Erstes Blatt Samstag 8. Mai 1909 159. Jahrgang lSU.^Vd«,^ GS Die heutige Nummer umfaßt 16 Seiten. dem Gehirn eines Menschen wie Tiana aus der Stirn Jupiters.! Provinz 2: So habe ich die mikroskopische Färbetechnik, welche mich zur Ent- ist der Mi dectung des Erregers des Trachoms führte, von« dem leider zu früh s verübt wo V Bezugspreis: monatlich 75 Pf., vierteljährlich Mk. 2.20; durch Ab hole- iu Ziveigstellen monatlich 65 Ps.; durch die Post 'Ult. 2.—oiertet- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal I5Pf^ ausivärts 20 Pfennig. Verantwortlich für den politischen Teil: E. Anderson; j. Feuilleton und „ Vermachtes " K. Neurath; für .Stadt u. Land" nnb „Gerichts- Verstorbenen berühmten Mikrobiologen Schaudinn erlernt, dem ich bei seiner Aufsindung der Syphilis Impfungen anr Tieraugen aus- sühren half, und dessen Präparate ich sehr früh sah. Ihm allein bin ich zu Tank verpflickftct. Tic von ihm angewendete Färbetechnik, die damals modern wurde, hat mich allmählich zur Ent- Nr. 107 Der eichener Anzeiger erscheint täglich, anfeer Sonntags. — Beilagen: nicrmal wöchentlich SietzenerZamilienbiätter; zweimal wöchentl.ttreiL- blaUsürdenttreisSiehen (Dienstag und Freitag); zweimal nionatl. Landwirtschaftliche Acitfragen Fernsprech • Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. — Eine Erklärung Professor Greeffs. Professor Tr. Greeff, Direktor der Berliner Universitäts-Augenklinik, dessen Prioritätsrechte bezüglich seiner Entdeckung des Erregers b*r ägyptischen Augenttankheit, von Dr. tzalbersrätter, Berlin, lu.id v. Prooacek, Hamburg, heute bestritten werden, veröffentlicht salgende Erklärung: „Es ist in unserer Zeit zur Tatsache geworden, dass fast niemand eine Entdeckung oder einen -Fortschritt wehr bekauntgeben kann ohne Prioritätsansprüche von anderer Ente. DLag cs eine wissenschaftliche Entdeckung sein oder ein Luftschiff betreffen oder ein Patent von erheblicher prak- tüchcr Bedeutung, immer kommt gleich ein anderer und sagt: „'Las habe ich ja auch schon längst gesehen oder gesagt." Wenn man absieht von dem, was Mißgunst und Uebelwollen dazu tun, sv bleibt oft ein kleines Teilchen wahr daran, daß andcre an eiter Entdeckung beteiligt sind. Wir alle stehen in unserem Können irib Vollbringen auf ben Schultern anderer. Niemals entspringt eLe große Sache ganz und gar von Beginn an jungfräulich auS 440 (480), 630 (650), in Ortsklasse C: 360 (400), .520 (540), in Ortsklasse D: in Ortsklasse E: — Ein sehr schwer Sprack! Jeder, der dem Wiener Vofburgtheater anläßlich des Todes Adolf Sonnenthals kondoliert hatte, erhielt darauf dem „B. T." zufolge eine große, trauerschwarzumränderte Karte, auf der wörtlich zu lesen war: „Direktor und Mitglieder des K. K. Äof- burgthcaters sprechen für den freundlic^n Anteil am Hinscheiden Adolf Ritter v. Sonnenthals ihren herzlichen Tank aus." Ter Empfänger blickte unwillkürlich erschreckt auf: Anteil am Hinscheiden Sonnenthals?... Es wird ja furchtbar viel in- trrgiert und konspiriert im Burgtheater, aber daß Direktor oder Schauspieler oder Mblikmn am Tode des armen Sonnentbal irgendwelchen Anteil hatten, selbstverständlich in aller Freund- Mett, das ist denn doch eine absurde Selbstbezichtigung! Wahrscheinlicher lsts, daß man in der Kanzlei des Hofburgtheaters keinen regen Anteil an den Regeln der deutschen Sprache nimmt. Q- —F.bronik aus KunIt u-id Wissenschaft. Zrau Meta ^lling wird nut ihrer englischen Theater-Gesellschaft in Wiesbaden am 17. Mai Eartons Schauspiel Mr Hopkinson' vor dem Kaiserpaar im Kgl. Hoftheater zur 'Auf- fu^ung bringen. Frau Jttmg beabsichtigt, später mit ihrer eng- . „Äorentinische Tragödie" und Shaws Schauspiel „Candida m Frankfurt und Darmstadt aufzu- luhren. Die -oiahrlge Feier als Professor der Universität H alle a S. begeht der Philosoph Tr. Hans V a i h i n g e r. röJje alä ^<11139666X1« der „Illustrierten Zeitung" in aller Welt bekannte Leipziger Verlagsbuchhandlung von I. Z. Weber. > uhrenden Firmen des deutschen Buchhandels, feiert am b. Mai das Jub-laum ihres 75jährigenBc stehens. ^1260 (1350), 1020 (1080), 800 (810), Unsere Romane. Für unsere Familien blätter haben wir eine Anzahl ausgezeichneter Romane aus der Feder unserer böesten zeitgenössischen Schrift st eller erworben, mit deren Albdruck wir in nächster Zeit beginnen. Von Wilhelm Holzamer, dem leider so früh verstorbenen hessischen Dichter, bringen wir außer einer Anzahl von Reineren Erzählungen zunächst die herrliche Geschichte: Der avr m e Lu k a s, die neben seinen Romanen Peter Nockler wnd VorJahrundTag seine beste und feinste Schöpfung iit. Es ist eine schlichte, einfache Geschichte voll tiefer, rnnrmer Menschlichkeit und voll dichterischer Schönheiten, tie unseren Lesern sicherlich einen hohen Genuß und eine seltene Freude gewähren werden. — Weiterhin haben wir Einige kurze Erzählungen nnb zwei Romane von Clara Kiebig, der bedeutendsten deutschen Dichterin, erworben und zwar die spannenden, flotten Rheinlandstöchter, m denen die Verfasserin ihr tiefes, dichterisches Gemüt glänzend offenbart und die Erzählung Vom Müller- A a n n e s, einer ebenfalls bedeutenden Schöpfung von großer Wucht und außerordentlichem Reiz. Von Alfred Bock beabsichtigen wir ebenfalls den cmen oder anderen Roman abzudrucken. Wir hoffen mit diesen Erwerbungen unseren Lesern cme besondere Freude zu machen und werden uns bemühen, auch in Zukunft nur gediegene und bedeutsame