Nr. 181 Seneral-Anzeiger für Gberhefsey n-o. Ge- seine mit : s>ä> ieB‘ .. jl Ferdin»2Ä wegen wandern, dürfen wir tnel- , , _ . Glück, daß es so kam. Wahrscheinlich wären sonst die meisten jener älteren Bauwerke den Bauten selbstbewußter und anspruchsvollerer Nachfolger -um Opfer gefallen, wenngleich man sie auch so schon öfters als billige Steinbrüche benutzt hat. Dienstag 8. Juni 1909 ► Rotationsdruck und Verlag der vrühNchen UnrversitätS - Buch- und Stemdruckerei. R. Lang«, Dießen. ;h beschäl j „erscbwiti* Sr.Teilh* Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul» straße 7. Expedition und Verlag: 5L Redaktion:e^l 12. Tel.-Adr.:AnzeigerGreßen. Die ^Gießener ZamiNen^latter" werden dem ,Anzeiger^ viermal rvochen lich beigelegt, boS „Krdsblatt für deo Krti Slehen" »roennal wüchenllich. Die „LaudwirtschafMchell Leit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. LÄ-ll-'-KS MH ^er,cAaft unserer Badestadt, vom Strahl der Morgen,onne verklärt. Und zu diesem aus Künstlerhand hervor- gegangenen Bilde paßt trefflich der von Tirettor Steingoerter arrangiertL szenische Prolog, der uns zur Bäderlai führt, in die Arbeitsstätte der sagenumwobenen Heinzelmännchen und zu den Omellennymphen, die den kostbaren Schatz der Berge hüten, die Svllern^en2fen;< 3U einer auf dem Felsgestein sitzenden Nymphe (Frl Erna Güldener) gesellt sich die heitere Muse (Frl. Scholz) und bietet ihre Hilfe an. Während die Schwestern den Leidenden den Helltrank reichen, will sie durch ihren Frohsinn aus Seele und Gemüt der Gäste wirken, die den Segen der Internationale Somit« soll beauitragt werden, bte Frage zu beraten, in welcher 'Seife die verschiedenen Nationen vorzugehen haben, falls in entern X'aiibe ein Streik ausbricht. — D-er Borsitzende Edwards erklärt, baß das Internationale Komitee sich alsbald mit der Frage beschäftigen werde. (Beifall Daraus werden die eingebrachten Resolutionen Angenommen Zur Regelung de t P r o d u k t i o n spricht Ca llewart (Belgien und empfiehlt folgende Resolution: „Tie Regelung ber Pcoduktion, die Stetiqfeil des RiarkteS und die «lemeini'nmen Interessen der '.Bcrgarbcilcr aller Länder machen eS erforderlich, daß die Probnklion bei dem Vorhandensein einer Reserve von höchstens einem Prozent der (Hi-)amtvrobu(tinn die Nachfrage nicht übersteigt. Der .tinngref: bevollmächtigt daher das Internationale Komitee, in entern Lande oder mehreren Ländern ober in allen Ländern zugleich bic notmenbigen Feierschichten anzuorbnen, wenn die Vorräte dos erwähnte eine Prozent erreicht haben." Vexant Frankreich' begründet eme französische Resolution: „Wenn ein ('knerolrreif in irgend einem Lande ftnttfinbet, so sollten die Bergarbi'ilerorgaitisationen der benachbarten Länder ihre Produktion dadurch einschranken, baß sie die Arbeit aus cm en bestimmten Zeitraum rinftelkn " Für Deutschland spricht der Oberschlesier Doll. Er sieht bic beste Regelung der Produktion in der Verstaatlichung ber (Mrubcn und empfiehlt bic Annahme ber belgischen Resolution. — Sjicrauf werden die belgische und die sranzoslsche Resolution über bic Regelung der Produktion angenommen. 3tini Strafwescn referierte Leim peter (Deutschlands Der Redner empfiehlt die Annahme folgender Resolution: „Durch Gesetz ist die Strafbefugnis der Wertsverwaltungen gegenüber den ihnen unterstellten Arbeitern dahin zu beschränken, daß in jebem Falle, wenn bic Eeldsttaic eine Mark übersteigt, eine Vertretung der Belegschaft zur Beschlußfassung zugezogen werden muß." Belgien uub Frankreich bringen Resolutionen ein zur Verstaatlichung der Gruben: ,^In icbem Staate sollte bet Staat allein das Recht haben, die Minen zu besitzen und sic auszubeuten im Interesse der Allgemeinheit." — „Sir sind der Ansicht, baß der üesitz mm Berg.linken Privatleuten nicht zugebilligt wird. Das fssentliche Interesse erfordert, baß sie zum 'Jhißcn des Volkes »usgebeutet werden." Ein Antrag Belgien, für sämtliche Bergarbeiter eine 11 tägige Ferienzeit zu verlangen, wird angenommen. Ferner wurde ein belgischer Antrag angenommen, nach welchem au? dem Profit der Minen em noch genauer zu bestimmender Teil dem Inteniationalen Momitec -»geführt merben soll. — Abgelehnt wurde ein Antrag Testerreich, für den auch der deutsche Abgeordnete Sachse eintrat, nämlich den Internationalim Kongreß nur alle zwei Jahre statt alljährlich stattfinden zu 1 affen Damit war die Tagesordnung erschöpft. ES folgten die Schlußreden. Der Senior der deutschen Berg Mannschaft Ludwig Schrö- der (Bochum), von lebhaftem Beifall begrüßt, sprach den Dank ber deutschen Beraarbeiter an die ber anderen Rationen aus und feierte den Senior der gesamten europäischen Bergarberterschaft, das .cryliirbe Parlamentsmitglied Raed. Znm Schlüsse erlwben sich die Vertreter ber fünf Nationen und fangen, tin icber in seiner Muttersprache, das Inteniationale Dergarbeiterlied. Mit einem Hoch auf die Internationale voller- besre-.enoe Beremrbeu.-rbeweguna, welches der Präsident des In ternationden Komitees aüsbrachre, ging ber Kongreß auseinander politifdic Zaacsfcbau. Zur Tabakfteoererhohnnß. Tie Finanzkommisfion des Reichstags Hal bcfanntlub bcitbloficn, dem Plenum ba Sn'tcm eines Serienitblaq zollen mit einer G-scuntbclasrung von über 4ö Millionen Mark für die künftige Besteuerung des Tabakkonsums vor- zuschkagen Gegen diesen Boricftlag wendet sich in ihrer längsten Ausgabe die „Süddeutsche Tabakzertunq" in einem Aufruf nn alle Angehörigen des beutfdxn Tabakgewerbes und führt aus, daß alle Fachleute des deulschen Tabak gewerbes von Anbeginn in seltener Uebercinstimmung den Einwand erhoben, daß dieser Wertzuschlagszoll in sozialpolitischer Bezielxung die denkbar schlimmsten Folgen für das gesamte Tabakgewerbe haben müsse. Wird durch das Wertzuschlagssystem doch die stonkurrenzfähigleit der Heineren und mittleren Fabrikalionsbe:riebe gegenüber einer geringen Minderheit kapitalkräftiger Großbetriebe derartig geschwächt, daß die Möglichkeit des Fortbestehens kleiner und mittlerer Fabriken von allen Kennern der Tabakindustme ernstlich bezweifelt wird. Die Folge etned Sertzuschlagzolles ist demnach die allmähliche Abtötung aller Fabrikationsbe- triebe, welche nicht mit sehr reichlichem Kapital arbeiten. Die Herstellung von Tabaksabrikaten würde in wenige kapitalistische Großbetriebe konzentriert Es werden also die tausende Mittelstandseristenzen aus dem Tabakgewerbe ver- trieben und durch die Vereinigung der Tabakproduktion in wenigen kapitalkräftigen Hä-tocn dem Tabakmonopol die Wege geebnet. Außerdem wird durch dieses System der Anreiz zur Steuerdcfraudation gegeben und damit der Te- moralisatiou der breiteste Eingang in das deutsche Tabak- gewerbe geschaffen. Es durste bisher beispiellos dastehen, daß man über ein weitverbreitetes, mehr als eine halbe Million Menschen ernährendes Gewerbe gesetzgeberische Maßregeln vorschlägt, welche von allen Vertretern dieses Gewerbes als höchst unheilvoll bezeichnet und erwiesen worden sind. Das sozial gerecht sein sollende Wertzoll- Prinzip erweist sich also sckftießlick) als eine „soziale Steuerschraube ohne Ende." Tie „Südd. Tabakzeitung" schließt ihren eindrucksvollen Aufruf mit einem Appell an alle Angehörigen des deutschen Tabakgewerbes, gleichviel, ob Fabrikanten, Händler oder Arbeiter, ungesäumt in örtlichen Versammlungen gegen die ruinösen Vorschläge der Finanz- kommissiou im ganzen Deutschen Reiche vor der breitesten Lefsentlichkeit schärfsten Protest zu erheben. * Der „Verein Deutscher Ieitungsverleger" hält seine biesiahvige Hauptversammlung am 15. Juni in München ah und veröffentlicht soeben die Tagesordnung für die Bcrhanb- lungen. Eie gibt eine Vorstellung von dem großen Umfang des Interessengebiets bc5 Vereins, bas die wirtschaftlichen und rechtlichen, hie technischen wie literarischen Fragen bet Bresse begreift, und von ber Rührigkeit ber Vereinsleitung, bic eü verstauben hak, den Verein auS kleinen Anfängen zu seiner heutigen geachteten Stellung zu führen. Emen besonderen Erfolg hatte die Vertretung ber Zeitnnqsverleger im vergangenen Jahre in ber Bekämpfung der Intelligenzsteuer, der vorgeschlagenen Besteuernng der Zeitirngs- inseraie, zu verzeichnen, bei ber sie überzeugenb den Nachweis führte, daß eine Anzeigensteuer eine Bedrohung ber Preßfreiheit bedeuten würde, 'Augenblicklich stehen wieder Gesetzesvorlagen im Vordergrund, die für die Presse von weittragender Bedeutung sind. Es handelt sich um die Reform des Strafgesetzes und besonder; um die in der sogenannten kleinen Strafgesetz-Novelle vorgeschlaaene Einschränkung des Sahrheit8beivcifc5 bei Beteidigungsvrozeffe». Das Organ des .Vereins Deutscher Zeitnnqsverleger', .Ter Zeitnngs-Vcrlaq', hat rechtzeitig Stellung dazu genommen, unb im Anschluß an seine Aufklärungsarbeit wird sich fetzt die vanpl- ucvfammhtng in dieser wichtigen Frage schlüssig zu machen heben. Aus der Tagesordnung steht ferner eine Aussviache über technisch- gewerbliche Fragen des ZeitungSverlagsqeschästes. Diese sind in jüngster Zeit besonders in den Vordergrund gerückt durch die großen iechmschen Fortschrikle auf dem Gebiete des Bnchdruckerenvesens, speziell der Setzmaschinen für die ZeilnngSherstellung, und durch die Stelluiigiiahme der orgauisierlen Llrbeiter dazu. « Die Drogisten und die vorgeschlageue Parfümsteuer. Der Toukschc Drogisteu-Verband von 1873 c V. hält zurzeit in Halle feine diesjährige Delcgierten-Versamm- lung ab, mit der eine Ausstellung ber beukfchen Parsümerie- unb Drogenbraiiche verbunden ist. Die Debatte nahm teilweise einen recht erregten Ton an Man einigte sich schließlich auf eine Resolution an Regierung und Reichstag, in der die gesetzgebenden Faktoren gebeten werden, der vorgeschlagenen Steuer die verfassungsmäßige ('Genehmigung zu versagen. Unnötig daran zu erinnern, daß auch in ber erproben wollen Tiefer Dialog wurde fehl ausbrncksvoll. mit feinem Empfinden gesprochen, der Reigen ber Nvmphen sehr finnig an6gcfübrt, so baß das Publikum nut feinen Dankesäußerungen nicht zurückhielt. Als erste Auftührung in biefer Spielzeit mürbe Strauß' unverwüstliche „Flebermaus" gegeben, bie trotz ihrer 36 Jahre mit ihrem MelobienreichNlin immer wieber bte Herzen von ning unb alt bezaubert Ter erite '?nt bot bereits Gelegenheit, das neue The*nerrcgime recht vorteilhaft kennen zu lernen Die ganze '.Haidfiattiutg icugie von vollendetem Geschmack unb fand widerspruchslos günstige Beurteilung Im zweiten Akt waren Mißer ber pradthiint Szenerie die Beleuchrungsesftkte beionders wirksam. Bon ber Auftührung selbst kmin man im allgemeinen nur mit reichlichem Lob sprechen, wenn man bebenft, baß bas Ensemble zum erftnunal »uumnneit wirkte. Direktor Stein- 0 o e 11 e r wirb nut dem Operettentheater im Lmrse bes Sommers auch hier einige Vorstellungen geben. - Wiesbadener Naturtheater. Veranlaßt durch den großen künstlerischen Erfolg und das reqe 3 n irre ne, das den Festfinelen in dem neu eröffneten Naturtheater im Mrotal ent- gegnigebrafht rmnbe, hnt sich die Kurver i altung entschlosfen. noch iwrtcre StebcrtxHnngm von Solzogens „Maibrant" zu ermäßigten EiNtriltSpreisen am MitNvoch den 9., Di'rmerstag den 10., Samstag den 12. und Sonntag den 13. Juni ju veranstalten — Bühueu fest spiele Bayreutb IVOS. ES sinden in diesem 3abre folgende 9luffübvunqen flott: Zwei AuFührunqen des Bühiieiifestspieles .Der Ring des Rideluugeu^: erfte ')luffübnmg Sonntag den 35. bis Tliitioocb. 2H. Juli; zweite Sluffnbning Saiusiaq den 14. bi« DienSiaa, 17. August. Eichen Aiifiiihriinaen be« Bühueuweihfestivieles .Parsifal-, am 23., 31. Juli; 4., 7 , 8., 11^ 20. ?luguft. Fünf Aiiffiihrungeu vou .Lodengrin"; am 22. Juli; 1, 5., 12., 19. August. WingolfSbund In der Pfingstwvche tagte — zum 29. Mal seit dem Jahre 18o0 — der Wingolfsbunb in Giieuadi 2^jn den Un,veriitäten Berlm, Bonn, Breslau, Erlangim, Gießen, Göttingen. Greifswald. >?alle. Heidelberg. Kiel. M ? rngsbcrg, Leipzig. Marburg, Münäx-ii. Münster. Äoifoef. Straß- bürg, Tübingen, sowie vou den tedmifdrii Hochschulen (Tbarhtten bürg, Darmstadt Mimchen. Stuttgart nxinm mehr als 300 Müglieder bei Wiirgvlrbnidungen. sowie 150 Vertreter der über 4000 Miuilrcder umiafienten j'.li)"ierDrrbänbc erschienen Unter den friHidwit Veranstrltuii reu bildete bic IVriammlun i un Wart bu rghof baj_ S?abcpi:nb. ei ,;ihj -» auf den Großhinna vvn Zadnnt, ijitn • irt vr.t gemein’men « viari des Liedes „Linie feste Burg der VoTfisLnoe d.s Bervr.. 7 . hingen, ftub. Kirchberger, die Festrede hielt. Die geschäftlicheir Verdandlungen umfaßten verschiedene Seiten des Arbiltspro- grannns des Wingolfs, in befien Mittelpunkt die Betätigung, iiMich-religröser Gefunuuig ün neuzeitlichen Studentenleben steht. — DieSlörche vonEolmar Die alte Reichsstadt im 57berelsaß war früher berühmt als Storchenkolonie Noch 1870 zählte man dort zweiunddreißig Storchennester, heute find es ihrer nur noch vier, darunter das größte unb als Sehenswürdigkeit bekannte auf dem unvollendeten der beiden Munstertürme Dieses hatte im Lause vieler Jahre derartige Dimensionen angenommen, daß man befürchten mußte, cs werde eines Tages herabstürzen, und es deshalb vor einiger Zeit, ehe bie storche wi derkchrtcn, abnehmen ließ Das 9!est das so viele Generationen der Familie Langbein beherbergt hatte, wies einen Durchmesser von 1 80 Meter unb eine Höhe von U/s Metern auf. T-v> OJc- wicht betrug 800 Milo unb bie Masse war derart fest, baß i zerschlagen werben mußte An In fand man u. a. folgende OVgenfftinbc: siebzehn Frauen- ftrumpfe, fünf Pelzmützen t alte Stiefel, ein großes Stück Leder und vier Metallknöpfe, alte Nest wurde durch ein künstlichem großen Reisigbündeln und einem Sack Sägefpäne ersetzt, ohne weiteres von ihrer neuen Villa B.'sitz. die sich seither einigermaßen nach ihrem Privatgeschmack eingerichtet haben — Der un fromme Zeppelin T«c tn 5itnnaringen bic Pfingstierniadn des .'»eppellnschen Luftschiffes. Sie lautet: Auf Pfingniam-ta.i Abend waren nun bie Vorbereitungen zu den Flugversuchen der Iungmannschisl v.-llig abgeschlossen: da aber bie Allen offntbar insnuscmäßig iuhltcn, daß man nut Luft- ■ gond-lmanooer nn Teuiclsnxck, zumal wenn man fit gerade I „an den hl. Pftngftragen" aus'ihn. Serfammlung ber schöne Ditz gemacht mürbe, baß bte sog. Parfümsteuer trotz des wohlriechenden Namens in den interessierten streifen tn denkbar schlcckUestem Geruch stunde. Tie englischkn Parlamentarier besichtigten gestern vormittag ui Berlin Wodlsahrrscinrich» Hingen unb industrielle llitiri rtchmungen und nahmen nach- mittags an einem Festessen teil Staatssekretär Tentburg erklärte in seiner Anspraäte, bic leitenden Staatsmänner Deutschlands würden alles tun. um bic gemeinsame Arbeit, für die sich in den Molomcn, sorvie and' auf dem flantuirm für beide Völler ein weites Feld bietet, zu fördern Cber» burgermciitcr Hirfdnier versicherte den Gästen, daß fich m ganz Tculfchlanb kein vernünftiger Mensch finde, dec an eine Störung in den B.ziehungcn zwischen dem englischen und deutschen Volke glaube Nachdem Staarsminister a. ix Freiherr v. Berlepsch einige A! jchiedswone gefprodjen hatte, erwiderte Robert Norwich, Dcutschland habe durch feine Freundschaft und Gute bte Herzett ber cnglucheu Gäste erobert. Elhnos aus Manchester erklärte, die Arbeiterpartei werde alles tun, um den Frieden mit allen Nationen aus- rechtzuerhalten Die Gaste traten nach dem Diner die Rückreise über Bremen nach Londoii an. Tie Ermordung BruvhaberI. Zu Ansang des vorigen Jahres hielt Dr. Robert Brunhub« hier »n Gießen einen sehr mieuiianten VoNraa über bte Pemions- Deriuherung ber Privataugestelttcn. Tte Nachricht von inner Ermorouiig wirb lebensalls allen beueit, bie b reffanten Redner damals in Steins (.Harten gehört haben, 'ehr nahe gegangen sein In ber Jlöln. Zka. tverben letzt mit der Be- ftättgun i von ber Ermordung aus Schanghai nähere Einzellu:^ über das tragische Enlie BrunduberS mugeteilt. Dr Brunbu:.r batte schon vor einigen Jahren eine Vergnügungsreise durch Indien. Ebtna, Aorea unb Japan gemacht, bic ihn in Begl itmig ferner Frau nach Schanghai geführt hat Tiefe erste Reise baue Brunbuber mannigfache Anregungen « damals eine weitere Reife nach Cftafien aufuiibigte Er ist mit Schmitz un September vorigen FahreS zu bteier zweite» Reist aufgeb rochen, die ibn zunächst durch Birma unb Inboch na iührn Die letzte Kunde, bie non ibm iuidi Schanghai gelangt ist. ba:tm aus Bbanw vom 27. Februar Bhamo ilt bie äußerste englische Garnison an der Nordostgrenze non Birma, am Ufer des Fra- wabdi. hart an ber chinefischen Grenze Von bort auf führt bv große Heerstraße, die bic Wasferfcheiben des Salivins unb M Mekongs überwindet unb nach Tengjueb tn Jünnan unb weitei- bin nach Iünnanfu unb Szcifchuan bis an ben Jangtse film ?iach dieser letzten Nachricht beabsichtigte Dr. Brunbuber. von Iüiman ans ins innere Tibet cmzubrmgen unb bann ba/ 3angtietnl abwärts nach Schanghai zu kommen Tiefe Adiichr ist nun burd) den Tob vereitelt worben Cb bie beiden Ren'eich» für ihr gefahrvolles Unternehmen genügend Dorbcreitct un) a# gerüstet waren, ist bisher nicht bekannt geworden. mich der englische biplomatiuhc Beamt, Mar idro vrm ‘Kilben er mürber worben, imb sein Tob. ber durch eine Cun'cbul- biginigsgefünbtschast nach London qtiühnt werben mußte, batr bie ton bl tätige Folge, baß er zur erilen Errichtung von itänbigm chinesischen Gesanbh'chaften im Auslände iühNe. Ta Ebma gerade in diesem Augenblick daran geht, seine Herrschaft über bic unter- tvorfenni wilden Ureinwohner tn ben Gebirgen bf> Süden ur) Südwestens fester zu stärken unb gerade eine Verordnung tr dies m Sinne an die Prozinzialbehörben ergangen nicht miinöglich, baß dies traurige Ereignis, bic Ertnordung ber beib'-n Kölner Hemm, bic wohltätige Folge hat, baß bte »«»erabr. bic in China Reisenden von ben imbezwinitiencn Ur^mwohm« ____________’__________ 2Iu3 Staöt und CmiO». Gießen, 8. Funi 19OT. •• Eine Sitzung deS Provt nzia lausfchussrß finbet am SarnStag, 12. Juni 1909, vonnittagl 9 Uhr, mH folgender Tagesordnung statt: 1. Reklamation bei Rentmeisters Pfnorr zu Londorf gegen den Voranschlag bet fr- metnbe Lonbors für 1908. 2. Enteignung von Gelände |um Ausbau ber Mainzerior-Anlage in Friedberg; hier: Sui« sprach der Enteignung. 3. Bangesuch deS Gruft Freunbl eb II. — M a t h c b r t b l ü t e n Aus ben Aukeichnunge» eirf* Lehrers gibt bic Tägliche Runbichau folgende 'lathebcrblütf« tue besten: Er fchwamm durch einen kühnen Sprung aus dem Sdr-f Das waren fchwere Geschütze, bie der Papst gegen den Irin schleuderte. — Welchen Schritt tat Karl II nod) auf Dem Tot " bette? — Leopold I. war ein Mann ohne Gneraie, in der bet Jesuiten liegend. — Gau e Küstenstriche Italien» nxirrfl ete* im iuolidjcn ifiallicn angciiebclt. He rohes ift gestorben. ** unmöglich ist, 4 v Ehr. -- Da Amerika erft zwei Zahrbundertt bevölkert ist, fehlt ihm rin gut Teil unserer Bee.langen beit Ge liebt fest, baß bort ganz glücklich bevölkerte, gnrrhud) fbe»-y Leute gewohnt haben. — Friebrich kam nach ftfbcn Jahren sprungweise nach Italien. — Bei Homer kann kein Satz zn»ei Wonen amangen — Wer weiß, ob Cicero bet diesen ksonm nicht ein wenig auf sich geschielt hat' - In der nächsten Stnndt wird das Wormser Konkordat zustande fomm- n Ludwig X'- war em i’äifterbilb vou Unstttlichkeü unb Liederlichkeit Äd brmuenbeu Kanonen unb gelabenat Lunten zogen bie Manarcht* in Paris ein. — Star! X. unb sein Sohn waren völlig hnbedN- — Gin Brielmarkenscherz. In ben Kreileu bet marfenfommler ioirb man sich, io wird uni au» 6aiumlerfrr r geschrieben, noch bei seltsamen Toteiikopie» erinnern, bei «««♦ w® letzten ktbiichen Rrömmgimarfen erschien, ivenn inan da» Bild M König» Peter unter einem Winkel betiachtete Gin andere», xec» auch bedeutend luftigeres Bild zeigen die gegenwärtigen en|e Ii« chen Marken, bie Gbnarb VII. zeigen. Beira bte: man nnt beliebige englische Briefmarke unter ber Lupe, so stehl mdfl i;rohl bei Königs eine reizende jimge Tome erscheinen, bu Begriff ftebt, sich ihren Hut ou'zusetzen. Tai Auge bei Rö«w< hübet den Ropf der Tome, bte Augenbraue» bereu out, t»dbrtN die Nase auf der einen Seite ivid der Schatten der Vaden^o»! ber anderen bic beibeu Arme der Zaine banieBen, die itren V* feftfledt. — Steine Chronik au5 fuuft unb Diiienstball. Die erste Allgemeine schwedische Ausstellung für tn«- handwei k und tunstrudustric »st gestern m Stockholm et« öffnet nmxbnt. Dir Haupweriammlung besA 1 lgcmei deutschen Mufikvetcin < wählte Richard Strauß.der von der Stelle d?s aünt Vorsitzenden «urutfirat, ,um Gb • ' Vorsitzenden. — Noch Goinngen, Stungar: unb Treib*, wo troHinrn für Luftschiftahrt emaer'chtct ober gepfan: ''7w. will i tzt mich die Technische Hochschule in Bt sch wcig einen Lchntubl für diese modernste Tisziplin ernch^ 3. Dr. 21. 2t., Wien XIII. Bi visu ist in! alle schwache und Elende. Mmbev nt der Eunvicklung usw. ein Nrattrvcndcr, denen belebende, erfrischende Wirkung aus Mörvci nch menlens nach wenigen Lagen bemerkbar mach:. Er balllich >/. Kilo, sur einige Wochen ausreichend, 3 Mt. in Sluolbeken Drogerien mm. Man lese die Urteile der Professoren und X.-caic und beachte die Billigkeit. ,..?> bleicht und reinigt dis Wäsche ohne Reiben und Bürsten! Garantiert unschädlich! Grösste Schonung! Kein Ntcbgelben der Wäsche! Bequemste Wasttaelliiröe JoSoMüllex» Limburg c fUS»L • ;S-h Seifen-u.ehern.-teebn. Fabrik. ■ 's Änsang, tvenn nicht ander? bemerkt, abend? um 7 Uln. zur 7. Handel . 119.45 • 85.95 116.40 . 224.40 144.50 in Roggen Gleichzeitig hielt im großen Dank des Vorstandes aus. 5) 277 (+ 12) 258 (- ü) 5) (+7V2) 288 (- ( + (+ 188 193 (+ (4- uli 197.50 Juli 187.00 (- (+ (+ s (4- (- (- 4, 2) (+ (4- (- ((t (- (+ (- 5) 2) 4) ) ) 5) 2) 1) 3) 4) 4) 3) 7) 10) 10) 1) ) ) 5) . 181.50 . 132.40 . 241.10 . 61.20 . 152.30 100-15 99.70 95.70 95.30 85.95 94.20 Haier 187 (- 3) 195 (+ 2) 198 (4- 3) 194 (+ 1) 192 (- j ’3nri? Juni 215.45 (— 7. Chicago Jul: 182.75 ( + 22.10 155.75 129.00 ) 5) 3) 8) 13) 62.60 64.00 98.85 90.10 93.20 144.60 50.60 89.15 66.75 99.20 b) 3) 1.00). El (4* 21/2) 208 206 208 212 210 208 188.50 179.75 21.70 für ein Llörper macht. Er» Avotbckeu, und Acrzte 282 (+ 282 (4- 280 ( + 272 (— 125.50 191.00 178.50 116.90 189.00 180.50 90.20 96.00 171.50 132.50 241.4» 151.00 186.40 153.10 200.30 Getreide-Wochenbericht der Preisberichtstelle des Deutschen Landwirtschaftsrats vom 25. Mai bis 7. Juni 1909. 210 206 210 187 200 195 205 205 196 8. Juni. Anfangskurse. Harpener Bergwerk . Laurahütte . . , Lombarden E. B. . . Nordd. Lloyd . . , Türkenlose .... Müller'sche Badeanstalt. Wasser wärme der Lahn 1 5° R. Königsberg T anzig Stettin Posett Breslau Berlin Magdeburg Halle Leipzig Dresden - Braunschweig Rostock Kiel Hamburg Hannover Tüsseldori Fraiikfttrt a.M. Mannheim Straßburg Stuttgart München Verantwortlich i. B.: für Gerichtssaal E. Anderson für Stadt und Land: Karl Ncitrath. Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amerik. Paketf. Harpener Bergwerk . . . Laurahütte...... Nordd Lloyd..... Oberschles. Eisen-Industrie Berliner Handelsges. . . Darmstädter Bank . . , Deutsche Bank . . . , Deutsch-Asiat. Bank . . Diskonto-Kommandit . . Dresdner Bank . . , . Kreditaktien . . , . Baltimore- und Ohio- Eisenbahn . . . Gotthardbahn..... Lombard. Eisenbahn . . , Oesterr. Staatsbahr . . . Prince • Henri - Eisenbahn . katholische Gemeinde. Gottesdienst. Mittwoch den 9. Juni: Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit heil. Beicht. Donnerstag deii 10. Juni: Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. 270 265 191 195 197 195 198 200 195 187 192 200 193 190 195 195 195 1971, 195 190 Airchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Donnerstag den 10. Juni: Ausflug der Vereinigung konfirmierter Mädchen der Markus- gemeinde nach der Badenburg. Treffpunkt: Neustädter Viadukt 2 Uhr nachm. Saale des „GambrinuS^ der Verband der Krankenkassen eine gut besuchte Inst rukt io ns stund e ab mit der Tagesordnung: Die Reichsversicherungsordnung. O Laubach, 7. Juni. 23 hiesige Häuser sind in Denkmalschutz gestellt. Eins in dem Stadtteil „Sie Lippe* war baufällig geworden und sollte ausgebessert werden. Deswegen verweilten dieser Tage der Vertreter der hessischen Denkmalspflege Profesior Walde aus Darmstadt und zwei Baubeamte aus Schotten hier. Das betreffende Haus ist Eigentum des Christian Jäger und trägt die Jahreszahl 1613 sowie außer verschiedenen Verzierungen den eingemeißelten Spruch: Wir bauen alle fest und sein doch fremde Gäst Und da wir sollen ewig sein, bauen wir gar wenig sein. Bei der gegenwärtigen Wiederherstellung der Stadtkirche fanden sich in Nähe des gräflichen Stuhles alte Malereien. X. Mühlheim (Hessen), 7. Juni. Heute früh ist in der Nähe von Kochl a. M. der 36 Jahre alte Weinreisende Schneider von hier mit einer Verletzung an den Schläfen tot aufgefunden worden. Der Verlebte hatte am Tage abends halb 8 Uhr: „gauff. 2. Teil, 1. 2. Teil, 2. Abend. 1000 kg je nach Qualität, wöbet (—) gegenüber der Vorwoche folgt: Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union 0. . Dresdner Bank . . . Tendenz: schwach. 265 (4- 259 (— 276 k-V- 265 (+ — (— 268 (4- 268 (-- 269 (-- 278 ( + - (- 15). Roggen: Berlin Jt — 0.50). Hafer: Berlin I Weltmarktpreise: Weizen : Berlin Jnlt 254.75 September 228.50 (4- 2.00). Budapest Qkt. 230.50 Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie, Giessen. Frankfurter Börse, 8. Juni, 1.15 Uhr. Berliner Börse» Canada E. B. Spieiplmt der vereinigten Xranffurtet Stadltheater. Opernhaus. Mittwoch den 9. Juni, abends halb 8 Uhr: „Ter fliegende Holländer/ Donnerstag den 10. Juni-): »Das Nachtlager von Granada/ Hierauf: „Ter Karneval in Venedig/ Freitag den 11- Juni, abends halb 8 Uhr: „Gin Walzertraum." Smnstaq den 12. 3uni, abends halb 7 Uhr: „Lohengrin/ Sonntag den 13. Juni: Letzte Vorstellung: „Der Wildschütz/ Wiedereröffnung Mittwoch den 14. Juli. beigesügt ist, wie Weizen Schauspielhaus. Mittwoch den 9. Juni *): „Was ihr wollt/ TonnerStag den 10. Juni: .Wallensteins Lager." Hieraus: „Die Piccolomini/ Freitag den 11. Juni: .Wallensteins Tod/ Samstag den 12. Juni: .Johanitisieuer." Sonntag den 13. Juni: „Ter Hiittenbcutzer/ Montag den 14. Juni: „Ter Kaufmann von Venedig." Tienstag den 15. Juni: „Maria Magdalene." Mittwoch den 16. Juni, abends halb 7 Uhr: »Faust/ 1. Teil. Donnerstag den 17. Juni, «Der Biberpelz/ Freitag den 18. Juni: Abend. Samstag den 19. Juni: „Faust". (— 0.25). September 191.50 (■ (+ 0.25). 3l/a°/o Reichsanleihe. . . 3°/e do. . . . 3l/a% Konsols • • • • 3% do. . . . . 3‘/2°/0 Hessen . . . . . 3l/,°L Oberhessen . . . 4°/0 Oesterr. Goldrente . . 4l/6°/o Oesterr. Silberrente. 4% Ungar. Goldrente . . 4°,0 Italien. Rente . . , 3°/0 Portugiesen Serie I . 3°/0 Portugiesen „ LU . 4*/,% russ. Staatsaul. 1905 41/i°/o Japan. Staatsanleihe 4% Couv.Türken von 1903 Türkeulose . . . . 4°/0 Griech. Monopol-Aul. . 4°/0 äussere Argentinier . 3% Mexikaner . . . . Während der Weltmarkt sich bei unserem letzten Bericht vor 14 -tagen noch unter dem Eindruck sehr ungünstiger Wctter- und Laatenstandsberichtc befand, haben inzwischen Ende Mai und Anfang Juni fast in allen Produktionsgebicten der nördlichen Erdhälfte mehr oder weniger ergiebige Regenfälle die Erntcaus- stchten chua? gebessert. Ties gilt zweifellos für alle Sommersaaten, doch bleibt noch fraglich, ob nach der wachstumsfeindlichen Dürre des Maimonats die späten Niederschläge noch im Stande waren, auch den Wintersaaten überall zu einem normalen Ertrage zu verhelfen. Nach unserem Saatenstandsbcricht vom 1. Juni b. I. scheint indes die Möglichkeit hierzu in Deutschland noch gegeben zu sein, während der günstige Umschlag dec Witterung dre drohenden Verluste bei der ersten Futterernle wohl nicht mehr hat wett machen können. Es wird indes für ein freudiges Wacl)s- tum noch mehr warmer und durchdringender Regen herbeigesehnt, owohl bei uns als auch insbesondere in Rußland und Ungarn und in den Vereinigten Staaten. Wenn trotz der besseren Witterung der Getreidemarkt in seiner bisherigen Höhe und Festigkeit verharrte, so lag der tiefere Grund hierfür neben den immerhin noch unsichereit Ernteaussichten, in der außergewöhnlichen Knappheit an greifbarer Ware, vor allem an Weizen, ein Faktor, der umso schwerer ins Gewicht fällt, als die Ernte sich voraus- ichtlich um einen halben- Monat verspäten wird, der Konsum deshalb iroch etwa 3 Monate von der alten Ernte versorgt werden muß, und 'wir somit ohne jegliche Bestände in das neue Ernte- fahr eintreten werden. Auch für Roggen scheint die Lage noch gespannter zu werden, zumal der Ervort, wobl mit infolge der besseren Qualität der deutschen Ware gegenüber der russischen, noch weiter anhält und in den letzten Tagen die bisher günstigen Saatenstandsberichte aus Rußland zum Teil in das Gegenteil umgeschlagen sind. Hafer lag fest. Gerste hatte lebhaftes Geschäft doch wurden die höheren russischen Forderungen nicht bewilligt' Für Mais ht La Plata-Ware maßgebend, nachdem die Vereinigten Staaten nicht mehr exportieren und der Tonaumais eine zu chlcchte Beschaffenheit 'zeigt: der Markt für Mais blieb fest. Es stellten sich die Preise stir inländisches Getreide am letzten Markttage in Mark pro “ das Mehr ( + ) bezm. Weniger Klammern () ' ' .... . , 7.30). 4o). Liverpool Juli 201.80 (— 4.80), Frohnlcichnamsfest. Vormittags von 6V. Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. » um 7 Uhr: Die erste heil. Messe. * um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. • um 9 Uhr: Hochamt mit Prozession. * um 11 Uhr: Heil. Messe mit Predigt. Militärgottesdienst. Nachmittags um 2 Uhr: Fest-Andacht mit Segen. (- 2) (-- 4) (4- 2) (4- 2) (4- 2) (+ 2) zu Alsfeld. 4. Erbauung einer Kreisstraße von i’ctöba nach Dauernheim; hier: Projektänderung. 5. Enteignung von Gelände in Ober-Eschbach zur Erbauung einer Nebenbahn von Heddernheim nach Homburg v. d. H. ** Ruhe ist vornehm. Eine große Anzahl von lauten Geräuschen beruht auf der Rücksichtslosigkeit der Menschen. Hier handelt es sich nach den Ausführungen Dr. Dornblüths in der Monatsschrift für Gesundheitspflege vor allem um bessere G c w ö h n u n g , die durch Be- lehnmg und nötigenfalls durch Orts Vorschriften, Hausordnungen usw. erhielt werden muß. Klaviersviel und lärmende Beschäftigung sollten nur bei geschlosserten Fenstern vorge- nommen werden, Teppich- und Möbelllopfen nur zu bestimmten Stunden eines einzigen oder zweier Wochentage; Hunde, Hähne und andere Störenfriede dürfen in der Stadt nur gehalten werden, wenn sie so untergebracht werden, daß sie niemand belästigen. Lautes Pfeifen, Schreien, Ausrufen, Singen auf der Straße muß unterbleiben, das erfordert die gegenseitige Rücksicht der Menschen. Die Neigung zu solchen Ausschreitungen wird sich übrigens umsomehr verringern, je ruhiger das ganze Straßenleben wird, denn das Getöse der Bahnen usw. macht auch die Menschen aufgeregt und laut. Sehr viel kann für die Ruhe in den .Häusern dieallgemeineErziehung tun. Der wohlerzogene Mensch vermeidet es'schon jetzt, au Korridoren und Treppen zu sprechen, die der allgemeinen Benützung dienen und das Geräusch in die anliegenden Räume tragen; allmählich muß das zur allgemeinen Gewohnheit werden. Der Wohlerzogene schließt jede Tür leise, auch wenn es nicht , eigens angeschrieben steht, er dämpft seine Schritte überall und spricht nie lauter, als nötig ist. 216er die Ausnahmen von der Wohlerzogenheit überwiegen jetzt noch sehr, das muß zugegeben werden! Bekannt ist die Klage aus den Gasthöfeit, über die Rücksichtslosigkeit vieler Gäste bei Nacht, wenn sie ihre Zimmer aufsuchen. In vielen Fallen gehört wirklich nur die allgemeine Aufklärung dazu, um den erregenden, erschöpfenden, ruhestörcnden Lärm zu Verringern oder zu beseitigen. Es muß sich erst eine öffentliche Meinung bilden, um dieser Gesundheitsgefahr entgegenzuwirken. Und dazu ist hier wie überall die Mitarbeit der Hygieniker unentbehrlich. ** Bürger st eige gießen! Wir bringen in Erinnerung, daß die Hausbesitzer bezw. deren Stellvertreter verpflichtet sind, die an ihren Grundstücken herziehenden Bürgersteige während der trockenen Jahreszeit täglich in den Früh- und Mittagsstunden begießen zu lassen. Einer besonderen Aufforderung bedarf es im Einzelfalle nicht. Unterlassungen werden ohne weiteres zur Anzeige gebracht. Dr. H. Oberhessischer Obstbauverein. Am kommenden Sonntag, den 13. d. M„ findet in Büdingen im Hotel zum Fürstenhof nachmittags 3 Uhr die diesjährige Hauptversammlung des Oberhessischen Ob st bauvereinS statt. Nebst den üblichen Punkten der Verhandlungen: Gc- schästsbericht, Rechnungsablage und Voranschlag wird alle Streife des Obstbaues der Vortrag „Neue Maßnahmen zur Förderung des Ob st bau es* (Referent: Oekonomie-- rat Spie ß - Friedberg) interessieren. Anträge für die Hauptversammlung sind bei der Geschäftsstelle des Oberhessischen Obstbauvereins in Friedberg einzureichen. Vormittags 10 Uhr findet in demselben Lokal die Baumwärterversamm- lung statt, in der über besonders wichtige Fragen für die Baumwärter verhandelt wird. Alle Mitglieder des Oberhessischen Obstbauvereins sind zu den Versammlungen höflichst eingeladen. •’ Eine originelle Postkarte hat der hiesige Fabrikant M. Levi erhalten, die wir zum Ergötzen unserer Leser hier abdrucken: N. bei S. den 1. 5 19 9 geehr des der Heren Fabrikant. Biede, Senden Sie mir um- gehent iere werde Breis Lieste in Sonett und Rechenschirme. Achdungs Voll (Name) — Bad Nauheim, 8. Juni. Der Gesangverein „Frohsinn", der schon mit einigen größeren wohlgelungenen Veranstaltungen an die Oeffentlichkeit getreten ist, gibt auch in dieser Saison wieder ein Konzert auf dec Terrasse unter Leitung seines Dirigenten Wilh. Bechtolsheim er. — Otto Wissig von hier, der seither in Leipzig Musik studierte, hat einen Ruf zum Organisten an die deutsche Kirche in Petersburg angenommen. Nidda, 6. Juni. Heute nachmittag fand im „Garnbrinus" die feierliche Ueberreichung der Ge selten - briefe an 14 Lehrlinge statt (3 Schmiede, 2 Weißbinder, 2 Spengler, je 1 Schlosser, Schuhmacher, Metzger, Bäcker, Schneider, Schreiner, Pflasterer). Anstelle des verhinderten Hauptlehrers Höhn teilte Gewerbelehrer Endres mit, daß sämtliche Prüflinge g u t bestanden hätten, obwohl die Prüfung (theoretische, wie praktische) sehr streng gewesen sei. Er überreichte hierauf die Diplome, gab den jungen Leuten gute Wünsche und Ermahnungen mit für ihre weitere Laufbahn und mahnte sie, tüchtige, ehrliche Handwerker zu werden, und immer weiter zu lernen, damit sie mit gleichem Erfolg die Meisterprüfung bestehen könnten. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Möbelfabrikant Ringshausen, mahnte die jungen Leute zum Wandern, damit sie an anderen Orten neues sähen und lernten. Dabei müsse der Gedanke aber bei der Arbeit sein und nicht gleich beim Vergnügen' Der Vorsitzende des Gewerbevereins, Möbclfabrikant Reuning, sprach den Lehrern, den Schaumeistern und auch den jungen Leuten den Ein Arzt berichtet über den eigenen Gebrauch von Vioson wie fokat: 'Til t ö t» Son V A .. .V . . < 95-201 Elektriz. Lahmeyer 85.95 Elektriz. Schuckert vorher eine Radlour in das Kahltal unternommen und war nach Eintritt der Dunkelheit zurückgefahren. Es wird ein Unglücksfall angenommen. Auf Anordnung der Behörde erfolgte die Ueberführung der Leiche in das Distrikts-Krankenhaus nach Alzenau. Erste allgemeine ttaninchen- u. Geflügel-Ausstellung, k. Großen-Linden, 6. Juni. Jü den Räumen bt>5 Gastwirts Fischer hatte der Kanmchen- und Geflügelzuchtvcrvin „Volkswohl" eine schöne Ausstellung veranstaltet, die ihm alle Ehre macht. Die Ausstellung litnfafttc drei Mteilungen: Kaninchen, Geflügel imd Produkte. In allen Abteilungen konnte man hervorragende Zuchttiere sehen, lieber» Haupt war die Ausstellung ein lebhaftes Zeugnis dafür, daß die Geflügel- und Kaninchenzucht in der Umgegend Gießens gerate in den letzten Jahren bedeutende Fottschritte gemacht hat. Besonders stattliche Tiere zeigte die Kaninchen-Ausstellung. Sowohl in Zucht- und Schlachttieren, als auch Rassen- und Zierkaninchen konnte man wahre Prachtstticke sehen. Die Klaffe Belgische Riesen war am stärksten vertreten, hier konnte mm Tiere bis zu 15 Pfund Gewicht sehen. In Abteilung Kaninchen erhielten Preise: Ehrenpreise:. August Müller-Bad-Nauheim, Wilhelm Sommerlad- Großen-Linden, Heinrich Luh-Großen-Linden: 1. P re ise: Marlin Schm all-Gießen, Georg Pfeifer-Weilburg, Joh. Vogel- Gießen, Ludwig Kreiling-Gießen: 2. Preise: Heinrich Schmidt'Atzbach, Robert Grill-Leihgester«, Martin Schmall- Gießen, Heinrich Ufer-Garbenheim; 3. Preise: Marx-Butz- bach, F. Schäfer-Lützellinden, Schmidt-Kinzenbach, Pfeifer-Weilburg, Schmidt-Atzback, W. Müller-Holzheim, W. Gilbert-Dutenhofen, Kiefer-Garbenheim, Arnold-Lützellinden, Schmidt-Nieder- Weisel, Wilh._ Jung-Großen-Linden, H. Luh-Großen-Linden, Joh. Bogel-Gießen. Lobende Anerkennungen: G. Hof- mann-Wieseck, Wilh. Georg-Gießen, Wilh. Schmelz-Grvßen- S inten, Wilh. Däumer-Garbenheim, Ludw. Grimmel-Leihgestern, Joh. Franz-Lützellinden, G. K. Schmidt-Kinzenbach, K. Kiefer- Garbenheim, H. Seth-Großen-Linten, Phil. Raumami-Grvßen- Linden, Wilh. Sommerlad-Großen-Linden und Konrad Becker- Wieseck. In Abteilung Geflügel erhielt Heinrich Högy-Laubach den Ehrenpreis. 1. Preise errangen: Karl Vogel-Lich, Ludwig Schäfer-Lich und Joh. Böcher-Zcllmühle bei Villingen; 2. Preise: Joh. Loh-Gießen, Heinrich Ufer-Garbenheim; 3. Preise: Fr. Becke r-Gießen, Heinrich Heß-Großen-Linden, Wflh. Sommerlad-Großen-Linden, Peter Häußer-Nieder-Weiset, Wilh. Müller-Holzheim. Lobende Anerkennungen: G. Fleck-Badenburg, H. Högv-Laubach, Joh. Böcher-Zellmühle bei Villingen, Phil. Lenz VIII.-Klcin-Linden, Fr. Becker- Gießen, L. Ufer-Garbenheim, Heinrich Bepler-Kirch-Göns, L. Gerhardt- Krrch-Göns, G. Dahmer-Butzbach, M. Nickolei-Nieder-Wcisel. In Abteilung Produkte wurden folgende Aussteller preisgekrönt: Ehrenpreis: G. K. Schmidt-Kinzenbach, 1. Preis: Ludwig Weinandt-Klein-Linten; 3. Preis: Wilh. Schmelz-Großen-Linden; lobende Anerkennung: Philipp Zimmermann-Großen-Linten. Die Ausstellung erfreute sich eines sehr zahlreichen Besuchs. Nachmittags 4 Uhr fani) die Delegiertenversammlung des Mitteldeutschen Kaninchenzüchterverbandes unter dem Vorsitze des Werkmeisters Gg. K. Schmidt- Kinzenbach statt. Es wurde der Verein Dutenhofen mit 28 Mitgliedern einstimmig ausgenommen. Auf Antrag des Züchters Pannecke-Klein-Linden wurde beschlossen, daß in Zukunft der Verband den Preisrichter bestimmt und bezahlt. Der Antrag des Vereins Nieder-Girmes, wonach 'sich der Verband an die Landwirtschaftskammer anschließen solle, wurde als zur Zeit verftüht fallen gelassen. Der Antrag des Vereins Wieseck, daß die Ver- 'bandsausstellungen keine Kreis- oder allgemeine Ausstellungen fein sollten, fand Annahme. 4l/,°/o Chinesen . . Aktien! Bochum Guss . . . Buderus E. W.....110.00 Tendenz: nach schwacher Eröffnung fest. Juni 1909 Barometer auf 0° reduziert ä & der Lust Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung