rck Verbliebenen; 1439 »ott w m u- itil 5 hr -5- iet ti nt- kl, rn 48- ?p “d ^»ägeri. 37 '• I. se 190 i t, * Z>isa""nenku» V bJSamerad^M«^ MÄ’iäö >>n > avlre"hes^xPorstam l\ther-Mib. iTOg«^* t. Io. 'SlÖti l^1' ubr, bei W Aahvefeld, ^wuemW WM 'LS« MM Direkt» H'*9.9i«> *' *■$*& " -"S-5 ZK") AH ** i. m. iod)i. a-1- ÜNaiQil < ®oftefi(6inM3arUMfltM. WM-8MSLLM 1438] Lichliges, sleihiges Hausmädchm aus 1. ober 15. Avril gelucht trrou Geheimral VebaM „ vonnannsirahe 10. ’-RonitMen von 10-11 Üb' Vermittelung nicht Nöckinueu, Zimmemädltn vausmädcheu, ftinberfröui!- nnben Stellung burdi 1012 Fr. Höttenbergrr, Setters» ( reltkrstveg 70, Weivreitam.- ßii, «W. M» mit guten Zeugnissen, daö fr Hausarbeit oeviteot und et kochen kann, gegen guten -/ gesucht auf iofort ober bal! v zrallGyM.-Tir.0r.M-gm Ttlleub utß. Nr. 56 Zweites Blatt 159. Jahrgang Montag 8. März 1909 Erscheint tögNch mti VuSnahme beS TonntagL Die „Gießener LamilienblSNer- werden dem ,Anzeiger^ otermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt fflt bet Kreis Sietzen" zweimal wöchentlich. Die „£anbrolrt1d)aftltd)eii Seit* fraget" erscheinen monatlich zweimal. Giehener Anzeiger General-Anzeiger str Dberhesftn RotattonSdruS and Verlag der Vrühttsch« UnwerluökS • ®ud)- und Steindruckeret. 51 Bangt, Dießen. Redaktion. Exvedition und Druckerei: Schul» strotze ?. Expedrnon und Verlag: eäg® 5L Redakttorue^ 112. TeU-Adr^ Anzeig erGreßem Deutscher Reichstag. 221. Sitzung, Sonnabend, den 6. März. Am Tische des Bundesrats: Kraetke. Präsident Graf Stolberg eröffnet die Sihung um 2 Uhr. Postetal und Fernsprechgebühren-Orduung. (Vierter Tag.), Abg. Zubeil (Soz.)k Bei der Veräußerung des Altmaterials kommen viele Unterschleife vor. Die Verwaltung sollte daher aufmerksamer sein. Die Geldbriefträger haben zu große Bezirke. Die Aushelfer darf man nicht ohne weiteres auf die Straße werfen. In Herrn Kraetkes Reich herrschen die sonderbarsten Zustände. Da erhält ein Postassistent Scherer beim Postamt Berlin 68 wöchentlich einen Vormittag und drei Nachmittage Urlaub, um in den verschiedenen Stadtteilen vor den Unterbeamten predigen zu können. (Hört, hört! links.) Dabei nötigt er den Leuten noch Traktätchen auf. Weiter erhielt er vier Wochen Extraurlaub, um am heiligen Grabe in Jerusalem beten zu können. (Hört, hört! links.) Das Vertrauensarztsystem liegt ganz im argen. Unsere P o st i l l o n e verwendet man zu allerlei höfischen Diensten. Vierzig Postillone mußten vor dem Einzuge des Prinzen August Wilhelm und seiner Braut tagelang das Lied einüben: Wir winden dir den Jungfern - kranzl (Heiterkeit.) So vergeudet man die Kräfte der Leute. Ter Redner .wendet sich gegen die Portofreiheit der Landesfürsten. Ein nationalliberaler Landrat in der Provinz Hannover habe sogar gewagt, Wahlaufrufe seiner Partei als amtliche Drucksachen portofrei zu versenden. Abg. Linz -Reichsp.): Ich vertrete eine Minderheit meiner Partei, die der vorliegenden Fernsprechgeöührenordnung nicht zustimmen kann. Die großen und mittler r Städte werden zugunsten deL platten Landes zweifellos bena. ciligt. Das erkläre ich offen, ohne etwa daran zu denken, eir Attacke gegen die angeblich Nimmersatten Agrariei ,u reiten. Tie städtnchen Netze ergeben einen Ueberschuß, die ländlichen erfordern eine Zubuße. Auch die Vertreter des Handels uno der Industrie lehnen dre Vorlage ab. Das sollte zu denken geben. Die Vorlage erschwert den Verkehr, sie muß tiefgehende Verstimmung bei den Interessenten Hervorrufen. Die nachteiligen Folgen werden sich bald zeigen. Man belastet den Verkehr nicht ungestraft. Man sollte wenigstens wahlweise die Pauschalgebühr beibehalten. Ohne Konzessionen wäre die Vorlage für uns unannehmbar. Ter Redner bringt eine Reihe von Wünschen aus seinem Wahlkreise Elberfeld- Barmen vor. Stoatssekre'.är Kraetke sagt wohlwollende Erwägung zu. Versetzungen sind oft im In- teresie der Weiterbildung der Beamten notwendig. An den Unterrichtskursen für Unterbeamtc hat die Verwaltung großes Interesse. Die Handwerker-Vereinigungen werden bereits jetzt mit Lieferungen bedacht. Hoffentlich wird es möglich sein, dies noch in größerem Umfange zu tun. Ich habe erst im vergangenen Dezember eine entsprechende Verordnung an alle Oberpostdirektionen erlassen. Beifall.) Nun ist gefordert worden, daß die Vergebur - der Kleider für dre Unterbeamten auch an andwerker-Vereinigungen erfolgen soll. Augenblicklich werden i Etat für diesen Zweck 80 Mark pro Mann ausgesetzt, den Res., im Durchschnitt 10 Mk., müssen die Unterbeamten selbst tragen. Nun ist verlangt worden, wir sollten- die Kleider an den einzelnen Orten selbständig vergeben. Das würde manche Unzuträglichkeiten mit sich bringen, weil die Zahl der Postbeamten außerordentlich groß ist und weil diese bis in Die kleinsten Orte hinein verteilt sind. Jetzt sind unsere Unterbeamten recht zweckmäßig gekleidet. Das würde bei einer neuen Regelung der Sache nicht in gleichem Maße der Fall sein. Auch schließen wir jetzt die Verträge auf sechs Jahre ab, aus finanziellen Gründen, weil wir dann die einzelnen Summen nicht auf einmal bezahlen. Unsere Lieferanten müssen also gewissermaßen einen Vorschuß leisten. Im übrigen sind wir in jeder Weise bemüht, auch Handwerker-Vereinigungen, solche Lieferungen zukommen zu lassen. Den Wünschen aus feste Anstellung der Telegraphen ge hilft nn en stehen wir sympathisch gegenüber. Die Forderungen der Telegraphenarbeiter werden nach Möglichkeit berücksichtigt werden, auch die nach Einrichtung von Ausschüssen in kleineren Bezirken, wo sic bisher noch nicht bestanden. Herr Dr. Struve hat gestern eine sehr komisch klingende Sache von einer Paketadresse vorgebracht. Ich kenne die Einzelheiten nicbt, muß aber erklären, daß auch ich dieses Verfahren nicht billige. Bei der Frage der Versendung der Briefe gegen bim- geres Porto nach Amerika ist die Ansicht geäußert worden, daß diese Briefe auf Schnelldampfern nicht befördert werden. Das ist unrichtig. Verschiedentlich wurde die Einführung von Postbons gewiin'cht, wie sie in England cingefiihrt sind. Dafür kann ich mich nicht erklären. Wir besitzen bereits eine große Zahl von Post seichen, so 27 Postwertzeichen, 15 verschiedene Vcrsiche- rungsmorken, 21 Stempelmarten, 6 statistische Marken. Wir sollten die Zahl dieser Wertzeichen nicht noch vermehren, besonders, da eö durchaus noch nicht feststeht, daß die Postbons wirklich praktisch sind. Briefmarkenhefte werden roohl in nächster Zeit eingeführt werden, auch wird kein besonderer Zuschlag dafür erhoben werden. Der P o st s ch e ck v e r le h r hat sich er» fteulich entwickelt. Wir zählen bereits 20 000 Konten, während wir nur einen Anschlag auf 10—12 000 gemacht hatten. Er wird sich sicherlich weiter gut entwickeln. Nun ist wieder gegen die Portofreiheit der La n d e s für st en viel geredet worden. Es liegt heute auch eine freisinnige Resolution vor, die diese Portofreiheit auf Briefsendungen beschränken will. Ich bitte doch, diese Sache recht ruhig zu überlegen und keine falschen Be-, schlösse zu fassen. Früher war die Portofreiheit der Fürsten viel ausgedehnter als heute. Das Portofreiheitsgesetz gewährte nur den Fürsten, ihren Gemahlinnen und Witwen dieses Recht. Es entspricht durchaus der historischen Entwicklung und ist ein Ehrenrecht, das den Landesfürsten gesetzlich zusteht. Es liegt gar kein Grund vor, hier eine Aenderung eintreten zu lassen. Die finanzielle Wirkung ist ganz unbedeutend. Es handelt sich eigentlich nur um ein ideelles Recht. Dabei möchte ich bar an erinnern, daß Die Fürsten selbst sich bereit erklärt haben, das Recht zum Teil ruhen zu lassen, indem sie darauf verzichtet haben, daß Sendungen aus Gärtnereien, landwirtschaftlichen Betrieben usw. portofrei hinausgehen. Wir sollten von den Fürsten nicht verlangen, auf ein ihnen gesetzlich zustehendes Recht zu verzichten. (Beifall rechts.) Abg. Herzog (WirtsL. Vg.) stellt sich auf den Boden der neuen Fernsprechgebühren-Ordnung, da das System der Bezahlung nach Einzelgesprächen den Vorzug verdiene. Der Redner regt