Nr. 55 General-Anzeiger für Gberheflen auf ährt ist srkauf gnsulent doch versucht werden, so hätte die Negierung hierbei auf keine Zustimmung im Parlament zu rechnen. In allen größeren Städten Serbiens haben gestern große politisch« Versammlungen stattgefunden, welche sämtlich gegen eine Verständigung auf Grund der territorialen Verzichtleistung Stellung nahmen. Besonders erregt gestaltete sich eine Versammlung in Nisch, an der mehr als hundert Offiziere teilnahmen. Hier wurde der Standpunkt vertreten, daß, falls Serbien unter dem Druck der Großmächte auf das bos- nische Territorium verzichtet, der Ersatz int Sandschak Nvwi- bazar gesucht werden müsse. RslattonSbruck und Verlag öet BrübNche» UnwersuätS • Buch, und Stemörudereu R. Longe. Dieben. Ausland. König Eduard ist gestern abend in Paris einge« troffen und setzt heute vormittag die Weiterreise nach Biarritz fort Die Strecke der Orleans - Bahn wird diesmal wegen der unter den streikenden Arbeitern herrschenden Agitation zur Vermeidung von Zwischenfällen besonders streng bewacht. Auf Wunsch des Königs rourben gestern bei der Ankunft am Pariser Nordbahnhofe nur der Botschafter Bertie und Präfekt Lepine zugelassen. Exprändent Roosevelt tritt seine Afrikareise am 23. März mit dem nach Neapel gehenden Dampfer an. Ser serbische Konflikt. In Wien hat man den Eindruck, als wolle die serbische Regierung die Lösung der Frage einer Verständigung mit Oesterreich in die Länge ziehen. Infolge dessen hält man in Wien die Konferenz als einzigen Ausweg. Man will jedoch wissen, daß Oesterreich und Deutschland eine solche nur dann beschicken werden, wenn vorher von den Mächten die Garantie gegeben wird, daß die serbische Forderung auf der Konferenz nicht diskutiert, sondern ä limine abgewieftn werde. Die „Nordd. Allg. -Zig." schreibt: Noch ehe positiv feststeht, daß Serbien die von allen Mächten gewünschten Versicherungen seiner Friedfertigkeit und seines Verzichtes auf territoriale Ansprüche abgegeben hat, be- beschäftigt sich ein großer Teil der Presse mit einer angeblich unversöhnlichen Haltung Oesterreich-Ungarns. Diese soll darin liegen, daß Oesterreich-Ungarn verlangt, über die Konzessionen auf wirtschaftlichem Gebiete, die es Serbien gewähren zu können glaubt, direkt mit Serbien 311 verhandeln. Diese Forderung ist aber geradezu selbstverständlich. Soll etwa Oesterreich-Ungarn mit der Gesamtheit der Signatarmächte , oder mit einer derselben über einen serbischen Handelsvertrag oder über detaillierte Bedingungen serbisch-österreichisch-ungarischer Eisenbahnanschlüsse verhandeln ? Daß dies nicht geht, ist so einleuchtend, daß die Forderung, Oesterreich-Ungarn solle bei den Verhandlungen über wirtschaftliche Fragen die Mächte als Mandatare Serbiens zulassen, von niemanden ausgestellt werden sollte, der eine friedliche und billige Beilegung der bisherigen Gegensätze ernstlich wünscht. Um den Versuch einer Einschüchterung und Demütigung Oesterreich-Ungarns kann es sich nicht handeln, da es im voraus feststeht, daß ein solcher Versuch an der dlblehnung der von Deutschland unterstützten Toppelmonarchie scheitern müßte. In parlamentarischen Kreisen Belgrads hat das Stillschweigen der Regierung große Erregung hervorgerufen. Man erklärt die Meldung auswärtiger Blätter für unrichtig, daß Serbien fernen bisherigen Stan dpun kt aufgegeben habe, vielmehr halte man an den bisherigen Forderungen fest und keine Regierung könne an diesem einmütigen Willen der Nation rütteln. Sollte dies aber Redaktion, Expedition und ^ruderet: Schul« flratse 7. Expedition und Verlag: 5L Redaktlon:L^H2. Tel.-AdruAnzergerDreben» er, Hann, Mm, en Preisen. (1488 [ |str. 14,1 Treppe | 150 Köpfe reduziert. Es bedeutet dies eine Ersparnis Oeutdches llcicb. Der Junqliderale Verein in Bayreuth mißbilligt in einer Polemik das Verhalten der Nationalllberalen in Bingen-Alzey auf das schärfste. Einschränkung im Etat von Kiantschon. Die ,Nordd. Allg. Ztg." teilt mit, daß der Etat deS oi'lasiatischen Detachements, das bekanntlich am 1. April von der kaiserlichen Marine übernommen und der Besatzung von Kiautschou angegliedert werden soll, eine sehr wesentliche Einschränkimg erfahren wird. Die Stärke deS Detachements wird von 750 Die „Stehener SamtllenHaUer* werden dem .Anzeiger' otermal roöcben lieh beigelegt, daS „Krelsblatt für ien Kreis Stehen" gwennal wöchentlich. Die „eandwlrtfchaftlichen Sett- fragen" erscheinen monatlich zweimal. von rund l3/4 Millionen Mark. Ueber die Nachfolgeschaft deS Kultusministers Tr. Holle schreibt der ^Lokal-Anzerger': Gegenwärtig ist Dr. Holle, dessen Urlaub im Dezember v. I. abqelausen war, weiter beurlaubt. Sein Gesundheitszustand hat sich nicht aebeffert, so daß er keine Disposition über die Wiederaufnahme seiner Amtstätigkelt treffen kann. Bezüglich seiner Verab- ichiedung ist bisher an maßgebender Stelle keine Verfügung g.troffen worden, so daß Kombinationen über die Persönlichkeit des Nachfolgers deS Ministers augenblicklich müssig sind. Ein Konflikt der Stadt Kiel. Die für die Stadt Kiel geplante Einführung des DreiklaffenwadlrechteS, die dort einen großen Teil der Bevölkerung in lebhafte Erregung verletzt hat, bildete heute im Ministerium deS Innern den Gegenstand mehrstündiger Beratung, Die Vertreter der Gemeindebehörde KielS waren heute in Berlin hierzu eingetroffen, lieber das Ergebnis der Konferenz wird zunächst Stillschweigen beobachtet. Sich Licherrtr. 