Die heutige Nummer umfatzt 10 Seiten. Schmalz ss-n M56M sche! rstag stütz direkt ab Recht vorlag, gegen bie Deutschen Zwangsmaßregeln zu ergreifen. Wir vermuten, daß unser auswärtiges Amt in Berlin mit Rücksicht auf die Anbahnung freundschaftlicher Beziehungen zu Rußland der ganzen Angelegenheit nur mäßige Beachtung schenkte und sein Bestes zu tun glaubte, wenn es durch den Konsul von Mukden alle unangenehmen und ausfälligen Spuren verwischen ließ. Das ist aber doch wohl Tridyt der rechte Standpunkt im deutschen Interesse, und die russische Presse, die so ungehalten über Deutschland hergefallen war, wird uns wenig Dank wissen. Sicherlich brauchte man auf deutscher Seite die Sache nicht auf die Spitze zu treiben, aber die rechtliche Klarstellung durfte man keinesfalls verschleiern. Wie die Dinge jetzt liegen, wird man die deutsche Nachgiebigkeit nur als Beweis der Schwäche auslegen. imd in ruhiger Weise behandelt. . All diese scharfen Aeußerungen bestärken uns tu der "Ansicht, daß die deutsche Regierung nicht das Erforder- Liche getan hat, um die Rechtslage, d:e so klar für die Deutschen spricht, der O ess entlich kett übersichtlich zu machen. Auch Professor Schiemann besprach gestern in Ler „Kreuzztg." diese Aeußerungen der russischen Presse und ßiellte ihnen gegenüber mit Nachdruck fest, daß Charbin leine Anstand. Der bulgarische Gesandte in Konstantinopel gab namens seiner Regierung auf der Pforte die Erklärung ab, daß die Meldungen über eine Begünstigung von Bandenbildungen durch die bulgarische Regierung völlig unbegründet seien. Die bulgarische Regierung, die von den freundschaftlichsten Gefühlen gegen die Türkei beseelt sei, ici im Gegenteil bemüht, neue Bandenbildungen auf bulgarischem Boden mit allen Mitteln zu verhindern. Der türkische Finanzminister erklärte einem! Vertreter des Wiener K. K. Tel. Corr.-Bureaus, daß die Verhandlungen mit der ottomanischen Gruppe über eine Anleihe von sieben Millionen Pfund abgeschlossen wurden. Tie Unterzeichnung des Vertrages werde am heutigen Donnerstag erfolgen. Aus Konstantinopel wird gemeldet: Die Nachricht auswärtiger Blätter über einen Verlust von 7000 Manu an Toten und Verwundeten bei dem Kampfe um den fernen wird vom Kriegsministerium und dem Ministerium des Innern dementiert. Der letzte Kämpf sand, wie gemeldet wird, am 4. Oktober statt. Die Araber batten hier große Verluste, doch ist deren Umfang der türkischen Regiertmg unbekannt. Eine Rede des Srotzadmirals o. Röster in Rew-Yort New-4)ork, 5. Okt. Heute abend gaben die bedeutendsten englischen Vereinigungen New-Porks zu Ehren des Admirals Seymour und der Offiziere des englischen Geschwaders ein Festmahl, zu dem auch Großadmiral v. Köster geladen worden war. Dieser j drückte in einer Ansprache die Hochachtung der deutschen Marine vor Admiral Seymour aus und erinnerte daran, daß viele deutsche Kameraden während der chinesischen Unruhen im Jahre 1900 unter Seymours Kommando gestanden hätten; er gedachte des freundlichen Empfanges der deutschen Flotte in Plymouth im Jahre 1904 und sagte, es sei zweiffelloS, daß, iuo auch immer Deutsche und Engländer sich begegneten, sie als Mitglieder zweier in gleicher Weise aufstrebender Nationen in einen eifrigen Wettbewerb treten; nichtsdestoweniger werden die Bemühungen beider Nationen angesichts der gemeinsamen Abstammung und ihrer HandelSintereßen stets auf die Herstellung guter Beziehungen und freundschaftlichen Verkehrs unter einander gerichtet sein. Doppelt müsse dies in Amerika der Fall sein, wo der Deutsche und der Engländer sich unter einem energischen, mit hochentwickelter Intelligenz ausgerüsteten Volke begegneten, um an den weiteren Fortschritten dieses erwählten, herrlichen Adoptivlandes teilzunehmen. Er hoffe, so schloß der Großadmiral von Koester, daß der Deutsche und der Engländer dort, wie einst die Marinesoldaten unter Admiral Seymour, Seite an Seite marschierten, zugleich den Interessen der neuen Heimat bestens dienend. Pfund 16 Psg. ischt, 26 , :nw. , 22 , dilag! Pfund 17 Psg. R* ' 19 , ü , 21 , H chm ilatrn -Lack 1.95 Ml. H , 1.00 , sd.-Lack 1.05 „ 81 Graz, 6. Okt. Im der heutigen Landtagssitzung verließen die d e u t s ch e n Abgeordneten den Saal, da der Landeshauptmann gestattete, daß eine Interpellation in slowenischer Sprache verlesen wurde. Der Landeshauptmann unterbrach hierauf die Sitzung. Als auch nach der Wiederaufnahme der Sitzung bie deutschen Abgeordneten I nicht in den Saal eintraten, schloß der Landeshauptmann russische Stabt lei'und für die'russischen ' Behörden keinerlei > die Sitzung. e, Bücklinge, pse, Sardinen, M löffcn. *‘/io 9 #■! s, Seltersrt Ein vergleich in der englischen Krise? Heute wird bestätigt, dach die innere Krise durch einen Vergleich beseitigt werden soll. Der stönig scheint namentlich aus das Oberhaus einwirken zu wollen. Daß diese Wendung