159. Jahrgang Erstes Blatt 3 Preiswer|, hie irm fu Finnen: ittstock a en ■42 Yojtüito StlMI iter u. Kostproben zu Di«»:£ » Telephon Ps 539. W Präparate, blutbildende ide Nährmittel, lieh bekannte Kakaoi, n, Tees, Kaffees ete ?n Preisen, wie die fff. | ibiger Firma an Hm t i Niederlage von Senheim er der Univ.-BiblioM1 Samstag 6. November 1909 Oeaufloprei»; ■b monatlich 7sPi., viertel- Zeitungen bilden. Deuticbcs Keich. Wie die „Karlsruher Zeitung" vernimmt wird der badische Landtag am 23. November durch den Groß- herzog eröffnet werden. Ausland paste so auf den Grund aulgelegt, teß die flüssige Glasmasse m die Zellen gestrichen wird, die aus schmalen Metallstcgen acbitöti werden Diese Metal«stcge werden aus den Grund aufgelotet und geben die Konturen des dargestellten Gegenstandes Beim Grubenichmelz dagegen sind bte Zellen in den Grund selbst hineingearbeitet. Da der Japaner nur den Zellenschmelz kennt, so sei nur dieser erwähnt. Der Grund der Cloisomiöstücke ist meistens Kupfer, doch verstehen es die Japaner, auch ihre Keramik mit Emaille zu schmucken. müßte. , , . Die Zukunft Griechenlands liegt noch in dichtem Nebel. Der Aufrübrer Thbaldos ist zwar gefangen gesetzt wurden und wird einem Schwurgericht übergeben werden, aber die Unteroffiziere in Heer und Marine sind noch immer un» .1 >'ig und drohen mit neuen Revolten. Jrr^ marokkanischen -s Herd ist das Feuer anscheinend erloschen, Spanien, Frank' worden seien, und meint, die nationalliberale Partei sollte sich für zu gut halten, „eine Mandatsversorgungsanstalt ;ür Freisinn, Demolra en und besonders Sozialdemokraten ru sein". Aber auch im freisinnigen Lager wird Halbmast geflaggt. Die freisinnige „Boss. Ztg " stellt fest, das deutsckse Volk mache augenblicklich so etwas wie einen „Zug durch zusammenziehen. Die darüber gelegte GAur dageg^ft die mvt Holzasche ausgelaugt ist und dadurch mehr zum M wird, zieht sich rchcher zusammen als dm: Sterten und muß zerreißen. Es .ist ganz iicher, datz die,«- Vrvzeß in srülier Peil ernst ein F a b r i k a t io n s s eh le r war imb^bcr Töpfermeisier ein saures Gesicht machte, wenn em L>tuck nach dem anderen mit breiten Risten o-ersehen vom Garbrand kam. Abe. als man diesem Fehler auf die.A-pur kam, hatman aus der Not eine Tugend gemacht. Und es ist wohl -u tenierfen, daß diese Haarrisse oder gekrackten Glasuren gar nicht so leicht h^rzustellen sind, sondern eine genaue Kenntnis der aufbereiteten Materialien voraussetzen, da sonst die Glasur emfach a^vrmgt^ Nach dem Garbrand ist bte Bemalung.^Geschirrs die Hauotiackv Nmi bietet gerade der Latiumascherben mit seiner 'BStiaen, oft goldgelben Glasur eine Herrliche Folie für die glühenden Ernaitlesarben des Malers, die mit Ausnahme von Rot sämtlich nach dem Aufträgen im Mustelseuer eingebrannt werden L^er tmi hier die modernen japanischen Maler des Men oft M rab überziehen den ganzen .Scherzi rnft Tarftellungen aller Art, so daß vom Grunde fast nichts mehr übrig bleibt. Dadurch verstoßen sie gegen die Regel, daß man ben v-'toTL mis dem der kunstgewerbliche Gegenstand gefertigt ist, nicht durch einen anderen verdrängen soll. - Erst in neuerer Zeit werden auch Gruppen menschlicher A-iauren reine Genreszeiien auf die Gesätze gemalt, wahrend die altm Stück? meist mit Blumen, Vögeln, verstreuten Goldstewchen Das Verfahren des Cloisonnearbeiters ist nun folgendes: Zunächst wird das Muster vvrgezeichnet, dann werden die Metallstege zusammengesetzt und mit einem dickflüssigen Leim auf dem Gefäß befestigt. Sitzen die Metalldrähte, so beginnt das Ausfallen der Zellm mit der Glasbritte, wobei strenge Arbeitsteilung emgesührt ist, indem jeder einzelne Arbeiter nur bestimmte arten in die Zellen streicht Nach dieser Arbeit werden dann die Farben tm Musselosen eingebrannt. Schwinden und Atevrmgen der warben kommt vor, so daß oft zwei, drei, ja mehr Retuschen notig sind, b^ bte Zellen völlig gefüllt sind. Dann solgt das Abschleifen und als letzte Arbeit das Polieren. Zum Schlüsse ist es vielleicht nicht uninteressant, noch einige Bemerkungen über den Betrieb solcher Kunstwerkstätlen zu machen. Wer inmitten keramischer Industrie ausgewachsen ist und vor den großen, durch drei Stockwerke hindurchgehenden Hochoscn gestanden hat mit den großen Feuerofsnungen, wer in den großen Drehsälen von Maschine zu Maschine von Drehscheibe zu Drehscheibe gewandert ist, wer all die maschinellen Hilssmittcl unserer keramischen Industrie kennt, der staunt beim Betreten lapanstcher kunstgewerblicher Anlagen. Es ist ein richtiger Hausbetr^b, m den wir cingeführt werden. Zunächst geleitet uns der Besitzer einer solchen sog. Fabrik in zwei Musterzimmer. In dem einen stehen gewöhnlich die billigen Erzeugniste für ben Europäer in tem anderen die Waren, aus die der Fabrikant stolz ist: jeter, der heute nach Japan kommt, hüte sich, in dem billigen Magazin auch nur einen Jen auszugeben. Was ihm hier verabreicht wird, ist Jahrmarktsschunb, der alles andere, nur nicht lapamich HL anderen Raum finden wir ater wunderbare Stucke voll t einer, imimer küniüerischer Reize. Diese Art der Geschäftsführung ist iehr tU bedauern und trägt sicher nur dazu bei, das lapaniscte Kunstgewerbe in Mißkredit zu bringen. Bon dem Musterzmimer, in dem der Besucher mit Tee und bunten