Ibsmitge ättel ' Btlheloi ' l’tatef Scho- • L'uodtipr, !* Fibriktnue. sieMorf. ‘inen r*®** I '^hörteiie U betrieb 1 = tk-isy l schert U rtische tuskocher piritusbügeliM ei h Seltersweg 18 ssenz hchck« x<\ MardmsvL' 1 ■ Eis rlrgenUW e®?fo^ in Mas1 :r 4u MemdenB- Hoedner \aC"L äuteiP11^ v«r»«&dBlS , B«bÄ«*S i«r Wei«»?? Erstes Blatt Donnerstag 6. Mai 1909 159. Jahrgang Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Montag erfolgen und der Ausstand selbst Dienstag bc- ginnen. Wenn auch die Zahl der Ausständigen diesmal eine geringere sein dürfte, so würden sich die Folgen der Arbeitseinstellung doch viel ernster gestalten, da die Streikenden durchweg aus Leuten bestehen würden, die vor nichts zuriickschrecken. Pit*. 105 fcer «iehener Anzeiger k^cheinl täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich SiehentrZamilftnblätter; Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen haben, und für die edlen Gefühle, welche Eure Majestät geäußert haben, bitte ich, meinen aufrichtigsten Dank entgegennehmen zu wollen. Ich' flehe zum Himmel für die glücklich Negierung Eurer Majestät sowie für das Glück und die Zufriedenheit Eurer Majestät Untertanen." Das neue Kabinett ist gebildet und folgendermaßen zusammengesetzt: Hilmi-Pascha Großwesir, Sahib Molta Scheich uel Islam, Ferid-Pascha Inneres, Aries Hikmet 9Jtorine, der bisherige Vizepräsident der Kammer Aristidi Ackerbau. Dem bislferigen Botschafter in Nom Hakki Bel? wurde das Justizportefeuille an geboten; das Unterrichtsportc- feuille ist noch nicht vergeben. Die übrigen Minister und der Präsident des Staatsrates bleiben im Amte. Der gestern erlassene Het-Humajun betreffend die Ernennung des Großwesirs und des Scheiks uel Islam wiederholt die Versicherungen, dass die Verfassung entsprechend dem Scheria befestigt, das Land völlig die materiellen und moralischen Vorteile und Fortschritte des Vcrsassungsregimes geniesten und dast Ruhe und Ordnung wiederhergestellt werde. Die türkische Kammer. In der gestrigen Sitzung der türkischen Kammer teilte der Präsident ein Schreiben des Generalissimus Schcwket Pascha mit, wonach die Untersuchung ergeben habe, dast die albanesischen Deputierten Jmmail Komal und Musid, beide Mitglieder der liberalen Union, geplant haben, einen Aufstand in Albanien hervorzurufen. Schcwket Pascha crsuckste die Kammer, einen Beschluß darüber zu fassen, ob die beiden Deputierten verfolgt werden können. Tie Kammer überwies die Angelegenheit einer Kommission. Ter Präsident gab ferner bekannt, dast der Grostwesir auf das Ersuchen Schcwket Paschas die Kammer auffordere, das Preßgesetz und Strcikgesetz fertigzustellen, da der Belagerungszustand nicht cljer aufgehoben werden könne. Der Grostwesir teilte außerdem mit, der Sultan werde den Eid aus die Verfassung vor dem Parlament nach der Schwertumgürtung ablegen. In der fortgesetzten Beratung der Tcputiertenkammer' über die Revision der Verfassung wurde besonders über oas Recht des Sultans verhandelt, die Kammer im Falle eines Konflikts mit der Regierung aufzulösen und über das Recht der Deputierten, Gesetze cinzubringen und über die Dauer der Kammersession zu beschließen. Einige Deputierte verlangten, daß die Kammer in Permanenz tage. Verhaftungen. Ter frühere Adjutant und Vollstrecker vieler Akte des abgesetzten Sultans, Tscherkesse Mehmcd, der seit der Juliumwälzung nach Brussa verbannt war, wurde auf Befehl des Kriegsministers verhaftet und nach Konstantinopel gebracht, ebenso sollen auch, den türkischen Blättern zufolge, der frühere Generalinspektor der Militärschulen Ismail Pascha und der ehemalige Chef der Jildiz- spitzeln, der Apotheker Refik Pascha, vor ein Kriegsgericht gestellt werden. Äezugspre:^: monatlid) 75 Pi., vierteljährlich Mk. 2.20: durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post All. 2.— Vierteljahrs ausschl. Bestellg. BLL- General-Anzeiger für Oberheffen WS Annahme von Anzeigen Qz ’ 9 “ I u. Land" und „Gerichts- us Rotatlonrdruck unö Verlag derBrübf’fdjen Univ.-Viich. and Stcinörutferd R. Lange. Redaktion, Lxpedttion und Druckerei- Schnlftratze 7. iroeunal wöchentt.A*eir> lattjür den Areis Siehen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land- Drohbriefe. Daily Chronicle meldet aus Mailand, daß die Behörden während des Besuches des englischen Königspaares verschiedene Briefe erhielten, in denen Einzelbeiten über ein auf das Leben des Monarchen geplantes Attentat angegeben werden. Die Nachforschungen ergaben, daß, als Briefschreiber ein und dieselbe Person in Betracht kam und zwar rührten sie von der Hand eines Advokatur- Kanzlisten. Dieser erklärte, die Briefe nach dem Diktat eines Polizeibeamten geschrieben zu haben. Beide Männer wurden verhaftet. Ein neuer Poststreik. Unter den französischen Postbeamten gärt es fort. Eine Anzahl Postbeamten hielt vorgestern eine Versammlung ab, um die Möglichkeit eines zweiten Llusstandes ins Auge zu fassen, als Antwort auf die dRastnahmen der Regierung gegen die Beamten. Zahlreiche Reden wurden gehalten und schließlich eine Tagcsordirung angenommen, worin die Postbeamten sich mit ihren übrigen Kollegen solidarisch erklären und beschließen, auf die Drohung der Regierung mit einem zweiten Ausstande zu ant- rvvrten. Aus der Tagesordnung wird noch 'hinzugefügt, daß diesmal die Postbeamten den Ausstand bis zur Erlangung vollständiger Genugtuung durchführen werden. Auch in Lyon hielten die Postbeamten eine Versammlung ab, in der beschlossen wurde, dieselben Maßnahmen zu ergreifen, wie fie in Paris beschlossen worden sind. Die Regierung verkennt den Ernst der Lage keineswegs und trifft bereits Vorkehrungen für den Fall eines neuen Poststreiks. Ein Postbeamter teilte einem Berichterstatter mit, das Signal zum Ausstande werde durch die Einberufung eines Meetings für nächsten Stimmungsbild aus Sern Reichstage. 