e n Getreides. Im Transit eur- es Getreide gelangte von 1906 zur seine volle Schuldigkeit. i. V. Schumanr geschoben. geschaffen. Erleichterung durch Nachlas des Eingaugszolles für eine der Ausfuhr ent sprechen, de Menge des zur Mühle $c- brachten ausländischen Getreides. ?' ~ Frl. Agnes Leydhectcr, zum frischen Tenor des Herrn Richard Fischer und dein wohltvnendeu Bariton des Herrn Heß van der Wyk, aber es fehlt mitunter doch noch viel an einer vollendeten organischen Verschmelzung dieser Stimmen;. man hörte dort immer wieder die Verschiedenheit der Jndividualitit und der Auffassung heraus. ' ..... " ’ - ‘ ~ ~ ^‘ -3unb bem geführtes auslän , , _ w Wiederausfuhr im Naturzustände mit Zollentlastung allerdings nur auf Grund des Nachweises, daß die vom Transitlager ausgeführte Menge ganz identisch mit der eingeführten ist. Für die Mehlaussuhr bedurfte es aber des Identitätsnachweisen nicht (S. 12 der 1891 von der Straßburger Warenbörse herausgegebenen „Wirkung der Getreidezölle"). Die über die Ausfuhr gewährten Scheine, die zur zollsreien Einfuhr der ent« politische Lagesschau. Neue Demonstrationen in Prag. Auf dem Graben in Prag fand sich gestern vormittag' 10 Uhr eine zahlreiche tschechisch^ Menge cm, die auf beiden Gieszener Aorrzertvereru, iv. Berliner Bokal-Quartett. Der dmtfch-?chWeizerische MehlkonM. Schon seit Monaten hört man von dem Mehlzwist zwischen Teutschland und der Schweiz, und neuerdings wollen die ichweize- rischen Müller sogar eine Boykottbewegung gegen das Deutsche Reich e.inleiten. Ta wird es wohl angebracht sein, einige nähere Mitteilungen über die eigentlichen Ursachen dieses Konflikts zu bringen. Das Reichsgesey vom 23. Juni 1882 gewährt den Inhabern von Mühlen für die Ausfuhr ihrer Erzeugnisse eine tejeaen und macht belebten Vortrage von Frl. Leßmann fiel die Passivität Aben abqelauswt der beiden anderen auf. Oder war sie gar absichtlich und unsäglich gewollt? In Brahms „Wechsellied zum Tanz" kam diese he. Preis Leuv al. Anläßlich des dritten otolo- g i f ch e n Kongresses hat der Baron de L e u v a I ein Kapital von 3000 Franks gestiftet, dessen vierjährige Interessen (400 Franks) atS Preis einer in den letzten Jahren erschienenen Arbeit auf den» Gebiete der Anatomie, Physiologie oder Pathologie des Gehör» Organs durch die in Bordeaux ernannte Jury zuerkannt wird. Di» 'Arbeiten sind bis Ende Februar 1909 an den Vorsitzenden der Jury, Hosrat Professor Dr. A. Politzer in Wien, Gonzaga- gaffe 19, einzusenden. — Die Wiederkehr deS Halleyschen Kometen. Tie Astronomen der ganzen Welt erwarten mit Spannung das Wiederauilauchen des HaUeyschen Kometen, der schon m vergangenen Zeilen das ledhasleste Jnlereffe der Astronomen erregt hat. In der letzten Sitzung der britischen astronomischen Gefell- jchafl hat Tr. David Smart die Ergebnisse feiner exakten Berech nungen über die Bahn des Kometen bekannt gemacht. Nach feinen Angaben wird der Komet nicht, wie man bisher angenommen hatte, am 28. Mai durch sein Perihel gehen, sondern bereits am 16. April den geringsten Abstand von der Sonne erreichen. A->- tiefem Tage wird die Entfernung von der Erde rund löC Millionen Kilometer betragen. Ueberhaupt wird der Weg, den bei Komet am Himmel zurucklegt, anders sein, als man erwartet hat, und für Beobachter auf der nördlichen ErdhäUte ungünstiger, denn in seiner Erdnähe wird er südlich von der Sonne vorbeigehen, nicht, wie man aimahm, nördlich. Der Schweif ist natürlich auch südwärts gerichtet und bei Tage wird er oberhalb des Horizontes stehen. Am 14. Mai wird er eine Stunde vor der Sonne auf- gehen und an diesem Tage wird eine Beobachtung besonders interessant sein. Auf seiner ostwärts gerichteten Bahn nähert er sich vier Tage später der Erde bis aus eine Entfernung von 20 Mil- lionen Kilometer; der Schweif wird während der Erdnähe im südlichen Teil der Zwillinge zu sehen sein. Natürlich treffen all diese Angaben nur zu, wenn keine unerwarteten Bahnstörungen eintrelen. — Kleine Chronik aus hi n n ft und Wissenschaft. Tie belgische Akademie der schönen Künste ernannte den Ho'kapellmeister GeneralmusikdirektorTr. Richard Strauß zum Mitglied.— Am 18. Jan. tritt in Paris eüi Kong reß zusammen, um für den 9*3 ieher anf bau Messinas zu werben. sangsnumrnern willig Beifall. — Die Aufführung war im allgemeinen gut, nur hätte sie ein etwas flotteres Tempo' haben können. Im Mittelpunkt stund Kronert, der mit) schlagendem Humor, Keckheit und Gewandheit fick aus jeder, schwierigen Lage herauszuwinden wußte. Frisch und be^ weglich war Lore Scholz als Larfußtänzerin, die ihre Gesangsnummern angenehm zum Vortrag brachte. SS)orte Maifarth und Jo Hoven waren in ihren Rollen liebenswürdig und freundlich. El. Roden verkörperte mit Geschick den Kabarettsleiter; W. Völker und E. Pauly charakterisierten den niederen und höheren Beamten gut durch Spiel und Maske. R. Goll als Baron Krestowsky. Marie Lau ter mann als geriebenes Dienstmädchen und die Vertreter der übrigen Rollen waren mehr oder weniger gut dem Gesamtspiel angepaßt. Das Orchester unter H. Wemacks sicherer Leitung to* bei der niemand verletzt worden ist, erwiderte das Feuer und traf anscheinend einen Anareifer. Man hat es hei diesen Zusammen.-- stößnr offenbar mit ben unter dem Protektorate des serbischen Kronprinzen stehenden Banden zu tun. Die in Belgrad ioeifcitben Bondenführen wurden vorgestern vom Kronprinzen Georg empfangen, dem sie einen Aufruf zur -Organisation ihrer Banden überreichten. Der Kroirprinz- spendete 1000 Franks für die Zwecke der Bandenorganisation und versprach sich beim Kriegsministzer dafür einfetzen zu wollen, daß die Banbenmi kg lieber, die bisher noch teilte Waffen besitzen, sie so bald als müglich erhalten. Diesem Treiben wird Oesterreich schwerlich lange ruhig zusehen können. Aus Belgrad wird übrigens der „Neuen Freien Presse" telegraphiert, daß Minister M ilowanow itsch in der S ku pt- schi na dafür zur Verantwortung gezogen werden soll, daß er in der Erklärung, die er dem österreichlsax-ungarischen Ge^ sandten Grafen Forgach gab, die von den Parteiführern in der Skuptfcbina geübte Kritik an inneren Angelegenheiten Oesterreich- lingarns mißbilligte. Milovanowitsch wirb gezwungen, in dec Skuptschina eine tsriLörung hierüber abzugebcn. die ihm voraus- sichtlich fein Portefeuille kostet, wenn er nickst schon vorher daraus verzichtet. Die Serben treiben, wie ans allem ersichtlich, bewhußt dem Kriege mit Oesterreich entgegen. Nicht nnintereifani ist es, angesichts her kriegerischen Stimmung der Serben Das Verhalten Englands zu betrachten. Die cngiisa?e Preise hat in oen letzten Tagen schon eine recht drohende Sprache nach Wien gerichtet. Viel erörtert wird gegenwärtig die Frage, ob König Eduard jetzt wirklich Konstantinopel bejuchen wirb. Der Gvoßwesic erklärte einigen Diplomaten die ihn befragten, daß er von einer Reise Königs Eduards nach Konstantinopel nichts Wisse. Während auch „Tanin" konstatiert, daß die von der „Agence Foumier" verbreitere Meldung von bem Besuche des Königs Eduard in Konstantinopel noch unbestätigt fei, erklärt „Beni Gazetta" aus authentischer Quelle, daß itmiig Eduard hierher kommt und den Wunsch geäußert habe, daß man, da cs sich um eine Privatreise handle, von einem Empfange absehe. Das Blatt hebt die Bedeutung des Besuchs hervor und sagt, die Ottomanen, werden natürlich den Wunsch des Königs beachten. Trotzdem loerbe der einfache Ernv- fang alles in der Welt Tagewesene übersteigen. sprechenden Menge berechtigen, sind eine Ausfuhr-Erleicht terüng, aber keine Ausfuhrprämie. Letztere Wäre sie nur bei Nichterreichung derjenigen Menge, die der Ausfuhr entspricht. Solche beruht auf einer fortlausenden, den Mühlen oft Uftigtu, nicht bloß rechnerischen, sondern auch tedmifdjen Nachprüfung aller einzelnen Mehlergebnisse, deren Tätigkeit von kaufmännischen Vertretern, wie Dom Obermeister su bescheinigen ist, im Zusammen^ hange mit der Gesamtheit des Betriebes und der Buchführung. E r ft k l a s s i g e s Baclmehl ist nun das Ergebnis der ersten 30 Proz. des Mahlganges; zur Gewinnung solchen MchleS sind 6/10 mehr Weizen nötig, also 160 Kgr., deshalb lautet der Aus-^ suhrschem nicht bloß auf 5.50 Mk. (Einfuhrzoll für 100 Kgr., Weizen), sondern auf weitere 3.30 Mk. (ober 6/:q au» 5.50 SKL)J im ganzen also 8.80 Mk. Die schweizer Müller erkennen aber als „der Ausfuhr entspreck)ende Menge" nur 133 Kgr.. also zu 5.50 Mk. nur noch Vx Zuschlag = 1.83 Mk. an, oder im ganzen nur 7.33 Mk. Deutschland führte 1908 höchstens 10000 Tonnen Backmehl nach der Schweiz aus (1907 nur 7000 Tonnen). Es handelt sich aifo um rund jährlich 147 000 Mk. (8.80 — 7.33 — 1.47). Durch das Schiedsgericht wird die Richtigkeit der deutschen Berechnungsart unschwer festgestellt werben; hiernach ermäßigt sich die Zollerleichterung jetzt (für die ersten' 70 Proz. (== 135,7 Kgr.) auf 7.46 Mk., für die ersten 75 Proz. (= 133,3 Kgr.) auf 7.33 ML, für die ersten 30—70 Prozent (= 117,5 Kgr.) auf 6.46 Mk., für die ersten 70—75 Proz. (— 100 Kgr.) auf 5.50 Mk... Also erübrigt biß Schweiz, wenn jie die deutsche Mehlausfuhr ausfchließen will, nur die Einführung! desGetreibemonopols.fie kann jedoch nicht mit S-idyet-» heil daraus rechnen, hierdurch eine Ermäßigung des Getreide- prmses bleibend zu erreichen. Billiger als über den Rhein bezieht sie den Weizen aus Frankreich, Italien oder Oesterreich nur, wenn die dortigen Bahnen ihre Fracht unter den Selbstkosten-- preis ermäßigen, wie Ungarn behufs der Mehlausfuhr aus Budapest über Fiume. Im Jahre 1906 bezog die Schweiz Kilotonnen: Roggen 5, Weizen 33, Hafer 28, Gerste 5, Malz 2, Hülsenfrüchte 1 aus deutschen Erzeugnissen, ferner über Deutschlano Roggen 1, Hafer 57, Weizen 133. Dem Boykott der schweizer Müller schließen sich die Konsumenten vorerst wol?t taunt an? Merkwürdig bleibt es immerhin, daß eine sir kleine Gruppe von Interessenten, wie bie schweizerischen Müller, nicht davor zurückschreckt, aus der an sich, wie bte obigen Zahlen lehren > recht geringfügigen Sache, eine Haupt- und Staatsaktion ziy machen, die die Allgemeinheit nur unnötig in Mitleidenschaft zieht., Wie und übrigens noch telegraphisch gemeldet wird, hat bad Aktionskomitee für den Betreibe- unb Mehlbovkott gegen Deutschland, bestehend aus zehn Müllern und iünf Getreidehändlern aut 9. Januar eine konstituierende Sitzung abgehallen. Nachdem die enbgiüige Fassung eines LoykottvertrageS vereinbart war, würbe ein aus fünf Mitgliebern bestehender Ausschuß.zur Vorberatung der lausenden Geschäfte gewählt. Ten „Züricher Nachrichten* zufolge werden in den Müllerkreisen Schritte getan, um die sofortige Einberufung einer außerorbentlichen Session der Sunbedoeriamm* lung zu veran lassen. Mehrere einflußreiche Mitglieder der Bundesversammlung sollen bereits ihre Zustimmung gegeben haben. Nr. 8 Erstes Blatt ISS.Jahrgang Montag 11. Jannar 1 SOS Der Siebener Anzeiger __ SrJS'S ZK X A Sk A A AA AA 4k A X A All ÄfeÄ SicbenerZa-iliendlätrer; ■ »A AVV fW Wf ■■ W W ^bhole- u. Zweigstellen zweimal wöcheutl.KrciS: W S 'W M W M M W V M W W W JF «8 13 ft W ▼ monatlich 65 Pf.; burch blatt für den Are i5 Gießen M W M ■ HMh ■ ■ BUr ■ V ■ ■■ A ■ ■ ■ HLr die Post Akk. 3.-viertel- (Dienstag und Freitag); VA W W W M W M W 4T W SB Ä M M H jährk. ausfchl. Bestellg. =™ 44111VIUVI»5 tüt die Redaktion 112, IXS? Wir Berantwortlich :=~ General-Anzeiger für Gberheffen LM« Annahme von Anzeige« 1 Ä I f n. Land" und »Gerichts- b» ->°rinu°Z'iü"üh" Kotaticnsbrud unb Verlag ber VrMschen Univ.-Vuch- unb Steinbruderci H. fange. Bebattion, Lxpebitian nnb Vruckerel: Schulftratze 7. Im gestrigen Ko uz er i. bommierte Prahms, und seine U Zigenuerlieder bildeten aewisiermaßen den Höhepunkt ,, , t , „ . , . .■._> - dieses interessanten Wends Eine heiße, schwüle Glut weht Neben dem dramatisch gesterger.en Gesänge Fischers einem aus diesen wilden Liebesliedern entgegen ""d nr^rht belebten Vortrage von Frl. Leßmann ftel bte das Atmen schwer. Aber echt und dem erscheint einem jede Note dieser teils t t -■ schwermütigen, teils ausgelassen luftiaeit und tollen Verschtedenhetr dcs ^rnperaments und des ^ortrags der Weisen. Es sind nutsikallsche Aphorismen und bilden künstlerischen Sbrrkung allerornAs vortre.f.rch zu statten, )ooaß doch ein einheitliches Ganze. Wie wunderbar hat Brahms, *>ie chts fturmychem Applaus erfolgte Wiederholung bet den der Nordläiroer, hier der sonnendurchglühten südlicheren Zuhörern wohl allgemein dankbar empfunden wurde. Rach Wirklichkeit die innerste Stimmung abgelauscht, um sie in so dem reichen Beifall zu urteilen, der den Sangern gestern vollendeter Weise in Tönen weiterkltng-m zu lassen. Der zuteil wurde, war das Mbliknm sehr b-sried.gt Bon dem ganze Reichtum an Gefühlsinnigkeit des Komponisten ist über Gehörten. . . a, u. , , .. _ . diese Lieder ausgebreitet, und man kennt Brahms eigentlich Die mißerordentlich schwierige Klavierbegleitung wurde noch gar nicht, solange mmi diese Lieder nicht kennt. In von Herrn Professor Gustav Zenner aus Marburg aus-- seinen anderen Liedern überwiegt häusig die Reflexion und geführt. e n- läßt die tiefere Stimmung, die auch in ihnen liegt, nicht so leicht zur Geltung kommen. Bon diesen anderen Liedern ©tCßCtlCV läßt es sich darum vielleicht auch mit einigem Rechte sagen, Bis früh um fünfe. daß ihre Schönheit erobert sein will. Je öfter man sie Schwank mit Gesang von 5. Kren und L Lipp sch itz. zu hören Gelegenheit hat^ um so besser geht einem ihr Musik von P. Linke. wahrer Wert auf. Neben Schumann, der im gestrigen Pro- Kabarett „Zum Wolkenfetzen" herrscht reges Leben, gramm mit 4 Duetten für Sopran und Tenor vertreten ^er artistische Leiter, »eimdal, ist in voller Tätigkeit, seine war, ist Brahms gewissermaße.-r schwere Kost. Es ist daher tiärtc __ echte Großstabttypen — burch Witze und Vorträge unter Umständen nicht galcz unbedenllich, beide Komponisten in Stimmung" zu bringen und wird hierin von einer feschen auf ein Programm zu setzen, wenn man die Einheitlichkeit Barfußtänzerin Marja Mariani aufs eifrigste unterstützt, der Stimmung nicht zerreißen will. Mau hatte das wohl $rau Zollinspektor Lori Klingmann, die zur Feier des Dienst- auch bei der Zusammenstellu ig des gestrigen Programms iub^äums ihres Vaters, des Sekretärs Gottlieb Zangen- empftinden und die Zigeuneriieder ganz, richtig zwychen berg in Berlin anwesend ist, führt ihre Schtoefter in das Schumann und die anderen Braymsschen Lieder hinein- Kabarett, das frühere Stammlokal ihres Mannes. Heimdal, noYAnkev Es war damit em sehr glücklicher Nebergang Jugendgeuebter, verliebt sich nun unverzüglich in ihre .... . Schwester Eva. Kurz nach deren Weggang erfcijeint Kling- Von den. übrißeii Numnieril des Programms ntteressierte mann selbst, begrüßt feine alten Freunde und sitzt bald ge- vor allem Arnold Mendelssohns altdeutsches Weihnachts- mütlich mit der Barsußtänzerin bei einer Flasche Sekt, wird lieb, „Joseph, Lieber Joseph mein" durch ihre fein abge- aber dabei von feinem Vorgesetzten, dem Regierungsrat tönte Wiedergabe. Musikalisch reizvoll war Meister Leo Bröblle, überrascht, dem er die Barfußtaiizerin als feine Haßlers „Gagliarda", sicherlich eine der besten Darbietun- Frau vorstellt. Als es schon auf Fünfe geht, gerät er mit gen des Abends. dem Lebemanne Baron Krestowsky, Einern Schmuggler und Mit großen Envartunaeu hatte mau hier in Gießen Geliebten^der Barsiißtän^rin, in Streit, den ein herbei- bem Konzert des Berliner BvLal-Quartetts enigegengeseyen, eilender Schutzmann schlichtet. obgleich man bisher eigentl'ch noch nicht biei von seinen Sämtliche Personen treffen sich am andern Tage im Leistungen gehört hatte. Niir der 92ame Eva Leßmann, der S)au)e bezw. Garten des Sekretärs Zangenberg und nun Tochter des als Attlsikschriststeller und Komponisten wohl- beginnt eine Kette von gewollten und ungewollten Ver- bekannten Redatteurs der Allgemeinen Musikzeitung, und Wechselungen und Mißverftändnisfen, in die nach und nach Schülerin von Etelle Gersters, schien dafür zu bürgen, daß alle hineingezogen werden, )o daß .eme unglaubliche Ver- man auch diesmal Gutes zu hören bekommen würde. Dieje wirrung entsteht,, die sich am Schlüsse selditveritandlich in Erwartung ist nicht getauscht worden. Der sympathische, Wohlgesallen auflöst. Wortspiele, Verdrehungen, Witze, zarte, reine, sorgfältig geschulte Sopran von Frl. Eva etwas (Satire unb totale Anspielungen sind überall einge- Leßmann fügte sich vckrtresslich zum weichen Alt des streut und das Publikum spendete desonders nach den Ge- Die Dattankrisis. Der erste Schritt zur Verstän-igung. Die türllschen Beivamssestlichkeiteu find au gelaufen unb alsbald haben auch die S&rOanMungen zwischen Oesterveich-Ungarn und dec Pforte wieder begonnen; wie es scheint mit den besten Aussichten. Ter österretchischmugarische Botschafter Marigras Pallavicmi bat auf Grund neuer Weisungen ans Wien Kiamil Pascha folgende Vorschläge gemacht: Oesterreich-Ungarn hält feine Vorschläge Ixtr. den Abschluß eines ^ndelsvertrages aufrecht, worin es von vornherein seine Zustimmung zur Erhöhung der türkischen Zolle von 11 auf 15 Prozent und auf Einführung gewisser Monopole erteilt. Unter Berücksichtigung des roicberfyjit geäußerten Wunsches der Türkei dd Entgelt für bie Zedierung ihrer Svu- veränitotsrechte auf Bosnien eine finanzielle ßiiwcnöimg zu erbringen, uomnil die österreichischenngarnck«: Regierung diesem Wun- jchc in der Weise entgegen, daß sie sich bereit erklärt, der türkischen yicöicmng als Ersatz für die in 'Bosnien unb der Herzegowiner gelegenen eheumligen türkischen Staatsgüter einen Betrag von "21/3 Millionen türkischen Pfund anzubieten.^ dkachdem cs aber nicht ganz klar ist, ob es sich um ottvmauisches Staatseigentum handelt oder um Eigentum der beiden Provinzen, knüpft die österreichifch- nngarijche SLegierung ihr Anerbieten an die Bedingung, daß biqe juristische J-rage in authentischer Weise, eventuell durch einen Schiedsspruch, festgestelLt werbe. Zu diesen. Vorschlägen schreibt nun das Wiener Frembenütatt: Durch die neuen Instruktionen, bie der Österreichiesch-mngarrsche Botschafter in Konstantinopel er- hielt, ist einem msck-en, befriedigenden Verlause der Verhanölmigen ber ^ürfei eine günstigere Aussicht eröffnet^ als sie bisher üe- liariben hat. Unser gegenwärtiges ÄuerbietLN an die Türkei, ihr sür ihre ehemalige Staatsgüter in Bosnien 2'-/? Ntillionen türkische Pfund zu zahlen, bietet der Türkei den Vvtteil, daß sie ohne eine für sie ungünstige Verrechnung von FordLrungen unb Gegen- Mrderimgen eine beftunmte Summe erhält. Heber die Höhe üiefer Summe ist allerdings jede weitere DiSlussion ausgeschlosieu. Es ist zu ertoarten, daß die türkische Regierung dieses für ihr Interesse so günstige Angebot annimmt, und daß oie Verhandlungen in Kon- sLanlinopel das von beiden Seiten gewünschte Ziel erreiche. Der „Pester Lloyd" schreibt mit Bezug auf das Anerbieten Ocfter- reich-Ungarns, ber Pforte 21.- Millionen türkische Pfunde als CrllschcLrgung für bie ehemaligen Staatsgüter in Bosnien zu zahlen: Ocsterteich-Ungarn ist hiermit bei feinem äußersten Angebot angetcmgt. Man wird im eignen Lande dem Min.ster des Aeußern sicherlich Dor.uerfen, er fei zu nachgiebig gewesen. Er hofft jedoch, durch diesen Beweis äußersten Entgegenkommens, die Nkternatwnale Konstellation günstig zu beeinslussen. In Konstantinopel soll ter österreichische Vorschlag einen günstigen Eindruck hervorgernsen haben. Der Grvßwesir yat das Ängebvt hem Ministerrate unterbreitet und vc, sprachen, dieser Tage eine Antwort zu erteilen, worauf dann die weiteren Unter hMck-lungen. auf ber Basis bei: Vorschläge beginnen werden. Neue Schwierigkeiten Nerurjacht tagtäglich See eien. Wie aus Srebereitica gemeldet wird, feuerten vor einigen Tagen serbische Zolllvächtcr auf bosnische Bauem, die im Walde ooerhcckb Powvicko Polje am linken Drina-Uicr Holz sammelten. Van den. Bauern wurde niemand verletzt, da jie gleich nach dem ersten Schuß hinter den Bäumen Deckung fHülfen. Wie aus Srebrenici ferner gemeldet wird, ist eine Gendarmeriepatrouille ant Mltvooch auf der Straße Brutunac- 'Fakrodio vom serbischen Ufer ans beschossen worden. DiePatrouille, weiten der Straße »romcntenc. darauf betraten die beutfdjcn Stuber.ten den Graben und promenierten gleiche "faNs m Grurven von 5 bis ä '.Occnrn. Ptönlich cntftanb «in Gejohle oct Tschechen, unter denen sich viele junge Vurschen befanben und nun marschierte bk Sichcrheits- Wache von allen Seiten au r. Ws \_.V2 llbr hatte sich die (Promenade der deutschen 3rnc, n. n-,'etwa 300 an der Zahl, tn aller Ruhe vollzogen. An einem liunftc würbe ein Student von Tschechen umri: - . und auf die efabri'trafc gc- drängt. Tie Lache schritt jebom ein und zerstreute die Menge. Dieses Manöver wieoerholte sich nom einige Male, wobei es zu mehreren Verhaitnngen tarn. Tie Wache ging mit Energie vor und drängte die Tschechen nad) dem Wenzelsptatzc. Gegen i J Uhr hatte der Graben wieder 'sein normales Bild, das nicht mehr gestört wurde. Zu dem ruhigen Verlaus des Tages hat der Umstand viel beigetragen, baß bic tschechischen Sozialisten für Vormittags eine Versammlung einberufen batten, somit waren die bekannten Arrangeure der Prager Ausschreitungen verhindert, auf dem Graben zu erscheinen X Tie italienische Kammer 'ie^tc am Samstag ihre Acratmigcn über T?afenabmcn jur 2mberung her Not im 6rbbebengebiete fort. Nachdem die einzelnen Anikel der Vorlage beraten waren, wurde biete »n geheimer Abstimmung mit her Abänderung angenommen, bafe an Stelle der vorge- schlagenen funsprozentigen Erhöhung der Steuern für zwei Jahre eine solche um zwei Prozent für fünf Jahre beschlossen wurde. Ter Beschluß ist emftimmtg gefaßt und mit lebhaftem Beifall ausgenommen worben. Ter Ministerpräsident schlug sodann vor, daß *ie Kammer ihre Arbeiten erst am 16. Februar wieder anfnrhme, statt, wie bkher bestimmt, am 8. Februar, weil sich mehrere Aci° -irster an bic Unglucksstätten begeben müßten. Lieser Vorschlag wurde angenommen und die Sitzung geschlossen. (Sine Verschmorung gegen den Zaren. , In Zarskoje-Selo hat sich am Tonnerstag, wie der «VeterS- vurgSki ~iftotN meldet, inmitten der Stadt eine starke Bomben- Explosion ereignet, bei der indessen niemand verletzt wurde. Un- kontrollierbaren Gerüchten zu'olge, ist neuerdings eine Verschwörung gegen die Zarensamrlie aufgedeckt worden, wonzit diese in ZarSkose- Lelo vorgekommene Bomben-Explosion zusannnenhängen soll Das Zarenpaar erhielt in der letzten Zeit mehrfach Drohbriefe. Angeb- Irch hielt sich em Verschwörer in Zarrkose-Selo auf, dem der verübte Anschlag galt, weil er wankelmütig geworden sei. In ver- flofiencr Nacht warben dort sowohl wie in Petersburg zahlreiche Verhaftungen sorgen emmen. Deutsche» Reich. Tas a i i e r D n a r ist gcircrn von HuoerluSstock iurch Berlin isurückgekehrt. 3n r R c i) c d.i s e it g 111 c n Kaiicrpaares nach iTeuNchlano cnährr bic 'Natwnal-Znnmg, daß der Term in für den Besuch König Eduards von England und Gemahlui am beut> schen .vo»e bereits während der vorjährigen Anwesenheit des brb tischett Königs in (Sronberg vereinten worden sei. König Eduard sechst rraglc damals den Kaiser, warnt ihm sein und seiner Gemahlin Besuch in Berlin ciigcuchnt fei. Beide Souveräne verabredeten <114 Termin bic erste Allste des Februar 1909. Der genaue Tag der Anlunst bev englischen Königsvaarcs wurde dann in privatem Bricm^chstl bei beiden Souveräne festgesetzt. Den König wird -non polilischeu Veriönlick'keiten Sir Charles S5arb,ngc begleiten. sLußerdem trifft mit dem Königspaar das übliche Gefolge in Berlin ein. Ter neue Kurs, der fett den unglückliäten 'Jtccemtertagen iein^eschlagen worden ist, botumentiert jetzt fdion äußerlich in der tfTOÜtn Zurückhaltung, die sich der Kaiser auserlegt hat. Beisviels- weise Hatto eine Äuldigung vvr dem Kaiser, der aus großen Vereinen Berlins und der Vorort-' bestehunde Säniterbunb zum bevorstehenden 50. Geburtstage des Monarchen in Form einer Serenade geplant. Bvm .tzofmarschallamt ist icooc! die Mitteilung erfolgt, daß der Kaiser die Huldigung ablehnen müsse. - Aenderung des preußischen Wahlrechts. Der erneute Antrag ixt freisinnigen. ?rrattwnsgemeinschast auf (Sin- lührunq b -genend :.ro- u znm Ziel hat. Dir Genossensc! ast sott rinc gruve beir .ben, in oer bic Arteit von Jeder t o :x Vv. .nr v m: < werben tann: ferner nr ?. Schmig .. ,i । , neu mit Maschinen geplan,, und eßinV 11 bit - i>o'sei" a^t schon für ben nächsten Sinter den Bau voir Baracken rur die Unterkunft der Aroettslosen in bic Sega leiten. Tie Arbeiter sollen also kein beschämendes Almosen empfangen, sonbern Gelegenhett belominen, durch nunbringendc Arbeit sich über die Zeit der Beschäftigungslosigkeit hinwegzu- helfen. Je nach ihrer Vermögenslage follen die Wormser Bürger kleinere ober größere Anteile der Genosienschaft erwerben. Achnliche Anstalt .i finb ja schon auf charita- tiver Grnnblage hier und -a getrv «en worden. In der gekennzeichneten Form aber durfte der Versuch zur Vcr- ringerung der Arbeitslosigkeit und damit zur Milderung der sozialen Gegensätze neuartifl fein und ernste Beachtung, für oen Fall des Gelingens ■. rige Nachah'.m'ng verdienen. * ’• Tagest a lend er für Montag, 11. Jan.^ Kaunn. Verein und Ortsgeweibeverein : Voitiaq Don Dr. med- Fulda- Frankfurt : ^5uggeftion und Hypnorisnms*. Abends 8* , Uhr in Steins Saalbau. « •• Zur Reichstags wähl in Bingen-Alz ey. In Armsheim fand gestern eine von über 300 Vertrauensmännern aus sämtlichen Orten öc5 Wahlkreises besuchte Ver- trauensmännerversammliing der sreisinmgen Parte statt; sie beschloß nach mehrstündiger Beratung in voller Einstimmigkeit: Drc Versammlimg erblickt in Pfarrer Korell den geeignetsten Kandidaten für den hiesigen Wahlkreis; sie bittet ihn. sein Bedenken zu unterdrücken und bic Kandidatur zu übernehmen. ** Juristische Staatsprüfung. Von den 24 Re- serendoren, bic sich im Herbst v. I. der Slaatsorüsung für das höhere Justiz» und VenvaltungSfach unterzogen, bestanden 20 das Examen. Tic in Oberhessen beschäftigt gewesenen Hill-Gießen, Dr. Ka tz - Großen-Buscck, Metz-Gießen und Frhr. Schenck zu Schweinsberg - Gießen bestanden sämtlich das Asiessorexamcn. " Stadttheater. Es sei nochmals auf das Gastspiel von Albert Bassermann vom Lessingtheater in Berlin hin» gewiefen, der am Dienstag, 19. Januar in dem Saltenschcn EmakterzykluS ,Vom andern Ufer* hier auftreten wird. Herr Bassermann wird drei der hervorragendsten Rollen spielen und daß der Künstler, der als der berufene Nachfolger Milter- wurzers gilt, etwas Hochinteressantes bieten wird, geht schon daraus hervor, daß das Werk seinen Erfolg in Berlin speziell den Bassermannschen £ei|"iungen zu veidanken hat. Bemerkt sei noch, daß eine Wiederholung des Emakterzytluö ohne ben Gast auZgeschlossen ist. " Vortrag Wolfs. ES sei noch mitgeteilt, daß zu dem am 19. Januar in »SicmS Garten" stattsindenden Vortrag des Oestcrreichlschen ReichSratSabgeordneten Wolf ein Eintrittsgeld nicht erhoben werden wird und auch Frauen Zutritt haben werben. Nähere Bekanntmachungen werben noch erfolgen. --- Sief cd., 10. Jan. Der yür gerbet ein hielt gestern abend eine gut besuchte Versammlung ab. Die Tagesordnung wurde bei recht reger Diskussion slott erledigt. U. a. wurde den Becunglückten auf Zeche Radbod eine Unterstützung von 20 bewilligt. Tas diesjährige Winterfest würbe auf den 23. Januar verlegt, und zum Schluffe wurde noch zur Abhaltung von öffentlichen wissenschaftlichen Vorträgen angeregt. i. Groß en--Lin den, 10. Jan. En: seltenes Gemeindefest beging gestern abend die Bevölkerung unseres Städtchens, nämlich das 25jährige Dienstfubiläum unseres verdienten Ortsoberhauptes, des Bürgermeisters und Landtagsabg. Joh. Leun. Am Samstag abend 8 Uhr wurde in der Ortssttatze ein Festzug ausgestellt, an dem sich der Orts-, Schul- und Kirchenoorstand, die Gesangvereine Harmonie rmd Germania, oer Kriegerverein, Turnverein, Radfahrerverein, die Feuerwehr und der Regierungsvertreter, .Regierungsrat Welcker-Gietzeii beteiligten. Tie Vereine hatten sich mit Lampions versehen. Durch die Straßen bewegte sich der Lampionzug unter Vorantritt eines Musiltorps zur Wohnung des Bürgermeisters, der hier abgeholt lvurdc. Dann ging cs nach der festlich geschmückten Turnhalle, wo der eigeniliche Festakt stottsand. Auch die Gemeindeverlretcr der angrenzenden Nack)bargemeinben Allendors, Lützellinden, 5)ochelheim, Hörnsheim, Klein- Linden, Leihgesterii und Lang-Göns waren cingeladen. Tr. Platz, der die Feier arrangiert i>artc, hielt die Be- grüßungs und Eröfsnungsansprache^ er hieß bic Regie- EungäbLLlreter, die Vereine usw. willkommen und gedachte der hohen Bedeutung des Festes siir die Gemeinde. Nach einem Gesangsvortrag des Gesangvereins Harmonie ergriff der Regierungsvertrerer Reg'» rungdrat Welcker - Gießen das Wort. Nachdem er bic Verdienste des Jubilars gebührend erwähnt, übergab er - amens des Großherzogs das Ritterkreuz 2. Klasse vom Philippsorben uub schloß dann mit einem Hoch auf den Grotzherzog. Beigeordneter Luh sprach über das Aufblühen des -Ortes während der Amtszeit Leuns, hob seine überaus rühr.ge Tätigkeit im Interesse der Gemeinde hervor und übergab als ein äußeres Zeichen dankbarer Anerkennung eine goldene Uhr P'arrer Schulte als Vertreter der Kircheng'emeiudc und im Auftrag des OberkonsistoriumL gedachte der Verdienste oes Jubilars um die kirchlichen Veryällnissc und besonders um die voriges Jahr erfolgte stilgerechte Renovierung des Gotteshauses. 24 Jahre gehöre Bürgermeister Leun bent Kirchen- oorstand an. Nachdem der Gesangverein Germania einen Chor vorgeiragen l>atte, brachte Pfarrer heinebach einen Toast auf ben Jubilar, ein Gcmeinberatsmitglied auf bic Frau Bürgermeisterin aus. Bürgermeister Üeun dankte m herzlichen Worten für die überaus große Ehrung: besonderen Tank sprach er dem Reg'erungsvertrcter aus für fein Erscheinen zu der von der Gemeinde veranstalteten Feier. Der Turnverein stellte mehrere schöne lebende Bilder, bet Kricgerverein führte unter lebhaftem Beifall ein Theater^ stück aus und die beiden Gesangvereine verschönerten die Feier durch Gesangsvorträge. So verlief die gan^e Feier in überaus schöner und würdiger Weise. x Allendorf a. Lda., 10. Januar. Seit einigen Tagen kostet der Laib Brot hier 50 Psg., was besonders für die Arbeiter, bei denen bic Vcrdienuc jetzt dach sehr Inapp sind, sehr erfreulich ist. ? Nonnenroth. 10. Ja» Ein schwerer Unfall, der einem hochbetagicn Manne das Leben (öftere, ereignete sich am Freitag abend bauier. Der 85jährige Suireinermeister S d, > eu n ing von hier glitt beim Verlassen einer Wirtschaft auf der Trevpe aus und stürzte |0 unglücklich au beit .viutenapi daß er bewußtlos liegen blich, '.’liibcrii Tag: , . on starb ocr ?.\ann an den Folgen oes Sturzes. 2a-> Ckrah: auv tgest Wi 'tc gei rn im Unter- luunnug des Falles hier C bei-Ohmen, 9. Jan. Eine Bürger-Per- I i a ui m l u n g besagte fia^ eingehend nut dem Ohmlol-Vahn- Projekt Mücke—Ulrichstein. Ein Komitee wurde gewählt, welches die Jntcreffen ter Gemeinde mit Entschiedenheit vertreten soll. A Ulrichstein, 10. Jan. Ein heftiges Schneegestöber setzte am Freitag ein, sodaß tu wenigen Stunden Flut und Feld mit fast fußhohem Schnee bedeckt waren. An einzelnen Stellen türmten sich hohe Schneewehen auf. Heute ist em herrlicher Wintertag mit Hellem Sonnenschein. In Scharen treffen bic Schnceschuhläufer und Schlittemahrer ouS der Um» gegend ein, um sich an der schönen Winternatur zu erfreuen. Vom Schloßberg genießt man einen weiten Fernblick über die herrliche Winterlandschaft. x Büdingen, 10. Ian. Wir haben »rühei mit- geteilt, daß zur "Schlichtung der zwischen der Fürstlichen Ver» waltung und einigen Gemeinden herrschenden Differenzen Minister Braun feine Vermittelung angeboten hatte. Tic geplante Besprechung mußte wegen Erkrankung des Fürsten verschoben werden. Sic hat nun am 8. d. M. in Darmstadt stattgefunden, und zwar waren zugegen Se. Kgl. Hob. bei Großherzog, Minister Braun, Fürst Wolfgang und Äanmietbirefior Müller. TaS Ergebnis ber Besprechung wirb demnächst amtlich bekannt gegeben werben; so viel können mir fetzt schon verraten, daß der Großherzog mehrfach mit großer Sachkenntnis und m versöhnlichem Sinne in die Besprechung eingriff, und daß eine friedliche Beilegung der Streitigkeiten sicher zu erwarten ist. O Laubach, 10. Jan. Gestern abend beging die Bevölkerung in festlicher Weise tm Gasthause zum Schützen- Hof das 25jährige Jubiläum ihre« BurgenneisterS W. Jochem, wozu der gesamte Gemeinderat Einladung hatte ergehen lasten. Geh. RegierungSrat Schönfeld aus Schotten begab sich an der Spitze des GemcinderatS in bic Wohnung des Bürgermeisters, um dem Gefeierten daS Gefcheuk der Stadt, eine goldene Taschenuhr, zu überreichen. Unter- besten hatte sich vor dem Hause der Gesangverein .Eintracht eingefunden, um unter Leitung deS Lehrers Metz auS Hungen dem Burgermelster ein Ständchen zu bringen. Darauf begab man sich zum FestkommerS im Gasthausc ziim Schutzen- hof, woselbst sich bereits eine sehr zahlreiche Versammlung eingefunben hatte. Der Gesangverein ^Harmonie* eröffnete unter Leitung deS ReallehrerS Gerhardt die Feier mit „Tanket dem Herrn". Die zahlreichen Toaste begann Beigeordneter Kaufmann Diehl mit einem Hoch auf ben Groß- herzog; die Hauptrede hielt Kammerdirektor Birnbaum, in der er die Verdienste deS Bürgermeisters (Eisenbahn, Wasterleitung, Drainage) betonte und die demnächst noch zu lösenden Ausgaben (Kanalisation und Beleuchtung) erwähnte. Es folgten bann als Rebner Pfarrer Nebel, Graf Wilhelm zu SolmS-Laudach, KreiSrat Schönfeld, Oberamtsrichter Zimmermann, Gymnastalbirektor Tr. M ü l l c r, SanitätSrat Dr. Vogel und tm Namen der Bürger Lau- bachs Metzgemieisler Diehl. Zuletzt sprach SücgermeiflcL I ochem feinen Dank für die dargebrachte Feier und feinen Mitarbeitern und Behörden seine herzlichen TankcSbezeugungen aus. Im übrigen verlief die Feier in durchaus animierter Weise unter gemeinschaftlichen Gesängen, Chören der »Harmonie* und »Eintracht* und unter fleißiger Mitwirkung des Musikoereins. fc. Vilbel, 10. Jan. Die Gemcmdevertretmig hat dem Vertrag zwischen der Stadt Frankfurt a. TI. und Vilbel wegen Lieferung von GaS und Elektrizität zu- .gestimmt unter der Bedingung, daß Vilbel die Führung der Tranibahnlinie mit zu bestimmen hat. Hebet diese Linienführung bestehen zwischen dem 'Tranibahnaml in Frankfurt a. M. und der hiesigen OemembcDertretung noch per-, schiedene Meinungen. s. ^Darmstadt, 9. Zan Die Großh. Ebclglas- in a nu f a f t ur, bereit Besitzer bisher ber Großherzog war, ist nunmehr in den Besitz von Professor Josef Emil Schncckcuborf, bcs bisherigen Leiters bcs Znftitups, übergegangen. Im Firmenregister würbe neu eingetragen: Wcnfiatten für Kunst unb Knnstgewerbe, Josef Emil Lchneckenbors. R. B. Darm stabt, 10. Jan. Unter zahlreicher Beteiligung ist gestern hier eine Ortsgruppe Darmstadt des Deutschen Lustflottenoercins gegründet worden. Der Versammlung wohnte u. a. auch Generalmajor v. Ecken- b rech er, der Vorsitzende des hefsifchen Landesverbandes bei, der über bic Zwecke unb Ziele des ganz Teutschland umfassenden Vereins und über die Organisation eingehend Bericht erstattet werden. Ende dieses Monats soll in Weimar eine von sämtlichen Landesverbänden beschickte Versammlung stattftnden, in der die Statuten enbgtlttg festgelegt werden sollen. Otach dem Referat wurde bic Ortsgruppe Darmstadt mit ca. 200 Mitgliedern definitiv begründet. Zum Vorsitzenden wurde Generalarzt Dr. Lindemann, zum Stellvertreter Baron v. Oettinger, zum ersten Schriftführer Aiajor Fink, zu desten Stellvertreter Dr. Gerth und zum Schatzmeister Kaufmann Fischer gewählt. b. Dtainz, 9. Jan. Der Wemgutsbefiyer und Wein- Händler HanS Forch führte heute nachmütag einen von ihm konstruierten Acroplan einer größeren Anzahl geladener Herren im Hotel vor. Nach den Erklärungen des Erfinders hat fein Glcitflieger die von Profesior Reißner an der Technischen Hochschule zu Aachen geforderten drei Haupteigen- 'chaften: Schwebefähigk-it, Stabilität und wirkungtzoollen Antrieb, im höchsten Maße. Es kann vier Personen tragen. Im Probeflug schwebte das Modell 15 Meter leicht dahin. Alainz, 9. Ian. Gestern hat auf dem Stadthaus eine Beratung verschiedener Ausschüsse stattgesunden, in der über etwaige Errichtung eines neuen Rathauses verhandelt wurde. Es wird behauptet, daß bte Mehrzahl der Anwesenden sich im Prinzip mit einem Neubau einverstanden erklärt habe. Mehrere Neubauten, bic einen Kostenaufwand von 700 000 Mk. verursachen, seien ohuehrn notwendig; die Verwertung der frei werdenden Gebäude soll, wie behauptet wird, die Kosten so weit verringern, daß der Dtehraufivand nicht allzu groß werde. TaS alte Stadthaus soll anderthalb 2)hUioneii cmbrtngcn. das Gebäude in der Stiftsstraße 200 000 Mk., die anderen städtischen Gebäude, die auch zu Burcauzwecken verwandt werben, eine Million. Gin Plan, auf dem der Bau in gotischem Stile gedacht ist, ist vom Bau- aint bereits ferliggeftclU. — - A r a n 11 u r t n. M., V. Jan Heute abcitd fanh zu Ehren des Geheimen Oder-nebizinalratcs Professor Tr. Paul Ehrlich, Direktors des Königlrcheu Instituts der BW. 295) Bopp. Voraussichtlichc WUtcruug für .Reifen am Dienstag den 12. Januar: Trüb, Niederschläge, rneist Schnee. Etwas roärtnet. Starke westliche Winde._______________________________________ Gießen, den 28. Sehern her 1908. Großherzogliches Amtsgericht. Bei der Bank für Hande l und Industrie, Nieder- lafsung Gießen: Professor Tr. Kassel Mk. 50.—, Marie, Else und Tlnla Sanqermnmt 3.80, N. N. 5.— Sa. Mk. 58.80. Bereits veröffentlicht Mk. 115.—. Insgesamt Mk. 173.80. überrechn. Unter- in9otcnn .Eintracht'- ■$. 2! t tz aus Hungen klngen. Darauf be« hause zum Schützen- lreiche Ansammlung Harmonie^ eröffnete cdt die Fein mit Toaste begann Sei» Hoch auf den ®toB« ektor Birnbaum, neisterZ (Eisenbahn/ e deuinächst noch zu leuchtung) moähnte. edel, Graf Wil- Schönfeld, Cber* MtorTr. Müller,, it» der Bürger Lau» sprach Bürgermeister chte Feier und semen en LankeLbezeugungen i durchaus animierter n, Chören der ,Har- igec Mitwirkung des ErngeßattdR. (Für Form mib Inhalt allei. unter öteicr Rubrik stehendere Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Tie Gießener H a u s j v a u c n weiten Gewicht daraüi legen, daß die Ftekschprelfs, die sie an die Metzger zu entrichten haben, mit bet: jeweiligen otfiz. Preisen mr Gieszener Anzeiger genau übereinftunmen; das ist ebenso notwendig wie naiürltd). Wenn z. B. tue gesalzenes Fleisch, wie es geschehen, ü Psb. 90 Pfg. gefordert werden und un ^lnzeiger schon 8 Tage zuvor 84 Pfg. angegeben waren, so ist das ein Sietzstand, der ernschleden zu bekämpfen ist; Bekanntmachung. In das Genosscnschaslsregtster wurde vezugllch beS landwirtschaftlichen Konsumvereins Burkhardsfelden--Oppenrvd und Umgegend, E. G. m. u. H. eingetragen: An ©teile deS aus dem Vorstand ausgeschiedenen Hemrlch Schmidt V. wurde Peter Schepp in Burkhardsfelden als Rechner gemähte. suchung der ©teile wagen will, wo man den Goldschatz vermutet. Der Oberst 'Äußert sich sehr zuversichtlich über den Erfolg der Expedition. Kleine Tageschronrk. Bei dem gestrigen i n |l u r D e Mr 5c i r ch c trt sJc a r (Schwer-) sind 28 Menschen getötet und 30 Personen, zum Teil schwer, verletzt worden. . Bei Savona unweit Genua erfolgte heute nacht ein - dir Ä?»9 uni m-düch .Beging bie ff ? ®*** re§ Egermrislers '^derat Einladung Schönfeld aus ®tmeinbtraf§ in dic Sroßh. lidclgla^ der Großhuzog mh urfessor. Zosef W ;iiei5 des 3n)titup/ .rde neu emgeMgeiu ewerbe, W\ emtl Unter 'N* M- * ä v Ecken« neralmaior = . i wanbesDerbanbeS bei, s5”3-"* tgrunbet o ;miiM CU'I netaben« lärung» if b 1,8). ”'5nen W®" vier +5' t tzghm. .5-555 »- «'"‘"„„twenltg; »i( WH«“1’1 U6C i-ll- S M6 »ft.® Lett»« 6 ,e 9 sie au* •“ >6i* Bin ic i** 1 s Experimentellen Therapie, eia Festkommers statt, and "lätzlich der ihm verliehenen Hälfte des Nobelpreises für medizinische Forschung. Unter den zahlreichen Festgästen "bemerkte man u. bhlwollens und der Anerkennung, indem er mit dem Wunsche schloß, das Fest nicht als eine persönliche Ehrung anfzufassen, sondern als eine -Würdigung und Schatzung der von ihm vertretenen therapeutischen' Richtung. Nach ihm sprachen noch die Herren Professor Dr. Czerny-Heidelberg, Dr. B. Laguer-Wiesbaden und von Frankfurt Professor Edinger, Profeftor M. Freund, Professor Hartmann, Sanitatsrat Dr. Laguer, Professor Düthje, Prozessor M. Reißner?inb Sanitatsrat Dr. Rüdiger. X. Hanau, 10. Jan. Der Staatssekretär Dernüur g hat sich bereit erklärt, nächsten Mittwoch, den 13. d. Mts., in Sachen der Diamantenfunde in Deutsch-Süd- westafrika eine Deputation der Hanauer Edelmetall- Industrie, bestehend aus dem Handelskammer-Präsidenten Äommerzieirrat Canthal und dem Vorsitzenden des .Hanauer Hunstgewerbevereins Fabrikanten Friedrich tauter, zu empfangen, um die Wünsche der Hanauer Industrie bezüglich des Vertriebs und der Verarbeitung der deiltschen diamanten unaen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In SelterS bei Ortenberq feierte mau das Lbrährige Jubiläum deS Bürgenneisters Hch. Rupp. - Ein 'Gewerbeverein ist in Aff enhe im mir 25 Mitgliedern m§ Leben 'getreten. — Auf dem Bahnhof Ober-Schmitten ,oll em Kreuzungsgleis angelegt werden. — Der Vogelschutzve rern Jdstern hat eine Eingabe an die dortige Stadlverlrelung go Achtet behufs Einführung einer Katzensler'er. Sie Perrreler der feiabt Idstein werden am 12. d. Mts. sich mit der Eingabe be- schäbigen. — JnNiedererlenbach im Kreis Rotenburg a. d. Fulda, hat sich ein tzljähriger früherer M u h l e n b e s i tz e r, der vor sechs Jahren die goldene Hochzeit gefeiert und seit einem Jahr Witwer ist, mit der 37jährigen Tochter fernes Nachfolgers verlobt. In Kürze soll die Hochzeit sein. Jahren interessante mib wertvolle Bereicherungen erwarten, denn nicht weniger als drei wagemurige Forscher ringen jetzt gegen Nacht unb Eis unb weitere Expeditionen sind geplant. Commander P e a r y überwintert zur Zeit an den nördlichen Küsten von Gcant- land unb wird mit dem kommenden I-rühiing einen neuen Borstotz nach beut Pol unternehmen. Ein Zweiter amerikanischer Forscl)cr, Dr. Frederick Cook, lKt fast auf demselben Wege das kühne Wagnis angetreten, unb mit Besorgnis erwartet man Nachrichten von ihm, denn er sollte bereits im Sommer zurückkehren, weilt aber noch immer in den eisigen Äesilden des höchsten Nordens. Ein Mitglied der Expedition Milkelsens, S te fa n s so n, hat sich durch ben unglücklichen Ausgang des ersten Unternehmens nicht davon abschrecken lassen, int letzten Sommer miss neue die Fahrt in das Unbekannte anzutreten, und nach ben letzten von ihm eingerrofsenen "Nachrichten überwintert er jetzt bei den Estünos am Colville- River südöstlich von der Äarrowspitze. Indischen rüsten sich neue Expeditionen, diesen Pionieren der Forschung nach steifem. Ter Engländer A. H. H a r r i s o n bereitet einen neuen Zug vor, durch den er von Bmrksland mit der Hilfe von Eskiutos in bas Polarbecken eindringen will; b(te|elbe Ziel hat sich Evelyn Baldwin gesetzt, der die Route durch die Behringstratze gewählt hat. Er beabsichtigt mit einem reichen, auf 3st? Jahre bemessenen Borrat an Proviant das Wagnis anzutreten, will die Strömungen des Treibeises benutzen iuti> hofft fo durch Geduld und Ausdauer im Lause der Jahre $u erreichen, was bie meisten durch einen kurzen entscheidenden Borstotz nach Norden in ben Frühjahrsmonaten erstreben. Inzwischen arbeitet in pterwegen Kapitän A m n n d s e n emsig an der Ausrüstung seiner neuen CxpiKntion, die bekanntlich von der nonvegischen Regierung subventioniert wird und bei der die umgebaute Fram, das Schiss, mit dem Nansen seinerzeit seine große Reise machte, von neuem beweisen soll, daß, sie dem Kampfe mit dem Eise auch heute noch gewachsen ist. * Die pfiffigen Krähen, lieber die Intelligenz der hiabenkrühe teilt F. A. Heß dem „Kvsmos" eine hübsche Beobachtung mit Im Kanton Bern, wo die Rabenkrähe ziemlich häufig ist, so heißt es dort, sah der Beobachter, wie die Böget die Früchte der Nußbäume teils vom Boden auflasen, teils selbst abpflückten. Mit ihrer Beute int Schnabel flogen sie dann über den tiefen Einschnitt, einer Eisenbahnlinie, wo sie die "Jcüffe fallen ließen, die durch bas Aufichlagen auf den sheinharteu Bahnwrper gespalten wurden. Traut flogen die Vögel sofort herbei, um. die Nüsse vollends zu öffnen. Das Treiben der Krähen war so rege, daß der Bahnkörper an eiltet Stelle mit Mßschalen förullich übersät schien. * Der Burengoldschatz tut Meere. Der Mythus des Burenschatzes, so schreibt das „Neue Wiener Abendbl/'', wird wieder lebendig. Man erinnert sich, daß vor dem Ausbruche des englisch-burischen Krieges eine Nachricht Verbreituung gefunden hatte, der Goldschatz des Präsidenten Krüger sei aus Transvaal hermisgeschmuggelt worden. Die erste unb vollständige Mitteilung über den Goldroman enthüll nun das eben erschienene Tagebuch des Obersten Clarke, der gegenwärtig der Prüf ident her Polizei von Natal ist unb früher Vorstand der äriminalnitier- suchnngskommstsion in jener Kolonie war. Danach erweist sich die Geschichte von dem Krügerschen Goldschatz als ein Aiythus. Krüger hat niemals Gold aus Transvaal geschmuggelt. Wohl hatte aber ein Syndikat von Goldhehlern, das bie Minen von Transvaal plünderte, bei Ausbruch bcs Krieges versucht, seinen Goldschatz zu retten. Sie erlitten jedoch Schiffbruch, denn der Dampfer sank einen Tag nach der Abreise, und das Gold fiel ins Meer. Der Wert des Goldes wird auf 600 000 bis 1000 000 Pfund geschätzt, das ist 14 bis 24 Stillionen Kronen. Gegenwärtig werden um das Kap Vidal herum in der St. Lucia-Bai, Zululand, Hcbuugsversuche voraeiwmmen. lieber die näheren Umstände, unter welchen der Goldschatz versank, erzählt Oberst Clarke: Das Gold wurde auf der Barke „Dorothea" in der Telagoabai im Januar 1898 eingeschiffl, aber schon einen Tag nach der Abreise erlitt die Barke Schiffbruch. Der Schatz wurde nun in Barkelisten sicher verpackt, mit Zement bedeckt unb mit Steinballast beschwert. Ein Teil des zugrunde gegangenen Schisses schwamm bie .stufte entlang zu einem etwa fünfzehn Meilen entfernten Punkte, und an dieser Stelle haben damals die Nack>- forschungen nach dem GoldsckZatze der Barke begonnen. Allein Oberst Clarke ist überzeugt, daß nach der Aussage Eingeborener, die den Schiffbruch beobachteten, das Gold in der Nähe des Kap Bidal auf ben Grund sank. SckMt im Jahre 1898 ver- suc. Sc er, sich an bie Aufsinbung bes Goldschatzes zu machen, aber es . wies sich als notwendig, einen besonders ruhigen, klaren Tag aozuwarten, an dem ein Taucher in bie Tiefe gehen sollte. Unb als dieser Tag kam, machte die Amvesenheit eines anderen Bootes an der zu untersuchenden Stelle die Aufschiebung der Taucherfahrt notwendig. Später wurde Ctarke durch andere Pflichten verhindert, an bie Ausführung seines Planes zu schreiten, ben er nunmehr in größerem Maßstabe ausgenommen hall Es hat sich ein Syndikat gebildet, das ungefähr 100 000 K. an bie Unter- Handel. — Neue Russische Staatsanleihe. Nach langen Unierhaublungen deichloß nunmehr die russiscye Regierung, wie. aus Paris gemeldet wird, mit einen! französischen KoiNorUum eine 4' > prozenlige Anleihe von 1,315 Mill. Franks abzuschließen, wo* von 1,200 Süd. Franks m Paris, 150 Mill. Franks in London durch das Haus Baring am 22. Januar zur Emission von 69*/, Prozent gelangen. An bet Anleche ist auch Holland beteiligt Tie definitive Unterzeichnung be§ Vertrages unb die Uebemahme der Anleihe wirb in ben nächsten Tagen in Petersburg erfolgen. — Vierprozentige Bremische Staatsanleihe. Die Finanzdepulation beantragt bie Aufnahme einer viervrozentlge,i Staatsanleihe von 30 Still. SU. Ter Betrag ift bestimmt mr sZorlsctziing der Hafcnbauten in Bremerha'en, des Jndustriehafens in Bremen und ber Wehranlage bei Hemelingen. Petersburg, 9. Jan. Nach einer Zusammenstellung des zentralstatistischen KomileeS wirb der E r n t e e r r r a g von -Sommer- getreibe in 73 Gouvernements aus 22 Still. Pub Roggen, 700Still. Pud Weizen, Ö02 Still. Pud Gerste, 95 Still. Pub Mais unb 8c 5 Still. Pud Haier geschätzt. Märkte. re. Frankfurt a. M., 11. ^an. (Drig.-Selegr. des „Gietz. Anz/) Amtliche9iotlerrmgen der heutigen Fruchtmarklpreise. Weizen Sif. 21.00—00.00, Kurhessischer Mk. 21.00—21.25, Va Plata SiL 24.25—24.75, Llausas Sif. 24.25—24.75, Sioggen (hiesiger- Slk. 17.00—17.25 Gerste (Wetterauer) Mk. 18.50—lw.50, Franken- selber Sif. 17.50—18.00, Hafer 16.00—17.00, Mais Mk. 17.25—17^0. Weizenmehl Mk. 31.50—32.00, 00—00, 2. Qualität SIL 30w-) bis Sif. 31.00, 3. Qualität Mk. 29.00—30.25, Roggenmehl o SiL 27.75—28.00, 1.Qualität Sif. 26.75—27.00, Weizenkleie Sif. 9.75 bis Sif. 10.00, Roggenkleie Sif. 10.50—11.00, Siatsfeime SIL 12.50 bis 'ML 13.50, Frarckeii, Pfälzer, Stieb Sif. 00.00—00.00. Alles per 100 5lg. ab hier. fe. Fra ,iffurt a. M., 11. Jan. (Telegr. Orig. - Bericht der ^Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarft- p reife. Zum Verkaufe standen: 439 Ochsen, 53 aus Oesterreich, 57 Lullen,!) aus Oesterreich, 1006 Kühe, Fersen, Stiere unb Simbcr, 356 Kälber, 526 Schafe und Hammel, 1896 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegenlämmer, 00 Scha'lämmer. Bezahlt würben für i00 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: L Qualitäi 79—81 SiL, 2, Qualität 73—75 SiL, 3. Qualität 60—63 Sif.; Bullen: 1. Qual. 66—68, 2. Qual. 62—64; Hübe 1. Qualität 69—72 Sif., 2. Qual. 60—62 SiL, 3. Qual. 48—50 SiL, 4. Qual. 00—00 Sif., 5. Qual. 00—00 Sif. Bezahlt wurden für das Pfund Schlachtgewicht : Kälber 1. Qualität 90 bis 95 Pfg., Lebendgewicht <8—86 Pfg., 2. Qualität 46—52 Pfg., Lebendgewicht 48-52 Pfg., Schlachtgew. 60—65 Pfg.; Schafe: 1. Qual. Schlachlgew. 70 bis 00 Pfg., 2. Qual. 56—58 Pfg. Schiveme: 1. Qual. 71—72 Pf* Lebendgewicht 56—56,5 Pf., 2. QuaL 69—70 Pf., Lebendgewicht u5,ö—00,0 Pfg., 3. Qu all 63—68 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. Geschäft bet Hornvieh gut, llcberstano unbedeutend, bei Kälbern und Schaken gut, fein Ucbcrftanö, bei Schweinen gedruckt, Uebei- stand erheblich. , . vermrsch-e». *^N en iahrskarlen, bi c ein Bermögeck ko stcn. Die frucht der arnerikrarischien Millionäre, sich gegenseitig zu überbieten, macht vor keinem Hindernis Hall. Der Luxus, der in diesem Jahre mit Neujahrskarten aus Edelmetall getrieben wurde, ist enorm. Visitenkarten ans Gold mit dem Namenszug in Silber gehörten noch in die Kategorie der billigen Gratulationen. Als „bernier cri" würben Kärtchen angesehen, bie aus gewalztem Platin hergestellt waren, um ben Namen in erhabener lÄvlbschrift zu tragen. .In vielen Fällen waren diese Kärtchen noch an den vier Ecken mit Perlen ober Edelsteinen besetzt. Unter den kleinen Neujahrs-Aufmerksamkeiten au<3 Edelmetall spielte diesmal das (Heine Schweinchen ans Gold eine hervorragende Nolle. Der Preis für diese „Kleinigkeiten" schivankte zwischen 75—600 Mark pro Stück. * Ein angenehmer Hauswirt. Ein Hallsbesitzer in Gvoß-Lichterfelde-West, ein Siaurermcifter aus der Ringstraße, hatte einem feiner Mieter, der nicht auf feinen Exmissionsbefehl reagiert hatte, die Wasserleitung 'abgespcrrt unb bie Schornsteine zustopsen lassen. Infolge biescr rücksichtswsen Maßnahine brang der Rauch nach unten unb ball» war bie Wohnung des Mieters vollständig mit Rauch angefüllt. Die Familie des Acieters schwebte in größter Gefahr unb hätte ersticken tonnen. Gegen ben rigorosen Hausbesitzer ist die Staalsamvallschaft bereits eingeschritten. * Der Eindruck des Erdbebens cur England. Man schreibt den Sti N. N. aus London: Der gebildete Engländer ieht ähnlich, wie der gebildete Deutsche, in Italien sein zweites Heimatland, und die Gebildeten haben bas schwere Unglück, bas dieses schöire Land getroffen hat, wie einen perfönlidjen Verlust empfunden. Ihre Empfindungen kommen in den äußerst warm gehaltenen Kondolenzartikeln der Presse getreu zum Ausdruck, dagegen kann man nicht sagen, daß Die schreckliche Katastrophe aus die Masse des Volkes einen sehr tiefen Eindruck gemacht hat. Wir bezweifeln, daß er auch nur halb so groß war, wie der des viel kleineren San-F-ranciscoer Unglücks. Die Erklärung liegt wohl darin, daß die Nerven gegen Erbbebenschrecken bereits av- gcstiimpft sind, unb daß San-Francisco dem Tiirchschnittsenglänber uuzweisell>aft hieb näher liegt, als Stessina oder Reggio, von Denen bie wenigsten auch nur je bie Namen gehört haben. Die Tagesbllrtter wissen das wohl, unb ihre Ansicht über dos, was ihre Leser am meisten interessiert, kommt immer nicht in den Leitartikeln, sondern in der Raumverteilung am besten »um Ausdruck. An diesem Maßstab gemessen, ging bie Ansicht ber Blätter dahin, daß bei Schneefall in London unb die Erdbebenkatastropl>e das Londoner Publikum ungefähr gleich viel interessierten. In beinahe jeder Londoner Zeitung wurde der Raum zwischen der Beschreibung ves hiesigen Schneefalles und seinen Folgen nnb ber Schildeimng der Verwüstung eines ganzen italienischen Distriktes und feiner Folgen genau gleich verteilt? * Der Sturm auf ben Nordpol. Unsere Kenntnis vvtt den eisigen Wüsten, mit denen ber Nordpol fich bisher noch immer mit Erfolg gegen bie Unerschrocteicheit und ben Wissens-- drang kühner Forscher verteidigt hat, kann von den nächsten ^ergkdüU öon MerleitiiüjMbeitell. Die Siebenen und Lieferungen für Ausführung ber Gemeindewasserleitung Bellersheim, Äreis Gieße«, umfassend: Los 1: Titel 1: Rohrgräben, Titel 2: Rohrleitungen. Los 2: Titel 3: Hochbehälter, Titel 4: Brunnensaffungen, Titel öa: Pumpstation (bauliche Anlage) sollen auf dem SubmissionSweg vergeben rverden. Schriftliche Angebote hierauf, mit entsprechender Aufschrift versehen, find bis spätestens Montag den 15. Februar ds. Fs., nachmitt. 4 Uhr bei ber unterfertigten Bürgermeisterei einzurcichen, woselbst auch jitc gleichen Zeit die Eröffnung der Angebote in Gegenwart etwa erschienener Bieter erfolgt Pläne und Bedingungen liegen hier zur Einsicht offen. ZufchlagSfrist 4 Wochen. Freie Auswahl bleibt Vorbehalten. Angebotsvordrucke können gegen Voreinsendung von 3 Mark für jedes Los von dem bauleitenden Ingenieur Herr« Josef Schiffmauu, Gieße« bezogen roeioen. Bellersheim, den 9. Januar 1909. Großherzogtiche Bürgertneisterei. Mandern und Wintersport, Reisen und Säder. E r o n v e r g i. T., 10. Jan. Der heutige Tag brachte eilten Nafsenverkehr, wie er ffelbft an einem Sommertag kaum je zuvor zu verzeichnen war. Zum ersten Skale m diesem Winter tonnten die Rodelbahnen benutzt werden. Infolgedessen roai der Andrang außerordentlich groß. Die drei Bahnen am Sltfomq, iKellergrund und Viftoriapark waren während des ganzen Tages Poll besetzt. Aus Frankfurt, Wiesbadeii und Skautz marcu Rodler und Schnahrer eingetroffen. Tie Eisenbahnen beförderten 16 000 Personen. Dar Erdbeben in Süditaiien. I Infolge neuer Erdst5ße wurden durch eine Woge 20 Meter vom Quai inMessiua weggerissen, wodurch große Massen von dort aufgestabeltem Mehl, ein bespannter ,Wagen und drei Eisenbahnwagen mit Lebensrnitteln ins Sceer gerissen würben. Gestern wurde ein 43 jähriger Mann Icbcnbig unter den Trümmern heroorgezogeu, der feit vierzehn Tagen ohne jebe Nahrung geblieben war. Er hatte dem langsamen Tvdeskampse feiner Frau unb seiner vier Kinder zuschen müssen.. Sein Befinden ist verhältnismäßig gut. Seit Samstag herrscht hier sehr^ schlechtes Setter. In der 'Nacht wütete ein heftiger Sturm. Die Stadt wir ton den Truppen noch immer nach Verunglückten durchforscht; selb «nachts sind Patrouillen unterwegs, um ctoaigeit Ueberlebenben, die sich durch Rufen und Stöhnen bemerkbar machen, Hilfe zu 'brmgeu. .Der GesuudheitsAustanb ist befviebi g en b. ; Catania ist boll von Flüchtlingen unb Verwundeten, deren ^Gesamtzahl sich auf ungefähr 20—25 000 belauft, 4000—5000 Äeimunbete füllen alle Hospitäler und öffentliche Gebäude. Au tüten Ausruf der Stadtverwaltung hoben auch Privatteute in aus- tzedehntem Maße Kranke und Flüchtlinge in ihren Häusern auj- tzenourmeu. Die Damen der Stabt haben ein großes Hilfskomitee gebildet und verteilen in den verschiedenen Hospitälern Kleider unb Lebensrnittel. General Mazza berichtet, baß die gesamten Geldvorräte iund Aj>kumente ber Verwaltung von Reggio gerettet Morden sind. Die Eisenbahnverbindung zwischen Reg°> •gto und Neapel ist wieder fier gefiel 11. Der Dampfer Verona ist ans Reggio mit 100 Verwundeten und 13 Millionen Lire, bie ber borügen Bank-Filiale der Bank von Neapel gehörten, in Neapel eingetroffen. Ein Schleppdampfer, der ben Dampfer in ben Hasen brachte, fo 11 ib t er te mit einem anderen und ging unter. Der deutsche Dampfer Karara W mit Lebensmitteln von der Wörmann-Linie eingetroffen. Die vvm deutschen Hilfskomitee nach Italien entsandte Expedition ist am Samstag in Neapel angekommen unb ■reift gestern über Catania nach Syrakus weiter. Das Komitee beschloß, Materialsenoungen von verschiedenen tatöfceren Städten Deutschlands direkt nach Italien a'ozusenb-n. voraussichtlich werben in ben nächsten Tagen von Siüuchen, Dresden, Kalsruhc, Stuttgart unb Darmstadt Hilfssendungen ab» gehen. Am Samstag ist an der ganzen W e st k ü st e Mexikos ein Erdstoß verspürt worben. Der angerichiete Schaben ist unbedeutend. Für Messina-Reggio jsind weiter eingegangen: Bei ber Sl i l t e l b e u t s ch e n Kreditbank, Filiale Ließen: Geh. Rat Pros. Dr. Haupt Sif. 3.-, einige Beamte ber Atittelbeutscheu Kreditbank, Filiale Gießen, 24.—, Kommerzien- «rat H. Schaffuaebr 100.-, Frau Thereje Heß 15.—, Pro'essor Dr. Kretzfchmar 10.-, Dr. L. Holzapiel 5.—, Frl. Str. 10.—, Rechtsainv Dr. Rosenberg 50.—, Phil. Lüdekmg ö.—, N. N. 3.—, Adolf Hoffmaun 3.-, Wilhelm Rudolph 60.-. Sa. SiL 278.—. Bereits veröffentlicht Sif. 330.—. Insgesamt Sif. 608.—. GrrichrrjaaL. Veilburg, 10. Jan. In der Privatklagesache des t-Mng. ^Pfarrers und Lqnbtagsabgevrbneten Heckenrolh-Altenkir- 'ch eu (Westerwald- gegen ben Aurtsgerichlsrat unb Lanbtagsa'oge- Ertneten Dr. Lo hma n n-W c i 1 b ur g wegen Beleibignng wurbc mtt Freitag das Urteil verkündet. Es lautet: Die Klage wirb Turückgewicseu und die Kosten der Verfahrens emschlletziich Ser persönlichen Ausgaben, die dem Beklagten entstanden sind, trat Privatkläger aufctlegL Das Gericht glaubte den Ler,i.che- tunacn des Beklagten, daß ihm cuie Beleibigungsabucht fernge- teaen habe und erblickte ferner in den Aeußerungen nichts Ehren- «kränkendes, zumal ba er ben Wahrheitsbeweis ber Behauptung erbracht habe. _ . , 3 , Leipzig, 8. Jan. DaS Reichsgericht fprach nach ^achtstündiger nicht öffentlicher Verhandlung den Gasarbeiter Franz Josef Huber aus Mörsch in Baden von ber Antlage bes Verrats militärischer Geheimnisse frei. Der Angelegte war geschuldigt, im Jahrc 1906 in Eimeldingen unb Bafel dec französischen Regierung einen Plan der Festung Jstein unb Mitteilungen .Über die Befestigungsanlagen der Forts Flrtzlar gegen Zahlung fett 300 unb 500 Franks ausgeliefert zu l-aben. < Verfaille, 9. Jan. Tas Incftge Schwurgericht verurteilte t Prozeß gegen die E is enbahnräuber von Etampes den igettagten Albinet z u m T o b e, 3 Angeklagten zu lebenslang- ,em Gefängnis und 2 andere zu 5 bez 2 Jahren Gcfangms. stwii m'ti Mn ihr w t> grhi SN» hflb. > «jlti S ^>Sh Kaffee! Hervorrag. rein 9 schmeckende Serien * v. 1.00 bIS 1.80 Mk. Bei 8 Gutscheinen 1 Pfuud 292 Würfelzucker bei 20 Gutscheinen V, Pfuud Zraffec w ßrttti*. -es Hj. MfelnhäoMT, dteuen Baue 17. ScltcrSweg 27. Kommt und Jubelt! Kommt und Jubelt! fleisch mit Kraut. (0208 303’ Blockstraße 6. LAden etc. 2991 Blockttrake 12. Boü Vonborf. Kaiser Allee 1. Sn'llf E>iS spätestens 1. April ein *,uu7l kleines QauS mit Garten Schrift. Angebote unter 0179 an zu vermieten. [277 GIESSEN 6 Zimmer an den Glestert. Anzeiger erbeten. (Krtlh Kinj au[ der EiSdabn 1 tuu. ftcrunben. Abm- «WVWMfeMUPJfUI1 i'jKfl holen bei vb. Stier. HHOK CI I Ii fTTTTm^e 13 I a3T2« I---- 4 Zimmer Kostüme Zs Ehe ie fcrgangiffliieil, Gegenwart n. Zokunii“ ’Ä'S' •)! 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