nicht ohne besondere Folgen sein wird, geht daraus hervor, daß nach einer Meldung des Reuterschen Bureaus die liberalen Erwartungen und Hoffnungen vielleicht über das bisherige Ziel hinaus neue Nahrung erhalten: London, 6. Okt. Wie bas Reutersche Bureau meldet, ist der Besuch des Premierministers in Balmoral in Zusammenhang gebracht worden mit der auf )ie Einzelheiten eingehenden Ausarbeitung eines Vergleichs, deren Prinzip schon vor einigen Wochen beschlossen wurde. Dieses llebereinfonimen erklärt auch, wie man annimmt, die in vertrauten Gesprächen zum Ausdruck gekommene Zuversicht einiger Minister, daß das Oberhaus das Budget doch durch geh en lassen werde. Trotz alledem ist man der Ansicht, daß sich ein baldiger Appell an das Volk nicht mehr vermeiden lö^t, mögen die Verhandlungen int Oberhause einen Verlauf nehmen, welchen sie wollen. London, 6. Oft. Im llnterhause teilte der Schatzkanzler Lloyd George mit, baß beabsichtigt sei, heute mit dem Kommissionsstadium die Finanzbill ,zu schließen. Die Beratung der einzelnen Abschnitte des Gesetzentwurfes nahm bis setzt 41 Sitzungen in Anspruch, die teilweise weit über die gewöhnliche Dauer hinaus verlängert tverden mußten. Der Schatzkcmzler sagte weiter, daß nach der dritten Lesung des Landeskulturgesetzes, das am 6. September in zweiter Lesung angenommen wurde, das Haus bis zum 18. Oktober vertagt würde. Das Be- richtsstadinm der Finanzbill, dasZodann beginnen würde, würde voraussichtlich mindestens eine Woche in Anspruch nehmen. Es sei wenig Aussicht vorhanden, die Session vor Mitte November schließen zu können. "täfle. Deutsches Reich. lieber die erste Tagung des Direktoriums des Hansa- Bundes am 4. Oktober wird noch berichtet, daß für die praktische Betätigung des Bundes weitere Wege gewiesen worden sind. Zunächst wurden für die wichtigsten Punkte zur Ausführung der Richtlinien Ausschüsse vorgesehen, welche in steter Arbeit die Durchführung des Programms in die Hand nehmen werden. Bon besonderem Wert dürfte es aber sein, daß noch am selben Tage an sämtliche Ortsgruppen und Vertrauensmänner des Hansa-Bundes im ganzen Deutschen Reich das Ersuchen gerichtet wurde, nunmehr im Sinne des bekannten Programms mit aller Energie! zu arbeiten und an die Zentralstelle über besondere Wünsche und Bedürfnisse zu berichten. Eine spanische Erkürung. Es scheint, als habe die deutsche Regierung auf bie Meldung von weiteren spanischen Truppensendungen nach dem Riffgebiet amtlich bei Spanien an fragen lassen, welches der Zweck dieses Schrittes fei. Die spanische Regierung gab darauf eine Erklärung ab, an bie später etwa notwendige diplomatische Verhandlungen werden anknüpfen müssen: Berlin, 6. Okt. Dce spanische Regierung ließ hier amtlich erklären, daß die notwendig gewordene Entsendung weitererVerstärkungen nach Melilla keineAen- beruug ihres Aktionsprogramms bedeute. Diese Aktion werde sich den bereits früher abgegebenen Erklärungen entsprechend auch fernerhin im Rahmen der Algeeiras- Akte halten. Die deutsche Regierung nahm von der Erklärung Kenntnis. Paris, 6. Okt. Die „Agence Havas" erfährt aus London: Nach Informationen aus Berlin und Tanger ließ die spanische Regierung erklären, daß sie ihre Instruktionen nicht geändert und ihr Mtionsprogramm keine weitere Ausdehnung ihres marokkanischen Feldzuges enthalte. Die deutsche Regierung nahm diese Erklärung zur Kenntnis. * Melilla, 6. Okt. Eingeborene beftätigen, daß bie Kabylen sich wieder zurückziehen, weil ihnen die Beschaffung der notwendigen Lebensrnittel zu große Schwierigkeiten bereitet. Meder ein deutscher Rückzug. Gutem deutschem Selbst- und Rechtsbewußtfein ist wieder einmal von ungeschickter Hand das Rückgrat zerkochen worden. Als es vor einigen Tagen hieß, bie deutsche Regierung habe ihren Konsul in Mukden mit der Prüfung des Streitet in C har bin betraut, konnte man nichts rntes ahnen, und nachdem heute die Meldung kommt von ünem vollständigen deutschen Rückzug auf der MN Linie Eann man jiur ausrufen: O mein prophetisches Gemüt! hier ist die Hiobspost: Petersburg, 6. Okt. Die PeAÄmrger Telegraphew Agentur erfährt vvm Ministerium des chaft zu wenig fremibschaftliden Auseinandersetzungen übergehen. Db Rußland oder Deutschland dabei mehr verlieren werbe, sei chr ftaglich Von weiterer Nachgiebigkeit Rutzlands koime keme lebe sein. Der oktobristische Golos Prawdy bespricht dagegen den Vorfall rmhig: er bezeichnet ihn als eine Streitfrage iber juristische geographische Grenzen der Gerichtsbarkeit Rußlands in Charbin, deren diplomatische Beilegung keme schwierig- !eiten bieten könne. Deutscherseits bestehe ofienbnr der Wunich, .Möglichst schnell Klarheit zu schaffe!!, wie aus Enyendung des Konsuls von Mukden nach Charbin eriichtlich fei. ixe -öe^ !Nützungen gewisser Blätter, die Angelegeiibcit anfznbauick«i, hatten "eine Aussicht auf Erfolg. Dieselbe