Nr. 13S Erstes Blatt ISS.Iahrgang Mittwoch S. Ium 190S SirhenerKamilstndlätter; M JPQk 'dW W ^fflk 4^ TffF Abhole- u. Zweigpellen tseäSÄlo IpKIP II 4z I zpi BlB| (»> «“- ig^wivlivllvl tl 11WluvlSSä für die Redaktion 112, ®j7 Verantwortlich HLS- General-Anzeiger für Oderheffen WN i,y «onSstSgTTü»” Kotafionsbrud und Verlag -er vrühl'schen Univ.-Vuch- und Steinbruderei R. Lange. Redaktion, Expedition und Bruderci: Schulstratz« 7. treten_ der nationalliberalcn Presse für die genannte Form der Besitzsteucr die nationalliberale Partei für eine Erbansallsteuer stimmen wird. Von den 4 Mtgliedern — von 54 Reichstagsabgeordneten — der genannten Partei wird nach verschiedenen Zeitungsmeldungen niemand gegen diese Steuer stimmen, da die genannte Frage zur Parteifrage gemacht worden ist. Tie entsprechende Resolution im Zentralausschuß war mit 71 Stimmen gegen 2 angenommen worden. Einer dieser beiden Herren ist unseres Wissens gerade wegen seiner in den Steuerfragen abweichenden Meinung aus der Partei ausgeschieden. 'S Die zweite Lesung der Steuer-Vorlagen soll im Reichstag aus die Tagesordnung des 16. Juni gesetzt werden, nachdem am 14. der Bericht der Finanzkommission zur Verteilung gelangt sein wird. Wie verlautet, wird der Reichskanzler in dieser Sitzung den Standpunkt der verbündeten Negierungen darlegen und Schatzsekretär Sydow die neue Erbansallsteuer begründen. Wahrscheinlich werden die einzelnen Fraktionen Erklärungen über ihre Stellung abgeben. Tie Besitzsteuer wird, falls sie nicht vom Plenum abgelehut wird, der Kommission überwiesen werden. Man rechnet noch mit einer vierwöchigen Sitzungsperiode und will neben dem Finanzgesetz nur die Besoldungsgesetze und eventuell noch das Arbeitskammergesetz beraten. Karlanientavrsehes «aus Hessen. Darmstadt, 8. Juni. Der Wahlprüfungsausschuß der Zweiten Kammer hielt heute unter Vorsitz des Abg. Pennrich eine Sitzung ab und beschloß, das angefochtene Mandat des Abg. Tr. Frenay (Mainz Land) zu beanstanden, das gleichfalls beanstandete Mandat des Abg. Senßselder (Büttelborn-Griesheim), gegen das von der sozialdemokratischen Partei Einspruch erhoben worden war, für gültig zu erklären. Die heutige Nummer umfaht 10 Seiten. Die Begegnung öe$ Keifers mit dem Zaren, die in allernächster Zeit erfolgen soll, hat bereits eine Unzahl von falschen und richtigen Gerüchten erzeugt. Insbesondere stritten sich ausländische Zeitungen darüber, ob die Anregung zu dieser Begegnung vom Aaren oder vom Kaiser Wilhelm ausgegangen sei. Von St. Petersburg aus geht uns nun unter dem 8. d. Mts. folgende Meldung zu: Eine Anzahl russischer und ausländischer Blätter erhält trotz der von deutscher Seite erfolgten Mitteilungen die Behauptung aufrecht, das; die Kaiser-Entrevue auf die Initiative des deutschen Kaisers zurückzuführen sei. Dem gegenüber ist der Petersburger Vertreter des Wolffschen Telegr. Bureaus durch das russische Ministerium des Aus- lvärtigen ermächtigt, zu bestätigen, daß Kaiser Nikolaus die Initiative zu der Herbeiführung dieser Entrevue ergriffen hat und Kaiser Wilhelm sich auf Einladung des Kaisers von Rußland in die finnischen Gemässer begibt. Gegenüber anders lautenden Meldungen erfährt nun auch die „Nationalztg." von amtlicher Seite, daß Minister- präfident Stolypin bei der Entrevue in den Schären zugegen sein wird; es sei verfrüht, von einer Reise des Zaren nach Kiel zu reden, da noch keine amtlichen Anhaltspunkte dafür gegeben sind. Auch sei es verkehrt, von einen: Kieler Gegenbesuch zu reden und es würde den Gepflogenheiten nicht entsprechen, jetzt gleich wieder einen zweiten Gegenbesuch zu inszenieren. Bemerkenswerterweise bespricht der Pariser „Temps" die Zusammenkunft unseres Kaisers mit dem Zaren recht ruhig, ohne die üblichen Ausfälle. Tas Blatt schreibt: „Trotz der für Rußland unangenehmen Dienste, ivelche Deutschland in der Orientkrisis Oesterreich geleistet hat, wäre es wohl von den Russen unklug, wenn sie sich den Anschein gäben, daß sie gegen Teittsch/and noch Groll empfinden. Es ist deshalb nur natürlich, daß Kaiser Nikolaus, ,1er in Europa eine lange Reise unternimmt und in deutsche ^wässer kommt, mit Kaiser Wilhelm zusammentrifft; gerade das Gegenteil wäre erstaunlich gewesen. Tie An- ^iahme, daß diese Zusammenkunft irgend etwas an den bestehendeu Mächtegruppierungen ändern könnte, wäre ganz ungerechtfertigt. Tas Ziel der politischen Tätigkeit Europas lann nicht darauf gerichtet sein, die bestehenden diplomati- Ichen Gruppierungen zu sprengen oder zu schivächen. Tie beiden Gruppierungen sind so beschaffen, daß sie zur Erhaltung des Gleichgewichts genügen. Dieses Gleichgewicht nväre ein vollständig stabiles, wenn die Triple-Entente ihren 7militärisck;eu Kräften klügere Sorgfalt zuwenden würde; Niber der Friede könnte nicht besser gesichert sein, als er es ,Durch die gegenwärtigen Verpflichtungen der Mächte ist. iTSir möchten wünschen, daß die Zusammenkunft der Staatsoberhäupter und andere Vorkommnisse des internationalen Gebens nicht mehr zu gewagten Vermutungen benutzt wer- Len. Wilhelm II. kann mit dem Zaren Zusammentreffen, -ohne daß man darin eine Drohung für das französisch- russische Bündnis erblickt. König Eduard kann den König ton Italien besuchen, ohne daß der Dreibund gefährdet erscheint. Es wäre gut, wenn alle Welt endlich von dieser vleberzeugung durchdrungen wäre." In der italienischen Presse wird der Wunsch rege, Sen russischen Herrscher in Italien begrüßen zu können. Zm übrigen sieht man in Rom in der Begegnung nach Die vor eine Annäherung Rußlands an den Dreibund. So schreibt beispielsweise der „Seeolo", die Annäherung Ztußlands an Deutschland sei klar. Aber es ljege kein Grund vor, sich darob allzusehr aufzuregen, da auf die Begegnung mit dem deutschen Kaiser Begegnungen des Zaren mit Fallier es und König Eduard folgen werden. Der ,.2ecolo" hofft, daß der Zar auch endlich nach Italien tkommen werde; nach dem glänzenden Eingreifen der Russen beim Erdbeben in Messina werde niemand in Italien dem Aaren unhöflich begegnen. Auch „2$ i t a" hebt die Bemühungen Rußlands hervor, mit dem Dreibund wiederum gute Beziehungen anzuknüpfen. Iswolsky habe erkannt, Laß die von König Eduard versuchte Isolierung Deutfch- llLnds ein erfolgloser theoretischer Versuch bleibe. Einigermaßen verstimmt sind einstweilen nur die eng- Lschen Blätter. politische Tagesschau. Gin Protest gegen die konservativklerikalen Beschlüsse. In einer liberalen Versammlung zu Wimpfen, in der Darteisekretär Kuhlmann aus Darmstadt über „Die Politik in Hessen und im Reich" sprach- wurde folgende Resolution LNstimmig angenommen: „Tie Versammlung pro- ttestiert auf das allerentschiedenste gegen die von der Linservativ-klerikalen Mehrheit der Finanzkommission beschlossenen, die deutsche Volkswirtschaft in ihrem Lebensnerv reffenden Steuerprojekte. Sie verlangt, daß neben der beabsichtigten starken Belastung des Kolkes eine allgemeine Besitz steuer in Form einer Erbanfall- feeu er geschaffen werde und spricht den liberalen Frak- 1 onexv des Reichstags für ihre bisherige Haltung volles Vertrauen aus." Tie Versammlung beauftragte ein- ftlimmig den Vorsitzenden, den Abgeordneten ihres Wahl- weises Freiherrn v. Heyl von dieser Resolution in Kenitt- m.s zu setzen. * Die Nationalliberalen und die Erbansallsteuer. Man schreibt uns: Entgegen verschiedenen auf Unkenntnis iwr wahren Sachlage beruhenden Ausstreuungen in verschiedenen Jätungen, dahingehend, daß die nationalliberale Partei in Sachen d«r Erbansallsteuer unsicher sei, sei darauf verwiesen, daß nach bet Kundgebungen des Zentralausschusses der Partei in Berlin, b«n Anträgen und Resolutionen der Parteivertreter in dein Finanz- ansschuß des Reichstages, den nach Dutzenden zu zählenden Reso- Inlionen von Landesausschüssen, Provinzialausschüssen, öffentlichen Versammlungen der genannten Partei, dem energischen Eür-1 Deutsches Reich. Ter Kaiser traf gestern früh in Kiel ein und begab sich an Bord der „Deutschland" zur Beobachtung von Schießübungen nach der äußeren Kieler Bucht. Gegen 6 Uhr abends lies die „Deutschland", mit dem Kaiser an Bord, unter Salut der Forts wieder in den Hasen ein. Die Flotte folgte. Die Abreise des Kaisers nach Wildpark wurde auf heute verschoben. Ter Kaiser blieb an Bord der „Deutschland". — Der Kaiser und die Kaiserin werden nach amtlichen Angaben am 20. Jimi nachmittags in Hamburg eintrefien und direkt zum Rennen nach Horn fahren. Nach dem Rennen fährt die Kaiserin nach Plön weiter. Ter Kaiser nimmt Wohnung auf dem Dampfer der Hamburg-Amerika-Linie „Kronprinzessin Ceeilie". Abends findet ein Tiner beim preußischen Gesandten Grafen Götzen statt. Am 21. wird der Kaiser den großen Rathaus-Saal besichtigen und der Vulkan-Werst einen Besuch abstatten. Später wird der Monarch an einem Frühstück beim Bürgermeister Dr. Burckhardt teilnehmen. Nachmittags fährt der Kaiser auf dem Dampfer „Kronprinzessin Ceeilie" elb- abwärts, um der Regatta auf der Unterelbe beizuwohnen. Der Bundes rat erteilte in seiner gestrigen Sitzung der Beschlußnahme des Reichstages zu dem (ftitwnrf des V i ehr' e n ch e n g e s c tz e s seine Zustimmung. Ter „Staats anzeig er" veröffentlicht das Gesetz betr. die Feststellung des preußischen Staatshaushaltsetats für das Etatsjahr 1909 vom 2. Juni 1909. Goltz. Tie „Nationalzeitung" vernimmt, der Urlaub, den der Generaloberst v. d. Goltz im Laufe des Sommers in Konstantinopel verbringen werde, sei auf vier Wochen bemessen. Tcr Vizepräsident des preußischen Abgeordnctenhaitses und Zentrumsführer Justizrat Tr. Porsch wurde zum Geheimen Justizrat ernannt. Ausland. Ter serbische Major O kano witsch, der mit dem Prinzen Georg die bekannten Auseinandersetzungen hatte, ist pensioniert worden. Königin Wilhelmina und Prinz Heinrich der Niederlande sollen im Herbste den englischen Hof besuchen. Sie werden unter Entfaltung eines besonderen Pomps in Windsor empfangen werden. 120 englische Bischöfe und Pastoren reiften gestern vormittag mit dem Tampfer „Meteor" nach Deutschland ab. Sie treffen heute in Hamburg ein, von wo sie nach Berlin weiterfahren. T i e I u n g t ü r k e n, die sich gegenwärtig als Partei organisieren, werden den Namen dkationale Fortschrittspartei annehmen. Ter Senat der Vereinigten Staaten erhöhte den Zoll auf baumwollene' Handschuhe auf 50 Cents und auf 45 Cents vom Hundert, den Wertzoll für das Dutzend Paar im Werte von 120 Cents bis 6 Dollar. Aus Stafct und Sand. Gießen, 9. Juni 1909. ** Der Besuch unserer Hochschule hat in dem lausenden Sommerhalbjahr um 312 Studierende zugenommen. Es waren im Winter nach Abgang von 257 nach 959 geblieben und sind jetzt ohne Hörer, aber einschließlich 30 Studentinnen, 1271. Die Gesamtzahl ist 1424. Von den immatrikulierten Studierenden sind 840 Hessen, von denen 505 der philosophischen, 126 der medizinischen, 151 der juristischen und 58 der theologischen Fakultät angehören. Von anderen deutschen Bundesstaaten steht Preußen mit 258 weitaus an erster Stelle. Es folgen: Bayern (30), Baden (12), Sachsen, Oldenburg, Hamburg mit je 10, Württemberg und Elsaß mit je 5, Braunschweig und Sachsen-Koburg mit je 4, die übrigen mit je einem Besucher. Die nicht reichsdeutschen Staaten stellen sich folgendermaßen: Oesterreich 2, Rußland 60, England 4, Japan 4, Bulgarien 2, Schweiz, Frankreich, Serbien je 1. -s- Tie vorjährigeOb st ernte in Hessen. Im Jahre 1908 wurden in Starkenburg für 694 838 Mk. Tafeläpfel und für 8000-15 Mk. Wirt sch aftsäpfel geerntet. Ferner wurden noch für 132 482 Mt. Tafelbirnen, für 120 379 Mk. Wirtschaflsbirnen, für 188 674 Mk. Zwetschen und Pflaumen, für 71 064 Mk. Kirschen, für 13 745 Mk. Aprikosen, für 19 666 Mk. Pfirsiche und für 107 881 Mk. Walnüsse geerntet. In Ob er Reffen wurden für 384 725 Mk. Tafeläpsel, für 418 714 Mk. Wirtschaftsäpfel für 50 401 Mk. Tafelbirnen, für 67 393 Mk. Wirtschaftsbirnen, für 110 520 Mk. Zmctschen und Pflaumen, für 61 233 Mk. Kirschen, für 2451 Mk. Aprikosen, für 2019 Mk. Pfirsiche und für 1332 Mk. Walnüsse eingeerntei. In Rheinhessen wurden für 264590 Mk. Tafeläpfel, für 228127 Mk. Wirtschaftsäpfel, für 143 815 Mk. Tafelbirnen, für 101730 Mk. Wirtschaftsbirnen, für 517 432 Mk. Zwetschen und Pflaumen, für 98 950 Mk. Kirschen, für 104107 Mark Aprikosen, für 65912 Mk. Pfirsiche und für 34 944 Mk. Walnüsse geerntet. ** Jahresversammlung des hessischen Hauptvereins der Gustav-Adolf-Stiftung. Zum Zwecke der Beratung über das am 6. und 7. Juli hier stattsindende Gustav-?ldolf-Fest fand am Montag abend im Konsirmandensaal der Johanneskirche eine Versammlung statt, zu der die Spitzen der hiesigen Behörden, die Mitglieder der theologischen Fakultät, die Vertreter der Schulen und der kirchlichen Vereine sowie der Gesamtkirchenvorstand geladen waren. Kirchenrat D. Schlosser, der die Versammlung leitete, begrüßte die zahlreich Erschienenen und wies darauf hin, daß die Stadt Gießen bereits wiederholt den Gustav-Adolf-Verein zur Feier seines Jahres- sestes beherbergte, so in den Jahren 1844, 1869 und 1884. Zur Vorbereitung des Festes wurden verschiedene Ausschüsse gebildet. Dem Wohnungsausschuß gehören an: Stadtverordneter Helm, Oberbibliothekar Tr. Heuser, Frau Professor Dr. .Höhlbaum, Zeugwart Rievel, Landgerichtsrat Schmeckenbecher, Geh. Forstrat Professor Dr. Wimmen- auer, Bauunternehmer Winn und Fräulein Wortmann. Tem Empfangsausschuß gehören an: Realgymnasial- lehrer Albach, Pfarrer Ausfeld, Pfarrer Bechtolsheimer, Rechnungsrat Beimhard, dem Preßausschuß: Pfarrer Bechtolsheimer, Privatdozent Lie. Glaue, Professor D. Schian, den: Program mausschuß: Pfarrer Ausfeld, Oberlehrer Lie. Freiherr v. Gall, Professor D. Schian, Geh. Schulrat D. Stamm. * * Das erste Abonnementskonzert unserer Regimentskapelle ftndet morgen abend unter Leitung des Musikdirektors Krauße tn Steins Garten statt. * • Besitzwechsel. Rechtsanwalt Dr. Spohr kaufte für 105 000 Mk. das Anwesen der Professor Albrecht Thaer Erben Reue Bäue 25. • * Strafantritt. Der ehemalige Rechtsanwalt Llla ren aar, welcher bekanntlich wegen seiner Beteiligung an öem Raubzug, den Hof rat Rothschild gegen die Ober-Mock- üädter Kasse unternommen hat, und wegen Unterschlagung von Geldern zum Nachteil von Klienten von der Strafkamn,er Gießen zu 9 Monaten Gefängnis verurteilt worden ist, hat seine Strafhaft in Butzbach antreten müssen. Das Reichsgericht hatte die Revision gegen, das Urteil verworfen und darauf betrieb Klarenaar das Wiederaufnahineverfahren. * * Die Gießener Hundezüchter wurden auf der am Sonntag und Montag in Frankfurt veranstalteten und sehr gut beschickten internationalen Hundeausstellung hervorragend ausgezeichnet. Mit dieser Ausstellung, die 1000 Nennungen erreichte, hatten 14 Vereine ihre Ausstellung vereinigt, so daß man in einzelnen Rassen ganz außergewöhnliches zu sehen bekam. Auch die Gießener Züchter, die in Züchterkreisen sich eines besonders guten Rufts erfreuen, hatten hier zum Teil ausgestellt und wohlverdiente Lorbeeren geerntet. August Schwan errang sich mit seinem selten schönen Schnauzerpaar Bols und Fanny drei erste Preise und zwei Ehrenpreise. Jean Hamm er mann ebenfalls mit Pinscher einen zwe iten Preis. Karl Waag erhielt für seine Boxerhündin einen dritten Preis und Ernst Niemann jr. für seinen Rüden derselben Rasse einen zweiten Preis uno einen Reserve- Preis. Johannes Schäfer III. war so glücklich, mit feinem Dobermannpinscher je einen ersten, zweiten und dritten Preis und einen Ehrenpreis zu gewinnen, während die sieggewohnte, herrliche gelbe deutsche Dogge von Ernst Niemann jr. sich diesesmal mit zwei zweiten Preisen begnügen mußte. Georg Forbach wurde für feinen Rattenpinscher mit zwei ersten Preisen ausgezeichnet, und Louis Hammel erhielt einen ersten, zweiten und dritten Preis und Ehrenpreis für Bulldoggen. Mit diesem Ergebnis dürften die Gießener Züchter sehr zufrieden sein. * * Sch aupr ü fu n g von Hackmaschinen. Nächsten Samstag, vormittags 11 Uhr, findet auf der Bichlers Hardt auf Veranlassung der Landwirtschajtskammer für das Großherzogtum Hessen eine Schaupriftung von .Hackmaschinen statt. Die Prüfung ist öffentlich und bietet so den Landwirten eine außerordentlich gute Gelegenheit, die arbeit- erjparenben Hacftnaschineri mehrerer Fabriken nebeneinander im Betrieb kennen zu lernen. Die Lcmdwirtschaftskammer fordert daher die hessischen Landwirte zu einem regen Besuche der ^ch au Prüfung auf. ( !) Wie seck, 8. Juni. Auf der Ausstellung in Großen- Linden erhielt in der Abteilung Kaninchen Adolf Rau hier einen Ehrenpreis, einen dritten Preis und zwei lobende Anerkennungen. Daubringen, 7. Juni. Mit Erstaunen wandert man letzt durch lmser Feld, denn die Ueppigkeit unseres Getreidebe- Itanbeä iit ganz bewunderungswürdig. Das Kvrn, das im An- sang des Frühjahrs wenig versprach, hat einen Bestand wie nur m wenigen Jahren, von 2,10 Meter, — ein wogendes Meer ^ie Natur febeint in unserer Gemarkung ihr ganzes Können ge- zergt zu haben Auch der Hafer steht durchschnittlich gut. Wenn lern nachträglicher Schaden entsteht, hat imsere Gemeinde eine sehr gute Ernte zu erwarten. — Der Gesangverein Eintracht feierte am verflossenen Sonntag ein Waldfest, das bei [djoner Witterung sehr schön verlies. — In dem Lokale des Krregervereins sprach an demselben Tage Herr Stephan aus Stcmtenberg über seine Erlebnisse in dem Kriege gegen Süd- West-Att'lka vor gefülltem <-aale. Reicher Beifall lohnte die sehr mterqjonten Ausführungen. , .. •_ Httn gen, 8. Juni. Die schmale Horloff- b r u cf e am unteren Ausgange der Stadt wäre am Sonntaa nachmittag für ein von auswärts kommendes Break beinahe verhängnisvoll geworden. Gerade als das mit zwei gerben bekannte Gefährt über die Brücke fuhr, scheute das eine Pserd und das Break prallte mit solcher Wucht an die Bruckenmauer, daß der Kutscher kopfüber heraus geschleudert wurde, ohne ftch indes erheblich zu verletzen. Eine Dame, bte sich auf dem Break befand, kam mir dem Strecken davon 3um Glück formten die Pferde sofort aufgehalten werden, wodurch ein größeres Unglück verhütet wurde, zumal Kinder in d^r Nähe waren Tic Brücke, oic beit ictzigen Berkehrsverhältnifsen nicht mehr entspricht, soll in B-älde umgeändert werden. Gestern nachmittag überflogen sechs LustbalIons in bedeu tender Höhe unsere 3iabl Tie kamen von Besten und flogen in südöstlicher Dichtung ipeiter A Butzbach, 8. Juni. Einen beträchtuchen Erweiterungsbau erhält gegenwärtig unser Bahnhofsgebäude. Sowohl die Bahnhofswirtschaft, als auch di. Bnreauräutnc werden nicht unwesentlich vergröbert. n o Raulietm, 9 uni 3m Theatersaal be^ .Tur Hauses iaitb gestern abend oic erste Aufführung zugunsten eines dahier zu errichtenden Be n e ke --Den k m a l s statt, .iahl reiche Tarnen aus Beamten und Aerztckreisen, sonne die <* *$roüb Äurkapelle Winderstem rchestcr hatten zum schönen Verlaus der Veranstaltuna beiqetragen Frl Breidenbach trug einen in Ixilt. rnifKll 'L;toioa vor Dann i hn von Frankfurt a M nach Homburg u b ■? nötige elektrische Strom soll von Höchst aus durch ein Mabel zu geführt werden. Die zuständigen preußischen und hessischen Wegbaubehörden haben die ftvbclstrecke bereits besichtigt. k. 91 u« der Wetterau, 8. Juni. Bet deut letzten heftigen Gewitter schlug der Blttz in Dorheim in das SchuthauS und girftörtc den Schornstein, zündete aber nicht. — In Taue rn ft eint stürzte ein Kind in die tiefe Nidder. Eine befterzte Bäuerin sprang nach und rettete das Kind. ix C.' D a r m st a d t, 9. Juni Heute begeht der Grobherzog die 25. Wiederkehr des Tages, an dem er in das Lcibgardc-Iu fanlerie-Regiment Nr. 115 cintrat. R. B. Darmstadt, 8. Juni. Zu Ehren dcö verstorbenen Direktors der Viktoriafchnle Geh. Schulrates Prof. Dr. Sandmann fand fteute vormittag im Turnsaal eine Gedächtnisfeier statt. Pfarrer Kungel hielt die Gedächtnisrede. — Landmann war am 29. November 1855 in Gießen als Sohn des Pfarrers Landmann geboren. — Zu feinem Nachfolger wurde Prof. Dr. Otto, der Direktor bei Offenbacher Mädchenschule, ernannt. RB. Darmstadt, 8. Juni. Eure furchtbare FeuerS bruust, wie sie Darmstadt seit Jahren nicht gesehen. Iwt heute in der zehnten Abendstunde am Main-Neckar-Baftnftof gewütet und d»e große Maschmenreparalurwerkftätte der Bahn vollständig zerstört Außer etwa 2> in der Werkstätte befind lickten Lokottiotimm tvurden auch smntlickre, für die Reparaturen i^rwrdt'rlichint Maschinen und Werkzeuge, die «Troße Modellhalle mit ihrem Inhalt, dir Sckreinerwerkftätte usw. ein Raub der Flamnten. sodaß eilt Schaden von vielen Tausend Mark ent standen ist Um 9 llbr abends bemerkte der Bahnsteig, waffner Schupp in her unmittelbar neben den Geleisen tn v Haupt bahnlwfes gelegenen großen Halle einen Feiterschein. Er schlug sofort Alarm und drückte eine Tür der Lalle ein, worauf »hm sofort Helle Flammen und Rauchwolken jedes weitere Vordring.ii nertix-hrttm Die schnell in voller Stärke berbeiaeeilte mm er mehr fmth bereits ein mächtiges neuermerr vor Es braun tat an- Idninnth große Mat gen PntzPaumwoNe. terpentingetränkle Mo delle usw., fodaß an an Löschen des Brandes von vornherein Uicku ,ut denken war Bald nach her AUnbe von deut Brande erschien her Blatzkeunmandairt Oknevalmajor v. Eckenbrecher, und in-bat der zahlreichen Schutzmaniuckmst wurde zuerst eine AbteiUmg Artillerie und gleich daraus 2 Kompagnien des Gard- Fnianterro-Regimenls 115 auf geboten, die vor dem Hauptbadnhof Anfsteslung nahmen und unter dem Kommando einer Anzahl Lftlztere wadv-dende Absperrungsmaßr.'geln trafen, sowie der Farerwebr nach Möglichkeit bet den RertungSversuckien Unter- Uuuutig heben. Es gelang, aus dem Bureau der Verksttt^n die iviebttalten 'Baptcte tmd Schränke mit Büchern zu retten. alles andere wurde ein Raub der Flammen. Ern Werkzeugmeister Boigt. der nut als erster bet den Retnmcisver'uchen half, luurhe durch cm derabfallendes Gebälk am Kovi verletzt. Sonst kamen nur etntge ganz leichte Verletzungen von Feuerwehrleuten vor. Die Balnwern»altuna batte große Mühe, den regelmäßigen Balnrberrvw aufrecht zu erhalten: da die elektrische Leitung bunt*- ühntohen nxrr, nruHtr sofort die notdürftige Gasbeleuchtung auf hem Bahnkörper in Funktion treten, roabrenb die Vartesäle nut xcteinmhduern noldinrug erleuchtet nnirben. Fast die gan z.- lang gestreckte Halle lunth mehrere Stmtden hindurch bis ;tmt Tach m heilen »vlaurmen. die einen mächtigen Fetrerfchein am dunkelnden Hrnnnel weithin über die Liadt Der breitete unh Tausende von *J«uaieiignt zu dem großartigen Schon,mel herdeilockten Worms, 8. Juni, »eitern fiel da« drei Jahre alte Söhnchen de« Rottenführers Otto Franz m bte Adortgrubc unb ertrank. Das Kind, dessen Eltern tn dem angrenzenden Hanse wohnen unb daS im Hofe gespielt halte, wurde per- mißt. Man sorichte nach und sand, baß die Aborttäre von innen verriegelt war. Der Verdacht, baß da« Kmd bei Benützung deS Abortes durch die etwas große Litzöffnung ge- fallen fei, bestätigte sich leider. > LaunSback.8 Fan, Die dresfähriw Bu n bester n fahrt des Turnerbundes Lohn Tünsberg findet nächsten Lvnn tag. den 13. Fun- nale soll unterhalb her Ci'fn babnbrücke nicht nur, rote geplant, 20 Meter Breite, sondern 30 Meter Breite und 2,50 Meter liefe unter dem mutieren Rheinroa'serstand erhalten. Bon Anlage^ einer Schleuse an der Lahnmündung wird abgesehen, da eine Schleuse von der -eehih- ahrt als Hindernis empiunben wird und die Tiefe von 21 • Meter unter denk mittleren Rheinwai'entand als genügend erachtet rotrd Das Profil der neu anzulcgenden Kaimauern wird 80 Zentimeter schräger als seither gestaltet. tc. Frankfurt a. M., 8. Juni. Am 1. Juni sind >ic Bahnftösc Audenschmiede, Grävenwiesbach, Heinzenberg und Wilhelntsdors sür den Tierverkehr eröffnet tvor den. Der Bahnhof Hundftadt der 22.69 >iilotneter langen Nebenbahn Usingen-Weilmünster erhält noch int Louise dieses Jahres Einrichtungen zur Absertigung von Gütern und lebenden Tieren. iv. Aschaf fen bürg, 9. Juni. In vergangener Nackt knrz vor 12 Uhr entstand aus dem hiesigen Güterbahnhose Groß feuer. Ein großer Materialschuppen mit Dienst- tvohnungen brannte vollständig nieder Ter Wcckselwärter Dietrich konnte mit seiner Familie nur mit knapper Not das nackte Leben retten. Lluch ein angrenzendes Fabrikgebäude der Wellblechfabrik S ch ö r g wurde ein Raub der Jlammen, desgleichen ein Blockhaus. Der Schaden ist ehr bedeutend. Die ganze elektrische Licht a n l a g c des Häuptbahnhofes wurde durch das Feuer u tt t c r b r o d) c it. h. Kassel, 9. Juni. In der Umgebung von sLaffcf und im ganzen Fuldatal haben Nachtfröste großen Schaden an Frühgemnse, Obst usw. angerichtet. x Treysa, 8. Juni. In Gilsa fiel das 3fahrige Söhn ch e n des Einwohners Bischoff in ein fRcgenf a 6 und ertrank Wiesbaden, 7. Juni. Zu einem seltsamen Mittel, die immer noch fehlenden Kosten sür die Tri Hünen auf der neuen Rennbahn bei Erben!)cirn aufzu- bringen, bat der „Verein der Wieslmdener Gasthof- und Badehaus-Jnhaber" gegriffen. Ter Verein ivill „bei den Kurinteressenten, soweit sie noch nichts oder ganz unzn- reichend gezcick-net haben, dahin loirken, daß auch sie sich durch Zeichnung von Beitragsscheiueii an der Förderung dieses gem-innützigen Unternehmens beteiligen". Zu dies.'n Kurinteressenten recknet er auch seine Lieseranten, Hand Werksleute nsw. Tic Ausfoiderung zur Beitragsleistung schließt mit der Drohung: „Diejenigen Firmen, ivelckc sick ablehnend verhalten, bürfett es nicht unbillig finden, wenn nur in Zukunft nur denjenigen Firmen Aufträge zuwcnden, die für unsere Kurinteressen ebensolche Lvser zu bringen wissen, wie wir selbst." -- Tcr hiesige Verein der Kausleute erhärte sich im Prinzip mit dein Bau der Rennbahn ein verstanden, verivahrle sich aber sd)ars gegen den Ton dec Zirkulars. Gericbtssnal. — Erbach contra Erbach. Am 1. September 19u5 heiratete der Erbgras Erasmus von Erbach "bic Dora Fischer, Tochter einer Waschfrau, heimlich in London Da der Erbgrai ohne Einnnlligung seines Vaters geheiratet hatte, wurde ein ftan dcshcrrlickics -Schiedsgericht emberufen. Dieses Schiedsgericku er kannte, daß Erasmus durch diese Mißheirat nach K 19 Ab> 2 d» s Erbacher .Hausgesetzes von her Erbfolge und der Nutznießung des Gräfl. Erbachschen Vermögens auSzufailießen fei Erbgraf Eras mus wurde darauf vvit seinem Vater Graf Albrecht in die Hel anstatt Hol^-nmark bei Cbcrurfrl verbracht. Auf Grund ctlich.r Sachverstandiger-Gutachten wurde der Erbgraf vom Frankfurter Landgericht am 22. Mai 1906 entmündigt. In dem (öutackh-n wurde u lusgesagt, daß Erasmus schon in ’inhc '' i Jugend sadistisch veranlagt geivesen sei. Trotzdem er verheiratet sei, habe Seelenleben sei in geschlechtlimen Trieben ausgegaugen. Am 1 Cl tober 1906 wurde die Ehe he» Eibgrafen E. vorn F-ra,iksurter Lane bei 1041, AbsoK 2 ? -. Zimlprvzeßordnung Urt . st andesherrlichen Schiedsgerichts aufgehoben. Von den Agnaten ronrhe hiergegen Beim nm g eingelegt, welche heute vor biin 1. Zivilfenak des Oberlandesgerichts Darmstadt verhandett ■ h.-u Lorronrf, daß von den diesseitigen Anwatten des t^raten B ihin gewirkt worden sei krank zu ei klären. ^Hinter dem verstorbenen Agnaten Gras Arthur habe her frühere Staatsanwalt Schön Eharlottenburg gestanden. Bei dem standesherrlichen Schiedsgericht sei s. Zt f.-m Vertreter hes Erdgiafen lugelaf'en worden. Ta bn bet Eheichließung des Erbgrafen E. hie geistige Mindenvertigkeu feftgestellt wurde, io • wenig geisteskran sei, als bte anderen Mens modern, geistig iür nicht normal zu gelten. In Urbach ober Mickcistadt sei E nicht entmünbigt roorben Ter erbgrai wisse er mit Wissen seines Vaters mit seiner geschiedenen Frau, der Dora Fischer, unb macke mit ihr qemeüvame Steifen Der Vater itluh verhindern Man bähe icboch die Ab'-ckt, roenn GraS über die Ge'chlckkr gewochfen > • auf die Jagd und gäbt yunderttausende aus, wenn er nur seine ii f *r b .tt;. dann sei er ui-rcb betont nochmals die geistige Minderroernqkeit des Erasmus, die ui der Unzuverl.n'igkeu und Unanständigkeu desselben iutaae tret-- Ai^genblicklick befinde iidi her Erbgraf in Bayern Tas Urteil wird am 30 Ium v.rkündtt Nürnberg, 9 Funi Wegen Raub Mordversuch und ^übnenflucht verurteilte das Kriegsgenckt den Soldaten ediobcrtb vom 21. Infamen - Regiment tn Sulzback, her am iibcrnd, ibn burm drei Schüße verletzte unb -u berauben ver- iuchte, zu 10 fahren 3 Monaten Zuchthaus Tie Strafkammer in -L-01 In b b ad) oeniuw0 Mark Geld time. Cttcrnriicties. Grieben s Rctsefüftrer. Band 23: T te Schwerz. <5 Mk. . Verlag von illbcit Goldschmidt n Salm W, Von Grieben- Sinferührrtn ist her obige Bond soeben in 21 Auslage richten«n Mu großer zveiiauigkci: gebt der Bearbeiter, der btt Touren selbst brrnü hat. ollem nach, was dcn »remben Besuchet intfrdhrren könnt». ohne daß er »>ch dazu perlenen ließe, ha# Buck mit unnötiqrm Beiwerk ui füllen eine knapp und übersichtliche DaNicllungswei'e, die das n-iicurtidK bernorbebt, iowi» .it. prifti ch Anlage des ganzen »eichnen d.n Text ppricilbajt au. Eine Fülle iorgiäliig aoMforbeürttr Routcn bietet lebet* man» genügend Andattsvunkte, sich cor Beginn her Reue die Tour beliebig nach Zeit und Holten iu-ammen-.urteilen. 14 Karim itnd auf t'ttund des neuesten amtlichen Materials genau nach-- qeseften und bähen den Vor.ug, Nickt überladen tu km. - Von dem Buche ist euch eine Heute Au gäbe er chienen, die bet kürzertU nute Dienste leist, n wirb Vcrmiicbfcs. • T i e Behausung der Alha Während der An« Wesenheit der Kaiserin Eugeuie in Madrid bot der sonst gebenden hinter den hoben Bäumen eines Vorgartens verbergende Palacio de Ltria, bic vom Architekten Ventura Rvdriguez erbaute Behausung der Albas, seine Tore etwas seöffnet, so daß man einmal einen Blick aus die dort ange- ammclteu geschichtlichen und künstlerischen Sehen :v.:rbig- letten werfe» konnte. Im Owbelinsaal stehen Rüstungen, ine dem Herzog von Alba gelierten und von denen eine eine deutliche xugelspur in der Herzgegend zeigt, sein Kommando« stab, der Tisch von Mühlberg und vor allem die prachtvollen Gobelins, die er aus Flandern mitgebracht hat und die tch auf seine Feldzüge in Holland, Tunt- und Portugal icziehen. Zwei große Porträts von T«;tan hatten sein Andenken wack, ebenso wie eine merkwürdige Karikatur, worin von gegnerischer Seite die iü wenig syinpatlnsche Aufgabe, die er in den ^ederlandeu zu erfüllen hatte, symbolisiert uurde. In der Bibliothek sind zahlreiche wertvolle alle Drucke und Handschristen, alte Bibeln und Breviere nut kostbaren Miniaturen dos £riginoltfitamcnt Philipps II. bic Urkunde, rooriit der Herzog zum Statthalter in den Niederlanden ernannt wurde, Haudschristen Mazurms. bei Grafen von Lemos, von Koluuibns, Tizian und anderen bedeutenden geschichtlichen (gestalten zu sehen. Dort stehl auch bic Rüstung des Eonde-Dnguc de LlivarcS. m der er von Velasgucz gemalt wurde Im Goua-Sa»il unb anderen Räumen erblickt man tminbcrbarc Porträts von Rcmbrandk Dyck, Bclasaucz, Goya, Mengs, Latour. Winterhalter, tfX • drazo usw Ganz hervorrageud sind auch die Gobelins, die Ludwig XV. nach Kartons von Bouckcr für den Herzog von Hnescar, ein Mitglied der Familie Alba, ivcbcn ließ und die den Titel . Tie Liebe bei o'.juci tui Adelspalast, dem sick) seinem künstlerischen Inhalt wie seinen geschichtlichen Ueberlieferungen nach wohl kaum etu zwei» in Spanien an die Seite stellen kann Kleine Togeidironir Tas H v t e g 4 m t n i H e c t ii in gab beit Befehl, das Reick>4- Lnftfckiff Z I zum 20. Juni flnqbeieit zu halten. Ter Z I lei. bereits Ende Juni feine Fahrt nach Metz aiidhiftren, wo er stationiert wird. Ter Seismograph auf der Kömgsftudlwarte omr- heute früh ein starkes Fern beben, das um 7 Uhr einsetzte intb lun 7 Uhr 12 Minuten seinen Holiepunkt erreichte. Heute srsth I Uhr ist bieGpinnereiCfienburg Baden vollständig nicbr r gebrannt Ter Schaden wird nach einer Mitteilung der Bahlsckien Presse auf 670 000 Mark angegeben Der Bi-irieb wird aufrecht erhalten. Tie Eniftehungsursacke Ist ux» bekannt Zu her Betrügerei- und Bestechumi 1"»ire un ", , f a n 1 Intendant urwesen wird »ifutclbet, buh 140 Pc-conen. hei- unter 8 Erzellenzen, angeklagt jinb Seuatot (öartn b- ntragte beten ioToruge Eutlassuna Generalmteiihant Hnural 1 o 11 a ■ k o w bat aber, einstweilen davon abuifeheit, da er sonst ohne Beamte wäre. Beim Tlrektor der Alafusviv ich«» Vcberiabt * Welbbricfe, fertig ahrcfiicrt an höhere Linnere des 3n:n- banturwesens vor Titic Stellen würben nicht unter 1'Häm: 'Hubel verkauft, trotzdem her jährliche Gehalt oit nur 2000 Aubel betrug. Ta iidb durch die Aufdeckung viele verloren kben, dicren sie sick gegenseitig. Tie Revisionen des Grasen Pakten über die Zurtande tzn • üi f. n t B ahn haben Uiilcrfdihuiiiibii it ; • :Xioe it sollen. Tie ersten Enthüllungen machte ein kleiner BeaiNM. inbem et unerirüghd) Beweise bahtr erbrach: gegen eine Million Rubel untendilagen hatten. Ter Reichsdeutsche Gaspermont wurde aus Frankreich a u s y e w i e s e ii, weil er veriucht haben soll, Landsleute s» eintritt in bic Fremdenlegion zu hindern Björnstjerne Björnfon ist ziemlich em ft erkrankt, ksch . itrb! f- iit ■ auaenb!iffltdi.- N'-e'ah. IRärfte. th. Gießen, 8. Juni. Der heutige RindvieHinarkt am einen Vorrat von etwa 700 Stück Großvieh unb 350 - 400 Halber«. Der Vormarkt zeigte einen lüi Sen Hanoi mar kk roeina Derfpr<.hcn» den ixmbel, waren bock bic sonst viel begehrten schioaiz-l'iiniea ff übe mir schwer unb zu nicht Io guten Vreden wie sonst । nierjn* bringen. Die Handelsleute hatten, geroinmt dnrck bie i^dobniiia*« des letzten Marktes, diesmal nur einen kleinen ."orral ui Mück- kühen zum Verkauf gestellt und damit richtig kalkuliert. Tei vet* haudene Bedarf in frischmelkender Ware, der für den Rhein uh6 die Badepläi-,c vorlag, konnic nur zu erheblich bdfeten bieiioi bic des (etuen Tlarfie» gedeckt werden, wenn bereit iw he auch r-' frülwrcn Säije nicht ju erreichen vermochte. Ein Porten linket */,—1‘ ,jdhnaet Rinder und Stiere zur '."kafi, der mm wrfto stand, winde zu befnebigenben Vrei'en ahncietzt n.iiHodjfw, hr bereu Handel und) keine Zeit in, fehlten diesmal ainzltch It* Geschäft m FeUvteh war lehr lanafam. Es lag nur Bedarf für tzA Vabnorte voi, die keine hoben Preiie aiynlcgen pileger und dir p» den seiiheitgcn billigen .«fitvtehpieücii sich bedien n -. u« Tiere gingen in den ÜhcHencr Scklachthol und nach Bad-Nauherm unb erzielten entsprechend höheren PretS. dagegen idilugcn gmiiaett Cimliiot Kühe noch etwas ab. Auf dein flalbeimarft I errschrc diesmal eine Flaue, die die Preist Ipruii.ihalt zum Sinken biattir* unb bis auf 10—12 Mk. der Zemncr Vlbidilnn brachten. C i k-fto« bic Kalber-Einknnfer hii Frankfurt. Wiesbaden. Mainz. Ranbeim vollzählig am Markt waren, waren die seitherigen guirs irötzer al* der Bedarf unb weil zweitens d,e Emkäu'ei birert von dm Produzenten auf dem Lande niaftenhaft Kalber billig kaustn könnm- Tie 1‘anbivirte sind immer noch un Ungewissen trrqm der ernte und schaffen an Vieh ab, wo entbehrlich ist. Tie Kälber» ucrTuufer Ich wankten lange, ehe ste die Tiere zu den am ^irs i-reiien losfcklngen, gaben aber nach, als fit saften, haß die Ware lonft stehen blieb. Tie Preise gestalteten sich für tnictjmelta* und tragende Rübe daS Stuck 1. Ciial. 470 bti A40 Mk. cmzetm lckiwere Tiere dis 600 Mk.ß 2. Cual. 400—450 Mk^ 3. Cw- :tou bis 370 Mk. Verkauft wurden intige Rinder und Stiere daß Stück ie nach Alter und Forin 160-225 Mk. Fettvieh amg stck der Zentner Schlachtaeioickt: Rinder I. C-iiaL 70 —72 2. CuaL 67-69 Mk.. Rübe 1. Dual 62-64 Mk , 2. Qual. W W bl l’lt.. 3. Ciial. » -58 Mk. Röt der 1. Oual. 63-66 2. Dual. ■-M — 62 IRL 3. Ciial. 54—57 Mk. Ter Markt ir.itb*. n enn auch spät, ui alle« Biehqattunqcn geräumt. Ccbien kosten ■ der Gegend in bester Ware 77 — 79 Mk.. in geringerer CualtW 75—76 Trf. der .ieumer Ecklacktgewickt. 1 Frankfurt a. M. 9. Ium. cdiiDcincinartL >ttvvrA n Xcrh u * w >?«•? - eevi.'- .- V-'s Ehrend der :,b bet 5 ™ dtt Ltz .^rgartens r<, ctt™ SBenhJ l^ine Lore etn»- Mortak ^»nstvurdir, Peit Nhinger '».denen eine J Äommaik »y hat und b lti M hortet: ■Malten Jem z- Ätttilatur, room Ethische Ausgch J_attc- shmbolisikv he wertvolle ch and Breviere t nent Philipps E. Statthalter in ten Mazarins, fe zian und andere sehen. Dort -ltvares, in bete ^aal und andar t5 von RembrÄ Winterhalter, L ) die Gobelins, 6 ür den Herzog:: weben ließ näh t Kurz, es isst 1 Inhalt wie jn if kaum ein züe h. bei auswärtigen Arbeitgebern. Erdarbeiter, 1 Fahr bursche, 1 Bäcker, 3 Wagner, 1 Schneider, Schuhmacher, 1 Weißbinder und Anstreicher, 1 Feuerschmied, Schreiner, 3 Modellschreuier, 1 landw. Arbeit er. 1 landw DiensNnädchen, 2 Hans- und Kilchenmadchcn. 1 Stütze Lehrlinge: 1 Bäcker, 1 Schlosser, 1 Schreiner, 1 Sattler Selten günstige Gelegenheit kann ich Interessenten bei Kauf von Holorei für Gas, Benzin MMU bieten. 3d) habe eine größere Zahl Gas-, Benzin und Elektro, motore, teils neu, teils gebraucht, sehr billig abzugeben. Die gebrauchten Motore sind in gutem Zustande u. leiste ich damr volle Garaillie. Für Bäcker, Metzger, Schreiner re. sehr geeignet. Andere Maschinen, Transmissionen, sowie tlellrische Licht- iinh ^raftunlngca i. Salomon $ Cie., SS,' Bekanntmachung. In das Handelsregister Abt. A wurde eingetragen bezüglich der Firmen: 1) Gebrüder Scheel zu Gießen, 2) Karl Braunwarth in Allcndorf a. Lda.: Die Firma ist erloschen. Gießen, den 3. Juni 1909. b9/c Großherzogliches Amtsgericht. Todes-Anzeige. Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß gestern nachmittag 3 Uhr unser innigstgcliebter, teurer ^sohn und Bruder Karl Hölscher nach kurzem schweren Leiden im 12. Lebensjahre sanft entschlafen ist. Ober-Postassistent Hölscher und Familie. Gießen, 9. Juni 1909. Die Beerdigung findet Freitag den 11. Juni, nachmittags 4 Uhr, von der dkapelle des neuen Friedhofs aus statt. 13327 Einrichtungen zurFrischhaltung s aüerNahrungsmittel IOOOOO Facti Gewährt n fwnihen, öoteh.'Krankenfia.iutm, Anstalten,e Bü’üdee’ Schmidt Inh. H. Guthardt. 3336 Süße Fräshkirschesi M. 35 Pfg. extrafeine a, fs*z, Er-eiheei^eai M. 75 Pfg Rheinisches Kaufhaus Paris lehnte das Vermächtnis Ehauchards, bestehend aus Statuen seines Palastes in Longchamps, ab, da diese künstlerischen Wert nicht besitzen. Die Univerfalerbin Chauchards stellte außer der Million Francs, die sic zur Verteilung an die Armen von Paris amvieS, eine weitere Million für die A l l c r s - B e r s 0 r g 11 n g s ka'! der Angestellten des Louvre zur Verfügung. Petersburg, Ium Dem Verbände echter R u \ i <• n droht die größte Gefahr seitens Stolppins, der den Verba iw durchaus sprengen will. Tas Mittel dazu ist gefunden Auf Veranlassung Stolnvins hat das berüchtigte Mitglied des genannten Verbandes und der Aeorgamsalor der £roiur. lation, Jouskcwitsch Nrassowski, der au di die Morde von Tr. Kollos und Hertzenstein organisierte, für eine hohe Summe eme Anzahl kompromittierender Dokumente ausgeliesert, imchdem bei ihm dieser Tage fd)on vaussuchungen stattfanden. Tie Doku mente find bereits dem Justizmunster übergeben. Eine genaue Untersuchung ist eingeleitct. Eme zivcile Sensation stehl bevor. Saloniki, 9. Juni. Tie Kretasrage wird an hiesiger und Tapezierer. Es iucken Arbeit: 13' 3 Weißbinder, 1 Schuhmacher, 1 Feuerfchmled, 1 Schneider, 1 Schreiner, 1 Handlungsgehilfe 3 Schlosser, 1 Schmied, 1 Tupfer schmied, 2 Glaser. 1 Polsterer und Tapezierer, 1 Sattler und Tapezierer, 3 Lau ff rauen, 1 Laufmadchen, 6 Erdarbeiter. 2 Wnsch- traueiL 1 Kindermädckien, l Erdarbeiterin. 1 landw. Arbeiterin, 1 Buchbinder, 3 Hausburschen, 12 Taglöhner, 2 Flicksrauen. Lehrlinge: 2 Schlosser, 1 Lackierer. Aus einer Liquidaüconsmasse sind eine beschränkte Anzahl neue 35 und 45 HP Mercedes-Chassis Type 1907 mit allen Vervollkommnungen der Type 1909 versehen. mit voller Garantie der Fabrik zu ausserordentlich reduziert. Preisen abzugeben. Dieselben sind mit den verschiedensten Luxns- Karossenen versehen und können sofort lieferbar und fahrfertig abgegeben werden. Geeignete Chauffeure werden nachgewiesen. Gefl. Anträgen befördert sub F. ti. D. 252 Rudolf Glosse, Frankfurt a. M. 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