birura. Mai! bil vorr^a^Tu^r! RotatisnsdruS und Verlag -er vrühl'fchen Univ.-Vuch- und Stentöruderei H. Lange. weiter erschweren würde, als eine ungeeignete wirtschaftliche Matz-! Guotk ist in der chirurgischen Klinik in Tübingen an den Folgen regel erscheinen. Außerdem bestände die Gefahr, das; das Aus-' einer Operation im Atter von 41 Jahren gestorben. sagte doch der Teufel, als er Jesus versuchte? A. Der nationalliberale wütttem- Gutspächter LiczugSprei^: monatlich 75 Pf., vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- il Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Rtk.2.— viertel- jährl. ausjchl. Beslellg. Zeilenprers: lokal IbPf., auswärts 20 Psenmg. Verantwortlich für den politischen Teil: E. Anderson; f Feuille- ton und »VernlischtesE K. Neurath; für »Stadt u. Land" und „Gerichts- ld)en Behörden unter großer Beteiligung aus allen Teilen Deutschlands vom Vorsitzenden des Vereins Geheimen Kommerzienrat Emil Jacob-Berlin eröffnet. land seinerseits dem Beispiel folgte und Ausfuhrzölle auf Roll Materialien legte, auf deren Bezug die deutsche Industrie au gewiesen ist. Die Finanzreform dürfe nicht mit Bestrebungen bepackt werden, die bezüglich ihrer Wirkungen sehr bestritten und keinesfalls völlig geklärt seien. Was Deutschland zur Zeit gebrauche, sei die Finanzreform, und je länger die Beschäftigung da erst 1907 gelang es den Freisinnigen, ihn zurückzuerobern. Schmidt erhielt 1907 25 249 Stimmen, während sein sozialdemokratischer S p e d i t e u r t a g. In Eisenach wurde gestern der 30. Spe- hiteurtag in Anwesenheit von Vertretern der Staats- und städti- Retaftion, Expedition und DruSerel- Schuiftratze 7. mstmädchei suchen rüder Berdaxl mit dauere, desto mehr stelle sich Heraus, daß die ursprüng lich betretenen Wege die richtigen seien. Die Regierungen hätten sich nicht davon überzeugen können, daß an Stelle ihres Planes, den Besitz durch Besteuerung der Erbschaften heranzuziehen, etwas besseres gesetzt werden könne. Sie würden daher an ihrem Plane festhalten, eine progressiv gestaltete Erbschaftssteuer einzu- führen und auf sonstige Besitzabgaben nur insoweit zurückgreifen, als die Umgestaltung der Nachlaß- in eine Erbanfallsteuer die ursprünglich vorgesehenen Erträge vermindert. -Wie nun die Kreuzztg. ja selbst zugibt, verkennen die Konservativen die Sachlichkert solcher Gründe gegen die Beschlüsse der Kommission, aber, wie wir gesehen haben, sind es ja gar nicht sachliche Gründe, die für die Kommission ausschlaggebend waren. Was die konservativ-klerikalen Herrschaften wollen, ist nur die Unterwerfung des Fürsten Bülow. Man will den Reichskanzler klein machen, damit er jedem pommerschen Junker aus "der Hand ftißt. Hat man Bülow erst so weit, dann wird er alles bekommen, was er sich nur wünscht, selbst die Erbanfallsteuer. Wie Deutsches Reich. Der Zar beabsichtigt, den bevorstehenden Besuch Kaiser Wilhelms im Laufe des Sommers in Kiel z u erwidern. Die einzelstaatlichen Finanzmini ft er treten am Donnerstag in Berlin zusammen. Aenderung der Telegraphenordnung. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Aerrderung der Telegraphen- orönung vom 16. Juni 1904, Die neuen Bestimmungen treten am 1. Juli in Kraft. Zwei militärische Stiftungen. Das bayerische Militär-Verordnungsblatt veröffentlicht zwei Handschreiben des Prinzregenten Luitpold, wonach er im Namen des Königs Otto sowohl dem 4. Chevauxlegers-Regiment wie dem 4. Feldartillerie- Regiment eine Stiftung von je 25 000 Mk. vermacht, deren Zinsen zu zwei Dritteln gemeinnützigen Einrichtungen zu Gunsten des Offizier-Korps und zu einem Drittel zu Zulagen an Kapitulanten- Unteroffiziere zu verwenden sind., Todesfall. In Halle ist Montag früh der freisinnige Reichs- und Landtagsabg. Karl Schmidt im Alter von 55 Jahren an Herzschlag gestorben. Seit 1903 vertrat er den Wahlkreis Halle-Saalkreis im Abgeordnetenhause und seit 1907 auch im Reichstage als Mitglied der freisinnigen Volkspartei. Seit 1896 war der Wahlkreis in den Händen der Sozialdemokratie; Ausland. Zarenbesuch. Kopenhagener Hofkreise wollen wissen, der Kaiser von Rußlcurd besuche im August den dänischen Hof. Die Frau des Generals Stössel soll zur Verantwortung gezogen werden, weil sie während ihres Aufenthaltes in Port Arthur 15 000 Rubel Wohltätigkeitsgelder einkassierte, ohne über deren Verbleib Beläge beizubringen. Rußland baut Dreadnoughts. In den nächsten Tagen findet auf den Ttaatswerften in Petersburg der Beginn des Baues von vier neuen Dreadnoughts statt, wozu der Reichsrat im Gegensatz zur Duma 15 Millionen Rubel votiert hat. Ferner bewilligte der Reichsrat 80 Millionen Rubel im Extraordinarium für KriegsUvecke. Die streikenden eingeschriebenen Seeleute in Marseille haben sich für die Fortsetzung des Ausstandes entschieden, den Ausschuß aber beauftragt, die Vorschläge der Reeder in Marseille zu prüfen und zu beantworten. erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich GiehenerZamlliendlätter; iweunal wöchentl.8rei5' latt für Öen Kreis (gieren (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land- wittschaftliche Seitfragea Fern sprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen Mstmädcheu er ivaler aeiucft ? ■ u. MaratuM sei, such! lUPt »urjcbe-18 3°^. iaonacrarbeiteto^ hSbote untere Sw politische Tagesschau. Buchdruckerverein. Der zurzeit in Köln tagende Deutsche Buchdrmkerverein befaßte srch in seiner gestrigen Versammlung mit dem am 29. Januar vom Gutenbergbunde gestellten Anträge auf Mschluß eines Vertrages übtzr die Tarifgemeinschaft mit dem Deutschen Buchdruckerverein. Nach eingehender Erörterung entschloß sich die Hauptversammlung mit 65 gegen 29 Stimmen, einen Haftvertrag betreffend die Tarifgemeinschaft der deutschen Buchdrucker mit dem Guten bergVunde abzuschließen mit Gültigkeit vom 1. Oktober d. I. und znmr unter der Voraussetzung, daß der Gutenbergbund eine durchaus selbstständige, nach allen Seiten hin unabhängige Organisation ist uno bleibt, in der meder politische, noch religiöse Bestrebungen verfolgt werden. Sodann faßte die Versammlung folgende Resolution: Die heutige Hauptversammlung des Deutschen Buchdruckervereins hat sich zum Abschlüsse eines Haftungsvertrages mit dem Gutenbergbunde in Sachen der Tarifgemeinschaft in dem festgesetzten Wortlaut entschlossen, um hierdurch ein weiteres erzieherisches Mittel zur Kräftigung der Lariftreue zu schaffen. Der Deutsche Buchdruckerverein ist überzeugt, daß der Verband der deutschen Buchdrucker, dessen loyale Haltung in Tarifangelegenheiten durchaus anerkantrt wird, in dem Abschluß dieses Ver träges nichts anderes erblicken kann, als eine Bemühung des Deutschen Buchdruckervereins zur weiteren Durchführung des auch von dem Verbände stets hochgehaltenen Grundsatzes der Hebung der Tariftreue. Als Ort der nächsten Tagung ist Stuttgart bestimmt. ;bver fojona,?^ ittei Geor0a!,C LZGL Sh« Hauptversammlung des deutjchen Llottenvereinz. S. u. H. K i e 1, 7. Juni. Im weiteren Verlaufe der geschäftlichen Verhandlungen der diesjährigen Hauptversammlung des Deutschen Flottenvereins regte Graf v. Dürkheim (Hannover) an, die deutschen Schulen aller Kategorien, Gymnasien, Real- und Volksschulen mehr als bisher für die Flottensache zu interessieren und vor allem durch Aus- bängung von Landtafeln über die Laufbahnen in der Marine das Interesse der Heranwachsenden Jugend für die Marinelausbahn anzuregen. Die Versammlung beschloß demgemäß. Ebenso gab sie gern ihre Zustimmung zu dem Vorschläge, die Lehrerfahttew an die Wasserkante weiterhin zu unterstützen. In diesem Jahre werden 300 Volksschullehrer die Fahrt nach Kiel und von hier aus durch t>en Nordostseekanal nach Helgoland und Wilhelmshaven unternehmen. Zum ersten Male wird diese Lehrerfahrt bis Wilhelmshaven, dem zweiten deutschen Reichskriegshafen, ausgedehnt werden, das bekanntlich mehr noch als bisher der Stützpunkt der deutschen Flotte in der Nordsee werden soll. — Einen interessanten Beschluß faßte die Hauptversammlung noch inbezug auf die sogenannten Flottenmuloflope, indem sie die Mschaffung derselben genehmigte. Es hat sich, wie noch erinnerlich fein dürste, ein unangenehmer Zwischenfall an diese Mutoskope geknüpft, da die ausführende Firma in einigen Städten neben Flottenmanövern auch anstößige Darstellungen leichten Genres geboten hatte. Es kam hinzu, daß dem Deutschen Flottenverein nur sehr wenig Erträgnisse aus den Mutoskopen zuslossen und die mit den Aiutoskopen verrichtete Aufklärungsarbeit gering erscheint gegenüber der sonstigen Tätigkeit des Deutschen Flottenvereins. Im Anschluß an die geschäftlichen Verhandlungen fand bann ein Festmahl statt, auf dem zunächst der Flottenadmiral Prinz Heinrich das Wort nahm, der bekanntlich demnächst von seinem verantwortlichen Posten scheiden wird. Er hob unter Hinweis auf die Flotteevolution am Freitag, auf die bewunderungswürdige Leistung der Schiffskommandanten, Offiziere und Mannschaften besonders hervor, daß in allen die Liebe zum Kaiser, dem die Marine so außerordentlich viel verdanke, gemeinsam sei. Er schloß mit einem Hoch auf den Kaiser. — Großadmiral v. Koester, der jetzige Präsident des Deutschen Flottenvereins, der demnächst sein 50 jähriges Marinejubiläum feiern wird, brachte dann allerlei Erinnerungen zur Sprache, die gelegentlich der Anwesenheit des Deutschen Flottenvereins Kiel und der gesamten Hochseeflotte im Kieler Hafen lebendig werden müßten. Im Herbst 1864 sei er als junger Seeoffizier von Bord der damaligen Korvette „Viktoria" in das eben deutsch gewordene Kiel gekommen, in dessen Kriegshafen einige Zeit vorher die gesamte englisch-französische Flotte unter dem Admiral Napier während des Krimkrieges gelegen hatte. Der Gedanke, daß Deutschlands Flotte dereinst denselben Raum für sich in Anspruch nehmen könnte, erschien damals Natürlich ausgeschlossen, wenn auch der Gedanke an eine größere Flotte patriotische Herzen schon lebhaft beschäftigt habe, da der dänische Krieg unsere Ohmnacht zu Wasser und die dkotwendigkeit einer Abhilfe auf das schärfste vor Augen geführt hatte. Wie winzig untere Seemacht damals war, zeigt am deutlichsten die Tatsache, Daß die wenigen Korvetten- und Kanonenboote, über die wir verfügten, kaum dem Rairmgehalt eines Linienschisfes der Deutschland- Klasse gleichkam und daß ihre gesamte Maschinenkraft von derjenigen eines modernen Torpedobootes übertroffen wurde. Langsam sei dann die Entwickelung vorwätts gegangen. Wenn der Reichstag besonders gut gelaunt war, fiel der Flotte auch kvohk ein Bröcklein in Gestalt eines Panzerschiffes zu. (öeiterfeüj Aber das System, die gleichmäßig fördernde Kraft fehlte. W war mehr ein Vegetieren, aber keine ständige Entwickelung. Erst mit dem Regierungsantritt Kaiser Wilhelms II. erstand der deutschen Flotte unter dem Jubel der Marine und weitblickender Männer ein neuer Tag. Was er versprochen, hat er gehalten. Neues Leben zog ein und mit ihm Arbeitslust und Arbeitskraft. Das Jahr 1895 brachte mit der Eröffnung des Kaiser Wilhelm-Kanals loieber den Anblick eines vollen Häsens. Aber nodj war die dnttfche Flagge unter der Zahl werter Gäste allzuschwach vertreten. Erst mit dem Inkrafttreten des Flottengesetzes — Dank sei den Männern, die es geschaffen haben — erfolgte endlich der Auffchwung, der sich darstellt in unserer heutigen prächtigen Flotte, auf ber Deutschlands Hoffnung beruht und in der mit Umsicht und Geschick gearbeitet wird, weil jeder Mann, sei er hoch oder nichtig, sei er auf einem Linienschiff oder auf einem Torpedoboote, überzeugt von der Wichtigkeit der ihm zufallenden Aufgabe in Begeisterung und Dienstsreudigkeit bestrebt ist, sich der ihm obliegenden Pflicht zu unterziehen, so schwer dieselbe ihm auch fallen möge. Der Redner feierte dann den Prinzen .Heinrich als den Führer dieses komplizierten, prompt chie ein Uhrwerk funktionierenden! Apparates, dem Deutschlands Flotte freudig folge, in dem Bewußtsein, daß sie — ein Wertzeug, bestimmt, den Frieden zu wahren, der uns noch lange erhalten bleiben möchte — in ernsten Zeiten unter der Leitung ihres bewährten Führers zu einer schneidigen Waffe werden soll, die sicherlich besttebt sein wird, in ihren Leistungen nicht gegen die gewaltigen Taten zuttichu stehen, die ihrer älteren Schwester, unserer Armee, in den Kriegen, dre zur Einigkeit unseres Vaterlandes geführt haben, zu bleibender Ehre und Ruhm geworden siird. Deutschlands Flotte, möge sie weiter wachsen und gedeihen, möge sie stets von dem Geist beherrsch 'em, der allein Großes schafft! Ein scharfes Werkzeug in scharfer Hand! Am gestrigen Sonntag schloß eine Dampferfahrt nach Svndev- burg und Flensburg die Tagung des Deutschen Flottenvereins ab. uiöbutMw gesucht fe >ge Kochst "Kmslag und er 10 gesucht kule-Rimbach, nfonfett, LudwiM »ärleriv MW. c-^hein gö rt hier zu ivr. chM il. MM ll Nte nterricN SÄ 1 LrpresierpoliM? Sehr überraschende und interessante Geständniffe macht neuer- dings die „Kreuzzeitung" und gibt damit selbst unverblümt zu, daß es nicht sachliche Bedenken gewesen sind, die für die Konservativen in der Reichsffnanzreform maßgebend waren, sondern lediglich parteipolittsche. Alle die schönen Worte vom Schutz des deutschen Bauernstandes und von der Untergrabung des deutschen Familiensinns waren also — gelinde gesagt — nichts als Heuchelei. Bei einer Besprechung über die innere Politik zitiert die „Kreuzzeitung" folgende Stelle aus der „Vossischen Zeitung": „So gering darf man bie Intelligenz der Rechten nicht einschätzen, daß man annähme, ihre Führer sollten nicht erkennen, ein wie geringer Teil der Landwirtschaft von der Erbschaftssteuer belastet würde, und wie leicht diese Last zu tragen wäre. Und auch so hoch darf man ihren gewiß nicht bescheidenen Eigennutz nicht anschlagen, daß sie die auf sie entfallende Lappalie von Steuer nicht auf sich nehmen wollte, wenn sie sonst mit dem Gang der Politik einverstanden wäre. Sie ist aber nicht damit einv erstand en. Im Gegenteil, sie ist von tiefftem Mißtrauen erfüllt, seit in der preußischen Thronrede die Wahlreform als eine der dringendsten Aufgaben der Zeit erklärt worden ist. Um diese Reform wird es, wie Herr v. Wangenheim versichert, einen Kampf von ungeahnter Schärfe geben. Ter Kampf wird bereits geführt; in der Finanzreform." Dieses Geständnis ist wertvoll. Es wird auch dem gutgläubigsten Bauern die Augen darüber öffnen, was er in Wirklichkeit von seinen agrarischen „Freunden" zu erwarten hat. In der „Kreuzzeitung" heißt es dann weiter: „Das freisinnige Blatt weiß wenigstens einigermaßen, um was es sich handelt. Aber das ist gerade für freisinnige Polttiker auch nicht schwer. Tenn sie sind es gewesen, die von Anfang an trotz aller Warnungen der Rechten die Finanzreform mit der preußischen Wahlreform verkoppelt haben. Sogar die süddeutschen Mitglieder der freifinnigen Fraktionsgemeinschaft haben kein Hehl daraus gemacht, daß sie neue Reichssteuern nur bewilligen würden, wenn ihnen vorher bestimmte Zusicherungen für eine Demokratisierung des preußischen Wahlrechts gemacht würden. Bekämpfen also die Konservativen — was wir nie geleugnet haben — schon bei der Finanzreform di? demokratischen Ansprüche, so tun sie es, weil der Kampf vom Freisinn begonnen wurde. Oder sollten sie sich etwa freiwillig ausschalten und dann auslachen lassen?" Auf diese Anzapfung bleibt das freisinnige Blatt nun die Antwort nicht schuldig. Tie „Voss. Ztg." schreibt: „Daß der Freisinn die Finanzresorm mit der Wahlreform verkoppelt habe, wider- svricht den Taffachen. Dieser Gedanke ist vielmehr von der großen Mehrheit der freisinnigen Fraktionsgemeinschaft zurückgewiesen worden.- Er wurde von den Gegnern der Linken als „Erpresserpolitik" bezeichnet. Wenn aber jetzt die Konservativen zugestandenermaßen in der Erbanfallsteuer nicht so sehr diese Steuer an sich als vielmehr die „konservativ-liberale" Politik der Negierung befehden, was ist das anders als „Erpresser- p o l it i k"?" An einer anderen Stelle heißt es nun in der „Kreuzzeitung" von der T u r ch p e i t s ch u n g der Reichsfinanzreform: „Die positive Mehrheit des Reichstags ist fest entschlossen, schon mit Rücksicht auf die Reichsbeamten, die am 1. Juli ihre versprochenen Gehaltszulagen bekommen müssen, die Finanzreform in vierzehn Tagen zu erledigen — „durchzupeitschen", wenn man diesen Ausdruck schöner findet." Sehr richttg bemerkt hierzu die „Freisinnige Zeitung": „Es ist nicht etwa die Rücksicht auf die Beamten, wie die „Kreuzzeitg" glauben machen möchte, sondern die Erkenntnis, daß, wenn erst in den weitesten Kreisen ber Bevölkerung der wahre Charakter der klerikal-konservattven Gesetzgebung durchschaut worden ist, dann eine Flut des Unwillens und der Empörung entstehen wird, der die ganzen famosen Projekte wegfegt. Darum also Hals über Kopf die binnen weniger Stunden dicht vor Pfingsten in der Jiumpfkommission beschlossenen Gesetzentwürfe durch das Plenum durchpettschen, ehe das Volk zur Besinnung kommt!" Wie man übrigens in Regierungskreisen über die konservativ- klerikal-polnische Reichsfinanzreform denkt, läßt die letzte Wochenschau der „Nordd. Allg. Ztg." erkennen. Tort wird es zunächst als bedenklich bezeichnet, wenn von der Kommission in den Finanzgesetzentwurf neue materielle Steuervorschriften hineingearbeitet wurden, die mit den Vorschlägen der Regierung nicht zusammenhängen. Tann fährt das ofsiziöse Blatt fort: Noch schwerer wiegen die sachlichen Bedenken, insbesondere gegen drei der eingefügten Steuerprojekte: die Steuer auf Wettpapiere, die Mühlenumsatzsteuer und der Kohlenausfuhrzoll. In erster Linie ist es die sogenannte Kotierungssteuer, welche für den Handel und die Industrie, wie überhaupt für die gesamte deutsche Volks- wittschaft verhängnisvolle Folgen haben würde. Tie Steuer ist ungerecht, denn sie trifft den Aktionär, auf den sie abgewälzt wird, nicht nach seiner Leistungsfähigkeit; sie verstoßt überdies gegen die anerkannte Notwendigkeit, den gesamten Befttz heranzuziehen, unb enthält einen Eingriff in bie Rechte unb Interessen ber deutschen Einzelstaaten, da sie als Einkommen- oder Vermögenssteuer die diesen zustehenben Einnahmequellen angreift. Ter bem Reich daraus zufließende Gewinn würde in feinem Verhältnis zu der schweren Schädigung des Handels unb ber Industrie stehen, bie die unausbleibliche Folge einer derartigen Belastung wäre. Nur eine nach ber Lefftungsfähigkett abgeftufte Steuer auf den gesamten Besitz kann den Anforderungen sozialer Gerechtigkeit entsprechen. Tie „Nordd. Allg. Ztg." gibt sodann die Einwendungen der Reichsschatzsekretäre gegen diese Steuer nach dem nunmehr vorliegenden Stenogramm im Wortlaute wieder unb bezeichnet es als durchaus verständlich, wenn die berufenen Organisationen des Handels unb der Industrie sich zu einem Protest zusammengetan hätten, den weder ber Reichstag noch bie oerbünbeten Regierimgen würben unbeachtet lassen bürfen. Auch )urch bie Mühlenumsatzsteuer würbe einem großen blühenden Gewerbe ein schwerer Nachteil zu gefügt, ohne baß bie Reichskasse oder andere Erwerbszweige 9tufcen daraus ziehen mürbes. Ls müßte als ausgeschlossen gelten, daß die großen SRühlen die ihnen auferlegten hohen Staffelsätze würden tragen können; sie oürben aber der kleinen Müllerei fast gar nicht helfen, da diese .um weitaus größten Teil aus Lohnmüllern sich zusammensetze, vährend ihnen durch das Gigenmüllern über die technischen Ursachen ihrer teilweisen Schwäche im Wettbewerb nicht hinweg- jebolfen werde. Unter diesen Umständen würden auch bie Erträge •für die Reichskasse nicht erheblich sein; vor allem aber roiber- - spreche es ben Grundsätzen steuerlicher Gerechtigkeit, eine Abgabe .inzuführen, die, wenn sie aus den Produzenten liegen bleibt, fsich als eine unverhüllte Sonbergewerbesteuer barstellt, wenn sie Ebgewälzt wird, ein unentbehrliches Nahrungsmittel toeiter verneuert. • Die Orientbahn. 9unf) langwierigen schwierigen Verhandlungen hat man nun endlich die Grundlage für ein Uebereinkommen zwischen der Pforte und der Orientbahn gefunden. Erstens: die Pforte zahlt für die ostrumelische Linie 20 Mill. Franken; zweitens: auf Grund des ersten Schiedsspruches zahlt die Pforte 11/2 Mill. Franken und konzediert außerdem der Orientbahn eine Erhöhung des Anteils an den Einnahmen, soweit diese den Betrag von 10 333 Franken überschreiten, von 55 auf 70 Prozent. — Bezüglich der Nachricht, daß die Orientbahn eine ottomanische Gesellschaft geworden oder werden wird, ist zu bemerken, daß dies wohl von türkischer Seite angestvebt wird, bezw. vorgesehen ist, daß jedoch etwas Definitives darüber nicht vereinbart worden ist. Dieselben Erwägungen ließen den Ko hl en au s f u h r zo 11, i erhielt 1907 25 249 Stimmen, wc Ber, leichter als jede andere indirette Steuer auf die Verbraucher Gegner 21 941 Stimmen hatte. — «cb gewälzt, der deutschen Industrie den internationalen Wettbewerb bergische Landtagsabgeorbnete für Herrenberg, Erstes Blatt 158. Jahrgang Dienstag 8. Jnni 1 »09 Eichener MMe? General-Anzeiger für Oberheffen Frhr. v. d. Goltz. Wie die „Voss. Ztg." hört, ist der Kaiser geneigt, dem Generalobersten Frhrn. v. d. Goltz auf dessen Bitte im Lause des Sommers zunächst einen kurzen Urlaub nach Konstantinopel zu erteilen. Diesen Urlaub will der Generaloberst dazu benutzen, Führung mit den leitenden Persönlichkeiten und mit seinen alten Freunden in der Türkei zu nehmen und sich ein Bild über die Art und den Umfang der ihm zufallenden militärischen Aufgaben aus eigener Anschauung zu machen, v. b. Goltz, der in seiner bisherigen Stellung als Kgl. preuß. Generalinspekteur natürlich verbleibt, kommt dadurch einem dringenden Wunsche der türkischen Regierung entgegen. rrschasll. Hauch K ?n gejucht z. Meinte r bürgerl. Studie. sarbeil verseh fB üdchen ib Ronalsim'r.rtt web.an&wöÄ’ Äreielder 31 _ MDW dleibergefuit. GloftbeiiWtS'-. Aus Stadt und Land. Gießen, 8. Juni 1909. — In Audienz empfangen wurde von Sr. Rql. Hoheit dem Grobherzog am Samstag u. a. der Professor Dr. I. G. Mönckeberg von Gießen. — Auszeichnung. 6e. Kgl. Hoh. der Großherzog bat am 2. Juni dS. IS. der Hebamme Luise G und lach, geb. Strohs, zu Runrpenheim die Silberne Medaille des LudewigS-OrdenS verliehen. — (Erledigte Lehrerftellen. Erledigt ist die mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Ge- memdeschule zu Sprendlingen. — Stadttheater. Operetten-Gastspiele. Direktor Steingoettec wird diesen Sonuner wieder eme Anzahl Operetten« Gastspiele mit dem Bad Nauheimer Ensemble hier geben. DaS erste Gastspiel findet am Dienstag den 15. Juni mit der Operette »Die Dollarprinzessin* statt. Es soll ein Abonnement auf die Plätze des Parketts und 1. Ranges für 6 Vorstellungen auSgegebeu werden, die möglichst auf den als Theaterlag geführten Dienstag verlegt werden. An Stücken sind neben „Dollarprinzessin* vorgesehen: .Prima Ballerina^, .Wiener Blut*, .Boccaccio*, .Fatinitza* und .Bettelstubent" oder .Verwunschenes Schloß'. Doch sind Aenderuugen vorbehalten. Nähere- über das Abonnement wird dieser Tage bekannt gegeben werden. • • Neber die TodeSfälleund ihre Ursachen bringt die nrucfir Nummer der „Mitteilungen der Großh. Hessischen 3entralftcllc für die Landesstanslik" eine interessante Aufstellung, aus der hervorgcht, daß trotz des starken Anwachsens ocr Bc nSlkeruna Hes'enS die Zahl der Todessälle im ganzen gesunken rst Tietc Zahl betrug im Jahre 1869: 21 728, tm nächsten Jahre stieg sie aus 22892 und sank tm Lause der folgenden Jahre merk' lich. So zählte man 1891 nur 20 150 Todesfälle, um dann mit der Zahl im Jahre 1893 noch einmal lnn'auszuschnellen. Dieses Jahr hat mit 23 519 die meisten Todesfälle zu verzeichnen. Im letzten Jahr betrug die Zahl der Todesfälle nur noch 19 522. Unter den Todesursachen waren in den Jahren 1905—1908 bc sonders die Lungenentzündung und die Krankheiten der Kreislauf organe (Herz usw.) stark vertreten, während Magen- und Darm-' katarrh int Jahre 1892 verhängnisvoll auftraten und seitdem als Todesursache immer noch eine große Rolle spielt. Hirnschlag und Kreb "'N eine leichte Zunahme auf. Zu den Todes Ursachen, die einen merllichen Rückgang erkennen lassen, gehört Scharlachsieber, Diphtherie und Slrub Auch Keuchhusten wird allmählich seltener Todesursache, das gleiche gilt auch seit 1890, einige Rückschläge abgerechnet, von der Lungentuberkulose Die Selbstmorde Haven merllich zugeiwmmcn, deren Zahl stieg von 139 im Jahre 1869 auf 324, um dann wieder etwas zu fallen. 