Nr. 1 Zweites Blatt 159. Jahrgang Samdlag 2. Januar 1909 Grfcheint tSgNch mit Ausnahme deS Sonntag». Die „Gießener Lamkttend'.Siler" werden dem ,91nAcifler' viennal wöchentlich beigelegt, das „Krdsblatl für den Kreis Liehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen nwnallich -iveuual. Eichener Anzeiger Seneral-Anztiger für Eberhesftn Rotationsdruck und Verlag der Vrühlfchrn Unioerfiiätd - Buch- und Sreindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul» straße 7. Expedition und Verlag: 5L Redaktion:«^ 112. TeU-AdruAnzeigerGieben. Ulli ILI1 Illi 1111..........I ■■ I Ml Mil I Win'niH’l!MR.UB^W Kotttisehe Tagesschau. D!e Neujahrsfeier im königlichen Schloß zu Berlin wurde auch in diesem Jahre durch das große Wecken einöclcüct Bei klarem Frvsdvetter fanden sich schon zeitig große Menschenmengen in der Umgebung des Schlvfics zusammen. Nau, 9^4 Uhr trafen die Majcftüten vom Neuen Palais aus im Auto- mobil im königlichen Schlosse ein. ebenso die Mitglieder der kaiser- lidyen Familie. NaclPem die Majcftäten die Gluckroünsche bei Prinzen und Prinzessinnen des königlichen >Hauscs, sonne des Hofstaates entgegengenommen hatten, begaben sie sich unter großem Bor tritt nach der Schloßkapelle. Der Kaiser, in großer Generalsuniform, führte die Kaiserin, welche eine biaßblaue Robe trug, dann folgten der Kronprinz mit der Prinzessin Eitel Friedrich Prinz Siupprecht von Bayern mit der Kronprinzessin usw. Zu dem feierlichen Gottesdienst hatten sich ferner eingefunden der Reichs Kanzler, die Mitglieder des Bundesrats, die Ritter des Schwärzen Adlerordens, die Minister, sowie die Präsidien der Parlamente. An den Gottesdienst schloß sich eine Gratulations- und Dc- silier-Cour im Weißen Saale, während welcher im Lustgarten Salut gcsdyossen nmtbe. Der Kaiser und ebenso die Kaiserin reidyten dem Reickstairzler die Hand. Nach der Cour empfing der Kaiser zur Gratulation die Botschafter, den Reichskanzler, das Staatsministerium, die kommandiereirden Generale und Admirale und begab sich um 12Va Uhr zu Fuß nach dem Zeughaus zur großen Parole-Ausgabe, unterwegs vom Publikum mit lauten Hurrarufen begrüßt. Im Lause des Nachmittags fuhr der Kaiser bei den Botschaftern vor. Ein Rkvolveranschiag auf den französischen Ministerpräsidenten. Erp vor wenigen Tagen war au» den Präsiden« en «rätlnres ein Angriff aut offener Straße verübt worden, und schon lutebci wird aus Paris von einem Altenlalverinch gemeldet. Am Sylveiter- abend. kurz nach ö Ul»r, gab ein Mann fünt Revolverfchnfse gegen die Fenitcr des Zimmers ti b, tn dem Ctemene.au »in 'Dünifterimn de« Innere»» am Platz Beauvau arbeitet, ab. Clemenceau wurde Nicht getroffen. Er verließ da« Ministerium unmittelbar noch dem Attentat. Der Monn, der sofort verhaltet wurde, »ft en» .Wovfei namens A»»lo"io Benedetli. Er war beim Handelsgericht m Ajaccio ongestellt und scheint durch einen Prozeß, den er gegen den Staat lührle, »n starke Erregung geraten zu fein. Als er Feuer gab, net er: ,ES lebe die Freiheit! Ätieder mit dem Tyrannei»!" Benedetli »ft ein Alann in den vierziger Jahren. Er soll nicht gelftesgestöli fern. Ter Angreifer deS Präsidenten Fallieres, Aialhis, benimmt sich, wie im Anichluß an obige Mlllerlnng zu ber,chlen ist, tn der Halt so unoernünitiq, daß desfett Uebersilhrn,»g in eine staatliche Irrenanstalt bevorsteh». Zur Lage auf dem Balkan. Wie das Reuter'lche Bnieau von anitlicher Seite erfährt, haben England und Rußland Oester reich-Ungarn »c>re Annahme der Vorschläge notifiziert, die Oesterreich-Ungarn bezüglich der miitmaßlichen Beratungen der der etiropäijchen Koifierenz vorznschlagenden Fragen gemacht hatte. Die Türlen enuenen sich übrigens letzt schon gegen die Engländer dankbar. Es »st die ersleFruchr der neuen eiiqlucb* türkischen Freundschast. Tie Psone hat nämlich einer englischen Gesetlfchait die Konzession zum Betriebe einer Küsiensahrl-lSefellschait mit einem vorläufigen Grundkapital von 25 Millionen Frcs erteilt. In diese Gesellichait sollen zwei türkische Gesellscha'ten übergehen. D:e Konzession »mlerliegt jedoch der Sanktion des Parlaments. Nach Aeußerungen einiger Mitglieder wird dtefelbe Sch»vierigke»leu begegnen. — Meldungen aus Saloniki zruolge plant das Boykoll- Komitee, falls die Frage der Angliederung Kretas an Griechenland eine für die Türke» ungünsUge Wendung nehinen »vürde, den Bo»)koll auch auf griechische Waren auszudehnen. Mißlungener Generalstreik. Der wegen der Auslösung der Fachorgailifationen der Metallarbeiter und Schreinergesellen gevlaute Ataffenstreik der sozialistisch Organisierten »st, wie aus Budapest gemeldet wird, nicht zur Turchiührung gelangt. Bon 100 000 Arbeitern feier« nur 4tM0, von denen die Hal'te Donnerstag nachmittag die Arbeit wieder auinehme»» dürste. Ta die Zenungsletzer streiken, erscheinen die Blätter nicht. Verschiedene Personen, die ÄrbeitswiUtge an der Arbeit zu hmderrr suchte»», wurde»» verhaftet. In» übrigen herrscht Ruhe. ♦ Castro und die Revolution in Venezuela. Den in ^errrir wei^eirdcn ^-Prchioenten von Venezuela, Castro, hat die Bosfisckye Zeitung über fein Verhalten zur neuen Regierung und über die gegen ihn erhobenen Beschuldigungen befragen lassen. Castro erklärte aus die Frage, ob er bereits bei seiner Abreise gewußt habe, was sich demnächst ereignen werde, mit großer Festigkeit: „Alle diese Gerückfte beruhen auf einer böswilligen Erfindung. Wenn ich auch nur die Icififte Ahnung davon gehabt brtlte, daß hinter meinem Rücken eine Revolution entstehen würde, so wäre ich in Venezuela geblieben, sogar aus die Gefahr hin, infolge meiner fdyfedyten Gesundheit mein Leben aufs Spiel zu setzen. Nein, mein Herr, ich bin immer em Sklave der Ehre und der Pflicht gewesen und fürdyte niemand außer Gott." Unser Mitarbeiter nahm bann, so schreibt die Vos;. Ztg. weiter, auf die angeblich verlangte Auslieferung und auf den in Aussicht gestellten Hochverratsprozeß Bezug: Castro sagte: „Vor allen Dingen Halte ich eine Auslieferung für ganz unmöglich, ivcil darüber überhaupt keine Bestimmungen zwisclyen Venezuela und Deutfckyland bestehen. Sollte mir aber üie venezolanische Negierung auch nur die leiseste Andeutung inadyen, doß man mich in Venezuela wünscht, so bin ich bereit, unverzüglich nach Venezuela zurückzuk.hren, um meine angegriffene Ehre zu verteidigen. Ich glaube sicher, daß ich dabei nur ae- roinnen würde, und R.’ nulyt nur inaezug auf die inneren An- aelegenbeiten, sondern airch, was die auswärtige Politik betrifft, ^dy werbe verlangen, vor einen internationalen Geridytslyvf gestellt zu werden, der über die Rechte und die Gründe, brf B'N^uela zu feinem Borgel^n otraiiiau^m, jein Urtel! abgeben wurde: ovrausgefetzt natürlich, daß er sorvohl Venezuela nne mir wirk.ick) Gereckäiureit widerfahren taffen wird, wenn die venezolanische Sache ms gerechte erkannt wird." Damit fand die Unterredung chr Ende. Wie Castro richtig erwähnie, bcfhlyen ytnfdycn Venezuela und Deutfäyland Line AuslirfriungS sti inmungen. Tenn zwifch-tm den beiden Ländern ist nn Jahre 1832 nur cm Vertrag über den Schutz von Handelsmarken geschlossen worden. Tägigen oeftehen Auslieferungsv-'rträge- -wischti» Venezuela und Belgien O"erl 1680), Bolivien (1888) und Spanien (18‘Jöj." — An Selbst bciuubtjeu» Heu Castio, nne man aus der ganzen Unterredung er sieht, jedenfalls nichts eingebüßt. schiedenen aus dem belgischen Kongo-Gebiet eingelaufenen Meldungen wurde ein europäischer Agent von Eingeborenen in der Nähe der Grenze von Kamerun getötet und verspeist. zriedderger Nelljahrrbrttachtirng. (?) Friedberg, 1. Jan. Auch bei uns hat mit grimmiger Kälte der Winter eingesetzt; ein rauher Nordwind fegt durch die Straßen und verleiht Ohren und Nase die gehörige Färbung. Aber alles hat feine guten und schlechten ©eiten, auch die Kälte; denn einerseits wird sie von vielen mit Freuden begrüßt, namentlich von unserer Jugend, die ihre Ferien so recht auf der Eisbahn verleben kann. Sie kümmert sich nicht um Külte und Nordwind; sind Füße und Ohren erfroren, so geht es ein Vierlelstündchen.-um warmen Ofen, um dann mit erneuter Kraft dem Eissport zu huldigen. Auch die Besitzer von Eiskellern, sowie die Eisarbeiter freuen sich über das' Eis als auch über den Verdienst in der schlechten Zeit. Aber der Landmann erwartet mit Sehnsucht den Schnee, um die schwer bedrohte Saat vor Erfrieren zu schützen, und diq Arbeitsnot nimmt eine immer bedenklichere Gestalt an. So ist der Winter für roenige eine Quelle deS Vergnügens und neuen Gelderwerbes, für viele aber, besonders für unsere Bauhandwerler eine Zeit der schlimmsten Svrge^ doch nicht den Mut füllen lassen; denn auch hier wird» wieder Frühling werden; jeder Ebbe folgt eine Flut; so wird and) bald dem einzelnen Gelegenhett gegeben werden, dem täglichen Verdienste nachzugel-en. Zwar ruht auch bei unS noch eine größere Bautätigkeit. Privatbanken sind DcutKche» Uei«ch. Der preußische Kultusminister verfügte, daß an der königlichen Höheren Mädchenschule in Trier von Ostern an eine Studienanstalt nach dem Lehrplan für real- gymnasiale Kurse und eine Frauenschule euigeridjtet werden sollen. Die Lage in Südwestafrika. Nach an amtlicher Stelle cingetroffcnen neuesten telegraphischen Nachrichten aus Südwestafrika ist die Lage im Süden unverändert Um die Rückkehr der auf englisches Gebiet übergetretenen räuberischen Hottentottenbanden zu verhindern, s.nd zurzeit drei Kompagnien, ein Moschinengewehrzug und ei.ie Batterie des Südbezirks längs der Grenze zwischen Koes und Ukamas unter dem Befehl des Major Baerecke bereitgestellt. Letzterer beabsichtigt in den nächsten Tagen die Karrasberge mit den verfügbaren Truppen gründlich abzusuchen. König Eduard kommt nach Berlin! Nach Telegrammen des Privatselretärs des Königs von England, Lord Knollys an die Presse, ist die von der „Daily Mail" gebrachte Meldung über eine Verschiebung bezw. Ausgeben der Reise des Königs unb der Königin nach Berlin unbegründet. 2lu»!aiiöe Der deutsche Bot > u> a ) ter F ü r st R a b □ l i n hat dem früheren Präsidenten Louoet Oie Glückwünsche Kaiser Wu Helms zum 70. Geburtstage überbracht und gleichzeitig die Glückwünsche des Reichskanzlers Fürsten von Bü.ow übermittelt. Die französische Regierung hat dem Gesandten von Flo - tow das Großireuz der Ehrcntegion verliehen. Die La ndesverteidigungskom Mission der russischen Reichsduura hat die vom Marineministerium für den Bau von Linienschiffen für das Fahr 1900 geforderten 3 Millionen Rubel einstimmig abgelehnt. Rußland und England in Persien. 2bic das Reu- tersche Bureau erfahrt, sino mit Rücksidst auf die unoefriedigende Lage in Persien die englische und russisdye "Regierung wegen eines künftigen politischen Zusammengehens in Persren in Verbuchung getreten. . Kannibalismus t m Kongv-Geb»ete. Nach ver- vereinzelt, was wohl bamit zusarnmenhängt, baß der Güterbahnhof im Frühjahre nach dem Sudende der Stabt angelegt werben füll, wodurch eben die Bautätigkeit stockt^ aber bei Angriffuahrne der Verlegung fich rasch beleben wird. Städtische Bauten sind eben zwei in Arbeit, das Volks- und! Schwimmbad und das neue Krankenhaus. Anfangs MaL hofft man mit ersterem fertig zu sein; mit Freuden wäret es zu begrüßen, wenn das Projekt zur Ausführung tarne, vom Schwimmbade einen Femheizlanal nach der Stadt-, kirche zu leiten, um die Kirche im Winter zu Heizen. Denn so steht daS schöne gotische Baudenkmal von sJä)Dembec bis zum Frühjahr unbenützt, während die Burgkirche unb die Turnhalle der Augustinerschule für die religiösen Bedürfnisse unserer evcmg. Einwohner nicht genügen. Hoffend lich bringt das Jahr 1909 neue ft tot Bauten, Wünsche, die wohl nicht in einem Jahre erfüllt werden können; denn sonst würde der städt. Steuersäckel zu sehr in Mitleidenschaft gezogen. Auf dem Wunschzettel stehen Kanalisievung dev Stadt, Schlachthaus, Neubau einer Akademie, Erweiterung der Gebäude der Volksschule, neue Anlagen, sicherlich Wünsche, von denen einige viel Geld kosten, die aber alle, notwendig sind. Von staatlichen Bauten sind für bas neue, Jahr vorgesehen die Erbauung einer neuen Blindenanstalt' Für diese ist das Gelände schon vor einigen Jahren in der; Leonhardtstraße angekauft; der Staat hak für den Bau, der auf 399 500 Mark veranschlagt ist, 100000 Mark als, erste Nate gefordert. Dann soll ein neues Amtsgericht an1 die Stelle der alten Blindenanstalt kommen. Cmdlich ist' auch im alten Jahre ein schon lang ersehnter Wunsch^ unserer Kaufleute in Erfüllung gegangen, die Einführung^ des 8 Uhr Ladenschlusses. Am Schlüsse des Jahres ziehen die Menschen Silansj über bas vergangene, wünschen sich Glück unb alles gute.. Glück kann jeher brauchen, befonbers bie, die einen wichtigen Lebensabschnitt vor oder hinter fiel) haben. In einer, Stadt der Schulen mit ihren Examinas, die hier schon Ende Januar beginnen, ist dies für den beteiligten erstj recht der Falt Viel Fortschritt hat in unserer Stadt das, LNeines jcuiUcton. — Eine eigentümliche Nachricht bringt das „Gothaische Tageblatt". Danach soll her Herzog von Kv- burg-Gotha, um den geplanten Umbau der Feste Koburg durchführen zu können, den Kaiser gebeten haben, zu gestatten, daß eine zu diesem Zweck zu veranstaltende Lotterie auch für den Umfang der preußischen Monarchie genehmigt werde. Obwohl nun der Kaiser diesem Plane zugestimmt habe, hätte die preußische Regierung ihre Genehmigung versagt, und zwar mit der Begründung, daß die seinerzeit an die zwischen Preußen und den Herzogtümern Koburg und Gotha abgeschlossene Lottericgemeinschaft geknüpften Erwartungen fiel) nicht erfüllt hätten! Wenn diese Nachricht zutrifft, so würde der Herzog also dafür gestraft v>erden, daß die Bewohner feines Landes nicht in dem von preußischer Seite gewünschten Maße dem Spielteufel huldigen. — Zum 100. Geburtstag von Darwin. Aus London schreibt man: Die Universität Cambridge will in diesem Jahre den 100. Geburtstag von Charles Darwin unb gleichzeitig das Jubiläum der ersten Veröffentlichung des berühmten Darwinschen Werkes von der „Abstammung der Arten" festlich begehen. Die Veranstaltungen beginnen um 22. Juni n. I. mit einem Empfang der auswärtigen Delegierten und Gäste durch den Lord-Kanzler im Fitz- william-Museum» Daran schließen sich am folgenden Tage die Borträge an unb abenbS ein Bankett. Am 24. Juni werden die Vorträge fortgesetzt werden unb die Universität wird einige Ehren-Auszeichnungen verleihen. Ferner ist die Veranstaltung einer Darwin-ErinnerungsauSstellung geplant. lieber 200 Abgeordnete unb Gäste aus allen Ländern haben bereits ihr Kommen zu der Feier angesagt, darunter viele deutsche und österreichische Gelehrte. — Sarasates Testament. Die Oeffnmrg des Testaments des vor kurzem verstorbenen berühmten spanischen Violinisten ergab, daß Sarasate feine Heimatstadt Pampeluna mit ansehnlichen Stiftungen bedacht hak. Der Musiischule der Stadt hat er feine gesamte Notendibliothek | vermacht und 20 000 Mk. zur Begründung eines Jahrespreises überwiesen. Für die Armen der Stadt sind 12 000 Mark ausgesetzt; fein Klavier, zwei seiner berühmten Violinen, seine Juwelen und feine Orden sind ebenfalls der Stadtgemeinde überlassen worden, die sie in einem besonderen Raum zur Aufstellung bringen wird. Seine berühmte Stradivarius von 1724, das Geschenk ber Königin Isabella von Spanien, hat Sarasate bem Pariser Konservatorium für Musik vermacht, wo er seine erste musikalische Ausbildung genoß und feinen ersten Erfolg errang. Dem Konservatorium hat er zugleich 20 000 Franks überwiesen, aus denen ein jährlicher BiokinprciS gebildet wirb. Dem Ma- briber Konservatorium hat er zum gleichen Zivecke 100 000 Franks vermacht. Der Stradivarius von 1713 sollte nach der ursprünglichen Fassung des Testaments dem Londoner ScuthlLnsington-Museum überlassen werden, „zur Erinnerung an bas Willkommen unb an die Erfolge, die ich in England genossen habe". Eine spätere Klausel jedoch stößt die Bestimmung wieder um und überweist das kostbare Instrument dem Madrider Konservatorium. Seinem Kammerdiener hat Sarasate 40 000 Franks, seiner Köchin 10 000 Franks ausgesetzt. Seine Billa in Biarritz und 15 000 Franks erbt Fräulein Bertilla Goldschmidt, der Rest des Vermögens, dessen Höhe noch nicht ganz abgeschützt werden kann, soll zu gleichen Teilen den beiden überlebenden Schwestern deS Virtuosen anheimfallen. — Das „dreiundzwanzigjährige Baby" von Devonshire beginnt zu wachse n. Seit zwei Monaten hat ein bekannter Londoner Mediziner die Behandlung des Mädchens übernommen und außerordentlich interessante Re- suliaie erzielen können. ES handelt sich um die dremnd- zwauzigjährige Mildred Hart, Die in frühen Kinderjahren plötzlich in der Entwicklung stehen blieb und seitdem weder gewachsen nock» aeiftig fortgeschritten ist. AlS her Arzt bie Behandlung übernahm, wies die Dreiunbzwanzigjährige fa^ in jeber Beziehung bie Entwicklungsstufe eines fünfjährigen Kindes auf, war 33 Zoll hoch, mit trockenem dünnen Haar/ breiter fetter Nase und von außerordentlich bleicher ®e* sichtsfarbe. Den ganzen Tag über faß sie, auch in den Sommermonaten, zitternd vor dem offenen Kamin. Ihre Gliedmaßen, Hände uzib Füße, waren kalt unb steif anzu-> fühlen. Teilnahmslos unb ohne sich um bie Umgebung zu kümmern. Pflegte sie so den Tag über dazuhocken, und ihr Wortschatz bestand aus kaum drei ober vier Lauten. Sie hatte noch ihre Milchzähne, Appetit war so gut wie garnicht vorhanben, kaum baß sie am Tage einen halben Liter flüssiger Nahrung zu sich nahm. Der Lonboner Mediziner begann vor nunmehr acht Wochen die Behandlung durch die tägliche Verabreichung einer starken Dosis von Schild-! drüsenextrakt und der Erfolg hat ihm vollkommen recht gegeben. Die kleine Mildred Hart ist seitdem um 2i/» Zoll gewachsen, ihre Haut, die früher trocken und rauh war, ist heute warm und natürlich, die Form der Nase hat sich gemildert und der geistesabwesende, teilnahmslos starre Gesichtsausdruck ist fast völlig verschwunden. Das Haar wächst, sie hat Zähne gewechselt und ihre Appetitlosigkeiü ist zu einem steten Hunger geworden. Noch bemerkenswerter aber ist der Umschwung im Denken und Sprechen. Seit den letzten Wochen entfaltet sie eine Gesprächigkeit, die überrascht und sie verfügt dabei über einen Wsrkschatz, den sie unmöglich erst in den letzten Wochen sich angeeignet haben kann, es muß sich dabei um erstorbene Erinnerungsbilder handeln, die tief unter bem Bewußtsein begraben lagen unb jetzt wieber zum Leben erweckt werden. Wie lange die Kur fortgesetzt werden- muß, ist einstweilen nicht äbzusehen, eS ist nicht ausgeschlossen, daß der Mangel an Schilddrüsen- selret ihr immer künstlich zugeführt werden muß, aber einstweilen ist der Wiederbeginn der körperlichen unb gei, stigen Entwicklung unverlennbar unb schreitet weiter fort sIahr 1908 gebracht, aber auch viele »lagen; Geschäftswelt und Industrie hat schwer zu kämpfen; möge 1909 dem einzelnen Bürger Zufriedenheit, Gesundheit und genügen des Auskommen gewähren. <ßerid)tsfaaL X ffulda, I. Ian. Das S ch ö fle n a e ri ch t Silbers oerurreilte den Freiherrn Melchior v. d. Tann w Tann .wegen Aeleidigunq des Gendarmerie-WachlmeisterS Rudolvh au 3 Taqen Gefängnis. Weiterbin würbe bem Beleidigten die BublikationsbeüianiS des Urteils Auerkannt. ReichSgerichtsbrief. Nachdr. verboten. 1.2. Leipzig, Dez. 1908. Die Streupflicht bet Stadtgemeinde bei Glatteis auf bem Marktplätze. il« am 30. Januar 1905 auf dem Marktplätze zu Birken- fe ld ein Pferdemarkt statesond, kam der KfcrbeWb.'a: E. infolge r-ea sich .tuf dem Markrvlatze gebifdeteu Glatteises zu Fall, wobei ei. sich einen Achsekbruch z'czog- AuS dem Unfall machte er die StaU.'cm ' Birkenfeld hanuilichtig, weU sie ihre Streupflicht versämm habe. Seine Klage wurde auch vom Landgericht wie vom Cbertan» deSg ericht Köln dem Grunde nach Jür gerechtfertigt enexfowtt DaS Laupgericht stellte fest, daß die Unfallstelle zurzeit ter. (SiäbÜbung sehr glatt war und daß der Kläger zu Falle gekommen ist, trotzdem ec sehr vorsichtig gegangen war. Infolgedessen sei der Unfall auf die Unterlast ung des Streuens mit ab» stumpfendem Material >urückzuführen, zu welchem Streuen die Stadtgemeinde infolge des außerordentlichen BerkchrS an diesem Tage verpflichtet gewesen fer. Diese Streupflicht werde einmal den Gemeinden durch eine Grotzherzogüch Lldenourgische Regierungsverordnung, wie auch durch Erhebung von Standgeld Tür die Pferde der Beklagten besonders zur Pflicht gemacht. Gegen bas Urteil oes LüerlandeSgerichtS hatte die beklagte .sr'ibtgtmcinfce Revision beim Reichsgericht eingelegt. Ter 6. Zi- raücnzit des höchsten Gerichtshofs erkannte auf Z u r ü ckwe i f u n g her Revision, indem er ausführte, daß in bei: nachprüfbaren Darlegungen des LberlanoesgerichtS ein Rechtsirrtum nicht zu finden sei Vermischter. Der Schmerz der S ch o r n st e i n s e g e r. Einen uncr- jeeulcchen Jahresschluü hatten diesmal, so schreibt dos Berl. T.", he Berliner Schornsteinsegcrlehrlinge. Die traditionelle Bc- fchcrmlg der kleinen „schwarzen Männer" durch die englische Botsck^fl ist in diesem Jahre ausgeblieben. Darüber herrscht unter ihnen groste Trübsal Alle kleinen und grasten „schwarzen Männer" Berlins freuten sich darauf. Wie mag das gekommen : jein? Ein Wechsel in der englischen Botschaft hat in Berlin 1 schon oft flattgefilnoen, ober bad Fest ging doch vor sich. Jetzt ist Sir Frank Lascelles gegangen und Sir Edward Goschen gekommen Hat man den neuen Botsä-aster nicht informiert? Es sind doch die Mitglieder der alten Totschast geblieben. So fragen sich die lieinen und grasten Schornsteinfeger Berlins. Am 29. oder 30. Dezember gaben die Herren der englischen Botschaft früher in Ha oerechts Fest sä len, in der Großen Fran liur terstraste 30 ein Fest und liestcn durch den Jnnungsvorsland die Schornstein- icgerlchrlinge einladcn. Unter strahlendcu Ehcistbäumen wurde den „äcipvarzen", die zu dem Fest rveißgewaschen und ui Festkleidern lüic Gentlcmen erschienen, an weistgedeckten Tafeln ein leckeres Mahl serviert, hie Herren und Damen der Botschaft waren zugegen Die Lehrlinge empfingen sehr schöne Geschenke, und die Freude Ivar grast. Vielleicht war nur eine Bergestlichleit beim Wechsel des Botschafters die Ursaä>e für den Ausfall des traditionellen Schornstemfegerfestessens, und die Trübsal der „Sckwarzen" kann sich zu Beginn des neuen Jahres vielleicht noch in eitel Freude wandeln. Börsen-Wochcnbcricht. F t a n f f u r \ a. M., 31. Dcz. Das alte Jahr, im Wirtschas.S.eben eine Periode gewerblicher Depression ist vergangen, und lebhafter alS sonst drangt sich an f*r Schwelle deö neuen JahreS die Frage aus: Mas wird eie Zukunft bringen? Wird die Gesundung des harniebetltegenben. W-irtschafl-Wrvers endlich merklichere und raschere Fortschritte machen und wird er im Frühjahr zu neuem Leben erwachen? Wohl selten tst es so schwer gewesen, ftch ein, wenn auch nur einigermaßen zutreffendes Bild von dem zu machen, was kommen wird. Das gilt sowohl von den fefon so lange im Vordergrund stehenden politischen Verhältnissen wie von den wirtschaftlichen Dingen, die gerade jetzt aufs engste miteinander verbunden find. Eine Klärung und Besserung der wirtschaftlichen Lage hat zur Voraussetzung, dast in der hohen Politik fein Anlaß zu Besorgnissen gegeben ist. In dieser Beziehung sind die Verhältnisse heute ledoch noch recht ungeklärt. Wenn auch die Befürchtung vor ernsteren Verwicklungen vorerst gefdpnnnben und die Auffassung, daß die ,Gebenden Fra>wn in der Balkanpvlitik eine friedliche Lösung finden werden, die weitaus überwiegende ist, so läßt sich doch nicht verkennen, daß die politische Situation noch immer den Unternehmungsgeist lähmt und die Gesundung der wirtschaft lichen Verhältnisse verzögert. Dennoch fehlt es nicht an Momenten, die dafür fprcdicn, daß der tiefste Puukc im W.rtschaftSlebcn erreicht ist nnb man aurvarteit darf, daß es nunmehr wieder aufwärts geht, wenn auch vorerst mit langsamen Sclnitten. Tie Aussichten zu Beginn des neuen Jahres stellen fiel» ledensalts weit günstiger dar als zu Beginn des Jahres 1908. Nichts kennzeichnet die Verschiedenheit der Lage deutliä-er alS der Umschwung, der innerhalb Jahresfrist in den Geldvcrhältniff c n ein getreten ist. Wir begannen oaS Jahr 1908 mit einem Diskont der flteidribant von 7> . Prozent, der Bank von England von 7 Prvz. und eröffnen das neue Jahr mit Sätzen von 1 bezw. 2> ? Prozent. Vielfach tragt man sich sogar mit der Hoffnung, daß die RcicbSbank in nächster Zeit ihren Satz noch werde ermäßigen können, wenn nzchl besondere BerhUlunfe h:nfr.Tnö daznnicpcn treten. Ti: überaus günstige ('^estalcung dcS Geldmarktes ist aber mit in erster Linie dazu berufen, das Wirtschaftsgebäude wieder aufzurickten. Dis jcd: war die Verbitligunz des Geldes allcr- dinos noch wenig imstande, eine wesentliche Aendemng der .äon- junknir zum Besseren berbeizuführen, man erwarte: aber eine Entfaltung der wirtschaftlichen Kräfte, sobald die HaDitalbi 1/ bung wieder so weit vorgeschritten sein ivird. daß mir ihrer Hilf.' Produktion und Bedarf in ein richtiges Verhältnis gelangen können. Hier bestimmte Voraussagen machen, ist allerdings unmöglich. Der künftigen Entwicklung kommt aber zustatten, daß das Erwerbsleben, wenn es auch in 1908 ftcanierte, in seinen Grundlagen gesund geblieben ist. Nlochren die Entbehrungen, die in dreser schwierigen Periode den meisten Gewerben auferlegr wurden, noch so empfindlich sein, sie hatten bas Gute, daß die Produzenten sich nach der Decke strecken lernten unb ihrerseits daS Mißverhältnis pemngenen. Der Konsum dürfte nun aber bald umsomehr die bisher geübte Zurückhaltung wieder ausgeben, als die vielfachen Preisermäßigungen, die auf bem Warenmärkte eingetreten sind, den Verbrauch allmählich anregen werden. An der Börse scheint man diesen Aussichten schon seit längerer Zeit Ausdruck zu geben, denn die Stimmung bleibt vorwiegend fest, w-nn auch das Geschäft nach wie vor in engem Robmen sich betragt In der letzten Woche des alten Jahres traten die Bestrebungen deutlicher in die Erscheinung, zum Schluß womöglich nach ein höheres Pre sniveau zu schaffen, soweit wenigstens die leitenden SpekulatianSpapiere in Betracht kamen. Diese Bestrebungen hallen auch einigermaßen Erfolg, auf dem Banken- und Montanmarkt sowie auf dem Gebiet der Schiffahrtsaktien konnte eine nicht unbeträchtliche Preisbesserung platzgreiscn. Gute Nachfrage zeigte sich auch für Anlagewerte, von denen sowohl heimische wie fremde Fonds sich besestiegten. Bahnen lagen ruhig, doch gut behauptet Für Jnduftriepapiere zeigte sich, wie schon seit längerer Zeit, nur vereinzeltes Interesse, im großen ganzen haben sich diese Werte während des verstossenen Jahres recht gut gehalten, weil hie Börse auf diesem Gebiete schon seit einigen Jahren große Zurückhaltung bekundet und mit einem Wechsel der wirtschaftlichen Lage gerechnet hatte. Privatdiskonto 27A Prozent. SanfrcL — Konkurse in Lessen. Lieber das Vermögen des Bücher- revifors Max L u ft i g in Ti ainz mürbe am 22. Tez. bas Konkuis- veisaknen eröffnet. Rechtsanwalt Loeweiisberg in Rlginz wurde Atim Konknrsverwalter ernannt Konkursforderlingen sind bis zum 30. Jan. bei dein Amtsgericht Mainz anzumelden. — lieber bat* Vermögen des Kaufmannes Jakob Strauß zu Alzey wnibe am 24. Dez. das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Bohn in Alz-y wurde zum Konkursverwalter ernannt. KoirkurSsorder- ungen sind bis zum 18. Jan. bei bem Amtsgericht Alzey anzumelden. — Uebcr das Vermögen des Schuhwarenhändlers Eduard Bösche in Darmstadt wurde am 24. Dez. das Konkurs- verfahren eröffnet, da der Gemeinschi'ldner seine Ueherschuldung angezeigt und seine Zahluugsemslellung glaubhaft gemacht hat Kaufmann Karl Techert in Darmstadt wurde zum Konkursverwalter ernannt Konkursiorderungen sind bis zum 13. Jan. bet dem Amtsgericht Darmstadt I anzumelden. — lieber das Vermögen des Kaufmannes Anton Stander in Mainz, StadtHausstraßc 15, wurde am 28. Dez. bas Konkursver'ahreu eröffnet. Aitwalts- BureauvorsteHer Schlimm in Rlainz würbe z»nn Konkursverwalter ernannt. Konti,rskordenwgen sind bis zum 20. Jan. bei bem Amtsgericht Mainz anzumelden. Vom Rheinisch-Westfälischen Eisen markt. Die Lage der Rheinisch-westfälischen Eisenindustrie hat sich nach den neueften Nachrichten über Beschäftigung unb Aussichten auf weitere Beschä tigung nicht unwesentlich gebessert Tie Kölnische Zeitung, bic sehr vorsichtig in ihren Auslassungen sich über bic Lage aus- spricht, teilt unter anderem mit, daß ganz bebentenbc Abschlüsse in sämtlichen Sorten Roheisen gemacht worden sind, deren Umsang eigentlich überrascht unb wobei es sich and) augenscheinlich um rocitgcbenbc Deckungen zu den aiiBcro'hentlict) billigen Sätzen der letzten Zett gehandelt hat. Lebha'te Kauflust herrscht auch für Drcrhterzeugnisse. In Eisenbahnschienen ist em größerer chinesischer Austrag für mehrjährige Lieferung hereingenommen worden. — Vom Auswanderungs-Verkehr. Der Aus- wanderer-BerkeHr hat in den letzten Tagen einige Belebung erfahren. Nach einer Information der „91. Hamb. Ztg." hat der Zustrom in Bremen in den letzten Tagen sich noch verstärkt unb bic Ansammlung nimmt noch immer an Ausdehnung zu. Ter am Samstag nach New-Bork abge'eitigte Dampfer „Brandenburgs des Norddeutschen Lloyd nahm 1300 Auswanderer an Bord und eine ebenfs große Zahl wartet in Bremen jetzt schon wieder auf Be- lörbertmg. Markte. Gießen, 2. Januar. R. ari i v ericht. 9luf heutigem Worben- niartie kostete: Lutter vr. Pfd. 0.95—1.05 Tlf„ Hühnereier 1 Lu 8-9 Dfg., Käse pr. St. 6—8 Pf., Kasematte 2 St. 5—6 Pfg., Erbfeii p. Pfd. 18—24 Pfg. Linsen v. Pkd. 25—40 Psg., Taubeii pr. Pr. 0,80-1,00 Mk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 2la»t,rtcbicrt. Verlobte: Fränlem Ida Simon in Schotten mit Herrn Siegfried Rothschild in Friedberg. — Fräulein Anna (Snmbbetgcr mit Herrn Ludwig Bender, beide in AlSstld. — Fränlem Elisabethe Renner nut Herrn David Meinhardt, beide in Als'eld. — ffräuiein Käthe Geis in Biidingei: mit verm Auqust »ell-roiq m efurtaart.! — Fräulein Katharine Dorr mit Herrn Georg Weitzel, beide in Sifa. — Fräulein Emilie Zulauf mit Herrn Heinrich Karl Tivpel, beide in Leusel. Gestorbene: Herr Hemrick) Reil in Steinfurth. — Herr Simon Schutz in Sber-Wöllstadt. — Frau Katharine Frank in Langenbergheim. — Herr Heinrich Albert in Wiesbaden. Die nach- A o T 7 t 0 ,in'1 Sonntag. 3. Jan., nur von «tehenden Äül u 1 u 12 Uhr mittags bis 12 l hr nacht« tür drinrende Fäll* sicher anzutreffen : |D3/, ! Dr. tieyer. Seherswe? <4. Dr. Klein, Ost-Anlage 87. ' itätsrat Dr. Zinaeer. Goetbestrasse 10. Sonntac 2 °/e russ.Staatsanl. 1905 97 25 4>j°/0 japan. Staatsanleihe 93.50 1H Couv. Türken von 1903 93.30 Türken.eso 144.00 I % Griech. Monopol-Anl. . 49 10 456 äussere Argentinier . 86.10 j°/0 Mexikaner . . . 63.70 Ih0/» Chinesen .... 98.30 Aktien: Bochum Guss 224 50 .\ordd. Lloyd . ... 90.80 Obeischics. Eisen-Industrie 96 75 Berliner Handelsges. . . 169.60 Darmstädter Bank . . . 127 90 Deutsche Bank . . 243.30 Deutsch-Asiat Bank . . — — Diskouto-Komuiandit. . 181.00 Dresdner Bank . . . . 148 00 Kreditaktien .... 195.60 Baltimore- und Ohio- Eisenlabn 110.80 Gotthard bahn —.— Lombard. Eisenbahn . . 18.26 oesterr. StaaUbalin . . . 143 50 Pnnoe-Bcuri-Eisenbahu 123.40 Buderus E. W 112.00 Tendenz: lest. Berliner Börae. 2. Januar. Aulongakunc. Canoda EL..... 177.70 Darmstädter Bank . . . —.— Deutsche Bank .... 243.40 Dortmunder-Union C. . . 63 2ü Dresdner Bank . . . 118.50 Harpencr Bergwerk. . . Laurabüttc Lombarden E. B. . . , Nordd. [Joyd filrkenlose 195.60! 199. .0» 18.20 90j»r 141 9U Tendenz fest. Ein Freund jeder Hausfrau. Scotts Emulsion hat fid) in zahlreichen. 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Lange = 2,60 Fm. 1 3 m Wuleili Sanömnnn 77 Gietzen, Süd-Anlage 7. 66 l£iajen= Aspen- ftiefern-- 510 oOO loO Fichten-RciSslangen - ütiefern^S,lamme 12— Rm. Eichen-Lcheit Jnkasto-Burcau: Bahnhofstr. 39, parterre 135 3iuur. 7 „ 69,6 „ 8 v ISti w Nicderlngehei: Gescüw. , Plocksür. 2. JsS/J 9im. Buchen^-Knüppel Rm. Eichen-Knüppel, 3 Rm. Kiefern-Knüppel, 10 Rm Eichen-Reisig, 15 Rm. Fichten - Relsig, 8 Nm Gießen, 28. Dezember 1908. Die Vorstände Fichten-Stockholz. Anfang ist Vormittags 10 Uhr im Hinterwald. Muschenheim am 31. Dezember 1908. Großh. Bürgermeisterei. Becker. des Babelsberger Ltcnographenverein Gießen (E. B.) gegr. 1861; und des Dameuvercins Babelsberger Gießen. L)ohe Würzekraft Niederer preis sind die zwei bervorstehenden Eigenschaften von „2{norr = Sos". Zu haben bei Ferdinand Zimmer, Lick i. Oberheff. 129 672 170 Vorn Guten das Beste für jedermann! Mm Mhte tat die Schilder und Tüten. Ferd. Fuesers Kommnndit-Gesellschaft, Dülken u. Mannheim» Betr.: Die Strafregister; hier die Rachwetsungen der im 2. Halbjahr 1908 verstorbenen bestraften Personen. Ter Groscherzogliche Ober-Staatsarw lt beim Landgericht der Provinz Obcrhcssen an sämtliche Orrspolizeibehörden des Kreises. Sie werden ersucht, die oben erwähnten Nachweisungen oder Fehlanzeigen bis zum 1. Februar 1909 — ohne daß eine Erinnerung nötig wird — an mich einzusenden. Gießen, den 31. Dezember 1908. Lamp. Eichen- Duchen-Knüppelholz Elchen- , Quchen-Stockholz, Holz-Versteigerung im Muscheuheimer Gememdewatd. Douuerstag den 7. Januar 1009 soll fönendes —20 Mir. Lange — 34,91 Fm. 2,20 Fm. Auf Vorstehendes Höst. Bezug nehmend, werde ich das seither unter der Firma „Philipp Weiler" betriebene Cigarre nacichäit unter der Firma „Philipp LLcitcr Nachfolger G. LUamp" weiter* Tütirett Als langjähriger Fachmann werde ich bestrebt sein, das meinem Vorgänger bewiesene Vertrauen auch mir zu erwerben und dauernd zu erhalten. Hochachttmgsvoll Gerhard Klamp ß. Kühn Selferswdg 36. * Femlpredter 213. HUeinlge Illederlage u. Vertretung von 3. e. König & Ebhardt, Bannooer GeididHsbüdier-lrabrik, Budi- u. Steindnidterd Briefordner * Schnellhefter Kontormöbel * Briefordneridiränke. VeiireißiiW doh AcheiiU^eil aller Art tauch verjährter und solcher, welche bei Pfändung fruchtlos). Einholung von Auskünften im In- und Auslände, kulante Bedingmigon. . ans- , c. SerfSien’öer m § 87 SLbsatz 1 Ziffer 3 der Gewerbeordnung SSV meldje gleichzeitig mehreren Innungen ange- ,hören, zahlen nur für üteiemge Fnnuug, welche nir das von mneu bauvtsachlich betriebene Gewerbe errichtet tu- ' 2. Für die QrtogewLcvevereute zahlen — unter ebenmasttgem Wegfall der unter a bts c vorstehend genannten Perfonetureisen — äieiemaen Mitglieder, welche Handwerter und, em Gewerbe be- tretuen mtü nicht glcichzeutg einer Innung als Mitglied cuigeijöien. 3. Die fousttgcu gcwerolicvcn Peremtgungen zahlen — unter ebenmäßigem Wegfall der unter l a bis e uorsteoeiid genannten Persmiencreise — dieleuigen Mitglieder, welche Hanöwerter sind, ein Gewerve betreiben und nicht gleimzeitig Innungsmitguedet oder ^ütgueöeu von Ortsgewerbeveremen und. Personen, welche lediglich Mitglieder mehrerer unter den den Degrtn „sonstige gewerbliche Bereinigungen- ,astenden Vereme sind, werden derienigen Bereinigung zugezahlt, iur welche su. sich durch ausdrüclltche lrrtlärung entscheiden. bJ'? *>n Lang-Gönser Gcmcindcwald Distrikt Haide Gesctzlilhe Nelstel'ffüjiülgell für nachoerzetchnetes Holz versteigert werden: in der Provinz Oberhesien. 9 Eichen-Stämme von 18 — 30 cm Durchmesser 7 m Zur Erlangung des Meistertitels (8 133 der Gewerbe- Länge 2,50 Fm. 230 Kiefern- und Fichtenstämme von 0€bmmg unö nnt Rücksicht auf die Einführung des kleinen 12—31 cm Durchmesser 6—18 m Länge = 106 FM. Befähigungsnachweises) werden in den Monaten Januar, 45 rm Nutzknüppel von 2,5 und 3 m Länge und ca. 20 rm $e&rttftV und März d. I. außerterminliche Prüfungen Kiefern Rnndschetter. abqehalten. Sowie Arittwoch, den 6. Januar 1909, vorm. 10 Uhr Tjüche um Zulaffung zur Meisterprüfung sind bis anfangend daselbst spätestens den 27. Februar d. I. an die Prüfungskommission 90 rrn Eichen-,Kiefern-und Fichten Scheiter und Knüppel I rld)teiK 5800 Stück w , n r» cClcfn Gießen (Kirchstraße 16), am 2. Januar 1909. ^Zus-mm-nk'rmft ist' jebesmal °7°d°r Kr°iG°ß° nach Di- M-ist-rpi-ÜfungAbmmifsion M di°^ P-°°inz Ob-rh-ff-n: Holzheim an der Landhöhe. --—— ----'----------------------— Lang-Göns, den 30. Dezember 1908. Großh. Bürgermeisterei: Roinpf. ubuwen ^eichailsstunden seitens der ämtaiioigen itiuroeniteutLxCi (in deren rlmtsrawnen zur bneiuliajcn Gmncht und ^mgegemiahme, . - „ von Etniprachen amgetegi werden. | bammpcltors Zunmer Nr. 24 wieuen, bei: 1L xesenwev 1J08. . t SelbstkollenpreiS abgegeben. totOBUer4Oy8im>=sto:eiS«mt @re6en. $lc mlt entsprechender —.----- I sind portofrei bis zum Wahlordnung sür die Handwerkskamm-r. 12. Jauuar iss», " “ § 2. an den Unter zeichneten emzusenden. L,ie Eröffnung erfolgt Die Wahlen zur Handwer'tskmnmer erfolgen durch zwei Gegenwart der etwa erfchienenen Bieter. Zuschlagsfrist Wahlldrver, von denen jeder uuiexijaiu örtlich begrenzter Wahl- , a beAirte eine bestimmte Fahl von üaUfUieberti der stanuner und 1 3Lochen. „zx-, /Erfahmamiern für dieselben ot,s den mahlbaren Mitgliedern der Gießen, den 29. Dezember 1908. !ju wm gehörigen Bereinigungen wählt. t£cc Großh. KreiSbauinspeltor des Kreises Gießen. r'.-yonOiucrtcrmnungen, ivelche tm Bezirk der Hand- I. B.: Kalbfleisch. ____________Bj, werkstammer ihren ^ttz haben, ^audwerlermnungen imd fami- ,liche Fwangsinnuligen und öiejenigeli freien Fnnungen, welche ausschltenlia) »ür Handwerte crnastei und. 2. 4)te j^rtogeweroevereiuc sowie sonstige gewerbliche ‘ ‘Bereuiiflunticu. (-^11110werteriawvereine, Handwertervereine, man 'am .yaiwwerter beichranlte gewerbliche Beteimguitgen upu.), faüv sie die Forderung der gewerblichen Iuteresten des ^anomens verfolgen, unnoeitens 3ur «yulite ivrer Mitglieder aus -viuiöwertcrn belieben unö im L>ezlrte der ymwwertöiainmer tbteu -Litz haben. ijei 'A>ruiunst der Frage, ou die unter Bisier 2 auiQefuyrten Vereinigungen nnndeiiens zur Valfte ihrer Mitglieder aus oaiid- wertem beueyen, imd alle der Bereitugmig als ^lstitglieder ange- hörenoen wcuitberechuglen Handwerter (§ «n oyne ytuaiuyt darum z» amnen ou ne gleichzeitig einer Fnnung, ooer emem ^rtsgewerue- ■Derein und einer sonstigen gewerblichen Bereinigung, ooer etwa mehreren der unter letzteren Begriff lallenden Bereuten ongehören. Die Zahl der Mstglleder?mtt welcher jede Beremigung (§ 2 Absatz 2äii(er 1 und 2) wcuiberechtigt ist, uemii?t sich nach ,olgenden Oberforsterei TtruPbackz. fa bcrftewu.^n: ^tü(£ dUUl Teil schwere Stämme mit 58 Fm., 34 Rm. ytuijfüjett, 10 Rm. Rutz-.nnuppel ui Rouen von 2-4 Mir. Länge, 7u )nm. Brenn scheit und Lknuppel, 2Ui> Rm. Reiser 2. und 3. itlaife und U2 Atm. Slocchiilz. „ iöuajcu: 06 Rm. toüjeu und Knüppel und 361 Rm. Reiser 2. und A. ätlQllC. _ ~ ,,„s Aabcu.olz: 45 Stück liefern mit 16 FM., 9 Rm. Scheit und Knüppel und 36 fftm. Reiser 3. itlaifc. . . Dao Brennholz wirb zuerst versteigert. Der Berkaus des Nutzholzes beginnt um 12 Uhr. Der Unterricht in allen Handarbeiten, sowie Kunft- arbeiten beginnt Montag den A. Januar 1009. Für Auswärtige ganze oder teilivcise Pension im Hause. Bereirr 'der Hausbesitzer Gietzeu. Bei unserem Wotznungs-Nachweis, SelterSiveg 26, sind zur Bermtelung angemeldet: Wohnungen m allen Grüßen on 1—8 Zimmern), insbesondere eine .oßece Anzahl inobl.Ziinmer (füi Studenten u. f. wj ve/t SSget-KsErsMS. Wiederbeginn im Fein- und GLanzbügeln Donnerstag den 7. Januar 1909 bcl Frau Hofmann 4 vorm. Lebrcriu a. d. Aliccschulc. Gefällige Anmeldungen Steiustraiie 19 erbeten. MfJUlLLl . 1171 , mm ZeMENTWAAffEN S KvNSTSTtlN Fabrik ,_w ßAurATtmALJO 6*o^SnAH0i>#h^ .Srtiwu foty/i ATI Fl> AuVunKüfifc vq« SuotnRCiAatr J»t wMAßßi^Ukjnetr und Schönheit schafft und bewahrt Schulz’ Kamillen-Seife Bekanntmachung 782 trägt Giessen, 2. Januar 1909. Credilbank Mitteldeutsche FiliaSe Giessen ▲ndreae. Heichelheim. beim Main ein Postscheckkonto Wir machen hierdurch die ergebene Mitteilung, dass wir uns Postscheckamt in Frankfurt am haben einrichten lassen, welches die Nummer Carl Stüdratt Möbel-Fabrik ifeDKjSTRAsse x Ar AirGeurna I. Weisel Telephon 235. htavianvfliilie 2. Stoize-Scnrey! 61) HAHN IM Habe mich in Giessen, Lleblgstrasse 47, als G10385 Beginn des Bierhandlung Trechsler £tenoflrap5fn=8fttlli(6iift „6o6di6»grr Telefon 581 v”; 44 (Sonntags nur vornÜLtaga). Dr*. med. MueEler niedergelassen. Sprechstunden von 81/,—10 und l1/,—3 Uhr buchacker 9ieuen Baue 11. Kartoffeln Prima Sveisekarlo;>elu (maanitm bonum) ganz oorzügl. un Alodjen. 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