1 Berlin, 5. Mai. Die Versäumnisse der letzten Tage bemüht sich der Reichstag gut zu machen. Nicht weniger als zwei bedeutsame 1 Gesetze, die lange Zeit sehr umstritten waren, und sehr ausgedehnte Beratungen in den Kommissionen verursachten, die Zivilprozeßnovelle und das Gesetz pim Schutze der Bauforderungen, wurden heute in einer einzigen Sitzung, die noch dazu erst am späten 'Nachmittag begann, in dritter Lesung beraten und verabschiedet. Als Einleitung hatte das hohe Haus daneben Mvor noch einen weiteren Gesetzentwurf in erster Lesung erledigt. Wie kurz könnten die Tagungen sein, und um wie 2>iel nützlicher die Arbeit des Reichstages, wenn er sich schon in einem früheren Stadium darauf besinnen würde, idast auch bei der trockenen Gesetzesarbeit Kürze häufig des Witzes Würze ist. Nur spärlich waren die Bänke des Hauses besetzt, als der Präsident die Sitzung eröffnete. Die wenigen 'Abgeordneten, die an der ersten Lesung des Entwurfs der Haftung des Reiches für seine Beamten teil- utahmen, waren mit staubbedeckten Schuhen in den Sitzungssaal gekommen. Sie l)atten vorher mit ihren Kollegen, Die «es nun vorzogen, den herrlichen Frühlingstag weiter zu Senießen, draußen in Tegel den Hebungen des Luftschiffer- ataillons beigewohnt, und darauf wohl waren die alar- ■nierenten Gerüchte zurück zu führen, der Reichstag sei auf- «eflogen. Beinahe wäre er es wirklich, als hernach im ^aufe der Sitzung sich bei der Abstimmung über einen 'Antrag zur dritten Lesung der Zivilprozeßnovelle die Notwendigkeit eines Hammelsprunges ergab, aber inzwischen Hatten sich doch so viele Herren in Die Präsenzliste ein» Sezeichnet, daß dieser Kelch an hem Präsidenten, Herrn -rasen Stolberg, vorbeiging. Die Vorlage über die Haftung des Reiches für seine Beamten ging an die Justizkommission Ter nttionall o rale 2>r. Junck und der freisinnige Gyßling äußerten ihr leb- lMftes Bedauern darüber, daß das Reichs-Justizamt bei dieser vor zwei Jahren in einer Resolution vom Reichstage geforderten Vorlage auf halbem Wege stehen geblieben t|t und diese im Interesse des durch Mißgriffe und lieber» griffe von Beamten geschädigten Publikums ebenso wie im Znteresse der nun gegen grundlose Klagen und besonders gegen Querulantentum geschützten Beamten selbst liegende Regelung nur auf Die Beamten des Reiches beschränkt hat. Es bleibt der Zustand in Geltung, daß jeder Einzelstaat, ht>e öffentlich rechtliche Korporation die Frage für ihre eigenen Beamten besonders regelt, und es ist sehr fraglich, ab bei dem Widerstande der verbündeten Regierungen die Zustizkommission diese Rechtszerrissenheit befangen wird. Türkei. Apeschenwechsel zwischen dem deutschen Kaiser und dem Sultan. Die Glückwunschdepesche unseres Kaisers an Sultan Moha- nezb V. hatte, wie! jetzt betannt wird, folgenden Wortlaut: „Aus Miilast der Thronbesteigung Eurer Majestät bringe ich meine aufrichtigsten Glückwüiststhe für Ihre Negierung und das Glück des osmanischen Volkes! dar." Das Antwortt^legramm Sultan Mohameds V. lautet wie saigt: „Für die Glückwünsche, die Eure Majestät aus Anlaß der Weigung des Thi^ones meiner Vater mir zu senden geruht ätimmungsbilb aus dem preuh. Abgeordnetenhaus. Berlin, 5. Mai. Das neckische Spiel zwischen deut Präsidenten und besonders eifrigen Redner des Abgeordnetenhauses, das sich in den Lagen der Debattenkontingentierung zum Ergötzen des Hauses eingebürgert hat, wurde auch am Mittwoch wieder einmal ge- trrieben: Tie Herren, die durch den gestrigen Schluß der allge- r-rinen Aussprache um die Möglichkeit gekommen waren, ihre Ansichten über unser höheres llnterrichtswesen urbi et orbi zu verkünden, versuchten am Mittwoch bei der Spezialberatung, diese raehr oder minder wertvollen Expektorationen auf dem Wege des Schmuggels an den Mann zu bringen. Aber Herr Jordan von ftroedjer erwies sich als wachsamer Posten an der Grenze zwischen Mgemeiner und spezieller Debatte, und Keinen sah man glücklich enden, der den Schmuggelversuch unternahm. Kaum ent- lmppten sich die Darlegungen der Herren als nicht auf einen bestimmten Punkt gerichtet, da ftthr die Präsidentenklingel da- zimschen, und in heiterem Zwiegespräch zwischen dem Präsi- temten und dem ertappten Sünder fanden die sorgsam angelegten Standardreden vorzeitig ein jähes Ende. Schallende Heiterkeit iv.s ganzen Hauses umbrauste die vorwitzigen Redner, wenn sie, iemt sanften Zwange Kroechers sich fügend, mit einem heiteren, eenem nassen Auge dem Rednerpult Adieu sagten. Die Spezial- irebatte selbst brachte keine Ueberraschnngen: Die mit jedem jungen Zahr wieder kehrende Rede des Herrn v. Schenkendorff über die Leibesübungen der Jugend hatte auch diesmal an Frische und Lebendigkeit und — trotz der intimen Bekanntschaft des Hauses mit dem Gegenstand — an Interesse nichts eingebüßt, und die Stellungnahme der übrigen Redner und der Regierung zu dem Lieblingsgedanken des unermüdlichen Vorkämpfers einer ge- sistnden Jugenderziehung ließ ihn die Wahrheit des Wortes von dem steten Tropfen, der den Stein Whlt, erkennen. Nach den höheren Lehranstalten kam das Aementarschulwesen an' die Reihe. Hier gab es eine rein sachliche, aber deshalb nicht uninteressante Debatte über die Rolle der Dolksschullehrerinnen in unserem Schulwesen, über die Zustände cuf den Seminaren, die Beziehungen zwischen Volksschule und ij-ortbildungsschule und anderes mehr. Auch der Fall der „besseren Gymnasiasten" in Essen kam noch zur Sprache: Herr Eickhiff von teer Volkspartei, Herr Heß vom Zentrum und Dr. Maurer von tom Nationalliberalen erörterten die Sache noch einmal, und der Lnterftaatdiefretär Wever bestritt alles und erwartete den Gegen- lMweis. Eine großangelegte und von großen Gesichtspunkten aus- A?hende Rede hielt,' der National liberale D. Hackenberg, einer der s,cchkundigsten und .klarblickendsten Schulpolitiker Preußens, über Seminar- und Mittelschulbetrieb. Herr Schwartzkopff, der hrimliche Kaiser um Kultusministerium, brauchte viele Worte, um wenig zu sagest. Tann machte man, nach mehr als fünf- fttinbiger Debatte, । für diesmal Schluß. Am Donnerstag hofft d:s Haus den Kultjusetat in zweiter Lesung zu verabschieden. Aus Stafct und Land. Gießen, 6. Mai 1909. ♦♦ Das badische Großherzogspaar in Darmstadt. Nach Der Galatafel um 5 Uhr ging gestern abend 7 Uhr im Hoftheater Sullivans Operette ,Der Mikado" in Szene. Die Badischen Herrschaften hatten eine Operette gewünscht, da in Karlsruhe dies leichte Genre nicht gepflegt wird. Als das Badische und Hessische Großherzogspaar die Hofloge betraten, brachte Generaldirektor Werner ein dreifaches Hoch auf Großherzog Friedrich II. und Großherzogin Hilda aus, worauf die Fürstenhymne gespielt wurde. Die Vorstellung, die namentlich in Dekoration und Kostümen prächtig ausgestattet war, nahm einen flotten Verlauf. Tie Großherzogin von Baden trug eine hellblaue, die Großherzogin von Hessen eine rosa Empiretoilette mit Silberborden. ” Ordensverleihungen. Se. Kömgl. Hoh. der Groß Herzog haben dem Weichensteller 1. Klosse in der Hessisch-Preußischen Eifenbahngemeinschaft Hch. Kirchmann \u Reiskirchen aus Anlaß seiner Versetzung in den Ruhestand das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Dienste" und dem Bürgermeister, Ortsgerichtsoorsieher und Standesbeamten Joh. Unkel Hauser II. zu Sulzheim das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. L. U. Landesuniversität. Dem 1. Assistenten am hygienischen Institut der Landesuniversität, Dr. Kurt Laubenheimer, wurde die venia legendi für das Fach der Hygiene und Bakteriologie erteilt. Seine Habilitationsschrift behandelt das Phenol und seine Derivate als Desinfektionsmittel. •• Militärisches. Ende Juli wird zwischen Saar und Rhein eine viertägige Aufklär ungS-Uebung von sieben Kavallerie-Regimentern unter Leitung des Geueral- infpekteurs der Kavallerie stattstnden. An dieser Uebung nehmen teil: 16. Kao.