1908 zählte man 294 Selbstmorde. "DerschönerungderStadt. Mit der Derbreiterung der Brücke über die Mescck im Zuge der Frankfurter Straße bat man auch das alte häßliche eifente Gittenverk der Ueberbruckuug beteiligt und au dessen Stelle dos gc- schmackvolle schmiedeeiserne (Geländer ausgestellt, das frichgr die Durchblicke in der Mauer um den ehemaligen Schüler-- scheu (Morten längs der Neuen Baue und der Jobannesstraße gebildet hat. Seit der Errichtung des Stadttheaters ver trauerte das nun als Brückengeländer vertvendete eifente (Matter sein Dasein aus einem städtischen Lagerplatz, von wo es Stadtbanmetster Braubach für seinen neuen Ber- wcnbungsztveck herbeiholeu ließ. (Gleichzeitig mit der Verbreiterung der Vieseckbrücke hat man die schon längst geblaute gärtnerisck)e Anlage des Wieseckufers entlang der Wicestraße mit einfachen Mitteln recht geschmackvoll durch- geführt. Techniker Köhler vom Tiefbauamt, der den Plan zu dieser Anlage entworfen, bat hier mit den Steingruppric- rungen und den Tannenanpflanzungen au der stellen Böschung landschaftlich ein malerisches Bild gesckwffoa, das seine Wirkung nicht verfehlen wird, mcitn erst das (Äauze durch baü voin Schlossermeister Ziegenhain hergestellte AbsckKuß- gittcr fertig ist (von einem bekannten Stadtvater gewiuischt, damit Betrunkene nackstS nicht in das zeitweilig hochgehende Flüßchen fallen können). Es wäre angebrackst, wenn mnt tiud) dos gegenüberliegende Ufer der Mefeck, das in feiner Zlckhlheit mit dem darauf hernmlaufenden verschiedeuanigen Federvieh einen recht ländlichen Einbruck macht, mehr einen städtischen Anstrich erhält, tvaS sich ohne erbeblidK' Stoffen durch Anpflanzung dichter Strüuckter erreichen ließe. Ntan würde damit gleichzeitig den Vögeln eine passende Mststätte inmitten der Stadt bereiten, ivelche Gelegenheit tinsern Säugern durch die immer mehr zunehmende Bebauung tnehr wie gut ist, entzogen wird. Mit dieser neuen Anlage ist auch ein sehr praktischer Verbindungsiveg für die Bewohner der mittleren Loberstraße und eines Teils der (MvctbcftraBe gcfckwffen, welckrer den Weg nach der Frankfurter und Bahnhofstraße und damit nach den Balmhösen bedeutend ab- Fürst. Man l»at nämlich von der Wieseckbrücke im Zuge der Bleichstraßc ein Stück an der Wieseck entlang nach der Alieestraße hin einen hochwassersreien breiten Promenaden- twg bergeff eilt, wodurch das unsckwne schmale (Gäßchen, das bisher diesem 'stveck biente, üdcrflüssig genwrden und im Interesse der Anlieger von der Stadt veräußert werden kann. • • Das städtische Freibad an der Lahn ist am 22. Mai eröffnet nnd bi8 zum 1. Juni von 1102 Badenden benutzt worden. ((Siöffniing 1908 am 13. Mai, Besuch 715.) • * V o u den Wandernden. In der Herberge »ur Heimat kehrten im Mai 132t! Gäste gegen 1477 im gleichen Monat des Vorjahrs ein. 654 Personen nahmen Herberge gegen Arbeitsleistung an (im Mai 1908 782 , der Rest waren Selbstzahler. Vom Arbeitsnachweis der Herberge wurden von 65 augemeldeteit Stellen 58 besetzt, unter denen 40 außerhalb Metzens und 18 am Platz nmren. Von den 58 in Arbeit gekommenen Leuten ivaren 36 Handiverker und 22 ungelernte Arbeiter. A Großen-Linden, 7. Juni. Die Kreiskonferenz der Bürgermeister des Kreises Gießen tagte gestern hierin der „Linde" unter dem Vorsitze des Bürgermeisters und Landtagsad^. Leun. Den Hauptpunkt der TitqcSorbnung bildete die >xu>dbabun^ der (Mebührenordnung. Da die ver schiedenen Bürgermeister und Standesbeamten oft ver- schiebene otebübivn erhoben, so itrnr bc beschlossen, baß in Zukunft bic Wcbiihreitcrbcbung im Kreis einheitlich und der neuen Friedhossanlagen. <5 Lich, 7. Juni. Der kürzlich in Wiesbaden verstorbene Lehrer i. P. Christian Ebeling, der lange Jahre hier und später in Gießen gewirkt hatte, bat vor seinem To seiner Heunatgeniclnde Ir >scu cun m - . i.n e n V von löUO Pik. für wohltätige Zwecke oenuacht. — Du gestern gemeldete geplante Errichtung einer neuen LehrersteLe an der uädti'chen Volksschule hat sich der Schnlvorstnnb nur als eine provisorische H i l fSlehre rstcl l e gedacht, da bie Hnterllaften iebenfalls nur vorübergehend über- »üllt Und und daher entlastet werden münen. Lluch der Stabtvorstand nnrd bei seinem stets Türiorgenbtn Sinn für die Schicke die derzeitige Bebürfnisirage bejahen. Nlan hofft, daß sich in zwei Jahren die Klassenstärke unserer sonst in günstigen Verhältnissen stehenden achtklaistgen VolkSichu.c wieder auSgecsticheü haben. — Die Abtragung der alten FestungSwälle, die zum Teil m Marteuonlagen um- gewandelt, zum Teil zu industriellen Zivccken verwertet werden, nimmt steten Fortgang. Em Stück ,')(U • 2 id)e weicht damit der modernen Zeit. Ba d-Naub e i in , 7. Juni Fürstin Sofie Sou tz o und iljrc Tochter, Fürstin Elise Soutzo au. 4 t b c n , sind heute hier eingetroffen und im Hotel „.Hohcnzollern" zur itur abgestiegen. 4- Bad-Nauheim, 7. Juni. Heute zwischen 11 und 1 Uhr fuhren mehrere Luftballons über die Stadt: gegen 1 Ubr schwebten vier zu gleicher Zeit über uns, um bald nach Derfanebencn Richtungen zu verichwinden. Sie sollen in Essen aufgcftiegen fein. — Der seitherige Beigcorbnetc Heinrich Langsborf tritt aus Gesunbheilsrücksichteu von seinem Amt zurück. Wie verlautet, soll noch im Laufe biefer Woche vom- Stadtverorbnctenkollegium die Neuwahl vorgenommen iverben. R. B. Darmstadt, 7. Juni. In Gegenwart bes Großherzogspaares sowie bes Prinzen Max von Baben nahm heute abenb in bcm reich be/orierten ftäbtb schen Saalbau das zweite K a rn rn c r m u s i k f e st seinen Anfang. Die Beteiligung an bicfern musikalischen Ereignis der Saison ist in biefem Jahre größer als im vorigen Jahre. Man bemerkte viele Mustkfreunbe aus ben größeren Stabten Sübwcstbeutschlanbs. Der erste Abenb war ausschließlich der Wiedergabe deutschklassischcr Werke gewidmet und brachie neben dem Streichquartett in E-bur von Mozart unb bcm (Hmioll-Quartett von I Brahms, beibe Dorgetragen von ber hiesigen Äammermuslkvereinigung, bie Cis moll Sonate von Beethoven, von Frau Kwast-Hobapp-Berlin meisterhaft vor getragen, sotoie mehrere Lieber bes AonzerlsängerS v. Dor- lich-Lonbon unb Frau Cahnbley-Hinten-Dortmunb. Sämk liche Darbietungen würben mit großem Interesse verfolgt unb sehr beifällig ausgenommen. Das >)auptinterefse bes biesjährigcn riammermusikfestes richtet sich aus ben morgigen Saint-Saens-Abcnb, an dem sich ber Komponist aktiv beteiligt. Sämtliche mitwirkende Äünstler sowie bie hier an> wcsenoen Komponisten Max Reger-Leipzig, Cyrill S c o t t-Lonbon, Hans .Hermann-Berlin u. a. waren nach bem Konzert beim Großherzog zu Gast gelabcn. -s. Darmstabt, 7. Juni. Unter ban Borsitz des Landtags- abgeordncten Bähr fand heute die 40. Borstandsfitzung ber Lanbwirtschastskamrner für bas Großherzogium Dessen statt. Aus ber Tagesorbnuug stauben 27 Punkte. Avgefchcn von einer Reize interner Angelcgenlieiten ber Landivirlsck>astskammer würbe u. a. ber vom Bund der Landwirte angesichts ber derzeitigen Mißftänbe im Düngermittel ha nbel an ben Reichskanzler eingereichten Resolution, ben Verkehr mit Dünger und Futtermitteln gesetzlich zu regeln, zugestünmt. — Tie Normal- [a 6iinp für Geflügelzuchtvereinc wurde angenommen. Durcli eine Eingabe an das Miuiflerium hofft der Vorstand zu errcirtjen, baß in den Gemeinden, in denen bie ParzelleuVermessung bis jetzt noch nicht burdiqcführt ist, über die Vornahme der a-elb bereinigung abgestimmt foerbc. Tie phä nologischen 'JJi i t - 1 eilungen, l«r be*> Gießener Schwimmbades, MreUrat Feo, Vertreter aller hiesigen Behörden unb Schulen, den Bürgermeister nebst Stabtoeroro:ie:.,i. auch d.c Damenwelt war zahlreich entbienen. Xurs nach 4 llbr beaanu vor dem Schwlmmdabe die Erot'fnungsieier Architekt Meoer Gießen der Erbauer des Bades, hebt die Cpicrnnthflfni her ■Stabt und ihrer Bürger berror unb bankt für ben cb: -nroller. Bauauitrag. Mit Segenswünschen für die Eiitwickelung des B.ibc: übergib! er Avotbeker oltorai, bcm Vorf.tzcnben der Ä G St ?tt )d)rt Schwimmbad den Schlüfiel. Herr r-errgi vberaibk bin Bau •enter Beilimmung und begrüßt alle Knidnairtun. Er betont. ?ir bü 3tabtrertretunfl uuvohl als au.1> die TurgeriSait biir-i . irien Bau einen offene i Blick für di Zulunit oc.pic'cn habe unb •• "h ein Denkmal bürgerlichen Ocmeiniinnrt gefcbi hab:, er dankt ngen mitgetoirft viben und schließ! mit ein >. Hock, au» Jlrtcb .rg B er meister Sia:l. spricht nr 5? imm b-: -ladt axu-. hieran wckotz iul) em :Äuaagaiifl CuuU oas Gebäude. 3« Sai’erbebalter tummelten sich eint Anzahl gulet Schw.mm«. .;nb ein Herr von einem Irauksuner SchwimmNub führte Sprünge in* Ausführlichere Rotuen über da: "ebäube nitben *ui ncr vom Vorstände d.-rausgeg .cnen Festschrift. Das 3*nninm» bin liegt zwischen Haag- unb Ludw'gsstraße und ist von drei rrten mit gärtnerischen Anlagen rersehen' bet Hauptcuigong rbi Pou brr Haagstraße aus Das (ttbäube ist im Barockstil aus aeiübrt Ter Cmgana wird durch zivei Spbinre gekrönt, d.c in ihren Tatzen nae ut sehr behaglich ausgrstattet und icirdbrt einen Blick aui sas ganze Schwimmbad. Das Weiß der Wände wirb uou einem ntit* belebt, der «»Gesundheit, »ran, Jugend und Schönheit. ttranL beit unb Alter darstellt Dir noch dem Lbergcichoß führrnbe .?rrypr hat tn nrr Mütr eine Nische mit einem re ,enden Biiwnrn. rin halbentkleidetrs Mädchen lauscht, übers Becken geneigt, dem Murmeln des Waß'rrs, während nn Irofch üillpcrpnügt »uurtzt. Von der Vorhalle führen links Stufen nach der Schwimmhalle, über bic Treppt gelangt man zu den Brause- und W^iuncnbadtrn. Tampskastrn- und medizimschrn Badem, nach unten im reeller- i schoß zu den geplanten Schülerdadem und zu ben -Räumen iür ■ ’nidjerei und Trocknerei Reinigungs» unb Brauseräume bc» iinben lub ii :>oß 11 Wannenbäder sind vorhanden, ^außerdem zwei Zellen nut Damockasten- und eine Zelle al? mebi- ;>nische. Bad, ferner 11 Brauiezellen Auch für Licht- unb Sonnenbäder ist reichlich Raum vorhanden. Der besuchteste Drt wirb wohl bie Schwimmhalle sein, brtbalb ist sie itemhcb groß. sie mißt 11 .25,5 Meter: bie Halle ist umgeben von ’ntc des Beckens beiuibct iuh noc. Brunnen aus Granit, eine faunartige Fratze speit frisches Waller tn das Becken, em Frofchtrio gibt es tn gebogenen Strahlen weiter Noch vieles Sc^ne, wir Gelände, Beleuchtungskörper uin- wäre zu erwähnen. Selbstverständlich lind für Heizung, Beleuchtung, Installation, Maschinenbetrieb, Hvgienc > - neuesten Errungenschanen brr Technik nutzbar gemacht Viele haben mitgcrotrh an dem großen Werke, teils als Speiser, teil» übrenbe; ihrer aller hier zu gedenken, n- nnes Mannes sei zum Schlüsse gedacht, des Vorittzenb.u be« Aussichtsrates, der unermüdlich seine besten üräite in bei Dienst der guten Sache stellte, des Apotheters W Geor-t An bic ErösfnungSseier schloß sich eine Nachfeier im Trapp an. L. Cuftfchiffahrt. Von den 13 BallonS, Die nn bcm AuSscheidungSreunen ■ Essen teilnahmen, sind gestern fünf gelandet. .Riedtngcr* jh| m RupverShofen wegen Gewitter^ meber, „Otto v Qfrv. Limburg, .Segler^ in Bretthark, .ZaHringen" bet Limburg unöd« Ballon »Krefeld- m Frankfurt a. M. Am Sonntag versuchte der Lenkballon „Rufsie', bc bes <»raffn Zeppelin cingegangeit. Das Hauptquartier erhielt vielmehr feine Benachrichtigung Hilf Umwegen. Eine Berliner Zeitung wanbte sich an bc?i ftcllhertretenbcn Polizcipräsibenten unb bat um bie Erlaubnis zur Herstellung eines Sonberblaltes, ba auf der Re- daktion aus Leidig die v' Zeppelin feine bevorstehende Ankunft nach Berlin gemeldet habe Das Kommando ber Schntzmannjckiafl benachnchttßre ben Flügelabjutanten vom Di er ft, ber seinerseits bem *< atzet Melbung von ber angeblidicn Anküttbigung des <*r|»rr Zeppelin machte. Diese Meldung veranlaßte bic Fahrt M Kaisers nad) bem Tempelhofer Feld. Kleine Tageschronit. Tas löniglidK Schloß ErdmannSdorf wurde hjr 1300 000 Mark an ben Amtsrat Richter ans Schönau do Neumark in Schlesien verkauft Ein Gruben Invalide aus Roßberg mürbe von fernen rum« Kindern zu Tode m i ßha n be11. Die Leiche wurde -röhmS ber Beerbigung von ber Staatsanioaltfckiaft beschlagnahmt Gestern ist die europäische Fa h r pl a n - 8 o n f c re«l zu ihrer btrtiäbrigea Tagung m Elfen zufammengetrete». 3n dem tu Krakau ut die Luft geflogenen 'Buloertutm befanden fick außer 12000 Kilogr Pulver 13000 SchravVorA unb Granaten, burd) bie ber lübifthe Friebhos »erst ö r i nrnrdc Alle Wrabbettfmaler Imb »er n i chtet Die zu Schaden «gekommenen Personen werden Ersatzarnprsche an die Militä.verwaltung stellen Bon ben 600 Verletzten tont sich der größte Teil bereit» tn häusliche Pflege begeben. S chwer verletzt jinb etwa 30 Personen. , Eingesandt. Für Form unb Inhalt aller unter bieier Rubrik stehenden Artikel übernimmt bie Redaktion bem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Nochmals die Kinderwagen Es erscheint ratsam, — was ursprünglich nicht beabu*i4t war, — au» die beiden obig* Angelegenheit behandelnden Eingesandt zuruckzukommen. zumol dabei allerhand LiebeinnmirdiO^ leiten für txc FonibeHorde abacfallen sind, bie namentlich bei tdnbeteihflteti" eine falsche Vorstellung ber Verhältnisse erwecken können 'l?eben ber KreisKraße Gießen - Haus«i läuft jenfeite drt Straßengrabens von Beginn deS^Laldes an ein >inur*cP ber i. 3 au EniiTegenkommen für bic Spaziergänger und ohne i* Veiv'lick-.-irng »ei ens der Forstbehorde nur als solcher angelegt und gllichzehg für Fahrzeuge jeder Art verboten wurde. Bis i u m Eintritt m den Wald, b b innerhalb der Fetbqenwrhw«. vermittelt, wie überall in der Sell, wo öffentliche Straßen bf bestehen, bie KreiSstraße mit ihren Banketten den Verkehr jeher An. auch ben der Kinderwagen Es ist nicht emiufeW warum das, was außerdald des Waldes anstandslos geht, m* auch innerhalb dieses gehen sollte und wie sich bei bem Ber- iasser des zweiten Eingeiandt bie eigenanige Idee festletzen ko«ä». baß er außerhalb bes Waldes mit feinem .^mbcrwaflcn erst« ai.i,»> fahre, mit dem Eintritt tn diesen imb mir bnnfeftm Banken, wie vorder, mitenabrrnb. aber plötzlich »ntn . BiÜtz« »weite Klaffe gestempelt' werde natürlich auf Veronlafinrt ber bösen !rorstdedörde, die im übrigen nicht» weiter btabfuiM1- alb ben auf dem dem rkten. wie gesagt nur für Tußgänger ba; gntrllten Pfade sich Ergebenden einen ungcstörten *cturge»l u si'6 rn ErmhruiuiSgemäß und nämlich Mmbenpagen ö» > ten i»r*T Inhalt tn der Regel nur für die zunächst Betcl'gMr rnänbe höchster Begeisterung, während -remtrneba* bn icken Erfcheimnige« ehelichen Glück» lhetst miyrmiildrr 16® e ?rtvri . tu fr balle:: nflrr. fo erwa. wie dies bei Sw ah w auyrunr* n. ‘. ns. lleöer dit Ui- Sepptfin nngehlid) ung feiner Minsk schdeskLi^rs W $e\in üngeWge'. ne Äemckriäwg^ mndte jid) W > bot um die IM tes, da aus Ä- aangen sei, M Berlin geirck iscbasr bcnadnitbr: einerseits bcmSc idigung W g nlaßte die W tsscheidungsrenim Jet. .Riedwgsr': ,Ctto d. ®uerid': “ bei Limburg un'te i .Russie', itti irt5 erbaut ift,ffr .jieten, Tas LM Ige einer leid.? & img, die bieJ.^f is eriuadtL it . ... -nsd-rs ter au- *,«r -s$5 ?r 13000 E *« Ä «Mä»* lege begeben- ??sübn??!°?v. > L°» btl, ' lnt$aiMC79Qn3 *XS SOL ifat V* <§& ALA -ÄH iv^'^seE^ Becken nL?Un^n: LlLs--,bA dtt S** und SunnnS1^ •psa A'ben Don Ä ™. $«g!ue .'agenbaiten Uxe? i» D3n3A,h‘:: “■ an. bet Miu •J »eigen Kette- 9et^ ■Hübet |id) noch p 'vel^srisches JA «teil etrablen meit- mgsförber ujro. )eWg, BeleudM’ Bände usiv. 11 Jbar gmachk. N B als Zpendtt, tr? den, geht ni*t; w des «oriitzenden lt len Staite in )ekers W. 6eotr Nachsner im M Wen anderseits in beut Eingesandt bemerkt roirb, Paß tue Bankette der KreiÄtraße nicht „hergerichtet" seien, — was tn aller Wett kann denn da die Fvrftbchörde datnr und warum soll sie gerade verpflichtet sein, „für einen entsprechenden Pfad für 5tÜTbcr- wagen ju sorgen", der ja außerhalb des 22aldes auch mdw besieht? Die Forstbehördc iit wirklich nicht so übel, allerdings daran gewöhnt, in Verkennung ihrer guten Absichten, von einem verehrungswcrten Publikum nur zu oft als ein höchst störendes Impediment der sozialen Weltordnung mngeschätzt zu werden. (5ine direkte Berltändrgnng, stark nur dem Umwege über die Presse, wäre vielleicht auch 'im vorliegenden Falle gar sticht so sckpver gewesen. Jmmerhnr verdicmt die fteundlicüe und konziliante Form des ersten Emgefcrndt Anerkennung, während das zweite von der sublimen Auffassung beherrscht zu sein scheint, daß Grob- heit gleichbedeutend sei nut Ueberzeugungskraft. Gießen, den 6. Anni 1909. Trautwein, Forstmeister. Märkte. Gießen, 8. Juni. Marktbericht. Aus heutigem Wochen- markte kostete: Butter pr. Psd. 1.10—1.20 Dck., Hühnereier 1 St. 6—7 Psg., Nase pr. St. 6—8 Ps., Kasematte 2 St. 5—6 Pfg., Erbsen p. Psd. 00—00 Psq. Linsen v. Psd. 00—00 Psg., Tauben pr. Pr. 0,80-1,00 Bll., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,80—l,80Mk., Ganse vr. Psd. 60—70 Pf., Enten pr. Stück 1,80 bis 2,20 Mk., Ochsenfleisch vr. Psd. 76—84 Psq., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 70—80 Psg., Schweinefleisch vr. Psund 70—90 Psq., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Psd. 94 Psq., Kalbfleisch pr. Psd. 70—80 Psq., Hammelfleisch pr. Psd. 60—80 Psg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 7.00—7.50 Mk., Zwiebeln per Psd. 0,15—0,00 Mk., Milch per Liter 20 Psg., Weißkraut per Stück 00—00 Psg., per Zentner Mk. 0.00—0.00. — Aepsel per Ktr. 0—00 Mk., Birnen per Ztr. 00—00 Mk. Dlftfic 100 Stück 00—00 Psg., per Ztr. 0—00 Mk. Marktzeit von 7—1 Uhr. fe. Frankfurt a. M., 8. Juni. Heu- und Strohmarkt. Angefalwen waren 5 Wagen Hen und 1 Wagen Stroh. Bezahlt rowebe für Heu Mk. 3.50.—0.0'), Stroh Mk. 3.00—0.00. Die Zufuhr kam aus dem Kreis Gelnhausen. Tendenz fest. ke. W i e s b a d e n, 8. Juni. V i e h m a r k t. Zum Verkauf standen: 25 Ochsen, 57 Kühe, 343 Schweine, 110 Kälber (Darunter 00 Mastkälber, 110 Landkäkber), 55 Hammel und Schale. Bezahlt wurde für 50 Kilogramm Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qual. 74,00-76,00 Mk., 2. Qual. 72,00—73,00 Mk., Kühe 1. Qualität 64,00-66,00 Ml., 2. Qual. 00,00—00,00 Mk. Bezahlt wurde für 1 Küogr. Schlachtgewicht: Schweine, vollsleischige, 1,33—1,35 Mk., Sauen 0,00—0,00 Mk., Eber 0,00-0,00 Mk.: Kälber: Mastkälber 0,00—0,00 M., Landkälber 1.58 — 1.64 Dlk.: Hammel und Schale 1,44 bvs 1,52 Mk. — Rinder notierten: 00—00 Mk., Ferkel das Stück: 00—00 Mk. Geschäft bei Horn- und Kleinvieh schleppend, Uebcr- flaub gering. Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise _____ am 7. Juni 1909. Höchste Schlachtoiehpreise in F r a n k f u r t a. M. Fleischpreise in Gießen Ochsen Kälber Schweine 50 Kg. Schlachtgewicht 74—78 Mk. ’/, Kg. Schlachtgem. 95-98 Pf. 7, „ „ 68-69 „ 7, Kg. 76-84 Pfg. 7, , 70—80 , 72 . 70-94 „ Getreidepreise in Mannheim Brotpreise in Gießen Wetzen 100 Kg. 26.75-27.00 Mt. Roggen 100 Kg. 19.50-00.00 Mk. Weißbrot 2 Kg. 66 Pfg. Schwarzbrot 2 Kg. 62 Pfg. Voraussichtliche Witterung für Hesse» qm Mittwoch dem 9. Juni: Fortdauernd heiter nnd trocken. Temperatur unverändert. Nördliche Winde. Grsginal-Drahtttieldungen. Paris, 8. Juni. D i c französische Flotte soll noch dem heutigen Beschluß des obersten Marinerates bis zum Jahre 1919 45 Panzerschiffe, 12 Aufklärungsschiffe, 60 Torpedobootzerstörer, 84 Torpedoboote und 64 Unterseeboote besitzen. Paris, 8. Juni. Rach dem Petit Parisieu haben die Garantiemächte von Kreta beschlossen, nur cm Kriegs-! schiss in den Gewässern von Kreta zu halten, das in der Suda Bai stationiert wird. — Das gleiche Blatt meldet aus Konstantinopel, Griechenland habe die Türkei befragt, welche Haltung sie in der kretischen Frage einzunehmen gedenke und die Antwort erhalten, es würden t ü r k i s ch e Tr u p p e n nach der Insel entsandt werden, falls die dortige muselmanische Bevölkerung beleidigt würde. Paris, 8. Juni. Paris Journal veröffentlicht einen anscheinend inspirierten Artikel über die Auslands-Politik Rußlands, in dem die Ansicht ausgedrüclt wird, daß die Begegnung Kaiser Wilhelms mit dem Zaren keinen anderen Zweck habe als den Frieden zu befestigen. Konstantinopel, 8. Juni. Der Polizeiminister, welcher sich bei der Mission befindet, die in Berlin die Thronbesteigung des Sultans notifizieren soll, wurde von der Regierung beauftragt, dem General von der Goltz seine Ernennung zum Reorganisator der türkischen Armee mitzuteilen. — Ter Turgnie zufolge ist der Ausbruch eines griechisch-türkischen Konfliktes wegen der Kreta-Frage gänzlich ausgeschlossen. Washington 8. Juni. Der Marinesckretär Meher hat den Präsidenten Taft offiziell davon in Kenntnis gesetzt, daß die A n a r ch i ft e n eine antimUitariftifdje Propaganda großen Stils bei den Mannschaften der Kriegsmarine in Szene gesetzt haben. Es werden eine Unzahl aufrührerische Schriften verbreitet, in denen ausgefordert wird, die Mannschaften von ihrer Pflicht abspenstig zu machen. Dieses Treiben dürfe nicht weiter geduldet werden, andernfalls eine ernste Gefährdung der Schlagfertigkeit der Flotte die Folge sein könnte. Ter Marinc- sekretär schlägt vor, zunächst die Versendung derartiger aufrührerischer Schriften auf dem Postwege unmöglich zu machen. «Iler Preislagen finden Sie bei Wilh. Herbert Inh.: Carl Herbert »7« Marktplatz 2 Marktplatz 2 3308 Tel. 284 Seltersweg 12 Telephon 496 Wasch - Hosen (3106 Emil Fischbach Sweaters etc empfiehlt in a“/5 der Feinste" Hl Neustadt 11. (2778) Telephon 165. Kbh i sowie (3182 Marktstrasse 8 Wasch-Anzüge Wasch-Blusen Grösste und bedeutendste Spezial-Fabrik für Gas- Badeöfen. — Verkauf nur durch die Installationsgeschäfte — Kataloge kostenlos und portofrei. EisschränJxe a.7i Eismaschinen W aschmaschinen W ringmaschinen W äschemangeln hervorragender Auswahl zu wirklich billigen Preisen Heidelbeerwein, Stachelbeer- und Johannisbeepwein empfiehlt billigst die Kelterei Georg Schäfer, Llcher Straße 9. 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Wer die Tcrmrne nicht benutzen will, muß die 3mt): mag «clnes Pflichtigen Kindes bis znm Jahresschlüsse aus feine kosten bcwcrtttelligcn lassen, widrigenfalls ihm im Januar nächsten Jahres eine pierwöchentliche Frist zur Nachholung der Impfung unter Strafandrohung gesetzt wird. Außer den Pflichtigen werden auch Kinder, welche im laufenden Jahre geboren sind, auf Wunsch ihrer Vertreter geimpft. Alle tu einem Termine geimpften Kinder müssen in dem acht Tage später abgehaltenen Termine zur Nachschau nochmals er; scheinen. Kinder, deren Zurückstellung von der Impfung wegen Kränklichkeit beansprucht wird, Lönnen gleichfalls dem Jmpsarzte in den öffentlichen Terminen vorgestellt werden. Die Impflinge mässen mit reiner Wäsche und rein gewaschenem Körper zur Jmpfluig gebracht werden. Es wird nur an einem Arme mit Lymphe aus dem Landesimpfinstitut geimpft. Kinder ans Familieti, in denen ansteckende Krankheiten herrschen, dürfen nicht in die Termine gebracht werden. R«/. Gießen, 5. Juni 1909. 6 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Keller. Globin Versteigerung. Mittwoch deu 9. Juni 1909, nachmittags 2 Uhr, werden zu Gießen im Biekerschen Saale, Neustadt 55, zwangsweise versteigert: 13298 1 große Partie Schuhwaren, als Herrenzugstiefel, Damen- fpangenfchuye, Damenschtlür- schuhe, Herren- u. Damenleder- pantoffcln, Herren- u. Damen» tuchstiefel, Arbeitsschuhe, Herr.- Schnürstiesel, Damen - Schnürstiefel, Mädchen - Halbsclmhe, Herren- u. Damentuchpantoffeln Mädchenschnallenstiefel, Mädch.- Pantoffeln, Schaftenstiefel u. a. m.; sodann 1 Vertiko mit Svicgclaussatz, 1 Divan und ein 2-türiger Kleiderschrank (gut erhalten). Die Versteigerung findet bestimmt statt. Drodt, L-tellvertr. d. Gerichts». Geißler. Mittwoch den 9. Juni ds. Js. nachmittags 2 Uhr werden hn Bieker schen Saale, Neustadt 55, versteigert: (3299 1 Sosa, 2 Sessel, 6 Stühle, eine Nahmaschine, 1 Vertiko, 1 vollst. Bett, 1 Kleiderschrank, eine Kommode, 2 Pferde, 1 Partie Sattlerwaren, 1 ar. Glasschau- faften mit Messingeinfassung, 1 Partie Balken und Bretter, 3 Kastenwagen, Schuhwaren u. anderes mehr. „ Drodt, Stellvertr. d. Gerichtsv. Geißler. Die am 1. Juli 1909 fälligen Kupons unserer Pfandbriefe u. Kommunal- Obligationen werden bereits vom 15. Jnni er. ab an unserer Kasse in Berlin und an den bekannten Zahlstellen eingelöst. [Db/6 Mh BypolhekßDhaDk Akliengesellschal!. Gas-, Spiritus- und Petroleum - Kocher, Gastische, Gas- und Spiritus-Bügeleisen, Bügelplättchen etc. empfiehlt in großer Auswahl zu billigst. Preisen Edgar Borrmaan, Eisenhandiung, Giessen August Kröll Haus- und Küchengeräte-Magazin -rMAGGp Bouillon-Würfel Täglich srW Erdbm-Poivlc 33101 Schott'S DZeiustube. krima Apfelwein rJl 1 Kolosseum Hommcrfrtoeh* Kon die Von der Reise zurück Anfang R Uhr Fiatritt frei. [3321] Inhaber H. Gutmann 3302 Paul Albert, Greiz 1931 Vanbmannftrahc 3. 042611 ZllM Nsbnridit «tsiM. LLO» Tb? Brück, Möbelfabrik. 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