Romane abzudrucken, so daß die Familienblätter auch fernerhin zu einer Quelle steten Genusses und zu einem wertvollen Bestand der Hausbücherei werden. iunnan ermordet worden. Nach Missionsnachrichten -ord von dem Stamme der Lutzows am oberen Salwitt iuorben. Tr. Robert Brunhuber hat die Reise nach Ost- asien, die für ihn und seinen Reisegefährten leider so unglücklich enbete, im Auftrage des „Berliner Tageblatts" unternommen. Er wollte von Iunnan aus, neben den Füllen des Mekong empor- steigend, nach Tibet gelangen. Am 25. September 1908 verließ er mit dem Bremer Lloydschiff „Kleist" Neapel. An diesem Tage mndigte er für Januar oder Februar dieses Jahres die ersten! Berichte aus Tibet an. Seitdem sind keine Nachrichten von ihm emgetroffcn. Dr. Robert Brunhuber, der aus dem Rheinlanoe stammte und mit der Tochter des bekannten Musikschriftstellers Otto Neitzel verheiratet war, galt als ein ungewöhnlich begabter Mensch Er war einer der Führer der Jungliberalen in Rheinland- Westfalen. Sein rastloser Untcrnehmungsiinn trieb ihn von Europa fort, und er ging nach dem soeben von den Japanern okkupierten Korea, das er in farbenfrohen Aufsätzen schilderte. Tann faßte er den Plan zu der Reise nach Tibet, die seine letzte Reise werden sollte. llN ** je u. Ltübke werden Wi II. Ä-Mäke,M thiex. Tellnswe- bl M LstiMn mxein^WiS )6 $• ZinsMUN-!- Mnq sofort idieib. DOtb. ^tbrirti;r MnesBercmsAk.' Üiiiie* ÄSSÄ ngelefienUicftf • „ itricKgarne MF m hl- M 3*7 r--"' Ernestine Jf Die Suvgettommission der Rcichriager verhandelte am Freitag über den ALschnüt des Besoldungsgesetzes, der den Wo hn un g s g eldzu s ch u ß betrifft Auch hierüber hat die Subkommission eine Vereinbarung getroffen, die in zwei Abänderungsanträgen zum RLgierungsentwurs der Beratung zugrunde gelegt wird. Der eine betrifft die Tarifsätze, ixrr andere das Ortsklassenverzeichnis, und es ist ein gewisser Ausgleich dadurch erzielt worden, daß auf der einen Seite 101 Orte in höhere Ortsklassen hinaufgesetzt, anderseits einzelne Tarifsätze herabae- setzt werden. Jnsge,amt ergibt sich dadurch gegenüber der Regierungsvorlage eine Mehrausgabe von 126 000 Mark. Das Ortsklassenverzeichnis der Regierungsvorlage weist der Ortsklasse A alle Orte mit einem durchschnittlichen Einheitszirnmerpreis von 221 Mark und darüber zu, der Ortsklasse B alle Orte mit einem solchen von 161 bis 220 Mark, der Ortsklasse C von 121 bis 160 Mark, D von 81 bis 120 und E von 80 Mark und darunter. Während also bei den anderen Ortsklassen die Spannung 40 Mark beträgt, hat die Regierungsvorlage bei der Ortsklasse B eine Spannung von 60 Rcart angenommen. Diese Abweichung hat die Siibkommission nicht für berechtigt gehalten und daher für die Klasse B einen Einheitszimmerpreis von 161 bis 200 Mark angenommen, so daß schon alle Orte mit über 200 Mk. der Ortsklasse^ A zugewiesen werden. Die Subkommisswn bat anerkannt, daß im übrigen die Grundlagen der Vorlage besser waren, als man annahrn. Die Petitionen sind namentlich in ihren Angaben über die Höhe der Mieten eingehend geprüft worden und man hat dabei vereinbart, daß der Wohnungsgeld-' zuschuß Dreiviertel der Turchschnittsmiete eines mittleren Beamten betragen soll. Nach diesen Grundsätzen hat die Subkommissivnl gearbeitet und die Budgetkommission ist ihr einstimmig bcigetrelen. Allseitig wurde der Wunsch geäußert, daß Preußen in der Regelung nach diesen Grundsätzen bald Nachfolgen möge, was der Schatzsekretär als wahrscheinlich bezeichnete. Apolitische Wochenschau. Gießen, 8. Mai. Der Wirrttstrrr in der inneren Politik des Deutschen Reiches wird täglich größer. Kein Mensch weiß, was aus der Reichsfinanzresorm werden soll. Es wird einfach fortgewurstelt im Plenum des Reichstages und in den Kommissionen, ohne daß es gelänge, einen wesentlichen Fortschritt in der Beratung der für das Reich io eminent wichtigen Finanzreform zu erzielen. Die Lage wird täglich unerträglicher und man erwartet mit wachsender Ungeduld irgend ein neues Geschehen. Auf einen günstigen Ausweg aus diesem endlosen Hin und Her der Bera- rungen und Verhandlungen über die Finanzreform wagt man schon gar nicht mehr zu hoffen und die Hoffnung, daß iuch nun die Kommissionsberatungen bis Pfingsten erledigt werden, schwindet immer mehr dahin. Und doch hatte Bülow ivch vor gar nicht so langer Zeit feierlich gesagt, daß die hinanzresorm noch in dieser Session zustande kommen müsse. Die, das weiß aber der Reichskanzler wohl selber nicht nehr. Was soll nun werden? Geht Bülow? An wohlmeinenden "Propheten, die diese Frage bejahen zu iönnen glauben, fehlt es keineswegs. Ebenfowenig aber fehlt es mch an solchen, die in einer Reichstagsauflösung das einzige 'Nittel sehen, aus allen Schwierigkeiten herauszukommen. 'is gibt endlich auch noch unverwüstliche Optimisten, die mit diesem Reichstage und dieser Regierung die Reform wch noch gelingen sehen, vorausgesetzt, daß man sich auf >em Boden des Kompromiss's findet. Die bisherigen Cr- 'ahrungen sind nun allerdings nicht dazu angetan, den '.üchternen Beobachter für weitere Kompromisse einzu- -flebmen. Auch die neuen Steuervorschläge, die von mancher -eite gemacht werden, scheinen gegenwärtig nicht sehr aus- Pichtsreich zu sein. In der „Köln. Ztg." schlägt beispiels- »veise jemand vor, eine wahlweise Erbschasts- und Reichs- ermögenssteuer einzuführen. Dieser Vorschlag entbehrt icht der Originalität. Es würde nämlich hiernach eine ^eichserbschaftssteuer für unbeerbte Ehegatten und für aszendenten in einer Höhe festgesetzt, daß sie die von : Regierung und Parteien erforderte Einnahme erbringt. In ' wem Prozentsatz wird sie erhoben auf der Grundlage der rtzten Einschätzung der Ergänzungssteuer. Solche Einfchätz- " igen sind nach preußischem Vorbilde für das Reich einzn- ' achten. Von der Erbschaftssteuer ist das Vermögen befreit, kessen Träger jährlich freiwillig 1/2 vom Tausend Ver- ■ wgenssteuer entrichtet. Die Erbsteuerfreiheit tritt ein, nad> Kem zwanzig Jahre hindurch die Vermögenssteuer gezahlt ober wenn für die an zwanzig fehlenden Zahljahre her freiwilligen Versicherung die Quote der Reftjahce auf । rund der letzten EinsHätzung entrichtet wird. Ein anderer Vorschlag will eine Gesindesteuer, die als Luxussteuer einzu- ' ihren wäre. In Betracht sollen hiernach nur solche Per- fmen kommen, die zu persönlichen oder Haushaltungszwecken schalten werden, also Dienstboten, Haushälterinnen, Haus- irimen, Gouvernanten usw. Der Ertrag dieser Steuer^wird maf 25 bis 50 Millionen berechnet. Ja, auf dem Papier rimmt sich das sehr stattlich aus, aber in Wirklichkeit wird s'ich die ^ache in unserer Zeit der Dienstbotennot doch wohl iriesentlich ungünstiger stellen. Nun, das sind gutgemeinte ShKM __ArichltraKr! werden. Allein zahlreiche Arbeiterkategorien sympathisieren bereits mit den Postbeamten, und alles bereitet sich auf einen Generalstreik vor, der von unabsehbaren Folgen für Frankreich sein würde. So haben neuerdings auch die französischen Bahnarbeiter bereits ein Streikkomitee eingesetzt. Die Korsischen Eisenbahnangestellten haben sich einstimmig für den Gesamtausstand ausgesprochen, und die Arbeitseinstellung soll bereits morgen oder am Montag beginnen. E. A. i-H in,;. « • Wo-he, -W Verfolg. riltisch. uidjiene. S- bumoriftil* vebrmakkcs.hmnorisU MWsch. jttt ittaufür V £- nad,miltQ|16* drau äöuptmQun ^cbti !___^leiciJltrane 20pt 1080, 900, 720, 300 (320), 450, 220; ,. - 900, 810, 630, 220 (250), 330, 150. Bei der Einreihung der Orte in das Ortsklassenverzeichnis PL die Subkommisswn selbständig vorgegangen, ohne Rücksicht auf die preußische Regelung. Ter WohnungSgeldzusöruß wurde nach dem Kompromißantrage einstimmig angenommen. Tann wurde die Vesoldungsordnung II, die die Gehälter der gesandtschaftlichen und Konsulatbeamten erhöht, erledigt, gleichfalls nach einem Kompromißantrage. Es folgt sodann die Berattmg der B e s 0 l d u n g 3 0 r M n u n g III, für dieOfsiziere des Landhecres. Der Kompromiß- antrag stellt zunächst die älteren Oberleutnants besser. Nach der Vorlage sollten die Leutnants, Oberleutnants erhalten vom erften vis vierten Jahre 1500, vom fünften bis. achten Jahre 1800, vom neunten Jahre ab 2100 Mark. Nack bcin Kommissionsbeschluß dcckung des Erregers der sogenannten „ägyptischen Augenkrankheit" geführt. Tie Behauptungen von Halbcrstädter und v. Provacek weise ich zurück; sie haben mich nickst im geringsten beeinflußt. Meine Entdeckung ist ganz unabhängig von ihnen geschehen. Ihre Aeußernngen konnten den Eindruck erwecken, als ob ich etwa jetzt erst meine Entdeckung bekannt gegeben hätte, während sie schon vor längerer Zeit darüber geschrieben hätten. Dem gegenüber betone ich, daß meine Entdeckung erst jetzt in weitere Kreise gekommen ist. Ich habe den Befund schon vor drei Jahren erhoben, ihn nur für engere Fachkreise beschrieben und die Ergebnisse dem Minister überantwortet; sodann habe ich ruhig weiter gearbeitet, bis das untersuchte Material so ausreichend war, daß ich den Befund mit absolutester Sicherheit als den Erreger des Trachoms feststellen konnte." — Gegen d i e Denkmalmacherei. Die Bildhauer wenden sich jetzt selbst gegen die Art, mit der heute so oft unsere Monumente geschaffen werden. So hat der Vorstand der Berliner Bildhauervereinigung Einspruch erhoben gegen den Umstand, daß das Komitee zur Errichtung eines Fritz Reuter-Denkmals in Stavenhagen in dem Preisausschreiben die Herstellung dieses Werkes aus ein Jahr festsetzt. Es wird betont, daß derartige Lieferungsfristen statt zur Vertiefung, zur Verflachung der monumentalen Kunst führen müssen. Der Vorstand hätte sagen müssen: Zur weiteren Verflachung. Denn leider ist die deutsche monumentale Kunst schon seit Jahrzehnten bedeutend verflacht. Warum? Die Welt weiß es. — Frieda Schanz, die am 16. Mai ihren 50. Geburtstag begeht, hat im Verlag von Fritz Eckard in Leipzig ein neues Buch von starker Eigenart erscheinen lassen: „Kinderballade n". Diese Balladen sind kraftvoll gefügt, in straffer Form voll ethischen Ernstes, Balladen, in denen Kinder die Helden des dramatisch bewegten Vorganges sind. Tie Dichterin verbindet hier mit klar gegliedertem, fest geschlossenein Ausbau eine schlichte Ein- dringiichicit und Anschaulichkeit, zuweilen eine schier trotzige Sicherheit in der Sprache. Tas gesund Geradwüchsige, das kernhaft Milde, ausgeglichen Ruhevolle, das diesen Balladen eigen ist, laßt uns das Bild der Dichterin vor uns erflehen als das einer schlichten deutschen Frau, die gesegnet ist mit den vorzüglichsten Eigenschaften ihres Geschlechtes, mit Güte und Herzens- tvärme und lauterer Gesinnung. — Zwei T uts ch e i n Südchin a ermordet. Wie wir gestern berichtet haben, sind zwei deutsche Forschungsreisende: Tr. Schmitz und Dr. Brunhuber in der chinesischen Süd- F. ft Steiss^ Vorschläge, die nur beweisen, wie sehr den weitesten Kreisen unseres Volkes die Neichsfinanzreform am Herzen liegt. Man versteht es im Volke einfach nicht, daß Regierung und Reichstag noch immer keinen gangbaren Weg der Versiändi- gung oder doch weniastens irgend einen Ausweg aus den Schwierigkeiten gefunden,haben. Einen großen Teil de'r Schuld an dem Fortdauern der gegenwärtigen Ungewißheit und Ungeklärtheit ist man auf mancher Seite geneigt, dem Umstande zuzuschreiben, daß der Kaiser fern von Berlin weilt. Man würde es lieber sehen, wenn der Monarch in so ernsten Zeiten in der Reichste auptstadt weilte. Der Aufenthalt des Kaiserpaares auf Korfu geht indessen seinem Ende entgegen, und schon in wenigen Tagen wird das Kaiserpaar das schöne Eiland verlassen haben. Es sind dann noch Begegnungen des Kaisers mit dem Könige von Italien und dem Kaiser Franz Josef vorgesehen, Begegnungen, denen man eine gewisse politische Bedeutung sicherlich nicht absprechen können wird. Die Beziehungen zwischen Italien und Oesterreich-Ungarn sind in letzter Zeit wieder etwas gespannter geworden, und so ist die Annahme nicht ganz unberechtigt, daß diese Monarchenbegegnungen in irgend einem Sinne vermittelnd und augsleichend wirken sollen. Etwas aufgefallen ist es, daß König Eduard es anscheinend sorgfältig vermieden hat, mit feinem kaiserlichen Neffen im Mittelmeere zusammen zu treffen. Korfu lag nicht weit ab von der Route der englischen Königsyacht im Mittelmeer. Und dock? Die Frage der Flottenrüstungen hatte die Engländer ja kürzlich allerdings sehr nervös gemacht, aber es ist dock immerhin merkwürdig, daß diese Nervosität sich alsbald auch in den höfischen Beziehungen wiederspiegelt. Von König Eduard heißt es übrigens, daß er sich eifrig bemühe, im Sinne einer J'nternation der Mächte in der Türkei zu wirken. Die Notwendigkeit eines solchen Eingreifens ergibt sich daraus, daß die Gemetzel in Kleinasien fort dauern und das neue junatürkische Regime bisher noch nicht die Kraft gefnnben hat, diese gegen die Christen gerichtete Beweaung zu unterdrücken. Die grauenvollen Vorgänge in Kleinasien scheinen das letzte Werk des abgesetzten Sultans Abdul Hamid gewesen zu sein. Indem er die Kurden gegen die Christen aufhetzte, rechnete er ganz richtig auf eine Intervention der Mächte, die ihn von allen juugtürkischen «Ähwierigkeiten befreien könnte. Vielleicht hat Abdul Hamid in feinem Exil in Saloniki auch jetzt noch nicht die Hoffnung ganz auf gegeben, daß ihm die verlorene Macht wieder zufällt, sobald erst die Jungtürken abgewirtschaftet haben. Leicht ist nun die Lage der Jungtürken allerdings nicht, und es scheint, als wenn im eigenen Lager Keime zu mancherlei Uneinigkeiten vorhanden seien. Ein Beweis hierfür scheint die Haltung der Albanesen zu sein. Die Reaktion ist auch noch keineswegs tot Es braucht mir die christenfeindliche Bewegung weiter geschürt und nach Europa hin verpflanzt zu werden, um einen neuen verheerenden Brand im Türkenreiche zu entfachen. Einer sehr schwierigen Lage steht auch zur Zeit die französische Regierung gegenüber. Es ist die Agitation oer unzufriedenen Postbeamten, die dem Kabinett Clemenceau schwere Sorgen bereitet. Die Regierung glaubte und glaubt auch jetzt noch stark genug zu fein, mit der Organisation der Postbeamten fertig zu Munn ft Z n9tannt’ Soeih '""Heim (iw> Wfs V. fr Messet ietzenerAnzei-er General-Anzeiger für Gberhefsen Annahme van Anzeige» » 6 11 btl vorrM°ag?9"ülm Ro1atkonzdrrlck und Verlag der vrühl'schen Aniv.-Vuch- und Zteindruckerei rr. Lange. RedaMon. Expedition und Druckerei: Schulstrahe 7. Anreigenteü^H.^'BeL Die _ nunmehr beschloßenen Tarifsätze betragen für die sechs Tarifklassen (die abweichenden Sätze der Regierungsvorlage sind in Klammern beigefügt): in Ortsklasse A: 2100 (2250), 1680 (1800), 1300 (1350), 570—800 (810), 480; in Ortsklasse B: 1680 (1800), 1260 (1350), 920 (990), 360: MM WM idjrirtL Angebote unter > den (Siebener ^meiner t Techniker l. Tischler', Molo. Ei ule, qew. im Zeichn, einf.t m Äalkul., such! gceign.: [jriitl. Anged. unter M i (MM. d. Gich. An.;. iuuges Ä'odcheii iudu F fll Teuie/ö/u Gärtchen S. #- ID* dringende Fälle wieher aezotreifen >aniüitr. Zin**er, (3octhe»traa*e 10. Sonntag. ’■>. ü-Ä Engelapotheke von »k Gro*»*«. Pollarlaint. K inhnrf. Mai. Mai Öttui 1909 4- 14.R • C, Iaa4»l des Parlamentär ifd)e» 8‘ ',*/• Beichsaoleihe. du. 3e/, 3'/,•/, Konsoli n do. 114J0 L .?<• fürKinder und Kranke Automatenneucr L'br bis 9 Uhr nbend« nur i Gleesen. den K Mai 1 60.10 61X) 98.60 95.40 93.40 Elektriz. Lahmeyer . Elektriz- Schuck ert . Esrhweiler Benrwerk G 9 .9L 86.70 '.'5.96 86.70 94.70 IflJO 1M.W loaco 99.70 95.75 8. Mai. Anfanfskvrse. Harpmer Bergwerk . l^urauütte . . • btmbardeo E. B. . • V rdd. Lloyd ... ThrkenJcee ...» 1WJO 119.1» 192 3» «.!" 96-uO 1740/ IM.*) .US» 149 W 1W7> 151^ 30L60 Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg« Amerik. Pnketl Harpen< r Bergwerk . . . Liurahötte...... Nord4 Lloyd . . . . . Obersehles. Ei wen-Industrie Berliner Handeleges- . . Darmstldur Bank . . • Deutsche Bank . . . • Deutsch-Asiat. Bank . . Diskonto-Kommandit . • • Krediuktie»..... Baltimore- ond Ohle- Eisenbahn ..... Gottbardhabn . . . . e Lombard. Eisenbahn. . . Oesterr. Staats bahn . . . Prince- Henri-Eisenbahn . Gebr. Robinsohn Zsüüi 61 Frankfurt a. M. 13. Zdfl/M tbieticnct Strafkammer. X Gießen Allerlei Betrügereien. Tie Ä'ommiffion des preußischen Abgeordnetenhauses für die Stempel st euer Novelle b> a in dritter Lesung die Einführung einer für Automaten j her Art Musi.automa en, automari.che Wagen, Per.aufSautem teil für Wa.en, F-Hr tarten uiw.) Es foll eine Erlaudnistarte für das Jahr von 10 ML, bei besonders mertvollen Automaten eine von 1K16 19/. 