L-P. Die heutige Nummer umsatzt 12 Seiten. verbündeten Regierungen Girtzen. m werden. t Stabt W'. Kleines Feuilleton '8 nLauie dieser t haben, wotal muiudid) obeiid . «ZimmerArds m ist dort eÄ« ldeab-mbe decke i d zwar folanyi Untertan zu bekennen. In Teutichland führte man für die österreichischen Auswanderer polizeiliche Legitimationen ein. Memand anderem gegenüber wage man derartiges. Nachdem der Abgeordnete Steinwender die Staatsfinanzen einer scharfen Kritik unterzogen hatte, wurden die Verhandlungen auf Donnerstag vertagt. j Statt ’SM ^ngstseschW J U. PrivlUc 'wie einzelnes „revvichc. M sluuq nach Urt2 Miteit erbte« 0« an ‘Mfi am Aiain. . Privat " Unterriti u iehev tageifij niidt, TliiiH -etzsieinMe 3il chrgäsle den M t zu verlassen id bei Saget» , daß die die L» ringen bcimuia m versehenen « irhandlnngen y ReichßsttaigeiM nba» und M ml GelMe 2 ihi STti '«$ Mi» q huste! tnia-Drogei;: ■H Seibel “ it Stabt ß 8ikjkl 95. Lagen der W tlich gemach^ I am MM 41 er -alttftrlk« in der ZohnE , dem Herons wollen, mi'M lalteitelle w?\ Ms liegenda^l ijonv*? .ipn -. ÄK-Ä Ä* «irl unh«‘^j ing von & unzulcgen?" Mr sind der Ansicht, daß eine Ergänzung der Reichs- derfassung im Sinne einer schärfer begrenzten Ministerver- : tlwortlichkeit Zu wünschen gewesen wäre. Leider Tat der ^eichstagsausschuß, der unter dem Borsitz des Abg. Junck ^trüber beraten und Vorschläge machen sollte, jämmerlich ktfagt. Ob die „Deutsche Tagesztg." nun auch der Zen- krumsfraktion die Leviten lesen wird über ihren reforrne- nschen Eifer? Die Zentrumsfraktion hat nämlich im Reichstage folgenden Antrag eingebracht: Der Reichstag wolle beschließen, die verbündeten Regierungen Lu ersuchen, dem Reichstage einen Gesetzentwurf vorzulegen, weicher ta Verantwvrtlicl)keit des Reichskanzlers (Rcichsverfassung Ar- Itfei 17> und der Stellvertreter deS Reichskanzlers (Reichsgesetz : m 17. Marz 1878, bete, die Stellvertretung des Reiä)sranzlers, sti -G.-Bl. S. 7), sowie das zur Geltendmachung dieser Berant- ^rttichkeit einzuhaltende Verfahren regelt. In den letzten Wochen waren mehrfach berechtigte Be- bnten veröffentlicht worden, ob künftig der erste Beamte |e5 Reiches bei den wachsenden Aufgaben der einzelnen Ressorts immer noch allein die ganze Last der Beran twvr- [mng werde tragen können. Insbesondere war die Meinung »xütreteit worden, die auswärtige Politik möge von einem ckonderen Minister verwaltet und verantwortet werden. Sfr meinen, daß eine Neuregelung dieser Fragen durchaus -itgemäß wäre Dabei braucht das Ernennungsrecht der [tarne leineswegs beschränkt und das Schreckgespenst der i ^lamentarisck>en Verfassung nicht an die Wand gemalt Aus dem österreichischen Abgeordnetenhaus. Wien, 4 Dez. Im Abgeordnetenhaus machte bei !tr Debatte über das Budget-Provisorium BaszynSki (L-ozial- vmofrat, den Ministerpräsidenten verantwortlich für die bisherige iLckcitsunfähigkeit des Hauses. Er schatte das Parlament absicht, i'ifj aus, um Ungarn ungehindert eventuelle Zugeständnme machen 'm können. Weiter trage an der Parlamentärs ch-n Mgöre der chvnalc Ehauvimsmus dcr bürgerlichen Parteien du Eild. 2et Schutz der Auswanderer lasse alles zu wünichen übrig. Es sei °uto die größte Erniedrigung, sich im Auslande als österreichischer n: , ASM — Marschall Leboeuf. Bor hundert Jahren, am ' Dezember 1809, wurde zu Paris der Mann geAre" durch m weltgeschichtliches Wort zuverfangnisvoller Berühmtheit ge- !cvgen wllte. Das Wort huch „archrprst und beieitigte, am SielrieaÄerettidiaft 6c» französischen veeies angewandt m dem svrisch bedeutungsvollen Mmisterrat am ttx Iuttl870 die 'Sten Bedenken Napoleons III. Edmund Leboeuf War mit «1 fahren bei der ArMerie emgetteten, hatte nut grober Jtu^ mhnung in Algerien gedient und tut **,”?• Ar- tillerieangrift auf Sebaiwpol, den er als Brigadegeneral leitet, t-monlich Hervorragendes geleitet. Er erhielt ^ld darauf da^ tommanbe der Gardeartillerie, wurde l8p7Divil ^nsgmeral und EKte 1859 im Krieg in Cberitalten, wieder Austervrben Uches. in 21. August 1869 wurde er an NrelS stelle Arreggninilter. awteon ernannte ihn ein halbes Jahr darmif zum Marscha.l, ^schte sich dabei aber in einer Beziehung, farm beiJ^andjall glänzender Soldat, aber gar fern ^mmistrawr^ ch geradezu katastwphenartig, al» der Onensrv- - ‘ ■- — der beim Ausbruch des Krieges ©e> in Kephalonia und Same gehen auf das Jahr 1899 zurück. Bei Livatho, unweit Masarakata, wo einige Jahre vorher ein Kuppelgrab entdeckt, aber bald zerstört worden war, stieß er auf eine ausgedehnte mykenische Totenstadt. Vier in den Felsen gehauene Grotten und Gräberanlagen waren leider schon ausgeraubt. Erst 1908 hat Kavadias seine Untersuchungen auf Kosten des bekannten holländischen Kunstfreundes A. E. Goekoop fortsetzen können. Ter Forscher legte innerhalb eines Monats den ganzen Friedhof, noch 12 Felsgrotten mit nicht weniger denn 87 zum größten Teil unberührten Grabstätten frei. Die Gräber enthielten die auch sonst üblichen Beilagen mykenischen Charakters. Bronzefibeln, Nadeln, Dolche, Pfeilspitzen, Spinnviertel aus Stein, Glasperlen und Bruchstücke von goldenen Gürteln. Unter den Topswaren fanden sich zahlreiche mykenische Bügelkannen, aber auch Vasen einer em- heimischen Herkunft. Mehrere Gräber zeichneten sich durch vorzügliche Erhaltung der Gebeine aus. Die Grotten scheinen lange Seit als Begräbnisstätte gedient zu haben- nach ben dunben dürfte diese Zeit vom 15. bis zum 12. vorchristlichen Jahrhundert gedauert haben. Diese Bestimmung ist durch den Umstand geboten, daß keinerlei Spuren von Eisengeräten zu erkennen sind. Von Interesse ist es. daß die Grotten durch einen oben offenen, sich nach unten verbreiternden Gang zugänglich sind: der Boden will gleichmäßig ab. Wiewohl die Grotten sich m ihrer Anlage ähnlich sehen, weichen sie in den Größenverhältni|sen stark voneinander ab Bemerkenswerte Aufschlüsse wurden über die Art der Bestattungen gewonnen. Ter gute Erhaltungszustand zahlreicher Graber ließ erkennen, daß die Grüfte wiederholt zu Nachbestattungen benutzt worden waren, wobei zwei Bestattungen Äs vorwaltend ermittelt werden konnten. Nicht immer war das Grab mit Erde zugeschüttet worden. So genügte es wenn em Leichnam über den anderen in die Gruft gebettet wurde. War das Grab aber geschlossen dann wurde es bei Nachbestattungen .eines ganzen Inhalt« entleert und nach Beisetzung des neuen Leichnams einfach mit der von Knochen und Scherben untermengten Erde wieder zugeschüttet Tie Toten scheinen in ihrer natürlichen Lage, immer mit etroa* auigezogenen Knien, zur Ruhe gebettet worden zu sein- von Verbrennung lag keinerlei Spur vor: diele VerhaltmNe bestehen auch bei den jüngsten Gräbern des Fried Hots Tort. >;n ber unmittelbaren Nachbarschaft der Grotten land NÄ eine Anzahl von in ben Boden gebohrten tiefen Lächern, die um in verschiedenen unregelmäßigen Abständen über den ganzen Vorplatz ausbreiten. Ihre Bestimmung ist rätselhaft: he treten hier jum ersten Male aus. Möglicherweise hatten sie als Bsfaltnu.e gedient und gehörten zu einer prähistorischen Niederlasuing, die ,ich hier ausgebreitet haben mag und die in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Friedhof stand. Um dieser Frage nach- I iuaeben beabsichtigt Kavadias, die Ausgrabungen abermals fort- 1 zuführen. Lin Gesetzentwurf über die verantwor1lichf.it der Reichskanzlers? Wer "hätte gedacht, daß die Novemberdebatten des rrigen Jahres noch ein Nachspiel haben würden. Die Deutsche Tagesztg.", die in einem langen Leitartikel davor Kirnt, auch nur die Anfänge einer Wahlrechtsreform in Mußen zuzulassen, wirft in diesem Artikel dem Liberalis- rms und der Demokratie vor, daß sie die Einführung der parlamentarischen Verfassung in Preußen-Deutschland Eilten. Das Blatt schreibt u. a.: „Wenn man uns aber auch das sollte abstreiten wollen, bann Mrtveijen wir in aller Ruhe wiederum auf nücksterne Tatsachen: iuf die Novemberdebatten des vorigen Jahres! Wer hat denn bet ben Schild vor die Krone gehalten? Wo anders, nls auf der rechten Seite des Dauses hat man unumwunden ausye- 'inocbcn und betätigt, daß man jede Verringerung oder Beein- räclstigung der monarchisäien Gewalt, auch die kleinste, ablehnc? Jnb hat etwa nicht bei der Debatte über die Ministerverantwortlich- ',tk auch der nattonallibevale Redner sich persönlich jur eine Stärkung des Parlamentarismus ausgesprvck'/m?? tzat die national- liberale Partei nicht noch noch Ostern für nötig gehalten, einen llinisterverantwort!ichkeitsantrag ben Reichstage Ätoi" zwar ein M-I>erationsvla>! Lcboeuss ber beim ^sdruM c>es Meialsstabsckef wurde - infolge der umngelhasttm Krieg.be.eit- Michlst der Armee sofort scheiterte. Aach den ersten. ff^vetiei> Mr igenden Schlägen mußte der Marsche.! bona auch '-nien Posten Umgeben: aber als tapferer und treuer L-oldat zog er wm w II rücT, sondern führte an Stelle Bazames das 3. Arrn-ekor^, li'-t) zwar, wie ain>eEainU, ganz oortrenh*. a&nbe 1871 Uns der Gefangenschaft, m die er mit der Rheinarmee gerate WtXK, naa) Frankreich zurückkehrte, betmmte er "" G.gematz. zu g Jen meisten anderen zur Verantwortung i^zo^en iNiicii^rrtum |I-üib seine Fehler offen. Bald daraus zog er suh vom omntlicdQi WScn gänzlich zurück. Am 7. Ium 1888 ist er m Emsamkett I Haydn und die Spieluhr. r1D^ [1 xtannt, daß Josef Sbanbn eine be|ani>cre Tur J- I -iren besaß und selbst eine ganze Anzahl von |tii diese mecfwnWn Musikwerke geschrieben ^t. xtc Sbnigli^ Mothek in Berlin bewahrt nicht weniger als 24 bekr Htwen -chirluhr'Ävmp-ositonen des Meisters auf, Oie ,amtlich uu^eroNent- licht sind. Eine 25. ifür eine sogen. Notermhr) gmg vor to&em I ^cch bst Berliner Autographenfirma Paul Gottschalk in 43ta> I I — Mykenische Funde auf den 3 o n i sch e n I n s eln. »4L $tat?ai>ubi, der Generabephorus der.S^echlschen Aldertu , i t nuimiebr über seine.Beobachtung and Ergeb- I ntiic ber Pariser Akademie einen ausführlich n Berick. t I - „dem hervorgeht, daß es ihm gelungen l,t' matteten, blutarmen, geschwächten und niedergedrückten iaxntten. Bei überempfindlichen Personen wirkte Blau sehr gut; es festtgte die Idee und gab Willensschwächen gesteigerte Entschlußkraft und Urteil über ihr Handeln. Eine beruhigende und zugleich aufheiternde Wirkung zeigte Grün. Violett dämpfte die Aufregung! und foeferte die Nervenspannung. Für die Behandlung Geisteskranker empfiehlt Wright die Unterbringung in blmibelichteten Räumen, in denen die Erregung rasch abnimmt Für Trübsinnige sind lichte gelbe Räume von günftigem Einfluß, während Blutarme bei dem Aufenthalt in rot belichteten Räumen am erfolgreichsten behandelt werden. — Kaninchenaugen für Menschenaugen. In ber Academie de mSbecinc hat soeben, wie die ftanzösische Zeitschrift „Les Annales" berichtet. Tr. Lagrange über seine Versuche ber Transplantation eines tierischen Auges in die Augenhöhle eines Menschen Mitteilungen gemacht, die, wenn sie sich in ihrem ganzen Umfang bewahrheiten, beträchtliches Aufsehen erregen Dürften. Das Problem, ein verloren gegangenes Auge durch ein lebendiges fremdes zu enetzen, ist alt; Tr. Lagrange erklärt alle bisher unternommenen Versuche für gefährlich und zwecklos im Gegensatz zu seiner Lösung. Tie einzige Möglichkeit, zu einem rauolichen Ersatz zu gelangen, bestehe darin, em lebendes Auge (in leinen! Ber'uchen handelt cs sich umi die Augen von Kanincksen^ in jenen Teil des menschlichen Auges zu verpflanzen, der „die Tenonslapsel" heißt, das ist die nach Jaegnes Rene Tenon (1724 bis 1816, benannte verdickte vorderste Schicht des hinter dem Augapfel liegenden Zellgewebes, die diesen kapselartig umfaßt. Es ist nun — nach Lagrange — nicht möglich, das verpflanzte Auge in seiner Ursprünglichkeit und ohne datz es atrophisch würbe, ju erhallen: sein Volumen verkleinert sich sofort nach der Ver- oflanyung, und durch Nähen der umgebenden Muskeln muß alles c-esck-Lhen, damit ein weiterer Verfall auf gefallen werde. Ein derartiges tierisches Auge soll vor allem ästhetisch einen viel beifaen Eindruck machen als ein künstliches Email- oder Glasauge. verschlimmert chabe und daß eine Operation erfolgen werde, für übertrieben bezeichnet, aber eifrig besprochen. Beim f r a n z ö s i s ch e n M i n i st e r, d e s A e u ß e r n fand am Sonnabend in Paris ein Frühstück zu Ehren ber ausländischen Pressevertreter statt. Aus London wird gemeldet: Mehrere, verschiedenen Parteien angehörende Politiker, unter ihnen die Lords Eromer und Balfour of Burleigh, sowie die Erzbischöfe von Westminster und Eanterbury haben ein Manifest veröffentlicht, in welchem sie die Einführung von Ber hältniswahlen verlangen. Nack) Blättermeldungen aus Madrid soll die Rückkehr von 4000 Reservisten aus Melilla nach der Heimat bc fohlen worden fein. „Epoea" meldet, daß die Regierung einer Minengesellschaft des Rifs die Bitte um Wiederaui nähme des Bergswerksbetriebs abgeschlagen und ihr nur gestattet habe, den Bau der Mineneisenbahn im Gebiet der Beni Fru fortAuführen. Ein außerordentlicher Ministerrat in Konstantinopel, welchem der Chef des Generalstabes beiwohnte, beriet über den drohenden Zusammen st oß türkischer Truppen mit persischen Irregulären in der strittigen türlisch-pcrsi - schen Zone und beschloß, den türkischen Truppen zu befehlen, nicht weiter vorFurücken. -Die chinesischeRegierung übermittelte den auswärtigen Gesandtschaften ein Rundschreiben, in dem sie gegen die neuerliche Mitteilung Rußlands bezüglich der Rechte der Städte in den russischen Eisenbahn jenen der Mandschurei protestiert und erklärt, das Vorgehen Rußlands sei eine Verletzung des Vertrages von Portsmouth und des russisch-chinesischen Uebereintem- mens von Charbin vom 10. Mai, welches die Zuständig feit der betreffenden Behörden in den Eisenbahnzonen festsetzt. ~ ______________ Provinzialversammlung der Bundes der Landwirte Abteilung Oberhessen. Gießen, 6. Dez. Unter dieser Bekanntmachung lud der stellvertretende Pro ■ vinzialvorsitzende Landtagsabgeordneter Korell (Angenrod) zu einer Sitzung für Sonntag den 5. Dezember, nachmittags 3 Uhr. alle Mitgliä)er und Freunde des Bundes der Landwirte nach Gießen (Cafs Ebel) ein. Die Vertrauensmänner fanden sich nach dem Programm eine Stunde früher ein behuss Wahl des Wahlkreis- und Bezirks- Vorsitzenden sowie deren Stellvertreter. Es sei vorai^geichictt, daß diese Wahlen stattfanden und zu geringen Verschiebungen führten, die für das größere Publikum ohne Jnteresic sind. Die Sitzung wurde durch den stellvertretenden Vorsitzenden der Provinzialversammlung eröffnet. Er, der Abg. St o r e 11, entschuldigte den Vorsitzenden, den Grafen Oriola, mit seiner Tätigkeit im Reichstage, begrüßte den stellvertretenden Vorsitzeii- den des Bundes, Herrn Oekonomierat start Lucke lFrankfurt a. M.), den Professor Dinger (Jena), Wolf (Rheinhessen) — nicht den Landtagsabgeordneten —, entschuldigte ber Herrn Oekonomierat Fritsch, Provinzialvorsitzender von Starkenburg. Dann richtete der stellvertretende, Vorsitzende Be- grüßnngswvrte an die Versammlung: man müße auf der Wach" sein, Mut haben, die Gegner abzuwehren, die sich auf allen Seiten zeigten. 2er gefährlichste Gegner sei nach seiner Ansicht der vansabund, denn der Hansabund liefere das Geld für den feindlichen neu entstandenen Bauernbund. Wenn wir uns zersplittern, gehen wir auseinander. Wir, der Bund der Land- Nr. 286 Erstes Blatt 159. Jahrgang Montag 6. Dezember 1909 Ser eit6 Bofaflonsbrad and Verlag der vkühl',chen Unw.G-ch. UN» St«iu»rmkerel B. lange. Bedaktlon, LxpeöMan UN» vruckerel! kchulftratze 7. 1^°', AL Dormutage s ilyr. Deutsches Ucicb. Der Kaiser ist am Sonnabend, abends ll8/* Uhr, aus Jagdschloß OfoeljTbe in Potsdam eingetroffen. Wie die „Norddeutsche Allg. Ztg." mitteilt, wird bei der Einfuhr in Neuseeland seit dem 23. November für alle zollpflichtigen Waren ein Zuschlaaszoll von 2i/8 Prozent erhoben. Die hierauf bezügliche Gesetzesvorlage, die den Zuschlagszoll zunächst für zwei Jahre vorschlägt, ist am 22. November dem Parlament vorgelegt worden. Aus Essen wird gemeldet: Eine von 1300 Personen besuchte Bergarbeiterversammlung Hal eine Ent schließung angenommen, in der die ablehnende Antwort des Ministers entschieden verurteilt wird. Für die Bergarbeiter blieben nur noch die Mittel der Selbsthilfe übrig, falls jetzt auch die Parlamente versagten. Die Versammlung verspricht aber, nach dem Beschluß der Organisation zu handeln. In der nächsten Woche wird, wie die „Boss. Ztg." erfährt, der amerikanische General Woodford in B'rlin eintreffen. um dem Kaiser im Namen der Hudson-Fulton- Kommission eine goldene Erinnerungsmedaille an die Dreihundertjahrfeier der Entdeckung des Hudsonstusses und der Hundertjahrfeier der ersten erfolgreichen Dampfschifsahrt auf dem Hudson zu überreichen. Die Kommission hat acht goldene Medaillen prägen lassen, die für die Regierungen bestimmt sind, die Kriegsschiffe zu den Hudson-Fulton-Feierlichleiten nach Newyork en.sandthatten. In Betracht kommen neben Deutschland Großbritannien, Frankreich, Italien, die Niederlande, Mexiko und Argentinien. Außerdem ist dieser Tage dem Präsidenten Taft eine Medaille überreicht worden. Ausland Die Statthalterei Böhmens löste den tschechischen Fr eidenkerverb and Snetana wegen der zum Protest gegen die Hinrichtung Ferrer's abgehaltenen Versammlung auf und beschlagnahmte die Bücher und Schriften, sowie ein großes Vereinsvermögen bei den Haussuchungen, die bei ben führenden Mitgliedern des Verbandes vorgenommen wurden. Aus Ofen wird gemeldet: Der Präsident des Abgeordnetenhauses und die beiden Vizepräsidenten begaben sich nach Wien; sie sind am Sonntag vom König in Audienz empfangen worden. Aus Brüssel meldet man: Eine größere Anzahl polt- ischer und akademischer Persönlichkeiten, unter ihnen vermiedene frühere Minister, veröffentlichen einen Protest ge g e n C n g l a n d, das trotz der vorgeschlagenen Reformen immer noch gegen die belgische Nongopolrtik ungerechte Anklagen erhebe. Nach einer Meldung aus Paris wird bte von dem Blatte „Gil Blas" gebrachte Nachricht, daß das Ohrenleiden des Königs Alfons von Spanien sich tontr. haben im Reich unb im Sonbe (EuttTub au- die nJefefr* flrfnnrLj gewonnen, daher bet Hak gegen an- Tonn folgte nach Wenigen nnlenenDtn 'Sorten das Hoch auf den Lc-ndesderrn unb ben ftaifer Ter itelloertTrtrnbe Dorfitzende erteilt bann bas Dort Herrn Lucke, b*r namens de, 6orftanbe4 des Bundes bet Landwirte die fleriacimeltnt begrüßt ßi ■flrot. 'her und andere schone Tinge, er ifct tu Mittag: Gemüse, Fleisch, ‘ortoffeln, unb hinter alle dem Hebt der Bauer. Will dieser dafür riiten angemessenen Preis haben, so schreit man über ben begehrlichen Agrarier unb mißgönnt ihm fein angeblich 1U grosse- Einkommen Ter flauer muß unb soll mit reden 'können, die »klinke der Gesetzgebung hatten bisher der Handel rner allein in der Hand Auch c n ‘ i "r /• u-’buni sein ihr '-lauern, daß ihr ju eurem R-cht kommt! Einigkeit macht stark! Ter stellver tret ende Bor sitzende gibt nun das Don dem Hauptredner des TageS, Herrn Prof Dinger < mbi i zur Steuer herangejogen werden sollten, die das elterliche Erbe mit hätten erwerben helfen Ten Familiensinn soll man fördern. Man fchc nm. die jüdischen Familien an, wie ui diesen der Fannlieminn blühe Die Erbschaftssteuer treffe ben städtischen Mittelstand, nicht so febr die Landwirte Ter Mllt>Island solle daher nicht zum Hansabund laufen. Hat der Mauimann das Unglück, in feinen besten Jahren zu sterben, wird e» dann der Frau gelingen, das Geschäft über Wasser zu halten? Ter AiSkus kommt ja und nimmt ihr so und soviel weg von dem, wa» sie bat. Ter Eftoßgrundbcfitzer könne wohl unter Umständen 21» 000 Mk. Erbsck'aftssteiier oder Erbanfallstener vertragen. Wie steht es aber mit Dem kleinen Mann? Man habe allerdings gesagt, man wolle die Vermögen unter 20 000 Mk. unbehelligt lassen, aber die Reicksrcaierunn entscheidet sich auch wohl anders, und schließlich werden Vermögen von 1000 Mk herangezogen. Wie es bei der Erbschaftssteuer hergeht, darüber kann ich in einem besonderen Fall berichten. Ein flabninärter erwirbt nach unb nach Hrunhfuldc im Werte von 3000 Mk , er hat darauf LOO Mk. Schulden. Sohn uno Tochter Helsen das Land bearbeiten. Ter flat er bestimmt vor feinem Tode, der Sohn soll seiner Schweiler 1000 M k abgeben. Nach dem Tode deS Vaters sagt das Amts gerichk, dem Die Bestimmungen bekannt gegeben sind, der Besitz ist •i1 Tarationskommission, deren C rt Dnnrmt _rr ■trunal Mi nuten zu fplt ins Ck-idrift. io notiert ihn bet Türhüter, unb mein Freund muß 1 Mk. Strafe sohlen. sind baS für Zustände? linier solchen Derdälmiisen KT mürben die Menschen, wie einil die Römer, deren Staat infolge- dessen zuiarnmenbrack. Air sind feine Vuumn. Hüten sie ich, eS wird überall foni colliert Sind X.'nrm,s hier ' Werden sie Mitglieder des HansadundeS! Ader rnttimblen dürfen fie nicht' Bülow war fcut großer Politiker Tic Finan-rcform wollte er mir mit bat Liberalen machen. Tie Liberalen waren bereit, 400 Mlllwnen mDircftrr Steuern zu bcroiiligcn. Für uns waren die indirekten Steuern nicht zu umefeben. Ter Redner vermeidet cs. txm bett 100 Mllltonen direkter Steuern zu »vrechen! — Tie XNiu uns einseörachd- Reklamcstnici n urde aJ» ^ttdntörend verworfen. Ick» fennc einen Ldolfabrikanten ot TreSden. der Iahi I (MX) 000 Mk verdient und davon 500LOo Mk für Reklamen aitsgckt Ter hätte doch Rek.ame steuer bezahlen können. Tie ganze Aoncki der Vibcralai war bei der Fmanzreform. der ^Eig tollte nach links e xm. Tic Reicheregiernng war sehr bJihd) gegen Dir Rat wnal stürmen. Tiefe wollt«' Regucun.^t^'nei wer. den. Basfcimaiin bat Dem Re,ck»kanzler zugcwg., die #ru:anir aina nicht. Daher die jSut Der Natwnaflckerairn Tic Liberalen ar dimer, überhaupt Unyeu Der lommenden Wahlen steuern zu l .willigen oventvertagen id „ui tuireti Die tage Bulows gr- »äblt Ictzt w'.len r ibn 7.stürzt ba-cr Di- Ftnuuit »..m luirt ohne uu vrbeuyt nicht tunand» gekommen. Co ?ic tnnwMiartc. bvl.m 'turjea ..wlu., weit ich nicht. Tic Ratronallideraien lammen jetzt in bi kai " . ülKiall .' nm • . n.-. eeutott .. oo.-n- on. - W i lonv nia i Hende.» n-oc Industricstaai .u Eut großes- flak tann das nie : . i.tM : -,j. . : (. II \u.gtn4 txu cv* Industrie f. Z d, Sk Ik ilöste «ir c'rächt 'n D-r ki ui-. 4- unb MimiijymbUingeu mit i^rcn buiUen, T. xeZzt bat Seth1 5 rr ?liei Uirciaht ■16 6c Ly^yini hübsch cntckgeikeHten Gegenständen warben eoenfalll tidi belagert und neben timen nysren es dann nttthrlE noch tne Srnelwar en lacken, die unsere Jugend am xnrht anlodtew. Ter Berkaus selbst schien ftck ttorerir noch u mäßigen Grenzen zu Halten, wie das am „tu of er ne» Sonntag* ja gewöhnlich ber Fall ift. Insofern adn dürste der 1. Gietzener Verkehrs tag für unsere "^ekchSftA. reell einen großen Erfolg bedeuten, als die cmSwärtta- 1 Besucher gern in den Läsen ein kehren werden, die ifant- geftern besonders gefallen Haden Die veranstaltete» »vr Aerte hatten stet» eine Menge Höklüftiger angezogen und b» üerfcticbaten Bergnügungsttätien hatten sich ebenfalls eine» regen Zuspruches zu erfreuen Tai Museum r»ar gr besucht und auch die Äunftauiftcllung batte r» Menge Schauluftiger auszuweifen Tie florkdiiutgen ir Stabttheater waren ausverkaust. - Sturmschäden. Ter heftige Sturm, der i» dm letzten Tagen wütete, bot vielerorts erheblichen Schade» oer- ursackt, besonders m den Waldungen unb an Cb'tbäuow In Cut Icum unb wird durch Leitungsrohren nach der Äaschi» geleitet, wo es durch Tampforud in beliebiger Menge ube ca» Feuer gesprengt werde» kann Hierdurch cntftrgi d» Flamme in her Feuerüste, die eine febr rafche lamPs. enltvtdlung herberübrt. Bei einer Strecke von luO kafeC ein Verbrauch von löO kg Cel erforderlich sein. - T KhmMom IX empfehlen. A. Gc 0 crn, ö. Nov Tie Preise lürfetteEchvei»' haben in unserer QkgenD eine» Rückgang der 2 PfenmO« M verzeichne». — Bad Nauhervi, 6. Tcä linier DortraUsveretr Deronitoltetc gestern abenb tm svrudelhatcl fein 2 St»ter kvnzert. do» ui allen kmm Jett31 eta*e butd*d*ÄV^» Erwls^erzrelu Als mihTirfenbc Kräfte roota Heinrich fc» Hardt-Tarmn.ck:. eui getvrener Xaubcmtr 0riang , S»frik' Tr. ft art Sdnn ißt- Fr iedberg lttavier und ba6 ruartett-Br» furt O M.. »>■ bter zum er'vttttnal aa’frat. c.b in Buhbach v -rbußt, wurde dieser Tage von btt Straffanuwe nxgtn flt . tigung von zwei Aufsehern des hiesigen Vrp vinrialarrestHauses zu zwei Monaten »MänflnU rrrui:eili Er hatte in der Veroanblnnq sehr schae'e Angriffe g-*gc-* bic Einrichtungen des Lr^'m»»zialarresthaiisev erhoben »»• bem Ausjicht^perfonol • flidupiöriflitiie/ i orgeworfe«. Tr als Zeuge gehörte Auffeber Häuser ftcLtr dir fleschm^ gütigen untet Eick in Abrede Tas <**mdNl yiett auch b* P ! ia,t Widrigkeit en nicht für feftgc stellt, wenn auch e.nigt Ungcfcbidiheiien unck Läf.igkeite der Aulfeher. wie j»e i> Derartigen (hnriüjtungen Vorkommen, gc (heben sc en I<* An tet.c! Hauser, der als ordentlicher Mann und flf wi»fenhajler Beamter galt. Hai sich diese flortommnui'c so & Herzen gcnonrmen, bav er beule fcün in seiner Wohnunz innrri Leden durch Erhängen cm Ende mochte. O ll tofbork, 4. Lxg. Eine Gatzzen trale für ftwf« ö.>ri unb bic umliegenden Orte war schon unter flütgermeche Ei-uurei in Anregung gebracht, tomUc aba nicht verwickltch E^toi aus Cassel. 16622 Frau Fricdcrickc Schmid:. 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Kreisausschuß Groß-Geran nicht bestätigt. 3k den Gründen rourbt angegeben, Jung sei Sozialdemokrat und Führer der sozialdemo kratischen Partei in Rüsselsheim. Er habe seine politische Ge sinnung stets bekannt und besonders als Mitglied des Gemeinde rats betätigt. Ta er als Beigeordneter mittelbarer Staatsbeamte und 1 cciger staatliä^r Hohcits.echte sei, habe die Auffichtsbehörd: die Pflicht, die Wahl nur zu bestätigen, wenn die Persönlichkei des Gewählten auch Gewähr dafür bietet, daß er die bestehende Ordnung respektiere. Tas wäre bei Jung als Anhänger bei Jakob Maternus Erke Klinik- und Frankfurter Straße Mitglied der Rahaitsparwereinsgung. ez, HeuleiM irher an bie»l benbaufen iw’l ii WdinM ten We evonLoA' ii Bcamlcn K Später soll ß* von wo er o' meister anzuneM^ >iitc .Äewei >- xfjeibe net« ; -rrschenm I nit. E: zqesMdhe^ &tr ,iier*^ . ... .jui 1*®® »■!** werben. Nunmehr ist geplant, Anschluß an das Gaswerk ter Stadt Gießen zu nehmen. Während Geschäftsleute und Geiverbetceibende bereits ihren Bedarf an Lichtflammen an- gegeben haben, wünschen unsere Bauern eine elektrische Anlage. x Rodheim a. d. Bicber, 4. Dez-. T*er erste sieben- iröchige Haushaltungskursus des .Greises Biedenkopf wurde am Donnerstag durch eine Prüfung geb assen. Landrat 2r. Daniels, Pfarrer Vömel, die Bürgermeister von Fellingshausen und Rodheim, sowie fast alle Eltern der Kursus- lei!nehmerinnen waren der Einladung dazu gefolgt. Zunächst gab es eine vortrefflich zubereltete Kostprobe. Tas darauf folgende Examen durch Fräulein Herz verlief sehr gut. Auch bei der Ausstellung der Handarbeiten hatte man Gelegenheit, Erfreuliches zu sehen. Landrat Daniels sprach seine volle Befriedigung über das Erreichte aus und wünschte allen weiteren Kursen einen gleichen Erfolg. Herz- lidje Dantes- und Mahnworte sprach yim Schlüsse auch der Ortsaeistliche. Sämtliches Haushaltungsinventar ist nach Wallau bei Biedenkopf abgegangen, wo der zweite Kursus stattiinden soll. s. Marburg, 5. Dez. Den Professoren der theologischen Fakultät Dr. Jülicher und Konsistorialrat Tr. Mirbt, wurde das Prädikat Geheimer Konsistorialrat verliehen. — In Kappel fand gestern bei zahlreicher Beteiligung die Beerdigung des infolge der Schlägerei gestorbenen Schreiners Echwick statt. Bei der gerichtlichen Obduktion am Freitag zeigte der Täter Böth keine Reue Der als Raufbold bekannte Mann, an dessen Streit mit den Studenten sich die übrigen Dorfbewohner kaum beteiligten, will in Notwehr gehandelt haben. Für die Frau und die Kinder des getöteten Schwick, der erst 42 Jahre alt war, haben die hiesigen Zeitungen, die Studenten und der Rektor der Universität Aufrufe zu Sammlungen erlassen. ’ 25 " Pfund SV/o Rabatt. Landwirtschaft. Berlin, 4. Dez. Rach dem Bericht der Preisberichtsstelle des Deutschen Landwirtschaftsrates über Herbstbestellung und Saaten st and vom 1. Dezember 1909 ist es in den meisten Fällen gelungen, den infolge der verzögerten Ernte vielfach hervorgerufenen Rückstand in der Herbstbestellung in der ersten DiovemberHälfte einzuholen. Die starken Schneemassen, die seit dem 18. November niedcrgingen und die Arbeiten auf den Feldern plötzlich zum Abschluß brachten, haben insofern noch Besorgnis wegen der Saaten erweckt, als der Boden vorher keinen 3ro; abbelommen hatte, und daher mehrfach zu fürchten war, daß die künftige Entwicklung des Roggens unter ,der hohen Schneedecke mangelhaft ausfallen mürbe. Diese Gefahr erscheint durch den inzwischen eingetretenen Umschwung zum Tauwetter zunächst beseitigt, lieber den Stand der Saaten lauten die Berichte im ganzen durchaus befriedigend. b«nn » A I SS Ito «JA nA 9 batte .* btt J »Nie*1 fln r.L.-.. unb bu £ .b/r, NnllatJ 4erbat)nt;of6 -I '50 Mtkr 3 * foninun Zur emv stehlt beste Zutaten Eberh. Metzger Rachf. 6444) Telephon 781. „Warm zu empfehlen ist der Bcbrauch von tiuckor's Patent Medizinal ^eife bei Rauhigkeit tinh Schuppungen der Haut, bei leichter Jhchtbhosis, ganz besond. bei Unreinheiten ders., wennMtt- tsicr und bereit Folgczustäudc, siuötchen, Pusteln nflu. das be^ fannte, iinicfiönc Gesictitsbild Hervorrufen." Das ist das Urteil des Dr. med. W. über Zuckcr's Patent Medizinal Seife ix ^tck. 60 Pf. Ui»" ..tg) u. 1.50 M. <35u/uiö, ltärkitc Form'. Dazugehörige Flicks Creme m Prvvinzialausichuß der Rekurs verworfen und dem Jung außer dem Tragen bet Kosten eine Äversionalstrasc von 5 Mk. auferlcgt. Stürme und Schiffrunsälle. Die Stürme der letzten Tage haben vielfack) großen Schaden angerichtet und schwere Schiffsunfälle lrerooi gerufen. Sämtliclie Kanaldampfer berichten von Gefahren, wie man sie seit Jahren nicht mehr gewohnt war. Der Dampfer von Ostende brauchte 8 Stunden für die lieber- fahrt. Der Dampfer „Ellan Bannin", der zwischen der Insel Man und England verkehrt, hat aller Wahrscheinlichkeit nach Schiffbruch erlitten. Er hatte 12 Passagiere und 20 Mann Besatzung an Bord. Auch die deutsche Schiffahrt ist stark in Mit leidenschaft gezogen worden. Von vier Torpedobooten, die infolge des 'Stuwnes im Hafen von Husum Schutz suchten, strandete in der dortigen Außenförde das Torpedoboot „G. 84". Das Boot liegt so hoch auf, daß es bei normaler Flut vom Wasser gar "nicht erreicht wird. Die Bergung dürfte sich sehr schwer gestalten, die bisher unternommenen Versuche waren vergeblich. In Kiel hat der Sturm zahlreiche .Häuser abgeheckt. 5 Personen wurden schwer verletzt. Ter angerichtete Schaden ist bedeutend. — Der Hamburger Schooner „Hans" ist mit Mannschaften untergegangen. Aus den französischen Küstengegenden werden fort- aesetzt Unfälle gemeldet. Eine große Anzahl von Fischerbooten mußte sich eilends in die Häfen der Nord- und Westküste flüchten, um dem Sturm zu entgehen. Einzelne kenterten, die meisten verloren ihre Fischernetze, ihre Segel und Masten. In Hazebrouck wurden mehrere Häuser durch den orkanartigen Sturm stark beschädigt. Um 3 Uhr zog ein Gewitter herauf, wolkenbruchar.ige Regengüsse, hier und da mit starkem Hagel untermischt, gingen während des ganzen Tages nieder. In der Bretagne führen sämtliche Flüise und Bäche Hochwasser. Die Wafscrmassen haben z. T. schon großen Schaden angerichtet. — An der bretonischen Küste sind zwei Signal st ationen voll-- iänbig zerstört. Bei Paimpol ist eine Fischerbarke mit 5 Mann gesunken. — In Coudekerke wurde eine :)anze Straßenreihe im Bau befindlicher Arbeiter- ijäufer durch den Sturm zerstört. In Calais wurde ebenfalls ein Wohnhaus zerstört, dessen Einwohner nur mit großer Mühe lebend gerettet werden konnten. Einige wurden schwer verletzt. Die Drahtverbindungen zwischen Paris und Nordfrautreich sind unterbrochen. — Während des gestrigen Sturmes wurde in Ostende ein gut gekleideter Herr, der sich zu weit an das Ufer gewagt hatte, von einer Welle ersaßt und fort- geschwemmt. Es gelang nicht, ihn zu retten. Au der englischen Küste wurden ebenfalls zahlreiche Unfälle verurjack;t. Ein Kauffahrteischiff ist an der .üfte der Grafschaft Tevonshire mit der Besatzung unter- icgangen. In Schottland sind sämtliche Drahtlei- .-angen zerstört. In der Grafschaft Wales habert ahlreiche Bauten schwer gelitten. In Schottland herrscht S ch n e e st u r m, in Midland haben lleberschwemmungen stattgefunden. — Das Wrack der „Ellan Vannin" wur- ,en im Mersey-Kanal gefunden. Man. entdeckte es dicht jei einer Boje, mit der es jedenfalls zusammenstieß und ofort unterging. 14 Fahrgäste und 21 Mann Besatzung rrtranken. Niemand wurde gerettet. Tote Schafe, die einen Teil der Schiffsladung bildeten, ein Doot und Trümmer wurden ans Land gespült. Auf dem Boot war kein einziges Tau losgebunden, woraus hervorgeht, daß man nicht einmal Zeit hatte, an die Herablassung der Boote zu denken. Zu Siamfan spielten sich herzzerreißende Auftritte ab, als die Kunde von dem Unfall ein traf. Die ganze Stadt ist in Trauer. Ter Kapitän des Dampfers Arndale sah im Kanal von Bristol am Freitag morgen Notraleten aufsteigen. Er steuerte mit Muhe dorthin und fand ein umgefdila gene s Boot, an dem sich 10 Mann anklammerten. Mcht iveit davon traf er den stark beschädigten Dampfer Thistlemor. Der Dampfer nahm die sich an dem Boot festhaltenden Leute aus, wobei einer zwisckren Boot und Dampfer geriet und zerquetscht wurde. Die Rettungs- arbctten dauerten über eine Stunde. Inzwischen war der Thistlemor gesunken. Man befürchtet, daß der Kapitän und die Lfsiizere, die sich darauf befanden, sämtlich er trunken sind. Ter Hamburger Schoner ,Hans", der vor acht Tagen von Emden nach England abging,Jt r a n b c te bei Bor fum. Gerettet wurde nur ein ^Schiffsjunge. Der Geestemünder Fischdampfer „Berlin" hat in dar Elbe ein Rettungsboot gefunden. In dem Boot befanden sich sechs Leichen, vier Männer, eine junge Frau mit einem Säugling. Kleine Taqcsckironik. Beim Aufstieg des Ballons „Segler" in Göttingen tourbc ein Soldat mit in die .Höhe gerissen. DaS Schleppseil schlang sich um das Bein des Soldaten unb er hing mit dem Kaps nach unten. Zmu Glück gelang es dem Ballonmsassen, in einer .Höhe von etwa 400 Metern den Soldaten in den Ballon korb zu ziehen. Die von Paris überallhin verbreitete Nachricht von einem ungeheuren Brand, der halb Baltimore in Asch - gelegt haben sollte, ist stark übertrieben. Die,in New- $on eingezogenen Erkundigungen haben ergeben, daß das vor" gestrige Feuer vollständig bedeutungslos war. Are- m a n d wurde verletzt: es wird auch niemand vermißt. Der Brandschaden beträgt etwa 300000 Dollars. , Armenien ist von einem starken E r d beben nctm gesucht worden, das zahlreiche Lrtschaflen vollständig zerstört hat. Tie Ortschaft A r n i t im Wilajet Bitlie ist mit 70 .Hausern Dom Erdboden verschwunden._________ Schnee bericht. In den Mittelgebirgen dis 10 cm Neuschnee ; auch m der Ebene flrichiveise dünne Schneedecke. Weueranssichlen in Hessen am Dienstag dem 7. Dezember 1909: Niederschläge, meist Regen; starker West, später kälter. GrZginai-Vrahtineldungen. Paris, 6. Dez. Wie der „Eclair" meloet, Ijut bei vom Kriegsminisver eingesetzte Ausschuß zur Prüfung der Fkug Maschinen in Bezug auf ihre militärische Brauchbarleck seine Arbeiten nunmehr beendigt. Der Ausschuß hält die Aeroplane Tür wirksame Angrijsswaffen, die das .Herabschleudern ooai Geschossen gestatten. London, 6. Dez. Nach Meldungen aus Waslnngtvn ward die nächste Botschaft des Präsidenten Taft die weitere Ausgestaltung der Kontrolle der E i f c n b a b n e n durch den Bund emv- fehlen.___________________________________ Weich wie Sammet und glatt Seide wird die Haut bei täglichem Gebrauch von Mnrrholinseise. Sie ist wegen ihrer bclcbi’nben, konservierenden und verjüngenden Wir ung die Liebling-: c re der eleganten Damenwelt. \b"lrt Aquarium Walltorstr. 5 Morgen Dienstag [6627 Metselsuppe. Morgens Wellfleisch mit Strout. Geschenkbuch vorzüglichster Art i „Auf stillen Pfaden“ Ernste und heitere Gedichte von C. Roemheld in Nidda Zu haben durch die Rickerische Buchhandlung. [De/n Ans den Kritiken. „Das Werk wird jedem Leser Stunden edlen GenuffeS und tieiinnerlicher Erbauung bereiten......" Versteigerung™ Mittwoch den 8. Dezember 1909 laste ich wegen Oekonomie-Aufgabe sämtliche landwittschastliche Geräte als Wagen, Eggen, Maschinen (grotze Selbstbürder, Sä- u. Mähmaschin.) 2 Pferde, Kühe, Schweine re. auf der Mittelstmühlc, Station Rödgen, oerüeigern. 6521 Die Versteigerung beginnt vormittags 9 Uhr. Ä. Ebert, Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Münster für 1910 liegt vom 8. Dez. d. an 8 Tage lang auf unserem Bureau ’ur Einsicht der Interessenten o'fen. Munster, den 4. Dezember 1909. Großh. Bürgermeisterei Münster. Gontrum. 6623 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Feldgemariung £ b e r ft c in b er g für das Rj. 1910 liegt vom 7. Dezember 1909 an acf)t Tage Laug zur Einsicht der Interessenten auf dem Bureau der unterzeichneten Stelle offen. Watzenborn-Steinberg, den 5. ^Dezember 1909. Der Vorsteher der Feldgemarkung Obersteinberg. Hirz. 6619 Ich habe den Ausbau einer 367 m langen Wegestrecke nach dem neuen Friedhof in Krofdorf zu vergeben. Kostenanschlag liegt bei mir offen. Gest. Offerten wollen mir bis spätestens 12. ds. Mts. einschließlich eingefanbt werden. Krofdorf, 2. Dezember 1909. (B3,12 Der Bürgermeister: Braun. ■ Bevor Sie Ihre WeihnMto- ii. tolirtrtiiflHffiWt cinfaufen, sehen Sie sich bitte in Ihrem eigenen Interesse meine 6564 Meuzcnhauers Guitarre-, Mau- doli u- u. Biolin-Zitheru mit unterlegbaren Noten von jedermann — auch Unmusikalischen iorort spielbar, an; oder lassen Sie sich einen statalofl senden. — Preis a 8, 10, 12, 15, 20, 25, 30, 40 Mark. m. Osterode Frankfurt a. M., Kirchnerstrabe 12. Avliliihe BeküMtAchnyile!! Her Lladt Gießtll. Bekanntmachung. Tue heute naitflchmhene Versteigerung der städtische« PläNe zum Verkauf von Ebrittbäumchen wird nicht geucdmigt. Tie Plätze werden Tienettag den 7. ds. Mts., vormittags 11 llbr, im Bürgermeistercigebäude neu versteigert. Gießen, den 4. Dezenrber 1909. Be/1: Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. __________________________ Bc e c u m Betr.: Sttaßenbahnbetrieb. Wir geben hierdurch bekannt, daß die Fahrgäste den ©trafeai^ bahnwagen nach Ankunft auf der Endstation zu verlassen haben. Tas Einsteigen darf erst erfolgen, nachdem der Wagenführer em Zeichen dazu gegeben hat Wir marficii nochmals Darauf aufmerksam, daß die die Straßenbahnwagen benutzenden Personen den Anordnungen des mit Tienft- kleidung, Tienstabzeichen oder Legitimation versehenen Bahn- versonals Folge zu leisten haben. Zuwiderhandlungen werden, wenn nicht nach den Bestimmungen des Reichssttafgejeybuches, des Pvlizeistrafgesetzes oder der Eisenbahnbau- und Betriebsordnung eine höhere Strafe verwirkt ist, mit Geldstrafe bis zu 30 Mark bestraft. Gießen, den 3. Dezember 1909. Elektrizitätswerk und Straßenbahn der Stadt Gießen. S t o l t e. B3/v Betr.: Straßenbahnbetrieo. Wir machen darauf aufmerksam, daß die Wagen der elektrischen Sttaßenbahn an den durch eine Tafel keimllich gemachten Haltestellen, mit Ausnahme der Umsteigestelle am Marktvlatz, nur nach Bedarf halten. Um das Halten eines Wagens an einer Haltestelle zu veranlassen, haben sich die §ahrgästc an der in der Fahrtrichtung rechten Seite des Gleises aufzustellen und dem heranfahrenden Wagenführer ein Zeichen ;u geben. Fahrgäste, die den Wagen verlassen wollen, müssen dies mindestens 50 Meter vor der nächsten .Haltestelle durch zweimaliges Anziehen der in der Fahrtrichtung rechts liegenden Klingel- schnur ans eigen. Gießen, den 3. Dezember 1909. Elektrizitätswerk und Sttaßenbahn der Stadt Gießen. S t o 11 e. B3/i * Betr.: Umsteigeverkehr auf dem Marktvlatz. Wir machen darauf aufmerfiam, daß für den Umsteigeverkehr auf dem Markeplag von Seiten der Aufsicht-beamren und Wagenführer eine geheime Kontrolle ausgeübt wird und warnen wir hiermit jedermann, ohne Umsteigeberechttgung von der einen in die andere Linie umzusteigen. Gießen, den 3. Dezember 1909. Elektrizitätswerk und Sttaßenbahn der Stadt Gießen. 21 o l t e. B*/fl Statt beMpnderer Md da 115. Giessen, den 3. Dezember 1909. Ter Vorstand D*' 6834 Echter Malzkaffee Heute mittag 4'/, Uhr entschlief unsere liebe Mutter im 72. Lebensjahre. Heinrich Pfeiffer, «616 Giessen (Teufelslustgärtchen 8), 4. Dezember 1909. Glennen Dir. A. Rappmann. tXn vorder. Äeftauront vor, rodbrcnb u. nach der Dorfrellung: (Slite ÄotiAcri des Tarnen Blas Crchcücr- Grats. 06887 ded Wieben. fln». (64» 6 Zimmer Die trauernden Hinterbliebenen stieres 4 Zimmer 8 Zimmer 2 Zimmer fünfte frei. IW16 ' * irc<| « iKirtfc «r. Lieinwear Vf Äerlsc ödttchtzandUmg in BotODam, bet. T*n vermieten 7-n verkaufen Klkkcn-Gesilchf ^rnnf'GeCnche (Offrnr Strllfii ä-.HtmmerTOobnunn zu oer- mieten. Cl. Reinert, ^icucnipcn 9. e. W soo IHf. nnb erbt tonnen tntcll. .er :c iWutc aller Be runvl Ar. Artiger, Teleohon MÄ. Oldenburger 2tute braun. vorzügliches Blerd für die Vtuiöroivtfdjafi, zugleit, billig zu verlaufen. dßm Via ft hau» zum Meißen Noß. Ein cn. 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Tanksaguug §ür btt vielen Beweise herzlicher Teilnahme de dem Htnschetden unfere» lteben, unoergedltchen Rinde» tfiut wrechen wir auf diesem Wege unseren berzlich'len Lank au». •j tert 1 Cm ix.u • r?i $ ft id Ortskrankenkasse Gieften Gtnttal-Vcrsammlung Dieustag. 14. Dezember 1909, abend» 8>/a Uhr, im ßtewerfschafishau», Lchanzenslraße. Tagesordnung: 1. Legänzunggwahl de» Vor'lande» 2. Wahl de« Prüfung».ÄuSschusse» für die Jahre-rechnuna 3. Llatutenänderung 4. Eingelaufene Anträge. garantiert rein Pfund-Paket 25 Pfg. Jakob Maternus 6076 Scke Klinik» und Frankfurter Straße. w t- veuv'« hit «o» e. vm er>u. d. d. Sieb. Lnz. islflürr -ln-gruh u,± «- schrei der von knellgei., Verlag»« geschält zu bald. Gnuntt gesucht, 2dmftl Ang mit "»edalisford. unter «'«3 an den iUieu Anz 8r°ic Sofinuiij Ä“ mieten. 10 Zimmer «2 Etagen. Garten. Balkon rc. ___ Schriftliche Angebote uni. 6337 an die Geschäft»«!, de» Vieh. Anz. Per Barterre • Stock tin ••öaufc Cit Anlage 36, 6 Zimmer mit Hubcbdr. 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D »itiibi f ffdi'fi i xhnttt. lH Biekemitock * Schneider. »W7 2 d)ffn mb bl Simuier tu oermieien.______^owengnHe 2211 KöbL .Ummer zu veemieien. llMe ^Sberüraf,e 3 I, ' ol. Arbeiter k Äoü u. X'oq. erh. tfWMl________Lonn.nürabe 1t. | LAden etc. | 7* Rffliihfl mi! oouhanbiaeT vlfl. vlllllvlll Vabenemndjtunn