Ansicht drückt das Abendblatt Srtfdk'rni Golos aus, und in der Tat wird der Vorfall an ussischer amtlicher Stelle seinem richtigen Werte nach emgeichatzt Der öreitzigjährige Sunö mit Oesterreich. Berlin, 6. Okt. Die „Norddeutsche Allg. Ztg." sagt in einem „Ein Gedenktag" überschriebenen Arttkel: „Am morgigen Donnerstag j ä h r t s i ch z n m dreißigsten Male der Tag, an dem bas Bü n d n i s zwischen De u 11 ch- lanb und Oesterreich-Ungarn unterzeichnet worben ist. Dreißig Jahre hinburch hat das Bündnis seine volle Wirhamreit geübt. Durch ben Zutritt Italiens ftrt es sich zum Dreibund erweitert. Es hat bent europiiischen Frieden unschätzbare Tiemte geleistet. Allen gegnerischen Unterstellungen zum Trotz hat die Buiidesgenossenschaft zu keiner Zeit die Grundlage einer angreifcn- ben, auf Beeinträchtigung der Rechte britter abzielenden Politik gebildet; sie war ein festes Bollwerk des Friedens, hinter dem bie verbünbeten Mächte ungestört der Pflege ihrer eigenen Angelegenheiten sich wibmen konnten. Seinem friedlichen Charakter gemäß Hal bas Bünbnis bie Herstellung freundschaftlicher Verhältnisse zu ben außenstehenden Staaten nicht nur gefördert, sondern es ist geradezu zum fruchtbringenden Erdreich geworden, aus dem der Fr iedensgeda n ke neue Nahrung gezogen hat Der Abschluß des Bündnisses zählt zu den bedeutendsten politischen Taten des gwßen ersten Kanzlers des Deutschen Reiches. Von seinen verdienstvollen Mitarbeitern weilt unter uns nur noch der jetzt im Ruhestand lebende Botschafter v. Radowitz, das große Werk des Bündnisses aber lebt und wirkt fort." W i e n, 6. Okt. Die „Wiener Abendpost" schreibt: „Morgen sind drei Jahrzehnte verflossen seit dem Tage, da in Wien zwischen den Bevollmächtigten des Kaisers und Königs Fraiiz Josef I. und des densschen Kaisers und Königs von Preußen, Wilhelm I. der Bündnisvertrag zwischen DefterreidHlngarn und dem Deutschen Reiche abgeschlossen wurde. Erst neun Jahre später, am 3. Februar 1888 wurde dec Bündnisvortrag amtlich verlautbar, und sowohl die Begründung dieser Publikation, wie auch der Tert des mitgeteilten Verttagsinsttumentes ließen Linen Zweisel darüber, baß von vornherein der Zweck und die Absicht des Bündnisses einzig und allein auf die Erreichung desFrie- den-^ gerichtet war. Der Büiidulsvertrag selbst betont in seiner Einleitung den ausschließlich defensiven Charakter der Allianz. Die dreißigjährige Allianz mit dem Deutsäjen Reiche beweist überzeugend, baß sie den Absichten treu geblieben ist, bie bei bem Abschluß vorgewaltet haben. Niemals hat sie anderen als defensiren Zwecken gedient, und diese Zwecke hat sie vollauf erfüllt. Das Bündnis zwischen der Donaumonarchie und bem Deutscher: Reiche, bas sich späterhin burch ben Beitritt des Königs- reiefe Italien zum Dreibrnü» ausgestaltet hat, hat sich fast ein Menschenalter hindurch als mächtige Stütze des europäischer: Friedens bervährt und ist barum nicht nur für die Verbündeten Staaten und ihre BevÄierungen, sondern auch für ganz Europa von Segen gewesen, denn unter seinem Schutze konnten die fried liche Erwerbsarbeit und die wirtschaftliche Errtwickelung des alten Weltteils eine ungeahnte Blüte erreichen. Darum lebt das Bündnis nicht nur in ben Vertragsiusttumenten, sondern auch in der un verbrüchlichen Freundsäaift der Souveräne und in dem politischen Bewußtsein der Bevölkerung beider 9ieiche. Die Allianz und der durch den Anschluß Italiens geschaffene Dreibund zählen nach ivie vor zum lebendigsten, wirksamsten und segensreichsten Faktor der europäischen Politik, und an bem jetzigen Gedenktag ^erneuert sich das Gefühl tiefsten Dankes für die Souveräne und Staatsmänner, bie im Herzen bes alten Weltteils dieses Bollwerk des Friedens aufgerichtet haben." WM Ä-s, zviuor M icr Art. Privatste . ^euentoeg iz ^ezuzsquellk — an. an, "'tausch gestattet !^n angenommen. a6ctt dnrch^"sken leurcö . örnau k”““ bei d-i L a ^Ueüei8 Ue Nr. Ä3S Erstes Blatt ISS.Jahrgang Dormerstag 7. Oktober 1 SOS WrJ |V lly 11 11 v V wirtschaftliche Seitftagen M M M NF ▼ V IßQ B® ▼ Lheftedakteur: A. Goetz. flernfprech - Anschlüsse: RBF ©JF *?SS°0 kür die Redaktion IIS, — w M politischen Teil: August WS Seneral-Aiyeiger für Gberheffen MM für die Tagesnummer Rotations6rutf und Verlag der vrühl'schen Untv.