BH in unter sen 2089, U'S LMÄ M! dien Gießen und Ätrdüt llsseld, ist mir mein -m >cn gekommen, meldxi gLmTran-rpottwiMM wer, ItmgbMii^rMantr !T, Aame Mir. Siebtr ■r crbiif Wnnng. 1213 , .Oes/cr, Pjerdemelzger. tditvatylftubcuutiyei: iv.u-2FM.rM. ÄW tl Länmder, ÄuddeiL^ MSlSilL/SM • i VilTBiuing • Wg itipnel-Scuffl-W sa-ssfc- ?' , in'jft 7 tthv. XüCT’ dem ""'yliW' Nr* ^Ne, Fraukiurt n j\ ißrtfll »u vervachieii, tun ,uu zu uertauicn. joberee Aallivrittnr.c^ _a.'eber, grebnevitrtwe1 WUW;»®8*' Su** M i w "*:f B—to Morsen !<*• »ouncrotas! mN ASÄ ^Mechtel- |( nidii ^beln bic zoezi-l^ SiÄfe«*' °-»L bö» H &; &w” * liUb > a, I. Hyvothck: 260001 Mche Angebote um 02t- i Giegener 2lmci(iet ctbr 00 M als I. Hypothek ar S Lbiekt au leihen geiut nnl. Angebote unter W GejchäitSst. des Gieß, ■IS000 Mk. an 2. Stu liigeöLbieVlneuerb.M v. L fluni zu leihen geiut ältliche Angebote miitö lGießenerAnzeigererbki.' rtttin Pinicher, vick". wjill. 'nlziarbig. 8’A ir gute Belohnung, ich d. Lckmidt. Lesüm- Mittwoch 7. April 1909 ISS. Jahrgang General-Anzeiger für Gberhejfen Die „Siebener ZamiUenblAter" werden bem .Anzerger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Erelsblatt für den Kreis Giehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Zeit» fragen" erscheinen monatlich zweimal. Rotationsdruck und Verlag der Brühlffche» Unwersitäts - Buch- und Sleindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul» straße 7. Expedition und Verlag: e^5L RedaktionrS:^ 112. Tel.-Lldr.:AnzeigerGreßen, Nr. %%/ Zweites Blatt — Gießener Anzeiger Steigende Arbeitslöhne. Die Lebenshaltung ist in dem letzten. Jahrzehnt bei uns im deutschen Reiche teurer geworden und sie wird cs noch mehr werden mit der Einführung der neuen Steuern. Da wird vielleicht mancher geneigt sein, dieser zukünftigen Verteuerung der Lebenshaltung mit Besorgnis entgegen zu sehen. Ta ist es nun von großem Jnterefic', zu sehen, in welcher Weise die gewerblichen Arbeitslöhne im letzten Jahrzehnt gestiegen sind. Um diese Frage möglichst einwandfrei zu beantworten, veröffentlicht die Kölnische Leitung ein Zahlenmaterial, das das Ergebnis von drei ver- schiedenen Ilntersuchungen ist. Diese einwandfreien Zahlen lehren nuit übereinstimmend, daß die Erhöhung der gewerblichen Arbeitslöhne im letzten Jahrzehnt bei uns weit über die Verteuerung der Lebenshaltung hinausgeht. Mit anderen Worten: die Lebenshaltung der deutschen Arbeiter zeigt einen erfreulichen Aufstieg. Man erkennt das zunächst aus einem Buche, das die Ergebnisse einet Statistik des Deutschen Holzarbeitcrverbcmdes vom November 1906 bietet und unter dem Titel: Arbeitszeit und Löhne in der .Holzindustrie in dem bekannten sozialistischen Verlag von I. 5). W. Dietz Nachfolger in Stuttgart erschienen ist. Ter durchschnittliche Wochenverdienst stellt sich 1893 auf 18,69 Mk., 1897: 19,96 Mark, 1902: 21,79 Mk. und 1906: 25,18 Mk. „In Prozenten ausgedrückt, beträgt die Lohnmehrnng von 1893 aus 1897 6,8 Proz., von 1897 auf 1902 9,2 Proz., von 1902 ans 1906 aber 16,5 Proz." Auf Seite 119 sagt der Verfasser: „Aus der Aufstellung ist deutlich zu ersehen, wie sehr der Vormarsch aus den unteren Klassen nach den obern sich vollzieht." Einen weiteren interessanten Beleg zu dieser Tendenz der 7vhnentwicklung liefert der Direktor des Statistischen Amts der Stnbt Schöneberg, Dr. N. Kucztmski, in seiner Arbeit: Tie Ent- ivicklung der gewerblichen Löhne seit der Begründung des Deutschen :iieiches (Georg Reimer, Berlin), die auf Anregung des Reichschatzamtes entstanden ist und in sieben Abschnitten die Löhne im Bergbau, im Ban-, Sleinverarbeitnngs-, .Holzverarbeitungs-, Mela llverarbeitungs-, Buchgewerbe und im Verkehrswesen behandelt. \nr Steinkohlenbergbau sind in Oberschlesien die Löhne der eigentlichen Bergarbeiter von 1882 bis 1907 gestiegen für das Jahr von 536 auf 1130 Mk., die Löhne der gesamten Belegschaft von 1,81 auf 3,48 und von -190 aus 1003 Mk. In Niederschlesien -'höhten sich die Löhne der eigentlichen Bergarbeiter von 615 auf 1080 Mk., der Gesamtbelegschaft von 586 aus 990 Mk. Im 'veramtsbezirk Dortinund ist eine Steigerung von 848 auf 1871 Mark und von 772 auf 1562 Mk. eingetreten. Im Obcrbcrg- emtsbezirk Halle stiegen im Braunkohlenbergbau die Löhne von 714 auf 1247 Mk. und von 676 auf 1094 Mk. Zur Gesamtbelegschaft gehören auch Arbeiterinnen und Knaben. Im Berliner Baugewerbe stieg der Stundenlohn der Maurer von 271/2 Pfg. im Jahre 1871 auf 50 Pfg. im Jahre 1886 und auf 75 rm Jahre 1908; das entspricht einem Tagelobn von ."> Mk., 5 Mk., 6,75 Mk. Aehnlich liegen die Verhältnisse der Zimmerer und Putzer. Ein Vergleich der Mittlern Löhne für die Jahre 1885 und 1905 ergibt als Lohnsteigerung in Berlin für die Maurer 62, für die Putzer 82 v. H. Bei den Bauhilfsarbeitern in Berlin ist der Stundenlohn von 21 Pfg. 1879 aus Pfg. 1886 und 50 Pfg. 1908, der Tagelohn von 2,10 auf 2,75 Mk. 1886 und 4,50 Mk. 1908 gestiegen. Es handelt sich dabei um mittlere Löhne. Der mittlere Lohn der Maler in Berlin betrug 1886 für die Stunde 39 Pfg., im Tag 3,50 Mk., 1908 65 Pfg. und 5,85 Mk. Bei den Installateuren ist der Tagelohn von 3,75 im Jahre 1886 auf 5,85 Mk. im Jahre 1908, der Ltundenlohn von 37Vj auf 65 Pfg. gestiegen, der Lohn der Hilss- arbeiter von 2,75 auf 4,27 und von 25 auf 47i;». Bei den Steinmetzen zeigt sich eine Steigerung des Stundenlohns von 50 auf 85, des Tagelohns von 4,50 auf 6,80. Bei den Tischlern in Berlin haben sich von 1886 bis 1905 die Stundenlöhne erhöht bei den Bautischlern von 331/2 auf 571/, bei den Möbeltischlern von 30 aus 65, die Tagelöhne von 3 auf 5 und von 2,90 aus 6,25. Der durchschnittliche Tagesverdienst der Arbeiterschaft von Krupp in Essen betrug 1871 3,03, 1881 3,50, 1886 3,71, 1896 4,24, 1906 5,35 Mk. Im Buchdruckgewerbe betrug der Mindestlohn für Setzer und Drucker 1871 22,50, 1873 26, 1876 24,28, 1878 23,40, 1886 24,60, 1902 28,13, 1907 31,25 Mk. in Berlin. Dasselbe Bild steigender Löhne erhält man aus einer Untersuchung, die über die Regelung des ArbeitSverhältnijses der Gemeindearbeiter in deutschen Städten als Heft 9 der im Kaiserlichen Statistischen Amt bearbeiteten Beiträge zur Arbeiterstatistik (Karl Hchmaims Verlag, Berlins erschienen ist. Die in dieser Publikation angegebene Uebersicht läßt eine starke Erhöhung der Löhne zwischen 1902 und 1907 erkennen. Dabei muß man sich stets gegenwärtig halten, daß es sich um Gemeindcarbeiter handelt und daß unter diesen eine sehr große Anzahl ungelernter Arbeiter sich befindet. Daß bei den Ungelernten die Lohnsteigerung im ganzen größer gewesen ist als bei den Gelernten, ist ein Ergebnis, das noch besonders beachtet zu werden verdient. A. Schwierigkeiten des Kabinetts LIemenceau. Ueber den großen Streik der Postangestellten war die französische Regierung ziemlich glimpflich hiniceggekommen, äußerlich wenigstens, denn sie erhielt, nachdem es gelungen war, in verhältnismäßig kurzer Zeit die Bewegung einzudämmen, bei den lamnier-Jnterpellationen ein großes Vertrauensvotum. Tatsächlich aber scheint die Bewegung doch tiefer Wurzel gefaßt zu haben, als man anfänglich angenommen hatte, wenigstens stellen sich allem Anscheine nach Nachwirkungen ein, bereit Umfang nieinanb ge- ahnt hat. Am Sonntag hat in Paris im Hippodrom eine große Versammlung stattgefunben, in welcher Arbeiter und Staais- angestellte, darunter namentlich Postbebienstete, die Solidarität der Arbeiter und Staatsangestellten proklamierten mit dem Hin- 91 fügen, baß die Arbeiterschaft im Falle eines neuen Ausstanbes unter den Staatsangestellten den Generalstreik proklamieren würden. Dieser Anschluß der Staatsangestellten jnt die sozialistische Bewegung kann als überaus bedeutsames Symptom betrachtet werden, der er geeignet ist, bedeutende Umwälzungen in den inneren Verhältnissen Frankreichs herbeizuführen. Ganz abgesehen von allem anderen, wird ein gewisses Gefühl der Beunruhigung erzeugt, da bei einer derartigen Stimmung in den Beamten- kreisen — und wenn vorläufig auch nur in den unteren — man niemals vor einem bcbcnflidycn Stocken der Staatsmaschinerie iia'icr ist. ES ist daher begreiflich, wenn diese Wendung der Dinge >n dem Gemütern der Franzosen lebhafte Beklemmung hervor- euft und bereits Befürchtmrgen laut werden, daß man am Vorabende einer Revolmion zu stehen scheine. Soweit ist es denn doch noch nicht gekommen, wenngleich es verfehlt wäre, so, wie die ministerielle Presse, die Sache nicht allzu tragisch zu nehmen, :;iin tatsächlich bedeutet die unter den Arbeitern und unteren Beamten augenblicklich vorherrschende Tendenz eine beträchtliche Gefahr für die Republik. - Man sucht zwar auch von Arbeiter- 1 iten den Eindruck abzuschwächen, indem man erklärt, die Ver- ammlungsbe;chlüi se bi beuten keineswegs die Proklamierung eines Ameralpreiks oder die Einleitung einer