Erstes Blatt 1S9. Jahrgang § Die heutige Nummer umfahr 14 Seiten. « - e O = bestellt, wenn Er glaube, do S S Der Ge- zuzuschreiben sei. 2 c R n £ T § n i « ® a t» 3 Ji£ tgSLa he.*' O'tS Ö S -9 2 5- o 1 I co a SS a «• ' -• «* P* die Post 'lilt.8.—Dievtel- jährt. auflfct)L Bestestg. Zeüenprel-: lokal ItzPk^ autwürr» 20 Pleuniq. (Sbetrebafieur: A Goetz. Verantwortlich für den polinschen Teck: August Goetz. für .steuille- ton* und ,'8ermi|(bie8* K. Jteuralhi int „Stabt u.Land" und »Gerichts» (Eine Vertrauenrmännerversammlung der hessischen Sentrumspartei. In Mainz hielt am Dienstag nachmittag das Landeskomitee hessischen Zentrumsvarlei unter dem Vorsitz des Justizrats Schmitt-Mainz eine Bertreterversammlung ab, die der Oeffent- lrchkeit nicht zugänglich war. ( entnehmen wir folgende Angaben, vvn denen besonders die K** tret 2 S’ ;? i= e- ä 'S * Das Drangen um Kreta. Die türkische Regierung bietet alles auf, um ihre Wünsche bezügl. Kretas zu verwirklichen, so lange Griechenland mit seinen inneren Angelegenheiten beschäftigt ist. Das Verholten der Schutzmächte geht also bekanntlich darauf hinaus, den gegenwärtigen Zustand auch weiter hinaus r* n B 2.2 -1 Der Zrledensschluh in Marotta. Madrid, 9. Nov. Aus eme Frage wegen des angeblich bevorstehenden Friedensschlusses mit den Risst ämmert' erklärte Ministerpräsident Moret, zweifellos ginge Spanien dem Frieden entgegen: c5 müßte aber noch die letzten Konsequenzen aus dem Feldzugsplan des früheren Kabinetts ziehen und in Alhueeemas und Penon de la Gomera Ruhe stiften. Paris, 9. Nov. In dem heute im ElysSe abgehaltenen Ministerrat berichtete der Minister des Aeußern über den Stand der Verhandlungen mit der marokkanischen Gesandtschaft und teilte mit, daß er den Vertretern des Sultans die allgemeinen Bedingungen dargelegt habe, von denen die französische Regierung die Verständigung mit Mulay Hasid und über die Fragen abhängig mache, die Gegenstand der Verhandlungen waren. Die marokkanischen Gesandten würden diese Bedingungen unverzüglich zur Kenntnis des Machsen bringen. Tanger, 9. Nov. Nach einer Meldung aus Fes vorn 3. Nov. ist der Sohn von El Mokri nach Tanger abgereift; er soll seinem Vater Instruktionen überbringen. zu schleppen. Konstantinopel, 9. Nov. Das Zirkular der Pforte an die bei den Schutzmächten Kretas beglaubigten Botschafter betont die Notwendigkeit, eine, den berechtigten Hoffnungen der Türkei entsprechende definitive Lösung der Kretafrage herbeizuführen, die für die Türkei eine Lebensfrage bilde. Dos Zirkular beruft sich auf die in dieser Hinsicht gemachten Versprechungen SW H Z 23 **♦ ^5*' „ Cf ft-* .-g« Q 2-aS 2 2<~ L Mittwoch 10. November 1909 vezugsprer». d monn thd) 75'13^0161161- ▼ - . tShrltch Mk. 8.20. durch JBL A Abyole- u. Zweigstellen sX-Jk r/ ÄXa Amonatlich 65 Ps.; durch -..O'SftCJ S ff In der französischen Kammer gab es am gestrigen Dienstag interessante Erörterungen der wachsenden Ausgaben und des Ausbaues der nationalen Verteidigung: Paris, 9. Nov. In der heutigen Generaldebatte über das Budget für 1910 kritisierte Jules Hoche das beständige Anwachsen der Ausgaben, das dem sozia- li st i scheu Einfluß zu zu schreiben sei. Der Ge- neralberichlerstatter und der Vorsitzende der Budgetkom- mission erklärten demgegenüber, daß die Vermehrung der Ausgaben zum größten Teile für die nationale Verteidigung verwendet werde. Tie Aufwendungen Frankreichs seien in dieser Hinsicht ncf.hl nicht so hoch wie diejenigen ?? gj 3 : o = *9 «Q 8 2 t> t 5 5* L2 n r» 1,» ■ 1.2 »33 anormale Lage nicht ohne schwere 'Jiiid) teile fortdauern könne und das jetzige Regime auf Kreta die türkischen Rechte verletze. Das Zirkular zählt bann die bekannten Beschwerden der Türkei in dieser Angelegenheit auf und loenbet sich gegen die agressive Haltung Griechenlands, insbesondere gegen die herausfordernde Sprock)« einzelner griechischer Minister im Parlament und argen die mit den griechischen Hilfsmitteln unvereinbaren Kriegsrüstungen, die den Zweck hätten, im geeigneten; Moment der Türkei Trotz zu bieten. Die Pforte werde energisch jede offene oder versteckte Teil-« nähme eines dritten Staates an der Verwaltung Kretas zu rück weis en. Tie Gefahren der mißlichen Lage könnten nur durch Schaffung eines definitiven Regimes auf der Insel, das selbstverständlich die Autonomie unter türkischer Souveränität wahre, beseitigt werden. Tas Zirkular spricht die Hoffnung aus, daß die Schutzmächte int Interesse der Türkei und Griechenlands das gerechte Verlangen der Pforte günstig aufnehmen werden. Athen, 9. Nov. Der König empfing heute den türkis ch e n Gesandten und erlsärte bei dieser Gelegenheit, die griechische Regierung sei von freundschaftlichen Gesinnungen gegenüber der Türkei erfüllt. Die militärische Reorganisation ziele lediglich auf die H<> bung der Armee hin. Ter König versicherte schließlich, daß es -'ine griechischen Banden gebe. P-r< S 5 5 o:» - <-o©> Moderne Bilöungsfragcn. Gießen, den 10. November. Der Reichstagsabgeordnete Pfarrer D. Friedrich Nau- nann bat am Montag abend in Mannheim einen Vortrag i;ber „Die Folgen des Weltverkehrs für das geistige Leben" ,-ehalten, und in seiner geistvollen, philosophischen Betrachtungsweise hat Naumann viele Wahrheiten, die das geistige ,nd politische Leben der Gegenwart betreffen, ungeschminkt »erausgestellt. deute, am Gedächtnistage Schillers, können «slche Rück- und Umblicke nur nützlich wirken. Naumann führte, so lesen wir in der „Neuen Bad. Landesztg.", folgende Betrachtungen aus: Ter Liber alism us ist in vielen Dingen kaum mehr nstande, den Kulturgewinn, den man vor 40 Jahren gemacht hat, : -me ilvch sestzu halten. Ter Liberalismus als Weltanschauung ist in gewissem Sinne schwach, er wirkt nicht mehr I.o unmittelbar willenbildend, nicht mehr fo sinn- und begeisde- ■ungbauenb als vor 60 Jahren, als es in Deutschland so war, biü eigentlich jeder, der zur Bildung irgendwie gehören wollte, ' ii Reich dieser Weltanschauung gehörte. Wv liegen denn nur die Gründe des Schwächerwerdens der liberalen Weltanschauung? Ties ist die moderne Entwicklimg, der große ted> Nische Fortschritt. Wir haben Maschinen vvn einer Feinheit, wie nie zuvor. Und in denselben Jalnzehnten, wo wir in tech- ! Mischer Hinsicht so außerordentlich viel Staunenswertes und Merkwürdiges geleistet haben, haben wir auf dem Gebiete der Welt- ■nfd>auung, des Willens, auf dem Gebiete der innerlichen und >«celischen Bewegung scheinbar nichts anderes