-Brigade (7. Drag.-Regiment und 7. Ulanen-Rgt. Saarbrücken), 2 5. hessische Kavallerie- Brigade (23. und 24. Drag.-Rgt. Darmstadt), 21. Kav.- Brig. (6. Ulanen-Rgt. Hanau und 6. Drag.-Rgt. Mainz) und das 9. Hus.-Rgt. in Straßburg. Außerdem werden noch Genietruppen herangezogen. ** Zur elektrischen Bahnfrage. Der Haus- besitzerverein hielt gestern abend im Cafe Metropol eine Mitgliederversammlung ab, die sich mit der Frage der elektrischen Bahn, bezw. der Anbringung von Rosetten an den Häusern befaßte. Der Voriitzeude, Fabrikant Jnderthal, führte einleitend aus, daß der Vorstand des Vereins der Sache sympathisch gegenüber» stehe, aber doch seinen Mitgliedern Gelegenheit zu einer Aussprache hierüber gebe. Man wolle der elektrischen Bahn ferne Hindernisse in den Weg legen, aber vielleicht doch bezügl. der Uebernahme einer Verpflichtung für den Rechtsnachfolger eine Aenderung herbeiführen. Der Referent des Abends, Rechtsanwalt Raab, gab zunächst Kenntnis von einem Schreiben des Stadtv. Justizrat Grünewald, worin dieser dringend empfiehlt, der elektrischen Bahn keine Hindernisse in den Weg zu stellen, zumal der vorgelegte Vertragsentwurf die Hausbesitzer vor Schädigungen bewahre. Weiter gab der Referent einen Ueberblick über die geplante elektrische Bahn. Zur Rosetten- frage führte er aus, daß jeder Einwohner, besonders jeder steuerzahlende, die Bahn unterstützen solle. Die durchgehende Anbringung von Masten sei unschön und wirte ver- tehrsstörend in den Straßen, außerdem werde durch das Anbringen von Rosetten der Bau der Bahn wesentlich- verbilligt. Eine Geräuschwirkung auf die Häuser durch die Rosetten sei nicht zu befürchten. Was die rechtliche Seite der Sache anbelange, so sei es u. U. wohl möglich, daß die Anbringung der Rosetten auf dem Enteignungsweg durch Eigentumsbeschränkung durchgesetzt werden könne. Eine Entwertung der Häuser, die etwa' bie Zustimmung der Hypothekengläubiger erforderlich mache, sei durch die Rosettenanoringung nicht zu befürchten. Durch die Erlaubniserteilung auf Widerruf stelle man unter Umständen das ganze Unternehmen in Frage. Auch insofern sei die Erlaubnisgenehmiguilg nnbedenkltch, als der Uebergang des Betriebs von der Stadt an eine Privatgesellschaft kaum jemals ein treten werde. Das größte Bedenken bestehe in weiteren Kreisen gegen die Bestimmung, daß der Hausbesitzer die Erlaubnis auch für seinen Rechtsnachfolger eingehen solle. Auch die allgemeine Fassung des Vertragsentwurfs, bafc bie Erlaubnis gegeben werben soll, bie (rin- richtungen anzubringen unb dauernb zu haben, die zum Bau und Betrieb einer elektrischen Straßenbahn nach Ermessen der Bürgermeisterei erforderlich sind, sei vielleicht durch eine speziellere Fassung tzu ersetzen. Unter Berücksichtigung dieser Bedenken schlägt der Referent folgende Resolution vor: „Da es das eigenfte Interesse der Bewohner Gießens ist, das Unternehmen der städtischen elektrischen Straßenbahn in jeder Beziehung zu fördern, empfiehlt der Verein der Hausbesitzer seinen Mitgliedern und den übrigen Interessenten die Anbringung Der Msetten (zur Befestigung der Tragdrähte- prinzipiell zu gestatten. Wo Bedeuten be« stehen bett. Uebernahme Der Verpflichtung auch bezüglich etwaiger Rechtsnachfolger, sowie bei Um- und Neubauten, endlich wegen der für einen künftigen Grundbuchseintrag Au allgemein gehaltenen Fassung („die Einrichtungen anzubringen und dauernd zu haben, die zum Bau und Betrieb einer elektrischen Straßenbahn nach Dem Ermessen ber Bürgermeisterei Gießen erforderlich finb"), empfiehlt Sultan Abdul Hamid hat nach ber nervösen Aufregung ber letzten Tage das Gleichgewicht nricbergefunben unb ist vollkommen ruhig. Von einem Transport nach Monastir ist keine Rede mehr. Die Orientbahn. Tie Verhandlungen der Direktion ber Orientbahn mit ber Kommission ber Pforte haben bisher zu keinem Ergebnis geführt: es mußten daher bei dem Minister des Auswärtigen eindringliche Schritte erfolgen, die von diplomatischer Seite unterstützt werden. — Mil/ Bulgarien ist dagegen über einige Spezialfragen eine Verständigung nahezu erzielt worden. Ter Lttiegsminister hat an die Orientbahn ein Tankschreiben für die durchgeführten Truppentransporte gerichtet. Kolitsfche Tcrgerfchan. Geht Bülow? Die große Unklarheit, die gegenwärtig ütfer die Reichsfinanzreform herrscht, hat zu verschiedenen Vermutungen Anlaß gegeben. Die Einen meinen, daß es zur Reichstagsauflösung kommen werde, die Anderen meinen, Bülow werde zurücktrcten. Nun wird uns heute von Berlin gemeldet, daß die von einer Korrespondenz gebrachte Meldung, daß der Reichskanzler Fürst Bülow zu demissionieren beabsichtige, falls bis zu Psingsten nicht eine Klärung der finanzpolitischen Situation in der Richtung ber Grunb- lagen feiner Politik erfolge, dem Berl. Lokalanz. zufolge an zuständiger Stelle keine Bestätigung findet. Bekannt sei nur, Fürst Mlow ziehe den Gedanken seines Rücktrittes ernstlich in Erwägung, falls das Zustandekommen ber Finanzreform beftnitiv aussichtslos werben sollte. Im konservativen Lager fehlt es nicht an einsichtigen Männern, bie bas Scheitern ber Erwartungen nicht wollen, welck)e die Regierung und das Volk auf fie setzt. Hoffentlich würden auch bei den Liberalen die besonneren Elemente die Führung in ber Hand behalten. Einstweilen aber wirb fort gewurstelt. roeit erwählen .in der idiäbigung ;u gewähren da t her ihUidxtbung des rdncW sind, am 1. Cttober 1909 der Bahnhof Vilbel-Ren dem B* w. —— Ben □ 9UI e n b o r f a. ■rill Den Aulendieback durch der Invalidenrente vom gesprochen. R. zu Aulendieback war im Juli 1908 V>. 1906 einen Resultat, daß Herren Handwerker. Arbeiter iti WM I hi: kn MMR rti .£ M M dsn tu tat günstiger Witterun V a b - R a u cr:rt)t3 im 3uli 1907 eine w.icntlicke Ber cklimrnerunq der Ue allsolgen nicht cinn treten sei. Zu de: gleichen Aniichi kam bat (V.ertcbl auf Grund der weiter angeftettten Ermittlungen, wrSha eS die Berufung des U. als unbegründet zurückwieS. und Beamte gewählt wurden. Die Kleine Tageschrontk. Karl A s ch i n g e r. der Mitbegründer der nxitbetantai Aschinger Bicrguellcn. ist infolge Hcrzfcklages im 54 SebatÜebx zu Berlin gestorben. 