1909 ön, ube ube genannten ■ der fest- ng erfolgt rtpapieren id, hat in »*/. bank. lii fei ach u. Moorbad, lurcböber. - irf. , HcrMcn, Sta» , Msgedebnte ßi-Dlpefte, Wobi'M Berkebrs-Verc-L i, Löberstr. b-- sich durch k erfrischen u. w Nr-^30 Erstes Blatt ISS.Jahrgang Montag 7. Juni L SOS e^cin^Wcfi/auB« ® A A Ä Äe-ngSpret»: Sonntags. - Beilagen: ▼ gV ▼ monatlich75P^vrertel- viermal wöchentlich a ctyA. A A A ▲ A A a a a jährlich Mk. 2.2V; durch SiehenerLamilienblätter; M V ■■ Abhole- u. Zweigstellen zweimal ivöche.ul.Ureir- sMsM K O W&X M V B H M V JET MW E W M A S ¥ Kd monatlich 65 Pt.; durch »SSVII£IIk llr I ZI iKrlilr I sä wirtschaftl'iche'seitfragen W V 8 W K 8 W JL I L W W* jgL Zeilenpreis: lokallSPf^ ^erujprech - Anschlüsse: V 8 M V V ▼ M XF IW y "V auswärts -’O Pfennig. für die Redaktion 112, ^fcsar Verantwortlich Verlag u. Expedition 51 Hs G A? ee zä*, < «s- a* für den politischen Teil: Generalanzeiger für Oberheffen MZW bis tonrittoflTTuf)" RofaHonsörutf und Verlag der vrülil'schen llniv.-Such. und Steiniirwfcrei H. Lange. Nedattion, Expedition «n» Druckerei: Schulftratze 7. '^Beck Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Neue Zentrumsherrschaft. In konservativen Kreisen hat man sich an den „Er- folgen" des neuen konseroatio-klerikal-polnischen Blocks derartig berauscht, daß man nachgerade alles schief sieht. So hört man denn auch vielfach die fürchterlich klingende Drohung von der zukünftigen Ausschaltung des Liberalismus. Nüchterner denkende Konservative — es gibt auch noch deren — sehen die Dinge freilich etwas anders. So behandelt jetzt Frhr. v. Zedlitz im „Tag" das neue Verhältnis des Zentrums zu den übrigen Parteien und kommt zu recht bemerkenswerten Ergebnissen. Mit klugem Vorbehalt, so sagt er, habe das Zentrum sich in zweitem Treffen gehalten, und die Konservativen stolz vorgeschickt, so daß diese nun die ganze Last der Verärgerung mit den Liberalen zu tragen hätten. Das Ergebnis sei nun auch gcrnz nach dem -Herzen des Zentrums, denn daß das Geldangebot der Kommission, wie vorauszusehen, unzureichend sein werde, weil die Negierung Mühlenumsatzsteuer, Kohlenausfuhrzoll, Ko- nerungs-, Umsatz- und Wertzuwachssteuer als annehmbare Lösung nicht anerkenne, so bliebe eine starke Lücke, die nur durch Matriiularbciträge ausgefüllt werden könne. Damit aber werde die regierende Partei auf die Reichsregierung und zugleich auf die Bundesstaaten drücken können. Auch politüch würde das Zentrum den Löwenanteil davontragen. Die Konservativen, die jetzt die führende Rolle zu spielen glaubten, würden ebenso wie die kleinen Gruppen dem an Zahl, weit überlegenen Zentrum unrettbar verfallen und Lie Zentrumsherrschaft erstände unumschränkter denn je. -')err v. Zedlitz meint, daß den Konservativen nichts daran liegen könne, die ihnen schon unerträgliche Abhängigkeit ton Blockrücksichten mit einem Helotentum gegenüber dem Zentrum zu vertauschen. Zweifelsohne trifft das zum »venigsten für einen erheblichen Teil der Konservativen zu, dem es angesichts der immer mehr auf das Zentrum übergehenden Führung unheimlich wird. So schreibt der „Reichsbote": „Allein können die Konservativen keine Mehrheit bilden, sie müssen sich dazu Hilfe holen von den Liberalen oder vom Zentrum. Wettn es möglich wäre, die Liberalen soweit mit konservativem Geiste zu erfüllen, daß mit ihnen natio- i iale Politik gemacht werden kann — und das war wohl der Gedanke, der dem Block zugrunde lag —, so wäre das : bensalls einer Verbindung mit dem in nationaler Hinsicht so unsichern ultramontanen Zentrum vorzuziehen, und zwar östlich deshalb, weil das Zentrum erfahrungsgemäß alles mr seine Parteiinteressen auszunutzen sucht, und sodann deshalb, weil dadurch verhütet würde, aß die Liberalen sich noch weiter nach links wendeten. Es kommt angesichts der sich überall hervordrängendcn demokratischen Gedanken und Bestrebungen alles darauf an, daß die konservative Partei eine große starke Stellung an der Seite der Regierung einnimmt, wir fürchten aber/ daß s ie dieselbe durch ihre Haltung in der Finanzreform, insbesondere durch die Ablehnung der Erbschaftssteuer, verliert umd einerseits dem Liberalismus die Wasser der Volkssym- Mthien ans seine Mühlen treibt, wie sie anderseits die Macht d«eS Zentrums wieder rehabilitiert. Das hätte vermieden werden können, wenn die konservative Partei zur rechten yeit ihren Widerspruch gegen die Erbschaftssteuer fallen Ineß und im Interesse des Zustandekommens der Reform für dieselbe eintrat. Hoffentlich ist es noch in letzter Stunde möglich, diesen Fehler zu reparieren, wenn die in Aussicht stehende Regierungsvorlage so gestaltet und benutzt wird, um der Nation zu zeigen, daß es der konservativen Partei nicht darum zu tun ist, die Besitzenden zu schonen, sondern baß sie im Gegenteil bestrebt ist, den wirtlichen Reichtum in einem der Konsumsteuer entsprechenden Maße hcranzu- ziehen. Auf diesen Nachweis kommt es an, und zwar so, vaß man nicht fragt, ob oer zutreffende Reichtum sich innerhalb oder außerhakb der Partei befindet. Es wäre von verhängnisvoller Bedeutung, wenn man in unserer von sozialen Gedanken erfüllten Zeit eine Finanzreform mit kapitalistisch-egoistischen Jnteressengesichtspunkten machen wollte. Das, würde der Sozialdemokratie die Bolksmassen zutreiben: die konservative Partei muß das zu verhüten suchen." Deutlicher noch, als es hier geschieht, behandelt die „Nationallib. Korresp." die große Zumnftsfrage, das Verhältnis des Zentrums im Parlamente. Die Konservativen bekommen hierbei manches deutliche Wort zu hören, das wohl geeignet ist, sie zu ernüchtern. Die Konservativen, so heißt es in der genannten Korrespondenz u. a, trifft die Schuld, das Zentrum in der Reichspolitik wieder in den Sattel gesetzt zu haben. Die Konservativen werden davon für ihre Politik im Reiche keinen Vorteil haben Tie Herren Gröber, Erzberger, Müller-Fulda sind alles andere als konservative Politiker. Sie werden im Reiche, wenn sie durch konservative Kurzsichtigkeit wieder zur Herrschaft gelangt sind, radikalste Sozialpolitik machen gegen die Konservativen, und sie werden in konstitutionellen Fragen alles das tun, was die Macht des Parlaments, in Sem sie die erste Flöte spielen, mehrt. Dafür werden sie die Bundesgenossen finden im Parlament bei manchen Parteien nur nicht bei den Konservativen. Die Konservativen werden im Reichstage beiseite stehen, während die Mitwirkung des Liberalismus auf all diesen Gebieten auch für das Zentrum in erster Reihe in Frage kommt. Darüber hat Herr Erzberger längst keine Zweifel gelassen. Also von einer Ausschaltung der Liberalen, die einmütig gegen jede antisoziale und vcrkehrsfeindliche Reform stimmen werden, kann nicht die Rede sein. Nicht eine klerikal-konservative Koalition wird das Reich regieren, sondern das Zentrum wird herrschen, das Zentrum wird in der Lage sein, in agrarischen Fragen mit den Konservativen, in sozialen und Ve; wssuugsfragen mit den Liberalen zu entscheiden. Zentrum Trumpf: das ist das Ende konservativer Staatsweisheit. Ein einiger geschlossener Liberalismus, dem nicht sofort bei jeder Drohung eine Gänsehaut überläuft, und eine feste Regierung, die ihr Programm durchhält, können dies traurige Ende verhindern. Der steht auf den Schanzen: wird der Kanzler versagen? politifcbe Tagesschau. Prinz Ludwig von Bayern über Schiffahrtsabgaben. In Kitzingen tagt zurzeit die 19. Hauptversammlung des Vereins zur Hebung der Fluß- und Kanalschiffahrt in Bayern. Der Versammlung wohnte gestern abend auch Prinz Ludwig von Bayern bei. Der Prinz führte bei dieser Gelegenheit u. a. folgendes aus: Der Main gehört zum Rheingebiet. Wenn das Stammgebiet des Rheins ausgebaut werden soll, wäre es ja geradezu sündhaft, wenn der Main vernachlässigt werden sollte. Wenn es der Fall ist, daß durch die projektierten Schiffahrtsabgaben Geld flüssig wird, um die sämtlichen Seitenflüsse des Rheins anzubauen, können wir speziell in Unterjranten recht wohl damit zufrieden sein und sollte es mich freuen, wenn endlich einmal vorwärts gegangen würde und man nicht immer sagen würde, es sei wegen eines Nachbarstaates nicht zu hoffen, aus dem Grunde, weil die Fragen der Schifsahrtsabgaben nicht geregelt sind. Es ist aber nicht bloß Preußen, es ist das Teutsche Reich beteiligt, auch die Niederlande und Oesterreich. Mögen sich auch die Schiffahrtsabgaben nicht in dem Sinne lösen, wie Preußen will, so hoffe ich doch, daß sich Mittel finden lassen, daß der Main ausgebaut wird. Das Gegenteil wäre gegen die Interessen des Landes, des ganzen Deutschen Reiches, am meisten gegen die Interessen des nördlichen Bayerns. Der Prinz führte weiter aus: Was man machen kann, habe ich vor einigen Wochen in Karlsruhe gesehen. Wer hätte gedacht, daß Karlsruhe Rheinhafen wird? Ich habe Rheinschiffe unmittelbar vor Karlsruhe landen sehen; das ist eine Stadt, die nicht an einer größeren Wasserstraße liegt und den Weltverkehr an sich zieht. — Was der Prinz hier in Bezug auf den Main gesagt hat, kann mit gutem Recht auch auf unsere Lahn angewandt werden. Ob mit ober ohne Schiffahrtsabgaben, die Kanalisierung der Lahn bei Gießen wäre aufs dringendste zu wünschen. • Die Beisetzung Barths. In Heidelberg fand am 6. Juni vormittags UV» Uhr die Feuerbestattung Theodor Barths unter Beteiligung fast aller Familienmitglieder und einer großen Anzahl ehemaliger und derzeitiger Reichstagsmitalieder statt. Zahlreiche politische Verbünde und Vereine, sowie Korporationen und Zeitungen hatten eine Uebersülle prächtiger Kranzspenden eingesandt. Bei den Kranzniederlegungen hielten Ansprachen namens der liberalen freisinnigen Fraktion Abgeordneter Schrader-Berlin, namens der srei- smnigen Vereinigung Dr. Brestscheid-Berlin, namens der süddeutschen Volkspartei Dr. Haas-Karlsruhe, namens des nationalsozialen badischen Landcsvereins Dr. Meyer-Mannheim, namens der sozialdemokratischen Partei Rechtsanwalt Dr. Ludwig Frauk- Mannheim, namens des Heidelberger national-sozialen Vereins Rechtsanwalt Dr. Fürst, namens des freisinnigen Vereins Heidelberg Dr. Leeser, namens der Freunde des 'Hauses des Verstorbenen Professor Dr. Hugo Preuß, namens der ehemaligen Mitarbeiter der „National" Dr. Heilbronn, namens des Vereins zur Abwehr des Antisemitismus Bankdirektor Thorwart-Fraitkfurt a. M., namens der „Frankfurter Zeitung'' Direktor Curti, namens des Frankfurter demokratischen Vereins Redakteur Burger. Außerdem waren von derzeitigen und ehemaligen Parlamentariern erschienen Mommsen, v. Gerlach, Naumann, Dohrn-Stettin, Wolff- Ltraßburg, Neumann Hofer und schließlich der ehemalige Oberst Gädke vom Berliner Tageblatt. Englische Parlamentarier in Berlin. Am Sonntag vormittag wurden int Reichstagsgebäude zu Berlin eine Anzahl englischer Parlamentarier empfangen. Bei dem ihnen zu Ehren veranstalteten Frühstück begrüßte sie der Vizepräsident des Reichstags Kaempf: er führte aus, daß durch diesen Besuch eine Reihe Freundschaftskundgebungen in bemerkenswerter Weise fortgesetzt werde. Er erinnerte dann an die hochherzigen Bemühungen des Kaisers Wilhelm und des Königs Eduard, dessen hervorragenden Herzens- und Charaktereigenschaften und dessen Leutseligkeit bei seinem letzten Besuche die Herzen aller Deutschen gewonnen haben. Nach ihm begrüßte Staatssekretär v. Beth- mann-Hollweg die Gaste, die gekommen seien, um sich mit den einzelnen Verhältnissen unseres öffentlichen Lebens ver- m grosser Zahl und vonj^t- Lakes hente' ;D «t-t° Naturtheater in Gießen. lieber saftfrischem Land baut sich ein blanker, blauer ' Fimmel und die Sonne wühlt sich tief in die' Zweige hinein, ai!§ ob sie nicht mehr von der Frühlingsprscht lassen könne im ihrem seligen Glück. Was soll da noch Kunst und Theater, itio die Welt so voll Freude ist und Sonne, so voll Glanz imb Gluten! Das Herz ist so voll und die Augen so tief innb klar von all den sonnigen Wundern des Frühlings, und raeit ab in Vergessenheit liegt das Theater mit seiner gemalten Fracht und seinem täuschenden Glanz. DaS künstliche Leben verlor seinen heiligen Schein vor dem ewigen Glanz des wirklichen, das mm mit aller Macht auferstanden ift vvn den Toten und unter uns wandelt in urchiger Schönheit und Freude. Schönheit und Freude! Ist das der Sinn des Lebens, sein Wert! All unser Mühen und Schaffen wächst aus der Sehnsucht nach diesen bo.'iben Gottheiten des Lebens, denen die Griechen schon in srimdiger Ehrfurcht und unendlicher Daseinsfreude geopfert falben in den heiligen Hainen einer schöneren Welt. Apollon und Dionysos! In bacchantischen Zügen schwärmten tolle Scharen, die voll ihres Gottes waren, hinaus in die Berge und feierten mit Spiel und Tanz dem behaglichen Spender duS Weines. Und mit Spiel und Tanz feierten sie auch die Dsttage des schönen Gottes des Lichtes und der Lieder. Aber nicht nur die sonnenfrohen Hellenen, auch die tampfgeübten Römer schufen den beiden Göttern 311 Ehren fr öhliche Feste. Und in den düsteren Hainen unserer Vor- foR^ren war es nicht anders. Der Wald, die Natur, die ifanen heilig war, war der Ort, wo sie ihre tapferen Herzen ji 1 ihren Göttern erhoben — weitab vom Lärm des Tages. U:nb wenn sie saugen und tranken, so war das ihr Gottes- öi mst, ihre Sehnsucht nach Schönheit und Freude. Wir haben sie in steinerne Häuser gekerkert und haben iun wieder eine Sehnsucht nach den stillen Heiligtümern unserer Ahnen, die ihre Götter verehrten im Wehen des Wndes lind im Duften der Blumen, im Spiel der Wellen und im Sang der Vögel, in allem, was um sie war und ihr )§rz erfreute oder erschütterte. Edelmenschen, die noch mit h«m Boden verwurzelt waren, sind sie gewesen,' die hohen, khaigen Gestalten mit den bloiiöeu Strähnen und den blauen, )l«nzenden Blicken. Und Herzen hatten sie, echte Menschenherzen voll Liebe und voll Haß. Kein verweichlichtes, ärmliches Gefühl — Feuer und Seele in jedem Augenblicke ihres Lebens. So waren sie und so waren sie groß. So haben sie ihr Land befreit, das unter den römischen Adlern in geheimem Grimme geschmachtet hatte. — Vor 1900 Jahren haben sie das getan, im Teutoburger Walde, wo jetzt ein Denkmal ihres kühnen Führers steht — ein Denkmal deutscher Tat, das ein Wallfahrtsort sein sollte, wie das Denkmal auf dem Niederwald oder das Denkmal der Völkerschlacht bei Leipzig. Vor 1900 Jahren, Jahren, in denen Deutschland seine ganze große Entwickelung durchmachte; vor 1900 Jahren wurden sie ein Volk, diese trotzigen Germanenrecken, unsere Ahnen. Ist es da ein Wunder, daß man sich rüstet zur Feier dieses Tages, der ein heiliger Tag ist, wie ihn ähnlich Deutschland nur dreimal erlebte: 9, 1813, 1870. Und ist es nicht doppelt ersreulich, daß es in erster Linie unsere Zukunft, die deutsche Jugend ist, die d^sen Ehrentag Deutschlands mit Begeisterung feiern will. Nicht wie man Jahrmärkte feiert — sondern in Freude und Schönheit — als ein wirkliches Weihefest. So entschloß man sich, Heinrich von Kleists wuchtige Dichtung „Sie Her- mannssch lacht" aufzuführen, die wie nichts sonst zur würdi^n Feier der Erinnerung an unseren großen Ehrentag geeignet ist. ES ift deshalb nichts weiter als natürlich, daß im Laufe des Sommers fast überall in deutschen Gauen Aufführungen der Hermannsschlacht abgehalten werden, daß deutsche Jugendbegeisterung sich ein großes Fest vaterländischen Stolzes geschaffen hat. Gießen an erster Stelle. Im Wandervogel, der hiesigen Gruppe des deutschen Bundes für Jugendwanderungen tauchte der Gedanke im Juni des vorigen Jahres znrn erfteninale auf und in dem nächsten Hefte des Verbandes wurde bereits ein großartiger Grundplan für die Art der Feier gegeben. Gleichzeitig wurde die Aufführung der Hermannsschlacht beschlossen und überall für diesen Gedanken geworben. So trieb die Frucht zur Reise. Bereits zu anfang dieses Jahres wurde bann die genaue Svielfolge fortgesetzt, wurden die Mitwirkenden geprüft und gesondert, und all die zahlreichen anderen Vorarbeiten mit Eifer und Sorgfalt erledigt. Lange und eingehende Prüfungen erforderte das Aussuchen des geeigneten Platzes, der schließlich an dem waldigen Abhang des Schiffen- berges, am GeorgStempel gefunden wurde, dessen Benutzung die Oberförsterei Schiffenberg in liebenswürdigster Weise gestattete. Der Platz, den wir vom Dürerbimd schon vor vier Jahren zur Abhaltung unserer nächtlichen Schillerfeier benutzten, ist wohl der geeignetste in der ganzen Umgegend, denn er ist ebenso bequem zu erreichen, wie geeignet zum Bühnenspiel. Ich bm nun feiner von denen, die von der Naturbühne alles Heil für die Kunstbühne erwarten, denn nur ganz wenige Stücke sind für Aufführungen im Freien geeignet, aber da, wo sich der natürliche Rahmen paffend mit dem Bilde bindet, da erreicht die Naturbühne Wirkungen, die dem Theater immer versagt bleiben. Nur einen Fehler hat die natürliche Bühne: sie ist von der Witterung abhängig; die Aufführungen können sehr leicht verschoben ober müssen unterbrochen ober gar abgebrochen werben. Dafür ist aber auch ber künstlerische Genuß um so hoher, wenn die Witterung günstig ist. Lebendes Licht anstatt elektrischer Leuchten, echte, bewegliche Bäume anstatt gemalter Leinwand mit störenden Falten, gewachsener Boden anstatt dröhnender Bretter — und freie, fröhliche Luft anstatt drückender Enge auf gepolsterten Sesseln im geschloffenen Raum. Da ist Leben nnd Luft und Licht in goldener Fülle, so weit das Auge reicht. Und deutsche Jugend spielt! Mit freier Begeisterung im Stolze des freudigen Enkels tatkräftiger Ahnen. Schon Ende dieses Monats treten sie vor die große Oeffent- lichkeit — bescheiden und anspruchslos. — aber voll Begeisterung irn Dienste ihrer großen Idee als Deutsche. Das ist tätige Vaterlandsliebe, keine künstlich erzeugte Hilrrastimmung; eine Kraft und eine Macht, die uns not tut, denn vierzig lange FriedenSjahre haben unser Selbstbewußtsein wieder sanft eingelullt zu kraftlosem Schlummer; und die alten Raben fliegen wieder krächzend um den Berg. Daß deutsche Jugend zusammentritt, um einer ber größten Taten beutscher Geschichte roürbig zu gebenden, bas ist Ebenfalls diue Tat, bie ganz entschiebene Färbern, verbient, bamit der Erfolg nicht aiisbleibe. Dazu: Heil, deutsche Jugend! Karl Neurath, traut M machen tmb Brobachtrntgen mi;u stellen Dir Ber (tnrr hoffen, Ihnen hier die eine ober andere moderne ßntrir^unfl zeigen zu können, namentlich solche. Die ge schaffen sind, nm unsere Versichern ngsgeseye durchzufuhr n Mögen unsere C9ä^x daran? den Beweis nehmen, daß die cxnrtschc Regierung bemüht iß, in sozialem Sinne ihr mög lichstes zu hm, mögen unsere OÄnr nicht nur die Ernmerung an ein vaar angenehme Tage, sondern vor allem das Bc wuÄsein mh nach Hanse nehmen, uns auch durch ihren Besuch herzliche Kreiche bereitet zu haben. Ten Dank der Engländer sprach Mr. Stamsay Macdanalb aus. Er sagte, Teutschland focht seine Kriege ans und sand dadurch Rude in brr Welt Run sei e$ Natnrnotwendigkcit, daß es sich zum Erwerbs- und Induftricstaat entwickeln müsse. Deutsch- land sei ohne Ambition und habe nicht die Absicht, irgend jemanden zu schädigen. Der Krieg zwischen England und Deutschland könne nimmermehr durch den Willen des Balkes i rvorgerufen werden, sondern nur durch Fehler und Miß- Verständnisse in der Politik. — Wünschenswert wäre es, wenn diese Stimmung der offiziellen Empfänge doch auch in der englischen Presse und im englischen Bolle zur Geltung türne. Davon ist man aber leider noch weit entfernt. • Der Aufenthalt des Forste« ffufenbarg in Gastein dürste man non alizulangcr Tauer sein. Das von der Staats- •ibi forderte Gutachten Der wissenschaftlichen Tepu ifltion für das Medizinalwesen itt nunmehr etngegangen und bo ichnet Den Fürsten als vernehmungsfähig. Dieses Urteil der wiiscnschaitlichcn Deputation ist durch Recherchen der Cberftoat» m,roßit|djaft über die Lebensführung des Fürsten in Sieben berg bestätigt worben. Es ist daher zu erwarten, dost Fürst Eulen bin» bald eine gcnrtjthdK Anforderung erbäü, zur Wiederaus- nnhmc des gegen ihn sd>webeudcn Berfahrens nach Berlin zu fommen. Hauptversammlung öes deutschen Zlottenvereinr. 5. u. V. Ä i c l, 5. Juni In Gegenwart seines Protektors, des Prinzen Heinrich von Preußen und von Bertretern der höchsten Reichs und Staats- b.Hörden trat heute in der Aula der hiesigen Universität der Teutfche Flottenverein zu seiner diesjährigen Hauptversaminlung Zusammen. Der Präsident des Vereins, Grostadmiral^v A öfter, leierte tu» .Hailer in seiner Eröffiuuigsrede als Schöpfer und Förderer der deutfdten Flotte und brachte auf ihn, die übrigen X »nbceifirilen und die freien Städte ein begeistert ausgenominenes >?c>m aus. Es fei, so fuhr der Redner fort, von gewisser Seile i Häuptel, dost die Mitglieder des FlottenvereiuS Dickköpfe seien, Marlnephantasten, die mit dem .stopfe durch die Wand wollten. V in Blick auf die Versammlung zeige aber, daß sie bestehe aus Mannern, die im Mampfe des Lebens grau geworden und keinen anderen Wunsch als den nach einem friedlichen Lebensabend hätten, hie aber auch er ko mit hätten, hast Deutschlands Zukunft auf bei Entwicklung von Handel und Verkehr beruhe, die ohne starke Seegeltung nicht gedeihen könnten. Er schlost mit einem Hock) aus ben Prinzen Heinri ch. Dieser betonte in seiner Erwidernngs rede die wiederhergestellte Einigkeit im Flottenverein unb ge dachte in Dankbarkeit des früheren Präsidiums. Ter Verein werde sich, wenn er einen Rat geben dürfe, in erster Reche damit • gin htbtii, Aufklärung übet da- Flottitu Volk zu tragen, über das in manchen Äreifen noch Unklarheit herrjdh-. Ein F-esthalten an diesem Flotli-ngefctz müsse die Grund läge für das Wirken des Ftotliiivcrcins bilden. Der Prinz schlost Ein geeintes Volk wie das beut)die bedarf eines Schwestern paareS, wie es die rubmreidie, in Hunderten von Schlackten er Probte deutsche Armee und die pinge arbeitdfreubige Flotte dar i; neu, um feine Stellung bet Welt zu wahren und würdig da zustehen m der tRcibc der friedliebenden Völker. Je mehr es dem AluitaiPcrcüt gelingt, foicuc Anschamiugen 411 verbreiten, desto besser wird er seiner Ausgabe gerecht । Stürm, langaiib Beifall. Hierauf wurde au den Maifer ein HuldigungStelcgramm gesandt. Grostadiiliral v. Zl oster erklärte, bau die Flotte gegen keinen bestimmten (Gegner gebaut würde, sondern als ein Mittel zur Selbsterhaltung. Et bat, den Frieden im Verein aufrecht zu er halten, was geschehen werde, wenn feine Mitglieder stets bk Gröste bes Vaterlaubes vor Augen hätten. 1 Sauter Beifall.) — Der gefchäftsführenbe Bombende, .Hontrcabmiral v. Webe r, erörterte fobaiui bic nächsten Ziele bes Flottetivereins. Der 'Hcbncr kam auf bic Möglichkeit einer Verstänbigung über bk nlottenrüftimgcn mit Englanb zu sprechen: eine solche Version Hgimg benfe man sich aber in Englanb durchaus nicht als gleich berechtigt. Es würde dadurch bet größte Teil unserer nationalen Arbeit tuuienib von bem guten Willen EnglanbS abhängig ge macht rocrbeii. Es unterliege auch keinem Zweifel, baß bk prak tifche Durchführung eines solchen Abkomuwns zu allerlei Mist heilig leiten fuhren werbe. 'Wem bebanptet wirb, baß wir stets gegen über anberen Rationen im Hintertreffen bleiben, weil wir nicht reich genug feien, so sei zu erwidern, baß h)ir schon jegt zu den drei reichsten Sänbcni Europas gehören. Gewiß fei bet lusgang eines Kampfes zwischen I unb 8 gleichartigen Schissen sehr zweifelhaft. Aitdcrs stelle sich bic Sa die zwischen 40* unb 80 Sdnsfen. .Vier stiegen die Ehancen ber kleinen Flotte. Mir dürfen gewiß fein, baß wir mit dem vom Rcick-stage feftgefeye» Programm auf dein rechten Wege seien. Lediglich die Bau Programme bezüglich der Panzerkreuzer und die Tiensthaltungs- bclinnminigcn bcuighd) der Reserveformation wiesen bedenkliche Schwaden, aus, aus deren luildige Beseiligung zu dringen sei. — >0» einet Beschlustfassuiig über die Ausführungen des Redners N'urdc Abstand genommen, die Verfammlung erfiarte fid> in allem mit ihm eiiwerltanden. — Rach Erledigung interner Angelegen heilen erfolgte bic Mieberwatü ber ansjcheibenben Voistanbsmit glichet. Für^ ben näd>|lcn Tagungsort lagen Einlabungen .ius Rürnbcrg, Fraulfurt a. Main unb Wiesbaben vor. Die Bcrsanimluiig mahlt icbock als nächsten Tagungsort Berlin Abenbs fanb ein Gartenfest und Beleuchning des Kieler Hafens statt. Kiel, 6. Juni Auf bas von der Hauptvcrsammlmig des bi'utfchen FlottimureinS an ben Kaiser gefanbte Hnibigungs tclcgiamm ist fvlgcnbe Antwort angegangen: „Wrvßabnural v. Köster, Kiel verzlicken Dank für bic treuen Grüße cus tu-utidx*n Flottenvereins. Es freut mich, baß bie Mitglieder bc» Vereins einen schonen Einbruck tum Atel unb der Flotte gehabt haben 'Silheim I. R. 3nteniationakr vergarbeileriongreh. S. u. H. Berlin, 3. Juni. Tie Verhanbliingen stehen heute unter der Leitung des Ttpu lierten Eaeloivart iBelgien), den 2. und 8. Vorsitzenden stellen die 'Holen unb Engländer. Auf der Tagesordnung steht die Frage der Frauen- und Kinderarbeit in Bergwerken. Der erste Reierent. Gras (Deutschland), nennt die Beschält,gung vo:. Frauen und flinbcni in Bergwerken eines der traurigsten Kapitel ui unserem Wirtschaftsleben. Der Redner empfiehlt eine Resolution, welche die Arbeit von Kindern unter 14 Jahren in der Bergwerks»,dustrie überhaupt gesetzlich verboten wisse» will, ebenso die Beschäftigung unter Tag von Personen, die noch nicht 16 Jahre alt lind. Kolil (Ccfterrcid)) teilt mit, daß in Ceficrana) 6U>0 Kinder im Alter von 14 -16 Jahren i>, Bergwerken deschästigl würden. Tas 1 tieftet (.treibt vor, das; -.e nur zu solchen 2lrbeilen vfrivjiibt ivetDcii biufen, die ibre korrerliche V nhvidchmg nicht beemttäcbngen. In ber Tat wird abci die Bestimmung nicht umegehalten. Redner behandelt bann eingehend DieJjraucnavt'eit und foinmt zu dem gilbt 4.. internationale sett r, » ■ umi mu Freud 11 von bem < i'vlg bei brilistden Bergarbeiter '.rnnnt: und ■; 1 .•im 1 )ic dazu, auf parlfimcnturud*::» S ar h ,• '.la : • : u zu Haden. Er betont aber zu giere-- ■; ? a'o: rry V. c*- Agnat um mit imverm-ndcrter Kran weiter zu'udr.a, bs er» Acht stundkntaa, l^i dem Ern .ind ■'uricJ.: ein geschlossen imd erreicht tar in Achntuns-ntag einich: nlich Aus . :tb Ern'ahn mr alle Arbeiter eingeführt nnro “clnici: Der Aro.ntstag iodie auf 8 StunDen mtt Enn'chluß Oer . »nb finfobrt beschrankt mrroen Wo Die Temperatur 26 u>rab E überidncirrt. sollten bic Ar bar» srunom nicht mehr als sechs pro Tag betragen. Dieselbe Ardens- zett sollte hrr Gruben uftgeirht werde», in denen c ne große .reudniqken der richt, ot* r hie A1 bt itobfüingungen der »^eiundhen her dort b-i (härt arten Arbeiter schädlich im£>. Deuvchland Irr ftxmareß erhebt aut» neue tue Forderung nach gesetzlicher Ewnidrung des Ackm'rundenkaacs für alle Arbeiten in der Bcrgwerksnidufnic Für enc Untcrtaasardenen muß in diese Aroenszen ö, E,n- und Ausfahrt enrbegrifsen it*m. So an oeejMrbeueitttlcn etnr_ Tcm peratur über 28 Grad €. oder große Rässe herrscht, ist die Schicht zeit auf fechs Stunden zu beschranken. — Morgen werden drc Verhandlungen fortgesetzt. Hauptversammlung öes antiultramontunen Reichsverbanöes. Unter dem Bott'rtz des Admerals z. T. v. Knorr trat in Erfenach -tm 6. Jun, der vom Graien H 0 e n s b r 0 e ch in-.- Leben gerufene antiultramontane Reichsverband zu feiner dies läbngen Hauptversammlung zusammen. Tie Verhandlungen bc gönnen nut einer öffentlichen Verfammlung im Sank der „Er bolung", in der Graf Hoensbroech über das Thema: Ist das Zentrum eine nationale Partei'-' referierte. Rach längerer Tis hiffion wurde folgende Kundgebung einstimmig bcfdiloiicn: „Ter Dritte Bertrctertag des AntiulttamoiUanen Reichsverbandes erblickt in Der 'Sieberctnfcpung des Zentrums in die parlamentarische Machtstellung eine schwere Schädigung deS nationalen Gedankens, bic umso verberblicher ist, als btefes Einsetzen bei einer eminent nationalen Sache wie ber Rcichs'inanzreform zu geschehen broht. Mit allem 9iart>brud muß bie politisch wie kulturell gleich wichtige Wahrheit hervorgehoben werben, baß bad Zentrum als Partei in allen Bcbürfnissen bcs internationalen Ultramontanismus iin- befchobet ber nationalen (Besinnung vieler feiner Anhänger feine nationalen Ziele verfolgt unb baß somit bicfc Partei nicht beruicn sein kann, in nationale» Frage» den ylusschlag zu geben. Ter 3. Bertrctertag fordert die Regierung und Die Parteien, besonders die konservative Partei, aus, an der Ofcgncridiait rojbcr daS Zentrum festzuhaltcn. Diese Gegnerschaft ist in gewissem Siunc eine Frage des Seins oder Nichtseins, der politischen Größe und kulturellen Bedeutung des deutschen Reiches. Tenn die Brüchigkeit, an der unsere innere Entwicklung zweifellos krankt, ist zuruckzuführen auf bic Macht bcs Zentrums, b. h auf ben in allen Gebieten bcs öffentlichen Lebens tätigen offenen ober geheimen Widerstand des lllttamontaniSmuS gegen bic freie Entfaltung der Kräfte uni Volkes unb Staates. Tas Wort Bismarcks: „Ick, habe erkannt, daß mit den Grundsätzen des Zcntrunis weder das deutsckfe Reich noch ocr preußische Staat bestehen können", m eine bleibende Wahrheit. Tie Erkenntnis dieser Wahrheit muß durch Aufklärungsarbeit Gemeingut aller Volkslreisc werden. Richt der katholischen Religion gilt der Kampf, sondern dem die Religion zu feinen rocltlidj-Dolitifchcn antHatholifcbcit Zwecken mißbrauchen- Den Ultramontanismus, den cm so erleuchteter unb frommrcligiojcr Katholik wie ber langiahrige Führer ber Babener Matbolilen Reinhold Baumstark bezeichnet hat als die Pestbeule ifht Leibe der iatholifchen Kirche, in gleicher Weise als Pestbeule am Leibe des modernen Staates und der modernen Kultur." Rach einer kurzen Pause wurde die Beratung interner Ge- 'chäftsangelegenheiten ausgenommen und sodann die Tagung m der üblichen Weise geschlossen._____________________________________ Lujtschifsahrt. Bei ber Äusscheidungsfahrl zum G^rdvii-Beiniet Rennen ber Stifte, bie von herrlichstem Detter bei leichter Brise begleitet war, starteten in E s s e n 18 Ballons, davon drei außer Bewerb T-er Aufstieg erfolgte ohne jebe Sck-wierig feit. Unter ben Teilnehmern sind bic hervorragendsten deutschen Luftschtsfer. Nack) Mitteilungen bcs Tr. Qu i n t 0 n in Pari s sollen bilrch die von der französisch en Luftschiffahrls-Liga geplanten Linien regelmäßige Verbindungen zivischcn Paris, Ranet), Rouen, Lyon und Pau, sowie ver- fchiedene Zivischenstationen hergestellt werben. Bei Paris, Meaux, Reims, Nancy, Fontainebleau, Orleans unb Pan sollen Ballonhüllen teils vollendet, teils deren Bau bem nächst in Allgrisf genommen locrbcn. Fünf Lenkbal - Ions von 3ä0ti bis 7000 Kubikmeter sollen außer ber Mannschaft 18 bis 20 Reisende befördern können. Man hofft, daß die ersten regelmäßigen Fahnen bereits zu Anfang September b. Z werben ftatrjtnben können. In Fachkreisen beurteilt man allerbings bic Milteilungen des Tr. Quin ton ziemlich skeptisch.__________________________________________________ Saatcnftanösbcrid)! vom ). Zuni (909. Deutsches R c ich. , Tic außergewöhnlich trockene imb kühle Witterung sowie bic ßänsigen Nachtfröste im Monat Mai drohten bereits d jahrsyofsnungen vieler Landwirte in Tüitschland zunichti zu machen, als endlich >» den 1. tzten Ma: j bringenbe NicbersdKäge bie vielfach unter einer vierwöchentlichen Dürre lechzenben Fluren getränkt unb bic Hoffnungen neu belebt haben. Wenn bamit audi bie Befürchtung einer vielfachen Miß ernte beim Wintergetreide vorläufig beseitigt erscheiul, 10 bleibt du.- Lage nach wie vor eine überaus kritische. Ter Regen ist nicht überall m gleickwr Stärke niedergegangen und 111 manchen Gegen den 'Itordbeutschlands säst ganz ausgeblieben, außerdem befürchtet man vielfach, haß die Durchfeuchtung des Bodens für die 'Sinter nderS für Roggen, ;u spät erfolgt ist, um hie Maischädcn noch wieder gut machen zu können. Tic- gilt natürlich nur für die erst im Spätherbst in die Erde gekommene Smtcrfaai, soweit dieselbe nicht im Frühjahr unigepflügt wurde. Es wird der PreiSberlchtstelle des Tcuckchen Lailbwirk'chaftsrals mehrfach berichtet, daß noch m ber zweiten Hülste des Mai llmpflügungcn der Wintersaaten, 10100hl Weizen wie Rogge», stattgefunden haben, und daß viele Landwirte die spaten Wintcrfaatcn un April uni- acpflügt hatten, wenn sie einen io schlechten Mai hallen voraus- iehen können. gDie Stroberntc bei Dintergetreide gilt in Rord- bentfchland fast allgemein als weit unter mittel, während für ben knappe Mittelernte rririirtrt werd wirb in Norbdeut'chland über schlechten Roggenstand mit Brand- stellen auf ben leichten Sanbboöen geklagt. In Süddeiuschland ift audi jetzt :ib bet Wintersaaten im allgemcmcu günstiger als m RorddciUschland. Tie Somimtiaatcn lafrn sich noch schwer beurteilen, ba sie zurzeit der Berichterstattung vielfach eben erst aufgegangen unb in manchen ökgcnbrn, wie int Norden und Citcn, überhaupt noch nicht ans Tageslicht getreten waren. zumal nach ben letzten Niederschlägen, doch wird noch mehr Regen herbeigefebnt Tusfelbe gilt von ben Hackfrüchten. Immerbin treten her Frittilieae unb des TrabtwurmS nicht selten. Auch v auf leichten Böden geklagt Am schlimoisten steht es allgemein, lauten vielfach geradezu verzweifelt. Besonders Kleefelder unb Wiesen •mö vielfach bet der Türre ausgebrannt, und nur die Luzerne fcheint noch etwas Ertrag zu liefern. Tic letzten Rieder •rfilagc find lüt ben ersten Sanntt vielfach iu spät gekommen, v b.i» eine Futternot iur ben nndiüen Herb» und Sinter be’ürdbtfi 17 Im :it feine» mdviebdestaue in HKingnt Monaten verlor Auch in anberen V' ienOen hegt v an d e Betorgnis, daß beionbere bie kleinen Betriebe den leutterwanael nicht übrnrinben unb in*ol besten inen Teil ihre» Viehnauh s pcrd'lrubent iverben. bi.'- nliwmsten B^'üfvtunaen fick' in größerem llm anqe v wirklichen werden, bleibt nach dem letzten R-ien noch abzuwart Die FrübiabrsdesteUung und Begetat.o» find in Di ei em ^a um etioc 10 bt» 20 Tage urück .Inch bie <*ktmb#mhe sowie Dir erste ^uturemte wird iid) in Rordb^ut chland oorau»' ck'tlich um 10 bi« 15 Tage Der Men. 'owe k ntrtn bei weuerer Türre eine Rorrne eintretm wird Jedenfalls ben: n von ber Will». n:ng tx*r nächsten 2 3 tio-iien viele ' Iiinnenloertc der deurche, Sanonnnicbüri ob Weitzkobl in tu hiebet a Unuong- amebOMt uns un allgnneinrn gut auigegangen. doch wird mchriach über Schäden durch Erdflöhe gkNagi Nördliche Wette rau. Ronen. Früdfaak aul b •> sehr gui: doch nur wenig vorhanden Sook'aat bürtlig. viel ou. lewinter: : gut. Doch nur wenig vor: in: bart ausgewintert uni> umgeiät; durchaus eroHi'.hc Sbinik »auere beah Davon Eckendorfer fguare beaD am meisten al» winterdan gehinOen Braugerste. Hafer, Sommerweizen durevaus gut bi» »ehr gut: oui strengem Tonhöhen u'bod) durch Tjirrf gelitten jtartoreln kommen soeben: veBprechen guten Stand: Fuiierrühea und Zuckerrüben febr gut: Luzerne und Rotklee gut; Wiesen utuci Dürre iebr gelitten; Grünfutter fett halber, 1 Mat Weißkohl, der fast ledeS Jahr hier gute bi» febr gute Ernte liefert, rou» nur zum Hausdedan gebaut. — Tas am 23./2G. Mai emgelretenc Regcnwctter gibt Hoffnung auf eine volle Mittelernte. Kreis Lauterbach. Der Stand ber Wintersaaten, dest'nbers des Weizens, läßt viel zu wünschen übrig; bcridbc bat noch setzt durch Spätfröste gelitten Die anhaltende Trockenheit mit rauben Nordostwinden bat bk Vegetation nicht gefördert und bei feucht- warmer Witterung könnte noch auf einige Bef'crung gehofft werden. Auffallend ist, das, frübgefäter englt'cher Weizen unb jpütaeiätet Rogge» vcrbältitlsmäßig am beste» stehen leerste und Hafer find gut aufgegangen, verlangen aber Regen, lieber den Stund der Hackfrüchte ist letzt noch nichts zu lagen Klee überwinter: gut, bleibt aber aus oben angetubrten Gründen kurz, vereinzelt wirb schon gefüttert. Wiesen meist rottt zurück und der erste Schnitt dürfte 8—15 Tage später fhütfinben als geirobnlub Weißkohl ist roobl gut aufgegangen, doch setzen ihm die cco Höbe sehr zu. Kreis Friedberg. Ter Stand der Wintersaaten ist leidlich gut. Tie Sommcn'aalcn haben durch bie Trockenheit verschwindend wenig gelitten. Bei gutem Wetter kann nodj eine Mitlelernle iich voraussichtlich wenig verspäten. Ter Stand der Hackfrüchte und Futterpflanzen ist gut Klee, Luzerne und Diesen schlecht Infolge ausgiebiger iR- witterregen ist eine Besserung bereits iestzuitelkn. Kreis Gießen. Vom 25. auf 26 Ma, endlich ben ersten Gewitterregen von 14 Mm. Seit 1. Avril bi» 25. Mai in ganzen nur 15 Mm. Regen bei austrocknendeti Winden Einfach alles blieb in der Entwicklung zurück. Seit gestern kann »ch alles erholen Viel schlechter 'Selzen ist stehen geblieben 2c Schaden ist durch die anhaltende Trockenheit erhöbt morden. Ta.« kann nicht mehr cingcbolt werden Wetzen kann eme Mitlelenr unter keinen llmHanbcu inedi tiicidun spät daran. Tas muß ihren Ertrag beeinträchtigen. Miltelerl«^ find audi das Höchste, was zu ciroartcn ist. Tic i'kireibenn- wird sich roobl etwas verspäten. Diesen und Klee sind u kx Entwicklung zurück Kartoffeln und Jurfrrrübfn find auch ioäirt als sonst. Tas kann sich aber tiodi ausglechen. Kreis Alsfeld. Ter Stand der Winkerfaalen in unserem Bezirk ist als ein allgemein guter zu bcictdmcn. Ter früh iotri,- fpät gesäte Weizen steht durchweg befriedigend, Roggen auf, feit und Hafer haben den fehr benötig len Regen letzt ei halten und < ■ kann auf eine gute Mittelernte bei einigermaßen gutem Seit r .1 rechnet werden. Die Wiesen sind nur schwach bestanden. Vitt ist klein, so daß mit einer geringen Heu und mäßigen ?t1cc Ernte gerechnet wird. Ter Kleefchnitt hat begonnen Die CkUrib - ernte wird sich kaum verspäten. Kreis Schotten Der Stand der Winter und Sommersaaten ist sufncbenfklknb. Eine Mittelernte stebt zu erwarten, Ven'pälcn wirb sich vorausiichllick) die Ertltc nicht ite Hackgangen, bic Futterpflanzen sind kurz geblieben und haben nur einen geringen ersten Schnitt. Luzerne steht etwas besser un: Gras unb Rotklee. - - ----------- ------ ------- Metcorologischc Beobachtungen der Station Gießen. Inni 1909 Baroiiieter oui 0® reduziert - r i"S ► M p x *^r "0 “ UZ 5 "a: Zs 5 5 | •E Iv indslürke Wetter 6. 2* 743,3 15.8 9,1 67 WN\q 4 Bew. vimed 6. 9- 745,2 11,9 7,7 74 S NE 2 7. 7» 747,0 10,6 7-3 76 » Conneiisth« Höchste Temperatur Niedrigste , an« 5. bis , 5. , >. Juni j. , =4 16,7 ®C. ‘Jfi ® C. Verantwortlich i. V : für iHernhtofanl E. Anderson, für Stabt unb Lanb: Karl Reurath. Telefonische Kursberichte des Giessener Xuielgere, miUfeteilt von der Bank flr Haadtl und Industrie, Giessen. Franklarter 8"/,'. Reichsanleihe. . . 3'/. do. ... 8*.',•/« Konsole • • . • 3»/, do. ...» »Lel, Hes«n..... 3‘i‘k Oberhessen . • • 4*, öesurr. Goldrente. . 4*/,•;, Oeeterr. Silberrento. <•/, Unsrer Goldrente . . 4*. Italien. Rente . . . 8*/, Portugiesen Serie I . 8*/. Portuitie«en ■ III • <* ,*/, ru« SUateanl. 1906 4Japan. Staatsanleihe 47, Conv.Türken von 1X)3 TOrkenlose . 4e/e Griech. Monopol-Ant . 4', lowere Argentinier • 3t. Mexikaner .... 4Cbineaen .... Aktien: Boebnm Gum ..... Badems E. W..... Tendenz: achwlcber. liörae, 7. Jam. 1.15 Uhr. »Ö.30 66.0t) 96.3D 86.00 94.00 10910 99.-) 6 2JA 63 .VO 96.16 98 JO 145.- 60,80 89.09 66.70 99.2.5 Elcktria. lAhmeyer . • . Dektris. Schuckert . . . Ea- hweiler Berrwerk . . Geilenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amerik. Paketl Harpen er Bergwerk. . . LanrahOtte ...... Nordd Lloyd..... Obenebiea. Eieen-Induatrie Berliner Handelage». . . DarmaUdter Bank . . • Den ticke Bank . . . . DeuU-h-Arial. Bank . . Diskonte-Komm an dH . • Dresdner Bank . . . Kreditaktien Baltimore- und Ohl*- Eisenbabn..... Gotthard bahn . . . . • Lombard. Eisenbahn. . . Oeiterr. Suaubabn . . . Princa - Henri • Eiienbah» . UCiOO 11 «45 125J0 192J» iWJi 116JJ 1*9.71 18173 90£6 'M.»1 17160 183.1'» 151JM> iawo 15Llv MJV 11M0 «-•» 166J0 in»> Berliner Canada E. B. . . . DarmiUdter Bank • • Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. . Dresdner Bank . . • l Ten Jena: lastloe Börse. . 183.1 J . 133.20 . 24U50 . 152.0j* 7. Jaul. Anfangikurw Harpe ner Bergwerk . • LanrahOtte..... Lombarden E. B. . « • N^rdd. Lloyd . . . • Türkenloe* . . • • • 183.« «JO 90J» 146JO Wirhtin vv luiniy jnbren al frmiiv t vgirni'kbe lo.lrttv i^ anet' könnt bewahrte 2'i 0 r r b 0 1111 < c 1 i r ievi «pariam im Verbrauch ist. Tic neue »hmbidxih ipriebt iür ihre Donualicbrn IctrafttiL fo von hc in fctnrni Haushalt irbicn oUte Drucksachen aller Art Ausslallungstilrema artuwert ---— die Bruhl icke Univ.-Druckern ■ 11 If. Haas III. Bleichstr. 8, Hinterhaus, Telefon 692 der BestattnngSgenoffenschaft der freien Schreinervereinignng Gietzen •*&!A W\ W Im BL M M M W •M 7-i^ä Tod.es- Anzeige. Gestern morgen 8 y2 Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden unsere liebe Schwester und Tante Obermann im Alter von 72 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Obermann. Giessen, Schiffenberger Weg 43, den 7. Juni 1909. Die Beerdigung findet Dienstag den 8. Juni, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. 04243 Von Kondolenzbesuchen bitten wir absehen zu wollen. Tapeten Linoleum Linkrusta Möbelstoffe en gros und en detail Ferd, Nennstiel Blockstrasse 7 1616 1 Frische KniWer 5Ti <$‘üct A. Steinreich. (04139 Vtnbeitgnffc_2. n. di. Markiltuibcn Klavier- Stimmen Reparieren Polieren U» tadelloser Ausführung durch Wilh. Rudolph Großh. Hess. Hoflieferant Pianohandlg. u. Reparatur- werkstAtte. Selters weg 91 Hühneraugen Hornhaut?c. entfernt sicher mein bekanntes (2403 „Radikal“ Flasche Bik. 0.50. Germania-Drogerie Carl Seibel - Frankfurter Str, 39. Kopfläuse Wanzen, Flühe vertilgt „Krätzi", Flasche 50 Pfg. 2647 Emil $inrn, Schulstraße, Augutt Noll, Bahnhofnr. lieber Nacht g trocknen die Funboden Farbetr aus der Victoria-Drogerie Adolf Bieler. Marklstr.5. Teleph. 555. bttglafeirHäf ll aus d. 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(Nachdruck verboten.) 181 294 bOOl 581 846 972 1108 3G6 7.3 749 [1000] 889 2010 279 51.3 46 53 745 sbOO] 942 3 082 66 101 32 338 4666 700 7 17 5076 [500] 166 [3000] 579 627 29 868 927 54 [500 ] 6201 [500] 92 557 [5001 875 98 7128 33 225 304 82 5S9 682 896 3060 362 422 47 655 727 95 821 30 45 971 9039 617 18 [5001 10061 [500] 344 73 11165 511 621 8S 989 12027 86 [3000] 218 472 546 608 822 l>23 96 13132 359 443 ^9 525 716 14105 88 444 655 920 15026 34 [ 500] 73 588 680 710 875 96 1 6003 51 116 240 475 90 603 | 3000] 74 907 17047 161 315 471 [5001 593 94 622 69 18012 35 55 73 178 217 [500 ] 91 569 642 989 1 9155 254 95 633 735 901 98 20180 039 838 2 1 054 92 [5001 143 69 82 481 962 15 22028 44 333 23051 94 198 501 714 45 922 86 95 24273 491 881 93 2 5135 329 401 518 79 625 2 6111 50 263 88 529 721 809 991 27062 190 92 285 166 [1000 ] 518 657 913 40 2 8443 72 [lOOO] 502 730 80 2 9207 [500] 369 474 651 85.8 30207 69 [500] 566 627 61 768 969 3 1 204 338 703 34 3 2 257 494 802 3 3211 313 94 [lOOti] 516 57 [500 ] 626 920 32 340.17 321 82 521 79 flOOU] 666 749 856 3 5046 105 96 260 308 53 543 -44 67 [ 100Q] 863 [500] 716 856 73 954 3608 1500] 108 482 [1000] 58$ 628 89 723 41 [3000] 945 1500] 37112 202 389 405 3 8008 41 [3000] 110 230 39 392 437 80 587 751 892 [500 ] 941 39235 359 [ 3000] 547 55 845 40005 77 208 92 475 577 750 832 915 4 1 046 125 [3000] 212 402 57 593 [500] 725 [500] 33 803 25 [500] 935 66 4 2047 [500] 205 32 357 411 [3000] 88 599 647 714 824 63 SO 110001 83 4 3029 57 173 207 73 387 90 640 750 860 951 57 4 4022 254 92 313 538 916 4 5060 143 309 60 [10001 435 54S 66 96 46173 310 5 6 421 79 640 84 743 872 78 [1000] 47053 379 447 617 88 925 4-8000 10 94 15. 53 254 [10001 497 320 [500] 877 981 [1000] 49022 37 446 521 608 f 1000] 93 756 50'45 526 953 51173 840 [5001 5 2 297 402 48 809 53139 487 96 570 733 5 4029. 473 [ 500] 534 11000] 656 58 829 47 967 5512.3 73 418 660 96 814 29 56073 202 80 [1000 ] 442 99 510 11000] 724 880 [30001 907 11 57136 842 44 74 907 45 5804.3 9.0 155 [500] 94 631 739 82 823 52 946 59231 53 346 82 809 [50001 60002 184 212 781 [5001 944 61106 505 617 843 62013 55 643 49 5- $5 91 992 [1000 ] 63007 125 45 345 415 39 526 27 92 826 46 983 64-028 94 353 431 579 605 35 6 5053 202 44 478 600 841 72 979 [?0001 66098 17 149 200 300 86 870 83 6 7222 566 683 754 6 8117 50 54 210 37 55 61 364 |1000] 506 55 [5001 922 5 1 69203 350 [5001 576 96 696 ( 5001 899 926 70000 36 ICO 64 [ 30001 390 450 52 964 65 7 1 002 [1000] 379 88 973 72128 [1000] 579 759 866 73105 248 811 74108 230 63 388 59 24 707 817 921 75119 356 58 [500] 59 404 552 7 6695 704 902 4 68 7 7097 698 925 78059 [1000] 223 26 580 647 866 79229 84 559 643 852 80119 538 61 635 954 8 1 338 788 82136 227 98 342 85 582 867 8 3 073 117 289 447 84 92 566 845 [10001 54 [1000] 917 84206 315 87 489 650 772 823 915 40 66 78 85024 95 170 639 8 6087 256 335 423 581 733 59 63 11000] 842 60 952 95 87158 207 32 472 89 572 621 724 957 88236 497 545 97 791 903 [1000] 89092 110 23 99 [500] 242 505 64 90112 225 338 66 [30001 404 38 671 98 892 922 40 54 91111 228 497 949 9 2337 708 93166 322 [ 5001 608 744 872 971 94122 211 13 46 57 427 72 535 [500 ] 606 36 818 [3000] 95152 225 65 66 334 486 . 95 996 [3000] 96111 46 292 378 [500] 433 [1000] 592 97081 290 479 579 760 932 [ 500] 87 9 8244 [ 500 ] 339 435 641 6« 99012 246 [500] 498 512 756 [ 500] 87 [500] 809 35 100051 271 338 10 1 040 195 400 763 842 51 72 M 99 901 16 29 73 102054 417 49 713 [1000] 77 96 811 103 048 68 123 81 303 96 530 42 653 79 1 04223 (10001 44 309 [ 30001 93 577 611 105105 [lOOO] 12 27 261 433 712 68 834 948 1 0 6349 486 603 57 1 0 7074 226 27 447 «12 1 0 8044 114 226 317 25 706 821 64 75 923 1 09177 237 47 7 0 311 951 110214 27 43 65 451 682 713 1 11014 33 304 807 1 12049 235 39 [10001 74 370 113318 709 [1000] 60 [3000] 1 14017 54 237 464 80 540 900 74 115156 200 475 76 99 583 [ 500] 958 71 116028 154 232 443 [3000] 895 117227 403 49 533 [500] 675 118210 [3000 ] 76 399 414 593 642 59 714 16 62 119160 3 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(Nachdruck verboten.) 335-89 457 1 129 62 523 321 972 91 2088 503 615 80 781 824 72 73 3017 49 30 6! 421 739 7.3 4121 363 501 705 . 893 5119 67 225 46 55 457 632 82 6342 51 511 96 754 [1000] 85 [3000] 7031 49 102 6 256 447 791 826 32 8211 423 730 342 936 9032 380 41 422 514 54 703 28 968 10059 69 404 [500] 560 [500] 1 1026 1 500 ] 325 31 83 532 612 94 905 12199 253 90 395 595'670 815 39 941) 43 13253 36-1 490 513 [500] CIO 60 729 (500] 23 925 14054 130 351 [1COO! 412 52 672 872 87 15305 449 835 36 16130 [30000 ] 37 [500] 250 55 301 55 5CS [30001.89 [1000] 685 703 817 [500] 952 17018 119 379 537 601 96 [500] 753 63 [500] 959 18058 461 571 611 [500] 16 43 66 [ 500] 7’D [3000] 815 19016 172 290 317 430 55 599 630 53 1500] 98 826 [3000] 991 20 263 315 578 870 937 [ 3000] 21427 74 94 545 960 [500] 22641 53 742 59 804 91.3 48 23121 521 755 815 24080 159 464 545 87 615 77 97 712 15 67 85 25231 514 [500] 870 26021 91 222 84 350 628 [500] 60 63 11000] 821 921 27011 219 51 300 73 [500] 90 46.3 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Köngl. Preuss. statt am S. und 10. Juli 19Q*. Von heute ab bewillige ich auf Jacken-Kostüms Schwarze Paletots Farbige Paletots Wollene Kostüm-Röcke Wollene Blusen Skonto r U 7'4