Bezugspreis: monatlich 75 Pi., vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- ll Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post NU. 2.— viertel- jährl. ausjchl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal ISPf., auswärts 20 Piennig. Verantwortlich für den politischen Teil: E. Anderson; s. Feuilleton und „ Vermischtes * K. Neurath; für .Stadt u. Land" und „Gerichts- Nr. 82 Erstes Blatt ISS.Jahrgang Mittwoch 7. April 1909 Ter öicfttner 3njffper _ erscheint täglich, außer Jefct s® ©icftcitcr Hittcwr SeVIVIIVIlVl 44lllvlUvi für die Redaktion 112, MW General-Anzeiger sm Gberheffen bis co’mütagTTub“ «otationrdruck und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Steindruckerei n. Lange. Sedakrion, Lrpeditton nnd Druckerei: Schulftratze 1. Die heutige Nummer umfaht 10 Seiten. Regierung und Erste Kammer. „Bon dem Vorsitzenden des Finanzausschusses Erster Kammer, dem Grafen zu Erbach-Fürstenau, wird um Aufnahme folgender Erklärung ersucht: Es ist unrichtig, toenn im ersten Moraenblatt der Frankfurter Zeitung vom 4. d. Mts. Nr. 94 behauptet wird: „Die Sperren des Finanzausschusses der Ersten Kammer haben aus der zitierten Rede des Finanzininisters (gehalten in der Zweiten Kammer am 23. März) weiter herausgelesen, daß auch in Zukunft ebenso wie jetzt in die Dammbauvorlage, in weitergehendem Maße als bisher größere derartige Anforderungen in das Budget eingestellt werden würden." Vielmehr ist der Hergang folgender: Bevor noch die zitierte Rede im Stenogramm Vortag, stellte der Präsident des 1. Ausschusses Erster Kammer in der Ausschußsitzung die der Budgetberatung im Plenum der Kammer voranging die Frage an die Negierung, ob es wahr sei, daß wie verlautete, der Finanzminister beabsichtige, in weitergehen dem Maße als bisher größere derartige Anforderungen in das Budget einzustellen. Der Finanzmmister bejahte diese Frage ausdrücklich. Diese Erklärung bildete den wesentlichen Beschwerdepunkt sowohl für den Ausschuß, als auch später für das Präsidium der Ersten Kammer. Man vergleiche mit der Erklärung des Finanzministers die dein Präsidenten der Kammer von dem Staatsminister in dem Schreiben vom 1. d. Mts. gegebene Versicherung: „Zu den mündlich mir geäußerten Bedenken möchte ich übrigens noch anfügen, daß die Großh. Regierung keinen Grund hat, auzunehmen, daß sie ihre Anträge künftighin in wcitergehendem Maße im Rahmen des Budgets au die Landstände bringen werde, als dies seit Einführung der einjährigen Budgetperioden geschehen und durch deren Natur begründet ist." Der unbefangene Leser wird diesen Worten des Staats- Ministers, die den Finanzausschuß mit dankbarer Genugtuung erfüllten, schwerlich den gleichen Sinn unterlegen, wie der von dem Finanzminister Dr. Gnauth im Ausschuß abgegebenen Erklärung." Es ist ja begreiflich, daß die vor lvenigen Tagen erlittene Abfuhr für manche Mitglieder der Ersten Kammer schmerzlich ist, aber die Bemühungen, noch nachträglich durch Wortklaubereien einen Gegensatz zwischen dem StaatS- und dem Finanzminister zu konstruieren, werden in der Oeffentlichkeit wenig Eindruck machen. Die Erbschaftssteuer und die „wohlhabenden" «onseroativen. Am Dienstag voriger Woche, nach der großen Aussprache im Reichstage, hatte man die Empfindung, daß die Krise für diesmal überwunden sei, daß rechts und links der ehrliche Wille bestehe, einander entgegenzukommen und nach Möglichkeit Meinungsverschiedenheiten und Gegensätze zu unterdrücken. Diese Empfindung — die Natl. Korr. konstatiert es mit Betrübnis — hat man heute nicht mehr Wenigstens: nicht mehr ganz so. Es ist ja wahr: im Lande wächst auch innerhalb der konservativen Schichten die anti- bündlerische Stimmung; verringert sich die Steigung dem Bunde der Landwirte und seiner Affiliierten im konservativen Lager durch dick und dünn Gefolgschaft zu leisten. Erfreuliches nach der Richtung hat man dieser Tage im Königreich Sachsen beobachten können, wo konservative Männer sich mit unumwundener Entschiedenheit für eine Besteuerung der Erbschaften erklärten. Und in dasselbe Rubrum fällt, wenn am 3. Oftertag in Berlin die Angehörigen des Mittelstandes sich zu einem Protest gegen die konservative Finanz- und Steuerpolitik zusammentun wollen, die ia am letzten Ende, soweit sie mit dem Gedanken an direkte Steuern spielt, auf eine neue Belastung fer ohnehin schwer ringenden mittleren Existenzen hinausläuft. Aber diesen friedlichen Symptomen steht eine Reihe wesentlich anders gearteter gegenüber. Die „Freikonser- oative Korresp." hat am Freitag die Erklärungen des Fürsten Hatzfeldt, die vielleicht mit am meisten zum Aufkeimen der optimistischen Stimmung beigetragen hatten, nicht unbeträchtlich einschränken müssen und die „Kreuzztg." veröffentlicht auf den Soüntag Palmarum eine Wochenschau, aus der es wie eisiger .Hohn gegen Block und Reichskanzler weht. Zunächst registriert das konservative Haupt- organ mit Genugtuung, daß der Kanzler vom Block in .dem allein angebrachten resignierten Tone" gesprochen habe. Dann geht es daran, den „parteipsy'chologischen Fehler" aufzudecken, an dem — Fürst Bülow hätte das nur übersehen — der Block leide. Diese Aufdeckung fällt nun allerdings bedenklich dürftig aus. In der Hauptsache !>efteht sie in einer kecken Umdrehung der Wahrheit. Die wahre Ursache für die Verzögerung der Finanzreform — •io schwört die „Kreuzzeitung" — sind die Herrschafts- Gelüste und der Egoismus der Liberalen. Die wollten Mrch einen einzigen großen Coup die Vertreter der kon- lervatwcn Kräfte im Volk ins Unrecht setzen und deren Mandate erobern, um schließlich die Parlamentsherrschaft Ausrichten zu können. Die Befürwortung einer Erbschafts- Lesteuerung durch die Liberalen sei nichts anderes — risum teneatis amici — als eine „Spekulation auf den Eigennutz"; ein grober Appell an den „Egoismus der Besitzenden, die statt ihrer lieber ihre Nachfahren mit den Steuern be- Lasteu wollten." O.