Mittwoch 11. August 1909 Zweites Blatt 15S.Jahrg«mg Nr. 18« krfcheinl täglich mit Ausnahme deS Sonntags. ■1 t ohne Umbau. 10 W Franpaise sse brevettie donne ■j Prospekt g* Mal* M llM Cie »Gießener Lamilienblätter" werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, daS .Xreirvlatt für den Kreis Gießen" zweimal Döchentlich. Die „Landwirlschastlichea Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal. verlegt * — Tas neue javanische wird berichtet: Tie Kammer hat angenommen, das eine wesentliche Wn uiib zurzeit im Besitz bei" Friedberger Familie Mmmich hab, bearbeitet. — Mit ungezählten anderen war auch Langs- S^Uleuen^ *TBä? ‘ftilberoanbettS " Kegen durch - LHerr, Sonnend am 29. April 1909 ausführlich nachwies, und haben auf diese Weise mit von vornherein unmöglichen Projekten wochenlang die Beratungen der Kommission auf gefallen, bic in wenigen Tagen falten beendet werden tonnen, wenn die Konservativen den Der- Mögenssteuervorschlag der Natwnalliberalen annahmen. Tie Konservativen mit dem Zentrum traf darum vor allem die Schuld an der Vcrschlepvimg und sie haben diese Sckmlb auch selbst jm Plenum des Reichstages ohne weiteres dadurch zugegeben, daß sie viele der non ihnen eingebraclsten Gesetzentwürfe selbst ablehnten und zurückzogcn oder sogar mit den Nationalliberalen meder- stimmten, so die Kotierungssteuer, so die Dertzuwachsstener. Aber ein großer Teil Schuld trifft auch die verbündeten Regierungen. Tie verbündeten Regierungen haben gegenüber diesen Versuchen der Konservativen jede Festigkeit vermissen lassen, und während sie den Versuchen der Nationalliberalen, eine Reichs- Vermögenssteuer einzusühren, ein Hattos Nein entgegensetzten, haben ’ie alle Vorschläge der Konservativen, obwohl sie ihnen von vornherein unannehmbar erschienen, eingehend beraten. Obwohl roeiter die Möglichkeit bestand, bei einiger Festigkeit der verbündeten Regierungen die Ausdehnung der Erbschaftssteuer zu erreichen! Ist doch von Konservativen- und Zentrums-Seite sogar im Plenum des Reichstags zugegeben worden, daß viele konservative und Zentrumsabgeordnete ursprünglich geneigt gewesen wären, die Erbschaftssteuer zu akzeptieren, und dem Dbangel an Festigkeit der Regierungen ist der verhängnisvolle Ausgang der Frnanzreform und die Taner der Beratungen mit zuzuschreiben." So viel zur Abwehr der „Köln. Volksztg.". Bon neuem aber sei hier wahrheitsgemäß bekannt: natürlich wollten die National- liberalen auch Verbrauchsabgaben akzeptieren. Tic 350 Millionen, die an Konsum steuern noch nötig gewesen wären, hätten sic bewilligt. Abc> dann hätten sie diese Konsumsteuern so gestaltet, daß Mittelstand und Arbeiterschaft nach Möglichkeit geschont wären und sie hätten gleichzeitig den gesamten Besitz herangczogen. Was bekanntlich beides durch das Zusammenwirken von Zentrum und Konservativen und ihre polnischen und antisemitischen Alliiettm verhindert worden ist. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schea UniversilätS - Buch- und Steindruckerei. 9L Lange, Gießen. stl. Angebote w” Gießener Anzeizri vlanchards vallonaufftieg zu zrantfurt a. M im Zähre 1785. Pressegesetz. Aus Tokio soeben ein neues Pressegesetz Verschärfung gegenüber dem meisten Pressegesetzen anderer MI J kti O1 iizr das sei eine richtige Finanzreform, die die Einnahmen des iricfa nur durch indirekte Steuern aufbrächte. Reichten diese Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: e^61. Redaktion:S-^113. Tel.-Adru AnzeigerGiefan. bisherigen und auch gegenüber den Länder bedeutet. Tanacb ist zum Beispiel eine Zeitung, die eine falsche Nachricht gebracht hat, zur Berichtigung bei Strafe auch bann verpflichtet, wenn diese nicht ihr selbst, sondern nur wer trägt die Schuld? 