ein Bahn-Be- I b enstcter wurden schwer, 16 Passagiere leicht verletzt. ■3it Agram wurde am Freitag vormittag um 10,09 Uhr Mit mittelstarkes Erdbeben verspürt, das in einem Umkreis ..uN 200 Kilometern bemerkbar war. Auch aus slavonien ‘ ti.tb ein Erdbeben gemeldet, ebenso aus den an Kroatien IltLenzenden ungarischen Ortschaften. Nirgends wurde bedeutender - badenanger i ch tcl. 756 2 7 5037 67 167 [lOOOT 431 523 74 639 758 276U2 24 457 99 520 663 95 785 89 334 277016 4t 480 5H! 672 2 7 8116 274 358 454 512 665 [400j 67 92 48 2 7 9' 21 88 120 46 91 281 31.3 518 667 do. Konsols V do. . | B essen Oberhessen 205 20 419 621 874 93L 57 2 9 6012 205 297-1 ' 352 493 5 '6 76 6-17 298028 299105 398 429 [1600] 52 630 855 980 .'lununzio. Ende 10’/» ilhr. 1 Uhr : 3. Freilag-Abonnement-Borstellung: . üelmanusbrama in 4 Akten von Nuboli Rittner. 164 204 316 404 23 [460] 529 971 20 9084 458 [400] 618 54 62 855 76 2 1 0150 334 73 413 [400] 550 74 211360 999 2 1 2000 75 102 358 95 486 [400] 98 566 732 2 1 3204 19 319 572 789 835 955 2 1 4109 74 227 435 66 599 711 23 47 844 2 1 5208 78 322 525 34 62 76 659 94 2 1 6230 360 402 80 706 829 994 2 1 7450 «30 794 919 67 218019 62 233 300 570 805 48 8 1 2 1 9036 226 [400] 836 290108 560 0S1 791 95 291270 329 437 [1000] 685 « - 83 894 2 9 2008 179 -83 4'16 [500] 46 862 075 4*/,% Chinesen . Aktien: Bochum Guss . ... ... Buderus E. . .- Tendenz: fest ,u ^en dxnakinistis^ 1 Dresses gegen bs - öfoeifel der Ruhk, aalen von Amerika', ba hohem Grade fesseln Oai) Geldstrasen ota -irinfec verhängte, t>2 toer Vergehen, die \i bricht Brach! Marder, ^beschlossen, zn besser -ich an das bessere Wemesscne Lun 'n da« Versprechen k 97t SC 88 286105 ti-J [*00] 414 6.1 [50"0] 8« " 0] 613 71 756 287025 228 37 CI [400] 404 «47 CI 2 88125 519 23 79,' [400] 80 223014 554 782 867 916 224102 283 3.. o98 706 2 2 5090 509 758 871 924 2 2 6073 164 530 «69 8t- 5.0 97 {105 227039 103 61 32« 56 8 6'16 SIO 937 59 60 81 228047 81 112 .347 485 500 58 678 953 2 2 9001 216 444 90117 61 .304 90 605 [1000] 723 42 9*8 91105, 3*0 [3000] 932 92164 556 «2.3 33 921 [400] 30 [1000] 531)29 222 558 622 759 974 9 4296 428 86 523 672 [400] IN 977 9 5076 278 466 72 760 810 9 6110 «7 204 315 405 1L 97001 20 418 64 585 697 806 98102 219 97 437 96 491 574 «12 19 919 29-101' 84 87 810 9.-8 1 3 8002 174 242 :"-l 4 5 778 «47 97 208266 313 4«2 661 930 209234 64 6« 315 28 29 2 1 0210 729 044 2110 7 38 420 506 809 984 2 1 20«9 196 [400] 201 95 332 567 [ 400] 729 852 213017 160 615 94 R (500] 2 1 4284 703 819 985 2 1 5051 391 435 827 21634.3 77.' 33 904 217145 [400] 294 817 57 218137 64 342 060 91 219125 57 99 210 332 472 99 [400] Während dieses Zch-i , ,, , „ . ., . mnitigi sie, sich mit - « L Ziehung 4. KL 221. KgL Preuss Lotterie, (wltpii MN'5 hnä Urteil Ziehung vom 9. Oktober vormittag«. WHCIl, IPltD oa. mm! f <1,8 Gewinne über 192 Mark sind den betreffenden thtreat. ’Jllltllulu) iDiri Jät Nummern in Klammern beigefügt. ("Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 62 81 331 914 1034 292 «09 779 94 811 929 2134 Hl 3041 411 4019 [400] 62 84 564 623 74 859 930 79 3 1 03416 567 749 1 04026 57 316 465 [500] 51 85 1 05099 267 [400] 106148 59 345 676 733 44 848 821 2 8 3030 48 121 453 510 «9 83 284196 240 84 62 [1000 ! 