kleinen, Kunstzverken vergleichbaren Reiskuchen bewirtet wird, wandern wir m em fapanisches Gärtchen mit ben vielen Reizen der symbolisch aus- zufassenden. Gartenarchitektur. Hier liegen unter Grün versteckt das Note Meer": .. _ . „(Eine Menge kül/ler Beobachter, Manner, die sonst gar nicht die Sckladettsrente für die einzig reute Freude Halten, trösten sich, es sei ganz reckst, daß diese Quittung über die „Fiimnzreform erteilt wird, ganz recht, daß die sozia demokratische Flut immer bedrohlicher an schwillt. Da die Macksthater nicht Horen wollten, müssen sie fühlen. Mag sein, datz diese Empsindung an das triviale Wort erinnert; „Es ist meinem Vater ganz recht, da» mir die Hände abfrieren; weshalb kaust er mir keine Handschuhe. Aber daS bittere Gefühl, bas bei Eintritt lebhaft geäußerter Befürchtungen erregt, ist heutzutage so verbreitet, datz man ilym in allen Schichten der Bevölkerung, in Hüften wie Japanische; Satsuma und Cloisonne. Gießen, 6. Nov. । In dem Geschäfte von Bach sind zurzeit kunstgewerbliche Gegenstände aus Japan ausgestellt, die Dr. med. Klein von dort mit in die Heimat gebracht hat. Wenn man von einer ästhetischen Würdigung dieser Werke japanischen Gewertefleißes ganz absieht, so bleibt dem Betrachtenden vor allem die Frage nach dem technischen Werdegang dieser Arbeiten, eine Frage, die hier in aller Kurze eine Beantwortung erfahren soll. Die Japaner unterscheiden zwei große AbpnUmgen ihrer keramischen Erzeugnisse, die T suchi- Ya ft, das und dre weichen Erzeugnisse, und dis I s h i - N a k i, das sind die harten Erzeugnisse der Keramik. Tie ersteren, die Tsuchi-yaki, zeichnen sich vor den anteren dadurch au,, daß ihr L-cherten undurchsichtig ist, porös, Flüssigkeiten durchläßt. Bei der zweiten Gruppe imtcrt der Schrten zusammen, d. h. schmilzt zu einer hom^enm Maste, die übrigens eine höhere Brenntemperatur brau*4 wie die erste Gruppe. Es ist dieselbe Einteilung wie bei unseren Parolen und dichten Donwaren. „ . ,, Zu dieser ersten Gruppe, zu der alle Jedenwaren gehören, alle Töpferwaren mit Blei- und Zinnglasuren, wird auch die Satsuma-Fayenee gerechnet. Diese keramischen. Erzeugnifte bedürfen einer Glasur, wenn sie dazu bestimmt sind, mit der zweiten Gruppe der Arbeiten zu, ben Arbeiten in Email cloisonnä. Arbeiten in Email sind uns schon lang bekannt, ehe iapa- nische Clois mnästücke zu uns kamen, besonders durch die Pracht- Srfe N Bvzaiiz von ter Mitte tes VI. WWberti an. In aller Nähe Tonnen mir tm ^tvmschatz zu Limburg a. d. L. derartige Meisterwerke der Zellen, chmelzkumt^ teimmbern. Nach China und dann nach Japan ist die Emailkunst oder der Zellensckmelz wahrscheinlich durch die Araber gekommen. Ter älteste Gegenstand in Japan, mit Zellenschmelz verwert ist ein Spiegel tm Schatzhause zu Nara aus der Zett des Kaisers Shomu ?r2±—748/, ein jedenfalls aus China importiertes Stück Aber erst Dom Ende des 16. Jahrhunderts an scheint der Japaner selbständig Zellenschmelz zu verarbeiten. Ans die weitere Darstellung ter Geschichte dieses kunstgewerblichen Zweiges muß hier verzichtet werden. „ , r, . Ww unterscheiden den Zellenschmelz und bat ^llb^schmelz. Bei dem Zellenschmelz wird die durch Metalloxyde gefärbte G.as- Palästru begegnet." Deutlich genug spricht aus diesen Sätzen die Erkenntnis, ; daß der Liberalismus, wenn es so weiter geht wie bisher, ckftfestlich zerrieben wird. Der frcis. Abg. Dr. Muller-Meiningen erhebt im „Fränk. Kur." den Ruf: „Die Wafscn nieder und malynt zum Frieden. Die „Boss. Zta." macht einen Vorschlag: „Darum ist es das unabweisliche Gebot einer weisen Politik, durch f r e i h e i t l i ch e M a tz r e a e l n unb weitherzige Erfüllung begründeter Dolkswunsche dem Radi- 'alismus den Wind aus den Segeln zu ntij-men." Nichts sei, o meint das Blatt weiter, verkehrter, als wenn man sich einbilde, die Massen der unbemittelten Bevölkerung durch 'oziolpolitische Fürsoraegesetze gewinnen zu tonnen. Dem- gemäß verweist das Blatt auf England, dort sei die Sozlal- demolratie keine Macht, weil dort politische Frecheit herrsche und auf Lebensmi.teln der 9)2(11(611 weder Zolle noch -steuern ruhten. Uns scheint, das Blatt fordert von der Regierung zu viel auf einmal und von den Parteien zu wenig. Der liberale Zufluß zum roten Meere muß versperrt lverden, indem man im bürgerlichen Sager die S.reitaxt endlich begräbt und dem Geiste der Unzufriedenen durch neue, aus dem Boden der gegebenen Verhältnisse zu entrichtende politische Aufgaben bessere Nahrung zusührt. Bemerkenswert ist es, daß ein Blatt wie die „Voss. Ztg." den Fortschritten der Sozialpolitik pessimistisch, wenn nicht ablehnend geger> überzustehen scheint Beim Ueberblick über uü Ereignisse im Ausland- malen sich die seit langer Frist glimmenden Verwicklungen in neuen F-arben. In England Ruhe vor dem Scurni. Das Unterbaus hat in der Drittelt Lesung das Fmanzgesetz angenommen, unb die liberale englische Regierung hat dem Oberhause laut den Fehdehandschuh hrugeworsen Aus beiden Seiten rüstet man sich zu Neuwahlen für das Parlament und sehr bald wird die Entscheidung darüber ge-allt werden, ob die liberale Regierung l'rck halten kann ooer durch eine konservative ersetzt wird. Für Deutschland ist diese Entscheidung immerhin von großer Wichtig^keit, da, solange die Liberalen