Nr. 34 UW-MS Matt 159. Jatzrsang Mittwoch, 10. Februar 1909 EHchekü ÜlgNch mV Ausnahme de» SanntagL. Die „etefteeef LmnINenblStter- «erden dem »Anzeiger* otermol wöchentlich beigelegt, daL wXrclsblott ffii He Kreta Sietze«^ zweimal wöchentlich. Die .Landwirtschaftliche« Lett- fräse«" erscheinen monatlich zweimal. Gießener Anzeiger Eeneral-Anzeiger für Dbecheffen NotaKonrdruck «n> versag der FrOBHdSea UniversuälS - Buch» unb EkeiuLruclere^ K. Senge, Sieben. ReboMhm, Exveditton and Druckerei: Eckuk- ftrabe 7. Expedition und Verlag: 5L Redaktion: 112. Lel.-Aür^AnzeigerGieheN9 U.____________. . ■» Deutscher Reichstag. 802. Sitzung. Dienstag, den 9. Februar. Etat Tische des Bundesrats: v. Bethmann-Holltvcg. DaS Haus ist sehr schwach besetzt. °Zu Beginn der Schtmg fehlten sogar die amtlichen Stenographen. ,.......f,T; . Präsident Graf Stolberg eröffnet die Sitzung um 2 Uhr. Eingegangen ist die neue Fernsprechgebühren, prdnung und das Bankgesetz. Der Etat des NeichsamtS deS Inner«. ^(Fünfter Tag.), i Dbg. Hug (Zentr.)! betont die Notwendigkeit der Regulierung des Oberrheins von Straßburg nach Basel und von da nach dem Bodensee. Sei die Schiffbarmachung vollendet, so würde der Bodensee ein Bindeglied zwischen Nordsee und Mittelländischem Meer darstellen und sich ein bedeutender internationaler Verkehr entwickeln. Mer die rn Aussicht stehende Einführung der Schiffahrtsabgaben trübe Liesen Blick in die Zukunft. Abg. v. Brockhausen (Kons.): Mit vollem Recht ist hier darauf hingewiesen worden, daß sich alle Parteien der größten Kürze befleißigen mochten. Gerade meine politischen Freunde haben sich aber bisher die möglichste Zurückhaltung auferlegt. Redner spricht dann über daS Schmiergelderunwesen und verlangt gesetzliche Maßnahmen. Der Redner begründet dann die von ihm eingebrachte Reso- ürtton aus Anstellung von Erhebungen über die Mißstände im Theaterwesen. Nötigen Falls soll eine Denkschrift darüber vorgelegt werben. In engem Zusantmenhange mit dem Theaterwesen steht ja auch btc Frage der Zensur. Ich glaube, daß in dieser Hinsicht das Berliner Polizeipräsidium das richtige trifft Man kann nicht darüber klagen, daß die Zensur des Berliner Polizeipräsidiums zu strenge ist, im Gegenteil, von man- £ Seite wird sogar behauptet, man müsse in Berlin trotz der snr sich selbst darum kümmern, in welche Stücke man gehen ic, da doch vieles, was man nicht gern Horen und sehen möchte, aufgeführt wird. Ich stehe nicht auf diesem Standpunkt, denn man mutz doch bedenken, datz man in einer so großen Stadt wie Berlin sich manches cutsehen kann, was man in einer kleinen Stadt nicht sehen dürfte. In der Großstadt wird ja durch die glänzende Inszenierung und die guten Dekorationen manches gemildert, was man auf einer kleinen Bühne scheußlich finden würde. Man kann also ost sagen: das paßt wohl für Berlin, aber nicht für eine kleine Stadt. Ich meine übrigens, daß man nicht überall hinzugehen braucht Aber es ist freilich bedenklich, wenn die Zensur allzu lax vorgeht, lieber die großen Mißstände im Thcaterroesen — oder tnelleicht besser gesagt Theaterunwesen — findet man besonders gutes Material in einer Broschüre, die von Dr. Pfeiffer geschrieben und kürzlich erschienen tft Beim Konzertwesen ist es ebenso. Es wäre deshalb wohl am Platze, daß hier endlich eingeschritten wird. Aber obwohl das Material sehr eingehend ist, genügt cs doch nicht, um daraufhin gesetzgeberische Maßnahmen vorzuschlagen. Jedenfalls muß man sagen audiatur et altera pars. Man muß auch die Lheaterunternehmer fragen und aus ihren Kreisen hören, wie sie sich eine Beseitigung der Mißstände vorstellcn. Wenn die Erhebungen dazu sichren, daß sich die Dinge wirklich so Verhalten wie sie heute allgemein angenommen werden, dann könnte man mit gesetzgeberischen Maßnahmen vorgehen. Interessant wäre cs dabei, einmal etwas genaueres über dip Vorbildung der Theaterdirektoren unb über ihre Religion zu erfahren. Ich glaube, daß gerade beim Theater die Direktoren zum größten Teil jüdischen Glaubens sind. .Es wird ferner nötig sein, Maßnahmen zu treffen, um denjenigen Personen, die Talent fürs Theater haben, die Möglichkeit zu verschaffen, ihre Begabung der Kunst zur Verfügung zu stellen, ohne oaß sie viel Unkosten haben, oder per Gefahr ausgesetzt werden, rn ihren Sitten geschädigt zu werden. Der Abg. Dr. Reumann-Hofer beschäftigt sich auch gern mit Kunstfragen, aber mehr noch mit der Frage der Doppelbesteuerung. Da ich zur Frage der Doppelbesteuerung im Reichstage gesprochen habe, bin ich von ihm in der Presse in der schärfsten Weise angegriffen worden. Ich finde keinen parlamentarischen Ausdruck für dieses Verhalten. (Sehr gut! rechts.) Gerade die bürgerlichen Parteien sollten doch zusammenhalten, und gemeinsam sich in den Dienst deZ Vaterlandes stellen, damit es mit Recht heißt: Deutschland immer voran. (Beifall rechts.) Wg. Arning (Natl.): Das Krankcnversicherungswesen nimmt eine immer größere Ausdehnung an. Wenn die Entwicklung in der bisherigen Weise fortschreitet, so wird bald die Hälfte der Bevölkerung Deutschlands unter dem Versichcrungszwangc stehen. Tas wäre erfreulich. Wir begrüßen cs, wenn die Grundlagen der Versicherung immer mehr erweitert werden. Da3 Krankenver- ficherunaSwesen spielt im Leben des Arztes eine immer größere Rolle. Man muß dabei nach allen Seiten hin Rücksicht nehmen. Der Arzt darf nicht daran gehindert werden, an den großen Summen, die die Krankenversicherungen zahlen, teilzunehmen. Andererseits darf der Arzt aber auch nickt das Recht beanspruchen, unbedingt zu dieser Tätigkeit bei den Krankenversicherungen zu- gelassen zu werden. Ein gemeinsames Arztsystem kann natürlich nicht borge- schrieben werden, schematisch darf man nicht vorgehen- „ Die ganze Frage sollte gesetzlich geregelt werden. Die Unabhängigkeit des Aerztestandes darf dabei nicht außer acht gelassen wer- den. Diese Unabhängigkeit ist der Stolz dieses Standes von jeher gewesen. Sie muß auch erhalten bleiben. Durch die Not der Verhältnisse ist der Aerztestand herabgedrückt worden. Viel Schuld trug auch der Umstand, daß man alle Krankender- sicherungSgcsctze ohne Hinzuziehung der Aerzte gemacht hat Sie mutzten also notwendigerweise zuungunsten des Aerzte- stau des ausfallcn. Im ganzen ist der Einnahmcdurckschmtt des ärztlichen Standes herabgcgangen. Die Arbeitslast ist aber gewachsen, gerade durch die Kasscngesetzgebung. Bei jeder Klei- nigkeit gehen jetzt die Versicherten zum Arzt. Durch btc Oraa- nisation der Aerzte ist dem weiteren Niedergang des Standes Einhalt getan worden. Aus den Splittern :st etn fester Körper geschaffen worden, der sich nicht von den Mühlsteinen zermahlen läßt Man wird sich an diese Neuerscheinung gewöhnen muffen. Die Aerzte haben das gleiche Recht wie alle anberen Berufe. Sie haben auch das Recht, ihre Arbeitsleistung zu verweigern. (Widerspruch.) Ich bin nicht mst der Form eiiwerstanden, in der diese Verweigerung hier uiw dort vorgenommen worden ist, aber das Recht dieser Verweigerung besteht Den Aerzten ist es mich niemals eingefallen, rn Fal» Itn bringenber Not Hilfe zu verweigern. Auch ux Köln ist daS nicht der Fall gewesen. Wie liegt die Sache dort? Vor fünf Jahren kündigten in Köln die fixierten Aerzte und bereinigten sich mit den anderen zur Forderung der freier. Arztwahl Die Staffen lehnten ab und suchten Streikbrecher. Unter diesen befanden sich Morphinisten, SittlickkeltSverbreckcr und auch ein Assistent des Kurpfuschers Nardenkötter. Am 81. Januar 1904 schloß die Aufsichtsbehörde zwangsweise einen Vertrag auf freie Arztwahl, der am 1. Februar 1909 ablaufen sollte. Die ganzen Jahre hindurch bereiteten die Kassen die Abschaffung der freien Arztwahl und den Kampf vor. Die Aerzte muhten Gewehr bet Fuß der Sache zusehen. Die Staffen kündigten schließlich den Vertrag und Voten Den Kölner Aerzten Einzelver- träge cm, die von einigen wenigen angenommen wurden. Seit dem 1. Februar stehen den Kassen nur 54 Aerzte zur Verfügung. Dringende Stathilfe wird nicht versagt. Das itt auch nicht möglich, da der Ehrengerichtshof ein solches Verhalten bisher als Standesvcrgehen bestraft hat. Der Staatssekretär war also nicht ganz richtig informiert Staatssekretär v. Vethuiann-Hollweg: Der Vorredner unterliegt demselben Irrtum wie Dr. Naumann. Auch er hat gemeint, daß ich meine Ausführungen itper den Mißbrauch deS Koalitionsreckts im Hinblick auf dsi K ö l- itet Verhältnisse gemacht habe. Ich habe aber ansdrück- sich gesagt, die Stölner Verhältnisse sind mir in ihren Details unbekannt, daraus ergibt sich, datz meine Bemerkungen ganz allgemeiner Natur waren. Ich habe mich allerdings für verpflichtet gehalten, von der Tribüne des Reichstags aus eine Warnung dahin auszusprechen, daß die Koalttionen der Aerzte inl' GJebraudj der materiellen Koalitionsmittel vorsichtig fein möchten. Ich habe hier eine Menge von Diaterral, das ich sehr gern Herrn Dr. Arning zur Verfügung stellen werde, ans dem sich ergibt, daß ärztliche Standesvereine ihren Kollegen ehren- gerichtliche Untersuchungen cmgedroht haben, falls sie in einem einzelnen Falle auf die hierauf bezüglichen Vorschriften der Standesvereine nicht cingehen. DaS halte ick für ein außerordentlich bedenkliches Vorgehen. Herr Dr. Arning sagt, btc Aerzte haben das Koalitionsrecht, infolgedessen können sie auch von dem Mittel des Streiks Gebrauch machen. Der ärztliche Beruf ist ein lL-rraler Beruf und er hat sehr viel höhere Güter zu wahren als diejenigen Berufskreise, die unter der Gewerbeordnung stehest. Man hat absichtlich die Aerzte nicht unter die Gewerbeordnung gestellt. Darum sollten die Herren eS sich auch überlegen, ob es nicht besser wäre, von benfenigen Mitteln leinen Gebrauch zu machen, die von den gewerblichen Koalitionen gebraucht Werdern Im übrigen erkenne ich vol^ kommen an, daß die Verhältnisse des ärztlichen Standes durch unsere Versicherungsgesetzgebung in schwerer Weise beeinflußt worden sind und durch die Ausdehnung der Versichern ngS pflicht, die wir vorhaben, werden die Verhältnisse nicht leichter werden. Ich habe deshalb, wie der Vorredner auch angeführt hat, gerade die betreffenden Abschnitte der Bersiche- rungSordnung in gemeinschaftlicher Behandlung mit Kassenbeam- ten und Aerztevertretcrn erörtert und freue mich, daß es geglückt ist. bei diesen Verhandlungen Formen bezüglich der Ein- richtung' von Einigungs- und Schiedsbehörden zu finden, die den Beifall der damals gehörten Aerzte und auch hier namentlich des Dr. Mugdan gefunden haben. , , Da ich das Wort habe, möchte ich mich auch zu einigen anderen dieser Tage erörterten Punkten äußern. Es ist selbstverständlich, daß die sehr beklagenswerten ftnan. ziellen Zustände, in denen sich Sic reinen Walzw er ke zurzeit befinden, nicht zu einer Aushebung unserer Eisenzölle führen können. Ebensowenig scheint mir der Weg gangbar zu sein, den die Resolution 'Becker vorfchlägt, weil er eine Aufhebung der Eisenzölle außerordentlich nahe kommt. Eine gewisse Abhilfe kann schon auf Grund der bestehenden Gesetze gewährt werden, wobei ick allerdings nicht verkenne, daß die prak- sischen Verhältnisse die Anlvendung des Veredelungsverkehrs nicht gerade leicht macken. (Sehr ricktig! links.) Wenn auf dem Wege der Reichsgeschgebung der bedrängten Industrie nicht geholfen lücrben könnte, so muß dies auf eine andere Weise geschehen. Ich war mit dem preußischen Handelsminister in Düsseldorf und habe mit den Beteiligten gesprochen. Sollte die Resolution Stresemann angenommen werden, so bin ich gern bereit, dem Reichstag die gewünschte Denkschrift vorzulegen. Ich bitte dabei jedoch von bornljerem zu bedenken, daß bei den Düsseldorfer Verhandlungen uns Mitteilungen höchst vertraulicher Natur gemacht worden sind, die ich in der Denkschrift nicht wiedergeben lann. (Rufe rechts: Sind ja längst bekannt!) Ich weiß nicht, von wem das Geheimnis gebrochen worden ist, von staatlicher Seite jeden- falls nicht. Ohne Zustimmung der Beteiligten würde ich jedenfalls die geschäftlichen Zahlen der Oeffentlichkett nicht prcisgeben. Der Abg. Hug hat von der Schiffbarmachung des Oberrheins gesprochen. Ich weiß, daß Baden dieser Schiffbarmachung ein lebhaftes Interesse zuwendet. %ber daß durch die Einführung von Sckiffahrtsabgaben dieser Schiffbarmachung ein Hindernis entgegengestellt würde, vermag ich nicht einzusehen.