SEKTION itt sten Preisen. chf. euzplatz 15 ■ len Bäne ffee-M rallzuha6en' id Zügen apes ppen bä Barzahlung imen muss, aller s Geschäfts' in ect et ■fer* ÖF* ttT4 ÖS«* SB «iiiiiii, -Nr. i V* in in joirt# MMteS Blatte Nr. 287 159. Jahrgang Dienstag, 7. Dezember 1909 Gießener Anzeiger töflfi® mH «u«nabm, bei ®5tmnfqq! General-Anzeiger für Cderhejjen ®te ^Gietzeue, LmatttendlStter* werden dem #tln8Ctfler* atranoJ wöchentlich berget eg l. da» -Krelsbkrt) fto »e» Kreh «ietzen- tn>etmol wöchentlich Di, ^Qmdwtrtichattltchev Lett» tragen- erfcheme» monaUich «roeimoL llotettenfWrttd en» Verlag der Br flbPIrtyfli Untoexiudt» - un» ©teuiörudeteL 8t Hingt, G.etzen. Reboftton. ErvedMan and Druckerei! 6cfiul» ftrage 7. EroediNon and vertag. »L Redaktion:«^ 112. Let.-Adr^ LnjergerDretz«. en. Vas soll nun geschehen? Man hat eine Kommission eingesetzt, vie Besierungsvorschläge machen soll. Aber in ihr haben wieder die Verwaltungsbeamten die Mehrheit. Was soll da besser werden? Tann wagen auch die unteren Beamten gar nicht gegen ihre Vorgesetzten aufzutreten. Verwaltungsbeamte werden den Technikern höchstens das Leben schwer machen, weiter rächt-?. Man soll den Technikern mehr Verantwortung, aber auch wihr Selb st ä n - digkert geben «Sehr richtig!) Sic Intendantur bat vollkommen versagt' ihr fehlt jede Sachkenntnis Für 5000 Mark werden sich schwerlich tüchtige Kaufleute als kaufmännische Bei. rate finden, oder si- werden auch bald zu Bureaulraten werden. Anstatt den Einfluß der reinen Verwaltungsbeamten zu mildern, soll er nach den Reformvorschlägen noch erhöht werden. Das darf nicht geschehen. An eine grundlegende Reform unseres Werft- betriebet ist ja nun vor der »and nicht zu denken. (Zurufe: Leider!) Aber, was wir unbedingt verlangen müssen, daß den Zuständen, die der Prozeß gezeigt hat, ein Ende gemacht wird. Den Technikern mutz der e n t s ch e i b e n d e E , n f l u ß erngeräumt weben, sie müsi n auch im Rechnungshof Äh und Stimme erhalten Tie schlimmsten Zustände herrschen bet den Submisstonen: davon verstand Herr Frankenthal mehr als alle Bermt-n Alle Kr-ise, die unsere Flotte heben, waren schmerzlich beruh.t durch die Kieler Vorgänge. Es drängte sich bei uns btc bange Frage auf: Wird nur beim —rerrtbetrtcb in dieser Weise mit dem Gelbe der Steuerzahler gewirt'chaftet, oder herrschen ähnliche Zustände auch bei der flotte und bei der Marine im allgemeinen? Ich bedauere, diese r^wage mau vollkommen berncim.it zu können (Hört, hört! links.) Allenthalben muß deshalb ein kaufmännischer Geist und eine größere Selbständigkeit der Techniker Einzug halten. Nicht durch eine Erweiterung bureaukratischer Macht und nicht durch neue Para- zraphen kann den Mißständen abgeholfen werden, sondern nur vurch diese beiden Vorbedingungen, die verbunden sein mugen mit dem Geiste der Sparsamkeit bis in die höchsten Jnstan. s-n hinein. Hoffentlich hat der Kieler Prozeß dazu beigetragen, Deutscher Reichstag. 5. Sitzung, Montag, 6. Dezember 1909. Am Tische deö Bundesrats: v. Tirpih, v. Ahlefeld Harms. Haus und Tribünen sind mäßig besetzt. In der Hofloge wohnt der Chef deS MarmekabinettS v. Müller, auf anderen Tribünen mehrere Marinebauräte der Verhandlung bei. Jßräfibent Graf Stolberg eröffnet die Sitzung um 2 Uhr 20 Minuten. Die Kieler Werft-Jnterpellatümen. Die In terpellation der Freisinnigen Dr. L e o n h a r t und Dr Struve lautet: Ist der Herr Reichskanzler bereit, durchgreifende Maßnahmen zu treffen, um Unregelmatzig- feiten und U n ter schleife im Betriebe der Kaiserlichen Werften, wie solche durch die Verhandlungen vor dem Kieler Schwurgericht bekannt geworden sind, 'n Zukunft zu verhindern? Ist insbesondere der Herr Reichskanzler bereit, unverzüglich Anordnungen zu treffen, durch die eine s parsame Wirt- f ch a f t, sowie eine nach kaufmännischen Grundsätzen eingerichtete Buchführung und eine wirksame Kontrolle im Werftbetriebe gesichert wird? Die Interpellation der Sozialdemokraten lautet: Ist dem Herrn Reichskanzler bekannt, daß bei den gerichtlichen Ver- handlungcn über die Unterschlagungen auf der Reichswerft in v ^^Regelmäßigkeiten Mißstände in der Verwaltung der Retchöwerften festgestellt worden sind, und was gedenkt der y®cr Reichskanzler zu_ tun, um eine geregelte und wirtschaftliche Geschästsführung in den Betrieben der Reicyswerften herzusteüen? Die Interpellation der Freisinnigen begründet Abg. Dr. L.ouhart (Fr. Bp.): I Bekanntlich wurde das letzte Mal der Marineetat ohne TiS- skufswn verabschiedet. Ich glaube nicht, daß das geschehen wäre, wenn die Vorgänge, die uns der Kieler Prozeß gezeigt hat, be- könnt gewesen wären. Aber damals hatte in der Budgetkommission ein Vertreter des ReichSmarineamts die Erklärung abgegeben, daß es beim Verkauf von Altmaterial auf den Werften immer nur ftreng reell zugegaugen sei. Inzwischen hoben wir nun den Pro- geß erlebt, der fünf Wochen lang das deutsche Volk in Spannung hielt, und der schließlich mit einer Freisprechung sämtlicher Angeklagten endete. Die Marineverwaltung ist aber keineswegs freigesprochen. (Sehr richtigI) Um allen Mißverständnissen vorzubeugen, will ich erklären, daß ich keineswegs allgemeine Schlüsse auf die Unzuverlässigkeit unserer Beamten ziehen will. Ich will im Gegenteil fest- stellen, daß die Beamten keinerlei persönlicher Vorwurf trifft. Vielmehr hat sich im Lause des Proresses immer mehr Heraus- gestellt, daß das Vcrwaltungssysteman den bedauerlichen Vorkommnissen schuldig ist. Allen G e g . neri’ von Staats Monopolen wird der Kieler Prozeß als Material dienen. Ter Prozeß in Kiel Hat gezeigt, wie verkehrt es ist, einen rein technischen Betrieb durch Beamte beaufsichtigen zu lasten, denen jede Sachkenntnis fehlt. Der Prozeß har uns gezeigt, wie schädlich der allzu große Einfluy hinterer Bureaul'ratie auf den modernen wirtschaftlichen Werft- letrieb ist. Welch große technischen Fortschritte sind gerade auf diesem Gebiete zu verzeichnen! Wer hat vor zehn Jahren zum Beispiel etwas von einem Unterseeboot gewußt? Der bureaukratische Geschäftsbetrieb lähmt die Tätigkeit der Beamten: die Intendanturbeamtcn sind nicht genügend borge« bildet. ES fehlt ihnen durchaus an kaufmännischen Kenntnissen. Man sollte die jungen Applikanten auf die HandelSboch- jchuken schicken. Bei keiner anderen Behörde liegen die Dinge so schlecht