Mittwoch 7. Juli 1909 159. Jahrgang Erstes Blatt iieftencr Anzeiger =3 Die heutige Nummer umsatzt 10 Seiten. 500 Mill. Mk. )9 xje jugojrci J: monatlich 7ö'13i.,otertel- lährlich Alk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk.2.—-viertel- jährt, ausfchl. Beslellg. Zeilenpreis: lokal 15Pft auswärts ’O Pfennig. Verantwortlich für den politischen Teil: E. Anderson; s Feuilleton und ^Vermischtes' K. Neurath; sür „Stadt u. Sanb" und „Gerichts- potitqcbe Lagesschatt. Tie Neichssinanzreform. ®*ii| 2) und Portofrei. **' Ztimmungrbild aus dem Reichstage. Berlin, 6. Juli. In der an Abwechslung und Uebcrraschungen reichen Geschichte der Finanzreform gab es heute eine neue Phase: Die Verhandlung, die an einem der wichtigsten Punkte angelangt ist, sand' nicht im Plenum des Sitzungssaales statt, iorkdern in einem anderen Raume des Reichstages, im Beratungssaale des Bundesrats. Freilich war die Oeffent- lichkeit dabei ausgeschlossen, und auch der Reichstag wurde bei dieser Verhandlung nicht zugelassen: er benutzte die Pause zu einer vierstündigen Aussprache über die Zollbe- handlung und Denaturierung der Gerste. Wieder sind die Finanzminister sämtlicher Bundesstaaten in Berlin eingetroffen, und unter Zuziehung aller Kommissare, die bei den einzelnen Steuervorlagen in der Finanzkommission die ver-i bündeten Regierungen vertreten hatten, traten sie zu der-! ielben frühen Vormittagsstunde, zu der Graf Stolberg die Sitzung des Reichstags eröffnete, zusammen: zur Verständigung über den Ersatz für Kotierungssteuer, Mühlenumsatz- steuer und Kohlenausfuhrzoll, auf die von der neuen Mehrheit Verzicht geleistet wird, als Preis für die Unterwerfung der Regierung. Natürlich waren die Fäden zwischen Herrn Jydow und dem Grafen Westarp dabei auch nicht einen Augenblick unterbrochen, und als plötzlich um 3 Uhr nachmittags von der konservativen Seite zur Gerste der Schluß- antrchg kam, da wußte man, daß die Sache perfekt war. Die non der Mehrheit durchgesetzte Anberaumung der morgigen Sitzung auf eine frühe Stunde war dann vollends ein zuverlässiges Zeichen dafür, daß es nur noch^einer kurzen Be- jprechung bedarf, um dem neuesten, dem Schlußkompromiß zwischen Regierung und Block, den äußeren Rahmen zu )ort, St. Gallen nt Firma za achten! mit Schweizer Wappen. Imerksam, dass ich nur erst 3 nderwertigen Fabrikaten, dis (3821 $ Bude Nr. M §reWniger verein und Lollarer Versammlung. Erwiderung. Tie Erklärung der uationallideraleu Parteiführer zur Lollarer Versammlung tn Nr. 151 des Gießener Anzeigers veranlaßt den unterzeichneten Vorstand des freifinnigen Vereins zu folgender Erwiderung: . _ „ , . . 1. Die Versammlung war vom Verein Lollar ohne lebe Mtt- wirlung unfererfeits veranstaltet worden. Die Berufung des Herrn E l ö f i e r-Darmstadt entjprang dem berechtigten Wunsche, diesem Herrn Gelegenheit zur Verteidigung gegen die fchweren persönlichen Angriffe zu geben, welche der nationalliberale Wahlkreisvor|itzende in der ersten Lollarer Versauimlung gegen ihn zu fuhren für gut befunden hatte. , , 2. Tie Herren Elöf ser und Ur ft ab t haben — auch nach dem Bericht des Gießener Anzeigers — lediglich ihr Bedauern darüber ausgedrückt, daß durch das Fernbleiben der National- liberalen ihnen eine Verteidigung gegen die erwähnten Angriffe, sowie gegen die immer wiedeikehrende unhaltbare Anklage, ine Freisinnigen seien den Nationalliberalen bei der letzten Landtagswahl in den Rucken gefallen, unmöglich gemacht worden sei. 3. Auch wir find von der Ueberzeugung durchdrungen, daß rem Zeitpunkt weniger geeignet erscheint zum Kampf zwischen den liberalen Parteien als der gegenwärtige. Allem wir fragen, ob die gleichen Verhältnisse nicht bereits zurzeit der ersten Lollarer Versammlung Vorlagen, vor welcher die Nationalliberalen die bekannte Greupner'sche Broschüre gegen den freisinnigen Vorkämpfer Korell verbreiteten, gewiß nicht in der Absicht, um damit den Frieden zwischen ihnen und uns zu fördern. 4. Der freisinnige Verein in Gießen hat niemals dem national- liberalen Verein „den Kampf auigebrungen". Er beansprucht nur das gleiche Recht, feine Organisation auszubauen und seine Kandidaten aufzustellen, rote andere politische Parteien. 5. Der in der nationalliberalen Erklärung künstlich konstruierte Gegensatz innerhalb der freisinnigen Partei Gießens besteht nicht. Unsere sämtlichen Mitglieder befinden sich vielmehr in allen sachlichen und taktischen Fragen in vollkommener Ueberemflimmung. Gießen, den 6. Juli 1909. Der Vorstand des freisinnigen Vereins. Justizrat Metz, Oberbibliothekar Dr. Ebel, 1. Vorsitzender. 1. Schriftführer. dH fein- »'A idfftibe per Pst. 90 Psg. wachs, StahlspM Liter Mänsburg 13 alle Damen. ■I Uli *| 65. Jahresversammlung des hessischen haupwereinr der Guftav-Adols-Stistung. Gießen, 7. Juli. Zum vierten Male seit Bestehen des Vereins haben sich heute am 6. Juli die Gustav Adolf-Freunde aus Hessen hier zu einem Jahresfest des Hessischen Hauptvereins versammelt. Bei den seck- herigen Jahresfeiern des Hanptvereins war es Sitte, die Rach- Mittagsstunden des 1. Festtages zur Sitzung des Verwaltungsrates zu verwenden. Dieses Jahr wurde die Festordnung geändert und der Festgottesdienft an die erste. Stelle gerückt. Nach den empfangenen Emdrücken hat diese Umstellung nicht geschadet, son- derti den Gewinn eingebracht, daß alle Veranstaltungen von Dorn? herein aus den rechten festlichen Ton gesttimnt wurden. Der Festaottesdienst sand in der Stadtkirche unter regster Teilnahme der evang. Bewohner und auswärtiger Gäste statt. Der Gietzener Äirchenchor bot die erste Festgabe. Nach ihm kam die Gemeinde im Lutherlied: „Eine feste Burg ist unser Gott" zum Wort. Nach dem Altardienst und dem „Gustav-Aüolf-Festlied" der Gemeinde: Verzage nicht, du Häuflein klein, sprach als Festpreoiger Pfarrer B e r ck - Akombach-Mainz zu den Versammelten: „Den Sieg wollen mir erlangen", öo gehts durch unsere Feier und Arbeit. Wo sind die Waffen zum Steg? IL Tun. 1, 7 gibt geben. Tie Gerstendebatte nahm sich, fvenn das zeitliche Zu-I sammentresfen ja auch nur ein zufälliges war, wie eine Parallelaktion zu der Tagung des neuen Deutschen Bauernbundes aus, die zu denselben Stunden in dev Ostmark statt-1 sand. Es war viel von den Interessen und dem Schutz der! deutschen Bauernschaft die Rede. Es handelte sich darum, ein Mittel zu finden, zu verhindern, daß Gerste, dis bet. der Einftthr den niedrigeren Futtergerstenzoll entrichtet hat,» hernach, nachdem sie einem Reinigungsverfahren unter-! zogen, entgegen der Absicht des Zosltarifgesetzes zu Brau-! Zwecken verwendet wird. Nationalliberäle und Freisinnige | gingen hierbei getrennte Wege. Für erstere sprach sich der hanuäver'sche Abgeordnete Hausmann im Sinne der Vorlage aus, die ablehnende Haltung der Freisinnigen im Hinblick auf die von ihnen befürchtete Verteuerung des Vieh- futters vertrat der holsteinische Abg. Dr. Carstens. Aber daß auch hier das Satirfpiel nicht fehle, dafür sorgte die während dieses ersten Teiles der Sitzung nur durch den Ministerialdirektor Kuhn vertretene Regierung, und auch diese Verhandlung erbrachte den Beweis, wie rettungslos und vollkommen die Regierungsautorität in den trüben Wellen der Kämpfe um die Finanzreform versunken ist.! Zu dem Beschluß der Gersten-Kvmmission, der einen Dena- lurierungszwaug durch Färbung vorsieht, erklärte die Regierung unter Berufung auf die Handelsverträge ein Unannehmbar und Herr Kühn versicherte zum Ueberfluß auf! den Zweifel des Abg. Gotheim mit dem einem Ministerialdirektor zukommenden bescheidenen Tonfall, daß es der Regierung zu nahe treten heiße, wenn man an. den Ernst ihrer "Erklärung nicht glaube. Aber Abg. Speck versicherte darauf ebenso treuherzig im Namen der Mehrheit, daß diese gewiß der Regierung nicht zu nahe treten wolle, und das seü ja auch gar nicht erforderlich, denn dis Regierung werde es machen wie Mohammed mit dem Berge und -h das war der Sinn seiner Worte — der Mehrheit ihrerseits nähertreten. lieber das- Unannehmbar wurde zur Tagesordnung gegangen. Beim Schlußantrage der Mehrheit explodierte, wie schon oft in den letzetn Wochen, die bis zur Unerträglichkeit gesteigerte Spannung zwischen der linken und der rechten Seite des Hauses. Ein Mißverständnis, wie sich hernach hevausstellte, führte zu einer stürmisch erregten persönlichen Auseinandersetzung zwischen Dr. Semler und Mit gliedern der Rechten, bis schließlich Erklärungen vom Präsidententische aus imstande waren, die Wogen zu glätten. Aber gleich brach der Sturm von neuem aus. Kaum war die Elettrizitäts- und die Anzeigensteuer sang- und klanglos üt der Versenkung verschwunden, da beantragte Gräf Westarp die Absetzung der nun an der Reihe befindlichen Stempelvorlage von der Tagesordnung. Man wider- » der ff* Der Hansa-Buud und die politischen Parteien. Vom Hansabund wird uns geschrieben: Die „Schles. Ztg." vom 2. Juli d. Js. veröffentlicht einen von dem „Jü- dustrie- und Handels-Komitee" eines nationalliberalen Vereins, ergangenen Aufruf und ein beigesügtes Werbungsschreiben. In dem Aufruf wird die Absicht ausgesprochen, für die Ideen des Hansabilndes in der nationalliberalen Partei zu wirken, in dem Werbeschreiben die fernere Ab- sichit, auch innerhalb des Hansckbundes den Anschauungen der nationalliberalen Partei den gebührenden Einfluß zu sichern. Falls der vorbezeichnete Inhalt dieser Urkunden von der Schles. Ztg. richtig wiedergegeben ist, so würde er, was schwerlich in der Absicht der Verfasser gelegen hat, in hohem Grade geeignet sein, den Hansabund und des.en Entdoicklung zu schädigen. Wir glauben deshalb mit den !Leilungen aller der politischen Parteien einig zu sein, die den Bestrebungen des >)ansabundes sympathisch gegenüberstehen, wenn wir gegen den oben wiedergegebenen Jn- ! halt des Aufrufs und Werbeschreibens entschieden Wider- I sprach erheben. Es muß mit aller Schärfe betont werden, ! daß der Hansabund sich mit keiner politischen Partei identifizieren will und darf. Die Leitung desselben wird zwar Fühlung mit allen politischen Parteien unterhalten, welche den Zielen des Bundes sympathisch gegenuberstehen, aber der Hansabund darf unter teilten Umständen von irgendwelcher politischen Partei abhängig werden, oder irgendeiner bestimmten politischen Richtung sich dienstbar machen. Die Leitung des Hansabundes 3ULU11U„U. .uuvvi- ift davon durchdrungen, daß ausschirßllu- dre genaueste «Ä dein •ÄB1'Siitaer nicht als dieser Be-chlung dieser Grundsätze den Anhängern aller Kreise WM a t r’X™8 S Linken der Mehrheit u- des erwerbstätigen Bürgertums die freudige Mitarbeit an riest sie sei mit tet Regierung offenbar noch nicht einig den Auigaben des Bundes ermöglichen kann. und der Reichstag sei eine Schacherbude geworden aber die --------■Qeut.ldbcs ileicb neue Glocke des Präsidenten mußte ihre Festigkeit einer L>errr/wcs starken Belastungsprobe unterziehen. Nachdem Abgeord- Gestern wurde in S a ß n i tz die neue D am p f f ä hr en- neter Singer seinen Ordnungsruf weg und das Getöfe rm t b i u d u it g mit Schweden im Beisein des Kaisers Saale sich endlich gelegt hatte, erzwangen sich die Herren imi;i Königs von SchWeden feierlich eröfhiet. Wie von den Mehrheitsparteien durch die Abstimmung die noch eine Reihe anderer Blätter berichten wir über die Ferer- erforderliche Frist. lichkeit nicht, weil man die Presse zu dem Vorgänge nicht Verhältnismäßig eingehend war dann noch die Ans- hinzugezogen hat. spräche, die im letzten Drittel der Sitzmig über die Zünd- Die Morgenblätter melden aus Berlin: Reichskanzler Holzsteuer stattfand Dr. Osann machte einen vergeb- Fmust Bülow wird nach seinem Rücktritte vom Amte fich liehen Versuch, b^e Mehrheit wenigstens zur Annahme von zunächst nach Norderney begeben und dann nach Milderunasbestimmuugeu zu bewege». Äbg. Dr. Müller. Klkrnslottbeck übersiedeln. Die Wiirtermonate wird Meiningen kennzeichnete die Mittelstandsfemdlupkeii und er in Villa Atalta bei Rom verleben. die saloppe Gesetzesmacherei des konservativ-klerikalen « was sich in dieser ernsten Zert dre Rerchsregiernrng Blocks, dessen polnischer Bestandteil sich absplitterte. Die beschäftigt, geht aus einem kaiserlichen Erlaß vom <. Jani Polen zogen es bei dieser Steuer vor, miri den an der Holz- hervor, wodurch den kaiserlichen Gouverneuren von Verwertung in ihrer Heimat start interessierten Zentrums- Dentsch-Ostafrika Deutsch-Sudwestasrika, Kamerun und mannen sich auf die Seite der Linken zu schlagen^ Kiautschou für die Dauer ihres Amtes und Aufenthaltes 1 «innerhalb ihres Amtsbezirkes der Rang ernes wirk- Ainiksicaße). , abend von 6-7 Uhr. on Lungenkranken und An- isnahme in HeilMen. hre Angehörigen zur W Volt Gegenüber der konservativen Kritik ihrer Warnungen vom letzten Samstag bemerkt die „Nordd. Allg. Ztg ", daß ihre erste Warnung veranlaßt gewesen war durch den von verschiedenen Seiten gemachten Vorschlag, in dieser Tagung nur die Verbrauchssteuern zu bewilligen, und die Besitzabgaben auf eine gelegenere Zeit zu vertagen. Dagegen habe nochmals betont werden müssen, daß es sich bei der Summe von 500 Millionen nicht um eine beliebige Zahl, auch nicht um ein Dogma, sondern um das Ergebnis einer genauen Bedarssberechnung handelte, lind daß jede Herab- l'etzung jener Summe mit Notwendigkeit zu einer alsbaldigen neuen Finanzreform fül/ren müsse. Die andere Besorgnis, daß die Einnahmen nur auf dem Papier bewilligt werden könnten, sei in der Geschichte der deutschen Finanzen leider nur allzusehr begründet. Die Finanzreform von 1906 habe statt der erstrebten und veranschlagten 200 bis 220 Millionen Mehreinnahmen nur wenig über 100 , Millionen gebracht. Die Gefahr einer Ueberschätzung von steuerlichen Einnahmen sei immer gegeben, wo Steuecgesetze ohne die Möglichkeit eingehender Vorbereitung und gründlicher Prüfung ihrer Wirkungen in Vorschlag gebracht werden. So sei der Ertrag der Wertzuwachssteuer auf Immobilien zuerst in der Kommission auf mehr als 50 Mill, und von einzelnen Seiten noch erheblich höher geschätzt .norden. Erst bei den wiederholten Beratungen erkannte man an, daß auf einen höheren Ertrag als 20, höchstens 30 Millionen, nicht zu rechnen sei. Bei der Kotierungssteuer werde auch jetzt noch der Ertrag auf 80 Adillionen gerechnet, während sie kaum mehr als die Hälfte bringen würde. Bei der Mühlenumsatzsteuer fei der -Ertrag 13,7 Millionen Mark lediglich aus dem Multiplizieren der Maß- menge mit dem Steuersatz gefunden, obgleich die großen Mühlen Beträge zahlen müßten, die zum Teil höher find, als ihr Reinertrag. Angesichts solcher Erfahrungen wurde oie Reichsfinanzverwaltung pflichtwidrig handeln, wenn sie nicht mit allem Nachdruck darauf drängte, daß ben bewilligten neuen Steuern unbedingt zuverlässige sichere Schätzungen zugrunde gelegt werden. Nach der „Köln. Volksztg." Dürfte man aus dem Verlaus der Beratungen der Bundesratsbevollmächtigten und Iber Führer der Mehrheitsparteien für bie Reichs-Fi- Ina n z r e f o r m folgenden K »mpromiß erhoffen: a) Be- fitzsteuern. 1. Grunbbesitz: Umsatz- bzw. .Wertzuwachssteuer I -1Ö Mill.; 2. Quittungen über Schecks imb Reichsbank-Gut- yaben 20 Mill.; 3. Kuxen- und Effektenstempelerhöhungen 122,5 Mill.; 4. Zinsscheinbogenstempel 27,5 Mill.; 5. Erhöhung der Matrikularbeiträge 25 Mill.; zusammen 135 I Mill, aus Besitzsteuern. b) Neue indirekte Steuern, zusammen 310 Millionen Mk. c) Forterhaltung bestehender I Steuern und zwar 1. Fahrlartensteuer 20 Mill., 2. Zucker- I steuer in bisheriger Höhe 35 Mill. Mk.; also alles in allem Nr. 156 Der Hletzener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal roöcbemlich kiehenerFamilienblcitter; zweimal roöcheittlRreir- blattfürben Kreis (yizfj en (Dienstag und Freiraci); zioeimat 'monatl. Land- wirtschaftliche Zeitsragen Fernfprech - Anfchlüsse: für die Nedaktioii 112, < 'My y«* < -LLW General-Anzelger sm Oberhchen für die Tagesnummer Rotationsdruck und Verlag der Vrühl'schen Univ.-vuch- und Stcinöruderei K Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Lchulstrahe 7. Anzeigenteil: H. Beck, bis vormittags 9 Uhr. lichen Geheimen Rat verliehen wird. Ohne Rücklicht aus ihre Rangverhältnisse st^ht sämtlichen Gouverneuren sur die Dauer ihres Amtes und Aufenthaltes außerhalb Europas das Prädikat Exzellenz zu. Zum Regierungspräsidenten von Schleswig-Holstein ist Oberregierungsrat Ufert (Liegnitz) ernannt. Der kleine Kreuzer, der am Samstag auf der Kieler Werft vom Stapel gelassen wird, erhält den Namen „Augsburg". Der Augsburger Oberbürgermeister wird die 'Taufrede halten. AresLcrnd. Die belgische Regierung unterbreitete dem Parlament ein Graubuch, das die wegen der Nichtanerkennung der Angliederung des K o n g o st a a t e s an Belgien mit Eng? land und den Vereinigten Staaten von Amerika ausge^ lauschten Noten enthält. Der Notenaustausch mit England ist durch die Veröffentlichung des enalischen Weißbuches bekannt geworden. Amerika stellt sich fast auf den gleichen Standpunkt wie England und schlägt ein Schieds-, gericht vor, das Belgien verweigert, ehe nicht eine formelle Anerkennung des Kongostaates erfolgt. Es bemängelt hauptsächlich die Konzessionserteilung an Gesellschaften zum Schaden der Eingeborenen, denen jedes Recht, Eigentum zu erwerben, genommen werde. Belgien wendet sich auch gegen die agressive Agitation der englischen Kongo-Reform- Asioziation. . In der Angelegenheit des r u s s i s ch e n R e v o l u 11 o - närs Burr ew, der die französischen Behörden darauf aufmerksam machte, daß ein vor einigen Jahren wegen Anstiftung zu einem Dynamitanschlag in contumaciam verurteilter Manu namens Land es en mit dem jetzigen Chef der russischen Geheimpolizei in Paris, Harting, identisch sei, ordnete Ministerpräsident ClGneneeau die Einleitung einer Untersuchung an. Die Versuche der englischen und ruffischen Abgesandten, den V o r m a r s ch S i p a h d a r s und der Bachtiaren aup zuhalten, hatten keinen Erfolg. Sartdan Assa, der in Rabbatkerio steht, antwortete den Abgeordneten, er werde in Teheran mit ihnen Zusammentreffen. Die zu Sipahdar entsandten Delegierten trafen in Schahabad gerade zu der Zeit ein, wo das Gefecht zwischen den Kosaken und den Fi'oais stattftrnd. Sie begaben sich, sobald bip ätompr eingestellt worden war, nach Karidsh zu Sipahoars, der acht Forderungen des Endschumens bekannt gab, sowie den Vormarsch einzustellen versprach, wenn eine befriedigende Antwort eintrifft. 'm ftr un-> Unsere guten Bussen Buffen ans volles »mb. firn>t wacttü unterer cwnq. Diaspora ans ihrer Schwachheit, f0 will es Golt. IhtD bnbt i weroen vmstav-Adolf Leute stark in dem, was sie haben. Beider Hroft aber wirkt sich aus in der Siebe; wir üertraunt einander qcb.n uns «•numbri bin ßind haben voneinander Gewinn 2o .oerdcn dic alten und die Dienen (y-emcinben gesegnet mit christlicher Jucht in evang. Treue, sittlichem streben, int konfessionellen ^öettbcroerb, im licchlichen Gcmemgeilt. Mit diesen Waiien werden lotr siegen." 'Jlacf) einem weiteren Chorgesang, G. m indelied imd Gebet begrüßte der Vorsitzende des .hessischen Haupivcreins, Vrvs-essor Trum- per t -Taimstadt die Tfestg em rinde. Er erinnerte utnächst tun rm die nüber in Wcrm gehaltenen Jahres»este (Hießen sei als hessische Universitatsstad! non besondere Bedeut-ing iür bei- '-5er ein, denn hier würben die Theologen gebildet, denen die Führer schait in kirchlichen Vereinen mein snmde, hier werde der Grund Au ihrer J-rcubc an der Gustav-dylf-Ärocik gelegt Ter Verein leiste eine hochwichtige, unentbehrliche Arbeit Vor seiner Ent steimng seien viele Evangelische unserer Kirche verloren gegangen. Seiner Hille batten es viele Tauseiide frerftreuter Glieder der Kirche zu bunten, baß sie sich zu Gemeinden zufammenichli-ßen imb innerhalb dieser ihrer ls/laubens leben konnten. Alles aber, was der Verein erreicht habe, verdanke er der .Kraft der christlichen Bruderliebe, sie tue eigentlich die ganze Gustav-Abolst- Arbeit. Jhr nächstliegendes Arbeitsfeld sei die hessische Diaspora, aber wahrend der Bemühung nm sie, rege sich immer mächtiger der Trieb, in uns, der ganzen Diaspora zu bienen. Redner schloß mit der Mahnung Jeder sei treu an seiner Stelle! Er treibt damit ein echt christliches, Gott wohlgefälliges Werk. Im Anschluß hieran erstatlete der Schriftführer, Dekan Bayer lGroß^herau den Bendn über bas letzte Arbeitsjahr. Wir entnehmen diesem folgende Angaben: Der Verein, dem die hessische Diaivora zur befonoeren Pflege Überwiesen ist, hatte auf diesem Arbeitsfelde seither 30 Gemeinden zu unterstützen. Vier weitere erbitten seine Hilfe. Diese Pfleglinge mit zusammen 22 840 Evangelisclien wohnen an 62 Orten zerstreut. 28 Gemeinden hat der Verein idjon zu Gotteshäusern verhalfen unb ausserdem Zuschüsse zu 12 fertiggestclllen Pforrhäm'ern gemährt. 5 ni letzten Jahre wurden Kirche und Pfarrhaus in Hvrchhcim sertiggestellt, in Rockenberg eine Kapelle, in Kostheim ein Pfarrhaus erbaut. Außerdem gab der Verein 22 Gemeinden Beihilfen zur Verzinsung imb Tilgung ihrer Bau schul den und 13 Gemeinden Zuschüße zu .ft'irdt und PfarrHausbausonds. Er hat noch große Aufgaben zu erfüllen. Seinen gegenwärtigen Pfleglingen iehlen 13 (Gotteshäuser unb 5 Pfarrhäuser, unb weitere Pileglinge wachsen ihm stetig Das rasche Wad>s tum per Hess. Diaspora, wie erfreulich es auch ist, bereitet der Verein Steilung große Sorgen. Diese wächst sechsmal so rasch als ehedein, aber die Einnahmen haben sich rnzwischen nicht cimnal verdoppelt. Der Vorstand muß auf Mittel und Wege sinne», um die Cinnahmeu zu steigern, damit die Leistungs- sähigkeit des Vereins den erhöhten Anforderungen wenigstens einigermaßen gewachsen bleibt. Die Gesamteinnahme des Jahres 19U8,09 belief sich ans 54 385 Mark. Hierzu haben die 30 Zweigvereine des Landes durch Erhebung der Jahresbeiträge 48,4 Proz., 18 von zusammen 21 Frauenvereinen 16,4 Proz. beiflcfteucrl Der Rest wurde durch Gaben von Einzelpersonen, Konfirmanden, Schulkindern, Kirchenkassen, Gemeinden und Vereinen aufgebracht. Bon bei Gesamtemnahme würben 21 897 'Dif. von den Gebern an die hessische und Auslandsdiaspora direkt überroiefen, so daß nur noch 32 500 Mark durch den Verwaltungsrat zu verteilen sind, das heiM 2500 Mark weniger als im Vorjahre. Daß die Vereinsteitung dieses Jahr über eine kleinere Summe zu verfugen hat, ist die Folge von dem Rückgang der Beiträge in einzelnen Zweigvereinsgebieten unb von dem Aus fallen aller Stistungen und Vermächtnisse. Von diesen 32500 Mark erhält der Zentralvorstand des Gesamtvcreins in Leipzig 6000 Mark, die Auslandsdiaspora 6425 Mark und die hessische Diaspora den Rest. Tie Frauenvereine haben zusammen 8954 Mark, die Ziveig» vereine an Jahresbeiträgen 26 491 Mark aufgebracht. Schlägt man die in den einzelnen Zweigvereinsgebieten ci»gegangenen Beträge auf den Kopf ihrer evangelischen Bewohner aus, so ergibt sich folgendes. In der Provinz Starkenburg hatten dic Zweigvereine Wimpfen, Zwingenberg, Otevtz-Umstadt-Babenhausen; m Ober Hessen: Butzbach, Homburg Kirtorf, Solms unb Wetterau: m Rhein Hessen: Lvveuheim, Oberjugelheim, Osthofen und Wöllstein die größten Kvlletteneinnahmen. Hinsichtlich der Gesa mtleinnng, also bei Einrechnung aller Einzelgaben und der Leistimgen der Frauenvereine stellen in Starkenburg die Zweigvereine Lindenfels und Zwingenberg: in Oberhessen Solms, Butz bnch und Wetterau, in Rl-ei»Hessen Ober Ingelheim und Oppen- heint au der Spitze. Unter den 3 Provinzen hatte Rheinhessen die höchste, Starkenburg die niedrigste Kollekteneinnahme mit 3,4 Pfg auf den K ops der Evangelischen. Zieht man die Gesamtleistung in Betracht, so ergibt sich für Rheinhessen ein Beitrag von 9,1 pro Kopf der Evangelischen, für Starkenburg und Ober Hessen ein solcher von 6,3 bezw. 6,0 Pfg. Jm ganzen Grvßherzogtuw mit 803 080 Evangelischen entfallen auf jeden Evangelischen nin 4,1 Pfg. Kollekte und 6,8 Pfg. der Gesamtleistung. Diese Zahlen reden. Sie erzählen,von dankenswerten Anstrengungen, die sagen uns aber auch, daß die Ovierwilligkeit nicht überall zu dem Wohlstand der Bevölkerung im rechten Verhältnis steht, und daß eine Steigerung der Vereinseinnalnmm noch sehr wohl möglich ist. Mit herzlichen, an alle Oteberimten und Förderer der Gustav Adolf Arbeit gerichteten Dankesworten, dem Hinweis, daß die hefmeben Diamoragemeinden fast alle ihre Parodstalumlagen er hobt und von diesen sich Frei Weinheim, Heidesheim, Horchlieim, Affolterbach, Gau-Algesheim, Rockenberg, Budenheim, Hirsch hont, Bretzenlieim, Mühlheim, Oder Roden, Ostistavsburg, Fürth, Kostheim, Lorsch, Amöneburg, Bürgel und Herbstein außerdem freiwillig selbstbesteuert und für ihre Bedürfnisse zum Teil große Summen aufgebracht haben, unb der Mitteilung, daß für dic große Mi Übergabe aus -Hessen 435 Mk. abgeliefert worden sind, gegen 159 Mk. des Vorjahres, schloß der Jahresbericht. An ihn schloffen sich nadi Gemeindegesang Begrüßungsansprachen des Vertreters des Großh. Oberkonsistoriums, -Ober- konsistorialrat Petersen-Darmstadt und des Dekans der Theo logischen J-ohiltnt der Universität Gießen, Professors D. Tr. Eck. Beide Redner wiesen darauf hin, wie hoch die Gustav-Adolf Arbeit auch von dem Kirchenregimeut und der Fakultät gewertet wird. Die Festkollekte wurde den Gustav Adolf-Gemeinden Rockenberg und Mombach überwiesen. ♦ I. Oeffentl. Versammlung in Steins Garten, abends 8« j Uhr. Den Reigen der Reden eröffnete Mrchonrat D. Schlosser hier. Er erinnerte an den Wandel der Zeiten seit der ersten Jahresversammlung des Gustav-Adolf Vereins, die 1844 hier in Gießen getagt hatte, und preist den Fortschritt, den, wie alle anderen Gebiete, auch der Gustav Adols^Verein seitdem gemacht hat. Redner, dessen Ausführungen oft vom BeisaN der zahlreichen Anwesenden unterbrochen wurden, heitzv ben Gustav-Ado l f -Ve r ei n in imierer Stadt herzlich willkommen. Rack» einem von Frl. Schmeckenbecher hier ausdrucksvoll vorgetragenen Prolog, der in gelnmdener Form die Tätigkeit des G. A. Vereins verherrlichte, begrüßte der Vertreter unserer Stadt. Beigeordneter Keller den G. A.-V. und wünschte beit Verlwndlungen gebetb lid*cn Verlauf Als stellv. Vorsitzenber bes Hess. Hauvtm-rems redete sodann Pfr. Dingel de.) Darmstadt. Er zog nicht ohne 5?unior Vergleickre zwischen dem Hauvwerein, der wieder einmal nach Gießen konrmt, und seiner eigenen Person, der als früherer Gießener Pfarrer auch jetzt nneber hierher kommen, zur Beaut worNtiig der Frage: Was sagt man in Gießen von uns unb was sagen wir Von Gieszen? Redner feiert hierbei den G A V als einen alten J-reuub der Familie 1111b betonte, daß er ein starker Faktor im paterlänbiidn-n Emvnuden sei. Den Hauptvo.trag des Abends hatte der Generalsekretär des Zentralvorstandes Pasti'i Br a u n i chwei a--Leipzig. loddKr seine Zuhörer in ein nebenbei. interessanter Weise über die vendnebenen Arbeitsfelder des G A V unter allen Himmete-stridren unterrichtete und n allen Heizen die Anhänglichkeit an den Verein ;u starken ivußte Wettere Begiutzuiuzsaiiipract-eu Hutten iwch Pfr. Schauer Marburg im Namen des Kur hessischen Hauptvereins, Pfr. En ke- Sinn für den Nw> Hauptverern, Dekan Dres che r- Homburg Pfalz für den Pfälzer .Hauntverem, Pßr. Strobel Borw beim für den Frank? v juptDcrein, Landaerichtsrat Schmecken becher hcer :m Auftrag des Cvgl. Bundes und des biesigen Zioeigvercms der G.-A Stiftung. Zur Verschönerung des Abends trugen gan; besonders die er ate ausgefuhnen Gesangsvorträge des Gemischten Ebores des binigen evangl. Arbeitervereins unter der Lntung des Musiklehrers t^ernbarbt hier bei, bie jedesmal ben nurmischcn Beifall ck= Publikums ianden. Rock einem gemein •amen tvefcmg schloß Pfr. Dingel berg mit herzlichen Tankes- warten an alle Beteiligten und Pätwirkende» den schön verlaufenen Abend. Ans Stadt und Land. Gießen, 7. Juli 1909. ' Erledigte Lehrerstellen. Erledigt sind eine mit einem katholischen Lehrer zu besetzende LehrerfleUe zn BibliS und eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstellc zu (Snimfiabt. Mlt dieser Stelle ist ein Teil des Ocganistenbienstes verbunden. " Po st personal-Nachrichten. Versetzt sind: Cber- Telegrapheuasusteni Hch. Müller von Gießen nach Mainz und Telegrapbenaifistent A 0 hl von Alainz nach Gießen. Besianden haben : dic Posijekretärprülung Boslassifieni M e i s k l in Gießen, die Postassislentenorüfung die Postgebilsen Höntsch m Butzbach und Sentzkelder in Gießen. •• Angemessenere Fleischpreise zu den heutigen sehr billigen Fettoiehpreisen verlangte der Gießener Anzeiger mit Recht vor wenigen Tagen von unseren Metzgern. Daß ein Fleischabschlag schon seit Mitte Juni ein berechtigtes Verlangen unserer Bevölkerung ist, dafür bilden tue Preise, die unsere Garnison für das laufende Halbjahr im Vergleich zum letzten Halbjahr bezahlen mußte, einen unanfechtbaren Beweis. Die Allgemeine Fleifcherzeitung giebt diese Preise wie folgt an, wozu wir die Preise des Akkords vom 1. Januar bis 1. Juni 1909 in Klammern hinzusügen. Es liefern das Kilo Ochfensleisch: Ehr. Heßler, Fr. Schlörb, Wilh. Vogt und H. Simon 1,34 Mk. (1,38), C. Malkomesius und L. Vogt Witwe Kalbfleisch 1,34 Mk. (1,36), C. MalkomesiuS und Ehr. Heßler Hammelfleisch 1,34 Mk. (1,40), I. Braun, Ad. Möhl, H. Simon und Fr. Schlörb Schweinefleisch 1,38 Mk. (1,40). Hierbei ist zu berücksichtigen, daß diese Offerten Ende Mai abgegeben sind, zu welchem Zeitraum die Viehpreise noch etwas höher standen als heute. Bei der Art unserer Mctzger, die Preise durch eine Act Ringbildung künstlich in der Höhe zu halten, wäre cs angebracht, eine Kon- suiuenten-Vereinigung ins Leben zu rufen, wie diese in Wetzlar besteht und für ihre Mitglieder Fleisch zu angemessenen Preisen von außerhalb bezieht. ** I ag b l i ch e s. Aus Jägerkreisen wirb uns gemeldet: Infolge der fortgesetzten Niederschläge in den letzten Wochen ist die junge Rebhühnerdrut fast völlig vernichtet, besonders in den Gebieten, wo schwerer und mittlerer Ackerboden vorherrscht, so in der Wetterau, blauen Ländchen, Goldener Grund usw. Die jungen .Hühner vermochten sich in dem schweren Boden, der sich infolge der Rässe an die Ständer ballte, nicht mehr fortzubewegen und sind der Kälte nnb dem Hunger erlegen. In Gegenden mit leichtem und Sand- Boden wie im Ried, Rheinhessen, der Umgegend von Frankfurt a. M. und dem Kreis Hanau ergeht-es der jungen Brut besser. Auch die jungen Fasanen haben durch die Unbilden der Witterung Rot gelitten. — Gießener Stadttheater. „Die Tollarprinzcfsin" ist gestern zum zweitenmal über unsere Bühne gegangen. Diese Aufführung der lustigen Operette mit ihrer flüssigen, eleganten Musik verstärkte wohl noch den günstigen Eindruck, den ja bereits die erste Darstellung hinterließ. Es war ein erfreulicher Schwung im Zusammenspiel fcstzustellen. Man merkte, daß die Sache den Leuten auf den Brettern selbst Vergnügen machte. Dazu kam, daß Orchester und Sänger enge Fühlung erkennen ließen. Sie standen diesmal unter der Leitung von AlfonS M ourot, der sich seiner Aufgabe mit Geschick und gutem Geschmack entledigte. Im übrigen war die Besetzung dieselbe wie vor drei Wochen. Auch gestern fand die Aufführung sehr starken Beifall. Besonders gefielen Grete Brill und Willy Schwind in dem reizenden Ringelreihen, sowie Fränzi Großkopf in dem Lied von der Dollarprinzefsin. Aber auch Benuo Hildebrandt ivar vorzüglich bei Stimme und wurde stark ausgezeichnet. Der Besuch des Theaters war auf den befferen Plätzen durch andere Veranstaltiingen etwas beeinträchtigt. ** Der Zirkus Otto Mark trifft am Freitag früh hier ein und wird auf Oswaldsgarten ein mehrlagiges Gastspiel geben, da.s bis Montag einschließlich dauert. Ter Zirkus verfügt über drei große Zelte, von denen das Zn- schauerzelt 4Ö00 Personen saßt, eine gute Auswahl aus- gezeichneter Pferde, eine Anzahl egyptischer Zebras und anderer exotischer Tiere, sowie eine gut geschulte KNnstler- truppe, von denen besonders der Mann ohne Knochen, die tollkühnen Radfahrer, mehrere durchaus tüchtige Akrobaten und vorzügliche Reiter und Reiterinnen hervor;uheben find. Für die Erheiterung der Zuschauer sorgen mehrere Clowns. Zu erwähnen sind noch die Massen-Freiheitsdressuren und die anderen Reiterkünste, die jedenfalls ungeteilten Beifall finden werden. •• DieUniversität Genf begeht vom 7.—10. Juli die Feier ihres 350jährigen Bestehens. Als Vertreter unserer Ludoviciana hat sich Geh. Kirchentat Prof. Tr. BoldenSberger dorthin begeben, um die Glückwünsche der Universität Gießen zu übermitteln und eine tabula gratuloria zu überreichen. ♦♦ 19. Iahrhunde rtfeier der Hermann- schlacht. Die heutige Aufführung der Hermannschlacht wird, wie ans dem Anzeigenteil ersichtlich ist, des ungiui- stigen Wetters wegen auf morgen abend 7 Uhr verschoben. Tie auf morgen angesetzte Schülervorftellung wird ans demselben Grunde auf Freitag nachmittag verschoben. — Da die Lage des Naturtheaters im übrigen sehr günstig ist, trodncl der Boden sehr rasch ab, sodaß er auch bei längerer Regenzeit bald wieder benutzt werden kann. Unverbesserlich. Der u,ehrfach vorbestrafte Tag- lohnet Friednch Schnabel von Wiefeck, der trotz seiner Jugend em großer Feind der Arbeit ist, stahl gestern vor- mittag in einem unbewachten Augenblick in einer Wirtschaft an der Rodheimer Straße aus der Kaffe des Wirts ein Zwanzigmarkstück und verschwand damit. Ec wurde nach- mittags feftgenommeu, hatte aber bereits die Halste deS Betrages verjubelt. Auch der Taglöhner Jung von Lützellinden, cm rückfälliger Dieb, wurde zur Haft gebracht. Jung drang in einen Garten an dec Lahn ein, entwendete einen Rosen slrauß und auS dem Gartenhaufc verschwanden zugleich ein Rock und eine Hose, die indes nicht mehr in seinem Besitz gefunden wurden. Jeden'aLS hat er sie inzwischen irgendwo veräußert. Heuchelheim, 6. Juli. Bei dem GciangSivcttstreil m Leihgestern erhielt in Klaffe D die hiesige Teutonia nicht den 3., sondern den 2. Preis mit 148 Punkten. Harttuannshain. 7. Juli. Tie „Sinter- Zomin erfrische." Wir baden kürzlich oute Nachricht gebracht über die Errichtung einer 5ommerfrifd>e. die am 1. Oktober eröffnet werden sollte, was un-5 ein bischeir Der- irxitet erschien. Der dadurch gekränkte Besitzer der Sommerfrische, der Kaufmann Heinrich Weidner, teilt uns hierauf in gerechter Entrüstung mit, daß er keine Sommerfrische, sondern eine Wirtschaft mit dem schönen Rainen: „Sommerfrische Schöne Aussicht" eröffne. Jn feiner Zuschrift bedauert der Inhal'er, daß unser Berichterstatter seine Satze nicht besser bilden könne, wir glauben aber, daß fein Wirtslrans einen vernünftigeren Rainen hätte, wenn er unseren Mitarbeiter um Rat gefragt hätte. Vielleicht weiß einer unserer Leser, uns den Unterschied zwischen enter Sommerfrische und einem Wirtshaus: Sommerfrische Schöne Aussicht mttzuteilen. Q A u s dem Schwalmgrund, 6. Juli. Ein Schwalrner Volkstrachtenfest ist am 18. und 19. Juli in Schrecksbach a. d. Schwalm geplant. Auch die Ausführung von Schwalrner Volkstänzen ist damit verbunden. Im gesamten Schwalmgrund und von Alsfeld bis ins Kur- hessische rüstet man sich zu dem Feite. — Friedberg, 6. Juli. Seit Veröffentlichung der .Friedberger GeschichtSblätter^ im Januar 1909 sind dem Geschichls- und Altertumsverein fast 100 neue Mitglieder beigetreten, meist Pfarrer und Lehrer ouS der Wettcrau, so daß nun die Zeitschrist zu einem Jahrbuch für die Geschichte der Wctterau auSgestattet wird. Univ.-Prof. Gehcimrat Freiherr v. d. Ropp-Mardurg, Oberst Weimer-Ridda, 2ic. Herrmann-Darmstadt u. a. Namen von gutem Klang haben ihre Mitarbeit zugesagt. Wohnbach, 4. Juli. Zu dem heutigen, von herrlichem Wetter begünstigten B e z i r k s k r i e g e r f e st prangte unser Ort in reichem Festschmuck, der die freudige Teilnahme der ganzen Bevölkerung bekundete. Um 2'. Uhr setzte sich von der Berstadter Straße aus der stattlick-e Festzug, an dem 23 Vereine teilnahmeu, in Bewegung. Auf dem Festplatz saug zunächst der Gesangverein Wobnbach ein patriotisches Lied. Sodann begrüßte der Bezirksvorstelter We ck- Hungen die Festversammtung, wies in kernigen Worten auf die Bedeutung und den Zweck der Kriegei vereine hin und warf einen Rückblick auf das vor 22 Jahren zum ersten- male in viel kleinerem Umfange in Wohnbach abgehaltene Bezirksfest. Er schloß seine Ansprache mit einem Hoch auf Kaiser unb Großherzog Hierauf 'hielt Pfarrer Traudt eine eindrucksvolle Festrede, die in einem Hoch auf das deutsche Vaterland ausllang. Als letzter Redner gedachte der 'Präsident des Kriegcrvereins SBotmbacb der Förderer des Kriegervereinswcsens, zu denen in enter Linie auch unser Großtzerzog gehöre, dem darum sein Hock) galt Bei Konzert, Tanz und Dottsbelustigiing entwickelte sich nun cm fröhliches Treiben. -d. Offenbach, 5. Juli. Heute friil) gegen 1 Uhr bei Durchfahrt des Frankfurt-Mündiener Sckmetlzuges Nr. 116 verunglückte bei der Waldstraßeiiuberführung der Lotomotivführer Protz aus Frankfurt. Er iiici, mit Dem Kopf gegen eine Mauer und fiel sterbend auf die Maschine zurück. s. Salzböden, 6. Juli Die Wiederwahl uuscres Gemeindevorstehers Wilhelm Müller ist auf ipcitcrc sechch Jahre bestätigt worden. w. Frankfurt, 6 Juli. Die Stadtverordnetenversammlung setzte heute die Beratung der GaS- frage fort, nahm ben Bericht ihrer Vertreter, die mit baC Gasgesellscknrsten verhandelt haben, entgegen und er murin tigte schließlich mit 39 gegen 14 Stimmen den Magistrat, auf Grundlage der neuen Vereinbarungen einen endgültigen Vertrag mit den Gasgesellschaftcii abzuschließen. Dieser Beschluß bedeutet den Dcr z 1 ch t auf Errichtung eines eigenen städtischen Gaswerks. *♦ Kleine Mitteilungen aus Hessen unb den 9t a d) b a r ft a n t e 11. Sein LbjührigeS Jubiläum alt Lehrer und Organist feierte in W a 1 (e n r 0 i> mehrer ifod) unter Beteiligung der gan;eu Gcmeiude. — Ta« Bundesiest des Ridder- Seeiueuial-SängerbundeS jinbet nödisten Sonntag in Glau berg statt. — Jm Mainzer Krematorium fanden im 2. Cuartal 1909 92 Einäsdreruilgcn statt, gegen 73 des Vorjahres. > . . - - - '■ . ■ Gerrchtssaal. X. Hanau, 6. Juli. Bei der am 6. Juni in Weictz-esbach bei Schlüchtern vorgenonuneneu Bürgermei ft erwähl Hme der Landwirt unb (ftemrnibcrat Sltneier den Vizebiirgermeist« Ansiarth Mk ncrabiolgt linier der Bedingung, den neuen Bürgerineisterkaildidaten Krack au wäbten. Dieser Kuhhandel ivurde in einer Wirtsduift abgeschlossen unb der Wirt Ente „br.n iirrcftE den Betrag von > Mk. tr?r Krack wurde gewählt, aber nicht bestätigt, da der Stunmeickaui bekannt -leworven war. Die Stras- kammer üeruitciltr ben Käufer und Verkäufer der Wabliimme zu je einein Monat (Kesüilgrns, der Wirt erhielt ivegen Beihilfe eine Woche Gefängnis. Berlin, 6. Juli. Jm Prozeß gegen den Geheimrat Ham» mann wegen Meineids itnrrbr der Angeklagte freiges vr 0 eben, bie gesamten Kosten des Verfahrens wurden bem Nebenkläger Schmitz auferlegt.__________________________________________________ Sport. h. Mainz, 6. Juli. Bei den, Rennen um bie Tmmonb- Seulls der He nt e y R e g a 11 a 1 England) gewann Rudolf Luka» voin Mainzer Ruder-Verem 7 icn ben Gießener Anzeiger erbet. hmtze Rehnmscher JU «K Krofborfer Straße 13. I 6 Zimmer \ Kaiier-Ällee 7 [3476 ist II. Etage, besteh, aus 6 Zimm., Bade- u. Mädchenz. in der Etage, Balkon u. Veranda, Bleichplatz, Trockenb., Bodenk., p. 1. Oki, z. v. Im Hause Plockstraße 14 ist eine 6-Zimmer-Wohnung per sos. ober später billig zu vermieten. ^Nähere s^Plock st r. 161. (3239 I 3 Zimmer Nodhcimcr Straße 40 3-Zimiuer-Wohnung, part., neu hergerichtet, unb zwei Stallilngen mit Bodenräumen alsbald zu oermtenm. (3852 :♦ Diamo^ Büqlerin (gesucht. Tamviwaschaustalt „Edelweiß" Krosdorser Straße 12. 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Die Nachfrage nach 5"»^ üdhteto lürfei irurben burä bi^urü^eliu’^bcr intet» ’ st»ser 60-75 Mk., Einlegschweine 80-130 Mk. Alles baS Paar, nationalen Kreta-Truppeit nickt berührt, da .stlTteg^schiN'- Elegante 4-Zimmer-Wohnung mit Bab. Gas, elektr. Licht, Gartenanteil u. sonstigem Zubehör ver- setzungsthalber sof. ober später zu vermiet. Liebigstraße 971. (38.» Lichcr Straße 35 II. neuzeitbche 4-Zimmer°Wohnung zu verwieten. (3851 Näheres Weserstraße 27. Schifiieuberaer Weg 10 pt. elegante, neuzeitlich eingericht. 4-Zimmer-Wohnung, Balkon, Loggia, Bleichplatz, per 1. Okt. zu vermieten. (3722 Nähltres baselbst ob. Louis- Beil, Kaiser-Allee 14,5. Junger Lausbursche nicht über 18 Jahre, sofort gesucht. Näh. Walltorstr. 63, Kontor. Is?-,, liiAig.KühMliiüill.Pitrdc- niitutr yriun3Cn ~ F. Ä. Nickel, Straßebersbach, Baumaterialien-Hanblung. Tüchtiger, nüchterner A-zchrmann mit guten Empfehlungen auf fo= fort gefucht. 13845 Gietzener Brauhaus. 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Juli abends 8 Uhr Lieder-ftbend des Kaschat QutiiteHs unter Leitung des Komponisten Thomas Koschat Karten im Vorverkauf bei Ernst Challier g. Mk. 1.—, an der Abendkasse Mk. 1.20. Illustrierte Liedertexte Mk. — .20. 3756 NnentqeltlilHe 'Jkbeit86ermittehmg. LtSdWer Arbtitsmihiveis Giktzeo. Gartcuttrane 2, Zimmer 2. ES können eingestellt werden: ,i. bei hiesigen Arbeitgebern. 2 Maurer, 1 Taglöhner, 1 Bau,'chloller, 1 Sanmed, 1 Weift hinbcrbnnblanncT. 1 jüngerer Haus bursche, 4 Dienstmädchen, 1 Laufirau, 1 Äöchin, 1 Vaufmäbcbcn. < « Lehrlinge: 1 Schreiner, 1 Schlosser, 1 Sim er, 1 Lackierer, 1 Schmied. I). bei auswärtigen Arbeitgebern: 1 Friseur, 3 Weiftbinder, 2 Zimmerleute, 1 Sattler u. Vollerer, 1 DiehMtterer, 2 .'.iegelftrefcher, 3 Schneider, 1 Dachbecker, em jünger. Schmied, 2 lonbtü. Dtenftmadchen, 1 lanbro. Unecht, ein Haus- und Küchenmäbchen. Lehrlinge: 1 Spengler. ®4 suchen Arbeit: B7/? 1 Bauschreiner, 2 Schreiber, 2 Polsterer und Tapezierer, iwei Schmiede, 2 Former, 1 Bäcker, 1 Wagner, 2 Deiftbinder, 1 Buch binbcT, 1 Zuiclllager, 1 Spengler u. Installateur, 2 Bauschlosjer, 1 Maschinenschtoller, 1 («loier, 1 Houöburschen, 3 Kahrburschen, 3 Lauiirauen, 1 Lauimädchen, 2 Waschfrauen, 2 AuStaufer, acht Arbeiter. 1 FliN'rau. ______________________ Bekanntmachung. Ans der Stiitung der Friedrich Texter Ebcleute sollen am 23. September 1909 210 Mk. au iogenannre verschämte Arme ohne Unlcvirhicb der Neligion m bjaben von nidn unter 50 :Uif. vergeben werden. Anmeldungen biexdu haben bis zum 20. Juli 1909 bei dem Armenamt zu eriolgen. B Gießen, den 3. Juli 1901). Die Armendeputation der Stadt Siegen. _______5t eile r Bekanntmachung. Etwa 15 Knaben int Sliter von 8 bis 13 fahren sollen im August b. ,1s. unter Aufsicht eines Lehrers § Wochen aus dem Lande in waldreicher (Hegend, am liebsten auf einem allein liegenden Sc Hilst, untergebrnchi werden. Angebote mit PreiSsordcrnngen sind bis svälC'lenS 15. ds. Mts. bei der unterzeichneten Burgermei,terei einsureidien, wo auch die näheren Bedingungen erhältlich sind. Sieben* den 5. Kuli 1009. [B8/? Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Keller. Arbeitsvergebung. Die zur Herstellung des Hauses Steinstraße Nr. 10 für Zwecke der Aliceschule erforderlichen Maurer-, Schreiner- und Weißbiuder-Arbciten sowie die Eisen-Lieferung sollen Donner-tag den 15. Kuli ds. Js., vormittags 10 Uhr vergeben werden. AibeilSbcschreibiingen und Bedingungen liegen aus dem städtischen Hochhauamt zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, bet daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin an daS städtische Hochbauamt einzureichen. — Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 7. Juli 1909. Für den Aliee-Schnl-Verein. ________ Mecum.______________ Zwangsversteigerung. DaS nachstehend bezeichnete Grundstück, das zur Zeit oer Eintragung deS VersleigerungSvermerkS auf den Namen deS Ludwig Lotz I. in Wieseck und dessen Ehefrau, Elisabeth geb. Vogel als Gesamtgut der Errungenschaftsgemeinschaft im Grundbuch eingetragen war, soll Freitag den 27. August 1909, nachmittags 4 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht im Bureau des Großh. Orts» gerichtS Wieseck versteigert werden. Die Versteigerung erfolgt auf dem Wege der Zwangsvollstreckung. Der Versteigerungsvermerk ist am 16. Juni 1909 in daS Grundbuch eingetragen worden Insoweit Rechte zur Zeit der Eintragung deS Vor- steigerungSvermerkS auS dem G^undbuche nicht ersichtlich waren, sind sie spätestens im Versteigerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten bei dem unterzeichneten Gericht anzumelden und, wenn der Gläubiger widerspricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls sie bei der Feststellung deS geringsten Gebots nicht berücksichtigt und bei der Verteilung deS Versteigerungserlöses dem Ansprüche deS Gläubigers und den übrigen Rechten nachgesetzt werden. Diejenigen, welche ein der Versteigerung entgegenstehendeß Recht haben, werden aufgesordert, vor der Erteilung deS Zuschlags die Aushebung oder einstweilige Einstellung des Verfahren« herbeizuführen, ividrtgenfalls für das Recht der VerileigerungserlöS an die Stelle deS versteigerten Gegenstandes tritt. Gießen, den 30. Juni 1909. Großherzogtiches Amtsgericht. Bezeichnung der Grundstücke. Grundbuch für Wieseck, Band VI., Blatt 4.30. Nr. 1, Flur XX, Nr. 72* 10, Bauplag in den Eichen- rädern, 409 qm, 3600 Mk. B7? XiX. Jahrhundertfeier der Schlacht im Teutoburger Walde Woqen des ungünstigen Welters wird die heutige 2lnfführung aus morgen abend 7 Uhr und die Schuler - Aufführung auf ^rerr g nachmittag 41 2 Uhr v rlegt. Bei ungünstiger Witterung wird Näheres durch Aushang an der Geschäftsstelle des Gretzeuer Anzeigers bekannt ge geben. Die Aussührcndeo: _________________I d. 9L Dr. Bernbeck. v''. König!, Ita. Klassen-Lotlerie. D- Ziehung der 1. ülasse 221. Lotterie beginnt am 9. Juli. 5 __1k____i.Z* _____l-i2 jede 8« Mk. 4 Mk. 5 Mk. 10 Mk. 20 Klasse KDtOSSEllM Heute Mitimod) den 7. ^ttli 190« BT Gaetwplel de« Intimen Theater* aus Mannheim *"ti Itteüion; E Weig-Möller. Heute gelangen nachstehende iranw”rcben schwanke zur Aufführung: Premiere Der tie!dhrlvftra!lleltoorverkau» bchnbet sich im Ziaarrcngefchaft L. Loeb, Batmbomrafte 52a, neben Ä>otel 2dmn. 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