(Sehr ricktig! rechts.) JmGegenteil sollen ja gerade bei derErhcbung von Schiffahrtsabgaben die gesamten Reinerträge für die Verbesserung der Wasserstraßen verwendet werden. (Sehr richtig! rechts.) Der Abg. Stresemann hat auch unser Verhältnis zu Kanada besprochen. Dieses Verhältnis bildet den Gegenstand ernstester Aufmerffamkeit bei uns in Deutschland. Auf feiten Deutschlands liegt kein Hindernis vor. zu einer handelspositischen Verständigung mit Kanada zu gelangen. Die dahin gerickteten Schritte haben aber bisher zu einem Ergebnis leider nicht geführt. Ich hege jedoch die Hoffnung, datz es gelingen wird, Deutschland den kanadischen und Kanada den deutschen Absatz wieder zu erschließen. . Der Abg. Pachnicke hat gestern eme Unterstützung des Verbandes deutscher Arbeitsnachweise angeregt. Ich kann die Tätigkeit des Verbandes nur freudigst und dankbar begrüßen. Aus diesem nickt bureankratischen Wege wird zweifellos eine viel schnellere Regelung der Frage herbeigeführt tverden. als wenn wir erst den Weg der Gesetzgebung beschritten hätten. Für 1909 habe ick daher Mittel aus dem Dispositionsfonds fluffig gc- macht. Hoffentlich sehen wir, datz das Geld so gut angewendet wird, daß ich für 1910 und die folgenden Jahre die etatmäßige Bereitstellung der Mittel beim Reichstage beantragen kann. (Beifall.) Nbg. Horn-Sachsen (Soz.) halt feine Rede zur Glashüttenresolution. Die schweren Anklagen, die ich hier oftmals im Namen der Glasarbeiter erhoben habe, sind angeblich widerlegt worden in einer Rede, die Herr von Siebert hier — nickt gehalten hat (ßeiterfeit bet den Soz.), die aber tn 20 000 Exemplaren als Flugblatt verbreitet wurde. Darin sucht Herr von Siebert mit Hilfe einer großen Menge von Zahlen den Nachweis zu erbringen, wie glanzend die Lage der Glasarbeiter in Deutschland ist. Diese Zahlen stellen sich aber, gelinde gesagt, als Fälschung d«, In Wahrheit Beträgt der durchschnittliche JahreSlohn deS deutschen Glasarbeiters 908 Mark. (Hört! Hört!) ES ist unglaublich, datz sich ein Reichs» tagsabgeordneter, dem daö amtliche statistische Material zur Verfügung steht, zu solchen Behauptungen versteigt. Aber das nennt sich dann objektive Reichöverbandsmethode. (Leb- Hafter Beifal. der Soz.) In dem Flugblatt sind die schwersten Vorwürfe gegen mich und eine große Menge von Unwahrheiten. Präsident Graf Stolberg ruft den Redner zur Ordnung. Abg. Horn (ein Flugblatt in die Höhe haltend): Hier sind Unwahrheiten drin. Ob sie bewußt oder unbewußt ausgesprochen sind, daS weiß ich nicht. Kommen Sie^ Herr von Siebert, nur ja nicht in meinen Wahlkreis, denn da konnten Sie von meinen Wählern auf die Socken gebracht werden. Präsident Gros Stolberg ersucht den Redner, nun endlich zur Sache zu reden unb nickt fortwährend gegen den Abg. v. Siebert. Abg. Kaemps (Fr. Vp.): Demi dem Wirtschaftsausschuß schon die Einzelheiten über den portugiesischen Handelsvertrag mitgetedt sind, dann müßten sie auch den gesetzlichen Vertretungen deS vandels und der Industrie, den Handelskammern und den !aufmanni,chen Korporationen bekannt gegeben werden; denn der Wirtschaftsauö- schuß ist feine gesetzt icke Vertretung des Handels und der Industrie. Der portugiesische Handelsvertrag muß _ beröf fentlW werden, auch wenn sein Inhalt für den Handel ungünstig ist. Es ist immer besser, daß der Handel weiß, waS in dem Vertrage steht, a!S datz er es erst zu spät erfahrt. Graf Kanitz hat darüber Klage geführt, daß die Zölle auf Schuhe so niedrig sind. Nun. m allen Familien wird schon heute über die teuren Schuhpreise geklagt. Der Zolltarif, den Graf Kanitz als nicht lückenlos bc> zeichnet hat, ist an unserem Wirtschafts körper eine A ch i l l e § f e r s e , an der er von Jahr zu Jahr mehr verwundbar toiub. Wir sehen, daß Frankreich feine Zölle erhöhen will und zur Begründung auf Deutschland verweist, daS damit an- gefangen habe. In der Industrie vollzieht sich immer mehr der Konzentrationsprozeß, gegen den wir an sich nichts haben, den zu beklagen wir aber anfangen, toenn bie zusammengeschlosfene Industrie eine Preispolitik treibt, die das Ausland dem Inland gegenüber begünstigt. Wohin das führen muß, zeigt cin Beschluß der deutschen Werstbesiher,' Reparaturen an ausländischen Schiffen in Deutschland nicht mehr vorzunehmen. Begründet wird dieser Beschluß damit, daß die holländischen Werften viel billiger Schiffe Herstellen und reparieren tonnen. Das bedeutet natürlich eine schwere Schädigung der deutschen Werften. Wir sehen hier einen Kampf aller gegen alle. Wir sehen, das Holland, weil es das deutsche Eisen billiger bekommen kann, als die deutschen Firmen, auch billiger zu produzieren vermag. Eine Folge unserer verkehrten Wirtschaftspolitik ist auch der gerade durck die hohen Eisenzölle großgeloordene Stahlwerks- verband, der bäs Halbzeug den deutschen reinen Walzwerken teurer verkauft als dem Ausland. Wir werden der Resolution Stresemann zustimmen, weil wir nichts unversucht lassen wollen, um in diese Syndikatspolitik Bresche zu legen. Das System der Einfuhrscheine für Getreide hat dahin geführt, datz deutsches Korn für 170 Mark im Inland und für 120 Mark nach dem Ausland verkauft wird. Ich weiß sehr wohl, daß namentlich von den Ostseestadten lebhaft gegen die Aucheoung der Einfuhrscheine protestiert wird, aber der deutsche Handel sollte seine Augen nicht davor verschließen, daß es im allgemeinen Interesse liegt, auf dies System der Einfuhrscheine zu verziAen. Die Einfuhrscheine haben das Gegenteil von dem herbeigeführt, was nach der Natur der Sacke herbeigeführt werden sollte. Wenn von einer Erhöhung des Kaffeezolls gesprochen wird, so fragt es sich, was er wohl nützen wird, da er doch durch die Einfuhrscheine wieder beseitigt werden lann. Wir stehen vor dem Zustandekommen einer großen Reichsfinanzreform. Auch sie wird in erster Linie Handel und Industrie schwer treffen. Trotzdem Handel und Industrie fick dessen bewußt sind, daß sie die meisten Lasten auf sich nehmen müssen, sind sie bereit, an diesem großen Werk mitzuarbeiten. Aber sie müssen dann auch verlangen, daß auf ihre An-' schauungen mehr Rücksicht genommen wird als es bisher gesckah. Die Finaiizreform muß von einer Reform unserer Wirtschaftspolitik begleitet fein. (Leoh. Zustimmung links.) Diese muß barin bestehen, daß sie erstens allen protelrio- nistischen SBeftrebungen ein Halt zuruft, zweitens, daß sie Mittel und Wege findet, um die deutschen Konsumenten zu entlasten, und drittens, daß dafür gesorgt wird, datz unseren Gewerbetreibenden die Grenzen der fremden Staaten wieder mehr geöffnet werden. Obne eine Aenderung unserer Wirtschaftspolitik bleibt die ganze Finanzreform ein Stückwerk. (Beifall links, Lachen rechts.) Abg. Dr. Struve (Fr. Vg.) ' erklärt fein Einverständnis mit den Ausführungen des Dr. Arning über Aerztestand und Krankenkassen und erhebt auck seinerseits Einspruch gegen die neulichen Ausführungen des Staatssekretärs, die man gar nicht anders habe anffaffen können, als auf die Kölner Verhältnisse bezüglich. Der Redner bestätigt die Darstellung des Kölner Kampfes durch _2)r. Arning. Gewiß ist es grausam, wenn die Kranken nickt genügend ärztlich versorgt werden, aber wer ist anders Schuld als der Kölner Krankenkassenverein, der fälschlich behauptet hatte, er habe genügend unb einwandfreie Aerzte; und die Aufsichtsbehörde bat nichts zu beanstanden gehabt! 50 Aerzte sollen ganz Köln mit seine,i Vororten versorgen; unb 24 davon kamen aus Leipzig, haben das Streikbrechermiesen schon handwerksmäßig gekannt, und vor ihnen hat die Leipziger Ortskrankenkasse den Kölner Kranken, faffenberein vorher gewarnt; daS ist das einwandfreie Aerzte- material. Sonst haben sich nur 30 Streikbrecher aus dem ganzen Deutschen Reiche gefunden, 30 unter weit über 20 000 Aerzten, ein ehrenvolles Zeugnis für den deutschen Aerzte. stand. Die Kölner ausgesperrten Aerzte tun einfach das, was ihre Pflicht ist, so schmerzlich das für die Familien der Kranken- kassemnitglieder sein mag. Mögen diese doch dafür sorgen, daß ihre Vorstände nicht Leben und Gesundheit ihrer Mitglieder und deren Familien zum Gegenstand des Kampfes machen. Es bandelt sich uni einen Akt der Notwehr für die Kölner Aerzte; unb ich appelliere an den Staatssekretär, er möge nach Köln an- ordnen, daß jede Beschlverde über nicht genügende ärztliche Versorgung eines Krankenkassenmitgliedes sofort erledigt wird, brevi manu, telephonisch. Nach persönlichen Bemeickungen der Abgg. v. Siebert, Dr. Neumann-Hofer und v. Brockhausen vertagt das Haus die Weiterberatung auf Mittwoch, 2 Uhr, Schluß nach 7 Uhr. Englische AnnSherungroersuche. *xtt Hf fitfllijtotn König Ipaarer tn ■•ön’in gibt Xteobor ffioh Serartlaifung IM Bert Tqbl" dar;-Liegen, da» '»land > .3t mehrfach wnrbftd verbuch: babe, einen Bitten ^n-d'tnR nn TeutfAlanb zu - nter Leun da« rttz'g nt, «d , -,f. „ftclit. 3tfl" tettAtigt die 'Ärgsten te.» „Berk. Tflx/, bann irütben unsere beurigen un-rireulichen Beirehangen $u engianD ■rit in da» rechte Ächt gerückt «ein. Wie da) „Berl. Tflfit " cngibt. harte übcnnterlain jfenf» njlj Av^bruck b*t TrenKi-aakkrie^e«. eine ^nnifrrum in L.£ ‘ Htm mit einigen kleinen .iugtständnifsen abf inten rooutr, man rnb f r Frankreich gänzlich aus zu s ck l te 8 en gemachte. Ter Borlckkar mar von der teutichen ^eg,-runq mil «rotier Reserve ausgenommen werten. wobei. neben axv r re« tLrnxtqungeil. hie 3d)eu cor der sehr burenttcunblicken n,;nult4tn Retnunn miifprad». und eine ähnlich enervierte r -' :jnq scheint Wroi Bülow beobachtet ju haben, ay '‘T.roabxenß Qonfcon-r Anientba'.f, mit Ebamberlam fonicr.ertr Fa»b -exaui hielt i bxnnberhtn in Pciceftrr eine Rede, tn t r er gar »u : oreilig rnn einer neuen Tripelallianz her gnm irvidxii nafit mit frtn beiten qtoftm Zweigen der Ingeliadzitn, mit (rnglano uni» Amerika, .mach Ttrfc Rede hat in Berlin verstimmt. und alS dann die allgemeine Stimmung in Tentfchlanb immer tmrcn= reundlich.r rtnzrte, sah sich die deutsche Regierung 0™hgt, tne Verhandlungen üter die beutsch-enginck' Cmigung abzudrechem '-in Fahr daraus, bei dem 7nte c*r Wöntflin von England, altz unirr 4ai>er in England weilte, soll (idamberlatn einen zweiten Besuch gcmack! haben, en- Entente, ober nn Bündnis mtt ^ -ukschland au schaffen Chamberlain stellte damals 'nnen^erften Ulan: die Regelung der Marekko As'är- mit Ausichluy «rrank reich«, als minderwertig lunäcfcft zurück und bot bet deutschen mc- .icrung ein formellei' SiJWm? an Er legte der oruwn »it- .(irrimg dar, twfi die Zeit der „splendid stolation für England vor- nt • c sei, und hon England unter ollen llmitanbeii zur Sicherung «einer Slolonim daran denken müsse, sich einer der beiten kuro- vöischen Fcstlanbvgrupven anAuschlieszen. Er wirs daraus rnn, das; .ine Barlri in England den Anschluß an ten lranLömch-ru,si,cken verbünd bciüiroorlf, bezeichnete ud> aI3 einen Cm'gttct bieier \ttf, sagte aber Vorau), da» ein Scheitern bet teiitic^ngliiarn ilerkmidliingen zu einer Entente mit Frankreich und .»uMand fuhren werde Er ofseri-rle ten Beitritt England-) zum Dreibund, mit Ratiiizierung durch das Parlament, und erklärte, dag ter cgsuS foeberiy rin treten sollte, sobald einender vertragslchltetzenten P.irteicn von uoti Seiten angegriffen würde. Auch dieser Bersuch Elximterlaiits fcfiriteitc, wie Thmbor Wolfs meint, durch Sckmld unserer Tiplomatie. Eduard VII. verdient, nneman ae,esten bat, so bemerkt das „Berl. Tgbl", nicht ganz den Vorwurf, dan er die „Einkreisnng.'volitik" erfunten, beim die An gäberirng Englands an den ?,weibund mar nach dem rcfieitcni der seutsch-englüchen .IllianzteKrebungen das Ergebene, und Ebaniter- Iain hatte sie mit grotzcr Bcstimmtheit vorausgesagt. Eduard VII. ■rtgte gaiu .*tnjnd) ter vorgezeichneten Linie, und er folgte tln nur vielleicht mit einem Elser, ter das Matz des Notwendigen bisweilen überfcktritt." Die „Köln. Ata." glaubt indessen nicht, bah von englischer r. ito wirklich formelle Vorschläge -.um Absd)lusse eines Bündnisseö i mad)t worden seien Chamberlain habe keinerlei Vollmachten '.iner Negieiung getrabt Auch sei die allgemeine Lage damals ,-inem 3uinmiitMt.KlKii Tcutfcklands mit England nicht sehr günstig mm-fen. Die Abneigung weitester Krise gegen England sei da mals zu groh gewesen. Wenn Deutschlanv die engliscl)en Vor m-läge mir mit großer Vorsicht aufgenonrmen habe, so mirb, wie rie „Wni. 3tg " meint, die Erwägung mitgesprokten haben, daß - - itir Deutschland bod) sehr folgenschwer wib bedenklich geioesen märe, die Perwendung seiner militärischen Macht mehr ooer minder non englischem Einflüsse abhängig zu machen. Emblich aber und vor allenc müsse man sich erinnern, wie die allgemeine Lage in Europa roar uno mit welchen Richtlinien die deutsche Politik damals r-ifindc. Eine Annäherung an England hätte unter ten damaligen Bcrhältnissen unzweiselhakt eiitefcharfeSvitzegegenRuß« land gehabt, ivährend btt llcbcrficreriuig des Kaisers Wilhelm I und nicht minder des Fürsten Bismarck die Notwendigkeit Der Erhaltung der russischen Freundschaft als einen i'Hhubcndiah ausgestellt hatte. „Wir wollen weder untersuchen, .ch btefer 3ab ju BiSmorckschcr 3eit unbedingt richtig Ivar, noch auch, ob Fürst Bismarck unter ter Wandlung ter Verhältnisse auch später nod) bi.' gleiche Politik verfolgt haben würde, aber r s in Tatsache, daß diese Bismarckschc Lehre sowohl im Volke unter ten Verehrern des Fürsten Bismarck al-Z auch in mastgetenten 'N.'pcnnta#frrtiejt io stark nachwirkte, das; hierin wohl der Stemm- gründ zu suchen ist. wenn man ten Engländern nicht eifriger ent gegenaekommen ist " Mag sich das nun so uer halten oder ander s, ra5 eine ist iebenfalls unteiweiselbar: unsere Tiplomatie bat >o lange .zwischen ten „Freunden" aller Welt hin und ter gc ichmankt. In» uns ein Freund na di dem andern ten Rücken gefehlt hat. Unsere Diplomatie hat eö in den letzten Jahrzehnten Liber immer meisterhaft verüanten, ten riditigen Zeiwunkt fflr ihre Entschließungen zu verpassen. Soffentli* ist man nun ente lidi durch €dxiteit klug geworben. A. ie ruhige, auf idiTagenbe Ä '.^enmerke ge* ein schöner Tanz zu erwarten. ■c Wett« s i o» 7504 V. Niedrigste , 8. Handel des .3^*/# Rciehsanleihe do. 3 3J» Portaijiesen III 111-40 Hörmc, 10. Februar. Anfang«kone. 2JU D»„ EmserWasser ; t. Krä eben. Sonnenschein Klarer >>uum»l Bed. Fimmel widurungen auf die v** lich die tstcn. ?;taaUbahn . . . Prince-Henn-Eisenbahu . 119.73 122.50 185 09 190.10 113 90 193.10 204.00 92BO 97.20 174 60 181 ÄO 246^0 13-40 190.00 132.50 200L0 9* I 745 0 7" . 738,7 4 % ■/, rnss.Staatsanl. 1905 4>4e.'e japan- Staatsanleihe 4 Conv. Türken von 1903 Tiirkenlose...... 4 % GriccL Monopol-Aul.. 4% aoaecre Argentinier . 3°/, Mexikaner . . . 4)s°/e Chinesen . . . Aktien: Bochum Guss . . . Buderus E. W. . . Tendenz: lest. Berliner Canada ER. Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . . Tendenz: fest. = — 0,2 ' C. = — 12.2’C. 17.90 144 75 121.00 Meteorologische ^eobachtnnqcn her Station Mienen. Vermischte-. *DieBaukosten der nur*bon':t Unterzgrundbahn vont Nürnberger Vlatz b-? zum Na statt er Platz in Herl in sind, rote die A. F. Z m''tcilt, auSschlicstlich der Hauzinsen aus 17,16 Millionen Mark l-crcchne: worden. Ta die Länge ter Babu zwischen den briten Habnbösen 4,715 stilom.ter beträgt, so kostet der Kilometer Untergrundbahn rund 3.63B Mtll.anen Mark, d. b. ein Meter ter schnell'.ahn stellt sich auf rund 3i»38 Mark. 96.70 87.70 96.70 87.70 96.20 94.20 98 40 98 f>0 94.45 9. 9. 10. Telefonische Kursberichte Giessener Anzeigern, mitgotcilt von der Bank für i.nd Industrie, Gieysea. Frnnkfnrter Hör« e, 10. Februar, 1.15 VLr. . 173.60 . 131.20 . 247.10 . 62.20 152.60 83 74 : 3,3 1 87 | *1 K1 i berührte demgegenüber ie ruhige, aus schlagende Ä ^enmerke gestützte 3ad}!idfeit, mit ter die beiten Literalen b:m Bannerträger deS AgrarierbundeS heimleuchteteen. und man hatte ten Eindruck, das; auch ten freunden tec* X?rrrn Dr. Hahn bei tiefem rarlmneiuarischen Aan'cngange nicht ganz nrohl war. Bis auf ivenige Daragraphen würde die Vorlage in zweiter Lotung erledigt. Mittwoch wird, mit dem Tchlust der Lchrertebattc. noch eine Reihe von Wahlprüfungen bringen. Und wenn die vier soziald-emokratischen Berliner Mandate darunter sind, dann licht betrachtet wurde Tie künftige Ädschasiung der niederen Lüsterdienste der Lehrer, d-e sich für setzt noch n:ch: erreichen liest, teberrittite ten ersten Teil ter Debatte, nament lickl ter Ratwnalliterale v Camve und ter Freisinn g: Dassel, ater auch ein Loni'ervativer, v. Tillo, trat:n cnrittieten für b Briert'gung dirieS alten BrauckiS ein. B te Liberalen ftanbm auch Schulter an Schulter, als es galt., mit >:crm 4.r Riederich Sahn wegen seiner in dieser .stompromistära doppelt deplazierten Angriffe nut die Lehrerfrrundlichkeit des Liberal.Smus abzurecte ncn. Tamil aber hatten ne ein- n kleinen Sturm h rausteickwnren. ber fast die gattje zweite Hälfte ter Sitzung über dos vaus te ter fegte. Tr. >? a h n gilt mit Recht als ein mit allen öafiern knifflicker Dialektik gervafckener Tetetter, und er leistete sich Er- illkommene Zurechtweisung, btc gelcgent« ntarischen .'lnnandcS, immer ater die imackeS übcrschrittcn. Doppelt erfreulich StimmungsbU» aus drm prenß. atgtoröntttnhaiis. Berlin, 8. Feor. 1909. ES wird ten betten in ter RrichSteupt ttadt tagen bat Tar tacumten feine schlechte Zensur nn Laute «Mragen. datz auch terTag, ter ten prunkoollen EmAugteS BrttenkSmgS tn tec ^ru-m ter Lwtentrllern.Rriitenz brachte, ne tei unoerdrossnter Arte'.: 'ab -^m taufe an brr Drmz Alteecht--trage aber nahm ran fine Rückszcht auf bai bö'uche ^tbaugtorange. und w^teend ter Sechsspänner mü ten beiden Monarchen die alte vra trium obcIiA ter Preutzenkön'.ge bmatepllte, ickuvang Zordau 0. HToetfcer > , -.rung errmenb, die Bräf'tentenklingel. Und mtt Bolldampt cirtfld tn die S.-uerterahing des Le hr e r b e i ol dnn g S -G e- kyes, ncrlitem die testen BfarrcrgehaltSvorlagen ku'zcrhand an die .»rommi'fnra zurückverwteicn waren, die noch ein paar neue Anträge prüfen soll. Sieter war eine rnch'.tche ''c.battc die Frucht te- Lompromtises, das felbitt?cröjpb' 11) cud; Inite von cU*n Rednern mit rnn steifen, einem nckstn ?.ua vochstc Temperatur am 8. Febr. bis 9. Febr. Vicstencr Strafkammer. )( Gtestcn, 9. Fbr. 1909. Auch ein Wahlkamps. Nam der Bürgermcisterwahl in Schwalheim batte die siegende Partei dem ncunciDäblten Bürgermeister einen Triumph- bäum aufgepslanzi den ter Dienstknecht Ä. T. uatfiv mit an* tern zu beseitigen suchte. Di Tater wurden roit Partcigegn^n bei ihrer Arbeit gestört und als 'ich diese später tn eine Wirtschaft begaben, flogen eine grobe Anzahl Steine in und gegen die Wirtschaft, sowie aus te* Tack, test mehrere Ziegel in Stücke gingen. Ein Stein, ter der Wirtin unter dem Ann durchflog, schlug eine Tür durch. Die Bewolmer des Hauses und die Nach harn gerieten in grobe Angst, te ter Steinhagel nicht enden wollte. Den Angeklagten D hatte man an der Stimme er Fannt und man war allgemein der Auffassung, er sei der Ur beber ter Sache. Er wurde vorn Schüssengericht wegen Sachbeschädigung :,u 100 Mark Geldstrafe verurteilt, während zwe, ter Mittäter mit geringeren Strafen durchkamen. Er fockt te* Urteil an und behauptete, er habe nitfit geworfen; trotzdem kam die Strafkammer zur Berwerfimg feiner Berufung, da seststand, das; er zum mindesten mit dem Verhalten ter anbein emver standen war, er übrigens früher, wenn auch nicht vor (Bericht, als Mittäter bezeichnet wurde und die andern zu ihrem Vorgehen angestiftet bat.. Einen nächtlichen Einbruch verübte der Tienstknecht Gq. E. aus Lösfelster; in einer Wirtschaft zu Wetter seid. Unter Zuhilfenahme eines Sägebockes gelangte er durch das Fenster in das Wirtslokal und nahm au5 der .fdasse 30 Mark. Er ist geständig und gibt an, es sei ihm zu gut gegangen, er bäte sckwn lange nicht mein: gesessen Da ter AitgeNagte sckwu vielfach unb erheblich vorbestraft ist, wur- den il/m inilderudc llinitänte versagt, was die Erkennung einer /.uchtteussttase von 2 Jahren zur Folge hatte Ferner wurden il/m die bürgerlichen Ehrenreckste auf 5 Jahre abgesprochen unb ihm 3 Wochen UiUcrfuchungshait auf die Strafe angerechnet Tas Mietgeld erschwindelt, ober ten Dienst nicht angetreten, hat ter 5tnedn OL F. aus Waldgirmes. Ein Stellenoermittler in Friedberg hatte ilmt bei einem Landwirt in Dorn - Ä f i e n b e i m eine Stelle ausgr; macht Er ging bin und liest sich das 'A’CMcif- geben, wobei er bemerkte, et wisse, welche Strafe daraus ruhe, wenn er ieinen Dienst nicht antrete; er bedürfe Geld, um seinen Stosser in Friedberg einzulbsen Am andern Tag erschien er wieder bei dem Stellcnvermittlcr und versuchte auch von diesem tteld zu tekommen, um angeblich ten Stzosfer einlösen zu können. Er wurde aber mit einem Knecht an die Babu geschickt, oer ihm eine Fahrkarte nach Tom Assenheim löstet er füllt aber nicht bin, sondern tauschte die ,Fahrkarte um. Inzwischen war Anzeige erfolgt, worauf er verhaftet wurde. Für den Betrug tem Landwirt gegenüber mutten 8 Monate Ofesüngnis mtgcsetzt; die Angelegen • text mit tem Stellenvermittlei wurde al» Betrugsvetfuch cuf- gefas't und liier für 3 Monate in Ansatz gebracht, was unter ent» 3>$e/e Konsols . . . . 3% do..... 3z4*/. Hessen..... 3>6e/e Obcrhensen . . . I*o Gesten Goldrente. . 4*/g54 Gesten. Silbcrrente 4'4 Ungar Goldrento . . 4»4 Italien. Bente . . . 3 >4 Portugiesen Serie I sprechender Rtdurftnwg eine Gesanttstras« von 9 Monaten <7 77?. SSaiee tnf der Crtlftresr. ( gen mehrere kanrwirte ron Seieble/weil ne im n Merkst 7' ber Crte'tTVjc ten forn uno r-rie aui nicktt »tt ten L'at t'un r - :rn te-rn Emige steten dtt< >'i • d e Äagrn ;um 4,eil ickw-. ein üdibeA a^teunbert en ten bttr.ifcntei'. Stellen nackt- au iestell: Hätten, ohne bafe ne • na'. ar - -- f- worden w --n Ta.» ' m±t tene nur tee Ft-ge .J r:v;n. ob gegen die flngtwenen ? ^lnniun^entet Lolizeiverotdnung verstosten warten ist. ob cn-ic tuoerrrmmg ungeahndet itblid-cn ist, konnte er habet nicht peruckftckngen. •?!:» xtentxn te4 Lr planem murtc festaestelu. tetz ber $uir. cur r m k.r Lancwtrt L). lV. seinen Scgrit stehen hatte, von >-r Stt?ste durch eir n Fl ost getrennt «st E4 konnte md» Tctt* geiteUi n?erben, u m ter P'as gehört, dock konnte nicht ange- n-rmmen werden, test es sich um einen öffentluten Platz ten- telt weSb-ilb er freigrnnMten werden muntc. Die AngeDagten 3. VII. Gg. tzch. (H mustlen utexh ut Straf' genommen - -rd?n. da ihre Vagen auf ter Trtsüraste gestanden bahat und tiefe auch nicht mit brOrienten Sternen verladen war«, xö ft sich um eine prinzipielle Entscheidung hantelt, hielt bei Ew Ti • : ■..... ' ' i' tvi'b Vie Königslinöer. “Äon Ernst Rosmer. Zur Einführung in die heutige DonteUung. „Mit ten Dingen hob ichs zu tun, mit ten Menschen. 4C*a5 für Ohrläppchen einer bat imd wie er An! schreit, wenn er sich in den Fingen frfmeitet — oder ins vcrz?" sagt Ernst Rosmer. der Dickier ter d n i g- f t n b< i von sich selbst ohne damit aller i'ing» mehr von sich zu sagen, alo jeder ehrliche Dichter, tem e. •1 itterer Ernst mit seiner 'Arbeit ist, von 'ick in sagen vermöchte Und te'ch liegt euir grofw, ganz cim'ntfim persönliche und allein "tue Dersönlichfeii begrvn.zeute Wahrheit in btefan 'I'jorten, denn Ernst 5K.’?mer ji*bt seine Menschen nicht nur wenn .''ciertag in ihrer Serie ist, nicht nur bei Festen uno Boraten, ' ’Trrn and bei ihm 1 rl ihren heimlichsten 0»ehänfen und ihrem n.-rborgenften Tun - ist feine Freute und seine ^itnst, die Menschen nah unb blost tor uns dinzusteslen unb sie ihre eigenen Dege gehen yi lassen, die in mancher 'Ikiiebuna allerdings doch wieder des dichter-- Aege sind ? ih? tiirich Borge <, bi-- setzt al* Frau Elsa Bern ite i n in München lebt. AuZ dieser Abstammung und au» ten starken Iugentein^ drucken teiaiiv erfltirrt öS |idi f nn aud’. test sie ihre Vorbilder mit Borii.'de ter ihr o gut bekannten Theater und Kunstwel' entnimmt und svga> ihre allernächste Umgebung scharf belauscht und sckais nnebergibt. Der Einstust tem Bagr uib ist auch bei ihren vor jetzt umMr Dohren in Miincken zum erstenmale auf -aesührtrn 'tönig^fuioci nicht ;j terfemnen; tetfüi spricht auhcr tem Inhalt und zahl reicher sonstiger Beziehungen vor allem tec bei Dagner hin und mictec so feeblufi r-uctentte kühne lieber labuug ter Sprach, die un? nicht eben selten fin-i mung ter Tuinnna nur letrtn und kaum wer st ick. ui tec IdNik Tie meines Wissend fm erfundene jjauWuug, m ter fick Realistik unb Romantik meist r *hi red- ah / /i ermudxr. ist so anmutig und erne t -dj an* .-ut, w ■? , ti :rr Toefte bued/xantt, Niß iu a ..f ten un »mte t, und wohl auw druck macht, sofern er nickt gar ju sthr cm ‘j-.taj f -l Ein .stünigSsohn. den Unrast und Laune in tec Belt hinaus treibt, findet fern in der versteckten Einsamkeit dc - Sxllanxilbe--- ein lieblickeS .ikönigstöchterlein, das von einer alten X)eje als (^änicmagb gehalten wird, und selige Minne verbindet tec beiden ingcnbfrnbnt. übcrichgen Menschenkinder Aber ter Gedanke dn Flucht und Freiheu. ten ihr der junge Held einilüstert, kommt in dem zagen MÄ«teuberzen nicht zur vollen ^icise, und so wirft er ihr wehmütig und trotzig seine Kron* zu Füsten und Der Läßt sie, um weiter durch die Welt zu loanbern mit feinem armen unglLälichen Sjerim, bein ter Friede geiwmmcn ward Nun liegt nicht sehr iwu entfernt von ter Hinte die gute und alte Stadt vcllabrunii. die seit 3aInen keinen .Hdnig nrehr hatte, und nun der freien tnanrinfcfflft mitte, einen neuen Herrscher sucktt, den sic mit .Hilfe ter >>exe zu finden boft't — So pftenbart cs t»ic Ckfanbtfct’att. unb ter Erste, ter am Mittag te* .vello festes in die Stadt cinziehen werte, ter soll nach dem Spruch ter Alten König fein Fnzwiscten hat einer ter Gesandten, ter Spiel mann, das IKibcben erspöbt. und es gelingt ihm, fte zu befreien. Mtt dem zbrönlein auf tem »auob- n'.t sie davon, um ihren rkvnigsvbn zu suchen. ?cn haben aber inzwischen die wohl genährten >jellabrunner, bie nch ihrer Würde wohl bnruf;t find, ,um Schweinehirt gemacht, denn er ha ne bei , einer Ankunft feinen roten Hellet mehr tn seiner fehl aff en Tasche er soll crschcint daS königliche <^ns,-mädchen und fällt ihm liebevoll um den £>ald Aber dn- .ixHaorunnrr sind maktiick- Leute und Liebe.^wlltetten halben sic nicht in ter ehrbaren Stao:. 3u sagen alio die Veiten Ä'önig»kinter einfach juot Tore hinau. Durch W int erkalt i und Winterschnee wandern sie cmiarn und traung dahin, bis sie an die zersn^ene Hütte ter in wischen n rbranntm Here kommen, wo sie au^ruhen von ihrer Wandlung und ein- idilafcn — für innrer. Die Hellabruiurer, die ihre Torhett ein gatten haben, kommen m spät unb sie können nicht-) mehr hin, alS ten betten ein Grab ; :rettcn, über bad oer Spu'lmann eine ergretiente GdrirhtitLJrrte spricht Tiefer u«terfdriftellntergin3 war an sich m.'.t gerecht» nrtigt, wenn daS ®.lLirdK» nicht »ijntteii’cr. auiju’aifcn wäre ?abnentt", die Cr^blnng ter Sjeye und manch»-? andere, wo ed ta auf ankommt, btt Stimmung nicht nur zu vertiefen, fontern auch gan; -u erfassen. Rein schau- swllerisch ist woh! ter Einzug ter Okbtfanagb in tec Stabt tec lockendste Sjcne unb bann die c^rabitte de-t SvielmannA. Tie ungemein fdnntrige T!g in sichere: Aussicht stehen dürfte. • Karl bicuraih. — kleine Chronik aud Jtunft unb Aissenschast. In Teuifchen Theater in Berlin wird ieqt der cr ttä 10 Rief ■il4* 37 ' 8670 Amtlicher Teil. FORMAMINT Traber, Vorsitzender. D=/t // »• I. N.: St e 11 er. B% NUMMERN 10,86 Fstm. 7 Fichten-Stämme 30—39 Ctm. Dchln 30 CSeneralvcrtretcr gesucht! ss?h) ii n Apfelsinen ♦ B^/o 883 ♦ per ;B10/j G erbet. 0 580 Wellen Buchen-Rcing // per Dt?d. 55 Pfg. und 80 Pfg. a - 2,11 Fstm. 8 Fichtc-Derbstangen Reisslängen 4,39 615- 116 Rm. Buche-, 6 Rin. Eiche-, 14 Feinster Sciiweizerkäse Reiser 1400 Wellen Pfund nur 85 Pfg» a10/z Rheinisches Kaufhaus g| 881 10 Buche- 10 Kiefer- eine Zusammen- in den Distrikten n ir 1. 2 29/) 3 19 7 318 198 1400 250 1850 760 300 Fichten-Knüppelholz Eichen-Stockholz 4,21 1,40 4,71 0,64 Maurerarbeiten Materiallieferung (Eisenteile) 107 68 6 7 3 2145 595 7 -r ant Distr. B10/; 25—29 12—25 25—29 12—25 Angebote sind getrennt zu halten, da rechnung nicht stattfindet. Tas Holz lagert = 32,12 = 105,08 — 6,72 ----- 28,47 Holz versteigert werden: 10 Eiche-Stämme mit Gießen, den 9. Februar 1909. Stadt. Tiefbauamt. Br a ubach. der etiua erschienenen Bieter die Eröffnung stattfindet. Staufenberg, am 6. Februar 1909. Großherzogliche Bürgermeisterei Staufenberg. Stephan. Holzverfteigerung in den Waldungen der Gemeinde Wieseck. Freitag den 12. d. Mts., vormittags 10 Uhr beginnend sollen in den Distrikten Heide und Holzbrunnen uachocrzeichnete Holz- Verlag der Lustigen Blätter in Berlin SS. 68. In Giessen: General-Ausliefg. bei August Frees, Hof- u. Univcrs.-Buchhandlung, Seltersweg 70. deren Tummelplatz die Mund- und Rachenhöhle ist Dazu gehören die Erreger verschiedener Hals- und Rachenentzündungen, der Mandel- SChwellungen, der Diphtherie und alle jene Keime, die von der Mundhöhle aus weiter in den Körper wandern (der Influenza, der Masern, des Scharlachs, Keuchhustens, Ziegenpeters usw.). Besondere Vorzüge: Angenehmer Geschmack, Leichte Anwendbarkeit, auch bei Kindern. ErhSltUch in den Apotheken in Originalflaschen ä M. 1,75. Broschüre kostenfrei durch BAUER & Cie, Berlin S.W.48, 10 Expl. 70 Pfg., 25 ExpLl.50, 50 Ejpl. 2.60 Hoher Verdienst für Wiederverkäufer! Der Anfang ist im Distrikt Hoherberg in der Welzbach. Großen-Buseck, den 6. Februar 1909. Großh. Bürgermeisterei Großen-Buseck. 7 20 2300 44,1 15,5 29 45 Rm. Kiefer-Scheit , „ Knüppel „ Kiefer u. Fichte Stock Eichwald und Mark. Sonstige Auskunft erteilt Focslwart Zecher dahier. Die Offerten sind verschlossen mit der Auf- ichrift „Holzsubnnssion" bis zum 12. Februar lfd. Js., nachmittags 3 Uhr, bei uns emzureichen, mo in Gegenwart Eichcn- Aspen Mietern - 3-tdjten- Lärchen- Zergehysg m Pslgftr- iü WHembeilen. Die Pilaster- und Ehaussierarbeiten für den Ausbau der Liebigstraffe südlich der Wilson straffe bis zum Aulweg sollen Mittwoch den 17. Februar d. Fs., vorm. 11 Uhr öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden bei und $ur Ginsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum vorgenannten Zeit- punkt, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. 1,40 Fm. 155 n Ml „ 4170 Wellen Buchen-Reisig, 2360 „ Eichen- „ 130 „ Jachten- Die Zusanunenkunst ist auf der Licher Straffe an der 9. Schneise. Gießen, den 5. Februar 1909. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Erlen- „ Fichten- „ Buchen-Knüppelholr Eichen- ,, Hainbuchen- „ Erlen- „ Kiefern- „ Fichten- ,, Buchen-Stockholz, Eichen- „ Erlen- „ Bekanntmachung. Betr.: Wahlen zur Handelskammer im Jahre 1909. Nach Prüfung der bei uns eingereichten Bestandslisten haben wir folgende 23ereinigimgeit als wahlberechtigt anerkannt: 1. Bäcker-Zwangsinnung zu Gießen mit 35 Mitgliedern. 2. Barbier-, Friseur- und Perückenmacher-Jnrmng zu Gießen mit 15 Mitgliedern. 3. Maler- und Weißbmder-Jnnung zu Gießen mit 24 Mitgliedern. 4. Ortsgewerbcverein zu Grünberg mit 84 Mitgliedern. 5. Ortsgewerbeverein für Lollar und Umgegend zu Lollar mit 53 Mitgliedern. 6. Ortsgewerbeverein zu Hungen mit 38 Mitgliedern. 7. Ortsgewerbeverein zu Lich mit 51 Mitgliedern. 8. Gewerbeverein Rabenau zu Londorf mit 44 Mitgliedern. Tie festgestellten Bestandlisten liegen in der Zeit von Donnerstag den 11. Februar bis Mittwoch den 24. Februar 1909 einschließlich auf Zimmer 9h:. 6 unseres Amtsgebäudes zur Einsichtnahme offen. Beschwerden gegen die Feststellungen sind bei Meldung des Ausschlusses innerhalb der gleichen Frist bei uns Vorzubringen. Gietzen, 9. Februar 1909. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. B.: W e l ck e r. HER, BERLINER. M BLAUESTEN FWKHRlCHTEN MM. Gesetzliche MeißklMMgen für HMmrker in der Provinz Oberhesseu. Zur Erlangung des Meistertitels (§ 133 der Gewerbeordnung und mit Rücksicht auf die Einführung des kleinen Befähigungsnachweises) werden in den Monaten Januar, Februar und März d. I. außerterminliche Prüfungen abgehalten. Gesuche um Zulassung zur Meisterprüfung sind bis pätestens den 27. Februar d. I. an die Prüfungskommission zu richten. Gießen (Kirchstraße 16), am 3. Januar 1909. Die Meisterprüfungskommission für die Provinz Oberhcssen: 2490 Wellen Eichen-Reisig 80 Wellen Fichten-Reisig. Die Zusammentunst ist auf der Straffe nach Rödgen an der Ochsenwiese. B*°/$ Eichen, den 9. Februar 1909. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. B.: K e l l e r. Holzverfteigeruug im Gießener Staotwald. Montag den 15. Februar 1909, vormittags 9V2 Ubr beginnend, werden in den Waldungen der Stadt Gießen in dem Distrikt Stolzenmorgen versteigert: 1815 Fichten-Derbstangen mit 104,60 Fm. „ Derbstangcn „ Reisstangen (Spalier- und Bohnen,taugen) Rm. Kiefern-Scheitholz „ Eichen-Knüppecholz „ Bietern- „ n Lärchen- sorttmente versteigert werden. 3 Fichten-Stämme von 25-29 Ctm. Durchm. mit Verdingung. Das Setzen und Reinigen der Oesen in den städtischen Gebäuden im Rechnungsjahr 1909/10 soll Montag dcn 15. Februar d. Fs., vorut. 11 Ubr öffentlich verdungen werden. Bedingungen liegen aus unsereut Bureau zur Einsicht offen. Angebote auf L.'vrdruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum gc nannten Zeitpunkt an uns einzureichen. — Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, 9. Februar 1909. Städtisches Hochbauamt. Holzversteigerung. Freitag den 12. Febr. I. Js., vormittags von 9 Uhr an, soll im hiesigen Gemeindewald in freu Distrikten Hoherberg, Schwalbenwald, Esp und Wcllcrsloh, nachverzcichnetes per Tbd. 70 und 90 Bfg. Kiste 150 Sick. l'if. 7.—, per Kiste 100 Stck. Mk. 6.50 Valencia Apfelsinen Holzsubmisston. Nachverzeichnetes Holz auS dcn Waldungen der Stadt Staufenberg soll auf dem Submissionswege vergeben werden. 