-Vuch- und Lteiudrnckerei 8. Laug«. Nedattion, Lkpedition und Druckerei - Schulstratze Arrzeigenteil:^ H. Beck bis vormittags 9 Uhr. ________________ ______IIRUUM—, Jwlcküu W fö. 5.75 M. Aus Statt und Land. Gießen, 7. Oktober 1909. Die Parfevaüandung in Hießen. Nach einer bei dem Vorsitzenden der diesigen Ortsgruppe des Deutschen Luftflottenvcreins eingegangenen .'iachru- wird der „Parseval III" ani näch stcn Sonntag um 42 Uhr (ungefähr) auf dem Triebe landen. Ein Gießener Herr wird von hier aus mit nach Frankfurt fahren. Zur Deckung wenigstens eines Teiles der sehr crl-eb liehen Unkosten, und damit nicht die Garantiefondszcichner über Gebühr herangezogen zu werden Lraucl)en, muß ein Eintrittsgeld von 1 Mk. (für Kinder unter 12 Jahren 50 Pfo erhoben werden. Die Eintrittskarten berechtigten zum Betreten des reservierten Teiles des Triebes. Die Erhebung eines Eintrittsgeldes ist gewiß sehr unerwünscht, aber lewer eine Notwendigkeit. Man bittet auch die wohlhabenderen Kreise der Bevölkerung, die Veranstaltung durch Lösung von Eintrittskarten zu unterstützen. Aber auch wer nicht in der Lage ist, sich solche Ausgabe zu machen, wird gut sehen können und befriedigt sein. Auch Wagenkartcn sollen vusgegeben werden. Die Karten müssen der Kontrolle wegen an sichtbarer Stelle getragen werden. Die Karten wolle man möglichst im Vorverkauf entnehmen. Weitere Mitteilungen werden nach Bedarf folgen. ♦ "Ordensverleihung. Der Großherzog hat dem Ober- und Geh. Postrat Gg. Wetzel in Grfurt das Ehrenkreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. — Lehrerpersonalien. Der Schulverwalterin Auguste HooS zu Lauterbach wurde eine Lehrerinstellc an der höh. Bürgerschule zu Lauterbach übertragen. — Erledigt sind: Zwei Lehrerstellen an der kath. Schule zu Hirschhorn. Mit dec einen Stelle kann die Hälfte des Organistendienstes verbunden werden; eine Lehrecstetle an der eoang. Schule zu Groß-Zimmern. Mit der Stelle ist die Hälfte des Organistendienstes verbunden; eine Lehrerinstellc an der kath. Schule in dieser Gemeinde. ''Der Verein der Burgermeistereibeamten dec Landgemeinden hielt dieser Tage zu Frankfurt eine Versammlung ab. Zunächst berichtete der Vorstand über die zur Förderung der Eingabe bezüglich der Anstellungsverhältnisse bei Landtagsniitgliedern und der Regierung unternommenen Schritte. Ferner wurde über die Stellung- nähme des Verbandes zu der bevorstehenden Beschlußfassung über den Anschluß an einen Landesverband beraten. Einstimmig wurde der folgende Beschluß gefaßt: Die Versammlung beschließt, einem Landesverband hessischer Gemeindc- beamten sich anzuschließen und bewilligt die erforderlichen Mittel. * * Vermißt wird feit dem 22. v. Mts. der 30 Jahre alte geislesschwaclie Arbeiter H. Hofmakin aus Meder Ofleiden. Er ift etwa 1,60 Meter groß, geht gebeugt uno spricht stets mit sid> selbst. Er trug seine Effekten in einem rot und weiß gewürfelten Kopskissenbczng. * * Unangenehme Ueberraschung. Ein Bewohner der Bleichstraße machte beule morgen die Entdeckung, daß Hunde seinem im Otortcii befindlichen Hasenstall einen Besuch abge ftattet und sämtliche Stall Haien totgebissen hatten. "Reife Erdbeeren wurden uns gestern von einem Mann aus Londorf überbracht, die bei dem Orte im Walde gepflückt worden sind. * * Folgende g ewe r b e Po l i ze i l i chc Revisionen wurden im 3. Vierteljahre hier vorgenommen: In 36 Verkaufs stellen, die Margarine und Kunstfpeisefette vertaufen, in bezug auf Einhaltung be;< Gesetzes vom 13. Juli 1897 über den Verkehr mit Margarine usw. Anstände haben sich nicht ergeben. Bei ca. 50, hiesigen iurt> mtswärtigen Bäckern wurde auf Grund der Polizei Verordnung vom 27. Juni 1907 eine Nachwiegung des Brotes vor genommen. In 3 Fallen wurden Brote wegen Minder qewichts bischlagnahml und dem Armenamle übergeben. In zwei Fällen wurden Brotewegen Mindergewichts zerschnitten. In 31 Verkaufsstellen bczw. Lagern von Mineralölen ^Petroleum, Benzin und dergl.i auf Grund der Polizei-Verordnung vom 20. Oktober 1903. In einem Falle mußte gegen einen Gewerbetreibenden Anzeige erhoben werden, weil er größere Mengen Benzin ohne polizeiliche Erlaubnis lagerte. In 60 Werkstätten mit Motvrbetrieb in bezug auf Einhaltung der Ausführunas bestim'mungen des Bundesrats vom 30. Juli 1900 über die Be sckwftigung von jugendlichen Arbeitern und Arbeiterinnen. In einzelnen Betrieben fehlten Arbeitsbücher für jugendliche Ar beiter. Sonstige Anstande ergaben sich nicht. In .",7 (Haff und Schankwirtschaften, in denen fremdes Personal beschäftigt wird, bezüglich Einhaltung der.Verordnung vom 23. Januar 1902. In ernenn Falle mußte Anzeige erhoben werden, weil der Arbeit gebar unterlassen batte, die Ruhezeiten seines Personals in das von ihm zu führende Verzeichnis einzutragen. Die Anzeigepflicht bei Aufstellung von Rotoren. Rach der Verordnung vom 10. Juli 1907 sind die Betriebsuilwbin verpflichtet, vor Aufstellung solcher Ansagen bei der Ortsvolizeibehörde Anzeige zu erstatten. In 3 Fällen hatten Betriebsinhaber dieses unterlassen. Die Be schästigung schulpflichtiger .UinDcr in geiverblickum Betrieben, sowie die gewerbliche Nebenbeschäftigung schulpflichtiger Kinder, die ver bietet, auch eigene Mürber zum Austragen von Bacllvaren. Milch. Zeitungen und dergl. vor 8 Uhr morgens zu beschäftigen. Trotz, der schon vielfach ergangenen Verwarnungen und Bestrafungen rniufrteu in dcnr lebten Quartal in 14 Fällen Anzeigen erhoben werden. In 10 sstei nbrücbcn und Steinhauereien in bezug aus Einhaltung der Verordnung vom 31. Mai 1909. In einem Teile der Betriebe fehlten die Au-, hänge der Bestimmungen. Ten Gewerbebetrieb der 11 hier befinblichen Gesindevermieterinnen und Stell en vernrittler. Beanstandungen sanden nicht statt. In 50 Metzgereibetti eben die Arbeils , Aufbewahrung-.