Nr. 237 ZK Betriebe, insbesondere mit Tierzucht und Tierhaltung, zu en stenlos am (81 MM HWi Mitin Uhl ihäl lifll 8 Alands, he‘t der '®Pletter ‘amtliche '«nstiern chiteKtar ind 6er leckt, Inste, tote rtsgruppe Giessen. ben 16. Oft, 8*/iö iderws, im Cais Ebel: essentl. Vsrtm Herrn Ingenieur W Ävgsbllrg: Aus Stadt und Land. Gießen, 9. Oktober 1909. •• Tierärztliche Ausbildung. Wie wir auS der .Berl. Tierär^tl. Wochenschrift" ersehen, wurde von der diesjährigen Plenarversammlung des Deutschen Veterinärrates folgender Antrag von Veterinärarzt Dr. K nel l-Gießen ein- stinimig angenommen: An tierärztlichen Bildungsanstalten, an denen durch Ausbau der ambulatorischen Klinik und des geburtshilflichen Unterrichts versucht wird, daS Ziel zu erreichen, eine praktische Ausbildung der Tierärzte zu vervollständigen, soll auch darauf Bedacht genommen werden, Einrichtungen zu treffen, die geeignet sind, die Studierenden in einige informatorische Berührung mit dem landwirtschaftlichen Die ..Gtetzener SomHknblattcr“ werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegk, das HKrei$blQtl für den Kreis Stehen" zweimal wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen Zett» fragen" erscheinen monatlich zweimal. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« strahe 7. Expedition und Verlag: Redaktion:L^I12. Tel.-AdruAnzeigerDießen. Prospekt gab bringen. ** Kun stv er ein. Die Renovierungsarbeiten des Ausstellungssaales sind soweit beendet, daß die Eröffnung der Ausstellung bald erfolgen kann. Der Vorstand des Kunstvereins hat die hohen Ausgaben nicht gescheut, um einen würdigen modernen Kunstsalon herstellen zu lassen, indem mm alle ausgestellten Kunstwerke von jedem Platz aus eine volle Beachtirng finden können. Die Wände des Saales sind mit blaugrauem Künstlerrupfen bis fast zum Fußboden bespannt. Die seither an dieser Stelle befindliche Holzvertäfelung ist entfernt, auch sind die alten Gestelle durch neue moderne, die mit kupferfarbigen Rupfen bespannt, ersetzt worden. Der Kunstverein kann auf sein'" schönen Ausstellungssaal, der noch andere neue Einrichtungen hat, stolz sein. Von der Eröffnung der Ausstellung ab findet alle drei Wochen ein Wechsel der Gemälde statt und unsere Kunstfreunde können versichert sein, daß die Ausstellung wieder manche schöne und interessante Kunstwerke aufzuweisen haben wird. Die Beschickung der Eröffnungausstellung hat eine Anzahl hervorragender Künstler zugesagt. Voraussichtlich werden einige Tage vorder Eröffnung der Ausstellung die zum Wettbewerb eingelaufenen Entwürfe zur Errichtung eines Wasserturmes an der Schönen Aussicht auf einige Tage zur Besichtigung Noch keine Entscheidung in Wien. Herr Wekerle wird allmählich ungeduldig und scheint den Kaiser Franz Josef sanft zur endlichen Entscheidung gemahnt zu haben: W i e n , 8. Okt. In der heutigen Audienz begründete der ungarische Ministerpräsident erneut die Bitte des Kabinetts um Enthebung, da dessen Stellung im Abgeordnetenhausc unhaltbar sei." Kaiser Franz Iosef erklärte hierauf, er werde schon in den nächsten Tagen seine Entscheidung treffen. — Ministerpräsident Dr. Wekerle ist nach Ofenpest zurückgekehrt. ir Neuen Wei )] Lonntag taüi 10. Lklober: ——■ WvckB Lim« M ergebest em unTOsteS LÄ'Ms kleines Feuilleton. — Ein Denkmal für Professor Dohrn. Wie die ,Tribuna" meldet, bildete sich zu Neapel unter dem Vorsitz des Bürgermeisters ein Komitee zur Verbreitung einer Ehrung für den verstorbenen Professor Dohrn und gleichzeitig zur Eröffnung einer Subskription, um dem Verstorbenen em Denkmal in der Billa Communale in der Nähe der zoologischen Station zu errichten. — EinHeine-DenkmalinderHeide. Die Ablehnung des Heine-Dentin als von Korfu durch den Hamburger Senat veranlaßt einen Leser, an ein Herne- Denkmal zu erinnern, das nur sehr wenigen bekannt geworden ist Es steht als mächtiger Steinblock mitten in der Einsamkeit der norddeutschen Heide, in der Nähe von Lummland bei Oldenbüttel, das auf der Bahnstrecke von Bremen nach Breurerhaven liegt. Inmitten einer hohen Kieferngruppe erhebt sich dort em großer Granitblock von etwa li/4 Meter Höhe, nur mit dem Namen „Heine" geschmückt. Dieses weltabgelegene Steinmonument, das in seiner stimmungsreichen Umgebung von tieferer Wirkung ist als irgendein prunkvolles Marmorstandbild, wurde vor Mehreren Jahren von drei Bremer Lehrern errichtet Und das geschah in aller Stille, ohne daß man Subskriptionen nötig hatte oder eine Reihe von Instanzen um ihre Genehmigung zu befragen brauchte. — Eine Theaterbank,in Paris. Mit einem zeitgemäßen Unternehmen beschäftigt sich eine Gruppe kapitalkräftiger Kunstfreunde in Paris, nämlich mit der Gründung einer Theaterbank. Das Unternehmen bezweckt, die Bühnenschriftsteller und Direktoren, die durch Geschäftsunkenntnis oder wegen augenblicklichen Geldmangels ihre zu erwartenden Einnahmen unter schweren Bedingungen flüssig machen müssen, vor solcher Ausbeutung zu schützen. Die Theaterbank soll ihren Wirkungskreis nichi nur auf Paris, sondern auch auf das Ausland erstrecken, soweit es sich um Wahrimg französischer Interessen handelt. — Der Polarforscher und sein Honorar, lieber die geschäftliche Ausbeutung der Südpolarexpedition des Leutnant S hack le ton werden in der Grande Revue allerlei merk- würdige Einzelheiten veröffentlicht. ®d>on6 Monate vor der Ausreise der Expedition war die finanzielle Ausbeutung des Unternehmens genau festgestellt: die Zeitungsherausgeber, bie Vortragsagenten und die Kinematographimunternehmer hatiep u)re genau stipulierten Verträge mit dem Leiter der Expedition abgeschlossen. Tie Daily Mail hatte sich ausbedungen, das erste Telegramm mit der kur-en zusammensassenden Darstellung der Expeditionsergebnisse zu veröffentlichen, wahrend der Verleger Heinemann die Herausgabe des illustrierten Regewerüs (ich lieferte. Tas Honorar war stapelweise normiert: je näher -Lhacklelon dem Pol kommen würde, je höher die Summe. MU Staunen equht man später, daß Shackletons Proviant beinahe ettchopft war, als er sich endlich entschloß, umzukehren; die geringste Fortsetzung OOÄ'M ofdene Nadel lLk^n6onlra',e oerlorn ,U9ebe" «Lelohs; —_J™bontr6fit 37": nicht zuknöpft; die meisten Erkältungen entstehen durch den mangelhaften Schutz des Rückens. Der Mensch mag nur die Natur beobachten und ihr folgen. Bei allen Tieren findet man als Schutz des Rückens eine besonders dichte- üppige Fellentwicklung, während