215 Rm. Eichen-Scheitholz Eichen-Knüppelholz allerfeinste dunkelrolc. vollsaftige Früchte per Ttzd. 60 Pfg., 80 Pfg., 100 Pfg., 130 Pfg. per Kiste 150 Stck. All. 7 u. 8, per Kiste 100 Stck. Mr. 7 u. 9. Messina Apfelsinen (blonde) Nutz- iiiiii Vmühch-Verstcigeruyg der Fürstlich Solms-Braunscls'schen Oberföruerei Hungcu in dem Distrikt Thiergarten bet Hnugeu. Bergevung bou Bauarvetten. Die zu einer Kanalanlaae in der Gemeinde Wieset erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen im Wege öffentlichen Angebots vergeben werden und zwar: Erd- und Kanalarbeiten veranschlagt zu 3897,10 Mk. 150 , , 16 , 37 4 3670 Wellen, 250 Wellen Holzversteigerung der Gräflichen Obersörfterei Laubach. B8/, Montag bett 15. Februar nach Zusamutenkunft IO1,. Ubr am Eingang zum Eichverg, Straße Laubach—Ruppertsburg. Ii Eichberg: Luchen Rm.: 360 Scheiter 1. u. 2. Kl., 94 Prügel, 46 Stöcke, 330 Astreiser, und 6 Eickenstämme von 7—15 m Länge, 25—39 cm Durchm. — 4,90 Fin. lWerk- und Bauholzl. 2) Alteugcricht u. Wirrgcrtc: Buchen Rm.: 4,7 Scheuer, 24 Stammprügel. 4,9 Stöcke, 530 Stammreiser lgem. m. Eiche»; Radel Rm.: 5P Prügel, 17 Stöcke, 13 Stammreiser ^Bohnenstangen) und 32,9 Eichenprügel. 3) Bibcr- lob la, Borugrabcn uud Glasbau: Buchen Rm.: 5,8 Scheiter 2. Kl., 2 Prügel 2. Kl. und 280 Stamvrrciser labstdg.). 4) Volvcrts- kopf uttb Blbcrlob 1 d: Buchen Rm.: 0,9 Scheu 5. Kl., 17 Prügel (abstdg.), 20 Stöcke, 76 Reiservrügcl und 5,6 Eichen-, Maßholder- u. Elsbeer-Prügel. 5) Silbach: Buchen Rm.: 16 Schctter 2. SU., 59 Stöcke, 202 Ast- und Stammreiser-Prügel, 7,5 Erchenprügel und 4 Eichenstämme von 5—18 in Länge, 15—38 cm Durchm. — 4,88 Fm. iBauholz),- Lesholz und Kohlreifer ftächemveise. DaS Holz unter Qrd.-Nr. 2-5 fouimt uuvorgczeigt im Etckberg zum Ausgebot. Die letzte Bersteigcrung im Tiergarten findet am 22. Febr. statt. Sl§ wirltsames Desinfiziens d. Mond- u. Rachenbohle vorzüglich bewährt u. ärztlich empfohlen Es sollen versteigert werden: Freitag den IS. Februar 1. Fs.» von vormtttags 10 Uhr an: 2 Etchen-Stamme, 2—4 m lang, 30—43 cm Durchut. — 081 ernt. 2 Buchen- „ 2—7 „ „ 43—54 Unentgeltliche Arlreitsvermitielung. LtütztWer MeitsNihiveis Gikßerl. (ttartensiraffe 2, Zimmer 2. Es Eütuten eingestellt werden: a. bei hiesigen Arbeitgebern: _ 1 Kontorist, 1 Steinmetz für Alarmorarbett, 1 Installateur, 5 Dienstmädchen, 1 Kindermädchen, 1 Waschfrau, 1 Laufmädchen. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 1 Sattler, 4 Steinmetzen für Hartgestein, 1 Schreiner, 2 Dienstmädchen, 1 landw. Dienstmädchen. n Es tuchen Arbeit: _ „„ . B10/2 5 Handlungsgehilfen, 1 Eisendreher, 1 Maurer, 1 Glaier, ctn Sattler, 1 Spengler, 1 Schneider, 1 Buchbinder, 1 Schuhmacher, 4 Steinmetzen, 3 Ätaschinisten und Heizer, 7 Bauschloher, ein Maickinenichloffer, 1 Bäcker, 1 Lackierer und Weißbinder, ein Müller, 4 Polsterer und Tapezierer, 3 Schweizer, 4 ^chremer, 3 Fuhrknechle, 10 Hausburschen, 2 landwirtsch. Knechte, 2o Arbeiter, 1 Haushälterin, 9Lauffrauen, 2Lausmädchen, 1 tylidirau, 2 Waschfrauen. ( Lebrliugc: 1 Schlosser. Pflasterarbeiten . . Die Angebotsunterlagen liegen auf Großh. Bürger- meisterei Wieseck zur Einsicht offen, woselbst and) die Offerten verschlossen und mit entsprechender Aufschrif versehen, portofrei bis Dienstag, den 16. l. M. nachmittags 4 Uhr einzureichen sind. Gießen, den 4. Februar 1909. Der Großh. Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. I. B.: Kalbfleisch.B% 3. 293 4. 12 Kiefern 5. 138 u „ 101 u 28 „ 1260,00 „ 612,00 „ 1600,00 BcLanntMachung. «Betreffend: Die öffentliche Fmvsuug. Am Freitag, dcui 12. Februar 1909, nachmittag 2 bts 4 Ubr, wird im Jmpflokal (Schulgebäude, Steustadt 61) ein öffentlicher Jmpstermm abgebalten, in welchem diejenigen Angehörigen von Jmpspstichtigen, welche Aufforderung erhalten haben, ihre Kinder kostenlos der Impfung unterziehen lassen können. ..... Dieselbe wird an einem Arme nnt Kalbcrlymphe aus dem Landes-Impfinstitnt vorgenomulen. Die Kinder inüffen rem gewaschen oder gebadet und mit frischer Leibwäsche zur Impfung gebracht werden. _ ~ r An dem daraus folgenden Ternun, Fretiag den 19. Februar, von 3 bis 4 Uhr, find die am 12. Februar Geiuipslen zu der ge- fetzlichen Nachschau wieder vorzustellen. In beiden Terminen können ferner Kinder, welche wegen Krankheit bis zum Sommer von der Impfung zurückgestellt werden wollen, dem Jinpsarzte zur Untersuchung vorgezeigt oder diesbezügliche ärztliche Atteste abgegeben werden. . , Die ain Groffherzoglichen Kreisgemudheltsamte abgegebenen Jmpffckeinc müssen dort wieder abgeholt werden. Gießen, den 5. Februar 1909. . , Großherzogliche Bürgermeisterei Greffen. 'B»/s H. B.: Kelter. ZetzrSüer Bahnhofstraße 27. Feruspr. 231. ♦ Günstige Bezugsquelle für Wiederverkäufcr. * Ende dieser Woche frisch eintrefiend per Ttzd. 35 Pfg.. 45 Pfg., CO Pfg., 80 Pfg., 100 Pfg. per 100 Stck. All. 2.75, All. 3.10, All. 4.25, All. 5.50, Mk. 650 Bittere Orangen Lmn Eiukochcu per Dulreud 90 Pfg. HoLzv ersteigern ng im Gießer er Stadtw ld. Donnerstag den 11* Februar 1909, vormittags 9V, Ubr beginnend, werden in den Waldungen der Stadt Gicffen rn den Distrikten Erleubruuucu, Anuabcrg und (9tuvfdh versteigert: 94 Ficksten-Derbstangen mir 855 Fstm. 30 Elchen- „ » 151 „ 7 Rmtr. Eichen-Nutzscheitholz Buchen-Scheitholz Eichen- , Hainbuchen» Sonnabend, den 13. Februar erscheint die diesjährige MM FAMiHGS1 28 Rm. Kiefcrn-Stockholz. Die Zusammenkunft ist auf der straffe nach Lollar Heide. Das Holz am Holzbrunneir wird nicht vorgezeigt. Wieseck. den 9. Februar 1909. Großherzogliche Bürgermeisterei Wieseck. Schomber. 30 FickNe't- „ 11—12 „ „ 12—16 „ „ = 4,00 „ 1 Elsbeer- „ 3,6 27 ,, ,, 0,21 „ 120 Fichren-Dervstangen, 9—10 in lang, 8—10 cm Dck>m. - 6^0 Fm. 700 „ ,, 7—8 h h o 7 ir d — 16,-0 „ 300 Nm. Fichten-Ncisstangcn, 5—7 m lang, zu Latten und Baumstangen geeignet, , , r , r 1200 Fichtcu-Bolinonitangcn, ausgcvutzt, fertig zum Gebrauch, 100 Rm. Buchen-Scheitholz, 37 Rm. Buchen-Stockhotz, 10 Rm. Elcbcn- Stockholz, 170 Rm. Buchen Prügelhol;, ?7 Rm. Eichcn-Prugelholz, 230 Rm. Luchen-Aslrelsig, 250 Rm. Buchen Turchforstungsrciscr 11. Durchforstung, Erbicnreisig, 60 Rm. Erckien Remg.^ Die Zusammenkunft tst an der Schottcner Strane. Hungen, den 5. Februar 1909. a’/3 Fürstliche Qbcrforsterct.___________________ 's 5Ö° o vjEniner WVM durch pendelnde StrumpfdUfbinnang, D- B. r. Vorteile: Zwangläufige Rcgulierduse. D. R. P. Kein Versagen, keine Gasvergiftungen oder Eiplosionea Beliebige Auswechselung der Mäntel in Messing, Emaille oder Porzellan. Ucber 6CP/0 Gasersparnu. Fabrikanten: Gebr. Jacob, Zwickau.400 Arbeiter. Za haben in allen Belcuchfungsgeschaftca. Tapeten Wer wäscht Robert JHasse Inh. OttoTäubert Tapeten-Spezial-Geschäft Schanzeniitraaac 6 Telephon 326 Grotte* Lager in Tapeten, Borden und Friesen. Bei oha ungestaltete Ua*.trr-Kollektloncn in allen Preislagen. in jeder Bollentahl zu bedeutend hcrabge- *teBte gesetzten Preiseu. brauche nur Dr. Henkels Waschmittel. 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