aus den letzten Reichslagsberichten ersehen hat, auch mit der Neuordnung der F e r n s p r e ch g ebü hr e n gegangen. Tie Presse | hat ihr Möglichstes getan, um auf die schädlichen Seiten dieser Reform hinzuweisen. In zahlreichen öffentlichen Versammlungen, in zahlreichen Gutachten von Handelskammern und anderen Institutionen ist ziffernmäßig nachgewiesen worden, welche große neue Belastung großen Interessenkreisen aus der Verteuerung der Fernsprechgebühren erwachsen. Vergeblich hat ein Mann deS praktischen Lebens und des vorsichtigen Rechnens, wie der Abg. Äaempf, die schweren Schäden aufzudecken versucht, die von dieser neuen Verkehrssteuer drohen. Es gibt eben unbelehrbare Kom- promißsreunde, die auch diesem neuen Plane der Regierung wieder gute Seiten abzugewinnen hoffen. Ging es s. Zt. nicht ähnlich mit der Fahrtartensteuer? Und wer wagt es heute ernstlich zu behaupten, daß die damalige allzugrohe Kompromißbereitschaft nicht schädlich gewesen sei. Sehr treffend sagt die „Köln. Zig." von dem Entwurf der neuen Fernsprechgebührenordnung, sie wolle, „daß sich die Leute, die mitten im Getriebe des Verkehrs stehen, nach den Fernsprech-Wünschen und Fernsprech-Bedürfnissen der „Stillen im Lande" richten, daß das allgemein als rückständig bezeichnete Grund- und Gesprächsgebührensystem zwangsweise auch auf die darüber hinausgewachsenen Kreise übertragen wird. Das ist es, was die Oesfentlichleit an dem Plane des Reichspostamts bekämpft. Ter Reichstag gibt feiltet Freude Ausdruck, daß etwas geschehen soll, um die bisherige ungerechte Kostenverteilung zu ändern: die öffentliche Meinung hegt ernste Besorgnisse, daß der Plan der Regierung, weit entfernt, die Sachlage zu verbessern, uns vom Regen in die Traufe bringt." Sehr richtig, darum haltet ein Ihr Kompromißfreunde! Man muß auch einmal Nein sagen können, sonst glauben cs einem die andern nicht. E. A. Stimmungsbilö aus dein Reichstage. Berlin, 8. März 1909. Wie beim Kolonialetat wurde auch beim Postetat das fünftägige Kontingent cingehaiten. Morgen schon soll das Weingcyey in zweiter Lesung erledigt werden, das voraussichtlich nur kurze Zeit beanspruchen wird. Die Mitglieder der Weinkomnnssion sind überciitgcEommen, im Plenum feine Anträge zu stellen, und so wird man sich in der Hauptsache auf einen Bericht ans der Ko Nirn ission und auf Erklärungen beschränken. Ganz anders verlief die Sache beim Etat des Herrn ft r a e t f c. Punkt für Punkt wurden die Erörterungen aus der Bugetkommission erneuert, das gleiche Frage- und AnNvortspiel zwischen Herrn Erzberger und dem Staatssekretär. Auch heute >iahm Erzberger so oft und so lange das Wort, als gelte es wieder, seine süddeutschen Parteifreunde in die Lage zu setzen, sich die Diäten ans Bein schmieren zn können: sicher ist jedenfalls, daß, als gegen 6 llhhr die Sitzung zu Ende' ging, die Bänke ocs Zentrums stattlich gefüllt waren, während sie unt die Mitte der Sitzung noch sehr große Lücken aufwieseft. Ganz kurz erledigte man zu Anfang eine Frage, die uodj in dec vorjährigen Etatsocratung harr umstritten loav und zu großen Debatten Veranlassung gao, aber nunmehr aus der Arena der parlamentarischen Kämpfe ausscheidet, die Ostmarkenzulage. Man hätte, sich vielleicht schon diesmal da- nlit begnügt, die Stellung dec Parteien nur durch die Abstimmung zu kennzeichnen, lvemr nicht einer der neuen Männer der polnischen Fraktion, ein jugendlicher Rittergutsbesitzer 2r. v. T r e z y - niki, die Gelegenheit hätte wahrnehmen wollen, sich die parlamentarischen Sporen zu verdienen. Man hatte aber keine Lust, sich auf irgendwelche Auseinandersetzungen einzulassen und bewilligte ohne jedes weitere Wort die Zulagen mit Blockmehrheit. Einige Abgeordnete brachten örtliche Wünsche zur Sprache und von anderer Seite wurde die möglichste Berücksichttgung der Hand- werksgenossenschaslen befürwortet. Dies nahm alles nicht viel Zeit in Anspruch. Dann aber betrat Herr Erzberger die Tribüne und hielt eine lange Rede über die mit den verschiedenen Schiffahrtsgesellschaften abgeschlossenen Po stbefördernugs- vertrage. Der Staatssekretär gab dazu die nötigen Erläuterungen und machte dabei auch interessante Mitteilungen über die Verwendung des Telefunkensystems auf den Schiffen. Auch er teilte natürlich den Wunsch nach möglichster Berücksichtigung der deutschen Systeme, aber er wies auf die Schwierigkeiten hin, die sich aus dem internationalen Verkehr von Schiss zu Schiff ergeben. Durch internationalen Vertrag ist für möglichste Parität Sorge getragen, aber es laufen noch vielfach frühere Verträge über die Verwendung des Marconiapparates. Die Angelegenheit daß das Stück nicht für die Bühne tauge. Als Wortführerin der Darsteller hatte Julie Rettich eine lebhafte Auseinandersetzung mit Hebbel, der ihr das Stück vorlas und es von Szene zu Szene mit ihr durchdiskutierte. Ein drastisches Vloment ergab sich babei, als man zu jener Stelle gelangte, da der von dem Juden Benjamin verschluckte Diamant durch die Herbeiführung eines Physiologischen Vorganges wieder ans' Tageslicht gefördert wird. „Aber das geht denn doch nicht auf der Bühne!" unterbrach da Julie den Vorleser, halb lachend, halb wirklich in ihrem, vielleicht allzu sensitiven ästhetischen Empfinden verletzt. Hebbel aber in jener souveränen Ruhe des Togmenvcrkünders, die man an ihm kannte, und die keine Möglichkeit eines Widerspruchs auch nur vor aussetzte, wies die Einwendung mit dem strafenden Spruche zurück: „Tas ist die Prüderie des 19. Jahrhunderts." — Das Eisenbahn-Freibillett als Abschieds- gc schenk. Man meldet aus St. Petersburg: „Dem ehemaligen Minister der Wegekommunikationen, Generalleutnant N. ft. Schaff- h a us sen-Schöneberg-Eck- Schau fuß, ist, für seine Verdienste um das Eisenbahnwesen, ein lebenslängliches Frcibillct zur Fahrt auf allen russischen Eisenbahnen ausgestellt worden. Ein solck>es Bittet hatte bisher nur der ehemalige Verkehrsminister, Fürst M. M. Chilkow." Wenn der Minister ein recht reiselustiger Herr ist, so kann dieses Abschiedsgeschenk für ihn einen recht hohen Wert repräsentieren und wird ihm vielleicht mehr Vergnügen bereitet haben als ein neuer Orden oder ein klangvoller Titel zu feinem an und für sich ja ziemlich umfangreichen Namen. — Ein neues Element hat der japanisch« Chemiker Ogawa von der Universität Tokio in den Mineralien Thorit, Neinit und Molybdänit gefunden. Beifällig sei bemerkt, daß der Reinit ein nach dein deutschen Geographen Rein benanntes, zuerst in^apan entdecktes Mineral ist. Tas neue Element hat nach der Mitteilung von English Mechanic den Namen Nipporium erhalten, jedoch ist anzunehmen, daß es eigentlich 97ip^iniuin, nach der größten japanischen Insel Nippon, heißen soll. Tas Atomgewicht des neuen Elements beträgt etwa 50 oder 100, und danach würde es zwischen die Elemente Molybdän und Ruthenium zu stehen kommen. Es kommt in kleinen gelben oder roten Kristallen von solcher Härte vor, ba& man Glas damit ritzen kann, befindet sich jedoch in dieser Form mit Kieselsäure und Zirtem vereinigt. . > der Beforderungsverträge sott in der Bndgetkommissivn noch einmal geprüft werden. In der .Hauptsache kann es sich dabei iwd) wohl nur darum handeln, daß die Kommission die Verträge mrtraulich zur Kenntnis nimmt; denn daß der gegenwärtige Zeitpunkt, in dem die großen deutschen Schiffahrtsgesellschaflen genötigt sind, von der Verteilung einer Dividende Abstand zu nehmen, nicht grade geeignet ist, einen Druck auf Herabsetzung der vertragsmäßigen Gebühren anszuiiben, darin stimmte dem Staatssekretär auch der Abg. G o t b cim bei, so sehr er int übrigen auch das Interesse der Sparsamkeit zu betätigen wünscht. Wieder und immer wieder nahm -Herr Erzberger dazu das Wort. Eine eigentümliche Parteikonstellation — Bingerr*Alzey Ivitrbc sie scherzhaft genannt — ergab sich bei einem Posten des außerordentlichen Etats. An den Ausgaben für Fernsprechzivcckc hatte die Budaet- kommission mit Zufallsmehrheit von den angeforbetten 45 Mill. 3 Mill, abgesetzt: das Zentrum ging hier mit den Nativ nallibcralen gegen die anderen Parteien zusammen. Im Hammelsprung, der die Beschlußfähigkeit des Hauses nach- uies, wurde der gestrichene Betrag bewilligt. Zuletzt gab dann noch die Portofreiheit der Fürsten Stoss zu längercc (Erörterung. Gegen, die Stimmen der Konservativen sprach man in einer Resolution den Wunsch aus, daß dieses Hoheitsrecht nicht für gewerbliche Zwecke in Anspruch genommen werde. Mit dem Postetat verabschiedete man bann auch kurzer Hand den Etat der Reichsdruckerei. Stimmungsbilö aus dem preutz. Abgeordnetenhaus. Berlin, 8. März. „Ein halb acht Uhr! Aus Wiedersehen, meine Herren!" rief Herr v. Kroecher mahnend in den Saal, als er nach fünfstündiger Sitzung die Volksboteu entließ. Also wieder eine Ab end- sitzung! Und Wenns fo weiter geht mit der Etatsberatung, fo wird sie noch manche Nachfolgerin falben, und trotzdem wirds schwer halten, daS Etatsschiff rechtzeitig in den Smien der Bewilligung zu lotsen. Dabei brachte die Montagsdebatte kaum! etwas Besonderes. Herr Borgmann leitete sie mit einer schier endlosen Rede ein, die an unserer Sozialpolitik int allgemeinen und an unserer Handelspolitik und HandelSverwaltung im besonderen kein gutes Haar ließ. Tie Minister sind dem sozialdemokratischen Landtagsleader, der gar nicht so bärbeißig drein- fdjaut wie er redet, nichts anderes nfö die „Commis der herrschenden Klassen", und Herrn Delbrück insbesondere drohte er, ihn zum „Volksfeind" zu ernennen, zu einem Volksfeind, der schleunigst beteiligt werden müsse. DaS Pathos steht dem .Herrn mit dem „glückseligen Gesicht", wie Herr Hammer, nachher den Sozialdemokraten titulierte, nicht sonderlich an: Je pathetischerer wurde, desto vergnügter wurde daS Haus, und der Minister selbst quittierte Borgmanns Drohung mit behaglicher Heiterkeit. Unter der Maßlosigkeit des sozialdemokratischen Sprechers ging fast völlig verloren, was er zur Begründung feines Antrags, zur Gewerbeaussicht Aerzte, Arbeiter und weibliche Kräfte heranzu- ziehen, zu sagen hatte. Ter Konservative Hammer wandte sich gegen die Kritik der Genossen, dieser prinzipiellen Widersacher unserer gesamten Sozialpolitik, an eben dieser Sozialpolitik, und sein Hinweis auf die keineswegs muftergUtige Behandlung der Arbeiter in sozialdemokratischen Betrieben, nicht zuletzt im Aller- heiligsten der Borwärtsdruckerei, war dem sozialdemokratischen: Fähnlein sichtlich höchst unwillkommen. Ter Minister selbsh ließ sich anderthalb Stunden lang vernehmen: ec begann mit einet Verteidigung unserer derzeitigen Wictschaftspolitik, deren nachteilige Folgen sür gewisse Kreise der Bevölkerung er srcttich nicht ganz leugnen zu dürfen erklärte. Allgemeinerer Zustimmung begegneten Herrn Delbrücks Ausführungen über unsere Sozialpolitik: hier erwies er sich wieder als ein Mann von sicherem Blick für das praktisch Erreichbare. Hub von den Bänken aller bürger- ltchett Parteien ward ihm stürmischer Beifall, als er die einseitigen ArbeiterbegünstigungswüiischE der Sozialdemokraten mit dem Hinweis zur Seite schob, das deutsche Volk bestehe nicht nur aus Händen, die arbeiten, sonder'n auch aus Kopsen, die denken. Ter Beifall steigerte sich, als der Minister seine Entschlossenheit bekundete, die Interessen dieser „Köpfe" denen der „Hände" nicht zu opfern, sie seien diesen nicht einmal hintanzusetzen, sondern auf gleichmäßige Wahrung d'«r Interessen aller Volks kreise Bedacht zu nehmen. Ein Zentrumsmami, dec Generaldirektor des Volksvcreins für das katholische Deutschland, Herr Dr. Pieper, sprach über die Notwendigkeit der Unterstützung der Lehrlingsvereiue. Tann fam noch ein Nationalliberaler, Tr. Hirsch- Essen, kurz zu Wort. Auch er forderte mit dem Abg. Malkemitz ein vorsichtigeres Vorschreiten auf sozialpolitischem Gebiet, und er war mit den konservativen Rednern einig in der Anschauung von der Wichtigkeit des inneren Marktes — einer Ansckjaimng, die bekanntlich auch Herr Tr. Crüger-Hagen am Samstag für die entschieden Liberalen reklamiert hatte. Mit Tr. Crüger ging der National- liberale auch zusammen in der Feststellung, daß unsere Zollpolitik bereits zu einer Abwanderung der Industrie ins Ausland geführt habe, und in der Anschauung, notwendiger als hohe Zölle ‘bien für unsere Industrie bessere Transportverhältnisse. Nach Hirsch's Rede machte man fürs erste Schluß — die Leere des Saales ließ für die Abendsitzung gerade teilt übervolles Haus erwarten. . . . * Berlin, 9. März. In der gestrigen Abendsitzung des Abgeordnetenhauses wurde die zweite Lesung des Etats für Handel und Gewerbe fortgesetzt. Tas Ministergehalt wurde bc- wttligt. Ter sozialdemokratische Antrag auf vermehrte Zuziehung