am Ruder luaren, dre deutsch-englische Kriegsgefahr weniger in den Vordergrund trat, als man es mc Den Fall eines Wechsels in der Regierung besorgen Die außerordentliche S e s s i o n d e r b e l g i s ch e n D e - putie rtenkam mer, die zur Beratung des Gesetzentwurfes über die Heeresreform der Regierung einberufen worden war, ist am Freitag geschlossen warben, ohne daß eine Abstimmung möglich gewesen wäre. Die ordentliche Session wird am nächsten Dienstag eröffnet merben. Im englischen Unterhaus bca.itragte der Aes- sekretär für Irland, Bärrel, die Zusatzantrage des Oberhauses zur irischen L a n d b i l l en bloc obzulehnen und führte aus, daß das Oberhaus den § 24 vollsttindig gestrichen, den 8 13 abgeändert und 13 neue eingefugt gatte. Der Entwurf des Oberhauses sei mit den Vorschlägen der Rcaierung unvereinbar, aber da sei ein großer Spielraum für ein Kompromiß. Er sei bemiihi, ein Uebere.nkommen zustande zu bringen. Die Zu sa tz an tr a^g e wurden mit 219 gegen 54 Stimmen ab g elehn t. Da-, Haus vertagte sich sodann bis 23. November. Aus Por tsmouth wird gemeldet: Bei der tiierihtn- digen Probefahrt des neuen Linienschiffes North Daevta" platzte am Freitag in der vierten Stunde ein Kesselrohr, wobei vier Heizer verbrüht wurden; das Schiff konnte trotzdem die vierstündige Probefahrt zu Ende fuhren und erreichte hierbei die ausbedungene Ge- schwindigkeitvonäl Knoten in der stunde wahrend der ganzen Dauer der Fahrt. Die französische Kammer setzte die Beratungen über die W a h l r e f o r m fort. Ministerpräsident Br.and erklärte kurz, die Regierung sei nach rote vor der Ansicht, daß die Reform im Prinzip wünschenswert su gegenwärtig aber sei sie unmöglich. Der sozialistu ch^radickale Pelle- tan wies auf die schweren Unzuträgltchkciten bei dem Proportionalsystem hin, kas die fleinen Minoritäten vernichten und zu Kämpfen zwischen den Kandidaten der,elben Partei ^^Der^Ausschuß der russischen Reich sduma beschloß, die zum Paragraphen 96 der Gmndge.etze eingebrachte Interpellation abzulehnen. Nach einer kürzlich veröffentlichten kaiserlichen Verfügung zu diesem Paragraphen unterliegen alle legislativen Fragen hinsichtlich der Or- . ganisation der Land- und Seestreitkraste, sowie der Landesverteidigung der unmittelbaren Sanllron des Ka.sers Der , Ausschuß begründete die Ablehnung der Interpellation iitdiunü'p g en. * >bec 190Li6ti^en. meifterei " Nr. 26 t Ser Siebener Snjelger etidieini täglick, aiieer 6omUag5. - ^eilnaen: • ter mol roteben t lief) Girbener^emNi nbläfter; • livetmalivöcbeml.Kieis« - V.attfCrtenKrdsSieten j sxici'stagundFreima); 1 nveimol nionotl. Land' oiNschasittche Zeitsragen zeruWrech-Anichlüsfe: !ur die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Mbiefie dir Depeschen: Anzeiger «ietzrn. Annahme von Anzeigen f{ir Die Tageslinnuner bis oonniuags 9 llbt. ->n etwa drei Wochen, am 30. November, wird der Äcichstag wieder seine Sitzungen beginnen, aber es wird M hohen Hause keine frohe Stunde des Wiedersehens wer- en Dem Entwurf der Reichsversicherimgsordnung wird ivcmi er überhaupt gleich zur Beratung gestellt werden sollte, von allen ©eiten her lebhaft „der Marsch geblasen werden, und der Parteien Stimmung wird einer Gewitterschwüle alcichkommen. Und die Regierung, der neue Reichskanzler, die neuen Verioalter der hohen Aemter? Es wurde gemunkelt daß sic gegen die zu erwartenden Vorwurfe sparsamer Volksvertreter sich schon gerüstet hatten, der Hüter des RcichSsck>atzsäckels soll manche Rechnungen geiurzt und insgesamt 180 Millionen den für das neue Jahr vorgc- legten Hausl)altungen gestrichen haben. Trotzdem werden ftlanen vorgebracht werden und zwar berechtigte Klagen. Das in den letzten Tagen der Kieler Werftprozeß ans Tageslicht gebracht hat, ist schlimm und wird dem Reichs- marineamt im Rcick)stag viel Sck)wierigkclten machen. Wie ist cs möglich, daß hi Kiel so gehaust ^werden konnte, tu einer Zeit wo die Steuerzitronen bis aus die letzten Tropfen ausgcpreß't sind? Ein Beamter der Werst erllarte dem staunenden Gerichtshof in aller Ruhe, die Eile, mit der für die Marinebeoürfniise das Vaterlandes gesorgt werden mit-fe, bedinge es, daß ein lleberfluß an Material in ben Lagerräumen herumliege unb bie Sparsamkeitsgrundsatze niLüiucr nicht iMten oefolgt werden können. Hoffentlich kommt Herr v. Tirpitz dem Reichstag nicht mit ähnlichen Flausen? .Kaffee und Zündhölzer werden am Ende nicht darum besteuert, daß das Geld auf den kaiserlichen Werften mit den Händen zum Fenster hinausgeworfen wird! Wahrend bei der preußischen Eisenbahnverwaltung jede zerbrochene Feusterscheibe noch einen Erlös abwersen muß, während auf den Kasernenhöfen des Deutschen Reiches die Dienstzeit aller Bestandteile des Soldatenschmucks immer mehr verlängert wird — trotzdem soll Herr Wermuth auch hier noch wesentliche Abstriche herausgerechnet haben — blieben in Kiel die Tore der kaiserlichen Werft sperrangel- tucii offen. Es wurde gestohlen und betrogen. Mes holte aus dem Vollen; nicht nur die Ausweisung zum Betreten der Werstplatzc und Laaerstellen wurde miserabel gehandhabt sondern auch die Verwendung von Materialien wurde zur Komödie. Wir haben die Einzelheiten berichtet: alte Leinwand wurde um 30 Pfg. verkauft, vom Käufer gereinigt und um 2.85 Mk. an die Werft wiederverkauft: Bast wurde zu 76 Mk. abgegeben und zu 1000 Mk. writerverraufk, Tupfer alS Eisen verhandelt. Die biederen Obermeister, denen diese Geschäfte oblagen, erkundigten sich bei ben Lieferanten welche Taxen sie ben Abnehmern machen sollten, die Käufer bildeten Ringe und schlossen die Konturren aus. Mer buchmäßig war alles in schönster Ordnung unb die Oberrechnunas'ammer war eine prompte Rechenmaschine. Auch beim Verlauf alter Schisse scheinen auf diese Weise die Tausende zum Werfttor hinausgewandert zu fein. Es wird ein großes Reinemachen stattzufinden haben, und Herr Erzberger wird wohl nicht allein dazu das Wort ergreifen... ... , . Die Stimmung in den bürgerlichen Kreisen gleicht der einer verlorenen tÄhlacht. Wenn man das auch nicht überall zuqcben mag. In der nationalliberalen Vartei gärt es ob der großen Wahlverluste, und der „Mannheimer General- anzeiger", den man als das Organ des Führers Basser- ind 11. November . ■* Am verschiedenen I nfi Tausenden: I M 3 Lose 3 Mk‘ Hill 5 IM S Wk. II Lose 10 MK' Porto und Liste 30 Pfg. extra. Gewinnplan: 20000 M. 10000 „ 1 5000 „ Hederich, 1 * Fer-er 11*^* e"d h.V„ läften. /‘W d W V * . jäbrlich Ü)!k. 2.20. durch T A L ▲ x Jk Ä ▲ Jk ▲ W J A A. Abbole- u. Zweigstellen ölvlivllvl IV luv € SEES -V verawroortlich für ben Politiken Teil: August General-Anzeiger für Oberheffen MW Hotationsöru(f und Verlag der vrühl'ichen llnw.-vuch. und SteinOruderd H. Lange. Redaktion, Lrp-dition und vruckerel- SchuIItratze 7. B-ck. 'm ä }bis 3206 » wo 1 ’ 5 » 3.ei0 " 3d » 3.75 | fflrWäMbe frei“ (und Wei» Sielefeld I neu? i Kleider / Stoffe mann bq-ich--,. schilt darüber, d°L bie badischen ^I^ÄÄ liberalen durch ben ©roBbloct „übet ^ben jloifd barbiert^ wL b n'Zunder im Sande vergraben. Dagegen sind aus dem Asthenhausen in Persien wieder neue Flammen geschlagen. Nordpersien ist in Hellem Aufruhr. Die Anhänger des früheren Schahs, an ihrer Spitze Rallsim Khan, haben sich gegen die fetzige Regierung erhoben und, wie wir meldeten, die Stadt llrii.- bil^ übersatten und ausgeraubt. Die Regieriingstrnippen, die gegen die Aufrührer vorgehen sottten, haben bis.heute die Stadt Teheran noch nicht verlassen, und die „Erfolge Rakim Klsans werden den Aufstand nur heißer entfachen. Schon lesen wir heute eine Zeitungsmeldung, daß auch russische Truppen von Tislis aus sich zum Eingreifen rüsten, und so werden die persischen Wirren aller Voiaussicht nach in der nächsten Zeit wieder eine stel-cnde Rubrik in den Die heutige Nummer umfatzt 18 Seiten. politische wochenschan. Gießen, 6. Novbr. frei*, "barnu, daß die kaiserliche Strfugimg mdrt zur Vomveienz der Tuma gehöre, sondern mir etwaige aus sie begründete Handlungen der Regierung. Solche L«ndlungen liegen jedoch nicht vor._______________________________________________ #W Stadt und Cond« Gießen. 6. November 1909. — TageSka l endet. Stadttheater. Cam-taa nachmittag 4 Uhr: Schüler-Vorstellung: .D ilhelm Teil"; Soun- iag nachnuuaq 3', Uhr: .Tie fremde Frau'; QbenM 7'/, Uhr: »Der Hb« le Bauer' Kolosseum: Täglich Vorstellung. Ktnematogravhen-Theater: Täglich Vorstellung. Biograph: Täglich Vorstellung. Kaiserpanorama: Täglich Vorstellung. Änlagemulik am €onrvaq oonnutag ll1/, Ubr in der Sub-Anlage. Spielplan: 1. ktzroße Fantasie a. b. Cp. .Lobenqrui.' von R. Wagner. 2. Czarda» au« .Ter wellt bet Woieiooven* von Großmann. 3. Intern,re w an4 bet Cperelie .Miß Tnbeliall' von Nellon. (Zum ersten ’-UlaU.) 4. In Treue lest! Marsch von Li. Löber. . •• Der Großherzog in Gießen? Wie unS aus Darmstabt mitgeteilt wird, wird die Entscheidung, ob der Großherzog das hiesige WohllätiqkeilSfesl besuchen wird. vor. läufig ouSgeseyt und erst nach Rückkehr deS Fürsten aus Mainz endgültig erledigt. ** Ordensangelegenheiten. Ter Groß. ?»erzog hat dem Rittmeister a. D. LungerShausen, either EskaüronSchef im Lerb-Dragoner-Regiment (2 Großh Hess - Nr 24, daS Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen und dem Oberleutnant v. öcir- niet, Adjutanten der 17. Kavallerie-Brigade (örofoh Mecklenb. , seither im Leib-Dragoner-Regiment (2. Großh Hess.) Nr. 24, das Ritterkreuz 2. Klasse desselben Ordens, dem Telegraphensekretär Otto Treser in Worms had Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Groß- mittigen verliehen. * ’ Entlassunb- Der Großherzog hat das Mit- glich der Eisendahndtreklion Essen a. R, Regicrungs- und Baurat Karl Barth zu Essen a. R. auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. November 1909 ab auS dem Staatsdienste entlassen. Po ft Personalien Aus Anlaß des Uebertritts in den Ehestand wurde der Ober-Telegraphenassistent Job. Müller in Friedberg zum Telegraphensekretär ernannt. Versetzt wurden: Lber-Postassistent Weitzel von Nidda nach Fri.ddera.' Pvhl von Heinsberg .Rhei.nl.