3n der Eonnew itzer Waldung bei Leipzig lvurden gestern al 17 jähriger Handlungölebrling und ein 13 wbnjei Schul in ädchen besinnungslos auigefunden. Beide batten, ctrem Brief infolge, ,auS Liebe" Gift genommen Ter junge Man, ist gleich nach der Einlieferung in daS Krankenhaus gestorben Tas Mädchen liegt im Sterben. Gestern mittag erfolgte in dem Allendorfer Munition sw er k eine heftige Explosion. Ter Alkoholraum flog in die Lust. Einige Stunden später explodierte da- Labors- toriuin. 3n kurier Zeit stand die ganze Fabrik in (Hamme» > Arbeiter' wurden getötet. 3 verwundet. Ein Vierer des Tstsseldorfer Ruderklubs Kiest an das Ankerlau eines Bagger- und zerschellte Tret Leute kannten sich an dem Tau über Wasser halten, während btc beiden anben durch die Strömung unter den Bagger getrieben wurden x*b ertr a n f e n »erner i^eh. Regierungsrar "ren-iiTtebbcrg und Direktor (Fgcr ;om Predigerseminar vcincrer betonte die festen Bande iidicn Seminar und Piarrüand Regierungsrat Fcn, ii Pfarrersfobn, lennt den Zauber de? Pfarrhauses und jt den Geistlichen ländliche < cimat- und WohlfahNspsteqc i arm ar f-er; Harrer Fritsch-SUipp-.Ttvbitrgjmtlcbig c ich in fesselnder Weise icin Vortrags: ,.Tie Sonntags- eter im Lfarrhaufe — ein Vorbilds Arn heutigen Tage anden die Versammlungen der HilfSkassen statt, ferner wurden nord 1 Vorträge gehalten. „Srellenbesepung'^ und Krankenversicherung" F. E. Aus der W e t t e r a u . 5. Mai An dem Bahn- btc folgen einer Futzverletzung gewahrt gewesene Unfallre. 4u Pro«, hatte bie Sektion 5 bei Sieinbruchsberu'sirenosj zu Hagen i V. auf 25 Proz. bercbqdcfct. womit Pf Nicht ;uineben war und deshalb das Schiedsgericht anriei. vermochte irdoch die Nennung der Pv nicht für begründe, eriditcn iinf bestätigte den angefochtenen Bescheid. Friedrich U. II. zu Rieder-Florstadt, der un Zähre Ib Sektion 6 vorgenannter Beritt 4g en ossen'chaft einstellli Schiedsgericht nmftete den Erlast des Einnellungsbesä g.rechnerllgt Tesgleichen den tue Rente des Tachdeche j[rb 3 'U Lauierdach t>on 30 *Etok auf 20 Prvz seienden Bescheid derselben Sektwn Tcgcanr wurde die Sektion 3 der Südweüdeutschen Hol genos'en'chaft ;u Mainz verurteilt dem Schreiner Äon zu Schlih d.e UniaUrcnle von 10 Brot weiterruzahlen Tie dem Steinbrecher Wild Pf 11. zu Rieder Cflei x"1 Hin» ?.«o •3 * M **J 1 Ag loo ; b. Lahn. 4. Mai. Die Haus „ als Vertreter ber Stabt Gießen S abzuhalten ein». Mai Im F r a u e n st i m m Taglöhner Joh. Hch. . .. mit seiner Berufung gegen den ihm eine Invalidenrente versagenden Bescheid der Landesverficherungs-Anstalt Grosth. Hessen vom Schiedsgerichte zurückgewiesen worden, weil er die gesetz- liche Wartezeit für die Invalidenrente --= 200 Wochen, verursacht es sich nach Würdigung aller berechtigten Interessen den Vertrag auf Grund des wie folgt, ävgeänderten Eni hmrfc abzu schließen. wobei, talls au,;er Rosetten für den betr Fall noch andere (Hnrühiungct in Betracht kommen, dies besonders angegeben werden möge: Geschehen, Gießen, den 19 Bor dem unterzeichneten Vorsteher Grosth Lrtsgeriästs Gießen erschienen heute: C’"h]ien gestern und heute die hiesige Strafkammer Es waren 78 Zeugen geladen Von fünf Angeklagten wurde einer zu fünf Tagen Hast verurteilt: drei wurden »u je einer Woche vah wegen grob-, Unfugs verurteilt. Der fünfte Angeklagte wurde wegen Wider, slanbs gegen die Polizeigewalt und groben Unnigs su einet Qk* 'amtstrafe von acht Wochen Gefängnis Dtnirtnlt ic (1)11' De rein sprach gestern Oberlehrer Dr Strecker mtf einer von hier und Friedberg besuchten Versammlung über den Wen des Wahlrechts für die grauen Er zeigte in feinen geschichtlich begründeten Ausführungen, das; man nicht mir vorn Standpunkt der Gesellschaft und der Frau selbst aus das Frailenstimmrecht verlangen müsse: aiuh der Realpolitiker müsse zu dieser Forderung kommet ?ei Redner will, daß alle wertvollen Mensch lickten strafte einerlei welchen Geschlechts — sich in der Gesellschaft mit betätigen können — Heute abend veranstaltete der Schauspieler Ludwig Gürtler, der hier vorn Rhein Mainischen Verbandstheater her in bester Erinnerung ist. einen ,Bu n i n Slbenb“ un Restaurant Burk Das Programm enthielt u. a. Vorträge von Lessing, Andersen, Rosegger und Prober L. Friedberg, Mai iLeitern und heute tagte hier der Evang Pfarrverein des Groh Herzog- t U nt -x Hess Jahresbericht und «^schüflsb icht sowie iech»ung•>obläge entgehengenammeu eine if.nlliche Versammlung unic MilU-lltung de. . ugeiangvcrrin. iimr abend: unter dein Vorsitze voi» stirchenrat Sä.runpf-Bu.st'ach Vom Cber- konsisrorium nun CbcrIon)ifU)nainu Euler erschienen. un ^Miuunuiiiiciui wii i 7. April 1907 ab wurden dem st lager 50 Mk. als Zuschuß zu den anwaltlichen Bertrctungskosten zu- 1. . 2. . 1 . desienigen zu erwerben, was körperlich und geistig gesunde Personen derselben Art mit ähnlicher Ausbildung in der Gegend Arbeit zu verdienen pflegen. Außer Vord . nutiud) z.'g n .. jinidabuima r.ir b'. Folgen des Unfalles er hielt er zunächst eine Rente von 40 Proz und spater eine solche von 10 Pro»., oertn Zahlung der Vorstand ber Mitgllederzahl beträgt bereits 60 und em starker Zuwachs ist noch zu erwarten. zur Linde• statt. Bei ber Vorstandöwahl ergab sich da4 auS allen BerusSklassen, Landivirle. haltungSschule eröffnete hier einen Kursus. ES beteiligen sich baran 17 Rladchen. Der Kursus wird von Fräulein Wetzest geleitet. (: Holzheim, 5. Mai Einen unglaublichen Roheit sali begingen hier einige junge Leute nach einer Festlichkeit Sie rissen einen Garten-ann um, brachen am Olartenbrunnen den Schwengel ab, deckten den Brunnen ans und warfen alles in den Brunnen: Latten, Schwengel, Pfosten und einen großen Waschkessel. Mil großer Gewalt stürzten sie die steinernen Pfosten um und schleppten Bohnen (tannen, Gartengeräte ufiu. in den Bach. Auch einige junge Ldstbäurne wurden von den Rohlingen abgebrochen Tie Untersuchung war bis fetzt ohne Ergebnis. F E Bad R anbei m , 5 Mai Ter vor zwei Fahren nach den Plänen des Grosth. Bauinspektors Joost begonnene. sich rnt den nördlichen Teil des Kurhauses an lehnende große Konzertsaal, vor dessen Front sich der 300u Personen fassende stonzertgarten aiböbrcitet, ist soweit fertiggestellt, daß am Nachmittag des 16. Mai seine feierliche Eröffnung ftattfindet. Ter Saal, voll Lust und Licht, enthält Raum für 1300 Personen, bie Logen fassen 160, die Empore 250 Personen Die am 28. April und J Mai veranstalteten Proben in dem Saal zeigten, daß die Akustik in ihm eine vorzügliche ist Durch tue Anlage dieses Bauwerks, welches die Bauwerke am Kurhause sinnig abschließt, ist es möglich, die sturkonzerle auch bei un* durch das Erlöschen der 2lnwarlscl»'t auf Rente in der Zeit Dom 1. Ion 1901 bis 1. Jan. 1903, nicht zurückgelegt hatte. Auf die teilens seines Vertreters en'olgte Revision verwies das ReickiSvcrficlierunasamt die Sache tut das SchiedSgericK zurück, damit dieses noch schnelle, wie das Darum auf einer Beitragsmarke ursprünglich geheißen habe mtb weshalb es evtl, nachträglich nbflfänbcrt worden sei. Die Erhebungen ergaben, daß für den ÄLiner genau für soviel Wochen. alS er zur Versicherung ange- mclbrt war. Beitragsmarken verwendet worden find. Die frühere Feststellung des Schiedsgerichts, daß in der Zeit vom 1. Jan. 1901 bis 1 Jon 1903 tatsächlich nur 19 Beuragswoet-n nachgewieien find, konnte nicht cn(buttert werden. Ta fomit die Anwaruchoit aut Reine nach 8 46 I. V.