die Bildung von Kreis- und Be- zirkSnetzen an. Abg. Graf Oriola (Natl.): Die neue Gebührenordnung will der ausgleichenden Gerechtigkeit zwischen den Bewohnern der Großstädte und denen deS Platten Landes dienen. Die Vorlage stellt keine Bevorzugung des flachen Landes dar, sondern erfüllt im Gegenteil nicht alle berechtigten Wünsche der Landwirtschaft. (Sehr richtig! rechts.) Viele Teilnehmer auf dem Lande werden nach der neuen Gebührenordnung mehr zu zahlen haben als heute. Wer der Landwirtschaft wirklich etwas bieten will, mutz für die Schaffung von Bezirksnetzen eintreten, wie sie heute in den sächsischen Jnduftriebezirken bestehen. liegt auch im Interesse der Städte. (Sehr richtig! rechts.) Hoffentlich kommt die Kommission zu einer Verständigung. Der Abg. ©trefemann hat sich über den Postneubau in Simbach beschwert. De gustibus non est disputandum! Die Budgetkommission hat gerade diesen Neubau für den nettesten und schön. gehalten. (Heiterkeit.) Wir hätten niemals so viel Geld für Simbacher Postgebäude bewilligt, wenn e5 unS nicht so aus- nehmend gefallen hätte. Im allgemeinen aber bitten wir die Postverwaltung, bei Neubauten allen unnötigen Luxus zu vermeiden. (Beifall.) Staatssekretär Kraetke: Bayern geht dazu über, die Bezirksnetze au fzu- heben, weil eS da keine Grenze gibt. Jeder will noch zum Netz gehören, und das ganze Land würde e i n großes Bezirksnetz werden. Es ist erfreulich, daß der Reichstag im Gegensatz zur Presse sich einmütig für eine Revision der heutigen Gebührenordnung ausgesprochen hat. (Beifall.) Die vom Abg. Zubeil angegriffenen Postbeamten nehme ich in Schutz. (Beifall.) Abg. Pauli-Potsdam (Kons.) spricht im Auftrage einer konservativen Minderheit gegen die Gebührenreform, die den Mittelstand belaste. In i h r er jetzigen Form ist die Vorlage unannehmbar. Wir halten es für richtig, die Vorlage nicht an die ohnehin mit Arbeiten überlastete Budgetkommission, sondern an eine besondere Kommission zu verweisen. Abg. Kopsch (Fr. Vp.): Im Wahlkreise Bingen-Alzey ist vom national- liberalen Wahlkomitee, dessen Leiier ein Justizrat Kallmann ist. auf amtlichen Formularen eine Depesche vervielfältigt worden, in der zur Wahl des Zentrumskandidaten aufgefordert wird. Diese Vervielfältigungen sind an Mauern angeklebt worden. Es fehlt auf ihnen die Leitungsnummer und auch das Verschlußzeichen, aber es sind amtliche Depeschenformulare. (Hört! Hörtl b. d. Freis.) Ich habe ein solches von der Mauer losgelöstes Formular hier und übergebe es dem Staatssekretär. Staatssekretär Kraetke: Abschriften eines Telegrammes werden nur auf Wunsch des Absenders oder des Empfängers gegen Erstattung der Unkosten angefertigt. Ob diese Vorschriften in Bingen-Alzey beachtet sind, weiß ich nicht. Ich kann also keine Auskunft geben. Abg. Hamccher (Zentr.): Die Verwaltung sollte die Unterrichtskurse für Unterbeamte mehr fördern. Die Oberpostdirektion in Köln hat sich in dieser Beziehung bereits entgegenkommend erwiesen. Bei der Bahn- p o st bestehen noch manche Mängel. Mehr Sei Harten sind not- wendig. Die Bahnpostwagen lassen in hygienischer Hinsicht noch viel zu wünschen übrig. Der Redner empfiehlt eine Resolution seiner Partei, wonach den einzelnen Beamten von dem Inhalt ihrer Personalakten Kenntnis gegeben werden soll. Jetzt sei es den Beamten unmöglich, sich zu wehren, wenn eine falsche Notiz in den Atten über sie niedergelegt sei. Dadurch würden sie in ihrer Laufbahn schwer geschädigt. In Bayern und Baden sind die Personalakten den Beamten bereits zugäng- lich. Die Disziplin leidet Darunter nicht. Der Fall des Kapitäns Berger wäre nicht möglich gewesen, wenn man nicht die Qualifikationsberichte über ihn mit der üblichen Geheimnistuerei behandelt hätte. Abg. Gothein (Fr. Vp.): Der Resolution wegen der Oefsentlichkeit der Personalakten stimmen wir zu. Ich muß mich Dann mit Der Antwort beschäftigen, die Der Staatssekretär gestern meinem Parteifreund Struve erteilt hat. Er hat gesagt, er sei nicht bewußt gewesen, Den Abg. Struve vorgeworfen zu haben, er spreche gegen seine Ueberzeugung. Im allgemeinen wäre es sehr erwünscht. Daß die Staatssekretäre sich dessen bewußt sind, was sie sagen. (Sehr richtig! links.) Aber auch abgesehen hiervon war Die ganze Art und Weise der Antwort eine so wenig sachliche und eine so persönlich verletzende, daß wir als Abgeordnete aller Parteien alle Ursache haben, gegen diese Be- Handlung von Abgeordneten durch einen Regierungsvertreter entschieden Verwahrung einzulegen. (Sehr richtig! links.) Der Staatssekretär hat Dem Abg. Struve vorgeworfen, er verstehe das nicht und sollte sich von solchen Sachen fernhalten. Der- artige Belehrungen haben wir uns zu verbitten. (Beifall links und im Zentr.) Wir bringen vor, was uns glaubhaft mitgeteilt wird, und wir können es uns nicht ge- fallen lassen, daß uns gesagt wird, wir hielten besser den Mund. Das ist die Stellung eines Ressortabsolutismus, gegen den Der Reichstag entschieden zu protestieren hat. (Sehr richtig! links und im Zentr.) Dieser Ressortabsolutismus würde dahin führen, daß Der Reichstag überhaupt Die ganzen Etats ohne Debatte annimmt. Zahl und schweig! das ist Der Sinn Der gestrigen Rede des Staatssekretärs. Ich weiß nicht, ob er sich dieser Ausführungen bewußt ist. (Heiterkeit.) Jedenfalls müssen wir ein solches Auftreten zurückweisen. Auf dre sachlichen Ausführungen des Abg. Struve wäre eine sachliche Erwiderung am Platze gewesen. Was Den Fall Sauenft ein in Kiel anlangt, so sollte Die PostbehörDe soviel Pflichtgefühl gegen- über Der Selbstverwaltung haben, daß sie ihren Beamten Die Erlaubnis gibt, in Die Selbstverwaltungskörperschaft gewählt zu werden. Die Frage des Oberpostdirektors an die Beamten, ob sie gewählt haben, hat der Staatssekretär für als völlig harmlos und belanglos hingestellt. Ich hätte gewünscht, daß der Staatssekretär etwas von Der Energie, die er hier im Reichstag Den Abgeordneten gegenüber entwickelt, auch seinen nadjgporbneten Beamten gegenüber entwickeln möchte. (Sehr richtig! links und im Zentr.) So harmlos find Derartige Fragen nicht und deshalb haben wir uns Dagegen zu verwahren, daß derartige über» flüssige und im höchsten Grade bedenkliche Fragen vermieden werden. Scmtbi'r hinaus aber haben wir Den dringenden Wunsch und das größte Interesse daran, als Mitglieder des Hauses, daß von Dr-i Männern am Bundesrats- und RegierungStisch eine Tonart angeschlagen wird, die sachlich und nicht persönlich v"rletzend ist. (Beifall links.) Staatssekretär Kraetke: Ich habe schon gestern ausgeführt, daß ich eS für menschlich mögl'ch erkläre, daß man bei einer Rede einmal ein Wort gebraucht. das man nachher bedauert. Tas ist mein Standpunkt gegenüber der Bemerkung, deren ich mir gestern nicht bewußt hxn. Wenn ich meine Rede ausarbeite, habe ich jedes Wort im Kopf. Aber im Eifer des Gefechts kann man mal entgleisen. Im übrigen ging Der Angriff nicht von mir aus, fonDern vom Abg. Struve. (Sehr richtig! rechts.) Herr Struve hatte gesagt, die Neichsvostvcrwaltung hätte willkürlich zusammengetragenes Ma» terial in ihrer Denkschrift nieder gelegt, und der Chef Der Verwaltung hätte kein Interesse und kein Wohlwollen für ferne «Beamten. Dagegen protestier« ich, denn das versteht der abg. Struve nicht. Darüber kann er nicht urteilen, unb was ich gesagt habe, ist vollständig berechtigt. (Zustimmung rechts, Widerspruch links.) Wenn von Der anderen Seite nicht dieser scharfe Vorwurf erfolgt wäre, hätte ich nicht so scharf zu erwidern brauchen^ Mit meiner Zurücknahme des Ausdrucks für den Fall, daß ich ihn gebraucht habe, ist meinerseits alles geschehen, was geschehen konnte. (Sehr richtig! rechts.) Ich habe mich inzwischen über- zeugt, daß der Ausspruch gefallen ist und meine Zurücknahme hwr- daher zutreffend. Aber die Herausforderung ist vom Abg. Struve erfolgt, der dem Chef der Verwaltung etwas untergelegt hat, was nicht zutreffend war. (Beifall rechts, Unruhe links.) Abg. Eickhoff (Fr. Vp.): Einer rheinifch-westfälifchen Exportfirma, die sich nach dem Verbleib der an Bord de§ unter gegangenen Schiffes „Urgence be- findlichen Briefsäcke erkundigt hat, ist von der Postrxrwa^ tung keine Antwort zuteil geworden, unb die Firma erfuhr erst aus Der „Kölnischen Zeitung', daß die Post verloren gegangen ist. Die Postverwaltung sollte doch solche für den Handel wichtige Fragen wenigstens eines Bescheides würdigen. Beim Untergang von Dampfern, die Post mit sich führen, sollten von Amts wegen sofort Erkundigungen eingezogen werden. Direktor im Reichspostamt Kvbelt: Diesem Wunsche wird im Interesse Der Geschäftswelt nach Möglichkeit Rechnung getragen luerben. Leider läßt sich bei Umfällen in entfernteren Gegenden nicht immer gleich feststellen, ob das betreffende Schiff Post mit sich führt. Abg. Gothein (Fr. Vg.): Der Staatssekretär glaubt wohl, daß er seine Position dadurch gebessert hat, daß er seine gestrige brüske Antwort heute noch besonders unterstrichen hat. Wir sind auch durch seine heutige Erklärung nicht befriedigt. Damit schließt die Diskussion. Das Gehalt des Staatssekretärs wird bewilligt. Angenommen wird eine Resolution Ablaß (Fr. Vp.), Die eine Denkschrift über Die Wir- fung des Dien st alters st ufcnsy st eins auf die Besol- Dung der mittleren und unteren Beamten fordert. Bei den weiteren dauernden Ausgaben bemängelt Abg. Erzberger (Zentr.), daß die expedierenden Sekretäre nicht voll beschäftigt werden. Die Bureauzeit müßte weiter ausgedehnt werden. Staatssekretär Kraetke: Wenn die Dienststunden vermehrt werden, so kann man doch nicht mit Sicherheit Darauf rechnen, daß auch mehr geleistet wird. Unsere Beamten nehmen auch oft Arbeiten mit nach Hause. Abg. Beck-Heidelberg (Natl.) beantragt, Die in der Budgetkommission gestrichenen Stellen von Oberpostinspektoren wieder herzustellen. Abg. Erzbergex (Zentr.) spricht dagegen. Der Abstrich Der Kommission ist durchaus berechtigt. Was nützt die ganze Arbeit der Kommission, wenn ihre Beschlüsse hier wieder über den Haufen geworfen werden. (Beifall links u. im Zentr.) Da das Haus sehr schwach besetzt ist, wird die Abstimmung ausgesetzt. Abg. Beck-Heidelberg (Natl.) beantragt weiter, die sieben in Der Kommission gestrichenen Stellen von Vorstehern I. Klaffe wieder herzustellen. Abg. Erzberger (Zentr.): Dieser Antrag ist mir noch unverständlicher wie der vorige Es scheint System in der Sache zu liegen. Wenn das so weiter geht, werde ich namentliche Abstimmung über die einzelnen Positionen beantragen. Vizepräsident Dr. Paasche: Weitere Anträge auf Herstellung der Regierungsvorlage liegen nicht vor; die Aeußerung des Abg. Erzberger war also nicht angebracht. Abg. Beck-Heidelberg (Natl.): Ich behalte mir als Abgeordneter durchaus das Recht vor, Abänderungsanträge zu den Vorschlägen der Budgetkommission zu stellen. Mein Antrag ist aus eigener Initiative hervorgegangen und nicht etwa von der Regierung veranlaßt worden. Abg. Erzberger (Zentr.): Als Berichterstatter der Kommission hat Herr Beck geschwiegen. Er hatte aber Die Pflicht, kurz die Meinung der Kommission darzulegen. Statt dessen tritt er hier gegen die Kommission auf. In Der Kommission stimmte er für eine Vermin- Derung Der Postämter 1. Klaffe, hier tritt er für eine Vermehrung ein. Das ist eine sonderbare Verrenkung. (L e bebau r : Echt nationalliberal l Heiterkeit links u. i. Zentr., Unruhe b. d. Natl.) Uebrigens ist einem Kollegen aus meiner Fraktion bereits vor ein paar Tagen aus dem Reichspostamt mit» geteilt worden, daß Herr Beck die Wiederherstellung Der Regierungsvorlage beantragen iuerDe. (Hört! Hört! L Zentr. u. links.) Abg. B-ck (Natl.): Auch bei andern Etats haben Die Berichterstatter aufs Wort verzichtet. Die Abstimmung wird wieder ausgesetzt. Die Resolution Der Budgetkommission über eine anderweitige Einteilung Der Postämter 1., 2. und 3. Klaffe wird angenommen. Tas Haus vertagt sich. Montag, 2 Uhr: Postetat, Wemaesetz. Schluß gegen 7 Ubr. zuschließen, Berufe sich wähnt er 2 520 000 l 450 000 Reichstagsobg. Tr. Potthof tritt bieien Ausführungen »et und meint, baß die Anglicbcrnna bcr Angestelltenversicherung ui die Invalibenversichernna dem Reiche Millionen kosten würde, 's lei am besten, den Vorschlägen der Regierung -uzustunmen. n-nn die Versickerung der Angestellten könne nur durch die -chassung von Zuschußkossen ins Leben gerufen werden. denen Fällen ou8, wie segensreich für da« Wirltzgewerde d-t \>oflvflid)ifoRe de« Bunde« wirken kann. Allseitig fanden du Ausführungen volle ßuftimmung und trugen tur St&rfuW de» Wetteraner Gastwirt verein« bet — Nächste Woche finden yoei amtliche Bezirk«-Lehrer konfe re nzen statt, nämlich in Butzbach und Vilbel. Kreisarzt Dr. Nebel-Jrredbekg ivird sprechen über .Die Tuberkulose und ihre Verdütung.' — Ein zum Beilen der durch die Hochwasser-Katastrophe «n Millcidenschaft gezogenen Volksgenossen feilgefehle» L^odi» tütigkeitSkonzert. arrangiert von der Friedberger Stadt- kapelle, fand heule im Saalbau statt. Ein Komitee au« allen Schichten der Bevölkerung hatte sich dazu gebildet. w. Wiesbaden. 6. März. Tie Stadt verordnete« ! nahmen den Antrag auf Bewilligung eine» einmaligen Be> trage« von 2000 Mk. für die durch Hochwasser gescha- bigten Bewohner de« Regierungsbezirks W:eübadcn m > großer Mehrheit an. und schilderte die Schwierigkeiten, die m bieiet« ergeben. Bon den Wohlfahrts-Einrichtungen et» besonder« die SterbefoRe, die m 16 Jahre« Mk. ausbezahlt bat und einen Reservefonds dm Mk. gesammelt hat. Auch führte er an oerfchu- qänge bei der Wahl in Alzey-Bingcn. Er beleuchtete dea Mandatsschacher und verurteilte aufs schärfste daS Verbalten der nationallideialen Wähler und Führer dec, Wahlkreise«: er wie« insbesondere daraus hin, daß die hessische national- liberale Parteileitung durch ihre unentschlossene Haltung bic Wahl deS ZentrumSkandidaten unterstützt und sich dadurch mitschuldig gemocht habe an dem Verrat de« Lideralitzumk. Tie Versammlung nahm einstimmig folgende Resolu ion an: „Der freisinnige Verein zu Alsfeld spricht über de» oon den Nationalliberalen in Alzey-Bingen durch ihre 6ti^, e« in al^r beicuhnenb, daß sie gefallen fei zu ber Zett. al« Srotenor t a « n er in Der Sammlung ber Steuer- unb D.rrichaitSrewrmer so schmöhlick bcbanoelt worden sei. Gegen eine wiche Aeutzerung müsse entschieden Protest eingelegt werden. (Zustimmung.) Nach einem Schlußwort be4 Professor Stein wurden bie heutigen BerHandlungen geschlossen. tag Beschluß gefaßt werden. »• Stadttheater. Herr Dilly Löhr, bad beliebte Mitglied des Tarinstädter HofthoaterS, der von seinen früheren Gastspielen im Theaterverein noch in bestem Andenken steht, ivird am Dienstag den 'lonrab Bolz tn Freytags „Journalisten" spielen. Herr Lohr ist ein Iwrusemr Vertreter der klassischen Rolle und wird sein Gastspiel ec" den vielen Freunden seiner Hunft hier gewiß gerne gesehen werden Die Vorstellung findet im Abonnement statt ob es ist fraglich, ob sie wiederholt werden kann. — Schoa I heute sei darauf aufmerksam gemacht, daß als Benefiz Vorstellung für Regisseur Max Lronert am Mittwoch, 17. März, Molnars außerordentlich spannende Ävtnöhic „Der Teufel" gegeben wird. — Alsfeld, 7. März. Im hiesigen freisinnigen Verein besprach der Vorsitzende Iusttzral Reh die Vor- politifdK Tagcsscbatt. Sin anbrrer Termin für die Entlastung der Rekruten? Wenn man die Entlassung der Rekruten allein unter >cm Gesichtspunkt betrachten würde, welcher Termin den euten am meisten erleichtert, Arbeit zu finden, so würde .an wohl auf das Frühjahr und nicht auf den jetzt ein- ehaltenen Herbsttermin verfallen. In dem Briefe eines Fabrikanten, der der „National-Korr." zur Verfügung ge-! eilt wird, wird zu der Entlassungsfrage gesagt: „Dte arte ist wirklich groß, daß diejenigen Leute, bic dem Vater-, and treu gedient haben, durch den ungünstigen Entlasfungs- ermin schweren Sorgen enlgegengetrieben werden. Ferner st doch noch zu bedenken, daß im Frühjahr, selbst bei Ar- eitslosigkeit, leichter zu leben ist, und namentlich auch bic anbwirtsämst sehr aufnahmefähig ist. Ein Kriegsminister nt einem warmen Herzen für bicje Frage könnte unenblich iel Segen stiften." Freilich macht auch ber Schreiber bie inschrankung: „wenn nicht ernste militärische Bebenken orhanben finb". Vielleicht wirb bei ber Beratung bcs Jiilitäretatd im Reichstage bic Frage wieder einmal zur Sprache gebracht. Der tschechische Pobel in Prag 1) Tie Aufgabe ber Gesellschaft für svziale Reform gegen über dem Arbnlsrechi ber Pr.vatangcstellten u-rfplittembcn Intercssenpolitik eine cmbnklicke Politik zu setzen L die soziale Gesetzgebung von allen Nebenzwecken reinigen *i | *ial" bebrütet das Vorrecht dos lebenbtgen Menschen vor all : Gütern unb Einrichtungen biefer Erbe. Sozial ist das Recht nur wenn es bic Persönlichkeit des Staatsbürger höher wertet al Sachgüter, als Vermögensinteressen, als irgenb iwld)e Jnsti I hrtionen. 