- nach Nidda. Die Telegraph.',ras rstenrenprüsung bestand: Telegraphen- gehilfe .'lnthes in Gießen. Angenommen wurde als Telegrapheugehilfin - Lina Geisel in Gießen. Freiwillig ausgeschicden ist: Die Telegraphengehilsin Luft in G.eßen. * * Die Gr. Zentrale für Säuglings- und Mutterschutz in Hessen, Darmstadt, (rat an den Vor- stand des Aerztlichcn Landesvereins den Antrag gerichtet: „Der Aerztliche Landesverein möge zu der Frage Stellung nehmen, ob nicht im Interesse der wirtschaftlichen und be- ruflirhon Förderung des Hebammenstandes die Zuziehung von sltmutch lonzesiionierten Hebammen zu sämtlichen von «Aerzten j-eieiteten Geburten anzusireben sei." " Tee Hessisch-^laussauische Zweig verein bei Gesellschaft für Soziale Reform wirb in seinen demnächst stattnudenben Versammlungen Stellung zu der Arbeitslosenversicherung. der Lage der Bühne na n gestellten und dem Erlaß ctneS Thcatergesetzeö nehmen. * * S t a d t i h e a t e r. E» sei bnrmif hingeiviesen, daß die morgige Nack'mitstigsliufftchrung von „Fremde ^-rau" die letzte des nnrhomen Schauspiels ist 2lnt eigentliche',! Schillertag, am kommenden Mittwoch, gelangt als Festvor steslung ,r on Carlos", cingeleitet durch einen Prolog, zur Au'sichrnna. Die Ausführung findet im Abonnen'.enl statt. Eine Wiederhottmg im 'Jlbonnemcnt ist nicht möglich Um aber allen Abonnenten, auch denen, die nicht über Gutschein- verfügen, den Besuch der Vorstellung zu er leichtern, werden gegen Vorzeigung des 3. Abschnitts der ErmMügllilgstupons Marten zu kleinen Preisen auSgegeben. * M u n ß v e r e i u. Die Ausstellung ist morgen Sonn tag von 11 bis 3 Uhr ununterbrochen geöffnet. (Eintritt für Nichtmitglieder am Sonntag 20 Pfennige. Die Aus stetlungsdauer nir das Schlachtenbüd, D i e Erstürmung der Ferme ChampenoiS. die nur noch bis Montag sein sollte, wird um einige Tage verlängert ♦ * * Der Biograph in her Blockstraße wird zur Schillerfeier Schillers „Bürgschaft" in einer der Lichtbild bülme cntfpredKiiOim Umarbeitung vorführen Auch ba:- übrifle Programm soll sehr sctstine Nummern aufmeiien Ein Ober-Aufseher soll für die Folge die durch Ableben des Berwallers Schäfer frei gewordme Stile im Promnzral-Arreslhaus einnehmen Sein Ngch olger foii bte einzelnen '31btcilungen der Fabrik. In einer kleinen Hüne wird die Musse aus dem bräunluDcn Satsuma Tone tuiammen- ffcrübn; dort ,ehen wir zwei ober drei Muisetaillaaen mit Holz- Feuerung, in diesem Häuschen hinwieder drehen fiurhge Hände bte Töpsersä»eibe, dort siebt der Besitzer von einem freundlichen Gebäude hu- bis auf den Boden reichenden San'beseniter luruck und gewannt sehen wir den Pinseln zu. die in dieser Abteilung die 4arten Malereien auf die glallerten Scherben auftragen lind überall bilden uni» lächelnde (Meiidjnr entgegen, weil man in dem einzelnen Arbeiter eben nicht tnc Maichmc sieht, sondern die PersotUichleit. die sich in ihrem künstlerischen Schaffen auS- leben darf und zur Fröhlichkeit erziehen muß. Taß die Javaner auch auf anderen Kunstgebieten Vorzügliche« n» leisten vermögen, btroetfen zwei im Sfeschäste deS Heren Hoch, städter, SeltrrSweg, ausgestellte Originalaauarelle. die — eine tavamsche Kirschblüten- und eine Mondschemlandschast bar- ftellenb — von den bekannten Meistern Schstn und Ioihida stammen. 3um Schlüsse empfehle ich allen denen, die sich für javanisch Jhinit intcrelfteren, daS Büchlein von R Graul: „Ostasiatiich *uu|1 und ihr Einfluß auf Europa" atrf der Sammlung Natur und Geisteswelt, 1906 • — Wertvoller Fund Aus einem dem Anfang des 5. Ivbrlmnderts angehörenden Pergamentblatt aus Aegnpten, das die Großh. Univ-Bibliothek in ließen erworben bat, entdeckte Privatdozent Sic. Glaue gegenüber einem latnmfcbcn Bibelterte lLuc. 83 und 24 Stücke der gotischen Bibelübersetzung, die sich unter den bis jetzt bekannten gotischen Fragmenten noch reicht finden. Die Erwerbung dieses kostbaren Stückes ist der Utnoerfitäts-Brbliotl-ek durch die ihr vor zwei Jahren zugewandten IudUaums-Stiftungen ermöglicht worden — Kleine Lbronit 2. -< 1 : 1? u 41 ? S; 1 f l e n i d) 0 f t Professor Humperdinck begibt stch im An'.mg des nadvini Monat» nach Newy 0 rk. imt der Ende Tezen.ber üatiftnbenben Grftaunubiuna feiner Over .Tie ftänigtfinbtt* im Metro- poluan-Theater deizuivohnen Cnftfdfifiabrt UebungSsahrten. Köln, 5. Nov Der heutige Aufstieg der Luftschiffe, zu denen sich wiederum „P. 3" alS "Privatlufrschtfi gesellte, galt Ucbung«f abtten mit einer Landung in Noblen,. Die Fahrten vollzogen sich glatt „P 3", „P 1" und „M. 2" litcaen rasch hintereinander gegen Mittag vor der Ballondalle in Bickendorf auf, um gemeinsam die Fahrt nach Koblenz anzutreten. Dabei verlor „P. 3” seine Begleiter wegen deS herrschenden Nebel» auS den Augen und mußte, um sich über die Gelände zu informieren. wieder landen und ging in der Nähe der Halle zur Erde weder. Er versah sich mit neuem Wafserballast und stieg sosork wieder auf, um den anderen Lufvchtf'en zu folgen. Alle drei Luftschiffe errruhicn in kurzen Zretabständen dieKarrhau'e in Sohlen». Sie Hielten sich aber nur eine Viertelstunde lang auf der Martbauic auf und traten kurz nach 3 Uhr die Heimfahrt an. Zn der Zeit non .5*, bis 6 Ubr landeten Du Luftschi'fe wieder vor der Halle in Bickendorf - „3 8" untre nahm von 2« .