getan, als alte Debatten immer von neuem wiederholt. Ist nun i>:c5 nur daraus zu erklären, daß dieses technische Zeitalter zu tacnig Zeit hat für die geistigen Probleme und die Weltanschau- mirgssragen ober hängt cd auch mit unserer technischen Entwickelung piammenWelche Folgen hat der Weltverkehr für das geistige sieben? Unser prakti,ches Leben ist bereits in einer Weise i-ncb den Austausch gemischt, daß wir uns nur deshalb nicht mehr darüber wundern, weil wir es nicht besser wissen. Aehnlich s eht es im geistigen Leben aus, wo alles, was wir täglich geistig w uns nehmen und was uns jeden Tag zufließt, international .. yammengefetzt ist. Ta ist vor aUem derNachrichtendienst, m im Gegensatz zu früheren Zeiten international im wahren Sinne des Wortes geworden ist. Vor allem ist ci die Quantität der internationalen Stoffe, von denen wir heut -verschüttet werden. Und die gwße fUxe, daß es verschiedene Wahc- h iten geben könnte, verschiedene Anschauungen derselben Sack^ irtb verschiedene Berichterstattung über ein und dasselbe Ereignis, ‘ tfi in viele Köpfe überhaupt noch nicht bineingebmnten. Die psychologische Folge dieser Ueberschüttung ist aber die, I diß die Einzel eindrücke gar nicht mehr tief sein können. Unsere Alufnahrnesähigkeit ist aufs äußerste angespannt, unsere Gefühls^ sShigkeit ist ab strapaziert. Der Mensch kann nicht mehr so viel ' verarbeiten, als er in sich aufzunehmen gezwungen ist. Er wird bann zunächst bieienigen Tinge verarbeiten, die er mit dem Gefühle aufgefaßt hat. Der Begriff Bildung war schon zur Reit Kants, Schillers usw. etwas sehr großes und auch |u verstanden unter Bildung nicht so sehr die Fähigkeit, außerordentlich viel Nachricksten in sich aufzunehmen, sondern sie hielten b ie Gestaltungsfähigkeit, die Verarbeitungsfähigkeit für dies eigentliche Bildungselement im Menschen. Und mm bekommen wir eine Bildung mit einem übergroßen Zusammenfluß von Stofs, da aber nie verarbeitet werden kann. Die Menge des Stoffes o;bt uns nicht das, was wir Weltanschauung nennen. Die Mew Irien wissen heutzutage so viel, so unermeßlich viel von Politik, l-tmt f e erfahren täglich so viel über Staatsverhältnisse des vRn» und Auslandes, daß man beulen sollte, sie würden nun auch üdcn einer sabelhasten politischen Bilbmrg durchdrungen sein. Doch iij: dem, wie bas Exempel lehrt, keineswegs so. Und hierin finden i toir eine Haupturfache, warum im gegenwärtigen Zeitalter bie vorwärts schreitenden Elemente im Volk schwach sind und warum ! b 2 alten konservativen Kräfte ihnen gegenüber stark sind." Das sind Erkenntnisse, die wir alle als wahr aner- Iwmten müssen. Pfarrer Naumann meint dann weiter, Ord- raimg könne in das geistige Leben der Gegenwart nur durch Arbeitsteilung kommen und fährt dann fort: „Wir haben da heute eine (Hztwickelung, deren inneren Sinn ich so auffasse: Man versucht auf dem Wege der freiwilligen Arbeitsteilung allmählich Grundsätze und Ordnung in die füutcnbe Menge hineinzubringen, die wir heute Bildung nennen. ; Sir kommen aber durch das ganze Riesenpwblem der Bilbung icir weiter, wenn wir uns klar machen, auf jedem einzelnen Ge- 11 t iete muß ein Abreckmuirgs- und Ausgleichsverfahren zwischen brimat und Fremde vorhanden sein, bis wir w ieder festen ■ Äo den unter unseren Füßen aeioinnen und wissen: Was lehrt emen eigenttid) die Kulturmenschhcit aus der Zusammenschüttung (tiler ihrer Begriffe und aller ihrer Kenmisse? Ich glaube aber, es macht für uns schon einen großen Untersdned, ob wir überhaupt briä Gefühl wieder befcimncn. daß es Richtlinien gibt, datz be° Ummte Sätze von uns als allgemiin befunden werden. Und so l-ckommen wir allmählich Körperschastm, die herauszuholen iud.cn, Inas gemeinsamer Geistes besitz ist und lvas nicht, damir der über- / flüssige Ston' in die Rrservetammer der Bibliotheken und Museen mensdstichen @d)äd tniiicS geschoben werden kann." Naumann hat, vielleicht ungewollt, auf viele -schaden \ wnd Zeitkrankheiten hingedeutet, die sich gerade in der $ l chten Zeit bemerkbar gemacht haben. Dein Rezept, der j i -ternattonalen Arbeitsteilung unser Geistesleben anzuver- ’i t rauen, wird freilich für wirtschaftliches Wissen mehr Gel- \\ trmg haben als für Weltanschauungsfragen. Auch das eigene innere Erlebnis und das „teuerste der Bande, der Trieb zum Vaterlande" müssen uns geistig festen Boden I schaffen. Schillers Idealismus fügt nützlictien Rat hinzu: ; ,Jlno auch der hat sich wohl gebettet, der aus der stürmischen ' Lebenswelle, zeitig gewarnt, sich herausgerettet". Im ; wörtlichen Sinne braucht man freilich nicht „an des Klosters friedliche Zelle" auzupochen. S'S ft” Deutschlands. , r , Im weiteren Verlaufe der Aussprache warf Piche (Liberal) den früheren Regierungen vor, daß sie die n a t i o - naleVerteidigung vernachlässigt hätten. Der frühere Kriegsminister Berte au erinnerte demgegenüber an uie ungeheuere Anstrengung, die zugunsten der Armee gemacht worden fei und erklärte, daß diese Anstrengung auf der anderen Seite der Grenze noch genxrltiger gewesen sei. ,Wissen Sie nicht" — sagte er — „was an Kanonen und Festungen in der Mehrforderuna von 500 Mill, enthalten ist, die der deutsche Reichskanzler gestellt V>ar?' — ,Wir haben oft wider unseren Willen dieser Anstrengung folgen müssen. Sagen Sie also nicht, daß wir die nationale Verteidigung vernachlässigt haben." Reden englischer Minister. Zu Ehren des neuen Lordmayors von London sind dort einige Reden gehalten worden, die das Wolsfsche Bureau uns vermittelt. Das, was der leitende Minister Asquith sagte, sind nur Schalen, während der Kern der Dinge und die Früchte der englischen Politik sorgfältig verborgen gehalten werden: L . London, 9. Nvv. Bei dem Bankett zu Ehren des neuen Lordmayors erfiärte Admiral Seymour, der im Namen der Flotte sprach, daß die Verhältnisfe in der Marine gegenwärttg außerordentlich befriedigende feien. Tie Offiziere seien besser durchgebildet und diensteifriger: als früher. Krieasminister Halb an e führte aus: Es wäre nicht gut mit einem Hnselreiche wie dem britischen ~ — Heer und Flo tte nicht zusammenständen. _ England einer Zeit entgegenschrette, wo beide Formen des Heeresdienstes unter ein Dach kommen oder Zweige an demselben «Stamme fein würden. Er hege das Vertrauen, daß das englische Volk mit seinem praktischen Sinne auf der Höhe männlicher Kraft verharren und nicht zurückfinken würde. So sehe er getrost in die Zutttnft. Hierauf ergriff Premierminister