'S des v'/. ressest !estaurant :: linhon ICUuus SeuiUetoiu Schuten131*6 irt vormittags 9 Uhr. Deutsches Ueich. Der Kaiser nahm am Montag vormittag im Neuen Palais den Vortrag des Chefs des Zivilkabinetts v. Lalen- Lini entgegen. . . .. In Straßburg sand um Montag in den 20 Kreisen des Landes die Waylmännerwahl -um Landes.- Qges im Mittelpunkt der Suc tanrant mit voriügllclti .liehe. - — Ter antiklerikale Prälat. Dieser Tage starb, wie das „B. T." meldet, in Rom ein als sehr vermögend bekannter Prälat der Kurie, dessen Testament soeben eröffnet Nmrde. Nachdem der 910tar die einzelnen Bestimmungen verleben hatte, die den lachenden Erben bedemendc Summen zuwiefen, holte er em versiegeltes Kodizill hervor. Natürlich dachten die Beruun- melten, das Kodizill entl-alte, wie dies bei Prälaten üblich iei, einen Ehrenobolus für den Papst, Wie groß war aber chr Erstaunen, als das Kodizill ein Vermaclstnis von fün;tausend Krauls aussetzte und zwar — für die Giordano-Bruno- Qesell schäft. — Bilder schmuggel in Florenz. In Florenz ruft eine Anklage des Kanonikus Ton V a t t i gegen M o n s i g n o r e Borneo, der gleich seinem Ankläger Mitglied des hohen Klerus eine so einschneidende Aenoerung des Wahlsystems nicht beschließen solle. Der Antrag, betreffend die Proportional- mahlen, sei voller Dunlelheiten; ein solches Gesetz mcge der Initiative der Regierung überlassen werden. Er tonne nicht ule Verantwortung dafür übernehmen, daß die Kammer in der Erörterung der einzelnen Artikel fortfahrc. Briand schließt, er würde vor dem Lande und der Kammer, welche für seine letzte Rede den Mauer anschlag beschlossen, aber seine Ratschläge nicht befolgt haben, in einem -weifel- haften Lichte dastehen; er stelle deshalb die Vertrauensfrage (große Bewegung). Die Kammer votiert hierauf dem Ministerium mit einer Mehrheit von 66 Stimmen das Vertrauen, indem sie mit 291 Stimmen gegen 225 Stimmen das Ensemble des Artikels ablehnt (lebhafter Beifall bei den Radikalen; Gegen- rufe bei den So-icllisten: bei den nächsten Wahlen sehen wir uns wieder). ________ vorm. 10 Ubr, im Johanns Sammlung Grotz-Schwirsen über „DorWi , Schlosser. Schwabe. G. Windecker. rster Kellereien. ..................* ' Besitzer: Max Jaskowrtt Roman von Jkuta Eigoro „Tie große Stadt"; während der $ei> Handlungen beantragte der Staatsanwall sogar ber der Verleiung des Buches Ausschluß der Oeyentlichkeit. Auch tzolas „Paris ist der Aengstlichkeit der japanischen Zensur zum Ocher gefallen; das Werk darf in Japan nicht verkauft werden. Tas,elbe Schicksch scheint letzt bte japanische Allrliöre-Ausgabe testen zu «ollen, dre Wakasugi Saburo veranstaltet hat. Nur ber erste Band entgma der Sorge ber Zensur; ber kürzlich erschienene -weste Band aber erregte Bedenken und ist jetzt beschlagnahmt worden. Mollöre war übrigens einer ber ersten europäischen Dichter, bie ui Zapan festen Fuß faßten: eine frellich ziemlich freie Bearbeitung des „Geizigen" wird fest mehr als 20 Jahren in Japan sehr häufig gegeben.^xine Cbronik aus Kunst und Wissenschaft. Tie Enthüllung des Theodor Fontane-Denkmals m Berlin wird am 30. Dezember, dem Geburtstag Fontanes, erfolgen. Tas Denkmal ist schon vor längerer Zell von dem kürzlich verstorbenen Bildhauer Klein fertiggesllllt worden, dwch ist bisher ein Platz für die Aufstellung noch nicht bestimmt. Ter Kaiser wird sich erst noch entscheiden, an welcher Stelle im Tiergarten das Denkmal errichtet werden soll. — Der Ausschuß ber Großen Berliner Kunst-Ausstellung 1910 erlaßt zur Erlangung eines Plakates ein Preisausschreiben. Als erster Preis sind 500, als zweller 300 Mark ausgesetzt, die unter allen Umständen zur Verteilung gelangen. — E u gen d' A l b e r t s neue Oper ,Lzey 1" erlebte bei ihrer Uraufführung in Hamburg einen starken Erfolg, obschon die Handlung nicht gerade bühnenwirksam ist. Die Musik zeigt d'Alberts Können in schöner Reife, aber es ist fraglich, ob sich bie Oper bauernh behaupten kann. — Shaws Komödie „Major Barbara", bie den Reichtum zur Tugend, die Armut zum Laster stempelt, erfuhr bei ihrer Erstausführung im Berliner Deutschen Theater einen starken Erfolg. — Auch Richard Skowzonecks Schwank Hohe Politik" haste im Berliner Theater einen starken Lacherfolg, obgleich eigenstich nur der 1. All etwas taugt. — Sämtliche in Brüsseler Museen ausgestellten Kunstgegen stände König Leopolds, Gemälde, Möbel, Porzellane, silbernes Tafelgerät usw. werden veräußert werden. Der 23er kaujsertrag soll dem Erwerb von Gütern in Frankreich dienen. — Tie Akademie ber Wissenschaften in Paris hat einer Anzahl von Lustschifiern und Flugsahrern a o l d e n e Medaillen verliehen, darunter dem Grafen Zeppelin imb den Gebrüder n Wright. — Die Cottas che Buchhandlung in Stuttgart begej: am 15. November ihr 250jähriges Bestehen. Ihr U^ef, Kommerzienrat Kröner, blickt auf eine 50 jährige ^erleg.ttätigkell zurück. Tie Firma gibt zum Fes«e ein bejonberes Bücherverzeichnis heraus. 