67 610 [400] 7.35 285110 [-100] 28 639 41 704)0 71 721 888 [400] 71109 250 410 61 [400] 702 55 916 72520 679 705 73012 88 116 7419« 263 430 505 45 51 868 922 36 7 5 233 [100] 38 2931’39 41 re, 2or, [400] 321 [3000] 57, 453 [400] 634 8t 8,36 a/on. Kinder uu vom nsjahr: 2.—15. Jahr [3000] 202149 336 97 662 735 2 03282 352 496 «34 «0 705 811 2O40"0 9 «2 175 227 89 497 ^25^925 66 20ol66 334 493 542 «83 91 [3000] 702 71 73 804 29 940 55 90001 76 322 41 44 59 582 7G5 813 26 91143 426 72 [500] 9 2014 183 307 782 839 [500] 9 3311 566 799 912 94039 58 96 119 89 524 80 904 [1000] 95117 46 371 [.>00] 725 83 9 4 917 9 6 132 [4001 36 431 659 654 822 97069 3>S 8S8 908 80 9 8003 108 49 331 78 90 515 712 99«84 884 961 10005« 98 219 638 «2 75.3 832 966 80 101207 11 555 83126 29 64 225 302 552 6.30 78,9« 795 969 82 139'15 240 47 535 -19 U >2 ' 140186 258 367 [400! 427 «3u 48 91 603 715 26 59 102202 570 SO 683 771 ««1 103009 52 62 420 528 104185 424 32 502 623 832 1 05161 328 Darmstädter Bank ... . 138.00 Deutsche Bank . . . . 248.80 Dortmunder-Union C.v . -. 85.00 Dresdner Bank . ,= . . 160.60 Tendenz: fest. 145141 45 70 533 915 '7 48 'n 146129 22« 520 65 71'3 955 147176 226 92 98 452 148'23 684 759 1 493.36 71 694 772 973 150182 226 88 5.34 [400] fi-8 713 9i2 35 27.7 .326 41 431 664 879 152164 211 89 739 Telefonische Kursberichte Giessener Anzeigers, mitgetcilt von der Bank für und Industrie,>rGiessen. Frankfurter Börse, 11. Oktober, 1.15 Uhr. 119225 559 «66 992 120014 252 724 44 944 121216 499 532 896 957 56 [10000] 1221.3.3 [400] 220 29 «8 479 «31 723 49 «87 [100] 900 123-369 440 561 611 17 SO 759 «12 27 124394 50« 890 962 92 1 25155 232 98 338 49 «7 <31 520 89 904 75 126070 313 501 .35 4 5 749 817 900 1 2 707.fi 120 211 64 490 585 651 128195 220 384 666 713 1 2 9071 212 nimtTonc. 2>n ChE.ügn County c , ch ein anmutiger to : mit lauschigen Zorsiei * , das Land „2k N chrr Anstler, dec Mck ansgtschlagen Hal, ei'- ' hg, wie Mob! kaum fit j jüiffli Ausial- des „Rik . terger in der tone ein" gedaui lsüt. 3dwit vr Lternenbanncr, da-) w . inberger litt an &W , inb ft lvssnunM as lvar vor drei j einen kräftigen, Mn Körper ber w merlivnrdiac pcnu -- lieben ilL Her verbiß und dem -Geruch VW n Hanien von grtwdw® ■[ - und es Ut in der Cid* auMn- Mnleim den * eine schmale gebreW S Malms, raneben ZV MS«6 gi-yen ich'- Äff- Benvhntt^^ K-s io» MU I*1 * illo im »W” ssi^: 16« ^Ä""’ ischen tzrMs f' J iin*ä ;»■* jcrli»9-. 263080 655 762 °I. JS, »WH. * » WM -ön dk. und et g?> nmüt Men 1799, (SV.'M S Quoten 5? und- nr- ^Dlltof «u.N 5® Nmütlich 1C- W Srojpopj , l«ta ii.ii K„" -Sltir in |elB * " ht * ’9“™. ich d-H i, *' «erltgtn« * " ,15 i“ IPöl, ,m!* T° sch,ich öer ln deinem Cast! ist sie nicht ineht 55 471 595 2 5 0007 262 323 719 813 35 [400] 937 66 25 1 208 917 25 2043 324 412 71 586 92 619 825 50 2 5 3123 202 18 .312 254250 7« 474 975 81 255119 275 863 256"00 Lungenschwindsucht im ÄZochenbelt Id) 1(1) — — 1(D KD — — ^tagendarmkatarrh 1 — 1 — Geiästerkrankungen 2 (1) 2(1) — — Unterleibskrankheiten 2 (i> 2(1) — — stUerenentzündung 1 (1) 1(1) — — Krebs 4(3) 4(3) — — Wundinlcktion 1 1 — — Oktober , ! & o — §3# "c: O T* " ! S CT —* ri C 1909 — Q> 1—* — -3 1 -i (TV L'~> " uo 10. 2” 753,9 12,1 6,6 63 10. g»6 754,1 5.3 6,2 94 11. 7" 752,9 1,8 5,0 95 Holterhoff Söhne Seltersweg 20. Matrosen-Mützen Gießen, den 11. Oktober 1909. 5619 (07742 *3ur bevorstehenden Saison emvfehle tcb mich im Telephon 1045. Herdwee 58. Schimmel und Maden Nuraber Schutemark« Gasersparnis Dr. Geyer» Dr. Warner, Dr. Bichtee. 5631) «NNIICHT Dr. Schliephake verreist. Vertreter die Herren: Dr. Zinsser, Dr. WnaM, Dr. Klei«. werden sich niemals in Räumen zeigen, die mit Automors- W a s s e r gereinigt wurden. Automors ist das ungiftige und geruchlose Desinfektionsmittel. Ein Esslöffel Automors in einem Eimer Wasser gelöst ist Automorswasser. Verlangen Sie zu Ihrer Orientierung den Prospekt über Automors von Generalvertreter für Süddeutschland: Dr.Detmar Wawerzug, Frankfurt a. M., Elbestr. 52. Anerkannt beste« hängende« Gasglühlicht Za beziehen durch die Installateure und Gaswerke Sparlicht - Gesellschaft m.b. H., Remscheid sagt der bekannte und angesehene Chemiker der Seifenindustrie, Herr Dr. C. DE1TE In Berlin, daß ee sehr große Waschkraft besitzt, größer als Seife oder Seife und Soda, ohne dabei die Wäsche mehr anzugreifen. MlnlOS'^85 Waschpulver ist naher das Beste, was zum Waschen von Wäsche verwendet werden kann; es schont das Leinen in denkbarster Welse, ist billig und gibt blendende Weiße und völlige Geruchlosigkeit. Das 1 Pfund-Paket kostet DUP 25 Pfennig. Zu haben in Drogen-, Kolonialwaren- und SeifengeschSften. Engros bei L.Minlos & Co., Köln-Ehrenfeld. Eingetragen« hochfein garniert in modernsten Formen H75 * 750 6(h-450 854-350 254-3°° Täglich von 4 Uhr ab frische foflrnbmdn emvstebtt IS® Wilhelw jiinmcr, Nr. 11 <1. Gros Garde-2 miguno mit P o. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Ableben unseres lieben Bruders, Schwagers und LnkelS Herrn Georg Wolf MönigL Stationsassisterrt L P. sagen besten Dank Die trauernden Hinterbliebenen. Süddeutsche Markthalle. Kreuzplat«. (07755 Irisch einpetroffen: Priiyll Spinnt ä Pfund 12 Pfg. Tomaten * wunb» Pfg. Prima Weilltrauben ol"11 Damen-Mützen ,1»» neuesten Formen Akadem. Gesangverein Giessen. Wiederbeginn der Proben Montag den 11. Oktober, abends 8, Uhr in der neuen Aula der Universität: I. S. Bach: Weihnachtsoratorium. L. van Beethoven: IX. Symphonie. Allseitiges Erscheinen dringend erforderlich. Neuanmeldungen nimmt Herr Pros. Trautmann an den Probeabenden, sowie täglich (außer Mittwoch) in seiner Wohnung mittags zwischen 1 und 2 Uhr entgegen. i Der Vorstand. Goethefchnle, Offenbach a.M. Militärberechtigte Privatreal- und Handelsschule, verbunden mit Vorschule u. Pensionat. Pensionspreis inkl. Schulgeld 600—100VM.88'/, Kieler Mützen Knaben Gestrickte Mützen Tie Tischler-, Schlosser- und Waferarbetten wx Herftellu« deö neuen Gütersckuvvens mit Abfertigungsgebäude aus Bahn»- Wetzlar sollen in einem Lose verdungen werden. Zeichnungen unb Angebotsmuster liegen im Bureau der Bauabteilung Aur auö. Letztere können, solange der Vorrat reicht, »u L- M- foHirei bezogen werden. Die Angebote werden am ». Oktober, oorrnmaq« 11 Ubr. int Bureau der Bauabteilung geöffnet. BollendungSM, 12 Wochen. ZuschlagSsri't 4 Wochen. D* I* Aönigllche Eisenbahn Bauabteilmig Wetzlar. _ Darmstädter Pädagogium staatlich konzessionierte Privatschule hat alle Klassen von Sexta bis Oberprima, mit Real- und GymnasialabteHang;, sowie besondere Vorberei- tungskurse zum Einjährigen-, Fähnrich-, Primaner- und Abiturienten-Examen. In kleinen Klassen wird durch zwölf Lehrer bei individueller Behandlung schnellste Förderung gewährleistet. Bei allen Prüfungen wurden die besten Erfolge erzielt. Nähere Auskunft erteilt der Leiter (ss**/o> M. Elias, Hochstraße 08. Kinder-Filz-Hüte “■ och?{thu£er I00 - 900 . o. ßandscbleuen 1 v Kinder-Filz- und Taffet-Hüte Garnieren von Hüten Formen, Blumen, Federn re. '«-»"-"k Luise Horeyseck, Ebelstr. 18 Herbst-Neuheiten in Damen-Mützen, Kinder-Hüten, Matrosen-Mützen, Sport-Mützen, Häubchen und gestrickten Mützen. Angenehme, dauernde Stellung ist achtbarem, gesch&ftsgewandtem Herrn durch die Uebernahme eines bei erster Versicherungsgesellschaft gr geboten. Leistungsfähige Bewerber belieben ihr Angebot mit Zeugnisabschriften u. Referenzenangabe zu richten sub ti. 9055 an Rudolf Moese, Magdeburg;. der yestattuugSgcnoffenfchaft der freien Schretuervererutgung Gießen ■iwen H. Haan III. Blcichstr. 8, HinierbauS, Telefon 692 Reisepostens j Amtliche Vekanntmachuirgen der Stadt Gießen. Bon Montag den 11. Cttobcr 1909 an find die Stadt- kasscac^ilfen Nöbrtch und Brecht gemeinsam mit der Führung der Lradtdauptkassc, einschließlich der Armenkaffe und der nassen bco Elektrizitätswerkes u. der Oberrealschule, betraut. EmpfangS- bcichciniguugcn sind von beiden Beamten gemeinsam zu vollzie^n. betretendem Bedarf wird eine Nebenkasse zur Erhebung von Gemeindesteuern, ttanalgebübren und Beiträgen zur land- und forstwirtschaftlichen Berusogenoffenschaft und zur ^and- wirtfchaftoknmmcr einneriditet. Mit der Führung btefer Neben- kaffe sind die rtadtkancgebilsen Mörlcr und Schnell gemeinsam betraut, diese sind berechtigt gemeinsam den Enimang von Zahlungen der genannten Art zu 'bescheinigen. Die Nebenkaffe darf andere Zahlungen nicht annehmen und keinerlei Zahlung teilten. Empfangsbescheinigungen der Stadtkasse, die nicht zwei Unterschriften tragen, sind für die Stadt nicht verbindlich. Bei der Kaffe des GaS- u. Wasserwerks tritt eine Aenderung nicht ein. „„ Gieben, den 8. Oktober 1009. . (B’/n Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. sonne das Protokollbuch. Termin zur Erhebung von Einwendungen hiergegen findet bofdfbft statt: Samstag, den 23. Oktober 1909, vormittags 9Vs bis 10Va Uhr, wozu ich die Beteiligten mit dem Anfügen einlade, daß die Nichterscheinenden nut Einwendungen ausgeschlossen sind. Die Einwendungen sind schriftlich ein-ureid-en und zu begründen. Friedberg, den ß. Oktober 1909. B’/10 Ter Großh. Feldbereinigungskommissar: Schnittspahn, Großh. Krtisamtmann. Seit.: Feldbereinigung in der Gemarkung Gießen links der Lahn I. unb II. Teil. Die nachstehende Bekanntmachung bringen wir zur ö ff ent* lrchen Kenntnis. Gießen, den 9. Oktober 1909. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. J.V.: Keller. Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Oppenrod. Tic nachstehende Bekanntmachung bringen mir zur öffent- lichen Keimtnis. Gießen, den 8. Oktober 1909. Großlxrzogliche Bürgermeisterei. I. B.: Keller. Bekanntmachung. Detr.: Wie oben. Fn der Zeit oam 9. bte einschlwstlich 22. Oktober 1909 heget aus der Großd. Bürgermetsterei Oppenrod die Arbeiten des II. Abschnitts obiger Feldbcreinigung zur Einsicht der Beteiligten offen. Es sind dieS: 23 Blatt Bon il ienmg S karten, < 2 Bände Besitzstandsvcrzeickmiss«, 2 Bände Gütcrgesd»sse, 1 Seit ZujauoncnslLUung der Gütergeschosse. Bekanntmachung. Betr.: wie oben. In der Zeit vom 13. bis einschließlich 26. Oktober 1909 liegen in der alten Gewerbeschule zu Gießen — After weg — folgende Akten zur Einsicht der Beteiligten offen: I. Akten über Ordnung der Rechtsverhältnisse für: a) Gemarkung Gießen links der Lahn I. Teil das wpogr. Güterverzeichnis, das alphabetische NamenSvcrzeichnis, sowie das Verzeichnis der neuen Unterpfänder; b) für die zugezogenen Teile der Gemarkungen Lj iß mar, Launsbach und W i e s e ck je ein topogr. Güterverzeichnis und alvhabet. Namensverzeickmis. II. Akten des III. Abschnitts Bildung bet Ersaygrundstücke- für den Bezirk Gießen links der Lahn II. Tert, nämlich für Gemarffmg Gießen: 18 Zuteilungskarten, 3 Bände Gütergeschosse nebst Zusammenstellung, 3 Bände Zuteilung-Verzeichnisse, da- LbstbaumverzctchntS und Obstbaumgeschoß. M. Akten des II. unb III. Abschnitts .Besiystandsausnabm- unt Bildung der Ersatzgrundstücke) für die zum Beriahn: Gießen links der Lahn H. Teil zugezogenen Ick der Gemarkungen Klein-Linden, 29tefcd w* Heuchelheim, wie: Besitzstands Verzeichnisse, SBomtterung6bl6tter, Zuteilungskarten, Gütergeschosse nebst Zusammenstellung und Zuteilung-Verzeichnisse. „ Termin zur Entgegennahme der (rmroenbimgen htergego findet daselbst ... Mittwoch den 27. Oktober 1909, vormittags von 9—10 uv statt, wozu ich die Beteiligten mit dem Anfügen einlade, da« de Nichterschein,'ndni nut Einwendungen ausgeschlossen sind. Die Ein:- inacn sind schriftlich einzureichen und za v» gründen Termin igung der neuen Grundstücke an Ort w Stelle findei Donnerstag den 21. Oktober 1909 statt: Zusammenkunft hierzu vormittag- 8’6 Uhr am Ende tc Stadt auf bet Straße nach Leihgestern. Friedberg, den 7. Oktober 1909. Ter Großherzoglich« FeldbercinigungSkommisiär: Schnitts pahn, Großh Kreisamtmann. Tie Rückseiten der im Betriebe dcr itädkiiwcn Ltra«n bahn aur Berwcnduna gelangenden Zablmarkeu unb rvew'r nclbbütcn sollen für Ncklamezweckc eingerichtet unb an tw- llutcrncbmer verpachtet werben. . i Fntercnentcn werbe» enucht. biS zum 1«. Oktober d- * Angebot bei bcr unterzeichneten Berwaltung cinzurerchen. Ebcabaselbst können auch bie Bebingungcn cuiaetw« werben QU . (Siegen, ben 11. Oktober 1900. SlektrteitätSwerk und Strastenbaba der Stobt tihcNflu 3 toltc.