von Aerzten, Arbeitern und Frauen zur Gewerbe-Inspektion geht an die ft» mm in ton für Handel und Gewerbe. Ter Rest des Etats wird bewttligt. — Heute um 12 Uhr Wohnungsgeldzuschuß, Kommunalsteuern für Beamte. politische Tagesschau. Die erste Folge von Bingen-Alzey. Unsere Befürchtung, daß der nationattiberale 6. Hannoversche Wahlkreis, Verden-Hoya-Syke-Achim, infolge des Verhaltens der Nationalliberalen m Alzey-Bingen der Partei verloren gehen werde, hat sich leider nur zu rasch erfüllt. Obgleich die Frei- H'iimgeii die Stichwahlparole für den Nationalliberalen abgegeben tzayen, ist der Welfe gewählt worden. Bei der gestrigen Stichwahl erhielt der Welfe v. T a n n c n b e r g 13 575 Stimmen, wahrend aus den Nationalliberalen Tr. .Heiligenstadt nur 10 116 etuiunen entfielen. Es sind in der Stichwahl 975 Stimmen gegeben morden, als in der Hauptwahl. v. Tannenberg ertnett daimits 6317 Stimmen, der Freikonservative 3453, der Lozraldeinokrat 3898, der Freisinnige 3163, oer Nationattiberale yeiligenitaot o883. .hie Sozialdemokraten und die Freikonser- vativen smd also oHeilbar Mann für Mann für den Welfen cin- getreten. Heber 1300 Wähler sind dieses Mal der Wal'lurn ferngebllebcn. ' 872 on 106. wr\ 3Pgerhof. s rwur * Silh=; mÄN Kknde s!ijrch EMichene a™ ’tan meill <4*-*h ier E i/ Zt. ?laia>e w " he aua,itä* w 2. taA arderobe nach las« jnenKostüme- Blockstrasse 1,1 KAHM *5^ n rO P - 4W $11^* ife h im Preis, t) verkaufe noch in sr Qualität i Hk. 2.70. irseife jink-Eimem weiss M. 2.-. a*/8 häuser. Giessen 1908, lieber bei nächster Cmittun- ,end anzumelden, » innen find zu haben bei: icebergtr, ner SejdjttttM«' T. K.AebiM Erstes Blatt ISS. Jahrgang Dienstag 9. März 1909 bis oonSttaS’Tübr'i Rotattonrdruck und Verlag der vrühl'schen Univ. Buch und Zteindruckerei R. Lange. Redaktion. Expedition und Druckerei: Schulstrahe 7. §1a1SciflentcdC:6:^.ü9erf. Nr. 57//i Tcr Siebener Mzeign erscheint läglicE außer Sonntags. - Beilagen: '.normal wöchentlich SiehenerFamilienblätter; ziveimat wöchentl.Nreir- blattfürhenUreirSiehen «Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Landwirtschaftliche seitfrogen 'Acrnfprcd) - Einschlüsse: tüv die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen Ä ----- ä Bezugspreis: S nwnattich75Pf^viertel- Sietzener Anzeiger E W Verantwortlich General-Anzeiger für Vberheffen WM Die heutige Nummer umfatzt W^Seiteru Kompromi6freuöen. Kompromisse sind notwendig, wenn man nicht einen Kampf Aller gegen Alle, Anarchie und Verwirrung, haben will. Es läßt jidi auf br-in Wege des Kompromisses Großes schassen, und zu Zeiten beruht aller wirklicher Fortschritt aus Kompromissen, auf einem gerechten Ausgleich der ft^aft. Interessengegensätze wie die von Landwirtschaft und Jndüstrie im Deutschen Reiche können sich nur aus dem Wege des gegensettigen NachgebenS und der Kompromisse einigen, um etwas für die Allgemeinheit Gedeihliches zu schaffen. Nun kann es aber leicht auch eine verderbliche Art des Kompcomisfe- schließcns geben. Kompromisse als Symptome der Schwäche. Kompromisse aus dem alleinigen Wuiisckie geboren, um jeden Preis etwas neues zu Kfaiffeu, mag es auch schlechter sein als das Alte. Eine derartige, höchst behtzzikliche ftornproinißfreudigkeit zeigt sich neuerdings besonders bei der Behandlung der Vorschläge zur Reichsfinanzreforrn. Mit einigem Erstaunen hat man es gesehen, wie bereitwillig die liberalen Parteien — im Gegensätze zu Den sehr zielbewußten Konservativen und dem Zentrum — zu allen möglichen Kompromissen bereit waren. Man scheint vergessen zu haben, daß es auch für Kompromisse gewisse natürliche Grenzen gibt: wie etwa die Verantwortlichkeit vor den Wählern und der Gesamtlseit des Reiches, das Gefühl der Selbstachtung oder in- l-altsschwere Fragen der Zukunftstaktik u. a. mehr. Wenn cs sich nur darum handelte, unsere Reichsfinanzeu zu reformieren, gleichgültig auf welche Weife, dann könnte man das Verhalten der liberalen Neichstagsabgeordneten, das jetzt fo inanckfes Kvofschütteln hervorruft, wenigstens verstehen. Aber es ist hier doch wahrlich nicht gleichgültig, w i e die Hunderte von Millionen auf die einzelnen Steuerzahler verteilt werden, und darum sollte mau sich vor voreiligen • Kompromissen hüten. Tie Art, wie beispielsweise die Nachlaßsteuer bisher in der Finanzkommission behandelt worden ist, dürfte wohl kaum dem entsprechen, was man in der Wählerschaft im Allgemeinen erwartet hat. Tie „Köln. Ztg." gibt jetzt einer Zuschrift von hochgeschätzter Seite Raum, die wohl in gewisser Hinsicht als typisch für die Stimmung in der Oeffentlichkeit gelten kann. Tie Zuschrift ist ungewöhnlich scharf abgefaßt und lautet: „In internationalen Fragen ist unser Volk, einschließlich seiner gewählten Vertreter, im allgemeinen von einer geradezu verblüffenden Unerfahrenheit und Einseitigkeit. Tas liegt nicht nur an dem jahrhundertelangen Mangel eines einheitlichen StaatsbewußtseinS, sondern auch an dem noch nicht ausgeprägten Verantwortlichkeitsgefühl des einzelnen als Staatsbürger. Tas letztere zeigt sich jetzt auch auf dem inner- politischen Gebiete in der krassesten, beklagenswertesten Weise. Tie Ablehnung der Nachlaßsteiler durch die Finanzkommission des Reichstages ist der eklatanteste B e w e i s f ür d i e p vl i t i s ck. e Unreife dieser Körperschaft, und ich kann und will noch immer nicht glauben, das; die Reichsregiecnng sich ihren Plan aus den Händen winden läßt. Es gibt Augenblicke int Leben einer Nation, tu denen Kompromisse der Regierung mit dem Parlamente, die ia sonst zum täglichen Brote gehören, unbedingt verwerflich und sckädlich sind. Tas scheint mir jetzt der Fall zu sein. Jetzt heißt es meiner Aniid) t u ach für die Regierung: mit der Vorlage stehen oder sollen: denn die Verwerfung der Nachlaß st en er bedeute t b c n Sieg einer einseitigen Inte re s sen v e r tre - tuns, b i c b i c Regierung nicht hin ne hm en b a rf, ohne ihre A u t o r i t ä t ober ihren Kredit z u verlieren. Ick) würde feinen Augenblick davor znrückschrecken, den Reichstag om'zulösen, auch wenn neue Steuern ein schlechtes Wahl- prvgramm bieten. Es handelt iid) eben tatsächlich um die Sicherheit, Ehre und Zukunft des Teutfchen Reichs. Tas müßte den Wählern nur einmal klar gemacht werden. Es kann so nicht weitergehen. Tie,e Sache gebt mir an die Nieren, es ist mir geradezu