1.405 Kirchenplw stisch in u. außer Abonnent endkarte. - Spezial-Ausste handeln — hierfür sind in erster Linie die Ressorts selbst ver- antwortlich —, sondern mehr um, die Verwendung der Mittel ür den allgemeinen Werftbetrieb, sozusagen die Generalunroslen des Werftbetriebes. Dazu gehört auch bie Ausübung einer Kontrolle über die Zahl der in den BureauS verwendeten Kraste. Der ganze Verwaltungskörper muß mit dem Geiste ber Sparsamkeit durchdrungen werden. Diese, Durchdringung muß vom Verwaltungsdirektor ausgehen; es ist ganz im besonderen seine persönliche Aufgabe. Diese kann er aber nur erfüllen, wenn das ganze Verwaltungspersonal von ihm reHorttert. Schließlich muß der Verwaltungsdirektor seine Beobachtungen darauf erstrecken, daß Material und Löhne nur für solche Zwecle verwendet werden, für welche sie nach den Dispojlliv-Vorschnsten bestimmt sind. Um eine solche revidierende Tätigkeit ausüben zu können, muß der Verwaltungsdirellor von Brueaugeschäften entlüftet Cisenbahnsragen in China. London, 8. Nov. Im Oberhaus stellte Lord Stan- hop e folgende Frage: Ob angesichts des d e u t s ch e n N edjt a * anspruches auf eine Teilnahme am Bau und an der Fman zierung von Eisenbahnen in der Vangtse - P r o v i n z zu gleichen Bedingungen die englische Regierung die deutschen »orbe-- rungen auf eine Ausnahmestellung bezüglich des Baues und ber Bauanlagen in Schantung anerkenne, zweitens: Sv uu folge ber Bekanntgabe verschiedener, Finanzleute, sich an den Eisenbahnunternehmungen im Pangtsetale beteiligen zu wollen, das e n g l i s ch - r u s s i s ch e U e b e r e i n k o m m e n von 1899 über den Eisenbahnbau in China aufgegeben sei und ob bie englischen Unternehmer zutreffendenfalls in ber Lage sercm Gleich- berechtiaung im Gebiet nördlich der großen Mauer zu beanspruchen, und drittens: Ob es nicht ratsam sei, fedes Gebiet geographisch zu bestimmen, bezüglich dessen die lapanii che Regierung rueinem Beto ober zu einer Jnterventwn bei solchen Maßnahmen er- nächtigt sei, bie bte chinesische Regierung zur Entnnüelung der westlichen Mandschurei und Ätongolei zu ergreifen wünschen sollte. Kolonialsekretär Earl of Crewe erwiderte: >Lne erste Frage beantworte er dahin, daß die englische Regierung ber beutschen Regierung keine Zusicherung in dem in der Frage an* gedeuteten Sinne gegeben habe. „Auf die iwelle Frage bemerke ich daß die von den Russen vorgeschlagene Betellgung an den Eisenbahnunternehmungen im Dangt,gebiet sich auf die Anleihen stützt, bie nicht durch irgendwelche Verpfandung der Linien gesichert waren, und baß diese Anleihen keineswegs im Wstier- ,pruch zu stehen scheinen mit dem russischen Abkommen von.1899^ Die englische Regierung nimmt nicht an, daß die Teilnahme Englands an dem Eisenbahnbauunternehmen nordlico der,großen Mauer unter ähnlichen Bedingungen wie jene der Russen un Yangtsegebiet Gelegenhell zu einem Prwzeß von ,ecken der rum- scheu Regierung geben wird; hierbei ist es von Belang, an ben rtiojen Wechsel zu erinnern, ber m dWi Stand der Dinge m Eüina seit dem Abschluß des englisch-russischen und des englisch- japanischen Abkommens eingetreten ist. A l le neuen Straßen in China werden daher unter d er Kontrolle ber chineiisch en Regierung stehen. Aus die letzte Frage gebe ich die Antwort, daß die Angelegenhell gegenwärtig einer Regelung von sellen ber chinesischen und japanischen Regierung unterliegt." .einen m , i8e und ichl°s,9nkti A-erner sollen die Abteilungsvorstände und Assessoren owie das übrige Personal besser ausgebildet werden, von Marktkenntnis gelegt wird. Man sieht Warenkenntnis (auch in technischer Beziehung), und in der Marktkenntnis gelegt wird. Man sieht also, die Reformen sind auf die in Kiel entdeckten Mißstände zugeschnitten. Durch doppelte kaufmännische Buchführung ollen die Nachteile der jetzigen Buchführungsmethode bc- eitiflt werden. Um die Magazinbestände auf den Werften rauernd zu kontrollieren, ist bereits seit 15. Februar 1909 auf jeder Werft ein Beamter als Werftrevisor angestellt. Seine dauernde Beibehaltung ist in Aussicht genommen. Eine obere Kontrolle soll ferner noch dadurch ausgeübt werden, daß dem Tirellor und dem Dezernenten des Werftdepartements des Reichsmarineamts die Aufgabe gestellt wird, gelegentlich Prüfungen in ökonomischer Beziehung vorzunehmen und auch dem Ausschußwesen lausend ihre Aufmerksamkell zuzuwenden. Hinsichtlich des Be- schaffungswesens wird anerkannt daß Mißstände b e st e h e n. Zur Behebung werden eingehende und auf modernen Anschauungen beruhende Vorschläge aufgestellt, die nach ihrer Durchführung zugleich eine wesentliche Vereinfachung des schleppenden Geschäftsganges mit sich bringen werden. Der Staatssekretär des Reichsmarineamts hat den Vorschlägen der Kommission seine Genehmigung erteilt und angeordnet, daß die erforderlichen Schritte zur Durchführung der vorgeschlagenen Reformen balomöglichst getan werden. I— Sauglingsfür sorge in Preußen. Auf Ber- Lnlassung der Deutschen Vereinigung für Säuglingsschutz jenb am Samstag im Kultusministerium eine Versammlung unter dem Vorsitz des Kabinettsrats Dr. o. Behr- Mnnow statt, in der der lveitere Ausbau der Säug- lingsfürsorgeim Königreich Preußen zum Gegenstand ■ der Verhandlung gemacht wurde. Es wurde die Bildung einer preußischen Landeszentrale für Säug- i singsschutz beschlossen, die im Kaiserin-Augusta-Viktoria- tzause ihren Sitz haben und zugleich als Verein zur Unter- Mtzung dieser Anstalt wirken sott. Die Anwesenden über- mhmen die Aufgabe, eine demnächst einzuberusende Ver- ; femmlung der preußischen Provinzial- und Bezirksverbände mit) sonstiger Drganncuionen für Säuglingsschutz, sowie von Certretern der Gemeinden, Gemeindeverbanden, von Handel (Ein Lntfcheidungrtag der französischen Kammer. Paris, 8. Nov. Die Kammer sc^losj heute bte General- diskussion über die Wahtreform- Vorlage und lehnte einen Antrag auf Rückverweisung der Vorlage an den Ausschuß mit 345 Stimmen gegen 187 Stimmen ab. Im weiteren Verlaufe der Sitzung nahm die Kammer mit 379 Stimmen gegen 142 Stimmen den ersten Teil des Artikels I an, in dem ausgesprochen wird, daß bte Mitglieder der Kammer auf Grund der Listenwahlen zu wählen sind. Alsdann wurde mit '281 gegen 235 Stimmen ber zweite Teil desselben Artikels angenommen, durch den für die Wahlen das Proportionalsystem festgesetzt wird Das Ergebnis der Abstimmung wurde auf der äußersten Linien, der Rechten und dem Zentrum mit anhaltendem Beifall begrüßt. ,,± , ~ Ptinisterpräsident Briand ergreift unter großer Spannung des Hauses das Wort und führt unter Hinweis auf bie in seiner letzten Rede geltend gemachten Grunde aus, er fei der Ansicht, daß die Kammer am Schlüsse der Legislaturperiode, welche durch eine so wichtige Frage ausgefüllt sei. ist, Aufsehen hervor. Don Satti beschuldigt Monsignore Romeo, mit seiner (Vattis) Hllfe eine Reihe von Werken alter Meister (darunter Michelangelo, van Dyck, Sabatelll) ange- kauft und heimlich mit Umgehung des staatlichen Ausfuhrverbotes im Ausland verkauft zu haben. Don Ballis Angeberei wurde, dem B. T. zufolge, dadurch veranlaßt, daß der DLonjignore ihn angeblich um fernen Anteil bei dem Bilderhandel (fünizehn- iausend Franks) prellen nvllte. — Das Schicksal der Marsbewohner. Aus New- york wird berichtet: Pros. Percioal Lowell meldet nunmehr aus seinem Observatorium von Flagstaff in Arizona, daß bie alarmierenden Nachrichten über eine große Katastrophe auf dem Mars nur mit bedeutendem Vorbehalt ausgenommen werden dürfen. Der Gelehrte, ber seit Jahren ben Mars und dessen Kanalfystem zu seinem Spezialstudium gemacht hat, hat tn den letzten Wochen Gelegenheit gehabt, einige außerordentlich interessante und glückliche Beobachtungen zu machen. Die Nachricht, daß die Kanäle völlig verschwunden seien, entspricht nicht ben Tatsachen, ^le neugewonnenen photographischen Marsausnahmen zeigen, baß manche Markierungen aus ber Obersläche des Mars mcht mehr wahrzunehmen sind; an ihrer Stelle aber sind neue „Kanäle" ausgetaucht. Diese Veränderungen sind eine neue Stütze für bie Annahme organifchen Lebens auf dem Mars. — Lombroso examiniert! Wie alle Examinatoren, die gern ihr Steckenvserd reiten, so war ber kürzlich verstorbene Gelehrte bei ber Prüfung nicht gerade beliebt. Einmal mußte er sich, wie em Mitarbeiter ber „Minerva" mitteilt, sogar eine Rüge des Vorsitzenden Prusungskommissars gefallen lasten, die trotz ihrer witzigen Form oder eben deswegen vernichtend war. Es war bei einer Tollorprüfung, als Lombroso dem Kandidaten den Arm einer Leia>e vorlegte. „Untersuchen Sie ihn," sagte er, „und sagen Sie mir, ob es ber Arm eines Mannes ober einer Frau ist, welches Arter bie betreffende Person hatte, welches bewerbe ober Handwerk sie ausgeübt hat und wie ihre moralischen Neigungen waren, ferner . . ." Aber er kam nicht weiter, denn in diesem Augenblick beugte sich ber Chirurg Professor Bruno zu ihm herüber und sagte leise, aoer so, baß alle es hören konnten: „Vergesten Sie niast, auch nach dem Taufnamen zu fragen!" In bie allgemeine Heiterkeit stimmte nur einer nicht mit em: Lombroso. — Die Zensur in Japan. Im Reiche ber ausgehenden Sonne wirb bie literarische Zensur mit größter Strenge ausgcübt; sie erstreckt sich nicht allein auf die Theaterstücke, sondern auch bei ben Romanen waltet ber Senior unerbittlich seines Amtes. Alle Bücher, bie ein etwas zu llbhastes und nicht genügend verändertes Abblld des Lebens geben, werben ohne weiteres verboten. So entstand erst kürzlich ein heftiger rechtticher Kampf über ben Md Industrie usw. oorzubereilen. — Die Erweiterung des Germanischen Nativ- nal-Museums zuNürnber g, für die mü. ben Beiitzem der angrenzenden Fabrik ein ÄaufabBommen getroffen wurde, wird sitzt Gegenstand ernstlicher Pläne. Doch bedarf bas Abvommen noch einiger Abänderungen, ehe es bie Zustimmung der Auffichts- b-hörde, des bayerischen Ministeriums des Innern, finden farai. Ter oberste Grundsatz für ben Erweiterungsplan ist bie räumliche U Trennung ber Kunstsammlungen von ben kulturgeschichtlichen Sammlungen. Tie Skulpturen sind bisher in ber Kirche, ber alten I tx§ ehemaligen Karthäuserklosters, und den anftotzenden stapellen H und Licksthösen, bie Kunstsammlungen der Stadt vcürnberg in verschiedenen Siäumen vertritt, die Gemälde ganz ungeeignet unter» gebracht. Alle diese Abteilungen soll nur der Neubau ausnehmen, der auch Sllidiew und Verwaltungsraume enthalten wird. Nr. 263 Erstes Blatt 159. Jahrgang Dienstag 9. November, 1909 /U'Sä9« zct 9 » a monatlich 7öPch viertel- ,rn*prcS i iq‘ politischen Teil: August WW General-Anzeiger für Gberhesfen MW '■ Tagesnumnier Botafionsi>raetz aber- nmh^e‘ ■ »m "iils eine Erweiterung erfahren sollte. Tas ist wohl bei dem ugcnMtflid)en gtanb unsrer Sinanyn kaum anjunebmen. r* iGeh. Lchuliat D. Stamnn U Dieser Facdniann hat vollkommen recht, wenn er meint, wflege" i$ft Rudol, Schioslm S -niser Beamtenkorps sei zu groß, eine Aenberung der Lrgani- ütion sei notwendig, der gesamte Betrieb uniausmännisch iigerichtet, bie Anlage des Verrechnungswesens veraltet, de Beamten seien nicht genügend vorbereitet. Tie Regierung hat sich beeilt, zu den gerügten Mängeln jüf) schon jetzt zu äußern und sie läßt heute in der amtlichen „ 3erl. Korresp." die von Herrn v. Tirpitz genehmigten Re- ocmpläne einer besonderen Kommis,ion, die schon seit dem V2. Januar d. I. über die Organisation der Kaiserlichen ^erfien beraten hat, verösfenttichen. Es ist daraus zu nlnehmen, daß die oben genannten Forderungen des Herrn k'LerfiuS auch aus dem Resormprogramm der Regierung flehen. Trotzdem wird im Reichstag mit vollem Rechte der l Unmut darüber laut werden, daß der Schlendrian in der .Lerstverwattung nicht schon längst beteiligt worden ist. Wir entnehmen der „Berliner Korresv." die interessan- teften Stetten. Nach einer Feststellung, alle Marinen hätten ■ ine der unseren ähnliche Werstorganiiation, führt der Aus- _________ ichußbericht fort, bei der Stellung des Verwaltungs- Dortmtoder Md Gießener Bi«direitors müsse eine R e s o r m einsetzen. Dort .......- Der Oberwerftdirektor hat zwei Personen, die ihm hierfür aß Hilfskräfte an bie Seite gestellt werben können, ben Assisi e n t e n und ben Verwaltungsbirektor. Von bieien heben ist ber letztere ber ständige, ersterer wechselt. Beide müssen das Recht haben, jeberzell und unangemeldet in jedem Betriebe ber Werft einzutreten, Beobachtungen über bie Dtonomie des Werftbetriebes anzustellen und bem Oberwerft- hüieftor ihre Bemerkungen mitzutellen. Hierbei wirb es sich in der Hauptsache nicht um eine Kontrolle der sparsamen 93er- nimbung von Lohn und Material für die Arbellsausiührungen Die heutige Nummer umfafct 10 Seilern t vie Reformen der Werft Verwaltung. rym Tag" macht Kapitän zur See a D. P e r s i u s zur '!7itik der Kieler Vortommnisse folgende interessante Mit- auSschuß ftoti, b. h. ber erste Akt ni den am 20. T^o« vember vorzu nehmen den Wahlen der Vertreter ber ^anb- frdfe im Lanbesausfchnß. 2tu$land. Au- Bukarest wird gemeldet: Die „Agenee Jtoumütne" ist ermächtigt, die von der „ngenc? trlegraph'.aue oticmanc" ver- öffrntltdfac Nachricht betr. den Abschluß eines Militär-Alli- anzvertrageS zwischen Oesterreich-Ungarn und Rumänien in aller Horm zu dementieren. Staatssekretär Ternburg besichtigte in L i v e rv o o l die hauonachlichsten städtischen Einrichtungen. Nachdem er am Montag im Nathame dem Lordmasor seinen Besuch gemacht hatte, begab sich der Staatssekretär nach der Baumwollbörse, wo ihm ,u Ehren rin von dem deutschen Konsul gegebene- Frühstück statt- and. an dem hervorragende Mitglieder der deutschen Gesellichast rinlnahmen. Hieraus fuhr Ternburg an die Merseymündung. um die Dock-^ anzusehen Tie Blätter melden au- London: Ter frühere General- 'nioekteur des Zollwesens in China, Sir Robert Hart, erklärte, eoemuell im Frübiahr sein frühere- Amt wieder zu übernehmen. Au- Madrid meldet man: König Manuel ist am Montag um 11 trotz oc-.' aggressiven Zcrhaltens der beiden freisinnigen Tiskussionsredner in der Osann-Versammlung in Nidda (31. Okt , — der Herren Rechtsanwalt Metz-Nidda und Oberlehrer Weber-Gießen —, bad in keiner W eise b n r di bi e fi b > i a u i in «Knollen und friedfertigen Ausführungen des '21 b g. D r. gründet war, ab, ftch an den 2cbat:> Verfamnilungen dei nationalen Parteien zu beteiligen. Er stellt sich dabei voll mib ganz auf den Standpunkt des Dorfitzenden des nationalliberalen Lanbesausschuffes, Abg. Tr. Osann, da» er im Hnteresie des engeren und weiteren Vaterlandes die Kluft zwischen den nationalen Parteien nicht unnötig erweitern will. Er ist selbstverständlich entsdüossen, einer nationalen unb liberalen Politik durch Aujllärutig in Wort und Schrift und durch Ausgestaltung der Parteiorganisation im hiesigen Reubstagswablkreiü weitere Geltung und Verbreitung zu ver» schasst.. 2lu» Stadt und Land. Gießen, 9. November 1909. — Tage-kalender fürTieivStaq, 9. Nov.: Stadttheater: .Wilhelm ZeU.“ Anfang 8 Uhr. ** Ledrerpersonalien. Ucbcrtragen tmirbe dem Lehrer Gg. Bogel zu Brensbach eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Eberstadr (Kr. Tarmstabt), bem Schul- amtsaspiranten Dal. Peters aus G-.ru -Algesheim eine Lehrerstelle an der Gemeinbeschule zu Bieber: dem $dnil- aui t raspiranten Reuth. Schmitt and Pfalzburg eine Legrer- stelle an der Gemeindese ule zu Dietetzhcim; der Säiulainl»- aspirantin Barbara Ä l o d aus Tarmstabt eine Lehrerstelle an der katholischen Schule £u Dieburg Uebertragen würbe den Lehrern Phtt. Hofmann zu Wald W, clbad), Franz Jakob zu Hesselbach, Äug. aus bem Kau» de zu Gabsheim, Gvttfr. Zimmer zu Groß-Umstadt, unb den Schul- amt-aspirauten Karl Born aus Frönkisch-Erumbach, Hch. F r i tz au- Lang-dors, Hugo H e i n c d aus Hungen. Adam Mart. Kunkel aus Brensbach, Wttb. Müller au- San Franzisko, Hippolyt Eduard Thum aus Mainz je eine Lehrerstelle, und den Schulamtdasptranttnnen Elisabeth Diehl aus Darmstadt und Martha Goe- au- Crtenberg ie eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Offenbach. X Robheim a. b. Bieber, 8. Nov. Gestern nachmittag hielt die freiwillige Feuerwehr ihre Schluß- Übung ab. Die Wehr nahm zunächst Einzelexerzieren vor. wobei die gute Schulung des jungen Hocpv Anerkennung 'and. Der nun folgende Brandangriff an der Gastwirtschaft >' 'u I. Bechtdold zeigte, baß die Wehr auf der Höhe ihrer Aufgch'e ist. ee Tas Ehrenzeichen für Mitglieder frei- ivikliger Feuerwehren wurde verliehen durch Ent- ichließung de» Großherzogs dem Ludw. Hensel zu Büdmgen. .** Gemeindesteuerreform Unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters Tr. öBuelmann »and gestern in Mainz eine Versammlung der Bürgermeister und Beigeordneten der hessischen Städte statt, um Stellung zum neuen uommunalsteuergcsetz zu nehmen Es wurden einige Abänderungsvorschläge angenommen, bie der Regierung uvermittelt werden sollen Von der Einberufung bev yejsijchen Städtetageo wurde, uAt die ^Frtf. Ztg. I meldet, abgesehen. • • T ie hessischen Unlerbeonitcn hielten om 2t?nn- :ag in Frankfurt eine Generalversammlung ab. in der über 300 Beamte anwesend waren. T«r Bsrsitzrnde Häuser- Darmstadt führte ans. daß schon in Den Kamrnerv ei Handlungen ccm 1896 die damals ftngntRttn »•fcbfilter als unzureichend be- iridmet worden men. S:aat-mmister Finger habe ausdrücklich l-ttont, daß bei diesen Gebaltern, selbst wenn iü erhöbt würden, keine Ersparnis - gemacht werden könnten. 3um Schluß seiner Rede brachte Hamer em Hoch aus den Grvßderzog aus Tr Cienn sprach über die Desoldungsrevr'ion. Fall- angesichts oer schlechten Finanzlage eine Erhöhung Der Gehälter vom Landtage nicht beschlossen ioürde. so müsse Mindesten- eine provisorische Aus bnierung der Gehälter eintreten. Tie Satzungen wurden nach der ?ai»'ung angenommen, wie der Vorsitzende sie au-gearbeitet hatte. Ze» ter iJairf de- Verstandes rouiJe der ptootiorndw Vorsitzende ttvählt. Zum m »ourde Der i'A-ionitnauikbcr Veuh« Darm stadt. zum 1. 3jvlL Die Versammlung beschloß, nochmals eine Eingabe an bie Rez-.erunz unb Landscände um (’xnwbrung einer provisorischen Gehaltsaufbesserung bi- zur Erledigung der Besoldung-revision. einzurcichm. • • Tie Genossen s Haftsversammlung der land- und sorstw. BerusSgenofsenschast für Hessen, die am Samstag in Darmstabt fiaufanb, bescbaf- .13.c sich bcfonders mit her Remnungsablage, Beratung bes Voranschlages unb Erstattung ucr Geschastsberichle sür Die Bcru»sgeno,ie:tsck)afl und die dieser angcglicbcrte. Haft- pslich.versiHerungLaiistall. Tie Zahl der angemeldeten Un- alle un Jahre 190b halle eine weitere Steigerung erfahren unu betrug 2890. Aus dem Vorjahre wurden 1220 unerledigte Unfälle übernommen, so daß 4110 Unsallsachen neu zur Bearbeitung standen. An Entschädigungen für Renten an Verletzte, Kosten der HLiloer,al)rcns usw. wurden 821 8^8 Mk. bezahlt. Tu: Summe der erstmalig für neue Unfälle im Re^uuugSja.,re gezahlten Entschädigungen betrug 151430 Mk. Die Dllattz oer Hastpflichtoer,icherungs- an|talt ergab einen oeriugbaren lieberichuß von 16542 Mk. Tas Vermögen der Anstalt beziffert sich aur rund 35 (XX) Mk Ter Reserve!onds der Berufsgeuosfenschafl beträgt 1 725674 Mark. Tie Genojsenschaftsversammlung beschloß in Abänderung der Satzungen in Zukunft auär Haftpslichtschaden unter 20 Mk. allgemein anzunehmen. Zu eingehender Beratung befaßte man sich mir der durch baS neue Reichs- . iuauzgefetz vorgesehene Beseitigung b e r Unfall- versichcrungsvorfchüsse burch bie Post. Tie er^ mörderlichen Mittel sollen mit Genehmigung ber Aussichts bei-örbc zum Teil bem Reserve, onbs ciunommcn uno nur in unbelrächlllcher Hohe ber Umlage zugeschlagen werden. Von allgemeinem Juieresfe dür.rc noch die Lcilleilung fein, vaß die Errichtung eines Mur- und Genesungs Heimes dis zum Adichluß der Verhandlungen, bie zurzeit mit bem Ministerium wegen Errichtung eines Lehrstuhles für soziale Meoizin unb Errichtung eines ll n f a 1H 1 a n t e n i; a u f e d un Anschluß an bicLanbes- nniocrfität gep'logen werben, zuructgestcllt ist. Tas Gleiche geschieht mit oer Errichtung einer Fürsorge am yiuljcgcljalt für bie Angestellten per Bermsgcnofsenschari bis zum Erlaß einer Be^inimung, die den Beitritt der Be- rufsgenosfenfchaft zu ber staatlichen Fürsorgetasje ermöglicht. • • Tas Hessische Landgestüt veranstaltet am Freitag, 12. November, vormillagS 11 Uhr. auf dem Platze des HosiiiarslaUS m Dar in stadt eine öffentliche Vorführung von Landge sl ütShcngflcn. Tie Landivirlc sind zu recht zahlreichem Besuch ber Vecanilallung ein- geladen. Stadttheater. ES fei nochmals darauf hin- gewiesen, baß für die morgige .CarloS'-Aufführung der dritte Abschnitt deS ErinäßigungskuponS gilt. Tie Vorstellung wird im Abonnement nicht wiederboll. — Alß Fest- DorileUung zu GroßherzogS Geburtstag ist emr besonders interessante Aufführung geplant. Es wirb MollßrcS «Tartüsf gegeben werden, dazu deS griechischen TichtecS BtcnaiidroS chledsgen chf, eine Komödie, deren Text und erst feit wenigen Jahren aus einem ägyptischen PapyruS- funde bekannt ist. Tie deutsche Ucberfeyung der Komödie rührt von UniverlilätSprofessor Tr. Hörte hier her, die dramatische Ergänzung von Prof. Oppeln-BroniSkowSkl. " LaiferPanorama. Tie in dieser Loche im Kaiserpauorama au»geflelLc S*rrie versetzt seine Besucher in bad schöne Schwererlanb unb veranschaulicht in einer Liutertvauderung burch bas Ober-Engabin, bad burch ben bork betriebenen Wintersport wie Eurlingspiel auf bem Eise, Bobsleigh-Falsren unb 5d)tlaufen beiannt ist. Zunächst führt bie Tour nach 3t Moritz, wo unser Kronprinz allfährlich bem Boblleighsport obliegt. Weiter geht ber Weg nach ben malerisch gelegenen Orten Pontresina unb Slls. Berührt werben noch bte Orte Eelenna, Eresta, Bab Alvenau unb Wiesen Besonder- interessant anzuschauen »st noch ein internationale» Eisbahnrennen in Davos, die Trahtsellbahn nach Schatzalp von T,rvoS au» unb eine wohlgelungene Schneemanuer-Gruppe unb Reu-Fähen. Erne |old)e Wtnierpartre ubt einen eigenen Zauber aus, toedtMlb ber Besuch btefer Serie nur zu empfehlen ist — Das Fest der silbernen Hochzeit feiern Mittwoch, 10. November, Lokomotivführer Heinrich Kraft unb Frau. m. Reiskirchen, 7. Nov. Gestern wurde bie lieber- ührungSdrücke d es Bahnhofs auf ihre Tragfähigkeü erprobt und bann von der Behörde abgenommen, eie ist nunmehr dem Verkehr übergeben. Hattenrod, 7. Nov. Gestern wurde hier Herr Heinrich MöbuS I. zu Grabe getragen. Er war Veteran von 1866 und 1870. Unser Änegcroecein ließ cS sich nicht nehmen, ihn in Begleitung von Tranemii'sik zu begleiten. Außerdem erwiesen ihm die benachbarten Krtegeroereine von Reiskirchen, Burkhardsfelden und Lindenflruth die letzte Edee. 1\ Saasen, 8. Nov. Endlich hat nach saft drei Fahren bie bürgermetfletloie Zeit ihr Ende erreicht Bauunternehmer Schepp wurde heute durch RegkerungSrat Merck m sein Amt emgeroicfen. AuS diesem Anlaß sand eine Feier Halt, an der sich der größte Teil der Gemeinde beteiligte. Hoffentlich kehrt setzt in unserem Torfe nach sahrelangen Partcikämpfen wieder Friede em. — Unser SchulhauS- 'Neubau in seyt im Rohbau nahezu iertiggeftelU; er wird un Herbst 1910 eingeroeiQL tu. Gedern, 8. Nov. Em dringendes Bedürfnis für unicrc Gegend bildet die Stationierung eine» Tierarztes. Kürzlich wurde deshalb eine Verrammlung von Vertretern der umliegenden Orte adgehalten. 2.6enn man bedenkt, daß un Falle dec e;n Trerarzr von Tübingen, Nidda ober Scholien ex|l nach großem Zeitverlust in unserer ®wcnb sein kann, so in die baldige Erfüllung des Dun-LkH nur zu rtdji’ert aen. T:e Verfammlunq verlief etwas rukp-n ?.S die vom Frühjahr; e» wurde einstimmig beschlcsiea, nougen Lchrttke bei ben zuttäudigen Stellen zu tun. Mrr rrill einen Tierarzt, bem auch die Funktionen und Rechh e.neS HreiSaistitenttierarzleS zuftehen. rl. Büdingen, 8. Nov. Ter Gern em berat toi de. l-bloffen hoben, b;c ouS dem Bank rach Rothschild bcriüsrtebte Ersatzansprüche der Gemeinde Büdmgen an den f rübetet Bürgermeister nieder; n schlagen. ES handelt sich t«. kanntlich um etwa 80 (NX) Mk. X. Mainz, 8. Nov. Nach achttägigem Aufenthc!h verlosten morgen nachmittag 4 Uhr das GroßherzogS- oaar und seine Gäue unsere Stadt. Ihr Auienthalt fa Dem Theaterdirektor Mar Behrend den Titel eines Haicatz emgetrogen und Kapellmeister Gottlieb erhielt das 'reuz zweiter Klaffe vom Orden Philipps deS Großmütitztztz .'Ind. rerseitS hat der Besuch der Herrfchasten vielen arme, Geschöpfen Freude bereitet, beim der VerkautStag t« öro' Herzogin, zugunsten armer Lungenkranker oetan '.aUti, 'rächte eine Einnahme von mehr denn LL 000 Mark; aber 460a Mk. sind allem an EiNtrillSgeldern emgegangen. s- Marburg, L Nov. Vorgestern unb gestern fern) hier bie alljährliche Zusammenkunft ber P 01 izeik 0 . missare aus ben hessen-nosfauijehen unb mllrelrheinischr» Stäbicn stall. Der Hauptversammlung am LamSiag wohrre aud> Cöerbürgcrmniicr Zroje unb Kreisarzt Prof. Tr. Hille, brand: bet Polizellommissar Kaußmaun (Limburz sprach hier über bie perversen Veranlagungen und uk Folgen unb Polizeikommi far Grimm (Hoch,:, überJ) e 8e- oeuiung unb ben Wert ber StriminaLabteilungen in m.itletci unb Reinen Siabten. Ferner mürbe auf bie Lidnigrch ber Berwenbung von P 01 ize i h u n b e n . sowie auf Bcbcuiung ber Photographie auf bem Erbiete be Kriminalpolizei hingewiesen. Tie wetteren Punkte der Tagesoronung. nnr roiloc Ehe. Ltrafnacllrichten, habung bes LeingesetzeS, Revision gewerblicher Anlage», Xtegiamation auslanoischer Acbeller. Äaftw rlsgeweibc ukU ianoen emgeyenbe Erörterung. Gestern schloß sich eine He- |id)tigung ber Stabt unb ein Festmahl im Hotel Freibhoi ai ? Aus bem Biebertal. 6. 9Zod. Zn dieser Wach, waren am Morgen Pfützen und da- in Gesäßen tm .Irem siebende Woiser mit einer 2 Zeiuimetcr dicken Eisdecke uba> logen. Wiesen und Felder erglänjien in einem dichten, idmt» bcueäbnhdxn Reis. Ta- Tbnnwmcier ist regelmäßig am Mor§u unter dem 1 Gefrier punkte gerotjen. '.’iodj bhdl unsere Ber-ilan> schäft unbeschnett m die Lande und die Hoffnung ist beredm* | daß in den ersten Worden kein 3d>nre zu erwarten ist. denn in Volksmund behauptet: Wenn der Tü 11-berg ;um bi tuen Aast seine Schneehaube aufgesetzt hat. daun erst ist der Wmier bc — ■ - 11 '■ — Srau Steinbeil vor dem Schwurgericht. IV. 4 Paris. 6. No». Am uitTtrn VerdaudlungSlage de- Prozesse« Steinbeil idxe das Interesse de- Publifum» an Der '21 rare iwmoglid) noä gewac. icn zu sein. Ter „Bttletthondel" ist slott im Schwünge, wtn auch nicht die ohantastischen Preise gezahll werden, du 11 O.ne» De Besitzer Der Eintrittskarten träumten, tt» geht eine gewnse 3t» fatum durch Den Saal, al» Der Hauvlzcugc, Oer ehemalige Lienn Renw E 0 uillard, aujgeruscn wird. Sr ist sichtlich bemü|L feil« frühere Herrin nidu alljuifbr zu belast « Er eljählt, ir welder Weise sich die Vorgänge nach der 'l'^rbnarht haben Er sei morgen» nach seiner Gewulmheit au, ictwr 3:*bc tm zweiten 3tod in den «neu hinabgesi t nn. Aus dem Gibt» iinuncr hörte er Frau Sternhell leise ..Remp" rufen. 5t tei Dann bineingegangeu und habe Fran Stein heil über c*m Beut liegen fehen Tie Hande waren über btr Brust gekreuzt und «t ichell, um ben Hal» lag gleich'alls eine 3a>nu. Tie linDer der Frau beiauben sich in Unordnung Er habe die F ebi gelöst, was md 1 besonders schn.l mai, da Die Hnuitn in Da ticken Schnur leick-t aufgm.icn und fei Dann an» Fenster vUwfcx. um Hilie herbeizurufen ?er t sitzende hall dem 3cu?en vor. daß seine ?lusiagc vor dem Bolizeill nimiisar anher gelautet beb# Eonillard erklär', daraus. Das. der Beamte das Pruwkott fluij» lunnmai und et es uiiuridirtiiXH habe, daß man ihm das Lwt» full aber vorher nicht totmLeicn habt Ter Verteidiger Audi» lonstatien ironisch, oag aur Ote e Weise ivohl auch Die an.tni oolizeiuchen Pwtokolle zu 1 lande getuuiinen sc in luutDen Tei va» utzende fragt, ob Fran Sielu ..il bei ihrer '2lunmDung durch M Zeugen einen Wattebausch im Munde getragen hai>, .kugt: Nein, wie hatte sie mich auch sonst rufen Eonncn. Vorsitztnber Angellagie. warum Laben cie sich nicht, als Sie befreit nxirei iofort nach Obrem ^Jianne und Fdrer Mutter erkundigt. €« mußten doch Besorgnis haben? Lngrnagte Ich war dazu ei* imuanbt, ich war völlig ttafllo-. Zn der wetteren 1'<-Titft«m ereignet sich eine S-me. wie sie imr vor einem Pariser Schirmrgench möglich ist. Frau Steinheil sucht den 3c-ugat an Dtr-d'idei Emzelhe.ten zu erinnern und baiet tbn für Die oorg-'aUaei Unannebntliajdeiten um Verzeihung uomllötb ist befaniUd.l) n? ihre Veranlasimig um et dem Verdacht Der Taierschast verhafte gewesen). CouUlarb macht der Angek.agten eine Verbeugung ul beteuert, daß er nicht mehr auf sie böse sei. Tic Zeugm frta Ge 0 ssc 0 y, eine lodu i her Steinheüjäien tockun Mar tt» Wols. und Derrn Mann wollen in der MorDnacht nnen vev» hdd.tigen Mann aus ber Strane bemerkt Hoven. Ter Ge 0 fsr 0 y er Härt. Daß Sremheil sich die größl»- Mühe gryäa habe, um Den Hau-Hau nach Den Wünsaien iruin Frau |i rühren. Von Frau Sirinh. tl will Der Angeklagte fowtt nach de er Hcn 'Bekanntschaft einen id)led>tai ihnorud beb m men ho tu Einem Zeugen Änwnro, einem AstuwDell. bat Der Maler c;<® heil erzählt, daß seine Frau die Absicht habe, sich ovu ihm iaxüfl »u lauen. Stent heil habe 'iL Darüber gegenüber Dem .xujB beklagt. — Ter bekannte kriminaliiusche Sachverständige Berti Hon macht hieraus Mitteilung über inne Be'unoe. cne ?anh gtnemmee wvrde» und Der Sac, verständige hat etwa 80 vertchicoc:» ,jin KrabbcfiA daran Lmiuuu-ren Lmncn. Xie weitere Beweisou naüme dre-a sich um Die schioorzen Mantel, bie Die von Der äuge klagten Mörder angeipnochrneu Drei mysteriösen Manner getragen baba sollen Ea ollen aui einem fl einen Vor stadt l Heater solche Ma nick gekeilen worden sein. Die Zeugenaussagen können aoer be.ueOB Tatsachen darüber nicht fetnegen. Lustschiffahtt. Berlin, 9. Nov. .^ajor v v a r f e b a I bat Mr b»** herige Versuchsstation auf bem Tegeler Ldricßpla» gegeben unb nach flau in Mecklenvurg verlegt 3n b" nättisten lagen tmrb Major v Parseval die Flugversuche mü dem von ihm gebauten Flieger beginnen, da die Buallch' leiten jetzt feriiggcftellt sind Ta- Fluggelande am plan« See har eine tftddje von 60 (4coicrtlilometern bei nia Brette von 4 Kilometern. T ü s s c l d 0 r s, 9. Nov Gestern nadimittan itauefö die Luftschiffe 9L ll und Z II der Stadt TLsseWorf rtna Besuch ab Um 3 Uhr tauchte A II hier auf unb 'vhl nach Elberfeld-Barmen und von dort zurück nach Jtiüi Gegen 4 Uhr tarn Z. II und zog nach 4 Ugr über die 5^ hinweg, nchh Köln zurück. Hamburg, 8. Roo. Ter Flugfahrcr HanS iaS< unternahm gestern drei erfolgreiche Flüge von 5—7 'Jimem fl ,u Vcrmeicbtc» Lebend- S08771 Vlolin-Unterricht in und außer dem Hause erteilt [08772 Atusitlehr. W. Schattier, Plockstraße 6, ehern. Schüler von Prof. H. Heermann. Dollfleischige, ausgemastete, höchsten Schlachtwertes, höchstens 6 Jahre alt 45—48 Junge, fleischige, nicht auSgemastete und ältere ausgemästete......39—42 Bullen. Amtlicher Wetterbericht. Oefsentliche Wetterdienststelle Gießen. Kälber. Feinste Mast- (Vollniilchinast) und beste Saugtälber......- 52—57 Mittlere Blast- und gute Saugkälber . 45—51 Geringere Saugkälber......40—43 Schafe. Mastlänimer und jüngere Masthanunel 34—35 FürVereineu. GesellsGhattsn. Komplette Tbeatcrbübne w verleihen. Ausertigung von Dekorationen. <6062 Car! Hollmann, Dekorationsmaler, Rooustraße 32. Märkte. fc. Frankfurt a. M., 9. sJlou. öeu- und Strohmarkt. Angesahren waren 4 Wagen Heu und 2 Wagen Stroh. Bezahlt wurde iür Heu 9)IL 4.60—5.20, Stroh, Korn-lkangstroh, Mk. 3.00 bis 0.00. Alles je 50 Kg. Geschäft gut. Die Zufuhren waren aus Lberheffen und der Dieburger Gegend. F.C. Wiesbaden. Biehhos-Marktbericht vom 5. Nov. Auftrieb: Rinder 64, Kälber 45, Schaie 42, Schweine 440. Tendenz: Rinder gedrückt, Kälber lebhaft, Schafe lebhaft, Schweme lebhaft. dreis Durch- pro 100 Pfd. schnittspieis Allgemeine Wetterlage heute morgen 8 Uhr: Unter dem Ein- uy des weltlichen Hochdruckgebiets dauert daS heilere trockene Better mit Nachtfrösten an. Gießen und Worms hatten — 1", .Irankturt und Darmstadt 0°. Ta jetzt krustige Tevrcsstonen im Norden austreten, ist ein Witterungsumschlaq m Aussicht. Möbl. 3ininitr zu vermieten. Nord-Anlage 3511. Griginal-Drabtttiel-ttttgeri. Stuttgart, 9. Nov. T-cr Staatsanwalt hat gegen den Redakteur dc^ „Simplizissimus" Gulbranivn Anklage wegen Beleidigung des Bischofs Kepler und die katholische Geistlichkeit Würtlcmbergs erhoben. London, 9. Nov. Im weiteren Verlaufe der Sitzung vcr> warf das Oberhaus mit 157 gegen 40 Stimmen die Regierungsvorlage, welche das Londoner Wahlgesetz ge nannt wrrd: diese Vorlage sieht vor, daß die Wahlen in London an einem Tage abzuhalten sind, die Pluralwahl in London beseitigt und die Wahlunsähigkeil im Falle eines Wohnungswechsels ausgehoben wird. Tie Redner der Regierung Hoden: hervor, daß das Gesetz ledigli'ch einige Wahlanomalum in London beseitige und London in dieselbe Lage bringe, wie die großen Pwvinzskädte. Tie Redner der Opposition betampsten die Gesetzesvorlage, die lediglich ein Stückwerk der Wahlresorm dar- stelle, das Pluralwahlrec^ in London abschaffe, wahrend sie daS Plnralwahlreäst in anderen Teilen des Landes zulasse. Liverpool, 9. Nov. Bei einem Festmahls zu Ehren Dernburgs hielt der Vorsitzende der Handelskammer eine Rede, in der er u. a. ausführte, daß eine Mißstimmung zwischen England und Deutschland lächerlich sei. Staatssekretär Dernburg erwiderte, daß Deutschland von den besten Gefühlen gegen England beseelt sei. Namentlich aut kolonialem Gebiet bestände zwischen beiden Landern eine ineü? gehende Solidarität, ebenso auf vielen Handelsgebieten und na- menllich bei dem Baumwollenbau, der in den deutsäten mib englischen Kolonien wesentlich gesteigert werden könne. .MESSMER5. ausgewählte feine - THEE: SORTEN 100g Pakete 055Mk-140Mk öuuung mm verlange die, „Tcuticke !>iuer. Der letzte Flug war ein Wettrennen mit einem ' itmnautoniobiL Dieses überholle erst in der dritten Runde 501 Eha?önS für Marne, 8. Nov. Farman, bet artern mit einem Fahrgast einen Flug unternommen hatte, eß bei seiner Landung so heftig gegen die Erde, daß die ugmafchine größtenteils zerstört wurde. Die Fahrer kamen titotc Dompfaffen stesiährig, zahm, 1 Vicb ilötcnb, au taufen gesucht. Preisauigabe ttbeteit unter „H. E.” Ham bürg 11, postlagernd. isl8/u u tversehrt davon. Wegen des immer noch herrschenden starken Nebels konnte ... Mfabri des „P. 3" von Leichlingen nicht ftattfmden. im das Wetter heute günstiger ist, wird die Fahri ohne ' oischenlandung direkt nach Gotha über Marburg ersolgcn. ff Greift Hände. Farben ff und Gewebe nicht an. Krtiifl flL welch. Art, auch Geich, yiuly, ob. BankLrratn in Glegen ober Umgebung gesucht. [hv*/u F. Wild. Barcutbiu, Hamburg, .Naiser-Wilhelmstr.34. Arbeiterbewegung. S v d n e y, 8. Nov. Infolge des Ausstandes der Bergleute . xen Kohlenbergwerken von Newcastle und Mitland wird ... Lianite Polizeimannschast in Bereitschaft gehalten. Tie Eilen- Verwaltung hat alle in den Güterwagen und auf den-Lchthen bhnblicbcn Kohlenvorräte mit Beschlag belegt. Im Klein- Sei ist der KohlenvreiS vieliach um 100 Prozem gestiegen. MAGGI1 Bouillon- Würfe!___ Schwein e. 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Die vier Insassen des Wagens wurden teilweise ichwer verletzt. - in ähnlicher Unfall ereignete sich aus dem Bahn-Uebergange r im Bahnhof Zwickau. Ein Automobil mit mrchrercn Jiismien -hr durch die geschlossene Schranke gegen die Lokomotive <4 DresLen—Reichenbacher Schnellzuges, well die Bremse lerl'agte. Kurz vor dem Zufammenitvß waren die ^nsasten ixts, üraftwagens herausgefprungen. Sie U<Ö F p tue re Verletzungen zu. — Einen weniger gefährlichen _3u|ammei> io6 erlebte der König von Italien. Auf der Straße nach '• “eja überfuhr sein Krastwaaen einen unvoriichtigen Rad- . ihrer, einen zwölfjährigen Knaben. Er wurde weit fort- schleudert und blieb einige Minuten bewußtlos liegen. 'Ler König und sein Generaladjutant bemühten «ich um ihn. i§r hatte nur unbedeutende Quetschungen erlitten. Der Lausigste Unfall aber ereignete sich bei Chicago. Em ücr mit sechs Personen besetzter Kraftwagen stürzte in den .iß, 'well die Zugbrücke nicht bcrabgcLajicn war. Alle i ech's ertranken. «leine Tageschronik. Der R i e s e n - D i e b st a h l im Bureau der Zechen-Ber- „altuna in Gladbeck ist noch nicht aufgetlärt. Die . erqwerks-Direklion hat die Belohnung für die Wieder- t [artqunq des gestohlenen Geldes von 2000 auf 4000 Mk. i tljöljt Von den verhafteten 7 Beamten und Monteuren lfc'iL noch feiner ein Geständnis abgelegt. Bei einem Kamps zwischen Wilddieben und Waldhütern in tut Nähe von Kreseld ist der Jagdaufseher Ellmann gelotet worden. Zwei Jagdaufseher wurden verletzt. Die Wilddiebe, die mit Hilfe eines Polizeihundes ermittelt wurden, iiitb drei Bergleute aus Moers. Ter Rentier Rieger in Halle wurde in der vergangenen Tacüt von dem Zeichenlehrer der hiesigen Königlichen Klunk, ..ämpf, erschossen. Rieger hatte die Fron des Kamps Krisch, ticiuuö und niemals mehr ermattet. Mülbeim-Ruhr, 4. yebr. 09. Seit 2 Monaten nehme id) iäglich zweimal, morgens und abendo, »Bioson gegen Blutarmut. Ich verbrauchte bisher 2 Pakete und habe in der turzen Beit 8 Pfund suQcnommen; finbe mich außergewöhnlich wohl dabei. Bioson schinectt sehr gut und kann von jedem Mmöe genomuicn werden. Meine Schwester, der ich es empfohlen Hane, wandte es mtt sehr gutem Erfolg bei ihren Kindern an und diese trinken ev jeyt lieber als alles andere. Auch ich werde mich vorläufig twch nicht davon trennen, denn ich fühle mich llut das „Btoson frisch und gesund und niemals mehr ermattet. Ich.zolle Ihrem „Btoson dte vollste Anerkennung und werde nicht oeriehlen, es überall zu empfehlen. Hodiachiungsvoll! Ehr. Aiarth, Falkstraste 3o. Unter- fchrtst beglaubigt., Dr. Frtedr. Seldhaus, ^otar. ^i>loson ist das beste und billigste blutbildende StraitißunnönutteL Paket 3 Mk. in Apotheken, Drogerien. Ätau frage seinen Arzt. verhärtet worden Ter Verhaftete itcP -m 'Aller von "SSabrcn. Auf dem Vahnhoi Bics ko subr der Wlen—Budapester Personenzug mit einem Gükerzuge zusammen. «Personen sind verletzt lvorden. _ r , L Ein von Mobica nach Ltcato fabrctiber .Guterzug entgleiste bei Rogusa und »türmte au« 12 Meter Hohe ui den Er m in i o-Flu ß. Alle Wagen wurden zertrümmert. Von den Bedienstelen, die teilweise gräßlich verstümmelt wurden, sind vier Mann tot, drei verwundet. D1 dann erst ist der tiink \ Rechtsschutzsteüe erteilt unentgelllich [D14/» Rat und Auskunft an Frauen und Mädchen. Sprechstunden Mittwochs von 5—7 Uhr, Alicesttaße 31111. Schictzfreundc ftnben jeden Atittwoch abend im biettauront Hartmann, Ludwig ,trage 6, Gelegenheit zu Uedungs- und Preisichießen.108163 falls eine Schnur. 2it ü yrbiuaig. Er habe Die 1- Der war, da die Knoltn 3 ib sei bann ans 3-enfter gdi Ersitzende hält dem ZeW leibntmiiiür anders gete m Leamtc das n habe, daß man ihm WP I , Date. 1 eie Weife wohl am die ,j gekommen fein wurden, ra v il bei ihm Munde getragen M | sonst rufen romten W iii nicht, als sie oeffeu .■ P-'/ßrn MMter erkundig!,. | “Ä: Aw-W" 1 na “sn bet rodteien ftnwP ^v^euiemParisers 2 L den I ist bebM^ I Verdacht der I Angeklagten ein t. u * ß Uf&.faS: I •! l, die die Enner In Kronach m Bayern ist gestern der O b e r lande s - erichtsrat Greiner, der seit einigen Wochen im Rnhe- i anb lebt, wegen Unterschlag nn g von M unde 1 ge 1 dern Junger Mann für Lager uno später kleine Reisen per Januar gesucht. Rur Bewerber mit la. Beuön. u. Referenzen werden berücksichtigt. Schriftl. Angebote unter 08779 an den Gießener Anzeiger erbet. ’ Lttwenplatz 7. 'Mgtie Melzgerei welln möglich mit Wirtschaft, bei hoher Anzahlung zu tauten gesucht. Kaiser-Allee oder 'Jieuftoht bevorzugt. __ Schriftl. 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