eptember 1909 Donnerstag 9 Erstes Blatt 159. Jahrgang Die heutige Nummer umfahr 10 Seiten. vorgeführt werden. Nr. 211 >er Siebener Anzeiger -scheint täglich, ander 5onntofl3. - Beilagen: viermal wöchentlich liictzenerZamilitnblätter; roetmal wöchentl.Ureir» attsür den kreir Siehrn «Dienstag und Frenag); meimal monntl. Land- lAkstchaftliche Stilfragen ?ernsprech - Anschlüße: ir die Redaktion 113, Verlag u. Expedition 51 Adresse iür Depeschen: Anzeiger Gießen. Hinahme von Anzeigen Lr die Tagesnuninier iS vormittags 9 Uhr. ■ Vezugsprei >: mo>iatlich75W.,viertel- • nlich Mk. 2.20; durch ’Jlbljole- u. Zweigstellen monatli* 65 Pf.: durch die Post SDtt.2.— viertel- jährl. ausjchl. Bes'.ellg. ZeileirvreiS: lokallöPi^ auswärts 20 Pjennig. Ehesredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; für .^enille- ton' uiid „Vermischtes^ K. Neurath; für.Stadt u. Land- und.Gerichts- umfahr in flottem N'tge m°hr^ GebSnde der Stabt, unter anderen die LHrrsmdk-rche Bonnattnstirche und die Alicekaserne, und wandte sich erst nach Engerem gtoTTÖüerieren dem kleinen Sande zu. einige Zeit, und senkte sich dann in ipiralformigen Den^ düngen Dicht über den: Boden nxnf die berd n-vier Zentner schweren Landungstaue M sch^ des Regiments 117 zogen das Luftschiff zu unter brausendem Jubel sehr glatt landete. • rt Während der Begrüßung wurde der Ballast erneuert uno das Luftschiff versuchte, sich nach fast einswndigem ^llen halt vom Boden zu erheben.. Es hatte ledocy zu viel Mülast cn Bord genommen, und erst als em ^l ents, war, erhob sich das Schiff in glattem rMge h ff ff in die Luft. Nachdem es noch mehrere Male über ow Stadt geflogen war, roandte es sich m der Achtung nach Frankfurt und entschwand in dem inzwischen e ng Debet den Augen der begeisterten Menge. Wenn auch der Flug des P- III ruhig und bestimmt zu geben." Langenburg, 8. Sept. Deute nachmittag begab sich die Kaiserin mit den fürstlichen Herrschaften im Automobil nach Rothenburg an der Tauber. Morgen wird voraussichtlich deni Schlosse in Weikersheim ein Besuch abgestattet. . Langenburg, 8. Sept. Die Kaiserin traf um 11 Uhr 44 Mm. im Sonderzuge zum Besuche bet den: Fürsten zu -Hohenlohe-Langenburg hier ein. Der Fürst zu Hohenlol-e-Lmigenbura war der Kaiserin bis Blaufelden entgegengetahrm, wo er den Zug bestieg und die Kaiserin hierher geleitete. Zum Empfange Waren erschienen: Der Erbprinz und die Erbprinzessur von Hohenlohe- Langenburg, die Tochter des Fürsten. die Fürstin zu Leminaen und die Erbprinzessur zu Rieuß j. L„ ferner dre burgerlicl^ Kollegien mit dein Stadtvorstände an der Spitze. Am Bahiu>ow trugen zwei Kinder, ein Knabe und ein 9)läbd)cn,. in der Langes Vurgschen Tracht, je em Gedicht vor. Die Karierm zeigte ^rch durch die Begrüßung fel/r erfreut und küsste das kleure Mnochen sehr herzlich. Hierauf folgte die Fahrt nach dem Achlone; aus dem Wege bildeten Kriegervereine uno Sä)ulkrnder Spalier. .bie Stadt ist reich geschmückt. Um halb 1 Uhr fand im "L>chloslo Galatafel statt. _______________ mit ihren Fahnen. Auf dem Hauptplatze war der Berghäuerzug . postiert. Der alljährlich stattfindende Berghäuerzug, ein sarbeiu reiches Schauspiel, erinnert an die Tatsacl^e, daß Jglau einmal eine der bedeutendsten Bergbaustädte des Deutschen Reiches war. i Gegenüber hem Stadtkollegium mit der Stadtkapelle hatten sich aufgestellt: die Bürgermeister der deutschen Gemeinden und der Jglauer Sprachinsel, ferner der deutschnationale Verein, schlitzen- ; und Gesangvereine, die beiden deutschen Studentenvereine „Cim- bria" und „Jglavia", der Turnverein, Kriegerverein usw. Die Ankunft Kaiser Franz Josefs. Großmeseritfch,8. Sept. K a i s e r F r a n z I o s e f traf heute nachmittag um 1 Uhr auf dem Bahnhof em und wurde von den Vertretern des Landtags und der Stadt begrüßt. ^)er lauer fuhr an der Seite des Erzherzogs Franz ^rdmand durch die dichtgedrängten Spaliere, in denen die malerischen Natronab- lrachten besonders ausfielen, nach dem Harrachschen schloß. Nach der Ankunft empfing der Kaiser den Erzherzog Franz Ferdinand sowie den Generalstabschef Conrad von Hotzenborf zur Entgegennahme des Berichtes bet Manöveroberleitung. Um 2 Uhr begaben sich die Erzherzöge Franz Ferdinand und Karl Franz Josef, sowie der Statthalter und der Ehrendienst nach ^giau 3um Empfange des deutschen Kaisers. Das Wetter ist herrlich. Die Begrüßung. Groß-Meseritsch, 8, Sept. Der Empfang des deutschen Kaisers gestaltete sich zu einer spontanen herzlichen Begrüßung durch die gewaltige. längs der Jglauer Straße angel ammeüe Menschenmenge. Die Feuerwehr und die Schulkinder -davon viele in ländlicher Trackü, bildeten Spalier Als das Amonwbil des Kaisers im Stadtgebiete enttarn, erschollen Heil-, Slav^ und Hurrarufe, die sich aus dem ganzen Wege fortsctzt«i. Im Schloßhofe hatten sich zum Empfange eingesunden die Erzherzoge Karl Franz Joses und Leopold Salvator, die gesamte Manöverleitung, der Landeshauptmann Graf Serenyi und Bürgermeister Eermak mit den Mitgliedern der Gemeindevertretung. Kaiser Franz Josef in der Uniform des Kaiser Franz Garde-Grenadier-Re- giments mar in die Mitte des Hofes getreten. De Muiestaten eilten einander zu, schüttelten sich warm die Haiüre und küßten sich aus beide Wangen. Hieraus begrüßte Kaiser Wilhelm den Erzherzog Karl Franz Joses, der preußisä^ Husarenuniform angelegt hatte, und den Erzherzog Leopold Salvator herzlichst mit Handschlag. Hierauf nahm Kaiser Wilhelm die Vorstellung des Landeshauptmanns, des Bürgermeisters und der Gemeuide- Vertretung entgegen. Kaiser Franz Joses stellte dann die Herren des Gefolges vor. Am Fuße der Schloßtreppe wurdeder Kauer von dem Schloßhertn Grafen Har rach ehrfurchtsvoll begrüßt, der ihn dann nach dem im ersten Stock gelegenen Appartement geleitete. Alsbald erschien Erzherzog Franz Ferdinand beim deutschen Kaiser, um ihm die Mairöverdispchitionen milzuteüen. Kurz danach stattete Kaiser Franz Jvsef dem Gaste seinen Besuch ab und verblieb mit ihm längere Zeit wt Gespräch. Groß M e> erirsch, 8. Sept. .'Ocurc abend fand Hos- bincT statt. Vorher nahm der deuhche Kaiser die Vorstellung des rumänischen Generatstabschess, Generalleutnants Gratnicmno sowie von sechzehn sremdländischen Attackzös und zwei schweizerischen Stabsossizieren, die an den Manövern teilnehmen, entgegen, während Kaiser Fran z I o s e f den deutschen Bob- schafter v Tschirschky, den Generalstabsches v. Moltke und die anderen Herren des Gesolges des deutschen Kaisers sowie einige Militärattaches ins Gespräch zog. Die Magnaten weilten bis gegen 9 Uhr in angeregtem Gespräche und zogen sich dann m ihre Gemächer zurück. „ „ eine Nkberraschung für Kaiser Wilhelm. , Die Neue Freie Presse meldet aus Groß-Meseritsch: Der Erzherzog-Thronsolger wird dem Deutschen Kauer eine kleine ; Ueberraschung bereiten. Der Erzherzog wird mit Kaiser Wilhelm eine Automobilfahrt unternehmen und m einer Gegend, weit : entfernt von jedem Haus, dem Kaiser ein Frühstück anbieten : Während der Deutsche Kaiser seine Zweirel m d,e Mogl chkett i der Beschassung eines Frühstücks ausdrückt, kommt em n einer , mit allem Komfort ausgestatteter Küchenwagen nach dem Prinzip i unserer neuen Ärmeefeldküchen heran und in kaum - ) ..crnut^ vor sich geht, so macht er in seiner ganzen Beschaffenheit nicht den hohen Eindruck der Sicherheit, den wir bei dem Zeppelin-Luftschiff wahrnehmen. Außerdem ist er auch vermöge seiner Bauart zu sehr von den Einflüssen der Witterung abhängig, um dem Z. III gleichgestellt werden zu können. Aber immerhin ist das Parfeval-Luftsch^f eine großartige Erfindung, auf deren Besitz nur deutsche stolz sein können. Major Parseval Hut die ihm vom Kriegsministerium gestellte Aufgabe, einen schnell verpackbaren Lenkballon zu bauen, glänzend gelöst. Der Vergleich des Parseval III mit Z. III ist aber auch schon deslvegen nicht recht angebracht, weil der Parsevalballon eigentlich nur für Sportzwecke gebaut ist und nicht für Dauerfahrten lü1£ Borddes Luftschiffes befanden sich 8 Herren unter Führung des Oberleutnants Stelling, der die Fahrten leitet. Die Fahrt erfolgte im Bewerb um den von der Stadt Mainz ausgesetzten Preis von 2000 Mark für einen Ballon, der während der Dauer der Frankfurter Ausstellung in Mainz landen würde. Frankfurt, 8. Lept. Ter Parseval-Ballon ist von seiner Fahrt nach Mainz zurück gekehrt und um 7 Uhr 15 Mn. auf dem Flugfelde glatt gelandet. Wie Oberlentant Stelling mitteilte, wird der Parseval- Ballon am nächsten Sonntag zu einer Zweiten Landung nach Mainz kommen, um sich auch den Nebenpreis des „Mainzer Anzeigers" von 500 Mk. zu sichern. Die Rivalen doof und peary. Es war gemeldet worden, die beiden Eskimos, die Cook nach dem Nordpol begleitet hatten, hätten beftrüten, den Nordpol gesehen zu haben. Das wird nun durch folgendeMeldung dementiert. Kopenhagen, 8. Sept. Ritzaus Bureau erhielt , den folgenden Brief'der Frau Dagmar Knud Rasmussen: In? Londoner „Dailv Chronicle" vom 7. September wird ge- & rieben, daß mein Mann Dr. Cooks Mitteilung. daß die beiden Eskimos, die ihn begleitet haben, ferner Behauptung bei- stimmen, daß er den Nordpol gefunden habe, dementint haben soll Tiefe Behauptung ist von Ansang an bis zu Ende unwahr Sie ist um fo verwunderlicher, als ick in einem interview mir dem Korreipondeinen des „Daily Chronicle" immer und immer robbet betont habe, daß die einzige Auslage m bieier Lache, Die überhaupt von ber Hanb meines Mannes vorliegt nur bie si ch er ste Ueberz eugung ausbruckt, baß Dr. Cook am Die Reformen in der dürfet Ohne Gelb wissen auch bie unternehmungslustigsten Jung- türfen nichts anzufangen. Heute wirb amtlich über Berlin mit- geteilt, wie bie neue türkische A n le i he von neben Mülionen türkische Pfunb verteilt werben soll. In Adana, das durch die letzten Greuel stark geschädigt worden ist, triselt es. Der armenische Patriarch will abdanken, wahrlchlnnlick, weil er mit Strömungen zu kämpfen hat, die mit bem jung tur iiftbcn. Regiment in Konstantinopel nicht ubereinittmmen. Bon ber neuen Anleihe sollen übrigens auch brei MUlionen für Abana de- ntinopel, 8. Sept. Der Ministerrat verhandelte heute über bie Demission b es armenischen P atr i- n r ch e n und beschloß, bie brei noch nicht vollstreckten Tobesuc^ile gegen bie Armenier in Gefängnisstrafen umzuwanbeln. Zuglew) wirb bie Pforte bcin Patriarchen Mitteilen, baß es »ich bierbci nicht um eine religiöse, sonbern um eine politische Frage hanble, unb baß also für bie Demission fein Grunb vor liege. Aut bem Patriarcksat erklärt man bas Vorgehen ber Regierung m ber Abanafrage für unbefriebigenb. Wenn bie Haupttckulblgen an ben Metzeleien nicht ernstlich beftraft würben, wurden mit dem Patriarchen die beiden Körperschaften des Patriarchats ihre Deniission geben. . Köln, 8. Sept. Ter „Köln. Ztg." wird aus Berlin von heute gemeldet: Der türkische Finanzmimüer setzte, wie amtlich gemeldet wird, auf Grund des Finanzgesetzes die neue tut- kftsche Anleihe puf sieben Millionen türkische Pfund zu einem Zinssatz von vier und Tilgung von einem Prozent fest. Der Ertrag dieser Anleihe wird wie folgt verteilt: Für die Gesellschaft ber Orientalischen Bahnen entsprechend den letzteii Vereinbarungen rund 19 Mill. Franks: sur bie Schulben bes abgelebten Sultans 12 Millionen: für außerotbentliche Subventionen, für bie burd) bie EreigniNe in Abana verurfachten Schöben 3 Mill., zusammen 34 Mill. Ter Rest bes Ertrages ber Anleihe soll verwenbet werben zur Nordpol gewesen ist. Mein Mann zweifelt nicht im geringsten und bittet Sie daher, die obige Behauptung zu dementieren. Brüssel 8. Sept. Dr. Cook hat den Direktor des Dbiec- vatoriums, wie die Blätter melden, telegraphisch benachrichtigt, baß er wahrscheinlich nicht nach Brüssel kommen werbe, oa er beabsichtige, sich bireft über Hamburg nach Amerika *u ^Pea^s Groll über fernen Rivalen Cook scheint sehr groß °U '9^e"roh or t, 8. Sept. P eary richtete an seine Fräst folgenbe Depesche aus Jnbian Harbour: Durch Stur; ausgehalten. Gräme Dich nicht über Cooks Geschichte. Habe ihn festgenagelt. Es gibt ani'djeinenb Gnglänber, bie bas „Lanb am Norbvol ben Amerikanerii nicht gönnen mögen, wie ber folgenbe groteske Vorfall im englischen Unterhaus beweist: Lonbon, 8. Sept. Im Unterhaus richtete Gilbert Parker an ben Ministerprösibenten Asquith bie Anfrage, ob man annehme, baß bas Lanb am Norbpol zu Kanaba gehöre, falls festgestellt werbe, baß Dr. Cook bie amerikamiche Flagge am Pol aufgepflanzt habe, nnb ob alsbann biefer Akt den Vereinigten Staaten irgenbein Reckt auf bie Besitznahme dieser Gegenb geben würbe. Der Ministerpräsibent erhob sich unter allgemeinemGelächter bes Hauses unb antwortete: In Erwiberung bes ersten Teiles ber Anfrage bemerke ick, baß, wie ich gehört habe, am Norbpol kein Lanb ist -Gelächter). Der zweite Teil ber Anftage enthält zu viel Hypothesen für mich, als baß ich eine befinitive Antwort geben konnte. Der erste Lorb ber Abmiralität Mc. Kennan erklärte im weiteren Verlaufe der Sitzung auf eine Anfrage, baß bie Aufträge für bie Geschütze unb bie Monierung für zwei ursprüngliche Dreabnoughts int Programm biefes Jahres unb für eine bet vier weiteren Schiffe biefes Typs erteilt seien. — Zur Entbeckung bes Norbpols. Natürlich werben auch eine Menge Geschichten über Cook erzählt. Eine bavon ist befonbers lustig. Sie stammt von einem Passagier bes „öanS Egede", der die erste Begegnung Cooks mit einem Europäer m der Umgegend von Upermvik angesehen har. Cook kam mit einer Hofe ans 'Mofchusochsenhaut unb Fuchspelz bekleibet an unb trat Den Direktor ber Kolonie, Kraul. „Woher kommen Sie?* fragte Kraul. „Vom Nordpol/ antwortete Cook. „So! ? Wirklich! ?' jagte Kraul, bann fügte ei hinzu: „Sie kamen bis zum Pol! ?“ „Jawohl/ sagte Cook. Neues Schweigen. Kraul beukt offenbar darüber nach, welches wohl die intereffanteftc Frage wäre, bie er an Cook richten kann. Plötzlich hat er’s gefunden. Er wendet sich zu bem Forscher unb fragt interessiert: „Sagen Sie, haben, Sie viele Läuse?' Stuttgart, 8. Sept. Der Kaiser hat gestern folgenbes Handschreiben an das Stuttgarter Stadtschuftheißeiiamt gerichtet „Ter fürstliche Ernpsang, der nur und der Kagerm, meiner Gemahlin, in der Hanpt- und Refidenzstadt des ichonen Sckwabenlandes bereitet worden ist, hat uns überaus wohltuend berührt und mit boljer Freude erfüllt. Bevor ich mute bie herrliche Stadt verlasse, ist es daher mein lebhafter Wunsch, allen Beteiligten hierfür meinen und der Kaiserin lierzlichsten Tank zum Ausdrucke zu bringen und bitte ich dies bekannt Halfer Wilhelms Antunst in Srotzmeferitfch. Es ist eine eigentümliche Fügung, daß mit der Reise Aseres Kaisers ins österreichische Manöverfeld der Beginn -ner mit Spannung enoarteten Verhandlungen zwischen deutschen und Tschechen in Oesterreich zusammentrifft, wo- mrd) ruhigere Verhältnisse namentlich in Böhmen geschaffen werben sollen. Wie wir berichteten, waren die Vorspiele ozu höchst beunruhigend und unersreulich. Wenn sid) eine rjelbung der „Frkf. Ztg." von heute als wahr und ungeschminkt erweist, die Jungkschechen hätten am gestrigen stZttwoch in einer Besprechung mit dem Ministerpräsidenten )^enerth erklärt, im böhmischen Landtage über die Anträge der Deutsd)en entgegenkommend verhandeln zu wollen, so >äre das ein sehr erfreulicher Begleitumstand zur Ankunft aiser Wilhelms auf österreichifchem Boden. Wir fürchten aber, zu hochgespannte Hoffnungen werden bitter enttäuscht i »erden. Die Ankunft Kaiser Wilhelms in Mähren hat sich ohne besonderen Zwischenfall abgespielt. In der deutschen 5tabt Jglau ist dem Kaiser eine sehr herzliche Begrüßung □teil geworden. In Großmeseritsch scheinen die Hurra- ifcufe schon schwächer geworden zu sein. Kaiser Wilhelm« Ankunft Jglau, 8. Sept. Kaiser Wilhelm traf heute nachmittag 4 Uhr auf dem festlich geschmückten Staatsbahnhofe ein. 'X'irf dem Bahnhof hatten sich zur Begrüßung eingesunden: Erzherzog Franz Ferdinand mit Gefolge, der dem deutschen i eifer iugeteütc Ehrendienst, Gencral-Kavallerieinspektor, General ter Kavallerie Ritter von Brudermann, der Oberst des General- iobskorps Eugen Hordliczka, der Statthalter von Mähren Frei- berr von Heinold, der Stationskommandant von Jglau. Mawr öcrrmann und der Bürgermeister Jnderka. Kaiser Wilhelm in bet österreichisch-ungarischen Generalsuniform entstieg dem Salon nagen und trat auf den Erzherzog Franz Ferdinand $u unb begrüßte ihn überaus herzlichst. Nach der Melbung des Ehren- ümstes des Statthalters unb des Bezirkshauptmanns trat *3 ü r g e r m e t ft c r Jnderka vor und richtete an den Kaiser folgende Ansprache: ' „Ew. Majestät! Freudig bewegten Herzens begrüße ick als Vertreter der alten deuftchen Stadt Jglau Ew. Majestät chrfurcchtsvollst. Geruhen Ew. Majestät bei ber Fahrt durch Die Stadt Jglau bie begeisterten Huldigungen, bie bie Bewohner Jglaus und der deutschen Sprachinsel Ew Maiestät erhabenen Freund und treuerprobten BundesgenoNen unseres heißgeliebten Monarchen barbringen, als Ausbruck ber Gefühle tiefster Verehrung unb unauslofchlicher Danibarkert allergnäbigst entgegen nehmen zu wollen." v . Ter Kaiser reichte bem Bürgermeister bic Hanb unb dankte fit den freundlick)en Willkommgruß. Erzherzog Franz Ferdinand j.dlte sodann dem Kaiser den Ehrendienst und die übrigen zur Lxftvartung erschienenen Persönlichkeiten vor. Mit dem Kauer im Hossonderzug sind angekommen: Generlültabsches v. Moltke, Hinmarschall v. Zedlitz-Trnetzschler, der diensttuende Ge-reraü cbjutant Generalobers' v. Blessen, General ä la suite G^neral- naior Frhr. v. Marschall, Flügeladjutant Oberstleuttiant v Friede- iurg, Leibarzt Dr. Niedner, Oberstallmeister Frhr v Reischach, ler Chef des Zwilkabinetts v. Valenttni. der Chef des Milttar- labinell-3 General der Infanterie Frhr. v. Lyncker, als Ver^ tetter des Answärttgcn Amts Frhr. v. Jem>ch und Rittmeister Iren dem Knesebeck. Kaiser Wilhelm verließ im Automobil, zuu Ickten förübenoq Franz Ferdinand, den Bahnhos. An den mit geschmückten Masten gekennzeichneten Wegen i jianden zu beiden Seiten deutt'che Bauern und oon btr an der böhmischen Grenze gelegenen Sprachinsel in ihren Iolerifcken Nationaltrachten, die Feuerwehr Jglaus ob ber llmgegenb unb zahlreiche Vereine unb Moiporati?nn^ Hin §lug parsevals nach Mainz. Das Parseval-Lustschisi hat roiebenim einen erfolg- reichen Flug nach Main; hmier sich. Bon unserem Mainzer I 'Jätarbeiter erhalten wir solgenden Bericht. Mainz, 8. Sept. Sckwn seit einigen Tagen erwartete die Mainzer Be- Eerung mit größter Spannung rn Mssicht gestellte Lmdung des Parseval-Luftschisses aus dem L>ande bei Mainz , Ire Geduld wurde jedoch auf eine harte Probe gestellt, >cnn immer wieöer nmßte bie Fahrt ^r ungünstigen ^>itt- I nmg halber verschoben werden. Um mit fo größerem iiannen vernahm man heute, daß A^^l tz - regnerischen Wetters die Fadrt nach Mainz ^treten woll^ I fidi der über bem Rhein- und Mental lagernde liebel verzöge. Die Bevölkerung schien mich dieser: Me: düng iL'enig Glauben zu schenken, denn erst als ba3 ^tschifs um 350 Uhr über dem Rhein erschien, machte i Stadt auf den Weg nach dem Sande, ’twte Gendarmerie und Soldaten de- -bibreglments G tz- Herzogin Nr. 117 hatten ben Landungsplatz ^bgeiperrt, wo Mden höheren Offizieren der (teni)on au* b«- bn: städtischen Behörden die Ankunft des ^ustschtsses er iehenek Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen HotattonsDrud und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vach- and Sleindrvderei «. Lange, »edaktiaa, LrpedMan und vruderei: Schulstratze 7. Anzeigenteil: H. Beck. •ruiq । roirb das von einem Hoskock zuberciletc Teieuner gargelocht lein ' ' unb serviert werben. Aus diese originelle Weise loll dem peut- chen Kaiser unser neu« Feldküchentyp m voller Tätigkeit wvbtbetir« tw StoMnabt itär-ken-->nska»'e hdxu 8 taotM-ir.no beim artnrf: nrrbtn 4iüdfl•» Ansiubt der Marti um in der ct::nerR ainrtaat. »it tewwra. t*ni*i*m lieft e V'laatir und mmd bewehr et I4d> r ..iiett ich i • id* ft n btc । «ar fir Plieno imb :.ibrlid> tut Tiiai.m NN'» Veritn'inig der rtktbrrftrfi und fallen bwrdi Abgaben »*r<»ebmfT Y’li fiarftm geht dies hervvr au» bet Ber drang des t pro >lt>pf, nvbrt rrft luxb m Betracht tu u-lm it, daf, tirtrmfenbcrt JVrmbtn ihr Äonlinanu m.t auf bie v! •• Tageskalenber haultn aus Leipzig: Auf H1 , Uhr bi Stent« Matten. ■n «(< IN* C: bas cdntfiai fie in eine enbrr*- V< ihr^r i inten rd '« BsrMtzre hat 4i i-.v trÄriit hätte. It -ich dre fthetlrro*r Wieben, 9. September 1909. Vortrag vonti Sdiroieaeti- bem Rabe um die Welt. Abend* ahrb de« Berwaltungsqer chksnofes. Tätigkeit widmete et rid) in frühem bei TurnweienS nnb war längere ^umaemnnbe Tarni'tabt. Weoen entaeqmromnienbcn Wesens erfreute er Werkchästimg. «»hi licfle eine Quittung Übci biefen Betrag vor. weiche von der in Betracht lammenden Firma Aiuorg in Golda als nicht von ihr berriihrent> bezeichnet wurde, also gefälscht fei. Inwieweit fouftiflc Fehlbeträge au Giemeiiibcgelbem vorhanden feien, könne erst durch die zu erivartende genaue Unterfuchung feftfleftcllt werden ! IW IkSti Reden ferner amrlrchen Iahten der Kötderunq Jahre 2. Sprecher der fnnet liebeninnkrbtgfn nch überall bet gtötztrn im Falle bifif ßmfäw«tr t :■ Iiffermi bat* bir otbeni ift er auch ein raenitf «iah al» er vor ernt; c Zeit Htnie die Anwesenden bu>b den Bottciq oltcr vel utegner erzui.tm riet bäte ttngr von nur nnb in So fdh man lenken, um Ge- beim UkminiKl« i*f * 1 lei tri~- > $i «f Ml H.1 lun.it L'bnrumi. tw Belicht»maßregel acht H taffen Ta« 8om>e der Frauen beürbt au* Stroh, "leche, be mit oten Cdrr wirten |ebe mögliche vilieleiflung |ii geben, die Tloiliünqtr nachrniltags die Vettenv.:.i.n treibe einjir auirn oder die Rechen unb Semen Mainz. 9. Sept. Heute morgen um 7 Uhr überfuhr, int gefttrn kur; berichte: wurde, infolge de) herrfdienben Rebeis der Wagenführer 4>e(m am Badnwürrerhaus Rr 39 mit fernem von Mainz kommenden Sagen die Nreuying und - ar in h»*m Moment, als der ftpn <>i'nfenheim 6 Uhr 4'J Min ab fahrende Ähulwaqen. der infolge der Schul- e,nes Femdes ie eikn Autzetbe« eerbnü n* alte edru I bwriditn- ungre ieLum ob. her if t cteeertare ur? Stempel befreit btetbcu Tff Regierung wirb Vor dem 1. »tonaar 1920 nicht «u einer Umwandtunq i'tnfen. R o n rt a n ! t no pe I, revtemdet. 'In stelle Rora - bungbion» in bet 'Inneetrt tzalabzian. bet T-t rette für ÄonuanttnoKl, »um handel-mini4er unb zum flinihrx bet öffentlichen Arbeiten ernannt warben St 0 n ira firinooel. - Sept Rach TiDeiären der B ort: au< darr Venen unterwarfen fid) die stämme be» Äafa* von 1 icham< Ti -tamme P* sta'ai w* Beibte haben neueroinq* tue turkucher» Truppen angeanflm. wurden ober fdn:rtd>frrt sü immer flau nackt das Gebnich. tun wenige r rchf ober L erden »brr bte Schul ter em Lewen- ober m Va::Vr Rur die iimgacrbrualfte« M k.n.t kleiden ,.h bnrrlnneq in Uiuie. nicht rtrua au» schamselädl denn etwas xran - » f- m-.ir bei den Labt nicht, »sichern well nach ibc\#- iü.ixgni e nt «ebbrux Menge VON ujen MU C-Hnfps lBt*iidnftew >> r ifnichern gefchm fch bß ftr *•* . Meru.' Mutter, anrö^rlrte et - i-ch rnd m Nrd'- d irr »u eure Sk*.l Tarn wandte et mir lÄb'.m .T; ' ?■ rch Bid> n Rücken. -r*: grru >'cki. i »: e: it* Mi Urteil ieiwwt Kefmw natirlw tat.unb Mann itaiff Idreuung her 'ranchlrichn! Irupp- per gedlich aef fte Jagd atin.-chi. in nihnirn irch. k m 'Wetter ■:•! ift heute abend 6 Uhr ;u einer kurzen llcbungotabtt fleftieani '-Ju es beifu. iverden ba dem Aufstiege Versuche i paa A hi Neuer von.Zeppelin. 3eppeliu Plant mit feinem Suftfdufic neue Bettuch.' Uebunnefabrten: Uriedtichsbafen. * 5ept Ta i V u f t i d) i f t „3. hübe cöia^w zfme bnonbrrr B-irn N- bei l\niif er ielbft ift en ar durftet lompinin keine LVrrm «u trnner nd rklären itn'i. MH ne i,ch nmul» tmtr: die Mach: krankte cho beugen und lieber bis ,um legten sonne gtulxnb leuchetr Aber um■: K:r*: ,^rrr nprachl j Da» . ichbne tWddbtabt ’ bn den Üob S nur j>a l ehkVittn euh weifen 3chvn den Hanen Mädchen werden »olrndetiiche rtr in die Lwv n eingtbohrt. daß alle H-rauen ion«-r jt jfeni Ouej *inc lünülirfe ^ifenidMilc cbaltm. Tie Mütter ttcfl.i | Rinder m Lianenk^rben auf dem Rücken, und dre n< n-e fK-jr.i gucken nruiTtna au» diesen Riepen heran* (3n* Rich I n) s L ütten od.-r ..^ »lala*'. bee fie mit einet hohen ISaner : wert und zu emn wirklichen ,r-iamq nuviri^lten Im vhegd» bauim sie Mit I: btt BeqrädirrnüäUt der Iamrkien. i.« bn di' Tal nur iioldüdtii emgrfdxmt werden unb her C“ auf bet 8 ivcsuni ch mit den entir.luhfttn anderen Ck.iiitna zu eri un-.-rttd iü4tm Qual der Rate verbindet Aus e nem rleN Sioblalfm hettert man dann ui den rrftm wo ilch I Sjtmgnnad) 'bdinbct wahrend ftüdr und 3
S »c ean- tillö im .Abu Blco Trete gilben, durch beten Gebiet eine Rsrawanenftrarre nach dem ranzbiiichen Suban rührt, haben bir Qunihge Lage ihre» L'anoe* nainarn auS^nuht um Transporte aller Art tu übedalltn und ui vernichten Sine aanu Reihe von Rechtenlach und bt. ilingeiiuna folgte bei interessanten Uebung Leute haben bir Truppen Ruhetag •• Irrt ivillige Feuerwehr. Wegen Rrvaralur- arbeiten un Feuerivehrdepot Turm hon» am Brand sind die L'dlchgerälschaflen bet ftäbt. Feuertvehr auf einige Tage im Gi lateicbuppen am Cöipalbflqarten unttrgebracht. auch ift der Wachedienft der Feuerwehr während dieser Tage dorthin verlegt. •• ct ha ft et unb in ba» hiesige Untersuchung»- gefängni» gebracht wurden an verschiedenen auowurtigeii Platzen die drei -anbwerkdburschen. bie den S'trufictTr Fischer bei Möbelrrrod überfallen und beraubt haben sollen Ter vauptbefdutlbigte. ein fbinflreitcr Rauf- mann au» Berlin, wurde in yunacn feftgcnoninien Tie drei Berhasteten, die gestern im Beisein des per hrr Ult .»anorfendn: und m real «ich n 'Kuke ipieort ?>f5 bm unM Sctitbriunpn von, tiairn b** .Uten nr.ber mW .'i < ba .8 <*Mübl. 02» er b« '^eotze kinn Amte» voll et,abf hat unb f m bm achtziger Fahr :i uoagen Fahrbundert* im Turchjchiuf nach L*iiri Bist men nur mit erwachsenen PLssagieren besetzt war daher- hibr Es erfolgte ein S u f a m m e n ft o ft. ber gan; fürchterlich trat Tr* auf den Vlattfvrinen ftebenben Veutc wurden -cruntergefrfclcubcrt. während die «m Fnnern der Ewigen sitzenden zu einem Haufen zu lammengeschüttelt wurden Ter Führer de» ttonsenhermcr Wagens Pfister wurde d>irrer am Veibe verletzt, außerdem erlitt ein Buchhalter Raben schwere Üoploerletzungen Etwa 15 Personen tonen mit anderen In- assen Berletzungen im Gesicht und an den Händen Tie beiden Lagen waren durch den Anprall ineinander ge- ichoben Ter Materialschaden ist bedeutend — Der Unfall Ffimifl b*** Fcvde* a swrp^n mtzrve. sch ckiat. des RutMn 306'^ •dbü bneebt jr* ge.ärrt im reihen tr baxitm fcür ;u uiMr*«tr. sm ran» ornpn* »i w w T't .xnbrn irr brr LoLi als piäftiKir L'mir bei Per , >ud zwar vom 17. .1. ccplembct. n te Soldaten gegen Ende dec Manöver wieder h er ei.itreffcn oll dem Wagenführer S?elm zur Last fallen. s. Hohensolms, 8. eepl. In unserem hoch gelegenen Crte trägt man sich nut dem Gedanken, eine Wasser- leitung anzulegen. Es käme als CueQengebiet der nahe Lappenberg in Betracht, wo die Gemeinde Erda bereits früher mit Erfolg Bohrversuche vornehmen lieft. X. Hanau, 8. Sept. Ter heute dahier zusammen- getretenen T iäzesan-Synode Hanau lag folgender An- trag des Vorstandes vor: .Alljährlich findet om Buft» und Beitag ein massenweiser Auszug unserer städtischen, wie ländlichen Bevölkerung in die angrenzenden bäuerischen und Groft- »erjoglich hessischen Gebiete statt, wodurch für viele eine ernste Feier dieses Taqes von vornherein unmöglich wird. Ebenso kommen die dortigen Bewohner an ihren Buft- und Beilagen scharenweise zu uns. um der BugtagSfeier daheim zu entgehen. Ties veranlasst die Diözesan-sunode Hanau zu der Bitte: Hochwsirdige Gesamtsynode. soivie königliches klon- iftoriuin zu staffel wollen an zuständiger Stelle sich um Herbeiführung eines gemeinschaftliche n Buft- unb BektageS im Deutschen Reiche bemühen". Der Antrag and Annahme. Bebra, 7. Sept Zu der Affäre der Verschlungen )c* verstorbenen Bürgermeisters sovp er- lären die Wem ei ndcvcr ordneten in einer öffentlichen Be» •• In Audienz empfangen wurde am Mittwoch von S ff. S? dem Groftherzog Forstmeister 6 e 11 a r i u * von Lich Vom '1 n imtiruonler M inrpf ob Mad) der ‘lrien> laae rürftni wm "Harburg und Fran stur! jrofxTe Truppen gegen- einander Die blau. Barter saimnelte sich bei Nerlnenbach. Rol nxir auf bei Linie Bul >ach. Hansen. Weiaerfelden. 'J»pa als im Anmarsch gmiilbet Blau mürbe befebliit von Cberft Botbe. 'tzot von Cl 'ritlniinnnl von Altrock D e rote Partei rüehr auf her Ltraste Qktfar Jheh rf! en vor. bog redw nad) Höbe 290 närb- lich Lberflren ib unb iiahm hier Aufstellung Die blaue Ao- trilunn hielt die Höhen 3'»(), .'UM und den Hei del beer b.ra besetzt und nickte arpm Ebersgöns und Cberkl.'en vor. Ihre Artillerie stand nuf Hohr 356 in der Nähe d s Nalfi’lnrtbrudhi südlich Cber* Nach cimaem Borpvstrngep|,.nsrt be imm irm ' ,10 Uhr dao itzrsecht, die '.Irtiflrnr grill nut befliat m Eeschützsever ein. an Ale l ich!al »wischen '.'hiher imo Cbrr -letn iihirtn- es lebendig Besonders entdrannte der »'. impf um den tkalklt nnbnich, der von Blau gestürmt wurde Mm umging bann Obcrfie.n und es enmndrtl.* sich ein neue' hkfaftt um EberSgöno Der I^efchütdonner setzt? wiederum deftig ein Um 1 Uhr war das üMedit zu i5nd<'. dir bilderen Cfiiitrrt, baruntrr Prins Friedrich start von Hessen virttrn Ämif ob Ter Angriff d r roten Partei war abgeschlagen und sie muntr sich südwärts iurürfzedrn, ocrfnlat von emrv Abteiiimg 6 er Ulanen Blaue 'stnrtn waren 166 er und Aroei Hktloilluiir Hier, rvle Partei 60er und ein Bataillon Hirt ,Su trber Partei gehörte eine Abteiliiita 27 er Artillerie und 6ei lllancii iii gen l Ubr trafen dir Truppen in ihren Cuaitierrn ein Der süoliche flrri* Wetzlar, bie liegend von Butzbach, P >dl gon* unb i'irrbeia haben starke Einanartieruna Ter Tag hatte firoftr Anfordenni. en an vi, Truppen gestellt, sic waren von früh 6 Ubr bi« mutmatr.fl* auf den Bi tnen Etiu grost. ,labl 2d)Li6t n- ^obt. so ift dieses £jmhuik nach -1> Fihrc b na > *l t- .uiürf»r iur rn unb UMT, Lew 3* inkangen wwwrrrtje. in ' Abnahm un bte tfhfUufiac t • r. ngtz iw.i i'.i tebntr a dauert bat, in di msrt' e« ob>"< . .ck» in verlckM lamt mDen'vv urbAU, so n- rb IRjr.dm aiii bei .leit die niudteMM Ct ot Deutschlands werden • Der Zor z u Hanse In »sehend Bilder brr t f J lichknt des .stau ii und devr intimen c- i fdiieiinhcu M iKihr mtwir't in einer rnglildrn Woit>-n<«lui't ein nn Tenaanrei Bcilalier. bet o't mit dem Hetncher arlLn Neusten in pet'ciUifr Becüdrung ,-komir,en nnt» bet das Farntltenlei n bt* .^a:en u eig-ner Arnchiuuna kennen gelnnl bei Der erst vmbrel her P^nönUchlrit de* .taten ist die (Mir unb (ftntcdi'xil lllraratti-io Ans feinen luaen. brm (sefichl >n- 7 >n *tflr ich ben. ich mürbe der viii : l<-vn.x-ie« C«ntnmr .- ft er fieb*. die pej iriwen -rrvb'fR Ti Blutrache i Dermif *t<». • Der jährliche Bet verbrauch in München $4 nnurf. langsam u-^or aber stetig kit den achkige 3chtrn. ^g ? r n uestrn B'-tofi-nUulu.iig b s borttter sraostistden Sei wurde u München Biet erieugt l'v»6 3 316, IVO» 3 .‘32 1908 3 U.i h.*i) jjyeholder auSgesÜhrt btr et.n ii.alm Lhniift mrügen gleich in Adrrch iung wbracht 1 60.1-1 l i •? *4 185246Ä Hektolitern oerbt-udit 1648 712, l&M T.J I VAlfl gcr rt-eni.x en:b 31 ewer lakheffe norden KiftÄrfdir erste trt Cofet mit den ftjmm einer t laxy . baghn ui irt.-d: imb ber- -«dtat gengift bcn^ngetrüt. rti. evtci Männer de* (^stchiechtS bte Snewp ibrrc Pfeile in ba* tute i*emikb uud.rn D < Wirkungen itnb w -rckitzar. I nimmt Als fie vor hinee gemoli warb. » 2ie truj biein dizarrc Ärp"Amud ift das Ehrir^ich mit -rnrign, prangen, di einen Mcnfd^n durch rnai P'e'l»chust prt.Mr: beben 3»cch einer solchen AuS»t ^tLchtige Junge«*" und können mir ßetrtryf.n* rwe pn'.nlbihe He,rat «rachen. vruw* Tage* »ragte ich auf d m Morktrnatz von Lott io ein.n Infttxn M tl. her fehl'' ÄBieba'fe fh>t. noch mit mit drahtlos er Telegraphie vorgenomw n stöln, 8 2rpt .1ii> eine teleqrapbiirfK Anfrage um Be- ftättflunq der Aachruht über die ui Aussicht gestellte ,"i a b r t Pce „3 III" noch Düsseldorf. Essen.Barmens ibe leid ?c ging uns von bet Luftichinhauaeiellsclra't in «rtiebtichs Haien folgende Autroort iu ..Borausiictulich in iroeilrr Hälfte nächster 2stoche l«knnue# nicht festgelegt tuitfau " .Heidelberg, 8 5epi 3« der b< utia IadreSverfcimmlung d-s deutschen .storitvereins l :t Vorn rat Ponige Heidelberg mit, daft (H r a । .st e p p. t i n nm feinem Vu'tKbiif „3 III" den lltlunionSteilnedmeru in Basen Baden am LamSlag den ll 3cptenü»er einige Evolutionen oorfubten werde Stuttgart. Lept Graf Zeppelin Ix'idifgie heute vormittag auf dem 3chm,e6rnerfdb bei Illbach bat lourtlem bergische lllanen-Äeqiin.nt Ar 19, hei dem et a la suite ge stellt rt’otben ift 9iad) einer kurzen Amproch be? Aegtmen: toininandeutS. die mit einem Hoch au' den 0>i«u 'chlotz, crrotbftie der Grat unb brachte nn Hoch auf ben stbuig au* stkach bem Abrnten der Fronten nnb nach brr Begtüftung iKr stri-.ier' Bereine au* bei Aachbarjchaft begab sich ) ts. auck in MünchenM m achtziger Jahrcn. <1 ligen Äalistischcn ÄiD 252316, 1907: 3232(1 1 (bic minimalen Ein« d)ti 1603604, 1 6)7 Ml 712, 1584 222, 1 49351 Ahr zu Ahr um 8 I 103, 287, 266 Liter. l\ mftion zurückg^aM I 't)liier, und bei Mmtid sich vermindert hat :l ercchnung des «rbickl u zielM ist, dass bic ti'- t mit aus die Giniwfc dcii achtziger Ahm je nach 487 Siter Kei» fahren beinabc rcetnngsbesugnis der Liquidatoren erloschen. Gießen, den 7. Sept. 1909. ß 9 GroßhcrzoglickeS Amtsgericht. , rcn- bot - S k«V* ’Sl h e,,le alte fr I fiiAs I wi, 1*k I KÄrg in »«ir htM ex. ^C|er MbenvraL i ■rbcn iolmbcriis, :.J W großen Mutter tr- I utti) die kleinen fc; EnticAjch jrfl)'.d J ^&en Mauer \wA ^Art zuiaM^ Julien, luobn die J d-r Gestank b7" Küchen Su3 )Ct- «ut einem eltd WM tro jichg ,uub Ähloizimmn ui 1 den größten Teil iW 1 an dem ) (bittren 5m lagen Bambuspseijm 3 sie sic an der Sonnt j * „Tie Blechpvst". Ein Wort an Sommerfrischler und ’nrriften Froh, der aufreibenden Berufstätigkeit auf ein paar rochen -ntronncn zu sein, schweift der Blick des Fericnreisenden vrd) die Wagcnsenster über Felder, Wiesen und Wälder, Täler u»d Höhen: rotleuchtende Ziegeldächer freundlich m Grün gc- Törfer taucl>en auf. Doch — was ist das? Dort pn «t ersten in der Rähe der Bahn liegenden Scheune hängen häßliche Aakate, ans denen mit riesengroßen Lettern irgendeine Sorte •afc-' oder Waffeln empfohlen wird. Tort schon wieder, dort rrfi einmal und so fort ohne Aufhören! Bald folgen in bunter Hhc ausgestellte Dasein, Dachgubel und alle möglichen Fläd?en .rtit Anpreisungen von Schokolade, Zigaretten, Bier, Wein, Sekt ,-nd Schnapsen, und damit auch die Abstinenzler nicht zu kurz 'mnnen, von Mineralwässern! Ferner sieht man mitten in der 'taur die Anpr i jungen kosmetischer Artikel, pharmazeutuchcr Zeezialitaten und Gott weiß was sonst noch alles, nicht tzu vergessen die zahlreichen Emosehlnngen von Hotels, Automobil ■innen, Ausstellungen und dergleichen. Wer- darf uns wohl so /fine weiteres das bißchen Ferienfrcude vergällen, wer bar, uns umnten, auf unterer Reise nach den Alpen, nach der tscc )o irbfcoicl hundertmal die Anpreisung irgendeines industriellen errzeugnisses oder Handelsartitels zu lesen? Darf denn um er iirrd) das Berufsleben, durch die Sorgen des "Alltags ohnehm ■ ton genug zermartertes Gehini gar nicht mehr zur Ruhe kommen ? Mssen wir, um in unsere Sommerfrische zu gelangen, erst das Mescuer solch.- r widerwärtiger Eindrücke über uns ergehen laßen? i'jtb diese Qual verfolgt uns bis ans Endziel, sie lauert an allen ('den und (Inden, vom. ?Ae«resstrand bis zum Alpenrand - u bis in di' entlegensten Atpentälcr, und wir wundern uns schließ lidl, daß man nicht auch schon den Kühen auf der Alm oder den Seehunden in den Watten die Worte auf das Fell gebrannt hat: Staust X. ?).'S Schokolade!" oder dergleichen. Und man tragt i cl) immer wieder, wer den Fabrikanten das Recht gibt, unsere rnze Landschaft, unsere Dörfer und Städte als Reklamealbum .r benutzen, unsere Naturgüter in einer solchem Weste zu ver schau dein? Fst es nicht ein Armutszeugnis ohnegleichen, das siel) selche Firmen selbst ausstellen, wenn sie kerne Andere Art der l-riwschtung ihrer Erzeugnisse mehr wissen, als -stabt und Land mit dieser Art von Reklame vollzuklecksen? Als ob cs reute stleiürna- inscralc, keine slicisenden, leine Offertbriese und viele andere Mittel gäbe, durch die man für sein Erzeugnis luerbeit tum' jedenfalls stelle man die Reklametasetn usw. nicht mitten iit die Ra tu.' hinein! Bon allen Auswüchsen unseres modernen ^irtschaftsieb.-ns ist b ei? Naturverschandelung ganz gewiß eine b.-r allerschlimmstcn. Und wer aus seiner Reise einem Urheber steser Reilameart bcgegneii sollte, der sage es ihm gehörig aus L it Deutsch. man sage es auch den Bauern und Grundbentzeru, list' ungehörig es sei, solche Reklameschilder an ihren Voten, ktieunen, Zäunen, auf ihren Wiesen und Aeckern zu dulden, und hie sie bannt unbewußt den Jnli-rcssen ihrer Gemeinde, ,a bes zriizen Landes schaden' Es nuijj immer von neuem wieder laut urtb euer gisch Protest gegen eine solche unwürdige Verunstaltung unserer schönsten tagenden erhoben werben; je mehr stimmen tid) Ifldtenb machen, desto mehr unterstützt man die dagegen imgauge li.'smdlirlien Bestrebungen unserer .Heimatschutzvcreiiie, erleichtert Liid) den Behörden die Durchsührnng der zürnten schon erlastcnen I verordnungen. Zeder, der mithilft, diesen Unfug ans der Welt |]£ schassen, macht sich um das '-Allgemeinwohl verdient, beweist, datz In. noch gesunden Natursinn hat. te * Eine neue schonende DiertötungsMethode. Iflin weiß aus vielerlei Fällen, welche Mül>e es macht, in zoo- huschen Gärten altersschwache oder für bas Perloiial gefährlich Iverdende große Lstw-tiere, Dickhäuter, Raubtiere und dergleichen k n töten. Emen schnellen und sanften >vd bereitet man bieten Riten, ohne Gefahr für die Aussührenden, durch tlnwendung des I Leuchtgases, eine Niethode, die Kürzlich im Frankfurter ,,Zoo kttorobt wurde. Hier sollte eine alte Iaguarm, Oie trotz betten lljörtitö zum Skelett abgemagert war, in bic ewigen Jagdgrunde gefördert werden. Man brachte das o ier m eineu engen, gut ■fügten Kasten, einen sogen. Untier falten, bei imFreien aut qeitdlt und an allen Oessnnngin Ntöglichlt ^ich^ verstopft murde • Eine französische ,,BI a u st r u m pf" - S t a t i st i k. cht weniger als 3000 schriftstellernoc ,trauen zählt das heutige Frankreich nach einer Statistik, die der Gil Blas mittcili. Unter -. jer stattlichen Schar von Blaustrümpfen sind 1500, die Ro- •,inc oder Jugendbücher schreiben, 300 befassen sich mit pädago- 7frf)cn Schriften und 300 schreiben Gedichte. Nur die Själitc gehört yt Schriftsteller-Vereinigung an, und etwa 60 sind Mitglieder -r Bereinigung der dramatischen Autoren. Journalistinnen zählt -e Ltalisstk 360 auf, aber von diesen kommen 340 nur für die Rodezeiischriften oder die Mvderubrik in den Tageszeitungen in Betracht. "Auf den übrigen Gebieten der Journalistik betätigen sich Lso nur 20 Frauen. Immerhin bezeiclmen auch diese Zahlen den ^iegeszug der Frau, da vor 15 Jahren den journalistischen Beruf Ür 7 oder 8 Frauen ausübten. ♦ Die Höch st c Alpen st raße. Bisher war das Stilsser 'och mit einer Höhe von 2760 Metern die höchste fahrbare »ergstraße in Europa. in einiger Zeit wird es aber diesen iinen Hauptruhm abgeben müssen. In den savohischen Alpen strd eine fahrbare, auch militärischen Zwecken genügende Straße , r den Eol del' Jseran gebaut werden, deren höchster Punkt »170 Meter hoch liegen, also die Höhe des Stilfser Jocks um *,) Meter überschreiten wird. Tie neueste Alpenstraße soll vom Tuellgebiet der Fsöre ansteigen und in Bonncval am Are en- Tgcn, um bic Gebiete von Tarentaise und Maurienne miteinander \i verbinden und damit den Umweg von 225 Kilometern, der ’^fjer nötig war, um von einem der genannten Täler ins andere 3 gelangen, auszuschalten. Ter Bau der neuen Alpenstraße -irb Gens unb Nizza in direkte Verbindung bringen: diese "ab dann nur noch 620 Kilometer betragen. Tie Kosten des -aucs sollen -1 Millionen Franks nicht überschreiten. ende Bildet von bet II Vcbcit bet fdiietümtn^l i&diriit ein nngcnüßtll aller RcuIM in verteil» imilicnlebeit des bct' „Ter eilte ItinK] j)ütc unb WM IJJ i Gesicht, dem w JJ j ßtroiniicnbt-.’. wt« M ichcr man.: ■ bc geistige verra t in «• rtftl anAicheu . r ) tifhf hat VN * tlGHtail UHU Ult UlWi» --- k... ~. i'b: »y feiten w«; i nur int-,' ich Effi itb behaupt, m ihnen- it sagte n-.ärc. -! leriu ,9cn*rrS(t liffl lyte ' • e F i W Äi« $ me aln ■ j-r .ine1- jgm C tz-WZ ^Ä-rieurM 'im' JJ 'M lirrde bi" Mündung'eines Gasrohrs gebracht und bann der Hahn .rtifnet. Zunächst blieb alles Hili, nach kaum nnu Minuten ei- ■c.qtcn Bewegungen unb em leichtes «ehuaufcn, wora"t wici r Älige Ruhe eintrat: ber -üb mar crplgi. .m-i d.i ^idu.L.it Bckanrckmachung. In das Genossenschaftsregiscer wurde eingetragen be> zuglich des landwirtschaftlichen Konfumveretn^ ^open- WfrfE. ®. m. u. So.: Tic Bekanntmachungen cr,°lgen nrnmehr in dem Gießener Anzeiger. 9 Gie ß e n , den 6. Sept. 1009. ,3 ___Großherzogliches Amtsgericht. Bekanntmachung. In das Handelsregister Abt. B. wurde eingetragen. Lie Gewerkschaft Hessen, Gießen. Gegenitand de^ unter mhmens ist der Betrieb und die Verwertitng der zu z in Besitz der Gewerkschaft Hessen bctindltchen Bergwerk.^ becechtigungen, belegen int «Lroßherzogtum ^os|en, 1 . i*r Betticb ober die Verwertung ferner /u erwerbender Bierechtignngcn und Bergwerke, sowie die Herstellung l Klagen und der Betrieb von Geschäften, welche dte ^ I Atzung dieser Berarröllutcr BetäubuTtg erfolgende Todeskamps, der Ausschluß jeder Gefahr, das Jntaktbleiben des Felles und die außerordentliche Billigkeit, in diesem Tratte etwa wer Pfennige für bk verdrMichvm 21,.. HUbip meter Gas. Kleine TagcSchronik. Aus Berlin wird berichtet: Vor 4 Wochen ließ der Kaufmann Kubiak aus Posen in einem Omnibus Schmucksachen und Wertpapiere im Betrage von 120000 Mk. liegen. Acht Tage später erschien bei einem Geldinstitut des Westendes ein elegant gcfleibetcr Herr, um Papiere im Werte von 20 000 Mk. zu lombarbieren und 10 000 Mk. daraus zu erhalten. Kaum hatte der Herr das Geschäft verlassen, als der Kassierer die Identität der Papiere mit den von Kubiak als verloren angemeldeten feststellte. Ter Kriminalpolizei gelang die Ermittelung unb Verhaftung des Lombardierers, sowie seines Gefährten. Tie verlorenen Wertsachen wurden, abgesehen von den 20 000 Mk., vorgesunden. Die beiden Verhafteten entstammen angesehenen Berliner Familien, bic den Betrag sofort ersetzten. Aus dem Schliilkuchen -Gletscher oberhalb des Engelberges wurde der Luzerner Bergsteiger Stierli erfroren a n f g c f n n b e n ; er war vor zwei Tagen mit zwei Fremden zur Besteigung des Wahleusteckes aufgebrochen. Wegen des schlechten Wetters kehrten die beiden nm, während der Bergführer seinen Weg fortsetzte. Offenbar hat er sich bann in bein Nebel unb Schneestuim verirrt. Stierli hinterläßt eine Frau unb vier Kinder. (Ein neues Kolonialreich. Unter dem französischen Zeitungslärm anläßlich des Sturzes des Ministerpräsibentcn Cl^menceau ist der wichtige Fortschritt Frankreichs in ber Eroberung Norbafr-ikas, bic vor einiger Zeit gemelbete, wirksame Unterwerfung bes Negerstaates Wabai am östlichen Ufer bes Tschabsees fast unbeachtet geblieben. Diese Eroberung, mit ber Frankreich iv lebe rum auf einer langen Linie an bic Grenze ber englischen Interessensphären rückt, nachdem ihm bas Laub schon längst in ber Theorie ber biplomatischen Verträge zugesprochen war, ist auch für Deutschland insofern von Interesse, als es fast ausschließlich beutsche Forscher waren, die den Franzosen durch Erforschung des Landes vorgearbeitet haben. Ter erste Europäer, der nach Wadai gelangte, war der Deutsche Eduard Vogel, der sein Wagnis 1856 mit Hinrichtung büßen mußte, der zweite, Moritz von Beu r mann, wurde beim Betreten Wadais in Mao auf Befehl des Sultans ermordet. Heinrich Barth gelangte zwar nicht bis Wadai, tonnte jedoch in der Nähe wertvolle Erkundigungen über die Topographie und Geschichte des im Jahre 1635 von Abd-el-Kerim gegründeten Reiches ein- ziehen. Erst N a ch t i g a l war der erste Afrikaforscher, dem es auf seiner Reise von 1873 bis 1874 glückte, lebend aus dem Lande wieder herauszutommen, das 1880 und 1881 auch von den Italienern Matteucci und Massari besucht wurde, ohne daß deren Erpedilionen eine wesentliche Bereicherung der geographischen Kenntnisse gebracht hätten. Das Machtbereich des Sultans — eines Der fanatischsten Anhänger des arabischen Geheimordens der Senussi, die den Tod jedes Europäers auf ihre Fahnen geschrieben haben —, hat großen Schwankungen unterlegen. Eine Zeit- lang gehörte sogar Bagirmi zu Wadai, das von Nachtigal auf 440 000 Quadratmeter mit 2V2 bis 3 Millionen Ein- ivohnern geschätzt wurde. Als die Franzosen seine Nachbarn geworden waren, zogen sie einen festen Kordon von Militärstationen an die Grenze, der das Schwert an die Wurzeln des Reiches legte, die Einnahmen des Sultans empfindlich einschräntte unD die Mischbevölterung des Südens, die immer nur tributpflichtig war, dazu ermunterte, den Gehorsam auszusagen. Ein übriges tat dazu der verheerende Menschenhandel ber Araber mit ihren Stlavenjagden, unb Jo mag Wadai, das in seinen Steppen unb seinen wildzerklüfteten und dicht bewaldeten Gebirgen eine starke Bevölkerung ernähren könnte und noch vor 20 Jahren ein kriegsgeübtes stehendes Heer von 12 000 Köpfen hielt, heute wohl nur noch eine halbe bis 1 Million Menschen fassen. Die Nutzung des Landes, dessen neue Hauptstadt Abeschr nach Matteucci 20—30 000 Einwohner zählt, während die alte, namens Wara, eine nicht uninteressante Ruincnstadt ist, beschränkt sich zurzeit auf das, was im Lande selbst verbraucht wird. Der Außenhandel nach den Mütelmeerländern ist äußerst gering. Obwohl Wadai nur in seinen südlichen Teilen beständig wasserführende Flußrinnsale besitzt, ist Die Bewässerung, wenn ihr tünftlidi nachgeholfen wird, namentlich in der Umgebung des Fitaisees mehr als ausreichend, um einen stattlichen Außenhandel zu nähren, bei dem Weizen, Reis, Duchu unb vorzügliche Pserbc, Kamele unb Rinber, Daneben aber auch immer noch Sklaven bic Haiiptausfuhr- artilel sind. Tie Unterwerfung ist den Franzosen jetzt weniger burch bas schwache Korps von 200 Negersoldaten als durch bic biplomatischc Gefügiguiachung bes Sultans gelungen, der einsah, baß bic Tage seiner Gewaltherrschaft gezahlt sinb unb daß ihm nur noch die Rolle eines sran- rosischeu Staatspensionars übrig bleibt. ~ han-el. Dresden, 8. Sept. Tic Aktiengesellschaft Eamerasabrikation vormals Erncmann, bic Fabrik plMographischer Avvaraic auf Aktien, vormals R. H u e 11 i g u. Sohn unb Emil Wünschc , Aktiengesellschaft für photographisch.' Jnbustrie in Trcsben Rcick, Vergebung von Bauarbeiten. Tie für bie Erbauung eines Schull-auses in Nonnen- ro th erforderlichen Arbeiten unb Lieferungen wie: Erd- unb Maurer-, Steinmetz- (Lungsteinlieferung-, Zimmer-, Dachbecker-, Sclstndel-, Spengler-, S. l.s er Glaser-, Schreiner-, Weißbinder- und Tapezierarbei- ten, sowie die Eisen-, Röhren- unb Zementlieferung sollen im Wege öffentlichen Angebots vergeben werden Die Angebotsunterlagen liegen auf dem Amtszimm. des Unterzeichneten, Zimmer Nr. 18, während ber Dienst stunden zur Einsicht der Interessenten offen. Angebote, mit entsprechender Aufschrift versehen, fnt. verschlossen unb postfrei bis spätestens Mittwoch den 1- September 1909, vormittags 10 Uhr, auf Großh. Burger meisteret Nonnenroth einzurelchen. Frctc Wahl unter den Bewerbern bleibt Vorbehalten. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, ben 3. September 1909. 2er Großh. Kreisbauinspektor bes Kreises Gießen. I. B.: Lnöll. (L«/s Bekanntmachung. #nrv tut bei: kommenden Winter Fichtendcckreiser aus den itäbnidicn Waldungen äu beziehen wünscht, wolle dies als bald aus der Büraermciitcrei - Zimmer Nr. 15 - anzeigen. Prei-i beträgt 20 *13tg. tur bic Welle und nt bei der An Meldung zu cnniducti. Die Lieferung erfolgt frei vor das HauS. "Ucnigcv al« 5 Wetten werben nicht abgegeben. ~ Tie Meldel.sic.i werden am 5. Cftobcr geschlossen. Spater einqcbende"Bciie!liiii.-.cii können nickt berücksichtigt werden. Gießen, ben 2. September 1WV. . . BI» Großhcrzoglicke Bürgermeisterei Gretzen. I. V.: Keller. werden ihre Aktionäre demnöckst zu orbenfliehen Generalversammlungen embemfen zwecks Beteiligutig an der nunmehr zustande gekommenen Bereinigung der iührcnden^Eaniera- Fa b r i : c n Deutschlands zu einer größeren sv-abrik. — Eilzug und Speisewagen. Wie die Königl. Eilen- bakmdirektion Steklin der Berline. Handclskamnur mittrilic, sellen in zuschlagsfreien Eilzügen, die ans Abteilwagen bestellen, grundsätzlich keine Speisewagen mehr rnitgesührt nxTben. Eo ist daher in Aussicht geiwmmen, enhveder die auf der Strecke Berlin- Stettin—Twizig in den Eilzüaen 19—24 mitgestihrten Speisewagen zu entfernen oder diese Zuge in D» Züge mnziiwandcln. Die Berliner Handelskammer hat sich hierzu wie folgt geäußert: „Tie grundsätzliche Ausschaltung der Speisewagen von den zuscklagsfreien Eilzügen würden wir im Interesse derjenigen Reisenden, die diese Zuge zu iveiteren Fahrten benutzen müssen, lebhaft bedauern. Wenn j.?od) die Wahl gestellt wird zwischen jener Maßregel und der Beibehaltung der Speisewagen unter Umwandlung der Eilzüge in zuschlagspflichtige Schnellzüge, wurden wir uns für ben Fortfall der Speisewagen ansspreckren, da triefe Reisende, insbesondere die O^esck)äftsreisenden, gezivungen sin», mehr Wert aui d.e Beibehaltung wohlfeiler Fahrgelegen^ 1-eit ars aifl Beanemlichkeit zu legen. Im vorliegende,i Fall ist noch zu berücksickü-gen, daß Zug 19 nach unserer Kenntnis überwiegend zu Fahrten von Berlin nach Stettin—Stargard—Kvl- berg beimtzt wird, in geringerem Maße nach den weiter gelegenen Plätzen: die mit bei Umwandlung des Zuges in einen O-Zug verbundene Fahrpreiscrbobuirg würde für diese verhältnismäßig kurzen Fahrten besonders unangenehm empfunden werden. Im übrigen ist bei den Zügen 19—24 durch angemessenen Aus-- enlhalt auf den Zlvisckienstationen Gelegenheit geboten. Er-- frisckuugcn auf den Bahnhöfen zu nehmen. Wir empsrhielr daher die Züge 19—24 auch ferner als Eckzüge verkehren fru lassen, selbst auf die Gefahr hin, daß dann der Speisewagen! aus diesen Zügen entfernt wird." ^Märkte. fc. Frankfurt a. M., 9. Sept. (Telegr. Orig. - Bericht bcS ^Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Diebmark t- preise. Zum Verlause standen: 6 Ochsen, 00 aus Oesterreich, 00 Bullen, 0 aus Oesterreich, 112 f\iil)c, Fersen, Stiere und Rinder, 952 Kälber, 243 Schate und Hammel, 756 Schweine, 9 Ziegen, 0 Ziegenlämmer, 1 Schallamm — Bezahlt wurden Hit 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1. Qualität 81—84 Alk., 2. Qualität 76—78 Alk-, 3. Qualität 66—68 Mk.: Bullen: 1. Qual. 66—68, 2. Qual. 62—64: Rühe 1. Qualität 74-76 Mk., 2. Qual. 64—66 'Mk., 3. Qual. 48—52 Mk., 4. Qual. 00—00 Mk., 5. Qual. 00—00 Mk. Bezahlt wurden für das Pfund Schlackigem. : Kälber 1. Qual. 66-90 Psg„ Lebendgew. 50—52 Pfg., l.Qual. 76—86 Pfg., Lebendgew. 46 - 50Psg., Schlachtgew. 70—72Psg., Lebendgew. 40—42 Pfg.; Schafe: 1. Qual. Schlachtgew. 78 bis 80 Pi(st, 2. dual. 64—66 Pfg. Schweine: 1. Qual. 75—77 Pi., Lebendgewicht 59,0—60,0 Pi., 2. Qual. 74—75 Pi., Lebendgewicht 59,0-00,0 Pfg., 3. Qual. 68—73 Pfg., Lebendgewicht 00 — 00 Pfg. Geschäft bei Hornvieh gut, Ueberstand unbedeutend, bei klleinviei' flott, kein Ueberstand. (Biegenei Wetterdienst. voraussichtliche Witterung für Hessen am Freitag dem 10. September: Porwiegend heiler. Kühl, nachts falt; an exponierten Orlen Nachtfrost. Grrginal-Drahtmel-ungen. Ein Zwischenfall in Tetschen. Tetschon (Elbc-, 8. Sept. Gestern unternahmen, wie dec B. L.-A. meldet, die Teilnehmer des Saiaudauer Alldeutschen Verbandstages einen Ausflug nach Böhnien. Beim Festkommers sprach ber Vorsitzende des Verbandes, Dr. Ekas (Mainz). Er kam auch auf die gegen die Alldeutschen' erhobenen Vorwürfe des Hochverrats zu sprechen und betonte, daß in Oesterreich das Völk unb bas Herrscherhaus Hand jn Hand gehen und es nicht heiße: Hie Habsburg, hie Hohenzollern, sondern hie Habsburg und Hohenzollein. Er schloß mit einem Hoch auf beide Herrscher. Gegen diese Rede nahm der Reichstags- abgecrbinte Wolfs Stellung. Er erklärte, daß die ungebetenen Ratschläge, die nur auf Unkenntnis der Verhältnisse beruhen, zurückzuweisen seien. Man habe gesehen, aus welcher Seite der österreichische Staat stehe, die Deutschöstcrrcickier hätten es genügend erfahren. Jn Prag sei man gegen bic lschechifchen Exzedenten erst eingefäjritten, als sie einer Statue des Kaisers Fran; Josef einen hänsernen Strick um den Hals legten und bie österreichischen Adler mit schwarzer Eisenlackfarbe beschmierten und „Hoch Serbien" unb „Nieder Oesterreich" schrien. Der Deutschen wegen sei man jedenfalls nicht eingeschritten. Tic Versammlung nahm diese Erklärungen Wolffs mit stürmischem Beifall aus. Zeppelins Ausstieg. Friedrichshafen, 9. Sept. Der gestrige Ausstieg beö „3- IIP dauerte ll/2 Stunden. Es wurden Versuche mit der Funkentelegraphic gemacht, die befriedigend verliefen und fortgesetzt werden sollen. Der König von Sachsen traf um t/2ll Uhr abends hier ein und begab sich mit dem Grafen Zeppelin alsbald nach der Ballonhalle nach Manzell. Er beabsichtigt, an einem Aufstieg tellzunehmen. ♦ Stuttgart, 9. Sept. Gestern abend ist bei Zuffenhausen ein Automobil, das außer von dem Chauffeur von dem Kammerdiener und dem Kammermädchen einer Stuttgarter Herrschaft besetzt war, infolge Anfahrens an einen Baum umgestürzt. Die drei Insassen wurden schiver verletzt. Arbeitsvergebung. Die zur Erweilerung der Scklacktbosanlage ersorderliche Tachdeckerarbeit soll DouucrStag den 16. September d. I., vormittags 10 Uhr, öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeichreibuna und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angeboie auf Vordruck, der bafelbft erhältlich, sind bis zum genannten Termin an uns einzureichen. Zuicklagsn ist 3 Wochen. Gießen, den 8. Sevtember 1909. B9/» Städtisches Hochbauamt. ©erbe!. Versteigerung. Freitag den 10. Sevt. Ifb. 7)3., nachm. ?» Uhr, soll am iDiitteliueg die Ernte eines Tricbvicrtcls (Startorfein, Kraut rc.) versteigert werden. 4948 Gemmecker, Pfandmeister. Kilbnerangso - Horofiaut entfernt sicher „Radikal", ver Flasche 50 Psg. [4713 Germania-Drogerie Carl Seibel Frankfurter Str. 39. Televh. 5to. Keller’sche Einkoch-Apparate Einmachgläser 3493) Pergamentverschlüsse. Ludwig Kröli, PlßßliSlr. Spezial-Haushaltungsgeschäft der Rabatt-Spar-Vereinigung r ▼ ftat-t ■ wird von v< ■ Ver»/k<-raaf ■ per bald g I D*r Poef*o u I gen: HerrnAa ■ l*Kit J| Ged Anget Kl ro richten uni Kl ’•'* 5»Cd an Kl ’eln * Vogt . Köln. Mf W LA irorbmrr 1 *• I Ti v». I esucht 1 4 gut be ; (6 Michl au' llta]. I lote bitte d 1 er Chiffre ■ Haaaen* K1 2Jv il:__▲ Mehrere S fiebre tRHAil' V. Wctri 11 - Vm»* ßublangcr , Meece bei ifür. i »^Ll1 W ^uhrkuecht tiw Ä gesucht gonttratze L | 4lrbe fofocl »ur ÄuibHl iter Wpj '-tintfcric »um t Cf tobet qc -Meret We. « t _____*« hrling L «ucht I ott. IRerbnrg I lernentnaH- _ L'cljrl Ott 1. Cfteber ar *e* jge-| At f7 1 iiiG* 1^ Vcl)rmäbci| 1 l«?JD|___«Hl «McfuAt Qotbtnnen ■ ciF^^k u <*regr t.« -hlr (v taulF | Ci b Küche oertt. 1 auenl. bterrb o. 1 tel t ßeltcr»tt>.«r |5( Etn «aub. in. V« ig. 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