Nv. 33 Zweites MM 159. Jahrgang Dienstag, 9, Februar 1909 Erscheint kLgUch mH Ausnahme bö Sonntag-. Die ..Gietznirr FamtliendlLttrr" werden dem »Anzeige^ viermal wöchentlich beigelegt, bol „Hreisblatt für den Kreis Gießen“ zweimal wöchentlich. Dte ^LandwjrtfchafUtche, Seit# fragen“ erfchemen monatlich iroeimaL ^■■Ijinuii i jm»iwwi.i^Lijt£aKann»wriTit Gießener Anzeiger Seneral-Anzeiger für GberheW 9?!>lfiftan8bnt(f mtb Verlag bet Crfi6H4tw Untoerfuäts - Buch- und 6tetnbnicfereL R. Lange. (Süßen. Redaktion, Expedition tmb Druckerei: bchu!- j ftrafee 7. Expedition und Verlag: e^öL Std)Q!tion:e^ll2, Tel.-Adr^ An-eigerGießen. J Deutscher Reichstag. 201. Sitzung. Montag, den 8. Februar. ' Am Tische des BundeLratS: v. Bethmann-Hollweg. * „ Präsident Graf Stolber, eröffnet die Sitzung um 2 Uhr. Das Haus ist zu Beginn der Sitzung ganz leer, nur drei Abgeordnete sind anwesend. Der Etat des Reichöavtts deS Inner«. .(Vierter Lag.), „ Skuf der Tagesordnung steht die zweite Beratung deS Etats deS Reichsamts des Innern. Abg. Irl (Zentr.)s Es ist höchst bedauerlich, daß man dem Handwerk und 56et- Haupt dem Mittelstand nicht genügende Beachtung schenkt. Die Mittelstands-Enquete wird beweisen, daß daS Handwerk n o ch d u r ch a u s lebensfähig ist. ES ist seit Jahrzehnten fast nichts für die Handwerker geschehen. Nur das Handwerkergesetz von 1897 ist erlassen worden. Seitdem herrscht aber völliger Stillstand auf diesem Gebiet. Kann man sich da wundern, wenn die Handwerker hoffnungslos und gleichgültig geworden sind. Sie müssen ermuntert werden, sie müssen in Organisationen hinein. Die Presse kümmert sich leider nm die Handwerker recht wenig. Und doch ist ein tüchtiger Handwerkerstand von größter Bedeutung für Den Staat. , Die Handwerkskammern soltten do« ben Behörden mehr beachtet werden. Jetzt schiebt man ihnen nur Gutachten über mnvichtige Dinge zu und läßt sie bei wichtigen Entscheidungen beiseite. Die Arbeiter in den Handwerksbetrieben stehen sich viel besser als die Industriearbeiter. Der Redner begründet dann 'eine Resolution, bei der bevorstehenden Acnderung der Unfallversicherungsgesetzes eine Bestimmung dahin vorzusehen, daß bei Ansammlung des Reservefonds in den Berufsge- nossenschaften in besonderen Fällen der Bundesrat Erleichterungen gewähren kann. Sächsischer BnndeSbevollmächtigter Geheimrat Dr. Fischer: Der Aba. Zubei! hat am Sonnabend in meiner Abwesenheit die sächsische Regierung angegriffen. Ich pflege es nun im Reichstag so zu halten, daß ich meine Aufmerksamkeit, um ehren biblischen Ausdruck zu gebrauchen, sowohl den Gerechten als auch den Ungerechtere zuwcnde. (Heiterkeit.) Ich würde also auch Herrn Zubeil gehört haben. Da!jct will ich aber gar nicht sagen, zu welcher Kategorie er gehört, ich lasse die Frage offen- (Heiterrett.) Ich hatte aber am Sonnabend schon sieben Stunden lang geistige Genüsse gekostet und war des trockenen Tones satt geworden, so daß ich meinen Platz verließ. Ich konnte also Herrn Zubeil nicht sofort antworten. Ich will mich etwa nicht entschuldigen, das wäre unnötig, denn auch ein BundeSratsmit- glicd hat nicht die Pflicht, immer hier anwesend zu sein. Herr Zubeil hat sich nun direkt gegen mich gewendet und meine Abwesenheit bedauert. Hoffentlich hat er sich nicht gerächt und fehlt heut auch. (Heiterkeit.) Nein, da sitzt er ja. (Große Heiterkeit.) Er hat also der sächsischen Negierung den Vortvurf gemacht, daß sie das Vereinsgesetz illoyal handhabe. Er hat darauf hingewiesen, daß eine VeremLversammlung des sozialdemokratischen Vereins in Leipzig für eine öffentliche politische Versammlung erklärt wurde, obgleich eine genaue Kontrolle über bte Versammlungsteilnehmer ausgeübt wurde. Ich stelle fest, daß dieser Verein 23 000 Mitglieder zählt und über 60 Ortschaften verbreitet ist. Die Organisation ist so groß, daß von einem Verbundensein der Mitglieder, wie das von einem Verein gefordert wird, nicht die Rede sein kann. Wenn man eine solche Versammlung als nicht-öffentliche Versammlung erklären will, so gibt man dem Begriffe „Ocffentlichkeit" eine falsche Auslegung. Ich will noch einen besonderen Fall dafür anführen, wie man versucht, unsere Verordnungen zu umgehen. In Sachsen ist an gewissen Tagen das Tanzen verboten. Um nun einem tief gc- xuhlien Bedürfnisse abzuhclfen, bildete sich an einem Orte ein Verem aus Tanzlustigen, die nur an solchen Tagen, an denen das Tanzen verboten ist, eine sogenannte Sitzung abhalten. Zutritt zu dieser Tanzsitzung haben aber alle, Männlein und Weiblern, ohne werteres, wenn sie sich in eine fiiftc cintragen, und einen emmahgen Mitgliedsbeitrag von, sage und schreibe, zehn Pfennigen lerstcn. Dre Behörde hat den Herren das Handwerk gelegt und das Tcmzbergnugen als öffentlich angesehen. Ebenso war auch die Leipzrger lozraldenwkratische Versammlung öffentlich. In un- begreiflicher Weife hat Herr Zubcil auch den Staatssekretär heremgczogen und ihm den Borwurf gemacht, er habe die Kom- mrsno^mrtglreder irre geführt. Das Gegenteil ist der Fall. Er hat sehr, viel zur Klärung der Sache beigetragen. Jedenfalls übernimmt aber die sächsische Regierung jede Verantwortung für den Fall in Leipzig. Und sie bleibt ber ihrer Auffassung, solange nickt für die Begriffe „Verein" und „Oeffentlichkeit andere Merkmale fcstgelcgr wcvden. Ich weift die Angriffe des Herrn Zubeil entschieden zurück. Abg. Raumann (Fr. Dg.)r Die Rede deS Staatssekretärs zeigt, wie zweiseitig dre Frage des Koalitionöre chtes ist. Er hat vollkommen recht und eö ist bezeichnend, daß gegenüber den Vorkommnissen tn Köln, wo juristisch em Eingriff nicht möglich ist, doch die Autorität des Staates als Bestandteil der öffentlichen Meinung in die Verurteilung einstimmt. Wir befinden uns' in gewissem Sinne auf der -werten Stufe des Kampfes um den Arberterschutz; auf der ersten hairdclte es sich um den Schutz des einzelnen Arbcrters als Individuum, auf der zweiten um den staatlichen Schutz der zu schwachen Verbände. Auch beim Schutz des Arbeiters als Einzelpersönlichkeit hieß eS früher, daß ohne die Industrie zu ruinieren der Staat nicht ein- greifen könne. Die Behandlung der Ingenieure bei v. GriescheS Erben durch den Geheimen Oberbergrat Uthemann geht ht der Form über das landesübliche ja hinaus, aber der Sachverhalt ist nicht eine Ausnahme; und da am Sonnlag vor acht Tagen auf der Bersammlung des Bundes der leck, > gestellten der Vertreter des Staatssekretärs erklärt hat, dieser werde, wenn er sich informiert habe, auch auf diese Dinge ein. gehen, so erwarten wir, daß wir in der Richtung noch ein be- stimmtercs Urteil hören als es in der allgemeinen Ausführung des Staatssekretärs über Koalitionsrecht bisher gegeben ist. Rein juristisch wird sich nichts machen lassen; auf Grund des deutschen Rechts kann Herr Uthemann in dieser Weise mit seinen Beamten umspringen, sie einfach wegen ihrer Zugehörigkeit zum Bunde entlassen; aber eS ist die Frage, ob nicht der Staatssekretär ebenso wre seinerzeit in Radbod an den Handelsminister berantreten ,oll, den Gemaßregelten Staatsstellen zu verschaffen. DaS Koalitionsrecht ist eine lex imperfecta. Ein Recht, das nicht eingeklagt werden kann, ist ein vogelfreies Recht. Es muß verboten werden, bei Abschluß eines Arbeitsvertrages nach der Organisa- tion, der mau angehort, zu fragen, oder gar einen Revers vorzu- legen. Nun ist eS richtig, daß die schwarzen Listen an sich, wenn sie stückweise auftauchen, rechtlich nicht verboten werden können. Wenn aber der Kontraktbruch so epidemisch auftritt, wie in Rheinland-Westfalen, 5000 Fälle in wenigen Monaten, dann muß es damit anders liegen. Die Kontrakte der Zechenverwaltungen sind gar nicht Kontrakte im Sinne deS gegenseitigen Abschlusses. Sie sind nichts anderes alS ganz einseinge Arbeitsordnungen, ein- seitrge Herrschaftsordnungen. Denn die Zechen- Verwaltungen sind Herrschaftsmächte geworden, in ähnlicher Weise wie Bismarck in den siebziger Jahren die damaligen Eisenbahn. Verwaltungen beschrieb: .Territoriale Verkehrsherrschaften mit mittelalterlichem Recht, mit Auflagen nach Willkür und mit Fehderecht." Es finb Herrschaften mit unkontrollier» barem Strafrecht. Nun soll die Oeffentlichkeit der schwarzen Listen zugesagt sein. Hat aber der Staatssekretär die Garant,e, daß sie nicht durch den Zettelkasten eines Acbeitsnach. weisverbandes umgangen werden kann? Und bann, welche Stelle schützt gegen fälschliche Eintragung in die schwarze Liste? Tie Bergwerksaufsicht oder der Zechenausschuß ober wer sonst? Ledig, lich ein Desiderium auSsrtrechen, macht eure Listen öffentlich und kontrolliert sie etwas besser, würde im rheinisch-westfälischen Ge. b,et wenig nützen; dort muß bismarckisch gesprochen werden, denn dort besteht der organisierte Wille, eine neue Art von Hörigkeit, von Erbuntertänigkeit zu schaffen. Die Arbeit und Personen sollen genau so kontingentiert werden wie die Kohle: daS wird sortiert, in Quartiere gebracht, mit Preisliste versehen und nun hat der Mann Ordnung zu halten und untertänig zu tun, und wenn er sich nicht in dieses System bei Materialisierung des lebendigen Menschen hineinfügt, dann kommt er auf die schwarze Liste. Tie Unfallziffern für die Großeisenindustrie sind außerordent- lich hoch. Im Arnsberger Bezirk kommen auf 1000 Männer 282,5 Unfälle, dreimal soviel als sonst. Tieft Ziffern hängen mit der notwendigen Ermattung und der übermäßigen Arbeitszeit ber^ Arbeiter zusammen. Man soll nicht ohne weiteres mit der Gesetzgebung einschreiten, um erwacksenen Männern die Arbeitszeit vorzuschreiben. Hier muß es aber geschehen, denn die Leute, die vor dem Feuer stehen, sind verhältnismäßig sehr wenig organisiert. Es ist ein verhängnisvoller KreiS - lauf. Weil sie keine Organisation haben, können sie sich nicht wehren gegen, die Ausnutzung, und weil sie ausgenutzt werden, kehlt ihnen die moralische Fähigkeit, sich zu organisieren. Die Große,senindustriellen sagen: wir wollen Herren fein im eigenen $ a u f e. Der kleine Unternehmer hat sich damit ab- gefunben, mit seinen Arbeitern zu verhandeln, ebenso der mittlere. Die Herren aber, die die eigentliche Macht haben, die die großen Organisationen besitzen, sft erklären: wir würden es nicht, aus. halten, wenn wir verhandeln sollten, unsere Betriebe würden ruiniert werden. Da stöhnen die Herren und seufzen, als ob sie keinen Atem mehr hätten. Diese neue industrielle A r i. st o k r a t i es kommt einem unendlich klein vor in ihrer Art, Menschen zu behandeln und zu regieren. Diese Industrie hat gewiß ihre großen Züge, denen sich niemand entziehen kann, der einmal durch Walzwerke und unter Hochöfen gegangen ist. Es ist eine ungeheure menschliche Leistung hier konzentriert. Aber wenn es um die Behandlung des Menschenmaterials sick handelt, so müssen wir sagen: das ist eine neue Aristokratie üon Parvenüexistenzen, die nicht wiessn, wie man Volk und Volkstum, wie man Arbeiter behandelt. In diesem Sinne muß ptan an das alte dichterische Wort Ernst Moritz Arndts denken:,Ter Gott, der Eisen wachsen ließ, der wollre keine Knechte! -ue Eiwnherren aber wollen nur Knechttum und Untertänigfeit. Darum wünschen wir den Erhebungen des Staatssekretärs über die Lage der Großeisenindustrie den besten Erfolg. (Beifall.) Abg. Graf von Carmcr-Osten (Kons.): Die Vorwürfe, die der Vorredner gegen die Gieschesche Grubenverwaltung gerichtet hat, weise ich entschieden öurück. In der Presse und vor allem in dem demokratischen .Blaubuch" ist die Sache ganz entstellt worden, ebenso in den Protestversammlungen des Bundes der technisch-industriellen Beamten in. Breslau. Die Sache fing damit an, daß ein Hilfssteiger öffentlich die Gesellschaft angriff und deshalb entlassen werden mußte. Mit dem Bunde hatte die ganze Sache zunächst nichts zu tun. Später mischten sich noch andere Beamte hinein, meist minderwertige, die zum Bunde der Techuisch-industrielleu Beamten gehörte,: und die im Interesse der Disziplin entlassen werden »rußten. Ihnen wurde gekündigt, sie erhalten aber ihr Gehalt bis zum Juli weiter. Diejenigen, die sich wieder für die Gesellschaft erklärt haben, sind ohne weiteres eingekeilt worden. Hof- fentlich bekommen wir bald ein ArbeitsWilligengesetz, durch das die verhetzende Tätigkeit der Sozialdemokratie endlich lahmgelegt wird. Dadurch wird auch der Mittelstand geschützt werden, der die beste Stütze von Thron und Altar ist. (Beifall rechts.) Abg. Knlerski (Pole) Dc.^ Stga^ftlretär müht sich vergevlich, atöeiterfreundlrch ö" scheinen. Seine Vorliebe für das Unternehmertum kommt doch immer ! üeöer ^nr.t Vorschein. Dec Redner bespricht Sie A r - j b e i t. l o s e n v e r s i ck e r u n g und das System der schwär- D^e Lockspitzelaffare Azew ist charakteristisch für unsere Zustände. Tas Lockspitzelwesen ist man ja in Preußen gewohnt. Ich nenne nur die Namen Tausch, Leckert und Lützow. In Berlin schmuggelt man Polizeibeamte in sozialdemokratische Vereine ein, in Gleiwitz und Posen in polnische, wo sie die Mitglieder zu verbotenem Tun provozieren. Dir preußische Regierung sollte sich mit diesem Spitzelrmn mehr Zurückhaltung auferlegen. Abg. Frhr. v. Ganch (Rp.): Die neue Spihelgeschichte gehört durchaus nickt hierher. WaS in Rußland passiert, geht uns nichts an. Man sollte doch endlich mal mit den „Schwarzen Listen" aufhören, wir haben doch schon genug darüber gesprochen. (KulerSki: Wir noch nicht!) Es können doch nicht alle 15 Herren der polnischen Fraktion darüber reden, sieben haben es so wie so schon getan. Nicht die Arbeiter sind Sklaven der Unternehmer: vielfach sind die Arbeitgeber geradezu den Arbeitern ausgeliefert. (Oho-Nufe bei den Sozialdemokraten.) Ter Beamtenapparat beim Patentamt reicht nicht aus. Die Entscheidungen verzögern sich zu sehr. Beim Reichsamt des Innern können viele Ersparnisse gemacht werden. Diese Gelegenheit sollte man benutzen. Die Angelegenheit des Reservefonds der Berufsgenossenschaften muß endlich einmal verständig geregelt werden; es geht nicht an, sie alle über einen Kamm zu scheren und in dieser Sßcije die Arbeitgeber für zukünftige Leisttingeu zu belasten. Ein sehr böses Symptom un. l'erer GesetzeSmacherei ist die ungeheuerliche Zahl der polizeilichen Uebertretungen. Jede vierte oder fünfte Person wird in Deutschland in jedem Jahre polizeilich bestraft, wie kürzlich festgestellt wurde. Hier sollten die Polizeibehörden sich eine Beschränkung auferlegen. Der Staatssekretär erklärt, er habe ein warmes Herz für die Arbeitgeber. Ich habe mit Arbeit« gebem mehr zu tun als er und sie sprechen zu mir auch offener, und ich kann ihm sagen, die Behandlung der Aroeit- g e b e r durch die Gesetzgebung und die Reichsverwaltung hat ungeheure Erbitterung und Mißmut hervorgerufen. Mehr und mehr ziehen sich die Privatarbeitgeber von den Betrieben zurück unb überlassen sie Aktiengesellschaften. Und ich weiß Beispiele, daß sie ihre Betriebe nach dem Auslande verlegen wollen, weil sie dort nicht so schikaniert, weit besser behandelt werden. Ein Beispiel: Neulich bei dem Gesetzentwurf über die Frauenarbeit, warum hat man'da dem Verlangen, die Beratung um einige Tage zu vertagen, nicht stattgegeben? Es wäre ja auch nichts anderes herausgekommen, aber gerade dann hätte man wenigstens darin entgegenkommend sein sollen. Ich bitte den Staatssekretär, sein warmes Herz für die Arbeitgeber nun auch zu betätigen, indem er auf ihre Wünsche Rücksicht nimmt. (Beifall rechts.) Abg. Niescbcrg (Wirtsch. Vg.): ^Dem Ausbau des Deutschen Handwerksblattes und der Veranstaltung einer Mittelstandsenquete stimmen wir zu. Aber viel notwendiger sind eine praktische Unterstützung des Mittelstandes und die Durchführung aller jener handwerksfreundlichen Be. schlösse, die der Reichstag gefaßt hat: Was nützen 3. B. die schönsten Submissionsl-'estimmuugen, wenn die unteren Behörden sich nicht danach richten? (Sehr richtig! rechts.) Bei der großen Versickerungsreform erfüllt man hoffentlich die Wünsche unserer Handwerker, die sich teilweise schlechter stehen als gut entlohnte Industriearbeiter. I n Dresden mußten 300 Hand* werker d i e^ Armenunter st ützung in Anspruch nehmen. (Hört! Hört! rechts.) Die Sozialdemokraten haben die Mitglieder der gelben Gewerkschaften „Ausgestoßcne" gc- iiannt. Nein, das sind die Leute, die sich von der Knute der Sozialdemokratie losgemacht haben. (Lebh. Beifall rechts.) Herr Zubeil hat sich darüber aufgeregt, daß Herr Carstens kurz vor dem Fest der Liebe einen Arbeiter entlassen habe. Nun, die sozialdemokratische Konsumbäckerei in Magdeburg hat 14 Tage vor Weihnachten 13 alte Gesellen herausge- warfen/ nür weil sie sich nicht sozialdemokratisch organisieren wollten. (Hört! Hort! rechts.) Die Herren von der äußersten Linken wollen sich jetzt auch der Jugend bemächtigen und haben einen Aufruf an die Lehrlinge erlassen, in dem von der „hei- ligen Aufgabe der proletarischen Jugend" die Rede ist. Weiß die Sozialdemokratte überhaupt, was Heiligkeit ist, die Sozialdemo, kratie, die von der Religion nichts wissen will. (Sehr gut! rechts.) Es fehlt nur noch, daß den »Herren Jungens" das Reichs- tagswahlrecht gewährt wird. Der Redner fuhrt Klage darüber, daß die Handwerkskammern beim Arbeitskammergesetz nicht gut- achrlich gehört worden sind und warnt vor einer Ucberlastung des Handwerks mit sozialen Lasten. Abg. Dr. Pachnicke (Fr. Vg.): Ich werde dem Wunsche deS Seniorenkonvents, daß möglichst kurze Reden gehalten werden möchten, mehr folgen als meine Vorredner. (Heiterkeit.) Schließlich ist das Parlament ja nichr nur dazu da, Reden zu halten, sondern Geschäfte zu för- öern. Mehr sozialpolitische Gesetze als int letzten Jahre konnte der Reichstag nicht verabschieden. Deshalb sollten mir uns auch in unseren Forderungen ein gewisses Maß auferlegen. (Sehr richtig!) Ich möchte die Aufmerksamkeit des Hauses auf die Arbeitsnachweise lenken, die gerade in der jetzigen Zeit der Krrsis eine 'nichtige Aufgabe zu leisten haben. Deshalb rege ich eine Unterstützung des Reichsverbandes deutscher Arbeit?, nachw-ise an, die in einem der Nachtragsetats vom Reichstag sicher bewilligt werden würde. (Beifall.) Hierauf vertagt sich das Haus. Abg. Zubeil (Soz^ persönlich): \ Wenn Geheimrat Fischer es fertig gebracht, — (Präs. Graf Stolberg: Tcr Ausdruck »fertig gebracht" ist nicht parla- mcniarlsch. — Heiterkeit.), das Verhalten der Leipziger Kreis- Hauptmannschaft gu verteidigen, so beweist das, wie tief da§ Niveau der sächsischen Negierung ist. Präsident Graf Stolberg: Wegen dieses Ausdruckes rufe ich Sie zur Ordnung. Nächste Sitzung: Dienstag, 2 Uhr. Weiterberatuug. Schluß nach 6 Uhr. Schiedsgericht für Arbeiierversicherung in der Provinz Gberheffen. In der letzten Sitzung des Schiedsgerichts für Arbeiter-Versicherung wurde nur über Berufungen gegen Beiü-eide der Landesversicherungsanstalt Gvvßh. Hessen zu Tarmftadt verhandelt. Der Drenstknecht Friäirich Gottwäls zu Rieder-Mockstadt hatte schon tm1 Jahre 1906 einmal Antrag auf Bewilligung der Invalidenrente gestellt, war aber damals auf Grund eines Gutachtens Großh. Kreisgesundheitsaints Büdingen, in dem die Er- werbsbLschränktheit ans 50 Proz. geschätzt war, atzgewieseu worden. Zur Begrundimg eines im Mai 1908 erneut gestellten Antrags legte er ein Gutachten be-3 prakt. ArzteS Dr. Siebeck vor. Tiefer Arzt veranschlagte die ErwerbZunfähigftrt ebenso wie der ftüher begutachtende Arzt Dr. Schäfer zu Niäwr-Mockstadt auf 70 Proz. Großh. KreisgesundheitSamt Büdingen tarn indessen zu der Ansicht, Gottwals sei noch zu 66-/3 Proz. arbeitsfähig. Die Versicherungsanstalt wieS daher den Anspruch aus Rente wiederholt zurück. Das Schiedsgericht gelangte auf Grund eines weiter ein- geholten ausführlichen Gutachtens des Dr. Sclssiffer zu Gießen, das mit denen der zwei behandelnden Aerzte irbereinstimmte, nach den Behmdungen des Vurgermeis^rZ vo.ix Nieder- Mockstadt und der Arbeitgeberin des Klägers zu der lieber;eugung, daß bei letzterem Invalidität im Sinne der §S 15, 5, Absatz 4 I. V. G. besteht und verurteilte die Versicherungsanstalt zur Zahlung der Rente. Schreiner Georg Henzler zu Harheim war deshalb mit einem Anspruch auf Invalidenrente abgewiesen worden, weil während der zweijährigen Frist vom 2. August 1905 bis 2. August 1907 höchstens 15 Beitragswochen ncrrhgewiesen seien, somit die Anwartschaft auf Rente nach § 46 I. V. G. erloschen sei. Tas Gericht stellt jedoch fest, daß durch einen Irrtum des Rechners der örtlichen Jnvaliden-Versiäzernngsstelle 311 Harheim im Mai 1907 die Quittungskarte des Henzler nicht mit der erforderlichen Anzahl von Beitragsmarken beklebt worden war. Der Anspruch des KliigerS wurde vom Gerichte dem Grunde nach anerkannt. Tie Krankenpflegerin Klara Pauly zu Butzbach, die seit Oktober 1902 eine Invalidenrente bezog, war im Augnst 1908 ans einige Zeit zum Besuche ihrer Schwester nach Amerika gereist. Tie Verftcherungsanstalt stellte daher mittelst Bescheids die Zahlung der Rente an p. Pauly ein, da diese ihren gttoölinlichen ülufenthalt im Jnlandc nicht mehr habe. Tas Cteric;: sprach der inzwischen aus Amerika wieder nach Butzbach zurü^rehrlen Pauly die Jnvaltdenrenre vvm. Tage der Einstellung y». Jakob Ferklaß zu Burg-Gräsenrode war deshalb mit seinem Anspruch auf Invalidenrente abgewiesen worden, weil in der zweijährigen Frist vom 21. Mai 1902 bis 21. Mai 1904 keine 20 Beitragswochen nachgewiesen seien, somit die Anwartschaft auf Rente erloschen sei. Tas Gericht erachtete die Ablekmungs- gründe für gerechtsertigt. Aus demselben Grunde war der Anspruch des Heinrich Schneider zu Wenings auf Invalidenrente von der Dersichcrungs-Änstalt zurückgewiesen worden. Tie Quittungskarte des Schneider weist in der zweijährigen Frist vom 31. Tezember 1901 bis 31. Dezember 1903 nur 16 BeitragSwochrn ans. Wenn auch die vom Gerichte angencllteri Erhebungen ergaben, daß Kläger im Tezember 1903 sirr bte Gemeinde Wenings Lohnarbeiten verrichtet hat, aber von drefer znr Jnvalidcnversiclzerung nickst angemeldet worden ist, so konnte doch nach t? 146 I. V. G. eine nachträgliche Verwendung mm Beitragsmarken für diese Zeit nicht mehr angeorbnet werden. 4>er ablehnende Bescheid deck Versicherungs-Anstalt mußte daher vom Gerichte, bestätigt werden. Schneider kann evtl, von der Gemeinde Wenings Schadenersatz verlangen. Ter Waldarb. Marie Geffel Wwe. zu Eifa toar int Marz 1908 in Uebereinftimmung mit dem Gutachten des Ausschusses für Invalidenversicherung beim Grostv. Kreisamt Alsfeld vvm Schiedsgerichto' Ht 3iaxiltfcrn»s-Beriichemna. amt d-c saw: nockmrals an dos ^chredsgericht zurück, bad der Klägerin au' ott rodtrrcn 7irftitdüing?n die Inoal'v-nrTnt- wied-r Maurer Iori ;j Oder>MSrlen bezog ictt 6 Mut 1907 Inralwenr-nte gemäß 3 n ; • Wrunbrn-’ Gutachtens Ohofeb 9 ceisgriunkhertsaTM, ^rtetocrg, rotmac < ec nicht mein al» inooliv un sinn’ des ^'Cde - ans. ehen w rdcn konnte, stallt-' die Versicherungsanstalt die .Adlung oer '.ent«’ aom 1. Chobtr 1908 ab em Aach ' mtolung ein*) wiltrat .irztlicheu Gutachtens erachtete oa< Gericht die Einstellung der .iahtung der Rente sür gerechtfert'gt Lonro^. Seim tu Nieder Brodenbach halte ?üttraa auf Qk> nabrum der Inoalidenreute gestellt Tie Lances V-'s" t'rrungs' anstatt lehnt, ievoch t>cii Aniornch ah, do senn nach eman Gutachten toroflb KreisgesundheitSanrtS Alsfeld nur um öv Ito». rwerbSbeschränkt sei. Am Frutti) eine« auS'übrlick n Mochten- red Tr LckMer ;u Gieren mürbe scim tn die Mftimr tut oiychische und nervo-e »rankhe'tcn zu Gieren fingen*inat Nach tem Gutachten dieser Klrnrk, bad in der vaupvache mit dem de» xr. SchLster übtieinftinuntf, erachtete das Gericht Inval.ditit un Sinne oel I B G. für vorliegend und billigte dem »lager, tu Invatidenreme zu. Augusi Becker zu Tornas,enheun muW mit >einem Luspruw auf Invalidenrente abgewitfen werden, weil während der zwei- lätTrigen Frist vom 20. Dezember 1903 bis 20 Tcz-mber 190-d nur 13 Beitrag-wachen ’n feinen QuittungSkarten nachg'w e,en nnd, während 3 46 3- D. G mindesten 20 Beitrags woüxn innerhalb 2 Iahrm, vom Tage der Ausstellung der Quittung»- karte ab gerechnet, verlangt. Becker iü dadurch seiner au3 dem DersicherungSverbaltinS rtroorbenen Rechte verlustig gegangen. Aus dem gleichen Grunde mutbi’ Vuhroig Tebus zu Münzen - berg mit seiner Berufung zurückgovicien Bergmann Johannes Erb aus Beienheim behauptete fm G:gen io» »u der L’anNd ^erücherungSan iali inva i> im L nne de. Qfc Äu fein. Ta tid> du oorüfgenten ärztlichen ('hitaebt n miderfprochen, btfcfloB bad Gericht zunächst ein Gutachten durcb Dr. Schäffer zu Gießen einzuholen. . Tee Tagelöhner Hch Westerweller zu flnntham, bem die Rente von brr Versicherungsanstalt versagt worden mar, erhielt ne vom ZchiedSgerichk aus Grund eine» Gutachtens Großh. SlreiL gefundheilSamls Friedberg zugefprockten 2lu> Stadt nnd Land. Gießen, 9. Februar 1909. Gedenket der hungernden Vögel! •• Bom Großh. Hofe Prinzessin Elisabeth zu Ltol derg-Roßln ist nach der Tarnifl. Ztg am Sonntag abend 8 Uhr 10 Mm. zum Besuch der Großherzog ließen Herrschaften im Neuen VolaiS zu Darmstadt cingctroffcn. - Evang. Bund. Am nächsten Somltag findet bei zweite Familien »Abend deü Zwcigvercins des Eoang. Bundes in Stein« Garten statt. Hörte man in der letzten Versammlung in erhebender, echt evangelischer Weise vom Frieden zwischen den Konfessionen, so wird der nächste Abend zurücksühren in die Zeiten schwerer Kämpfe und Nöte. 