über diesey konservativen Altruismus, der — Professor Delbrück hat es erst dieser Tage wieder mit allerlei menschlichen Dokumenten belegt —, um die teuern Nachkommen nur ganz sicher frei zu bekommen, lieber selbst keine Steuern bezahlt.' Zn einer Beziehung bleibt doch ober auch diese Wochenschau der „Kreuzztg." erfreulich. Zwar atmet sie kaum verhüllte Feindseligkeiten gegen den Fürsten Bülow, den sie den „agrarischen Reichskanzler^ in höhnischen Anführungsstrichen nennt und von dem sie an einer anderen Stelle ebenso bissig meint: „Fürst Bülow scheine durch die auswärtige Politik so okkupiert zu sein, daß er nicht wahrgenommen habe, wie sehr fein Blockgedanke die Parteigegensätze verschärft hätte." Daneben aber kann sie die Angst nicht verbergen, daß die Mätzchen, die der Agrarkonservativismus durch sieben Monate einer nur allzu willigen Gefolgschaft vorgemacht hat, nicht mehr verfangen könnten. Daß die Verführten such den Schlaf aus den Augen reiben und zu erkennen beginnen, daß eine gewissenlose Demagogie drauf und dran war, sie als Sturmböüe gegen ine Steuer zu gebraudj-cn, von der sie nach dem Willen sozial empsindender Gesetzgeber überhaupt nicht getroffen werden sollen. Ueber-diese nützliche und — auch ethisch — verdienstliche Aufklärungsarbeit ist die „Kreuzztg." so erbost, Daß sie alle Vorsicht außer Acht läßt und wütend losplatzt: „Und so hetzt man die ganze nicht tapitalbesitzende Anhängerschaft der konservativen Partei gegen die wohl- labenden Konservativen auf und will den ganzen Mittelstand unserer Partei abspenstig machen." Also wenn man die Wahrheit über die konservative Erbschaftsstenerschen sagt, „hetzt" man. Sei's drum: wir werden über Kraftausdrücke ~ aus dem Vokabular der .Kreuzztg." nicht stolpern. Und wir werden fortfahren der Bevölkerung klar zu machen, daß der Agrarkonservativismus nur deshalb durch lange Monate den Acheron in Bewegung gesetzt und durch eine vergiftende Agitation das öand aufgerüttelt hat, weil die von der Regierung Jorge) dj läge ne Besteuerung der Erbschaften nad) den eigenen Worten der „Kreuzztg." den „w ohl- .labenden Konservativen" nicht in den Kram paßte. ______________________________ poSitijcbc Lttgcsichau. Tie Konferenz. Die Frage, ob cs jetzt nod) nötig sein wird, daß eine besondere Konferenz der Mächte sich mit der Balkan frage beschäftigt, ist nod) nicht gelöst. In Wiener Regierungskreisen ist man der Ansickü, daß, nachdem die Annexionsfrage vollständig erledigt und die bulgarische Frage ihrer Lösung cntgegengeht, die Abhal- tung einer Konferenz gegenstandslos geworden- sei und daher eine solche nicht statt finden wird. So sicher scheint das aber doch nicht zu sein, denn im englischen Unterlpuise fragte gestern dir Liberale Lynche die* Regierung, ob die einzeln zwischen den unmittelbar von den jüngwen Verletzungen des Berliner Vertrages betroffenen Staaten ^zustandegekommenen Abmachungen noch der Annahme durch die Signatarmächte auf einer Konferenz bedürfen und welches die Ausgabe der Konferenz wäre, wenn sie stattfände. Staatssekretär Sir Edward Gr eh erwiderte: Id) kann noch nicht sagen, ob die Konferenz stattsinden wird oder nicht. Die Aenderungcn des Vertrages, auf die in der Frage hingcwiesen wurde, haben in erster Reihe zwischen den Mächten, deren ge wtzmäßige Rechte direkt berührt werden, den Gegenstand von Verhandlungen gebildet. Die Abmachungen, zu denen man gekommen ist, werden, soweit sie Aeirderungen des Vertrages involvieren, die Zustimmung der Signatarmächte notwendig machen und zwar, wie ich nad) den verschiedenen Uebereinlommcn, die getroffen wordeir sind, vertraue, in Bälde. Auf eine Ans rage er klärte Premierminister Asquith: Es wurde mir nicht bekannt, daß irgend eine von den Regierungen der Kolonien den Wunsch nach» (Einberufung einer besonderen Konferenz für die Besprechung der Verteidigung des Reickis zur See zum Ansbvii,.L brad)tc: sollte ein solcher Wunsch von Kolonien mit Selbstverwaltung geäußert werden, so wird die Regierung ihn sofort in ernste Erwägung ziehen. — Recht bezeichnend für die gegenwärtigen Beziehungen zwischen England und Rußland ist es übrigens, daß der Korrespondent der Nowoje Wremja in London von Mit gliedern des englischen Kabinetts inforniicn wurde, d a ß England f e st e r d e n n je zu Ru ß l an d st e he und Rußland rate, seine Kriegsmacht zu stärken. Es scheint, daß o o u E n g l a n d d e r D e u t s ch e n h a ß in R n ß l a n d mächtig geschürt wird. Die konservative Parteileitung in England hat übrigens gestern abend bekannt gemacht, daß während der Osterferien eine große Ag i t a t i o n s k a nr p a g n e im Lande unternommen werden soll, um die Regierung dadurch zum Bau d erzweiten Serie von 4D^readnoug hts zu z wi n g en. Roosevelt in Europa. Bei der Ankunft des Expräsidenten Roosevelt in Neapel begab sick; der deutsche Konsul Steifensand an Bord der „Hamburg" und überreichte im Namen des deutschen Kaisers dem Präsidenten einen Blumenstrauß in den deutschen Farben. Ferner überbrachte der Konsul, tvie der „Newport Herald" berichtet, ein Schreiben Kaiser Wilhelms, roorin der Monarch die .Hoffnung ausspricht, Roosevelt nach seiner Rückkehr aus Afrika in Berlin zu sehen. Roosevelt ließ dem Kaiser seinen Tank und Respekt ausdrücken, sowie die Zusage machen, daß er auf seiner Rückreise nach Berlin kommen und dem Kaiser seine Jagderlebnisse schildern werde. Von Neapel aus- war der Präsident mit dem Dampfer „Admiral" iiad) Messina gefahren und dort gestern eingetroffen. Kurz nach der Ankunft begab sich Roosevelt der um eine Audienz beim Könige von Italien hatte nachsuchen lassen, in Begleitung des Botschafters an Bord des Panzers „Re Umberto", wo er vom König herzlich empfangen wurde. Der König und Roosevelt ünterhielten sick) ängere Zeit. Nachdem der König und Roosevelt herzlichsten Abschied genommen hatten, unternahmen Roosevelt, sein Sohn und der amerikanische Botschafter einen Rundgang durch die Stadt und besichtigten die Ruinen sowie die von der Amerikanern errichteten Barackenbauten. Auf dem ganzen Wege wurde der frühere Präsident von der Bevölkerung lebhaft begrüßt. Um 6 Uhr ging der Dampfer „Adnurch" mit Roosevelt an Lord nach Port Said in See. Ausland. Monarch en begegn ungen. Ju unterrichteten Kreisen wird bestätigt, daß im Laufe des Monats April eine Begegnung des Königs mm Italien mit dem Deutschen Lüjer m Pened.g und in Neapel eine Zusammenkunft mit König Eduard ftotS* finden wird. Der König von Serbien wird fid) anfang Mai wach St. Petersburg begeben, um dem Zaren einen Besuch abzustatten. Der frühere serbische Kronprinz Georg hat fid) entschlossen, naa; London zu reisen und einige Zeit in England zu verbringen. Belgrader Blätter behaupten zwar, er werde die Universität Oxford ober Cambridge besuchen. Dies entspricht jebod) nicht der Wahrheit. Er mirb vielmehr nach kurzer Zeit nach Serbien izurückkelwen und in der serbischen Armee rocitcrbicncn. Der frühere Minister Tewfik Pascha ist zum türkischen Botschafter in London ernannt worden. Bandenwesen, in Mazedonien. Infolge Eintritts wärmerer Witterung nimmt das Bandenwesen einen ernsten Charakter an. Die K omitatschis greifen sogar Militiirabteilungen an. Im Bezirk Kassandra haben sie mehrere patrouillierende Gendarmen erschossen. Castro. Das Staatsdepartement der Vereinigten Staaten hat das Londoner Auswärtige Amt erfudyt, die Landung Castros in Trinidad nickst zu gestatten. Wie verlautet, hat England bad Gouvernement