revolutionären Bewegung, über cs liegt aus der Hand, daß nuiit in diesen Kreisen nicht ögern würde, zum äußersten zu schreiten, wenn man den gc- ! bencir Rioment für gekommen erachtet. Wenn es auch nicht iclstig ist, der Regierung ganz und gar die schuld für diese Zuspitzung, in die Schuhe zu schieben, so steht cs doch außer iVtage, daß vom Ministerium Elemene.au ans bem Gebiete Der .nnrren Politik sehr viel versäumt luuromt ist, unb daß namentlich. auf sozialpolitischem Gebiete absolut nichts geschehen und im Gegenteil ost genug gesündigt worden ist. Tie stanzösischen Machthaber haben in den letzten Jahren allzu viel Gewicht auf die Außenpolitik gelegt und dabei anscheinend den Blick für bas, was für bic innere Entwicklung notwendig ist, verloren. Millionen über Millionen sind für Marokko geopfert worben, trotz bet ungünstigen Finanzlage, bic sogar dazu zwingt, die Reorganisation der Marine einzuschränken, während man für soziale Aufgaben kaum etwas übrig hatte. Diese Einseitigkeit rächt sich jetzt, bas Kabinett Clemenceau hat auf bem Gebiete der inneren Politik bie Zügel verloren, selbst in ben Kreisen dar treuesten Regierungsanhänger herrscht über uer;d)[ebene Vorkommnisse Mißstimmung, unb wenn man auch bisher die Gefolgschaft nickst verweigert, so geschah dies wohl in der Hauptsache im Hinblick darauf, daß man nicht wußte, was kommen würbe. Jedenfalls kann cs für sicher gelten, baß bic Tage bes Kabinetts Ctemeneeau gezählt sind; als kommenden Mann erachtet man allenthalben den jetzigen Bauten- und Arbeitsminister Barthou, und es ist, vielleicht cha- rakteristtsch, daß man gerade diesen nennt, der einst früher einer der extremsten Sozialisten gewesen ist. Zweifellos bereiten sich ernste Ereignisse in Frankreich vor, die aus die weitere Entwicklung bet Republik nicht ohne Einfluß bleiben können. Kolitssche Tagesschau. Asrehe und Schule. — Examen und Prüfungsarbeiten. (Von einem Vierzehnjährigen.> Gerade jetzt hört man viel davon. Unb bic, bic sie burdjmadjen müssen, seufzen schon lange vorher. Kommt aber erst der Tag, dann ist die Angst da. Tie Angst, daß man nicht bestehen könnte. Unb währenb man schreibt, da ist es immer die Angst, die abhält, sich ganz bem Stosse zu widmen. Dieser Gedanke verwirrt, unb bewirkt, baß man sich nicht auf bas besinnen kann, was man am Tag zuvor, noch sicher wußte. Unb wenn wirklich die Sache mit einem Mißerfolg geendet ha!, bann ist bet Jammer groß. „Aus dem wird nie etwas!" uub ähnliches ist zu hören. Das ist die Regel. — — — Warum Examina? Warum Prüfungsarbeiten? Der Lehrer oder Pro fcjior müßte nach einer bestimmten Zeit seinen Schüler so gc nait kennen, daß eine Prüfung fid> erübrigt. Wie leicht kann es vorkommen, daß der Betreffende zur Zeit der Prüfung indis ponibel war. Oder nicht in Stimmung, denn von der Stimmung hängt viel ab. Zuweilen ist man zerstreut und denkt an andere Dinge. Die natürliche Folge ist Unaufmerksamkeit und schlechte Erfolge. Aber hat der Betreffende einen schlechten Tag, bann verbirbt er sich seine Arbeit. Und von der hängt eben sehr viel ab. Das ist doch eine sehr grobe Ungerechtigkeit. Daher ist es sehr zu wünschen, daß alle Examina und Prüfungen fort- fielen unb es wird mal dahin kommen. Dernburgs nächste Studienreise. In parlainentarischen Kreisen verlautet, es sei neuer- bings zweifelhaft, ob Staatssekretär Dernburg schon in diesem Jahre, wie er ursprünglich beabsichtigt hatte, seine Reise nach Kamerun werde antreten können. Der Staatssekretär habe bte Strapazen seiner vorjährigen Reise nach' Ost- und Süd- westaFika noch nicht völlig überwunden. Er wolle den kommenden Sommer zur weiteren Stärkung seiner Gesundheit in unseren: Klima zubringen, um dann erst vom nächsten Jahre ab seine Informationsreise nach den Schutzgebieten fortzusetzen. NeichStagsersatzwuhl in Stade. Tas Resultat der gestrigen Reichstagsersatzwahl im 18. Hannoverschen Wahlkreise Hal his 12 Uhr nachts ergeben : Dr. Hoppe (Natl.1 erhielt '6010 Stimmen, Rein «Soz.) 5721 Stimmen, Hauptmann 12. D. Klacvemann (Bund der Landw.) 5641 Stimmen, Dr. Boehmert (Freis. Bgg.) 2296 Stimmen und 0. Decke (Welse) 2.164 Stimmen; 12 kleinere Orte stehen noch aus. Es findet [oniit Stichwahl zwischen Dr. Hoppe (Natl.) und Rein (^05.) statt. In der vorigen Stichwahl wurde der uationallibedü/e Reese mit 14 995 Stimmen gegen den Sozialdemokraten, 6551 Stimmen erhalten hatte, gewählt. Die weiblichen Handlungsgehilfen. Tie ungemein ungünstige Eeschaflskonjunktnr des Jahres 1908 bat bic weiblichen An'gesteUlen wohl in gleichem Maße betroffen ivie ihre männlichen Kollegen. Tie vom Kaijerlichen Statistischen Amt hierüber veröffenitlchien Zistern beweisen dies ans bas beut- lichste; denn bie Zahl bet offenen Stellen ist gegenüber dem Vorfahre ivefenilicl) zurückgegangen. Dian kann aus dieser Tatsache folgern, so schreibt bic „Handlungsgehilf.-Korr.", daß bie Konkurrenz des weiblichen Geschlechts nicht so stark unb für ben männlichen Hanblungsgehilfen nicht so brückend ist, wie vielfach angenommen wird. Trotz der schlechten (Äefchäflslage, von der ganz Deutschland betroffen wurde, hat der Kaufmännische Verband lür weibliche Angestellte (Hanplsitz Berlin), der mit seinen 24 000 über das ganze Deutsche Reich verbreiteten 'l'litghebern bte größte Vereinigung bernssläliger Fraileit darsiellt, 5778 feste und 692 Aus- hilsssieünitgeit vermitteln können. Wie ungemein schwer auch bte weiblichen Angestellten unter der Ungunst der Zeit zu leiden hatten, zeigt bic hohe Summe von 10 278 Mk., bic an Stellenloscngeld gezahlt werben mußten. Auch bie Rechtshilfe wurde in starkem Maße in Anspruch genommen. Mehr als ;>000 Fälle wurden von der Hauptverwaltung wie von den Zweigverwaltungsstellcit erledigt, die, ganz abgesehen von Bearnteugehälleru, eine Ausgabe von 1382 Mk. verursachten. Emen scharfen Kampf führte der Verband gegen die Bestrebungen, ben weiblichen Hanblimgsgehilfcn ihre Fachbilbung durch Einfügung von Haushallnngsünlerricht zu beichranken. Ebenso kämpfte der Verband unter Hinweis auf bie z. Z. ungünstigen Aussichten entschieden gegen verfchiedene private Handelsschulen, bie du ich eine ungemein starke Reklame auch minber geeignete Personen zum Ergreifen des bereits überfüllten kaufmännrschen Berufes veranlaßten. An bie Zentralbehörben der einzelnen Bunbesstaaicn luuröcit zur Regelung bes privaten HanbelsschulwefenS entsprechende Eingaben gerichtet, die wemgslens ui Preußen einen gewissen Ersotg hatten. * Montenegro und Oesterreich. Der italienische Gesandte hat gestern in Cetinje ein schreiben überreicht mit bem Vorschläge, seine Regierung mit der Beilegung der schwebenden Schwierigleiten zu betrauen. In seiner Antwortnote entarte Montenegro: Anti- Vari werde den Charakter eines Handelshafens behalten; Montenegro werde sich der Entscheidung der Mächte betr. den Artikel 25 aupasseu. — Eine Abschrift dieser Note wird heute den Vertretern der Signa.armächte überreicht werden. Riit Rücksicht, auf diese Anpassung an die Wünsche der Mächte glaubt mau hier, daß bie Angelegenheit beigelegt wird und der Pflege guter, freundnachb'arlicher Beziehungen mit Oesterreich-Ungarn nichts mehr im Wege stehe. Deutsches Nerch. Der Kaiser und die Kaiserin sowie Prinz Oskar werden sich am 13. ds. vormittags von Station Wildpark aus nad) Venedig begeben, wo am 14. ds. die Ankunft erfolgt und von wo das Kaiferpaar und der Prinz aus der Jad)t „Hohen- zollern" am 16. April die Reife nad) Korfu antreten werden. Vcrdy du Vernois. Das Berl. Tgbl. nimmt seine gestrige Meldung von der Ertränkung des früheren Kriegsrninisters Verdy du Vernois zurück. Wie das Blatt erfährt, läßt das Befinden desselben erfreulicherweise nichts zu wünschen übrig. Ein gemeinsamer Bußtag. Auf eine Anregung der Handelskammer Wiesbaden, den Buß- und Betttrg für ganz Dnttsch- land auf denselben Sonntag festzusetzen, hat die Frankfurter Handelskammer sich für eine einheitliche Feier, aber an einem Wochentag ausgesprod-cn. Der g e s ch ä f t s f ü h r e n d e LI n s s ch n ß der Freisinnigen Volkspartei ist gestern vormittag in aller Stille zusammen getre.cn, um zur Reid-sfinanzrefonn und zu der Frage der Blvdtt ;e Stellung zu nehmen. S 0 z i a l d e m 0 k r a t i s d) e Maifeier. And) diesmal hat die Hamburger Polizei der sozialdemokratischen Partei bie Erlaubnis zur Veranstaltung eines Mai-Fcstzugi- gegeben. Märkte. — Kartosselmarkt-Bericht vorn 5. April 1909- Friedberg (Hessen): Rote Sorte Mk. 2.25—2.40, Magnurn bonum 2.60—2.70, weiße runde 2.25—2.50, Gelbfleischige, rote, 2.60 bis 2.70, weiße 0.00—0.00. Frankfurt a. M.: Rote Sorte Mk. 2.75—0.00, Magnum bonum 3.50 — 0.00, weiße runde 2.75- 0.00, Gelbfleifchiqe,blaue,3.25-0.00, weiße 3.50. Wiesbaden: Magnum bonum 2.50, weiße runde 2.50, Gelbfleischige rote 0.00. M a n n° h e i in: Magnum bonum Mk. 3.00—3.10, weiße runde 3.25, Gelbste ischi e blaue 3.25, rote 0.00, weiße 0.00—0.00. Köln: Rote Taber 0.00, Magnum bonum 3.70-0.00, weiße runde 2.90— 3.00, Gelbfleifchige blaue 3.80—0.00, rote 4.30—0.00, weiße 5.00 — 0.00. Dortmund: Rote Taber 0.00—0.00, andere rote Sorten 0.00 bis 0.00, Magnum bonum 3.35—0.00, weiße runde 3.00—0.00, Gelbfleifchige blaue 0.00—0.00, rote 4.35—0.00, weiße 4.75—0.00. Hagen 1. W.: Rote Taber k. 0.00—0.00, andere rote Sorten 0.00-0.00, Magnum bonum 3.30—0.00, weiße runde 0.00—0.00, Gelbfl. rote 0.00—1)00, weiße 4.50—0.00. Saffig-Plaidt: Rote Taber 0.00—0.00, andere rote Sorten 4.00-0.00, Magnum bonum 3.40—0.00, weiße runde 3.50-0.00, Gelbfleischige, blaue 0.00 bis 0 00, rote 0.00—0.00, weiße 0,00—0 00. Frankenthal (Pfalz): Note Sorten 2.50—0.00, Magnum bonum 2.60—0.00, weiße runde 2.50—0.00, Gelbfleifchige blaue 3.25—0.00, rote 3.25-0.00, weiße 3.50—0.00. Saarlouis: Note Taber 0.00—0.00, andere rote Sorten 3.50—0 00, Magnum bonum 0.00—0.00, weiße runde 3.50 bis 0.00. Gelbfleifchige, blaue 0.00—0.00, rote 0.00—0.00, weiße 0.00—0.00. Kempen: Rote Taber 0.00-0.00, andere rote rSarten 0.00—0.00, Magnum bonum 3.50—0.00, weiße runde 0.00- 0.00, Gelbfleifchige blaue 0.00.—0.00, rote 0.00—0.00, weiße 0,00 — O.pö. (Alles per 50 KgrZ. Ä-tLteorologische ‘ ___________y der Statioil-Gieken. Slpril 1909 Barometer auf 0° reduziert der LM Absolutt Feuchtigkeil' Relative J Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke Wetter 6. 935 756,3 13,2 3,5 31 ESE 2 Klarer Himmel 6. 9'b 756,6 7,8 4,3 56 NE 2 7. 726 758,2 3,9 3,9 64 NNE 2 r ■ Höchf e Temperatur am . bis 6. Avr l = V 13,6 0 C. Oiiedrigste * , 5 • „ 6. „ — - - 0,3 0 C. TeäetfomsGfoe Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Giessen. Frankfurter Börse, 7. April, 1.15 Uhr. 31,9°/o Reichsanleihe. . . 96,00 3°/' do. ... 87.00 3*/,% Konsols .... 96.20 3°/0 do. .... 87.00 3'/,°/g Hessen —.— 3^2ft« Oberhessen . . . —• — 4°/0 Oesterr. Goldrente . . 99 95 4*/5°/n Oesterr. Silberrente. 99.60 4°/0 Ungar. Goldrente . . 95.25 4° 0 Italien. Rente . . . —.— 3°/0 Portugiesen Serie I . 59.40 3% Portugiesen „ III . 61.30 4 V2°/o rass. Staatsanl. 1905 98.45 47-..o/o Japan. Staatsanleihe 95.95 4°/0 Conv.Türken von 1903 95.20 Türkenlose —.— 4°/0 Griech. Monopol-Anl. . 50.30 4°/0 äussere Argentinier . 89.30 3°/0 Mexikaner .... 65.50 47,% Chinesen — Aktien: Bochum Guss 223.40 Buderus E. W.....—.— Tendenz: ziemlich fest. Berliner Börse, 1 Canada E. B 175.70 Darmstädter Bank . . . 130.50 Deutsche Bank . . . . 241.60 Dortmunder-Union C. . . 61.00 Dresdner Bank .... 150.90 Tendenz: behauptet. Elehtriz. Lahmeyer . . , 121.25 Elektriz. Schuckert . . . 122.85 Eschweiler Bergwerk . . —.— Gelsenkirchen Bergwerk . 186.00 Hamburg-Amerik. Paketf. 116.50 Harpener Bergwerk. . . 191.75 Laurahütte 193.70 Nordd Lloyd 85.80 Oberschles. Eisen-Indnstrie 95.75 Berliner Handelsges. . . 171.00 Darmstädter Bank . . , 130.50 Deutsche Bank .... 242.00 Deutsch - Asiat. Bank . . —.— Diskonto-Kommandit . . 190.00 Dresdner Bank .... 150.50 Kreditaktien —.— Baltimore- und Ohio- Eisenbahn .... 111.95 Gotthardbahn .... —.— Lombard. Eisenbahn. . . 18.30 Oesterr. Staatsbahn . . . 149.10 Prince - Henri - Eisenbahn . — . April. Anfangskurse. Harpener Bergwerk . . . 191.40 Laurahütte 194.20 Lombarden E. B 17.90 Nordd. Lloyd .... 85.60 Türkenlose ..... 146.50 . Vcr fieberba teu Krankheiten: .Influenza, Pneumonie rc. Dieter „ Ä u f e f c " als gemndhettsgemane Nahrung eine wirksame Unterstützung der ö-tcberbiat, da es leichr verdaulich ist, fräftia ernährend wirkt und durch seinen Gehalt an Mineralstoffen auch den Appetit anregt. 1 „SEhwaFzwalilhBini,,Limnpnkrankpi Heilanstalt für 8=^16^035^9 SCHÖMBERG bei WildSad württbg. Schwarzwald. Iffl Sanitäts-Rat Dr. Gilly. Mälüge Preise. -=^ Prospekte frei. -A Verkaufsstellen diuch dieses Plakat ssVkJ kenntlieh. Fabrikant? August Jacobi, Darmstad^ STEINHÄUSER rtwaMMaiir ii*nWi» ■ । — -■ M ik- .r: ist du gesündeste Famlliengetrtnk, vorrüglidi im Geschmack und billig im Gebrauch. Nur echt im geschlossenen Paket mit der gesetzlich geschützten Bezeichnung Marke „Ethel** der Firma EU. - Lothr. Malzkaffee-Fabrik Schiltigheim i. Elsass. — Ueberall erhältlich. 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Oberhemden, Vorhemden, Söckchen, Strümpfe, Husenträger. z la Schellfisch. groß, Bralschcllfische hau. wozu frennblitbft ctnlabet Vonborf» W. HUrtcb, ^chlorgaiie 7. tUÄttnmebl. i-’t» 201Mn. I'CSW Steine lueikv P—*" *“*" Örohb. 'Wnncibnimmt Main». 2 di in tu. Qberftabt, 6. 2lprtl 190V. GroßH. Bürgermeisterei öfcnfiabt. (S o 11 a d). Direkt ton der See. IHrvkt ton drr Mce. Rablian, ZcclndK«. Zdicllnirti. alles obue Rovi. 2*eUfifd) Groh mittel, mittel nnb flctit. 2kxtmrc Tonnetotnn nur dein biengen ,'uftbnwxtt eine rohe Partie ubcnflcnannicr Andjc febt biUifl. T«iicbe aar.t besonders hnrnut aufmerfuim da- nm beite, vrimn tßarc ;nm Berka uf fvntmt. Mache die iccbncn Käufer baitiiii autmertmm ön»; bei »idwevfau» um 2 llbv vorbei ifL bnruni dicke icbvv feinen Bedarf intbuiun 2122 VOiüüd)tunavuuU Heinrich Hier». Pm. Niiizsin'ippel, 3 Meier lang , Rnndschett w Rnüppel „ Stöcke Wellen Reisiq. Holzversteigerung. Dienstag den 13. d. M. iuiro m piefigem Gemeinde folgendes 9ladelHolz veri'leigerl: Für Karfreitag und Ostern. Krkannlmalyung. Wegen Bornabuic von iBcieflinniifl-jarbeiten wird die L'icbtq* (trabe, zwilchen Aroiiflurter- und L'iibivtaürnhc von heute an biü aut Weiteres tüc den ,'xthir« und RadfaHrvcrteHr gesperrt. Gießen, beii 4. Avril 1909. (^roßherzogliche. Poltzciamt ließen. Reinhart. Landlmttcr zum Backen Io lange Borrat. per B'd Mt 1.10, Oorgutbutter vorzüglich. Lüßrahml'uNkr ertrnfein Am «aut^l(ln dem 10. Avril d. Id. uornüttanb um 9 llbr. werde ich in ^cilbitvn. 'Babnbofftrafie Nr. 13, iiir Skechnnng und Gefahr dessen, den eo angeln: 1 Pferd (brnnitcr Wallach) üffcnVath meistbietend gegen Barzahlung versteigern. Bekanntmachung. Betreffend: 'Die L'lbbnltung von Rörtermincn zwecks Auf nähme von Zuchttieren in da» Herdbuch. Dic Rörkoinmission für den Kreis Gießen wird nach, stehende Rörterniine abfjalten: 1. Montag bett 19. April zu: Vangäborf vornutl. *.i llbr, Bettenhansen vorm. 11 Uhr, Muschenheuu nadimitt. 1 Uhr, Birklar uachnt. 2 Uhr, Dors-Gill nachm. V»4 Uhr. 2. Dienstag den 20. April zu: Lich vorm. V,10 Uhr, ' A Ibach vonu. 11 Uhr, Öaibcnteid) nachin. l/,l Uhr, Hausen nachtu. 2 llbr, Leihgestern nacht«. */,4 Uhr, Xlang»®ön<< nachm. b Hin. 3. Mittwoch den 21. April zu: Eberstadt vormitl. 1 ,9 Uhr. Ober Hörgern vorin. 10 Uhr, Holzheiiu uachmitl. 2 Uhr, Ohniungen nachm. I llbr. I. Montag den 17. Mai zu: Aillingen vorm. x(Aü Uhr, nungen von«. 11 Uhr, Inheiden nachm. 2 Uhr, Sraiß- Horloff nachm. 3 Uhr, Bellersheim nachm. xJ,b Uhr. ft. Tien»tag den IS. Mai zu: Ronnenrod vonnitt. 10 Uhr, Röthges norm. ' «12 Uhr, Münster nachm. l,1l Uhr, Sttingühausen nachm. 2 Uhr, Ober Besungen nachm. 3 Uhr, '.Uieber-töcmugen nachm. 1 /./o Uhr. 6. Mittwoch den 19. Mai zu: Langd vorm. Vs 10 Uhr, Stemheim norm. 11 Uhr, Rodheim a. d. Horloff nachm i/,l Uhr, Rmgelühausen nachm. 3 Uhr, Rabertshausen nachm. I Uhr, Haubenmühle nachm. 5 llbr. Die Luchter non Simmentaler Vieh, die .hre Tiere in da« Herdbuch emtragen lassen wollen, werden ersucht, die. ielben an dem hierzu zu bezeichnenden Orte am'zustellen, da. mit die Arbeiten der Kommission ohne Aufschub erledigt werden tonnen. (gelegentlich der Herdbuchlürungen tonnen Hasel tierc aus dem ttiege der Sondertorung auch für den Am» angctor t werden. Gießen, den 1. April 1909. Der Voriiyende bes Landwtrtschaflskammer AuSschuneS Schweineschmalz 64 „ Bekanntmachung. Der Boranschla, der Gemeinde (Lderttadt für 1909 R| liegt vom 10. '.‘Ipril l. He. ab 8 lagt lang auf unserem Bureau zur Omfidit der Beteiligten offen. einer Oniirtebmuiin an der Aliceftraßc iiviWn frankfurter und Vubiöiaitrahe Jollen Tonncratrtn den 15. Avril b. 3., vormittan» 11 llbr dffenthdi uetoeben werden. .geidinunn, irbritobcfdirribunfl und Bedingungen liegen tüäfneno der Th i-'tftunöcii bet uns zur Einsicht auf Angebote auf Bordruck, der bniclbtt erbnltlid). finb (pateucns bis Aiim Doracnannten Bettvuult ucucblohcn und mit entivieckniidcr Aufschrift versehen an uno emAuretchen .Zufchlagefriu 3 Wochen (Mienen, den 6. Avril liui 2LussericjlunilS-BcroiNiiunq. ^ür den Wasserleitunaslran der (Mcincuihe (Warbenbcim bei Wetzlar follen nachstehende vlibcitrn in 1 Vofc vergeben luevbcn: Tkrlcnuna von ettua IOOO lib. Mtr. (»lugrobrleituug (ohne iHonrliefnuiifl) mit ♦diicbcv uno •'dhbranten, tivriicllunn der Oauoliitun >cn (etwa H»<> '2mid)lüfte) und der Bau von 2 tiodiÜ! haltern mit 125 bcAtu. 50 eb n ,>aüuugoraum. Die Berdiugungduntei lagen und .geidmun.ien liegen im Kreis tieibauamt zu 20t nlar, Babnbo'iirane 2», aut lyinücbt offen, von ineldicin auch die Bedingungen und Ylnaebotoiormulate, solange der Borrat icidit. gegen voitireie Iftnfcnöunn von 4,00 Mk. bezogen werden Wunen. Angebote sind verschlossen und mit em sprechender Aufschrift versehen bi.' zum Montag den 26. Avril lIM)*.), nachmittags S llbr, mntfrei an vat> inuei.Aeid.nete Baumm cmAuknocn, zu welchem Scitpuna bafelbit die Angebote m (Megenwart der etwa erschienenen Bieter geöffnet werden. Zufchlagdfrist 3 Wochen. Wepiar, den 2. Apni Zucker, feinen 22 „ alleifeinste Kuchenmehle llncntflcitlidjc Ardeitsvkrmititlung. Ltüdtischkr Arbkitsmiliiiikis tziktztii. (BartenHrahe 2, dimmer 2. <5>3 kdnnen eingestellt werden. a. bei hiesigen Arbeitgebern: „ 1 Zchremei, 1 Lackierer. 1 Zoengler u .InHallaleiir. 1 Schneider, 2 Wickclmackier. i iungerer Han.'bursche, 2 L'auffrauen, H Ttcnit« Mädchen. 15 -Ä' Orbfl r heiter. Lehrlinge I Buchbinder, 3 schreiner. 1 Bäcker. 1 ^chlo'Jcr. 2 Glaser, 1 Lckinued, I Lehrmädchen, 1 Boluerer u. Dekorateur, 2 Tapezierer. I Wogner h. bei auswärtigen Arbeitgebern: 1 Bäcker, l Sattler u. Tapezierer. I jüngerer Melmer. 1 iutig. i^ditoctM*!. 1 Spengler und .Installateur. 2 -Lchncidcr. 1 landw 6nocht. I landw. J'irnümriüdjcn. 3 «Uschinnen, 5 ^immcrmabdien, 5 Hausdiener. « Hau und Mudienmabdien, 3 .Nafseeköchtnnen, 8 Ölättcrinnrn Vebvlinae: 2 Bäcker, 2 Schlosser, 1 2dnciner, 3 Metzger, 1 Zdnnieh. Es lochen Arbeit: BT/< 1 .2-direibcr, 2 Lchuuede. 1 Wetsibinder 1 (Mlalcr, 1 ,lnfiaUateur, 1 Buchbinder, 3 Kellner, 1 Backer. 2 2teiumetzen. 1 Meckianiker, «»Äanschlosser >veugler und .Installateure, 2 ^dmbmadier, 1 2nuler nnb Tapezierer. 1 ."laschmenschreiner, 5 Lchretner, l ,>nhrknecht, I SUanknyfleaer. 7 i'auoburidien, 1 landw Knecht. 10 Arbeiter. 3 V-miffrancit. 3 B2aschsranen, 3 Kindermädchen. Vebrlingc: I 'Bdilolier, 1 0>lendretter, 1 Metzger, 1 Bolsterer und Tavezierer, 1 MaldiinelUdilaiiei. Pr. Speise- u. SalalkarW iburg. Str. IM. I emp'.A. Lier, TammfnJl- (lÖ10 BRAUBACH & FISCHER '’irb«rel ■ Chem.WascbinsUlt. GrÖ5.-tcs au» Darmstadt. Am <. Cftertaec hnbrt in meinem 2aalc Tanzvergnügen Verdililiniift. Die Anlieferung der im iLiätojabr 1!*’!' zur Unterbaltung der Ufer und iZtrombautocrfr an der Lahn .wischen Wichen imb der Vandeogrenze bei 'öendiellieini crforberlldicn 300 5tbm. Wasserbauiteine soll in einem Voo rtsfemlich vergeben werden. Die Bedingunaeu sind bei 6kobb. Modibaiiamt (Wichen wahrend der Dienuitundeii uir (yiniidit oHen gelegt. Angebote find mit entsprechender Ansschrist verleben bis Montag heu 2(1. Bvnl 1. Acc, vorniittaao 10 . Ubr portofrei an die nntcrzeichiiete Bebärde emAUsendcn. Abgabe der Bedinanngen nach auswärts kann nicht erfolgen. 8iim)lnflöhcifi 3 Wochen Mainz, den i. Avril UHili. Weilburg, den «. Avril 1900. Wilke, i^erichtsvollzieber. Acal u. .<>andclsschule nulitarlrerechtigte Brivatidiule mit iBeniiomu) in Marktbreit bei Würzburg Anblge, gesunde Vage in kleinem «Ltädtchen. Bei sctzmig am 14. Juli Prospekte dnräi Köppl, Jirrftir. Salm, Maifische, ff. ^anver lebende Hechte und Karpfen Holl. Schellfische, ftttblion :c. Allererste Cbffc u. (Gemüse .Konserven zu den billigsten Preisen. J. M. Schulhof. 1X~ Bromvter Verland nach auswärte». -M» Verdingung. Die Arbeiten und Lieferungen zur tkibaimng eines -Iklasfigen Schullianse mit Lchrerwobnungen und 9lebcnnetmube für die (Mr ineuide JHoöbeim a d. Bieber sollen in folgenden Vosen vergeben werden. rtt. I vfrb und Manrerarbeiten mit Maieriallieserung „ 11: Lteininotzarbeiten iVnng- und (Mrünftemcn) „ Hl: Binunerarbeiteii w IV: Dachdeckerarbeiten <*" * V: Sllempnerarbcitcit ' * VI T rggerlielerung 7 vii Acbinlfe und Schmiedearbeiten. v* - ^m'bvtssorniinare, in benq/*'^r«;..,. «»„ bennnr •• > ' ‘cnumim n ’"|ö ^j^Thiterwidmeten gegen (itiihmhnim von l M hiv te Vos 2, 3 nnb j, ivhi füt ic vuo i. G. 7 Jeidnuiiinen u. Beschreibutigen hTi.M’Jwi dem ^errn Bürger incister in Boddeun und bei dem llnterzei'.Mieten Aur tSinfidii offen. Berschlossen mit eiitsvrechender Ansschrist versehene Offerten sind bis nun irrr ffniinastermiii Lamstag den 17. Bvril d. 3-, vormittags 11 Uhr an da Bargeimeineramt m Mlobbeim a. d. B einzureichen, woselbst in «Mcnviiiuait der erschienenen Submittenten die Oeffnuug der Angebote erfolgt. D”/a Biedenkovi. 27. Marz 1900. Der Mreiöbaumeifler. 21 dien bart). Will). Borger Maitbaas zur Ltadt (aiegr». . Morgen Tonnerarag frü» trifft eine grobe Sendung W srischk LlHtllsischt ein bei Georg Wallenfels. Markwlav nur 21. Ä- M Wir beabsichtigen unser Konfektionslager, Mäusburg I, bestehend in grossen Posten Herren - und Kliaben- Garderobe, Arbeiterkleider etc. in kurzer Zeit zu räumen und veranstalten deshalb von heute ab einen vollständigen Ausverkauf zu bedeutend reduzierten Preisen. Der Verkauf findet gegen Barzahlung statt. Die Gemeinde Odenhausen hat eine Reparatur an ihrer t'nbn- drucke auSzmührcn. Der Moitcinuifdilon in Höhe von 500 Ml. licnt auf meinem Bureau zur tfiitfiriit osten. Ostcrten erbitte trij bitz 10. April d. x\. nndjin. 12 Uhr. Mrofborf, 2. April 1909. Der Bürgermeister. (B3/< Mäusburg I Zwetschen ß8 Pfg. bis zu 77 77 77 77 um zu räumen. a7/. Damit behandelte Böden 5 OSE M WM ’WK7 a ■'’bbbsbbbbbbbbbbibbiibbbbb siwrassw v7, 2085 wertig. 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Grober Sltinrocfl 30. idmrtlid) ober münbhd) entgegen, ne können ober auch btt Benin» dc Unterrichts crrolflen ' < I>ie Verstände des »amenverein* Gabrlsberffer and de» <*abel»bercer Stenettr. ph«-n-Vereins Giessen (E. V.) S ToS hot Tr. Wiemer cur Beschluß der fraktionSgemeinschafr gesagt. Hörti Hörii rechts.) Tret»dem Hai parlamentarische Leben Tcutscklando Innburckgehen mußte, fwüher hatte man sich zur linken Hand daS Zentrum genommen. Als das Zntrum sich ober al» Hausherrin gerierte, wurde der Bruch vollzogen. Es fiel das Wort: Ich will fein ZentrumSkanzler fein. daS etne Variierung de» anderen Worte» war: Ich will kein Z e n t r u m s k a i fe r fein. Als letzte Kombination blieb nur Mo 'onservaliv-nationalliberale^ireiHnnige Mebrbeit übrig. Und um die zu 'ermöglichen, hat Fürst Bulow in seiner ersten Rede vor dem neuen Reiche rag erklärt der Weift Bismarcks und der Geist de» Demokraten Ludwro Uhlando müßten miteinander verschmolzen toerben._ (Lachen rechts. > Tamrt hat der Reichskanzler auf die staatsmännische Einsicht der .konservativen und der freisinnigen gerechnet, und wir haben diese Rechnung nicht zu schänden gemacht. (LauteS Gelochter rechts.) Wir haben lange aus Torge um finanzielle Schädigungen die übermäßigen Rüstungen bekämpft. Wir haben die Hoch sch utzzollpolttik bekämpft, und wir haben in unserem Programm die Forderung: keine neuen indirekten Steuern. Es ist deshalb eine außerordentliche Konzession, wenn wir uns bereit erklärt haben, die finanzreform nach den Vorschlägen der Regierung mitzumachen. Zuruf recht»: S>- haben ja aflev ab» gelehnt !) Wir haben unS höchstens vorzuwerfen, ob mir nicht schon V weit gegangen sind, l Lachen rechts. Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Aber c» bat sich als Unmöglichkeit gezeigt, mit der konservativen Partei gemeinsame Politik zu machen. Sie hat tue Nachlaßsteuer abgelehnt. (Zuruf recht«: Und Sie die Wein- steuer und die Tabaksteuer!) ll iferc Haltung ist diktiert durch die Rücksicht auf daö' Gemeinwohl. (Höhnisches Gelächter rechts.) Eine konfervativ-klerikale Mekirheit entspricht so auch viel mehr Ihren Empfindungen. Es trifft sich sonderbar, daß gerade in ntefcii Tagen Gras Pro sch ma seine Rede gegen den Kanzler ge> halten hat. Ihr Sinn war: nur zugestoßen, ich pariere! Sie haben eine Machtprobe machen wollen gegen die Regierung. (Wider- spruch recht».) Ich habe noch nie gehört, daß ein Angeklagter den dolus eventu.-»^ zugegeben hat. den er bat. Ihre Politik ist gegen den Retchskanzler gerichtet, ob dieser da» zugibt oder nicht, ist gleichgültig. (Heiterkeit.) Ihre Politik richtet sich auch gegen die verbündeten Regierungen. Hat man es dock sogar fertig bekommen, den süddeutschen Einzelstaaten einen Vorwurf daraus zu nmckien, daß sie die Politik der Reichsregierung vertreten bähen (.<5ort, hort! lmks.) Die Tatsache besteht, daß die Rechte die Regierung anfallt im Augenblick, wo sie vor dem Engpaß der jn? 11 a P 3 c f o r m steht, und wo sie in großer Verlegenheit ist. Man tauscht sich, wenn man glaubt, durch Nachgiebigkeit bei den Monferbatibcn Erfolge zu erzielen. Tic Freikonservativen macken ia die Sache auch nicht mit. (Zuruf bei der Reichöpartei: Sie macken es lins sehr sauer!» Ich habe nicht die Absickt. süß zu machen, was durch Sie versauert worden ist. (Sehr gut! links. Das Zentrum wird einen hohen Kaufpreis verlangen. Ich möduc oen Kanzler nicht in der Lage sehen, daß er von der Gnade « c n tJ u,’n ö abhängt. (Heiterkeit im Zentrum.) Tas tfentrum tmrb nicht tanzen, wenn man ihm nicht vorher den Kopf des BlocktauferS vor die Füße legt. (Große Heiterkeit.) D i e (V au f s höchste verwirrt worden, daß Sie (nach rechts) die «ondenntereffen über die Staatsinteressen stellen. L8 wird erst besser werden, wenn an Stelle de» heutigen Regie- ningssvstems das konstitutionelle RegiennrgSsvstem getreten ist. Wui6enuffe die ihm entgegenstehen, beweisen nichts dagegen, ^Ewickliing nicht nach dieser Richtung gewaltsam dräng'. Der Abg. Baffcrmann hat von der Eventualität einer A uf lösung gesprochen. Vielleicht wird es dazu noch kommen müssen. Ich habe aber dre Meinung daß die Regierung eine Mehrheit hinter sich haben wird, wenn sie mit dein P.ogrumm an das Volk appelliert, daß die großen Ausgaben des Reiches anch durch große direkte <2 teuer« gedeckt werden must en. ioenn sie ihre Bereitwilligkeit er- Hott zum liebergang zur 'ouftitutioncUcr. Regierungssorm Tann mtrb sie ,ich verdient machen um das Volk, und dann wird die . tegrerungsznt des Monarchen eine fruchtbare sein trab der Per- . die alle Deutschen schmerzlick berühren muß (Zlscherr rechts, Völlige» schweigen links Von rechts ruft man Stein Bravo!) Zimmermann (Reformpartei) : Wenn bei Block nach dieser Rede noch lebt, bann scheint er Überhaupt mcht iimjiibringen zu sein «Allseitige heitere Zri- stimmung.) Wir stehen vor einer sulgensckweren Erscheinung, da war der Moment nickt glücklich, in so außerordentlicher Schärfe zu sprcäicii. Ich habe den Eindruck ouv der Rede be? konservativen Sprechers gewonnen, daß cm gewiße» Einlenken mcingftenl bei einem Teil der Konservativen nickt ausgeschlossen ist. Wenn ein Zusammenwirken der nationalen Gruppen -rnr Durchführung einer |o eminent nationalen Frage wie die Regierung noch im Rahmuv her Möglichkeit in. daun sollen wir alles tun, um die Möglichkeit in bic Wirklichkeit übr> nisühren. Ter Block l-at dock auch den Freisinnigen ehi«a.. geboten; von den schönen Orden will ich gar nrckt sprechen (Heiterkeit), aber Börsen, und Vereinsgesetz! Wir verlangen bei der Finan.rcfonn direkte Steuern und halten siir den besten Weg den An bau der Erbschaftssteuer Ta; Besü. steuerkompromiß ruiniert den Mittelstand. 9Tbg. Gö1« v. Olenhusen (Welfe): , Wie im vorigen Jahre lehne ich das Gehakt de» Reick .anzlers ab. Er verlangt von uns. die Führer der tvelfischen Agi tatron müßten sich rückhaltli-.. d:m Verzicht unseres Fürstenhauses an'chließeii Ohne ein Recht ist ein Verzicht nickt möglich; was der Kanzler von uns verlangt, ist. daß wrr Hannövers ck c n Abgeordneten au» de in Reichstage verschwin den. Ich bin in dieser Session ja In.- jetzt nur allein hier ,ze. meicn, aber einer ist schon wieder da (Heiterkeit); um 100 Pro. I ynt habe ich mich schon Perm hct (Große Heiterkeit.) Bei den nächsten Wahlen kommen noch mehr, der Kanzler wird die wcl- fisckren flbgeorbneteii nicht los. Und ivcim nickt alle G erüchte trügen, so glaube ich. ist auch bet Nachfolger des Reichs, kanzlers ein Hannoveraner. Ich habe nichts getan, als daß ich die legitimen Reckte mrincs angestammten Herrscherbanses I vertreten habe, rind da» werde ick auch weiter tun. Derselbe I Wann, der die Treue zum Lande und zum Fürste,chanse als echte | nbu,.- rief den Sozialdemokrate, m: ^a, für Sic ist die Jonardie ein ! Einrichtung, fnv mr : d. Kenig eine Person! Ta fra '.c ,ck j ,d) alle die. die cl-aife de. len. wie er: Wo ivaren 2 c denn in ' April 1806? Reichskanzler Fürst Bülow: N. H.l Der Vorrebner. der Abg. Götz von Olenhusen, ha: sich ctlaiLjt. mir Bor Haltungen zu machen. Er bat es gewagt, meine Äönigstreue anzuzweifeln, c» würbe lächerlich sein — :ck glaube, cs würbe auch richt ccr-xinbcn werden —, wenn ich mich regenübet dem Herrn Abg. Götz von Olenhusen in dickt Richtung rechtfertigen wollte. (Sehr richtig!) Ich habe in einet fast I 40jährigen T:enstzeit unter oft schioercn. unter oft sehr schwien- gen Berhäftniskn meine Treue für König unb Vaterland. für Kaiser unb Reick bewährt. (Beifall.) In bet äußeren, wie in der inneren Politik habe ich niemals einen anderen Leitstern gc- kannt. als das Wohl der Monarchie und ba» Wohl des Landes, die Staalsraiscm, bic nationale Idee unb bie Kaiseribee, die für mich unlöslich verknüpft sind. Ich lehne c» ob, mit von dem 'dbg. Götz von Olenhusen Vorschriften machen zu lassen über meine Haltung gegenüber meinem König unb Herrn. (Lebh. Beifall > Für diese Haltung erkenne ich keinen anderen Richtet an, als Seine Majestät den Aaifer und König unb mein Gewissen. (Bei- fall.) Im übrigen gipfelten bic Ausführungen des Abg. Götz von Clcnhufen heute rote vor einem Jahre m dem Vorwurf, daß ich in meiner Haltung gegenüber seiner Partei und speziell in der Braunschweigischen Frage mich m Widerspruch setzte mit dem Legitimationsprinzip, mit dem Rechtsbewutztsein des deutschen Volke». Damit bekennt ber Vorredner sich zu dem Standpunkte, den vor 200 Jahren bic Stuarts einnahmen, al» sie das Lcgi- timitätsprinzip als ein von allen nationalen und praktischen Rücksichten losgelöstes, immer unb unter allen Umständen allein gültige» Prinzip mit starrer Konsequenz hinstelltcn. (Sehr gut! links.) Mit diesem Prinzip haben die Stuarts bekanntlich Schiffbruch gelitten. Tenn in irdischen Tingen gibt c5 keine immer allein gültigen Maxime. Da ist alles bedingt. Denn (5ic das bestreiten, so würden Sie ja zugeben, daß auch da» HauS Hannover, dessen LegitiuntätSrecht wir angeblich verletzt haben sollen, nickt legitim war, a!5 ec nach der Vertreibung der Stuarts den englischen Königsthron bestieg. (Heiterkeit unb Sehr gut! recht».) Dann könnten Sie bic Legitimität ber in Schweden. Spanien. Portugal unb ber in manchen anderen Ländern regierenden Dynastien anzweifeln. Mit folcbcm Formalismus, mit solcher Ucberspannung von Prinzipien (Sehr richtig!) gelangt mau zu unmöglichen Forderungen. Alles Irdische fleht im Strome bet Entwicklung, lieber dem formalen Reckt steht b a 5 Recht bc5 deutschen Volkes. (Lebh. Beifall.) Daö Recht des deutschen Volkes, seine Weltstellung zu behaupten. Hannover ist durch einen Krieg erworben, der. wenn er für Preußen Unglück- lief) geendet hätte, wenn nicht bic Vernichtung, so dock die Schwächung der preußischen Monarchie nack sich gezogen hätte. (Sehr richtig!) Seitdem eö eine W.ltgesckicktc gibt, haben Länder und Fürsten für die Folgen unglücklickier Entschlüße büßen und bic Konsequenzen auf sich nehmen müßen. (Lebh. Zust.) Solange ba8 Lanb Hannover nicht als ein gegenwärtiger territorialer Bestanb im Deutschen Reiche rückhaltlos anerkannt wirb, befinbet sich Preußen im Stadium der Notwehr. Ich will aber doch noch, da ick einmal zu diesem Thema da» Wort ergriffen habe, darauf Hinweisen, daß nack der deutschen Rcicköverfaßung die deutschen Fürsten sich ihren Besitzstand gegenseitig garantieren. Da2 ist recht eigentlich die Basis bet Rcichsverfassung. Darauf beruht daS Vertrauen, das bic deutschen Fürsten untereinander haben. Darum ist eS im Deutschen Reick)c keinem Fürsten möglich, gegen einen andern Fürsten territoriale Lln- spräche zu erheben. Wenn wir doö dulden würben, so würbe bo» rückhaltlose vertrauen, das jetzt die deutschen Fürsten unter, einander verbündet, gegenseitigem Mißtrauen Platz machen. ES würbe tvicber ein Zustand cintrctcn, wie in früheren Zeiten unserer Geschichte, Ido jeder deutsche Fürst sich auf Kosten de» andern mit Vergrößcruugsal'sichten trug unb Ansprüche gegen bei, andern in petto hatte. Einen solcken Zustand würbe gerade so wie vor 100 ober 200 Jahren baS AuSlanb bazu benutzen, um sich in bic deutschen Verhältnisse cinzurnischcn und Deutsche gegen Deutsche aufzuspielen. Im Deutschen Reich müßen klare Befitzverhältnisse herrschen. Wenn gesagt wird, ein welfischer Prinz könne unter Verzicht aus Hannover in Preußen cmzichen. der andere aber sich für Hannover cinsetzen würde, so würde daö gerade einen Zustand ber lln sicherheit darstellen. den wir nicht cinrcißeu laßen wollen. Und darum hat sich der Bundesrat vor zwei Jahren nicht nur wieder dazu bekannt, fonbeni einstimmig den diesbezüglichen Beschluß angenommen. Daraus ersehen Sie, wie ungerechtfertigt die Vor- würfe und Ausführungen be-5 Vorredners waren. Ick will mich nun zu einigen Bemerkungen des Vertreter» ber Sozialbemokratie wenden. Der Adg. David ist zurückgekommen auf die Vorgänge des vergangenen November». Darüber will ich nachstehendes sagen: Greisen Sie mich an, so viel Sie wollen, aber lassen iv tr endlich Seine M a - jestät den Kaiser au» der Debatte. (Stürmische Zustimmung rechts.) Ter Kaiser hat dem deutschen Volke sein volles Vertrauen bewiesen, er hat durch seine Haltung gegenüber vielen Mißverständnißen, Shritilen unb ungerechten Angriffen bewiesen, baß er nicht klein denkt. Seien wir auch nicht !l-*in in seiner Beurteilung. Hierauf hat er durch seine 21jährige Reglern ngötatig keil ein wohl erworbene: Reck i Wenn ich einmal gesagt habe, der Kaiser sei kein Philister, so habe ick damit nur feststellen wollen, daß er in hohem Maße eine Eigenschaft besitze, die ick bei einem Manne sehr hoch stelle, bic Mcgalo. vsvchic. An bicser Megalovsvckic können wir uns alle cm Bei. spiel nehmen. Do» Lanb hat genug von biesen Er- örterungen über bie allerhöchste Person; machen wir ein Ende und kehren wir zurück zur alten bewährten llcberlxcferung, bic Person de» Kaiser» nicht in bie Debatte zu ziehen. (Zustimmung rechts.) Der Abg. Davib hat weiter gemeint, ich führe einen .0 a m p f um mein Amt. Davon ist, soweit bie aller- höchste Person und der Hof in Frage kommen, nicht die Rebe. Dr. Davib äußerte bei bieser Gelegenheit — vielleicht war dabei der Wunsch ber Vater bc» Gedankens — er sehe mich vielleicht zum letzten Mal auf diesem Platz. Nun, ich bleibe solange, als mir da» Vertrauen Seiner Majestät bes Kaiser» z u r Seite hebt und a I S b a s mit meinen* Gewissen verträglich i ft. (Bravo! rechts » Wenn eine dieser beiden Voraussetzungen hinfällig werden sollte, fo werde ich leinen Augenblick länger bleiben. Darüber fönin-n bie Herren beruhigt fein Parlamentarische Schwierigkeiten können mir meine Au'qabe erschweren, fie entbinben m i ch aber nicht von ber Pflicht, solange mein schweres Amt zu verwalten, all dies ' r Wille Dr * Kaisers ist. unb ick glaube, damit den Interesien de» Lande» zu bienen Damit ist für mich bie Erörterung über dieses Thema abgeschlossen. Nun hat her Ahg David aber auck in einigermaßen weitschweifiger Weise (Unruhe link») sich wieder verbreitet über da» berühmte Thema Kamarilla. Er meinte, er fei neugierig, ob ich e» wagen würbe, bie Eristenz einer solchen Kamarilla bei uni heute noch zu bestreiten. Nickt nur bestreite ick die Existenz einer solchen Kamarilla an unserem Hofe, sondern ick weise die- Gerede mit allergrößter Entschiedenheit zurück. (Sachen Imffl) Sie sollten auf- hören, ewig mit dieser alten See schlänge zu operieren. (Heiterkeit.) E» gibt bei uns feine Kamarilla, unb wenn e» eine gäbe, so würbe sie keinen Einfluß haben. Daß ein Minister, der lüJahreim Ämte ist unb beinahe 9 Jahre Reichskanzler ist, viele Gegner hat, darüber können Sie sich doch nickt wundem. (Heiterkeit.) Ta gibt c6 die Enttäuschten, denen man beim besten Billen nickt all- Wünsche erfüllen kann (Lachen recht», Pause, große Heiterkeit link» , dann die Ehrgeizigen, die flem selbst Minister oder Reicklkanzler werden machten (Emeute Heiterkeit). Dazu gehört aber nicht mein hochverehrter Freund, der Statthalter von i^sas- Lothringen Gras Wedel, von dem Herr r. Olenhu'm gesprochen hak. Ta gibt es die Fraktionen, denen man nicht alle Wünsche erfüllen kann, und bie in einem Lande, wo die Regierung nicht auf eine einzige Partei eingestellt werden kann, natürlich immer mehr oder weniger bie» oder jenes am Reichskanzler au »zu setzen haben werden; und je länger einer Reichskanzler ist. um fo stärker schwill! dieser Ehor der Racke an Große Heiterkeit.) Die» Schicksal teile ick.mit mei nem großen Amt-vorgängcr. Aber auf Se. Majestät ben Kaiser unb König haben solche Machinationen gar keinen Einfluß, unb an seinem Hofe wirb solchen Intrigen kein Vorschub geleistet. Ta gibt e» sehr aufrechte und tüch- ttge Männer, die ihren Kaiser und König nach bestem Wißen und Gewißen dienen unb die Intrigen verabscheuen (Zums: Eulenburg!) Und unser Kaiser ist ein viel zu gerader und cinsichtödollcr Mann.alsbaß man ihm mit j o I efi c ii Einflüsterungen beilommen konnte. 35un hat der Abg. David so gesprochen, als tvenn ich neulich in meiner Rede im '.1 bgeorbnctenbaufe ein neue» Sozia» l i st enge s e tz in Aussicht gestellt hätte. DaS hat mich eigentlich nicht iibcrtafdiL denn bic sozialdemokratische Preße hat ja schon fogleick) nach meiner damaligen Rebe in hohen Tönen unb in großen Tiraden mobil gcrnackt gegen da» angeblich bevorstehende neue Sozialistrngcsetz. Im .Vorwärts' la» ich damals: ..Sckmack iitzer Schwach! Der Blockkanzler, der Kanzler von Gnaden de» Liberalismus, der kapitalistische HauSinciet (Gr. Htkt.) hat den Mut gehabt, neue Ausnahme, gcsetze gegen bic Sozialbemokratie anzukündigen. Seine Rede war ein Appell an bi. Bajonette, ein Aufruf zum Staatsstreich." Ick) bin ja gewohnt, baß man im politischen Leben den Gegner — auch den Freunb. ist mir auck schon borgclommcn (Htkt.) — bcfcmbcH nach dem bewährten Grundsatz: Legt ihr nicht au», so legt ihr unter! Insofern hat mich die Auslegung meiner Worte durch bic sozialdemokratische Preße nicht überrascht. Wenn mar einzelne Sätze aus dem Zusammenhang reißt, fo kann man \a ungefähr ba» Gegenteil von bem l*eweisen, wa» gemeint ist. Jebci unbefangen: Leser unb Hörer muß aber auch über meinen damaligen (Sebanfengang feinen Augenblick im Zweifel geivesen fein Ich habe mir meine Rebe geben laßen; waS habe ick gesagt? Ich habe gegenüber ben Wünschen nack schärferem Vorgehen gegen bic Sozialbemokratie hingewiesen auf bic früheren fruchtlosen Versuche. neue Maßnahmen zum Schutze ber öffentlichen Orbnung burckzusohen. Ich habe mir zu eigen gemacht bic vorzüglichen Ausführungen des Grafen Tr. v. Eulenburg im Herrenhaufe, baß schließlich da» Rüstzeug ber geistigen Waffen gegenüber ben rohen Mitteln ber Sozialdemokraten nicht genügt. Ich habe die strengere Handhabung der gesetzlichen Bestimmungen vorläufig für ausreichend erklärt und schließlich gesagt: Worüber wir nnS klar sein müßen, ist, daß ein Vorgeben aus gesetzlichem Wege unb nun gar mit polizeilichen Mitteln k c i n A l I b e i l m i t t c 1 ist. (Hört! Hört!) Sie werden mir zugcbcn. daß diese Worte sich vollkommen decken nut den Anschauungen, die ich stet» über die Bekämpfung der Sozialdemokratie vertreten habe. Aus diesem Zu- sammenhang hat man herauSgeriffen ben Satz: El ist mögli». daß die Regierung im Lause ber Zeit genötigt fein wird, ber Sozialdemokratie gegenüber bcu Weg ber Gesetzgebung zn beschreiten (Hört! Hört! b. d. Soz.) In. wer wallte denn an der Möglichkeit zweifeln? fSachen b. d. Saz.) Ich habe hinzugefügt. ick halte unsere Gesetze für vollkommen aulreichenb (Hört! Hört!), nur mäßen sie mit Ernst und Nachdruck durck^esähri werben. Wenn Sie aber fortfahren, die Leute auf die Straße zu hetzen — daß Dr. David nicht dabei fein wird, daran ztociflc ich keinen Augenblick (Heiterkeit) —, wenn S c bei jedem Anlaß die natrr- ralcn Empfindungen der großen Mehrheit des deutschen Poll" verletzen, wenn Sic die Wahrzeichen unsere! Ruhmes durch Gassenjungen in den Kot schleifen lassen vor den Äugen deS AuSlandc. — der Avg. David hat gemeint, ba» könne man seiner Part.-i nickt zum vorwurs macken, ja, welcher Partei gehörten denn diese Tumultuanten an? Da» waren dock keine Agrarier (Heiterkeit) —, wenn Sie bei jeder Gelegenheit bic Armee, unseren Schuh und unseren Stolz, angreifen, bann werben wir solche Eingriff« in bic Sicherheit bei Lande» mit allen unS zu Gebote stehenden Mitteln zuruckweiien (Sehr wahr!) Sollten diese Mittel nickt aulrcicbcn. sollten Sie eS schließlich wirklich zu revolutionären Erhebungen bringen, fo werben sich die bürgerlichen Parteien mit bet Regierung zu- sammensckließen und erwägen, wa» weiter an geschlichen Maßnahmen notwendig ist. (Beifall.) lind nun will ich dem Abg. David, der ja seine Rede mit einem schönen Zitat gefefiloffen hat obwohl er mir vorwirft, baß ick zu viel in Zitaten macke (Htkt.). ihm will ich, nachdem ick seit längerer Zeit nicht zitiert habe (Große Heiterkeit), auck ein Wort widmen, tcal ich gerade gestern abenb bei Gocthc gelesen habe. (Heiterkeit.) Do» Wort lautet: ^l^csctzgcber ober Revolutionäre, die Gleichheit unb Freiheit zugleich versprechen, finb Phantasten ober Schar» latane" — damit meine ick natürlich feinen Anwesenden. (Heiter, feit.) Im übrigen empfehle ich bem Abg. Davib: Lesen Sir Goethe! (Heiterkeit.) Nun wenbe ich mich zu ber Frage, bic heute im Vordergrund der Debatte ftanX zur Finanzreform, namentlich zu einem sehr wichtigen Teil dieser Finanzreform, nämlich zur Besitz. steuer. T-a hat sich nun der Abg. Tavid mit vielem Behagen verbreitet über bie Gegensätze, bie in bieser Beziehung bestehen sollen zwischen "ber Reckten unb ben Agrariern unb zwischen mit. ?ch habe gestern gesagt, daß bie äußerste Linke einige diplomatische Talente enthielte, vielleicht hat Herr David mir beweisen Wollen, daß er auch gewiße diplomatische Talente besitzt, unb ba er meiner bescheidenen diplomatischen Befähigung ja einige Anerkennung tonte, so würbe ja vielleicht auf ihn jurüifgegriffen werden können, bei bem oft beklagten Mangel, ber in umeter Diplomatie herrscht. (Heiterkeit.) Ick kann allerdings nicht verschweigen, daß die Art und Deii« der Tiplomabc, die Tr. David in diesem Falle trieb, bock mehr eine Diplomatie des ancien regimc ist. fine Diplomatie, bie üblich wat in her Zeil bet Äab:ncttlpolihL Ter Abg. David, ber treibt bk Taktik, bic Politik ber Sckadenfrcvbe. bie ick gestern verurteilt habe, bie Poli - t i k des tertias gauden* Daraus falle ich nickt herein imb ick denke, daß bk Agrarier unb die Konservativen auch nicht darauf hereinfallen werben. Nun mochte ich über bie Frage berBesitz'teuer Da» Folgende sagen. Es ist davon gesprochen werben, baß ich in bieser Frage — ich weiß wirklich nicht einmal. war e* Herr David ober Herr Haußmann, der da» gesagt hat ((Br. Htkt.) —. daß ich in dieser Frage der Be- sitzstcuer um gefallen sei. Mit dem Sorte um fallen sollten wir doch sehr Vorsichtiz fein. inzelncn Lite hierbei beteiligt sind und bemertt. daß 75 jähriges Jubiläum der i. und mit großen O^agcn in höchst inangelha'ltr und deiekler Fuf bekleidung irolidt, die zu Dem wnsttgen eleganten .'i ußeren te krassem Gegen,atz stehl. Die größte Furcht man ;ebod) vor der» JJfau. Ec bat nach der abergt -ubiidnn Ansicht ter i-nghidKi Schauspieler einen bösen Blick Eine Sdjaufpiekriii, d.c Du )un.' zu i Diel en hat, würde niemals mit dem Vogel Jupiters auf der Bühne erscheinen Za. als vor einigen Jahren ut London em neue» Theater erdffnei wurde, bei dem die leubrüstnngen mtt gemalten Pfauen geschmückt marnt, weigerdir sich die 5d • a'plder, aufzutreten Ev blieb ntchtS anderes übrig, als den 3d;mud roitbu von den Uogcii zu entfernen. in 1908 zurückemvsanaen 167 581,49 Daher mehr ausgelieye Ute gelegt hat. Eine große ... . . . „ das ein Bähnenmiwlitt» beim Debüt getragen bat Diese schuhe werben r-l« toübai rf Talisman sorgfilttg aufflehüben und in allen 1,'eben-wgen. bt besonders icfyivimq und prekir jind, anoeiojien. Daher kommt rs and., daß man in England nicht seldn 3(haufptelcr rm 9iu’ Regen Bew. ptmmri nusqciichen (nach Bcrückfichligunq der vorjährigen Uebersichl bei den Gemeinden Hausen und Ruttershausen) in 1908 wurden zurückempfangen aber nichts ausgelichen hiernach Stand Ende 1908 An Private gegen Bürgschaft von Privaten waren ausgeliehen Ende 1907 Ausgeliehen wurde in 1908 nichts, da-- gcgen zurückempfangen Stand Ende 1908 An Hcldbereinigungegesellschaflen waren Ende 1907 ausgeliebcn auSgeliehen neu in 1908 75 900,— Mk. zurückcmpfangen in 1908 91 401,76 „ Sonach Stand Ende 1908 Gegen Hinterlegung von Wert- v a p i e r e n u n d e e d. -k a u s b r i c f c N. Stand Ende 1907 in 1908 neu ausgelichen 3 772,— Mk. dagegen ziirückemptangen 47 149,69 „ Hiernach Stand Ende 1908 (^ffeften waren Ende 1908 angelegt nominell _ _ 641,45 "234,78 angekaust für 30 000 Mk. 3 200 „ Znsgesamt sind 1909 Ende 1907 betrug Daher mehr Diese Erhöhung ist 4) für Prämien an Dienstboten k) für Prämien an Sparer MeteorolofliidK Beobachtungen der Ltatiau ließen. vod)ite Temperatur JheDnflftc , auSgeliehen Ende Hiernach Stand Ende 1908 2. An Garantie-Gemeinden waren Ende 1907 ausgclielien Dazu in 1908 auSgeliehen 289 000,— Mk. 67,65 Mt verrechnet habe werden rrnäfen Lor 21 Jahren, older Vorsitzende in Diensten der Sparkasse trat, habe der Einlagebestand rund 3 Millionen und Ende 1908 nahezu 151 j Millionen Mark, also das 5sache betragen. Sämtliche Bisitatwnen der Sasse seien ausnahmslos mit ausgefallen und die von der Lberrechnuirgs- tammer geprüften Rechnungen zumeist ohne jede Bemerkung und ohne, bat; sich ein Abschluß geändert habe, abge'chlonen roorbat Von Ausarbeitung einer Festschritt sei abgesehen worden, weil der Vorsitz nd. erst vor 6 Jahren beim Einzug in da- neue Gebäude die Geschichte unserer Lasse heranSgcgeben habe. n) durch Ausleihungen 428 814,77 Mk. b) durch Ankauf von Wertpapieren um 26 800,— „ c) burd) Bankguthaben 47 940,— ,, Für Unterstützungen werden au-5 dem bcunfliot: 1000 „ 870 „ Zus.: 25 759 Mk. so daß der Stand Ende 19Ö8 beträgt 9. Im Lottto-.storrent'Berkehr mit dem Bank- imn-3 Stand Ende 1907 Schuld In 1908 wurden angelegt 956 753,74 Mk. dagegen zurückcrhoben 894 605,99 Stand Ende 1908 31 900,— Mk. 850,— „ 32 750,— Mk - Gießen, 30. März. 1n 2* deVrkSsparkasse Gießen berat Eröffnung am 19. März 18.44 statt-and. raerte am 27. I. Mrs. in dem Festsaale der hol’eren .Ptabd-eindnile ihr 75iähriges Bestehen dem Vorsitze des ^ncttors Doering abgehalten. 3n feiner ^rotfnungsansprache totes berulbe darauf hin. daß du Bcztrkrsparkatw^^tctzen deute au einem Markste n in der 1 Ucbei|idn fei zu entnehm i. meld) große Summen an Spur Einlagen der Ma||e anpci-raut > . -en und daß dadurch, tow« Durd. den von ... jh.unnn an ihrem Teile dazu k teu n habe. d:. io.taten Zustande ,u beifent. Bon unteren durfte auch wo sein, idoiii darauf Inngen-teiat werde, bau uite Veruntreuung b itcb einen Beamten nie stattgefunden habe und als uneinbringlid) mir 1 Potz.u mit , 2 der Aticeschule daf. 2 000 „ iflfhir Unterbringung skrofulöser Linder in dem M Elisnbethhaus in Bad-Nauheim zwecks Gedrauch- fF einer Badekur 62 147,75 „ 17 94Ö,—"Mt 605 808,38" M. 30. März 4-13.5*C. 30. , = -j- 8,2'C. Stelle in ^.'ang-Göns eingcgangei: und in Wieseck eine zweite Sammclstcllc errichtet worden sei. An Heimsvarbüchsen sind bis jetzt 275 Stück ausgegeben, die seit Beginn der Ausgabe (Oktober 1907) eine Summe von 10 982,94 Mk. al- Spar- Einlagcn erbrachten. Der Scheckverkehr wurde von 28 Personen benutzt, wovon drei abginaen. so daß noch 25 Personen diese Einrichtung benutzen. Dem llebertragbarkeitsvcrkehr haben sich von 34 Lassen in Hessen nur 14, darunter die hiesige, angcschlossen. Bezüglich des AuSleihegeschüfts wird daS folgende bemerkt: 1. Ende 1907 waren gegen Hypotheken ausgeliehen 13 265 610,94 Mk. in 1908 neu ausgeliehen 445 183,33 Mk. Eingesandt. (Prür Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt tue Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Eine der erfreulichsten Er'd'einunaen im W.-müt6lebcn des Menschen ist dessen Rücksicht na Hine auf seine Uukgebung Man kann ßclwit ote Art, wie jemand seine Mitmenschen behandel), als Maßstab fi-r seinen Bildungograo Miiehei, 3n unterer heutigen Zeit aber, her Zeit des Herrenmenschen, suchen oicle thr "-ige^ Ich. ihre eigenen Interessen in den Vordergrund zu nellcn, un- befummelt darum, rvie ihr Tun auf di. '*n wirkt. Welche Zumutungen ost an die Na, idu bene gest. ill ivcrbm. die nicht zu Uedermen'cheit ncttTrn, weiß jeder aus Eriahrung. -- reute sei auf einen Mißstand aufmerksam gemacht, bei jioai scho« oft gerügt mürbe, aber immer mfeber in die (Srfdx'nung tritt da- Rauchen an Orten, ivo eS nicht statthaft tst Hierzu sind m erster Linie geschlossene Räume tu zählen. ,n beim Vorträge, ston-erte unb dcryl Veranstaltungen Halt finden 3chon auS Eounvisie auf die bei foldrn Gelegenheiten oft cinodcnbri Tarnen, namentlich aber auch in Rücklicht auf dv Hortrc-rrnbrn reu die MiNvirkcnden sollte bas Rauchen unterbleiben, ob«' baß auf bem Programm oder durch Anschlag ezgcns darau' aut merksam gemacht wird. Auch viele Ange.'wrrge des mrrk^n Ge schlechtS stimmen mit Pws. Tr Slöker überein, der in ieüem sehr lesenSweNeu Buche: Gesundheit und Erziehung. bai Saba! als einen ekelhaften Lunverdcrber bezeichnet Es sollte im Fv tereile des guten Tone« die Anschauung in weite Botk-kreife dringen, daß do- Rauchen eine Freiheit ist, von der man judx allevort- Gebrauch machen darf. —£ 5. Wettstreit deutscher Männergesangvereine zu Srantlurt a M. Wir geben nachstehend die vollständige Liste der am flaifer- vreisstngen leitnehmenden Vereine nedsl den von tbnen gewählten (5hören. Es |tnb im ganzen 35 Vereine mit 7199 Sängern (ein Verein war nachträglich zurückgetreten). Tie Vereine Und lolaende : 1. Cberbamiet Sängerham, 233 Sänger, (1. Reiters Moraenlied Ad. Kirchl; 2. Die Allmacht, V. Bachner). 2. C.uarteti-t'erein Düsseldorf, 167, ennanta daselbU Tic hiesige Mannschaft spielte in jeder Beziehung überlegen uni geivanu nach Belieben. 11:0 Tore lautete das Endresultat für in 1908 Aurücfenwiangcn 78 773,17 „ somit mehr ausgeliehen_________________ Stand Ende 1908 An Äirchcngemeinden deö Bezirks waren Ende 1907 auSgeliehen in 1908 neu ausgeliehen 1000,— Mk. in 1908 zurückempfangen 150,— „ Stand Ende 1908 ui für Krankenanstalten, Krankenpflege ufro, bi für Kleüikinderschulen c, nlr Rcttungshauser und sonstige Anstalten d) für Lehranstalten ej für sonstige Vereine i) zur Verwendung für gemeimiutzige Zivecke g) als 3itbiläuui»flabe als emmahaer Beitrag 1. brm Theresensäuglingsdeim in Erwähnt möge ferner noch sein, daß die gleichfalls zum Ausdruck gebrach.e Ansicht, daß bie Wertveranichlaiuiig des 0runbbc|’.Be> durchtveg viel zu hock' fei, nicht richt ja fein dürfte. Es geht dies ans dem Umstand hervor, daß fast sämtliche bk setzt eingelaufenen Berufungen sich gegen eine zu geringe Wertbemessnna richten und nur in wenigen Fällen wegen zu hoher BeratUagung Einspruch erhoben worden ist. ____43377 69 „ " 408 814,71 Mk. 143,— „ 1 335.— Mk. * Staumcitec für ben Rhein Die Luiidwirtschafts fammer der Rhein Provinz richtet an beit Cbcrpiäiibeiitrii eine Eingabe, worin sie im Intereii'c der Landuunichasi gegen cm weitere Vertiefung der Stromsohlc dc>> Rlh>ns protestiett. da Iji-rburd) die Entwässerung weiterer Landstriche zu befitntzen sei. Die Kanmier l;at weiter ein Projekt vorp-legt. da», fcic An läge von Stauiveihcru läng- des Rheins vvrsieht, die UebcrfAmnn rnungen verhindern und da- Hocknvasser durch großzügige Einleitung in die Felder der Landwirtschaft nutzbar machen sollen. * Schauspiele ra berg lau ben. Bekanntlich spielt der 11,111 !vit rrfkiu- spreler und Sd:attioi.lcrinnen scheinen aber nach den 'JJiitteiiunqen eines Londoirnr Blatt.s in ganz besonderem Masi - ab. rjldubtfd) tu fein. So gilt es in englischen 2)übncnftcnai für sehr vcriiängNlSvoll, wenn jemand einen Rettrnsdrirm au> den 5d u tbnid) des He- gisseurs legt. Dann ist bic^ na».; mühevolle Arbeit, d.e mai an die ^nizoiiernng eines Stückes gciv iibct I it. uvnonst aetaii .stein englischer Schausprclcc wird aus der stulisse auf btc oter treten, ohne dost er sorg fällig ben A-rmel des linken Armr« rhra» zurückgeschlagen unk» i Rolle spielt ferner das Pm Daß die Großh. Bürgermeisterei gleichfalls nicht auf dem Standpunkte steht, daß Straßcngcländc urinzipiell von der Bewertung auSznschließen sei, geht aus dem Umstande hervor, daß sie in der von ihr eingereichten Erklärung für einige Straßen Vermögenswerte, zum Tell recht erhebliche, eingestellt Hat. Während Großh. Bürgermeisterei allem Anscheine nach nur solche Strastenparzellen bewertet hat. die nach Maßgabe des ihr bekannten Bebauungsplanes in absehbarer Zeit zur Veräußerung gelangen können, hat ftch die Beranlagiuigskommission mehr aus den allgemeinen Standpunkt gestellt, daß, ba nicht vorauszusehcn ist, welche Aenderungcn int Lause ber Zeit eintreten und welche Straßcnparzetten oder Teile derselben zum Verkaufe kommen können, eine Veranschlagung für sämtliche Parzellen ange- zeigt ist. Sie hat damit Vorsorge getroffen, daß in allen Fällen die Grundlagen für eine Veranlagung gegeben sind. Was bie Höhe ber Wertveranschlagung des Straße geländes nnlnngf, so lönneit hier ja die Ansichten leicht ciuseinandergeyen, da diese Bewertung eine äußerst schwierige ist infolge Mangels htureichender SchätzungSunterlagen. Angeführt sei hier nur, daß es nicht richtig ist, wenn behauptet wurde, daß das Straßengelände in gleicher Höhe wie das anliegende Baugelände bewertet worden fei Die Bewertung war stets eine geringere unb bewegte sich zwischen Vs bis höchstens Vs des Wertes des anliegenden Geländes. Wenn im übrigen bei den Verhandlungen auch die Ansicht vertreten worden ist, daß die stattgehabte Beweriung des städtischen Straßengeländes unter Umständen eine steuerliche Belastung der Gemeinde herbeiführen könnte, so ist dagegen zu bemerken, daß die Gemeinden zur staatlichen Vermögenssteuer überhaupt nickt zugezogen werden und daß somit die Bewertung des städtischen Besitzes in dieser Bc^ ziehung belanglos in. Und wenn cs wirklich dazu lammen könnte, was jedoch kaum anzilnehmen ist, daß eine stiatlichc Grundsteuer wieder eingeführt würde, etwa in der Form einer Grnndvermögenssteuer, so würde doch der in der Steuergesetzgebung stets festgctwliene Grundsatz, daß öffentliche Straßen. Plätze usw. steuerfrei sind, auch fernerhin beibehalten werden Wie dieser Grundsatz bereits in dem Gesetz vom 13. April 1824, die Vollendung des Zminodiliar- kai^ters betr., das jetzt noch bezüglich der Gemeindesteuer gil. und früher auch hinsichtlich der Staatsstener Gültigkeit halte, zum Ausdruck kommt, so ist er auch in dem Entwurf für das neue Gemeindesteuergesetz festael)alten worden, indem nuck hier in Art. 3 bestimmt ist, datz die bem öffentlichen Verkehr bienenden Straften, Wege. Plätze und Anlagen ber Grundsteuer nicht unterliegen. Die vorgenommene Bewertung des Straj kann sonach zu einer steuerlichen Belastung de nicht führen. Der Borne,ende gibt hierauf zu dem vorlöu'igen Abschluß für 1908 zunächst bezüglich ber Einlagen nähere Erläuterungen. Darnach betragen bi Einlagen Ende 1907 -- 14 857 570,08 Mk. 213 104,01 Mk. 15 501,76 „ 197602,25 Mk. Bramback). 11. Wiesbadener Männerqeiangverem, 184, iBella»«, Reumann). 12. Rreupiacbcr 2:cbfrtafcC 181. (1. Heimweh I S 154; 2. Ter Jager aus R.L 13. Liederhalle Karlsruhe, 190, 1. Sturm- beickwörung. Job Turnier; 2. Wohm mit bei jrcub, Lilcher). 14. Sängerckar d. Tuinoereins Ove:,dach. 200, (1. Fniblir:q-lleb, C. M. von Weber; 2. Ptärpiacht, K. Kicazei). 15 .Rheinland' Koblein. 224, (?) noch nicht bekannt. 16. Colomben (rlbeddb, 267, (Tie Allmackk. V. Vatfcneu. 17. Gelsenkirchener l' anncraclan,'.- verein. 225, (Rordmännerli-d, Slurm». 1H. .Frobßnn-, Mülhem, a./Rubr, 21-9, kl'laienzelk, Rietz). 19. .Einigkeit', Bochum, 2IS, (1. Tie Allmacht, B. Lachner; 2. l?eU in« ncn’ter. Kremier- 20. Knivvicker L'iannergesanaoereni .Gemeinwohl- m Eüen a Ruhr, 279, (Zbalatta, Heuler). 21. ü'lännergdangvcrem Eelsenkircken, 164.^ ülblöiung, Hutter). 22. .ÄonfoiOta** Ef'en cvRnhr, 265. (L Fndencus Rex, Löwe; 2. Berlafien, Kojchati. 23 .Schlägel unb Eisen-, Bochpn,. 249, (Scbniud)t, Schüben». 24. Sänger- Vereinigung Greklb, 230, (Itianuinq vor bem Rhein, Neumann». 25. Duisburger Säue,erbund, 189, (Tie Meere-Lsiiinmen, L‘.Ätmytet). 26. Liedenakel M.-Glabdack, 208, i?) noch nicht bekannt). k7. E.c- lelder Sängerbund,232, Stunnerwachen,Neumann'. 28.®rtaonu«e, Vordeck, 185, (Sturmerroadien, 'Jleumanni. ,29. .Konkordia'. Aachen, 204, «vergebliche flucht, H Sni». 30.- .vannonia*, 9lad)en, 213, (1. Tie Rose stand im Tau. Schumann; 2. Pilger- chor, R. Wagner) 31. Gelienkirchener Sängerveremigung, 169, (?) noch nicht bekannt). 38. Berliner Lehrergesangverem, 282, (1. Ruhe schönste« Glück, Schüben; 2 . üyows wilde 3aad, C. TL v Weber). 88. Berliner Sänqerverem (öäcilia Melodia, 139, (Gnädig und barmherzig, Groh'. 34. Sortnumbcr Müunergelang- oeiem, 284, (1. Ta« deutsche Lied, Rallirvoba; 2. Öincia. Abt. 85. Lebrergesangoerein, Dortmund, 283, (Das deuliche Uteb, von Zur Stage 6er Srundftückreinschätzung wird uns geschrieben: Mit Bezugnahme auf die Verhandlungen in der Stadt- verordnetensiyung vom 25 o. Mrs. über die Neubewertung des Grundbesitze-: für die Äertzuwachsfteuer sehen wir uns zu folgender Erklärung veranlaßt. Bei der Neubewertung des Grundbesitzes der Gemarkung Gießen, die für die Zwecke ber Wertzuwachsi'teuerveranla- flimg flattfanb, wurde auf Wunsch Gcoßh. Bürgermeisterei auch eine Bewertung des städtischen Grundbesitzes vorgenommen, obschon eine »olche mit Rücksicht daraus hätte unter- bleiben können, daß eine Wertzuwachssteueroeranlagung des zum Verkaufe gelangenden städtischen Geländes ohne vrak- tische Bedeutung ist, ba diese Veranlagung für die Stadt doch, nur zu rechnungsmäßig sich ausgleichenden Einnahme- und Ausgabeposten führt. Tie Bewertung des Grundbesitzes, bei welcher der Wert am Tage des Inkrafttretens des £ru- statuts (8. März 1908« fest'ufte!len war, wurde auch auf Straßengelände, öffentliche Plätze ujro. ausgedehnt. Es g> jchab dies lediglich in der Abilcht, Den Wert dieser Objekte für den Zeitpunkt des Inkrafttretens des LrisuatutS festzulegen, damit bei einer etwa künftig eintretenben Veräußerung von Gelände dieser Arr die Grundlagen für die Wert- zuwachssteuervermilagung ebenfalls gegeben waren. Wenn auch im allgemeinen eine Veräußerung von Straßengelände wenig vorkoinmk, so ist doch die Mi.-glichkeit einer solchen nicht ausgeschlossen, da sie jederzeit bei einer Verlegung von Straßen, vei Straßenrcgulierungen usw. prattisck werden kann und wiederholt schon praktisch geworden ist Die deshalb vorgenommene Wertveranicklaaung des Straßengeländes war somit geboten, sollte auch bezüglich des städtischen Geländes die Wertzuwachssteuerveraniagung in ordnungsgemäßer Weise durchgeführt werden Hätte man sich nun mit Rücksicht darauf, daß eine Veräußerung von Straßengelände nur selten vorkommt, dazu bestimmen lassen, dieses Gelände als wertlos zu lataftricren, fo hüll' im Falle eines späteren Verkaufs der gesamte Berkailfspreis der Wertzuwachssteuerveranlagung zugrunde gelegt werden müssen, während die von der Veranlagungskommission ent sprechend den gesetzlichen Bestimmungen vorgenommene Fest legung deS Wertes, den das Straßengelände bei einem eventuellen Verkaufe am 8. März 1908 gehabt haben würde, nur die Dtfferetizbesteuerung zwischen diesem Schätzung^ werte und dem VerkanfSwerte nach sich zieht Tatsächlich besitzt ja auch daS Straßengelände wie jedes wirtschaftliche Wut einen Wert, wie sich dies auch hei jedem Verkauf städtischen Straßengeländes zeigt. Mitunter sind cs recht erhebliche Preise, die in solchen Fällen bezahlt werden. 4. An Private gegen Bürgschaft von Gemeinden waren Ende 19Ö7 März 19U9 Baioineicr nut 0' reduziert Temperatur der Vu