unbegreiflich, baß unsere öffentliche Meinung und ihre berufene Vertreterin, oder soll ick; sagen Bildnerin, die Prefse, nicht mit einer ganz andern Energie imb Klarheit in dieser Frage Partei ergreift. Bei Zeppelin schlug die' patriotische Flamme lichterloh empor — das war erhebend —, nützlicher aber und wohltuender wäre es, wenn fie jetzt zu Hellem Brande aufslackern würde." Nack) dem bisherigen Verlauf der Tinge zu urteilen, ist eine ähnliche patriotische Flamme allerdings kaum zu erwarten. Aehnlich wie mit der Nachlaßsteuer ist es nun aber, wie man 2Uci!K5 Feuilleton. — „Dis ersten Menschen." lieber das „erotische Mysterium" Otto Borngväbers, für das kürzlich einige ZcufuMerbote und ein Gastspiel-Ensemble auf verschiedene Weise Reklame mad> ten, schreibt in seinem ersten Märzhesk das „Literarische Eckw": „Dieses Stück -- es erfordert dank der Zeit, in der es spielt, nur vier Tarsteller und beinahe gar keine ftoftüme — wirb seit einiger Zeit von einem Impresario in ben Provinzen spazieren geführt, wo il)m anscfainend größere Erfolge erblüht sind als in der bösen Reichshouptstadt. (Tort ist es nämlich bereits glatt durchgesatten. D. Reb.i Der größte dieser Erfolge bestand darin, daß in Stuttgart die Behörde die Auffül-rung des Stückes im voraus verbot und bamit in Presse und Publikum einen ge- n.altigeit Cittrüstungssturnr entfesselte. Da in Württemberg keine Präveiitivzcnsur besteht, war dieser Protest an sich ohne Frage ge- rcdftsertigt: nur pflegen die dabei namentlid) in den Zeitungs- spalten uufgenrirbelten Staubmengen gewöhnlich in keinem Verhältnis zum Werte des streitigen Objektes zu stehen, toäfrrenbi andrerseits dieses selbst damit zum Gegenstand übertriebener Sensation gemacht und vom Strahleuglaiiz der Mnctyrerkrone umwoben wird. Eine ganze Woche Lang mußten die ruhigen Leser Stuttgarter Blätter mindestens glauben, ein neuer Schiller sollte ihnen wieder einmal vorenthalten werden, weil eine tyrannische Zensur wie ehedem der herzoglick>e Dionys dem Genie die Flügel band. Tay baS ganze Getose einer zwar ernst gemeinten, aber jn unfreiwilliger Komik überreichen Dichtung galt, in der sich allerhand Dämpfe und Gase einer überspannten Naturtrieb-Sym- holil in einer wildgewordenen Prosa entladen, konnte freilich erst^die AufMrung selber offenbar nrnd^it, — denn natürlich vurde bas Verbot von einer höheren Jnftanz alsbald ohne wei- leres aufgehoben, was wahrscheinlich auch ohne den vielen Lärm erreicht worden iväte." — D i e P r n d e r i e d es 1 9. I a hr hu n de r ts. Wie dieser Lage berichtet wuide, hat das Neue Sd;auspieLhaus in Berlin 3en Versuch wiederholt. Hebbels sprödes Lustspiel „Ter Diamaill" Dr die Bühne zu gewinnen. Cr blieb erfolglos, wie das Stück ichon zu des Dichters Lebzeiten sicki das Theater nicht zu er- «bern^ vermochte. Die „Neue Freie Presse" erinnert aus diesem Aittaß an Hebbels Wiener Jahre und an die Bemühungen des „rchters, das Burgthcater für feinen „Diamanten" zu interessieren, während Direktor und Schauspieler darin einig wappn. n und Weife, wie dann bic „unr. r M jidi burd, du Agitation b- Bundes haben cm'in n sollten )te durch bn Wad'iani teuer schwc i netto* i 3 a I r e n Juditbauv ri urteilt Tas Schwurgericht verurteilte getiern jroti gerichtsbckannte üinbrcdit-r, bte noch :unendlichen Brüder mkun Es fliLt lith den .In den „alten Kohl links ,u widerlegen, aber di- Art rorrnc Amchulbigung" wider- ^cdankcn au'dranqten. bat b:er viel größere Sunbet mtb Un- uatrid-cinlictlntni m glauben verlangt ivetben, als ne uns ber dyrvrüdxc Glaube bietet Uralt in brr Monism.btt nmudur Patronstsderren an bi» zu Dem kirchlich interessierten Landnrrt, nn Zeichen, bat die Arbeit brr cofutorn Berrmigung vielen nur willkommen ist, nelche cud> die weitere Ennernung nicht abbidt. zu erscheinen. Wan hätte enoarten »ollen, dop Reciter und aktuelles Thema auch «Gegner herb nie ladt hatte, sie wurden 'chmer.'.ich vermut. Ter rRefermt Ptofeswr Tt M u n 51 n 1 e r - Vnruq. der sich durch »eine atulogdi$(^c Tätigkeit einen tarnen gemacht bat. gab in dem Bor krag Kritik der modernen öauvt- formen dev Monismus Es n^r an habet ‘*nuiv buiat Äussübrungcn zu lauschen, welche 'Vt Vrnrknb und stets an- schauli'b diese i'aiiit’jnn- n. banteflten und tixe inner** Unmög- .ickkeilen oder Widerfotück nadmuien, uitd iedem Zuhörer den a c 1 ft 01 i. Der anüeic Dienst tft nicht gefton. Nachdem dann 'Xcchminflerat Ärebe Darmstadt zum Bor- York und Boston wirb b-mmnu am I. Ma 0* 3< au*t sitzenden flcmuhlt, cniattctc SiolL 9tö*Mer den FalueSbericht,I nonimen Tic u find nahezu fcttiggcfi konstatiert werden tonnte Später folgte eine eingehende Beratung von Anträgen der Vereine aus Cffcnbacb/ikani^, jud)tbnu4. Stettin, 9. Mai; Gießen und Worms, die interne Angelegenheiten betrafen. Mainz, 8. März Als beute vor der Strafkammer zum Lp'cr gefallen war. Ter Angeklagte Vauptmann v. £erteil wurde iu zwei Jahren Sei'tuitgvhaft trrnrinlt. Benthen 1. Schl, «. BkLrz. Ta» cdiwurgcudji verurteilte eine Ardeiterwitive aus H t p ui e, die im perdst vor. Ji Handel Mild Verkehr, üolbwlrtldjaft Besserung? £ Sei mar begrünte die Versammlung und gab inner l'xnug« ruvnx Atson ck. da' nach eine™ omannnliingrr uhcn W.nter eme so stattliche .Surörmthdr sich aingeiund.n habe Mit der 3ctr<*?cedantmlunfl rst nieder cm Bonragszyklns vofitio geruh» nd.trt<*T ideologisch r Prvf.nforen r rbuni-eu Zwrcks die er Veranstaltung Ulen ,'ich die benaetvartra voiitivm Vereinigung« von Lassan und Wetzlar angeschls tn. ZaUrrulx Mitglieder der- selben iotric fiele GeiKlndr aus gani xxyen waren erd' neu. Ihn Teil waren Temen und ixnrn aller Stande, ron den L-rxbm Airchc und Schule« •* Tie Bvrtragsversammln ng oe r p0sik. Ser» einiqung im Großd. Hessen nahm am Abend des 8. März hier ihren Anfang Ter große Saal im Stecnschen 1 •Werten war ovriüalid) befen. Ter Vorsitzende >e b.n\gen xnsgru^pe Pros. Rndbingshausen. = Oiiecfbotn, 8. Marz. Hier ist der Bahn bau Lich—Grünberg ziemlich vollendet, so daß am 6. d. 2)1. die Arbeiter, 35 an der Zahl, entlassen wurden. -- Alsfeld, 8. Marz. Tic Vorbereitungen zu dem am 3., 4. und 5. Juli staUflndendcn 70jährigen I ub i läumssest des (sZesangvcreins „Liederkranz" nehmen einen flotten Fortgang. In einer dieser Tage abgehaltcncn Sitzung nntrbcn die einzelnen Ausschüsse gewählt. An der Spitze steht der Ehrenausschuß. wozu riceisrat Hölzinger ab? Ehrenvorsitzender, sowie Bürgermeister Arnold unb Lehrer (ikwb gehören. Tie übrigen Ausschüsse wurden aus den aktiven und passiven Mitgliedern gewählt. Die Sitzung war zahlreich besucht unb beweist somit, daß alle Mitglieder ein reges Interesse an dem Jubelfeste bekunden. Tic Einladungen an die Brudcrvereine sind abgegangen und schon haben eine Anzahl ihr Erscheinen zugesagl. Als Zestmusit wurde die Kapelle des Inf.