■ Uhr ab eine Höhenfabrt über der Stadt P öln und landete nach mehrstündiger Fahrt um ö Ubr 10 IVin. vor der Halle. „P. 3" wirb diese Nacht in der Halle verbleiben Unfall. Köln. .5 Nov Bei der Landung deS ,.P 1" ereignete sich ein U n gl ü r einiger Zeit latte ein Einwoh-ner aus Dienheim seine Familie verlafsen und hatte sich nach Luxemburg gewandt. Bon dort aus ging er in die Fremdenlegion noch Algier. Wie ein anderer Dienheimer schreibt, der ebenfalls in der Fremdenlegion dient, mußte er fein Heimweh mit dem Tode büßen. Zuui drittenmal e wurde er beim Desertieren erwisch! und gefangen genommen. Darauf Hal man ihn standrechtlich er- Ich offen. Dieser Fall lehrt wieder, das; unsere Iugeno zur rechten Zeit auf die Gefahren der Freindenlegiou aufmerksam gemacht und vor ihr gewarnt werden mutz. Mainz, 5. Nov. Wie die soz. „Mzr. Bolksztg." mitten t, haben eine Anzahl Bürger bei der Bürgermeisterei beantragt, eine der demnächst zu benennenden Strasien Ferrerstraße zu nennen. Tie „Mzr. Bolksztg." selbst spricht sich gegen diesen Vorschlag aus. — Der Antrag der Bürgermeisterei, zunächst vorlagsweise 1000 Mk. zur Bestreitung der Mofien für Anlegung eine» Ankerplatzes für Luftschiffe auf dem „Großen Sand" zu bewilligen, wurde gestern in nichlöffentlicher Sitzung der Stadtoerordnelen-Verfammlung genehmigt. [J 'JJlarburg, 5. Noo. Die Amneldungen der Studierenden zum diesmaligen Wintersemester der Universität gingen heute ossiziell zu Ende. Eingeschrieben sind 117 Theologen, 431 Juristen, 325 Mediziner und 992 Philosophen, zusammen 1865 gegen 1725 im vorigen Winter und 2095 Studieiende im letzten Gommerft netter. Fran ksurta. M., 5. 9ä>6. Tie Nachricht, die gestern auf Grund einer zuverläs i^ scheinenden Informa.ion gebracht roorten, fray die Regierung die Franlfarter G hatts- regulierung für tue Volks fchullehrer nicht genehmigt bade, wird in den Greifen bo3 hie,igen Magi'lrats als nicht zutreffend bezeichnet. X. »an a u, 5 Non Bei der Errichtung des Be- kleiduntzsamtes für das 18. Armeekorps m Hanau turb bie Stadt ixinau eine Beihilfe von 30 000 Ml. zu den Lm- kosten leisten. Da« ivanitwe 2uTr,a>tTT Menlan, 5. Nov. Das lenkbare Luit'cbisf , E»vana", tzag gestern eine Nacht'ahrr unternommen bat, crli.t freute früh rtatl rropellerdefeki und trurbe, ohne daß bte Steuer gebree|t werden konnten, weuergetrieben. Ter Besatzung gt.an; es 2b«, erwa 12 Kilometer von Meulau |u landen. Ti* Luft List Dom Gas entleert und ui die Halle nach B e a u 0 a I lurückged«^ werden. $rau Steinbeil vor dein Zchwurgencht. in. -L Baris, 4. Nooember. ’ Im weiteren Berlaille der Vernehwuiig her ilugefloaicn m» winni »an immer mehr bte Ueberzeuaiuig. baß mau es ema'tt mit einer sehr gelchickreu cdiaiüpielenn ober nut einer >edr r: t. nlcben Peri0:1 zu um bat Äo: linftfl nrtql man 411 der baß das er tert \ ir ist. 2 t -Ithöuen ünb denn boeö etwa« zu geküiUietl und bte Apostrophen an tei Barsitzenben. der mit fübler Würbe jede Anuävernna at le M beelajieu. Tas Intertfie der '.'lliaemembeu begiiuu etwa» at-iu. flauen. In der Sache Irtbtt be'olai Madame Steinbeil ihre alle Taktll. Wenn ibr trnrnb welche Tatfawen gar zu itnbeoum werben, del am pst sie b> lev indem sie eiillach Ituqnti. T-e Cer- uehmuna hrebt sich um Oie Borgänae kurz ober ronbifnb bet l'lorbnadn. Eine gewisie Rolle Ipteli habet em stiller Zeuge, L'iebtmflehunb ber ,"irnu Sieinheil, her am Abend vor bet lal von uto 11 sternhell felbit au« ber B,lla enferm rorirbe. T>e Ai», klage behauptet, bah bie» au« bemfetben ®runbe geicheben lei. an« deut auch Oie Mndewoirner ber Billa incaadctncfi würben, um Ruhe für ba« Berd rechen zu aerpmuen. Wie in der Boiunier» "ichung behauptet h«e Anaeklaaie bei ihrer tkmebmuna, da« t« Önnb an enter Hautkrankheit gelitten unb einen imauaenebinai Werurt) au«ae träini habe, weshalb sie ibn abidiofien inoUie. Tie 6en:el.tnung geht dann zu ber Tat selbst übet. Tic An, geklagte bleibt dabei, daz 3 MSnnet und 1 Freu mit einet reite Perücke bte Morde verübt batten und schiloen eingehend, nne st« gezwungen worden sei, auf bte Fragen ber oermu am ich Per- tonen zu antworten. Ter Präsident macht sie auf peritf- ’bent llnmöglichkistt-n ihrer AuSsage aujmctlfam. T.e Angella^ vermag keme ausreichende Einärung zu geben und bcixiupt« nur emphatisch, ich bin umd/ulbtg. Tie ierncre Tarüflluna bet Anten deckt sich mit ihren Angaben in ter ; Die rothaarige Frau bat« sie anscheinend mit ihrer Tochter verwechselt, beim sie habe zu ihr getagt: Sei ein gütet ub un» jage, wo bas Geld ist. Ttricm Umstand bade sie es roobt auch »u verdank, n. daß fit nicht stärker gefeüdl worden sei Wie nicht anders zu erwarten war, ist die Ver.^ndlunq von um?orl^rgeiefrcncn Zwischenfällen begleitet Ter Ver: idtger Aubin überreichte, wie gestern schon brabtlid; gemeldet lombe. dem Borsttzenden einen Bries, in dem cm Herr Leveste minrllt. daß er die Frau mit der toten Perücke fei. Er wird »orgerufen und erzählt, wie er mit 3 Freunden das Verbrechen au#>icfnhrt habe Um feine Erzählung glaubhafter zu machen, zeigt er dem o-mdit*- bof eint rctc Perücke. Ter Vorsiyenbe • : ansch inend ruvai verwirrt. Frau Steinbeil er Härt, ne wisse nicht dar.! r z, sagen. Ter mnge Mann .vird in Untersuchung last genommen. Nachdem der Vorsitzende die Llngeklait' noch über rei< >eiu Ein-tll eiten, wie bi. mvitrewsen Fingcrivuren an bet Numsta che und oic Tmtenstecke an ilrrnt Na.1 oemd befragt hat, die Fra» Steinbeil in l,armloser Weve zu crtlarcn lucht, müssen bte Handlungen vorzeitig obgebrochen werden, ba sich bte Angeklagte allmäblich in nervöse Gereiztheit lunciiiQcrtbcl hat unb nicht mehr imstande ist, den Bethandlungen zu folgen. Dcrmifcbtct. • Ein bedeutender T i c b ft a b L In Gladbeck bei Gelsenkirchen wurden in Der vergangenen 'rnchr in der Königlichen Bergbauinfpekrion 2 7 9 0 0 o Mark entwendet Gelsenkirchen, 5 nach. ber Ä'Klerschächte bestimmt. i' CTcn > Uhr motqrii« tvurhc brr Tiebslahl entdeckt. Ter r^elbschrank war nmtrl' .'uchschlüi eis geöffnet worden Tie Lcutr wußten heute i 1 ü b ob»e Löhnung bleiben. Die iolizei herinb.t itd) in fiebrrbeta Tätigkeit. Ktiminalp 0 li 1 sten van an .'n-.irl» und Polizeihunde ans Dorkmuiid. Eilen, Hagen ttsit nach dem I iS nachmittag in Gladbeck eingetroffen Ais jetu fevlt-iede 2pur von den Tätern Eisen Nuhr>, 6. Nov Tie Polizei verhaftet.' den dienft tuenden Nacht w ä cf) t e r. Weitere > idastungea stehen ?fx>r. Tic Sraarsanivaltscha't bat 500 Mark ’bf'obnun t ausgesetzt. Tie Tür hie Geivölde», in dem sich der I^eldichvank basand. war unversehrt Irgendeine Spur von geivalllamem Einbruch war nicht zu sinden. Unter ber Bevölkerung herrscht große Au'r lung, ebenso unter den Bergleuten, hie den Lohn mehl re ballen hoben. * Einige interessante Büge und Anekdoten von M e nc l i k.der, von einem n. ure Schlaganfall aw das <: nfen. lager geworfen, in icinet R "enllladl Abdi -.«ibcba mit hem Tobe ringt, erzählt E'iiiiopoe Piazza. d7r noch im Frühjoht dtei'cA Fabres in der Hauvtstadl Abeti'iuienS uvtfic und auch 1 ; ,re- beit hatte, den Negu- zu fehen und *11 iprvd^n. Mu jnxn’iU'kr Dürde erttrite brr Hort'-h-r seine Audienzre. Pnmk und Bo>G wirren betfette geschoben, auf nnrm rtnfddxn Hm gar cd, »v.iche» türkischen Killen emosing n seine Gäste Zeit einigen läßt Menelik eine Kirck«r nach der andern btrucn. er «ft Nicht völlig frei von Aberglauben, trotz feiner Vocu.be für europäische Bildung und Zivilifarion. Al- ihm nntt nn Wahrsager o.opbe- mu. er würde nicht sterbre .0 lange er Kirchen ooute 7o* rl ch! Nack feinem Tod baut höchstens em Anderer' T R . befahl er orort die Errichtung neuer Golke-bämer Daneben bat v eine besondere Vorliebe für die Aufrichtung stattlicher C-trahbrnfmll«; den Dmurbenm Ministern unb manchen .Nugliedern des La-s«. Hause- werben aniehnliche Monumente gre'etzt Ter -niset will sich auch selbst ein Tenhnal ienm: ein Reiterstandbild soll ei werden Er bat den rtal enllchen Archiletrre vastagna damit betmhtnat und verlangte bad", baß ba» Tenkmal ein Gcge» stück pl dem großen Btktt-r-Enranuel-Tenkmal werben iollt--. da» in Nom gebaut wirb Als er die Pbotogravgien sah, war er devistert. „so yolln Tu <* machen, ich überlasse Tir alle». iTunlrrtlau>mb Taler stelle ich T:t zur Verfügung" Lächelnd kläre. Urm der Architekt die Pu Möglichkeit, für bimberuaufdib Taler ctu solche» Denkmal der erstellen, und schließlich bcqnflafc ttch öenetu mit dem ein’arfvn Nreterstandh'lp ^keneltk Bo» wunderrmg hn Europa vermifchr »ich bt.'Tütilrn mit einer nai?ee Unkenntnis der Betbältniiie, au» bet allerlei ortgnüdUdx flnet- b^rrorgeben. Ais bet Ingenieur Jia, einer bet erste» Euwtüre, oer m Mencliks T teufte trat, ihm zuerst Bonraa .ult. meinte Merelik viötzl'ch „Ta Tu nn Europäer biü, muß» Du mir gleich rn Paar Si - el mack en ‘ Tct neue M aifter war verblüfft, Oer mu Hc , e renc« Lederarbeiter» entledigt- er i ch dos Aufttay». io gui cs eben ging Aber ber »voettt Fonunt brtm Et'ent al» Menelik die ~-* Tvm reellen wurde unheimlich Nut. abre er antwortete doch: „T-ic rechte Hand unb Den lintm Fnß lifB ick ihn abschtrgen.' Menelik nickte und sagte bann: ,3lb weroe sie Dir ad (Hagen sturen, wenn Du ein zweit e yfol stiehlst " T5984 3liif)Kßi6intn$aiiliniii6iiicii Wmhcr und ftöflCHidiranf SStacr Mstsmhkchll lcl,t $» | neingerehet hat und nicht m* n folgen. L'L> WW» 1 lanben8uBS W«ngiB^ Baumaterialien- Handlung, geeignet, schönes Anwesen iEck- grimdstück m.Laslwaagei, an groß. Fnd'.lstrieone iBahn» gelegen, bei kleiner Anzahlung, preiswer ,u verkaufen. 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Miltaüti -u °’75 „Zum Lindenbor'. über die Bewegungen b er Eingeborenen ausgctauscht würden und erinnerte an die letzte Erhebung Jxr Hottentotten, wobei Tentsche und Engländer Schulter an Schulter gekämpft hätten: finge Staatskunst unb gute Nachbarschaft ließen sich stets miteinander vereinen. In der Bekämpfung der L r n n k sucht unter den Eingeborenen sei England immer bereit, mit Deutschland Hand in £>anb zu gehen. Ter Kongreß zur Bekämpfung der Schlafkrankheit führte zwar zu keinem Abkommen, brachte aber Deutschland und England einander näher. Weiter dankte Ternburg herzlich für die gastliclw Ausnahme, die er überall in Süd-Afrika erfahren habe und svrach zum Schluff" seine Anerkennung über das Werk von Cecil Rhodes aus. Herbstein, 6. Nov. Bei der heutigen Landtags-Ersatzwahl für den verstorbenen Abgeordnetem Schmalbach wurde Sv^".assenrcchner Meisty in Nlrichstein mit 17 gegen 16 Stimmen gewählt, die auf den Bürgermeister Jost in Bermuthshain fielen. ?M nichts darüber J witniuchungshast geiummc.1 lellogte noch über verschiedeI Zu verkaufen kräftige [611.6 braune Stute, 7-jährlg, ein= u. 4roeiipännig, prima zugiest, euemL auch aus ein träft. Rassenvserd zu vertauschen. Ludwig Decker LI., Bersrod. Foxterrier, "K™- sch. Zeichn., wachs., bill. zu verkauf. 087OT) Marktplatz L. chies. ebstahl. In @(abbedbr r vergangenen Nacht in tc 1 3 000 Mark entiuenöc k Summe war, wie uns no schlagszgh/u/tg .der MeM ■ i 5 Uhr morgens wfctr 1 iif war mittels Nachschst/ ! Btcn beute früh ent j l befindet sich in siebest.