wie bei der Marine. Ueberall sonst hat man kaufmännische Aufseher. Eine kaufmännische Buchführung hat man auf der Kaiserlichen Werft bisher nicht getannL Tie Revisionen ber Magazinbestände werden von Verwaltungsbeamten vorgenom- men, die keinerlei Materialkenntnis haben. Es findet überhaupt nur eine buchmäßige, keine Materialkontrolle statt, so daß Huiiderte von Zentnern verschwinden können, ohne daß der Rechnungshof das feststellen kann. So haben sich diese üblen Mißstände auf der Werkt entwickelt. Wie ist e5 möglich, daß s l e zwanzig Jahre lang ber Behörde unbekannt geblieben sind? Und wie ist es möglich, baß der Magazindicekwr Heinrich mit 74 Lebensjahren noch im Tiensie war? Wie konnte en Marrn eine so wichtige Stelle noch weiter bekleiden, obgleich er bereits über das biblische Alter hinaus war. Tic Zahl der Beamten auf unseren Werften ist größer alö irgendwo anders. Während aber in anderen Ländern Praktische Arbeit geleistet wird, beschäftigt man unsere Beamten mit unproduktiver Schreibarbeit bafe den Kieler Mißständen möglichst bald abgeholfen wird. (Bei- fall links.) Die sozialdemokratische Interpellation be- gründet Abg. Legien (Soz.): Ich kann mich im allgemeinen dem Vorredner anschließen. In Deutschland passiert ja allerlei. Aber ich halte es doch für un- tnöghcfa, daß diejenigen Beamten, unter deren Oberaufsicht alle diese Vorgänge sich abspielten, in ihren Stellungen bleiben werden Wenn man sich dann nach neuen Leuten umsieht, dann sollte man Frankenthal zum Werftdircktor machen. (Heiter- leit.) Denn er weiß allein auf der Werft Bescheid. Er ist den dortigen Beamten weit überlegen. Er würde keinen Beamten dulden, der erklärt, auf der Werst komme e3 nicht auf einen kaufmännischen Betrieb an, sondern darauf, d i e Flotte schlagfertig zu erhalten Dieser Ausspruch charakterisiert am besten bie Auffassung, die diese Herren von ihrer Aufgabe haben. Bei der Beratung des Etats werden wir den Antrag einbringen, eine parlamentarische Untersuchungskommission einzusetzen, die einmal die Verhältniste auf den Wersten nachprüft. Es handelt sich nicht bloß um daS, was im Prozeß festgestellt wurde, sondern um noch weit größere Mißstände, die seit Jahren bestehen. Nicht nur das Altmaterial kommt in Betracht, sondern bei allen Teilen der Verwaltungen herrschen arge Mißstände. Auf 8000 Arbeiter kommen 1000 Beamte und Offiziere. Diescö große Beamtenheer ist an vielen Unzulänglichkeiten schuld. Der Reichstag muß endlich einmal Emst machen und Hand an legen an die Mißstände. Der Staatssekretär wird sich die ^ache wohl leicht machen und behaupten, c§ seien nur Schönheitsfehler. Nein, es sind große Fehler, die in der Organisation liegen. Die Niarine- bertoaltung sollte sich doch nicht auf5 hohe Pferd setzen. Im Jahre 1900 verkaufte sie ein Grundstück für 66 000 Mk. Dr^i Jahre später erwarb sie es wieder für 226 000 Mk. (Hört! Hört!) Das ist ein Beispiel von vielen. Es wird mit dem Gelbe geradezu gewüstet. Dispositionen, die heute getroffen sind, werden morgen umgeworfen, ohne Rücksicht auf Sie Kosten. Fragen Sie einmal die Arbeiter, wie sie über die Oualifikation ihres Auf. sichtspersonals ben!en._ Alle diese Dinge würden nicht passieren, wenn der Staatssekretär die einlaufenden Beschwerden von dritter Seite prüfen würde, wenn er e6 nicht ablehnen würde. Mitteilungen über die Verhältniste auf der Werft von Außenstehenden entgegenzunehmen. Die Qualität der Arbeiter der Werst wird shstematisch herabgemindert dadurch, daß man in erster Reibe Mitglieder des nationalen Arbeitervereins anstellt. (Hört! Hört!) Auf eine Beschwerde von mir über gewisse Mißstände ließ er brüsk erklären, er müsse es grundsätzlich ablehnen auf Beschwerden von dritter Seite einzugehen. (Hört? hört! links.) Glaubt er vielleicht daß seine Beamten die Mißstände aufdecken werden oder die Arbeiter? Der Staatssekretär ist in erster Linie für die Mißstände verantwortlich zu machen. (Zustimmung links.) Hätte er die berechtigten Beschwerden geprüft, dann hätten die Beamten nicht in dieser Weise wirtschaften können. Nehmen Sie unseren Antrag auf Einsetzung einer parlamentarischen Untersuchungskommission an, damit den Beamten einmal auf die Finger, gesehen wird. Vielleicht wird es bann besser. Vielleicht werden dann die Werften wirkliche moderne Großbetriebe. (Beifall links ) Staatssekretär v. Tirpitz (von der Rednertribüne aus): Tie beiden Interpellationen, sowohl diejenige von Dr. Leon- hart als diejenige der Abgg. Albrecht und Genosien, decken sich ja tm wesentlichen ihrem Inhalte nach, roenngleiä) die letztere Inter- pellatwn vorsichtiger gehalten ist. Ich werde daher beide Interpellationen gemeinsam beantworten Tie Interpellation spricht von „Unterschleifen im Betriebe der Kaiserlichen Werften". Tie Unterschleife scheiden zunächst grnz aus sowohl für die Beamten, wie für die angeklagten Händler, denn das Schwurgericht hat sie freigesprochen (Schallendes Gelächter bei den Soz.) Selbstver- ständlich scheiden sie aus! Die Interpellationen gehen aber auch außerdem erheblich weiter. Sie sprechen von Werften, während eS sich nur um eine Werft handelt, nämlich um die in Kiel. Ferner handelt eS sich auch nicht bei der Kaiserlichen Werft in Kiel um sämtliche Betriebe, sondern um einen einzigen Betrieb, den Betrieb des Altmaterials. Alle übrigen Betriebe sind, soweit der Prozeß in Frage kommt, und soweit die Untersuchungen in Frage kommen, die ich selber angestellt habe, absolut intakt aus der Angelegenheit hervorgegangen. (Abg. Ledebour: Es scheidet alles aus! —Heiterkeit.) Präsident Graf Stolberg: Ich bitte, den Redner nicht zu unterbrechen. Staatssekretär v. Tirpitz: Sie haben ja nachher Gelegenheit zu antworten. Ich bitte, meine Ausführungen auch anhören zu wollen. Ich kann ja nicht umhin zu sagen, daß nach allem dir Hauptursache der Vorkomm, nisse in dem Betriebe deö Altmaterials in Stiel dem Umstande zuzuschreiben ist, daß tatsächlich einem Beamten hier ein zu großes Vertrauen in feine Tüchtigkeit und seine Korrektheit entgegen» gebracht wurde. Das wird immer eine wesentliche Hauptursache fein. Ich gebe aber zu, daß die Aufsicht, die Kontrolle durch das höyere Personal in dem Betriebe des Altmaterials in Kiel nach meiner Ansicht eine nicht ausreichende gewesen ist. Ich habe ferner zu tagen, daß das Vertrauen