05 Die heutige Nummer umfatzt 10 Selten. 80 cbm Nutzinhalt aus f khend auS 1700 m Rohr« Durchmesser aus Gubröhni, ndnslrie-Äussenrötiren s« von 20 mm Ducchmck Bezugspreis: monatlich 7b vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- iu Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePostAtk.2.—viertel- jahrl. auöschl. Bestellg. Zeilerrpreis: lokal 15Pst auswärts 20 Pfennig. Verantwortlich für den politischen Teil: E. Anderson; f. Feuilleton und .Vermischtes' K. Neurath; für.Stadt u.Lcmd" und.Gerichts» KoUtLjche LagesZevatt. Sitzung deS Zenlralvorslandes. ift — Das Ende des Jenaer Karzers. Die Tage des alten Universitätskarzers am Teichgraben sind gezählt. Tas ist eine Nachricht, die manchen alten Jenenser Studenten schmerzlich berühren wird, knüpfen sich doch iur Viele daran unvergeßliche Erinnerungen — sei es, daß sie dort selbst jugendliche Missetaten sühnen mußten oder schuldigen Kvmmi- litonen das Geleite gaben. Gar ost ist dies unter dem Schutze der akademischen Freiheit mit eindrucksvollen Temonstrationen verbunden gewesen. Nachdem die Universität ihr neues Heim bezogen hat und das alte die städtische Oberrealschule ausnehmen wird, soll jetzt das Anawmiegebäude am Teia-graben vergrößert werden. Während der Bauzeit wird der Karzer zur Unterbringung von Präparaten usw. benutzt und nach dieser „Entweihung" höchstwahrscheinlich ganz von der Bildfläche verschwinden. Es ist aber dafür gesorgt, daß auch spätere Geschlechter sich noch eine Vorstellung von denr Leben und. Treiben in diesen „heiligen.Hallen" eine Erstellung machen können. Bereits, hat sich das jtzäptische Aehrenthal aufrichtig seinen Teil zur Erzielung einer Verständigung beitragen wolle. Serbien, welches durch den Verzicht auf seine ungerechten Forderungen die Sympathie Europas wieder gewonnen habe, sollte die Interessen Oesterreichs in Erwägung ziehen." Unbegreiflich ist es nach allem, wie man jetzt von Rußland aus weiter Hetzen kann. Tie „Nowoje Wremja" sucht die Verantwortung für die Erhaltung des Friedens auf dem Balkan auf — Deutschland abzuwälzen. Tos Blatt erklärt, nachdem eine ganze Anzahl von Preßorganen sich gegen die bedingungslose Unterstützung der österreichischen Politik ausgesprochen hätte, müsse auch die deutsche Negierung ihre friedliche Gesinnung durch die Förderung des Könferenzgcdankens bekunden. Nur dadurch könne der Krieg abgeweiidet werden. — Echt russische Logik! "wart der etwa erschienenen >otbei)Qlten. Zuschlagsfrist tkitmiiiMti iedeitung für die Gemeinde eiten und Lieserungen sollen ich Losen getrennt oder auch [BS bc§ Kreises Gießen, ileiich. Solovorträgen seine große glänzende Technik. In der Konzert-Paraphrase über den Straußschen Fledermaus- Walzer entlockte er dem Flügel eine ganz erstaunliche Tonfülle. Und das Wunderbarste war, lvie er die verschlungenen Fäden dieses Wertes doch immer wieder entwirrte. Es gehört eine ganz eminente Technik und ein sicheres Gedächtnis dazu, um die Tonmassen so zu bändigen, wie es der Künstler gestern tat. Sehr feine Leistungen bot auch Herr Schüttler (Violine) gestern namentlich in den beiden Trios für Gesang, Violine und Klavier. Sein Spiel zeigte hier eine Zartheit des Tones und ein tiefes Empfinden. Von seinen Solovortrügen gefiel mir recht gut Die Canzonetta von Godard, Die dritte Solistin des Abends war Frl. Stammler. Sie entwickelte zunächst in der italienisch und auswendig gesungenen Arie aus Semiramis ihr ganzes reiches Können. Besser noch gefiel mir die Sängerin in den kleineren Liedern und besonders in den schon eben erwähnten Trios. Es war alles in allem ein schöner, genußreicher Abend. Tem Bauerschen Gesangvereine aber, der sich durch seine wirklich vorzüglichen Leistungen einen so hohen Rang im Konzertleben unserer Stadt errungen hat, kann man nur von Herzen wünschen, daß es ihm vergönnt sein möge, auf der bisherigen Bahn fortzuschreiten, sich selbst und allen Musikfreunden unserer Sladt zur F^eu^e. -n. Museum für Ortsgeschichte dieser Sehenswürdigkeit angenommen; sie aber von einem Kenner noch zum Gegenstand besonders eingehenden und liebevollen Studiums gemacht worden und wird demnächst in Wort und Bild im Druck erscheinen. Die Herausgabe dieses interessanten lkapitels aus der Geschichte der thüringischen Hochschule zu ihrem 350 jährigen Jubiläum hat sich nicht ermöglichen lassen. Während des „^ntertegraunä" wird ein provisorischer Karzer im alten Schwarzichen Hause am Fürstengraben eingerichtet werden. — Wer war Ibsen? In der 19. Auflage von Doktor Wilhelm Reuters „£iteratur£unbe für hö Here (?) L e hra n st a l- ten, Lehrerbildungsanstalteen" (?) usw. (Herdersche Verlagshandlung, Freiburg i. B.) finbet sich, wie die „Franks. Ztg." konstatiert, unter den ausländischen Tichtern (nach Alphabet und Nummern geordnet!) unter Nr. 19 über Ibsen folgende biographische Notiz: „Ibsen (1828 bis 1906), ehemals Theater- Dircftor in Bergen und Christiania, brachte in seinen Tixunen „Die dü ste r e Gesellschaft"', „Oäora", „Gespenster", „Wildente" den Darwinismus auf die Bühne." Sind sie in der Tat nicht eine „düstere Gesellschaft", diese darwinistischen Gespensterdiäster? Und kann man es einem ultramontanen ,Lite- rarbiswriker" verdenken, wenn er sich nicht groß durch ihre Lektüre aufhalten laßt? — Curt Aram hat einen neuen humoristischen Roman „Ter Hageswlze" vollendet. Er wird in dem soeben erschienenen dritten Heft der Monatsschrift „Nord und Süd" zum ersten Male veröftentlicht. — Kleine Chronik aus Kunst und Wissenschaft. Tie Buchausgabe von Gerhardt Hauptmanns ,Griselda" ist soeben in schöner Ausstattung bei S. F i s ch e r, Berlin erschienen. Tas Werk hatle bei seiner Uraufführung in Berlin am Sonntag einen sehr freundlichen Erfolg; bei der Aufführung in Wien, die gleichzenig stattsand, war der Beifall gemischt. — Die Exvedilion zur Errichtung eines ürologischen Observatoriums auf dem Pik Teneriffa ist von H a m b u r g abgefahren. Mitglieder des internationalen Kommission für wiffenschaitliche Lustschis- auf der Reise nach Teneriffa, um dort Luftballons zur Erforschung der Lu'ftrömung in den Passat-Regionen steigen zu lassen. — Ten Gebrüdern Wilbur und Orville Wright ist von der ü n d)_e n e r Technischen Hochschule die Würde eines Doktors der technischen Wissenschaften ehrenhalber verliehen worden. Tie kgl. Akademie der Künste zu Berlin hat ben um die gesunde Entwicklung de > hessischen Hochbauwesend und um die Wiederherstellung des Wormser Tomes verdienten Geheimen ^berbaurat Prof. Karl Hofmann in Darmstadt zu X&rem, auswärtigen Mdentlichen Mitglied gewählt. bildungswesens, von dessen Ausbau er sich bedeutendere Erfolge verspricht als von den meisten wirtschaftspolitischen Maßnahmen im Interesse des Mittelstandes. Ter Eindruck der Zurückweisung des konservativen Borstoßes gegen die Sozialpolitik durch die beiden Liberalen machte sich nicht zuletzt im Lager der Rechten geltend, Herr Malkewitz juchte zum Schluß die Bedeutung seines Pronuciamentos erheblich abzuschwüchen. Aber der Versuch mißglückte so ziemlich. 9lod) ein paar polnische Klagen Über die Boykottierung der polnischen Gewerbetreibenden durch den Ost- markenverein, dann machte inan für diesmal Schluß. Am Montag geht die Debatte weiter. Im preußischen Abgeordnetenhause trat am Sonntag den 7. März der Zentralvorstand der Nation al- liberal en Partei zu einer Sitzung zusammen. Tie Sitzung war außerordentlich stark besucht. Zunächst, fanden einige Zuwahlen für den geschäftsführenden Ausschuß ftaU. Es wurden gewählt die Herren Prinz zu Schönaich-Carolath, Mitglied des Reichstags und des preußischen Herrenhauses, Reichstagsabgeordneter Dr. Heinze und Rechtsanwalt Dr. Hermann Fischer-Köln. Tann wurde der Jahresbericht -des geschäftsflihrenden Aus- ~ ' daran fand eine aus- Serbien. Tas serbische Doppelspiel dauert fort und von einem diplomatischen Rückzüge Serbiens kann man nach den neuesten Meldungen doch nod) nicht sprechen. B^eichnend für die augenblickliche Lage ist es, was zwei serbische Minister einem Redakteur des Neuen Journals erklärt haben. Beide Minister erklärten die Meldung, daß Serbien auf alle Nnnpensationen und Forderungen verzichte, sei eine ordinäre Lüge, die in durchsichtiger Absicht lanciert worden sei. Serbien habe mit Oesterreich-Ungarn überhaupt nichts zu verhandeln, sondern verlange, daß Europa über den Konflikt sein Urteil fälle. Wie General Jzvonono meldet, habe der Kriegsminister Zivkovic erklärt, Serbien denke nicht daran abzurüsten und werde dies auch bann nicht tun, wenn es ganz Europa fordern sollte, denn die serbischen Rüstungen batten nur einen defensiven Charakter. Am Samstag haben übrigens in zahlreichen Städten Serbiens Meetings stattgefundcn, auf denen gegen jeden Rückzug bezüglich der serbischen Forderungen energisch protestiert wurde. Bei den Versammlungen, die einen kriegerischen Charakter trugen, beteiligte, sich auch das Militär. Nach Informationen des österreichischen Reichsratsabgeordneten Dr. Sylvester, die er im Salzburger „Volksblatt"' veröffentlicht, gehen gegenwärtig in Bosnien serbische Agitatoren von .''3aub zu Haus, um die dortige Bevölkerung zu Putschversuchen aufzureden, die st'ir das Frühjahr zu erwarten sind. In vielen Häusern Bosniens seien Dynamit und Handbomben eingelagert. Die serbische Agitation bezwecke die Bandenbildung im Innern des Landes, welche dann den an der Grenze ßehenden Truppen in den Rücken sollen sollen. In Belgrad selbst foll riesige Aufregung herrschen; im Offizierskasino sei es zu erregten Szenen gekommen. Man nehme dort Stellung gegen die Haltung des Königs. Tie Stellung des Ministeriums sei erschüttert. Ter „Politika" zufolge hat der Finanzausschuß der Skuptschina neben dem außerordentlichen Rüstungskredit von 33 Millionen die Erhöhung des diesjährigen Budgets des Kriegsministeriums um 15 Millionen Dinars bewilligt ; diese 15 Millionen Tinars sollen durch einen 30proz. Steuerzuschlag gedeckt werden. Eine weitere Illustration der gegenwärtigen Lage auf dem Balkan gibt das montenegrinische Amtsblatt. Es bespricht in einem Leitartikel das Uebereintomincn zwischen Oesterreich-Ungarn und der Türkei und sagt: Wir überlassen den Mächten das Urteil, ob es einem Attindatar gestattet ist, sich das, was ihm anvertraut worden ist, anzueignen. Die Mächre haben auf dem Berliner Kongresse Oesterreich-Ungarn Bosnien und die Herzegowina zur Verwaltung anvertraut, zu einem Zeitpunkte, in dem diese Provinzen ein Streitobjekt zwischen ben serbischen Fürstentümern unb ber Türkei belbiten, nwdurch' also dieser Streit unbeenbigt blieb. Jnfolgebessen ist nach beni erzielten Uebereintommen zwischen Oesterreich-Ungarn unb der Türkei an ben Platz bet Türkei in diesem noch nicht beendeten Streite gegen die serbischen Staaten Oesterreich-Ungarn getreten unb ist baher burd) bieses Uebereintommen nicht Eigentümer ionbern nur eine Partei gegen bic serbischen Staaten geworben. Gegenüber bieser oben gekennzeichneten Loge in Montenegro unb Serbien ist es gerabezn bewundeentwert, welche Ruhe unb Mäßigung Oesterreich an ben Tag legt. Als ein Beweis für bie friedlichen Absichten Oesterreichs kann es gelten, baß der österreichische Gesandte in Belgrad Auftrag erhalten hat, ber serbischen Regierung mitzuteilen, baß bic österreichische Regierung wegen der Haltung Serbiens in ben letzten Monaten nicht in ber Lage sei, ben Handelsvertrag mit Serbien der parlamentarischen Erledigung zuzuführen. Um aber einen Beweis seiner Friedensliebe 3it geben, sei Oesterreich bereit, falls Serbien dem Rate der Mächte Folge leiste, seine Politik hinsichtlich der Annexions- frage ändere unb in Wien offiziös zur Kenntnis bringe, mit Oesterreich friedliche und freunbnacyvaruche Beziehungen unterhalten zu wollen, über die Handels unb Verkehrsfragen mit Serbien in Unterhandlungen einzutreten. Nun liegt es allein an Serbien, auch Oesterreich im Interesse des Friedens entgegenzukommen. Tas findet selbst der Pariser „Temps". Tas Blatt schreibt: „Man dürfe darin weder ein Ultimatum, rwch eine Drohung, noch eine Falle erblicken. Es scheine vielmehr, baß Baron von Tann wurde der Jahresbericht -des ai schufses antgegengenommen. Im Anschluß gtebige Aussprache über die Wahl in Alzey-Bingen statt. Von einem Verterter dieses Wahlkreises ivurde. hervvrgelwben, baß ein Eintreten für Korell wegen seiner politisclien Skrupellosigkeit unb ber bestimmten Erklärung, an der Zerstörung des Blockes arbeiten zu wollen, unmöglich gewesen sei. And) habe Korell entgegen feinen früheren Erklärungen der Sozialdemokratie vor ber Stichwahl einen Revers ausgestellt, in dem er sich gegen jede Erhöhung der iiibircften Steuern verpflichtete. Trotzdem man bic Schwierigkeiten, bie in dec Person bc3 Herrn Korell lagen, von allen Seiten anerkannte, bebauertc ber Zentralvorstand den noch aus prinzipiellen Gründen die Ausgabe ber Stichwahlparole für ben Zentrumskandidaten und den Mangel an Disziplin, der bei diesem Anlaß gegenüber ben rechtzeitig und dringend geäußerten Wünschen des Geschäftssührendcn Ausschusses ber Ge- samtpartei unb des Landesausschusfes ber Nationalliberalen Lau- despartei in Hessen zutage getreten ist. Dann rcanbtc man sich ber Erörterung der Reichsfinanz re form zu. Tie Besprechung ivurde eingeleitet burd) ein in seiner Knappheit ungemein übersichtliches Referat des Abg. B a s - s c r m a n n , ber die Spezialfrage ber Finanzreform in den großen Zusammenhang innervvlitischer Enlwickelungsmöglichkeiten rückte. Nach ihm erörterte Gcdcimrat Paasche das Problem nod) von ber mehr steuertechnischen Seite. An die b eiben Referate schloß ^beiten8 leintet"« oerq5n N=. ^enbotn 9 enroctbcn< aus Mann»- -LE 'teinberg. *«**3C5$ *5™ lsegm auf bem . Angebotsuntel. den. E versehenen Angebote »ormittags 11 Uhr vüuerscher Gesangverein Sieben. Die Feier des 45. Stiftungsfestes des Bauerschen .Gesangvereins hat weiteren Kreisen unserer Stadt wieder ; einmal Gelegenheit gegeben, diesen prächtig geschulten - Männerchor singen zu hören. Was man hier immer aufs : neue bewundern muß, das ist die straffe — ich möchte sagen •-7 musikalische Disziplin, die in diesem Chore herrscht. ■ Diese Disziplin ist es wohl in erster Linie, die ihn befähigt, Hn seiner Art etwas Vollendetes zu leisten. Mit welcher 'Lust unb Liebe hier jeder Einzelne mitsingt — man sieht ,eä den Sängern ordentlich an. „In Friede und in Streit — ein Lieb ist gut Geleit." So lautet ja auch ber Wahl- Spruch des Vereins. Frisch unb froh entquillt der Ton ^öer Kehle. Da ist nichts von schüchterner Unsicherheit zu merken; da weiß jeder, was er will unb. kann und wie er sich der Gesamtheit einzufügen hat. Aber es ist auch be- ivundernswert, wie der Dirigent .dieses Männerchores, Herr Görlach, seine Sänger in der Gewalt hat. Ohne große Geste, schlicht, bescheiden unb natürlich. Eine leidyte Hand- .'ewegung, und der Chor, der eben noch fein Fortissimo durch den Saal brausen ließ, senkt sich zum leisesten Pia- aiffimo herab. Und wie der Ton ausklingt — wie zart. Die weich und wie rein. Was mir in dem gestrigen Konzert des Bauerschen Gesangvereins ganz besonders gefiel, bas war zunächst der vunderhübsche Reigen „Im Busecker Tal". Sehr schön ivur- -en bann ferner in dem Liede „Jlt die Heimat" die Stellen .Won Hause", „nach Hause" und „zu Hause" wiedergegeben. Zn jedem Verse anders, unb. so fein charakterisiert und icbgetönt und ber Stimmung angepaßt. Dann kam das ..Kartnerg'müat" von Koschat, dieses allerliebste Lied vom Äakel und dem Nannerl. Tas war prächtig gesungen. Nicht minder großen Beifall rief das mit sehr viel Empfindung «orgetragene „Slavonische Ständchen" von H. Jüngst. Es mußte auf stürmischen Wunsch wiederholt werden. Tas Schönste dieses Llbenbs aber war wohl der Chor mit Klavierbegleitung „Barbarossa" von F. Jacobs. Ein Tongemälde uon höchstem Farbenreiz. Und wie fein pointiert war auch hier wiederum der Vortrag. Die Klavierbegleitung war in ausgezeichneten Händen. Herr Hahn entwickelte hier ebenso wie in seinen drei unterlagen liegen auf br )[§ Zimmer Nr. 24 * rden daselbst Angebots 'geben. fjtyift versehenen Angm vormittags 10 Ufa, XL lenwati btt etroa erschienenen Vorbehalten. W* M Kreiste Ziehen. Stimmungsbild aus Oem Reichstage. Berlin, 6. Marz. Auch heute itod) nahm bieneueFernsprechgebühren- o r b n u n g einen breiten Raum in ber Beratung bes Postetats ein. Es kamen bie Aiinberheilen ber Parteien auf ber rechten Seite zum WM, bie zum Teil in Vertretung stäbtischer Jn- tereh'cn zum anbern Teil besionbers vom Stanbpunkt bes gewerblichen Mittelstandes Bedenken gegen bie Vorschläge ber Regierung erhoben unb ihre Aenberung in bem schon in ber bisherigen Beratung gekennzeichneten Sinne verlangten. Es waren bas bet konservative Abgeordnete für Potsdam Pauli und ber Reichsparteiler Linz, ber bic Jnbustriestädte Elberfeld unb Barmen vertritt. Auf ber anderen Seite äußerten bie hessischen Abgeorbneteu Graf O r i o l a unb Herzog nod) weitergehenbe Wünsche für bas platte Laub, in ber Hauptsache in ber Richtung ber Bilbung von Kreis- unb Vezirksnetzen, wofür aber Herr Kraetke wenig Gegenliebe betunbete. Neues würbe von keiner Seite vorgebracht, unb im großen unb ganzen steht bas Sck)icksal ber Vorlage fest. Ter Staatssekretär durste refumierenb seiner Befriedigung über bie in biefem Umfange wohl auch von ihm nicht erwartete Zustimmung bes Reichstages Ausbruck geben. Auch bie anberen Themata hatten sich im Laufe ber viertägigen Aussprache erschöpft. Von Nebnem verschiebener Parteien würben nod) Einzelwünsche vorgetragen, zum Teil auch bringenbe Beschwerben erhoben, so vom Abg. K o p s ch über bie unzulässige Verwenbung amtlicher Formulare bei ber Stichwahl in Bingen-Alzey, unb bas gestrige Renkontre zloischen Dr. Struve unb Kraetke fanb nod) ein Nachspiel in einer scharfen Wahrung ber Stellung ber Volksvertretung burd) ben Parteifreunb bes Tr. Struve, ben Abg. Gothein. Tann würbe bas Gehalt bes Herrn Kraetke bewilligt unb ber Postetat zu einem großen Teil erlcbigt, wobei man aber wegen ber schwachen Besatzung zweifelhafte.Abstimmunaen auf einen günstigeren Zeitpunkt verschob. ________________________ Stimmungsbild aus dem preuh. Abgeordnetenhaus. Berlin, 6. März. S o z i a l p o l i t i k u ir b M i t t e l ft a n b s f r a g e n, zwei Themen also, die miteinander großenteils identisch sind, beherrschten am Samstag beinahe ausschließlich bie Debatten des Abgeordnetenhauses. In ber allgemeinen Aussprache zum Titel „Ministergehalt" rückte ber Konservative Malkewitz mit einem bemerkenswerten Angriff auf bie Sozialpolitik des Reiches heraus, in ber er eine allzuschwere Belastung vornehmlich bes gewerblichen Mittel- stanbes erblickt. Ter Rebner, ber im Namen unb unter ber lebhaften Zustimmung seiner Partei sprach, brachte im übrigen nicht viel mehr als bic alten Klagen über mangelnde Berücksichtigung des Handwcris bei behördlichen Lieferungen vor, Klagen, deren teilweise Berechtigung auch von liberaler Seite anerkannt wurde. Aus dem Lager der Linken sprachen, nach einer melyr ausführlichen als schlüssigen Verteidigung unserer Handelspolitik durch den Zerctrumsredner Trimbom, der Nationalliberale Schröeber-Kassel und ber Volksparteiler Tr. Crüger. Beibe traten ber Abneigung ber Rechten gegen ben weiteren Ausbau unserer Sozialpolitik mit Nachbmck entgegen, unb beibe gingen ausführlich auf bie Wünsche unb Beschwerben bes Hanbwerks ein. Ter Freisinnige begrüßte mit besonderer Anerkennung bie Bestrebungen ber Regierung auf bem Gebiete bes Hanbwerker- sich eine angeregte Diskussion, in ber das Vertrauen zu der von ber Fraktion verfolgten Politik auf allen Seiten 5um Ausbruck kam. Nach Schluß ber Sitzung vereinigten sich bie Mitglieder des Zentralvorftandes mit anderen Parteimitgliebem zu einem Mahle im Hotel Adlon. Deutsches Ueich. D'er Kaiser, der am Samstag abend von feiner Reise nach Wilhelmshaven in Berlin wieder eingetroffen war, hat gestern mittag bie Kaiserin von Rußland am Schlesischen Bahnhof begrüßt. Ter Kaiser, der die Uniform des Petersburger Garderegiments König Friedrich Wilhelm III. mit Tscha'cow trug, überreichte der Kaiserinwitwe einen prachtvollen Blumenkorb und begleitete die Kaiserinwitwe in ihrem Sonderzuge bis Charlottenburg, wo er sich verabschiedete. Die Kaiserin von Rußland reiste hierauf nach London weiter. Die diesjährigen Kaiser Manöver finden vom 13. bis 17. September zwischen Rothenburg ob der Tauber und Nördlingen statt. Präsident Castro wird Entze März von Dresden nach Wien übersiedeln. tci»ÄT Mar; • «• in ben W“ ve §d°lz EK,stS-^ Meldurchni'' 1 , 1 « " 23.6b ° SS#* °'46 ' p-ls'^K mit U|lt’ h 9!r. 56 Erstes Blatt 159. Jahrgang Montag 8. März 1909 Ter Gießener Anzeiger je»®®* a _ erscheint täglich, außer CB »Gletzener Anzeiger kür die Redaktion 112, i 2» General-Anzeiger für Gberheffen Annahme van Anzeigen V 1 • 1 ! bis !ornüttaA"9^uhQ Sofafionsbrud und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und rtef-dnttkerei n. *ange- rreda*tion, Expedi"^n und Druckerei: Schulstratze 7. A°zeigenteü?H."Eck. Ausland. ur die 6.SL H. der Großherzog F o r st p e r f o n a l i e n. dem Ministerium de» hoben dem Mimftenalsekxelär bei ol la riditcr- u n d d e 2 älteste Cr* icinm M Lurmag Oes (Baues Hessen. eh. (Mi i e ß c n , 8. März. Der kürzlich gegründete , Salta- Klub* Dftaniialiek einen Wellipiel-Adend umer reaer Be- leilignna. Als erster Sieger ging beroor verr Ang Mülle» tAlien-Buseck) und alfl zweiter Sieger Herr Avals Rann (•icBen). •• :n qf ä m pf e im Rol olleum. 21m Samstag fiegu g> i q l e r «Baven») üder ftradtii (Gluiv) tn • Thiiuicu du red teme, bnllaiiien 91111114)1111 erkbivtinq. B»L ]efti bat Ser (hirepaineifici lerne Rdmp’e lämilicb ntetleaen gewonnen und wird ficb wobi omD biet einen guten tUag fiebern. M art u s|en TäneinaiO tämpiie mu Sen, lebioerrit Apolo »i 20 t'linuien uncniidneben. 3 a tf V c io i • (9lmenfü) siegle un Eiiilcheiduiigstam^' übet ven lirol-Ro’nten 6 u l m o n o f I in tei Äeiauuzeil von 1 Lid. 10 Min. hiitcb '.‘luniüllanfi. Ter Neger lampne wie immer ebv un‘au, nun inttu über beriicfuittiqcn, d«8 er den trtien an;mfamutvn I u-xicL »s-caich- ei6- unailampl culinanofl*9?larfuneiu — Silberne Hochzeit feiern heute Werkmeister Adolf Erledigung einiger weiterer Anträge wurde diesjährige! (Vtiuturnfeft in Marburg aus den 4. und 5. Jul» festqc,etzt.! Als Ziel der dieSiübrigen Aouturnsahrt rourbe Lbcrmorien; mit 59 Stimmen gewählt- Großen-Buieck erhielt und fetter 19 Stimmen. Tos Qtauiumfeft für 19K> wird wun« berg mit 77 Stimmen übertragen. Schlitz erhielt 30 Kimmen. 3um Schluß iorderte der (VtauDertreter zu einer roto- biflen Zn ier des .0jährigen Bestehens be-5 M»ttelrhk»nlre»,cs c.urdi besondere rZestveranstaltungen und Höhenteuer aut. Icr Sprecher bev Mtv. Gießen »auf mann unb der deS Iv Butzbach Bros. Wämser unterstützten diese Anregung, morauf der Turntag mit einem ..Gut Heil" aut das fernere Blühen und Gedeihen des i^aues dessen geschloßen wurde. Au» Sta^t uud (and. wiesen. 8. März 1909. Lehrerschaft und Strasprozeßreform. Zu den demnächstigen Aufgaben des Reichstages ael on auch die Beratung einer Reserm der Stra»Prozeßordnung und des (^erichtsoersasjungSgesetzeS Tiefer Vor läge die bereits unterbreitet ist. muß auch die deutsche Lshrerichaft I große Anteilnahme entgegenbringen, da die eben zu Recht bestehenden Bestimmungen gerade für die Lehrer ott Die größten Nachteile im (Gefolge hab eit. Tiefe Erkenntnis der» I anlafite den Tarmstadter Lehrerverein, ern>..hnie Vorlage einer Besprechung zu unterziehen. Als erfreulich wurde anerkannt, daß künftig gegen die Urteile berjs-lral-i .animern aud) das Rechtsmittel der Berufung zulässig ul 3n vielen Fallen, in denen Verurteilungen von Lehrern r olgen, stutzen sich nämlich diese Urteile aui Aussagen von I 3chulkindern. Bedeutende Juristen und namhafte Pwcho- logen haben aber an einwandfreien Bersuchen nachgetviesen wie unzuverlässig foldic sliiibcrau»|ageii oft s nd weshalb I begrüßt es die deutsche Lehrerschaft mit Genugtuung, da» . ünftig die Möglichkeit gegeben fein soll, die Aussagen bet »er elften Gerichtsverhandlung zu ergänzen, ndj.iß zu stellen mb in bestimmten füllen einen Freispruds zu erzielen. Leider ist dies bie einzige Verbesserung iur die Lehrer. ',brc Wünsche gehen aber noch weiter. Als eine Verschlechte- rung der bestehenden Bestimmungen betrachten sie es. bau „ach der Vorlage auch der Weg der Privatklage zulässig ein soll, falls der Staatsanwalt ablehnt, gegen einen Lehrer .ine Auslage wegen Ueberschreitung des Züchtigungsrechtes )U erheben , ... Nach Ansicht der Lehrer und bewahrter Juristen sollten ninder als Zeugen nur von solchen Personen vernommen l erben, welche die Zragetechnil vollständig beherrschen - dann I agc sicher die Wahi.cheinlichieit nahe. Aussagen zu erhalten. jci denen Wirtlici rit und Worte übereinstimmen. Tas setzige G.richtsverfassniigsge etz sch.ießt die Lehrer >on de>n Ehrenamte eines 3d,3fien und eines Geschworenen sinndsätzlich aus. Tie llmgcflaltung der Strasprozesjord-! I uung bat aber eine Vermehrung des Laienelementes bei der I Rechtspflege insofern zur Folge. als auch bei den Ltraf ammern Schöffen Mitwirken sollen. Ter Entwurf betont ües ausdrücklich. Ferner empfiehlt er den ZuftiBehörden er Bundesstaaten, überall da, wo es sich empfiehlt, befon- ■cre (Gerichtshöfe für Jugendliche zu errichten. Ta die Nehrzahl derjenigen, die bei solchen zur Aburteilung gegangen werden, die Volksschule noch besuchen, oder besucht üben, muß es wnndernehmen, daß man den Vollsschullch- cern eine der besten Gelegenheiten versagt, der Rechtspre- bnng und damit dem Staate nützliche,Tienstc zu leisten. I Gerade mis diesem Grunde habeii die Lehrer an Volksschulen |U ihren Unterrichtsbehorden und zum Reid-stage das volle Vertrauen, daß sie die Vorlage in der Weise abändern, damit ünftig aud) die Lehrer an Volksschulen zu den Personen I gehören werden, die das Laienrichteramt eines Schöffen I.tiid Gcfd)worencn ausüben dürfen. bleiben wird? , Q Laubach, 7. März. Eine« würdwen Schlich bilorte bat 3. Konzert der 6. Veranstaltung befl Bortraa Vereins im „Solmfer Hof^, da» Iran Werner-Jenfeu an« BenSheirn veranNaltete. Tie Sängerin besitzt eine virtuo« ausgebildete Altstimme von bedeutendem Umfange, die nicht leicht ermüdet, denn sie trug nicht weniger als 14 Lieber von Löwe. Schubert. Strauß u. s. w. vor. Ihr letzte« L,ed. t>o4 Wiegenlied von Rich. Strauß, ertönte mit unofnumbvdi: Stärke de-? wohlklingenden Alts Zahlreiche Hervomde lohnte ihren Jleiß. Am Klavier war Oberlehrer Dr. Karl Schmidt aus Jriedberg. der die Begleitung tn voUendclfler Wei'e durchsührte. Seme virtuose Technik zeigte er in dem letzten itiiefe, das er. R. Strauß schreibt Nicht leicht, nut Meifter- chaft burfbfuhrtf. -m. Friedberg, 8 Marz. (Icl.i Gestern nachmittag gegen 4 Uhr ging der Ballon ,.Z ä h r i n g c n", der mit \ivet Zivilisten und einem Offizier besetzt war, bei der >wr bei Hauser Mühle aus einem Waldacker nieder, vimr grone Menschenmenge aus der aanzen Umgegend twttc den auffallend niedrig treibenden Ballon verfolgt und wolmte der glatten Landung bei. Ter Ballon n>ar um 10 Uhr ror* niittags in Mannheim aufgcflicgc». -t- Deckendach, 7. Blärz. Bet der am 27. v. 'JXtLl I oorgrnommenrn Verpachtung der htesigeii Jagd bbfbI ?i*r feitherigc Pachter Freiherr v. Stumm zu Holzhausen txfl Marburg Höchftblelender mit der Pachlsumme von 400 DilH I [ähclid). Dieser schöne E»lÜS ivar den, Gemeinberat zu gt-l ung, obwohl die Jagd seither nur 110 Mk. galt, nK«halb| e am verflossenen SamStag den 6. d. M. nochmals üyent- 11 ch verpachtet mürbe. Jetzt blieb Oekonom oeblohrr von 'heber-öciminben Höchslbielender mit nur 152 Mk. Da rennte inan verdutzte Gesichter sehen. Zum Kölner Aerztestreik Tie ^gl Regierung fiat die unteren Behörden in 'In angewiesen, die ländlichen urankenkafsen und ihre Aerzte ;ur Ucbernahme der Obliegenheiten des Kölner ncankenlassenverbandes anzu- halten und alle Aerzte bei Ve-wcigerun/r ärztlicher Be Handlung von «ölner itrankenkaii nmitglieoeru gecichtlim zu vcrsolgen. Tie Kölner Aerznicha. vt temerte gegen diese Maßnahmen tn einer fiart besuchten ^ic Redaktionen alles, was für die 2cfer des Blattes über lüffig ist, denn der Raum ist foftbai. Oft wandern die Einsendungen in den Papierkorb, weil sie nicht zu gebraud)en mb, zuni Umschreiben haben die Redakteure keine Zeit Za rum lasse man alles Nebensächliche weg und sammle ich nur auf eine ober zivci Sxiupnadjeit. iWeicbflülug in >s für die Oessentlichkeit, ob die Sitzung um s oder U Uhr mgeiangen hat, ob sie der Vorsitzende eröffnete und be -rußte, ob bie letzte Niederschrift verlesen und genehmig. Liirbe, ob bei Bonitzende ein Hoch aus geb rächt und seine Be iiedlgung über den guten Besuch ausgesprochen bat, das ann man ins Protokoll schreiben: für solche Nebenfach ludrtcitcn ist einer Zeitung der Raum zu schabe. Gleichgültig I ur die Ceffentlidücu »stes, ob im Jahre 9 ober lu Sitzungen. 11<)0 oder 200 Eingänge und Ausgänge zu verzeichnen find, ob Iba« Bier gut und das Essen warm gewesen ist ujm. usw IMan soll sich nicht in solche kleinliche und für die Oeffent- I iid)(eü vollständig „imir.djtige" Einzelheiten wrlieren. — I unb danach handeln. Vic! Acrger und Verdruß wurde den IMächten das doch alle Vcreinsberichterstatter beherzigen rjicbaliioneii bann erspart bleiben. b Wetzlar, 7 März Ter ©Dar und Va»verein, der auf ein iünfiabrmes Bestehen -urückbtickt, hielt 2iTn»>taflab Mitgliebern, 81 IS (7270 I Steuerpflichtigen, 18*20 (1 .>10» Zöglinge. 3810 ( 3339 , I" I (835) turnenbeii Kranen unb Mädchen. Ter Bericht des Gau I >- iiften stellt bii im all fent bi gen de turnerische Tätigkeit des Gaues fest. Es fanben I L (^auvoiturnerstunden, l Bezirlsvorturnerftunden unb eine! Uebungbinntbr für Leiter von 7\raueniUHeilungcn statt. Aud, | das beutsche Turnsest in Frankfurt brachte bein Gau befrie I bigenbe Erfolge Ter turnerische Teil be> Gaufestes unb | ber Gau turn fahrt fanb trotz Ungunst ber Witterung voll. Erleblgnng. Dagegen konnte das im 2. Bezirke oorgenommein I KriegSspicl nur teilweise burd,geführt werben. Tic vorn 5 Wenzel- Gießen (Mtv. uub als 2 GauturnwaN Günther-Marburg. Ein Antrag des EüuauSschusjeS. daß bie BcreinSsestlichkeiten möglichst eingeschränkt werden sollen, land nach kurzer Debatte Annahme. Auch ber Antrag des Lurnauüjchujjcs, sowie der beiden Gießener Turnvereine, daß bas liiiuelroettunien bei Ganturnseften am Sonntag bormittag und das Musterr legen turnen am Sonntag iiadv nuttag vorgenommen werde, wird probeweise für dieses Jahr angenommen. Sodann imirde beschlossen, in diesem Javre wieder ein B»*rgivettnrnen abzuhalten: es soll auf dem Gleiberg statts»nbcn. nodidem ber Vorschlag zurück gezogen worben war, es auf bem Tunsberg abzuhalten. Ein Antrag bes Mtv eüeficn auf Einrichtung einer Kampf Ausbilbungsidmle ivirb dem Okiuauoidnig als Ma- Gabick» unb Fran. L ** Lahre» Ge sch ichtchen. Zn einem obeibnludien Urte, ■ nicht olhuroeit von CHfan, lebt nn ftteimnctiicr. Oer dnfüa I nnö tücknig tn »einem Handwerk ist und nd) eines gnvuicn Wovi- ngeben» erfreut, mit »einem manchmal ciwas ttnipeeflmcnwollcn Liidchen in denen, Cinrtrncbmen. Nur manOmial. lvemt veinruv ,, in i^eiell'cha'l acioeien ist unb etwas verstütet ober anh b.itrrt nach Hause tomntt - was zwar idten qcicbicbc lieben Ge- wUicrwolkcn über das sonn jo icicbhd, verlaufende c Ixllben hin Ten Hauvlamcil daran trägt Anna, während der iditirfriut. nibige und gutmütige Heinrich das Wetter ,Nll über nch, entladen laßt ober nach einem Mittel sucht, ton o»e ehel.ch -onne bald wieder ouilnirfilfn in lassen So geschah es auch vor kurzen», i'nnridb hatte mi benachbarten Städtchen geiwäitlich zu tun nibabc. I fam in Gesellfchaii unb verplaudert- die Zeu. ebne an btt ixolgnt -U t>cnTu Mit einigen Stunden Benpaiun.i ubernhntt er btt Schwelle seine» Hauses Als er bie Wohnstube betritt. ftrtrMeie r.solntes W.tdchen, mit in die Hüften gestemmten Annen, bereit. I icn veinrtch gebührend zu cmrnangen. ..Wo bleibst lu f imretf iie ihm ematgen. H-mri-ch schwnat. denn er wettz. wie vttt ULt es geschlagen bat unb lebe» auch noch ,o gut gtmemte ~3ort l wurde feiner Anna nur Stoit zu neuen Angriffen geben. Les- Kalb stellte er seinen Regenschirm in bie Ecke, hängt feine Kappe an den Nagel, geht ur. 3immer hm und ber bltdt m die üden hinein und denkt nach, wie er fick am beiten au» dem W* »ewitier heraus h-lsen könne, während das »etter nuitiaron it höheren Tönen und sich ad-rschlagenden Worten sich übet * , giesu Plötzlich FomnU »hm ein rettender Gedanke. Er nimmt L nen Stuhl, stellt ihn m die M,Ne des Zimmer», holt innen Regenschirm, stellt sich auf beit StuM. »vannr den ^dnnn über ßch inet Anna das Wort. — Ta plötzltw verstummt deren q iunb. ; ihn mit großen Aug^n an. läuu I Nachbar: „Vit. Nachbar kommt borti anmal ubnell tu uns berüber, I mit meinem Mann icheint e» nidn ganz richtig tu sein. Er Uebt aui dem Stuhl, h komisch " Ter Nachbar gebt gleich mit und wahrend Anna ,ich I mit der Schürze die Tränen aus den Augen rot)du, tat der Nach» j Heinrich einen verständnisvollen Blicks ! wendet »ich, um das Zimmer wieder ;u verlassen. Ta ruß Anna: I ibl doch hier und Mit nm I was id» machen »oll ,.3a ich weiß au.h nicht, rote ich Tu I da helfen full," sagt der Nachbar, „bring ibn ins Bett unb lod) I il m einen Kamillentee, das wird das beste fan," und verichnnnde; Hur Türe hinaus Ta ficht nun Anna n der ganz ollem. I die Tranen rinnen ihr über dir roten Backen, wabrntd ihr Heinrich. unbeweglich, einer Bildfäule gleich, auf »einem stuW steht. 1 I eilten Stilij auf seine Backen und fragt: ,.>^ag' einmal Heinrich, was I den Schirm aufgefpannt, damit id» bei dem Gm'itter. das M gemacht hall, nicht nah werden sollt und auf den ^tuM tabjte bekommen loflT Anna verschließt ihm nut Küßen den Mimd l b nun Heinrich birt) diesen S’rJidi in Zukunft von den ehelichai OkaviUcm tmidumt i - durt-tag — In £cbroidart4baufcn routbr .edrön^ Bcchww nm 59 Stimmen dnüimmtg jiun Lürgcrmnster gewählt. erfiärt _ _ Präfidetit Taft Hal die Extra^fsion deS Kon grejfes auf den 15. März einberufe,i. ■ KOZ KLM ro,§ UllbViuUQCj,t :“tmünd)maKnnCK,01len ; verivätel ober " Öe^tid’ ^en geschieht 1 Agiert verlausende ic, lüabrMih hin 1 Teiler LichL °3Gah es auch fc0™ chcn geithQjHirf, y,?r ^eui. d.e Zch ^Z'pätung^beMriit^ Dohnsiube W^?> gestemmten Amen^? « gemj'ä ZZLLL .fc und her, blickt in M ■ uch M beiten aus dem Pfe- hrcnb das Wetttt nun schm agenden Sorten sich über « b°K seinen it, mnnk den edjtun über sich Stellung jtefjen und übeilch W verstummt deren Mund «, lauft zur Tür hinaus zm einmal schnell zu uns herüber ,W richtig zu sein. Er sich mn ausgespannt und blickt so 1 >nrt und während Amw sich en Äugen wischt, Hai bei M msvollen Blick getauscht unb r zu verlassen. Ta rusl Inno: Jtb helft mir, ich weih ja nicht weift au.ch nicht, wie ich In „bring ihn ins Bell und koS as beste sein," und verschwinte nm Amur wieder ganz alle-, :n Backen, während ihr heinrie ii, aus seinem Stuhl steht. - tit tiinaus aus den Stuhl, in bt ihn zu sich hernieder, brr: igt: „Sag' einmal Heinrich, sagt Heinrich, „ich habe r ich bei dem Gewitter, das llt und auf den Stuhl tyiV- assen Füfte bekommen iok t Mimd. Ob nm Heinrichs t ehelichen Gewittern VtifN Linen würdigen Sdtfiß bilbtle anfloftung btS Äortrags- as Frau Werner-Genien Sängerin besitzt eine * eutenbm UmW, b\e wdj: Ätwtnia«o»ua«tew ,. »ot. 2d- Icht's r>kd, d- ertönte mit ; InllrtidK $>«■»»** ii Mehret Dr. tat 64«* leilmtg « »»“'*" * reibt nicht leicht, nm ■" irt. «sf du "3a§robt9mar bei bfl KM eftiegeii;. 37, v. M lä,i’ J^ePgen 3«9»* ***’&&>* . w-- galt «** er n" mchmlr oft* den 6.b;?' Biiloii'1 ” , blieb Oetono $ inbet «# "UI * MM EL» hil 'ft®** tnü- ,.L Uhr aut 5hausse^ SsS-ig*^ .intalw" uj0 , <ßerid)GfaaL < c r I jn, 7. März. Ter Termin in dem Meineids- prr,’.t ß qc'.e-t den Fürsten Eulenburg wird wohl noch lange > inausgeschoben toerben müssen, denn noch haben die i'':crichte feine Klarheit darüber erlangt, ob der Fürst proz-.szsät'ia ist oder nicht. Tie wissenschasttiche Teputation für l'.'cedis.iiialwesen soll sich jetzt über den Gesundheits- -ustand de-5 Fürsten und die Frage, ob und wann er in bet- Lage sein würde, zu einer erneuten Hauplveryandlung vor Gerücht zu erscheinen, äußern. Einige Herren dieser wissenschaftlichen Teputation werden sich infolge dessen nach Liebenberg begeben, um die erforderlichen Feststellungen zu machen. D a n z i q , 6. März. Tas Kriegsgericht verurteilte den Unteroffizier S charv vom 128. Infanterie-Regiment, der einem Giuc-kelier wegen eines geringfügigen Vergehens Fan st sch läge ins Gesicht und Genick und FufttrUle in den Rücken versetzt hatte, iodaß er ohnmächtig wurde und einige Tage krank war, zu drei Ri 0 n a t e n Gefängnis. Von Degradation wurde abgesehen. vermischtes. — Gustaf a f Geiferst ajn , der bekannte schwedische Dichter, ist nm Samstag in Stockholm gestorben. 18-58 in Wermland geboren, wandte er sich in seinen ersten Arbeiten — Arme Leute, Erik Grane u. a. — im Anschluß an Strindberg der naturalistischen Richtung zu, ging dann zu humoristischen Schilderungen über und verlor sich endlich in einer mystischen Stimmungsmalerei, der modernen litomantik. Seine feinen Studien über die Seele des Kindes haben viel Beachtung gefunden und auch als Kritiker ist i^eijerftam namhaft hervorgetreten. Seine Hauptwerke sind: Tas Haupt der Medusa, Kampf der Seelen, Komödie der Ehe. Mit seinen volkstümlichen Dramen hatte er große Erfolge. ' * Der „ehrlich e" Dieb. Daß Diebe humorvoll und bis zu einem gewissen Grade auch ehrlich sein können, beweist das Erlebnis einer Witwe in der Pankstraße. Tie Frau hatte vorgestern ihre Wohnung auf kurze Zeit verlassen. Als sie heimkehrte, hatte ein Fremder einige Kleidungsstücke und eine Invalidenkarte gestohlen. Der Dieb versetzte die Kleider und sandte der Frau am andern Tage den Pfandschein mit der Post zu. Gleichzeitig lief em Briet des Einbrechers ein, der folgenden Wortlaut hatte: „Lieoe Frau! Seien Sie nicht böse; ich konnte nicht anders und hatte Not." Dann gibt der Dieb zu seiner Ermittelung an, daß er 1.73 Meter groß sei und eine Zockei- mütze trage. Tie Witwe eilte zum Leihamt und löste ihren Besitz wieder ein. :: Wie Landesverrat gebüßt wird, lieber das Schicksal des einstigen französischen Marinefähnrichs Ullmo, der wegen Landesverrats degradiert und. zu lebenslänglicher Deportation verurteilt wurde, werden setzt Einzelheiten bekannt, die sein Los nicht allzu bitter erscheinen lassen. Ullmo bewohnt dieselbe Hütte, die seinerzeit DreyfuS inne hatte; man hat den Raum vorher renovieren lassen, und allem Anschein nach führt Ullmo hier ein recht bequemes Leben. Denn er ist nicht vollständig isoliert, seine Gefängniswärter dürfen mit ihm sprechen, und seine Strafe ist durchaus „moralischer Natur". Er trägt nicht die Sträflingsuniform, sondern weiße Anzüge und einen Tropenhelm. In seinem Zimmer liegen eine Menge von Büchern umher, an den Wänden hängen Gemälde, und das Bett ist durck) weiße Gazeschleier gegen die Moskitoplage sorgsam geschützt. Er hat seinen eigenen Speisefchränk, dessen Versorgung seine Freunde sich angelegen sein lassen, und er hat das Recht, wöchentlich 25 Fr. für Extrarationen auszugeben. Aber nicht genug damit, ist auch ein besonderer Koch am Platze, der für den Verräter die Mahlzeiten bereitet. Außerhalb der Hütte ertönt das lustige Gackern der Hühner und jetzt hat Ullmo eine Eingabe gemacht, in der er um die Erlaubnis bittet, Ziegen zu halten und auch zwei Schweine. Er steht sehr spät auf, bestellt dann sein Frühstück, füttert die Hühner, nimmt um 11 Uhr den Lunch zu sich, schläft dann bis 4 und unternimmt um diese Zeit seinen täglichen Spaziergang. Der führt ihn längs der Seeküste durch einen kleinen Kokos- wald und dann über den wetzlichen Strand wied.r heimwärts. An der westlichen Küste steht eine einsame Bank, dieselbe Bank, auf der der unglückliche Dreyfus saß und von seiner Rehabilitierung träumte, als man nach vierjährigen Martern ihm endlich erlaubte, die Pallisadenumwallung seiner Hütte zu verlassen. Die Pallisaden sind längst gefallen. Nachts wird Ullmo in seine Hütte eingeschlossen, liest, speist und macht wohl bisweilen auch mit seinen Wärtern ein Spielchen. Jeden Monat empfängt er von seinen Freunden eine Bücherkiste; würde da nicht darauf gehalten, daß diese Bücher vor der Auslieferung durchgesehen werden und daß man die Hütte zur Nachtzeit verschließt, der Sträfling könnte leicht vergessen, daß sein Exil ein unfreiwilliges sein soll. Kleine Tagcschronik. Dr. Ilgen stein ist vorgestern nach Berlin zurück- gekehrt. Märkte. ic. Frankfurt a. M., 8. tv.ärz. (Orig.-Telegr. des „Gieß. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Zruchtmarktpreis e. Weizen Alk. 23 75—00.00, Kur-hessischer Alk. 23.75—00.00, La Plata Alk. "4.00—24.50, Kansas Alk. 24.25—24.75, Roggen (hiesiger) Alk. 17.50—00.00 Gerste (Wetteraller) Alk. 18.50—18.75, Franken- ielder Alk. 17.50—18.00, Hafer 16.50—17.50, Mais Alk. 16.75—17.00. Weizenmehl Alk. 32.50—32.75, 00—00, 2. Qualität Alk. 31.00 bis Alk. 31.25, 3. Qualität Mk. 29.00—29.25, Roggenmehl 0 Alk. 25.50—25.75, 1.Qualität Alk. 24.50—24.75, Weizenklcie Alk. 9.75 bis Alk. 10.00, Roggenkleie Alk. 10.25—10.50, Alalskeune Alk. 12.50 bis Alk. 13.50, Franken, Pfälzer, Ried Alk.00.00—00.00. Alles ver 100 Kg. ab hier. tc. Frankfurt 0. M., 8. März. (Teiegr., Orig. - Bericht des „Gieß. Anz.".) Anltliche Notierungen der heutigen V i e h m a r k t- preise. Zum Verkause470 siauden: Ochs-n, 55 aus Oesterreich, 36 Bullen, 1 aus Oesterreich, 829 Kühe, Fersen, Stiere und Jünber, 415 Kälber, 220 Schafe und Hammel, 1655 Schiveuie, 00 Ziegen, 00 Zieg-i'lämmer, 6 Schaflämmer. Bezahlt wurden ' für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1. Qualität 72—75 Alk., 2. Qualität 66—68 Alk., 3. Qiialität ; 8—60 Alk.; Bullen: 1. Qual. 65—67, 2. Qual. 62—64: Kühe 1. Qualität 68—70 Alk., 2. Qual. 58—60 Alk., 3. Qual. 48—50 Alk., 4. Qual. 00—00 Alk., 5. Qual. 00—00 Alk. Bezahlt wurden für das Pfund Schlachtgewicht: Kälber 1. Qualität 90 bis 95 Psg., Lebendgewicht 53—57 Psg., 2. Qualität 78—85 Psg., Lebendgeivicht 46-50 Pfg., Schlachtgew 65—68 Psg.; Schafe: 1. Qual. Schlachtgew. 70 bis 72 Pfg., 2. Qual. 60—64 Psg. Schweine: 1. Qual. 71-00 Pf., Lebeudgeivichl 55,5—56,0 Pf., 2. Qual. 70—00 Pf., Lebendgewicht 55,0-00,0 Pfg., 3. Qual. 64—69 Pfg., Lebendgeivicht 00-00 Pfg. Geschäft bei Hornvieh gut, Uebeisland iinbedeilteild, bei Klcmvieh gilt, fein Ueberstaud. HanöeU W. Berlin, 6. März, ^ec Aufsichtsrat der Bank für Handel und Industrie (Tarmitäbter Bank) beschloß in seiner heutigen Sitzung, der Generalversammlung für das Jahr 1908 die Verteilung einer Dividende von 6 Prozent vorzuschlagen. Ter Bruttonutzen beträgt für 1908 einschl. 344 980,46 Alk. Vortrag aus 1907 19 298 454,74 Mk., hiervon ab die Handlungsunlosten, Steuern, Tantiemen an den Vorstand unbi die i XDbcrbeainten, die Gratifikationen an die Beamten, die Zuwendung an deren Pensionsfonds und für wohltätige Zwecke 8 222 712,17 Mk., Abschreibung auf Immobilien und Dlobirien 429 063,22 Mk., Einlage in die „Besondere Reserve" 750 000 Mk., verbleibt verteilbarer Reingewinn von 9 896 679,35 Mk. Das Gewinn- und Verlust-Konto pro 1908 weist folgende Einnahmen auf: Zinsen 1908 6 997 673,85 Mk. (1907 7 359172,24 Mk.), Provisionen 5 578 162,58 Mk. (5 025 651,01 Mk.), Gewinn aus Effekten 1 777 888,30 Mk. (1060 964,81 Mk.), Gewinn aus Finanzoperationen 2 142 517,06 Mk. (1 690042,52 Mk.), Gewinne aus daucrtv- den Beteiligimgen bei anderen Bankinstituten und Bankfirmen 1723825,57 Alk. (1 770 341,83 Mk.), Valuten 713 710,04 Mk. (584 777,46 Mk.), Diverse Eingänge 19 696,88 Mk. <15 304,81 Mk.), Vortrag vom Vorjahre 344 980,46 Mk. (320 358,99 Mk.). Die Bilanz ergibt folgende Ziffern: 1. Passiva. Aktenkapital 154 000 000 Mk. li.V. 154 000 000 Mk.), Reserven 30 250 000 Mk. (29 500 000 Mk.), Kreditoren 391994 688,25 Mk. 337 456 921,73 Mk.), nämlich: 1. Kreditoren in laufender Rechnung 283 180 656,14 Mk., 2 Depositengelder 108 814 032,11 Mk., Akzepte und Schecks 88 551 281,54 Mk.), Unerhobene Dividenden von früheren Terminen 27 292,61 Mk. (28 474,30 Mk.), Vor- geschlagene Dividende 9 240 000 Mk. (9 240 000 Mk.), Reserven für die Marknoten der früheren Bank für Süddeutschlaird 108 000 Mk. (120 700 Mk.), Regulierungskonto der Filiale Hannover fällig 1911 3100 000 Mk. (3100 000 Mk.). 2. Aktiva. Disponible Fonds 275 539 182,92 Mk. (222 036 308,24 Mk.), 1. Kasse, fremde Geldsorten und Kupons 37 243 523,06 Mk. (31307 658,79 Mk.), 2. Wechsel und kurzfristige Schatzanweifungen des Reichs und der Bundesstaaten 147 287 818,67 Mk. 116 789 587,80 M.), 3. Guthaben bei Banken und Bankiers 25 714165,07 M. (25 407 505,12 M.), 4. Reports unb Lombards 65 293 676,12 M. (48 531556,53 M.). Eigene Wertpapiere 47 778 245,19 M. (50103 065,02 9)2. i, Konsortialbeteiligungen 46 843 036,07 M. (50 200 218,99 M.), dauernde Beteiligungen bei anderen Bankinstituten und Bankfirmen 33 310 089,56 Mark (33 818 617,60 -Mark), Debitoren in laufenden Rechnung 263 212 345,50 M. (244 579 369,07 M.). Hiervon: 1. Bedeckte Kredite 209 671 553,63 M. (191 305 436,69 9)2.), 2. nicht .bedeckte Kredite 53 540 791,87 M. (53 273 932,38 M.), Bankgebäude 1124ö 042,51 9)2^ 11 476 398 9)2.\ Aktiv-Hiwotheken Konto — (372 746 9)2.). Tic Avale beliefen sich aiii beiden Seilen der Bilanz auf 17 201405,96 Al. gegenüber 15 695 492,39 Mark im Vorjahre. Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung iirr Hessen am Dienstag dem 9. März: JDlcift trüb. Geringer Schnee. Temperatur nicht verändert. Nördliche Winde. ®rißmal»DrabhiieiOuiißctu 92.93. Darmstadt, 8. März. Auch der dritte der beim Nodelunglüct an der Ludwigshöhe am 27. Febr. Verunglückten, Leutnant E h a l e s de Beaulieu ist nunmehr heute vormittag liy4 Uhr seinen Verletzungen erlegen. Berlin, 8. Mär^. Eine große Dem 0 n st r a t i 0 n für das Frauen - tim m rech t soll in diesem 9)?onat in Berlin fialtjinbcu. Die.Präiidenlin des Weltbundes für Frauen-Stimmrecht, Mrs.' Ehäpman Ea.., Trimmt am 30. ds. auf ihrer Rückreise von Ungarn nach England nach Berlin. Rom, 8. März. Bisher sind die W a h l r e s u l t a te aus 402 von 508 Wahlkreisen bekannt. Gewählt sind 323 Ministerielle, 18 Konstitutionelle, 9 Oppositionelle, 14 Katholiken, 17 Radt kale, 9 Republilaner und 21 Sozialisten. Der Ministerpräsident Giolitti wurde mit starker Mehrheit in Messina wiedergewählt. In Turin sind von den 5 Wahlbezirken 2 von den Sozialisten erobert worden. In Aversa kant es zu schweren Zusammenstößen zwischen Regierungsanl-ängern und Oppositionellen. Rom, 8. März. Bis heute vormittag 5 Uhr waren 357 Wahlresultate bekannt. Gewählt sind lu9 Ministerielle, die 42 Sitze verloren unb 32 gewannen. Tie konstitutionelle Opposition verlor 2 und gewann 16, die Sozialisten verloren 7 und gelvanneu 2, die Katholiken verloren 6, die Radikalen verloren 5 und gewannen 12, und die Republilaner verloren 5 Mandate. Außerdem haben 41 Stichwahlen stattzufinden. Paris, 8. März. Petit Republigue meldet aus Madrid; König Alfons wurde gestern von einem Automobil-Unfall betroffen. Ter Wagen rannte infolge falscher Steuerung gegen einen Baum, wobei der König und sein Begleiter aus beut Wagen geschleudert wurden. Ter König kam ohne Verletzung davon. P a r i s, 8. März. Wie der „Petit Parisien" ans Tanger berichtet, sind dort Nachrichten aus Fez eingetroffen, wonach Muley Hafid über das Vorrücken des Prätendenten sehr besorgt ist. Tiefer befindet sich nur noch sechs Stunden von Fez entfernt und verfügt über 5000 tüchtige Reiter. Der Sultan sandte den Negieritngstruppen, die dem Prätendenten entgegenrüdeu, 3000 Mann zur Verstärkung. Paris, 8. März. Von den gestrigen 15 Ersatzwahlen zur Deputiertenkammer )inb bis jetzt folgende Resultate bekannt: 2 Radikale, 4 Sozialistisch-Radikale und 1 unabhängiger Sozialist sind, gewählt. Außerdem haben 6 Stichwahlen stattzufinden. nio Mvrrhnlinspifp entspricht selbst den weitgehendsten An- myi 1 iiuimaeiic sordermigcn an eine ferne bDyientidie Toiletteseife und besitzt durch den Gehalt an Atyrrboliii höchst mirtungsvolle kosmetische Eigenschaften, die wohl anderweitig nicht wieder anzutrenen sind.___________________________________ (b4/, Schon seit 4') fahren wird mit ausgeäeichneten Erfolgen von ärztlichen Autoritäten das Nestle'sche Kindermehl angewandt, weil eS sich bei Verdauungsstörungen aller Art am besten bewährt hat. Die von einem Kmderarzle versaszte, illustrierte Broschüre versendet nebst Probedose kostenfrei die Restle'S Kindermehl-Gef., Berlin 8.42. (ss%) | Todes-Anzeige. H Heute morgen 11 Uhr verschied sanft unser innigst- I M geliebter Vater, Großvater, Schwiegervater | Herr Sckrich W, Tö?>srriileister | H im 76. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebene» ■ Gießen (Klinikstraße 32), den 6. März 1909. Blumenspenden banfenb verbeten. »3 Die Beerdigung findet Dienstag, den 9. März, nachmittags 2 Uhr, vom neuen Zriedhof aus statt. (1510 ■ Kennen Sie schon Ueberall erhältlich. Alleinige Fabrikanten: A. L. Mohr. A.-G. Altona-Bahrenfeld. Nein? Dann lesen Sie: iegerin ist die denkbar [feinsteMargarineundgleicht der besten Molkereibutter in jeder Verwendungsart vollständig. ohra-Margarine ist schon lange als Butter-Ersatz für Tafel und Küche bekannt und sehr beliebt. Das ist das Wunderbare daß man mit Erdal In wenigen Sekunden tief- schwarzen lackähnlichen Hochglanz auf jedem Leder erzielen kann. Erdal überall erhältlich. > '■i'ireter: Gebr. Jnllmann. Bahnliofstr. 59. >-- Mittwoch, den 10. ds. 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Um stille Teilnahme bittet Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Ludwig Hanau* Todes-Anzetge Giessen (Sonnenstr. 14), den 7. März 1909. (1507 M-len»; Tages Ordnung: 1 Geschäfte beritbt; 2. RechnungSadigDe, 3. ^udianblmabL 4. Ber> schiedene» zu vermieten 5W Grüningen, Langsdorf, den 7. März 1909. Die Beerdigung findet Dienstag, 9. 1. Mts., nachm. 2 Uhr vom Sterbehause aus statt. 1605 fBilbclnnirnhc 11. 1. 017401 KlnnAt *um 1 Aonl oder kruder V#l|Uyl türbiiere, erfabrenes o Zimmer Attiang 7 Uhr Nach der Mi (Offene Stellen Zlii.ucvinivtcii Wiefgefuchr i. freunden und Bekannten bic dan genern abend gegen 9 Ubr er Vater. Lchwiegervater, («trotz 1, da Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Hch. Leid.oh, Untererheber. zu'iellen 9- 12 norm il 2—4 Nhr naärm. Ifrroht H. 1 Trevve Die Beerdigung findet Mittwoch den 10. März, nachm. 3 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. Familie Heinrich Lots IX.. Wiefeck „ I.ndw i< Deibel VIII., Wteseck „ Johannes Kreiling XII üoSar „ Adalbert F.laenhut, Wiclfd. Die Beerdigung Anbei am ivrittwoch den 10. Märe nachmittags 2 Uhr. vom Lterbehause lRabenauerstrahe 15) aus srav (1506 . ' • ' ?7X'fc''. ' < >• ’ . 3m Namen der tieftmuemben Hinterbliebenen Aorl Vogel. Bad Rauterberg iHarzl. (Sera, Staufenberg. Nenderoch. AUegdenn den «. März 1900 Die Beerdigung findet statt am Dienstag, den V Mär» in Bad Rauterberg. 01541 Todes^Anzeige Heute morgen lu , Ubr eutichtef sanft nach langen,, schweren beiden meine liebe Atau, untere gute Mutter. Tochter. Lchweitrr. Schwägerin und Tante jsk«, Hermine Poget gtl. flltintlf toi :k>. Lebensiahre Montag, den *. Win d. 3» nbenbe 9 Ubr, Zusommenkunst bei Kamerad i>la mutt ^^imm.Wohii. neu renoviert, ver 1. 2lvril ober (rüder ui vermieten. Hlb Babnbofftr. 27. tjlcntw H lotbeit "L-obnuihi. beitedend aus 4 Zimmern mn später su vermuten. 1168 7koberes 2d>lücrinmbt 9$ van Tb,Io von Trotha ~ 7 . Ende 9-,. 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Anang 8 Ubr ifiibr w*/< O® Mittwoch, den V März U«e Bnianq 7 Ubr. ft Ilttioch-Aboni-YorsteM „Hofgunst“ Vii»nriel in 4 Akten von Tie Kameraden werden htermä »Ubem Portraa des Kameraden Lmwar» am 10. l'iatA IflUD im .Neuen Laalbau' ringelnden Zahlreiche» t5r«che,nen erberen. 141UI Ter Borttanb. rtiir sommcpstnititr möbl. Zimmer. nächst den MUntfen, ßef. jrübftüa u. Abenbiisch erw. Lchr Angeb mit Preisangabe unter 013U"' an den Giesi.Anzeig. HüdichcS möbliertes Zimmer im Preise von 15-20 Ml-, f. an,,, jung. Mann ver 1. Avril gesucht. Räbe ettb Anlage. Cheucn unter I l'. 3H67 an Nudolf Mo^c, VciXbiq.______[»iti ailiört etilnt 'udÄrt Zimmer eventl. mit Jlbcnbbtol. Lchrifli. Angebote mir PreiSan- gade um. 1501 an den Groh. An». IlinrtMl Ägächrn iu einem>r,nbe ^lllilfrv ^iivMS gc uch: lliwi _____________VubrolgypiQb IX (Hediegenee. tüchtiges 14# .Had eben für Küche und Haus 'licht Ärl. ASr«er, Äe', Anlage 48. 15in iu Mutte u. Hausarbeit er« irrt Mädchen iriodit ♦uv ^nbeMarz oder 1. Avni. 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