-Regts. Nr. 168 in Lssenbach engagiert. ? Hungen, S. März. Tic gestern vom Turnverein int Saale der „Traube" veranstaltete A b e n d n n t e r h a l- tung hatte sich eine*) zahlreichen Besuches zu erfreuen. Zunächst wurden von den Turnern mehrere Pyramiden 3nrt»l .K bet Xt* bülmi*mäfug recht guten Ernten tx* vergangenen Jahrec. der alUmiblunen Berbilltgun' des Gelder* und ber idxmbai raid** Erholung, wenigstens am iimmlaniidm Geldmarkt ward bet uns in Deutschland die Hoimung wach, saß sich die Baut^ttgkcir halb wieder beben und damit auch au« allen and ren mbvstr ekle» Gebieten wieder neues X'eben ein fetten würde. Besonders war die Amrodme allgemein, fjfc nach der im Spätherbst ftdtnmb.mMl amrtilanudicn Prün den ten naht von Amerika eine neu« ferwbc des /'"blüdcns ausgehen. der Erpottbandel sich wieder beben unb die folgen bft kruüchen Zeit von 1907 unb 1908 bald ganj schwtndcn werden. Ader es ist bis heute nicht so gekommen falsche fr tunte drs Banernstander. Tie Feststellungen de- llrv?. Trlbrüd über den . ignitlichen ttzeuno t-ri “tbenianof j her «•'roi i >r"ner gtien tue 'JtadilaH ttnier ist dreien begreiflich 'weise ' >>r unangn hm Ein ooer- ^ssiichcs Bündlerl-latt veriuchl es nun, oie «eweisführuni xtV Vrüdi als ,.PtO'efwrcn-Tratsch" irfrem, als sei es kaum oer 1: liberal Demokratischen Ursprunas Etraßtnkrawalle in Athen. Seil einiger (teil verlautet, das; bic Monarchie tn Griechen lanb ernstlich erschüttert sei. Svläe Gerstaue »vnrdcn^natürlich nuuncr n icdcr dementiert, aber tatfäcb(id) scheint die Stimmung ter Bevolkenntg Griechenlands sehe erregt -u sein Man ist tvvhl nn-usnedett mit bent schmählichen ".limkzuge in der Hretaftagc. sTiesc Unzufriedendnt äußert sich nun au, inaiidierlei Weite. Bohrend gestern die Trtniticrlenfaninicr das sZinan; Programm derüBunb habet die Cpucjition den Rücktritt des Hinannninisters lorhrrtc, lyielt auf dem Blanc vor deut Barlament eine nad) Tau senden mistende Menge ein Äroti'tt Meeting ab. Einer der Demon (trauten lief; eine Miafetc durst) em ossenstehendes Gallerte Ienster füibli(b nach Europa dmübersvielte, ilibcinbai). ,u l'i un£> 2 Jahren uckuhllur °erurteilt nn£ &riobc dl« Äudäange aui lebt mri-n inluimdlar Ck- iratixn, ipr«W* IU aus bn tWaatranl use«■ bhast. Jircrfi trat tu jlli meine ülb^ve+unr in bet .la»- elend« an. Ter ®end)tr gemenen. Tie titeranaemuir et unb ®m» re beamten «toben ge-iiB(aiem Umnn.> sollten sie durch bu '.''achiatzUc-uer schw-i netto’ n Introni, detrnden sich in einem schweren Irrtum. ES wird die Muigabe der kommiudcn Jntcu iffut müssen, wenn die trrlncha'ts- Heuer selbst nicht wehr zur Tebatte steht, auf das egoistische Treiben Du Fübrer des Bmilxs der Landwirte binunvriiai, uni den Bauernstand darüber auszuklären. aus welchen Beweggründen lieran.^ sich ber ißunb so heftig ins Zeug legte, um die Naststaßsteuer -u Fall zu bringen ")ttcht bic Siebe zumBaucrn. sondern daS Interesse für den G r o ß g r und besitz >var die Trieb- ’eber." Man kann den kleineren Landwirten nicht dringend genug taten, fist) von den falschen Freunden aus dem Streife des üunoes ber Landwirte fcrnzuhatten Mit schönen Dorten versprich! man ihnen das Blam vom dtmmcl herunter, aber in DirNichkeü muß bann im allgemeinen der Bauet aus ieiner eigenen Tasche die Stenern bezahlen, von denen sich die großen yenen brüsten. • Ter Kampf um die Aachlahsteuer. Das Kompiomi.' über die dl ad) laß steuer gilt, wie das „Bert. Dgbl." erfahren Imbcii will, and) innerhalb des Blocks nod' keineswegs als gesichert. Nicht nur innerhalb der Fraktionen und zivischen den einzelnen Parteien dauerten die Berl)andlungeii noch fort, auch mit den Bertretern ber Derbünbetai Regierungen, ansbesoiiberc mit dem Aeichsschatziekrelär und mit .Verni v. LöbeU, ber in bi es en BerhaiiDlmtgen den Neich^'kanzlcr vertrete, iverde muinterbrochln unb eifrig weiter ocrhanbelt. Inzwischen ist an beit daher ischen t'leianblen in Bcrlüi ein Beschluß ber baue rischen Negierung abgegangen, wonach bicie den Blockantrag zur Neichsfinanzteform entschieden a b I c b n t. Ta.', tonangcbeiibe .tenitums Legan bestätigt diesen M'ichlnß, ebenso der ber baye- lischen Regierung nahestehende ?,eiitrume> Abgeordnete Freiherr von Mahlscn. BeuieikeiiSwertcr>r.cuc hat sich nun auch ein konservoliverBerrin f fl r die Aachlaßsteuer ausgesprochen. Die die „Brignitzer Nachrichten" melden, bat der .stonservatioc Verein für Berleberg und Umgegend in seiner OkneralDcn'ammluug iolgendc Resolution an genommen: Ter .konservative Verein in ‘Iterlebcra mißbilligt die am Sonntag den 28. ffebnmr von bei Veriammlung btv Bundes der Landwirte in Perleberg i>e-> iddoiume Resolntwn gegen die Aachlaßsteuer. rr bedauert ve ionders die Art der BcgrüiiDimg burd) Staatsminister v. Pad l'ieloki. Der Verein ipridu vielmehr dem Reichstagsabgeordneten bet Dcstprignitz, Herrn Stnbbendorn, fein volles Verttauen aus ii>cgni feines niamchaften unb patriotischen Eintretens für die Stenervoilagen bei Reid'sregierung, besonders für bic Rach- 1 aststeuer. Frankfurt a. M , 8. März. Das .striegsgericht bc schSitigte sid» heute in nicht pnentlifher Sitzung mit dem Duell un Frankfurter Stadt «'«ildchen, da» Gnbr ffanuar um iChen dem vauptmann Rudott v. £erpen, dem Ädiutanten v 42. Infanterieregiments, und dem Leutnant der Van blockt. >? in rich v Stuckrad ftattgefunben hatte, und dem iixrt o. Siucktat ihren Mann nut Petroteiun übergossen und bann augezündet hatte io dast er nach achttägigen qiinloollcn Leiden starb, zu 10 2uhrvi nicht fo gleidimüti.i auigcpcnnmm word.m ist. '.'kan mrdN nch un übrigen die Aiderlegung leicht. ist die alte Taki'k: man schiebt den 01 a u e r vor. um den tHr v ß ar undbefitzer zu decken ttinrr, der diese Taktik auS nächster Nähe zu be> v backst en ««telcgatyit gehabt tiat. bft anlisemiiische .’fbg. Er ühn. geißelt sie ui oct ..Siaatsburgetzeitung" mit