zu den Beamten mit Veranlassung gewesen ist, den betreffenden Magazindirektor auf der Werft in Kiel über die übliche Altersgrenze hinaus zu halten Ich habe die Vorgänge in Kiel und die Betriebe einer Untersuchung unterzogen und möchte da zunächst feststellen, daß, sobald auch nur die ersten Anzeichen bekannt geworden sind, daß da Unregelmäßigkeiten stattfinden, ich mit eiserner Faust etngegriffen und derartige Vortclirungen getroffen habe, daß ick glaube, daß auf der Kaiserlichen Werft Kiel sobald derartige Unregelmäßigkeiten nicht mehr zutage treten werden. (Beifall rechts, Gelächter bei den Soz.) Ich möchte nun sagen, was durch den Prozeß tatsächlich festgestellt worden ist und was aus der Sache tatsächlich hervorgeht. Da ist einmal, daß die Gewichtskontrolle in Dem 2HtmatcriaIbctneb verbesserungsbedürftig ist, und zwar nicht in ber Weise, wie Dr. Leoiibart cs wünscht: das ist nicht möglich. Wir können d>e Altmaterialien, die großen Eisenmassen, nicht alle vorher verwiegen. Wir können sic sogar nicht einmal aus dem Magazin heraufbringen, einmal weil die Gewichte zu groß sind und das ju viel Kosten verursachen würde. Aber immerhin bin ich der Anlicht, daß die Kontrolle verbesserungsbedürftig ist. Ferner ist festzustellen, daß die Aufsicht durch die höheren Vorgesetzten, durch die höheren Instanzen nicht ausreichend ist. Ich habe folgendes an geordnet: Erstens eine verstärkte Aufsicht, ferner, daß die Kontrolle bei der Feststellung des Gewichts, die bisher teilweise durch jüngere Beamte gemacht wurde, künftighin durch ältere Beamte gemacht werde. Ferner, daß das Verladen nur während der Vureauzcit und nu5 durch das Werftpcrfonal vollzogen wird; fremde Arbeiter werden Von b'fcfer Arbeit ferngehalten. Weiter habe ich angeordnek. daß regelmäßig Vergleich- zwischen dem Werftgewicht und dem Bahn- gkwickt angestelli und eine verschärfte Kontrolle über das Maie- rial ausgeübt wird, ba-5 mittel? Wagen weggeführt wird, sowie daß die Submisiionen öffentlich verlesen loerbcn. In Erwägung ist genommen, die Ausschußmagazine zu trennen von den anderen Magazinen. Ich will die Aufsicht dadurch verstärken, daß ich den Verbuch macke, den Verwaltungsdirektor in höherem Maße alö bisher von seiner Bureautätigkeit zu entlasten. Das ist alles, w-as in dieser Beziehung gemacht werden konnte. Gegen direkte Untreue, wenn sic einmal vorlommt, läßt fid) schwerlich ein absoluter Schutz schassen. Das wird auch in privaten Instituten nicht möglich sein. Ich will nun auf' Die Einzelheiten näher eingehen. Der Hcri Abg. Leonhardt hat hier die Bemerkung deL Angeklagten Frankenthal wiedergegeben, das; eine auf der Werft verweis bete Wage über hundert Jahre alt sei. Tas kann schon deshalb nicht richtig sein, weil unsere Marine überhaupt erst fünfzig Jahre alt ist. Tiefe Bemerkung des Herrn Frankenthal iü auch in der Verhandlung selbst sofort alö ein Scherz aufgefaßt worden. Tann ist kritisiert worden, das; die Kontrolle beim Wiegen von jungen Appluanten ausgeübt worden ist. Nun, vor vierzig Jahren, alö ich Seekadett war, da wurde an Bord sogar von den Schiffsjungen dem einzelnen Mann seine Ration zugcwogen, und dem Schiffsjungen wäre eS schlecht gegangen, der da falsch gewogen hätte. (Heiterkeit.) Tann ist in der Presse die fulminante Geschichte von den Nickeliiahlabfällcn erörtert worden, die so und so viel toert gewesen sein sollen, und die die Werft für eine Bagatelle verkauft haben soll. In Wirklichkeit liegt diese Sache ganz anders, da nam bei Den beiden Preisen außer Betrackt gelaßen hat, daß sich bu eine Zahl auf „frei Essen Kruppsche Fabrik" bezog. Auch der Hertha-Mast, den wir für 80 Mark verlaust haben, und der nachher für 1000 Mark weiter verkauft worden ist, ist erwähnt worben. Ich b'tte, za bedenken, daß die Zerlegung deS MosteS uns große Schwierigkeit'n gemacht hätte. Gerade diesen Fall konnte der Oberwerftdirektor in der Gerichtsverhandlung auf« klären, weil er früher Kommandant der „Hertha" war. Wir hatten eben damals das autogene Schneidcverfahren noch nicht. Und der Transport allein hätte und 900 Mark gekostet. 5tienianb wollte uns den Mail aöucbme»’, wir boten ihn überall an, aber wir konnten ihn nicht los werden. Nun hat der Abg. Legion die Aussage deS Assessors Frerichs glossiert. Tie Aeußerung, wie sic in den Zeitungen gcftnnDcn hat, war jedoch nickt ganz richtig. Nach dem Stenogramm lautet die Aussage: „Die Aufgabe der Werft ist nicht die Verwaltung etneS bestimmten Fabrik- oder Gewerbetriebes, sondern die dauernde Instandhaltung der Kriegsschiffe. ES handelt sich oft um sehr eilige Arbeiten, an denen Tag und Nacht gearbeitet werden muß, und da kann manchmal nicht ganz so kaufmännisch verfahren werden toic m anderen Betrieben. Tas liegt in der Natur der Sache, schließt aber nicht aus, daß wir nach allen Kräften bemüht sind, sparsam und kaufmännisch zu wirtschaften." Dieser Fall ist ein klassisches Beispiel dafür, wie AuSsprücke verstümmelt in die Presie gekommen find. Die Insinuation des Abg. Legien, als ob Werftbeamte nberschietzendeö Gold für sich verwendet hätten, weise ich auf das sckärfste zurück. (Beifall rechts. Abg. Legien ruft: Qabe ich gar nicht gesagt.) Tas ist g. agt wörd-n. (Widerspruch bei den Soz.) Auch d,e Behauptung, daß Schiffe aus Stapel gelegt werden, ehe das Geld dafür bewilligt worden ist, ist nicht wahr. Wo soll denn das geschehen sein? Tas Bild, welches der Kiele': Prozeß gegeben hat, ist vielfach ein ganz anderes, wenn man das amtliche Stenogramm zur Sand nimmt. Im übrigen bitte ich folgendes zu berücksichtigen, die Angeklagten, und noch dazu diese Angeklagten, halten doch daS größte Jntereffe barem, die allgemeine Aufmerksamkeit auf den Schlendrian in ber Werft zu lenken. (Sehr richtig! rechts.) Daraus ergeb sich für sie die ganz selbstverständliche jScnfcguenj, bei diesem Schlendrian sind solche Unterschleife etwas ganz Natürliches. Und nun ist die Werft diesen Angriffen gegenüber gar nicht zum Wort gekommen. Sie hat diesen An- nrtjrfcn gegenüber, die e-3 fast erscheinen ließen, als ob die Werst cur der Anklagebank saß nicht entgegentreken können. Sie konnte die Angriffe nicht widerlegen, wahrend die Angeklagten sagen tonnten, was sie wollten. Soviel zum ersten Absatz der Interpellationen. Nun zum 31ueiten Absatz der Interpellation, in dem