Erstes Blatt 159. Jahrgang Die heurige Nummer umfafot 12 Seiten. die des irme arter Mujtß’ astei. ;etzer W: fit eie: lUcher ch-' Die Wortführer der konservativen unb der Reichspartei, die Abgg. Kreth und Frhr. v. G>amp, stellten sich zwar als ^chilohatter vor den Chef der Marineoer- waltung, aber sie liefen doch durchbiickcn, baß ihre Parteien mit dem oerzelligen Zustande der Wersurerwaltung nicht zufrieden seien. Erne scharfe Kritik des Dr. Semler an der Prozeßführung führte Herrn Spahn auf die Tribüne, der als Oberlandesgerichtsp^asident von Kiel aus eigenem Augenschein sich für den ltmer,uchungsrichter einsetzte. Die Besprechung wirb D.enstag we^tergeführt. lot nichs anbei; itcijen soll, nie t, 'n der 6iil recht oit, Iwril um hat bebaut-1 i ist. J-b 6iül t iväre. Schlich I ie Slothjenbijis I i auSlänii. I euflung, daß c: I astigen Erfolge I bei: $erbflilni''t I en auSlänbi’de I is ist uns leibe I i nehmen, ipäic I ten. aber I Lndusirie ad I e ist sie basicu I scheu Mar!!. I Nr. 287/ Ter Siebener ÄrMlgeLt eddiemi täglich, ^uböT Sonntags. - Beilagen: viermal wöcbenilich SiebenerZamilirnblätter; iioeimal roödientl.Kitis» blatt fürt>eaKrei$(5ief;en (Tlenstag und Freilag); «weimal monail. Land- wtrllchastliche Seitfragen Fernsprech -Anschlüsse: für die Redaktion 112, Vertag u. Expedition 51 Adresse füt Depeschen: «ozetger Gießen. Die Kanzlerverautwortlichkeit. lieber den gestern nutgeteilten Zentrumsantrag schreibt ,Natl. Korresp.^: bieic ■ te EMchM ■ die uns aber weit teurer zu stehen kommt. In altmodischen Wirtschaften verehrt man uns sogar ^ioch andere Geschenke. Der „Concierge" erwartet sein Trinkgeld wie die „Bonne" und wir möchten wissen, wer hier kein Trinkgeld bekommt — außer uns selbst. Zum Trinkgeldgeben gehört Scharfblick. Jeder Mann hat seinen Preis, hat Walpole gesagt. Geben wir zu wenig, werden wir verächtlich behandelt und die Droschkenkutscher fangen an, im „Argot" zu reden. Geben wir zu viel, werden wir als „poire" angesehen und man lacht uns hinter dem Rücken auS. Geht man ins Thea.er, muß man sich mindestens fünf Z-Hn^ousstücke i.i b.e We,centasche stecken für Zettelverkäufer, Platzanweiserinnen usw. Der „galon- nierte Gentleman", der uns die Wagentür öffnet, erhält einen Silberling. Wollen wir den Silberling ersparen und suchen wir uns abj eit» eine Droschke, nähern sich zerlumpte Mitbürger, die sich um uns bemühen und denen wir etlvaS Kupfernes stiften, weil wir das unbequeme Gefühl haben, die Herren könnten uns sonst etwas Ehernes durch den Ueberzi.h.r bohren. Dem Trinkgeld geb en en.g.ht man sio wenig wie dem Freund Hein und an die Legende von dem Holländer, der gewettet h^ben soll, einen ganzen Tag das Pariser Leben muzumachen, ohne einen Sous Trmkgelo auszugeben, glauben wir ganz einfacy nicht. Wenn der Mann das aber wirklich fertiggebracht haben sollte, wird er es ganz gewiß nicht zum zweiten Mal unternehmen. Und nun fangen also die Pförtner und die Kellner mit dem „Anlipourborrisme" an! Die Postboten s.nd Staatsbeamte und sie stellen sich auf den Standpunkt, daß der Staat sie genügend besolden muß, damit |ie die Bettelei der „Etrennes" nicht brauchen. Wollen wir jetzt auch einmal eine Wette machen? Wenn der Staat bie Gehälter erhöht, werden die braven „Pojtiers" trotzdem weiter uns ihre Kalender im Wert von einem Sou für das übliche Fünffranken stück verlaufen und die kleinen Telegrammausträger werden sich ihre zwei bis drei Franken'eoeniowenig entgehen lasien! Aber das Ehrgefühl? Du lüber Himmel, mit den EtrenneL-Trinkgetdern verdienen d.e Herren jeder ein paar Louis und in Den Geschäftsvierteln jogar einige hundert Frank und der große Racine sagt: „Sans arg^nl ihonneur n’est qu’une mauiuie“. Die Steüner mit ihrem „Antipourboirisme" sind noch drolliger. Sie rooiLn dahin wirken, daß teine Trrn.g-loer mch- gegeben touren, damck Die Wirte gezwungen sind, sie zu unterhalten. Das wird Den Wirten aber gar nicht einfalten, denn durch die TrinkDienstag 7. Dezember 1909 _ vezngspret»: monatlich 75 viertel- . A jährlich 'llL 2.20; durch k' ssäftf $^11$ ciÄfefSui! - ,.r 'Wn-'v ußr'4t^ ncten Hochachtung." . Daraus Hai es eine Enthüllung gegeben, bte tn der Jerusalemer Straße in Berlin besonders mächtig einge- schlqgen haben wird. Wir lesen in den „Münch. Reuest. Rachr.": Jeder Deutsche, der sich seines nationalen Ehrgefühls noch nicht begeben hat, wird sich zu Herrn Feldmann stellen, wie dieier selbst zu Elsaß-Lothringen: er wird gern bereit fein, Upt an das Ausland abzutreten, bedingungslos unb. ohne Entscha- digungsansprüche, auch auf das Risilo hin, daß er, wie daS ja schon vorgelommen ist, sich aus einem vaterlandslosen Deutschen m einen deut^ch-seindlichen Chauvinisten entwickeln sollte. Wir würden uns mit diesem Vertreter „deutscher Elite" (krast selbsteigener Ernennung) nicht weiter befassen, wenn er nicht der Vertreter einer verbreiteten deutschen Zeitung im Ausland wäre. Damit wird aber der Fall zu einem öffentlichen Skandal. Herr Feldmann ist der Korrespondent des Berliner TageblaUes in Brüssel; und wenn Leute von solcher Gesinnung Posten im Ausland innehaben, wo sie an ihrer, wenn immer bescheidenen Stelle als Vertreter des Deutschtums gelten und deutsche In? teren'en wahrzunehmen haben, so füllt das auf die deutsche Presse als solche zurück, wenn nicht alsbald Remedur geschaffen wird. Wir hoffen, daß das Berliner Tageblatt dafür VerftündniS haben wird. Wir können den letzten Satz des Münchener Blattes nicht Mitempfinden. Das Berl. Tgbl. hat noch mehr solcher geistreicher „Feldmänner". Der Ton dieses reichshauptstädtischen Blattes war schon so oft aus eine Franzosen verhimmelnde und Deutschland begrinsende Gcbarde gestimmt, daß wir nur lachend weitergehen künnen. Dorgänge im Reichstag. Die Kieler Werft. Man schreibt uns aus Berlin: Der ursprünglich für Dienstag in Aussicht genommene Beginn der Etatberatung, bei der sich Herr v. Bethmann- poUroeg dem Hause a.s Reichskanzler vorstellen soll, ist iber den katholi.chen Feiertag hinaus auf Donnerstag verschoben