an allen anderen Körperteilen das Fell leichter und dünner wird. Um ein Pferd gegen Kälte zu schützen, genügt die Bedeckung des Rückens. Die Frauen, die Schals tragen und sie an der Brust übereinander zu legen pflegen, sollten es lieber umgekehrt machen und den Schal doppelt über den Rücken legen, um vor allem den Rücken zwischen den Schulterblättern zu schützen." — Eine geschäftliche Unsitte. Schon manchem wird es begegnet sein, daß er gern den Preis eines ausgestellten Gegenstandes erfahret: hätte und daß er nach den unbequemsten Drehungen und Wendungen ein Zettelchen gefunden hat, auf dem einige Buchstaben standen. Die Mühe war also umsonst, denn der Kaufmann hatte es eben vorgezogen, den Muser aus irgend einem Grunde vorläufig im Unklaren über den Preis zu lassen. Gegen diese Unsitte wendet sich Avenarius im Ortoberheft des Kunstworts : Ich trete in einen Laden und sehe mich unter den Sachen rings um. Dieses da könnte mir passen, n>ie viel mag's kosten? Ich nehm's in die Hand und lese den Zettel: „hm" steht drauf. Hm, ich sehe auf einem andern nach: „ppn". Auf einem drillen) zwitschert es: „tt, zi". Also muß ich das Fräulein fragen. Uebersetzt es mir die Geheimschrift richtig? Ja, wenn es das titt, warum mußt ich sie erst bemühen, warum schrieb man keine Ziffern hin, die der Mensch auch außerhalb Alt-Griechen- lmrds als Zahlen auffassen kann? Bedeutet die ^Geheimschrift etwa: bis zu diesem Preist, o du Verkäuferin, darfst du nötigen- falls lstnabgehen, sieht aber der Kauflusllge nach einem pus, dar mehr zahlen kann oder mag, so versuche mehr aus ihm her- auszubekommen? Berehrlick;e Händler vom Privatalphabet: die Zeiten sind schlecht, die Menschen' sind's auch, insbesondere aber sind diese mißtrmrisch, wenn sie überhaupt erst anfangen zu denken. Den Buchstaben-Zahlen auf den Preiszellelchen gegenüber haben sie das erstaunlich lange nickt getan, samt hätten sie sich diese eure diskrete Einrichtung nickst so lange gefallen lassen. Vielleicht har auch unter euch selber bisher der oder jener sie nur als biederen alten Brauch übernommen, ohne biet darüber nach- ?.udenllm und weil sich ja keiner daran stieß. Eine ganze Anzahl eurer Berufsgenossen hat sic trotzdem schon abgesck>afst. Woüen's bie übrigen nicht auch tun? Nämlich: es könnte mit der Zeit mehreren und vielen wie dem Schreiber dieser Zeilen gehn. Der hat jedesmal, wenn er Buchstaben aus den Preiszettelchen sielst, wo nur Ziffern unmißverständlich sprechen würden, das Gefühl: Ächtung, man will dich begannen:. Deshalb kaust er, wenn fich's machen läßt, lieber bei denen eurer Kollegen, die in dieser Beziehung vom hellenisckxn Brauche zum arabischen übergegangen find. ■ &ttc Wien, 8. Okt. Im niederosterreichischen Landtage erklärte Statthalter Graf Kielmannsegg sich gegen die Sankiionierung der Lex Axmann. Maßgebend hierfür seien dieselben Erwägungen, die in früheren Jahren bei ähnlichen Entwürfen den Ausschlag gegeben hatten. Tie Besoranis des Landtages, es könnten öffentliche Volksschulen errichtet werden mit nichtdeutscher Unterrichtssprache, ist nach der Entscheidung des Reichsgerichts bedeutungslos, das seststellte, daß in Niederästerreich fein mchtdeutfcber Bolksstamm ansässig sei. Der Landtag beschloß daraufhin, die Angelegenheit &ur weiteren Beratung der Zwanziger- kornrni sion zu überweisen und nahm einen Dringlichkeits- autrag an, der die deutsche Sprache als Unterrichtssprache an Lehrer- und Lehrerrnnenbildungsanstalten in Niederösterreich festlegt. Wien, 8. Okt. Wie das „Armeeverordnungsblatt" meldet, ordnete der Kaiser die Errichtung eines Ge- neraltruppeninspektorats mit dem Standorte in Serajewo an. Ferner sollen die bisherigen Vtilitär- territorialbereiche Serajewv und Zara als 15. und 16. Armeekorps zusammengefaßt und als Kriegshafenkommando in (Sattato zu einem Jnfanterietruppendivifionskommando ausgestattet werden. Prag, 8. Okt. In der Sitzung des Professoren-Kolle- arums der juristischen Fakultät der Prager deutschen Universität wurde in Bezug auf den Fall Wahrmund eine Entschließung angenommen, in welcher die Nichtgenehmi- quna her Vorlesung des Professors durch das Ministerium für unzulässig bezeichnet und erklärt wird, falls Wahrmund Dem Unterrichtsministerium geheime Zusagen gemacht habe, sie aber jetzt nicht halte, müßte gegen das Verbleiben Wahr- munds im Professorenkollegium der Fakultät Verwahrung eingelegt werden. Luise Guitschek aus Prag (Bühnenname: Mrola 9Jhra) versuchte, sich durch EinatmenvouLeuchtgaszutöten. Ihr Zustand ist hoffnungslos. Liebesschmerz und Mißstimmung über ihr mit wenig Erfolg begleitetes hiesiges Auftreten sollen der Grund für die Tat sein. des Vorstoßes nach Süden hätte den Forscher unfehlbar dem! Hungertodc preisgegeben, dem er auch so nur mit knapper 9rot entrann. Er hatte ein doppeltes Interesse, möglichst wert vor-s zudringen; neben dem wissenschaftlichen auch ein finanzielles, denn mit jedem höheren Breitengrade mucksten die vereinbarten Honorare. Für die von Shackleton erreichte Breite war die Summe von zehntausend Mark vereinbart; dabe: vergütete die Zeillmg auch die TelegramMkoften für zweitausendchnshunden Worte z-n 9 Schilling. Aber der Vertrag entlstelt eine besondere Klausel: es war ausgemacht, daß die zivilisierte Welt unter keinerlei Umständen auch nur die einfache Tatsache der Rückkehr Shackletons erfahren dürfe, bevor das Londoner Blatt seine vertraglich bedungenen Berichte empfangen hätte. Darum hielt sich Shackleton auch in der Nähe der Stcwardinfel so lange verborgen, bis die nötige Zeit verstrichen war, die das Telegramm nach London voraussichtlich brauchte. Shackleton selbst übergab das Telegramm einem Te'legraphcnbeamten, der mit Genehmigung der Neuseeländischen Regierung eigens für ihn ausgesandt wurde. Die Mannschaft des Schiffes mußte ihre Ungeduld, wieder ans Land zu kommen, einstweilen bezähmen. So kam es, daß die Bevölkerung von ykufeeland die Talgache der Rückkehr shackletons aus den Regionen des Südpols erst 24 Stunden später erfuhr^ als die Leser des Londoner Blattes. 2 Mvnate später wurde Shackleton in Brindisi erwartet: von seinem Verleger, der die Einzelheiten über die schleunige Herausgabe des Reisewerkes mit ihm bereits besprechen wollte, ehe der Forscher wieder den Boden seines Heimatlandes betreten konnte. — Warum erkältet man sich nrcht am Pol? Aus London wird berichtet: Bei seinem letzten Vortrag im Middlesex-Hofpital erwähnte Leutnant Shackleton auch die auffällige Tatsache, daß kein Teilnehmer der Südpolarexpedition je von einer Erkältung befallen wurde bis zu dem Tage, da man die aus England mitgeführten Kleider- ballen öffnete. Von diesem Augenblick an waren alle erkältet. Diejenigen, die sofort hinaus in die eisige Atmosphäre gingen, verloren alsbald wieder ihre Erkältung, wahrend die anderen, die in der geschlossenen Hütte blieben, noch zwei oder drei Sage darunter zu leiden hatten. Dr. Forbes Roß, der sich mit den Ursachen dieses eigenartigen Phänomens beschäftigte, wieS darauf hin, daß auch Nansen und andere Polarfahrer dieselben Erfahrungen gemacht hätten. Die Erklärung ist, daß die eisigen Polarregionen von Staub und jenen Krankheitskeimen frei sind, die sich in zivilisierten Ländern anhäufen. Der Balten aus Europa mitgeführter Kleider, nach dessen Oeffnung alle Expeditionsteilnehmer sich erkälteten, enthielt zweifellos tausende von Katarrhmikroben. Dr. Roß erwähnte dabei aud) einige Hilfsmittel gegen Erkältung: frische Lust, häufiges Oeffnen der Fenster, mäßig kühle Temperatur in der Wohnung und vor allem: keine ängstliche Verhüllung von Nacken und Hals. „Die Leute begehen alle den I Fehler, daß sie die Brust warm verpacken und den Rücken zwischen den Schulterblättern nicht genügend gegen die Kälte schützen. Memand wird sich erkälten, der seinen Rock vorne Giessen- » -.'S ”3S-tf» ausgestellt. ** Bei der Parseval-Landung ist folgendes zu beachten: 1. Landungsplatz. Der Führer des Parseval hat um die Freihaltung eines Platzes von 300 Meter Durchmesser gebeten. Diese Fläche wird auf dem hinteren Teile des Triebes, ungefähr mit dem Ende des Philosophenwaldes beginnend durch Militär abgesperrt werden. Es wird dringend ersucht, diese Absperrung, die natürlich nur lose sein kann, streng zu respektieren und nicht den Versuch eines Durchbruches zu machen. 2. Der reservierte Platz für die mit Eintrittskarten versehenen Personen befindet sich auf der nach Gießen zu gelegenen Seite des abgesperrten Vierecks. Er wird durch Pflöcke und Drahtzaun gesichert werden und bietet eine vortreffliche Uebersicht 5es Landeplatzes. Dem nicht zahlungsfähigen oder -lustigen Publikum stehen der Raum dahinter, also besonders der städtische Teil des Triebes, die Grünberger Straße, die Rödger und die Wiesecker Seite des Triebes, also ein außerordentlich großes Gelände, zur Verfügung. 3. Die mit Eintrittskarten versehenen Personen wollen von der Kaiser-Allee beim Wegweiser Liebigshöhe links abbiegen und den Alten Rödger Weg an der Liebigshöhe vorbei einschlagen. Für andere Personen ist dieser Weg aesperrt. Man bittet auch dringend, ihn nicht etwa vom Philosophenwald her zu betreten. Die Wege von Philosophenwald her sind übrigens schon aus dem Grunde zu vermeiden, weil die von dort Kommenden vermutlich durch eine Wagenbura (siehe unter 4) vom Landungsplatz abgefperrt, sein und nichts sehen werden. 4. W a gen dürfen im allgemeinen nur bis zum Teutonenhaus fahren. Nur solche Wagen, die mit äßagenEarten versehen, sind, dürfen in den Alten Rödger Weg einbiegen und bis zum Ende des Philosophenwaldes fahren. Der Trieb darf aber auch von ihnen unter feinen Umständen befahren werden, was bei der Rückfahrt zu beachten ist. Den Insassen der Wagen ist zu raten, auszu- jreigen und sich auf den reservierten Platz zu begeben. Von den Wagen aus ist nur wenig $u sehen. 5. Nutzen der Eintrittskarten. Es ist die Frage aufgeworfen worden, ob die Lösung von Eintrittskarten entsprechenden Nutzen Die Giehener Ackerbau- und ObstaursteAung. □ Gießen, 8. Oll. Die Ausstellung bot schon am Freitag abend ein schönes Bild, wenn auch noch einzelne Aussteller binnüht waren, die letzten Hände an die SaMmelausstellung zu legen. Die Ausstellung verfällt in drei Teile: Obstbau, Ackerbau und die mit beiden Betrieben in Zusammenhang stehenden Gc- schästsziveige. — Die Ausstellung zeigt, daß der Kreis Gießen zu den günstigsten Kreisen in obstbaulicher Beziehung zu rechnen ist, denn das Obst, das dem Besuck>cr vorgefllhi't wird, dürfte an Vollkommenheit, in bezug aus 'Ausbildung und Farbe, nicht hinter den Ausstellungen anderer Kreise zurückbleiben. Beim Ltudium der Ausstellung wird man besonders die Obstsorten aus^den Orten in der Nähe von Gießen herausfinden, die als die Lbstlammer der Provinzialhauptstadt betrachtet werden müssen, so z. B. Hcuck>el- heim, Klein-Linden, Großen-Linden, Gvoßen-Bnfeck u. a. Jede Gießener Hausfrau, besonders auch Bewohner des Landes, werden Gelegenheit haben, auf dieser Ausstellung die Sorten kennen zu lernen, die für unsere Verhältnisse in Betracht kommen. Tie Ver- anstalllmg des Ausschusses der Landwirtschaftskcrmmer und des Oberhessischen Obstbauvereins haben beim Stellen der Aufgaben gerade auf diese Punlle großen Wert gelegt. Unsere Ho.ussrauen werden besonders erfreut sein über die schönen Obstkonservierungen, die aus Stadt und Land vorgeführt sind. Neben den Einzelausstellenr präsentiert sich dir schön arrangierte, reichhaltige Sammelausstellung der Kreisstraßenverwaltung des Kreises Meßen sehr vorteilhaft; sie enthält die besten Obstsorten unseres Kreises. Die Ackerbauabteilung ist so reich beschickt, wie sie kaum auf einer anderen Bezirksausstellung erreicht werden wird. Hier kann der Landwirt sehen, welch.' Ansprüche man eigentlich an vollkommen ausgebildete Feldfrüchtc stellen kann, was fotovhl Gemüse und Kartoffeln, als auch landw. Futterpflanzen betrifft. Einer der Glanzpunkte der Ausstellung bildet die Abteilung des Landw. Instituts der Landes-Universität. Die Direktion des Instituts ist hier bestrebt, damit belehrend auf die ländlichen Besucher einzuwirken, indem sie ihnen die durch Anbauversuche als die bedeutendsten Sorten hingestelltcn Feldsiüchte vorsührt, ferner gewährt. Diese Frage ist unbedenklich zu bejahen. Wenn auch das nichtzahlende Publikum das Luftschiff und die Landung ebenfalls gut wird sehen können, so ist doch der reservierte Plutz besonders aut. Es ist außerdem dem mit Eintrittskarten versehenen Publikum Gelegenheit gegeben, ohne Gedränge auf den Festplatz zu gelangen und ohne Gedränge dort zu verweilen, was für viele großen Wert haben wird. Sck)ließlick> werden auch die Inhaber von Eintrittskarten, vorbehaltlich näherer Rücksprache mit dem Führer des Parseval die Möglichkeit haben, das Luftschiff nach der Landung zu besichtigen. Es kann daher nur geraten