eine sparsame Wirtschaft, kaufmännische Buchführung und eine wirksame Kontrolle gefordert wird. Die Forderungen sind sehr allgemein gehalten, und die Interpellanten sind noch über den Rahmen mn< cjdgegangen. Herr Leonbart hat behauptet, daß die Bureaukratic unsere technischen Beiriebe beherrscht. Demgegenüber erkläre ich, boB ick gerade die technischen Betriebe von der Bureaukratie frei* gemacht habe. Weiter ist behauptet worden, daß die Ausbildung Der Verwaltungsbeamten nicht ausreichend ist. Bis zu einem ge- wissen Grade ist das richtig, aber man darf nicht verallgemeinern. Gewiß sollen sich auch die Kaiserlichen Werft- beamten von kaufmännischen Gesichtspunkten leiten lassen. SBcmt aoer einzelnen Assessoren vorgeworfen wird, daß sie das nicht in genügendem Matze ge'an haben, so muß doch betont werden, daß diese Asiefforen erst lernen sollen, sich kaufmännisch zu betätigen. Ein Kaufmann an Der Spitze Der Werft ist nicht gut möglich, wenn man bedenkt was die Werft ist, nämlich ein Stützpunkt im Kriege für die Flotte und ein Z-ntralpunkt auch im Frieben. Daß eine rnilitärifche Persönsichteit schon im Frieden einen hervorragenden, und im Kriege Dort d-ir ersten Platz entnehmen nruß, ist durchaus notwendig. Die Marineverwaltung kann hinsichtlich d-S Geschäftsbetriebes nicht felbstänbig Neuerungen etu» führen. Auch sie ist an Vorschriften gebunben. Es läßt sich alles ni&t so vereinfachen, wie wir e§ selbst gern mochten. Uns ist ber 'ifcriüurf gemacht worden, daß die Magazinaufseher schlecht be. zahl! werden. In keinem anderen Betriebe werden sie bener besoldet. Ihre Gehälter sind erst unlängst um 20 Proz. gesteigert worden. Dann ist Beschwerde geführt worden, daß das Bearnten- hcer zu groß geworden fei. Das ick miet) in eine Diskussion mit Herrn Persius darüber nicht einlassc, ist selbstvcrbän>s will nur betonen, daß im Vergleich mit den Privatwerften die Zahl der Beamten keineswegs übermäßig hoch ist. Im übrigen haben wir noch ganz andere Aufgaben wie Privatwerften, weil wir eine gewaltig- Magazinverwaliung haben. Der Vergleich ist aber gar nicht zutreffend. Der Betrieb ist an Umfang um 150 Proz. gestiegen, die Zahl der Beamten nur um 68 Proz. Diese Zahlen widerlegen also die Behauptung von dem übermäßigen Beamtenpersonal. Im übrigen sind uns die Revisionen voraeschrie- bert. Ohne weiteres können wir daran nichts ändern. Der Abg. Leonbart forderte, die technischen Betriebe müßten selbst einlaufen. Stellen Sie sich vor, was das für eine Zersplitterung geben würde, wenn jeder Betrieb selbst einkaufen würde. Ich möchte einmal die Privatfirma, die Privatwerfi: sehen, die eine so unglaublich unkaufmäimiscke Maßregel machen würde, wie hier der Abg. Leonhart sie vor führt. (Sehr richtig! rechts.) Wenn die beiden Interpellanten behauptet haben, daß j)ie Bestände, die auf den Schiffen übrig bleiben, nicht gebucht wSTc - Str ge- ii:Xt - A-’J l>wj :< LS, leitet werden, di: sich ni in meiner c 'N f-t bann * £ i e 3s: iS cridM5fiiul 1 «.rtanMw» W btm 6 B. -r eifer baten jirti Icnütttiüt- oditern uns« Ätbedübi. Ter ? = v»» £ a S ■- W. • far pr^.; r-^7' Ici.t ircrffl.-S Silo machen. Der etaaifnnmaii )uau r.e nna* flagten schlecht zu machen, die Verteidiger strichen sie terau». (flog. Holbein: Die Staat »an waltsöiaft ift doch die cbjelhtete Bo» Hörde!) Die objektivste Behörde. Herr (rothein, ist der gesunde Menschenverstand. (Heiterkeit), der wird (dien da» richtige Urteil fallen Sachlich möchte ich eine .lenterung in den SubmisiionS» bedingungen anregen. Inständige Rinnen beteiligen sich gar nicht mehr an den Vergebungen, weil die Ved.niungen viel zu bart sind. Ich bin z. D. Sagemüller und beteilige mich an "öohfubmiHionen überhauvt nicht mehr. 2feiter wünsche kb eine In eine schwere moralische Lckädstmng kann ich tsirflitfi n:f t glauben Au» den endlosen Zeitungsberichten konnte man ,ia» fehl richtige» Bild machen. Ter 5tocil»amnaU suchte b;« An«» t machen, die Verteidiger strichen sie betau», (flog. Huf die Tribüne nötigt mich die Vemerkmiß de» Abg. 6cmkf über die Kieler Vrozeßfuhruna. tfF.'tV1' ' 3 « *i ! | tr. r» * r® ’S Beten g b f, fe gut teie ZethmgIbcrichte ühercautt sein !?* nen; da» eng auch fef^enrLt wer?,.-. e» müssen auf der SBerft eigeacmge Zunünde geherrscht Hosen, denn in der Jet- cnMung h« Herr 'lantentbal Gejagt, ir. S.treta-.Hoven -t* er keine Geschö te machen kö.-ncn. Tie jungen ‘dyphlanttr tonn, tzn w.rklich den fhv.rcn und schliche» der Herren ^ranfeniea: und Seno^en n:cht L-Igen. Liefe jungen Leute, mit dem IXa;. schollstad c» £enraitur.g»fefretärü in der Tasche, versiehe» ,i wen ger r.m Sie-gtn aU d.-r nur juristisch aadaeoildete Sccrx- trrngHSirektor. Ueoer die en Kann werden Arar'entSal und Iaroösohn tut stillen Kämmerlein eben io gelackt toben k>ic über den 75jaärigen fiagajiniitdlcr. der dem ganzen tfcmeb vor» lieben sollte, urö der weiter nicht» war, al» der tetrogeu- Betrüger Sionrent^ali). Ser scll an die Spitz« de» Slrhondel« gestellt werden? einen Sil Händler formen wir nicht bezahlen. Sbg. Dr. Semfrt (Satt): ftaifSftiherär hat die 5i clee SSeril Teineirrenl ganz rn der u lt. sci.dcrn er la: gttetre M i.gel •v. r .-.zn. : u nf Ii;c i;|e riet Sen S. . ; Ir r ‘4 ; c » e • ‘U Xu.ii—en ci u.;~utücn u.u,..;.»*n jv.-t-.-di eine auf C. a5za:tgen de» muaibc ^otcuuitg cuie» xad.icnc.i icid — n*K id;t anlxig tu — cuj Ueu? amen jiZv.qitc«lL Xie SLiijjna ia auch cuur.n zu barchen. Bern, L. De»- '.''ach men GdJDurperKfit i:t r> de» Inrfxnutni.Kn •ionüureä tut schuld g rrllftr! urJ' u vie ^ahrr 3ud4bau und 20 Ichren Lande." Verweisung verurteilt Kirk» und V.tnDarD haben au »kaina »ultzerdem eine V ntfahren.' u liegen amtlichen Ligenschaft QJelcß.: hei! gesunden, einer ganzen Aeih» von Sitzungen diese» PrciNse» beizuwohnen. und kann .cm Untersuchungsrichter da» Zeugni» au' --'.len. da»; i':ellnterfu* Missionen heraus, bi» schliehUch alle Submissionen von der Etaa:»- anwalt,'chaft freigelcffen wurdin Jedenfalls sind alle Srwögun- gen au» rem sachlichen Motiven erfolgt. E» itt durchou» unwahr. wenn devauotlt wurde, dah auf die Zt:Mnnwltschoft tte Ltntlub aa?virub: wurde. Hwei weitere SlaatLanwälte wurde» zugeiogen, weil die Möglichkeit vorlag. bah der eine S ant»aniuaU ol» Zeuge vernommen wurde. Im ubr-gen muhte auf die lange Dauer de» Prozeffe« Rücksicht genommen werden. A .r, da» Vorgehen der €taatoonrrflltf±-:,l verdient lem-n Vorwurf, den» In 'var von t*r Schuld der Anaeklagt« überzeugt. Der Prqzeh t# durchaus zu Recht geführt worden. Ta» Hou» vertagt sich. 2.e !'