in Trinidab darauf bereits angewiesen, die Landung nickst zuzulassen. Castro wird infolgedessen in Pointe a Pitre auf Guadeloupe zu landen versuchen. Die Vereinigten Staaten hegen die Befürchtung, daß Castros Anwesenheit in der nächsten Nähe von Venezuela dort eine neue Revolution zum Ausbruch bringen würde. Lin ZuchtvrehmaM in Sietzen. th. Gießen, 5. April. Im Lokalverein Gießen gelangte der von der Landwirtschaftskammer in Aussicht genommene Zuchtviehmarkt zur Erörterung, wobei einige interessante Gesichtspunkte in die Erscheinung traten. Herr Kaiser-Gießen erklärte, man habe in Erfahrung gebracht, daß der Plan bestehe, in Gießen einen großen Zuckstvieh- markt ins Leben zu rufen. Der Gedanke sei im Interesse der oberhessischen Rindviehzucht freudig zu begrüßen. Er sei überzeugt, daß die Stadt alles tun werde, um einen solchen Markt zu bekommen, wenn man von der Landwirtschaftskammer feine allzu hohen finanziellen Anforderungen an die Stadt stellen würde. Seiner Meinung nach sei es ganz wohl durchführbar, den Zuckst- viehmarkt auf den städtischen Marktanlagen jenseits der Lahn abzuhalten. Verwalter Schuchhardt -Lang-Göns wünschte zu wissen, welche Bedenken überhaupt gegen eine Benutzung des Viehmarktplatzes in Gießen als Zuchtviehmarktplatz vorliegen, da ja der Markt früher schon geplant gewesen sei und, soweit ihmi bekannt, an der Platzfrage gescheitert sei. Tierarzt Dr. Köhler-Gießen wies darauf hin, daß dec Gießener Viehmarktplatz den gleichen Zugang habe ioie das Schlachthaus, damit sei für das auf den Viehmarkt aufzutreibende Zuchtvieh eine eminente Ansteckungsgefahr gegeben. Besonders berge die Lahnbrücke diese Gefahr, benit es könne sehr leickst passieren, daß über diese nach dem Schlachthaus Schweine getrieben würden, die mit der Klauenseuche behaftet seien, unb wenn kurz darauf Zuchtvieh die Brücke passiere, so könne die Seuche in die Stallungen der Landloirte verschleppt und damit deren ganzer Viehstaub verseucht werden. Detonomierat Schlanke- Friedbcrg wies darauf hin, daß sck)on 1905 der Provinzialvereiii den Ptan eines Zentral-ZuchtviehmarkteS verwirklichen wollte. Die Vorteile eines solchen Marktes für die Vieh zück) ter seien sehr groß, aber and) für die Käufer sei ein derartiger Markt von Nutzen. Ö'ür_ diesen Markt seien damals in Frage gekommen die Städte; Gießen, Butzback) und Hungen. Letzteres schieb damals aus, weil die Feldbereinigung vor der Tür stand und man daher einen geeigneten großen Marktvlav nicht einrichten konnte. Die Kommission hielt in erster Linie Gießen und dann erst Butzback) für geeignet. In Gießen war kein hygienischen Anforderungen entsprechender Marktplatz zu haben. Die Viehzüchter in Oberhessen erklärten in der Mehrzahl, sich mit ihren Tieren der Gefahr nicht aussetzen zu wollen, die bei Benutzung des jetzigen Gieß. Viehmarktplatzes unzweifelhaft vorhanden sei. Tie Gießener Stadtverordneten waren seinerzeit so kurzsickstig, das Gnauth'sche Projekt abzulehnen, den Viehmarkt nach der Bahn hinauf zu verlegen, einigen Stall- besiyern und Wirten zu Liebe, die sich baburd) geschädigt gefühlt baben würden. Man habe durch den ablehnenden Beschluß dem Gießener Milchviehmarkt gewaltig geschadet, der überaus entwicklungsfähig gewesen märe, wenn er Eisenbahnanschluß unb zeitgemäße Entrichtungen bekommen hätte. Es sei Tatsache, baß es in ganz Südwestdeutschland keinen günstigeren Platz für den Milchviehhandel gebe als Gießen, wäre dem nicht so, so wäre ber Gießener Markt längst nicht mehr vorhanden. Es sei Tatsache, baß der Gießener Markt von Jahr zu Jahr zurückgegangen sei und noch zurückgehe. Kein Viehhändler wird heute nock) einen großen Transport Milchvieh nad) Gießen bringen, wo er mit feinen Tieren, die ein Kapital repräsentieren, von der Bahn durch die Stadt in den Stall und bann auf den Markt herum- ziehen muß. Das dabei vorhandene Risiko und die damit verbundene Gefahr kann kein großer Händler übernehmen. Bei dem Verkäufer von Milchvieh ist heute Zeit Geld. Er will seine Tiere von der Eisenbahn schnell in den Stall und bequem vom Stall wieder verladen können. Nur der Verkäufer, der an den Markt kommt, nimmt sich Zeit, er kommt schon einige Zeit vor dem Markt in die Stadt unb sieht sich um. Er mustert die Tiere, ehe sie auf ben Markt kommen, er gibt auch babei Geld aus, unb je bedeutender der Markt, je größer das Angebot regelmäßig sich gestaltet, desto mehr Käufer werden kommen unb dann auch Gelb in der Stadt lassen. Der frühere Oberbürgermeister hatte für diese Dinge den richtigen Blick. Wenn dort oben der Markt hingekommen märe, mit Stallungen und Eisenbahnanschluß, vollständig getrennt vom Schlachthof, bann märe Gießen der denkbar geeignetste Platz, um Zuchtviehmärkte für die Provinz abznhalten dann mürbe aber auch ber Gießener Viehmarkt eine Bedeutung für den Vtehhanbel erlangt haben, von der man so keinen Begriff hat Es sei ja schwer- von der Stadt zu verlangen, für den Zuchttnehmarkt einen zweiten Marktplatz einzurichten, aber der Landwirtschaftskammer bleibe nichts anderes übrig. Will sie die jünftigen. Chancen Gießens für den Zuchtviehmarkt ausnutzen, o muß |te verlangen, daß dieser Markt mit Vieh erreichbar ist, ohne daß man die Wege zum Schlachthaus, besonders die Lahn- brude, dazu benutzen muß. Die Art und Weise, wie heute in ließen friichmellende und tragende Tiere behandelt werden, wie Ite aus den Markt kommen, dort dem .Wetter und der Zugluft ,k liainotioncM fleht die Bcrattmgist.lle den und ‘^craiunflvftcllc von den Hinterbliebenen bei der Etellcndiuachnnq irgend 3aifengcldcr ujw dc>n i>fcrocrbctretbcnben ^Gelegenheit geboten p i e d) fi u n h e n der Beratungs- eite flehen. dem Fahre Uirfiii .In>3 dem Jahresbericht mit nm ^cifüDcfoHM C'-intonunenftcuer. ki -ö MO ui *150 Pro-. von 150 Proz. b sichcrungs - Das deutsch fieu .Rlaijc bti Aoiordooirenncn icnfl» Bcüc. .':u Kerbern ul boten befinden, stehl die Beratungsstelle rai Bei Todesfällen der Mitglieder kann die rcd)tjei i.ic Be treibung feiner Außenji in.e zu in ormi reu, um Venährung zu vermeiden und eoenl. Zahlung icknneng teilen des ttatiudienbeii vorzudeugen. Sind »old»? troyikut nicht äu vermeiden, fo loill die Beratungsstelle dem Ok werbetreibenden bet einem event. Arrangi inenl ratend zur lenerpflichttgen suhnegertchls- iiint et» ml ost« des P f e r d e v e r s l ch e r u u g s v e r e t n s nehmen, daß er finanziell sehr gut steht. steuer, zuf. 80 657 3M.; Homberg 28 432,50 Mk. VennSgenS und 46 483 Mk. (Einkommensteuer, zuf. 74 906,50 Mk. t>300 Mk und hat ein Vermögen von über 320ÖO Mk anbetradit der guten Lage der Haffe bat das Reüdsvers u e r» und Rechtsfragen Hal dc verein mit dem 1. April l. IS. fü Angchönacn der Mitglieder »ich ir Stellung als runge-amt genehmigt, daß die Rücklage von io Pro,; auf 5 Pro; berabgefetzt 21us Stadt und (and. Gießen, 7. April 1909. Die Bcrarrlagung der direkten Staatofteuern Pferden zu einer Bcrficberungsfumme vo jetzt 1 16er Gießen — mitgemachl. t*. Friedberg, 6. April Sport ii ii b o o i ud ;ur 6.30000 Mk Ter Verein erzielte einen Reingewinn nm treue Arbcif verliehen. — Lehrerperfonalien. Ueberiraaen wurde uusqefeyt find, ist vcrwunderlick Wer weiß, wic^Ache in diesem Zustano empnnolich ftno, uns roic i t Landwirt tret* in tolrh-in Zustand behanoelt, wiro feiner Anficht darin brjtimmen. Ätet?