islgenden tren n« oen Dorten ,.Als nn Aetbienst kann sich ber^Bund der Landwirte. wie er es tut, den stamm gegen diese Steuer sicher nicht iinrechnen. In DirNichkeit richtet sich ber haß ber Agrarier nicht negei: Die Erbschaftssteuer als solche, sonbern überhaupt geg.n Du- Tatsache, daß sie in bic eigene Tasche fassen uno zahlen follen ifo kann keinem verbachl werden, daß^ er gegen ihn iressende steuerliche Maßnahmen fick, wehrt Daß der lörotz- Grundbesitz sich gegen die Aachlaßstei^r auflebnt, mag von seinem •ngenen Standpioikt aus zu kilttgen fein, aber nicht von dem jtrugen bet Allgem^nhit. Und besonders bicientgen baaerlitbcn M 2lu* Stadt und Land. (Licßeti, 9. März 1909. w Landeruniversität. S. K.H. der Grostherzog haben den außerorbentlichen Prosesior bei bet Iheolociischti' Fakultät bet Landeünniversitäl Lic^ theol. Dr. Walter Kühler zu Gießen auf fein Nachsuthen an2 dem Staatsdienste entlassen. *• In Audienz empfangen wurde von S. K. H. dem Grostherzog am Mtttivoch u. a. Forstasfessoi Schwieder von Cdenbetg. •• Pf arrdienstnachr ichten. Ernannt würben Pfärr- mkar Na nm an n zu TolgeSheim znm Pfarrocrmalter ba -selbst: P'airafsistcnt Buch hold zu Rothenberg zum Pfarrvikar daselbst. Gestorben ist der coang. Pfarrer Karl AguntiuS zu DolgeShenn. 3ut Wieberbesotzunq wurden auSgefchrieben bic evang. PfarrsteUe zu Maulbach, die eoang. Pfarrstelle zu Partenheim. ♦* Der Stenographen Bcrcin „Stolze- ischren" feierte am Samstag abenb ün Hotel Schütz unter zahlreicher Beteiligung von Güsten und Mitgliedern icin I I. S t t f tu n g s f e st. Der stommers nahm einen sehr gemütlichen Verlauf, nnb ein interessanter Vortrag des heute 146 Mitglieder zählt, wurde nut vielem Beifall ausgenommen Später erfolgte die Verteilung dec Diplome an die Sieger bei dem jüngsten Schulcrwettschreiben. -- ff-iU' Somttag nachmittag hatte der Verein eine Zusammen littift in B)etzlar mit den dortigen Schriftgenossen ver adredet, bic sich bei den langjänrigen sretuidschafUtchen Bezichiinaeli der beiden Vereine und durch bei, überaus guten Besuch zu einer recht gemütlichen fftter gestaltete ** Der Gernhardsche Zither- und Ma n doli ne n ch or hielt am letzten Sonntag im Saale deck Zeisen- feilev» bei gutem Besuch einen ll n t e r h a 11u n g e a b e n d ab. Die cinzeUtcu Tarbietnitgen fanden reichen Beifall. Besondere ^cwabnnng oerdie.!- Das >tird)khi' von Becker, „Zwei Stuck? nach Art der alten Lautenmusik für Gitarren tuld Violinen von Scherrer, Notturno tn F-dur von Sptcgclbcrg, sowie die beiden ^tzorgesänge mit Zither Begleitung „Mei Dtntd> - hart» ui mi", ..Zwai Stern dl .um S'immcl", Tprolec Vollswc n. '»ach Sü'luß bo vf-u gestcNt, die recht beisällig nufgenommen wurden. >':craur ' Äicmc Lau ein unk. gelangten zwei Theaterstücke ,ur Aufsührung, die reichen! Lcisall ernteten, ^mcntlicf) ,Tcr Zagdaufscyer" .n £bcn ^“Änu^ «knlt Wälder Mundart und mit <^.iang. geitel sehr gut. Flamen ’ ' . v.h -'n. »n ^rahame und dann iu)ch verschiedene iSdnylctb ZNNi Vortrag und 6,ini I jbaurmiann '.ludert aus bem Gcutratttae utb - i ffnfiruftorti Sck)lusse wurde getan.;!. I oer fürliidjcn Armee btruftn ivorben. R. B. Tarnt ft ab t, >' März Ter Landesverband! Lonas'ist'Mt Nibntm unb - u-.- b l b e Mindest und .XH)d)ftgcooi I ^rper unb sehr groß ihre Sidfältigfcit Ikib.-r erlaubt hier mit ungesähr 40000 zu SO 000 Mk. gegenüber, uno man oer Raum nubt, diese Tarstelluug auch nur zu Mutieren, nur sei ut in hteiigen Inleresscntcnkref^n gejpannt, welche Lösung I crwähm. daß bet materialistische Momeinus Kaeckel» bc-onba« ' Die obere 'oaulcilunn linbet. hiesigen Schrcinermeistci I i Darauf i t tiiidti 11.1-11 Idlöneni abroediielreiäcm Hample .<6ei Siuorac;,! I i*1* h alb, " mr-ürn . ■ a« lä m p 1 c'ift: 3 a d% c i» 15 4 Siegt 3 unenifdJi«6cn, 0 yi.ebet-1 ciciem «»Md nahm bieirr »erienfiirlup einen iKtkiBungWalta lagen; Skienge 3 Siege, 2 iinciiljd)icbtn, 0 Niebcilaaeu: Mittler 4 Liege, 1 nncntichieDcii, 0 Niederlagen; Mar-1-- - - , tuflen 2 Liege, 2 nnentschieben, 0 'Jliebcilagcn; Snl I (öCiriCT1t>|Cial. nianosi 2 Liege. 2 nnemschieben, 2 Nieberlagen ; A p n l l o n n Marburg. 8. März Ein ehemaliger Fremd 2 Siege, 3 nnmnchieden, 2 Niederlagen; orachet l ^leg O nn- ^g^när, ber *echtcmcr Jot 4rilb. Funk au, Rauf 3 Nieberlagen; v. d. Roth cn 0 Lieg, Ounemidjtebcn,| cfrg s,2nd heute nxgvn voll ndclec unb versuchter R0 tzu 3 .Niederlagen; petllnsk^» 1 «»eg, Oimentschleben, 3 Nieder- 3dmnrrgerid)L Ter AngeNa n-, t . nach ■> librigcr 4ö®»n: 'tu,0tQC3ett 0 sieg, 0 uueutf(bicDcn, 4 .r.cberlagcn I ^L.jt tll "jtigicr unb Madagaslar m i nur Kiuff.-tr n gen ff 9 e >i lchei d e n a n S. I flucht unb aud) später utgen sonstiger Bergrhen B.'istras Verhaltet würbe bet hier bebienstete ISiahiige HanS-I -., . lui, tL11Eb, ... 3 , bursche Iohs. 9t t c m e n f d) n e i b e t aiv3 Rübbingehanfeii wegen ' - ' 6 — Enibiuch>>diedstahlS, begangen bei seinem trüberen Ticnftbcrrn in ta«! n 19 unkündbar und unverlosbar bis 1. Sept. 1919 101.25 netto a% Baruch Strauss, Bankgeschäft Alicestrasse 2 Telephon 29 IVO PUHONNY. 18 Pfg 77 B9/.3 Braubach. 77 lid). 77 Be/, Braubach. 77 Neue PrJsselbeeren 36 77 3. L. Steinhäuser 1 18 28 43 Wlaccaroni Gutes Mischobst Calif. Aprikosen ^eue Zwetschen Neue Heller Linsen Ich bin Abgeber obiger Anleihe, soweit der Vorrat reicht, zum Kurse von Pflanzen=Buttet=Marganne gleicht im Husfehen, Gefchmadt und Geruch der heften Butter; bräunt und fchäumt wie diele; ift gänzlich frei von tierischen Fetten und nicht zu verwechseln mit gewöhnlicher Margarine. Preis 90 Pfg. das Pfd. Palmona bietet eine wertvolle Ergänzung zu unterem allgemein beliebten Palmin für Braten, Saucen etc. und zum Brotaufstrich. H. Scblinck & Cie. • Mannheim Hlleinige Produzenten von Palmin und Palmona. öffentlich vergeben werden. . . Arbeitsbeschreibung und Beduigunaen hegen wahrend der Dienststunden bei uns zur Einsicht aus. Angebote aus Bordruck, der daselbst erhältlich, und fpöteitciiv bis sunt vorgenannten Zettvuntr verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen an uns citv »ureichen. — Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 8. März 1909. . Stabt. Lletbauamt. Q)i’i<3iiiai»X>ra^niieiouiißeii. Paris, 9. März. 3tach einer Londoner Meldung des Echo be Paris hat sich die Petersburger Regie r u n g mit den Kabinetten von London und Paris in Verbindung gesetzt wegen der Ratschläge, die angesichts der österreichischen Vorschläge in Belgrad der serbischen Regierung erteilt werden sollen. P a r i s , 9. März. Das Echo de Paris bringt eine tendenziöse Meldung aus London, wonach in dortigen amtlichen Kreisen seit dem Rücktritt Kiamil Paschas lebhafte Beunruhigung herrscht. Eine österreichisch-deutsche Partei in Konstantinopel s.tzc energisch ihre Bemühungen fort, England dem juugtürkischen Llo- Buchen-Brennholz per Karren Mk. 3.50 empfiehlt I. Wcllböscr, Marburgerstr. 34. Vergebung von Pfiasterarbeiten. Die Pfiasterarbeiten für die Neirbeiestigung der Frankfurter Straße zwischen West-Anlage und Liebigstraste sollen Dienstag den 23. Marz d. Js, vormittags 10 Uhr, 1., 2. u. 3. Kl. Zirka 530 Stück Fichten-Neiserstangen. Beginn vormittags 91/» Ut)t. Zusammenkunft oberhalb Erda am Fabrikgebäude. öffeMlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen wahrend der Dienststunden bet uns aus Zimmer Nr. 1 zur Einsicht auf. Angebote aus vorgeschriebenem Fornmlar, das daselbst erhalt lid), sind spätestens bis zum vorgenannten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen an uns einzuretchen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Eiesten, den 8. März 1909. . Stadt, ^.letbauamt. Nutzholz-Versteigerung. Am Montag bem 15. März d. Js. kommen tn dem Gemeindemald von Erda zum Verkauf: 1. Zirka 100 Fm. Eichen-, Bau-, Wagner- und Grubenholz 2. Zirka 13,50 Fm. Fichten-Stämme und Derbholzstangen BernebW von Manrer- u. Asphaltarbeiteu. Tie Maurer- und Asphaltarbeiten für die Neubefestigung der Bürgersteige im "Neuenweg sollen , Dienstag den 23. März d. vormittags 11'/- Ubr, 10 °lo Rabatt = auf al e Konserven = Erda, den 7. März 1909. 1523) Der Gemeindevorsteher: Dörr kic ntmi es allgemein honte und erwartete. Wohl tat es aus »rauchen Gebieten einige Lichtblicke gegeben, aber ftc waren star- licb und sie sind beinahe ganz und gar wieder geschwunden, statt isich weiter auszubreiten. Amerika hat dabei die isofstiungen und Erwartungen am meisten im tstid) gelassen, Wahl entes -epublikanischcit Präsidenten bat ans die industrielle Erlwlung ^r Vereinigten Staaten nicht den gcrntglten Einslm; gel)abt. Wohl hat die Ausfuhr nach den Vereinigten Staaten auf dem Ge- ucte der Tertilbranch' etwas zugeuornmen, aber im allgemeinen cweat sich Amerikas Wirtschaftslage durchaus noch nicht auf lern- lesundem Boden. Auf dem Gebiete des Trnstshsteins ta.ben ui in jüngsten Zeit tief einschneidende Störungen stattgcsuuden, deren Ursache und Wirkung zu schildern den uns zur Beringung lebenden Raum weitaus überschreiten wurde, bic sedoch in vieler Beziehung wieder nach Europa übcrgretst und mit ent schwere^ Hindernis sein wird, die angestrebtc Besserung zur Mtrd)iul)rung 111 ^Kurz"'cs ist der Geld- und Goldkrisis in den Vereinigten Staaten nun eine Eisenkrisis gefolgt, die sich zwar noch im erllen Ltadmm befindet, aber den Markt doch recht deroutiert und eine Unklarheit aus dem so hochwichtigen Metallgebiete geschaffen hat, wie nc noch selten da war. Dazu kommt noch, dast auch bet uns in Deutschland aus dem Gebiete des Kartellwesens, soweit e» mit der Eisen- und Hüttenindustrie zusammen hangt, gleichfalls eine Verwirrung erngetreten ist, die hinter der amerikanischen kaum zurücksteht. Ter Truck auf bic Preise, btc nicht von Verbänden getalten werden, vernrehrt sich zusehends und die ^emester- abschlüsse der Tortmuitder Union und der Laurahutte haben ge- Kigt, dast sich bic Preise am Eisenmorkt vielsach unter den Selbstkosten halten. Dies hat es zuwege gebracht, daß der Gewinn des ersten Halbjahres bei der Laurahütte um ungefähr eine Million zurückgeblieben ist, gegen der gleichen Periode des Vorial-res gehalten. Trotz alle dem und alle dem ober und obwohl ganz gewrst keine Zeit zum Zubeln ist, darf inan die, Hoffnung auf eine baldige durchgreifende Besserung doch nicht ausgeben. Eben derselbe Abschluß, der uns einen Rückgang des Gewinns zeigt, zeigt lins auch, dast der Auftragsbestand der Laurahutte m Walzet, en und Feinmaterial, der int Januar ds. Js. 12Vu Millwnen Mark betragen hatte, sich bis jetzt auf la Millionen Mark erhöhen konnte, was der Gesellschaft rcgelmästige Beschäftigung auf Monate sichere. Allerdings wissen wir auch hier noch nicht, zu welchen Preisen diese Aufträge getätigt worden sind, lieber bic Entwicklung ber Bauindustrie in neuester Zeit ist inan ebensalls noch ernigcr- inasten im Unklaren. Einige Auskunft darüber hat lungst der Ltahlwcrksvcrband gegeben. Es wurde gemeldet, das; die Umsätze in Formeisen zusehends besser werden, was mit der Bauindustrie zusammenlsängt. Tiese Industrie wird unstreitig auch Freiwill. Ordentliche Haupt Versammlung Samstag, den 20. März, abends 9 Uhr bei Kamerad Kunz tHabertästenl Tages-Ordnung: 1. Jahresbericht, 2. zrassenbericht, 3. Verleihung von Dlenstabzeicheti. . 1. Beschlustsassung über etwaige Anträge nach Latz 12 der Satzungen, 5. ErgänzungSwahl des Vorstandes, 6. Verschiedenes. Uniform: Dicnstanzug, volle ?luSrüstung. v9/3 Ter Loritaud. Täglich Lahnfisryeit.Lecfilcke frisch vom Fang. [01566 Gießener Ftsckbaus Walltorstraste 43. Telefon 614. Holl. Vollheringe 48 Pfo N.ue Salzgurken Stück 4* Vergebung von Pfiasterarbeiten. Die Pfiasterarbeiten für die 'Jteubeieiiigung der Bahnhofstraste zwischen der Wieseckbrücke und dem Bahnhos sollen Dienstag den 23. Marz d. 5., vormittags 10V3 Ubr, öffentlich vergeben werden. „ v. . ArbeltSbeschrelbung und Bedingungen liegen wahrend der Dienststunden bet uns zur Einsicht auf. Angebote aut Vordruck, der daselbst erhältlich, und späleiienö bis zum vorgenannten Zeiivuntl verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen an uns em- iurateÄS sä"4“- n Stadt. Tiefbauamt. Branvach._________________ Jagd-Verpachtung. Sieanx 'März ds. Zs. abgehallene Zagdve rpachtung hat die Genehmigung nicht erhalten, cs wird deshalb zur abermaligen Verpachtung Termin auf Donnerstag den 25. März ds. Js., nachmittags 2 Uhr auf dem hiesigen Nathause anberaumt. Guter Rchbcstand. Graste 800 ha. Königsberg, den 6. März 1909. (1521 Der Jagdvorsteher: Schupp, Bürgermeister. j e r tln 9' 19o7 ist u «SÄ inciNt - t(11rcit u iitfolgv,, 'm« uiiil allen i :t (i w i i -chlll, ,!S‘ "LKxK ■ ^nges,2"Ssreich^ »• ! ' r^iguno h 7^’^, ein ' & LkL'DT ' M IbÄ di-ivi Sten unj) ;Itetz an, c'teien, unb vtel größte <,'rnx^U^tet rl°ngt Än * 1 der 'Jbnii?\ ’e un5 Gott uÄltblC^M 'sdsS« i ME । Z.tÄ5™- 2tt : b‘c Monisten sonst oft jj2? nicht Rede 4 auch g*egm und versa« [uc ®c!irauingsgeno;ien, Pfami Dieckmann-Rodheio!. meinte, daß ber . iKit tonnen unb bic Entstehung gen muiien — Lhema unb ftür;: .s ■rö^gle, baß diese nuniiliidx wnje Rheologie auf moniitiidr • • ler letztere wies darauf hr, alle bic Lchmicrigteitcn einet ingebeuiet als auch gelöst roerba * Vortrag selbst feine Ergänz^ 'Mis, dast philosophisches 2cnk ucn S reiten auch zu »ausc sie.' 'iditigungen ihrer Gegner. K enfuriuy einen mheistungMi: usjaal. Ein ehemaliger Fremde oh. Will. Funk aus Raust [er unb versuchter Rotzuchil lagte, ber nach 5 jähriger^ ei feiner Rückkehr wegen Fak mjiign Vergeben Lorstrasa hen Zuchthaus trmM Rar;. Tas jlriegsgeM k- ilrcker Titzimg mit Mz hell ibä) eN, das feV Januar ;io' o Dafaii, bem Adjutanten öc: m l'eulnant der Landweg, W hafte, und bem Herr v. tW Sngcfiflgtc SauMamr v. Lerch ihfi teruxUüt. xil Tas Lchwurgench u avinc, dieimHMvrS gossen unb bann angejunbet vollen Äibeu |tavb, zn 10 M- i Schwurgericht vernrleilte M« d7r, b'i seine H ? ia »»**,*.;*«&* ? M Äi-rd-l« .* W es** aus bat gebesserten Geldverhältnisfar Vorteile ziehen. Im Iwxigar Jahr zu Ende Februar hat der offizielle ZinSfuh ,wch 6 Prozent betragen und gegenwärtig stellt er sich aus 3»/s Pvoz.; das ist ein bedeutender und jedenfalls auf das Geschäft belebend ruüFenbcr Unterschied. Tann besteht Hoffnung, dast der Jriede in Europa erhalten bleibt; die Ungewistheit, bic in dieser Bezielmng herrschte, hat der geschäftlichen Entwicklung sehr geschadet. Tann darf man schließlich noch die. vosfnung liegen, dast auch iltbczug auf unsere Steuerverljältnissc doch noch der richtige Weg gefuiidat wird, der die Finanzen des Reiches kräftigt, bic seitherige Schulben- Wirtschaft aufhebt, ohne Sandel und Industrie neue schwere Hemm nissc zu bereiten. Wird dieses durchgefülwt, bann ist bic Garantie für eine baldige Besserung unseres gesamten Wirtschaftslebens vorhaiidcn. i * — Deutsche Kolonial gesell schäft für S üdwest- Asrika. Zu Wochcnfchlust hat eine Sitzung des Aufsichtsrats dieser Gesellschaft stattgesuuden, in welcher beschlossen wurde, die Begründung einer neuen Zweiggesellschaft vorzubereiten, welche ihre Aufgabe insbesondere in der Erschliestung der m den Feldern der Gesellschaft zu untersuchenbeu Tiammit-Vorkommcn fiubcit wird. ' . ,n Santiago bc Chile, 6. Marz, xer FmanzmrNlster ernannte eine Kommission, bie bic Entfcheibungen bet Regierung in (Salpeter angel egende iten zu prüfen haben wirb, namentlich solche, bic bie Zentralisation bes Verkaufes von Salpeter unb ähnlichen Tungmitteln burch den Staat be- tresseii. _________________________ 2Cird?lid?c Nachrichten. Loangelische Gemeinde. Mittwoch den lO.März, abends 6 Uhr: 3. P a s s i o n s a n b a ch t. _________________V'arrer D. o [ o i i c r. " LzoransnMtlithc Wrttcrnug iüv ?oe»,e,i am Muiwoch oem 10. Dtärz: Dielst trüb. Keine erheblichen Niederschläge. sJlad)t5 Frost. Oestliche Winbe. mitec zu entfremden. Zu diesem Zwecke '' tönt auen wcirrei angr* wendet. Unter anderem sei der Lepante-Derald, ein in englischer Sprache erscheinendes Blatt, gewonnen ^worden. Es stell« außer Zweifel, daß in den letzten Wochen der Stern des deutschen Botschafters in neuem Glanze erstrahle. Auch wegen der B a g d a b- P a ff n schöpfe man neue Hoffnung auf eine neue türkifch-östei rcichischc Annäherung. Augenblicklich verfolgt man bas 3id ber Türkei das Versprechen zu erhalten den rveittuellen russisch-englischen Forderungen Widerstand zu leisten. Paris, 9 März. Ter Petersburger >lorresvoubent bü3 Petit Parisien erfährt in letzter ^tiniöe, daß Serbien int Laufe des gestrigen Nachmittags die Z i r k n l a r n o t e a n d i c M ächte und speziell an Oesterreich abgesandt Iiat. In dieser Note erneuert die serbische Regierung bic Versicherung ihrer friebiertigen Absichten unb verz ich t e t aus alle territorialen Ansprüche. In dem Text heißt es weiter, dast die Vorschläge des Grasen Forgack über die Erneuerung des Haudelsvertragcs günstig ausgenommen werden. ' , r . , Konstantinopel, 9. März. Nach anitlichen am der Pwrle eingelanienen Aieldnngen maebt sich im Landschak Novibazar eine bedenkliche serbische Banden B e >v e g n n g bemerkbar. Zniolgedessen ivnrden bie dortigen Aiililärkoiiiinandanien ange» wiesen, die energischsleii Gegemnastregeln zn treffen. Man gebe sein Geld nicht nutzlos aus und nehme stets das Beste, was es gibt. Frankfurt a. M., den 15. Dezember 1908. Ich litt an hockn gradiger SBlntarmut und Nervosität und gebrauchte dagegen nut bei 'm Er so la Zhr „Bioson". Dasselbe wurde nur von meinem Arzt Herrn Dr. «. M. empfohlen, unb iti) kann nur sagen, mb es mir ausgezeichnete Dienste getan bat, io dast ich es allen, Die an ähnlichen Zuständen leiben, nur zum GÄnanch anraten taini. .-voro- achtungsvoll Frau Marie Salzgeber, Ober Poaschanners- Gattin, Schwarzburgstr. 53 I. - Bioion ist cm 51rast,v.cudcr mr alle Schwache unb Elende, Kinder in Der Emwicklung unu., dessen belebende, erfrischende Wirkung auf Körper und Geist stä, meistens nach wenigen Tagen bemerkbar macht. Erhisttlich Mio 3 wer., für einige Wochen ausreichend, in Apotheken, Drogerien itfro.. Wlqit leie die Urteile Der l^-osefforen u. Aerzte und beachte die Billtgreii. 3o, BStcrchm — unb mm fmui’s loögcficn! ■ , tziicht zu warm, nicht zu kühl angezogen, eine Fays ächte V/icx Sodener Aüneral Pastille im Aim»d und em Dutzend m ber iEW/ Tasche — nun darf ber Märzwinld schon tüchtig blasen, er schabet dir nichts. Ja, wenn wiv bic Fans ächte Sobener mäst hätten! Unser Vorrat ist ü’origcnä alle unb wenn du willst, bring boch aus ber Apoth eke ober Drogerie ein paar Schachteln mit. Die Schachtel kostet ja nur 8o Pfg., gib aber acht,, bast bu keine iVachahirunigen erhälst. (ss--/n V, Eß HundertuU mW,n v initfn '^^kaMic cha-r c" ÖP Sh X^ivr »K'L ***-"' i fidh ■.. jüiitbeburÄ <5cuC ..... । nahe;» Tetobee Mi eib) ar» UM»; 07, Tnrftor und Shader bcf Mol6f» l zu verkaufen. [Ulk! 2 Zimmer l^bchivnncjL 11. 01574] Volt. uon Xnfierfunn oir/jQ] MrcuAPlaU 15. lhv’7, bekannt? 2 Zimmer Wohnung. 11420 1521 ver Modi. 3inimcr 6 bcliuni;e 2. II. wirb oanuitiert. 14W empfiehl! 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