- und Verl-niss räume. Bezüglich der Instandhaltung der Räume erhüben ftd) in 15 Betrieben Beaiistandniuzen Auf 10 Baustellen bett', die Unter kmiftsräume für Maurer und '.'(rbeiter auf Baustellen, Polizei Verordnung vvnr 18. September 1900. Auf 7 Baustellen mußten die betreffenden Räume beanstandet werden, auch fehlte in diesen Unterhniftdräumcn vielfach ein Aushang der bett 'Polizei Per orbrantfl. In 10 Sandgruben betr. Unfallverhütung bei dem Betriebe von Steürbrüchen und (Gräbereien über Tage. In einer Sandgrube mußten die Arbeiten wegen vorschriftswidrigem und gefahrvollem 48 bei der Anichttiß stelle des neuen Fahrgleises .Hammelstrift Bergschnciü Griesheim an das bestechende Gleis Hammelstrift-Griesheim infolge Senkung des Gleises der Packwagen und der nachfolgende Eilgutwagen entgleist. Pdaterial- )(haben ist nidyt entstanden Personen wurden nicht ver letzt Der Zug wurde über die Bergschneise und dann auf dem linken Gleis nach Griesheim weiter befördert. Das rechte Gleis war bis 1 Uhr wieder betriebsfähig bcrgcftellt. Ni e d e r - I n g e l h e i m, 6. Cft. An der «stelle, an der der «Qi sc rpala st Karls des Großen stand, wurde von Dr. Plate Wiesbaden, Dr. Rauch-Gießen und Re- gierungsbcrumeister Müller Darmstadt mit Ausgrabungen begonnen. Diese hatten bereits einen schönen Erfolg, indem das Fundament auf mehrere Meter Länge in geringer Tiefe freigetegt wurde. Die Ausgrabungen, die das ganze Gebiet des sogenannten Saales umfassen, werden etwa vier Wochen in Anspruch nehmen. = Fran kfurt a. M., 6. Cft. Die vielen Klagen, die über das mangelnde Entgegenkommen der Ausstellu ngs- 1 e i t ii n fl laut geworden sind, haben jetzt gewissermaßen amtliche Destäligung erhalten. In der gestrigen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung wurde mitgeteilt, daß die Leitung der Jla die Stadtverordneten zur Besichtigung der Jla unter sachverständiger Führung eingeladen hat und nxitcr 15 Gratis- Parten für die Fliegerwoche über reichte. Stadtverordneter Trauner beantragte, die Einladung abzulehnen und die Karten zur Fliegcr- woche zurückzuschicken. Es cntiprcd)c nicht der Würde der Stadt - Derorbncten, in der letzten Woche vor Schluß der Ausstellung zu einer Besichtigung eingeladen zu werden. Nach kurzer Besprechung wurde dieser Antrag gegen eine starke Minorität angenommen, ^omit wird die Einladung abgelehnt und die Karten werden zurückgeschickt. Auch eine im weiteren Verlauf der Sitzung mitgeteilte Einladung zu einem Festessen zu Ehren der französischen Flieger wurde abgelehnt. Die Abfuhr, die die Ausstellungsleitung hiermit erfuhr, wird in der gesamten Frankfurter Presse gebilligt. Das ist um so bemerkenswerter, als die einheimischen Zeitungen seither so zieinlich alles für gut befanden, was die Ausstellungsleitung zu tun beliebte. Uebrigens hat auch die auswärtige Presse bis jetzt fast nur schlechte Erfahrungen mit der Ausstellungsleitung gemacht, wahrend sie für Reklamezwecke fast täglich in Anspruch genommen werden sollte. sh. Wiesbaden, 6. Okt. Das nasiauische Volk wird feinem ehemaligen Fürstenhause als Zeichen der Liebe und Verehrung ein Denkmal errichten, und zwar mit einem Standbilde beS Herzogs Adolph zu Nassau, das sich am Südhange der Ad.olfshöhe zwischen Wiesbaden und Biebrich erheben soll, und zu dem diej Vorarbeiten bereits ziemlich weit fortgeschritten sind. Die Enthüllung des Denkmals wird in Gegenwart von Familienmitgliedern des Hauses Nasiau am 26. Oktober flattfinben. (ScridrtsjaaL Brest au, 6. Okt. Das Schwurgericht sprach den Gruben- schlosser Reinlwlb Reimann, ber seine dem Trünke ergebene Frau in der Notwehr erstochen hatte, frei. Ter Staatsanwalt selbst hatte die Freisprechung beantragt. LuftWffahtt. Die Frankfurter Flugwoche. Frankfurt a. M., 6. Okt. Bei sonnigem Wetter und günstigem Winde begann der heutige Flugtag mit einem Aufstieg Roug ie rs. Um 4.10 Uhr stieg er mit feinem Voisincchparat auf und fuhr in einer Höhe von 60 bis 80 Metern 2l/8 Runden in 4 Min. 25 Ser. .Hierauf unternahm der Däne N e r v ö Flugversuche. Erst nach mehrmaligem Start kam der Apparat einige Meter in die Höhe, ging sedvch gleich wieder nieder. Die Flugversuche von Euler mißlangen ebenfalls. Nach einer Flug bau er von 33' Sek. ging er, anscheinend infolge eines Motorschadens nieder. Bei der Landung stieß der linke Flügel auf den Boden und wurde leicht beschädigt. Um 4.55 Uhr unternahm Rougier einen zweiten Flug, der 6 Miu. 29 Sek. dauerte und bei dem er 31/« Runden in einer Höhe von 150 Metern zurücklegte. Nach einer kleinen Pause unternahm R o u g i e r den dritten Ausstieg. Er machte Zs- Runden in einer Höhe von etwa 200 Metern in 6 Min. 53 Sek. und landete alsdann kurz vor seiner Halle. Bei dem letzten Fluge überflog Rougier den Parse Val- Ballon, der während der Flüge über den: Flugplatz lreuzte. Um 5.55 Uhr unternahm Sido einen Flugversuch, der jedoch mißglückte. Beim Anlauf überschlug s i ch der Apparat Sidos in einer Höhe von drei bis vier Metern, so daß er mit dem Propeller auf den Erdboden ausstieß, wodurch er verbogen wurde. Um 6 Uhr erschien Lat harn mit feinem Eindecker. Er kam jedoch nicht in die Höhe und legte eine RunHc auf dem Rasen zurück. Um 6.10 Uhr startete Nervö noch einmal, und es gelang ihm beim ersten Anlauf, eine Runde in einer Höhe von sieben bis acht Metern in 2l/2 Minuten zurückzulegen. Die Kölner Flugwoche. Köln, 6. Okt. Der heutige letzte Tag der Flugwoche brachte insofern eine Enttäuschung, als Bl 6 riot schon gestern nach Paris abgereist und fein Apparat bereits nach Frankfurt a. M. geschickt mar. Bon 4.10 Uhr ^itcrnahm Dclagrange sieben Aufstiege. Seine beste Leistung waren drei Runden in einer Hohe von 10 bis 15 Metern. Bregi versuchte auch einen Aufstieg, konnte sich aber nicht vom Erdboden erheben Um 6.30 Uhr war das Fliegen und damit die Flugwoche zu Ende. Das Gordou.Beunet Wettfliegen in Zürich. Zürich, 6. Okt. Das Ergebnis der Deitfahrt ist solgendes: In Klasse III: 1. „Hamburg II" (Hamburger Verein 2. „Tanntarf" iDcmske Aeronault, Selskab) und 3. „Justitia" (Franksurter Verein). In Klasse IV: 1. „H esse n" (Frankfurter Verein), 2. „Belgien" A.-C. de Belgiqueß 3. „Pommern" »Pornrnerfcher Verein), 4. „Prinz Adolf" lNiederrheinischer Vereins 5. „Ulm" (Oberschwäbischer Verein), 6. „St. Gotthard" (Schweizer Aeroklub, 7. ,Mlas" (Berliner Verein), 8. „Elouth V." (Kölner Klub). Ju Klaffe V: 1. „Graf Zeppelin" (Sachs. Verein), 2. „Molinar" (Verein für Luftschiffahrt in Kolmar), 3. „Frankfurt" (Frankfurter Verein). Den ersten Sonderpreis für die Weitfahrt gestiftet vom Bundesrat in Bern, und für die längste Dauerfahrt, bestehend aus einer Pkarmorstatue, erhielt der Ballon „P o m m e r n". * Zeppelins Polar Expedition. Friedrichshafen, 6. Okt. Der Arbeitsausschuß für die Zeppelin- He rgesell^Polar-Expedition be- schloß die E n t s e n d u n g e i n e r V o r e x p e d 11 i o n n a ch Spitzbergen im Sommer 1910 und den Bau eines für die Eipedition geeigneten Zeppeliu-Ballons, der im Jahre 191 l Uebungsfahrten von einem deutfchen Hafen aus antreten soll. Vermischtes. * Eine neue Art Fähren. Fahren sind mit dem 'n nehmenden Verkehr bei dK'gemvart immer häufiger, größer, schneller und komfortabler gennnben. Weder der Straßen-, noch der Eifeubahnverkehr Eaiui sie entbehren,» VorauSfichtlichc Witterung für Hessen am Frei lag dein 8. Oktober: Trüb und RegeusäÜe. Stark auffrischende Südwesl- roinbe. Griginal-Drahtmeldungen. Frankfurt a. M., 7. Olk Dor Parseval ist um V'28 Uhr zu feiner Fahrt nach Koblenz aufgefhegen. Berlin, 7. Okt. D-cr Reichstagsabg Bebel bestätigt nn „Vorwärts" nunmehr selbst, daß er den bifaitlidxm BricsHauß- 1 mann -3 burd) einen privaten bcantioorLct habe, ben er glcidy- * zeitig publiziert. In diesem Briefe bestreitet Bebel, daß auch nur einer ber Vorwürfe, die Haußmann in fernem offenen Bric'e an ihn richtete, Berechtigung habe, und Dcnoeift dabei ans einen j Ausipmch der beiden 1818 er Temokroren Dr Schassrmh und j Professor Winard, welche diese ihm, Bebel, gegenüber 1848 geben $ hätten: Mit ben prcußischenFortschrittlern ist wenig e anzufangen. Sie verstehen uns nicht, denn sic imb vor allem Preußen. Weiter heißt es in Bebels Antwort: Die Wahlperiode Eugen Richters aus dem Jahre 1877: Lieber Lucius 1 als Knpcll, d. h., lieber einen Zdonservativen als einen Sozial- * bemofratai, sei immer mehr die Parole des liberalen Bürgertums | geworden, l*cute mehr als je. Tic Arbeiterklasse kann auf ihre Klasfen-Forberungen ebenso wenig verzichten, wie das Biirgertu» 1 der rcuhalcn Gesellschaft gegenüber verstchiet. Was wir erfrreben, H ist nicht von heute auf morgen durchführbar. Wir marschieren in Etappen. Wir werben jeben ehrlichen Liberalen fördern, das haben wir bisher getan und werden es weiter hm. Aus unsere weiter- : gehenden Forderungen verzichten wir dabei .nicht, wir hört« vnst auf zu sein, was wir sind. Brüssel, 6. Okt. Der König fährt fort, mit dem vollkommenen Ausverkauf der Schlösser. So wird jetzt bekannt, daß Leopold II. das kostbare schwere golhene Service verkauft habe, welches der König von England seiner Mchtc, der Prinzessin Viktoria, bei ihrer Heirat mit dem Prinzen Leopold von Sachsen-Coburg einst geschenkt liat. Binnen kurzem wird auch im Brüsseler Bildermuseum . )ic angelündigte Ausstellung der modernen Gemälde wir den Königlichen Schlossern stattnnden. Q flrsta / WMitit r- 81 lUWAMSttkmO Brtsbl ** FletirdeKlasO P». Türk. Tabak- A Clgaretten-Fabrik „Kios" o E. Robert Böhme, Dresden Xttjfrant der französischen 'Cabar-\egic. und in manchen Ländern ist ihr Gebrauch sehr konzetttrtert, ' um Beispiel in Toremarf. Irland, den ^bereinigten Sraa- 1 :en. Aber ihre Anlegevorrichtungen sind immer noch um- | stündlich und erheischen bei start 'wechselnden Wassersränden j große Zeit Versäumnisse oder Landungsschwierigkeiten Man ' Kbraucht in ioldu?n Fällen meist das Svstem der schw-in- 1 oenden Brücken, die mit einem Ende aus dem festen Lande $ liegen, mit dem anderen in Ketten und Seilen thingen, und ' nach dem wechselnden Wasserstand aus dasselbe Niveau mit dem Deck der Fähre gehoben oder gesenkt werden können. - kürzlich ist in Schottland für den Verkehr über den Clyde- ström eine eiserne Fähre gebaut worden, von der die Daaen ! bei jedem Wasserstande direkt auf-s Land rollen können, ohne - daß es einer Landungsbrücke bedarf. Die Plattform, auf l der die überzufetzendcn Wagen, Leute, Pferde usw. stehen, j liegt nicht fest auf dem Schiffskörper, sondern aus einem :Hal)men von Trägern, und dieser kann durch acht starke ; Schrauben sehr rasch gehoben oder gesenkt werden mit einem Spielraum von 17 Fuß. Tampftrast bewirkt die Rotation der Schrauben. Bei dem gegenwärtigen Stande des ! Maschinenbaues bietet es keinerlei Schwierigkeit, auch bic Decks der großen Eisenbahnfähren, auf denen in der Regel nur drei bis vier Schnellzugswaggons oder acht bis zelm Guterwagen stehen, ebenfo oder mit hydraulischen Pressen zu heben und die Wagen birett aufs Land zu ziehen, anstatt 1 sie über eine schwebende Brücke zu bugsieren, ine bei stark wechselndem Wasserstande zuweilen gefährliche- Neigungen besitzt und den Uebergang zum Lande sehr erschwert. Kleine Togeochronik. Ein schwerer Bau-Unfall hat sich in Elbing i ereignet Auf einem Neubau stürzten sämtliche Eisen betondecken ein. Wie es heißt, sind 12 Bauarbeiter berfdyüttct worden. Bisher find ei n Toter und 6 Schwerverletzte geborgen. In dem vornehmen Restaurant „Bär" zu Petersburg erkrankten 11 Angestellte an Cholera, darunter 5 Köche. Das Restaurant wurde geschloffen und weitere ' 43 Bedienstete isoliert. In Kiew ist eine große Anzahl von Damen der ver- schiedeiisten GesellfchastsNassen unter dem Verbäckst sittlicher Verfehlungen verhaftet worden. Auf chre Bitten wurden ine Namen nicht veröffentlicht. Nigger und Backfisch. Johl en, Jöhren! Wolll ihr wohl hören? In Brieschen und Kärtchen Und Bflbchen ein flirt-djen, Mit goldbraunen Rassen — Tas möchl' euch so passen! Das dünkt euch das Nettste, Süßeste, Letzte, Das Holdeste, Schickste-- Balger verflixte!!! Mit amtlicher Allene (Backfische, grüne!) Vermahnt euch bas Reich — Wollt ihr wohl gleich!!! Gretel imb Mieze und vertha und Erna, Warum fdpvcift ihr bloß in bie Ferna? Kröten! . . . Tas Gnte liegt so nah, Wir sinb auch noch ball! Gottlieb im „Tag'. Handel. th. Gewerkschaft Gießener Braun ste i nberg- werkc, norm. Fcrnic in Gießen. Ter Grubcni>.>riümd beschloß, für das 3. Vierteljahr 1909 50 Mk. Ausbeute für den Kux am 31. Oktober d. I. auszu,ahlcir (im 1. und 2. Cuartnl wurden el»enfalls je 50 Mk. verteilt). Frankfurt a. M., 5. Okt. In! der gemrinschaftliäien Sitzung der Ba uinwol l - Ind ustr iel len , in ber Deutt'ck>. Icutb, Großbritmmien, Fr an kreid), Italien, Oesterreich, Portugal, Belgien und Holland vertreten uni rat, während tfhi&lanb, Spanien und Japan cntfdyulbigt fehlten, wurde nad) längeren 93t*raiuitgcn eine Entschließung tuigcuomnum, in meld'er der Ausschuß des Internationalen Verbandes iu*t Baumwoll Industriellen der T-reude darüber Ausdruck verleiht, daß in den Großbettieben Amerikas eine Einschränlung bei Arbeitszeit imb der Produktion statt gesunden habe und weitere Einschränkimgen bevoNtänden: damit würde der Krise in ber Baumwollspinnerei ein Ende bereitet. — 4 ®/0 neue Wii rite m bereis cheSlaats-Anleihe. Die Bank inr Handel und Industrie hier teilt mit, daß he im Verein mit anbei en Banken eme neue Wurtt. Anleihe übernommen hat. Tie öffentliche Zeichmmg findet am 13. bs. ÄltS. zum Kurie von 101 *lA °/0 statt. Ter Börsenkurs ifl 102%. Wir verweisen auf den noch folgenden Prospekt. Die trauernden Hinterbliebenen Fair1 me Tanzstunde K 103/09. in sch. Herren-Lack-StiefeS u. -Schuhe in den modernsten Formen. Billigste Preise. Grösste Auswahl. Marktstr. 9 Säss Wettergasse a7/j Telephon 434. Sehenswert. Sehenswert. [4709 empfiehlt 'Ballettmeisterin ^ina 'Soll-Öldini Meine Lsohnung befindet sich jetzt eine Treppe höher. 07627 Zugleich empfehle ich alle Saison-Neuheiten, als [5453 vom Stadt- Iheater Giessen WESTFÄLISCHES BAWRRHAVS Nur unter diesem plamen General-Agenten: G'cbr. Zülcb, Giessen. BÄ G ■----- wtv MRMIIßlWMT a~ Q Hüte, Federn, Bänder re. = Lr Fischer5 IViodes, Seltersweg n. ^Tüunfreinbcvq» Ter AudMüvritzÄ Mk. tebmte W ta im 1. Md 2. QuluÄ Neues ZNeckM Neue La!;- und Esßg-Kurken Neue Röte-Rüben Feinste Preiselbeeren Feinstes Apscl-KöNWtt Giessen (Neustadt 55), Frankfurt, Darmstadt, Offenbach, den 6. Oktober 1909. sind Phosphorsalze unbedingt nötig. Nur esieu am Freitag dea /anfsrilchende *e|t- Anerkannt bestes hangendes Gaeglühllchi Za beziehen dnrch die Installateure und Gaswerke Sparlicht-Gesellschaft Remscheid a und Erna, .11 die Ferna? io nah, all! Gottlieb im »Tag'. empfehle zweckmässige und korrekte Neuheiten beste Massarbeit! Dcppshsoh/en, Paten t-Beschlag, Nah : sch Utz. DR6M. 743031 Die Beerdigung findet Samstag den 9. Oktober 1909, nachm. 3 Uhr, von der Kapelle des alten Friedhofs aus statt. 5558 eröffnet auf vielseitigen Wunsch von Ende Oktober an Tanz-Kurse für Erwachsene, ebenso Kinder- Tanz-Kurse. Sie empfiehlt sich den verehrt. Vereinen und Privat-Veranstaltungen zur Einstudierung von Charakter- und Phantasie- Tänzen. Anmeldungen werden entqegengenommen in meiner Privat- Wohnung, Schulstrasse 11, HI. Etage. Lose hier bei: Bnchacker, Neuen Bäue 11. Kemmler, Seltersweg 85, Wexler, Marktplatz 1, Dany, Bahnhofstr. 64. Ihv*/,! iriegerkameradschall Giessen Von dem Hinscheiden unseres Mitgliedes und Kameraden Georg Wolf Statiousaisistent i. P. setzen wir die Kameraden geziemend in Kenntnis. Die Beerdigung findet Samstag den 9. ©ft., nachm. 3 Uhr, vom alten Friedhof aus skatt. v7/10 Zusammenkunft */< Stunde vorher am Friedhofsportal. ^1?IS.51^321 von 3« Mk. an. Georg Wallenfels Martt 21, vis-ä-vis d. Engelapoth. Bekanntmachung. Die Lieferung des für Düngung der städtischen Wiesen nötigen künstlichen Düngers und zwar: 250 Zentner Kainit und 250 „ Thomasmehl mit etwa 16% Gesamtphosphorsäure zur Anlieferung mit je 150 Zentner am 1. November 1909 und je 100 Zentner am 1. März 1910 soll vergeben werden. Mit entsprechender Aufschrift versehene Angebote sind bis 14. Oktober 1909, vormittags 11 Uhr, bei uns einzureichen. Gießen, den 4. Oktober 1909. B6/to Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Keller. . der gmemschastlichri ^llen, in der Teutsü- t, Lesremich, Porvigai, hnndAtzland, Spanier icti längeren BeratuM Itter der Ausschuß Industriellen der Freck Km,betrieben AmrW Produktion slÄtgesund« rftänöen; damit Mck Ende bereitet. eSiaats-Anleihi. eili mit, daß fie im $er- ,t( ojnieibe übemommer. ' 13. ds. Mts. zum fiuni 2<". Wir verweisen ais Heute nachmittag um 2'74 Uhr entschlief nach langem schweren Leiden, Gott ergeben, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel Herr Georg MsK Königlicher Station#-Assistent i. P. im 71. Lebensjahre. laäeibig‘siiöh.e. Kttittlhev-AttSßeÜAiig Tiere aus mehreren europäischen Staaten. Alice Schul-Verein Giessen Alice-Schule. Anmeldungen für sämtliche Kurse der Industrieschule: Eamstag den 9. Oktober, morgens von 10 Nhr an im Schullokale, Kirchstraße Nr. 20, bei der Oberlehreriu Url. Möser. Beginn des Unterrichts Montag den 11. Oktober, morgens 8 Uhr. Koch- und Haushaltungsschule. Beginn des Unterrichts Montag den 11. Oktober, morgens 8 Uhr. Mittagstisch für Damen und Herren vom 12. Oktbr. an täglich von V21 bis 1/22 Uhr. Älnmeldungen: Steinstraße 10, bei der Vorsteherin Frl. Deutsch. v*/io Der Borstand. J! durch S erneni ’I0 Men 5 ’M Jrttigen^.^ ^erigkeü ^e des °der ackt u- m^Än!te-l’en l9,letenÄQnN ^’ahrlicheV,töIf sehr erschwangen lik. ■Ä& SM: Ä » Peters, bminter *11« Md »5 to" Santen der der. , dem PeriM E? >«. Stuf i^le sltn, *f DreKl* v«!!gen. ,t ist ■ , aufgcstiegcn. er gleich “tt Es •* 1. M« f'e 8? $ JJxjf atntt t «* t«feie hre J8’; ’ £Ü1en Soz^ livan al- 'len, crin^ ’IcL M bar. 'das hab- *** 9 ftbate, l*fr heirat * , bei Erf ges*»' s obutg „.jßettrf’J * otetit« Bezirks-AlkeibR- und LbMllsteüllllß in Verbindung mit einem Obstmarkt zu Gießen vom 8.—11 Oktober. Die Landwirte und Obstzüchter des Ausstellungsbezirkes tDerben hiermit nochmals zur zahlreichen Beschickung derAus- slellung und des Obstmarktes aufgefordert und gebeten, ihre AuSstellungS- und Verkaufsgegenstände bis spätestens Freitag machm. 4 Uhr in dem Ausstellungslokal, Turnhalle des Turnvereins am Oswalds Garten, einzuliefern. b6/10 Das Ausstellungskomitee. Am Samstag, Sonntag und Montag 9.—11. Oktober. Eintritt 30 Pfg. Kinder 10 Pfg. Jede erwachsene Person 1 Kind frei. r>545 Donnerstag den 11. Novbr. 1909, nachmittags 3 Uhr, wird in unserem Amtöziuuner die der Firma Gebr. Zutt in Gießen zu- geschriebene nachstehend verzeichnete Parzelle versteigert: 2/133,8 = 202 qm Wiese links der Chaussee. Gießen, den 6. Oktober 1909. Großh. Ortsgericht Gießen. Gros. k—■ Ziehung: 10. Novbr? — B ■ 4. Weimar SCI-Lotterie. LosElM.rÄJig. 2629 Geldgewinne ohne Abzug M. 40000 Hauptgewinne Mark: flSOO® 5000 3©O® I Welmnr-Loss Seneraldebit | Lud. Mer & Co. 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