0 1U0 MJ» 0—dnbt des Privat- eigatlumo ub.rgefflbrt überall da. iva Begehr nach lolchem auitrat Dime Ztveisel ivirb »zerade der .Kleinbauer, her weniger als der Grobbauer aus fremde Arbeitskräfte angewiesen ist, als eigener Herr den Grund und Bob.n besser und vorteilhafter beirirtldumen, wie wenn er als Pächter nur für eine Reihe von fahren die sicher b.*il des Besitzes hat. T,c vrigroBerung des Eigentxsitzes wird ivnach mit :Krd l von allen Volkswirten als em ivertvolles Mittel zur Entwicklung eine, träft 1 gen Bauernstandes angesehen, der boai nun einmal das gesunde Rückgrat und der Vungbrnnnen unseres Voll-Ium- fein und bleiben must; die Mastnadme erweiu »ich gerader« als ein. WoiUWNgkeit in Gemeindeli, wo durch uarkes Anwachsen der Bevölkerung, durch Rückgang anderer Erwcrbs- -.ioeig . infolge starker Vnonspruchnadme von Grund und Boden durch Berglwu ober bu m u.; > llcbern'iegen t in :.. r Band >!.. 1 oen Grundeigentum-.- un emptindlicher Mana>l an vigcnb^jib hervortrilt. Zie otaatobomanialvenvaltung hält sich Auszug a. ö. Stanöesamtsrtgiilcrn der Stadt Sictzea. 3utgetoie. ?loril 30. ^etbiranb «Habenn, Vebrrr in ctenribf, mit Este Gra' ui O.ieben — '"ai 1. Fraiii Renifch nidt, Tlrtbaiuler, ir.tt Wiltwlnnne nlörinq, beide ui Giehen. — Rugust Kreiberr vöto vo i und au Siemfurt, sfnrstl. Rammenal m Lick, mit Gertrud Schinner ni «sieben. — 3. ve-nntti 3obann ^bennebl, tkret- träger in Schlitz, nut h-lene Bergk in Lona-i . - -^Rarl 3ioaibL HaiPmann iii iSteben, mit Elcira Levi in Grotz-B'.eberaii. — 3obame4 Gteorq Wikhrl'N Zinnner. Metalliva, en'avrikant l Gießen, mit Eli'e Schmauk in ilfsenboch a. TL — Ldilivv chsasim:. gen. t'eea. Höbt. Arbeiter, mit Snsanna Becker, ged. Triller, bttb* in Gieven. — Veuuict) Böhm, Grobb. Geometer m Oiebeu, mit Sultane Stoll in Sich. — 4 Heinrich Müller, Zaalöbnet in o*c.l<* hausen, mit Marie Schomber in Kesteldach. — 6. tthriflian Rem. Hardt, Schreiner, nut Marie Ge'zcnieuchrer, beide m Wieben. — Lilhclm Schwarz, tztihrknecht, nut Eli'e chiahl, beide tn Vielen. LheschlsetziiZgen. Mai 1. Jakob Friedrich, iriienoahn Assistent in Goddelau, mi: Maria Peooler in Greben. — Hourab -'letz, Lokomotioberier, m:; Erueiliue 'Bolle, beide ui Gietzen. — Konrad Schwab, vauiburldx, mit Lina Weiersliäufer, beide tn Gtcben. — 6. .Rarl Laschiushtz Gutsbesitzer und Leutnant der Reieivc in Neu-Allmanusdori, mit Berta Oienberq in Greben. — 7. Mor Asch, Äaufinann m siulda. mu Recha .statz in Greben. Geborene. April 26. Dem Agenten pemnen stötb em Sohn. — 26, Dem Bizeseldwebel vetnrid) Wmkler Zwillruge. — 28. Dem Gönner »rnedrich Dieberichs ein Sohn, sirredrich August. — Dem Schlosser Anglist Bögler em Sohn. — 80. Tein Kutscher Jjriebrtcb Fesselet ein Sohn, Friedrich. — Dem Kellner Johann Markert ein Sohn, Ferdinand. — Mat 2. Dem Maschinisten Hart 2LallboN em Sahn. Alben Erwin. — Dein Installateur Winrich Mosbach eine Tochter, Martha Anna Margareta. — Dem d.an;leigehilten Ehrisloph Banse em Sohn, Hurt van.. — 8. Dem Fuhmra n Fohamr Banh e I em Soun, Fobanues Georg Hari.— ü T em vutmadier £ue Laudel eine Dachter, Marie Eitle Ctnhe. Seftotdeue. April 30. Ehlotilde Theooolrnüe -etter, M Fahre alt, cüi- Anlage 18. — Elijabethe Pjagner, geb. Serpi, 32 Fabre all, ^abn- boh'lr. 58. — Eliiabethe Sdmcibei, geb. Becker, 58 Fahre oh, Lahnstr. 14. — Mai 2. Gbriiime Vohmcier, geb Seipve;. bj 3abn alt, Sonnenftr 11. — 5. Richard Strömer, Medizmal-Piakttlan 1 91 Jahre alt. Tenieislustgärtchen 5. — 7. Philipp Lenz, Henlnei, 64 Jahre alt, Steinstr. 18. ; vöchstc Temperatur Rtediigste , b»c 2^?v t’.U Lchsen'ieijch pr. Pid. 76—84 Prg^ ttuh- und Rindfleisch pr. vfuub 70—80 Schweinefleisch pr. P'mrd 7i>—9j Pia., Schiveinefiaksch, geml^en, pr. P'd. 94 Psg.. Halbfleiid) pr. L-b. 7o—<•<*, vanuneitKild) pr. ■ P'd. 0,1»—0^00 2..L, irch per Liter 2u ifg.. Aer.ckraui per £tud 00 -00 Psg^ per Zentner Mk. 0^0—0.00. — Aeptel per Ztr. niärtte. eiicfeeu, 8. Tlau Marktbericht, ' n« heutigen: Voebei Der Kmtfmann A. aus Medebacd war bei einem Sägewerksöesiver in ^iederOfleiden tätig. Er Iies; sich aui Grund einer von ihm selbst ausgesertigtrn Bescheinigung, er mit dein Rainen seines Arbeitgcvers untencichnet Hatte, von einem Schuhmachcrmeiiter ein Paar Schuhe geben, ebne |ie au bezahlen: einem Hornberger Bäcker hat er einen Wechsel in Höhe 00n 62^0 Mark ausgestellt, aus den er als Akzeptant bett Namen seines Firmen Inhabers gesetzt hatte und beim Ain tsger icht i)pmbcrg hatte er einen Wirt in einem Prozeb vertreten, dem er 3 Mk., die er alS Vorschub beim Amtsgericht abliefern sollte, unter schlagen. Er wurde wegen Urkundenfälschung, Betrugs und Um Sstra 'i v 11 ii, l und L Mon Die auf eine sttzesamtstrase von neun Monaten zurückgesiihrt wurden, worauf 3 Monate UntersuchungSl-aft anzrirechiten sind. Betrügereien im llmfjerpfljen. Pvr vier Fahren war der Taglöhner A. ft. and S (bart en auf dem Albacher Hof besänftigt. Raä dem er stellenlos geworden war, suchte er sich auf alle mögliche Arten Geld zu verscktzmen. Bei dem einen gab er an, er müsse eiligst aus das Bezirlstommattdo nach Giesten unb bat, da es ihm an Reisegeld lehlte, um l Mark, die ihm auch verabfolgt wurde: auf die nam- lichen nrnvahren Angaben hin, bekam er von einem anderen einen gleichen Betrag. Das nämliche gelang ihm zu Inheiden, roo er sich auch eine Anzahl Freimarken, angeblich für feinen Dienst Herrn erschwindelte. In Steinbach prellte er mehrere Wirte um die JedKit unb borgte )id) Wurst auf unwahre Angaben. Hieraus suchte er größere Geldbeträge, die sein früherer Tiennherr für Hafer zu bekommen hatte, emzukassieren, was ihm jedoch nicht gelang. Man hörte dann nichts mehr von ihm, bis er kürzlich in Apolda aus einer Garten hüt le verschiedene Gerate unb Wäsche stahl. Für den Diebstabl wurden trugsversuckie mit je .3 Monaten Olciangnt-3 geahndet unb die iidi so ergebenden 21 Aionat- auf eine GesamtgesängniSftrase v-m 1 Fahr zurückgeführt und dem Angeklagten l Wochen Unt.r- suchungShast angeredmet. Fn einem Fall erging Freisprechung. Wegen Beleidigung drS Bürgermeislets F. in Büdingen halte das Schöffengericht den jetzt in Bleichen- bad) wohnhaften Händler H. Ä. zu einer Gefängnisstrafe Von 6 Monaten verurteilt unb dem Beleidigten die Befugnis zuge ic Entscheidung m mehreren Zeitungen am tfofien d> - ■ veröffentlichen. Der Ang fragte will vor mehreren Fohren, gls der Beleidigte noch Beigeordneter war, von ihm als Direktor der Molkereigclwssenichaft den Auftrag bekommen haben, einen Wagen anuifaufen. Darüber sei cs zu Differenzen unb schlieblich Zu einem Prozeb gekommen, in dem ber Beleidigte befdntor, er habe den Wagen nicht bestellt. Seit dieser Zeit macht der Angeklagte dem nunmehrig n Bürgermeister stets meid geleistet unb ist er d>. >.r halb bereits auf dem Privatklageweg ;u einer erbebiid>en Ztzcld- strafe oerurteilt roorb erbringen, was ihm aber mistlingt. Aunmehr bat er in einer Wirischast, sedeSmal wenn ein neuer Oknt die Wirtschaft betrat, seine Beschulbigi ng wuderbolt unb dies nach Auchage eines Zeugen mehr alö zwanziginaL Ais ihm dieses verwiesen wurde, erklärte er, et werde es dem Bürgermeister beweisen und er balle die tcl'd nlDiguiig aufrecht. Auch in der tnu^c seiner Berufung errvlgtcn Straikammerverbmiblung gab er 1 einer Ileberzeugung Elb die Uimxibrbeit gejagt habe und er iudüe dies mit Zeuaen nachznweisen. Tie Angaben loaren aber io aubiitimmt, dast ber angetretene WahrhenooeiveiS als hdglüb miüiungcn angesehen werk en must le, was die Bestätigung des Urteils zur Folge batte. 00N Ur Richtigkeit seiner Anschuldigung überzeugt sein mag unb baü cs bei ihm gewissenmabcn zur irren Idee geworden ist: nichts deftowcniger müsse ihm aber gezeigt werden, dast es nicht angängig ist, einen im öffentlichen Leden stehenden Vantt svstematisch zu verunglimpfen. erhallen sie vom ersten biS dritten Fahre 15Ö0, vom vierten bis f«tf:cn Fahr; 1700, vom siebenten biS n.-unten IMO. vom zehnten t i zwölften Jahre 2100 und vom drri.'hnten 3abr* ab 2400 Ter Berichterstatter Dr. Dröscher e ’l nbenmg gegenüber der T-orlagc ein' Mehrausgabe von 1300000 Mark verursache, bie R aierung müsse sich die Stellung vorbehalten. Der Antrag der SubkImmission wird angenommen, dagegen stimmen die Tozml- demokraten. . Eb-mso werden auch die anderen cab» der subtommmum gegen di: Srimmen der Sozialdenwkratrn angenommen. Danach erhalten fbic oöweichenden Säue der Borlage sind .1 klammern briiriügt : die .1 s s i st e n z ö r , t e, Oberärzte v.im ersten bas drillen Fahre 1700, vom vi-rien biS sechgen Fahre .IGO, vom siebenten Fahre ab 2400 Mk. 15^)0—2100 ; die .-brrjögec b«im Reitenden .^eldjägerkorpS 2400 Mk. (210f> : die e für Kommandanten in Stellen für Bataillons- fcmmanbture <7074 Mk.) und Kommandanten in Stellen für cgimcnidfommanbcure (0024 Mk.) werden gestrichen. Gestrichen nnrb f'-rner die auherordentlrche Zulage von 4500 Mk. für den aiiDerneur von Metz. Für die Chargen vom Regimentskommandeur aufwärts sieht ber LkommiisionSbeschlub im übrigen eine •utenmg brr Regierungssätze nicht vor. ^>n ber BesoldiingSordnuny IV, Unteroffiziere, ändert her tiompromiHamrag die Regierungsvorlage folgen dermaßen (die ‘.Hi-ni.Tungi ätze sind in klammern gesetzt : UnllrzahlmeiNer, Unter- Inspektor n: bei den Proviantämtern, BeNeidungsämtern, Garni- mnverwaltungen und Lazaretten: Zeugseldwebel, Obcrfeuerwerker, Festungsbaiifeldwebel vom ersten bis dritten Jahre 1300, bum m. ilcn bi« sechsten Jahre 1550, vom siebenten Jahre ab 1800 Mk. i;;ou- 1550 : Schirrmeister vom ersten dis achtzehnten Jahre IN j Stufen wie nach der Vorlage 1200—1800 Mk.: vom neun- • int h bis einiindzwanzigsten Jahre 1800, vom zwei- bis vier» nnozwanzigslcn 1900 und nom vierundzwanzigsten Jalne ab 2000 »?atf die Vorlage fchlob mit 1800 Mk. ab-: die Cberroallmeiltcr und Wallmeiüer werden überall mit 6 Mark ausgebesiert 1260 bis 2160 galt 1254 bis 2154 Mk.). In der Besoldungsordnung 111 B M a r i n e 0 s f i z i«. r e) mertnn die Leutnants und Oberleutnants der Marineinfanterie, • und Oberleutnants zur Bee, sowie d e Assistenrärzti unb Obtzrasfis.enzärzte den entipredxnben Ehargen des Landheeres fllcubgclteUt Den Lculliants unb Oberleutnants zur Lee ist die .iabnerichsbienstzeit bis zu drei Jahren auf das Besokdungs- dir ustalter anzurechnen. Die Feiierwerksleuticants und -Over- leutnanid, lorpcbnlcumanld und -Lberleutants erhalten vom enun bis dritten Jahre 2500, vom vierten bis sechsten 2700, vom siebenten Jal re ab 2900 Mk. (2500—2800/. Bon den Stabsärzten und den ftapitänlentnants erhalten 40 Proz. der Gesamtzahl 3400, io Proz. 1600 und 20 Proz. 5100 Mk. (40 Proz., 35 Proz., • 25 Pro-./; von den Äapilänlcutnant4 erhalten 40 Proz. 360 Mk., (»0 Proz 300 Mk. nichtpenfionsfähige Zulage. Die Oberstaos- ärzte 2. >tlasse werden mit d u Generaloberärzten, Jl'ommanu uren der Eeebataillone und Oberstabsärzte 1. Klasse mit 6552 Mk zu- lammengcfafit (6102 und 6552). In der BesoldungSordnung IV B (Untcroffijierc der Marine werden für d.e Stabshoboisten dreijährige Au,ruck..ngs- fristcn ftait der vienährigen Fristen gesetzt, desgleichen für die Stabs hob ulen usw. beim Landheere. Tie Artillenewarte werde., nom sechzehnten Jahre ab in drei Stufen von 1976 diö 2126 Mk. gefevt; nach der Borlage sollten sie von da ab 1926 Mk. erhallen. Tie Besoldungsordnungen wurden entsprechend den Stomoro- mihanträgeu erledigt. Man f lirt hierauf zu den Reichsgerichtsräten zurück. Ter Beiiniltlungsvorschlag des Schatzselretärs wird angenommen unb das Gelftitl auf 13 000 Mk. bemessen. lieber den Wohnungsgeldschub mtipinnt iid; noch einmal eine Erörterung. Die Petitionen werden für erledigt erklärt Nächste Sitzung Donnerstag 10 Uhr GHcid^tagdbcamtc, Regie- rungSräte, Zulagen). Tendenz: leet aber ruhig Berliner Börwe, Cannda E. B. . . 180.70 DannaUdter Bank . . . 182.70 Dentoebc Bank . . • 24.4.75 Dortmunder-Union C. . • 6.1.70 Dresdner Bank . • • • 15L60 Tendenz: lest. 20 Mk. gelöst werden. — Tie Mommiifion des Adgeordncten- bauieo für die Berggesetznovelle b.schloß in zweiter Lesung, daß der Gicherheitcmann nicht mehr verp,lichtet fein soll, auch vergangene und erledigte Ueberhrelungen t'anpolizeilicher Vorschriften zur Anzeige zu bringen. Ti. .Bestimmung, dap erlranhc Angestellte außer len Leist- ungen der >lranienversichcruug auch die ihnen Anstehenden Leistungen der Unsallverocherung sich an rechnen lassen müssen, wurde gestrichen. Die Wahlprüfung-lom Mission des preuv. dlbgeordnetenhauses erklärte Die Wahl bei vier in Berlin gewählten sozialdcmok^arischen Abgeordn.tcu i-org mann, Heimann, Hirsch und Hoffmann mit allen gegen zwei Stimmen für ungültig. Tie Finanz kom Mission deS Reichstage- faßte am Freitag zu § 4 des Branntweinsteuer-Gesetz.- e.nen wichtigen Beschlug. An, Antrag Weber wurde ein 'Deklaration des Koritbranruw. in vorgenommen, wsnae, Kornbrannllvein nur alS solcher Branntwein verlauft werden darf, der aus Horn, ^SeiAcn, Hafer, Gerste oder Buchweizen gebrannt ist. Abg Wiemer erklärte,, datz dadurch die Nordhäuser eine ichivere Schädigung erleiden wurden. Die Beratung der Branntweinsteuer - Vorlage wurde sodann beendigt. Heute wird in die Beratung des Weinsteuergcsctzes cingetreten. 7. 2* 753 9 14 5 2,7 22 E 6 SoniienfdiriiT 7. yM 753 9 8.6 4. E 4 Klarer HimmJ 8. ?" 753,1 7.4 - 4 Sonnenschein :«itt empfiehlt Gaskocher-Schränkchen, Gaskocher-Tische Gasschläuche, Gaslyren ^arleEaschSsiaiciBe la. Qualität - I Vettu 2746 Buk. I A i entgegengenommen. 03457 IL@d)reiHet:2lr&eitctt in> qm p qm rück Stück lsdm. I 160 12, 26 2 6 I 20 j 4 Berwaltungsgebäude . 29 8! L's 03446 junger Dachshund (Wübe) billig nb.siig. Schiffenberg. Weg 21. B.: Schö n. =VJ Kanf-Mfnchr Verschiedenes Direktorwohnhaus . . 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Die Angebote müssen nach Losen getrennt, in besonderen Imschlägen, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift »'sehen Porto- und bestellgeldfrei bis zum Eröffnungs- eamtn am: Lunnerstag den 27. Mai d. I., vormittags II Uhr, ; iiu uns gelangen. Zuschlagsfrist: 4 Wochen. Gießen, den 6. Mai 1909. Großh. Hochbauamt Gießen. Reubaubureau Irrenanstalt. Donnerstag den 27. Mai 1909, nachmittags 3 Uhr, wird aus hiesigem Ortsgericht die vor deoi Manien des Wilh. Wagner Hl. in Gieffen stehende Parzelle der Gemarkung Gieffen: [B8/5 1/1219 = 70 qm Hofreite in der Wetzsteingasse öffentlich meistbietend erbvertei- lungshalber freiwillig versteigert werden. Gienen, den 5. Mai 1909. Gr. Ortsgerichl Gießen. Gros. Eint vollst. MneiimAung für Svezereiwaren billigst abzugeben.Kreuzplatz 9. <03379 BikiikNzßlhtttiikl'ktii Achen M Umgcgenö. Bcrsammluna: Sonntag den 9. Mai, nachmittags 3 Uhr, bei Mitglied Straft „zum Tannhäuser", Gießen lFranksurter Str.). Tagesordnung: 1. Berichterstattung über die Ausschuff-und Delegierten-Versammlung. 2. Frühjahrsarbeiten auf dem Bienenstände. 3. Erhebung der noch rückständigen Jahresbeiträge. Doppelte Moral jetzt 1.— Mk., solange Vorrat reicht, werden Marktplatz 15 (Laden) ■1 Würfet Ifr 1 ia$« (foVt) Epjg. . feinste Bouillon 9 ' Stets frisch vorrätig bei Wilh. Kilbinger Löwen-Drogerie Seltersweg 52. [C8/& , 1. Mai = 4-14.8’C. 7. , = W1' ein KlnßsEmk SU verk. (034151 Kavlansgasse 5. Wuschen n. Clnnzbngeln wird angenommen Herren- und Tamen-Wasche. SchonendsteBe Handlung. Solide Preise. Rasenbleiche wird garantiert. Alle Wäsche wird auf Wunsch aus gebeffert. 03271 Wäscherei Frau Woldt Ebelstraffe 9. freisinniger Verein. Dienstag den 11. Mai d. J., abends 9 Uhr, im Saale des Gasthofs zum Einhorn: Herr Parteisekretär Kuhlmann: Die Reichsfinanzreform. Angesichts der ernsten politischen Lage ist zahlreicher Besuch erwünscht. Gäste sind willkommen. v8/. Der Vorstand. li-1 ,lü; , I?» Versteigerung. Montag den 10. dS. Mts., nach:«. 2'/° Uhr, sollen dabier Walltorstr. « (Darmst. Haus» 1. Ein Sofa u. 1 Pertikoiv, 2. Mehrere Pferde u. Wagen, 1 Partie Schuh- u. Sattlerwaren, 55 Damenhüte, 2 Warenschränke, 1 vernickeltes Brotgestell, 2 Nähmaschinen, 5 Fässer versch. Farben, 1 Mille Zigarren, Haus u.Küchen- geräle aller Art u. verschiedenes Andere zwangsweise gegen Barzahlung versteigert werden. Versteigerung ad. 1 findet bestimmt statt. 03490 Stijtl Gerichtsvollzieher. Neue erstkl.Fahrräder m. Frei- laus, 1 Jabr Garantie, für 90 M. zu verk. >03407) Wolkengasse 16 p. Gebrauchte Oefen und Herde gibt billig ab (2641 Wilhelm Dürbcck, Spezial-Geschäft, Neuenweg 20. mrahntte. • • ül urdd Ll°y4 ■ ' I (j; ' oerschles. Eisen-In^ p erliner Handel^ . "lli 0 *- Dkubau Her KrenaHglt bei Gicheli. Auf Grund des Äkiuisterialerlässes vom 16. Juni 1893 luerben die nachstehend angegebenen Arbeiten des inneren 'Ausbaues nach Losen und Titel getrennt zur Vergebung a llsgcschrieben. Die einzelnen Lose enthalten u. a. folgende Hauptmassen. _________I. Verputz - Arbeite». nde v** und Bekanntmachung. In das Handelsregister Abteilung A wurde bezüglich der Firma Hermann Katz IV., Gießen eingetragen: Der Teilhaber Max Katz in Gießen ist aus der offenen Handelsgesellschaft am 30. April d. I. ausgeschieden und ist diese »hierdurch erloschen. Das Geschäft wird von dem anderen Teilhaber Josef genannt Julius Katz unter der bisherigen Firma fortgeführt. B8/5 Gießen, den 4. Mai 1909. Großherzogliches Amtsgericht. III. Schlosser-Arbeiten. I Anschlägen von 81 Paar Klappläden. . II Liefern und Befestigen von 1750 kg Fenstergitter. Joib ein Lohn. - 26, lcJ 'M-~ Setn ed)lo-' sohann Siartcrt ein Lc> le‘i Karl Äallboll ein 3C; emrich Mosbach eine Safe i'i»leige()i|ien Christoph E:- ibvinamt Johann L'anh - zuhrknecht Johannes — 5. Lent Hulmacher L lie. 1 Paar TrniPhncr^Ln^ 034251 Ferd. Rau, Launsbach. 4|[ - । 20 j 2 195 j 20 100 ; 69 j 3 | 660 | Mai. WTM 1 M Bemerk - ' ',. larpener ^ . . ^orabatW- Zbarde”»0, 5d.*d «rken**' ursberichte t von der Bank ffli Giessen. 8, Hai, 1.15 Uhr. ’ektriz. Ubmeyer. ■ ektriz. Schuckert. • • . ,hweiler Bergwerk " imbnrg-Amenk. W;, irpener Bergwerk- ■ ■... Ankaaaf von gut erhaltenen Herren- und Dameuklcidcru, Schuhen, Weiff- zcug, Möbeln, Betten, Gold u. Stlbersachen, sowie Kupfer, 3inn, Messing u. s. w. zu den höchsten Preisen. (02919 Jakob Ott, Neuen Baue 21. "der Land zu kaufen gesucht. Schriftliche Angebote mit Gröffe u. Preisan- gabe unt. 03278 an den Greff. Anz. Gebrauchtes, gut erhaltenes Fahrrad zu kaufen gesucht. Schriftl. Angebote unter 03482 an den Giehener Anzeiger erbet. Ein gut erhaltener Sport- licgewageu zu fernen gesucht. 03.7)6)Bleichstraffc 5II. Tennis-Piatz Aktienbrauerei—Schöne Aussicht, zeitweise tin r'kbonnement zu ver- nrielen. Auskunft bei (03453 W. Bach, Plvckstraffe 1. Ein rcntabl. Haus mit 2 gutgehenden Geschäften ist unt. günst. Bedingungen zu verkaufen. 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(^s inckcn Arbeit: B8/5 1 Handlungsgehilfe, 3 Schmiede, 1 Kellner, 4 Glaser, 1 Rahmen- stlaser, 2 Schlosser und Installateure, 2 Buchbinder, 1 Bäcker, Bauschlosser,^ 1 Spengler und Installateur, 2 Polsterer und Tapezierer, 2 Schreiner, 1 Fuhrknecht, 6 Hausburschen, 1 t^arten- arbeiter, 52 Arbeiter, 10 Lausfrauen, 8 Erdarbeiter, 2 Wasch-, trauen, I Kindermädchen, 1 r>ausmädchen. Lehrlinge: 2 Schlosser, 1 Gärtner, 1 Tapezierer. Kartoffeln Prima Speise -- Kartoffeln per Zentner 3.50 Mk., garantiert gut kochend, empfiehlt 2691 J. Weisel Sonnenstrahe 6. Telephon 235. Selbstgekelterten Prima ipWi im Zapl. Wilh. Matter Restaurant „Krokodil". Jedes Quantum in Flaschen frei Haus geliefert. 2761 Telephon 348. ■■■ bls’ i?*ihrai’ nut72 WS ”**«i*«5 1 n Deck I . *g Gebäude LA auf Hohl- f stcmdccken «t 5 I Glatter 63 Verputz Nauher Bestrich J 55 1 Rabitz lrtch v.Git- ii. 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U: Schön._______ Ncuball Der Zrreüüllitalt bei Wen. Auf Grund des Ministerialerlasses vom 16. Juni 18« sollen die nachstehend angegebenen Bouarbeiten für da« fcße Hans getrennt nach den Handwerkstiteln und Losen vergedM werden. I. Erd- u. Maurerarbeiten: ErdauShub 845 eba Bruchsteinmauerwerk 471 cbm, 170 qm sockelflLche 718 cbm Backsteinmauerwelk. 2oS II: 8640 kg Fenstergitter. VI. Tachdeckerarbciteu. 977 qm Schieferdach. VII. Lperiglerarbeiteu: Hängckandel 115 lfdau. Ibm.- röhren 64 lfdm. VIII. Blitzableiteranlage: Nupserdrahtl40lfdm.. 8 Ruch?* platten. - Zeichnungen und Verdingungsunterlagen rönnen t* dem Baubureau der neuen Irrenanstalt an der Sicher etrep (Baugelände) emgesehen und letztere (ohne Zeichnungen) v-.' doü gegen Erstattung deS ^rlbstkoslenpreises, soweit der tk* rat reicht, bezogen werden. Rur für die Betonardeiten roeifr auch Zeichnungen abgegeben. Tie Angebote sind noch Losen und Titeln nc;rt™? besonderen Umschlägen verschlossen und mit genau entspreche- der Aufschrift versehen porto- und destellgeldfrei bis F® GröffnungStennm am Mittwoch Den 2. Avni 1909, vormittags 10 an unser obengenanntes Baubureau, wo auch die ErösfaMD stattfindet, einzusenden. ZuschlogSfrtst 4 Wochen. Beginn der Erd- und nkaurerarbert sofort nach Zuscht» Gießen, den 6. Mai 1909. wroßh. Hochbauamt «testen. Grösste und leistungsfähigste Möbelfabrik Deutschlands. KonKurrenzlos in Bezug auf Preise, Schönheit der Formen und Qualität der Arbeit Reichhaltigste und ständig wechselnde Ausstellung Kompletter Wohnungseinrichtungen in allen Preislagen. Sämtliche Räume, auch die einfachsten, von ersten Künstlern entworfen. Eigenes Atelier für Innen-ArchiteKtor Aeusserst günstiges Angebot: la. 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