5m Vertrauen auf das kurze Gedächtnis der Wählermasscn unternehmen es die klerikalen und konservativen Blätter, die virttichkeit auf den Kopf zu stellen und die Vorgänge bei der >wtyreform ganz anders darzustellen, als sie wirklich waren. hat die „Köln. Volksztg." dieser Tage wieder ihren Lesern /irerzählt, daß, wenn es nach den Natwnalliberalen gegangen ,räre, bei der letzten „Steuerordnung" auf den Verbrauch noaj i eit mehr Abgaben gefegt wären als nun nach den klcrikal-komer , ihnen Diktaten. Das Fälsche, das in dieser Behauptung liegt, •rb nun treffend widerlegt durch eine vom Zentralbureau der .attonalliberalcn Pattei (Berlin W. 9, Schellingstt. 9, heraus ■gebencn Schrift: „Die nationalliberale Partei und die Reichsfinanzreform". Da heißt es u. a.: „Die National!iberalen haben es auch an positiven Vorschlägen ..-tf) keiner Richtung hin fehlen lassen: sie waren bereit, aus Bier, ?^anntwein, Tabak 240 Millionen Mark, durch Einführung einer tn :?vermögenssteuer 150 Millionen Mark und später durch die .r-bscfastsbestcuerung 100 Millionen Mark zu bewilligen: über ritere Fehlbeträge hätte sich bei einigermaßen Entgegenkommen rt der konservativen Partei reden lassen. Viich die Freisinnigen haben von vornherein positiv mffgc- i»beitet, und sribst den Sozialdemokraten läßt sich keine Ver- Lleppungsabsicht nachweisen, wohl aber hat das Zentrum durch -tn ganzes zögerndes Verhalten während der Kommissionsbe- itungen bewiesen, daß es niemals die Absicht gehabt hat, so tagt der Mock bestand, die Reform zu machen. In den Beratungen ler den Bedarf des Reiches in der Kommission erklärten die ttbncr des Zentrums, 500 Millionen Mark seien nicht erfordere _h, und in dem Moment, in welchem die Kvnservattvcn sich geneigt tagten, nrü dem Zentrum zusammenzugehen, in dem gleichen Imncnt erklärte in der Kommission der Abgeordnete Spahn, daß Mä Zentrum bereit sei, 500 Millionen zu bewilligen, und von rifam Augenblick an beteiligte es sich ernstlich positiv an der Mit- beit, stimmte für die konservativen Anträge, die es bis dahin im Teil strikt abgelehnt hatte, und warf so seine ganzen bis- «rigen Erklärungen zum großen Teil über den Haufen. Und .»ehrend noch am 19. Mai 1909 in der Kommission der Abgeordnete Müller-Fulda ^Zentrum) erklärte, es müsse gesagt werden, daß die schuld an der Verzögerung der Finanzreform nicht beim Reichs- :»gc liege, sondern bei der Regierung, und während er ihr an ufern Tage noch die schwersten Borwürfe machte, ging er zehn . age daraus mit seinen politischen Freunden Hand in Hand mit fier Regierung, da nunmehr die alte Machtstellung des Zentrums lieber hergestellt war. Tie Konservativen haben monatelang die Notwendigkeit der Mteucrung des Besitzes bestritten. 9Loch am 4. Februar erklärte iir die Konservativen der Abgaordnete Freiherr von Richthofen: Kreta. Tie große Erregung, die Kretas wegen in Konstantinopel herrschte, ist allmählich einer ruhigeren Auffassung gewichen. Die ruhige und entgegenkommende Antwort Griechenlands, die wir gestern mitteilten, ist nicht ohne Eindruck m Konstantinopel geblieben. Wie es heißt, bat die. griechische Antwortnote günstige Aufnahme bei der türkischen Regierung gefunden. Wahrscheinlich ist man zu dieser ruhigeren Auffassung der Lage in Konstantinopel erst infolge eines Druckes von feiten der Machte gekommen Die Vertreter der Sckzutzmächte haben es der Psotte zu Gemüte ge= führt, daß der Passus der griechischen Note, wonach Griechenland den Annexionsäkt der Kreter weder provoziert, noch darauf geantwortet hätte, für die Türkei befriedigend sei. Ten Botschaftern der Schutzmächte antworteten der Groß- oezier und der Minister des Auswättigen, die