-G erloschen ist, und ein Wieder nuil eben derselben durch erneut cd Zurücklegen der Dartezeu von 200 BeilragSwochcn nicht stattgefunden bat, wurde die Berufung de- 9i., der sich durch einen Anwalt hatte vertreten lasten, wiederum verworfen. In der Sache Barbara D. zu Cued, die daS Schiedsgericht ebenfalls fchon früher einmal beschäftigt hat. wurde beidrioifat. über die ArdeitSv rhölttnste der Klägerin Erhebungen an Ort und Stelle anzustellen \?ol5bnuet Johannes Fr zu Holzbausen war von der Landes- VerfichvmngS-Anstalt Großb. Hessen mit seinem Anspruch auf Invalidenrente obgewiesen worden, worauf er sich an daS Schiedsgericht wandte tiefes ern< ie-es beim Schlcpsgerirt:'. beantragt wurde Tas Gericht gnb dem Anträge statt, da.nach dem vom ärztlichen Saä verständige» fest gestellten rbtektivzir Berunde nennensn rte enverbsstörenoe Unfall- Verkehr übergeben wird Von der Schivalm. 4. Mat. In Schrecksbach sind n. d. ,Frks. Ztq.' verschiedene Personen an Genick - starre erkrankt. Die Krankheit hat bis jetzt keinen bös- artigen Verlauf genommen. Mainz, o. Mai. Ter nationadiberale Stadtverordnete Geh. Medizinalrat Dr. Kirn berg er ist gestern obcnh >m Alter von 74 Jahren gestorben. Kirnberger gehörte seit acht Jahren der Sladtoerordnetenversammlung an. Es ist vteS der sechste Stadtverordnete, der in kurzer Zeit durch den Tod abberufen wurde. — In einem Hause der Kapuziner- stroße ist der .VolkSztg.^ zufolge die epidemische Genickstarre aiiSgebrochen. ( ) Marburg, 5. Mai. Tie Jmmatriku- I a t i o n c n an ber hiesigen Universität gingen heute offizieN zu Ende Einschließlich einiger Nachzügler dürfte die Gesamtzahl der Studenten lohne die zum Hören der Vorlesungen Berechtigten) rund 2100 betragen, gegen 1750 im letzten Winter und 1859 im vorigen Sommer. h. F r a n k s u r t a. M., 5. Mai. In vielen Städten wurde schon seit längerer Zeit ein schwunghafter Handel mit goldenen Armbändern, goldenen Uhren, Nadeln und dergleichen gelti ben. Tie Gegenstände waren sämtlich mit dem Goldslempel versehen, so daß die Abnehmer nicht ahnen konnten, daß die von ihnen mit hohen Preisen bezahlten Gegenstände aus Talmi waren. Tie Verläufer wurden nunmehr ermittelt und verhaftet. Es sind ein 33jähriger Metzger Ludwig Seegers aus Hildesheim sowie ein gewisser Worsr von hier. Die Gegenstände sind von einer Berliner Firma bezogen. Tie Betrüger werden von einer ganzen Anzahl Behörden gesucht. 'eigen bei K nicht dk ’Hebert Sw! ;u K den »lNd. ttc sich am efsqebäude der Station N i e d e r w ö 1 l st a d t. lMain .fier Bahn' werden soeben Umbauten uno ®crgrö Benin gen vorgenommen, da die seitherigen Räume den Anfor Zchiedsgericht für Arbciterversicherung in der Provinz ©berljefien. Tcm Polizeidiener Ph. R. zu Otterbach hatte das Schiedsgericht im Juli 1908 die Invalidenrente in gesetzlicher Höhe vom 1. Januar 1908 ab zugesprochen, da man, entgegen dem Gutachten Olroßh. Kreisgefundheitsamtes A., auf das sich die Landcsvcrsichcrungsaustalt Großh. Hessen stützte, auf Grund des Ergebnisses der angcistelltcu Erhebungen in Ucbereinstimmung mit den ärztlichen Sachverständigen Tr. Kißner zu Nieder Linnen und Tr. Schösser zu Gießen zu der lieber;cugung gekommen war, daß Invalidität im Sinne Der 88 15, 5 Abs. 1 I -B.-G bei bem Rentenbewerber vorlag. Auf dia von der LandesversicherungSanstalt gegen die Entscheidung des Schiedsgerichts versolgtc Revi'ston verwies daS Reichs-Berficherungsamt in Berlin die Sackfe an das Sckiedsgeriä't zurück. Durch die darauf weiter angeftdltin Er- mittlungcn, sowie durch den vom Privatdozenten für Chirurgie, Dr. Brüning, erhobenen objektiven Befund wurde die frühere Ansicht des Gerichts als richtig bestätigt, weshalb die Beklagte wiederholt zur Zahlung der Invalidenrente verurteilt wurde. Ebenso erging es iyr in der Sache Wilh. Edo. K. zu Aulen- bietdcb. Auch in diesem Falle liatte die Versicherungsanstalt gegen das dein M. die Jnvalidenreule vom 7. April 1907 ab zusprechefide Ertennmis des Schiedsgericht tont 8. Nov 1907 Revlfion J>eun Reichsoerficheruilgsamte eingelegt. Das Gericht, an das die Sacke zwecks weiterer Erhebungen über die Arbeils- und Lobnverhältnufe vonl Rcichsverfickerungsamte zurüäverwiesen worden war, kam nack dem Ergebnis dieser Erhebungen und der weiter ein- gel.oUen Gutachten ärztlicher Sachverständigen wiederum zu ber Uclerzcugung, daß Ä. seit 7. April 1907 dauernd nicht mehr imstande ist. durch eine seinen straften und Fähigkeiten entsprechende Tätigkeit, die ihm unter billiger Berücksichtigung feiner Ausbildung und seines bisherigen Berufes zugemutet werden kann. und vereinbarten folgenden Vertrag: 1.....räum als Eigentümer des Grundstück Flur ^h: . . für die Tauer feine? Eigen turne der Stadt Güßen unter Vorbehalt befonberer Verein bannig bei etwaigem Non eher Umbau das Recht ein, ai dem auf diesem Grundstück stehenden Haus eine Wand r o jette für die Befestigung der Tragdrähl. der Oberleitung der elektrischen Straßen bahn anzubringen und zu haben und bewillig . schon jetzt, daß dieses Recht bei Anlegung des neuen Grundbuchs in diese eingetragen wird 2. Tie Stadt lhießen übernimmt die Verpflichtung, bi Wandroietten gemäß ihres Zirkulars unter Garanlie des Ausschlusses ber Schallbelästigung anzubringen, und fü. jeden durch die Anlage und den Betrieb der Bahn an dem Grundstück entstehenden Schaden auszukommen. 