.lr:atjnl:cir»tng. 1 II6c. Außerdem Britische» Han- deklrrvotsorium. Litwen» uri Doisendersicherung, d^sorrtrog mit Virrtugol. Rechnung»fachen. S '? ü'L Uhr. »wen tfrrgTrid) mit unfereet -rre gezoxetr. Lie»e Verhö'.miffe kaffen sich aber nicht vergleich... So ein Vergleich möol'ch tft. kommt die Marine ieruier mit. Man scll die Wrcjt rsicht von Ein. zelheiten au» detrochten, sondern vor der Ge kamt inst iution cj». Ter Staatssekretär weist darauf dm. datz sogar ein englische» Aach.kalt anerkannt her das, auf den deutschen Serftm b:Lt«r gewirtschaftet wird a!» anber»rro S.r wirtschaften durchaus n-cht teurer al» die anderen Staaten, im Gegenteil, trotzdem wird unsere Marine durchaus auf ter Höhe g e- halten. Ihre Leistungen sind durchau» nicht schlechter al» die «Mberer Länder. Such de' Rr-ch»tag da: daran ein arofce» Ver- •nü. weil er durch tif fetr.l,*-jr5 der Mittel erit die Mö^lich- fei: gegeben hat, dasi wir zu einer rationellen Lntwicklunz der -.'tonne gekommen sind erkem e an. ba% auch beim Altmaterial diel Unten*!- mö^ ikeiten vorgekornrnen sind, und das; rn-intelbaft gearbeitet worden ift Tie Ml*f:ände sind aber ab-^estellt worden, und ich bo'se. das; sie nicht : cder Vorkommen, krmer Lerallgemeinerun7 btr Vorkommniffe für die übrigen Setriece der Werft, für die Werst im ganien. musi ich aber sc'vcbl im Intereffe de» mir un**rff?öter Versonal». dem ,ch dankbare Änerkennurig schuldm bin. im Intereffe ter Kaiserlichen Marine und im Intereffe de» deutschen Lande», da» beunrubi^t dt. auf da» enrraifdjfte zurück- weisen (Lebhafter Beifall rech:» D derspruch hn!».) Suf Antrag der Abgg Tr Struve (?r. Vgund Singer (Sog.) wird einstimmig die Sesprechung der Interpellationen oeschioffen. Abg. flretü (flonf): Denn e» sich um die Romen Frankenthal und Iacosisodn ranbelt. gibt e» imm'r eine gewiffe Preffe, bte alle» Mögliche iu vertuschen sucht. Leider ist ober die Negierung ver Verlogenheit einer gewiffen Presse in den letzten Mcna'en sehr fpat und nur unvollkommen entgegengetreten. (Sehr richtig! recht».) R t dem dcirt der Sparsamkeit ist in der Reich-marincverwaltung nicht überall gewirt'chaftet worden. Ter vielgerühmte kaufmännische ®eirt bringt auch nicht allemal ohne weitere» da» Gute. Hier handelt c» sich um Abfälle. In i-mem grosten kaufmännischen Be- triebe, einer proben Bank, sind trotz 6io r L Mit trat er- k > in allen seinen -i’.urn bur.txilai cuf tu d?c Lachen Dvi der unbtiuijt zur „ Der Staatssekretär Virv den heutigen Tag in feiner Lauf- vor,n nicht rot on-treichen. Denn der Staatssekretär reckt hätte, dann wäre an der ganzen ÖFiki'crufe von Kiel gar nicht» dran. (£*eu‘erfcit.) Tann würde für die Kieler Werft do» Wort gelten: -Die» Lind, kein Engel -st so rem. Laßt » Eurer Sckuld empfohlen feinl" (pufuf: Huldl — Heiterkeit.) Saturn hat denn bann dec Kieler Prozeß überhaupt ftottgefunben? Darum betreibt die Werst bann noch einen Zivilprozeß gegen die Ange!lag- teil? kennst, efl hätte noch schlimmer kommen können; ober mit cem. was dec Prozeß gebracht bat, können wir, glaube ich, durch- au» zufrieden fein. (Zuruf links: Zufrieden?) Seite Kreise de» Publikum» sehen in der Freisprechung der Angeklagten d«e > ch ä r f si e Verurteilung her Bureoukratie. (Sehr r'ckkigl link».) Etwa» stimmt in dec Maschinerie in der Tat nicht. Meine politüchen Freunde bedauern die Kieler Dorkomm, nif|e und verlangen, daß der ctaat»fe!retär unbekümmert um Stellung und Person d'e ersorderlicheli Maßnahmen trifft, um d«c Wiederkehr solcher Vorfälle zu verhindern. Ter StaoUfcfre- iar sagt, sofort nach Befanntroerbcn bet Unterschleise bätle er mit eiserner Faust ein gegriffen. Taö ift doch ta» mindeste, wo» wir verlangen müsien. (Sehr richtig!) Denn alle Dorschi'iften beachtet worden wären, hätten diele Unter,(Weife Jahre lang nickt passieren können. Deshalb müssen auch nach dec Freisprechung T:f iplinarversahren ringe- leitet werden, die sich nicht auf die Unterbeamten beschränken dürfen. (Sehr richtig.) Ter Staat»fefretär hat un» vorwurfsvoll gesagt, wir hätten ihm jo ~bie großen Summen für die Marine mir Verfügung gestellt und fuckte so ben ^eickstog zum Mitschul- digen zu machen. Wir werden un» diese» Wort merken für die Verhandlungen der Biidgetkommission. (Sehr gut! link» ) te: ur» ur.b br,ander» Die betriebe unserer ^chrffe kennen, (r >rt! H5r:! rechts.) 2a",tg geb ich« ice.vcn. Ties« '.hauptunz oer Herren ist also h NF rällig. Für die £led*- gilt die« . < vor auf: Ter Abg. Vtcix- Merl tot wrner vorgeschl "en, t fc3cn Zulagen bei Lrobefahrten Ixe -"hifl • iricber e i.fi en Im ; d: :/ - . ihr ift ober die bc- tr ifende . jfiircn vcm Äde^toi; ! er gestrichen werden. Aber dartn utud;tt ich dem Abg ireonhart 1. itmmee, die * efitum möchte »e;icht»pun!ten geredet wird — fragen «-•e bod) einmal in Tanz:,?, in Sanb/tmira usw. nach, mo bi» .J«nrineser?jaltjng ihr Lv'nrteria.n verdc. c:!n und verbreisocken vm^te. Cd b:c Marine da unkaufmännisch gewesen iflV To» !'rgenteil werten Sie erfahren. Ter Abgeordnete Legren fagie: kerne Beschwerden an, do» ist nicht richtig. A!C die ».-ne Aotiz brn den Mißständen in siiel kam. habe ick m i t a 11 < r- Energie, mit itucksicktSloiigkeit cmiugreifen ver- , ^IC Vetren werden wohl auch bezeugen, daß ich auf olle Anregungen immer emgegangen bin; ich bin kgar dankbar für .inrcgungeTi. In dem Fall be-5 Aba. Legien liegt die Sache ober cu^er» Scie 'itbeiter sind laut Arbeitsordnung an den Arbeiter- «ru»fckuß gctoicicn unb bie Vrschwcrden bei Arbeiterauüfchuffe» Werben auf toi sorgfältig,te geprüft. Sen:- aber oiß-rbalb der Ser*! stehend.?Organisationen, wie die bei Abg. Legien, Beschwerden von Arbeitern verfechten wollen, so gebe ich auf diese nickt nu, bte Uflne ick ab. « Beifall rechts.) Im allgemeinen must ich nun lagen: ~ie Ctnamfntmn der Deisten labe ick al» Erbe übet- nemmen. Bei Ausführung der J'ottcngesehe war mit bunt au? . . v j>c , .werfallig und unökonomisch arbeiten. Im Hand- umdrehen laßt fick aber die Sacke nicht ändern, sondern da» ist «ine Arbeit, die Tczenn,e,i er,ordert. Ich habe natürlich schon bei >cn jiottcnu gisch,,- eingegriffen. „ragen Sic unsere Techniker, die werden ^hnen drw bestätigen. Ich bin von der Tüchtigkeit unb der Inte- gritat unfcrti Beamte.! llkommen überzeugt, ich bin von ihnni nnmec aur da) erfolgreichste unterstützt worden. Tie Tüchstigkrit vnferer Aaiserlichen Werften ist am besten zu eclei.nen an zwei i.ta! ^'i.ern. und zwar an den *..u‘gaben für die Jndiensthalrun^ und für den '»v’r'thctciej. Tie Judienuhaltung ist gewiffec- ntas-cn der ^utzesfekt, während der Serftbclrieb dle Unkosten 6ar- V, pciben ^hlen miteinander verglichen, gc(en em Urteil über die Cuahtät dec .'Idminisiration. Zu Beginn der r'ifotten.iL'ichgebung betrug die Aufwendung für die Jndiensthal- turn 21,5 Pro- bc» gesamten Etats, wahrend der Serffoetricb ^4,2 Proz. erforderte. Tie Unkosten waren also höher wie der putzen. yh:n ist es aber gelungen, den Nutzeffekt von Jahr zu Jahr zu steigern und die Unkosten relativ immer kleiner zu machen. Wie haben für die Indiensihaltiiiig den Prczenisay auf 27,5 erhoben können, während die Unkosten auf 18,6 herunter- ?eaibeitct wurden. Auch au) einer anderen Zahl geht die Tat- ache hervor, daß der Betrieb von Iabc ju ^abr besser geworden ift: ba, sind die kosten pro Tonne dec einzelnen Schisse. Ich hol-c in: Lause dec Jahre die Uv.en nach Möglichkeit zu redu- gieren gciudji Co kojiete dec „ftaifer Friedrich" 897 Mk. pro Tonne, bte JSitteKbad)* 89 t y.'iL, die .Cchwaden" 848 Mk., die .£>aiinoöcr' nm. nc . 730 Mk. Uus der .fticlcr Wecst kostete -Prinz Adalbert" 1003 1 041 IRL. dec .Blücher" 1900 nur 816 Mark pio Tonne, also ein Hcrabsinken dec Preise trotz all. gemein steigender Tendenz der Lohne und Mater allen, und dodtzi fonncn unsere Gr iffe ich ruhig den Ixü.-n auf der ganzen ‘J’clt un bie G i>Jrai wir Lire die ^laur.t >elöü uoec ihre icvitafxxj.huix Lulrgkeit tenlui. was fie d2.l--i und sie diese auiacicöi wiisru da» jlr 4tcn dmgt a^lhaUc L jut>8orJeri,' tni ;n der uxben et- d» atm 4.au:auoun...- .e» „DuUcr". Dü se2otr.tzp2uu.a er te; Äenderung in der Lkontrolle und zu diesem Zwecke eine andere Zusammensetzung der Cberrcdinung»fomnier. ?'un sollen die >.auf. leutc helfen. Ader gerade die Schmiergelder sind ein lau f- männischer ft-rundsatz. (liLider^prnch link», .^uruf . M-ß- braucht) In viele Beiriede iomcit man ohne Schmiergelder -ver- Haupt nickt hinein. «Zuruf Im?»: Leider.) Ohne iuiit:if**4l Äenntniffe gebt e» einfach nickt. Im übrigen können wir da» , Vertrauen haben, dast bte deutschen Werften, wenn e» auch oi ne -| kleine Mißstände tncht abgehen wird, water auf der Höh« fein | werden. (Beifall recht».) Staatssekretär v. Tirpiv: Abg Erzberger hat mich verschiedenUich mitzverstonden. 7lch bin über die Unregelmäßigkeiten kcine»woci4 einen bedeutenden Zerfetzt mt; lesen, ba bie Solüg«' laue k-^r schnell auf ualirrrdxs ßtebiei n^tr:n;:. unb ter Ö6-» Vergleich mit anderen drairften ' nen Berletzt cc:: et« ÖO xUomctern nu$iebL Trotz der i:at!cr. Xjic;ct73nba ber Splägt»' fr raube un:. ihrem unleugbarem ttc dndL ti: ciu> M Laa eite -pluzenö^bn. zeid't mu dem nb-eänd^ten noch auT Schw:i»«tzsda ausmundenden SüdauSgeng. un.Tcht'dxintiA, liu taten Ette Äich.tckt auf ibcroidluäueft Privatbetriebe wirtschaftlicher geleitet werden al» die Staatsbetriebe. Deshalb müffen die fnufmännifdicn und technischen Kräfte mehr in den Vordergrund gerückt werden. $n den technischen Instituten der Heeresverwaltung haben w:r duichau» tüch- tige Offiziere, die technisch besonder» auflgch löct sind. Warum fleht d»e Marine nicht denselben Vea? Ackt,-g Prozent der Au», gaben dec Manne sind dock technischer Natur. Beschaktiien S;e Kaufleute und Techniker, da« ist der einzig richtige 29eg Tie °ie’er 2°erft hat n 2’. zehn Tirektoren. ?auon ift einer ^dmira'. fünf sind andere Offiziere, drei Techniker und einer ist Jurist Nnd dann soll kau'männifch gcioirlfd^ftet werdenI Mehr Oesfen tlickkeit, mehr Lickt mutz ui bie Marineverwal- tung hinein. Pfort mit der bi»herigen <^chrimni»fränieret. Recht schlimm wird bei den Vergebungen gesündigt. Eine pfirma bot — um einmal zu einer 29etfl!ieierung zu kommen — einen Ar- t'kel, der sie selbst 5.40 Mark kostet, m t Bccluii für 8.G0 Ma-k in. In Jliel aber bedauerte man, in dem b'fann'en hefteyrn- vhierten Schreiten darauf n cht eingehen zu können. Von allen NeickSreffoct» zeigt die Maciuevermaltung da» geringste Irnt- gegenkommen. , Dir glauben gern, daß der Staatssekretär den guten Dillen hat. zu helfen. Ylbcr da» Maß der Stcformcu genügt untz nicht. 29;r wollen eine Vilanz haben, eine Aendeii.iig dec Organisation und ein schärfere» Hervorkreten be» technischen Personal». Tann werden wir nickt mehr ge'wung'n fein, hier int Nen' »taze ::i :r io unetauufl dic »tzis' :ide zu reden. Ta» deutsche Volk tat eine lehr id trete Steuerlast auf ".ch genennu.-r. M.t diesen Mitteln muß daher ipa; am gea;::i4. c't.ft werden. (3cifafl.) denn der cerbier.t anderwe.t mehr, lHeiterkeit.) tparfam. wie uuvhd) ju . rbeiten. ch habe die Bügel von Vl a h t z u Jahr vraffer nnge-ogen j|ra-en Sie einmal die Beamten die ein Urteil, barü’xi bähen, r Neue 2Up€nmnncls. PL ®cnf, :m l^doemter pfan: L:: Sck?wei, schon teil Iateedirren ernrn C^i.Lxr.?_.. •;! vuu UnXii'iüvuM ter r5^g.no |.N cktt - : dn .'m X{u::ctx gr'. »dich gerauLrrt. llloer ci tzrrr L.n noch em . .;a.c ’l^tnun.^.t:■ dnetenheuen, bte Dcnnuiiid) nddnirt 3ste rm Kjlacreru jum 'iuptteg gebracht werten. erste» «.'ro^ri^ brauchen dafür euren kaufmännisch ^efchukten Mann, der auch juristische flenntntr7' hat. Im übrigen Peden wir auf dem Standpunkt- daß c» sich hier nicht um eine Perfonal- frage, sondern um em< Frage der C r g a nt« faticn handelt Vom juristischen €:3r.tcenfte au» gibt der flieler Prorest auch zu tenlen. Ter vrozest war kein Lwlz für Ne deutschen fünften. Ueter den Sternhe.l.Protest hoben tm: un» mosier: und den Balken diese» Prozeffe» übersetzen wir. Ter Skandal der Prozetzführung war .teeUeiche wel größer als der Skandal auf dem Alteisenhaf. (Lehr richtigl linü.) Die Ankl ->e selbst mußte die Lubmissioneu fallen laifee. L» war e ne starke Zumutung cn unsere holsteinische» Bauern, cv.i ein: so unklare Anklage^ bin zu herur'eilau ’Jtedit beben!1 uh war auch ter Verkehr ber Staatsanwaltschaft mit einigen Polizei beamt en und deren Prozentbeteiltgung an tem Ertrag te» Zirilprozeffe». Ter Kieler Prozeß bedeutet eine schwer» moralische Schädigung auch unserer Justiz. Die Marine hat nie» mond angegriffen, und insofern bat bei Staatssekretär «gen Windmühlen gc'c±:en Ir mehr Opfer wir für die Marine tem« gen. desto mehr müffen wir darauf bringen, datz fpcriama ge- wirtschaft.i wird. (Beifall Iin£».) Atzg. Arte. ». dem» (Np.) : au er ich wirklich n:5* konnte men ja suchte die «iw. sic heraus. (& t. objektivste reist der gesunde 15 richtige Urteil en Submission ieiligen sich gr Dingungen viel leleilwe mich e wünsche ich m etfe eine anbei i sollen die Kaus. c sind ein lauf. '§■ Zuruf: Ritz, wiergelder übet« Ohne juristisL können wir dann es auch oht f der Höhe fei» zverstandrn. $ hinweggeaanger lugcrsien Enmi: eilung von diefa icrger ausführte. irbcn, möchte ij Idigung ausstötzj. , damit ich in te das wäre ja eie ierschwenden tat isigkeit vorgehv t für die Tiiy ;u meinen schier, dankbar, datz d jt eine rationL ,ie ein einzeln^ narbeiten. 3# sondern volle Sj'crftäni" ' fizier haben, tr obersten $oitr- :eoffizierc in L- für den Oerlw- . Ter Herr ür richtig hält. uut de» > Jgjjj BL? ‘Ä* be? Ätkai-L nch S S der -«" “i s „a> gibt i« uti ^u. wir. Le- Al-icht v< c holsteinisch» «u birureth auwaltschoft A ung an icm Ann-hat »t. Sekretär 8tfia ue Marine br®, Ü sdarjamer j>. chnaler r&Ä Äfod >jt I^J. )eiJw Ad 5^1 des Ml. Ser'" habe in «g ler ganzen kann bem Uiltv Intersuch^s reitet worden i n werden 'M ,[ auf lltat sen^ -acht worden, Jebandlungp wund. Ter m 27. ?cotM- wrsihende«^ oder ob du r entschlog. bä-? ächst e-nlg- - , von der ifÄ ist durchs W Luch WA orwurf, - Der Mtk ' Die Gr ei n a wäre bte unterirdische Verbindung des sogenannten Bündner Oberlandes (Station Jlanz-Sanvir der rhätisch n Bahnen mÜ dem Tessiner Blenirtal (Station Olivone). Diese Linie würde in Biasca sich mit der Gotthardlinie vereinigen, aber keine eigene, neue Älpcnbahn schassen. Sie wird vor allem von Tessin gewünscht und findet den Beifall der leitenden schweizerischer» Organe und des Picinonts. Eine dritte Linie wäre die durch den Bernhardin mit Eintritt in den Berg bei Andeer wie die Splügenbahn und mit Ausmündung im Misozartal bei der tcs- sinischen Hauptstadt Bellinzona. Tie Kosten der drei Linien sind ungefähr die gleichen' 100 bis 150 Millionen: die Tunnel- lange variiert ebenfalls wenig: 20—25 Kilometer. Als Ausgleich widerstreitender Jrttcrcssen hat der Bcrithardin gewisse Aussichten auf Verwirklichung, wäre ober die teuerste Linie und hätte wegen Umgehung der Grenze den längsten Tunnel. Im allgemeinen läßt sich sagen, daß der Splügen, der zunächst die einzig mögliche Linie schien, an Anhängern, anker den unmittelbar Beteiligten, eher verloren hat. Im nächsten Jahre wird jedensalls die Entscheidung fallen, an der ja auch Süddeutschland und Norditalien ein großes Interesse haben. vermischtes. * Karl Theodors Gruft. Ter Ort, an dem Herzog Marl Theodor die letzte Ruhe finden wird, gehört zu den ältesten Kulturstätten Bayerns, ja TeutschlcrndS überhaupt. Jedem Besucher sind die beiden, in ihrer schonen Einsachlpnt ans Nomanischc erinnernden Türme der Schlvtzkirche bekannt: zu ihren Kitzen liegt die herzogliche Gruft. Tie Kirche samt dem Schloß, in dessen starke Mauern sie eingebaut ist, ist ein Teil der hoch- berühmten ehemaligen Bcnediktinerabtei, die im frühen Mittelalter ein Kulturzentrum war, wie es zu dieser Zeit m Deutschland wenige gab. Von den Agilolfingern zur Zeit Pippins von Herislal um 736 gegründet, erhob es sich dank seiner Lage nahe der alten Römerstraße, die von Augsburg über den Brenner führte, zu wu-tschastlicher, politischer und geistiger Macht. Von hier aus wurde das ganze bayrische Oberland zwischen den Alpen und München chas damals noch nid;t existierte) kolonisiert, eine Menge Ortschaften wurden von den Mönchen gegründet und dem Kloster zinspslichtig, Brunnen wurden im ganzen Land gegraben und ‘-bkQe angelegt, iuoran noch jetzt manch alte Gedenktafel erinnert. Bedeutende Leistungm vollbrachten die Mönche auf tünstlerijchem Gebiet: einige der schönsten Julunabeln der bayrischen Staatsbibliothek entftamincn dem Kloster, das seinen größten Ituhm erlangte durch die Ersindung der Glasmalerei. Tetr 'JZamen des Mönches, der diese Wmidertat vollbrachte, weiß man nicht, aber feine Spuren sind noch vorhandelt in der ebenfalls uralten Augsburger Tomlirche: Hier befinden sich die ältesten, zu den enteil gehörend eit Glasgemäldc der Böelt, die von Tegernsee hierher ge- Itiflct wurden. Lange Jahrhunderte beherrschte Kloster Tegernsee das Vorgeotrgsland, bis es int Jahre 1803 mit vielen anderen uralten Klöstern 'Ettal, Rottenbuch, Wessodrmin u. a.) säkularisiert wurde. Gan.; dicht bet der Herzoglickfen Gruft, im Innern der Erde, hat man neuerdings gewölbte Gange mit Gebeinen entdeckt, die den ältesten Zeiten entflammen und an sie erinnern. * Londons R i e j e u v e r k e h r. Tas englische Handels- amt hat soeben ein Blanbuch veröffentlicht, das besonders dem Verkehr Londons iin Jahre 1908 gewidmet ist. Demgemäß »vurde für das genannte Jahr die Bevölkerung im Gebiete des Graf- jchculsrates London auf 4 79b 789, die von Groß-London auf 7 323 326 geschätzt. Für das letzte Jahrzehnt kann die Vermehrung der Bevölkerung in der Grafschaft nut 6,73, ui Groß-London mit 14,09 Prozent angenommen werden. Tie Londoner Bahnen haben im ganzen über IV« Milliarde Aienjchen befördert, davon entiallen auf die Stadtbahnen 3<>3 794 894, auf die Straßenbahnen ö8u 695 OUU, aus die Oinnibusgejellschafteii 331350 000 Perjonen. Auf den Emzeliien loninieii bei diesen Summen 177,5 Fahrten. Wie rasend der Verkehr zugenommen hat, geht aus dem seit 1881 immer mehr gesteigerten Prozemsat; hervor: in diesem Jahr kommen bloß 56,6 Fahrten ans den Einzelnen; 1901 werden es schon 128,7 uno jetzt allo beinahe dreimal so viel als vor 2o Jahren. Reu eröffnet wurden ui den letzten Jahren 26'/? Meilen neuer Röhrenbahiien, 68 'JJtciien Tampibahnstreckeii und 28 /, Aleilcn Pierdebahnstrockeii ivnrden elektrisiert, 80 Meilen .neuer Straßenbahnen angelegt und mehr als 1ÜUÜ neue 2Jlolor- »mnibuffe eingestellt. 46 42-44 76-80 43 40-42 75-78 41 36-39 71-75 37 Blastlämmer und jüngere Masthammel 35—00 70-00 35 74—76 59 74—76 59 Lsbendgeivlcht 56-58 Fettschweme über ZZentnerLebendgew. 