- veterrnärari.l Dr. Hnell bemerkt, es fei eine moderne Forderung der Lclcrinärpolizei, daß Schlachthofeverkcbr und Nntzvieb markt vollkommcn getrennt find. Man fei fid) längst batübir einig, oaß durch das Srfilodumrh btc Mau! un> Mlauenieuck verbreitet wird. Aus diefer Erkenntnis heraus plant oa. Reich eine gesetzliche Maßnahme, bic das Nutzvieh gegen die AnUeckungs gefabr der Tchlachtlicrc schüfen soll. Man will eine streng durchgefühdc Trennung der .)uchlvicbmärkte von den schlack! Hofen unn oen '.'.nriten mir Schlachtvieh gesetzlich anorbnrr AugenbUdlich fleht die Lache auf einem toten Punkt und ihre fernere Entwickelung hängt davon ab, ob btc Landwirtschasts- fammem für entsprechende gesetzliche Maßnahmen eintreten. B: dieser Lage der Zache ist es erklärlich, daß die Stabt Gießen sich mit bet Anlage eines Marktplatzes abwarlenb verhält und vorerst nur ein Provisorium schassen will. Stadtverordneter Simon ist bet Ansicht, ba die Hammer mit bestimmten Vorschlägen bisher nicht herausgekommen in, muste man sich abwartend verhalten. Herr K a i s c r - Gießen er klärt, m die Notwendigkeit eines Zuchtviehmarktes für Gießen unbedingt befahl werden müsse, müsse vom Lokalverein aus etwas Aur Verwirklichung geschehen Zm Kreise schotten bestehe ein solcher Markt, dort mürben 2000 Mark für Prämien gegeben, trotzdem man nicht wisse, wo das Geld dazu herkommt. Sollte die Landwirtschastskammer dazu Mittel bereitstellen, so müsse dies auch für einen Markt in Gießen geschehen Fenchel^ Oberhörgern tritt für bic kleineren Zuchtviehmarkte in ber Pro vinz cur Die Laiwwirtschaftskammer gebe für diese Märkte in der Provinz jährlich 1500 Mark. In Schotten unterstütze auch die Stabt den Markt mit 300 Mark für Prämien. Redner tritt bei seinen weiteren Ausführungen für Buhbach ein, als der Platz, wo der gevlante 'juchtvichmarkt der Landwirtschaftskammer abgehalten werden sollte, dort sei eine große $3alte. Die dortige Stadtverwaltung interessiert sich sehr für den Markt und werde Opfer bringen, wenn man den Markt nach Butzbachs legt. Oekonomierat Schiente - Friedberg bemerkt, daß man zur Zeit, als sich ber Provinzialverein mit ber Marktfrage beschäftigt hat, an einen großen Zentral-'Zuchtyiehmarkt für bic Provin; gedacht hat, der entschieden an der Main Äeserbahn abgehalten werden müsse Man rechnete damit, daß alles verkäufliche Zucht vich in der Provin; und der angrenzenden preußischen Kreise, die ja zum Zuchtgebiet gehören, aut den Markt gebracht werden, so daß eine sehr große übersichtliche Auswahl von Vieh die Häufet nicht nur aus der Gegend, sondern aus weiterer Ferne au den Markt locken wurde Diesen Käufern, die heute von Dorf zu Torf reifen, um Vieh zu mustern und zu lausen, würde durch eine solche Marklgclegenheit der Ankauf von Zuchtmaterial bcauem und leicht gemacht Auch der Viehzüchter, ber seine Tiere zum Marlt bringe, hätte den Vorteil einer solchen Ein nchtung Er bekäme wirklich gutes Vieh durch die am Markt herrschende Nachfrage and) besser bezahlt. 2hm sei die Neigung, den Viehhandel zu .zersplilterti unb int Interesse der Bewohner der kleinen Städte, dort Märkte abzuhalten, bekannt, ob dies aber richtig ist, wird die Erfahrung -eigen. Ein Zuchtviehmarkt kann für den Viehzüchter nur von Nutzen sein und Bedeutung bc fummiii, wenn man den Handel auf einen großen Markt zentrali fiert, und dafür ist die Lage Gießen-.-, von wo nach allen Richtungen gute Eisenbahnverbindungen führen, die günstigste. Ob Butzbach gleich günstig liegt, ist sehr zweifelhaft. Friedberg sei als Marktplatz ganz aussichtslos. Er wolle durchaus nicht etwa dafür cintreten, daß den kleineren Städten ihre Märkte genommen werden, im Gegenteil, diese Märkte lönnteii neben dein großen Zentralmarlt weiter bestehen. Herr K aifcr - Gießen ist der Ansicht, daß die städtische Verwaltung Gießens gewiß bereit sein wird, Entgegenkommen zu zeigen, um die Abhaltung dieser Märkte in Gießen zu rrmoglidten, wenn man vor der Landwirtsckafts- kammer nicht allzu hohe Ausorderungen stellt. Die Kammer könne übrigens auch Mittel dafür hergeben, denn der Staat stelle ja i.ihrlich große Mittel zur Hebung der Viehzucht zur Verfügung, und wenn man einen Teil dieser Mittel opfert, um am geeigneten Ort diesen großen Markt einzurichten, so geschehe dies doch auch, um die Viehzucht im Lande voran uibringen. Oekonomierat Schlenke stellt fest, daß die Debatte über die Errichtung eines großen Zentral-ZuchtviehrnarkteS im Lokal herein sehr angebracht war. Es stehe fest, daß die Angelegenheit iu)d) nicht spruchreif sei. Das in Aussicht genommene Reichs Gesetz werde viel zur Klärung der Sacke beitragen. Die Stadt Gießen muß sich nack dem Gesetz richten, wenn es kommt, und dann ist bic Hauptschwierigkeit behoben. Man muß eben ab- warten und die »ofinung haben, daß in wenigen Fahren der Gedanke eines großen Zentralmarktes zur Verwertung des in der Gegend gezüchteten Rindviehes sich schon macken wird. Oekonomierat Schlenke und Brauercibesitzer B i ch l c r, von denen der erstere 27 Fakire dem Vorstand des Gießener Lolalvcreins angeijört hat, haben ihre Aeinter im Vorstand nicbcx» uc(cgt. Die Versammlung wahlie als ersten Vorsitzenden Kaiser- Gießen, als Stellvertreter Sdmdiharbt, früher Neuhof, letzt Lang- Gons und alv weiteres Vorstandsmitglied Sladtv. Simon-Gießen. Georg A r tt b t ans Rohrbach (Sir. Büdingen alt, zu Maseoukah, ZU. Bellersheim, 6. April. Der inrhrnnn welcher Anfvrüche Sterbe , Virwen- unb t: oder dergleichen zu Rate gc.ogen »verdei ratend -,ur Sritc; auch bei <4c ergab für das Jahr 1909 in ganz Hessen 14 507 374 Mk., nämlich 3 393 046,50 Mk. Vermögens« und 11 114 327,60 Mk Gegen das Voriahr, in dem 3 336 235 anfldcflcnbeiten stellt sich bi Beratungsstelle zur Ver inqung Bei Streitigkeiten zwischen Mieter und Vermieter »oltvr die 2Atglieder hur i nttjpredtcnbc Beratung auf ihre Rechte unb Pflichten hingewrese» werben Soweit die Evang Arbeite seine Mitglieder unb deren Angehörigen ins Leben gerufen. Abgesehen davon, daß fte in Kranken-, Unfall«- tutfi der Wanderhaus halt ungsfd) u l c fand am Vergangen n Tunner tag mit ■ Abschluß. Die Zahl der Teilnehmerinnen betrug 15. Tie Leitung lag in den fanden des Fräulein Wetzel, wahrend Dr. Wagner im Anlegen von Notverbanden instruier« Zur Prüfung war außer den» Vertreter des MrciMiur1, Regierungsrat Weicker von Gießen, eine statklick< inzahl geladener Gäste, unter ihnen der «Meine in berat vollzählstl, erschienen, die mit großem Interesse dem Gang der Pr fung folgten und |'id) davon überzeugen Tonnten, daß tu der kurzen Zeit recht viel gelernt wurde. Auch der nach der Prüfung gewährte 'taffer mit den verschiedensten xurtr’1 forten und anderem Gebäck, sowie die autflcfldltcii >?anb- arbeiten legten hiervon beredtes Zeugnis ab. Von hier ist die Schule nach Allendorf a. d Lahn lucilrrgcivnubcrt O ber O fleiden, 0 Avril. Ein . t d z u g - i e i l- nehmer aus dein baoiidKit Felozua 181* 19 m 1-icr in der Person des >?