3) Tic Hauptfehler des gegenwärtigen Arbeitsrech,.. sind: a) sein unsozialer Charakter und da» Borwiegen der Ber JnögenSinteressen, b bic Zersplitterung be« Rechts in iedH Reichs gefche mib nn balbev Hundert LandeSgesetze, bic vielfach vm einander abweichcn und sich widersprechen. 4- Tic Mängel dec sozialen Reckt-> werden verschärft durch eine unwziale Recht svrechung. 5 Tic gegenwärtige Zersplitterung des Recht« de'. Angestellten ist nu.- sozialen, logischen unb um ft neben Gründet unhaltbar Tic iBcrcinbeittidyung des Prwakbeamicnrechle. ist Vor bebingung für einen er'prießlichen Fortschritt ber loyalen Eei.ctz rttbung. li Tu wichtigsten gesetzgeberischen Ausgaben ber nachnei Äeit finb eine weitere Beschränkung ber BertragSfreihert burd ^wanaovorschriften über ben Tienstvertrag, bie Eimchrankung be Defuani> zur Entlassun.s eine« Arbeitnehmers, bie llebertraguit. ber Bestimniungen oes so.igeschrittenen »pnbergctcv^ m all Sonbernesctz«- 7 l treten unb den größtei Teil der heutigen Bestimmungen überflüssig uiadjcn ioU. In der Nachmittagssitzung, der Gras Posabow-?sn eben fall wieder beiwohnte; kamen zunächst bie Tclegiertcn unb Vertrete her verschiedenen Verbinde unb Vereinigungen der Vrivatangestell ten zu Worte: Ter Vorsteher des Leipziger-Verband' Tcutidicr >>aiiblung,>. Hilfen, Reise, trat gleichfalls gegen b: 5konkurrenzklansel ein unb meinte, daß sie bie bürgerliche .vreihi-u imb bic soziale Stellung der arbeitenben Bevölkrung stark bc einliachtigc Redner verbreitet sich bann audnibrlid) über du I soziale Lage brr HanblungSgehilfen, bie trott vieler burrti bie neuer. Gesetzgebung unb besonders burd) die Kaufmannsgelichte ge I idtaifenen Verbessrrvngen noch sehr viele Härten austveisc, die I bdeifigt werben müßten. Tie Behauoiung von der Neigung I bei ^anblung.'aehihcn zur Simulation sei cnergdd) nirüdiuwcilcn I Tie 'Art ber cu Iw hing von Referenzen bei bei Anstellung ie I vin Mavilel ber Sklaverei ein anderes ebenso trauriges ftapitcl \c I bic Lrbrzeu "hissen iHamburg vom bcutfch nationalen I HandlungSaehilfenverbaud wen bet iick gleichfalls gegen bie Ston runctunauhi und führt als bralindKu Beweis iür deren Un barfeit unb Widersinn folgenden Fall an: Eine Verkäuferin einet groben Berliner Wann Hauses bezog em Gehalt oon monatltd .so Mark Auf ihre Bewerbung bei einem anderen Waren Hai» I wurde ihr von diesem eine Stellung mit monatlich 100 Marl I zugesichert. ler ivubere Ehrecht der 9higtitcllten Jedes Reckt, führ er auS, txrt 'eine O'rer it an dem Rechte dritter i’monen. io aud ba« Zboalilionsrecht an darf nickt einem Teil nur Recht gebrn. man ban nickt cun uig Licht unb Schotten verteilen Aus diesem Wege werden bu Reick tcjirun lind auch der Reich: lag Odilen Iflckt folgen ?'i'i llnter.ru* :*. > m alb tmeliamathcnbcn Staats amtwlt wirb Sic selbst schwer * . igcn. t tonn sehr leicht eine RückWärt revibicrnn alikwnsrcckh s nach beiden Seiten vor i iwni'i'en . * Tann werde: <3tc ebenso geschädigt wie die Arbeitgeber Zn der wcUcreu T^skwlion wcubet sich Prvl. Dr. Ronv In der Schlußsitzung am Samstag führte Staatssekretär Gra, Posadowsko aus: , 3cb spreche hier als Privatmann unb tollt Ihre Aufmerksamkeit I nur wenige Minuten -n Anspruch nehmen 3m habe nudi inii oer Frage her Pen,lonsversichernng der PrivatangenelUen beickat tut unb kenne auch einigermaßen die Stimmung mnterben Itu-1 i fen. Und diese ist bie, daß man mdu geronnen ist, dem meiwc i in soiialpi'litischer Hinsicht noch mehr Laiten, aui»uerlegem »lner l Opanke hat viele Gegner Aber a.3 wndrolog lebe« Moment will d) hervorheocn: bic schönsten hiialpü- itid^en '^nrrgmiacn kommen ?an Leuten, bie gar nickt bic Absicht haben, baß ihre 1 reiche audb I oencklrklickst werden. Sie kommen nut ihren Anregungen mehr us plastischen Gründen denn aus i',rünbcn der Liimpathie für hie Dollsgenosscn Ich warne Si> -aoor, durch eine Beicklun- sassung nut Sammlung neuen Matectais bie Regelung ber tyragi I u- Jahre hinaus zu nerschleppen. Tie «.frage ber Bemcherung i »er Angestellten kann nt E. nur nach zwei Richtungen h.n gelou I oerben: 1 entweder durch Angliederung an die Flrvalidenoer^ idierung oder 2. durch Schaffung oon Zufchutzkaifen. Reich jirb sich aber nickt baut verstehen, erhcblitbe nnanjtellc Ixil^n u gunften der Angestellten ;u übernehmen. Wenigstens bei ber etzt herrschenden wirtidiaftüdKn Krise ist das ganz lick ausge> cklossen Wahrscheinlich ist es, daß sich die Beteiligung d^ Reiches uf die Ucbcrnahme ocr Haftpflicht beschranken wirb. xa3 iteht -uch nicht anders zu erwarten, denn eS gibt ro viele BerusSvertxinde, ie bann die obligatorische Versicherung auch enfuhren mußten, "as würb«? bann schließlich zu einer allgemeinen Volksverlickierung Uhren. Versteifen Sie sich nicht auf Kleinigkeiten unb er Hören I -ie sich damit cinoerfianbnt, baß im Rahmen ber bestehenden ..esetzgcl'unq das Mögliche erreicht wird. Ich kann ehrten nur -mmehlen, mit den Vorschlägen der Regierung .Hand in >>inb zu ,ehen. Es gibt im Reistage gewiß Banner mit rozmlpoli- uchcm Verständnis, bic ihre 'öeweggriinbe verstehen, aber be- senken Sie, daß scklicßlick ein Gesetz im Reichstage.nur zustaiwc •ommt durch -inen Mehrheitsbeschluß und bie Imtimmung der •rtünbeten Regierungen Was das Reich zugunsten ber Jn- ieftcl(tfn tun wird, das ist die Uebcrnahme einer Verpllicktung I m Tiahnen der gegenwärtigen Invalidenversicherung und allenfalls die Uebernabme ber Kosten. Andere Leistungen find nicht u erwarten. Eine Modifikation des Invalidenver,icherungsX^e- tzes und Angliederung der 'Ilngettd11ciroeriidrorung. lonnc die Herabsetzung der Altersgrenze auf 66 Jahre sind vollständig aus- tcfdiloffen. Tie Wurzel Ihrer Bestrebungen ruht doch in der iiianziellen Frage. Auch das Jnvalidenversickstrungsge'ey steht ieute anders aus als zu Zeiten BiSrnarckS, es »eit grundlegende Aenderungen erfahren. Das Gesetz, I Eie erstreben, wird Sie vielleicht anfangs enttäuschen, aber m Laufe der Jahre mehr Ihren Wünschen entsprechen. Ich bitte I 'ie, sich mit ben Vorschlägen ber Regierung einverstanden zu | rflären und ba-3 bei unseren politischen und wirtschaftlichen Ber- mIiinnen Erreichbare anzunehmen. (Lebh. Beifall.) eejenfdjaft für soziale Reform. Frankfurt a M , 5. März 1909. Nachdem bereits gestern eine S ung d Au ichusies der Ke kellschait für oziale flrform an. -flick der tu lahrigcn » ’f ' neralveriammlung stattgc unden batte, in ber interne ge- jdjäiilidr Anci.legenheiien erörtert murbtn, trat die van cova. nolitifem, Tarlannntari rn, Lestern von Fachorgani.atwnen, lln iMrriüatälchrcm inro. zahlreich besuchte Ber,ammlung heute in di^ eigentlichen Arb.ikrVerhandlungen ein x,1 nehmen bunten bu lick ^ei trüHeren I tikneralDcramnUunini m einem künstlich durch Stuhle ad«e- grenzten Raume ufbalten mußten. Irnolge des neuen «ercms- geseyes dürfen nunmehr auch du Tarnen an den Bestrebung-n ber Gesellschaft talka-tig Mitwirken xie ^nerLlvniammlung werde fick mit der ll^dl'chkn.Rege lung de« R echtes de r Privatbcamten zu bcichastigen haben. Bisher habe der X5er ein seine Auiguden nur eng gefaßt und auf die «etb 'fcrumi der Lage der Handarbeiter b nsulendeu Bestrebungen b. ck,'ligt Eine absolute Sckeidimg -wischen Hand arbeilern unb Irioatbeamten fei aber nicht möglich, nachdem ber | riesenhafte Aufschwung ber Industrie letztere Kategmi- io zahlreich verm.'hrt habe, anDecseits die Arbcst.