3 Tie Stadt Gießen trägt die Kosten dieses Vertrags Dorgeleien, genehmigt und unterschrieben. Vorstehende vor mir eigenhändig vollzogene Namensunterschriften beglaubigt Ter Vorsteher Großh. Ortsgerichts Gießen. Weitergehende Wünsche sollten je nach Bedarf von ben ein je Inen in ben Vertragsentwurf aufgenommen werden Au ben mit Beifall aufgenommenen Vortrag schloß sich eine Diskussion an, an ber sich Gastioirr Jaskowsky, ttaufmami Frensdorf, Ingenieur Müller, Rentner n Munchow und der Vortragende beteiligte. Bei der Abstimmung fand die Resolution einstimmige Annahme. •• Ein sehr interessanter Besißwechsel ist vor einigen Tagen perfekt geworden Seit Jahren wurde in den Sitzungen der Stadtverordneten gedrängt, das Hof mannsche Haus au der Ecke der Tamm- und Walltorstraße anzulausen, um den Engpaß dort beseitigen zu können. Ter Oberbürgermeister erklärte stets, baß die Forderung für das Anwesen viel zu hoch sei. Wir erfahren nun, daß Frau Hofmann das Grundstück für .30000 Mk. an die Stadt verkauft hat. Es handelt sich um das Gritndsttick Walltorstraße 13. Mit diesem Besitzwechsel ist der Schlüssel zur Erweiterung des Eingangs zur Tammstraße in bie Hänbe der Stadt gelangt. •• Vortrag. Der Kunstmaler Alois Pe n z - Frankfurt, der gegenwärtig im Kunstoerein ausgestellt hat, wird morqen, Freitag, in der Aula im Unioerfität6qebäubc einen Vortrag halten über ,Raumgestaltung im Bilde*. Weiteres übei diesen Vortrag wird noch morgen in der Zeitung bekannt gegeben. •• Silberne Hochzeit feiern heute der Kellner ynb Studentendicner Wilhelm Sand meister und Frait. **" Fas jaden neu bau Unsere Mitteilung betr. Umbau der Ladensront des Jmheuscr'schen Hauses entspricht nicht ganz den Tatsachen Es ist mit der Ausführung ein hiesiger Architekt beauftragt worden und nicht eine auswärtige Firma = Lollar. 5. Mai. Die erste MonatSversammluna de« hiesigen freisinnigen Vereins zwecks Aoniiituicrung und Vorftandswahl sand oiu Dienstag, 4. Mai, im Saale Märkte. -th. Sieben, 5. Mai. Der heutige Schwei»tmarkt hatte einen Autzrieb von etwa 760 Tieren. Bei dein efcdhero Wetter waren bie kleinen Master an- der Umgegend cadlmch et- kommen, um ihren Bedarf an Ferkeln und Einlegern zu frdirt|d>flft» - Konkurf« in Helfen, lieber da« Beimögeu bri Zigarrenlxindlers Philivo Rink in Worms wurde am 27 Srr >a« Kontiir«oeriabren ei öffnet. RechlsonwaliSgebilfe Fritz S e l z«' 'n Worin« wurde zum Konkursverrvatter ernannt. Konkurs- ’orbmmqen sind bi« zum 16. Mai bei dem Amtsgericht Worms anzumelben. — Ueder das Vermögen der Frau Tr. A. isetz«' Wuwe Raroline ged. Plank von Jugenheim wurde M« 30 Avril bas Konkursverfahren eröffnet. Rechrsanwolt He mmei in BeuSbemi wurde zum Ronhiräoenoalier rrnannL Rente* 'orderimgen sind bi« zum 22. Mai bei dem Amtsgericht Z r ngerr — lieber da i iivm« 2 cb a a b m Mon « beim, zur Zeit unbekannt wo abrorimj- vutb’ am 28. April da« Ronkursver'abreu eröffnet, da der Ge- meiuschuldner unter Cunifrlaffuna erdedlicher Schulden und i"erbnrch feine Zablungsunfäbigkeil darqetan ist. Rotanai^ -a bihe pi 6 el ut V'ebbetftheun wurde zum alter ernannt KonkurS’orderunaen sind biszutn 28 Mai bet br^ ml '.mcb: k'rdbersbeim anzumelben. — lieber da« tWrmojri’ ?'s Rauiniami« ".'ofe> Berkowitz zu Groß-Karben w«rc< ■ .; ■" ,ii bac-f.u’uturioerfobren trennet. RechtSn.nvall Kelle» in rjnebbeig roi:rbe zum KontursvcrwaUer ernannt. lorbenmqcn sind bu> jinn 29. Mat bei dem Amtsgericht anzumelden. £uftfd)iffal)rt. Der .Qberschwabischc Anreiger^ meldet, daß Z II, bei noch vor Pnngi'ten nach seinem Standort Köln überfühn werden soll, zwischen dem 16. und 20. Mai zu einer Fernfahrt nach Berlin aufbrechen werde. Tie Fertigstellung von Z III, der für bie Frankfurter Ausstellung bestimmt in, wird bis August erfolgen. Gestern unternatpn der veränderte Parseoal innen ersten Aufstieg. Da« Liiftschiff, das jetzt 2 Meter länger geworden ist, fuhr gegen einen 11 Meter starken Wind in einer ^She von 160 Meter mit großer Ruhe und Sicherheit unb landete nach halbstündiger Fahrt glatt an ber Aufstiegfielle. Das Militär-Luftfchiff Groß II würbe einer Anzahl vo-i ReichStagS-Abgeorbneten vorgeführt. . .. . ’m :i einem Inirrud) auf Unfallrente durch reckuskrastige En berungen nicht mehr entsprechen — za» LtatwuSgebaude!,'cfcidung des Schiedsgericht- abqnvieien worden war. batte fü unb die Güterhallc der Station Bilbel-Neu find Jul» 1908 pen neuem an b,c 5teinbrud)4bcruf«gnu'"cnid)at on>eit fcrtiggcitcllt, daß, nachdem die Bohnhofs-Umbauten wen n iDühauna einer R n: r wandt Tie r-^uo'ienjchan in der Str.cke ber Main-Wefer Bai'ii dort völlig vollendet leimte c,- ledock mit Bescheid v : - 3U 1908 ab eint Ent- Dr. Schmuttermaier. DO*/, Leipzig lourdm gtftrni ü tg und ein IZDii; cfunben. Beide hatten, nommen. Ter junge i Krankenhaus ge|lorbc irontf. grimder der tpeifc icklage- im 54. Lebern Meckubs M an da- iU e. Drei Lenk bw wiW dk Wwi*' M gttnM wters Illenbotfet Nur/. in. Ter Mkoöolraum jl: ^[flbierte das Labors a/ye Krbrik in planum lästige ÜÄare entfernt fieber und schmerzlos „Tepiio". Dose Mk. 1.50. 12547 Adler-Med.-Drogerie. Otto Schaaf. iberte Parseval 1 jetzt 2 Meter länget cs eter starken Wind in Ruhe und Sicherhei. latt an der Ausstieg. iurde einer Anzahl: KeKannlmachung Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Wetzsteingasse zwischen Wetzstein- und WaNtorstraße Lion heute an bis auf weiteres für den Fuhr- und Rad- Mhrverkehr gesperrt. Gießen, den 5. Mai 1909. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. R e i n h art. Arbeitsvergebunst. Die nachstehenden Arbeiten und Lieferungen zur Unterhaltung trnr Gebäude und Herstellung von Einfassungsgräbern auf dem Fried- Hirs am Nodberg sollen Mittwoch den 12. Mai d. I., vormittags 11 Uhr, öjfentlich vergeben werden. 1. Weißbinderarbeiten, 2. Lieferung von Grabeinfassungen aus Basaltlava, 3. Maurerarbeiten. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbll erhältlich, sind bis zum genannten Termin an uns einzureichcn. — Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 4. Mai 1909. (B5/5 Städtisches Hochbauamt. G erbet. Vergebung. Da? für 1909 im Iustizgebäude zu Gießen erforder- liihe Heizungsmaterial als 3 Meter Tannenscheitholz 1. blasse, 1 Meter Buchenprügelholz, 100 Zentner 9!ußkohlen Größe I, 11)0 Zentner Anthrazitkohlen Größe II und 2800 Zentner Hüttenkoks, 6 bis 10 cm Körnung, soll im Verdingungsweg b'«schasst werden. Verschlossene Angebote können bis zum Eröffnungstermin Montag den 7. Juni 1909, vormittags 10 Uhr, irrt Zimmer Nr. 33 des Justizgebäudes niedergelegt werden. Die Vergebung erfolgt unter den in Anlage A zu dem Ministerialerlaß, betr. das Verdingungswesen, enthaltenen allgemeinen und den dahier aufgestellten besonderen Beding- ungen, die dahier offen liegen bezw. kostenfrei erhältlich sind. Letztere dürsten eine Lieferung auswärtiger Bewerber er- schweren. Nähere Auskunft erteilt auch der Gr. Hausmeister Sürths. Der Zuschlag bleibt zehn Tage vorbehalten. Gießen, den 5. Mai 1909. Gerichtsschreiberei Großh. Landgerichts: Empfehle mich in sämtlichen Zenen!-, Gips- und Stußkarlißilen 5of. Lüllcratb, Stukkateur, 03SO2J Burgsolms. ' meldet, daß Z IIk Ändert Köln übkA 20. Mai zu einer Fkn erde. Tie ftertigikh. Ausstellung bestimm! j al. vnlmifenen So1 ^°nuar 1909 belLl ner- Es märens ff § 'Ms Tagend Bekanntmachung. Die ltzemcindesteuerzettel für 1909 werden in den nächsten Lagen den Steuerpflichtigen burdi die Schutzmannschatt zugestellt. Diejenigen Einwohner, welche bis zum 1. Juni keinen (tze- vTveindesteucrzettcl erhalten haben, nach ihren Verhältnissen aber onnehmen müssen, daß sie steuerpflichtig sind, werden hiermit auf- oyforoert, davon alsbald, bet Meiduug nachteiliger Folgen, auf der Eürflernieiiterei iZimmer Nr. 9) Anzeige zu erstatten. Gießen, den 5. Mai 1909. B6/s Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Keller. Bekanntmachung. Betrifft: Die Ausführung des Reichsgesetzes über die Abänderung der Gewerbeordnung vom 30. Mai 1908. Diejenigen H>andwcrkcr, welche eine Meisterprüfung wicht bestanden haben und also die Befugnis zum Anletten b»on Lehrlingen nicht ohne weiteres nach den Bestimmungen des obigen Gesetzes besitzen, jedoch bereits vor dem 1. Oktober 1108 nach den bis dahin geltenden Vorschriften zum Anleiten von Lehrlingen im Handwerk befugt waren, müssen die Verleihung der njeiteren Befugnis beantragen. , , Soweit die hiernach Verpflichteten den fraglichen Antrag noch nicht gestellt haben, fordern wir sie hiermit auf, dies bis zum 15. d. Mts. spätestens zu tun unter Benutzung des bei uns — Zimmer S"ir. 2 — erhältlichen Vordrucks. . Nach dem genannten Zeitpunkt wird die Revision der Betriebe d urch Beauftragte der Handwerkskammer beginnen und es werden Gewerbetreibende, die nach dem 1. Oktober 1908 eingestellte Lehrlinge beschäftigen und weder die Meiflerprü'ung bestanden haben, nioch sich sonst über ihre Leiugnis zum Anwiten von Lehrlingen cuusweisen, in die gesetzliche Strafe bis zu 150 M. ober 4 Wochen Saft verfallen (§ 148 Ziffer 9 b der Gewerbeordnung). Gießen, den 4. Mai 1909. B6/5 GroßherzogliÄe Bürgermeisterei Gteßeü. J.B.: Keller. Lrrerarncye». — Puschmann, Dr. jur. „I a g d-, Fv rft- und Vo gel- schutz im Königreich Preußen mit bett Bestimmungen über Vorbereitung und Anstellung im Forstverwalkungs- und o r st s ch u tz d i e n st". Ein Handbuch, bearbeitet nach der Reichs- iind Landesgesetzgebung, sowie Rechtsprechung namentlich des Reichsgerichts unter Berücksichtigung der Partikitlarrechte Anhalts, Bayerns, Badens, Braunschweigs, Hessens, Mecklenburg-Schwerins, 'Meckleiiburg-Strelitz, Oldertburgs, Sachsens, Sachsen-Altenburgs, »Sachsen-Weimars und Württembergs. Verlag Emil Roth in »Gießen. Das Werk ist durchaus neu in seiner Art und Anlage umbrecht zeitgemäß. Ungemein inhaltreich, sind in ihm die ver- »mndten Materien, sehr sorgfältig und übersichtlich geordnet, ge- jttstckt verbunden. Dadurch ist oer Verfasser einem Bedürfnis rach einem Zusammenschluß des gesamten weitverzweigten reichs- intb landcsgesetzlichen Jagd-, Forst- und Vogelschutzrechts gerecht geworden: er illustriert, mit sachkundigem Verständnis, die schwierige Materie unter Berücksichtigung der Rechtsprechung durch zahlreiche wertvolle und gegteinverständliche Zusätze und Erläuterungen. Durch die Möglichkeit eines Vergleick)s in den wesentlichsten Fragen mit den Partikularrechten aller anderen deutschen Staaten wird das Interesse für das Werk noch mehr erhöht. — Dieses bringt ml a. im ersten Teil die Jagüordnung vom 15. Juli 1907, in ** Vom Postscheckverkehr. Rach einer Mitteilung der Schweizerischen Ober-Postdirektion in Bern kommt es vor, daß Firmen in Deutschland, die Inhaber eines deutschen Postscheck- lvnkos sind, ihre Kunden in der Schweiz ersuchen, Barzahlungen für die Firmen durch Einzahlung auf deren Postsck?eck- konko mittels Zahlkarte zu bewirten. Ta in der Schweiz Zahlkarten für deutsche Postscheckkonten nicht angenommen werden, ergeben sich für die schweizerischen Postanstalten, insbesondere für die kleinen Poststellen, bei Vorlegung von Zahlkarten Weiterungen. Wünscht der Kontoinhaber, daß die für ihn im Auslande zur Einlieferung gelangenden Zahlungen unmittelbar seinem Postscheckkonto zugeführt werden, so kann dies nur mittels Postanweisung in deren Adresse das Konto bezeichnet und das Postscheckamt angegeben ist, geschehet:. Düsseldorf, 5. Mai. Ter Versand des Stahlwerksverbandes betrug im April d. Js. in Halbzeug ca. 110 000 Tonnen, in Eisenbahnmaterial ca. 132 000 Tonnen, in Formeisen ea. 134 000 Tonnen und in Gesamtprodukten ca. 376 000 Tonnen. Ter annähernde Versand im März 1909 betrug in Halbzeug ca. 145 000 Tonnen, in Eisenbahnmaterial ca. 202 000 Tonnen, in Form eisen ca. 171000 Tonnen und in Gesamtprodukten ca. 518 000 Tonnen. Der Rückgang des Aprilversandes gegenüber dem Märzversande sei neben der geringeren Anzahl an Arbeitstagen im April hauptsächlich darauf zurückzuführen, daß die Werke größere Mengen im März bereits zum Versand brachten, die ngentlich erst im Aprü hätten verschickt werden müssen. Kiekt ’SBfteib U[, Kat _ \ lüorbtn 4rQ,t?c A Noü. i908 tzticheidun r 42 L 1 Muchvies. ' heutige Schweif- Tieren. Bei benv. § der Umgegend «r • .|n und Einlegern ire auf dem t es an dem notigen °m Lande direkt vor.;- und ihnen auf te laut enlgegenge M°- bei Preifen, die w- am Markte *£ «S5?*s AL»- A-ifl ,$trL i. (WSi.iniii: ”ii,3euT®iO«BnS ien: 48 L Jiunb * kn 23 i-: ,SflnI^ir etll0"n -M ,er,vflh m -sM Sch gedrängter Kurze das Prvvinzialrecht über Aneignung von Hirschstangen: die Jagd- und einschlägigen Gesetze von Hantwver, Kurhessen und Hohenzollern; die noch geltenden Vorschriften Ses Allgemeinen Landrechts mit den Provinzialordnungen über das Töten von Hunden und Katzen: vielfach, wo und soweit dies angezeigt schien, die bez. Gesetzgebung der genannten Bundesstaaten in Vergleich stellend. — Ferner die Gesetze und Verordnungen., das Forstpersonal bett.: die sonstigen forsttechtlichen Vorschriften, wie z. B. das Gesetz, bett. Schutzwaldungen und Waldgenossen- schasten: das Gesetz, betr. Verwaltung der den Gemeinden und öffentlichen Anstalten gehörigen Holzungen: das Gesetz über den Forltdiebstahl: das Feld- und Forstpotizeigesetz: das Gesetz über gemeinschaftliche Holzungen: — das Gemeindesorstgesetz für Hrben- zollern: — die land.sgesetzlichen Vorschriften über den Vogelschutz. — Jm^zweiten Teil, der das Reichsrecht enthält, sind ausgenommen unter Jagd- und Forstrecht: die Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches: des Reichssttafgesetzbuchs: des Reichsgesetzes, betr. Prüfung der Läufe und Verschlüsse bei Handfeuerwaffen: das Zolltarifgesetz; die bez. Vorschriften atts der Eisenbakpr-, Bau- und Bettiebsordnung. — Unter Vogelschutz: die Vorschriften d s E. G. zum B. G. B.: des Reichssttafgesetzbuchs: ferner das SSogcb schntzgesetz: das Gesetz, betr. den Schutz der Brieftauben: das Gesetz über den Handel mit lebenden Vögeln. — Endlich in einem Anhang: Die Ueberernfunft zum Schutz der für die Landwirtschaft nützlichen Vögel vom 19. März 1902, sowie ein Verzeichnis der nützlichen und schädlichen Vögel. — Die fleißige Arbeit kann allen Berufs- und Laieirkreisen, überhaupt jedem Freund von Wald und Flur mit gutem Gewissen als ein vorzügliches praktisch- wissenschaftliches Lrientierungsmittel auf den Gebieten des Jagd-, Forst- und Vogelschutzes zur Besckiasfung warm empfohlen tverden. ÄoeauSüchlliche Witterung für Hesse» am Freitag dem 7. Mai: Fortdauernd heiter und trocken. Etwas wärmer. Leb- hafte östliche Winde. (Drigiaiai»Dral>tineldunßen, Berlin, 6. Mai. (Orig.-Telegr. des Gieß. Anz.) Zur innerpolitischen Krisis wird soeben gemeldet, daß die konservative Fraktion die beabsichtigten erneuten Verhandlungen über eine andere Art der N'achlaßsteiter endgiltig abgelehnt habe. Damit wäre das Schicksal der deutschen Reichsfinanzreform gegeben. Rom, 6. Mai. 'In der italienischen Presse wird darüber Klage gefiihrt, daß der Entwurf der neuen deutschen Versicherungsordnung die bestehende Rechtslage zu ungunsten der mlsländischen Arbeiter verändere. Eine Mitteilung der Tribuna weist darauf bin, daß die geplanten Bestimmungen Hun derttausende italienischer Arbeiter treffen und aufs schwerste * schädigen würden. Es sei zu hoffen, daß die italienische Regierung Schritte ergreife, um diese Ungerechtigkeit zu verhindern. Mailand, 5. Mai. Der „Secolo" meldet, daß bei der jüngsten Zusammenkunft der Herrscher von Italien und England König Eduard den Minister Tittoni von der Gefährlichkeit der italienischen Polilit und besonders von dem Mißtrauen überzeugt habe, das diese Politik bei den befreundeten Mäch en Engla id und Frankreich Hervorrufen müßte. König Viktor Emanael habe dieser Unterredung beigewohnt und die Ausführungen König Eduards gebilligt. Paris, 6. Mai. „Petit Parisien" berichtet aus Petersburg, Stolypin habe sich gesttrn nach Zarskoje Selo begeben und dem Zaren seine Demission angeboten für den Fall, daß die Frage des Marine-Generalstabes nicht in dem von der Duma angedeuteten Sinne geregelt würde. Petersburg, 6. Mai. Neuerdings tritt mit Bestimmtheit das Gerücht auf, daß Iswolsky nicht mehr in seinen hics gen Wirkunyslr.is zurür.kehren w r.e vickm hr den Botscyafterposlen in Rom erhalten wird. Zum Minister des Asußern würde Tscharikow ernannt werden. Sofia, 6. Mai. Der hiesige französische Gesandte begab sich gestern auf Urlaub. Seine Abreise noch vor Ueber- reichung der neuen Akkreditive wird mit der Skandal-Affäre der W a f f e n f a b r i k S ch n e i d e r - E r e u s o t in Zusammenhang gebracht, nachdem die bulgarische Regierung wegen der Abnahme weiterer noch ausstehender Lieferungen der genanntes Fabrik Schwierigkeiten gemacht hat. Tanger, 6. Mai. Tie europäischen Kaufleute hielten eine Versammlung ab, in der gegen die ihnen vom Mngzehn bereiteten Schwierigkeiten Einspruch erhoben wurde. Es wurde eine Resolution angenommen, in der die Signatarmächte der Al- gecirasakte gebeten werden, entweder für die volle Durchführung der Akte zu sorgen oder sie wieder aufzuheben. ARFI Rüsselsheim Z. I I I* I1 I Nähmaschinen, U ■ ■ ■ Fahrräder, E W :'y ■ : W <• K. ■' Vj M .- ■ ' e ' A -■Safe H Danksagung. Für die uns anlässlich des Ablebens unseres lieben Bruders, Schwagers und Onkels in so reichem Masse erwiesene Teilnahme sagen wir hiermit unseren innigsten Dank. Im Namen der Hinterbliebenen: H. E. Jughardt. K’174/08~ m? Donnerstag den 13. Mai 1909, nachmittags 3 Uhr, werden in unserem Amtszimmer die den Franz Wigandt Eheleuten in Gießen zugeschriebenen nachstehend verzeichneten Parzellen versteigert: 1/223 = 286 qm Hosreite auf dem neuen Weg 1/232= 234 qm Grabqarten das. Gießen, den 6. April 1909. Großherzogliches Ortsgericht. __________Gros.__________ K 4 09. [Bw/} Donnerstag den 13. Mai 1909, nachmittags 3 Uhr, wird in unserem Amtszimmer die dem Georg Hammel und Ehefrau Franziska geb. Stuckart zugeschriebene nachstehend verzeichnete Parzelle versteigert, nämlich 1/264,5 = 331 qm Hofreite auf dem Kreuz. Gießen, den 19. April 1909. Grotzherzogliches Ortsgericht. Gros. K 48/09. Donnerstag den 27. Mai 1909, nachmittags 3 Uhr, werden in unserem Amtszimmer die dem Earl Beil u. Ehefrau geb. Rinn zugeschriebenen nachstehend ver- zeickmeten Parzellen versteigert: 2/2ö86l/iqp —146 am Grabgarten rechts der Chaussee aus die herrfchaitliche Wiese 2/25885/ioo = 502 qm Hofreite das. Gießen, den 27. Avril 1909. Großherzogliches Ortsgericht. Gros. K 47/09. [B°/j Donnerstag den 27. Mai 1909, nachmittags 3 Uhr, werden in unserem Amtszimmer die den Carl Göbel Ebeleuren in Gießen zugefchriebenen nachstehend verzeichneten Parzellen versteigert: Flur 5/1957I/ioo — 345 qm Hof- reite am Gümhersgraben 5/ltoT5/mo = 192 qm Grabgarten daselbst. Gießen, den 27. Avril 1909. Großherzogliches Ortsgericht. Gros. K 6/09. [B6/j Donnerstag den 27. Mai 1909, nachmittags 3 Uhr, wird in unserem Amtszimmer die dem Johann Gerlicher und Ehefrau ckllathilde geb. Schwab zuge- fdn'iebcne nachstehend verzeichnete Parzelle versteigert: 1/1151 = 522 qm Hotteite hinter dem Slockliaus (Wirtschaft zum Gambrinus». Gießen, den 5. Mai 1909. Gr. Ortsgericht Gießen. _________Gros. Pnm naturreinen Mselwciil in Flaschen und Gebinden liefert jedes Ouantum frei Haus 2189 H. Trechsier Stcinstraße 48 Te'lepbon 581 Wirte u. Wjellerverk. erb. Rabatt. Freibank. Heute IB6/5 Schwcincflciich Pfund 50 Pfg. il albst ei, ch Pfund 40 Pfg. Arbeitsvergebrinft. Die Weißbinder-, Maurer- u. Zimmerer- bezw. Tchreiner- arbeitcn zur Unierbaltung der Gebäude der Hofreilen Neuenweg 2 und 4 sollen Dicnstag den 11. Mai d. Js., vormittags 11 Ubr öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin an uns einznreichen. — Zuschlagsfrist 14 Tage. B5/e Gießen, den 4. Mai 1909. Städtisches Hochbauamt. Gerbel. Äi p$l. Aogeboll Schlitzer Bettuchleinen, zirka 1000 Meter. Rasenbleiche! — Beste Qualität! 30—40 o/o SWt unter den sonstigen Preisen. Schulstraße 1011., 03351]Sradtvost gegenüber. ijriiüe Sicöcitt w ©t Landtier, 10 Stück 65 Psw, reine, w. Kernfcife, p.Psd.28Psg., bei 5 Psd. 27*I, Pfg., 10 Psd. 27 Pfg. emvnehlt W.Ullrich, Schloßgasse7 §ürkScroelflti9urji ä Pfund 80 Pfg.,- sogen. Hamburger Rauchfleisch genau nach Hamburger Art ge- . arbeitet, ä Pfund 60 Psg. empfiehlt [2402 M. Keßler, Roßschlächter. blaiir. 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