Pforte habe keine kriegerische Absichten. Sie wollte, falls die Antwort Griechenlands nicht befriedigend aussallen sollte, ihrer Versttmmung durch die Abberufung des türkischen Gesandten in Athen Ausdruck geben. Tas sei das mindeste, was die Pforte unter dem Druck der öffentlichen Meinung tun müsse. Bon ihren kriegerischen Absichten ist die Pforte also schon abgeto atmen. Tie Hauptschwierigkeit liegt einstweilen noch bei^Kreta selbst. Frankreich hat infolgeben en mit ben brei anberen Schutzrnächtcn Kreta bestimmte Vorschriften zur Regelung der Kretafrage unterbreitet, nämlich erstens betreffend der Bannerfrage Rückkehr zu dem Zustande vor dem 27. Juli d. Is- und zwar die Entfernung des griechischen Banners von den öffentlichen Gebäuden, die sie nicht schon früher getragen haben: zweitens hält Frankreich den Moment für gekominen, die bereits seit Wochen von der Pforte aufgeworfene Frage eines Statuts zu entscheiden: drittens hat Frankreich den drei anderen Schutzmächten den Gedanken nahegelegt, Deutschland und Oesterreich-UngarN zur Mitwirkung bet dieser allgemeinen Lösung des Kretaprobleins einzulaben. Gegenüber dieser letzteren Weihung teilt uns allerdings die Agcnce HavaS mit: cs sei nicht richtig, daß Frankreich bisher England, Rußland und Italien offiziell den Vott'chlag gemocht habe, die Kabinette in Wien und Berlin zur Teilnahme aff der Losung des Äretaproblems einzuladen. ES liege jedoch in der Absiä t Frankreichs, sobald die Frage erhoben werde, an Deutschland uab C eiter re id»*U tt ga rn das Ersuchen zu ruhten, sich m i ben Schutzmächten an der Regelung der Krttafrage zu beteiligen. I. Zwischen haben sch die Schutzmächte ichon über den trän» zösisa-cu Vorschlag ins Einvernehmen gesetzt, d. h. alle öict Brächte fordern von der kretischen Regierung die Zurückziehung aller Maßnahmen, welche von ihr seit dem 27. Jüli getroffen ivordcn sind. - Wie von berujener Seite mitgeteilt wird, sind die vier BLää.te, um ihren Willen durchzusetzen, entschlossen, alle ihnen zu Gebote stehenden Mackümittel anziuvenden. Man spricht hier sogar von einer neuen Truppenlandung. dem Matte zugegangen ist, dem sic die falsche Angabe entnommen fat. Der wichtigste Punkt des neuen Gesetzes aber betrifft bic Verantwortlichkeit ber Redakteure. Bisher gab es auch im Reiche des Mikados einen ,.Sitzredaktcur", der zumeist irgend eine ganz untergeordnete Persönlichkeit, ein Strohmann war. Nach dem neuen Gesetze sind nicht nur die Versasser beanstandeter Artikel für diese gesetzlich haftbar, sondern auch die Redakteure, die Eigen tümer ber Blätter, bie Trucker und Setzer. Aehnlich scharic Bestimmungen ber Presse gegenüber werben augenblicklich auch im türkisä-en Parlament erörtert.) . — lieber die Geschwindigkeit der Winde lesen wir in der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung: Nach der internationalen Beaujortschen W.ndskala für bic See gilt ben Schiffern ein Winb als „frisch", menn er sich mit einer Geschwinbigkeit von 15 Metern w ber Sekunde bewegt. Bei starkem Winde von 25 Metern in ber Sekunbe sängt man an zu reffen: steigert er fich znm Sturm und vom Sturm zum Orkan mit einer Geschwindig [eit von 40 Metern in ber Sekunde, dann wirb vor Topp und Takel gelaufen, b. h Segel können unter solchen Umstänben über- faupt mef-t mehr geiubrt werben. Auf bem Lande genügt für einen Sturm eine Geschwindigkeit von 29 Bielern, um Aeste und mäßige Stämme abzubrechen und kleine Bäume zu entwurzeln Auch in unseren Breiten sollen Sturmgeschwindigkeiten bis zu 144 Kuometer ui Der Smnde, also 40 Bieter in der Sekunde, Vorkommen, wie wir bem Buckze Olshansens über Geschwindigkeiten in der organischen und anorganischen Welt enmefaien. Nach den Beobachtungen ber DxuHchew ©eesaarte in Vamburg schwankt^ Mgebei' MLengsdorffs umfangreiche Aufzeichmmgen, die von 174c> ;m R-siu hn- Friedberger fyamthe S -"7Delkiaä>,^Ln2^ iau, oearvcirct. — iuiu luiycjuym.» K %SSL*F "SÄ die Geschwindigkeit ber stärksten Stürme an ber Norbsee seit 1876 zwischen 23 und 32 Bietern in der Sekunde. Bei den ttopischen! Orkanen wächst sie zuweilen bis zu 60 und mehr Meter an. Von ber Gewalt einer so rasenden „Windsbraut" kann man sich bei uns nur schwer einen Begriff machen, und noch weniger von der ungeheueren Zerstörungskraft tropischer Wirbelstürme, deren Geschwindigkeit in spiralförmiger Bahn bis zu 150 Meter in der Sekunde berechnet worden ist. Der größte bisher beobachtete Winddruck ist wohl der von einem Tornado in St. Louis entfaltete, nämliü) 500 Kilogr. auf 1 Quadraimeter. Ter Eifelturm trt Paris ist für einen Winddruck von 400 Kilogr. auf 1 Quadratmeter konstruiert, in Amerika rechnet man mit einem Winddruck von! 344 Kilogr.. auf 1 Quadratmeter, was in Anbetracht der großen Höhe der sogenannten Wolkenkratzer auch nicht zu viel ist. Was ben sogenannten Oberwind anbetrifff, so ist nach Beobachtungen, bie Wettin über Berlin machte, in der (fügend des unteren Gewölks. etwa 500 Meter hoch, seine Geschwindigkeit etwa doppelt so groß als die der Luftströmung nahe an der Erdoberfläche. Für die Berechnung der Windgeschwindigkeiten in ziemlich großer Höhe sind die täglichen Beobachtungen auf dem Eiffelturm in Paris von nicht geringer Bedeutung. In einer Höhe von 303 Meter über der Erde herrscht dort je nach ber Tagesstunde eine 2—5 mal größere Wffchgefchwindigkeit als auf dem 21,5 Meier hohen Turm des meteorologischen Zentralbureaus in Paris, während bic Turck,i'chnittszahlen biricr beiben Stellen sich für das ganze Fahr nric 1 :4 verhalten. Man hat vom Eiffelturm kleine Ballons aussteigen lassen, mit dem Saturn der Absahttszeit versehen und mit der Bitte, die Ankunftszeit zu melden. Einige Davon haben die Sttecke bis zum Harz (700 Kilometer in zehn stunden »urüdgelegt, sind also mit einer mittleren Geschwindigkeit von 70 Kilometer in der Stunde geflogen. Für die oberen Luft- sck'ichten bari man bieje Geschwinbigkeit auch wohl als gewöhnliche bezeichnen. So viel scheint festzustehen, baß in einer Höhe von 300 Meter über der Erdoberfläche die Luff eine erheblich mächtigere und beständigere Kraftauellc ist als in der Höhe unserer jetzigen Windmühlen. Vielleicht gelingt es noch einmal, meint Olshausen, Wtndmotore mit Kasten brachen aufzuführen und die gewonnene Kraff durch Dynamos, Die von den Drachen gettagen werden, zur Erde zu leiten, um auf diese Weise den Wind jener Hohen an jeher beliebigen Stelle ber Erde in Elektrizität unv yiroaibelu. f-ellunn.pn 7 ‘Ren Kost und lestine Böpi Rooolttane 32, U lammenlegen löst, wie ein Regenschirm, samt dem kleinen Nachen, aus einem Wagen hier durch nach Frankfurt: da dieser Mann säst angebetet wird. Heber dieses Lustschiff ist ein gewaltiger Kon- fluxus hominum zu Frankfurt geivesen, Viktualien und Herbergen entsetzlich theuer worden und wohl über eine halbe Million Gruben verzehtt und aujgeroenbet worden. Das i'otl schon die 16 te l’uftreiic sein, die Blanchard angestellt hat." F. Dreher. w die Menschheit iw Begriffe stand, mit ben flüchtigen 'Wollen am fahert Hffwmelsze.lt dahinzusegeln. Und was er ba wittlim n»ber Erwarten schauen durfte, brachte er noch am gleichen ^.age fern sorglich und säuberlich zu Papier: „.Heute" 3. Oktober 1785 . j«! NO schreibt er, „hat Blanchard aus Lyon in 5-rankreich ein Experi . nrrnt aus der Aerostatik mit einem Lustballon gemacht. Be>. i f jxmnksutt auf der Bornheimer Heide (denen 300 jl. vor die Kon Wjeifron sind gezahlt worden» hat er ihn steigen lauen, unten am c|| Jcklon ist ein geflochtenes Schiflein, kostfar geziert, bcjeituu qeiten 8ntb der „Friedberger Geschichtsblätter" Verlag des EGeschtchts" inb Altettnmsverrins Friedberg in Hessen), der ansangs Te- icitber 1909 erscheint, finden wir darüber einen Berühr aus dem Tagebuch des alm 21. Februar 1793 verstorbenen ktm-s Lnbwig Ernst Langsdorfs. Langsdorffs Tagebuch ift eine ---^ßcrordentlich wettvollc Quelle für bic Geschichte von ,vricbbcrg lM banden KT -urb der Wetterau. Obcrlehrcr Otfried Prätor ms-Friedberg hat npnen u.cllL. >1____c.-; ___:___die von 174o — 1792 hjsM^u ist U. Osserte durib ü A. bart Wcber, enerabBertreter furt a. M., Bergmi kraul, emvi. sich i.Nodt! . Näh. Marltstt.il, i(J Ian er wieder li-ich Frankfurt. • * 1 fc. wenn er r Gießener Anzeiger General-Anzeiger sür Gberhessen ; q:rtA Mang8^ I ■ ?ou;en -H, Wm ! che ä. Bügeln roirb: ;n. Lonnensn. 111. A Soniteniniit' <öe _____________- . Las allgemeine Staatsrccht überlasse die direkten Steuern den i. IMS an d. Eir^ Amdesstaaten, dies fei auch das Prinzip der Rcichsversassung: 1 Ns Gebiet der indirekten Steuern sei noch längst nicht ett'chövft, vUUUu. ,|u Rt- Üi ,-in- in ein«» rirfifine A-innniretnrriT. die die Einnahmen des , . , rüfjt aus, so müßte man nach dem geltenden Verfasfungsrcchte Erhöhung der Vtattikularbeiträge schreiten, während in iWvulilullöiillAnil selben Sitzung die NationaNiberalen ausdrücklich hervorhoben, Stritten sowie «uM daß sie prinzipiell nur dann für eine größere Belastung von Genuß- tiümpienempiehleiq'M 'Mein seien, wenn es gelange, in ausgiebiger Form den Besitz igemlichjl, /■ trieft heran-uuehen. Die Konservativen haben sich wochenlang (i*»!. ti '.gen jede Besitzsteuer gestemmt, unb ber Abgeorbnete v. Heybe ,Kgarilö Ilm \ .ani) iniö öfT 1>ct tn seiner Reichstagsrede am 10. Juli 1909 habe stets vonati« 2 ri^rüdlid) betont, daß seine politischen Freunde deshalb gegen • Preise billigst. T. rTC Giojciuis, Heuer seien, weil diese eine allgemeine Besitzsteuer «stelle. Wocl«i fat bie Kommission mit biejer Besitzstcuerjrage U «gebracht unb" durch immer neue Anträge versuchten die Konser- U jniiDen die Verhandlungen aufzuhalten, sie brachten einen Wett- 1- iLvachssteueiantiag ein, ber eine wörtliche Abschrift ber Kölner I Zettzuwackfssttuerorbnung war unb beshalb von vornherein sür M bas Deutsckie Reich midiSkutierbar erichicn. Sie brachten ferner rite weitere Zuwack)Ssteuer für Wertpapiere ein, bereu technische mb tatsäckilichc Unmöglichkeit ber Rcichsbankpräsibent Havenstcin — t i e Nahletnlahit über 160 km, ocranftaltet vom ffiau 9• Lieg-Lahii bc# Tculldjtn Siabfabrer-^unfcM, bat am Sonntag, 8. d. Uli*., fiattgelimbci' Tro«) der großen v«t)c, ott am Sonntag ooenilung hrrrföie, stnd die gefahrenen Jenen ganz hervorragend, zumal sehr hügeliges Terrain zu dnrch'ahre«r ivar Son 20 ge«!ar«elen Fahrern erreichten 12 Sa4 Jiel Metzlar in ker vorqe!chr«ebenen Zeit. Ta« 'Hdulfat ift: 1. hleifamr, 'Äeblbnrti b. Lienen, 5 3t. 42 M.» 2. öeppener, Siegen, 6 St. 19 L, 8. Wernide, Marburg, 6 St. 7 M., 4. Ester, Kirchhain, 6 S«. 9 !., 6. Scholle:, 61o«elb, 6 St. 10 M., 6. E. 1’1 u t) l, «titcBcn, 6 et. 12 TL, 7. Breiurer, •llten-'Snled, *>31. 19 'M., 8. Becler, Liegen, 6 et. 2ö TL, 9. L'dbrtholcr, Liegen, »i St. 25 1’1., 1V. Kräh, L.rgen, L 7 TI., 11. durch einen Zelgei.beuch anf der Envstrede bei Torlar leide: um einen gioben Teil seiner 15 bauten ni oicjcni Rennen gebracht und niuptc da» Zielband ,u nutz passieren. Gruppe der eenroren: 1. U. Löwer, Aieüen, H Lr. 21 M. Keich, Wieben, mußte in- folge "'«aschinenddekl 15 km nach erfolgtem Ltart auSscheiden. Bao Rauheim, 10. Äug Rationale Olympische Spiele, veranstaltet nom 1. ^iiHballoetcin Bad Raubrim am 1b. August. Tic Ausschreibungen zu dieser V^rannaUung imo nunniehr versandt. Es kommen folgende Konkurrenzen zum Au« trag: 1. 50 Meter Junior-Lents, 2. 100 Meter Senior-Laus, 3. bochsprung, 4. 100 Meter junior Laus, » Dt#kiiswcrfen. • 6. 800 Meter Laus, 7. Treikampi 100 Meter Laus, Trcnprung, Sthlruberball, 8. 400 Meter Laus, 9 Spot rwrrfen, 10. 150o Meter Laus, 11. Stabhochsprung, 12. 900 Meter Stafcitniianf, L3. Stemmen, 14. .3000 Meter Staictteiilaur, 15. Kugelftotzen, 16. 400 Meter Stasettenlaus Den Vorkehrungen nach bürrtc das jeft eine große Anzihungskraft ausüben Die ernzeln-n Konkurrenzen locrben erstNassige Bewerber am Start s-Ken. Auster dem festgebenden Verein loerpcn iid) ui erster Linie .vranhurtit Bereme, wie „Wnrnama", „ Maik, wo mit Sd) oer schwand und erst fpäter criuDr die Ttraji. daß er iid) in der lewen Jeu ichmiadelnd in der Seit umbertreibt und schon eint erb blich- Zahl *i erlitten bat Ta? «bericht verurteilt den .1ngek'.'.u n r ,:n Betrugs im Rückiall zu 10 Monaten Geiungnis abzüglich drei Wochen UnteriuchungshaO Jagdvergehen. 'Inf Veianlassung der Gtüst Cberiörfterei wurde gegen den Prioatiagdaniiebei Alb A aus Laub a.ch ein verjähren wegen Jaghpergebent'/mgclcitet, weil er im lebten .rrübiabr von einem greulichen sortier beobachtet wurde, wie er ui der Tammerung abends nber dir Grenze nach einer etbnepie schof and ci.-. imnaiigrihiie Jliiiirfudniiig mit Augenschein durch da- z" richt an Lrt und Stet;, statt, die zur Folge batte, dasz Anklage wegen jagbuergebrn» erhoben wurde Pa» mit bet Aburteilung betraute irchoisengericht kam zur Verurteilung zu an« (»rltHtraie von 15 '.darf und verfugte die Einziehung des bei der Int benutzten Ok- n- bre# und des £>unbev Lzteres in für einen Jager b-.ionoer# mv- findlich, da diese Masmabme die hUtziebung de» Jagbioafienpüiie# Aur jrolgc bat Ter Ingeflagte erhob »etufung und bestritt, ben ediufc m das iremhe Jagdgebiet gerichtet ,u buben, auch be- sdruldigte er den Förster der Voreingenommenheit gegen ibn ui.d behauptete, ieui Stand tm tiSalde. nne ibn bei F Sri ter ichildn rntipredx nicht den laiiadmi Auf Grund der B^rufungsi'rr- banMung erging Frestprechmig mangels Ben»ei'e» e. wurde aber ausdrücklich Ivri'oigebpl'ai, e» lei kein ^weg» die Unschuld de» Yin* flc-llagtcn feilgcnellt und die Angaben de> Försters ut.n glaubhaft. wofür noch c-.ne Rabe von anderen Umstünde« iprech-n «Gegenseitige Körperverletzung. dor dem Scho'iengeticht Buhdach bauen sich d« Kaufmann <» fr - und brr Cetonom V H von bon wegen gegeniaiig« Mdirereerlrtauig zu peiantmortrn Ta# Urteil stellte feil das» in bei Rachi zum 11) Mar» d J# her Angeklagte K nut einem yantbeamten in einem ea'e ru Buddach fast, mabrenb der mit ihm am geipanninn ,>usz lebende S an einem Tuch fast. an bem iidi mumU aut oer» j - ul utz a m 4 :ust be# Amtsgericht# aufgehoben, da die örtnlum Oe# .Kirchlages bezüglich emes t'frunbitüdr.' m einem ivirtichaftlichen Äompiri den Jnitreffcn des (Gläubiger# entgegensteht. X. Hanau, 10 August Tas Schöffengericht in Weohers Kreis Fulda hatte d n oraktiichen Arzt Tr. Heistsrkamp in Sdmalniu , -n Beleidigung de# katholischen geistlichen Trappe in Schmalnau zu dm Monaten ok- fängnt# rcrurlcilt. ivotegen der Verurteilte Berufung emlegte, infolgedessen die Stra'kammcr yenau sich mu Den Vorgängen in der dortigen Wegcnb zu befassen hatte Hierbei ergab sich rin reckt lnlerefsantes Bild über einen Mampf, ben ber ’Brarrer gegen den Arzt führte. Ter Arzt war nicht Mitglied einer Vereinigung, die fick, dort gebildet hatte, und nrupte infolge dessen fchwcr um seine Uxittrni ringen. Pfarrer Trappe per Ladung, die nnt 21 »"v Mark ver zchert wer. gtug nn: b-. Unter rang brr Lun« verloren, die ne, der Ernfghn tx tri Zuoder-See ckv iertr Unter den». Tn* Frankreich# bn?*n dolland banal# Beruuna^irbette«. aber durch nnat Sturm das Wrack am Meeresgründe mu qenm'.tiqeu Sanbnmsss« br. Uiau und >r 3trmma#atbr*.ten muyten riiurud’t r*-rbm Ao-, Wieder herstekluw; be# evrvpakfchen Ff eben# überliest em IstGg ber holländische König »eine Ai echte bem König von thertee, ber «tr brr Ävodaqesetlichan übertn« Von ihr wurde» nen Versuche unternommen, dre in dem 2S:arf ver chstnetr» Schs» zu rrttm Sw brachten zum Tnl günstige Resultate, Herr» m»_ geiamt wur>m 198 Banen e.Vlmetäi. und 1200 * -*olbni«fr «m borgen, unannnen tm Srrt von rund 2 M.I^vnen 'Statt ■ *, 'st dann em. n Vertrag Mil einer «»hner rr i r* ufnr.itruiertm Appar»», dre Arbeiten wieder anrmmtut Tieiet neue nnnrerch ko»irreni» Bergunosavparat ist non dem englischen Jngrnimr Last- amiwtia, Tonnen San» aufzusaugrn Arn Ende M Pumpenrohre# cr'indet sich die „,Ärbeu#fammcr", en aus berge stellte# tWebduie. in dem die Taucher uncer gebracht mt Tas Okbauif ruht auf einem .lohntobe, da# durch einen br-eabrtn Motor getrieben wirb unb so ben Zaudmi die MögUchkett Wu. mit ihrem Apparat den Meeresgrund nach allen stichtunge» xi glna,nmfn abzu'uchrn Tu oocgenommene» Prvbea habe» lr Brouckbarkeit der Maichme m sehr günstigem Lichte <: hrem lassen voraueucktlich wird bet Apparat künftighin auch tn z» Perlen unter et Verwendung fi irden • Moderne Wettibt# Szene Richter: .Haden Er au# dringender Rot gefuDlfn?" — Angeklagter: ,.Ret». n> stehle als moderner Mensch nur au# perverser BeianlaguHn.- • u» e g e n 111 (t u n g Bettler zur ringen vausrruu. tz» ihm ein rn.thdx# ; bat Sie #, da 8 m r # khien io gut q ick weckt bat?! . . Jqz mack ,i S aber auch mu a Kreud und schenk n S mir was at an Schnaps!" suchte, seine Pfarrkino r davan abzuDilten, sich von Tr X>eut r kamp behandeln zu lassen und empfahl einen anderen Arzt, ber Muglieb ine# Kartelle trat. Als der Pfarrer urb in eine andere Sache mischte, schrieb i.lm der Arzt cin-n Brief mit den Bczeich nungen Lügner und Verleumder Tiefer Brief erbrachte dem Arzt drei Mvnatc (^fängni», d^ch wandelte die Strafkammer du sc Strafe in 50 (v-ldstzafe um. Der Ange klagte habe tn Waiunng berechtigter Jmeressen gehandelt, in der Abwehr fei ct jrbod) zu weit gegangen. Tas Ckridit nahm mehrere Fälle al# erwnfen au, in denen der Psatter d.n Versuch gemacht hatte, Leute zu bestimmen, iid nicht weiter von Tr. .Vcifterfamp be handeln zu lassen. Dazu benupt- ber l’favrer Stanken bett und Sainstet. Der Angeklagte kamvue um seine l?sistenz, die man zu vernichten versuchte. ---------- - - ..........- 3ktd)»flcridH*bricf. Nachdruck verboten. J. S. Leipzig, August 1909. Haftpflicht des astw, r 1 s infolge Fehlen# eine# ÄraBeifen#. Tie Frau be# Eueirbalmkanzlnicn B. in Elberfeld war vor oer 2r'irt|chaft des Wirtes I turticfblt am Abend de# 9 April 1903 zwischen 9 und 10 Uhr zu Fall gekommen Sie behauptet, hast fic mit dem Fust tn ein Loch u ben der Freitreppe, das früher mit einem Zraheifen bedeckt wat, getreten fei. Jbie Klage auf SdmbcneriaB wurde zunächst vom Landgericht Elberfeld ab gewiesen Auf die Berumng der Klägerin erkannte das Cber- lanhe#gerid't Köln auf einen Eid über ihre Behauptung, dast sie tn das Loch getreten fei. Von der Leiitung de# ifioe# machte c# alhongig, ov die Klage dem (V-urhe nach für gtt. diuettigt zu erklären oder abzuweifen iet. Tas Berufungsgericht glaubt der Verlebten, falls lu den Eid leir.i. mb sie wegen der wen tn den ^ourgentcig voriDnngcnDen Freitreppe aui ote Straste Haie treten ivollen und dab-n m dem Loch bangen geblieben fei. Auf die Revision des Beklagten fd.iici;t iid) auch da# Reid sgcrickt der 'Auffaiiung an, MV das Loch vermöge ume# Um lange * und inner Tie'c den Verkehr oui dem Burgerite,a gefährdet Hobe, umsomehr, da e# mit rinem eisernen Rost zum Lstürcisen cct St ub. beoedl gew.sen war und sich vor einer S (fc a n f m i r t f d) a 11 bnanD, wo viel Memchen au# und ein- gingen. Jnsolgcdei'en ; abr da# £berlanM#acriirt ohne Recht^- trrtum M» Ven'ck ulden be# Beklagten an dem Unfall barm er blickt, Mi; er rerfaunit Mde, iur die Reuandringung des fehlenden Krakeifen# zu lorqen Tas Neirtaqrrion erkannte de# halb aum am Ju rudmeijung der .Hcviiion unb bestätigte Ms Urteil des Cbcrlanbeagertth:# Köln Vermijditc». • Sie tSouricitne i i ch vom Militärdienst frei machte Als Eourtelme. der geistvolle Dich» r und Satiriker, mit herzlich schleim em Abgangzzeugn' nach Verubuna toller Schülerstreiche in Bai le,Tue bei ben dreizehnten Jägern al# Soldat nmrat, packte ibn Mld Langeweu und Mistoergnügen: fein Jnstinkt macht' ihn zum Feinde irber Tisztpsin, gleichviel ob ber Schuir, des Militärs oder der Staatsverwaltung. Er war em erbarntung «iPiirDiger Retter, ein miserabler Schuhe - nur eme Fähigkeit besag er seinen £b:rft an der Rase herum zu'übten Seme Militärzen, so erzählt der IHU Blas, bestand aus Urlaub und dieser Urlaub au# einer ununterbrochenen Lette von „Er- bolungsurlauben". Eines Tage# ging dieser k?ibolnng#urlau!> wieder einmal w End mH ourtrbiw munte Daran denken, eine Verlängerung zu errouf n Er ging zu einem Trödler, kauste sich raten großen allen Sanenrix?, der iür seine Statur viel zu weit mar, heftete inne Regimentsnummer auf die Achselklappen und btgad s,8) in diesem Auszug m die Regiment#kanzle«, um Urlaub#- »erliinxnmg zu erbitten Blnch wie ein tikipenft, manfeirh. lainndnb. an alle Mödri sich anlehnend, erschien er vor seinem Cbcrit unb brachte *em Anliegen vor -Jch btn schlimm ghge- magert", murmelte er mu mittet Stimme unb zeigte auf den ch.aueniock. der m weu c# nch nicht zweimal lagen. Bald darauf erhielt er ierne vorzeitige Entlassung ivm Mil,rat, eilt, nach Hari# unb trat m» JuK immtitenem nn. um hier be Stu'tf» iür ferne ton Uai 4Bn >-:ntr» Sku en , Mei nte# k*# Renbs-de anir . „tr Herren jMuieaukatm . zu beginnen * 1 c Hebung e .»< - englische« Go l dfcha he# : m Jun hei _ ct Mn let Hafter speimuag meann man M# Ergnn'S #•: Bergung#orbe,ten. bie ernt eegiud» üMdlidüli ’ Ktt »u vif nn new n HnterNtawnireie tm Juiwet-S - > :« Ing; »U';rtt. ban.' u sich «*n hie l>ei"saz bei cdkipe, j »t; am J. CflMi 179 nu Dem Untergang De# ragt iche» Mrieg-. Literarische». — Von bem Ralenbet bc# T » utschen Flotten oorzügh lUteteorologtiche BeobiZaztuugen r/,e । 1MW uue . 28KOO Berliner HÄr«e. 11. Ae Laarohette. r.->T.bvdee EL B. «2.10 #♦.0" Mljif 95.75 9£Ä) ItiuXi 1MJ0 LW-*0 MW" 8- 9" Cbbemn Aktieei Oeeterr. Staaubeiu . PrtÄce Hmrt-EtweUbe Boehee Gu Buden» E W . Tendeeei 'eit. Verantwortlich für Feuilleton unb Vermischtes: J. B : Ernst Anderson Elekini. La5weyer . El^nne. Schenken . Ewhwrile/ Berrwert . . (ieleeokirehee Rerfwert IMm Hembarr- Amerik Paim am 10.-11. , 10.-11. wxw ENE KVe) «L35 36» kj IRörttc — Rirdibain, 10. Ang. Ter Vuftrieb au« bem b R i n b c r in »e. Tet Verla» de# Mattle# war befriedigend. vojw M.40 9K^j MriJto Telefonische Kursberichte Oleewuer Ani-Igeri, mlt8difir Temperatur Harpe»«r Bergwerk . . . Laarxheu«...... Sordd Lieyd..... übenehl* Eiwa la4netrie Bertieer HaodelagM. DenneUdUr fyenk . Deetenhe Beek . . Pearwh- AetML Baak DUkoeU • I oe m aadrt DrwU« Baak . . Kradrtahti* . . . Baltimw e»d Ohl* F.uenbaia Gotthard bah» Lette, August 190U bei Station vttesten