33. |inq, Recbtskonsiilent Die erste lloreüversainmlung nach der Wahl. R. B. D a r m st a d t, 5. März. In der Turnhalle zu D a t nv». ftabt sprach Freitag abend Pfarrer Korell über die Wahl in Bingen -Alzey und die politische Lage in Hessen!. Ter Saal war überfüllt. Den Vorsitz führte Justizrat Gallus, der mit scharfen Worten die nationalliberale Partei verurteilte, die dem Kandidaten Korell die Cchnnach der Niederlage bereitet habe. Er gab sodann Kenntnis von der unten mitgeteiltcn Erklärung des Reichstagsabgeordneten Dr. Osann, die ihml zwecks' Bekanntgabe zugegangen sei. Die Erklärung sei bemerkens- lvert, weil sie beweise, daß Tr. Osann mit der Parole der Alzey- Binger Parteileitung nicht- einverstanden sei. Doch habe Tr. OsanN seine Pflicht als Vorsitzender der Landespartei nicht erfüllt, weil er nicht öffentlich für den freisinnigen Kandidaten cingetreten sei. Die Erklärung sei also unbefriedigend. Pfarrer Korell führte darauf etwa folgendes aus: Vor acht Tagen nm die gleiche Stunde war es den im Bureau in Alzey-Bälgen Versammelten klar, daß er, Redner, unterlegen sei. Damit war etwas geschehen, was bisher in Deutschland noch nicht dagewefen war. Wohl haben schon nationalliberale Wähler für einen Antisemiten gestimmt, schon für einen Sozialdenlokraten, und auch schon für einen Zentrumsabgeordneten, jedesmal gegen einen Freisinnigen, aber daß man 5800 nationalliberalen Wählern 5400 gegen einen Freisinnigen stimmten und für den. Zentrumsabße- ordneten, das war noch nie da in Deutschland. Redner verliest bann eine Anzahl von Sympathiekundgebungen ans Anlaß des Ausfalles der Wahl, der der Freisinnigen Partei und ihrer Organisation die besten Dienste erwiesen habe. Er sei nicht, wie man ihm vorwerfe, mandatshungrig, er werde stark werden durch Niederlagen. Er spreche nur in christlicher Demut von den reichen Gaben des Geistes und der Reoekunst, die ihm verliehen sei, und er spreche aus, daß er diese Gaben habe, auch wenn die Blatter von ihm schreiben, er fei stolz und hochmütig. Und weil er diese Gaben habe, werde er sie auch gebrauchen für den Liberalismus. Tie Nationalliberalen Hessens haben noch nicht eingesehen, daß es ihr Untergang ist, wenn sie die Sache des? Bundes der Landwirte vertreten, wie es in diesem Wahlkämpfe geschehen ist. Ter Bund der LandwirteFei d'e schlimmste Klassem- Partei, die es gebe und über diesem Bund der Landwirte sei Die Nationalliberale Partei zum Zentrum gekommen. Tie Zentrums- Partei in Hessen tue so, aß ob sie agrarisch se>i. Jfli tmbered Teilen des Reiches tue sie das nicht, wie zum Beispiel in Rheinland-Westfalen. Tas Zentrum ist eben klug und vor der Partei- leiwng des Zentrums und vor dessen Parteidisziplin müsse man den Hut abnehmen. Vom Zentrum könne der Liberalismus lernen. Ter Bund der Landwirte sei keine wirtschastspolitiic^ Interessenvertretung mehr, sondern eine politische Fnteressenver- ttctung, deren Endziel nicht „mehr rcichisch", sondern ,,mehr preußisch" sei. Tie süddeutschen liberalen und demokratischen Elemente im Bunde seien zu bedauern, daß sic noch immer zu dessen Fahne schwören. Wenn gesagt merbe, ber Liberalismus sei eine immer mehr atheistisch werbenbe Partei, so sei bas unhaltbar. Gerade weil ber Liberalismus bic Religion unb bic Frömmigkeit wieder in bie Gesinnung unb in Den Charakter verlegen.will, ist er eine rein christliche Partei. Von ihm', Rcbner, sei gesagt worben, es fei nichts mehr evangelisch an ihm. Tas habe man behauptet, wohl weil er Gegner bc» Jcsuiten- gesetzes sei. Tarum haben auch bic evangelischen Amtsbrüder nicht ihn, sondern den Zentrumsmann gewählt. Alzey-Bingen feil nur ein Symptom, nur ein Ausgang zu neuen Kämpfen. Schon jetzt haben Nationalliberale davon geiprochcn. daß sie im Verein mit dem Zentrum den Freisinnigen noch ein Landtagsmandat afifi m 8'/,Ubr ... abevdS Mw einen „ W ■ S schi** abends ssiil' ___— *5**. Die Tabaifteuer in der Kommifiion. Nach Erledigung der letzten Paragraphen des Erb' schastssteuergesetzes begann am Freitag die Beratung dec Tabakverbrauchssteuergesetzes. Als Regierungskommtssar thronte anstelle des erkrankten Geheimrats Rheinboldt Her Dr. Lißner, dessen Name durch seine Schriften ü6ei „Die deutsche Tabaksteucrfrage" in weiteren Kreisen be- Tannt geworden ist. Zum Referenten wurde der Abg Kreth, Mim Korreferenten der Abg. Molkenbuhr bestimmt. Zunächst berichtete dieser über die-zahllosen Peti tionen, die von Arbeitgebern, Arbeitern und von Stadt- verlretungen dem Reichstag eingereicht sind. Alsdann erörterte der Abg. Kreth den Standpunkt der konservativen Partei und betonte, daß bei Sanierung der Reichssinanzen ber Tabak nicht übergangen werden könne. Es bestandet zwar wirtsck-aftliche Bedenken gegen Mehrbelastung dec Tabaks, aber des Petitionierens sei zweifellos zu viel geschehen, es würde doch weiter unb in demselben Umfang' tute bisher geraucht werden, tvenn auch anfangs ein Rückgang zu verzeichnen sei. Ausführlich ging Herr Kreth aus die Lage des inländischen Tabakbaues ein und brach füi diesen eine Lanze. Abschließend kam er zu dem Resultat daß die Banderolesteuer zwar einige Nachteile mit sick bringe, aber durch sie sei das Ziel, größere Erträge auc der Tabakbesteuerung zu erhalten, leichter zu erreichen. Demgegenüber brachte der Vertreter des Zentrums zahlreiche Bedenken gegen den Banderolegesetz entwurf vor. Tie Frage einer Mehrbelastung des Tabakc durch ein anderes System ließ er offen. Alsdann crgrifl der Staatssekretär des Re i ch s s ch a tz a m t s dac Wort, und versuchte einige der vorgebrachten Bedenken zt widerlegen. In bestimmter, kategorischer Weise gab er in Namen der verbündeten Regierungen die Er klär uni ab, daß ohne eine erhebliche Mehrbelastung deS Tabaks eine Sanierung der Reichs finanzen unmöglich sei. Wörtlich fuhr er fort: „Wenn auch Arbeiter und Industrie darunter leiden, so is das nicht zu vermeiden, da hier höhere Interessen auf den Spiele stehen!" Der durch diese Worte veranlaßte Zwischenruf der Sozialbemokratey, „Nachlaßsteuer"', war nich ohne jede Berechtigung; denn bei der Beratung der Fragt der Nachlaßbesteuerung wäre solche entschiedene Stellungnahme am Platze gewesen. Der folgende Redner ber Sozialbemvkratic wanbte sich scharf und schroff gegen jede Mehrbelastun: des Tabaks, sprach über den durch jede Erhöhung der Tabak steuer unvermeidlichen Konsumrückgang unb die drohende, Arbeiterentlassungen. Für manche seiner Behauptungen brachte er einwandfreies Material bei. Zum Sck)luß der heutigen Sitzung sprach sich im "Namen der nationallibcra len Partei der Abg Weber gegen die Bander0lev 0rlage aus. Wohl sei der Gedanke der Wertbestcuerung der Tabakfabrikatc sehr bestechend, aber praktisch nicht durchzuführen. Jin Interesse volkswirtschaftlicher Wittelstandspolitik sei bi. Banderole für bie Zigarrenindustrie zu verwerfen; denn gerade dieser Gewerbezweig ermögliche einmal das Selb ständigwerden dem Einzelnen und gestatte den Klein- unt Mittelbetrieben erfolgreiche Konkurrenz gegen die Großbetriebe. Würde aber ber vorliegende Entwurf Gesetz, dann würde die Konzentration auch in der Zigarrenindustrie die unausbleibliche Folge sein. Sie werde noch gefördert burd die Vorschrift in § 10 der Vorlage, durch die dieser Ge werbezweig zu einem Marken- und Reklamegeschäft um- geändert werde. In treffender Weise hob er sodann bic großen Nachteile hervor, die vor allem den Arbeitern, nich zum wetiigsten den Heimarbeitern, daraus erwüchsen. Dies, würden ohne Frage in ihrem Lohn geschädigt werden, bc jeder Fabrikant die Zigarren in niedrigere Banderoleklassen Mi drücken versuchen würde. Es bliebe ferner nicht aus daß die Händler, die jetzt eine einigermaßen gesicherte Existenz hätten, zu „Handlangern" der Großbetriebe ge stempelt würden. Außerdem ging der Abg. Weber ans die L a g e d e Z i g a r e t t e n i n d n st r i e ein und erörterte die Grunde für die Tatsache, daß trotz des Steuergesetzes von 1906 der Zigarettenkonsum gestiegen sei. Weiterhin verlangte er im Interesse der namentlich in Sachsen auS- ^ebreiteten Zigckrettenindnstrie Einführung erhöhten Zoll jchutzes im Konkurrenzkampf gegen das billige Österreichische Fabrikat. Indem er sich zum Schluß gegen die in der Vorlage angefügte Erhöhung der Zigarettenbesteuerung aus- sprack), stellte er den Antrag, wie bei Beratung des Brannt- weiusteuergesetzes, eine Subkommission einzusetzen, um die Frage einer Mehrbelastung des Tabaks zu erörtern. Ueber den Antrag wurde noch nicht abgestimmt, da erst am Dienstag die Generaldlskussion fortgesetzt werden soll. Man bittet uns um Veröffentlichung des Nachstehenden: Reichstag, 4. März 1909. Sehr geehrte Redaktion! In Nr. 51 Ihrer geschätzten Zeitung berichten Sie über eine Protestversammlung gegen die Brausteuer. In dem Bericht ist zu lesen, daf; ber Stadtverordnete Krumm in der Versammlung ausgesprochen hat: „auch die Christlich- sozialen sind für eine nckue Steuer auf Tabak und Bier", und ferner heißt es: „Abg. Behrens hat dies besonders in einer Versammlung in Wetzlar erklärt". Ich bitte Sie, in einer Ihnen geeignet erscheinenden Form diese Behauptung des öerrn Stadto. Krumm dahin richtig zu stellen, daß ich in Wetzlar in keiner Versammlung erklärt habe, die Christlich-sozialen seien für eine neue Steuer auf iabaf. Im Gegenteil. Ich habe in allen Versammlungen stets ausgesprochen, daß wir Christlich-sozialen gegen jede weitere st c u e r l i ch e Belastung des Tabaks seien. Wenn Herr Stadtv. Krumm etwas anderes behauptet, so ist er eben falsch unterrichtet worden. Ebenso ist es unzutreffend, daß ich mich glatt für die Brausteuer, wie sie dec Regierungs- entwurs vorlegt, erklärt haben sott. Die von mir stets dazu gemachte Vorbedingung ist, daß die Brausteuer nicht von dem Wirts- und Brauereigewerbe getragen werden darf. Mit meiner Auffassung zu den in Frage kommenden Steuern befinde ich mick) mit dem Vorstand des Wirte- Vereins in den wesentlichen Punkten im Einklang. Hochachtungsvoll Franz Behrens, Mitglied des Reichstages. stimmungsbilö aus dem preufl. Abgeordnetenhaus. Berlin, 5. März. lieber die Frage, ob eine Volksvertretung Beleidigungen gnorieren solle ober nicht, würbe am Freitag in der preuß. itanbftube ein Langes unb Breites verhandelt. Seit Iahr- ,ehnten war es die Gepflogenheit des hohen Hauses, Beeidigungen ungesühnt zu lassen, ein Standpunkt, der als Korrelat der Immunität der Volksvertretung gewiß seine Zerechtigung hat. Vor zwei Jahren, als ein sozialdemo- ratischer Redakteur nicht im Affekt, sondern in einer sorg- .ältig gearbeiteten Artikelserie der Zweiten Kammer entgegenrief, sie müsse vor sich selbst ausspeien, wich das jau8 zum ersten Male von dem lange beovachteten Brauche ab und verhalf dem Beleidiger zu ztvci Jahren unfrei» villiger Muße hinter schwedischen Gardinen. Man tat das >amals nicht aus Rachsucht, sondern mit Rücksicht auf bie öffentliche Meinung, und man ließ weitere, weniger schwere Beleidigungen in der Folgezeit unbeachtet. Das hat offenbar inen sozialdemokratischen Gewerkschaftler ermutigt, sich inen anscheinend billigen Triumph gegenüber dem Hause ,u verschaffen. In einer öffentlichen Versammlung erklärte ->er Leipziger Gewerkschaftsbeamte Helbig, er mache sich sie Worte, um derelwillen jeder Redatteur hätte brummen nüssen, durchaus zu eigen, und richtete an das Haus die gleiche liebenswürdige Aufforderung. Das war der Dtaats- inwaltschaft doch gar zu starker Tabak, und sie fragte beim >ohen Hause an, ob es nicht in die Strafverfolgung des Nissetäters willigen wolle. Die GeschäftsorduungSkom- nission empfahl die Strafverfolgung und das Haus schloß ick) nach längerer Debatte in feiner großen Medrheit diesem Zorschlage an. Maßgebend inar dabei vor allem die Er- 'äguna, daß es für die sozialdemokratische Preise geradezu inen Anreiz zu Schmähartikeln bedeute, wenn man auch 0 wohlüberlegte Beschimpfungen des Hauses, wie die von äerrn Helbig beliebten, ignoriere und damit die Straf- osigkeit aller Anwürfe gegen die Volksvertretung sozusagen ,um Gewohnheitsrecht proklamiere. Die Liberalen gingen n ihrer Stellungnahme auseinander: Während die Freiinnigen an dem prinzipiellen Standpunkt festhielten, den as Hans bis vor zwei Jahren angenommen hatie. waren bic Hatiönattiberalen angesichts der besonderen Unfftände des jorliegenbcn Falles dafür, daß wieder einmal ein Exempel intuiert werde. Zwei Anträge des touservativen Mitteltändlers H a m m e r beschäftigten das Hans bann stundeu- ang: Der eine forderte Beseitigung ber steuer- ichen Bevorzugung ber Filialen, ber andere die 3 i l b u n g von Kleinhandelsausschüssen bei den .landelskammern. Sieht man von den Rednern der Rechten ib, die beiden Anträgen bedingungslos beipflichteten, so jatten die Sprecher aller Parteien von dem praktischen 33crt dieser Anträge keine übertriebenen Vorstellungen, und auck) bie Männer am Rcgierungstische wiesen auf die viel- achen Schwierigkeiten hin, bic sich ber Erreichung ber Ziele aes Herrn Hammer entgegentürmen. Ter Freisinnige i 0 s e n 0 w wanbte sick) entschicben gsgeu eine Sonderbeteuerung der Filialen etwa nach dein Muster ber von der liechten beim Warenhaussteuerbesetz geforderten Erdrossc- amassteuer, und auch die Natwnattiberalen wottlen von wichen Erdrosselungspraktiken nichts wissen. Tie Not- ücnbigTeit einer ausreichenden Vertretung des Kleinhandels erkannten auch die liberalen Gegner des Antrags Hammer an, und schließlich gingen beide Anträge, geleitet von dem Wunsche aller Parteien, daß aus ihnen etwas praktisch brauchbares sich entwickle, an die Handels- und Gewerde- .ommission. Man begann noch mit der zweiten Lesung aes Hanbelsetats. Man kam nicht weit: bie Einnahmen würben nach kurzer Debatte bewilligt. Am Sams- cag wird beim Kapitel „Ministergehatt" die allgemeine Aussprache über die Begehungs- und Unterlassungssünden des Handelsministeriums wohl interessantere Dinge bringen. ■stklassigen ^Qualitäten! , 10 U' 15. N, WÄ’.'S -al) bin 400 p|g’ 500 P|g, t*l, ragenin Preislagen. Müerkrager#’0> 00' '2°, 185 bis 285 p'tz elegante Dessins zn 12 ie - -«M Zweites Blatt 159. Jahrgang Samstag 6. März 1909^ tddietnl tl.lt® mtl «u.nohmr dr. Sonntag.. AA A A A JK ▲ XX XX Ll >arta «ii «cd* »rtN r.» : bM tW1 wu R»lf M r ml Um 3 < 12 Ubr nntrbc Osann erldHi sol Hb aus mich, als den tzk Nachdem man das gen iiebnid bi eine grfmblicbr tüt die Aanali- bann rennuiet der, Sir von schl klrm 3Qgd HÜ« . tuma: amu lännü m Ordnung iem ,verde n i der wolle er einem Wunsch der cti ?cnun|c< .'t gcnde Erklärung: fttegenöber den maimigsachen Angristen früheren ersten Vorsitzenden des Landesausschusses der nationallib. 2tu» Stadt und (and. Gtetzen. 6. März 1909. TageSkale n der für Sonniag, 7. Mart. Stabt- ibeaiev Nachmittag 81/, Ubr: .Tic Ptivvenlee" unb „Tie Geben irieiSlehr lVolkspreife); adeuds 7 . Uhr: ,Tte Königs- fuiber*. Kolosseum: Täglich Vorstellung. 'Ningkamof-Konkuirenz). K r n e >n a t o g r a p b e n t d e a t e r: Vroarammwechsel. Kaiservan orama: Programniwechlel: (Parts) Konzert der Regimen tsmusik um 4 Uht im Phitofopheuivalb. 91 n I o q e in it s i k (bei günstiger Witterung) um ll’z, U6i trt der Snd-Anlaae. Stnelvlan: 1 Onvennre zur Over .Tie Fellen^ inüble", von Re>ntaer: 2. Venus-Walzer, von Lmcke: 8. 3ntto- duklion ans der Over .Traviata', von Verdi: 4. ,Tcr Mollen« borfer", Präsenttermarsch der Kavallerie. Haus seit Zähren ocn.>ahrlost habe, kommr man mir einer so hohen Smnme für Herüellungoarbeittn 'tabtD. Lsb. teihgen, wird Stadtv. vudn meint, btt iBerlh’nblun.wn seien noch nicht abgeichicnien 4000 M sei höbe Summe, datz man iebttrBlich kaum die bekommen werde Stadtv Lobet ivricht sich ähnlich au. ** ÄuS dem Militär^Wochcnblall 3nL 4. Viertel fahr 1908 bekannt gewordene Todesfälle von pensionierten und au-geschiedenen Offizieren der KSnigl Brcuto Armee: v. MePsch, Rittm. a. T, zuletzt *ompArhcf :nf domal Groszh Hess. Train-Bal Nr. 25, «dt am 8 Nov. — Schäfer, Feuerwerk-Hauptmann a. T , zuletzt Feuer werl^Oberlt. beim Art -Tepot in TarmftabL gest am l 1C< zemb — v Klüber, Gen -Maior z. T, zuletzt Oberst und Kornmand des damal. 1. Grotzh Hess Trag -9iegts. lGardt^ Drag.-Regt.) Nr. 23, peft am *23. Dez. — S. ST. H. der Großherzoa haben dem Lokomottosübrer in der Hessisch-Preußischen Eifcndadngenteinschaft Zrautz- Ludwig Volz zu Schotten aus Anlaß seiner wegen geschwächter Aesnndbett erfolgenden Versetzunq in den Ruhestand 006 Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift »Für treu« Dienste verliehen/ •• Kriegerverein Gießen. Tiefer Tage fand die Frühjahrshauptveriammlung des Kriegeroerem« im Vere.n- lokal statt. 6ie wurde vom Vorsitzenden Lladtv. (Babritl geleitet. AuS dem Kassenbericht geht hervor, daß Mk. 2401.27 eingenommen und Mk. *2310.45 aulgegeben wurden, fo daß em Kassenbestand von Mk. 90.82 oorbanden ift. Tas in Ttfertpapieren und bet Kassen angelegte Vermögen beträgt Mk. 4110.80. Ter Rechniingspnifnngs-Ausschuß konnte sich über 'die Kasiefübrnng lodend aussprechnen, worauf dem Rechner Tort (rnttafiimg erteilt wurde. Nach dem Jahres- bericht zählte der Verein am 31. Dezember v. I. 405 oibent- l che und 18 (Shremnitghebcr gegen 386 unb 19 im Vor- jähre. Er wurden 1908 zwei pauptoeriamml ungen und 12 Vorstand-sitzungen abgehalten. An zwei beküringe Kameraden konnten 150 Mk. aas dem Reservefonds aezahlt werben. Bei der VorstandSwohl wurden einflimniig nieder .u . .hlt: Gabriel 1. Vorsitzender, A. Tiefere 2. Vorsitzender, 'Bartet habe ich ;u crfl iren: l Schon ivdbrcnb her Wablbeivegung bade iw mit dem Vorsitzenden des Wahlkreises Alzeti-Bingen den Hall besprochen boh der freisinnig' Kandidat mit dein des Zentrum- in Stich wähl rmnntc, und für diesen ftall mich dabin ertläit, daß unter Berücksichtigung her Verhältnisse im Reich die ncuümaliibfrah Partei den ZentrumskanSidatcii nicht unterstützen könne. 2. Nach einer tcleplnmiidnii Mitteilung an mich aus Berlin vom 19. »rcbniav hatte dir Zentralleitung der nationalliberalen Partei dir Unteritütunifl des freijnmigtn Kandidaten angeordnet Ich fr.I f inidi auf den gleidtrn Standpunkt und gab auch diese Meinung nach Alieu weiter. 3. 3eü dieser Zeit habe ich^noch uwimal, am 22. ?kbruar und *24. Februar in gleichem Sinne telepboiuuhe Mitteilungen nach Alzen gegeben, l Ten Berltzmdlungen des AUener 29abltomücee mit dem Zentrum stand ich vollständig fern. zilälswerk-Abschlusfes gebe denen Unrecht, die behaupteten, daß die Stadt nicht rentabel wirtschaften könne. Tie Voranschläge werden genclnnigt. W rtfchast-konz snon» lesache. Tyolgenbe Wirtschaitskonunionsgesuche n erden befürwortet: Bon Adarn Boi; u. Co. für Gastwirtschaftsbetrieb im vauie Schanzcnstraße 18 '^' iverkschafisbaus, von Rudolf Rubl für Lchankwirtschastsbetrieb für Sduiienberger Weg 63 und von Anton Geißner für Maifccroirticbartvlxlncb für Plockstraßc 9. Vers - icdenes. Für den Fuhrwerksverkehr in der Löweugalse war gewünscht worden, ihn nur in einer Richtung zuzulasse». Tas Pollzciamt und auch die Baudeputation halten dies nicht rür notwendig. Tic Bersammlung ist derselben Ansicht, es soll nur darauf geachtet werden, daß keine überladenen Sagen buich bte wmgassk fahren und haltende Wagen dicht an den Fußsteig« halten * £ic Kreisstraße Annerob-Tteinbach, die tcilmrife durch den Gtabtwalh führt, bat eine Steigung von teilweise H—7 Proz.; sie soll so geändert werden, daß sie höchstens 2*/a Pros. Steigung bat. Tazu ist ein Ztück städtisches Gelände erforberM '.Ulan ist zur Abtretung unter der Bedingung einverstanden, Mfi die einmünbenben Waldwege ebenfalls keine größere 3tci|eng hierdurch bekommen. Ta die Kreisseuerlöschordnung demnächst geändert werden soll, wurde auch die städtische Lüschordnung einer Turch- sicht unterzogen. Cs wird beschlossen, nichts an ihr tu ändern. einige Gesuche um Niederschlagung hon Kanal« i gebühren werden den Ausschußantragen emsprechend rrtebi.rt. Cs bandelt sich dabei durchweg um Heranziehung von Grund Hilden mit landwirtschaftlichem Betrieb zur sztächenbeicchnuiig, . die selbständige (ürundstücte sind und nicht, wie das 2tatut ror- schreibt, mit den angrenzenden S)ofreiten eine wirtschaftlich Cm- beit bilden. T es halb werben diese Zlachen bei der Gebühr«? berechnung auSgeschiedcn. nehmen wollen, llnd Do habe 'ich die bte7 i Preise mnrr .j^t darüber aufgeregt, daß die - 1 nn-rn ba? h ri— . m-; Sozialv-mokral n gesucht haben Tr- Ht* .nu > . *» in» daß für die nrentnntgen ngefichtS d.eicr Lo-< o wlilv' - Notwendigkeit vorUegt. Redner kam febanr .u' x Worw'er Wahl zu sprechen und ftillt fest, oan ;n Wo cm« Feme £-aiolz der freisinnigen für den .ientcurn : i -orbn. :*n cu^ i iefr*n wurde Cr selbst habe seiner .Zeit luebiüdlid) erkläN, bar. o e Par^-l- für das Zentrum feiner Redners lustntt aus der Lcrtei mr Jyolgr gehabt Hütte. Auch cen Boriouri, Dop er unsachlich und gehässig gekamvit habe, müsse Redner zurückiveisen Cr hab das schon aus Klugheit nicht getan, weil r doch >ewuß: Hobe, daß er die Partei in der Ltichwahl gegen ba: .^mtruni brau ' Er habe in dem Wahlkampf viel Hiliunterschlu2cn müssen, und wenn es ihm einmal zu bunt kam, habe er Trost und 3t'rhm gesucht in dem Neuen Testament, das er fte in i iner Maivp- im) Wahl kam ps b.i sich gesühr: l.abe. Er erwart? vm d n ftegnun Beweise Danir, daß er persönlich und per »o g-Lumpsl Hitze. Äuc:> seine Wahlhek'er hätten das nicht getan, dafür lege er 'eine fean? mS %eucr. vinaegen haben seine Gegner in dieser Art ihn b< kumpfl. U a. gelle er unter Beweis, daß das Zentrum Ion fefjianeH gehetzt habe. Selbstredend müsse er auch Den Loiwur' zurückweife«, daß er sich vom Freihändler zum Schutzzöllner gemausert hätte. Ändere bebau Dien wieder das Gegenteil. Er ,ei der Ansicht, daß die Landwirtschaft die Zölle zum Schutz und zur Gesundung gebrauche, daß sie aber früher oder späte einmal dazu kommen werde, ohne Zölle auszukommen. Tunf die Bündnis Politik der Natwnalliberalen werde der Freisinn aus geschieden. Er mutz sich entweder totstellen ober den National liberalen Tienste tun, die er nun einmal nicht tun kann. Durch den Willen der Natwnalliberalen ist der Freisinn gezwungen, sich zur Geltung zu bringen durch den Kamps gegen die National liberalen. Ten Hessischen Iungliberalen, die gegen die Wahlparole Protest erhoben haben, spreche er Tank an-; doch sei e. notwendig, daß sie auch innerhalb her Nationalliberalen Part«, für Reformierung der Partei sorgen. Zu der Erklärung des Rcichstagsabgeordneten Tr. Osann mochte ich nur faqen. da« er gewünscht hätte, 1 , daß Tr. Osann anstatt zu telephonieren, die Eisenbahn benützt hätte, und persönlich nochmals nach Al,e gegangen wäre, und *2., daß Tr. Osann sich nicht auf den Stand punkt des Reichskanzlers gestellt hätte, der dic Beraniwortlich- feit so aus faßt, daß erd erst geschehen läßt unb buuennadi noch Potsbam fährt unb erklärt, es hätte nicht sein sollen. Rednei meint, er erkenne ehrlich an, daß Tr. Osann sich in einet sehr schwierigen Lage beninbcn habe. Tod) »prech- er ihn nicht frei von Schuld Mit einem warmen Appell an bic Dersamm lung, dem freisinnigen Verein beizutreten, schloß bet Redner. cr gelassen, daß er Gegner des Blockes fei. und stelle das auch letzt fest. Tort, Nechncr, Möbus 1. . Schriftführer. Sitzung der Stadtverordneten. Gietzen, < Mär». «Schluß.) Uniötrfttäi Sangdf fltuheittn. Die Nnterbaltung der 'il n t a a c n d o r bem U n i r I i tätige b ä u b t wird auch für dieses Jahr von ber Stadt übet nomrntn. Stadtv. Dr Ci ernt er kommt auf die Schenkung von 1000 Mk. zu sprechen, die eine unbekannte Tome für ent Tenknmt de« cti’terö der UmDerfildtt, Landgraf Ludw'g V., gemacht hat Ta« '"etb sott an die Stadt fallen, wenn bnv Deutmal nicht in den nächsten 10 Jahren errichtet wird. Ta der Betrag für ein Tenkmal nicht an«retcht, haben die Dozenten der Umveisttat weitere 1<00 Mk. gelammelt. aber auch mit 2000 Tlt. werde man nort’ kein Denkmal errichten können. Es fei deshalb der Gedanke ,sche der Sti'term dao^'Andenken an Landgraf Ludwig V. dnrch eine <'hotte ober einen Stent nut d in 'Dlehnillonbtlb d Landgrafen an.u-leqt iverde. Man fei ft* wobt darüber einig, bau WC CNN die Ludwig'! raste, noch Vas llniversitg!» jebäube selbst sehr schön seien, beebnib solle man wenigst.n,v d.nn» sorgen, daß der Plai cntlorrdiena beraertebtet wud. Tei blau gehört zwar dem uv'uC, aber t-. . . gegenwänige« Berbältnifien erscke:nt es als an^eschtouen. daß ■ irgend etivas tut. schlag de« StadterwerterungstonbS imtrr Berücksrch* 1 tigimg dieser BewtUiguitg anaenooimnt. NkcknuußSüd chlüfft nab Yeraeictläae ber habt. Verke. ^ur da) Nechnuu 3|übc 1907 sch'.i sü die Rechnung des Wasserwerke- in Etnnadtnen mit 137 «6,71 M ab "298 8^i.8O Mark für den Betrieb un? 14 910 ftsc das Sernvgtn. 'Sa’ierun-» icbit 14^ 652,73 M em. au ^'ieretnrtchrungen und L>au->entwai»'erungen 112170,46 M Tie luSsaben betrage« j 363 943.1B 1. . 319032,35 M für den Betrieb und 44 910,91 ». für das Bermögen. „ __ _________* Z’■ a ? n? e r f vere.nnadmt 860141,71 A.. «63K'<.9» Mark tür den Berrteb und 9tl 783,76 M für bas Betmögen ,'ür gingen von Privaten 240 725 2K unb für Aof* <4 94*2.4*2 •\drf f.;: Tic Äu. t >uubi iinfuq geileuert werde. Stadiv. Tr. Biermcr tnödtle feflftefieu, daß er fein bc o>,derer Tenfmolo'reunö sei. Tie Sti'tung sei ihm nicht ganz erfreulich, da man nut 1000 Maik in dieser Richumg nichts an- iangen könne. Stadtv. Tr. Ebel ist ebenfalls kein besonderer Tenkmalo anbannrr, sieht in ihnen aber Erinnerungszeichen der historischen Lntwidlung. Stadtv Grünewald tritt nochmals für die Dcrrichtung des Platzes ein und teilt weiter mit, daß er die Beziehungen .wischen Staat und Stadl Innsichllich der Ohrcn^ und »autflimf ■,inn Gegenstand einer Znlerpellatiou machen unb beantragen wolle. ,e- Aur Errichtung des iHüufencubaucS Räume ber alten fluni! dir bic Zwecke ber Ohren- und vautllinik aut Verfügung zu stellen, Denn fo wie seither könne es nicht iveftergchen. Tie Zustänbe. .sie der Hundcunfug hier hcrb.iiührc, seien uncrlräglidi unb erinnerten an Konstantinopel. Er gcbenkc deshalb einen Antrag iiiiubrinacn wegen Erlast einer Polizeivcrordnung, baß die .^undc .in ber Leine zu führen sind ober einen Mau Horb tragen müssen. Tie Stad: Gießen hatte zum Universitätsinb läum eine Stiftung van ‘20 000 M. gemacht, aus beren 3 prozentig.n Zinsen all ■ (if.rlid) ein Slipindium von 700 M. flegcocn werden sollte. Tic Universität sollte hierfür 875 M. Reicksschenkung-?stcucr bezahlen. Um deshalb das Kapital nicht verkürzen zu müssen, bc> ibiiditiqt bic Universität, bas Snvenbium solange nicht zu geben, als die Steuer nicht gedeckt ist und um die Sache zu erledigen, icbtct sic an die Stabt bas Ersuchen^ bic 875 Mi auf einmal ,ctzt zu bezahlen. Lie Beriammlung ist bantii einverstanden. Stabil'. Eichenauer hält es für sehr bcbaucrlich, baß eine solche Stiftung zu idealen Zwecken zur Steuer herangczogen werden lann, wodurch ber Zweck der Stiftung für einige Zeit Derlei Vorsitzende glaubt, daß die ganze B-rsarnrnlnng dieses Gefühl nrohl teilen werde, aber sämtliche Juristen ber l'anbeduniueriität hätten es für ausgeschlossen erklärt, von der Steuer befreit zu werden. Stadtv. Tr. Biermer bestätigt dies und kommt weiter au die 5000 M. zu iprechen. 5'e bic Stabt für bte B'bliotb.' •dir Anschaffung von hauvtiachlich staatswissenschaillichen und volkS- Er wolle ictzt. nadib.mt uf;er ein Zahr seit der 2lusiahlung der Summe verstossen sei, estsleilen, daß er. der einzige Professor der Nationalökonomie au der Laiidcsuniversitäl. in keinem Stadium geftagt worden sei. welche Bücher angefckafit werden sollten. Er glaube nicht, daß mu die,em Verfahren der Absicht, die man mit der Stiftung Stadtv. Tr. Ebel teilt mit, daß der Bibliothek beim Alibi- läun 4 ückr in Wert von 40000 M. un? aus erden 30 00 ' M. ai 'Jüiidiaiiungen gestiftet worden seien und bis letzt bätien die dir Verfügung stehenden Kruste noch nicht ausgereicht, die aus diesen Stiftungen iwwachscne Arbeit zu bewältigen. Von den >000 Mk der Stadt sei, so viel er wisse er bearbeite birici i'lebiet nicht , vtnpcnbet worden, deshalb fei auch noch feine Anfrage an Pwf. Tr Bicmnr ergangen, was an^eschasst nxrden tolle. Eine Hüt fragt an die Tirtftion bitte leicht Aufklärung geichaffen Städtische Anleihen und Lieferungen. er er Tebatte. an der sich der 8 o i i t b e n b e, ugbarbt, Wallenfels und Petri be LxriteUung lutgeheißen und der Vorau- Für die höhere Mädcbshichulc sollen sog. Metallfaden» lampen angcitbafit werden, wodurch 30 M. Mehrkosten entstehen. die durch Stromersparnisfe in 1«A Jahren gedeckt werden. Man ist damit einverstanden. einige vorliciende Rechnungen werden den Äntrigen mt- sprechcnd genehmigt. Ebenso werden eine Anzahl Ärbripm und Lieferungen gutgeüeißen, bic sich hauptsächlich auf Schlachtho'- arbriten beziehen, die nicht in allgemeiner Submission vergeben werben können. Tas der Stadl gehörige Semmler'sckte baue in der Tomm- straste ist in icbr idilcmicm Zu stand. Ta die Verdrriterung der vorderen Tammstraßc wegen der Forderungen der Anlieger in 16 Vorstatibsmitglicdei wurden teils wreder und teils neu cicroShll. Unter ,Verschiedenemwurde besonders bentor» gehoben, daß un kommenden Sommer an sechs Sonntagen Matz an den Senat ber Untoerfiläi ein Gesuch gerichtet habe, rfc mochte in örr Nähe ber lliiiDfintäu etma an der (icke ber 2udw>as- und Vismardstraße, une öUemlu-Le Hör anaebrodit werden, die nackt: erlentui urröeu könne, vuiüdulid) önentlicker Hören lei Io roie ■ o es en geaen andere Städte fr >r tuiüd und uamentlt.t) fehle t*. on iolcken. die teleiutuci ’oerbeu könnien. Rur in einer anderen dentictieii Stadl bade er d.S fetzt den hier btftehenöen Zultanb an aetroffeii, bo« bas lostgehände ohne Hht fei. Gr glaube berluiib, für, man audi un allgemeinen Zmerene Sem Wuniche ver ^lubenten- klvast eulforedien und auch in Oer übrigen ciodt 'ür mehr ofiem* ,ckc Hören, iiainentltck auch für richtiggehende, sorgen tolle. Oberbürgermeister Mecum (stört auf. der Rektor her Um- Dfiüidi habe bezüglich bee eilten Piinkte-r ibm gegenüber ähnliche Wümcke aeäiieeti und die ^manztei'utatwu habe ihre Bereuivilltg- ?eit erfiäit, für bas Tenkmal und die Platzbeirichmn} Beiträge eer 3labt zn beantragen, ivenn der Staat sich ebenfalls an ber kosten- Oetfimq beteilige. *JIoch einer Muieilnng •Refioi» 'ci ber clnot Miau auch bereit. Wegen ber gewünichieu Hur solle man zunächst einmal Öen 'Antrag der €iiibenieni e, die mit 10 Millionen Mark genehmigt war, wird nun in ermäßigtem Betrage von 6 Millionen Mark gegeben werden. von Posadowsky und unter dem Vorsitz des Slaatsmrnislers a. T. Tr. Freiherr von Berlepsch eröffnet. Er wies in seiner Begrüßungsrede darauf hin, daß heute zum ersten Male die Frauen als wohlberechtigte Mitglieder mittagen dürften und daß sich die Gesellschaft zum ersten Male mit den Forderungen der Privatbeamten beschäftige. Oberbürgermeister Tr. Adickes begrüßte die Kongreß-Teilnehmer im Namen der Stadt. Nach weiteren Begrüßungs- Ansprachen referierte der Reichstags-Abgeordnete Putthoff-Düsseldorf über das Recht der Privatbeamten, während Landgerichtsdirektor a. D. Kulemann - Bremen über die juristische Seite des Koalitionsrechtes der Privatangestellten sprach. — Ter Magistrat hat das Gesuch der Freien Turnerschaft, für das Kreis turnfest des Arbeiter- Turnerbundes im Juli eine Subvention zu gewähren, ohne Angabe von Gründen abgelehnt. X. Hanau, 5. März. Nach einer hier amtlich eingetroffenen Nachricht plant die Heeresverwaltung, in Hanau das Bekleidungsamt für das 18. Armeekorps zu errichten. em Schklvemchlehen an den SchtetzNänden des hiesigen Schützenoereins statlfinden solle und daß eine rege Beteiligung daran zu erwarten sei. •* Stadttheater. Es sei darauf hingewiesen, daß die morgen nachmittag zu Aalkspreisen statlfindende Aufführung der .Puppemec" die unbedingt letzte deS graziösen Werkes ist, und daß es fraglich ift, ob Humperdincks „Königs- kinder* nach her Sonntags-Aufführung nochmals wiederholl werden können. In jedem Falle ist es ausgeschlossen, daß eine etwaige Wiederholung im Abonnement stattfindet. — Llchtbildervortrag über das Engadin. Ein genußreicher Abend wurde gestern in der Sektion Gießen des D. u. Oe. A.-V. geboten. Prof. Hedderich führte in Wort und Bild das Oberengadm vor, jenen herrlichen Edelstein im glänzenden Diadem der erhabenen Alpenwelt. In Worten, die den Schönheiten der Gegend angepaßt waren, entrollte er ein anschauliches Bild von jener herrlichen Gegend. Nachdem so die prachtvollsten Szenen vor unserem geistigen Auge vorübergezogen waren, wurden sie noch einmal in Stereoskopbildern vorgeführt, und die Bilder blieben mchi zurück hinter dem, was das gesprochene Wort vorgezaubert hatte. Die Diapositive waren von der Firma Voigtländer, Braunschweig, zur Verfügung gestellt, und wenn die Firma Reklamezwecke damit verfolgte, so hat sie vollauf ihren Zweck damit erreicht. Der reiche Beifall, der am Schluß dem Redner zuteil wurde, wurde von letzterem bescheiden abgelehnt und auf Konto der Firma Voigtländer übertragen. •• Stenographie. Der Damenverein Ga bels - berger und der Gabelsberger Stenographen- Verein hier eröffnen am 15. März im Cafö Ebel wieder einen Anfängerkursus. Da dec Andrang zu den nach Ostern, der Zeit der Schulentlassung, beginnenden Anfänger kiirsen erfahrungsgemäß immer sehr stack ist, so sei gerade dieser Kursus denen, die sich die Kunst der Schnellschrift anzueignen beabsichtigen, recht empfohlen. Der Besuch bei Schrelbmaschinentlirse ist nur den Mitgliedern und den Teilnehmern an den Ansängerkursen gestattet. (Siehe die Anzeige.! ** Ringkämpfe im Kolosseum. Tic Ergebnisse des gestrigen Abends mären: Jo i bl er (Bayern^ siegte nach wechsel vollem Kampfe überlegen gegen den Polen Petlinski in 4v- Minuten durch Amtgriffschulterschwung. Ter Pole mußte sich mir auf die Verteidigung besclstänken, während Kitzler durch neue Griffe imponierte. Ter Kosak Sulrnan 0 ff kämpfte mit dem dänischen Weltmeister Markusse n 20 Minuten unentschieden. Ter Däne wurde durch die Riesenkraft des Russen öfters in die Brückenlage • gezwungen, rettete sich aber stets durch Ueberwurf. Bum Schluß siegte der deutsche Meister Strenge über den Belgier ^lpvllon öc Collosse in der Gesamtzeit vvn 43 Mimten durch Kopfschwung aus dem Stand. Strenge siegte infolge seiner größeren Ausdauer, da der Belgier zum Schluß ermattete. _ Heute ringen: Hitzlar-Frachet, 2lpvllonMarkussen und Entscheidungskampf Sulmanoff-Jack Senns. ** Her Gießener Bahnhof wurde heute vormittag von Studierenden der Darrn st ädtec Technischen Hochschule unter Führung des Prof. Wegele besichtigt. " Das Schwurgericht für Oberhessen beginnt nicht, wie ursprünglich vorgesehen war, nächsten Montag, sondern Mittwoch, 10. März, vormittags 91/., Uhc und zwar mit dec Sache gegen den Schuhmacher Wilhelm Reis von Niederspey (Kreis St. Goar) wegen Mords und Sittlichkeits- Der rechenS. Die Anklage vertritt Oberstaatsanwalt Lang uno die Verteidigung führt Rechtsanwalt Fischer. Es sind zwei Tage für den Fall in Aussicht genommen. Möglicherweise wird daran anschließend noch ein Sittlichkeitsverbrechen zur Verhandlung gelangen, was jedoch noch unbestimmt ist. — Friedberg, 5. März. Die Lehrer, die 1869 das hiesige Seminar verlassen haben, wollen am dritten Oster- feiertag zu Darmstadt diesen Tag gemeinsam begehen. -r. Büdingen, 5. März. Am Mittwoch fand die Wahl eines Beigeordneten statt. Es war eine hartnäckige Wahlschlacht, aus der das Gemeinderatsmitglied W. D 0 tter mit 218 Stimmen, 12 mehr als sein Gegner Albert, als Sieger hervorging. 0 au bad), 5. März, Eine Unterhaltung besonderer Art war der Märchenabend mit Lichtbil dem, den die Lehrer im Saale des Schützenhof, der sich indes für das Unternehmen als zu niedrig erwies, am letzten Mittwoch abend veranstalteten. Hunderte von Kindern nebst zahlreichen Erwachsenen waren erschienen. Lehrer Jak ob aus Wetterfeld führte die Lichtbilder vor, zu denen Lehrer Weil von hier den entsprechenden Text las ('Märchen und humoristisch' Gedichte); Bilder aus der kaiserlichen Familie bildeten die erforderliche Abwechselung. Die Freude, die aus hunderten von Augen glänzte, möge die dankbare Belohnung für dir Bemühung sein. Die Vorstellung erfolgte im Auftrage des Volksbildungsoereins. Frankfurt-a. M., 5. Marz. Der Kongreß der Gesellschaft für soziale Reform wurde heute früh in — KleineC b r 011 ik aus Sunil ü n d W issc n s chef t. Wie aUs Paris gemeldet wird, hot soeben ein Bewohner vcm Clermont d e L' Oise bet Ausichachnmg seines Kellers menschliche Gebeine gefunden. die ihrer ganzen Struktur nach einem vrähist 0 rii eh e n M e n s cd e n angehört haben müssen. — Im Hörsaale des Poliklinischen Institutes der Berliner Universität trat gestern die 30. öffentliche Be r sa m m I u n g b e r B a d e ä x- 31 e Miüunrnen. — Weh. Jnstizrat Dr. Wllhelm oon Brün n eck, Professor an bei- Universität .£) a l ( e a. S. leiert, am 7. ds. seinen 70. Geburtstag. — Klara Viebia s neues Drama : „Das letzte Gluck", gelangt im Frankfurter Schatispielhaus |utv Uraufführung. — -as Befinden Dlatk 0 ivskyS hat sich wieder geb eifert. Gießener Strafkammer. Gießen, 5. März. Nab Feierabend. Gin Mamt vvn Großen-Linden hat rin Urteil des Schöffengerichts, das ihn wegen Beleidigung und Widerstands zu 6 Wochen Gefängnis und wegen Ruhestörung zu 3 Tagen Haft verurteilt hatte, angefochten. Als er nach der Feierabendstunde noch in einer Wirtschaft betroffen wurde, bot der mit ihm verfeindete Nachtwächter Feierabend, worauf er zu schimvfen begann. Bei dein zweiten Rundgang war er noch in der Wirtschaft, weshalb ihn der Nachtwächter aufnotieren wollte. Er suchte ihm das Notizbuck zu entreißen, schimpfte und verfolgte den Nachtwächter auf die Straße, wo er ihn wiederholt angrisf. Der Angeklagte focht das Urteil an, indem er zugab, das; er Lärm verursacht habe, den Nachtwächter will er weder beleidigt noch angegriffen haben: er behauptet, der Nachtwächter habe ihn geschlagen und er legte über die ihm zugefügten Verletzungen ein ärztliches Zeugnis vor. Tas Berufungsgericht war mit dem Sclwffengericht einig, daß der Angeklagte in frivoler Weise gegen den lärchtwichter vorgegangen ist: wenn er dabei verletzt worden ist, hat er sich es selbst zuzuschreiben. Zum mindesten hat sich der Nachtwächter in Mtwehr befunden. Es bestand somit kein Anlaß, an der Strafe des Angeklagten etwas zu ändern. »Ii« u tot V,„, Don * tor«9?n Werben den Mg enttoS'63^. dn- -L >eim toitber kre M Ä. SL ?• >5 das Bei. lb^nmitÄ^ LZ-tztt d-ik. MrÄ- •n ^ü trieb für Plocksttaft 9. enti. lehr in der Sötoeiigoii1 m einer Richtung zuzulajft deputation ballen dies nidn fi berielbm Ansicht, cs soll m überladenen Sagen durch!: Vagen dicht an den Fuksleizr od-Lteinbach, die teife- eine Steigung von teilt« rven, daß fie höchstens 2V» l!r städtisches Gelände crsorder ■ Bedingung einverstanden, mfalls feine größere Lteir: ordnung demnächst geänte 'che Löschordnung einer Tmv sm, nidits an ifre ändern. ititagung. vnn ffaital' nträge'n entfyredienb erledigt. 1 Heranziehung von Grund- :meb M ^achrrckerMnng, id nicht, W das Aatut M- ittiten eine wichchatmche M> :ie Mächen bei der Gebühr^ pefche den alten Schiu^el angewandt und dadurch Die Besorgnisse über den Gesundheitszustand des Gesandten Hervorgernfen. * Es wird Frühling. Pfandleiher (zu feiner Frau, als an einem Tage eine Menge Winlerüberziriwr versetzt werden): „Gott sei Tank, die ersten Vorboten des Frühlings!" * Abwar t e n d. „Gnädige haben durcli den Tod Ihres Gatten einen unersetzlichen Verlust erlitten." — „Na, wir werden ja sehen!" Äleinc $nßc6d)roniL Starke Schneeverwehungen werden aus dem ganzen Reiche gemeldet, aber auch im Aus lande sind heftige Schneefälle zu vcrzeicl.nen. Besonders stark scheint Nordamerika mitgciwmnum zu sein, denn dort sind die Bahnverbindungen zum größten Teil völlig unterbrocleu. 4 0 Züge mit Ausflüglern sind zwisclwn N ewy 0 rk und Philadelphia im Schnee fterfen geblieben. Tie Verbindung mit Baltimore ist vollständig unter b roch en. Washington ist völlig abgeschnitten. Tie Kälte ist so groß, daß von den Eisenbahn-Reisenden, die vorgestern zu Tafts Amtsantritt iiad) Was hing ton fuhren, zwei ft arbeit und ehun hundert erkrankten. Tie Unterfdileife bei den Pfalzbahnen haben nach den bisherigen Feststellungen 145 000 Mark erreicht. Gegen die Führung des Prinzentitels und die Bezeichnung „Sohn König Milands von Serbien" seitens des jetzt im Zirkus Schumann zu Berlin als Kunstschütze auftretenden Sohnes des verstorbenen Milan aus einer Ehe linker Hand legte die serbischeGesand >' chaft,Pr 0 test ein. Tie Behörde untersagte dem Kunstschützen die Weiterführung des Prinzentitels. In dem katholischen Bergdorse Saasgrund in der Schweiz empörte sich die Bevölkerung gegen den Pfarrer, der samt dem Vikar flüchten mußte. Bei einem Zusammenstöße zweier Wagen der elektrischen Bahn in Abbazia wurden acht Personen schwer verletzt. Erne ist bereits gestorben. . . In Reggio dl Ealabria wurde geltem etn leichtes und naä'^ mittags ein starkes Erdbeben verspürt. Auch in M i l e to wurde um 1 Uhr 22 Minuten ein sehr starkes Erdbeben wahrgenommen. ... Zwei aus London abgegangene Personenzüge streßen bet T 0 mbridge zusammen. 2 Bahnangestellte wurden getötet, ein Passagier erlitt schwere Verletzungen. Vom Isthmus von Tehuantepec (Mittelamerika) werden heftige Erdstöße gemeldet. und (and. Gießen, 6.März 1909. Sonntag, 7. Mr.t. Stab ... T-je Puvveniee und.- mS n W-w ieä?* Ouvertüre zur uDer oallerie. issgs gut»* *1 123 QofomotioP1^ ynt0BJ bin** i,6en. $**$«'* bai®f.2 01;; * i“ »' if„bS 8'i* Tjt|l 1 $i<0‘e '$i( . ,w(m1 ” (ßeiicbbioal. Hamburg, 6. Atärz Tas Kriegsgericht der 18. Ti- uifion verurteilte den Reierve-Oifizier, Reierendar v. (ff ü l 1 ch tu Alioua wegen Säbelduells nut einem Altonaer Oberlehrer zu drei Maaten F e st n n g S h a f t. Innsbruck, 5. März. Ter Prozeß wegen der 11-rebenti ft 1 i cf) e u Ue verfalle au* die der, t-s chen Turner in Persen und Ealliana ,m Sommer des Jahres 1907 iand nun* mehr sem letzigerichtliches Nachspiel. Gegen den damaligen vauplaugeklagien G u 1 d 0 L' a rch e r , den Prästdemen des Tnentinischen Alpenvereins hatten nut Proiesjor Aleyer 31 Reichs- deutsche eine Ehrenheletdumngsllage erhoben, weil Larcher bei der Roberstoer Verhandlung deu Ausdnick „deutsches Geliudel" gebraucht hatte. Vardier wurde jetzt in der Veruümgsverhaudluug zu a ch t Tagen ft r e n g e n Arrest verurteilt. R 0 tu;, 5. März. Vier deutsche Landstreicher, die vor zwei Jahren in der Villa des ist dm u als Alirabello in Portici ein- drangen und den "Admiral und seine Zo»e verwundeten, wurden vom Lchwurgerichl jii9leapcl zu sechs bi5 siebzehn Jahren Zuchthaus verurteilt. Vermischtes. * Verhängnisvolle Folgen eines diplomatischen Chiffretelegramms. Ter neuernannte Vertreter der französischen Republik im Königreich der Niederlande, Marcellin Pellet, verließ kürzlich Frankreich in bester Gesundheit, um seinen Posten anzutreten. Die Briefe, die er seiner Gattin aus dem Haag sandte, atmeten ebenfalls bestes Wohlbefinden, bis eines Tages, als gerade eine fröhliche Tischgesellschaft bei Frau Pellet versammelt war, dieser eine Depesche durch das Ministerium der Auswärtigen Angelegenheiten übermittelt wurde, worin ihr Gatte mitteilte, daß es ihm gesundheitlich sehr schlecht gehe, und bat, seine Familie zu unterrichten. Frau Pellet entließ sofort bestürzt ihre Gäste und belegte einen Platz für den von Paris nach dem Haag abgehenden Nachtexpreßzug. Glücklicherweise kamen einige Freunde der Familie auf den Gedanken, bei Herrn Pellet nochmals telegraphisch anzufragen. Dieser antwortete, daß er die Besorgnisse nm seinen Gesundheitszustand nicht verstehe, da es ihm vorzüglich gehe. Rückfragen bei dem Ministerium ergaben nun eine Aufklärung des Sachverhalts dahin, daß für Chisfretele- gramme des französischen diplomatischen Dienstes kürzlich ein neuer Schlüssel eingeführt worden ist, und daß Herr pellet lediglich eine gleichgültige Depesche über die Witte- rnngsverhältnisse nach Paris sandte, um das Funktionieren des neuen Verfahrens zu prüfen. Der Beamte im Ministerium hatte irriger Weise bei der Entzifferung der De- 5elter»roeaja rrnctrn. "T® Steine ftobnuna au per* Vowenga"e IX mieten. 100 AU 0141)5) Möbl. Wohn u. SchlaiA-i Schreibiifch a- v. Ltevbanitr.34, MW finden 2tellunn durch 1011 Avril au ocnnteten. furt a. Main. 01986) (Eine 3-Ztm.W^ 1. Etage. au nenn. Zu errr. (Hoctbcitr. 54. vt. chöne 3 .''»immenu. mit lerm. kiberftrnhe4. 'vrs.. Gaffel. Tiichiig.Schrcincrqrscllk gesucht. 1455 1413) Möbliertes Jiinmer w ocr- mieten. LeltcrSweg 23. II. 'dchenl 14791 sucht AUin 1. Avril au oerm. IUM später au vermieten. poiiiaacmb Mainz. IkH if bn'imfit* 1H. mieten 2 . 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