tverben, sich Eintrittskarten zu besorgen, und zwar möglichst im Vorverkauf, wenn aud), namentlich für auswärtige Besucher, noch beim Eingang in den Alten Rödger Weg (aber nur an dieser Stelle) Gelegenheit gegeben werden wird, Karten zu lösen. Man bittet, der leichteren Kontrolle wegen die Karten offen zu tragen. Schließlich mag noch, entgegen einer im gestrigen Gießener Anzeiger gebrachten Notiz, bemerkt werden, daß die Karten für Erwachsene 1 Mk., für Kinder 50 Pfg. kosten. Karten für 50 Pfg. sind für Erwachsene vom Deutschen Luftflottenverein nicht ausgeaeben worden und könnten nur mißbräuchlich mit seinem Stempel versehen sein. X. Hanau, 8. Ott. Die seit Beginn der Spielzeit Stadttheater wirkende zlveite Operetten-Soubrette Frl. e Guitschek aud Prag (Bühnenname: Karola Diira) ver- Zweites Bliatt 159. Jahrgang Samstag 8. Oktober 1909 ------— ÄHÜHW Eeneral-Anzeiger für Ebecheffen WWWW Es ist nicht nur die lodcnbc |idv 10,0 12,3 y“ 9,8 113 Höchste Temperatur Niedrigste , des Handel Börse, 9. Oktober, 1.15 Ihr. Frankfurter 3* VI. Oberhessen v 117.20 Berliner Börse, 9. Oktober. Anfangskursa. der Mitte mm der an geborene 4 2 2 28.80 160.10 132.00 heit, das vielbegehrte von Hongkong cimu die gelben ^ü*mugglci 98chL 94.85 95 1 98 U6 s 8W WSW Harener Lergwcrk . Laurahütte . . . . Lombarden E. B. . . . Nordd. Lloyd . .1 . Türkenluse", , , , 93 90 53.95 93^0 84.00 93.20 20330 19230 2330 101.20 160.10 " do. <. Konsols ‘ do. -V 3’/,% 3u,n e r Vrhörbe, daß der Angeklagte crne ^arnpe bqtBt, die sruyer ; inent Arbeitgeber, einem Ziegeleibesitzer in Ober-Mörlen, abbanden gekommen ist. Während er einmal behauptete, die Lampe sei ein Erbstück seiner Mutter, sollte sie später ein solches seiner Lchwiegermuttcr sein und schließlich gab er an, seine verstorbene Fran habe sie von einem Unbekannten gekauft. Ta fein Zweifel an dem unredlichen Erwerb des Gegenstanoes bestand, mußte Verurteilung erfolgen. Bed. Himmel Bed. punmel , Regen Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Gießener Strastammer. X Gießen, 8. Ctt. - ■ 1 Khr In lechen Trit-Vt n.Lum R;nnnn Maschinenbau,Elektrotechn I echnikjm Ql n gen Automobilbau. Brückenba Telefonische Kursberichte Giessener Anzeigers, mitgctcilt von der Bank fUr nnd-i Industrie',"Glessen. Sir Robert Hart. Auf einer Reise nach Man ton wurde er am Empfangstage zum Tiner geladen. Am Abend war er gezwungen, sich bei der liebenswürdigen Wirtin zu entschuldigen, daß er nicht in Gesellschaftstoilette cridjeinen konnte, sondern nur im Reiseanzug. „Sie müssen mein Kostüm sd)on enH'dtuldigen," meinte leise lächelnd der oberste Zollbeamte des Himmlischen Reiches, „aber die Zollbehörden haben mein ganzes Gepäck beschlagnahmt." Und so war es in der Tat. Sir Robert Harts chinesisckter Diener hatte in der Annahme, daß die Koffer des Generalinspektors ganz gewiß nicht revidiert werden würd.'n, sie im Einverständnis mit unternehmenden Komplizen zur Hälfte mit Schmuggelwaren aus' gefüllt, die bann entdeckt wurden und zur Beschlagnahmendes Genicks führten. Neben dem Opiumschmuggel bildet das Salz cm Haiiptgegenstand der chinesischen Zolldefraudanten. Hier ist der Transport wegen des größeren Raumumfanges schwieriger; meist werden die Salze bann im Schiff in leeren Kesseln ober unter dem Maschinenraum verstaut und auf den Küstensahrten so lange mitgeführt, bis sich eine günstige Gelegenheit bietet, im Ein' Verständnis mit den am Ufer harrenden Helfershelfern die Ballen in wasserdid)ten Behältern geborgen ins Wasfer gleiten zu lassen, wo die oft erprobten Konrplizen das kostbare _(9ut mit bewundernswerter Geschicklichkeit und Sicherheit auffisd)en. am 7. bis 8. , 7. , 8. 113.75 135.00 205.50 130.70 203.60 192.50 101.00 110.00 179.50 137.00 247.00 150.00 159 50 208.00 Schützen Sie Ihre Kinder nnd sieb selbst mit Beginn des Winters vor I-'rkiiIfang. Hasten etc. durch den refi,clmas«u,'en (iebrna-'n von Lahasen * Jod - Einen - Lebertran. Marke ..Jodella“. Preis M. 2.30 n. 4.60. Verlangen Sie ausdrücklich Marke ,..lodella‘* und weisen Sie Nachahmungen zurück. Zu Laben in allen Apotheken in Giessen, Krofdorf, Reichelsheim. (V *, in Chambers Journal ausgenihrt auch die bei der Maschinenprüfung als die besten erkannten Ackergeräte zur Dorführung brinat. Außerdem aber will das Landwirtschaftliche Institut den Landwirten ---igrn, .r . - Ar beiten und welche Geräte notroenbiq sind, um 'cstzuiieUen, wA^s die besten Sorten unter b^n vielen sind Neben orm landw,>,l flitut werden dann die. Hausftauen kostbare i^emüscsammlangen von verschicbenen Landwirten der hiengen /'Vrienb bewundern können. Ta fällt vor allem b-e Samwelaussteilunq der <• arr n Verwaltung des Brauerei des chers Bichler ins Auge. Auch bie Saatbau ft eilen der Landwn l > chafts'amm er bring-n durch Vorführung van Saatgut und Achrcnbüfchel ihr Saatgut in Erinnerung. . Mit ber Ausstellung ist noef) ein Ldu markt verbunden, auf dem die zum Verkauf kommenden iyrüd?tr während der Aus stellung besichtigt werden können. Ter ergentliche Lbstmartt de ginnt Montag vornrittag. Für solche Obstzüchtet, die petzt im .»erbst Reu- ober Nachpflanzungen vornehmen wollen, ist Ge- i. genheit geboten, vollkommenes Baummatcrial zu sehen und zu taufen. — Tie Abteilung für G e rä te dcs Acket baues und der Ob stb a n mpslege ist sehr reich besch'.ckt. Alle Interessenten werden darauf aufmerksam gemacht, dast^onn- tag nachmittag 4 Uhr, nachdem Parseval roiebcr abgefahren ist, innerhalb der Turnhalle anschließend an die Ausstellungsräume eme Versammlung stattftuden wird. Hier findet zunächst die Berichterstattung über bie Ausstellung und die Auszahlung der Preise statt. Alsdann wird Tr. Hoffmann aus Friedberg 'inen Vortrag halten über „Tic Grundbedingungen zu einem erfolgreichen Ob st handel". Alle Cb ft bau inte.3 rciicntcn werden besonders auf diese Versammlung hingcwiesen, weil er ihnen manche Winke in bezug auf ihren Cbitbau geben wird. 3V,7„ Hessen '.VfTS.i’.U 8. ! L damit, int Schutze alles verhüllenden Nacht auf schwanken Tschunken ihre loftbarr .Labung ins Land zu schmuggeln: mit überraschendem Erfindungsgeist und zäher Ucberlegung konstruieren sie die seltsamsten Behälter, die halb unter dem Wasser stehen und schwer zu sehen sind. Zn ihnen verstaut, bringt man bic Waren an Bord größerer Schiffe bis in die Nähe des Users: auT ein gegebenes Signal sinken die Ballen unauftällig in dre gelben Fluten und werden von geschickten Komplizen schnell und heimlich geborgen. Tie chinesischen Zollbeamten haben von der Phantane der Schmuggler mandje Beweise erhalten. So fiel es einem Zollinspektor in Kanton auf, daß in einem regelmäßig ein laut eichen Tampfer stets eine prachtvolle sckstvarze Katze mit ihren Kleinen regungslos in der Sonne lag. Blonde verstrichen, vielleicht Jahre: Tie kleinen Kätzchen wuchsen nicht und wuclften nickst, immer lagen sie am gleichen Fleck, dehnten und reckten sich und genauen btc Sonnenivärme. Als man schließlich die Tierchen untersuchte, entdeckte man, daß es außerordentlich geschickt gemackste Puppen waren, deren Iwhles Innere eine ansehnliche Menge Opium barg, das bann regelmäßig im Hafen herausgenommen wurde. Wie tief der Schmugglertrieb in der minesischcn Volksseele wurzelt, zeigt eine Anekdote, deren £ Pier niemand anders war, als der Generalinspektor der chinesisckstn Seezölle in höchst eigener Person, Elcktriz. Lahmeyet . . . Elektriz. i>hn<'kert . . . Eachweiier Bergwerk . . (Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amerik. Pakctf. Harpeucr Bergwerk. . . Laurahiitte . . . . Nordd. Lloyd ,i . . . . Oberschics Eisen-Indo-strie Berliner Handelsgcs. x . . Darmstädter Bank %. * . . Deutsche Bank . . . . Deutsch - Asiat. Bank . ।. Diskonto - Kommandit .,» Dresdner Bank.....• . Kreditaktien . . ...... Baltimore- nnd Ohio- Eisenbahn . Golthardbahn . . Lombard. Eisenbahn., Dcstcrr. Staatsbahn . .4. Prince - Henri - Eisenbahn'. 3Reichsanleihe 3 •/, ist der geborene Scbmuggl r. : auf Gewinn, die den Solm 4°,0 Oesterr. Goldrente . —. 4'/6°/o Oesterr. Silberrente. 4° 0 Un«rar. Goldrente 4° Italien. Rente . . . 5.. Schmuggler Handwerk treibt: zu ihm gesellt 'ich piclcrtricb. der bie bezopften Erdenbürger mit Begeisterung bic an Wechselfällen reiche Romantik des -scf.mugglrr- tumcs si chen läßt. Tas berühmte Telta von Kanwn mit feinen vielverfchlungencn unzähligen Wasserstrahlen bietet den ^ck mugg lern die günstig! c ihnheit und Ski regen kett zu betätigen: f'er schwer - ,^oll auf Opium aber und die l'klcgcn- '•rt steuerfrei ans dem britischen Haien jggdn, sind eine^ weitere Lockung, der !-t wiberstel-en. Sie begnügen sich nicht alles verhüllenden Nacht auf scknvankcn Wegen rückfälligen Betrugs war der Kaufmann K. Sch. aus Hanau angeklagt. Seine Frau hatte in Frankfurt a. M. ein Wurslwarengeschäft bettieben und Itnttb mit einem hiesigen Metzgermeifter in Geschaftsverbinbung. Als der Angeklagte im letzten Jahre nach Verbüßung einer längeren Sttafe zur Enllassung gelangen sollte, verkaufte sie kurz zuvor das Geschäft, weil sie annabin, der Angeklagte würde es doch .-■tugnmbc richten, und machte dem hiesigen Geschäftsmann von der Veräußerung Mitteilung. Ter Angeklagte schrieb von Frankfurt an den hiesigen Metzgermeister, er habe neben dem von seiner Frau libtritommaien Geschäft in Frankfurt and) ein gleich-s ur Offenbach errichtet, und bat um Zusendung von Wurstwaren, die ihm in zweimaliger Sendung im Werte von über 80 Mark zugeschickt mürben. Tatsächlich war aber der Angeklagte, der außer vielen anderen 'Strafen eine Zuchthausstrafe von 5 Jahren verbüßt hatte, aus Offenbach ausgiuviescu morben. Infolge Anklage kam die Sache vor das Schöffengericht; dieses sprach aber feine Unzuständigkeit aus, da die Bettügereien im Rückfälle verübt morben sind, und verwies die Sache an bic Strafkammer. 3u der ersten Verhandlung erschien der Angeklagte nicht, weshalb seine Verhaftung erfolgte: bic zweite Verhandlung führte zur Verurteilung nt eine Gefängnisstrafe von 10 Monaten. Wegen Kuppelei wurden bic Eheleute H. T., hier, vorn Schöjfengcricht zu je 6 svconatcn Gefängnis verurteilt und ihnen bic bürgerlichen Ehrenrechte auf 3 Jahre abgeiprodxn. Bei der polizeilichen Sistierung einer Kellnerin, bie in ihrem Bettie!» tätig war, erhielt die 'Voli^ Kenntnis von dem unsittlichen Treiben zwischen den Gästen und den Kellnerinnen, worauf die Angeklagten bei ihrer VcrnclMung auf der Polizei zugaben, dieses Treiben aus Eigennutz gefördert zu haben. Später leugneten sie wieder. Tas Gesländniis nwllten sie aus Furcht wegen der Trohung nut Verhaftung abgelegt haben, was aber auf Grnnb der Beweisaufnahme ausgeschlossen erschien. Tas Gericht verkannte nicht, bruB dieses venverfliche Treiben tief schädigend auf das soziale Leben cuiroirft und bic Gesundheit der jungen Leute untergrubt; in Berücksichtigung der Verhältnisse der Angeklagten jedoch hielt cs bie Strafen für zu schwer. Es setzte bic Strafe des Ehemannes, der durch den Alkoholgenuß degeneriert ist, auf 3 Monate herunter; die Sttafe der mehr belüfteten Ehefrau wurde aus ö Monate festgesetzt und die Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte soll in Wegfall kommen. Die lloutrollierung eines Wächters aus dem Sprudelbohriverl zu B n d S a l z h a n s c n führte zu einer Gerichtsverhanblung. Einige junge Leute erlaubten sich den Scherz, nacksts in bat abgesperrlcn Bolsttunn einzubringcn, weil sie aitnaijnum, der Wächter würbe schlafen. Als biescr bic Leute geivahrte, rief er ihnen zu, sic möchten das Gebäude verlassen, sie kamen aber der Aufforderung nicht nach, weshalb der Wächter mit Schiefen drohte. In diesem Augenblick bekam er von dem Arbefter G. S. aus Geiß-Ridda mit einer Latte einen Schlag in die Seite, baß er zu Boden fiel. Vor bem Schöffen gcricht hatte sich beshalb S. wegen KÄrperverletzung zu verant- Worten: es wurde aber Notwehr für vorliegend erachtet, weshalb 5retiprcdmng erfolgte. Infolge Berufung da.' Staatsanivaltsckjaft, erkannte bic Straffammer aur 20 Mark Geldstrafe, da ^cvtwehr ausgeschlossen crschiat. Vergehen gegen die Gewerbeordnung war dem Hcrbergsvcrwalter Ehr. H. von Büdingen zur Last gelegt. Er hat an Hanbwerksbnrfchen Getränke verabfolgt, bic er in Dirtsckiaften holte und hat dafür einige Pfennige mehr gt nonmton, als seine Auslagen betrugen. Auf Anregung des Kreis amt® ging ihm ein Strafbefehl über 10 Mark zu, auf dessen Einspruch das Schölsengericht zur Freisprechung griangte, da in bicsein Verhalten kein Gclverbcbetrieb crolickt werden tonnte, son bern der Angeklagte nur als Bote betrachtet mürbe, der für feine Mühewaltung ein Trinkgeld erhielt. Tic Staatsanwaltschast focht das Urteil an, M nach der Rechtsprechung idyon ein unentgeltliches Verabfolgen von Getränken, das zur Hebung eines anderen Betriebe bestimmt ist, als Gewerbebetrieb angesehen wird. Tie Strafkammer war der Ansickst, daß die Getränke zur Förderung des Herbcrgsbcttiebs verabfolgt wurden sind, weshalb auf eine Geldstrafe von 5 Mark erkannt wurde, ohne auf die Art und Weise, in der die Gctt-inkc verabfolgt wurden, Gewicht zu legen. Wegen Diebstahls im Rückfall, verübt durch Entwendung einer Lampe, bekam ber mehr- bestrafte Taglöhner E. W. aus Seckbach 6 Monate Gefängnis Tiffcrenzen mit feinen Angehörigen kam zur Mcnntnid stör de, daß der Angeklagte eine Lampe besitzt, bie früher (ScricbtsfaaL Marburg, 8. Okt. Die Strafkammer verurteilte heute einen Steinbrnchaufscher wegen Vergehens gegen bas Dyna- m11gefetz zu ber Mindeftstrafc von drei Monaten Gefängnis. Der Mann hatte Dynamit in einer Bude aufbewahrt, ohne bc pördliche Genehmigung nachweisen zu können: er hatte ferner die Ausgabe des Sprengstoffes weder überwacht iwch darüber Buch^geführt. Saarbrücken, 7. Okt. Wegen Vergehens gegen § 176,3 verhandelte gestern und heule das Kriegsgericht bei ver lchlossenen T uien gegen .» Unteroffiziere bc70. Zn - iciu.'rie Regiments Tas Urteil lautete gegen den Vizefelbioebel Hardtnack auf li Monate 1 Woche, gegen Sergeant Hummel auf « Monate, gegen Sergeant Leim aui 6 Monate und gegen Unter ofsizur Back'hoff auf 2 Monate. Als stta'mildernd wurde die liiltiche Verkommenheit der bret in Frage kommenden Mädck en in Betracht gezogen. -- Ter verheiratete Vizefeldwebel Wolter, de- augcllajt war, fick) an einem 4' 2 lährtgen 'JJuibdien vergangen zu haben, mürbe zu ö Monaten Gesängnis und Togradation verurteilt. Märkte. Gießen, 9. Okt. Marktbericht. Auf heutigem Wochen- markte kostete: Butter pr. Psd. 1.20—1.30 Alk., Hühnereier 1 St. 8—9 Vfg., Enteneier 1 St. 0 Pfg., Käse pr. St. 6—8 Vf., Erbsen p. Psd. 00—00 Pfg., Linsen p. Psd. 00—00 Pfg., Tauben pr. Pr. 0,80-1,00 2Dif., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Alk., Gänse vr. Pfd. 60—70 Ps., Enten pr. Stück 1,80 bis 2,20 Mk., Lchsensleisch pr. Psd. 76—84 Pfg., Kuh- und A'inbsleisch pr. Pfund 70—80 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 80—90 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 96 Pfg., Kalbfleisch, pr. Psd. 70—74 Pfg., Hammelfleisch vr. Pfd. 60—84 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 5.0O—5.50 Mk., Zwiebeln per Ztr. 7,00—8,00 'Ulf., AUlch per ^itev 20 Pfg., Weißkraut per Stück 10—15 Psg., per Zentner 9)1 f. 0.00—0.00., Aepfel per Ztr. 8-15 Plk^ Birnen per Ztr. 8-20 Alk. Nüsse 100 Stück 30-40 Psg., per Ztr. 0—00 Mk., Zwetschen der Ztr. 4.00—5.00 Mk. Marktzeit von 8—2 Uhr. fc. Wiesbaden, 8. Okti. Heu- und Str oh markt. Angefahren waren 3 Wagen mit Hen und Stroh. Alan notierte: Heu, neues, 11.00—12.00 Mk., Stroh (Richtstroh), neues, 7.00 bis 7.50 Mk. Alles für 100 Kilo. Oktober — 4- 13,26 C. , = 4- 7,8'6. vertniscbtes. * Chinesische Schmuggler Fn feinem Lande wird die planmäßige Hinterziehung von Zöllen mit so großem Eifer und so aycrhter,gjinger Hingabe bctri.'ont, w': im großen Rticp' t.cr Mitte, fer El.mese, io wird in -nicm interessanten Aunatz Auszug a. ö. Stanöesamtsregiftern der Stadt Sieben. Aufgebote. Okt. 2. Jakob Becker, Lohgerber in Neukirchen, mit Elfriede Semmler in Gießen. — 4. Georg (Sari, Taglöhner, mit Elise Appel, beide in Gießen. — Georg Zacket, Sergeant, mit Ze Hanna " Schmitt, beide in ließen. — 5. Franz Ellerineter, Elektromonteur, mit Marie Stroh, beide in Gießen. — Ernst Laux, Monteur, mit Amalte Orth, beide in Gießen. — 6. Heinrich Bommeröheim, Mechaniker in Gießen, mit Sophie Kaltwasser in Wetzlar. llheschliehungen. Okt. 2. Wilhelm Menge, Garnier, mit Christina Hönig, beide in Gießen. — Magnus Becker, Kaufmann in Baden-Baden, mit Marie Schomber m Gießen. — Heinrich Bernhardt, Vizcseldwcbtt, \ mit Wilhelmme Balser, beide in Gießen. — Ludwig hüspett, Maschmeniormer, mit Marie Hartmann, beide in Gießen. — August Grämlich, Vorarbeiter, mit 'Marte Ruhl, beide in «tzreßen. — 5. Richard! Waldschmtdt, Leutnant in Straßburg t. E., mit Elfriede sZuhrmetster in Gießen. — 6. Georg Kühne, Zahnarzt m Wetzlar, mit Lina Schwalb m Gießen. — Tr. 'August Walther, Velermärarzt, mit Margarete Rubc, beide in Gießeti. Geborene. Sept. 26. Dem Schuhmacher Robert Mader eine Tochter, Maria Elisabeth. — 27. Dem Kellner Theodor Krause eme Tochter, Emilie. — 28. Dem Schlosser Wilhelm Wisker ein Sohn, Hcrinann Walter Wilhelm. — Dem Schneidermeister Karl Bender eine Tochter, Elisabeth. — Dem Bahnarbeiter Philipp Balser cm Sohn, Cito. — 29. Dem Großh. Hochbauaufseher Georg Bickel- Haupt em Sohn, Georg Reinhard. — Dem Fuhrmann Wilhelm Janisch ein Sohn, Wilhelm Johannck. — Okt. 1. Dem Schneider Albert Haibach ein Sohn, Walter Aiigust Karl. — Dem Installateur Heinrich Wahl eme Tochter, Johanna Mathilde Tlarie. — 5. Dem Prioatdozenten für Chirurgie Tr. August Brüning em Sohn, Wilhelm August. — 6. Dem Eisenbahiischlosfcr Otto Rausch ein Sohn, Otto Karl Friedrich. Gestorbene. Sept. 30. Konrad Ludwig Zrle, Lagernteister, 54 Jahre alt, Wolistr. 8. — Okt. 2. Paul Heinrich Jeschke, 5 'Dlonatc alt, Teufelslustgarlchen 5. — 3. Auguste Kümmich, 69 Jahre all, Löberstr. 19. — Emma Marie Eisinger, 5 fMlonatc alt, i'oiucn- gasse 13. — 4. Anna Slisanne Wasium, 3 Monate alt, Walltor- Ilraße 33. — 5. August Rödmg, Lokoniotwsührer P., 65 Jahre alt, Am Riegelpfad 20. — 'Margarete Bellof, geb. Körber, 75 Jahre alt, Rodhenner Straße 47. — 6. Georg Wolf, Kgl. Slatlonsassistent i. P., 70 Jahre alt, Neustadt 55. — 7. Dorothea Zoll, geb, 'May, 72 Jahre alt, Lönrengasse 28. ( Canaua E.B......186.10 Darmstädter Bank ... . 137.00 Deutsche Bank ...... 247.00 Dortmunder-Union C.-e.- . 83.20 Dresdner Bank . .e.- . 159.10 Tendenz: schwach. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Unsere Schulferien. Jit diesen Tagen haben die höheren Schulen den llttterricht wieder für 2 Wochen geschlossen, die getrennte Sommer- und Herbstferien haben, z. B. m Darmstadt, Worms u. a. m. Es ist dies der weitaus größte Teil der hessischen höheren Schulen. Unsere Kinder hier in Gi-'ßcn sind dagegen jcit nunmehr 2 Wochen wieder an der Arbeit, nachdem sie ihre Sommerferien mit 6 Wochen ohne Unterbrechung gehabt Haden, ll'/a Wochen angestrengtester Tätigkeit liegen vor ihnen bis zu den nächsten Ferien, den Weihmichtssericn; gilt es doch für Biele, den Eltern nicht die Weihnachtsfreude durch ein schlechtes Zeugnis oder eine ungünstige Mitteilung ber Schule über die Leistungen zu zerstören! Und nach den Weihnack tsfeiertagen, die kanin der Ruhe und Er l;olung dienen, kommt der letzte Teil des Schuljahres, an dessen Schluß darüber entschieden icerben soll, ob das Jahr für den Schüler erfolgreich war oder nicht, also erst recht eine Zeit der Arbeit. Wie viele Mitter klagen, daß der Sohn, die Tockster schon um Weihnachten herum feinen besonderen Appetit mehr zeigten, daß sie gegen Ostern matt und abgearbeitet seien. Warum, so hört man bann mit Recht so viele Eltertt fragen, müssen benn unsere Sommerferien hier tn Gießen im Gegensatz zu denjenigen fast aller anderen hessischen Städte so unpraktisch wie nur möglich liegen? Warum teilt man sie denn nicht, wie auch attderswo, in Sommer> und Herbstferien und kürzt damit dielangeWinter-Arbeitszeitum volle 4 Wochen? Wie ganz aitders nnirbe sich das Kind erholen, lvenn es im Sommer und int Herbst, also zweimal, ausgespannt werden könnte, während es bei den jetzigen Ferienverhälttlissen nur einmal sich erholen kann und in den beiden letzten Ferienwock)en zum Leidwesen der Eltern nicht weiß, was es vor Langeweile treiben soll. Und warum, so fragen wir weiter, sind berat alle die Schulen, Die vor Jahren noch die fünfwöchigen Sommerferien hatten, zu den getrennten Ferien Somme» und Herbstferien) nunmehr übergegangen? Tie obigen Gründe waren maßgebend dafür, das Wohl der Jugend einzig und allein. So ist der Wunsch nach einer Neuordnung nuferer Schulferien ein sehr berechtigter und allgemeittor. Ta nun die Frage einmal ernstlich in dem Vorwinter, ehe die Versammlungen uttd Vorttäge der verschiedensten Art das gefamtc Interesse für sich in Anspruch nehmen, in Angriff genommen und zu ernstlicher Aussprache gestellt werden muß, wenn die getrennten Ferien im nächsten Sommer überhaupt jebon zur Anwendung tonmen sollen, so wäre es notwendig, daß z. B. der Bürger verein, der in die Behandlung aller Fragen des öifcnUidten kommunalen Interesses out seine Fahne geschrieben bat, und um eine solckte handel: es sich hier, in einer Versammlung nach einem einleitcnben Rescrat und einer sich anschließenden Aussptache Großh. Regierung in einer Resolution bittet, bei den Ellcnk bet Schüler eine neue Umfrage ;u veranstalten, Da bin gebatb, ob 1. die diesigen Schulferien in 4 Woch-en Sommer unö 2 Wochen Herbslfer^n getrennt und 2. für bie Festlegung vielleicht bic entsprechende allgemeine ober die sog. Tarmstabter Crt^ raing da Tarmftadt in der Zusaii'.nieufetzung seiner Bevölkerung nach Berufen usw. ungefähr mit Gießen überein stimmt- berücksichtigt werden soll. Ties anzurcgcn, ist ber Zweck dieser Zeilen. Ein Vater. ^amiltCivZiacBrtctHen. Gebnrteit: Herrn RegierungSbaumeister Parow in Wetzlar ent Sohu. Verlobte: Fräulein Lina Weil in schotten mit i?cmt Jean Alt in GraS-Ellenbach. — Fräulem Sophie Sprenger in Miriori mit Herrn Karl Tuchardt in Alsfeld. — dräulei i Rost ■ Blumenfelb in Reustadt mit Herrn ZuliuS Heß in Düdelsheim. — Jränlein Martha Gumper; in Augsburg mit Herrn Julius Fürst s in TI ar bürg. Ver >nählte: Herr Oberlehrer Lahr in Alsfeld mit Fräulein Johanna Schnridt m Iben. Gest 0 rdene : Herr Hermann Zorn, Fran Elisabetl e Hofmann, beide in Hoch-Weifel. — Herr Heinrich Riemichneider in 'Ridda. — Herr Karl Schneider, Herr Joh. Schopbach IV., beide in Alsfeld. — Herr Rudolf Grein in Reibertenrod. — Herr Leonhard Döring m Sandlofs. — Herr Friedrich Müller, Frau Katharina Stuhl, beide m Wetzlar. — Herr Rar! Rücker in Bechlinaen. — Fräulein Johannette Haub in Oberbiel. — Fran Anna Margarethe Bamberger, geb. Becker, in Marburg. Die nach- A o r »7 f o sind am Sonntag. 10. Okt., nur von stehenden aavl L l v 12 Ihr mittag# bis 12 Ihr nachts für dringende Fälle sicher anzutreffen : (D*/,, Dr. Geyer, Selters weg 64. Dr. Wagner, West-Anlage 49. 3° 0 Portugiesen Serie I ■; 61*°9 3°,0 Portugiesen w III . I'/t’/j ross. Stnatsanl. 1905 99.15 4* ,°;6 Japan. Staatsanleihe £5.90 4°/e Coiiv.Türken von 1903 94«20 Türkenlose 4°/0 Griech. Monopol-Anl. . ^*9“ 4°/0 äussere Argentinier <. 89.20 3°/„ Mexikaner . ... 66.00 4'/,°/, Chinesen . 99.40 ... Aktien: -- Bochum Goss .*.♦ .vr: 250.00 Buderus E. W. *♦. ■ . • . - . 117.90 Tendenz: schwach. 744,5 12,3 ; 10,0 744,6 12.2 1 10,3 748,0 ~ Oktober 1909 Baronieler auf 0" redtizierl Lemperattir der Lust Slbfollite Feuchtigkeit Sielalive Feuchtigkeit Q 1 A s a Weller ItWVSO MU Plockstrasse uiunann - Sonntag geöffnet von 2—6 Uhr. — •rf: K W MsMK ivq.amNr- ff ff li Zuerft kommt Palmona, denn sie ift reine Pftanzen-Butter-Margarine, ersetzt die unerschwinglich teure Kubbutter vollkommen und übertrifft alle anderen Fette an Reinheit und Wohlgeschmack. H. Scblindt & Cie. H.-O. RUdnige Produzenten von - Palmin» und •Palmona» Lonnerätaa den 14. Oktober 1909, vormittags 11 Uhr, soll int Garmsonlazarett Gießen die Lieferung der für die Zett vom 1. November l'JOO bis 31. Oktober 1910 ersorderüchen Kartoncln verdungen werden. Die Bedingungen können wahrend der Dienst stunden int Geschäftszimmer des Lazaretts eingeseben werden, und mässen vor Beginn des Termins durch Unterschrift anerkannt sein. GrofchcrzoglicheS Garuisonlazarctt. Amtliche Bekanntmachungen. Bctr.: Feldbercrnigung in der Gemarkung Gießen links der Lahn, I. und II. Teil. In der Zeit vom 13. bis einschließlich 26. Oktober 1909 liegen in der alten Gewerbesäiule zu Gießen, Asterwcg, folgende Akten zur Einsicht der Beteiligten offen: I. Akten über Ordnuitg der Rechtsverhältnisse für: a) Gemarkung Gießen links der Lahn I. Teil das topogr. Gütervcrzeichnis, das alphabetische Namensverzeichnis, sowie das Verzeichnis der neuen Unterpfänder; b) für die zngezogenen Teile der Gcnrarkungen Wißmar, Launsbach und Wies eck je ein topogr. Güterverzeichn.is und alphabet. Namens-- Verzeichnis. II. Akten des III. Abschnitts (Bildung der Ersa Grundstücke) für den Bezirk Gießen links der Lahn II. Teil, nämlich für Gemarkung Gießen: 18 Zuteilungskarten, 3 Bände Gütergeschosse nebst Zusammenstellung, 3 Bände Zutcilungsverzeichnisse, das Obstbaumverzeichnis und Lbstbaumgejchoß. III. Akten des II. und III. Abschnitts (BesitzstaitoSaufnahme und Bildung der Ersatzgrundftücke- für die zum Verfahren Gießen links der Lahn II. Teil zugezogenen Teile der Gemarkungeir Klein-Linden, Wies eck und Heuchel Hein;, wie: Besitzstaitdsverzeichnisse, Bonitierungsblätter, Zuteilungskarteit, Gütergefck>osse nebst Zusammenstellung und Zuteilungsverzeichn isse. Termin zur Lntgegetmahme der Einwendungen hiergegen findet daselbst Mittwoch den 2 7. Oktober 1909, vormittags von 9—10 Uhr, statt, wozu ich die Beteiligten mit dem Anfügen etnladc, daß die Nichterschemenden mit Emwendungen ausgeschlossen sind. Die Einwendungen sind schrifttich eiuzureichen und zu begründen. Termin zur Vorzeigung der neuen Grundstücke an Ort und Stelle sindet Donnerstag den 21. Oktober 1909 statt; Zusammenkunft hierzu vormittags 8Vs Uhr am Ende der Stadt auf der Straße nach Leihgestern. Friedberg, den 7. Oktober 1909. Der Großherzogliche Feldbereinigungskommissär: Schnittspa hn, Großh. Krcisamtmann. Betr.: Feldbereinugung in der Gemartung Ooer-Widdershcim. Zn der Zeit vom 12. bis einschl. 25. Oktober 1909 liegen auf dem Amtszimmer Großh. Bürgermeisterei Ober-Widdersheim die Akten 1 Band topographisä>es (ffüterverzeichuis, 1 Band alphabetisches Namensverzeichnis, 1 Band Auszug ans dem Hypothetenbuch, 1 Band Verzeichnis der neuen Unterpfänder zur Einsicht der Beteiligten offen. Einwendungen hiergegen sind bei Meidling des Ausschlusses mäljrenb der oben genannten OfsenlegungSfrist schriftlich bei Großh. Bürgermeisterei Ober-Widdersheim vorzubringen und zu begründen. Bübingen, am 4. Oktober 1909. Der Großherzogliche Feldbereinigungskommissär: ________________Dr. 6)001-13, Negiernngsassessor._________________ Betr. : tiejuu) des Vereins „jtunaria" >ur Gieren und Umgegend in Gießen um Genehmigung zur Veranstaltung einer Verlosung. Der Verein „Kanaria" zu Gießen beabsichtigt, anläßlich seiner am 4., 5. und 6. Dezember 1909 stattsinden- den Lvlalausstellung eine Verlosung von Kanarienvögeln, Käsigen und Gebrauchsgegenständen zur Zucht abzuhalten. Wir haben die nachgesuchte Erlaubnis zur Veranstaltung dieser Verlosung unter der Bedingung erteilt, daß nicht mehr als 1000 Lose zu 30 Pfg. das Stück ausgegebcn werden dürfen, und mindestens 60 Prozent des Bruttoerlöses nach Abzug des Reichsstempels aus dem Verkaufe der Lose zum Anians von v,cwinngegenständen zu verwenden sind. Zugleich ist der Vertrieb der Lose im Kreise Gießen gestartet worden. Gießen, den 5. Oktober 1909. GroßherzoglicheZ Kreisamt Gießen. J.P.: Welcker. bis in ‘iJJ1’» nur voa Lht ““ehts g 64. ID9/,, ßge 49. mit 2q ,t S ro non|eut, i 'n 9iai)eii.5jnben nut ' Suöivifl ftüspej be'de in (§ieW 11 öltaubutg I. (f 3 ^5* ** 't-n. i) üJlüHer C Wetter sklober = -j- 4. 196.6 12. Oktober. lSS14/o) 91.40 976.00 MlytMM icn. Jed. Himmel Led. punmd Regen 13,26 C. 7,8’C. ' 137.« ' 247.01 ,'1M Prospekte durch die Schulleitung: GanS. Anmeldungen täglich 11—12 Uhr vorm. int Schulgebäude. uermittago 11 Ubr, erberew Homberg, den 8. Oktober 1909. Großh. Obersörsterei Homberg. Berkaus von Fischen. Das Ergebnis der im Oktober oder November ftattfinbenben Ä^tsfischung von zwei etwa 4 km von Station Homberg lOberhcssen» entfernten Teichen, geschätzt auf 80 bis zu 1 kg schweren Karpfen und 8 gleichstarken Hechten soll auf dem Submtsstonswege vergeben w'-rden. ilHit entsprechender Ausschrift versehene Offerten werden , bin zum Eröffnungstage derselben, Samstag den 2:i. Oktober, Lergebllllg ioi Mmtionsarlidttii. Für Feldbereinigung Gießen, links der Lahn, 238.00 29.60 89.10 493.00 germeijier, 54 Jahre al' Jeschke, 5 Monate alt, lummich, 69 Jahre alt, 5 Monate alt, i'örotn- 3 Monate alt, WM- lviiihrer i. P., 65 Jahn lloi, geb. Köroer,75Jahn lioli, Kgl. CtationsäMens orokhea M geb, Mar «sberichte )D der Bank Für Bandd 15S6D« »loben 115 ns.« Handeisfacbschule für Mädchen Frankfurt a. 31., Schwänenstraße 8. Das Schuljahr 1909 10 sHerbstansnahmet beginnt am ® rt Mader eine Sodjkr, dor Rrauie eine Tochter .rcc enm ^ohn, Hermaiei ‘t|iec Ravi Sender eine >« Philipp Äalser em »aus,eher Georg Bickel- !»' Fuhrmann Wilhelm " Lkt. 1. Tcm Lchneidet Hilft Karl. - Tem In- ahauna Mathilde Marie Tr. August Äruuing ein bahujchlosjer Cito Raulq kllC Übel) i" -nx (y ' Submission. Für die Klinik für psychische und nervöse Krankheiten !Oll die Lieferung von: 400 Ztr. ausgelesener Speisckartoffeln, 6 Ztr. Tafeläpfeln - auf dem Wege der ösfentttchen Submission vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen liegen an den Wochentagen, I i«chmittags 3—5 Uhr, auf dem VecwaltungSbureau offen. .Ugebote unter Anschluß von Proben sind verschlossen und mit entsprechender Ausseyrift versehen bis,&um Eröffnungs- rinnine: Samstag den 23. Oft. mittags 12 Uhr , auf dem Verwaltungsbureau einzureichen. B9/10 Der Zuschlag erfolgt bis zum 30. Oktober 1909. Gießen, den 8. Oktober 1909. I ^coßherzogliche Direktton der Klinik für psychische und nervöse Krankheiten. Sommer. ::bei uns einzureichen. Die Eröffnung der Angebote er- scolgt um die angegebene Zeit in Zimmer Nr. 2 und in iLegenwart etwa erschienener Bieter. Zuschlagssrist drei Lochen. B9/10 Gießen, den 7. Oktober 1909. Großh. Kulturinspcktiou Gießen. II_________________H. Steinbach. ieI. infaup .<«* le.'S „Me ß'® 1. Llo.d • • ( , .M iiilvss. ' ' ' I LiesttWs-PcMöW. Für die chirurg. Univ.-Klinik in Gießen soll auf dem Ä-ege öffentlicher Ausschreibung die Lieferung von: 10 Ztr. Tafeläpfeln, 500 Ztr. Kartoffeln, 10 Ztr. Zlvic beln, 8 Ztr. Roterüben, 2 Ztr. lveißen Rüben, 10 Ztr. gelben Stuben, 3 Ztr. unterirdischen Kohlraben, 3 Ztr. Meer- 'eitid), 30 Ar. Weißkraut, 20u Stücr Rotkraut, 200 Stück Sellerie, 200 Stück Lauch vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen liegen an den Werktagen non 3 bis 5 Uhr nachmittags auf dem Verwaltungsbureau offen. Angebote, verschlossen uno mit entsprechender Aufschrift versehen, fint) mit den Mustern bis zum 2 2. L M., mittag? 12 Uhr, abzugeben. Die Zuschlagsfrist beträgt 8 Tage. B9/10 Gießen, 6. Oktober 1909. Großh. Direktion der chirurg. Univ.-Klinik. 'm. Labmeyer. -.'M jz. Srbockert. •.••20äiyj eilet Ber^werK . • 210,fl ^cbenBeirg?ktl13a71 irg.Amenk. PaKetI M ier Bergwerk-..... lütte • ' 101.01 Doyd : L-; 110.® bles. Eisen-Indastrie er Handelsges. ■ • -• trätet Bank *. •he Bank ■ - •h-Asiat' Bank ^-Kommandit ner Bank1’ - • ' »W apnbabn -•" rdbabU ' ■ '''" 210. ard.Ei$eubabn 13. und 14. Oktober d. Js. GallusmarktGrünbkrgi.H. HoteB zum Slirsc^. Zum Gallusmarkt findet am Mittwoch den 13. ds. Mts. ein Essen (Table d’höte) Konzert statt. Beginn des Essens um 1 Uhr. Abends 8 Uhr: äSall im Saal. Wohlgepflegte Weine, prima Biere, vorzügliche warme und katte Spetsen, xss* Für Unterhaltung ist bettens gesorgt. "SC "ML Zum Besuche ladet ergebenst ein (5605 Freitag den 15. 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