-r wirtschastlich emvorgekom men feien. Es fei ein wichtige« politisches Problem, daß auch die wirtschaftlich unselbständigen Elemente an der (hinviaelung bc« etaateö teilnehmen unb cs erfordere ganje ftrau unb Bors ich!, damit diese Frage nicht eine gesahrliche Entwickelung nehm’ Mfl Freude unb xanf sei cs zu begrüßen, daß bereits zwei Trittei ber heute besichcndcn Privatbeamtenorganisationen »id» der ^Seiest ftfiaft angeschloffen hätten, die dadurch einen erfreulichen Iuwacke bezüglich der Iah', der Mitglieder, an Talenten und technischem Wissen sowie an sachverständiger Beurtellung auf dem Qkbicti des gewerblichen Friedens erhalte iBeisall) Lberbürgermeisters A d i ck e s sFrankfurt a. M.): ES ist mii eine Freude und Ehre, Sic Iner »u begrüßen, gerade hier in Frankfurt, wo ber Sinn für den sozialen Frieden beionders entwickelt ist. Ter Herr Vorsitzende hat bereits aus die Um schicktung unb Verschiebung des Volkes Inngewiesen speziel auf hem (Miete der sozialen Frage, der richtigen Abgrenzung zwischen den Reckten und Pflichten des Einzelnen haben eie em gewaltiges Sttick Arbeit geleistet, zu ber ich sie schon setzt Herz lich knalückwünsche. Man muß Angst und Bange haben, wen« man ficht, welche Anforderungen an bie (Hqebgcbung gelteni werden Man kann da behaupten, daß der ruror ^utonirus fid) in einen Juror legiSlativus verwandelt habe Unb dock bUbci die Vetätigung der einzelnen Persönlichkeit btc Grundlage des Staates und feiner Entwicklung. (Beifalls Im Namen der Frank furter Handelskammer begrüßt Baudirektor Thor wart die Ver famnihmg und betont, daß auch die Frankfurter Kausmannschaf. die Bestrebungen des Verein« billige. Während der Begrüßungsreden erscheint, lebhaft mit Veifal empfangen, Staatssekretär a. T. Graf Posadotosky ,m --aale — Tarauf referiert ReichstagSabgeordneter Tr. Potthoff übe, das Recht der Privatbeamten ckn der Hand folgender Leitsätze: üat auch am gestrigen Sonntag wieder die üblichen Ausschreitungen I »egangen Bereis m bet Vormittagsstunden hatte eine große Menge I rzcß.uuiger Tfdkdwn sich angeiammeU und es kam im Laufe des I -ubcntenbummciö zu einem lelxnsgefähclickeii Gedränge und! oüsten Schreiereien, Lxi denen die deutschen Studenten mit Faust I rt)Lägen und Stockhieben traktiert wurden. Auck wurden sie be-l < .impft und despukt. Einer der deutschen Studenten rourtw, wie I o lieipt, von einem tjdxd)ifdKn Juristen durch einen Stich in I ic linke Sange erheblich verletzt Der Lötet wurde verhanct. .uch sonst würben zahl reiche Verhaftungen vorgenvmmen. Diel Polizei vermochte nur mit Mühe die Crbuung aurredit zu erhalten Tie Ercedenten würben in bie Vorstädte getrieben, wo sie sich ,erltreuten Um 1 Uhr herrschte Ruhe. In Italien haben am gestrigen sonn-.Ms ^rlan.eniswahien lattgefunben. Bi« 12 Uhr nachts laaen 100 Sah resultate vor i darnach sind gaualjlt: 5b Ministerielle, 12 6?nititut®nelle Cnro- | ilivn, 6 Rab'kale, 9 Republikaner, 12 Sozialisten. außerdem ind in 5 Sab.kteisen Lnchivahlen erforderlich Außer den be 5 acuannten wurden auch die Minister Crlanbo und Sertolint | i eher gewählt In Travaui wurde Nasi wieder gewählt. £bnc . tieiie ist es bei den Wahlen natürlich nicht abegangen. In nccha nmrben vrrithtebaie Äolawren durch Rerotverschüsse ocr- unbet, ein Wöhler von einem Anhöitger bet (Hegcnwrtei durch Idjünc getötet In öaftttlaneta drang Militär n ben Älub >cr '»’ronoratwren ein, wo eine Anzahl Waffen eidilagnabmt urbtn In Eiitanova entdeckte die Polizei ein B ine^ Magazin tue T^omve würbe gegen ein Haus geschleudert, wobei mehrere .rhonen venounbet wurden. In Fogiia, lösten btc »arabimcn tnc 5SdbUr Versammlung auf unb verhafteten br-t 'IX«inner, die di allzu toi! benahmen. Tavmii fammritt uck eine Menge von ungefähr SOU licr-ncn an, die mit Stnmv.^'-n unb Revolver- Harobimeri mäck:en txm ber Lasse Wcbrawb, um Ne Rude wieder iKrw'tdlni Tas hl-Resultat wirb erst heute bekratt werden. -lich-vositiveVereini-. : Montaq abend 81/, Ufa: U der mobemen Hauviiome« V. I llbr:^rof. D.ßcüßmadit: ’t breifaltige Gott. Nachniiii: f r-Halle: Die Weltimjsion !: ilbau. errichtSkurse für Ack n gebeten, darauf aufmefc it im Französischen wirb, lieber eine Veriezm Internet am nähten W My Löhr, das beliebte )ftbtoteti, der von \m tromui noä) in bestem Jn* lQa ben Konrad plp n\n2bbnftmbem^ - Md wird fein ” unft l)icr gmb 9«** bet im Abonnement statte i bolt werden kann. - n gemacht, d-b «B W a/^ronert am Mlliva rdm'M spannende W ""9 für b 19°». b’e für bit °b'n bringt Sih '^'•bung' i» ?"“«■ lbni«f unb®” Hand. 'ich tin,q 6 * * ,6 v2,tongkt Ier"11’ ‘ b'e UnerfTh, V1”81", "nd noA d-r der, bit ,sm„ b" !u9enbli(t)( 2^-n, ibn 'buchen ml?'' '«b« '■ Tatz ,s r..- «n tajjen "le-IIafiunq E * in “otten. 6|t,„ Qulk«> --d'nüqe L"" . in,oni>trt)eit die Erlern»», •? S'»'-«geeign, L* « D'9«nii«tion b« Ä 1 Bit « dm Ardeitsnach«^ eingetragen werden; ®[|ftn emen (affen wollen, können Men die offenen Stellen uler häufig auswärtige Lehr. 9t zweckmäßig, wenn Ellern m dw Lehre geben wollet “fc falls sie nicht schon n> denn die einzelnen össm- r und dm angrenzenden G>. m regelmäßiger Verbindunc chentlich davon Kenntnis, il i Leute sind, die in die Lehn trSBI SflSWS» “niÄ uw 7"°" hm- ÖÖB h-j.(o(|ene öaltung b ihre unentfch °stkne ö Us-r gleich 9lbl . Erregung'! ' ltbolb?n/ 9Slädung deS ^. r energiich^ Pfarrer wird." H jjcheZ Auftr^ - y,S""n JttÄSSl SBSjfSSS 31*"*’'* nStei4fann ®,,lli9J 6* ! •;»»' ä«*1' in»**!? wt»*’11 (ötcßcner etvaftammcr. )( Gießen, 5. März. Tie Uhr des Taubstummen. In Schlitz hat sich ein Taubstummer in einer Wirtschaft so betrunken, daß er nach Hause geschafft werben mußte. Wahrend des Transports kam der wegen Diebstahls bestrafte Maurergeselle K. B. dazu und half den Betrunkenen befördern. Nachher wurde die UTji des Betrunkenen vermißt' trotzdem mehrere Tage danach geforscht wurde und B. sie im Besitz hatte, lieferte er sie nicht ab, bis die Gendarmerie die Sache in die Hand nahm. Da die Uhr nach dem Befund gewaltsam losgerissen war, waren die Angaben des 'Angeklagtem, der sie gefunden haben wollte, sehr unwahrscheinlich, weshalb das Schöffengericht Diebstahl annalM und ihn zu 1 Monat Gefängnis verurteilte. Auch in der Berufungsinstanz stützte er sich darauf, daß er die Uhr auf ter Straße gefunden habe. Es sprachen aber alle Umstände dafür, daß er die Uhr auf dem Wege des Diebstahls erlangt hat, weshalb feine Berufung zurüchgewiesen wurde. Diebstähle. In Vilbel und Umgebung wurden in der letzten Zeit eine Reihe von Diebstählen ausgefüihrt, ohne daß man die Täter ermitteln konnte. Als nun kürzlich ein Radfahrer von Vilbel auf dem Wege nach Frankfurt zwei Verdächtige wahrnahm, die etwas selweres trugen, ntadjte er in Frankfurt unter Beschreibung ter Verdächtigen einem Schutzmann Mitteilung. Dieser nahm den .Knecht Ed. (5. aus Wiesenbach und den Tapezier K. F. H. aus Offenbach, die einen zerschnittenen kupfernen Kessel und einen Bteiblock bei sich trugen, in Empfang und sagte ihnen auf den .Kopf zu, daß sie die Sachen gestohlen hätten. E. gab zu, den Kessel aus der Waschküche des Krankenhauses zu Vilbel gestohlen zu haben, dagegen wollte H. den anderen unterwegs getroffen haben und bestritt die Beteiligung an den Diebstählen. Im Laufe der Untersuchung stellte es sich heraus, daß E. auch Kleider trug, die im Krankenhaus zu Vilbel gestohlen worden waren: auch fand man Stiefel und zwei Pferdeteppiche bei ihm, die einem Landwirt gestohlen Worten waren. Den Bleiblock hatte E. einem Spenglermeister entwendet. Ter Waschkessel eines Land- Wirts zu Vilbel wurde zerstückelt bei einem Althändler in Frankfurt aufgefunden; doch in diesem Fall reichte ter Beweis zur Ueberführung des (5. nicht aus. Von 6 unter Anklage gestellten Fällen wurde E. in fünf für überführt erachtet. Ta es sich nm einen Menschen handelt, der die größte Zeit seines Lebens im Aesängnis oder Zuchthaus zugebracht hat, war Milde nicht mehr angezeigl. Für den schwersten Fall wurde 1 Jahr 3 Monate und für jeden anderen Fall 6 Monate Zuchthaus angesetzt, was eine Gesamtstrafe von 3 Jahren 3 Monaten Zuchthaus ergab. Weiter wurden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf > Jahre abgesprochen und auf Zulässigkeit der Polizeiaufsicht erkannt. H. lomtte trotz hohen Verdachts die Mittäterschaft an ben Tiebstählen nicht nachgewiesen werten; doch bestand kein Zweifel, daß er bei dem Transport wußte, daß es sich um ge- ioljlene Sachen handelt, weshalb er wegen Begünstigung verurteilt 1 (»erben mußte. Trotzdem er mit seinen Vorstrafen seinem Korn- ilizen nicht nachsteht, kam er mit 4 Monaten Gefängnis durch. Im Krankenhau e. Die im Alsfelder Hospital untergebrachten (Meleute Schneider .y. K. leben mit den übrigen Bewohnern in ständigem Streit. £ic Fran fyat gegen die Ehefrau des K. St. eine Reihe von nicht »ieterzugebenden beleidigenden Aeußerungen gebraucht, worauf Liefe Privatklage wegen Beleidigung erhob. Um endlich einmal :iuhe zu schaffen, erkannte das Schöffengericht aus eine Ge- ^rngnisstrafe von 5 Tagen. Tie Angeklagte verfolgte Berufung, "item sie angab, die Aeußerungen hätten keinen Bezug auf die Drau gehabt, vielmelw habe es sich um ein Gespräch mit ihrem -Wann gehantelt. Tie Prüfung der Sache ergab, daß das Schöffengericht Art und Höhe der Strafe richtig bemessen hat, was die Bestätigung des Urteils zur Folge hatte. (RcrtcbfsiaaL Standgericht. Am Donnerstag nachmittag tagte in der alten Kaserne das Standgericht, das aus Major Rücker als Vor> s itzendem, Hauptmann Volley und Oberleutnant v. Boelzig als Beisitzer gebildet war. Tie Anklage vertrat Gerichtsoffizier Leut nant Möller. Es handelte sich um 3 Fälle wegen K'ontrolkver- istumnis. Der Ersatzrefervist Will). Ed. Demuth von Siegen, ter u. o. eine Reihe von Vorstrafen wegen Bettelns, Land streichens iiitb Obdachlosigkeit verbüßt hat, ist bereits wegen Kontrollent- ^lehung dreimal bestraft. Trotzdem hat der Manu seit 1*2 Jahren Och bei keiner Ko ntr oll Versammlung mehr gestellt. Er crllärtc i-mc feien die Vorschriften über seine Pflichten als Ersatzrefervist wicht bekannt gewesen und will seinen Militärpas; bei seinem Wanderleben verloren haben. Temuth ist, weil er sich in den 12 Jähren überhaupt nicht gemeldet hat, bereits mit 8 Tagen Äaft bestraft. Wegen ter Nichtgestellung bei den Kontrollver- i jmmlungen wurde auf !' Tage Mittelarrest erkannt, wobei nilternb ins Gewicht fällt, daß Temuth nicht aktiver Soldai nar und daher auch nicht so eingehend wegen seiner Pflichten be- ' f)rt fein kann. Ter Wehr mann Baltasar W alter von Gießen Ä Zweimal wegen Kontrollversäumnis und dreimal wegen Nichtz Befolgung eines Gestellungsbefehls militärisch vorbestraft. Er hatti ii.egen einer dieser Strafen 8 Tage Haft zu verbüßen und wurte Mertelb ztveimal auf das Bezirkskommando bestellt, ohne aber brat Befehl Folge ju geben. Walter weist darauf hin, das; er -rby Soldat seine Schuldigkeit getan und keine Stunde Arres schalst hat. Er Will nicht absichtlich gefehlt haben, er habe gerade ‘V.rbiit bekommen; als er das erstemal den Gestellungsbefehl er-- Iinlten tet und er sei daher nach außerhalb gegangen. Den zweiten Äesehl hat seine Wirtin erhalten. Obschon der Ankläger 14 Tag. slirengen Arrest in Antrag brachte, ließ das Gericht auch hier Milde walten und erkannte auf 11 Tage mittleren Arrest. Grsatzreservist Leonhard Goettmann von Gießen ist wegen >.ontrollvergehens Wiederholt vorbestraft. Er hat sich 6 Ja ho. hierdurch bei der Frühjahrskontrolle nicht gestellt, und entschuldigt ich damit, daß er seinen Militärpaß verloren und bei seinem Wanderleben den Aufenthaltsort oft gewechselt Hal. Auch habe <”r sich in sckstechter Kleidung befunden und sich geschämt, so zur ontroUterfammbmg zu kämmen. Tas Gericht erkannte ans 11 Tage mittleren Arrest. Ter Vorsitzende erklärte den Leuten test sie unter allen Umständen, selbst wenn ihnen der Militärpas rt-banten gekommen ist, und wenn sie längere Zeit hindurch ans ter Wanderschaft sich befinden, sich auf einem Bezirkskommante melden müssen. Dort würde ihnen Bescheid erteilt, wie sie sich M verhalten haben. Wandern und Reisen. Gesellschaftsreisen 1 909. Unter diesem Titel oer affentlidit ter Verlag von Eduard R o e t h e r in Darmstadt ein Verzeichnis der von deinschen Reisebureaus von März bis Dezembe> IJ909 veranstalteten Gesellschaftsreisen, auf das wir Interessenten chmveifen. DcrmifcbM. * Militärisches W e t t k o ch e n. Vom 26. März bk- w Avril findet im Tiilleriengarteu in Varis eine große Kochklinst- misstellunq statt. 2)1 tt der Ausstellung ivird ein Preisbewerb fü to:e Regirneinsköche des französischen Heeres verbunden sein. Der Wettstreit findet zunächst unter den Regimentsköchen der einzelne. Armeekorps flau. Tic aus diesen Vorkämpfen hervorgegangenen Sieger werden dann unter sich um den vom KriegSministernm Afvendeten kostbaren Ebrenpreis streiten. Auch zahlreiche Geld {reife stehen für diesen eigenartigen Wettbewerb zur Beringung. 'Ein Schwabenstreich. In Mühlacker bei Augsburg war ein Alarm damit beschäftigt, ein großes Wenftaß z> pitzen/ als der Deckel ins innere fiel. Vergeblich ruar das Be miühen, ihn in seine frühere Lage zu bringen. Da hatte bei fiebere einen guten Einfall. Er nahm feinen kleinen Sohn fackle ihn neben den Teckel in das Faß und hieß den Sprößlino bin Deckel dann nach oben drücken. Und siehe da, es gelano Luder hatte die Sache einen Haken, denn gerade, als der Gui- N-ach getaner Arbeit sich einen „wohlverdienten Schoppen" genehmigen wollte, riet der ooroBlmg ihm durchs Spundloa; nach; „Babbe, wo soll i eßet usi?" * Einen originellen Brief an den Kaiser hat ein in Hechingen in Hohenzollern wohnender Schüler gerichtet. Er lautet: „Sehr geehrter Herr Kaiser! Schon oft habe ich in bei; Schule von Ihrer Gute und Liebenswürdigkeit gehört, und 'ies gibt mir den Mut, mich an Sie zu wenden. Ich möchte nämlich Lehrer werden, mit aller Gewalt. Aber meine Mutter ist Witwe und hat noch neun Kinder zu ernähren. Drei davon sind Dienstboten, und die wollen mich von ihrem Lohne studieren lassen. Aber das reicht bei weitem nicht aus. Deshalb bitte ich Sie, geehrter Herr Kuiser, mir zu helfen, daß ich Lehrer werden kann. Es grüßt Sie und die übrigen Hohenzollern Ihr N. N." Rach acht Tagen erhielt der Bittsteller 150 Mark als Beitrag zu seinen Studienkosten. * Krankes Fleisch aus Amerika. Das aufsehenerregende Buch des sozialistischen Sck)riftftellers Upton Sinclair „The Jungle", das, im Sommer des Jahres 1906 erschienen, die schauderhaften, gesundheitswidrigen Zustände in den Schlachthöfen von Packingtown in Ehikago enthüllte unb eine furchtbare Anklage gegen den Fleischtrust war, ist wohl noch in allgemeiner Erinnerung. Wiewohl Sinclairs Werk bie Ursache war, daß sich die öffentliche Meinung Amerikas zum Proteststurm erhob und die Regierung amtliche Erhebungen über bie Praktiken der „Packers" einleitete, scheint sich nicht gebessert zu haben und die Fleischverarbeitung in Amerika noch immer allen Geboten der Hygiene Hohn zu sprechen, denn in einem Bericht des Samtätsbeamlen für den Hasen von London Über die Untersuchung von geschlachteten Schweinen, die in gefrorenem Zustande, und von Fleisch, das in Büchsen in den letzten Monaten aus den Vereinigten Staaten eingeführt worden ist, wird dargelegt, daß ein beträchtlicher Prozentsatz von kranken Tieren stammte, obwohl alles den amtlichen Stempel des amerika- inischen Inspektors trug. In dem Bericht wird vorge- .chlagen, diese Tatsache zur Kenntnis des amerikanischen Botschafters zu bringen und ihn darauf aufmerksam zu machen, oelche Gefahr daraus entstehen könnte. * Zartfühlend. „Ich glaube, der Meiuhofer Sepp ist auch schon nervös, denn bei der letzten dtauferei hat er's gleich gemerkt, als ihm ein Ohr abgerissen Wurde." * „Ter Regenschirm, den Sie da haben, gehört mir, mein Herr!" — „Sehr -möglich. Ich habe ihn in einer Pfandleihe gekauft." Z^anöcl imO Verkehr, Volkswirtschaft. ** Gewerbebank. Tem Bericht des V o r st a n d e s entnehmen wir nachstehende, die Allgemeinheit interessierende An gaben. In der Gestaltung tet Geldverhältnisse und Zinssätze, oeren Stand naturgemäß auf unser Geschäft große Wirkung ans üben und in dem Gewinnergebnis ihren Ausdruck finden, hat sich im Berichtsjahre ein scharfer Unttchwung eingestellt. Die Geldknappheit und Geldteuerung, die das Jahr 1907 beherrschten unb die sich auch noch weit in das Jahr 1908 erstreckten, haben besonders in der zweiten Hälfte des Berichtsjahres einer starken Geldflüssigkeit Platz gemacht und damit ein slitzessives Herunter gehen des Zinsfußes verursacht. Tie Reichsbank hat ihren bisher noch nicht erreichten Wechseldiskontsatz von 7Vs Proz., der seit 8. 9co vember 1907 in Kraft war, am 13. Januar 1908 auf 61/2 Ptoz. ermäßigt. Am 25. Januar, 7. März, 27. März, 4. Juni und 18. Juni folgten dann weitere Ermäßigungen von je V2 Proz., so daß vom letztgenannten Termine ab ter Reichsbank-Tiskom 4 Proz. betrug. Auf diesem Satze blieb er alsdann bis zum Schluffe des Berichtsjahres bestehen, bis er auf die weiter zunehmende Geldflüssigkeit im neuen Jahre hin am 16. Febrnai abermals um 1/2 Proz. ermäßigt wurde. Tiefe auf dem allgemeinen Geldmärkte eingetretenc Erleichterung machte sich and bei uns bemerkbar und fand besonders in dem ziemlich erheb licheu Anwachsen der Kontokorrent-Guthaben unserer Kunden Aus druck. Wir waren dadurch in die Lage versetzt, wie bisher stets allen berechtigten Kreditansprüchen unserer Mitglieder zu ent sprechen und dabei unsere in der vorjährigen Bilanz erschieiwnc Bankschuld abzutragcn und dafür ein entsprechendes Bankguthabei unzusammeln. Trotz dieser auch bei uns in Erscheinung getretenen größeren Geld flüssig kett müssen wir cs uns doch iwd ebenso wie im Vorjahre versagen, Baugelder und Baukrediti jii gewähren. Ein Mangel an Wohnungen ist auch jetzt, nachdem Die Bautätigkeit bereits schon jcit einem Jahre erheblich ein geschränkt wurde, in unserer Stadt noch nicht zu verzeichnen' und wir glauben daher im Interesse unserer soliden Bauunter nehmer und Bauhandwerker zu handeln, wenn wir das unser> oazu beitragen, daß die Verhältnisse im Baugewerbe geordnet, jleibcn. Nachfrage und Angebot muß auch hier in entsprechendeir Verhältnis zueinander stehen, damit wir nicht in jene unsolider Zustände, wie dies in benachbarten Großstädten vorgekommei. ist, bincingeraten und die dann sowohl den Bauunternehmeru und Bauhandwerkern als auch den Hppothekenglänbigem oft seh: erhebliche Verluste verursachen. Wie wir schon eingangs erwähnten, üben die Geldverhältnisse und Zinssätze erheblichen Einfluß au: unser Geschäft aus und finden im Reingewinn ihren Ausdruck Getreu unserem obersten Grundsätze, unseren Mitgliedern möglia: billiges Geld zu verschaffen, haben wir unsere Sätze für Aus- .eif,ungen in den ersten noch t.uren Perioden des Jahres untei Den Reichsbanksätzen und später bei ten billigeren Sätzen ans gleicher Höhe wie diese gehalten. Die ZinsvergüMng für die bet unserer Bank angelegten Einlagen hatten wir bereits im Vor- lahre dem Vorgehen anderer hiesigen Banken und Geldinsntme folgend auf 3v> Pro;., 33, Proz. und 4 Proz. erhöht. Wir konnten unS nicht entschließen, diese Sätze sofort wieder zu ermäßigen, als die größere Geldflüfsigkeit uni) die damit ver- onndene Geldbilligkeit eintrat. Wir haben damit auch teiijenigen unserer Mitglieder und Geschäftsfteunden, die unsere Bank nicht jiir Befriedigung ihrer Kveditansprüche, sondern als Anlagesteltt ihrer Kapitalien benutzen, Vorteile geboten, die sie an anderen Stellen nicht genießen konnten. Unter all diesen Umständen tonnte naturgemäß der Reingewinn die Höhe ter vorjährigen Ziffer nicht erreichen; immerhin gestattet uns der Nettoertrag mit Mk. 86 917,99 die Verteilung ter gewohnten Dividende von 61 ■ Proz. neben reichlichen Ueberweifungen an die Reservefonds in Vorschlag zu bringen. Der Gesamtumsatz betragt 59,6 Millionen Mark nnd weist also im Vergleich zum Vorjahre eine Steigerung von rund 1 Million Mark auf. Ebenso erhöht sich die Endsumme Der Bilanzziffer von 4,5 Millionen auf 5,3 Millionen. Das .‘igene Vermögen unserer Bank stellte sich ohne Berücksichtigung >es diesjährigen Gewinnvertcilungsvorschlages an Geschäftsgut haben Mark 1023 956,34, an Reserven Mark 437 118, ins gesamt Mark 1 461074,34, tem an fremden Geldern (Spar- inlagen, Kontokorrent-Guthaben usw.) Mark 3 630 697,53 gegen- rberftanben. Das Verhältnis des eigenen Vermögens zum fremden Kapital beträgt somit 40 Prozent. Wenn auch die außerordentliche günstige Verhältnisziffer des Vorjahres von 45 Proz., -urch die stärkere Zunahme der fremten Gelter einen Rückgang nähren hat, so überschreitet sie aber doch nod; die nach genossen schaftlichen Grundsätzen zu erstrebende Minimalzifser von 33Vs Lroz. ganz erheblich. Auf unseren eigenen Essektenbesland hatten wir diesmal im Gegensatz zu ten beiden Vorjahren einen Kurs gewinn von Mk. 3952 zu verzeichnen, den wir vorweg direkt >em Effekten-Reservefonds zuführten. Ter am 31. Tezembep 1908 vorhandene eigene Effektenbestand setzt sich zusammen aus Mk. >8 800 Tresdener Bankaktien, Mk. 40 800 3V> proz. Hessische tenteshypothekenban^-Pfandbriefe, Mk. 9000 diverse deutsche Staatsanleihen, Mk. 3100 diverse deutsche Städteanleihen, Mk. 1200 diverse Losanleihen mit einem Kurswert von Mk. 138 028,80. Tie bei unserer Bank angelegten Spareinlagen weisen mit 2,3 Millionen gegen das Vorjahr eine kleine Erhöhung! von noub Mk. 100 000 auf. Sce |uu> uns uactiafien um 'jkl 14uu uuu gegen l/i jährliche Kündigung, Mk. 881800 gegen ganzjährige Kündigung. Tie Giroverbiiidlidft'eitcn aus weiter begebenen Wechseln betrugen Ente 1908 Mk. 206 294. Die Zahl der Mitglieder betrug 1710. t Friedberg, 7. 'März. Der Vorschuß- und Kredit- verein bat soeben seinen Geschäftsbericht für 1908 heraus- aeqebeu. Nach demselben beläuft sich der Gesamtumsatz auf Äst. 37 967 654 gegen Mk 38 712 122. Ter Reingewinn steüt sich auf 9)lf. 66 999 gegen 65 719 im Jahre 1907 Tie Bilanzziffern haben sich von Aik. 3 590 282 auf Mk. 3 727 500 erhöht. Tie Mil- alieber;nhl betrug 1908 — 1236 gegen 1252 voriges Jahr; mit Gienehnuqung der am Donnerstag, 11. März stattfindeuden Geueralveisamniluiig soll eine Dividende von 7 Proz. ziir Verteilung kommen. Tie Kredilbasis bleibt eine äußerst günstige; denn die gan;en Aktiva des Vereins belaufen sich aut Mk. 3 727 500, daun folgen Reseiven nut Mk. 361 000; das Geschäitsguthaben der •lUitglieber ift 'DIE. 562 042 und die Haftsumme der 1252 Mitglieder — Mk. 3 708 000. Cinacfandt. Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Ein Appell an die Menschlichkeit. In Gießener Bürgerkreisen ist die Ansicht verbreitet, daß das Fleisch geiebäefneter Tiere haltbarer und wohlschmeckender sei, al? das von Tieren, die nach vorailsgegangeiier Betälibnug geschlachtet ivorden sind. Daraus resultiert die bedauerliche Tatsache, daß ein unglaublich hoher Prozentsatz von Schlachttieren im hiesigen Zchlachthaus rite aelchächtet werden, d. h Kälber werden an ben Hinterbeinen anfgehängt. erwachsene Tiere werden au '-Buben ge- ivorien unb warten in bieser Lage, bis ber bas Schächtamt Aus- übeiibc ihnen ben Hals bmchichneitet. Dian sehe nur bie Todesqualen dieser im Vollbesitz ihres Bewußtseins befindlichen Tiere, man nehme bie Uhr in bie öanb unb vergleiche bie Taner bet Prozebnv bis zur letzten Zuckung bei solchen unb bei betäubten Tieren. Hier nur wenige Zuckungen unb Streckungen, bis ein allmählich ersterdenbes Zittern ben eingetretenen Tob anfünbigt, bort ein Bäumen unb Rmgeu in ben Fesseln, ein tlmheriverfen bes 9ovfes, ber mit bunwem Krach jedesmal auf den Steinboden auf- chlägt, bumpie Schnierzenslaute und jammervolles Llngeiirollen, bis enblich mit bem entschwinbenben Lebenssaft bas Bewnßtfem ichwinbet. Tie Wlssenschast hat längst bargetan, baß, wenn bas Zentrum für Herz- und Atembewegimgen nicht verletzt, sondern mir Bewußtsein unb Emvfinbunq geraubt wirb, bie AuSblutung eine bmchaus vollkommene ist, somit eine Beernflusiung des Fleisches aiisziischließeii ist. UebcrbicS iverden sänitliche echmemc üov b-r Schlachtnng betäubt, ohne baß man über bas Fleisch tiagt Will man in bieser Beziehung ben Anhängern ber israeliti- eben Religion Recbnnng trggen - nicht wie in Sachsen, ivo bas Lebächteii als Gransamteit uollftänbig untersagt ist — so sollte man wenigstens Verfügungen treffen, bie bas Schächten bem Be- '»avfe nach regulieren. Jeber 'Bürger kann für sein Teil ein humanes Wert tun, iiibem ev buveh Ablehnung pon Fleischstücken leschäcbteter Tiere -seine Fleischlieieranten veraiilaßt, ben Schlacht- iteren bie Wohltat einer weniger qualvollen Tobesart zuteil werben ;it lassen. Hoffentlich verhallt bieser Apell nicht ungehört. B. Meteorologische Beob.ichtnngen der Station Gießen. März 1909 Barometer au' 0° reduziert Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeil Relative Feuchtigkeil Wiiidrichtiiiig Windstärke Wetter 7. 2« 735,2 4,6 3,5 55 8 2 Sonnenschein 7. 9,s 747,5 — 0,2 4,4 94 ENE 2 Bew. Hirnnrel 8. 7’6 ; 736,4 0,3 3,8 81 NE 2 Aed. Himmel Höchst e Tem ueratur am k . bis 7. Mär 6 — 4,9 ° C. Niedtigste • - 6. „ 7. , - 0,7 6 C. Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Giessen. Frankfurter hör- uärz, 1.15 Uhr. 31/2°/o Reichsanleihe. . . 96.25 3°/; do. ... 88.9' 3'/,% Konsols .... 96.3! 3°/0 do.....86.9i 3'/,"/^ Hessen.....95.7; 372°IO Oberhessen ... —. 4% Oesterr. Goldrente . . 98.30 4Vs0/» Oesterr. Silberrente. 98.40 4°/0 Ungar. Goldrente . . 94.00 4° 0 Italien. Rente . . . —. 3°/0 Portugiesen Serie I . 58.50 3°/0 Portugiesen „ III . — 4 72% russ. Staatsan 1. 1905 98.40 47j°/o japau. Staatsanleihe 95.30 4°/0 Conv.Türken von 1903 93.90 Türkenlose . ... 145.9« 4°/0 Griech. Monopol-Anl. . 50 2< 4°/0 äussere Argentinier . 87.20 3°/0 Mexikaner .... 65.1 • 47,% Chinesen . . . . 99,15 Aktien: Bochum Guss.....217.00 Buderus E. W.....110.00 Tendenz: ruhig. Berliner Börse, Canada E. B......170.20 Darmstädter Bank . . . 128.90 Deutsche Bank . . . 245.40 Dortmunder-Union C. . . — Dresdner Bank .... 150.25 Tendenz : schwacher. Elektriz. Lahmeyer . . . 118.75 Elektriz. Schuckert . . . 119.00 Eschweiler Bergwerk . . 181.50 Gelsenkirchen Bergwerk . 183 40 Hamburg - Amerik. Paketf. 109.60 Harpener Bergwerk. . . 186.70 Lanrahütte . . . . . 191.00 Nordd Lloyd.....87.60 Oberschles. Eisen-Industrie 04.80 Berliner Handelsges. . . 172.50 Darmstädter Bank . . . 129.00 Deutsche Bank .... 245.70 Deutsch-Asiat. Bank . . 138.00 Diskonto-Kommandit . . 186 90 Dresdner Bank .... 150.00 Kreditaktien.....198.20 Baltimore- und Ohie- Eisenbahn.....107.50 Gottbardbahn.....— Lombard. Eisenbahn. . . 17 50 Oesterr. Staatsbahn . . . 144.20 Prince - Henri-Eisenbahn . —>— 6. März. Anfangskurse. Harpener Bergwerk . . . 183.20 Lanrahütte......192.20 Lombarden E. B. . , . . 17.40 Nurdd. Lloyd • • • « . —.— Türkenlose . ••••«’ übertreffen alle deutschen und fremden Fabrikate durch saubere Herstellung und appetitliches Trockenverfahren, welche hohen Wohlgeschmack und schönstes Aussehen gewährleisten. Jedes Paket "enthält 1 Gutschein für Knorr-Sos. ... , 3-’c Empfehlung gesunder und billiger Genußmitel in bet der zunehmenden Verteuerung der Lebensballung besonders wertvoll. Eines ber besten Getränte bietet zweifellos Meßmer s Tbcc, ber in beit bekannten Mischungen Wtelgesrbmqcl unb Betömm- üAteil mit autzerortentticher Ausgiebigkeit verbinde!. Eine Taffe Atcstmer s Gugl. Mnchuug stellt sich auf ca. 1 Pfgtt (ss®/ Saison 1909 “ —---3 KM Htilet n Ernst BloednerNchf, Tapeten- end Teppich -Hau*, von den billigten bi« iu den hoch feinsten Sorten. Ich bitte Mustervortage ze verlangen .0 L’b I1 fit 7® IW lckühen vor Nachahmung und garantieren für Echtheit der Waren. kennzeichnen die Erzeugnisse der Württemberg! (eben Metallwarenfabrik Nur die eingestempelten Schutzmarken wmf s • Telefon 555 • Gebrauchte tadellos arbeitende Apparate stets billigst abzageben. Marktstrasse 5 ADOLF BIELER | in grösster Aosiihl neueste Modelle der ersten Fabriken za Onginalpreisen von Mk. 5.— an ———■ bis zu den feinsten Marken. Objektive und sämtliche Bedarfartikel für Photographie :: :: :: Dunkelkammer -== Photographische Arbeiten Preisliste gratis! 1462 /tarth Elegante Hrrrea-Garderebe nach Maae Grosses Stoff!a NeiieACugmHc berechtigen für den einjährig freiwilligen Heeres- biemt. vanociorealidmk. Aadihuf. ctUabcmici. veuuuigelctniic. ¥lnvo am 10. ftmil. »Brof nette kostenlos. Aufforderung. Forderungen und sonstige Ansprüche an den Nachlaß deS kürzlich verstorbenen Herrn1 Wilhelm Wagner von hier bitte ich bei nur anzumelden und Schuldposlen, sowie zum Nachlaß gehörige Sachen an A. Bau- und Nutzholz. ElcheN'Slamme v. 22—43 Ctm. m. Dchm., 4—14 Mtr. Länge — 69,60 Fstm. Kiesern-Stämme v. 15—37 (5tm. m. Dchm., 4 bis 18 Mtr Länge = 84,33 Fstm. Larchen-Stämme v. 16—17 Ctm. m. Dchm., 11 bis 16 Mtr. Länge = 1,17 Fstm. Rodheun a. d. Horloff, den 6. März 1909. Großh. Bürgermeisterei Rodheim. Schäfer. flllr ?yti Lt* u- <*vin «antCT* 4»rt*nrt) 9tratev, ^udmusSplatz^ LÜMtlge Haare UN (9cfid>t. an ben «nanu «ö* ferm ncher u icbmrtslo* Vxe* Oe Mru-irtualb# (»ntbaareea# Der evangelische Gesamt»Kirchenvorsland. D. Schlosser. Holzversteigerung. Freitag den 12. März l. I»., vormittags 10 Uhr beginnend, kommen im Rodheimer ©emeinberoalb folgende Holzsortimente zur Versteigerung: Klavier- Stiemen Reparieren Polieren ta tadeUuKM AoiftlhruM durch Wilh. Rudolph GrutiL Hau tiuüie/erant Planuhaudlg a Keparnlur werk»uliu> SelUrvwua Ul Carl Heintze, 8tra*«barg I. Klaue. Engels-Ttiftung. Tie Zinsen der Engel-Stiftung sollen am 24. Marz d. I. zekn arme und würdige Famil.en verteilt werden. Be- Seife steigt täglich im Preis. Solange Vorrat reicht, verkaufe noch in bekannt guter Qualität 10 Pfund zu Mk. 2.70. Schmierseife in schönen Zink-Eimern Gicht™ RUxnrrkraali heilbar zu Hause Echt Münchener Hackerbräu »/, 8L awekb« «t IHa, Lt. »laiche 1» IMe- empfiebk Gotthilf Rohrle, Biergrosshdlg. Tclcvbo« 344. " «irtinn Zu. 7. Bei Beireüuuo benb Mc ’M iwtrt Sorto vergu«. zu einer kirchlich.pofitivcn Bortragdtagung für datz «roßder;ogtumHd Blut-1- Wt - a 3i Dvd Heinere.Y»lalb(eincn in HO u. 160 cm breit teilweise bin $nt Hälfte des sonstigen Preises abgegeben. ?tr$trfaui raa Vogelsbergerhof. Morgen lieuctaa W® Großes bayrisches Schlachtfest • von Mittags an ff. Soeualliaien Ziehung ß 1«. and 17. «Ära 1909. 8 Gothaer eld-Lotterie «7 OUdgewkm« » 1 Friert ~50000 25000 *11 L. Steinhäuser. Letzte Holzvelsteigerung. Montan den 15. Mär- werden auö den Tiftrihen i?inbe* und Hegwald der .'crüroartei Stnrnfet» ucrucifteii: Stamme. 1R E'chen 4- 5. unb 6. Sl. - €44ö«u d Archen 5. StL — O® ernt.. 2 ntcbien 6. SU- — ObSs »'M Scheiter. Rm.: 171 Buchen 1. unb 1 SL; «nuoveb »ul: ® Buchen 13 pichen i2 und 4 m langt. 6 Achten L 9l^Lnuovel- reifig: 9 Äm. ^ ubnernu. c wird Ocher IPuPt ent' durchs tw Scdaas A uullM tihictairntü. - Adler-Med.-Drogerie Kelterbm39 Lästige Haare im Weficbt, an den Armen, entfernt ncher n. schmerzlos Dcpclo Dose Mk. 1.50. 1106 Adler Drogerie. Scltersweg 3V. Cito 2 di a a f.________ B. Brennholz. Lame tag den 13. März I. F4., vor«. 10 Uhr beginnend, kommen zur Persleigerung. Berfteigerung. Dienstag, den 1). Mär; d. ZS., nachmittag» 2 Ubr, versteigere idi Neustadt 5ß babier gegen Bar;ahluna^ 11414 (5a. luuf) Viter Wein. 40 Paar verrcnschnllrstiesel,! Gasmotor 1 Diamantring, 1 Lchretbusch, ein Standuhr, ein Trumeaur. -Spiegel, 1 vollständige Schlaf- -immer Einrichtung, 3 Salon gavnituren und andere Möbel. Born. Gerichtsvollüeher ? k ^IjDtrilngcrongcn zu Winnerod am 4. und 6. Atarz sind genehmigt, mit Ausnahme der am 5. März versteigerten Fichten - Stangen von 9—12 om Durchmesser im PeterSgrund. (c*/, SameS, Förster. Bezugsverein Giessen 1908. Wir ersuchen unsere Mitglieder bet nächster LuttnunMchr- löfung, ihren Sohlenbedarf umgebend anLumelden. >">" Formulare zu Neuanmelbungen ßnd zu haben bei: <§. Wagner, Phr. »rtnbenbener, 1. tiorfiBcnber, Rechner. Lteinstrane 12, I Istedigstr. Viebiaur. Diese Schutzmarke hotoqraphische-Apparate , . Künftlerifcbe Ausführung vorzügliche Befchaffenheit - und größte Dauerhaftigkeit