worden. Das mag wohl Die Ursache sein, daß gestern, Nontag, die Besetzung des Saales nicht so stark war, als man harte erwarten sollen. Auf der Mitteltr.büne stachen tie Uniformen mehrerer Marinebauräte hervor und in der Losloge hatte der Chef des Marinekabinetts v. Müller Platz genommen. Der sich kein Wort von dem, was unten nn taaie gesprochen wurde, entgehen ließ. Die Anfrage der Freisinnigen begründete Dr. Leon- fcar L Mit seinem Fraktionssreunde Dr. Struve hatte er ten Verhandlungen des Prozeßes in Kiel g^öpten.e.ls per- lönlich beigewohnt. Er beschränke sich auf die noiwendig>ien Disführungen. Ohne Abschweifung, sichtlich bemüht, jede Übertreibung peinlich zu vermeioen, stellte er fest, was sich als Lehre aus dem Prozeß für Parlament und Verwaltung ergeben habe. Er erhob keinen Angriff gegen Personen. Mit umso größerem Nachdruck betonte er Die Lchuld des Lerwaltungssystems. Seine Schluß- ] solgerung war Die Forderung einer größeren Selbstänbig- I teil und damit stärteren Verantwortlichkeit der Techniter I ün Werftbetriebe und im Anschluß hieran betonte er das I Lrfordernis emes kaufmännischenGeistes uns damit auch des Geistes der Sparsamkeit. Unerwartet kurz war auch der sozialdemokratische Red- ner, Herr Legien, und auch er ersetzte über scharfe Worte )urd) Die sachliche Schwere seiner Anklage. Er machte Den Staatssekretär selber für Die Mißstände verantwortlich. Mit dem Inhalt seiner dicken Aktenmappe bestieg darauf Herr v. Tirpitz die Rednertribüne und im Laufe seiner fast zweistündigen Rede reichte ihm sein Departementsdirektor, der Geheime Admiralitätsrat Harms, ein i2otizblatt nach dem anoeren auf das Pult. Mit erhobener Stimme und unter beifälligen Rufen von der rechten Secke des Hauses erklärte er, baß er jeder Mitteilung über an» s^-M. geblicye Mißstände schonungslos und energisch nachgehe, E ™ Lv- M md wenn sie von der geordneten Vertretung der Arbeiter, forn Ard eit er ausschuß, romme, sie mit ausrichiigem Dank entgegen nehme, aber es allerdings ab lehne, sich mit einer Lißerhalb Der Werft stehenden Organisation, wie es Die des Gewerkschaftsführers Legisn sei, in Verbindung zu leyen. Und noch einmal gao es einen lauten Bravoruf 30n rechts, als der Staats) ctretär die Bemerkung machte, Daß er mit Herrn Persius, dem inaktiven Seeoffizier, auf dessen Kritik der Werswerwaltung sich die Anfragen gelegentlich bezogen hatten, sechsiverständ.ich nicht biskut.eren tonne. Einen gewissen Mangel an Aufsicht bei dem einen, kleinen Altmaterial-Betriebe auf der üicler Werst wollte er nicht bestreiten. Aber das sei ja am 0,6 Prozent des gesamten Umsatzes der Werft, um) nun brachte "er zum Vortrag, wie unuegrunbet Die Dor- Dürfe gegen die anderen Werftbetriebe und gegen die anderen Werften seien. K Tur lh~t "Asm «Sri Lb« ■ ^8 ;n , toüxben i K der If en qtft. ^tberfc '-aib=.rflQ.v.rr m“bon urJpj, 'l? über >>. « SnteiZ toatt ,€tt Deg zu t-7 dtttreien wir J [ot0en wenn idi "en hab:» • Herr Tbeu°s- *jr fiämbi t- Nischen Kaisern erlebt hat. Sie scheinen, Herr Senator, zu glauben, daß Kaiser WUHelm IL geneigt ist, ben Irrtum Bismarcks uiü> Deutschlaiws vom Jahre 1871 roieber gut zu machen. Glauben Sie mir, nicht von dieser Seite her muß man bic „Geste" erwarten, bie eine vollständige Wiederausiöhnung Der beiden großen Nationen ahnen lassen könnte. Aber bic intellektuelle Elite Deutschlanbs, nameicklich bie j u n g e G c n e r a t i o n, s i e h k nichts Unmögliches in einer Lösung der elsaß- lothringischen Frage, bie zur Gründung einer unabhängigen Republik zwischen Deut,chland undFraukreichführenwürde. Unglücklicherweise ul diese Elite noch die Minder Heck. Aber wird sie es immer beiden? Genehmigen Sie, Herr Senator, den Ausdruck meiner ausgezeich- Tas Zentrum hak einen Antrag über die Verantwortichkeck^ Reichslanzlers eingebracht. So wird, da and) Die Frag« Der Reform Der GeschäitSordnung wieder in einem freisinnigen Antrag aufgeworfen iuid, das ganze Thema von neuem behandelt werden, um das sich fckMi im vergangenen Winter eine Kommifsiow so eifrig bemühte. Ohrre eine Löumg zu finden. Jüngst lasen wir in einem Zcntrumsblatt eine höhnische Bemerkung darüber, datz die Liberalen nach dieser Richtung nichts Posüives zuiwnde gebracht hätten. Wie lag aber kL)ch die Sache in Wirtlichkeit ? Task Zentrum, vereitelte davials jedes Resultat, indem es überall radikalere Anträge stellte als die Liberalen. Tieie nahmen Mcksicht auf die wn^ecvativen Blockgenossen und mühten sich vergebens^ sie zu annehmbaren Zugeitändnissen zu bewegen. Jetzt fällt natürlich solche Rücksiär sort — für die Liberalen. Es wird reckt ältereifam sein, zu erfahren, ob das Zentrum an ben Auffassungen, die es in der vorigen Session so mann und treu vertreten hat, unter den „veränoerten Verhältnissen" noch feschalten, „Anüpourboirisnie.^ Wk. Paris, 1. Dezember. Gestehen Sie es ruhig ein: Sie kennen das Wort nicht. Tie Herren im akademifchen Palmenfrack kennen es auch nicht. Tas Wort bezeichnet die neueste „Bewegung". Zur ^pacifistischen", „femtnisti.chen", „esperantistischen", „antral- ksholischen" und sonstigen Bewegungen kommt heute die Bewegung gegen Das Trinkgeld. Das Merkwürdige dabei ist, daß nicht etwa Die Trinkgeldgeber, sondern die Trinkgeldempfänger sich gegen das „Pourboire" auflehnen. In diesen Tagen finden Versammlungen der Postboten statt, bie Tagesordnungen gegen Die sogenannten Etrennes be- ftzlicßen und gleichzeitig erfolgten Kundgebungen der ,/Limonardiergar^ons", zu Deutsch der Kaffeehauskellner gegen Die Trinkgelder. Wir w.s.en nicht, ob die Bewegung roch weiter um sich greifen wird. Es würde uns sehr interefHeren, etwas Näheres darüber zu erfahren, denn beginnt bic Z.it der Neujahesgesafenke, welche Zeit nicht Lwa wie in Deutschland vom 31. Dezember bis 1. Januar bauert. Sie fängt vielmehr gegen Ende November an tnb hört erst nach dem Dreikönig-tag auf. Diese „Gtrenneä’ $iit" ist der quart d'heure dc Rabelais für das gange Jahr; nährend man sonst aber bie Trinkgelder an Leute vertellt, ron denen man sich hat bedienen la.sen, tauchen jetzt Mit» Bürger auf, die man niemals bis dahin gesehen hat. Sie entziehen uns die Franken,rucke für Deü)naci/t-besch.erungen, BalsenlMier, Kinderbewahranstalten und Sang.ingshe.me, nit denen wir doch, als unbescholtene Junge,ellen sa)lea)ter- bings gar nichts zu tun haben. Der Barbier, Dem wir Sag für Tag schon ein großes Sous stück in ) eine Sud)) e geworfen haben, stellt trotzdem einen Teller Jur Die "Ctrennes" auf, ben er mit Fünsfrantenstucken und Louis- bors ziert, den wir unserseits aber nur mit zwei ^ranken Eereiajern. Es gibt Leute, Die sich aua) mit einem Centimes* stück versuchen und andere, die wahrend Dieser Z>.it fich Lieber in einem anderen Stadtviertel rasieren lassen, wo f'.e unbekannt sind. Mitbürger von heldenhafter Uebe^ zmgungstreue in Sachen der „Antipourbvictsme" lassen fich Sir einen Volibart wachsen. Wie soll man sparen, wenn nicht in diesen Dingen'? In unserem Stainmcafs über- veicht uns der „Doyer" der Kelinerschar eine Zigarre nut *cibbinbe, die wir als leidensaiafiiiche dcichtraucher av- Lchnen, was uns aber nicht Davon bereit. Den Etrennes* Sn3 zu erlegen. Im Speisehaus offeriert uns Der Wtri Sns Flasche Schaumwein, bie ihn selbst brei Franken kostet, politische Lagesschan. Teuts^e Vertreter im Auslände. Vor einiger Zeit veranstaltete der „Gil Blas" eine der beliebt geworbenen Zeitungsenquelen, inbem er an eine große Zahl von Adres,en in Deutschtano unb Frankreich einen Fragebogen etwa folgend en Inhalts verschickte: 1. Glauben Sie, daß bie französische und bie beutsche Kultur einanber eiugegengeießt sind? 2. Glauben Sie, baß es im Interesse der beiden Nationen liegt, einander bester kennen zu lernen? 3. Wie werden sich nach Ihrer Ansicht die deutsch-französischen Beziehungen in der nächsten Zukunft gestalten? Soll die Elite der beiden Nationen eine politische Annäherung anstreben? Diese törichte Umfrage hat ein merkwürdiges Nachspiel gehabt. Unter denen, die ben Fragebogen ausgefüllt haben, befand sich der sranzöstiche Senator Eharles Humbert, der bekannte Militärschriftsteller. Die,er erhielt als Antwort auf seine Ausführungen einen Brief von einem gewisten .Herrn Karl Felbrnann, unb er fanb biesen Bries jo vortrefflich, daß er ihn der Oeffenttichkeit nicht vorent- hallen wollte. Der Brief lautet so: ,L>err Senator! — Erinnern Sie sich des jungen brutschen Journalisten, ben Sie vor zwei Jahren jo Uebenswürbig emp-. jangen haben? ich wage es zu hoffen, und üt dieser Hoffnung erlaube ich mir. Ihnen ein paar Worte anläßlich der Erklärungen zu schreiben, mit denen Sie auf bie „Enquete" bes „Gil Blas" geantwortet haben. Ohne Zweifel haben Sie in vielen^Punüsn recht, aber meiner demütigen Meinung zufolge begehen Sie einen doppelten Irrtum. Nicht die „aufgeklärte" Klaffe der Deuhchen ist es, bie einen „Horror" vor Ihren .stioläifchen unb sozialen Zuständen" empfindet. .Im Gegenteil beneidet die mtellektuelle Elite Deutschlands oder' doch wenigstens eäi großer Teil diefer Elüe Frankreich um das Regime der Freiheü, das Sie genießen. Die Trennung der Kirchen vom Staate,, bie oolle, den Juven gewahrte Gleichberechtigung, bie Volksiouvcränäät, die durch ein Parlament reprä,entiert wirb, das ben Staatschef wählt unb bie Handlungen der Minister aburteilt, — dies sind einige Punkte des Programms jedes wahrhaft „aufgeklärten" Deutschen. Die republikanischen Tendenzen unserer geistigen Elite würden sich. Dr. Semler, der hernaa) zum Wort tarn, suyite< es Herrn v. Tirpitz zu Gemüte, baß er gegen Windmühlen- unse slügel gefochten habe. Er, wie vorher auch Herr Erz- UIÜ) berger, waren her Auffassung, daß es dem Staatssekretär nicht gelungen sei, das bureaukratische System von der Schuld weiß zu waschen unb baß bas, was in ben Veröffentlichungen ber „Nordb. Allg. Ztg.", jetzt ergänzt durch bie Erklärungen bes StaatSfeire.är», an Reformvorkchlägen gemacht tooroen sei, nicht befriebigen könne. eKOiiOf |jV I Iv i 441IIV IhV 4 bez'S V® Verantwortlich für ben ___ General-Anzeiger für Gberhessen WZ m oomünaX'sui" Rotafiottsirt«? lind Verlag der vrühl'schen Unto.=Bad). und SlelndrnSerel R. lange. Redaktion. Spedition und vruckerei- Lchiilstraße 7. wird. Darrn Biüfcie bttintol rät Doiitwe» Ergebnis f^r*L'8bnonm. ^roflt i'üfi trat noch, > man Zerr bayi finben tmcb . . . Den Antrag mußte ba4 Zentrum anstandshalber rntebct ein- bringen; aber ebenso „vertritt" eS ja auch die Einführung des Rrichstaqsnxihlrrän tn Creußen. 3v Serschievven unbeoutmer AngeLgenHerrn' besitzt dre Barret eine nicht bamttene Meister- jchaft. 33tr ,'ind nnrklich neugienq, ob man bis P-ärgsten Wucher vvL dem ZentormSantrag etwa- bdrat werd. Tie Ponferwiotn und die Handel 8 »ertrigr. Zur letzten Reichstagsverhandlung über den Handelsvertrag mir Borrugal, der wahrscheinlich einem Ausschuß überwiesen wird, bemerkt die „Hrcuzztg.": Bom torienxtiuxn Stnnbpunhe aus kann man die banbete- Volittiche Aussprache, bte sich aus Grund des HarioelSderrragS^ entwurss ennrutÄte, nur begrüßen Tenn bann wurden einmal die ichon rrürme des Bizepräsidiunis rechtfertigt: Tie Ucbernabmc des Vizcpruildiums unter den gegenwärtigen Umstanden bedeutet für mich ein schweres Lpfer nicht nur mit Rücklicht aus meine perjmuidj-n Bcrhällnisse, sondern insbesondere auch auf meine politilchcn Anschaumtgen, die m vieler Hmsicht benimtgni Widerspreckrcn, ivetcku' em großer Teil der an meuter Wahl beteiligten Rnchstag-smitglieder vertritt. Ich verhehle mir erhebliche 3abl, vielleicht bie D Wähler, meine Handlungsniise nicht billigen wird. Ich glaube :"i gehandelt zu haben, uidem ich nidu partcipolitstchcn. sondern allem patriotischen Anicliauungcn folgte, welche mir geboten, mid) bau Rufe der Pflicht ut emem Äugendlicb: nicht zu versagen, wv meine i'humbmc der Ä-adl schien, um eine die tiefbedauerlichen EKgeiisabc ymidAit Rechts uno 2utL itvd) scl/ärsimdc Zusanrmenscbung bej Präsidiums noch zu X-erla.tm 2a mruie ^uhicc - m Anrcdn darauf haben, von den biigai l^d,»iitiL'-> ihres 'JLbgco ebneten unter- lidtfct zu werden, io stelle ich Euer Hod-vohlgeboren ergeben ft anheim, meine Mitteilungen in der Il/nen nahestehenden Presse in der Ihnen geeignet en d)e inenden Deifc zu Denver int Iugkudliche Fabrikarbeiter und Fabrikarbeiterinnen. Rach der Statistik int 1. Bierteljal>rshef.c zur Statistik beb Deutschen RricheS wurden int Jahre 1908 jugendliche Arbeiter ui 91 888 und über 16 Jahre alte Arbeiterinnen in 86 381 Fabriken beschäftigt. Von den unter 14 Jahre alten Lindern waren 6677 männlichen und 5385 we.blichen Geschlecht), ihre Zahl hat gegen das Vorjahr um 60j dzw. 4b0 adgenommLn. Son den jungen Leuten von 14 bis 16 Jahren waren 2890uJnLinnHd,en und 150 00 J weiblichen G.sch.e^,tS. O^gen dad Vorjahr zngte sich bei den wellrüchen jugendlichen Arbeuern ein Rückgang von etwa 200, wahrend die Zahl der männlichen jugendlichen Arbeiter um -1000 gestiegen ist. Die Zahl der beschäftigten erwachsenen Arbeiterinnen betrug 1 15U033, davon waren 45utfc>/ 16 bis 21 und 699 146 über 21 Jahre alt Gegen daS Vorjahr hat eint Zunahme der erwachsenen Arbeiterinnen um 450u statt- gefunden, wovon UOO 16 biS 21 Jahre und 3100 über 21 Jahre alt waren. Auf jede Fabrik, die jugendliche oder erwachsene Arbeiterinnen beschäftigt, entfielen durchschnittlich 4,9 jugendliche Arbeiter bechertet G.schlechtS und 13,3 erwachsene Arbeiterinnen. Tie cnt.prcaiCiiDcn Zahlen fm das Vorjahr find 5,0 dzw. 13,5. -------- —...... Die militärische Verwendung der Zugmaschinen in Zranlreich. Parid, 6. Dez der „Zcnu)-5" beschäftigt sich eingehend mit der Frage der militärischen Verwendung der Lenkballons und der Fjugmaschinen und berichtet darüber il a Der Lriegsmi.ii.ler C' -.tcral Brun fei keineswegs durch die ar oje Zalü der deutschen Lenkballons beunruhigt. Rach den Erfahrungen, bie man bei den letzten Manovern und auch bei späteren Besuchen gemadU habe, könne man behauvten, baj der Militärlenkballon dem Oberbefehlshaber keineSweaS diejenigen D.enstr leiste, bic man von ihm erwartete. Der Lentballlm muf.e, um den Geschossen der Infaiitcrie und der Artillerie zu ent« gehen, sich in eine Hohe von 1300 Meter erheben, bann aber sei er außer Stande, die Stellungen und Bewegungen dcS Gegners zu erkennen. UeberdicS fei dem Lcntballon ein neuer Feind erstanden: der Aeroplan, welcher schneller, kühner und leichter zu handhaben sei. Sprangst affe mit sich fuhren und mit diesen den Lenkballon in c.ncr Sc.unbc kampfunfähig machen tonne. Erst vor lut jein fe.e.i Avianker mit einer Allrailleufc im Gerüste deS Aeroplan» 375 Meter hoch gestiegen Der Zt'ciegsminzster lege der Verwendung der Äeroplane die grögte Bedeutung bn. Er habe die Absicht, ein Ver>uchslal»oratorium bei Marseille, eine Baurocrkftätte in der Rahe von Paris und eine Äviaukerschule au, dem FlugptUtz-: bei Bordeaux zu errichten Bezüglich des Tnp.> der Mil.tur Aeroplane fei noch keine Entscheidung getroffen Vorlunsig h_be der ^riegStninistcr mehrere Ein- und Zweidecker beiidu. Das britisch-deutsche Kongo-Abkommen. Loudon, Dez. -Sao Rcuicrsuje Bureau erfährt von gut unter rublet er Seite, daß b.c Nachrichten von einem gehemien drüifck-deutsche.', n.ng. Avtomnun h.er l.b^as.es Erstaunen Veruocgerufeu haben ein neues *2L)k mmen, das den erwähnte n suchten a»-.x Grundlage dienen konnte, belicht nicht, wie schon einmal festgepellt wurde. E.n eng- ltsch-deursches Abkommen, das int letzten Mai geschlossen wurde, betrifft bte lokale Grenz frage zwischen Deutschland und England in der Gegend, wo bte britische und deutsche Grenze mit der des Longostaates Zusammenstößen. Ta3 Abkommen schließt nach keiner Leite hin eine beträchlliche Gebietsabtretung in sich und enthält weiter nichts, als eine Grenzberichti guna, die sich auf die Arbeiten von den Grenzkommisswnen itü^t und rein geograoh sches Interesse hat. Soweit dieses Abkommen die Grenze de- KongostaateS berührt, wird cs Gegenstand gemeinschaftlicher Verhandlungen der drei beteiligten Mächte sein, bie in Brussel stattfinden werden Darüber hinaus steht das bei- tisch-deutiche Abkommen mchi im Entferntesten zu der Frage einer Reform des LonaostaateS in Beziehung und hat auch zu ihr niemals in Beziehungen gestanden Die tttioaftmr unö der deutsche Sraötcfaj. Der Dorstand deS Deutschen Stäbietagefl beantragt in einer Eingabe an BundeSrat und Reichstag in einer Novelle zum Reichsftonpelgesey die Steuerpflicht der Zinsbogen von Renten und Schuldverschreibungen der öffentlich-rechtlichen Berbände zu beseitigen, und begründet dieS folgendermaßen: Lier wird die Wgabe zu einer Steuer auf Schulden. Selbst wenn das Gesetz das Recht gäbe, die ausgelegte Steuer von den Bessern der Schuldoer,chreibungen einzuziehen, würden bie Gemeinden dennoch die Steuer wirt- schaftlich selbst zu tragen haben Denn wollten bie Gemeinden von solchem Recht Gebrauch machen, so würde sich sofort der LurS ihrer Lnlechen niedriger stellen, lind zwar würde der Aur3 weit mehr Herangehen, als es der durchschnittlichen Minderung des ZmserirageS entspräche. Denn der Kapita-'ist würde, um der drohenden Talonsteuer zu entgehen, sich mit Borllcbe den ReichS- unb Staatspapieren zuwenden, deren Zinsbogen stempel- frei gelaßen sind: die Vernachlässigung des kommunalen Anleihemarktes Halle weiteres Süuen der Kurse unadan- berheb zur Folge. Die Gemeinden sind hiernach gezwungen, bic Steuer auf ihren Etat zu nehmen. Zur Deckung des Steucraufwandes müssen sie neue Ein. nahmen schaffen, b. h. sie müssen bic Kommunal steuern erhöhen. Tie Berbes,erung kann nur darin bestehen, daß die Anleihen der of.entlich-rechtlichen Korporationen, insbesondere der Gemeinden, den Anleihen deS Reichs und der Bundesstaaten gleichgestellt, b. h von der Stempelabgabe befreit werden. Hierzu wird sich der Gesetze gebet umso leichter verstehen dürfen, als die Aufgaben der Gemeinden und des Staates ihrem Wesen nach gleiche sind. 2!ui SiaöTund £an.r~ Gießen, 7» Dezember 1909. Vogelschutz. DaS rauhe Detter hat bic Meisen wieder in Scharen auS benz Wald heraus und in die Nähe der menschlichen Löhnungen gelockt. Nlenthalbcn s eht man auch t.erreunb- liche Beranstaltungen in. Tätig kett, um den ebenso schönen wie nützlichen Geschöpfen durch bie Not des Winters l>.n- durchzuhelfen. ftnum ist uin anderer Bogel so populär flerabc wie die Meise Da muß doch die Frage interessieren: Wo übernachtet eigentlich der Bogel in den raten Wlntcr- nächten? Nach zuverlässigen Beobachtungen suchen die Meisen im Winter als Nachtquartier die Nisthöhlen wieder auf, bie sie auch zur Brutzeit benutzen, nur mit dem Unterschied, daß die Höhle im Winter nicht bloß von einem Patchen, sondern oft von 6, 8—10 Bögeln zugleich bewohnt wird. Offenbar spielt das Bedürfnis, sich gegenseitig zu wärmen, bet der Herstellung des Massenquartiers eine wesentliche Rolle. Dieser Umstand erklärt es auch, daß bic int Winter an unseren Fenstern erscheinenden Meisen sehr häufig bc(d)äbigte, verbogene ober abaestoßene Schwanzfedern zeigen. Der also den Meisen einen Gefallen tun will, der I^inge schon im Dinter an katzenstckeren Stellen Nisthöhlen auf, (zu beziehen bei Gebr. Wcnz, 2Larlt- platz in Darmstadt, ober direkt in der Fabrik von Scheid tn Büren, ^Westfalen), je früher um so besser Er wird dann bic Freude erleben, daß sich auch im Sommer ein Mciscnpaar in diesen Höhlen ansicdclt. Die Zahl der Insekten, die eine einzige Meisensaniilie mit 12—14 riöpfen tm Jahr vertilgt, gelji nicht nach Lausenden, foibern nach Mlliionen: Die Ausgaben für die Nisthoh.cn weroen also gut rentieren. • * * Tageskalender für TienStag, 7. Tez.: Etadt- t b e a t e t: „Gedildeie Rtenschen." Anfang 8 Uhr. * * Da« GroßherzogSpaar ist gestern abend 8 Uhr von Stiel nach Satin Habt abgereist, wo heule früh die Ankunft erfolgte. Tos Fürsienpaat nahm tm Gießener Bahnhof da- Frühnück ein. * * Uan befluntoerfität. Der außerord-ntliche Pro, sessor an bet Umoerfuät Heidelberg Dr. med. et phü. Ruv Cito Neumann hat den Ruf als Nachfolger des orventl. Professors und TlrektorS be« hygienischen InstUnlS Dr. Herrn. KbHel, der am 1. April 191U an bie Umoerfität Hetbelderg übersiedeln wird, angenommen. '* RuhestandSvcrsetzung. Ter Großherzog hat den Geh. Baurat in der Hessisch-Oreustlschen Eisenbahn- gemcinschaft Phil. Stahl zu Halle a. S in ben Ruhe- tumb versetzt und iam aus diesem Anlaß daS Ehrenkreuz des Beri-ienftoroens Philipps des Großmütigen verliehen. •• Praktische Meisterkurse für Handwerksmeister und ältere Gesellen werden, wie wir bereits mitlciltrn, von Großd. Zentralstelle für die Gewerbe in Darmstadt bei ausreichender Beteiligung in diesem Lstnier wiederum abgehaiten. Für den Monat Januar sind ooegefeben: Dreiwöchige Kurie tn Darmstadt füt Schuhmacher in bei Lnferiigun^ ovri eduben unb Stic’dn nach Mab uub für Scbnctbc t tm Grund- mobcUseidnien unb 3u:d:neu>.u. sodann |c ein »wöl'tägiger XurS kür Sattler in der Herstellung von ihimmetcn in <-roß-Felda. loroie ein solcher iür Schreiner unb Glaser tm Färben von massiven Hölzern und furnieren ui Darm stabt. Len Malern, Lackierern und Deißbindern »st Gelegen- heu gegeben, sich auSjubilden tm Lufjärden von parbstofien auf maistve Höller unb tm Prüfen von Erb'arden. ferner auch tm Hol»- unb Marmormalen nach her Natur unb in stilisierter Stile, licie leetgenanntcn Kurie nnben ebenfalls in Darmstadt statt, der erstere während sechs Lagen, der zweite während zwölf Tagen. Bei allen b-.cien reurs.n beträgt das lliuerrichisgeld nur 5 Ml. Wenig bcmitlciUrt, auswärtigen Teilnehmern können bte Fabr- to'ien für Hm- unb Äudiabrt criebt unb das UnlerrichtSg-lo er- Ulfen werben, auch kann unbemittelten Teilnehmern nach Bor- lage einer amUiche«» Beichelniaung eine nach ber Tauer des Curies bemei-enc Beihuie bewilligt werden. Anmeldungen itnb balbigit an oetgenonnte Behörde zu richten. Len noch m der AuSvudung bezrt''tncn Handwerkern kann nur empiibtni »erben, die bin gebotene Gelegenheit 3ur DeiterdUbung zu benützen “ oaalbau*yerein Gtc cu. luii f^.cuit uns: In ter am 20. Nvveinbcr aogctzallcnen Mitglieder- Versammlung des i^aallrauoereiuS war ein sehr ermehr . . und der ^lbzahiverS „1 rudlrut. Man Irret h er br und bei Tanket feuer njfJL e* und zugleich als uncr>du)iniid/en SSender brrterauickrnder IKrx- Oien, in diesem Werke alle« in eitel L.e>dlluit a- .alt. ^e-e'-a der Zeppelin geblieben . . Zum Reim auf Luft nimmt man Geographische-, z. B. bie Stadt Bonn, entstehen fortgesetzt neue BerSchen. die guten davon lebensiäl-ig bicibcu. Luch Boi scheinungen. Im .'Miahrigen Hncg ist eine große Zahl iw Bolkspoe,ie verloren gegangen. Ltc Sd^naoaljur cm entstanden meist un i9. Ioiirhundcrt. Auck' in Hessen, ; S in LindenfelS, mürben 1843 folchc Berschen beim »axj improvisiert. ES war ein Streit)ingen. Hier herrscht mtrnr- wahrendes Neucntiiehen. Heute noch blüht d.c BoliSaich tung un Böhmerwold, sie behandelt auch zeitgcnossijuie 8op lommnissc, z. B den sranzöiifchen xirchcuiireit. .luch Sck,« und' Gebrauche vergeizen, der Er »atz ut aber schwieriges, da z. B. die Spinniuibcn aufgchoven wurden uno bic gj« BoiiSfeste Derblaßen. Neu sind hier entstanden: 7utr- stste, Sangerseste, Bollsunicrl/aLiung-^abcnde mw. S;< zC em unlösbarer Beirandtell des modernen Bol.^.räcuö y- ~~'cr Die Boltstande mit hiiion beirachteü jucht ein stetiges Dcrdeu und Bergchen. r^r müssen daher sammeln, was noch zu jammern ut, Loc) nicht als Totengräber einer Denunicnen Dell. fo:idern in 6c Zuveriicht, daß wir aus dem Reichtum ui der Xknjangflk weit und Gegenwart schließen dürfen auf ähnlichen R_____ua ut der Zulunft. Eine rege Äusjprachc schloß sich an Da. mit Beifall auf genommen en Lortrag. • • Alldeutscher Verband. Durch btt Au von Sticifld Hermannsschlacht tn Gießen ist im Sommer Gedächtnis an dieses nunmehr neunzehnhunbeti Jahre z liegende Ereignis in künulerifcher Ißeije Rech nur. tragen worben. Die Cct-3gruppe Gießen des 21110« Verbandes wird zur Erinnerung an bie Herman nsfch nächsten Freitag, ben la Dezember, c-benbl til/< Uhr, v öffentliche Btrsammlung in Steinl Gallen abhallen, welch bet gefchichllichen Bedeutung dieses teilen deutichtn 6:ryt gewidmet n'i und dti der Volkstümlichkeit jemes Helbm war allgemeinem Interesse begegnen dürfte; <1 wirb llnioerstlöitz' Professor Bi. L. Strock über.Teulfchtanb m der BLeUpsä^ Oer ersten Aaiier Rom»* sprechen. • * Gießener Lonzertderein 3. S DaLs nacktSorawrnnn. Dir entne-men jivci Äuriubnmgljetubtti übe" enuudte Uhr zu zauoern, wrnn er dcm IeiuSkmöe etn oaj M is c.cnlub anitunmt uno tn der irvtz öuaxl ganz euyt tx:> icr-e.b sredanden Sinjvnta Pastorale mit ^iucr. «- Sajümczn nnen wmanttichen Zauber cnlk'ielt, art er v« ivater wieder bei Sdju~er. unb Zchmnann cn:.rrjeiunlt c* weht burd) daS Gan^e ein teilt freubtyt, gelegentlich. ro< flr.J rm Aurange. ivgar zu aus-ckmiener nr^dlichlr'.t gesteirerrer 3»*'. ton, trjl emc uaw-mnigr. von geb'mm:.'sollen Sckiauer» bebte Stimmung, nnc uc bewncxitf &at- wundervolle Pa:vrc. beherrscht, also der richtige Dcthnaaiitobem' Uib u-*re- bilbct Dem Grundwn oer Ausdruck knd^tcher Frummtgkeu. br onde.S tn ben zahtreickot. ment ich. au, aoer mu r.usz-crux.r üunit txhanpellcn Lhoraten herr.tch fcenwnnU." -- Beibe XKrS* >:alcn ferner lest, baß Oai Lrrk bet her. Hörern eine w be^nfcn* Aufnahme unb emcn io ftailat Besuch ianb, baß man 0;m ;m) um w cberhoUe flufiübrxr.g bttid * St: war cm mosikali Fest? Mc in beci* das Unwetter arge Verwüstungen an. [] Marburg, 6. Tez. Der landw.rtschastliche Kre.s- Leipzig, 6. Tez." Das Reichsgericht hob auf die Revision des Angeklagten das Urteil des Schwurgerichts tu Erfurt vom 19. Oktober aut, durch das der Glasbläser August Lutz wegen Ermordung des Jagdaufsehers Walter am 6. September zum auf Sonntag den 12. Dezember "eundE em.^. Dereins^immer^Kaiserhof, Sonnenstraße, 1. Stock, E.nga>tg durch den Hof. seit einiger Zett hier zu sehen, d.e von der Firma Ludwig die auf diesem Gebiete in solche. — Kaiser Panorama. Der Feldzug von 1870 bis 1871, wenigstens Episoden daraus, ist gegenwärtig im Bano- rama »u sehen. Man sieht dabei u_a.: die heldenmütige Er- ftünming des Gaisoerges, Gefechts-Szme am Nachmittag bei Lörtb, Kronprinz Friedrich und die Bayern bei Fröjchweiler, ben Komvf bei Renzonoille, Moltke und fein Stab vor Sedan, Reücr-Attacke bei Sedan, General Reille überbringt Napoleons Brief an Kaiser Wilhelm, franzöfische Artillerie bei Le-Ma^s, die ÄaiierkrömmZ am 18. Januar im Spiegelsaal zu Versailles und die Einzugs-L-zenc am Brandenburger Tor zu Berlin. Figuren, Pferde sowohl wie Menschen, sind in über Lebensgröße zu sehen, so daß die Vergänge bis ins Einzelne genau zu beobachten sind. " V. H.-C. Am Sonntag hatte der Vogelsberger Höhenklub, Zweigverein Gießen, seine 9. diesjährige Vereins. Wanderung, die trotz des VerkehrStageS sich einer guten Beteiligung (34 Teilnehmer) erfreute. Ueber Dutenhofen und Münchholzhausen, wo Einkehr gehalten wurde, ging es zum Stoppelberg, dem Beherrscher unserer Nachbarstadt Wetzlar. Waren auch die Wege teilweise in sehr auf. geweichtem Zustande, was jedoch einen richtigen Wanders, wann nicht abschrecken darf, so zeigte dafür der Himmel ein Einsehen. Sogar die liebe Sonne begleitete die Wanderer auss freundlichste während einer langen Strecke. Die Aus. sicht von dem ganz bedenklich schwankenden Holzturm des Stoppelberges war allerdings beschränkt, dafür entschädigte jedoch der Blick auf die nähere Umgebung, auf das zum Teil überschwemmte Lahntal, auf die aus der Ferne grüßen» den Berge und Riiinen und das am Fuße des Berges liegende Wetzlar. Nach etwas beschwerlichem Abstieg erfolgte so früh als möglich die Hennsahrt von Wetzlar. Um auch der Geselligkeit Genüge zu leisten, trafen sich die Teilnehmer mit Familie abends zu einem Plauderstündchen im Kaiserhof. •’ Eisenbahn - Verein. Am Sonntag hielt der Ortsoerein Gießen vom Verbände deutscher Eisenbahnhandwerker und -Arbeiter (Sitz Berlin, 60000 Mitglieder) seine dies- jährige Generalversammlung ad. Der Ortsoerein gewann im lansinden Jahre zirka 185 Mitglieder. (Bestand 400.) An Unterstützungen im Krankheitsfall wurden 720 Mk. verausgabt, während ein annähernd gleicher Betrag der Hauptkasie zugeführt werden konnte. Der Verband sucht die wirtschaft- l.hen wie sozialen Interessen seiner Mitglieder in jeder Weise zu fördern. ** Der Kaninchenzucht- und --Pflegeverein, der kürzlich gegründet wurde, ist dem Mitteldeutschen Kaninchen Züchterverband beig-'treten. Es ist dies in diesem Jahre der dritte Verein, der ) innen Zutritt zu dem Verbände erklärte. in. Bad-Nauheim, 5. Dez. Eine nette Ueber- raschung bereitete ein hiesiger Gaiiw.rt seinen Sramm- eäften dadurch, daß er unter Mitnahme der ansehnliche Beträge enthaltenden Weil; nacyts tas s e nach Amerika d u r ch g i n g. Vor einigen Tagen hatte er sich mit feiner Familie unter der Angabe entfernt, eine Spazierfahrt zu machen. Als niemand zurückkam, führten die Nachforschungen zu der erwähnten Entdeckung. *♦ Obergutachten im Fall Racke. Das von den ärztlichen Referenten der Ministerialalueilung sür öffentliche Gesundheitspflege in Gemeinschaft mit dem Direktor der Landesirrenanstalt Alzey ersbattele Obergutachten über den GeisteszuMnd des wegen Mordes anaefchuldigren Studenten Josef Racks aus Mainz ist n. d. Darmst. Ztg. am 27. v. Mts. festgestellt und am Samstag dem Untersuchungsrichter am Landgericht Mainz zuge,teilt worden. ** Maul- und Klauenseuche. In der Gemeinde Gutenstetten, bayerisches Bezirksamt Ncusiadt-Aich, und Hirschbronn, bayerisches Bezirksamt Ansbach, ist die Maul, und Klauenseuche ausgebrochen. X Bad Nauheim, 5. Dez. Das Jahr 1860 ist für die beschichte des Turngaues „Hessen" von der größten Bedeutung, snio docy damals einige der liest entwickelten uno blühendsten Vereine des Gaues gegründet worden, die im nächsten Jahre auf cm ö 0 jö l) r i ges Bestel) en zurückblicken Immen. Zu ihnen gehört cuti) der hiesige Turnverein, der mit seinen 500 Mitgliedern unö mit seinen vorzügliche Leistungen im Gau mit m den vordersten Reinen mauüTieiL Anlätziich des Jubiläums soll eine größere Feier stattfinden, vor allem soll aber eine Festschrift derausgegeven werden, die die Geichichte des Vereins behandeln toub Der Turnrat bitter ältere Mstgueder unb Gönner des Ver- rins, etwaige Beiträge in Form von Erinnerungen, allen Diplomen, Sjubein und Schriststücken zu liefern. — Darmstadt, 6. Dez. Eine Ausstellung achter Luftschiffahrt. Paris, 7. Dez. Lat h am ordnet gegenwärtig in Mo ur- melon auf 'seinem Antoinetle-Gmdecker Maschinengewehre ein um im Einvernehmen mit dem Kriegsminister Schl etz- versuche während des Fluges anzustellen. Weiter verlautet. Neichhaltigkeit noch nicht zu sehen war. Ta auch die deko- ralive Aiissiattung, was ja bei dem Ruf der ausstellenden Firma zil erwarten mar, ganz besonders vornehm ist, kann die Besichtigung der SpezialauSstellimg nur empfohlen werden, zumal in den Abendstunden, wenn die alte orientalische Pracht sich in dem Glanze moderner Beleuchtungstechnik spiegelt. 8. Hohensolms, 5. Dez. Die Gemeinde Bech. lingen hat zu beiden Seiten der Straße Aßlar-Bechlmgeu in jüngster Zeit 180 Apfelbaume gepflanzt und ebenso die Gemeinde Oberlemp eine L^biianlage nui 64 Apselbämnen gemacht. Die Pflanzlingen geschehen untci Leitung des Kreisobslbaulchrers Slölb aus Wetzlar. fo. Usingen, 6. Dez. Ter anhaltende Sturm Hai hier und in der Umgegend viel Schaden angerichtet. Auf der Strecke Usingen—Grävenwiesbach sind 35 Telegrapbcn. Rangen umgebrochen. Besonders an den Obstbäumen richtete Mai bis August Poslanwei.ungsgelder, die ihm auf seinen Dienst- gängen von Leuten zur Bestellung mitgegeben wurden. Es handelt sich unt 17 Fälle im Gesamtbetrag von 320 Mk. ^Pilger ist geständig: es sollte am vorigen Schwurgericht gegen ihn verhandelt werden, er floh aber unmittelbar vorher in die Schweiz. Durch An.ichtspoftkarten, die er von dort nach Hause sandte, wurde sein Ämenthalt ermittelt; er wurde festgenommen und ausgeliefert. Dem Angeklagten wurden milbernbe Umstände zu- gebiliigt und eine Gefängnis strafe von einem Jahr zudiktiert. Er erkannte die Strafe an. Berlin, 6. Tez. Tas Schwurgericht Berlin I verurteilte den Droschkenkutscher Alben Meyer, welcher beschuldigt wurde, am 1>. September seine Ehefrau nach einem voraus» gegangenen Streit durch Beilhiebe getötet zu haben, wegen Totschlags zu 7 Jahren Zuchthaus unb 10 Jahren Ehrverlust. Der Slaatsamvall hatte 12 Jahre Zuchthaus beantragt...... l9e noä N b.e AD be? s I Lensten ginnte )L4 k -sil ilni Boijl ?‘ei J 'befall ein" I ■nbet unb te l Ä. «»3 lnt *uan CLtJ ^uunertag;^! ■ ler 5ahchlui>l .enlslanben 1 schon 1 brachte J jum . I a m NasM der fjdtel "Werse, aus J as den Reim I ahchinderls J berschen, jujZI l unter die I ^erverschenml Gewordene- A günstigen 811 ieue jkinoerljchl i letzten 5omi| uüpsen an an« öeppelinfahM her gehören J al lein Üujtifl 4, o, 6,"(, iw] u auf 2uftr J öladl Bonn, sl ten davon toi zeigt ähnliche» e große inaöai)iq)|Cin I i in Hessen, I schen beim .1 er herrscht imrr] iht die iSolieJ eitgenossische iJ treu. Äucy 6J aber fiyimeiul Den iind die J nlslMden: ide u,w. M ] i Lollslebeiß, h gescyultew Ä ) Bergeheii. i jainmein isl,» Seit joiwemas n der Bergup ihniichen schloß sich Absturz eines Ziugschiffers. Nizza, 6. Dez. Als der Flugichufer Fernandes bei feinen Flugvorführungen mit einer Flugmaschine eine Löhe von 25 Metern erreicht hatte, ervlodierte ter Motor. Fernandez stürzte zur Erde, wo er tot liegen blieb. Der Unfall ereignete sich auf einer ausgedehnten Ebene m der Nähe von Antibes. Es war Fernandez gelungen, sich nach drei vergeblichen Versuchen in die Luft zu erheben. Plötzlich liellts sich der in Schraubenlinie aufsteigente Apparat mit seinem oberen Teile nach unten, schlug zu Boden und begrub den Fiug- ।duffer unter sich. — Fernandez war von Beruf Damenschneider Er hatte mit einem seiner Gehilfen vor mehreren Atonalen einen dem Wright,chen ählllichen Zweidecker erbaut und in Reims vorgeführt. Es war ihm damals Nicht gelungen, einen erfolgreichen Flug zu bewerkitelligen. 3um San wahrmund. Prag, 6 Dez. -Xj. auuxmiiu,^ oenut wies die Berufung Prvf. Wahimunds gegen die mristifche Fakultät wegen Unzuständigkeit zurück. Der Antrag Wahrmunds auf Einleitung einer Ti>zipj-inarunrerfuchung gegen sich selbst wurde abgelehnt, ebenso auf Einleitwrg einer Tiiziplinaruntersuchung gegen den Dekan der Fakultät Prof. Tr. Biersche. Der Berichterstatter Prost v. Kraus ertiarte, Wahrmund habe das akademische Aniehen und die idwim Interessen der Faiuttar schwer geschädigt. vermischtes. * Erdbeben in Japan. Don der hiesigen Kaiser!. Hauptstation für Crdbebcnsorschung in Straßburg i. Els. wurde in ihrer damaligen Mitteilung an die 'Tagespreise der Herd des starken Erdbebens, das am 10. November an sämtlichen Erdbebenstationen zur Auszeichnung gelangte, in die offene See vor der Nord lüste der apan'ischen Insel Nippon verlegt, während es andere Stationen mit den Erdbeben in Zusammenhang bringen wollten, die die schweren atmaspbäriscben Störungen in den Antttlen begleitet haben sollen. Die Richtigkeit der Straßburger Herdbestimmung ist durch die inzwischen vom Kaie,rl. deutschen Konsulat in Kobe eingejanbten Nack- richten bestätigt wordcm Ihnen zufolge wurde stark vom Beben betroffen der Süden von Nippon bis nach Osaka yin und die Insel Shikoku; in -wci Dörfern bet C lat) am a sind von den 90 Häusern nicht weniger als 80 schwer beschädigt und 10 gänzlich zerstört worden. Trotz der Dürf.ig.eit des b^s.,er i)or.i:g;nten Beoback)tungsma tc- rials weist jedenfalls alles darauf hin, daß der Herd des Bebens auf dem Meeresgründe vor der isüdküste Japans zu suchen ist. Straßburg halle allerdings das Meer vor der Osttü,ie von Nocdjapan als den Ausgangspunkt im Derdachst Dieser kleine Unieischied erklärt sich dochurch, daß die Beobachtungen von nur zwei Stationen (Straßburg unb Wien), worauf sich die Herdbestimmung lediglich gründen mußte, eine so strenge Orrbeslirnrnung meist nicht zuläßt; maßgebend war die Ersahrungstatsache, daß die schweren japaui.chen Beben unterseeischen Ursprunges meist dem Japangraben entstammen unb nur selten aus Süden kommen. Das Beben begann in Japan um 3 Uhr 15 Min. nachmcktags, was der Greenwichzeit 6 Uhr 15 Mir. morgens en^pLid)!.; in Straßburg wuroe der Beginn des Bebens um 6 Uyr 25 Min. Greenwichzeit ausgezeichnet, jo daß bte Erobebenwellen den ca. 9000 Kilometer weiten Weg in kaum 10 Minuteu zurückgelegt haben. Kleine Tageöchronik. dtach einer amttichen Meldung ist in ter Umgegend fort Schweich (Kreis Trier- eine große Anzahl von Perionen mnt einem tollwütigen Hund e gebissen roorten. Bei ten Be.' tjörben haben sich bisher 18 Personen gemeldet, von denen jich elf zur Schutzimpfung in das 'Pasteursche JnllUut nach Berlin begeben IjabeiL Ter »unb konnte itodi nicht gefangen werden, lieber ,cch-s Bmgeimsiftereien des Landkreises Trier ist die Huntesperre verhängt Worten. Das in der H u s u m e r A u ß e n s ö h r b c geftranbete deutsche Torpedoboot „G. 89" befindet sich noch in hilfloser Lage. Man hofft auf ein Flotlwerden bei der Springflut am 12. Tez. Die Schraube ist freigeleqt worden. Nur ter mittlere Teil des Schiffes liegt auf der Böschung. Ein Drittel tes vorderen '-veilLs schwebt frei in der Lust. , . Die für geslern m Paris anberaumte Der steigern na der Juwelen des Exfultans Abdul As iS wurde auf Ansuchen El MokriS nufgeschoben. El Alokri ließ durch leinen Anwalt erklären, daß der P'andschem in Verlust geraten sei und himerleqte im Namen der marokkanischeii Reqieriiiig einen Scheck von l1/, SDliUioneu Franks zur Deckung bes Darlelms sowie der Kosten. Infolge von Rauchverq.itung wurde ter Lvkomotttyuhrer und tzeizer eines Güterzuges im Arlbergtunnel bewußtlos. Der tzcizer zog noch im letzten Augenblick den ^Regulator unb bald darauf hielt ter Zug, wodurch ein größeres Unglück verhütet wurde. in Llb-'- A hf. ’lti *" «sS xS -1 rSysl lg-ZAM mit tgÄm-■ :en 9 I I mb I ei« 5^ ] Igs ‘ Wklhtersbcher ÄMnkohlenberMke Petri & Co. empfehlen ihre vorzüglichen Lignitflammkohlen gesiebt und ungesiebt Stückkohlen, Nußkohlen 1 u. ll,Förderkohleu als wohlfeilsten Ersatz für Steinkohlen unb Briketts. Hohe Heizkraft, geringer Rückstand Billigster Industrie- u. Hausbrand. In Waggonladuugeu ob eigenem Anschlußgleis Station Wächtersbach. 5903 Mainzer Aktien Mer i/t Flasche 20 Pfg., V- Flasche 10 Psg. Dürnöerger Hncherbräu i/3 Lir.-Flasche 25 Zig., Vs Ltr.-Flajche 16 Psg. enwnebu Gotthilf Röhrte, ^^Telcphon 344. D ilbesheim, 6. Tez. Zn tent Grubenunglück auf ter Gewerkschaft „öilbefia" wirb noch gemeldet, daß die bret ge» röteten Bergarbeiter verheiratet unb Famllienväter find. Infolge des Unglücks wirb ter Betrieb auf mehrere Tage un±a> brock en._______________________________________________ —. . , •. i r Tadellos erhaltene erttklaffige Selegenheitskauf. --MSLS verein beschloß, im Februar einen Saatmarkt und im Juni eine Rindvieh-Ausstellung für Vogelsberger und Simmentaler Raste zu veranstalten. — Bei der Viehzählung wurden im hiesigen Stadtbezirk 357 Pferde (gegen 344 im Vorjahre), 175 (205) Kühe und Rmder, 239 (79) Schafe, 382 (363) Schweine und 2 (1) Esel gezählt. — In der Nähe von Wehrda sprang am Samstag eine geistesgestörte junge Dame in die hochgehenden Fluten der Lahn. Die Leiche ist noch nicht gefunden. x Homburg ö. b. £)., 5. Tez. Die 100. SBieterfetir tes Geburtstags des Generals von Gersdorfs tourte vom Unter- ofjizierkorps tes 3. Bataillons tes Füsilier-Regts. von Gersdorfs (Kurhess.) Nr. 80 durch eine größere Feier festlich begangen. Tie Gedä chtnis rede, in ter das Leben und ^ter Charakter tes Geirerals eingehend gewürdigt wurden, hielt Sunitu.s-Felbwete! P l aag. Im Namen ter Lniziere sprach ter Bataillonskomman- teur, Lberstteuwant von Wright, Worte tes Tanüs. Eui Tankleleffiamm von ter Dofstaaksbame ter Kauer in, ter jüngsten Tochter des Generals, kam zur Verlesung. Kronberg, 6. Dez. Unter Teilnahme von einigen hundert Turnern und Touristen tourue am Sonntag aus dem Feld berg eine Gedenktafel für August Ravenstein, der vor 100 Jahren geboren wurde, enthüllt. Sie trägt das Bild des Gefeierten und die Widmung der Turnerfchaft unb bes Taunutzklubs für ben „Gcünber bes Turnwesens in Frankfurt a. M. unb ber Felbbergturn- este". Das in Muschelkalk angefertigte Relief ist eine Arbeit bes Frankfurter Künstlers Baumlec. Bei ber Feier hielt ber Vorsitzende der Frankfurter Turner- 'chaft, Prof. Bender, die Gedächtnist.ede. Fr^r ben Taunus tlub sprach bessen Vorsitzend. P. K i t t e l, Vt bie deutsche Turnersä)aft, ben Mittelryeinkreis unb den Felbbergfeit- ausschütz ber zweite Kretstttrnwan A. M ü n ch - Hachenvurg. Im Namen der Familie Ravenstetn bankte bessen Soyn, Archiceit Simon R a v e n ft e i n. Tas Lied „Brüder reicht bie Hemd zum Bunde" beschloß bie Feier. fc. Limburg, 5. Dez. In ter Generalversammlung tes Vereins deuticher Viehhändler, die heute unter dem Vonitz von Daniel-Dierdorf hier stattjand und sich eines zahlreichen Bruches erfreut;, bciüjäitigic man sich u_ a. mit Eifen- babnfrageiL Der Eifcn^ahn-Beriehrs-Jnspe.tor Mcinecke- Limdurg wohnte deshalb ter Deriammlung an. Viehy-andier Abraham- Ehringslwu^en siel.te ten Antrag, daß ber Zug 5,19 Uhr vormittags, Ehringshan>en—Wetzlar ois Gießm durchgehe, um rechtzeitig zum Gievener Marit gelangen zu Eöimcn. Feiner SdyriUc gigen das polizeiliche Veroot cinzuiciten, an Loiuilag-Bormsikagen Vieh zu treiben. Ter Amrag fand Annahme. Der Bvrfitzenoe soroerte Die Veriammlung am, sich Mann iüi Mann dem öanfabunbe aiijUiajLe&tn, teil en Bestrebungen im Jnteic.ie eines jeteii Viehhändlers lägen, <5eridMsiaaL R. B. Darmstadt, 6. Dez. Das Schwurgericht nahm heute unter Vorsitz des Großh. Laudgerichlsrat Reuß feine Sitzungen auf. Als erster Fall wurde gegen ten früheren Landbriefträger Leonhardt Spilger aus Rimbach i. O. verhandelt. Der Angellagtc ist unbeslrast, 23 Jahre alt und war feit 1. April Landbricsträger in Reinheim mit einem Anfangsgehalt von 800 Mk. und 100 Mk. Wohnungsgeldzufchuß. Er unterschlug von Warum tauft mir meine Muller keine Luiol- Bonbons ? Der Hüllen gujffl mich fOrchlerHch und wie alle Leute lagen, verschwindet er nach Eulol- Bonbons sofort. Preis 30 Pfennig. - . - Ml Metzger BacM. 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