56—58 30-33 26—28 57 57 45-48 37-41 33—35 31 27 72-74 72—74 75—80 06-70 62-65 60—66 52 — 54 ältere ausgemäslete ä r i e n, K ü h e. Vollfletschige ausflemäftete Färsen höchst. Schlachtwertes Bollfleiichige ausgemästete Kühe höchst. SchlachtmerteS bis zu 7 Jahren . . Aellere ausgemästete Kühe unö wenig gilt entiuicfelte jültgerekühe u. Färieir Mäßig genährte Kühe und Färsen . . Kälber. Feinste Mast- (Vollmilchmast) unö beste Saugkälber Mittlere Blast- und gute Saugkälber . Geringere Saugkälber 46 39 34 Ochsen. von-lnsoon-biS Vollfleischige, ausflemaflete, höchsten Vollfleischige Schweine bis zu 2 Zentner Lebendgewicht 58—60 Vollsleijchige Schweine über 2 Zeiitner Lebendgeivicht 58—60 Vollfleischige Schweine über 2*/2 Zentner Schlachtivertes, höchstens 6 Jahre alt 45—47 80—82 Junge, fleischige, nicht au5geina|tete und Kleine Tagcechronik. Zu den Diebstählen in Gladbeck wird gemeldet, daß ein Vetter des.Schichtmeisters Neuß in Hagen verhaftet worden ist. Dieser besaß ein Sparkassenbuch über einige Tausend Mark, deren redlichen Erwerb er nicht nachzuweisen vermochte. Im ganzen sind jetzt über 280000 Mk. gefunden worden. Die Unterschlagungen des Opel und Neuß belaufen sich aber, wie diese aussagen, nur auf 100 000 Mk. Am 4. ds., nachmittags, wurde in Campo Reale ein het- hger Erdstoß verspürt. Tie Schüler flohen entsetzt ans den Schulen. Bei Cent entstandenen Gedränge wurde em Kind zu Tode gedrückt. Ein anderes wurde schwer verletzt. Trei Mönche des Jerusalemer armenischen Klosters wurden wegen Untersch agung mehrerer Millionen Franks auf Verlangen des Patriarchats verhaftet und nach Konstantinopel zur Aburteilung gebracht. In der städtischen Verwaltung in kremsicr sind Unter- schleiie von 7Uü0'<0 'Mark entdeckt worden, die dem städtischen Kassierer zur Last gelegt werden. Tie städtischen Rechmmgen wurden leit Jahren nicht geprüft. (In einem Teil der Auflage wiederholt.) fc. Frankfurt a. M., 6. Tez. (Lrig.-Telegr. des „Gieß Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktvreise: Merzen Alk. 22.00—22.10, Kurhessischer Alk. 00.00—00.00, La Plata Kansas Alk. Oü.Ou—00.00, 'Roggen (hiesiger) Alk. 16.50 bis Mk. 00.00 Gerste (Meuerauen Alk. 16.50—17.00, Gerste Franken Piälzer Ried Mk. 17.00—17.50, Kleie Alk. 00.00 - 00.00, pater 15.75—16.50, Mais Alk. 15.40—15.60, Meizenmehl Alk. 32.25 bis 32.50, 2. Qualität Alk. 30.75—31.00, 3. Qualität Alk. 28.75 bis Alk. 29.- 0, 4. Qualität Alk. 00.00 - 00.00, Jioggcninel)l 0 Alk. 25.00—25.50,1. Qualität Alk. 22.00—22.50, Meizenkleie Alk. 10/25 bis Alk. 10.50, Meizenschale Alk. 00.00—LO.üO, Roggenkleie Alk. 10.50 bis Alk. 11.00, Alälzkeime Alk. 0u.00—00.o0, Biertreber 12.75—13.25. '2llle3 per 100 Kg. ab hier. Üercnd- L-.achi. pro IvOPstmd gctvtd» _ veocod- -schiad»; «ewrchr . dlärhe. F.C. Wiesbaden. Diehhof^ Marktbericht vom 3. Tez. Austrieb: Rinder 60, Kälber 61, Schate 32. Schweine 3-5. Tendenz. Rmder gedrückt, Kälber gedrückt, Schate flau, Schweine stau. Vrets Turch- pro 100 Psd. schmttspreis lichcr Neberstand. Durch- Prei-' pro 100 Pid. schmttspreis 41—48 76—83 00 38—40 69-75 Ou 34-37 64-68 00 35-40 69-75 00 33-37 65—67 00 70-72 00 62-65 00 . 57.5U-59.U0 70—75 (jleijcl)ige Schweine 00 00 65-66 60—62 00 00 00 00 GO 45—60 4U-43 35—40 00 00 00 72-88 64-70 U—21 18—20 42-47 35—42 38—89 34—36 Schweine. Vollfleischige Schweine über 2‘/2 Rentner Lebendgewicht 57.50-58.50 62—64 Fettichweme über 3Ztitr. Lebendgew. 58.u0-59.u0 73—76 Ocksen. Vollfleischige, anSgemäslele, höchsten SchlachtwerleS, höchsten 6 Jahre alt Junge fleischige, nicht ausgemaitete und ältere ausgemästete...... Dia Big genährte junge und gut genährte altere......... Bullen. Vollfleischige, ausgewachsene, höchsten SchlachtwerleS........ vollfleischige, jüngere ..... F ä r 1 e n , Kü h c. Vollfleischige ausgemaitete Färsen höchst. Schlachtivertes........ Vollfleischige ansgemästele Kühe höchst. Schlachtivertes bis zu 7 Jahren . . AeUere ausgemästete Kühe unö wenig guteiitwickeltejüngerekübeunöFärjen Alaßig genäorie Kühe und Färien. . uneinig genährte Kiiye und Farjen. . kalber. Mittlere Mast- und gute Saugkälber. Geringere Saugkälber ..... Schar e. Lcbrlld-Lchlachr. grivichi (c. Frankfurt a.M. V ie h d 0 l-Al a rk t b e r i ch t pom 6. Tez. Aicktried: Rmder 1454, Ochsen 348, Bullen 77, Kühe 1061, Kalber 367, Schafe 538, Schweine 18451 Ziegen 0. Tendenz: Ochsen lebhaft, kein Ucbcvftanö, Kälber 'lau, au4- verkaiist, Schafe ruhig, viel unvcrlauit, Schweine gedruckt, erheb- Mastlämnier und jiingeic MastHammel 32—33 Vettere Alaithamniel mtd gut genährte Schafe 20—26 L'cbenö» Sckilachr. pro 100 Pfd. geeid>i ~ - ■ ■ von-drS VVN-biS Jede Woche nahm ich 2 Psmrd zu! Rixdorf, 1. Febr. 1909. Ich mar früher immer magenleidend, Hane Vunflcnfatarrb und war febr blutarm und nervös. Ta wurde nur von Betannten Ihr .,Bloson" emvfohlen, welches ich nut ybatan regelmäßig täglich 2 Mal geirunten habe. Schon nach dem 3. ‘Batet merkte ich, bau sich mein Krästezuftand belferte, da idi aber immer noch schwach war, nabm ich „Broion" weiter unö habe so nach und nach ca. 12 Bakete verbrauch!. Ieöe Woäie nahm ich 2 Pfund zu uuö ich feite jetzt beöeutcnö bester auo. Ich fühle midi wieder ganz wohl, ß-ruber probierte ich viele andere 'JinbruiittcL aber was Geichmack und BetömmUchken anbetnffL so gefällt mir Ihr „Bwson" am beiten. Gestattelt Sie, daß ich Ibnen meinen innin’u?n Dank ausspreche,- ich werde nicht uerfäumen. bei allen meinen Bekannten und Verwandten „Bwson" zu emvfebleu. Akt aller Hochachtung o-rau Hedwig Wtlke, Maiiizerittatze 58 V. II. LLutcricbrift bcfllaubigt: Der Bornand des 7. Polizei Revierc- i. A. keris, Polizei^'Lvachtmeifter. Biofon ist da-> beste und billigte bUnbilöenöe krastigungsniltiel. Paket 3 Act. in Apotheken und Drogerien. tbl- r Feinste Qualität Billigster Preis Verkauf: Gleorg Kallenfels. Gietien. Iss1/,! Winterüar für Lungenkranke „Schwarzwaldheim“ Schömberg u. W ildbad 650 in. ü. d. M. Pbysikal. diätet. Heilverfahren. In geeigneten Fällen spezifische Taberkulinbchandlung. Spezialistiscbe Behandlung von Erkrankungen der oberen Luftwege. — Zentralheizung. Lift. Preise von7—10 Mk. per Tag. Prosp.freL II>LeiUTHÜH- 'izl : S>r. n»ed. l,itg»er. Dauerhafteste w tlt 1 Wilh. Rudolph, Hoflieferant frnd> Giessen Seitenweg 91 ch'o wie Jwnsffianrfhing Kirchstr. 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