- .nrich Metz III un Alter von 81 jbreit grftorbn» Er hatte och Feldzug bum 2. hessischen Insantciic Regimenl — iuU>Uce gewann in über 5U Kilometer ®*fi | Jj’ Itll 5^ ►h n2,bni Tu, Tl|| ist yi ent- ’49 Mitglieder ** Vom Großl Hofe. Das Großherzogsvaar und Prinzessin Heinrich von Preußen verbrachten den •4?. oniafl aui Schloß Heiligen berg Prinzessin Ludwig von Battenberg ist uachmutags mir ihrer Familie zu mehc wöckigem Ausev halt nach England abgereist. Parlamentarisches aus Hessen. Zur Reichsfinanzreform haken die Abgo. Wolf unb Leun den Antrag in der Zwei, t Hess Kammer ringe bracht, bic Kammer möge bic Regierung ersuchen, tm Bundesrat bahui zu wirken, daß die Seinsteuer abgelehnt unb bic geplanten Steuererhöhuugen auf Bier, Brannk wein und Tabak bedeutend ermäßigt werden. Der ent ftehenbe Ausfall soll burd) Erhöhung der Sätze bei der Wehrsteuer, sowie durch eine angemessene Steuer auf Te frete, Xitel unb Orden, durch Einführung eines Urkundenstempels auf Sparkassen- und Bankguthaben und eine pro- gressioe Mühlenumsatzsteuer gedeckt »verden. •• AuS dem Mllitärwochendlatt. Prinz Ludwig Friedrich zu SolmS-voH e nkolmS -Lich ift als Leutnant im Iägerbatatllon Nr. 11 (Marburg) vorläufig ohne Patent angestellt. •• Ordensverleihung Sc. Kgl. HoH. der Groß- herzog haben dem Schriftsetzer Fricdr. Hofmann zu Mainz, in Diensten der Firma Johann Falk III. Söhne daselbst, das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für libenverfickerungssachcii oft eine Rates bedürfen, soll ihnen in Streitfällen auf diesem Gebier außer der Anleitung zur Anfertigung von Schriftsätzen, Berufungen nsw. kostenlose Vertretung vor dem Reichsnerficherungsaint durch die Soziale Geschäftsstelle in Berlin vermittelt werden Bei ber Steuerveranlagung 'tnd etwa notwendig tverbenbeu Rc- SchulamkSaspiranten Wilh. Baum auS RuvpertSburg eine Lehrerstelle an der Gemeindefchule zu FlbeShaufen. Erledigt ist die Stelle des ForflwartS der Forst- roartei Atzenhain. •• Po st personal nachricht eli. Ernannt: Post- intoeftor 3 immer in Butzdack zum Postdirekior.Telegraohen- ierteiär 9B u n b e r l i cb in Gießen zmn Ovcr-Telegraobeiisekretär Verliehen beim Scheiben aus b e m Dienst: dem über- briestrSger Ploch m Als'elb ba» Preußische Allgeineme Ehrenzeichen. Veilieben ist ierner ber Titel ,Ober-Po!kassistent' bcn Ponaikistenten Vöcher in Grunberg, Jockel in Lick, Bkeiier in Schotten, Rein bar bt und Schultheiß in Butzbach; ber Titel ,Cber-2eleqravbenainftente dein Telegraohenaiststenien R e i iz in Gießen. Versetzt sinb Postcküstem Schäker von Gießen nach Kietelb, Telearavhenaiststcnt Bergauer von Friedberg nach Barmen. Etatmäßig angelt eilt als Poliasstttent Voil- a-inärter Scharmann in Krünbeia. Belt an bcn bic Volt - asststenten-Prühing Voftgebd'c Gebhard in Friedberg, Po'i- muvärter Scharmann in Griinberg. A n genommen al j Posteleve Gnmnastalabitnricnt Spieler in Friedberg. ®c- ftorben Postagent Philippi in Vielbach. •• Der Jahresbericht des Realgymnasiums nebst Vorschule weist einen Gefamtschiilerbesland von 406 an», von denen 136 Vorschüler waren. Von den um 16. Mai vor. IS. vorhandenen 383 Schülern (darunter 10 Schülerinnen» waren 341 evangelisch, 22 römisch-katholisch, 23 israelitisch und 1 sonstiger Konfession; 284 waren auS Gießen, 67 ans anderen hessischen Orten, 33 au5 nichthessischen deut'chen Orti n mb 3 aus dem Ausland. In normalem Alter waren 254 Schüler, ein Jahr älter als normal waren 98, zwei Fahre älter 26, drei und mehr Fabre älter 9 Schüler. Von den 19 Abiturienten der Anstalt ivählten als zukünftigen Beruf: ie einer Architektur, Vanliach, ZolldienN, Kaufmann, Postdienst, Landwirtschaft, Marineoffizier, Offizier, 'Diatbe> matik, Rechtswissenschaft nnd Deutsch. |e zwei Viaschinenban und neuere Philologie und vier Aiedizin. — Die Ober- iea 1 schulc mürbe von 561 Schülern besucht. Von den 516 Schülern und 5 Schülerinnen, bic am 15. Mai 1908 "orhanden waren, waren 447 evangelisch, 34 katholisch unb 40 israelitisch; 326 waren aus Gießen, 141 aus anderen hessischen Orten, 51 au5 nichthessischen deutschen Orten unb Drei aus dem AuSlanb. Dem Alter nach waren 296 normal. 150 ein Jahr älter als normal, 61 zwei Jahre älter als normal unb 14 drei und mehr Jahre alter als normal. Von Den dreizehn Schülern, die die Reifeprüfung bestanden, ivählten als Lebensberuf: je einer neuere Philologie, Naturwissenschaften, Rechtswissenschaft, Chemie, Tierheilkunde und Polt- bienst, je zwei Medizin unb Deutsch unb drei bas Bankfach. An der Anstalt wirkten im ganzen 42 Lehrkräfte, davon 7 Reallehrer und 3 ReligionSlehrer. Das neue Schuljahr beginnt am 19. April. ** Die Reform der höh. Mädchettfchule. Auf Einladung der Ortsgruppen des Allgemeinen deutfcheit Frouenvercins und des Frauenstimmrechtsverein.' sprach Frau Bucksath aus Main; nm Donnerstag über die Reform der höheren Mädchenschule. Die Rednerin begrün- bete die Notwendigkeit der Umgestalluitg des Mädchenschulwesens mit der zunehmenden Berufstätigkeit der Frau, und mit dem Multurfortjd'. itt. der eine start» Eiuwicktnug.- Phaft der Frauen bedeute Aas einem früheren Geschleckt ausreichende Bildung luai, genügt heute nicht mehr. An bic Stelle des lilcrarisch-ästhetisckeik wissens müssen gründ- legendi Kenntnisse, lung im praktischen Leben .tnd >?eranbildnng zum Mutter- beruf treten. Daß btc Sdiule mit Berechtigunaen entlasse, Hessen bic zehn Nussige höhere Mädchenschule umgestaltet zu einer Realschule, btc, wo es angängig ist, zu einer Cbci> real schule ausgebaut wird; außerdem wie m Preußen die '.'IV zweigung der G imnafi dem siebenten SckuljaHr. Der zchnNassigen Sdiulc nnrd die Frauensckule mit zweijährigem Lehrgang anzuglicdern sein. Sie ift das eigentlich 'Jceue, ivährend tm übrigen Anlehnung an die Kuabcnsckuleii geboten ist, um glcube Borbedingungen füi rinnen in den Seminaren unb höheren Anstalten anstellen vu wollen unb bic Teilnahme bei Lehrerin sowohl als ber Mutter an Schulverwaltung unb Sibulkommisfton Tank bic bcn Rcformvorscklägen der hessischen Fraucnvcrcme Bc rücksicktigung zugesagt hat. Eine Eingabe ber glctcken Vereine wegen Zulassung der Frauen ;ui Sckulverwaltung ist in Vorbereitung. ?te warmen 'Korte ber Vortragenden sanden lebhaften Beifall. *• Eine Ä«dsibußsitzuug he< lanbtoirt schaftlichen Verein -.> sur die i;rojini L berste ssen findet Donnerstag, 8. Aprll. nachmittegs 3 Uhr, int Prinz Marl in Gießen statt *• Eine Beratungsstelle |ir .IrbcitctPer- kungsdeztrk de. Vereins soll nickt weiter an-gedehnt wer» den. - Irr Kreistag des Kreises Friedberg hält Mitt II. April, 11 Uhr, im Hotel Trapp eine Sitzung mit einer umfangreichen, wichtigen Tagesordnung ab U Marburg, 6. April. Die Bcnähnngci. das K . Zahnärztliche UnivcrsitätSinstitul unserer Ur- ovcfUät zu erhalten, haben einen vollen Erfolg geheiligt ministerieller Verfügung bleibt da2 Institut, dem jegt i Stabt auch ein Lokal zur Vcrfü.iiing gestellt hat. roeita bestehen. Den Studierenden der Zahnsteillnndc dürfte Nachricht willkommen fern. — Die Cinschrcibungcn bei ver hiesigen Universität für das Sonunciscmester begmn am 16. April und schließen mit dem 5. 2Aai. Für boS legen und die Annahme der Vorlesungen ul der 12. Mai di letzte Termin. T:e endgtttige Immatrikulation findet a Samstag dem 15. Mai in der Aula der Universität statt. w. Frankfurt a. M., 6. April. In der heutige» Sladtver ordneten- S i tjung gab der Magistrat e:iu Zusammenstellung bcS Schadens bekannt, der der Stadt du de3 (egte Hochwasser entstanden ist, und der sich 38 450 Mk. beläuft. X Danau, 6 April Der R c g ic r u n g s vr s > de» in Moffel verwarf den E k a l der Stadt Hanau unb forb^n oiiberweitigc Festsetzung der direkten 3: urnär*. Als un wird e» beir.icklcl, .utr Tcckiuig b . Mehrbedarfes nur cutt böbung der Eii'.kommcnsicircr porjufeben. bic Real steuer aber stelle, die sich Rvonstraße .‘>6 A. befinM, sind Mittwochs abends von 7—8 Uhr, bei dringenden Fällen auch an anderen Tagen von 7—8 Uhr. Die Beratung erfolgt vollständig kostenlos. "• Ein 90 jähriger Zn Wiesbaden vollende! aut 9 Arni', der ftönigl Hamlciral a. I Flindt, eine in gam Nm'fau br • kann le l'eriönhd leit, der 'ich in seiner langiübiiacn EigenfchaU als Stadlverordiiclcr, um btc vcbun i unb das l^fbcihcit Witt« badens pcrbicnt gemackl bat, fein 90. Lebensiahr. Fiindt wac in der Zeit, als bic Na t i o na 1 verf a m m l n n q in ocr AranF- rurtet Paulskirtbe tagte, alü in den „ruhen Tagen t er Erwartung^ dort amtiid) tätig, ir l;al die Untat an dem Fürsten Vidnunwh) und bnn General Auersionld am 18. September IMS, welch letztere der Wut eines aufgeregten Bolksdauiens auf der Boni- beimerbeid zum Opfer fielen, aus nächster Aäd- angesehen unb mit den l enrorragnthiten Bercrctcrn der bcutidvii 3t 'mm>. mit den Abgeordneten Heinrich v. Gagcm. Zahn, Arndt, Z.'rdan ustv in regem Verkehr gestanden ♦* Mrtcgcrocrbanb Hassia Die Erlaubnis zu Fud- rung des Grotzh. Ä^appens m den Fahnen erhielten die Mu gei- Dereinc Grünberg, Wackesheim, HarlmannShain, Bern.''eld u»d OhrneS. ** Der Fall Racks. Eiitgcgcn ber von aliswärtigen Zeitungen verbreiteten unb auch non niis übernommenen '.'iiichrichl, daß ber Vater und Gcschwistcrinörbcr Rack, von Mainz, ber in ber hiesigen psvchiatrifchell Mhnif zur Beob- adihntg seines Geisteszustandes untcrgcbradit ist, als unheilbar irrsinnig vom nächst in eine Irrenanstalt käme, können wir ans zuverlässiger m i di t hin get Oncll mit- teilen, daß die Untersuchung noch nick! abgeschlossen ist nnd R sich wahrsckcinlid' vor dem am6. Zuniiit Mainz veglnnen-en Schwurgericht zu verantworten habe« wird. Auch d- r nstrbs- heim er Mord wird zu jener Zeit vor bem rheiithcsiischcn Schwurgericht zur Verhandlung kommen. *♦ Z n A m crika v c r st o r b e n c c f f c n. Musik Professor Gg. Törge aus Darntstadl. os Fahr alt. zu Pittsburg. - Frau Math. Ferigcl, geb Arras, aus ^ntz- iviesc (STr. Erbach', 88 Jahre alt, zu Pittsburg — Georg Prci ß aus Gadernheim. 82 Jahre alt. zu Vanbonrcn. £. Mk. Vernwgens- und 10 712 695 Mk. Einkommensteuer veranlagt waren, gibt d.cö rund 58 000 Mk. Vermögens- unb rund 402 000 Mk. Einkommensteuer, zusammen 449 444 Mk. mehr. Von den einzelnen Provinzen erbringen Ob er Hessen 840 838,50 Mk. Vermögens-und 1 994 091,50 Mk. Einkommensteuer, zusammen 2 834 930 Mk., Startenburg 1 306 740 Mk. Vermögens- und 4 719 169 Mk. Einkommensteuer, zusammen 6 026 907 Mk., Rheinhessen I 216 168 Mk. Vermögens- unb 4 401 067 Mk. Einkommen- steuer, zusammen 5 646 535 Mk. Von den einzelnen ober- hessischen Finanzämtern sollen cinachen: Gießen 170 064,75 W. Vermögens- und 585 278 Mk. Einkommensteuer, zus 765 342,75' Mk.; Friedberg 189 110,26 Mk. 23er- mögen«- und 523 496,50 Mk. Einkommensteuer, zusammen 712 600,76 Mk.; Hungen 71 881,50 Mk. Vermögens- und 120 377,60 Mk. Einkommensteuer, zuf. 192 259 Mk.; Lauterbach 66 320,26 Mk. Vermögens- unb 117 979,50 2)lf. Einkommensteuer, zus. 184 299,75 Mk.; Nidda 59 568,75 Mk. Vermögens- unb 124 286 Mk. Einkommensteuer, zus. 183 864,75 Mk.; Büdingen 59 462,50 Mk. Vermögend- und 114 473 Mk. (nnrommernteuer, zus. 173 925,50 Mk.; Als- selb 66 076,75 Mk. Vermögens- unb 115 093,50 Mk. Einkommensteuer, zus. 171 170,25 Mk.; Butzbach 60 636,75 Nik. Vermögens- unb 108 946 Mk. E inkommensteuer, zui. 169 582,76 Mk.; Gninbei t 19 851 Mk. Vermögens- unb 86 480 Mk. Einkommensteuer, zus. 136 331 Bll.: Schollen 29 463,50 Mk. Vermögens- unb 51 204,50 Ml. Einkommen- -usckallen. Bekanntlick haben die fta Erhöhung bei Einkommensteuer von 13 bic Rcalsreuer nm dem feuberigen Sa 6 Gestern abend entschlief nach langen, schweren Leiden unsere liebe Schwester Frau Harte S»©nsler im Alter von 65 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: H. Schaffstaedt Giessen (Ost-Anlage 12), 6. April 1909. Grassamen sowiesämtLSarMmersiso beginnend enwfiehlt [1955 [ss6/< Als reizende 26 1 1 en in größter Auswahl. 18S-1 $!. KshlmM, LitiKr. 12. 1960] am auf das. o nutag: . Beicht» gute Milchkühe, z. 2. fragend junger jprungf. Bulle überzählig. Zugpferd zweijährige Fohlen einjähriges Fohlen Damen- und Kinder-Hüte T ödes» Anzeige^ Vormittags von 6'/., Uhr an: Gelegenheit zur heil „ um 7 Uhr: Die erste heil. Aieffe. „ um 9 Uhr: Hochamt nut Predigt. „ um 11 Uhr: Heil, liesse mit Predigt. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht. Sonntag den 11. Avril. [empfiehlt billigst K. Weidig, Seltersweg 59, III. geteilt. „ um 9 Uhr Hochamt. Nach dem Hochamle stille Anbetnngsstunden bis nachmittags Uhr. NachniiltagS um 6 Uhr: Passions-Andacht. Nachmittag? um 6 Uhr: PasfionS-Andacht. Zlbends um 87* Uhr ist Missionspredigt. Sa >iistag den 10 April. Karsautstag. Vorniiltags um 7 Uhr: Hl. Weiden. „ um 81/., Uhr: Hochamt. Die Beerdigung findet Freitag den 9. d. Mts., mittags 12 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. Nachmittags um 4 Uhr: Leiste Missious-Predigt, Päpstlicher Segen, feierlicher Schlich der Mijsionspredigten mit Te Demn und Segen. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht. Montag den 12. A p r i l. Oste r m onta g. »et f011 1'lbendS um 8‘/4 Uhr ist Missionspredigt. Freitag den 9. Apri l. Karfreitag. Vormittags um 7 Uhr: Aussetzung des Allerheiligsten; stille An- betnnqsstunden bis abends 6 Uhr. um 9 Uhr: Die sog. „verstörte Messe" mit Predigt. GeriBMia-ßrogene Carl Seibel. Telephon 593. Frankfurter Str. 39. 5/20 = 241 qm Grabgarten Metzen, den 1. April 1909. Grotzherzogliches Ortsgericht. G r o S. VM-mWM Mittwoch den 14. ds. Mts. werden auf dem Nittcrautc Frcicnhagcn, Post Nieder z wehren, vormittags 10 Uhr Hochamt. Heil. Messe. Festandacht mit Segen. Wachstuche Wachstuch-Schürzen für Kinder u. Erwachsene Tischdecken und Vorlagen C. Pattberg Seltersweg 60. K wo, 08. Donnerstag den 15. Avril 1909, nachmittags 3 Uhr, wird auf hiesigem Ortsgericht die vor dem Namen des Carl Bender und Ehefrau geb. Kaiser in Gietzen flehende Parzelle 1/1074 = 101 qm Hofreüe in der Neustadt öffentlich meistbielettd versteigert. Gietzen, den 24. März 1909. Gr. Orisaericht Gietzen. Gros. Hanau, 7. April. Das Infmrterie-Regiment Nr. 16U wird am 1. Oktober d. I. nach Bitsch vorl e g l. Friedrichshafen, 7. April. Um S1,'-- Uhr befand sich das Reichslnfts chiff über Wangen und bewegte sich uodi Leutkirch zu. Tonn wendete es, flog über Lindau, itnd befand sich mit 10 Uhr über Friedrichshafen, um dann über dein 3ec zu manöverieren. Paris, 7. April. Das Stric^dinütifteriiint erläßt einen beschränkten Wettbewerb für bie Erlangung von Lenk- ballons. Paris, 7. April. Expräsident (5 a ft r o protestiert gegen, das Verbot, auf Trinidad zu landen. Er ist besonders verstimmt darüber, das; ein amerikanischer Kreuzer ständig den Dampfer Gruadeloupe begleitet, wie Castro annimmt, auf Ersuchen drr amerikanischen Regierung, die einen Putsch üi Carraras befürchtet. Castro wird nun in Fort de Franee landen, um dort die ^völlig-' Herstellung seiner Gesundheit abzuwarten, während feine Familie nach La Guapra weiter reifen wird. Paris, 7. April. Der Marin bestätigt in einem Londoner Telegramm die Nachricht von einer Begegnung zwischen König Eduard, Kaiser Wilhelm ,unb König Viktor Emanuel. Mönuj Eduard wird sich in den nächsten Tagen in Marseille einschiffen, um von dort aus eine Mittelmeerreise anzutreten. Er beabsichtigt, Messina anzulausen und die vom Erdbeben heimgesiichten Ortschaften ?.n besichtigen. Wahrscheinlich werden König Eduard und Kaiser Wilhelm gleichzeitig Malta besuchen, wo dec englische Herrscher vom *21. April ab einen dreitägigen Aufenthalt nehmen wird.1 Paris, 7. April. In politischen und religiösen Kreisen misst man der Versammlung französischer Bischöfe, die am 18. April in Rom stattfinden soll, große Bedetstung bei. Auf dieser Versammlung soll die Lage der Kirche in Franlreich besprochen und wahrscheinlich über die Haltung bei den nächsten Wahlen beraten werden. Möglicherweise wird die Bischofsversamm- lung auch ein Anklage-Tribunal gegen die drei Erzbischöfe von Toulon, Rouen und Paris konstituieren, denen man allzugrotzen Liberalismus vorwirft. London, 7. April. Die englische Regierung beauftragte ihren Gesandten in Peking, bei der chinesischen Regierung dagegen zu vrotestiereu, datz mit deutschen B n n k c n >vegen einer AlUeihe zur Erbauung der Kanton-Hongkongbahn verhandelt wird. Konstantinopel, 7. April. Zwilchen Fapa n und der Türkei ist ein Alstöntmen getroffetl worden, wonach Japan in Konstantinopel eine Botschaft und in verschiedenen türkischen Städten Konsulate errichtet. K 169/08. [B V 4 Donnerstag den 22. Avril 1909, nachmittags 3 Mir, werden in unserem Amtszimmer die dem Heinr. Bellos II. ut Gietzen zuge schriebenen nachstehend verzeichneten Parzellen versteigert: 5/19 — 314 qm Hofreite unteriten Riegetpfad die Wiesen empfehle grotze Auswahl in leeren und garnierten Eierm Holz-Eier tu Satz u. einzeln Animi- uni WlÄe Sandformen Lihallkeln und Turngeräte Ärmlet uiti Boccia Kastell- uni) Leiterwagen Fliegende Holländer Kinder-Belozipedc ===== Diabolo = Olvmpia- und Netzballspiele Alla- und Ncifspiele:c. I H Fuhr „ um 7 Uhr: „ um 9 Uhr: „ um 11 Uhr Nachmittags um 2 Uhr mssmI ,i*r 2__—___—Telephon 624 — ' Bringe meine & 1 6 zur Abhaltung v. Jestlichteiten ieglick. Art in empfehlende Erinnerung. Kuchen, Torten u. s. w. täglich frisch. 11798 Gemütliche Kaffeezimmer. Groh. Gesellschaften Anmeldung vorher erwünscht. Hochachtend .J. I,öbberf. Biigelkums» bügeln erlernt man in 4 Wochen durchaus gründlich. 02179) sicher Stratze 17, II. Vernaschtes. — Für den Gesangswettstreit in Frankfurt a. M. lammen außer dem vom Kaiser gestifteten Wanderpreise tröst' 12 Ehrenpreise zur Verteilung, die von hiesigen und auswärtigen Personen und Frankfurter Korporationen ge- ftiftet worben sind, giämlich vom Landgrafen von Hessen, der Stadt Franlsurt a. M., Freifrau Willy von Rothschild, Frau Emma von Mumm, Herrn Karl von Weinberg, Herrn Albrecht Pagenstecher in Newport, Herrn Kommerzienrat Hugo.Bost in Berlin, dem Sängerbund Frankfurt und der Frankfurter Sängervereinigung, der Frantsurter Künstlergesellschaft, dem Frankfurtiw Renn- ftnb. der Frankfurter Turm er schuft und dem! Frankfurter Schützen- Verein. - Eine neue Südpolexpedition. Aus Küpen- hagcit wird berschtet: In einem Interview erklärte der auf der Durchreise nadj Berlin befindliche norwegische Polarforscher Borchgrevinck , der schon 1900 dem Südpols ziemlich nahe kam, das; er noch in diesem Jahre einen neuen Versuch unternehmen werde, den Sudpol zu erreichen, lieber, die Reise Shactletons äutzerte sich Borchgrevinck: „Die Resultate der Expedition wären, grossartig, das größte, was bisher von arktischen und antarktischen Expeditionen erreicht worden ist. Die Reise wird wahrscheinlich zur Bestätigung der Theorien für die Aufklärung der grossen Eisverioden auf der Grundlage rein kosmischer Ursachen fuhren. Es wäre Shackleton vielleicht möglich gewesen, diese Ausgabe ganz zu lösen, wenn er Remitiere statt der Ponys gehabt hätte." lieber seine eigene Reise fügte Borch- grevinck noch hinzu, daß diese auf das sorgfältigste vorbereitet und mit den mobernften Hilfsmitteln ausgerüstet sein werde. lllt9cn 1 '»itiieii ,~tui,S auf etcllun, d>- cllc iib'SiijtSj'genb. geboten ' Ä™1 ’« Milbe i'u^-* di, ^ntd wlä>' trnh\ !l *”8*leÄ ^ngeincnt ratenh 1*1 19 "lolgt vollständig ^Uenbtt mn9 inc-MaiiiNaub iMMhricien J?Pba5 jNeifa* S' nlm?5,Qk- Aindt hx jjwlun g ui der Füui,. Mm LichnoA 10* 1848, luelc au, der Aou 'ter Nähe cmgeschm M 1 dklihcken Stimme, r M. Arndt, Gilaubniä zur W nen erhielten die Kriege anni^in, Bernsseld ir: 11 der von mlstmtlM »it 1111*3 ül'ernlWneiM roiftennörber Racke von :ijd)en Klinik zur W lcrgedrcM ist, al*3 un= 11c ssrrenanslall fömt, t hiesst Quelle mb i abgeschloffen ist und' liinMnzbeginiieiükn n wird. Auch der >!>ck- üor dem rheinhessiWi itnincn. cuc Hessen. W labt, 68 Jahre < v , geb. Arras, ans M ;u Mt-sburg. — Georg alt, 511 Lanbouren, l Siibingen), 78 Ich Monte Carlo, die in 1 Stunde 6 Min. 27 Sekunden zuriia- gelegt wurden. ” Neue Wahrten $. M. „5.1" Sn der gestrigen Fahrt des Zeppelin I ift noch nachzutragen, das; bei Waldsee noch eine Zwischenlandung auf dem Lande stattgefunden lM. TaS Luftschiff l)atte Material für eine 30 stündige Fahrt an Bord. . ... TaS Luftschiff ist heute dAargen Uhr nieder aurgestregen. Die Fahrt dauerte zwei Stunden.. Um II1/2 Uhr erfolgte bereits die Lanbung. „ T . , . Tas streicbslufti'clnsf „Z. I" i)t gestern nachmittag gegen 1 Uhr zum zweiten Male aufgestiegen und nianöueriertc zunächst lüber der Bustst von Mairzels. Dann schlug es die Richtung zum Untersee ein und landete, wie vorder bestimmt, um 2 Uhr aus dem Exerzierplatz der Kan stanz er Garnison. Um 2 Uhr 25 Min. erfolgte der Wiederaufstieg und um 3 Uhr 30 Minuten ist cs wieder in der Reichsballanhalle gelandet. Um 9,40 Uhr abends ist das Luftschiff abermals aufgestiegen und schlug i>ic Richtung nach U l m ein. Heber das Ziel wird strengstes Stillschweigen bewahrt. Das Wetter ist günstig. . Ter Prinz reg ent stiftete für das Deutsche Museum ein Bild, das die erste Fernfahrt des Zeppelinschen Luftschiffes und feine Landung aus beni L be rw i e s e n f e l d zur Darstellung bringen soll. Mit der Llusfuhrung wurde Professor Zeno Diemer bcanftrngt. Kurz vor 4 Uhr 'rüh passierte das Luslschist Ravensburg unb ist um 6 Uhr 50 Minuten auf dem Rückwege lwieder hier übergekommen. Es fuhr in südöstlicher Richtung werter. Verschlagene Luftschiffe. Gin Luftballon aus Würzburg ist in dar Nähe von Montau v i l l e im Mosel-Departement gelandet. An Bord befanden sich 2 Personen. Der Ballon wurde vorläufig beschlagnahmt, bis bie Zollformalitäten erledigt sind. Bei Reainville luurben zlvei Lustschiffer, die in dem Ballon St. Eloud einen Ausstieg unternominen und auf dos offene Meer geraten waren, gerettet. Eine Dcmre, die mit aufge- ftiegen war, ist ertrnnken. ÜMMcklsW /,u jedem Kleide, Rock. Ueberzieher werden sofort anprefertigt bei [a5/< A. Salomon & Cic. : mchrlvö'chige ÄiiriiB ule fand am vergär Wn MsM.seins rrmM Id. D :äulröt W- * otDCtbanbcii injtruifri ^tretet dy- ,, eine statisch HemeindcratAM ssc dein Ganz dl ■’.cuqcn lonnto.^S wiirde. 'M®?. geridncbniM*. r Mil 81 SSL? iW?n. i) Tcr Lc P eine S.&1 ibungc." -c L befl* giiuititfl0 ’cjt iai8 iun9en.. ‘lotio)i i* ‘ gab d» Zur Nits 4m empfehlen: 12128 Sport, Leiter-, Aasten^ und Saudwagen Fliegende Holländer Ern' und Zweisitzer ülartengerätc Turngeräte Sandformen Gummibällc Rucksäcke 'öängematten Futzbälle Tennisschläger ll.-Bällc Klavvstnble Trachtenpuppen Cbarakterpuvvcn Neuheit! Korbwarcn, Hand laschen, Ansichtsartitcl Größte Auswahl üt Lfterartiteln. M. Gregor! & Sohn Gut end billig kaust man alle 2041 Farben -^(2 trocken und in Oel gerieben, Ijacke. 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Eine grotze Eisscholle, auf der sich 1500 Fischer befanden, trieb von Riga in die offene See hinaus. Nur 37 Fischer konnten geborgen werden, das Schicksal der übrigen ist unbekannt. Ein. krasser Fall von Aberglauben wird dem „Pester Lloyd" aus Satoral je Hielt) gemeldet: In der Gemeinde Vagas wurde ein junger Bauernbursche irrsinnig. Sein Vater fotuic einige Weiber des Ortes, die im Rufe standen, Krankheiten heilen zu können, glaubten, der Bursche sei vom Teufel besessen und bearbeiteten ihn mit glühenden Eisen derart, datz der Arme unter entsetzlichen Oualen starb. handel. Essen a. d. R., 6. April. Tie Thyssen'schen Werke beabsich- tigen, die Konsumanstalten von grobgewerbliche n Unternehmungen des Industriebezirks zwecks gemeinsamen Einkaufs zus ammenzuschließeu, um durch die Erzielung billigerer Einkaufspreise und günstigerer Lieferungsbedingullgcm der immer bedeutender werdenden Konkurrenz des beruflichen Klein- baiidels besser begegnen zu können. Aus der Fassung des Thyssen- scheu Rundschreibens gehl als Grund hervor, datz den Konsum- nnftaltcn der industriellen Werke der Absatz durch leistungsfähige berufliche Warengeschäfte seit längerer Zeil erschwert sei. — Kleine Chronik ans K n n ft und Wissenschaft. Im Skalatheater in Mailand gelangte gestern die „Elektra" von Richard ©trau6 vor einem auserlesenen zahlreichen Publikum zur ersten Aufführung. Das Werk wurde mit großem Fnterefse aufgenommen. Die musikalische Wiedergabe wie die Darstellung fanden lebhaften Beifall. Die Künstler wurden mehrfach gerufen. — Die d e u t s ch e G e m ä l d e au s ste l l u n g wurde in Chicago heute in Gegenwart von Vertretern der Staatsund städtischen Behörden sowie einer glänzenden Gesellschaft er- l i f u. e t. Nachrichten. Üüthoiifche (öememde. Gottesdienst. M i 11 iu o d) b cn 7 9t p r i I. tziachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht. Abends um 87« Uhr: Missionspredigt. Donner s t a g d e n 8. A vril. (tz r ü u d o n n e r s 1 a g. Vormittags von (»'/.. Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. v um 7, 77, und 8 Uhr >vird die hl. Kommunion aus- Für die Reisezeit bringen wir unsere ausgestatteten feuer- und diebessicheren Panzer - Gewölben in der Neuzeit Johannesstrasse 17 (gegenüber der Johanneskirche). Fernsprecher 168 u. 2089. eiserne Schrankfächer unter Selbstverschluss des Mieters in unseren mit allen Errungenschaften empfehlende Erinnerung. abgegeben. Giessen, 7. April 1909. Die Fächer sind in fünf verschiedenen Grössen vorrätig, und werden auch für kürzere Zeit als Jahresdauer unter entsprechender Ermässigung des Preises '.''»fische Creditbank Giessen Oster Artikel empfiehlt in gröszier Auswahl alv Schokolndeubaieu und Eier JmfcrhaicH und Eier MarAivanbafeu und Eier Kartonaaedaien und Erer tiiufuithairn und Eier Haiengruvven flrfÜUtc ltdrbrfjen uiw. 1911 L«dw.Döll,Ki>Mirtt Schokolade und Znrkcrwarcu Fabrikation Marktttr. 31. Tirnrnian en _ Hüteu.Mötzen Neueste Formen u. 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Direktor und unbtxber bei ftololleumS (fliehen. r r inner Heut ein Brofpeki der ^trma Paul Uoppe, LulUtue, der.