-- L t von auswärts und $eli' | Sagen usw. sind nach ta ■ sanwalt aus Essen ist baß I . Bis jetzt sehlt'jede 2m D Polizei verhaftete den M ■ Verhaftungen stehen btw ■ rk Pelohnung ausgesetzt, it ■ Geldschrank bejani), roar n> | gewaltsamem Einbruch W fi mg herrscht große WlAW m Lohn nicht erhallen üae und AnekdotenvnW -chlagansall auf bas .W-j S>t Addis Ab-ba M d« M ' der imFrchchdÄ-'» -ns weilte und mich MW ■ zu suchen. Sliti^Fl Audienzen, Prunk und W Ä einfach^ S-mgared, W; 1 EM. Leu em'gen J^M ' andern bauen,_ er 11 , ■ 'einer Dorliebe tut emok nujcii .Au-j Sager ** W MALI ^-Tcntmol weroen > c j Sie MwgrE'Zr M | S allerlei cr'5 I enieiit 3^ zuerst I wachen." ««iß I MW MW »nclit I Jto J» “b « I p« wurde «*. M- - ■ AI «***I HWWwlW für icbe Branche, gebt. Break, noch neu, mit jungem Gespann, auch beides allein, zu verkaufen. Lchnftl- Angebote unter 610d an den Gieß. Anzeiger erbeten. Dobermann 7 Monate alt, schönes Eremplar, preiswert zu verkaufen. Zu erfragen in der @cfa)att&« stelle des Gießener Anzcig. 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Einrede, warum sich denn die Geschäftswelt nicht mit Eingaben bem Wc El«, geschlossen ist. „Ein Sohn und eine Tochter gegen das Hinaustragen des Eel^es ins "-luslan^ wefae, da I 1n tf' L; ^rirfwn Familien wurden verheiratet. Nach Schluß winkte man gleich ab mit dem Bemerken wenn der GeichaNsmann Ionien am ersten Ab-nd zogen sich Braut und Bräutigam sich so gegen d e hohen Vcrrm wend«, könne er noch d.e Brvcken t,?r Kaum tvaren sie allein, als sie über verlieren, bie ihm sonst hie und ba zu fielen. Es Ware dock Geräusch hörten- ber Bräutigam erhob sich, legte fein wirklich im Jnteresfe der Lteuerkraft bes Landes, die man ui sSgam§gSnanb wieder um und zündete eine Kerze erhöhter Weise in Anspruch nehmen trachtet, angebracht wenn i:l:i in wiL obere Stockwerk hinaufzusteigen. Tort fand er man ba, wo man im Lande diese zu heoen m der Lage ist, auch ' ' Uffinbre(f>er d-r sich als er sich entdeckt sah, auf ihn stürzte dafür sorgt, daß dies geschieht! xenn gute lei|tung§’ahige -yirmcn r TnSi totbfe ben Bräutigam mit einem Dolche nieder- fmb gerade in Lberhefsen nicht mit der Laterne zufuchen! Weniger r,'t tnrJ leate er das Bräutigarnsgewand an, nahm die den Homer, ober den Cicero oder die Logarithmen, mehr aui ln^e Hand und ging ^verwegen fanab in das Gemach, das Prall sche im Leben sehm, HMt es hierbet^bann benert ^ie hinae Sf bie Rückkehr ihres Gatten wartete. Ta man die Quellen im Lande, bet denen man die Steuerschraube Bräute ihre' künftigen Ehemänner vor der Hochzeit m't anfetzen muß. &aäen und Schiene" zahlt dem H,,Eilande 1 /T trifcn bemerkte die junge Frau in ihrer Erregung nicht, nichts, find fo wie es gerade m den beregten beiden » len. au ' mann ni6t ihr rtm anactrautn GSaltc tage tanmu. tt ii»cr mn mzintben anberm ©ebteten bt-, «xmbtlä s» i6i, et hätte eben einen Räuber gesunden, und Gm--ier in aleiS-r SBetl« «u Ttnben, durum Ru»^ au, dre ^?'in bai Sans eingä>™ngen, bei seinem Erscheine aber ent- roäte; er fügte hinzu, tw Stäubet in der Nahe waren. ~ l täte die junge Stau belfer, rbre Juwelen rhm zu übergeben, er Marllt. fie in die Wohnung seines Vaters tragen... Die Frau Gießen, 6. Nov. Marktbericht. bcnhqem Wocheit- S fo und übergab ifan ihren Schmuck, der mehrere tausend Taels ,„a,ste foncte: S utter pr. Pfd. 1.20-1.30 Pik., tpiUmemer 1 et. —,rf hatte Seelenruhig gin^ der Räuber damit fort vab — 9_10 -hfa., Enteneier 1 Ct. 0 Pfg., Male vr. et 6—8 P'.. . nSt wieder " Später wurde der Schuldige ledoch ent> (irMCU r. ‘Sfö. (,0—00 Pfa. Linien v. P'd. 00-00 Pfg., Laube» ritt durch grausame Tortur zum Geständnis gezwungen und Pr. 0%-l,00 %f., tütmer pr. et. 1,00—1,60 '])00 Rg. 5.00^5.50 llllk. Zn'iebrlu uer I Smnst?" — „Ganz cm ach die frühere hatte zehi.ttmsend unb L-e L>tr> 5 00-6,00 ültf., Milch per l'itev 20 Pig., Wetukraut per L Bige dreißigtausend Mark Mitgift! 5tüd 10-1ö Pfg^ per Zentner Pik. 0.00-0.00., Acpfe! per Ztr. ftf^inc ^aaesckronik. 10-18 Tifi, Birnen per Ztr. 10-15 Pik. Nüsse 100 Ltuck 40-oü Rlettie Lageomronrr. , . K;f per Ztr. 0—00 Pik. Piarktzeit von 8—2 Uhr. Graf Zeppelin überreichte gefteni als Patengeschenk 0 > __ ___ " Sieben« w-tt-rbien«. I j ttt- Rarstem. . Voraussichtliche Wittcrnng snr Heuen am Sonntag deut | Zn T r a it n k i r ch e n brachen unbekannte Täter in diePfarr-1 7 November: Trocken und beiter. Nachts Fr^st. kirche ein und entwendeten Religmen. —— - Tische, Stühle Küchenschrärke Kleiderschränke Waschschränke Kommoden, Eolas Betten und getragene Kleider bei 15365 le MckM _____yenenweg 22._____ •v be einen großen Posten vritna Tafel- u. WirtfchastS-Acvicl ab- zugeb., wie Kanada, Graureineti., Goldparmäne, roter Stettiner, gelb. Edelaviel, Eiferavsel, Ztaoer- krone, brauner Mataviel, >^chais- naie u. a. m., in Zentner ^t,ten franko jeder Bahnstatton, in 10 Sorten getrennt zu la Mart, unter Garantie prima Verpackung zum Lelbsttostenvrets. lObblb ö. Gruber, Attcn-Bnfea. ohne Bartbinde, bergeftillt v. (5 T. Wunderlich, Hoilies., SLürn- -r-., berg, zu 1 Mk. u. 2 Alk. p. Fl. bei fehlende Erinnerung. . 2ü.Silbinaer^ronctie, @ie6en.| - Alhtll MMtt 3 Zimmer (5364 4ÜÜ zu vermieten. 4042 vermieten. 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