'Vfatret Bechtolsheim er wird einen Vortrag halten über „die Gegenreformation in der Rurpfalj*. Von dein genauen Kenner von Land und Leuten und dem geschichtskundigen Forscher darf man eine anschauliche Darstellung jener Leidens- zeiten erwarten. Da auch der Kirchengesangverein seine Mitwirkung freundlichst zugesagt hat, werden die Mitglieder und Freunde deS Evang. Bundes einem genußvollen Abend entgegensehen können. •• Ein Preisschwimmer in den Fluten der Wiescck. Am Freitag abend wetteten mehrere Bruder Studios um 10 Mk. Einer derselben hatte sich bereit erklärt, in die hoch geschwollenen Fluten der Wicseck einen Kopfsprung zu machen und dann stroman zu schwimmen. Lachend ginge nach der Bleichstraße, wo der eine Studiosus von der Wieseck- brücfe auv den kühnen Sprung in die Tiefe wagte, dann mit gewaltigen 9lrmen die trüben Wellen des Flusses teilte und etwa 20 Meter stroman schwamm. Der Anzug deS kühnen Schwimmers war allerdingö pudelnaß geworden, aber er hotte den Betrag von 10 Mark dabei gewonnen. (10 Maik i-t eigentlich viel zu wenig für das kühne Wagnis). "Wanderungen deS Wildes. Wir berichteten kürzlich über einen Hasen, den Referendar Roth-WieSbaden mit noch anderen Löffelmänncrn tn seinem Revier bei Wetzlar ausgesetzt hatte, und der angeblich in Echlefien geschossen worden sein sollte. Diese Meldung, die den Weg durch die deutsche Presse genommen hat, beruht, wie die Zentralstelle für Wildmarkeit m Berlin mittetlt, auf einem Irrtum, der durch eine RummerverwechSlung hervorgerufen sei. Die Richtigstellung verdient die weiteste Verbreitung, da die erste Nachricht dazu angetan war, im Interesse bet Blutauffrischung fremde Hasen auSzujetzen. Die Zentralstelle für Wildmarken erklär* nach ihren Erfahrungen, daß im allgemeinen bic Löffelmannet, nachdem solche anSgesetzt worden, in der Umgebung deS AuSjetzorteS verbleiben. Rur wenn bic Tiere in der ersten Zeit burdj Hunde gehetzt werden, wechseln fic manchmal weit weg nnb suchen sich anderSwo einen neuen Standplatz. H Steinberg, 8.Febr. Ter Gesangverein Jugendfreund feierte am 6 Februar im VereinSlokat zur Krone bei Gastwirt Häuser jein 31 b 11 a e » e 11 f i u n g 6 , e ,1. Es war dies das erste Mal, das der Verein das Fe'i an einem 3amtiag abend jeieiie, aber irotzdem luavcn die Mitglieder soivie die euigeladenen Gälte uw. zahlrt . Aonjeriftütfen hielt der zweite Vorsitzende Kart H a a S eine kurze Ansprache, indem er die Gäste herzlich willkommen hieß. Hieraus ian.j der Verein em Xlicb, dann folgten verschiedene EoupletS nnd Theaterstücke, lieber und lebende Bilder. Die Theater'nicke wurden recht floit gespielt und fanden großen Beifall, aucv die wieder, die zum Teil auch un gemischten Chor gelungen wurden, sanden Anklang. Besonders erfreute die Munk unter der Leitung des KapeU- meisters Harmisch - Steinberg durch ihre Mitwirkung. Bis zur frühen Morgenstunde blieb alles m fröhlicher Stimmung beisammen. --- Grün in gen, 8. Febr. Sonntag, 21. ds. MtS., feiert der Gesangverein der Ad. Ivhetmtschen Stiftung un Saale des Gasttviriß 21 bam L. Fat) sein 46lähr. Stiftungsfest mit Theatervorführungen, GcsangSvorlrägen und Konzert. Tie Musik wird auSgesührt von der Kavelle Bender hier. ---Langsdorf, 8. Febr. Tie von der Großherzogl. Bürgermetsterct und bet Katserl. Voslagentur vorgcnoinmene Sammlung für die Geschädigten m Süd11alten ergab die Summe von 76.2.', Ml. Tie Posthilfstelle Bettenhausen lieferte zu demselben Zwecke den dort c ngesamrnrllen Betrag von 21 Mk. htcr ab, sodaß cm Gesauitbetrag von 97,25 Mk. nach Gießen tPo'lamt I) ad?e andt werden konnte. § Stchenhaulen, 8. Febr. Bet dec am Samstag abgehaltenen Verpachtung unfeier Ocmembeiagb wurde dte seitherige Pachtsumme von 200 Mk. wieder erzielt. Pächter find die Herren Iäger-Gießen, Frhr. v. Müfflmg und Förster Dillemuth-BermuthSbain. /\ HartmannShain, 8. Febr. Auf bcr^lc5ten Generalversammlung beS KriegerveretnS wurde als Tag der Wethe für die von der Bonner Fahnenfabrik gekaufte Fabne der 13. Juni d. I. festgelegt. Ter Festplatz bekommt ^auf luftiger Höhe eine schöne und für die Teilnehmer am Fe't günstige Lage, da er vom Bahnhof anS, von dem er ungc- ähr zivei Minuten entfernt liegt, bequem zu erreichen ist. Q Laubach, 7. Febr. Ter hiesige Zweigveretn des H.-H.-C. ist durch die rührige Tätigkeit seines Vorstandes feil vorigem Jahre von 67 auf 109 Mitglieder gewachsen. Diese bedeutende Zunahme hat der Derem durch oie Einrichtung seiner MonatSoersammlungen und AuSstuge, durch Abhaltung von Unterhaltungen und Vorträge erreicht. Tie Liebe zur engeren Heimat wird neugeweckt, das Irnerefie ür daS Volksleben angeregt. Dies hat auch bic gestrige Abenbunterhaltung tm Solmsei Hof bezweckt, die die Auf- führnng zweier Lustspiele enthielt. Diese find von dem als VollSschnflsteller bekannten PH. Burbaum verfaßt. Sie lassen unS einen Blick in Sitten und Gebräuche beS Cbcn- loälber Bauern tun. Die Darstellung in Ldenwalder Mundart, von 5 Herren und 7 Damen auSgesührt, war gut eingeübt und erregte, da die Hauptrollen gut besetzt waren, den lebhaftesten Beifall der sehr zahlreich erschienenen Zuhörer- ichoft. Auch b»e musikalischen Darbietungen für Klavier, Piston und Violine wurden sehr gut auSgesührt, nicht minder die gesanglichen Leistungen, ein Duett und ein Terzett. Oberlehrer Weinhart hielt die BcgrüßungSansorache, in der er auch Öen Abgesandten von Scholten und Hungen für ihr Erscheinen dankte. Oberlehrer Keller erstattete den Tank der Anwesenden dem rührigen Vorstand soww den eifrigen Kunstbeslissenen. Ein flotter Tanz bildete den Schluß der Abend Unterhaltung._________________ Proviuzial-rluSschutz der Provinz Cbcrheflcn. L. Gießen, 6. Februar. Ter aus dem Felob^reinicmnasvcrfabreii tn Gemarkung Bettenhausen verbliebene Aechnungsrest mit 5389,79 M., der bei dem Vorschuß und Kreditvereifi und der Spar- und Tarlchns- kasse zu Langsdorf angelegt ivar, fvurdc dec Gemriiide Beltenlxtu'en mit der Pcrpstichlung überliefert, hieraus die der Feldhereinigungs Gesellschaft epent. nodi entstehenden ?luslagen zu bestreiten und im übrigen die int Feldbereinigungsverfahren geschaffenen Anlagen ui unterhalten Ta bic Gemeinde das Geld in den Kassen beließ, gab das Großh. Kreisamt «emäß generellen Ministerial-AuS' schreibens ihr auf, es bei einer Bezirkssparkasse ober tn anderer mündelsicherer Weise anznlegen. Tie Großh. Bürgermeisterei bat jt codi, den Betrag so lange in den fraghdxn Küsten belasten zu dürfen, bis die Kosten der Weganlagen verrechnet seien, was in Kürze zu erivarten sei. Ter KreiSausschuß des Kreises Gießen lehnte dieses (vesuch ab. Gegen den Beschluß verfolgte der meint erat Rekurs an den Provinzial-Ansschuß. Dieser wies den Rekurs heute kostenfällig ab. 3nm Ausbau der Mainzertoranlage hat die Stadt Friedberg verschiedene Grundstücke nötig, deren Eigentümer zu einer freiwilligen Abtretung nicht zu bewegen waren. Auch in dem Berfa hren vor der Lokalkommission tarn nicht mit allen Gigentümcrn eine Einigung zustande. Tie Lokalkmnintfsion taxierte den L.uadrat- meter des abzutretenden «.Geländes auf -1 M., zuzüglich der Ent-- iduiüiqunfl für Bäume ufw . während von den Expiopriaten 8 '2)i. verlangt und von der Stadt 2 M. geboten wurden. Ter Provinzial 'Ausschuß hielt eine Entschädigung von 2 M. pro Cm. für ausreichend und erkannte demgemäß, iiachdem zuvor die Parteien bezüglich des Wertes der B«üune re. sich mit der Taxation der Lokaltommission einocr flau bett erklärt l-alten. lieber den Antrag auf Entziehung der dem FvhS. Rau zu Burkhards erteilten Wirtschaftskonzefswn wurde nicht verhau bell, sondern auf Antrag des Vertreters des Ran die Verhandlung 'e>.' Vctreidc-Wochcnbcrtcht der Preisberichtstelle deS Deutschen LandwirtschaftSrats vom 2. bis 8. Februar 1909. Tas um bic Alme dir Woche plötzlich eingctretene Tauwetter bal die kurz vorher gefallenen Schnee,nengen rasch zum Schmelzen gebracht und die dadurch hervorgerufenen Ueberfchwemmtingen haben stellenweise auch auf de»t Feldern nicht uuerhebltchen Schaden vcnitjad),. Fnzwi|chen ist e4 wieder fall geworden und man fce- uirchtei allgemein, daß dieser Witternngswechlel nicht ohne nach- lcilige Folgen für btc wenig iDibcrflanösiäbtgat Saaten bleiben bürilc. GlelchzctUg lagen von Argentinien 'iMelbungen vor, wonach die Erdiuschreluliate nicht den Erwartungen ent|prechcn. Tic fudamerikantschen Ablader haben infolgedessen nicht nur ihre Forderungen merklich erhöht, sondern luchten vielfach frühere Ab- Ichlusfc rnckgangig zu machen, zumal sich in England uub m Italien we|e>Mich bessere Preise al< tn Tenlfchland erzielen lassen. 21 n- öererfeito hat das knappe inländische Aiigebot die Frage nach uemDcit Weizensorten gesteigert und dte Folge davon war, daß die Importeure von beit gleichfalls erhöhten russischen Offerten tn stärkerem Maße Gebrauch machten. Für mländischeii Wetzen zähsten die Mühlen willig die erhöhten Preise. Auch zum Export nach Belgien und Italien bestand mehriad) Nachfrage. Auf dem ^leferungsinacftc Haden die Preise feu acht Tagen um ungefähr 5 bis 6 Mark angezogen, ohne daß steh dadurch der Abstand gegenüber der Bczuggparnat sonderlich verringert baue. Im Gegensatz zu Wetzen g-.^nltct sich der Absatz von Roggen nach wie vor ziemlich ichlcppend, trotzdem der ungeivohnlich große Preisunterschied zwifchci, dielen beiden Produkten eine Verschiebung der Koniuinverhästnisfe zu Gunsten des Roggens erwarten lasten sollte. In fchronein Widerspruch zu dieser Annahme stehen allerdings dte fortgesetzten Klagen über beu Absatz von Roggenniehl. Iminerhut veranlaßte dtc erwäbtue io daß schlievstch auch hier eine PretSdeiiening von 3-3l,t Tlf. Platz gresten konnte. Der Emfaus von ^afet ist bei knappem Angebot und hohen Forderungen, die der Konsum nur zögernd bewilligt, nach wie vor sehr schwierig, Futtergerste war preishastend. Tie Fordertmgen für MatS lauteten fester. Es stellten sich öie Preise <ür inländisches Getreide am letzten Markttage tn Mark pro 1000 kg je nach Qualität, wobei das Mehr ( + ) bezw. Weniger (—) gegenüber der Vorwoche m lUammem t ) beigeingt »ft, wie ‘olgt: Wetzen Roggen Haler Königsberg 216 (- ) 161 (f 1) 156 i— 1) Danzig 218 (4- 3) 162 1- 1' J 163 (+ 1) Sietnn 210 (4- 163 (- ' ,» 160 t-r 3) Posen 207 (~ D 15b (— 1) 156 (— ) Breslau 204 1-7- 217 (4- 2» 165 (— M 160 k* 1 Berlin 3, 166 (— 1) 178 (— Magdeburg 208 — ) 165 (— 173 k + 1) VftUC 206 i-7- 2. 160 (— 178 (-h 1) Leipzig 208 ( — ) 167 (- ) 176 (4- 2) Brautifchweig 2v6 (4- 2, 162 (— ) 176 ( — 1» Rouock 210 {t- 4) 160 (— 163 t— Lambuig 214 l4- 168 ( + 2. 176 (4- 1) Äic. 212 l-f- 2 163 (— 2| 170 (4- 4) Haimover xufieioor 209 v- 1) 164 (— 1) 178 (- > .16 14- 4) 178 3) 165 (— Franktun a.M. ManuuCii i 222 , (-*- ö) 172* . ( — ) 175 (— ) -'•v> 14- 5) (t 2' /,) 177* (-f-1 »i Etra-dnt.j 220 i-r2' 1S7 . (— ) 185 i- ) Stmigart 227*. (1-2 224 (.+ 175 l— 175 (- München 170 (- ) 173 (-{- 2) Stieltmorf toretfe: 3Set$«r : Stiltn 9t«i Juli 22030 4.75). Budaoe't April 217.95 f-h <Ä). ^3ortl nedruar 1*«4U <— 0.00). Xivervvol 5?«} 179.40 (-r t70k Edtcaao Ma 17030 4 €0). Roggen: ««rfin Wat 1^50 (-U 3.nn> Ruh 178.75 (4- 3.50•. ^x'e\ Berlin OTat 166.«5 (-f- 2.00; Inst 168/» (-b 2.75) Mk. Märkte. eicien, 9. yelmar. Mark:. er .chf. V i.« beuttqen: Sodien- maikte kostete *;.uer in. i 0.»>~1.00 Mk, H.chnereler 1 trt. 9—10 t‘a.. Räft pr. Et. 6—n Äfitmatte 2 eL 5—» P»g. irrb'eti p. Pid. 18—24 Pig« Lutlen P«d. 25—40 V'g^ rauben pr «;r 0*0-1,00 > chncr vr. et. !,0r-l.fiO 2?.'fw ivibite pr. etnef 0 *0-1,«OTlf.. «>'änfe : r. Pst». 60-70 P*.. Emen pr.'slück 130 L i • 2,20 C( nfieiirt) vr. Vid. 76—84 Knh- nnb Stindfieiich vr. Junb 70-so Uhj, Tchwemest^ch vr. Pfund 80—95 P'g.. Sdnvcine'ic^cb, ,0'alzkn, pr. T b. 90 Pia.. «aU /eild» vr. 2 fd. 70-78 Pl.^ v»c:;nnel!leild) rr. P'd. 60—80T-fq. ftartof’eln vr. lOORg. 6.00—630 'lUL, rin-ttt'cln vet Oft. 1000—16,00 2’11., B.'tlch per fiter 2" P'g., tieiMranl rer Stfld 16-15 Pfg.. t'cr Zentner 2’ !. 0.00—000. — Aevftl per Ztr. 0—00 Tlt, Birnen per Ztr. üO—OO Mk. Rüste 100 totüd 50—00 tlq., per 31t. 0—00 Mk. Akarktzen von 8—3 Nhr. — Kartofielrnarkt-Bericht vvm 8. Februar 1909. Friedberq (Hesten): Rote - •v ts - X3 Wett« 71 N 4 Sonnenschein 87 E 2 > 5UarerHimmel 86 WSW. 3 Dunst ^ebr. dir 8. ^cbr. L — 0,7 • CL , , 8. , == — 9.7 *C. Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Kiemen. t rnnktnrter Börne, 9. Februar. 1.15 Vor 3Me/, Reichsanleihe . . 16.10 3% do. . . 87.60 3>3*/, Koiisoh .... 96.60 3H do. .... 87.60 .5>xe/e Hessen.....9630 5> 98.80 4X*/, japan. Staatsanleihe 94.90 4?» Conv. Türken rou 1903 94.25 Tilrkcnluso......147.00 4 X Griccb. Ilonopol-Anl. . —.— 4?» äussere Argentinier . 88.00 jv/, Meukauer . . . 66.00 4 >1*7, Chinesen .... 98.75 Aktien: Bochum Gura..... 223.00 Baderua E. W.....110.95 T endens: lest. hlektnx. Lahmeyer . . . 119.hO Llektriz. ^ehuckeri . . . 122.50 Eadiwciler Bergwerk . . 183 10 Gelsenkirchen Bergwerk . 187.20 Hamburg-AmenL PakelL 113.75 Harpeuer Bergwerk . - . 190.K) 1. an rah ütte...... 200.70 5ordd. IJoyd . ... 93 Ubeiedilcji. Eiaeu-Indostrie 96.00 Berliner Haudelsges. . . 174.40 Daruistldter bank . . . 181.60 Deutsche Bank .... 247.00 Deuucb-AoiaL Bank . . 137 30 Diekouto-Kommandit. . . 190.20 Dresdner Bank .... 153.25 Kreuitaktieu.....201.30 Baltimore- und Ohio- Eiseulahu ..... 111.65 Gotthardbahn.....—.— Lowuard. Eisenbahn . . 1730 Ucsterr. btaauoehn . . . 14600 Pnnec-Henn-Euanbahn . 121. — Berliner Börse Canada L B......174.00 Darmstädter Bank . . . 181.30 Deutsche Bank .... 247X0 Dortmunder-Union C. . . —.— Dresdner Bank .... —.— Tendenz ■ fest. 9. Februar. Antangsknrs* Harpcner Bergwerk. . . 19035 Laurabotte .....— Lomt irden E. B. ... 17.90 .\ordd. Lloyd.....— lürkenlose......— Wie man auf einfache nnd billige Weise Krall nnd Energie hebt, geht ans nachstehendem bericht hervor. Di o m b a ww 9yIftne,O.öo w i«tef * ®fo. Gelb. ^01«: Roie B.c runde 0.00 'BU.70-0.0ü’ te Porten 0.00 öe 0.00-0.00, lEc 4.00-0,00. tote Sorten iibe 0.00-0.00, ^aidt: Rote ‘%"tun bonuni blaut 0.00 bis „Ioui5: Rote ’ia9»um bonum Uaue 0.00 bis urhalM); ’y- welke runde W—0.00, weiße l' andere rötet welße tunhei 00—0.00, weiße Wetter j Sonnenschein j Ktarerhiinmel j Dunst = - 0,7’0. = -9,7’0. chte Dk für Handel j Dto. rerk , 201.30 i-Iudastrie ßges. • - .nk . . • 190.80 200.70 9120 96.00 174.40 131.60 247.00 Bank - . 137.30 . 153.2a «. . - WO Ml. . . 122.50 ^eik . . 183.10 Bergwerk • 187.20 ik, Paket! 113.75 Ohio- abahn - iahn . • isenbahn . 111.63 . 17.80 . 14500 . 121.- .19053 jjgskiri^ •wer». B.’ • gewährt^ ,p|thl< » :h«t>»ark #■ *' nhofetr. 5’ if Atz ■ebt. 1«? it hervor. *. ES . 2c. ve« durch denA 10 l uber.ob' ,on,?Mi(ct lvleder b"'ÄMüehcn ute uW'- bemed- gäJS'tö 2 .13 □. ea Sf 3 Wcffs (S1 ? 5‘ G 3 'CO . re to o ,co := =- 3.0. 3 3 H O re. CO <7V O 2. o — 3 — er ST& er .0-2 X’ö Is§ >iu 3 er — 2 — co e»S* 37' ?» 3 2- O-. er?> c< - "5 o 5:3 s-sr ^2 o-3.<2 cS « . ro=> 3 O" KU rZ <6 *3=^5 'r4r. 3 .2 X' W *T» 5^3 f£> = 05 o “ 6r 3S S X, o Ö2 i' L o —; o 3 er ro" er-3: ’S 00 21" Ls§ to 3 *■ re 170 3 2 3 co o 2 3 0« Ö9 *» =- er — c o o.S< CO X1 er- O er 37-2 O J3 ffßZ 3". CT CO a.2,2 ■ 3 r* to s I SS ! SS SS ' <Ä re <0 _2.cS X f> 3 0 = 2 rs 3 er — 2 to ", . X 2*3 c => 2 2. n — 23 — cS C» <-. 3 = 2 7— er X • er ALL s-ä-’cp ~s ", uo KFA 5:3- = « re 2 re GZ 3' _ er — .2, o äB^O re § X.'« Cr 2 — —^O 3 — 2.210 2.3'^ ASi L- ?2 3 re CD re reD re 71- er - 53 sr or o 2.0 er 7 = •=*•-* x- >?. 55 re SO — o ar-- c Z re >2 X' £X rt 2 **" re,COD CO -*J7. « <2 er «. re « -3? re Q- CO @ 3 = = - 2. 2 re m 3 c» re 1 S co’x. X «bCre r» re re er »bw» X rt re e ts o: O X'3-2’ -3 er — eZe re L re » • ze re ■ = 2"3 coo 3 2 H* toT^ e • • , e er X 3 « 2, A?? s- 3 J 5? CD D. 3 CD re Co er —. re" A o D 3- o er-" L er s a - O=jr _ er re m 2 - S' ■ re — CO o\g; 3 0 “* "c? o ^-U -K er re «s 5^- O-" Ä * 're 3 cd '* ~ G-'-tS —-CO o 3 -■ 3 re 53 3-CD re »re er re XL. o o e c» re -re- O O *(51 re* es re 3 •=? e re — _c 3 c* Z- « o Ö7§' S"*5 Z^UxZ v-=p ■"* = re " UZ.^E'Z W- rx » 5 2^ (51S : 2 L>2 -rs - 5 s 2i ,oX O 5 3 5, = O: erczr ro S Cr &=2 „ 3 =- ZI.AAJ 5 _ U = re‘ Or 2 ~ er »s « _^cyv re <-> 2 — *» — 'X o >— O —« CD «S" 3 =- =.a< ■ S' "-er C XQ re o 17b' O 17» e O: CT re" .O) w A 6: re' C er re S t: ' re re re ~ ,re re 2,^^ 2 co X w-"x?c re O = <7ti re — -To Co* 2 2. ■£ 3 = °r'3*. ^re.% L re^S- 3 Cr? « re CO re 3 3 gco‘ o —> o ro « ro — c C A 1 &2 e « X. 2 AZ ffg 3- 5- X CO 4öre 5- X= C 2 « re" — o er_, 22 *“• er to W* J3.X Ä2 J2 ^erU« 3 __ —-_>g) re" re re o-^ 2C r‘ 1 geg-c'c^öO 2.-2.2 'S* re. KsL 3 X 0 2. re «t — re- O re re — er CO ctö 21;?3 c” Z2Z- j^Z-reZ o « « <3^ " 2 re ro KSK CD X CG x 2 Bekanntmachung. JODEIM IVO PUHOHHK 10 ae« L B •/« 903 Ter 824 Benner. der Polizei oder bei zuständigen Krankenkasse. 915 Stimmzettel am Wahllokal. B*/, PALMOMA 2 Eichen Iß Lärchen uchcn i-len- iß fiO ß Wahlausschuß der NB. Wahlberechtigt «ationalgestnutcu Arbeiter, sind alle in Dicken wohnenden welche 25 Jahre alt ftnb. Zum welche im Bürgermeislereigebaude Bescheinigung oefl ArbeUgeberS, oder beschäftigten Arbeiter, Ausweis bet der Wahl — stattfindet — genügt eine 11,30 , 62,60 , 64,00 u. Klassen slattfrndet. „Holzsub- „Wa4 lernen wir aus der Geschichte der christlichen Liebcötätigkeit für die gegenwärtige Prario?" Auch Frauen die nicht Mitglieder stnd, werden dazu willkommen sein. 25—29 12—24 Holzversteigerung der Gräflichen Odcrförsterei l'aubach. iaal der Iobauneokirchc: Vortrag von Professor D. Schian 4. 45ö Fichte-Derbstg. 9—11 , , , Die Angebote sind pro Im. nach Sortimenten getrennt einzureichen, da keine Zusammenrechnung Die Offerten sind verschlossen mit der Aufschrift Pflanzen-ButtetMargarine gleid)t im Husfeben, 6efchmad< und Geruch der heften Butter; bräunt und fchäumt wie diele; ilt gänzlich frei von tierifchen Fetten und nicht zu verwechseln mit gewöhnlicher Margarine. 2. 9 3. 185 .Mission" bi8 längstens Mittwoch den 17. Februar 1909, nachmittags 3 Uhr ans unterzeichneter Bürgermeisterei einju- reichen, wo alsdann die Eröffnung in Gegenwart der erschienenen Bieter siattsinbel. Nähere Stußtunft erteilt Forst- 'vart Zecher, Staufenberg. Mainzlar, den 8. Februar 1909. Großh. Bürgermeisterei Mainzlar. Vogel. 271 , 33) 843 , 3£M Fichte» 3 n 1122 She fern- Nutzholz - Versteigerung im Gememdcwalbe von Gros; - Rechtenbach TonnerLtag den 11. b. MtS., Zusammenkunft vormittag? 10 Uhr Tistrikt .Tiefegraden*: Elchen: 14 Stämme II. Kl. — 21,97 Fm., 47 III. Kl. = 30,71 Fnr., 6 IV. Kl. --- 1,58 Fm. unb 17 Rm. 'Nutzholz. Nadelholz: 20 Stumme III. u. IV. Kl. — 3,68 Fm., 685 Stangen L—III. K! unb 4 9inu Nutzholz. Gro^-Rechtenbach, den 3. Februar 1909. aV, Tao Bürgermeister-Amt. Gemcindefraueuvereiu. Mittwoch den 10. Februar, abends * Uhr im ft puffern anbei* Holzversteigerung. 2üi6 den Waldungen der Gemeinde Treis a. troa. werben Tie Wahl beginnt Mittag- 12 Uhr unb enbet Abends 8 Uhr. TlahxiseH^ Lebertran 2 diiuclleiibok WrubcnboU Bauholz ZdmitlUolA Baudot Lchnllthobi StonittooU Bekanntmachung. Der voranjchlag der Stadt tzirüubcrg für 1909 Rj. liegt vom 12. b. Mts. ab acht Tage lang auf unserem Bureau zur Einsicht bet Beteiligten offen. 907 Grünberg, den 8. Februar 1909. Lrobh. Bürgermeisterei Grünberg. Zimmer. Palmona bietet eine wertvolle Ergänzung zu unferem allgemein beliebten Palmin für Braten, Saucen etc. und zum Brotaufftrich. H. Scblinck & Cie. • Mannheim Alleinige Produzenten von Palmin und Palmona. Bau- unb NOch-Aerßeigernng der Stadt ohcücit. töbet sicher RoVilür.ic und (V*, deren Brut. ©L 50 'Bin. Adler-Mcdic.-Droccric,*01 Selteroweg:i9. Otto Schaaf. , 5,13 , bis 1. Oktober 1909 Holzsubmissiou. Au2 ben Waldungen der Gemeinde Mainzlar soll nachverzeichnetes Holz au2 den Distr,llcn Eichwald, Zipfen, Kohl und zwischen den Grüben auf dem EubmissionSwege oeriteiflett: Tonncrstan den 11. Ifb. MtS. aus den Distrikten Hainwald uiit> 2uedct ^eilbach: Stamme: 19 PHdnen von 15—29 cm Durchm., 8—14 m Länge — R63 Fm. Derbüangen. 890 Fichten — 6MB Gxn. Ztntivvel: (Siebe - 10 Rm., Fichte — 11 Rm. Reina: Eiche — 20 Rm., Fichte sStammrerstg) — 30 Rm. Stücke: Fichte — 10,5 Rm Zusammenkunft vormittags 9 Uhr am .^uger hau-chen. L Freitag den 12. Ifb. Mts. au» ben Distrikten Äspensrrauch unb erreicht. lLr/i Best**, Zoll für eine Kur Au/u.^t bis MaL Man kaufe nurOrhrin&lpackung.Preis Mk. 2250 u. 4.60. mit dem patentierten Schutznamen „JODKULA*. Alles andere 1 weise man als nicht echt zurück Alleiniger Fabrikant Apotheker Lahuwn in Bremen. Irisch zu haben in allen Apotheken in GloOen. Krofdorf etc. Holzversteigerung. sicher Ltadtwald. Dtürikt Kleinbouierberg und Etttnak- hauserkovf werden Doiuterom^ den 11 t'Vcbwar, normitt. 10 llbr an der 2 aubrüde ün filcinbäuierberg onranucnb. versteigert: Scheiter. Rm: ^udic 27, ^idie 3. Birke 4 Slnuroel. Rm: Buche 209. irtcbc lOu, Birte 3. Vuibc 11 irrte 12, ^ir'chdaum .3. Rnnknuvvel. 9hn : E:che!'. •3udv, Ötin.: Buche 47, ErckreS. tA-tUen, Stück: Buche 775-', kricbc 314) Birke öO. Erle MO. Lmde AW Derb- bannen, Fichte 97 mü 4,19 creiiin. Inhalt. SteiOstangen. sichte 1Ä7 um *432 Aeüm. Anhalt. vich, den U nebruat 1900. (B*', Gron herzogliche Bürgermeisterei. D d rmer. AOßcn werben. . _ _. Wegen vorheriger Besichtigung de» OoUeti wende man sich an die Horsiwartc Geisel-Gienen, Lrst dochwarie bet Gienen, Sari Brück-Rödgen bet Gienen und Lotz Wieseck. stiegen, den 15. Februar 1909. Droscherzogliche Bürgermeistern ®u*e«u tegestelle iür ligeolt*. iciualwcfl von AIbach nach Hattenrod, dort wo er den sog. Schlagweg tr-euzt. KonfsrsHtrKtigfniilg Mittwoch, ben 10. d. MtS nachm 1", Ubr werden m der Neüauration rum Bian (Ren- itadt 65) bcrfteiaert: 1 fl;ti e-.'djrant E:> u. Wem- febrant 1 Schränkchen nut Bult, 1 Rauchulcb, 1 analer xiftb, 1 ÄeltvogLltänber, 1 Etagere 1 Flobert. 1 Jagdgewehr nut «Mutier aL Patronen, «lötet, Bowle. Bilder, Bücher. 1 Label und Helm, R tick oner a. Taschen, 1 düstre und sontk. Bei mchtungS- «Segevnande sowie ein 2 fütf schwarzer Lammgaru, ’ßaictot- slofi und v. Ä. 854 8^91 t£b off, SonkurSverwalter. Siobilüt^triltiutoni Mittwoch, ben 10. b. nach«, l'i Ubr kommen in der ;4euanra'lon »um Bian iRcn» ladt 55) folncnße Rachlagaegen- stünde aut Beritetgentna: >C6 1 ‘Jlaumafdjine, 1 2'tazieb- und andere L'i'che, 1 vollst. Ben, Liub>e,BUder, 2 mcgel,Rampen, Stlcibcrkbrant. <2eficl, Reale u samtige vcuflbrtltunqc12a(6cn. Beriteiacrung benimmt. » 211 tb o st, Rachlan Berwalter. vergeben werben. 1. 4 Jichlestäinmc v. 30—39 cm Mutenbchm. m. 7,33 Fm Vtlllanfs Wand - Qas - Badeöfen „Geysir* und automatische Heisswasserapparate o% Grösste und bedeutendste Specialfabrik für Gas - Badeöfen. Verkauf nur durch die In- staUationsgeachäfte. — Kataloge kostenlos. Job.Vaillanftn. D Remsdieid ben Waldungen der Ltadt Gießen, 3—5 Sul von der Bahn» (tation entfernt unb an chausfterte Äbtuhrwege anoruiAcnb, sollen Montag, den 22. Februar 1000. Vormittage« 10 . Ubr beginnend. im (Zank bce« Lcnz'ichen Aclieukellcrd »u GtcKca in der Rabe des Babnbose^ versteigert werden KU Eichen itänimc, 2chnutbolL, mit 113,09 Ölhn. — BaubolA, „ 181^0 , Montag ben 15. ibebrnar nach Zusammenkunft 10 . Ubr aut Eiugailg AUin Gtchbcrg, 2lrui;c Raubach-)tuvvl-ne«durg. n Gichbcrg: Buchen Rm .<•) Zcbtitcr 1 u 2. ÄU IM Brügel. 4«i 3todv. ;W «ftreilcT, und 6 Envenitumme von 7—15 m Vänoe. 25—39 * in Durchm. 4AJ0 Am iWcrk und Bmidol^«. 2> Ulicnncridit ii. ‘4'Jirrncrtc: Buchen Rm.: 4.7 2ebener, 24 2tnmmprußcL 4.9 2nicke. MO Ziatnmrtlicr iceui m. Eichel: Radel Rm.: .'-8 Brüaei, 17 stocke, 1’3 3ioaunrviier iBodnenstanaen) und 319 ^ichetwrugel. 3> Btvcr lob l.y Borngtaben und ONaobau: Buchen Rm.: &8 Zcbcucc 1 ÄL 3‘Brunel 2. XL und -Jtf.» Liammreiser tavstdä ' 4» Bolverto fovf unb Biderlod 1 d: Buchen Rm.: ny 2 Zilbadj: Buchen Rm.: ’<> 2s iSauboU); VcoboU und Moblrvticr •Uutennxuc. DaS unter Crö. Vir. *2- 5 lammt itnvvrgc,etgt tm « 'chderg uiri ilu^nebüt Die letzte Bersieiüerung nn Ztctjüncn findet am 22. t'cb: nun. 180,03 2K$,70 709,48 162 520,74 11,97 48,06 .8,43 Fm. unb 36 Rm. Nutzholz. Nadelholz: 112 Stämme 3. unb 4. Kl. = 23,49 Fm., 667 Stangen 1.—4. Kl. unb 24 Rm. Nutzholz. Be/, Bei ungünstiger Witterung findet die Versteigerung m der Wirtschaft der Witwe Friedrich Weller zu Münchholzhausen statt. Groß-Rechtenbach, den 6. Februar 1909. DoS Bürgermeisteramt._________________ ZFöiSjäIsäH Mittwoch ben 10. Februar d. Fs finden die Bei- sitzcrwahlen zum Gcivcrbegericht statt. Wir fordern alle nationalgefinnten Llrberter, welche in Greßen in 'Arbeit stehen auf, für untenstehende Kandidaten einzittreten. Döll, Ernst, Schmied Teurer, Fohan«, Bäcker Ebert, Georg, Fuhrmann Werner, Wilh., Schreiner Leibert, Adolf, Metzger Müller, Morl, ltisendreher Spies, Monrah, Maurer Becker, Wilh., Bäcker Nagel, -ermann, pvtmacher Chv, Adam, Taglöhner Lchnabel, Albert, Schlosser Gotz, Berthold, Schreiner Perdiilgililil von Die bei Herstellung der WasserverserauogSanlaae für die «emeinbe Bleidenrod, »ereiS «lSfeld vorkommenden Ärbettev und Vtekrunaen und -war: LoS 1: Hochbehälter von 70 ebtn Rutzmhan. Wna 9- ) Röbrenyrabea ... z- \ WobrliefcTUhncn n. Berlcgungvarbette» solle» durch Idjrtftl. -Ingebot vergeben werden. Plane und Dedmg. nnacn sind bei her umertelchneten Beborde. letztere auch bei her waschen ober gebadet und rmi frischer Velbmäicpe iut 3m$hmo ae- ntztz vlz-Ber ftcigernng im (*>cmcinbcwnlh von Münchholzhanseu. Tlontag, ben 15. b. MtS., Zusammenkunft vormittags Uhr, Distrikt „In der Suhr". Eichen: 1 Stamm 2. Kl. — 1,40 Fm., 8: 3.5tt. = 6,64 bracht werden. f .__ An dem damuk folgenden Zcnmr. «yreitao den tv Februar, von 3 bi» 4 Ubr, find die am 12. Februar itze.mv'ien w der gesetzlichen Nachschau wieder öotAnttcUen. «>n beiben Terminen tonnen ferner Linder, welche wegen flianfbcit dtS -um iommer von der.fmo'ung »urückgestellt werden woll "'. dem amptawc urr Untersuchung Dorueiciftt ober dleLde-ugltche nrZtltche äueuc abae- geben werben. __ . , Die am Grof,ber»oglichen zrreidgesundbeitSamte abgegedeuen ^mofschetne müssen dort wieder abaebolx werden. <6 Je feen, den 5 ?rebruüt 1: