Nr. 58 Erstes Blatt 15S.Jahrgang Mittwoch 10. März 1909 Ter Siebener Anzeiger Ä Ä erscheint täglich, anher ^ezuq»prers: Sonntags. - Beilagen: A JL I Ng ▼ monatlich 7bPf.,viertel- viermal wöchentlich a .A. A BÄ Jk A A jjA Al A V‘5 ' A A A yA Zk yÄ jährlich Aik. 2.20, durch Siebener.>ramllienb>ätter; Ei Sg yZ jPtjK TRaffi mqV k5 Ml ww ^bhole- tu Zweigstellen zweimal wöchenkl.Xreis-W M M M K V 61 VT S «33 Ä W M IV ® BM El 3c k£? M M M Ä ▼ monatlich 6b Pf.; durch dlallsürdenUreisGiehen M M M ■ ÄT HLt ■ ■ // I ■ ■< ■ ■ ■ RjT ■ SCK&rttV fLvllvklH.TLl xJ8 g 1 »L g & g i£ E »«--.»«.«.■» SSE V■ »,läts-ÄS für die Redaktion 112, Verantwortlich MM' General-Anzeiger für Oberheffen WW ^"00^ wn anjagen V V * f 1 u. Land" und.GerichtS- bis wÄTrn Kototionsönid und Verlag der yruhl'schen Univ.-Vuch- und Steindruckerei H. Lange. Redattion, Expedition und Druckerei: Schulstrahe 7. E. Heb: iür den ’ ^nöeigciucu • p. -occt* Die heutige Nummer umfatzt 12 Seiten. Pension; und hinterbliedenversicherung der Handwerker und Gewerbetreibenden. Es wird besonders von den Handwerkern und Kleingewerbetreibenden schwer empfunden, daß sie zu den Kosten der Jnvalidenverstcherung ihrer Gesellen und Arbeiter tzerangczogen werden, während sie selbst einer gleichen Sicherstellung für den Fall der Erwerbsunfähigkeit noch entbehren. Daß der Handwerker- und Gewerbestand nach vielen Richtungen hin schwer zu leiden hat, bedarf wohl feines weiteren Beweises, wenn die Reichsstatistik nach- incift, daß zwei Drittel aller selbständigen Handwerker ein Einkommen unter 2000 Mk. haben. Die meisten Handwerker stehen sonach im Verhältnis wirtschaftlich schlechter als die Arbeiter, sie müssen also gewiß auch zu den wirtschaftlich Schwachen gerechnet und der Vorteile teilhaftig werden, welche den letzteren durch die Invalidenversicherung zustehen. Der Vorstand des Verbandes Deutscher Gewerbevereine und Handwerkervereinigungen zu D a rm st a d t, der sich schon seit Jahren mit der Frage einer Versicherung für Handwerker und Gewerbetreibende besaßt hat, veröffentlicht soeben eine von dem Verbandssekretär, Großh. Revisor A. Mahr, bearbeitete Denkschrift, betr. die Pens io ns- und Hinterblie- b e n e n v e r s i ch e r u n g der Handwerker und Gewerbetreibenden, die allgemeine Auftnerksamkeit er- wecken dürfte. Die Denkschrift gibt zunächst einen Ueber- blick über die Geschichte der Bewegung für die Errichtung einer vandwerker-Penstonskasse, unterzieht sodann einen aus früheren Verhandlungen vorliegenden Antrag Geißler einer kritischen Würdigung, deren Ergebnis in 10 Sätzen zusammen gefaßt wurde, und macht schließlich einen eingehend begründeten neue n Vorschlag, die selbständigen Handwerker und Gewerbetreibenden mit in die zu errichtende Pensions- und Hiitterbliebenenvcrsicherung der Privatangc- stellten — des „neuen Mittelstandes," wie Professor Schrnoller ihn genannt hat — einzubeziehen. Mit Rücksicht darauf, daß der von dem Verfasser ge- inachte Vorschlag darauf hinausgeht, die zu errichtende Pensions- und Hinterbliebenenversicherung der Privatangestellten für eine Versicherung der selbständigen Handwerker und Gewerbetreibenden nutzbar zu machen, wurde auf die 'weite Denkschrift zur Privatangestelltenversicherung im allgemeinen und besonderen näher eingegangen. Hiernach soll die. Versicherung der Privatangesteltten als Zusatz versich erun g zur reichsgesetzlichen Invalidenversicherung, und zwar ebenfalls als Pflichtver- iicherung, durchgeführt werden. Es würden also neben- einander und in gesonderter Durchführung durch zwei ge- trennte, selbständige Organisationen bei reichsgesetzlichcr In- ealidität (§ 5 Absatz 4 des Jnvalidenversicheimngsgesetzes), wwie bei Berussinvalidität Pensionen gezahlt werden. Wenn man es seitens der Regierung als eine Pflicht brachtet, für den Stand der Privatangesteltten, der als .neuer Mittelstand" bezeichnet wird, ebenso sehr die Ge- etzgebnna mobil zu machen, wie es für die Arbeiter ge- ichehen ist, so liegt doch die Frage nahe, wo bleibt da oer alte „Mittelstand"? Was dem „neuen Mittelstand" recht ist, das ist dem „alten Mittelstand" billig! ter OZewerbe- und Handwerkerstand bildet einen großen teil des alten Mittelstandes und dürfte an Zahl dem lenen Mittelstand nicht nachstehen, ebenso auch an Bedeutung für die Volkskraft. Man rechnet zwar die Angehörigen dieses Standes zu den selbständigen Existenzen. Diese Existenzen sind aber ivirtschasklich noch schwächer und vielfach abhängiger als :trcL* „neue Mittelstand". Nach der amtlichen Denkschrift r-ont 14. März 1907 wurde das Durchschnittseinkommen i rymau» wi ••'"TMTTW ''nü'l* TWUIII »» Ulli 1 III j Gieszener Ktadtthecrter. Die Journalisten. Bon Gustav Frevtag. Man hat sich daran gewöhnt, Freytags „Journalisten" its das beste deutsche Lustspiel nach „Minna von Barn- iehn" anzusehen, und es als „klassisch" zu bezeichnen. Die gestrige Aufführung aber tonnte nicht darüber hinweg- äuschen, daß sich ailgemach viel Staub über die einzelnen »Gestalten und über das Ganze gebreitet hat, und daß es sich allmählich zum Verfall vorbereitet. Die liebenswürdige ^hilisternatur Freytags wird uns nicht mehr das sein, was sic der älteren Generation noch war, und wenn die ^Journalisten" heute als neues Werk aus die Bühne kämen, Mären sie nach einem kurzen Scheinleben plötzlich ver- jjchwunden. Alles was uns Frcvtag da sagt, ist so altmodisch- spießbürgerlich, so liebenSwürdig-rührend, so zurechtgemacht und so unwahrscheinlich, trotz all der vielen Vorzüge, die es vor unseren heutigen „Lustspielen", die aber gewöhnlich Schwänke sind, so vorteilhaft auszeichnet. Die einige Lustspielfigur des ganzen Stückes aber ist der Schmock, h>r heute als Typus des zeitenschindenden Zeitungsfchrei- E.'iy gilt, weil er lange Zeit mißverstanden wurde. Die gestrige Aufführung hatte diesen Zwiespalt zwischen einst uind jetzt nicht ganz auszugleichen vermocht, und wenn man das Stück hier im Geschmack unserer Tage anstatt der i*)er Jahre spielte und ausstattcte, so war das wohl eine Besonderheit, aber keine Notwendigkeit. Gerade dadurch loirb das veraltete und überlebte viel schärfer hervorge- hrben, ohne daß dadurch die auch heute noch wirkungsvollen und lebendigen Szenen besser herausgearbeitet wür- dor das Luftschiff icbirn harter mib Cbcr Ingenieur Turr ist nicht mit aufgcsticgcn Tie ,'vahri otorschaden s nach 1' • minoiger H-dM-j-arnoclt Ötscher beantragt, hir | gtunbe gegangene ."xatrifu i. _ - :>, n rh.iiih. tn Tm iHrrirf^Ahnt I |C1UH Vollendung ntLj. Reif ist schon vcrbätmismävig früh auf! des Grafen Zeppelin nahmen an bei \ -------- jö artet und 'Sber Zuaeuicur Türr Graf Zeppelin idbp •• HandlungSgehrlfentaq. Man schreibt :mS: Dec Main-Wesergau oeS deutschnati,onalen yanb- lungSgehilfen-VerbandeS verani'taltet am nächten Sonntag im Neuen Eaalbau hier den 5. Handlungsgehilfen- lag für Hessen und Hesfen-Naffan. Auf der Tagesordnung stehen zwei sehr zeitgemäße WörUage. M. Vorhol; aus .ya mbnrg wird die Frage ,Tk Handlungsgehilfen und drc Frauenarbeit im kaufmännischen Berufe und I. Schc11in, ^ankfurt o. M., die .Forderungen zur PensionS- uerfichernngE behandeln. Ta sich an dl: Borträge eine freie Aussprache anschlleßt und ,eder Handelsangestellte aus Hessen und Hessen-Nassau tingtlabe» ist, so gestaltet sich die Tagung aller BorauSstcht nach zu einer bedeutsamen stund- gebung dec kaufmänn.ichen Angestellten, zumal verschiedene Parlamentarier und Körperschaften ihr Erscheinen m NuSsicht gestellt haben. (Liehe Inserat). •• Im Bankbeamten-Berein Dienen-Marburg wird morgen abend Rechtsanwalt Raab über die .Börsen- spräche- und „au3 der Praxis des Bank-Depot-GesetzeS" im Hotel Schütz einen Bortrag halten. "Zur Wahl des technischen Berufes. Viele Eltern und Erzieher stehen jetzt vor der Frage der Berufs- wähl für ihre Pflegebefohlenen. Sehr häufig wählt man den technischen Beruf, ohne sich über die AuSstchten klar zu werden, denen die ausgebildeten Techniker, Ingenieure, Archi- teften usw. entgegen gehen. Es ist deshalb zu begrüßen, daß dec Deutsche Techniker-Verband, Berlin SW. 68, d.e stärkste Interessenvertretung deutscher Techniker, durch eine kleine Schrift, die von der Geschäftsstelle deS^ Verbandes überall hm kostenfrei verfandt wird, über diese Frage Eltern und Erziehern Aufklärung bringt. Richt minder interessant dürfte sie für Schulen, Behörden und Lehrer sein. Man wende sich durch eine Postkarte an die genannte Geschäftsstelle. •* Internationale Riugkauiple im Kolossenm. Am TieuStag waren die Ergebnisse folgendermaßen: S u l m a n o ' i is Protokoll des Vorjahr. Bundcs-Turntages genehiuigi Sod weiterten Vorstand wurden sodann noch FonnhalS zu Allendorf und Müller zu O^nlsliausen neu gewählt. Ern Bundes- fest finbet in diesem Jahr nicht statt, dafür ist am 9. Mai ein Ausflug nach Staufenberg geplant, woran sich die Schülerlapelle des Lehrer Schmidt von RüddmgsHausen beteiligen wird Ten geselligen Teil der Veranftaltiuig eröffnete der Geasngverein Rüddiiigshmisen mtt dem Liede: „zkomm zum Wald'" Sodann brachten die Sanger von Allendorf (14 Mann eine stattliche Anzahl (iböre zu hör. Es ivar ein t^enuß. diesen Sängern zu lauschen. *&r Bundesvorfitzeudc war über die Leistungen sehr erfreut, stellte die -sänget den übrigen Vereinen als Muster vor und wünschte, daß alle mit recht viel Fleiß sich dem t^efangc widmen nwchtcn Er schloß mit einem Hoch auf das deutsche Lied. Schriftführer Weber befprad» sodann noch den deutschen Männergesang, wie er den Menschen veredle und ein Ansporn zu allem osttten und Schönen sei. dem Rathaufe. 66 wurde ba8 Reißen dc? für die Schulen! benötigten HolzeS vergeben, wovon der Meter in früheren Jahren auf'vO b:S 70 Pfg. kam. TiefeSmal wurde eS ab»! geboten bis auf 23 und 27 Pfg. Groß-Gerau, 8. März. Gestern fand hier eine außerordentliche Tagung des BezirkSoerbandeS dec Hastta statt, die sich mit den Vorgängen im Kriegerverein Königstädtcn beschäftigte. Folgender, vom P'arrer K o r e l l eingebrachter Antrag wurde angenommen. Nachdem eine Verständigung dcS KriegervereinS Königstädten, sowie dessen Ehrenmitglieds Pfarrer Korell einerseits und deS Präsidial- Mitglieds Tr. Vogt und Hauptmann Waldecher andererseits in der Weise zustande gekommen ist, daß die gegenseitigen AuSlasiungen auf Mißverständnisien beruhen, erflärt der Bezirkstag, daß die Sache erledigt ist, und hofft, daß in Zukunft solche Mißverständnisse vermieden werden. Frankfurt, 9. März. Der Termin für den Wett- ftceit deutscher Männer-Gesangvereine ist nunmehr bestimmt worden Eingeleitet werden die Fest- lichleiten durch das Vortragskonzert am 19 Mai, das der Saiscr angenommen hat. Am Donnersiag 20., ,rreitag '*2. findet dann der Gesangs-Vettstrert p Sein Hoch galt dem Bundi -b. Lich, 10. März. des Falles Reif cingctreicn. Xcr Gerichtshos besteht aus Laudgerichtsrat Wiener als^Vvr- itzeiidcr. LaudgenchtSrat Tr. Entbrich und Amtsrichter Strack als Beisitzer. Lbersiaatsanwali Lang vertritt die Anklage. Rechts- aiuuilt irischer ist als Vcneidiger bestellt. Als Zeugen find 50 Personen geladen als Sachoentändige <>»crichtsdtemiker rr. Popp ?rranksiirt a. M., Medizinalrat Di Vaberkorn ^eß. ii und Pwf. Ti 'Tannemann -Gicßcn. Als rodtcre Sachnerstaudig.' und Zeuge,i sollen auf Antrag des Verteidigers gelamm werden: Dr. Delbrück St. Grorgen-Asnl Ellen b. Bremen, Prwatdozent Tr. sie- sert-Halle a. e S., Pros Tr. Boß-^rankfurt a. M. Nach Erledigung der ,wmunicn erfolgte die Bildung der Gcjchworenenbank Als Gcichmorene wurden ausgewsl : Landwirt Marl lecher 1. ui Nieder Breidenbach, Fabrikant »franz Theodor Lemberger in Herbstem, Landwirt Konr. Bepplcr HI. txnt Mrnfr'i VK-n«, Miiufmann Wüd Hadermann in Butzbach. Rentner Mar! I Llrück, Brauercidesitzer .iod. Gg Steinhäuser m Friedberg, isiibrik I ♦ Bazillenfurchi r faullnOutmi • tn» beul'.er Marl Schienrangk in Lollar, Bürgermcister äbniimn «raust I kann, daiür luiiti rar „.wr- :! 1 intet I am in Rieder-Weisel, Bürgermeister .vrüinA ^dmetber in SternbergIküustlcr. bat in der Reuiahr nnmmcr r • „Tann f Uarorv bei Crtcnbcra. Ta d:< Verhandlung voraussichtlid' zwer Ta^u leinen Artikel pcrdfknthcht. tn dem et dar bubhhim recht cim- dauern wird, ,verden noch L Ersatzgeschivorrne ausgelost: Landnnn l dringlich aus Ok’ahrtn dcrw Mnchgenuk ou'merOam wadue Hcinrid) Bender V. m TotsHill und Tarlehnskanenrechner Kvnr I Truge, über drc die Aerzte N'.ch'. geredet bai>« n, d,e aoer wn tbnre Schmidt in Crtenbctg. I nufat genügend gennirdixii feien Ter Autor io«! nm baw» 'Jiach der Verlesung des Anklagebeschlusses, der auf Mord! überzeugt haben, dasi die ZÜme d. r 'tub- wir «.ikroben vc- unb SittlrchkeriSverbrechenS lautet, beantragt der Ber I kcrbergcn, die aut tv okiunhtKtt tu i Minder i<‘ Mich n itrn tollen lerdiger Red>tsa:m>alt ?ri jeher die Vertagung der Vorhandlung. I Er rauMni de>>halb. daß allen :"^i!chtubeir ; a e i ma I t b. g 11a Onmit die von ihm l>cnannten und vom Gericht zu ladenden Sach ldie Zahne geputzt werden 'ollen, und da« fern w verständigen aus Itzrund der «resamten Beweisaufnahme währendl schlag zum besetz erhoben werde -oll man 'ich nmnMB* der Berhandlung tbr Ohitachtnr über den GeifteSmstand be* Rers l dürfen, nxnn tn nächster ;ke: auf dem '•Jarfr Zahnbürsten erstatten können. Lberstaatsanwalt Lang widersprach dem Ber I Kühe erscheinen und vielleicht auch wie bao genannt frtflw tagungSantrag, ebenso der BerneHnning der vom Ber»eidtqer vov- Blatt in sarkastischer iseiie deinerIt tzwrgetwa'i r? geschlagenen Sachvrr'ländrgeu, gegen deren Vernehmung als Zeugen • Vom Luftschiffbau Zeppelins dre,bl mu^der habe er nichts ernzurvenoen. „«In Ztg." au» «>riedrichst>i'«n ..Hier bereit-n ich die YOln ler lehnt die Vertagung der ^-rbandluni ab mit der I Luftschiff Z 1. Die glänzenden lyatvi it un ixrbn I'»» Vcgrünbung. MF Med'Zinalrat Tr Haverkörn und Prof. Tr. I seine Vraucktarkeit bat irwn, nnb nn nn11 fn bewnocre: X”» Tanneniaun >ui Bciiiirilung >» Misteszuitandes des Angeklagten I geichtck n-alut, wird es hm fliör i r. letzt gestellten ' !'t die hieugen ryoa1 wülrend der Teile der Verdandlunq. die basiliche Tingc enthalten. > leute nicht, obgleich diese» schiff, Iran snns Um baut iS fine wo autzzuschlies n, t.d.'ch den Vertretern der Preise bie Anwe. nhe,i geringere Leistungs'adigkeit beny als i» in vr: **., iu gestalt ii Verteidig N.chtsantvalt e i f d) e r beantragt, die gründe gegangene .^tdrzeug. :.*h m Enatz im April alv a. - Sack. rottet Scftcutlichkcit ah n.rhanMn. Der .10 Uhr landete das Luftschiff mohlbcljultcn in anzell Hin '» llhr hatte cs, von Nor,chach kommend, in -."»cter Hohe Jric- । orichshasen plissiert J Literatur. — Heinrich von Zllerst» Erzählungen. Einaelctet ivii Erich Schmidt. Leipzig, tm Insel Verlag Der idimu* Band, nm de», der Zmrl Verlag irutf Zwei-Mark .lu-iabeniM raichcr ,rolae aturuial? vermehri. erscheint zu ^mrt >>i!"d.rkiah«V feier. 1«OW Dcröhtnthchlt st leist m der Tr^deuer >,onatsichrM „Phäbuü" d-n „Muchacl stot-llmas", da» HaupN'lück feiner ri'od und das (HlaiiiHüff der deuftchen NoneIIist'? überhon;, uch diese Neu Ausgabe n'i gewiß ein würdiges ^ubiläumsbint aeornM ui der alten Ilng-riypc. der f*önitrn ,Fraktur, in der tierf a minlung befthlog emstunrntg, D(r ^xcb. tot 9XXKa xmb fld) riligft nach der ctabt fa beim Reichstag gegen die Erhöhung der äernlprea)- ^.^ Angellagtc bemerkt mebrrach. er wine nickt, wie gebühren vorstellig zu werden. er zu der Tat gekommen if. « glaub* ariste»krank gewesen zu ** Kleine Mitieilunqen aus feilen und bc n I )-nn ynne er fick die Sacke nicht erklären Nachbarstaaten. Tao Fahnenwethsest tn >?a11 1 - " " mau nohoin ist aus den 6. und 7. Ium oerlegt nwröcn. — I (ßcrid)t»jaaL In lieber -Of leiben wurde ^Vlich des j0. Geburtt- Brüssel, 10. Dlärz. Ter belgische Leutnant Arnold, der tage» des Nauers eine luibc gepflanzt, die anr ? v. ^tts. Tisinktschei m 5agaUa un itongosiaat war, wurde von, ungewtibt wurde und d'n amen ,>. G'i^e V e n , 10. Marz imlitärtfd)e Degradation. 17 .'ingellagten wurden milbmihf Ibn- Heute noriniltag begann vor dem Schwurgericht die ver* I ftänöc 3nqcbdlfgt. Em zweiter Aiigetlaqter wurde z-i ^'abrtn# banblung Degen des schweren Verbrechens, das am Weihnackts-1 Zu'amzvarbeit, -.d ? aLenö in unserem Stadtwald begangen wurde und bei dem öer I .l0Ct Mugellagle ivurdcn .1 lä x\al .<11 ,sie aug arbeit *egro« LOiäfcrigc Heinrich Abel auf so »chreckliche Art sein Leben lauen I Nation, ein hiniter Angeklagter wurde au 10 xsal)ren Zivaiig aideit musste. Wie erinnerlich, fand am ersten WeilmachtSfeiertagL gegen unt, Tegradativi» vernucili. Tic 3traten bei nbngen Angeklagten Mittag Stadtv. Shrumm, als er mit feinem Tochtercken auf I jazivanken zwifcheii ü Jahren Zivangsarbeit und 2 wahren ®e- cinnn Spaziergänge begriffen war, unfern des alten 5d;incn> fäiiflniu. Alle Angeklagten iverbcn die Nichtigkeitsbeschwerde beiger Weges an der ersten Schneise die Leiche des kleinen Abel enilegen. mit dem Gesicht auf dem Waldboden unter Umstanden, die es .. .... ..... . klar machten, daß hier ein Verbrechen begangen mar. Herr Ö6S dCDDClill 1. >trumm machte sofort der Polizei Meldung, ^cktiell und g^uuo- ir II icnnViin I" hat n c ft c r 1 lich hat dann )rriminalvolizei und Staatsanivaltsthaft ihre <-ckul- X- a *3 -Zt ftsst) iff „Z t p p C 11 N 1 J 1 f digkest getan, denn bereits zwei Tage nach der Tat halte man utchrcrc ^ahrtcn nnternommin. bt -4t? dm 47 Jahre alten Schuhmacher Wül)elm Ren von Nteder-fzeichnet ocrliefen, folgende Rachrtcktiu hcgcir ■ ipa« am Rhein in Haft genommen unter dem dringenden Verdacht, jetzt über diese neuen Ausstiege vor: das Verbrechen, das sich als Lustmord darstellte, begangen zu haben. Friedrichshafen, ' März Tg-> R e i ch LMr* ad) monatelangem hartnäckigen Leugnen ljat sich Reis kurz vor schjjf „Z. I" ift heute vormittag ’• 1 • Uhr ansgesti egen. Beendigung der Voruntersuchuiig bequemt, cm (vestandnis a^zu° fetter war sehr afinftifi E' herrschte fast Wind legen. Wllbelm ^)ieis, der am 23. Jcicmbcr^ Ibo! ju '.lieberJ t00 Luftschiff fuhr reift von '.Vianiell über bie spati geboren ist, flammt ans einer achtbaren Samtlte; leine bort I ~ hiniüen nach Arlebn i •oafen und ivicbcr »uruck Zit ivohnendcii 8 Geschwister enreucn lieh eines guten .Hures. Heu - fl ,, - r! 1 u >' und antae soll in der Schule und in feinem Gewerbe nicht untüchtig gewesen den iÄondUit bi|andiu |trt 1 r 1 ri Ml , , " fein und besonders auch ein gutes Gedächtnis und eine raiche Lfttztere des Luftichtner Batullou^ diu tug.still-g Auffafftmgsgabe l-aben. Reif ist ithon verbältmsmastig früh aui I he» (Mraicn levvcltu nahmen an ber vahrt tul. t.uttnn die Balm des Verbrechens geraten er ist mehrfach wegen Bettelns und auch wegen Tiebftalsts bestraft. Zm Jahre 1886 wurde Reif wegen eines SütlichkeitSverbrechenS, begangen an cutcm Mädchen, mit 8 Jaliren Zuchthaus bestraft. Zm Zahre 191H verüble der Dtoblmg zwei Sittlichkeilsverbrechen an ihiaben, woiur er 1' Zahr Zuchthaus erhielt. Reif hatte diese Strafen Aniaug des Jain es 190b verbüßt. Obwohl nach der Entlassung Reis Arbeitsgelegenheit in der Arbeiterkolonie Ptariaseen 1. W. erhielt, begab er sich bald wieder aus die SSanbcrfdmft irobti er über Bingen und Höchst nach trranffurt a. Rd. kam, wo er mehrere Monate wegen eines Lhrenleidens von Prof. Tr. Voß behandelt wurde. Er kam auch nach Gießen und arbeitete hier im Mai und Zum am Bau der Fabrik Banninger. Tann ging 'Jieij hMCöer fort und durchquerte den Westerwald, um schließlich in Herschbach knr.ie Zeit — bis 21. Tezemlnr — als selbständiger Schuhmacher zu arbeiten. Am Abend des 23. Tezeniber traf Reif wieder von Hersckibach toumiend, in ließen ein, er ttdernachtete in der Herberge zur .\)nmat unb inietcle sich am 24. Dezember ein 3 immer in der Katharinen gösse. . _ Unter gewaltigem Vinörange, wie ihn der ^chwurgenchtSioal seit dein Hall Huddc nicht erlebt hat, wurde in die Verhandlung schließt dir Ccnartlidifeit bei ber Vernehmung des Angeklagten utü> der Zeugen au», die über den Befund der Leiche u|ro. gctvrt werden muffen. Ter Saal wird darauf geräumt Ter Anaettogte nuc : etwa d- n Eindruck eines Bufaunannes: auf normalem Körr.r sitzt em uniörmtr. großer Kov'. wrmentz kur;e Beine den Kvrvcr tragen. Er erklärt, er bi nud) . wird Kathreiners Malzkaffee täglich von immer Er ist wohlschmeckend größerer Bedeutung! Bilanz Mk. 7 288,13 Aktuariats-Assistent Lang und Familie. Gießen (Kaiser-Allee 26), den 9. März 1909. 1535 15./1 Mk. 341,20 M.l 350,— 1534 Grüningen, Langsdorf, io. März 1909. 1544 Bei Meläp end tadteffitep wende man sich an 1632] 6 Stück 12 Mt. (bvs, Billigste Preise. Feinste Referenzen. Prospekt gratis. e> Ausführnngen nur durch gelernte Plattenleger. Pli. Saylarlh 6 Co. 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Wenn dieses Schiff etwa im August oder September fertig wird, geht auch die neue Tvppclhalle und die Fabrik ihrer Bollendung entgegen, und zwei weitere Schiffe können ans Kiel gelegt werden. Z. 3 wird voraussichtlich einen Besuch nur der Internationalen LustschiffahrEns- stellung in Frankfurt ausführeu, die zwar schon int Juni beginnt, aber bis Oktober dauern soll, ivtan hofft, dort unternehmenden Geldleutcn zu beweisen, daß die Vtöglichkeit, Verkehrslinien einzuführen, nahegerückt ist. Dieses Ausstellungsschifs soll, schon 20 Personen an Bord nehmen können, und wenn der Luftschiffbau Zeppelin erst den Betrieb in seiner neuen großen Halle auf- genommen hat und Z. 1 und Z. 5 entstehen, wird eine wesentliche Steigerung in der Leistungsfähigkeit der Schiffe möglich sein, wvnrit Graf Zeppelin den Beweis erbringt, das; er das ihm vom Volk anvertrmite Pfund nicht vergraben hat. Der Besuch der Frankfurter Ausstellung ist davon abhängig gemacht, daß ein dauernder Luftschiffhafen dort errichtet wird, eine Bedingung, auf die die Stadt sicherlich eingehen wird. Da bei der Nähe der Chemischen Fabrik in Griesheim auch das Wasserstoffgas in Frankfurt zum Füllen und Nachfüllen ber Luftschiffe günstig zu haben ist, wird diese Stadt für den zukünftigen Verkehr große Bedeutung gewinnen. Auch in Düsseldorf sprach man schon von der Errichtung gesund und doch billig! — Aber Vorsicht beim Einkauf! Verlangen Sie ausdrücklich Kathreiners Malzkaffce. Machen Sie einen Versuch mit dem beliebten 10 Pfg.-Paket, ausreichend für etwa 20 Taffen- 325,80 4 713,40 401,— 1 847,93 8,W.Formliiils$fc,ibdoriii.Liiiiida. Einzigstes Plattengeschäft in ganz Oberhessen. Watzenborn, am 6. März 1909. Consumverein II, c. G. m. b. H. 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Der Elektrotechniker Sonder beabsichtigt, die Wasserkräfte der Iller |mit ihren Nebenflüssen und die Bregenzer Ach mit bem Spuler und dem Lliner See auszunützen zur Erzeugung vou 200 000 Pserdekräflen für 28 elektrische Stationen. Santos Dumont unternahm gestern auf dem Manöverfelde von Issy Flugversuche. Er flog 500 Meter in einer Höhe von 4 Meter. Bei einer mißlungenen Wendung stieß das vordere Tiefensteuer auf dem Boden auf und wurde stark beschädigt. Danksag-ung* Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Vaters, Grossvaters, Urgrossvaters, Bruders, Schwiegervaters Christian Leidich II., Rechner sagen wir allen, und den Sängern von Langsdorf und Grüningen für die Grabgesänge unseren besonderen herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. 39 6 0 45 .08 0 Das neue Bartpflegemittel Struwwelin flieht dem Barte jede Form ohne zu kleben, ohne Brenneisen und ohne Bartbinde, hergefttllt v. C. D. 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Der Oberbayrische christlicho Bauernverein hat in seiner.gestrigen Generalversammlung, an der auch eine Reihe von Zentrumsabgeordneten teiö- nahni, Protest erhob eit gegen die geplante Verkuppelung der Reichsb rausteuer. Was den Plan einer Vermögenssteuer betrifft, so wird diese Steuer zwar nicht sinanziell bekämpf werdetr von dem Baueritverein, aber er fordert, daß die Einführung einer solchen Steuer von gesetzlich zu bestimmenden Grundsätzen für die neue Einschätzung des Besitzes abhängig gemacht wird. Ter Bauernverein zählt zurzeit 30 000 Mitglieder. Breslau, 9. März. Auf Schloß Dvmanze, Kreis Schweidnitz, ist im Alter von 88 Jahren der Wirtliche Geheime Rat Graf G u st a v v. B r a n b e n b u r g , Ehrenrittcr des Johanniterordens, gestorben. Er war der letzte Enkel König Friedrich Wilhelms II. und der Gräfin Dönhoff. M. 341,20 , 1 170,— „ 180,- Zahl der Mitglieder und Geschäftsanteile bei der Gründung 15./1.08. Zugang 1908 ....... Abgang 1908 . . . . . . . Stand Ende 1908 . . . . . Hohe des Gcschäftsguthabens am Zugang in 1908 ...... Abgang „ „ . ..... Stand Ende 1908 . . . . . Gesamthaftsummc am 15./1. 08. . Zugang in 1908 Abgang „ „ ...... Stand Ende ....... IDOS. Passiva Gschäfts guth. d. M. Rm. Buchen-Scheit „ Buchen-, Eichen- und Nadel-Knüppel Wellen Buchen-Reiser ;?cf>ninuq s.»» ..... ycwit Nack d-r „ ct ckin "ad> 'Arbeit qe£neih*: ne.bkit, 9 mit iu in C Mar! °'ll der AnLWald Nt auch des s^^Edeulli > iu cntbfi I, das. er S Mfet ictktgte sch^A L aicht mtbl Cl Nickt icinp ‘fr™1®! 'ahindcrn wollen Äcff®' nicht nklären, tsiaalT- Mc Leutnant Arnold, da n,Qr- wurde vom ^- xlahren Zwangö- hm nicht weniger als 22 Mord- üandstiitungtzil und andere Gra»' s-rozeisc gegen die Fremde«. >egsgericht Kadur aUas de Pol a tbaltsoerbot auf 20 Jahre uni klagten wurden mildernde Um. 'lngetlagler wurde zu 18 Johrtr. nlhaltsverbot und TegradaiM ahreit Zivangsarbcit und 'legre, 'tabe zu 10 Jahren Zwangsaiber Strafen der übrigen Angeklagte- ivangsarbeit und 2 Jahren fe erden die Nichligkeilsbefckip^ lcrfliUr* nm nacu. Eingelol tut 3Nfkl'LerM d^.zgaben fcrt, 5"?S*ä.S'Ü Streusand, Tzicditz (Sckilesteiti. 015731 Wegzugsh. 1 Schrank, IBctt 1 Xtommobe z. vork. B le ich st r. 27, v. Schwarzwurzel u. Kochäpscl zu verkauf. Seltersweg 81, II, l. 101575 Backsteinpreffe neuestes Modell, wenig gebraucht, wegen Aufgabe des Geschäfts billigst abzugeben. 11529 Fr. Qblcmutz, Gambach i. H. zu verkaufen. Earl v. d. Emden Frankfurt a. 2)1., gr. Bockem ________heimerstraße 29.________ 01583] Mod. Fahrrad für 40 Mk. zu verk. Große Srühlgaste 37, I. 01589] Neues Fahrrad mit Frcil. billig zu verk. Wolkengaste 10, pt. Lndwtgstraße 6 7-Zimmer-Wohnuna mit Zube hör zu vermieten, ilcäheres 133.9 Georg Hcbstrcit, Älinikstrahe 21. ßtränmige Wol|nuug ai,'mn und Küche, zwei Burfchenzimmcr. 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