Asquith das Wort und wies zunächst auf die wachsende Verantwortlichkeit der Minister hin und auf die ununterbrochen glänzenden Traditionen der englischen Politik. Das vergangene Jahr sei bemerkenswert durch zwei hervorragende Ereignisse: die Einigung der Staaten Südafrikas und die Reichs- Derteidigungskonferenz, die von tiefem Verständnis für die Einheit und Unabhängigkeit beseelt gewesen sei. Die Beziehungen Großbritanniens zu den anderen Mächten seien gemeinsames Eigentum der ganzen Welt Ter Minister erinnerte sodann an zwei Ereignisse der jüngsten Zeit: die Hudson-Fulton-Feier in Newyork unb die spontane Teilnahme von Großbritanniens Regierung und Volk an der nationalen Trauer Japans um den tragischen Tod seines berühmten Staatsmannes Ito. Im vergangenen Jahr sei der internationale Himmel etwas bewölkt gewesen und am Horizont hätten sich Anzeichen stürmischen Wetters gezeigt Heute freue er sich, sprechen w können ohne diese im Hintergrund lauernde Besorgnis. England habe weder damals noch jetzt un nahen Osten selbstsüchttge Interessen verfolgt. Sein einziges Ziel fet es gewesen und sei es noch, den Frieden aufrecht zu erhalten und über die Verträge und die getroffenen Vereinbarungen ein allgemeines Einver- ständnisherbeizuführen. Tiefes Ziel fet im wesentlichen erreicht und deshalb existtere, so weit er wisse, nichts, was sich nicht im Saufe der Zeit und mit Tattaefühl beilegen ließe. Wenn die Großmächte ein Beispiel der Selbstbeschränkung gäben, werde es auch der gemeinsamen, den Frieden vermittelnden Diplomatie gelingen, etwaige Schwierigkeiten beizulegen. Die Ententen und Freundschaften mit anderen Mächten richteten sich gegen niemanden und schlössen niemanden aus. „Was Deutschland betrifft, weiß ich von nichts, was einem vollen freundschaftlichen Einverständnisse im Wege steht. Dieses Einverständnis zu fördern, gilt in beiden Ländern als die Aufgabe weisester ressiert, daß Justzrat v. B r e n t a n. o scharf bemängelt haben oll, in Hessen könne kein Katholik Minister werden: Von den 132 Vertrauensmännern der hessischen ZenttumS Partei waren etwa 90 Vertreter zugegen, u. a. Landtagsabgeordneter Justizrat v. Brentano-Offenbach, LandtagSabgevrdneter Mol" than und Prälat Dr. Selbst-Mainz. Zur Beratung stand die neue hessische Wahlrcchtsvorlage und die Gcmcindesteuerreform. Justizrat v. Brentano referierte über die neue Wahlrechtsvorlage. Sie unterscheide sich von den früljcrcn Vorlagen wenig. Hervorzuheben sei, baß die Regierung Wünsche, die schon früher geäußert wurden, berücksichtigt habe und daß man in Zenttumskreisen an der neuen Vorlage nichts auszusetzcn habe. Ter Redner besprach alsdann eingehend bie in Betracht kommenden Verfassungsänderungen hinsichtlich des Budget- unb Gesetzgebungsrechts. (§ 67 und § 75 der Verfassung.) Art. 75 fei praktisch wenig bedeutungsvoll: er enthalte nur Kronrechte, doch könne daran die Vorlage eventuell scheitern. Zu den Gegnern der Vorlage gehören, wie der Redner weiter betonte, besonders die Sozialdemokraten. Er sei der Ueberzcugung, daß weitaus der größte Teil der hessischen Wähler keine Ahnung habe fron dem bisherigen aktiven und passiven Wahlrecht und noch weniger von den Bestimmungen, die der neue Gesetzentwurf enthalte. Zurzeit gebe es keinen Staat, der ein so allgemeines Wahlrecht wie das Großherzogtum Hessen besitze. Er verttat ferner die Ansicht, daß nur der wählen könne, der längere Zeit im Großherzogtum ansässig sei und infolgedessen den Verhältnissen ein größeres Ver- tändnis entgegenbringe. Die Regierung habe in dem Entwurf eine Reihe fron Erschwerungen und Erleichterungen für das Wählen geschaffen. Eine Grleid/terung komme nämlich den bäueylichn Kreisen zu gute; die Bestimmung, daß diejenigen, die — ohne Rücksicht aus das Alter — von ihrem Vater abhängig sind, nicht wählen können, werden in der Vorlage beseitigt. Eine Gesahr ür das Zustandekommen der Reform bilde u. a. auch der Gegen- atz zwischen Stadt und Land bei Zumessung der neuen Mandate. Das Proportionalwahlsystem nannte der Referent das Wahlsystem der Zukunft, für das er sich entschieden erklärte. Die Regierung nehme einen ablehnenden Standpunkt ein. Sie habe jedoch ihre Bereitschaft durchblicken lassen, einen, Antrag der Zweiten Kammer anzunehmen dahingehend, daß die Regierung sich verpflichtet, bis 1914 für die fünf in Frage kommenden Städte eine Vorlage über Einführung des Proporzes einzubringen. Zum Schluß seiner beifällig aufgenommenen Ausführungen streifte Herr v. Brentano die Wahlkreisgeomctrie. In der sich anschließenden Aussprache über die einzelnen Punkte meinte Rechtsanwalt Keil hinsichtlich der Kautelen, man müsse sich dagegen wenden, daß ein Richter in dem Kreis, in dem er amtiert, nicht gewählt werden könne. Bei der Frage der Zusammensetzung der Ersten Kammer trat Kommerzienrat Hassner-Mainz für eine andere als die bisher recht einseitige Berttetung ein. Fm übrigen meinte er, es habe den Ansäicin, als stehe der Katholizismus im Großherzogtum Hessen gewissermaßen im zweiten Rang. Justizrat v. Brentano erwiderte, daß höheren Orts die Meinung vertreten sei, daß kein Katholik Minister werden könne. Er sei dieser Ansicht in entschiedener Weise gegenübergetreten und man müsse sich daher demnächst darüber schlüssig werden, ob die Zenttumspartei in Zukunft die Hauptarbeit weiter leisten und das hessische Ministerium aus zweifelhaften Situationen weiter heraushauen werde. In dieser Richtung müsse man demnächst Beschlüsse fassen. In den übrigen Punkten erklärte sich die Versammlung mit den Ausführungen des Referenten einverstanden. Landtagsabgeordneter Molthan hielt alsdann einen informatorischen Vorttag über die Gemeindesteuerreform. Lrankttich in zinanznöten. Nr. 264 Per Slttzenrr Anzeiger rjchtinl täglich, außer sonntag«. - Beilagen: ) ter mal wöchentlich 5lt6entr$amllifnblätter; jDfimaliDÖcbentl.KrelSi ilatt färben Kreis (5it6en Tienstag und Freitag); roeimal monatl. Lanb- vlrlschaftllcheStitfragtn .«emivrech-Anschlüsse: MW General-Anzeiger für Oberhessen 5?ff\fl5e«nummer Botaflonsbrud unb Verlag ber vrühl'schen Unlv.-Vuch- unb Stetubruderct R. Lange. Rcbaftion, (trpebition unb vruckerei: Schulflratze 7. ^^e.aen'teck^ bil vormittags » ttyr. tf S j H " -;'g Z «J ! Staats kunst." Dcuticbcs Heicb. Aus Grünberg erhalten wir folgende Zuschrift: Der nationale Wahlverein für Grünberg unb al 2 2 S 2'2 5 y V $ n> D *«. S i? e irs«" 2 2 22.^^- •"SLnA ■■ öet ftrenfbcit befallen. 8. X WerngeS, meinet Landwirt Konrad LipS III. wurde zum bnttr» $cN«Nv krr oerteiötfllc den Satz r kündigt iuh radx crgebru. Dav ncboi der ("yt, heutige Stadtverordneten-Versammlung einen t*. trnq bis zu 400 Oen worden. Diese AuSnachnung nnirbe dem f amten unter ehrenden Sorten durch Bergrat Ho-.-st :b« reicht Die Grube „Eleonore" ist im vollen Betri« während Grube „Mrillwrd" schon lange stille liegt Bei lieferten den besten Brauneisenstein im Bergrevier Setzst Abteilungen vor. Der geschast.führende Ausschuß des Deuttchen Handwerks- und Gewerbekammertages faßte am 5. November in Hannover über die Durchführung des Gesetzes zur Sicherung der B a u f o r d e r u n g e n eine Entschließung, in der es heißt: Der Ausschuß hält es für unbedingt erforderlich, daß neben dem ersten Abschnitte betr. die allgemeinen SicherheitSinaßregeln, der zweite Abschnitt betr. die dingliche Sicherung der Bausorderungen überall da zur Geltung gebracht wird, wo nach den Erfahrungen her Interessenvertretungen des Handwerks irgendivelche Mißstände bestehen, oämtluhc Handwerks- nnd Oicmerbelammcrn sollen t>al)er unverzüglich für ihre Bezirke die erforderlichen (Erhebungen vornehmen, und den Bundesregierungen über den Ausfall dieser Erhebungen berichten. .Alles Geschehene wirb erst ermöglicht durch die Gegenwart der unveränderlichen geistigen GottcSkrast-. Der Gesongoerrui , Harmonie*, sowie der flnchmgesangverein verschönerten durch verschiedene Dorträge den Abend. l Lauterbach, 9. Rov. Im hiesigen Turnverein hat ßch eine Damenriege gebildet, der bi6 letzt 17 Frauen und Jungfrauen beitraten. (Bet'icbtsf aal. II Marburg, V.Rov. Ta» cdjr.’uraeriefjl verurteilte bei» den 71 Jahre alten Au mgler Karl L* e i cb i anü GlodenbaH der wegen einer Arztrerbnung einen Meineid geleistet Hane, p einem Jahre Zuchthaus. Prag, 9. Non. In der Berbandlung gegen den MetMdfc-« Maskt-inenschlofser Emil flulera weiten lleberfallei autz»i Wörlitzer Cberrealicbüler am 16. Juli in Brandei« rouiie Rufeta wegen Mangels an Beweisen l r e i g e s vr o -U « n 7i Berbandlung wohnte bet deutsche Konsul Freiherr v. Gcdlailel bc • Aut S rittn, bc.- r.n Mt ic toeuh:i nid in Q' . -äL -er i -s- Ober-Dcgsurth, 8. Rov. Unter ber bfc^ Jugend traten die Masern so stark auf. daß die geschloßen werden mußte. Don 60 Schultmdern sind 40 vo» •y. ** - 6^ & “ ■ r-& ,lf jriltuW dc V .1 :r. Mia ■-«C'tl't niutung -urüctgckehrr fei, fi Manne- und ihrer Mutter der die Leichen des Malew genchrlicher Eachverftandiaer Nov. Zum Beigeordnete, Stau Steinheil vor Schwurgericht, v. 4. Paris. 8 I Der Hmisar;t der Angeklagten, Tr Achorav, del m D* Angeklagten und ihrem Manne m weunc chafüichen Bezicdr.'U' gestanden bat, ist in fernen Auslagen unsicher; man bat aber w ikefühl, daß er bemüht ist, Frau Steinbeil zu entlaste«. \ am Tage nach dem Mord' m der Angeklagten gerafft und behauptet mit aller Beinminlhen, daß bereu nervöse » regthert nicht etwa simuliert, sondern durchaus echter Rann * Au» weiteres Befragen gibt der 3cuge an, daß bei der WH iuchung der Angeklagten tvn feiner Seif'“ das Wort ..'imelel** gefallen fei. Auch habe du Angeklagte, als fte wieder zur - z — BomDroßherzogltchen Hofe. Der Der kauf s- lag der Großherzogin m Mainz hat, wie nunmehr feitfteht, 60 000 Mk. emgedracht. — Anläßlich des heutigen Gedurts- taqes deS König- von England fand im Mainzer Schloß Festtafel statt, der da» SroßherzogSpoar, das Pnnzenpaai Heinrich von Preußen. das Prinzeupaar Ferdinand von Battenberg, die Prinzessin zu SolmS-HohensoliuS-Lich. der englische OieichäftSträqer, der ©ounerneur von Mainz, Oberst n. Hohben vom 117. Infanlerie-Neguuent. Provinz,aldirektor v. Homdergk und Oberdürgerineister Güttelmonn beiwohnten. Die Großherzogliche Familie reifte gestern nachmittag nach D a rm st ab t. * Ordensverleihung. Der König von Preußen hat dem Kommerzienrat Jul. Glück er t zu Darnistadt den Noten Adlerorden 4. flloffc verliehen. •• Lehrerpcrfon alten. Erledigt ist eme mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an ber Ge. neindeschule zu Ober - HilderShsim. Eine nut einem eoang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gememdeschule 'zu TratS-Horlofs. unserer Gemeinde wurde Landwirt Heinrich D,ehl gewähr ? Unterschwarz. 9. Rov. Der seitherige Bürget. tnnbcil und bet Irr au Iapv Viix\ gtgc- Ottern in iznwllti NiLa't fit ÄtnaBjl bu Äiltti üii>4lti« : c 9. N flofaten ist biefer Tage hier em getroffen. Aus Ma diid meldet man fl'änia Manuel und flönig Allons muhnten am Timstag den Mcnwvrrn der Garnison in Earabauäil bei und kehtten baiioch nach dem Schloß üurud Im Gegensatz ui einem Telegramm au» London, das erklärt, hu? Frage der Brrstin-remng der Suczkanal-flvnzes^ion sei auf unbeUunmir .Seil bcn'cf beit ivvrden. teüt die ouev f/ntal0>ncflidMin mil. daß noch keine endgültige Eurfc^-idung getroffen sei unb das die Bert anesmtzwn nick fortbauem. Ter „Agenzia Stefan," roiro aus Addis Abeba gemeldet Tie Besserung im Ge, un dbei t Szustande des NeguS bati an Ttr allgemeine Lage tm Lwide nimmt jetzl wieder einen normalen ’Jietvnm k Sxralb mclbet aus Yokohama: Die Javaner i r t, i e n bei den Manöoertt in Utsanomwa dem koreanischen ■n? ilitär de Vollmacht itztenan, wabrsäreinlich um den Tod Jw^ ia^-" 2ht» Stadt und Land. Gießen, 10. November 1909. — T a g e» ka l e n d e r für Mittwoch, 10. Noo.: Stadt- l h e a I er: ,Dou Garloi." Anfang 7 Uhr. unlm'udn bat, i'dft aut, der sei bn bebca nach den custem tRcrhnalm auf 3tr -infllfl IMridMiÜb«! AnballstzuuU« für bi: Zeit des IXarbc« > •• Aur die Sitzung der Stadtverordneten- Bersammlung am Donnerstag, 11 Nov, nachminags 4 Uhr, ist folgende Tagesordnung vorgesehen: 1 ruiBlcnunfl von scbulbverschreibungen Anleihe von 19C>1 Mittet- ungen 3. Bahnprojekt Gießen-Brandobern- > o r f. 4 Unterhaltung der Straße <^teßen-flleiit Linden. 5 Bebauungsplan für die Gutenbergftraße. 8 Bebauunas- plan für die Bahnhofstraße zwischen Post und Brinke über dte Eisenbahn 7. Zuschuß für HSbcrlegung des yokes Neuen Baue 27. 8. Berkauf eines Grund,tücks am Namm 9. Berkaus von sradtbachgelande an Ed flltnfei 10. An kauf von straßcngelande in der Marktstraße von Georg Schultheiß. 11 Ankauf eines Grundstücks von Loms Bogt Erben 12. Ausbau der Liebigstraße 13. Ueb er nähme der xoften eines Meßbriefs auf bte 5tabt 14. Genehm.gung von Rechnungen Id. Gesuch des Ailh. Balentin um Erhöhung des Preises für bie Anfuhr von flies. 16. An- chassung einer schillerbuste für die höhere Mädchenschule [7. Beschaffung von Büchern für die Schulkinder anläßlich der 5d)in er feier. 18 Ausstetnung der städtischen Tneb- viertel: hier - Beschaffung von Grenzsteinen. 19. Besäxo- funfl von Grenzsteinen. 19. Beschaffung einer Schreibmaschine für das Tiefbauoint. 20. Rickvergütung von Wassergeld. 21. Errichtung eines Bolksbades für Frauen 22. Haftpslichtversicherung. 23. Gesuch des Otto Schmalzig- aua um Erlaubnis zum Schankwirtschaftsbetrieb im Haus Blockstraße ö. 24. Desgl der Dwe Zakob Hengst für Licher Straße 57. •• Zur Bekämpfung der Schundliteratur wird auch die heslische Regierung geeignete Maßnahmen in Erwaguna zichen. Um zunächst eine allgemeine Aussprache darüber l)erbeizuführen, wird auf Veranlassung des Ministeriums des Ilmern, Abteilung für Schulangelegen- heilen, Anfang nächster Bloche eine Beratung unter Mitwirkung hervorragender Pädagogen stattfinden, bei ber xreiSschulrat Prof. Dr. flissinger das einleitende Referat erstattet. Stadttheater. Ta sehr starke Nachfrage nach Billets für die Tellaufführung vorhanden ist, sei darauf > ingewiesen, daß außer der Samsrngnachmittagaufführung deS Stuckes auch am Sonntag nachmittag 1 .■! Uhr eine Wiederholung, ebenfalls bei Bolkspreisen, stattfinbet. •• Stenographisches. Ter Bezirk Cbcrbdim_unb Dill- tal des Mittelweltdcun'chcn Sl'iwaiavbeubiU'.bss Stolze Zdyrcn Hielt am Sonntag im „Schivkapaß" seine H« rbstversammlung ob ^-rrrettii war en 14 Vereine durch 40 $clcmcrte. Ten Jahre» beric'N erstattete der Vorsitzende E. Albert, Letter. 3m Bezirk bestehen 16 Vereine unb 7 Säürlervereine mit 763 Mitgliedern unb 534 Unterrichteten, gegen bas Vvriahr mehr 5 Vereine, 190 Mitglieder unb 269 Unterrichtete, liebe roll herrscht rc^rS Lcveii in den Vereinen, auch die Unterrich:swligkeit ist erfreulich Tic icitbengcn Muglieder des Bezirlsvorstanbes ^TOert, Setter, I Von., Reitz, Gießen, Staffierer unb Zimmermann, A Schristlül,rer, wurden wiebergewähtt. Tie nächste BezirkSvenannn hing, nut der ein 'Eettfd,reiben Verbundes ist, findet int kommenden ("rrühiabr in Herborn statt. Ten Vcrtuuiolungen folgte ein gemeinsames Essen imb nachmittags ein t»n dein Stenogravlxn- Berein SwlHeSäre Gießen arrangierter " > nad her Liebigsl^che, der unter sehr l'tartci : . schonen Abschluß der BezirkSveriammlung bilbrte. Gr legen ttirb des Ausfluges wurden ben Mitgliedern des Gießener Vereins e Ritzel, d Reitz, flub Phil Anwld, Unleroffn-er Brink, L.'.eder stein unb Sergeant Scliwalenstocker für beste nt im Schön- unb florrektschreiben im Bezirk Tivlome überreicht. Vie Kieler werjlaffäre. (Fortsetzung.) 4 Stiel, 9 Rov Die Verfanbluugen würben beute nach eintägiger Paine aufgnnmmcii Aw Anregung des Staarsamvalt außen fd ber Lbmperitbirdtor Vizcat rniral von Usedom üb« r der 7xt*> mast, der um 74 Mark von der Derst verh.uft und^im 1000 Merk von ihr wieder zuruckgekauft worden sein soll Tn CbnTWt» birekwr erhärt: lieber bei, 'X^erfauf bes Fockmaste» b,n ich i ber x.'agc. mid mitentud) zil äußern. Es bandelt sich um nn Mast des Schiffes viTtha. Ich Ixibe f. 3t. angestagt, ob Inder alte Mast umgebmit iverden tonnte, c# wurde nnr aber r das fei nicht möglich weil der Umbau mehr kosten wlirde, e s n murr Mast. Ter Mast Instand nur aus einem Stablwbr UM lag neben dem Sdnff, weil er nicht befördert werden konnte. ho de bann weiter gefragt, was da» Verlegen de» Mastes toen würde unb was wir aus ihm auSlvseii würden Torans bade d >tc Meldung bekommen, daß die Verlegung etwa '.tOO^Wun i Soften würde Tmqegenübcr nanb ber glciüx 43ert bes Tietnü o baß der Mast nrr uns echenttich gai niinx* wert x- floi'cn der Verirrung warm ij tx'tf. wert der Mast nichl p. nietet, ituibmi gcfä«ra wmdung von 61 Millionen Mark zu tmt hatte, xn 2>rl w Altmaterials betrug baba nur 400000 41art, alfo irod) n™ 1 Pwz Frank-nthal behauptet, baß der V-wkrui bei T a** tm Zähre 19OS stattgefunden habe, als das r-dmethrBrrabre mit Sauerstoff bereits im Gange nun 3mge von Ustdo« e*\ klärt aber, baß bas Verfahren auf ber Denk damals erst «^4 vwistn wurde Es wirb bann in bir Prüfung vcs BrE- nxdi e;» zwifcben Frankentdal unb ber ubritrn Angeklagten e»! aetreten Ern Teil ist nicht mehr im Lrigrnat oorbrnden, & j ic luaf-mtb der ^oruntrnudnnta nerubwunben unb wllm nachträglich in die Akten qadimungdt worden fein, nach^- bie editeu enntw-nbft warm. Zn *ufin Brie».- m-rb *> ib oupun, bi neren Briefe beißt es: Ich bm^nni bem alten Srrl idwn ut flrach, sehen Sie zu. Wie Sic »recht kommen können * Angellagtrn Fran len thal unb Iacolndn -rfhiren. daß unter ntdi! der t^erfttv "fror Beinr'ch ^cr onen besucht war Nach einer Begrüßungsansprache des Vor. sitzenden, Amtsrichter G la es er, eriol.jte bie Rechnung». obläge Die lperauf vorgcnommene Borstanbswahl ergab bieWahl des seitherigen Vorstandes. Der Berein zählt zurzeit 204 Mitglieder Ter Vorsitzende h.elt einen Var- trag über die Reich-nnanzresorm, gab einen U?berbh(f über die Entstehung der Reform, über ihre Bedeumng für dte künftige «Gestaltung der Finanzen der Deutschen Reichs und schilderte dann eingehend die schädigenden Wirkungen der neuen Steuern Rach Erledigung einer Reihe gefdiiftlufjer Angelegenheiten des Vereins erfolgte eine Befprecliung der hessifchen W a h l r e ch l s v o r l a g e. Der Vorntzenbe besprach an Hanb bes neuen Entwurfs die künftige Gestaltung des direkten Wahlrechts in xxffcn unb ging bann speziell au| die Wahlkreiseiuteilunq näher ein. Hierbei wurden mts ber Versammlung oeridiiebene Dünsche geäußert unb per Borstand beauftragt, fte zur Kenntnis ber Lanbtagssraktion zu bringen. Der ftaifer nahm am Dienstag vormittag im Reuen PolaiS bei Potsbarn bie Borträge beS Staatssekretärs deS Reichsmarineamts, Admirals v. Tirpitz, beS EhefS bes Admiralstahes ber Manne, Admirals v Fischel unb bes Chefs oes MannekabineltS, Vizeadmirals von Müller, entgegen In Gegenwart bes flaiferpaares unb zahlreicher Fürstlichkeiten fanb am Dienstag bie Vereidigung ber Re- Leuten ber i-tarni on Poksbam tm großen Ererzterschuppen statt. 'Rad) der Vereidigung hielt ber Kaiser an bie Truppen eine Ansprache Die Morgenblätter melben auS Berlin: Rach der „Deutschen Volkswirtschaftlichen flvrrespondenz" soll der Nachtragsetat für 1909, der dem Reichstag sofort nach seinem Zusammentritt zugeht, Rachforderungen lliiihnb. Im österreichischen Budget aus schuß erklärte der Finanz Minister auf eine Fra§e, n ei achte die bekannte Ttcv wrlligo Versteigerung des Besitzes der bohntifdtcn Nlontangesellschaft rtl-s brr onmllidvii Moral zuwider lau »end Dcslalb wies der /btftvmüniftcT oarmif hm. daß bie öffentliche Versteinerung rin eaie i n man über sei, m tut mit acht 9)1 ifl knien fl rauen zur Verstm.u ruim gelangmb,- Miesitz, her mit 19' r Millionen zu Buch stehe, totfnd mf rinnt viel höheren Wert hab e. Der Iustizminister konnte irbod tmuni Einrluß in dieser Anaelegm- bett ausirlxii Tn Fuianzministrr nntrbe icbodt ber Vermehrung Akt nilnmtals de-> Mnuferö ber Prager Etsminbustricgefett- idtoft nufrl mehr ;uihnnnni. Lebhafter wifalli Ter Kaufpreis soll" ferner als (*runbl Alsfeld, 8. Rov. Gestern versammelte der Gau Hessen die Leiter seiner F r a u c na b t e i l u np c n liier zu einer gemnnfamen Uebungs stunde. xkbn Vereine batten ihre Ber tretet entsendet. -Älsfilb, Bad Raubeim. Butzdadt, Gieß'-n T. V und M. I V, Grünberg, Marburg T. B. nnd Tgde.. Ldrlitz unb Wetzlar. A ußerdem waren Tumerinnm von Alsfeld unb Schlitz erschienen Gau turn wart Will eröffnete Die Tagung mit einer Gruot ' L rdnungsübungm, die zur Aufstellung h- bie foigenben Ltabubungm führten. Sie erfolgtnt in (angiamem ‘ , Talk unb veibanbcn mit ncridnebenen VMiltnt ivioubtre für bas Frauenturnen geeignete Numvfübungm. Von Sänittartm kamen Schrittzwirbel mit Tupftritt unb SdtluHhupi zur Per- wendung An ben Sckwebckantm, einem für da> Frauenturnm besonders geeigneten 0>erät, zeigte Fisch Butzbad» eine Gruppe Liegestützübungm, die in hervorragender Weise ber bem werb heben Geschlecht notwendigen Ausbilbung bei Rumpunuskulatur Dienen. Nunmehr traten mc Turnerinnen Alsfelds unter ihrent Leiter Bastian, 34 an der Zahl und ollen Griellschaftskreism angrhörenb, zu einer Ucbung4T»lge an, die dm Stoff für rin' vollständige Frauenturnfrunde gab Besonders schön gelang dabei das Stabwindm Reicher Beifall lodme das Auftreten tneiei eines idealen turnernd ■ . arbeüms bot unb einen sehr guten Irinbrud mattf Daß auch an bem Reck der Hebung»ftov vielfeittg auSgestaltet werden kann, tat die Gruppe von iZünther Marburg bar. Bei ber fol gmbm Gruppe trat tri eher die Schioebe kante in ihr :Xed)t 3ermifcbte$. ' Zur Gründung eines Schillerhauses in rlin das als großzügiges Volksheim gedackft ist, l)ut n ein Ausschuß gebildet, dem etwa 200 Persönlichkeiten •i Bedeutiing an gehören, aus Hessen Prof. Dr. Veghel inGießen, Tr. Bamberger in^Mainz. ^er ' schuß, der sich voriviegend aus Gelehrten, Schriftstellern, . dakteuren, Reichstagsmitgliedern u. a. zusammensetzt, er- Annerod, kasthillis zur Krone Morgen Donnerstag: Schlachtseft. Mittags Wellfleisch mit ftraut, 08806 Will. 24 Preis-Medaillen! “X: ITndarbsrg’-Bsonekamp. Hießjics Sdjweincitfnnati, ausgelassen^ wohlschmeckend und stets frisch (617:3 per Pfund 85 ‘Biß. bei 10 Pmnd 80 Psg. emvnebli Georg Wallenfels. gegenüber der Engelapocheke. Colliers Stolas Muffe Garnituren Kragen, in: Seal. Bisam, Tbibet, Skunks, Nutria, Opossum, Nerz, Murmel, Sibir. Hasen etc. fa10/u von den billigsten bis hochfeinst. Stücken Garantie für jedes Stück Auswahlen bereitwilligst Reparaturen werden prompt besorgt A.Salomon & Cie. ScMpkapass Morgen Donnerstag Mrtzclsuppe. Griginal-Drahtunel-ungen. Marbach, 10. 9100. Heute vormittag fand im Schiller- muscum in Anwesenheit des württembergitchen Königspaares eine eindrucksvolle Schillerseier statt, in deren Mittelpunkt die Festrede des Direktors des Schillermuseums Geh. Hofrat Prof. Güntter stand. Im Anschluß an die Feier wurden am Schillerdenkmal Kränze niedergelegt. Stuttgart, 10. Nov. Die Stadt Marbach ernannte den Direktor des dortigen Schillermuseums, Prof. Dr. Günther,, zum Ehrenbürger. Paris, 10. Nov. Der norwegische Dichter Biörnsou kam schwer erkrankt hier an und mußte ein Krankenhaus aufsuchen. , . _ Woycin, 10. Nov. Heute nacht brannte das Armenhaus ab, wobei drei Insassen den Tod fanden. oooöaaaoaDDO a D DDDDODDDDDD Eder-Berftergernng. Freitag den 12. November 1909, vorm. 10 Uhr, läßt die Gemeinde Heuchelheim einen diensluntauglichen, 17i Jahr alten, Eber öffentlich versteigern. Heuchelheim, den 9. November 1909. 6171 Großh. Bürgermeisterei. Zum Programmwechsel: Ws Biseras, Sudanische Truppen beim Exerzieren. Boni Dienstmädchen geliebt, humoristisch. Der verwandelte Prinz, koloriert. Zweierlei Hautfarbe, Tragödie. Konkurrenzneid, humoristisch. Der Denunziant, Drama. Ach will arretiert werden, humoristisch. Zum letzten Male: Orpheus. LMcwfsahrt. Bracciano, 9. Nov. Der Kriegsmini st er nahm ,te an einem Aufstieg des M ilitärlenkballons teil, c eine Stunde lang vorzüglich gelungene Hebungen machte ii) dabei gegen den Wind eine Schnelligkeit von Kilometern in der Stunde erzielte. Mannheim, 9. Nov. Eine Besprechung wegen der - indung der Deuts chen^iuftschiffahrts -Ak tten- , sellschaft fand am Montag mit den Vertretern der -|iqen Finanzlreise statt. Direktor Colsmann machte .), ei die Mitteilung, daß die Bildung der Deutschen Tuft- sfahrts-Aktiengcsellsckxlft am 16. November in § ranl - ui r t a. M. stattfindet. _________________________ Märkte. ke. Frankfurt a. M. Schweiuemarktbericht vom 10. Nov. Aufgeirieben waren 1427 Schweine. Vollfleischiqe Schweine bi« zu 2 gemner Lebendgewicht 00-00 Alk., Schlachtgewicht 00-00 Mk. Vollücischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht 00 - 00 Mk., Schlachtgewicht 00-00 Mk. Vollfleischtge Schweine über 2* Zeiitner Lebendgewicht 60—61.50 Mk., Schlachtgewicht 7q-_j7 Mk. »ett- schweine über 3 Zknr Lebendgewicht 61-61.50 Mk., Schlachtgewicht 76 - 78 Nit. Fleischige Schweine Lebendgewicht 60-00 Mk., Schlachtgewicht 75-78 Mk. Sailen Lebendgewicht >4-00 Mk., Schlachtgewicht 00—00 Mk. Tendenz Geschält gut, Ueberflanb unbedeutend. Donnerstag den 11. November, Sl/4 Uhr in der großen Aula der Universität Herr Dr. Siegfried Benignns (Berlin) „Land M Leute in Falpiesi und aut Feuerland., Jlit Lichtbildern. Jahresbeitrag für.Mitglieder und deren Angehörige: Mk.4.- EintrittSvrcio r. N'chtmitgliedcr Mk. 1-, ' Studierende Mk.v.50 Karlen sind in der Nicker ichen Univ. Buchhandlung und bei Herrn A Frees, Hofbuchhandlung, zu haben. zabreskarten für Sludierende am säimtiche Vorträge Mk. l.»o sind bei dem Hauoverwaller des Kollegleniwoaudes au haben. Mitglieds und Eintrittskarten find am Eingänge zur Aula vorzuzcigen. " läßt einen Aufruf, der sich a» das ganze deutsche Volk : mentet, um Beiträge für die Stiftung, die an das ättmttee für die Schillerfeier, Berlin W. 9, zu senden sind. -^t- S^hr 11 e r l>aus soll un Erdgeschoß einen groflen Glas- ho> als üesesaal enthalten, der den ganzen Tag geossnet ist. De ersten Stockwerke des Hauses sind von mittel- grvßen Sälen eingenommen, in denen Vorträge aus allen Gebieten gehalten werden sollen. Im obersten Stockwerke sollen >nc Musil'säle liegen. Eine geräumige Halle sirr die oroßen Orchester Konzerte, daneben ein kleinerer Saal für Kammermusik. Und auf ter anderen Seite des Ganges Säle für den Einzelgesang und für Chorveranitaltungen. In dem Erdgeschoß des Gartenhauses sollen Nachbildungen von Meisteriverken ter bildenden Kunst unter- ßcbrod)t werden. Alle Räume des Hauses, für das bereits namhafte Summen gezeick)net sind, dienen der ästhetischen Erziehuung des Volkes, d. h. aller, die den Wunsch haben, an den Segnungen des Schiller-Hauses teilzunehmen. Andere Weltstädte erfreuen lid) solcher Mittelpunkte ästhetischer Bildung der Gesamtheit schon lange. Wer in London die beiden großen Voltshäuser gesehen hat, wird schmerzlich) empfunden haben, tote sehr sie Deutschland noch fehlen. ’ Ein viertausendjähriges Götterbild ist bei den Grabungen nach schlesischen Altertümern, die Johannes R t ch t e r rn O 11 i tz bei Rattbor veranstaltete, gefunden worden. Es ist ein aus Ton geformtes weibliches Bild, dessen Alter man auf ungefähr viertausend Jahre schätzt. Gleichzeitig wurden vierzehn Wohn- gruben aus der Steinzeit freigelegt. Wertvoll zur Erkenntnis der steinzeitlichen Technik ist die erstmalige Auf- sindung eines Töpferbrennofens. * Der Papst mit dem bösen Blick. Der Glaube cm den bösen Blick und seine Macht war zu allen Zecken und bei fast allen bekannten Völkern verbreitet und ist auch letzt noch nicht ausgei'torben. In den romanischen Lautem blüht er noch heute und vor allem ist Italien das Land, in dem der „jettatore , das ist das Wesen mit dem bösen Blick, eine große Rolle spielt. Lord Byron und Napoleon III. wurde von den Italienern bteie Eigenschaft merkantil, und sie waren um ihrettvcklen nicht wenig gefürchtet Der angesehenste und gefürchtetste jetlatore aber war Papst Pius IX. Ein Spezialist auf diesem Gebiete, ter X>am> turger Arzt Dr S Seligmann, erzählt darüber in ) einem eben bei H Barsdors in Berlin erschienenen großen zweibändigen Werke „Der böse Blick und Verwandtes" inleresiante Emzetz- herten Pius schadete nach dem allgemeinen Glauben oder Aberglauben, wie jeder richtige jettatore, jedem Mensckwn und jeter Unternehmung, in deren 'Diäte er kam. In dem Feldzug «gegen Oesterreich ging so lange alles gut, bis der Papst i einen Regern ta^u gab „Von diesem Augenblick an," äußerte sich ein Römer, der die Ereigniffe mitertebte, „ging die Sache der ilalieniichen Areiteit zurück. Am Tage nach dieser Segenserteilung (es war im Falwe 1848) begab sich Pius zum Fest ter heiligen Agnes: sofort stürzte der Fußboten ein und eine Anzahl M etlichen wurde dabei erdrückt. Alle Personen oder Staaten, für bi€ er gebetet hat, wurden vom Schicksal geschlagen. Er betete für Oesterreich, als es gegen Frankreich und als es gegen Preuszen kämpfte, er segnete den König von Neapel, den Gvoßhcrzog von Toskana, den Sterjog von Modena, die Herzogin von Parma, den Kaiser Maxi- mftian von Aleriko und die Königin Isabella von Oesterreich wurde in beiden Kriegen besiegt, der König von Aeapri entthront, die kleinen italienischen Fürsten wurden vertrieben, Kaiser Maximilian ersckpossen, die Königin Isabella vom Mar,chalt Prim verbannt." Außer diesen großen Geschehnissen, an tenim der jettatore auf dem apostolischen Stuhle schuld geweien lein sott, gab es eine unheimlich Menge kleiner, und 1870, als man mit Pins sehr unzuftieden >var, zirkulierte in ^liom eine Liste von Personen und Unternehmungen, die innerhalb ter letzten Aus einer Liomdations- maste bemibrenb, habe ich noch zirta <6177 125 wollene Pferdedecken mit Scaeltuchbezug, zu Mk. 10.—, pro Stück abzu geben. Regulärer Preis Mk. 15.-. Ludwig Lazarn* Asterweg 53i Telephon 505. □□DDDDDDDDDDDDDDDDDDD modernes Lichtbild-Theater Piockstratze 12 Plockstraste 12 id Fabrikation alleiniges Oüelmniss dir Firm»: HefiiäfCi'entSDiner Majestät des Kaisers und Kfiotgs WiJuia U. amR.teusei, RHEIM BERG dm Niederrhein. Gegp. Anerkannt bester Bitterlikör! ■ . *—• liefert billigst die Brühl’sche Kuverts mit Firma druckerei, Gießen. Schulstr.7 '° Hart „y*1 b« L- 1 08 60 N I ft»? 1 ov. yirt ■'’S III. '*■* ™«blt ™utb! jum u Mob. s. I ‘W I f1"'1«nlaIN; ■■ «ch um | * LLrN-1 rten burrfi vuröc de» ‘ °nor I V3« Moftnabmra* e"‘$‘tfammiuilg Literarisches. — Ter Winter, illustrierte Zeitschrift für den Wintersport. Herausgeber Karl I. Luther in München. Verlag der Deutschen Atpenzeitung, München. Der 4. Jahrgang dieses alle wmtersport- lichen Fragen in eingehenden, z. T. gut illustrierten Aufsätzen behandelnden Zeitschrift liegt jetzt mit seiner 3. Nr- vor und dielet wieder recht viel interessantes. Ueber Schilauf im Lehrplan der Gedirasichulen wird ausführlich und überzeugend geschrieben, über Bobileuchfahnen u. v. a. Da der Winter der amtliche Anzeiger aller großen Wmtersportoeri'ände ist, stiid auch alle amtlichen Bekanntmachungen, Pereinsnachrichten, Schneeberichte us,o. enthalten. Eine ständige Aierkla'el, die über Sckiknrse. Schiwelttaufe, Eis- sporl, Schlillenfport nsw. berichtet, vervollständigt den reichen Inhalt dieser angesehenen Zeitschrift. Gänse hv”/n Enten gar. leb. Ank., 8 Mon. alt, voll- kommen ausgewachsen, vollsedria, fleischig, schlachtreif. 10 St. ca.8Pfd. schwere Gänie 33 Mk-: 15 schwere Enten 27 Mk. ft. Streiiaud, ________Dziedih, Schlesien 31. Komme Donnerstag u. Samo Luhn-und Lcefijchkn auf den Fi*chmarkt Brand- platz und Walltorstraße 43. U8803_________Frau Simon. , rd) gelegen habe, ter zur Kweteluna gedient telte, weiß ter Ooerständige nicht. Ater am Halse ter Frnn Sternheil seien Spuren ter »nebetung mit einer Schnur noch längere Feit . 2urck sichtbar gebtieben. Er fei ter Heberynigung, daß an -i Verbrechen mehrere Personen beteiligt gtwefen km müssen ' Professor Balthasar 'chlicßt fick dem Gittachten fernes |b egen an. Der Wattebausch, ter neben tem Kopfe ter^Frau »„heil lag, habe keine Spur von Speichel aufgewiesen. 3tnn : | sei wahrscheinlich außerhalb des Bettes erwürgt worden, tee -ter sei jedenfalls im Bette erstickt und bann erst mit ter xur am Halse umschlungen worden. Auch Vieser Sachverständige , )er Meinung, daß mehrere Persvnen als Täter in Betracht ; rtnen. Der Sachverständige hat ferner den Mageninhalt ter ten untersucht, aber feine Smir von Gift gefunden. Ob ^-ubungsmittel vor der Tat angewandt worden seien, will sachverständige nicht entt'cheiten, wahrscheinlich sei es nicht e'gewisfe Sensation erregt die Vernehmung des jungen B u i i - 1( des Verlobten der Tochter der Frau Steinheft, ter m I j rorm erscheint. Seine Aussagen beziehen sich auf die per- ichen Verhältnisse der Familie Steinheil und smd für die Mu-flagte günftig — Unfreiwillige Heiterkeit erregt ter nächste qe ter amerikanische Maler Burlingham, ter eine Zeit- ' v9 in den Verdacht ter Täterschaft geraten war. Seine Aussagen mit Montmartreausdrücken gespickt, die er häufig anscheinend lüft nicht versteht Der Vorsitzende bezeugt ihm, daß sein Alibi- lCTS Mlstänteg geschlossen fei. Ein Kostumschueiter Gil- , r t bekundet, daß er von dem Direktor des jüdischen Theaters Austtag hatte, diesem eine Anzahl Talare zu liefern. Als Liescrüng abgegeben wurde, fehlten von ter bestellten^ Zahl 'cklare Der Zeuge vermag nicht aufzuNären, wo die 3 Talare -lieben sind. es ist möglich, daß ein verbummelter Schauspieler ntwendel und versetzt hat. Kriminalpolizist R u ch e t hat Frau n'inteil auf den Fahrten durch Paris begleitet, als man den juck machte, auf diese Weise die 3 Männer in den Talaren iti tec rothaarige Frau ausfindig zu machen. Der Zeuge hat > der Angeklagten einen günstigen Eindruck empfangen und ist :I ,scugt, datz sie als Täterin nicht in Betracht komme Nach er Erfahrung handele es sich bei ter Tat um einen Einbruchsstahl, in dessen Verfolg die Diebe die beiten Morte be- ragen. . , , , Die Verhandlungen werten daraus abgebrocheii.____________ chtrsaal. ÄSä c uen ^Eiiieid geleitet JBcrhanblung gegen den t|A._ .\a rce9en Uebeilalles aiJ Jet ?m 16-‘3u(i in Brandei; .Svenen fteigeiprodna ,(1,e fioniu* Freiherr v. Öebiaiid !t lveißHäre. ortfefiimg.) , . ^4 Kiel, 9.^ cii heute nach eintägiger Paust $ mg des SlMtsaiuvasts äußm uiral von Usedom über der -t Werst verlaust und um 1000 morden sein soll. Ter i Berkaus des Fockmastes bin ii . äußern. Es handelt sich um Ich habe s. Zt. angestagt, oi )cn könnte, e§ wurde mir aber« t Umbau mehr kosten würde, c; tand nur aus einem StaHirb:. t nicht befördert werden fmum las das Verlegen des Maste- h i auslösen würden. Taraus to ß die VerlegMg etwa 900< stand der gleiche Wett des «entkich gar nichts wert, w. so hoch, loeil der Mast n; ar und es damals noch c/ eu mit Oauerstvss sebltc. n anderswo in der Marme, dem tzafenkapstän für die war aber so schwer, da» -e hätte Aus meine 8eran(ai|öi inc> und KolomastAusstM aber da ergab sich, da» der irc. Erst bann Ot an ■ Mast ist M dem Mst ben angeseft wie imridittg die WBJolg und bin der UWW -»lustiärung erfolget rM / in 1908 mit yWWfg IKLG den flaut, , non Um? httN mrt der Nrüstms dce • bann m die InmMta M Orighial vortM» «Äunben smd- r|udnm^mqc!t worden iem kten gächEW roirb -n. 3n «WM id «h davon, ,baB stu cm«- , bin W«- mie Sic baBlinin irektvr Schach » KertE jitcirr Korre'E, then Bncst^rden lA r iintenu^S ndleit fÄ -ML V. Dr Ä ch o^ Mi^ S'LSM ■ÄS® •Ä*X$ a o D D -Krankenkost a a a o Klnematograph iDirkurvg unübertroffen! Bahuhofstr. 54 Bahnhofstr. 54 IfiO' 10150 Cualuat Schreiner, Wtettnermnfier. Ncstauration ,,3UIU alten Zrfjlofj einen (6175 AU Lndwlc Latnra* Vfiterroefl 53? fcelepbon 505. [6165 Ych enwfeble meine [8161 Ui*/i frtv^antn . hiefat einen iuihicii Mann mit ttienen Qternröhrrnno dec» Betriebe« abAuacbcn: 16106 Pmrai Cft-flnlane 12. 5377 LAden etc. 5 Zimmer 4042 vermieten. «nmelöungen täglich ..--jr-j— — ---- Wirtschaft. W S“ f / ! 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Noodr. lAU oi ends Uhr: Schiller- Gedächtnis-Feier un iäafs (JbcL Vortraf des Herrn C bet lehret Dr Etrecker-Bad Nandei«: „Was ist ans Schillert4, liniere Mitglieder und ihre tr> gehörigen werben zu dielet »- emneiaoen und um allseitiges g» scheinen gebeten. Mdonbetc r?iuladungeu ergehe» nicht an unsere Miigiicder (8714)1 Zu erfr. 2üd-Anlage 11 II. liditifltg, iaub. vausinuöthrn welche» schon in bürnerl Haufe «cbient. au (ofort. liintrttt gesucht. ItibI t>xankiurter Ltrahe 46. 3? 'S ^b, «1!^ 1‘“ L' (E t ei 14er(on.diesen schirm«vreitagab.a d Uu‘-flmni miiitahiii. to.aufgef.den' Ritter all abAUfleben, andern' ffrvif re Hoden wird, da felbure ertaamUz Frankfurt a. H. r ■ f'*1”, m« »' W*“5^*«ri!b5 • Äi MH !:*r und U »<-^ar'bar& ^*<3 H juni 1®? J"-. Stinebt mü einer landm £ if-geitdlt roonx y bat somit die ,3.? v.-.), v .s*t Jrftar (- °'4 -riäi cksiM eine , erfahren. der mittici j ioiTübi 6^1 pA -infichtüch fkiner gä feiner SejamtM rr'ic'tw und der Tri K w'mtt bäuerliche a fr der r-i.l v h. und an t c vH., 1895 mi fte Vevirlscha sie vor die weil h«Mwd 86,16.^. sc l^ouum ihrer w 2- U v £•. sonstiaei frn bei lanbroutl frr . ;3^ V.H, k si Mtsläche detru Kolosseum Giessen GaltarftTahc 36-lb. Telephon Nr. u< Spezialitäten.Lbeater 1. Ranges. Otnte Mittwoch den 10. November 190» und weitere ta*M gewöhnlichen ilin:rut»nreiien; •afHpiel der berühmten Italtemfchen L^rfrnvirtovK» == PIA CAROZZi ~—- Lu Herdern da» unübemoffrnt ErstNassige Spezialitäten - Programm 10 ■urahtanen 10 «mahteam U L. flfreb kvonderwill. Qmttateur - Brothers akrobatischer Nadsahrakr — Hauke und "IRan. »bcnomen3.c Ära-:oft — Arana« LKeoSdorf. flo'tüm • Scuäteue . •ce t W brillante Humortü Cno Jülich. Klnematograph, heute «NiNiß tat ?i!dm'mg Aufana b Udr. . Üniaaa b Ult Z’orver!au »b flett» in den be'rnrtcn Zigarren e'chanen. «b 16. Nov. «roiier internal. W Herren R ogkomp . -M Zn den vorderen NeiigurkikicnSraumci' isglich ab 7‘, uj Wamil eafomen d. dettrenom. 6trett. Dameaorch w*eha*trie Stmintt rret '**>1' timini! hn. ‘ i* ladei erqebenft ein________Direktion Aldert Jtapnmana. Elegante brrriitaitlirbe 5-, 6 und 7 Zimmer IJobnuna mit Bad, Balkon, elektriich.'m vubt, (Hatten rc. au vermuten. fXU Belitz, Viebiflitrahe KL Wl 30 TSr L Etage, beliebend au» ß bi» 7 Zimmern, 2 Kammern und Zitb., sür sotott Au vertu._______ UW Ilie L iztage meine« Raufet*, !V-6 Zimmer mit Zubehör, au verrn. ijrau Sanitiiiornt Haupt, 5Ü02, Asterweg Li. Üaiser Alice 19 ^1 ist die I. (klage, neu hetgerichtet, mit Veranda, Hetz- und Zeucht- (Mat', eventl Bad. Aum 1. Januar 1910 au vermieten. 1 rrbl kl. Dam.-Poal». gleich begehbar, au v ■Qaplaiibaaife 8. IC4unne, über 12 .Inlir nlr tum Auoitagen von Büchern gesucht. (»»-"7 Piaueburg 1 H. 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