Nr. 154 Erstes Blatt 159. Jahrgang Montag 5. Juli 1909 Der Siebener Anzeiger juw-yiw £»x erscheint täglich, außer ’^T Vr “a9?* wöcb!ntUch ,A jA Kjk A A A A AA 9 AA. jA ,A A jA AA SiehenerKamilienbtätter; M fA W AWV JWAVY MW H ■ Vf jf^T IW zweimal wöchentl.rcreir, M Mlw ■ IvIZ Md ■ ■ MV HP MM ■ ■ Afl V ■ M ■ MV H blatlsürdenAreirSiehen MM M ■ HZ WW ■ ■ ■ ■ Ak I X ■ ■ ■ ■ (Dienstag und Freitag); MM M M M W MM - ti fo* JT W WW ZU h zweimal monatl. Land' M ES I'W Ä ; 'L ES iaktisch begründete bann ein anderer Italiener uamms Semaibi durch dir Richtet U Lchr- satzes Danach sollte man meinen, day das SüMnmmen des menschlichen Körpers von selbst geschehen mufte, zumal hei richtiger ÄrTattimg ber Kopf über dem Wo,1er femvragt unb dos Atmen nicht verhindert wird. Aber wie ,bc' mnkt, hat doch gerade die Tatsache, daß das Gefühl der Unncher- heit im Wasser, die Abneigung oder das Ai urteil gegen ba^ Schwimmen ’inb die Notwendigkeit das willkürliche Schwimmen erst au erlernen, ihren Grund dämm da,; der menschliche Körper von selbst schwimmt. Dies ist,leicht erklärt. ~cr ine nid)' ftche Körper, der Länge nach ins Wasser gelegt, verhalt 1 ich wie ein Stab. Will er sich erheben und dabei un Gleichgewicht bleiben, so nruß der Punkt, an dem er gehoben wird, der Schwerpunkt sein, sonst wird er sich immer nach denr eenen oder dem anderen Euds hin neigen. Dasselbe geschieht mit dem Stab. Druckt man ihn an seinem Schwerpunkt nieder, so taucht ,er derart ms Uba) i er, daß er stets der Oberfläche parallel bleibt. Erfolgt aber ber xrua außerhalb des SckMerPunkts, so bleibt der e-tab nicht im Gleich- der Reichsregierung und» der neuen Mehrheit werden durch । einige Mitteilungen der Kölnischen Zeitung ergänzt. Danach ist eine vorläufige Einigung über die B e st e u e - rung der Feuerversicherungen erzielt worden, und zwar unter der Bedingung, daß der von der Regierung beantragte Stempel aus die Hälfte heruntergesetzt wird. Der Umsatz stempel auf Immobilien dürfte ebenfalls vereinbart werden, jedoch wahrscheinlich mit der Maßgabe, daß diese Besteuerung wahrscheinlich nur auf drei Jahre bewilligt wird, und daß dann die Regierung gehalten sein soll, durch Einbringung eines Gesetzes über den Wertzuwachs der Immobilien für einen Ersatz zu sorgen. In den Kreisen der neuen Reichstags-Mehrheit werden die bisher veröffentlichten Mitteilungen über den Inhalt des Steuer-Kompromisses übrigens für unrichtig erklärt. Tatsache ist, daß das Kompromiß bis zur Stunde noch nicht definitiv festgestellt ist. Auch ein an der Börse heute verbreitetes Gerück)t, wonach die Kotierungssteuer gefallen sei, ist unbegründet. In politischen Kreisen wird vielmehr angenommen, daß die Kotienrngssteuer unter einem anderen Namen und mit entsprechenden Abänderungen angenommen werden wird. In Berlin begannen am Samstag nachmittag die Beratungen der drei Parteitage der Freisinnigen Vereinigung, der Freisinnigen Volkspartei und der Nationalliberalen Partei unter sehr lebhafter Beteiligung. Auf den Tagungen, über deren Verlauf wir noch berichten werden, nahm man Resolutionen an, in denen die Haltung der liberalen Parteien zur Reichsfinanzreform gebilligt und gegen die Steueroolitik der neuen Mehrheit entschieden Stellung genommen wurde. Auf den beiden freisinnigen Tagungen wurde die völlige Fusion beider Parteien erörtert. Man steht der Einigung sympathisch gegenüber und beauftragte Die beiderseitigen Parteileitungen mit der weiteren Prüfung »der Angelegenheit. Im Reichstage verlautet, daß eine jungkonservative Partei in der Bildung begriffen ist, bereit Entstehung auf den Gegensatz in der Erbschaftssteuerfrage und anderen schwebenden Fragen zwischen der konservativen Parteileitung und einigen konservativen Vereinen zurückzuführen ist. und die Reichsfinanzreform in einer sachgemäßen, erschöpfenden und für die verbündeten Regierungen annehmbaren Weise zu Ende zu führen. Die „Nord. Mlg. Ztg." bezeichnet es als erfreulich, daß die Abänderungsvorschläge zur Brausteuervorlag'e abgelehut wurden; mit der .Annahme dieses Gesetzes würde das Bier in der Weise zu den Retchslasten herangezvgen sein, wie es durch die finanzielle Lage des Reiches geboten und durch Vergleich mit den Steuern anderer Länder gerechtfertigt erscheint. Dagegen sei es leider bei der Tabaksteuer nicht gelungen, die von den verbündeten Regierungen eingebrachten, wohlüberlegten Vorschläge wiederherzustellen. Das sogenannte Bau- derolensystem stelle nach dem Urteil hervorragender Sachkenner in Theorie und Praxis die gerechteste Form der Besteuerung des Tabaks dar. Es sei zu hoffen, daß die Tabakindustrie in Zukunft diesem Gedanken näher kommen werde. Die größten Schwierigkeiten würden sich bei der Beratung des Ersatzes für die abgelehnten B e - s i tz st e u e r n ergeben, und die Ansicht beginne sich durchzusetzen, daß die ursprünglichen Vorlagen der Regierung gegenüber allen auftauchenden Ersatzvorschlägen den Vorzug verdient haben würden. Wenn nun auch die Verabschiedung derartiger Ersatzsteuern sich nicht vermeiden lasse, so werde die Mehrheit des Reichstags sich die Beschränkung auf- erlegen müssen, daß sie bei dieser Gelegenheit es nicht versucht, wirtschaftspolitische Nebenzwecke in die Steuervorlagen einzufügen. Die verbündeten Regierungen würden auch fernerhin teilte Steuervorfchläge akzeptieren, du. anstelle finanzieller Gesichtspunkte derartige wirtschastsv-oliti'iche setzen. Schließlich warnt die ,.N. A. Z." vor zwei Gefahren: Die eine liege in dem Bestreben, den notwendigen Bedarf unter 500 Millionen Mark herabzudrücken. Es sei unwiderleglich dargetau, daß eine Fmanzreform, bte weniger als 500 Millionen Einnahmen bringt, eine unzulängliche Lösung des gesetzgeberischen Problems wäre; die andere, nicht weniger große Gefahr liege in der Versuchung, solche Steuern zur Verabschiedung zu bringen, die jene Mehreinnahmen nicht in Wirklichkeit, sondern nur scheinbar, gewissermaßen auf dem Papier erbringen. Solche „Finanz- reformen" habe das Reich genug gehabt. Was wer brauchen, seien latsächtich einkommende Mehreinnahmen in der ge- nannteu Höhe. Es werde noch schwerer Arbeit bedürfen, Die hessische Wohirechlsvor^ge. Die Beratung der Wahlrechtsvorlage im GesetzgebimgsauSschnß der Zweiten Kammer ist bis jetzt zu einem Ergebnis gelangt, bas eine begründete Aussicht auf die endliche Einführung des direkten Landtagswahlrechts in Hessen eröffnet. Ter Ausichuß hat, nachdem er vorher mehrmals eingehende Besprechungen mit der Regierung gepflogen und bereit Ansicht und Stellung zu den einzelnen Abänderungsvorschlägen festgestellt hatte, die ganze Wahlrechtsoorlage durchberaten und am Samstag nachmittag die erste Ab Itimmung über den Gesetzentwurf, der die Abänderung der Artikel 67 und 75 der Verfassungsurkunde betrifft, wie über den die Land- stände selber betreffenden Gesetzentwurf vorgenommen. Der Ausschuß hat sich bet seinen Beratungen nicht auf einen einseitigen, radikalen Standpunkt gestellt, sondern, da ja doch die Einführung des direkten Wahlrechts in Hessen nach Art. 110 der Versaßungs- urkünde durch eine Verständigung mit der Ersten Kammer erreicht — ------ ----. werden kann, auf deren Stellung bedacht und deren Wünsche zum gelingt, den Bedarf m voller Höhe und durch Teil berücksichttgt. Die Regierung, von der sich Staatsminiiter h..— Dr. Ewald meist an den Beratungen beteiligte und allen wesent- ^ia bisberiaeu Nachrichten über die Verhandlungen tichen Beschlüssen — wenn auch teilweise unter Vorbehalt — '.wischen stimmte, wird jedenfalls bemüht sein, bei oen spateren Beratungen mit der Ersten Kammer auf die Annahme dieser Ausschußbeschlüsfe hinzuwirken und somit eine Verständigung über die so viel umstrittene Wahlrechtsvorlage herbeizuführen. Ter Ausschuß vollzog zunächst die Abstimmung über die Verfassungsänderungen. Art. 67 wurde in der Regie- rungssassung im Absatz 1 und 2 unverändert angenommen, deren entscheidender Teil lautet: Zwischen den Ausschüssen der beiden Kammern findet zunächst eine vertrauliche Besprechung statt. Jede Kammer beschließt hierauf selbständig über den Hauptvoranschlag und das Finanzgesetz. Tie Erste Kammer legt ihrer Beschlußfassung die ihr mitgeteilten Beschlüsse der Zweiten Kammer zugrunde: sie ist berechtigt, über die einzelnen Teile des Haupt» Voranschlags und des Finanzgesetzes auch gesondert zu beschließen." Absatz 3 lautet nach Streichung eines Zwischensatzes: „Lehnt die Erste Kammer das Finanzgesetz ab, so ist über dasselbe in einer Versammlung der -vereinigten Kammern, die unter dem Vorfitz bes Präsidenten der Ersten Kammer stattfindet, zu beraten und im ganzen abzustimmen. Bei dieser Abstimmung entscheidet die absolute Stimmenmehrheit; bei Stimmengleichheit enftcheidet die Stimme des Präsidenten der Zweiten Kammer." Ter erste.Absatz im Art. 75 lautet: „Wenn auch nur eme Kammer gegen einen Gesetzesvorschlag stimmt, so bleibt das Gesetz ausgesetzt." Dieser Absatz wurde einstimmig angenommen. Als Absatz 2 fand der bekannte Antrag Wolf einstimmige Annahme, wonach ein abgelehnter Gesetzesvorichlag, den die Regienuig dem nächsten Landtag wieder vorlegt, im Falle einer von der Zweiten Kammer mit .über Zweidrittel aller Stimmen getroffenen An- Annahme ober Ablehnung bei der Durchstimmung beider Kammern, die Entscheidung durch die absolute Stimmenmehrheit erfolgen, bei einer mit weniger als Zweidrittelmehrheit erfolgten Abstimmung der Zweiten Kammer, jedoch bei der Durchstimmung eine Zweidrittelmehrheit über die Annahme ober Ablehnung bes Gesetzesvorschlages entscheiben soll." Hier würbe vom Ausschuß noch ber Zusatz .angefügt: „Einer Ablehnung steht gleich, wenn eine Kammer ein Gesetz nicht burch Abstimmung im Plenum erledigt. Mit ber, wie schon bemerkt, im Ausschuß einstimmig erfolgten Annahme bes Antrags Wolf hoffte man, ben leibigen Streit ba- rüber, ob bei einer Durchstimmung beiber Kammern, wie bisher, bte einfache Mehrheit, ober, wie ber Initiativantrag ber Ersten Kammer verlangte, eilte Zweidrittelmehrheit, ober enblich nach bem Gläsftng- schen Antrag eine Dreisünftelmehrheit bit* Entscheibnng 6 er bei» führen solle auch zur Zusricbenheit der 1. Kammer aus ber Welt zu schaffen. Die vom Ausschuß öorgenommene Abstimmung über den Gesetzentwurf über die Landstände ergab folgendes Resultat: Art 1 • „Tie Stände des Großherzogtums bilden zwei Kammern", wurde angenommen. Bei Art. 2, der über die Zusammensetzung der E0>.:: Kammer bestimmt, wurde Pos. 7 geittichen, wonach cur Mitglied des Senats der Technischen Hochschule vom Großherzog -formen werden soll und dafür ein Zusatz zu Pos. 10 angenommen, daß, wenn das Reichsgesetz über die Arbeitskammern verabschiedet ist, die Regierung den Landständen eine Vorlage machen soll, wonach auch ein 'Vertreter der Arbeiterschaft auf Vorschlag der Arbeitskammer vom Großherzog für die Tauer des Landtags in die Erste Kammer berufen werden sott. Art. 3 der Vorlage, nach dem die Zweite Kammer aus 15 städtischen und 43 ländlichen Abgeordneten, aljo 58 im Ganzen gegen bisher 50, gebildet werden soll, wurde unverändert angenommen, ebenso Art. 4, 5 uuo 6. Bei Art. 7 wurden die Pos. 6 und 7 gestrichen, nach denen Beamte und Rechtsanwälte, die entlassen oder ausgeschlossen wurden, bis 5 Jahre nach dieser Zeit kein Stimmrecht haben sollten: auch bei den übrigen Positionen wurde die Karrenzzeit gestrichen. Die Art. 8 bis 18 wurden nach der Regierungsvorlage angenommen. Zu Art. 19, der über das Wahlrecht der Städte bestimmt, nahm ber Ausschuß einen Zusatzantrag des Abg. v. Brentano an, wonach die Wahl der Abgeordneten in den Städten Mainz, Darmstadt, Offenbach, Worms und Gießen nach den Grundsätzen der Listen- und Verhältniswahl erfolgen sott. Der Ausschuß erklärte sich hierbei einstimmig dahin, daß er für die Proportional- wahl im ganzen Lande sei. Angesichts der derzeitigen Aussichtslosigkeit dieser Forderung habe er für die genannten fünf totabtfc ben Proporz beschlossen. Art. 20—23 würben unveränbert angenommen, ebenso Art. 24—29 unter Streichung eines Satzes int 9(rt. 24. Bei Art. 29 erfolgte bie Annahme mit bem Zusatz „nach Anhörung ber Stabtverorbnetenversammlung bezw. bes Gemeinderats " Art. 30—49 wurden unverändert genehmigt, bet Art. 50 erfolote die Streichung der drei letzten Absätze imd der Bestim- ivung, nach der den Wahlkommissivnen eine Strafbefugnis bis zu 30 Mark zustehen sollte. Art. 51—53 blieben unverändert, bei Art 54 wurde der Zusatz gemacht, wonach bei dem Gewählten, wenn er nicht binnen 8 Tagen auf die Mitteilung über seine Wahl feine Erklärung abgibt, die Wahl als angenommen gilt. Art 55—58 würden unverändert genehmigt, bei Art. 59 ein Zusatz angefügt, „nach Erfordernis insbesondere aus Ersuchen der Kammer". Die Zustimmung zu den Restartikeln des Gefttzentwurfs 60—68' erfolgte bei Art. 67 mit der Erklärung der Ausschuß- mttgücber, baß eine befinitive Stellungnahme bezüglich berWahl- lreiseinteiluiig erst nach ihrer FesÜegung erfolgen können. Tie Ausschußmehrheit ist ber Meinung, baß bei Einführung des direkten Wahlrechts das Mandat der noch für 3 Jahre gewählten Abgeordneten nicht erlöschen soll. Tie Regierung überläßt die Bestimmung über diese Frage der Kammer. Äusland. König Eduard ist definitiv entschlossen, auch in diesem Jahr zum Kurgebrauch nach Marien bad zu gehen; er wird in der ersten Hälfte des Augusts daselbst eintreffen. Die griechische Regierung hat die Ausschreibung der Neuwahlen für die Kammer verschoben, um der Vornahme der Wahlen auszuweichen und die Türkei nicht zu provozieren. Mohamed Schewket-Pascha erklärte, daß die Untersuchung des Kriegsgerichtes die Schuld Abdul Hamids an ben Ereignissen vom 13. April festgestellt habe, daß Abdul Hamid jedoch entgegen anders lautenden Dieldungen, nicht vordem Staatsgerichtshof gestellt werde. Die vom amerikanischen Senat angenommenen Bestimmungen des Maximaltarifs ermächtigen den Präsidenten, einen Zuschlagszoll von 25 Prozent auf Waren aus solchen Ländern zu legen, die nach seiner Ansicht die Bereinigten Staaten nicht ebenso behandeln wie andere Länder. Die russische Regierung hat an die fremden Regierungen eine Zirkulardepesche gesendet, daß Rußland unter Aufrechterhaltung des Grundsatzes der Nichtein- Mischung in die inneren Angelegenheilen Persiens Truppen nach Persien entsenden will, um bie dortigen Gesandtschaften und Einrichtungen vor den zu erwartenden Unruhen zu schützen. Die russischen Truppen, die zunächst die weitere Entwickelung der Dinge in stansi abwarten will, werden in den Grenzen nur solange bleiben, bis Sieben und Vermögen der russi'chcn und ausländischen diplomatischen Vertreter, Institutionen und Untertanen vollkommen gesichert erscheinen. 2lus Stadt nnd (and. Gießen, 5. Juli 1909. Justiz Personalien. S. tt*. H der Grofehcr^ rog haben den Lberamtsrichter bei dem Amtsgericht Als scld Geheimen Justizrat Tr. Aug. Scriba nur sein Rach> suchen und unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste mit Wirkung vom 1. Oktober 1909 in den Ruhestand versetzt irnd ihm aus diesem Anlaß die .trronc zum Ritter kreuz 1. Klasse de-z Verdienstordens Philipp:- des Großmütigen Allergnadigst verliehen; ferner den Notar mit den, Amtssitz in Sprendlingen Herm. Kampf zum Notar mit dem Amtssitz in Mainz und den Gerichtsassessor Dr. Rud. Angermeicr aus Bürstadt zum Notar mit dem Amtssitz in Sprendlingen ernannt. "Von unserem Regiment. Oberst v. Müller ist bis 31. d. M. verreist. Oberstleutnant v. Lind eg ui st ist bis dahin die Führung übertragen worden. " Gießener Freie Studentenschaft (Abteilung für Kunst und Wissenschaft). Der kürzlich verfrüht angesagte öffentliche Lichtbildervortrag deS Prioatdozenten Dr. Rauch über Rembrandt ist auf morgen Dienstag, abends 8*/, Uhr im großen Hörsaal der Universität, verlegt worden. Der Eintritt ist gegen Zahlung von 20 Pfg. zur Deckung der Unkosten jedermann freigeslellt. Eine Sitzung des Provinzial-Ausschu sses findet am SamStag, 10. Juli, vorm. »/<9 Uhr mit folgender Tagesordnung statt: 1. Baugesuch des Ernst Freundlieb II. zu Alsfeld. 2. Enteignung von Gelände in der Gemark ung Butzbach zur Erbauung einer Nebenbahn von Butzbach nach Ebersgöns; hierzu Antrag auf Besitzeinweisung. 3. Gesuch der Stadt Bad-Nauheim um Erlaubnis zur Einleitung der Abwässer in die Ufa. •• Der Gabelsberger-Stenograp Hen-Verein von 1861 hatte an seinem VereinSabend am SamStag eines seiner Ehrenmitglieder, Wilhelm Wagner, Direktor deS Gas- iverkeS in Vegesack, zu Gast. Der Vereinsvorsihende begrüßte die zahlreich erschienen Mitglieder und feierte den Gast, der in frühereil Jahren lange Zeit 2. Vorsitzender des Vereins war, in herzlicher Weise; seine Rede klaiig in ein Hoch auf die beiden anwesenden Ehrenmitglieder, Direktor Bergen und Wagner, aus. Direktor Wagner gab hieraus seiner Freude darüber Ausdruck, ivieder einmal einige gemütliche Stunden in dem Verein verbringen zu fönnnn; er weihte dem weiteren Wachsen, Blühen und Gedeihen deS Vereins sein Glas. Direktor Bergen gedachte der schönen Erfolge deS Vereins, der z. Zt. 243 Mitglieder zählt, unter der Leitung des derzeitigen Vorsitzenden. Stenographische und nichtstenographische Lieder trugen zur weiteren Unterhaltung des Abends bei. ** Schüler-Prüfungs-Konzert. Das gestern nachmittag in Steins Saalbau abgehaltene Konzert der Violuiklasse von Kruses Musikschule war sehr gut besucht. Wer die Schwierigkeiten kennt, einige 30 Knaben und Mädchen im Alter; von 8 bis zu 15 Jahren zum 3ufanimeiN spiel zu bringen, der muß nach dem gestern Gehörten jagen, Herr Ehr. Kruse fen. ist der geborene Dirigent eines Kinder-Orchesters. Das Zusammenspiel war in den zu Ge hör gebrachten Kompositionen von Bach, Lehär, Langer, Mascagni, Strauß ufw. ausgezeichnet und die Leistungen der kleinen Künstler verdienen alles Lob. Aber auch über tüchtige Solisten verfügt die Krnsesche Musikkapelle. Der kleine neunjährige Willi Brügel spielte, wenn auch von Herrn Kruse sekundiert, die Komposition des Prinzen Gustav von Schweden „Im Rvsenduft" recht wacker. Besonders aber zeigte der 15jährige Rudolf Sonntag in der japanischen Romanze von Morwet, die er flott und tadellos spielte, das; er den Bogen zu führen und besonders die feinen Nuancen des Stückes wieder zn geben versteht. Abwechselung in 'das Programm brachte Fräulein Kurz, die über eine glockenhelle Stimme verfügt und der Engel Lied von Brega sang. Herr Kruse fen. spielte dabei das Biolin-Solo, wäh rend die 13jährige Grete Rosenbaum die Klavierbegleitung recht wacker ausführte. Fräulein Kurz, die in Gießen das erstenmal öffentlich sich hören liefe, ist von Marburg hierher übergesiedelt und wirb hoffentlich Gelegenheit finden, ihre Lieder häufiger hören zu lassen. ** Tb om as Mofdiat. Sonntag, 11. Juli, 8 Uhr abends, konzertiert das Koschai Quintett unter Leitung seines Meisters T h o in a s Ko j di a t in Steins Saalbau. Nach mehrjähriger Pause besucht das berühmte Ensemble wie der Gießen: die vielen Freunde nub Anhänger dieser Künst ler^Bereinigung werden die Nachricht gewiß, mit Freude vernehmen. ** Die B a n g e n o s se n s ch af t des Evang. Arbeitervereins hielt am Samstag ihre ordentliche Generalversammlung unter Vorsitz des Kommerzienrats H e D t i g e n ft a c b t, als Vorsitzenden des Auf sichtSrates, ab. Direktor Döring gab Kenntnis von den Per- banblungcu des ErnftEudtvig Vereins, die am Mittwoch in Darmstadt stattgefunden haben, insbesondere Wies ec auf die Ausführungen des Prof. Dr Biermer über die Beschaffung von Baugelderii auf 2. Hypotheken für Erbauung von Klein- Wohnungen hin. Da dieses Referat im Druck erscheinen wirb, soll spater daraus zurückgekommen werden. Die Elisa- dethenkleinkiuderschule hat sich dank der zngewiefenen Ge schenke und Beiträge eines regen Aufschwungs zu erfreuen gehabt. Ihre Einnahmen betrugen 1988.73 '.Vif, die Aus gaben 1229.76 Mk., so daß sich ein Ueberschuß von 758.97 ^iJlar! ergibt. Die Redmnng wurde als richtig anerkannt nnd dem Vorstand für die Mühewaltung der Dank der Versammlung ausgesprochen. Der von Direktor Döring ausführlich bearbeitete Rechenschaftsbericht der Baugenossenschaft Wird zur Kenntnis der Versammlung gebracht Die geprüfte Rechnung von 1908 ergibt in Einnahmen 47212.31 Mk., ui Ausgaben 45 766.17 Mk., so das; ein Rest von 1146.14 Rik. verbleibt Der nach der Bilanz und Ge ivimi* und Verlustberechmmg sich ergebende Reingewinn von 1801.50 Mk. soll wie folgt Verwendung finden a dem Reservefonds zuzuweisen 10 Prozent = 1Ä>. l.> hi k, b für 4 Prozent Dividende 553.57 Ml., c) dem Svez.alreservefonds zuziiweisen 1067.78 Mk. Auf Antrag des Oberbibliothekars Dr. Heuser wird dem Vorstände nnd Aussichtsrat Entlast ung für die Geschästefuhrung ans dem vorigen Jahre unter dem Ausdruck des besten Danke, für ihre Tätigkeit erteilt -bildenden Ro^tandsinitglieder Haa^ und Ritsert werden auf Vorschlag durch 3uruf wiedergewählt, ebenso bre Auffichtsratsmitqlieder 5dnirft und Beck Den letzten Gegenstand betrifft die Bebauung des Grundstücks am Erdkauter weg. Es wurde von dem Stand der Sache Kenntnis gegeben und verschiedene Bebauungspläne wurden vor gelegt. •• Von den Wandernden. Im Monat Juni kehrten 1341 Gäste gegen 1169 im gleichen Monat deS DoriahreS in der Herberge zur Heimat em. 687 wurden gegen Arbeitsleistung ausgenommen, während 654 Selbstzahler waren. Tie Frequenz betrug im ersten Viertel deS JahreS 6314, im ab- gelaufenen Onarjal 3982, im ersten Halbjahr also 10296 Gäste. Im Arbeitsnachweis der Herberge wurden 74 offene Stellen angemeldet, von denen 59 besetzt wurden, und zwar durch 39 Handwerker und 20 ungelernte Arbeiter; hiervon wurden 27 in Gießen und 32 nach außerhalb plaziert. ♦* Gießener Ziegen markt. Am Mittwoch, 7. Juli d. I., vormittags von 9 Uhr an findet hier auf der Ziegcumeide der bereits durch Plakate und ortsübliche Veröffeutlichungen bekannt gemachte Ziegenmarkt mit Prämiierung statt. Der Markt wird veranstaltet vom Kreis ziegenzuchlverein Gießen zwecks Hebung der Ziegenzucht, insbesondere soll damit den Bereinsmitgliedern Gelegenheit zum Absatz und den Gemeinden und sonstigen Privaten Gelegenheit zum Ankauf guter Zuchttiere gegeben werden. B. Rockenberg, 4. Juli. Die hessischen Gefangenaufseher hielten heute eine gutbesuchte Generalversammlung hier ab. Die Versammlung wurde durch den 1. Vorsitzenden Gefangenaufseher V e i t-Darmstadt eröffnet. Rach der Rechnungsablage wurde dem Kassierer Entlaffung erteilt. Der Vorstand wurde durch Zuruf rviederdctvählt. Nachdem die Tagesordnung soweit erledigt war, wurde die Vereinigung aller hessischen Staatsunterbeamten erörtert, und die Notwendigkeit des ZusammenschluffeS erkannt. Der 2. Vorsitzende Sch ad-Darmstadt verlas ein Schreiben des Schriftführers Häuscr-Darmsladt von der Vereinigung der heff. Amtsgerichts-, Kanzlei- und Kreisdiener, der zum Beitritt zu dieser Vereinigung aufforderte. Der Zufammenschluß zu einer Vereinigung sämtlicher heff. Staatsunterbeamten wurde einstimmig beschlossen. Dieser Vereinigung sind bereits die vereinigten Jorstwarte, Dammwärter und Beamten deS Landes- gefttit? beigetreten. Der Beitritt der Unterbeamten, die keiner selbständigen Vereinigung angehören, ist in Bälde zu erwarten. Die Vereinigung will zu der bevorstehenden Besoldungsrevision Stellung nehmen, damit die llntcrbeamtcn dieses Mal besser als im Jahre 1898 bedacht würden. L Friedberg, 3. Juli. Aus dem Geschäftsbericht der Sparkasse „ M a t h i l d e n st i f t " für das RechnnngS jahr 1908 ist zu entnehmen: Die Einlagen am Ende des Rechnungsjahres betrugen 9 230600 Mk.: der Zugang wäh rend 1908 — 2 600000 Mk.; zurückbezahlte Einlagen beliefen sich auf P/2 Mill. Mk., sodaß der Einlagebestand Ende 1908 == 10 290000 Mk. war. Der Betrag des Reserve fonds — 490000 Mk.; Einnahme-Ueberschuß — 337000 Mk. Von dell Beständen der Sparkasse im Betrage von 10400000 Mk. sind zinsbar angelegt in Hypotheken 6900000 Mk.; in Wertpapieren 1760Ö0 Mk.; in Schuldscheinen 5ö7OOO Mk. und in Katifschillingeii rund 3000000 Mk. FC Groß-Karben, 4. Juli. Der Werkmeister Reitz auf der Dögelmükile wollte einen Treibriemen auf die Transmission auflegen. Hierbei erhielt er von einem Hebel einen derartigen Schlag gegen den Unterleib, daß die Blutgefäße zerrissen und der sofortige Tod des Werkmeisters cintröt. '? Bill in gen, 5. Juli. Am kommenden Sonntag, 11. Juli, findet hier das Bezirksfest des Kriegerver einsbezirks Lanbach statt. — Eiiiige halbwüchsige Burschen traktierten letzter Tage abends einen anderen Burschen, als er eine Wirtschaft verließ, derart, daß er br wußtlos liegen blieb. Die Sache wirb ein gerichtliches Nach spiel haben. X Mainz, 4. Juli. Das hiesige Tragonerrcginicnt Nr. 6, das thüring. Ulanenregiment N. 6 (Hanau) und das Dragonerregiment Olr. 23 (Darmstadt) halten vom 25. bis 29. d. M. zwischen Rhein und Saar AufklärungSübmigen ab. Dillenburg, 4. Juli. Auf dem hiesigen Bahnhof stießen heute früh, etwa 3' _■ Uhr, drciLoko motiven zusammen. Eine entgleiste und wurde stark beschädigt. Ein HauptgleiS war bis 9 Uhr gesperrt, so daß der Verkehr eingleisig betrieben werden mußte. Verletzt wurde niemand. Zeppelin I im Hasen. Nach langem Harren ii't das Rcichsluftschiff ,3- 1" am Sanis tag abend kurz nach 11 Uhr bei sternhellem Himmel wieder auf gestiegen und ist nach neunstündiger Fahrt gestern vormittag um 8' . Uhr auf dem (rtcrjicipiafc van Frescaty glatt iuit) gut gelandet. Dem Aufstieg wohnte eine ungeheuere Menschen menge bei, die das eittiWiwbeuöc Lirfischiff nut brausendem Hurra rusen begleitete. Audi die Landung vollzog sich in Anwesen bett einer sehr grossen Zuschauerinen^e, die das um 7 Uhr 10 Min über M e n erscheinende Lustschfft nibcüib begrüßte. Die Landung ging bei bcniid>em Sommerweuer nnd fast völliger Windstille fein glatt und ruhig vor »ich. Auf dem Exer.uerplatz hatten sich die Spitzen der '"iilitär und Zivil beborden cnigcfunbcit. „Z. I" machte zunächst in ruhiger Fuhrt eine Reihe von Bewegungen über Metz und den Vororten, bevor es sich der Halle näherte, bann einen immer enger werdend'n Bogen Um b Uhr stand es in molliger Höhe vor der Halle still. Es wurde an hvrabgcivorfcitcn Seilen von Soldaten vollends -n Boden gezogen. 3n her Gondel waren sieben Personen. Major Sperling und Hauormann v. George meldeten sich beim kommandier enden General des 16. Armeekorps, der Infanterie v. Prittwitz und Gaffcon und hem Gouverneur der Fcfntng Metz, General der Inf. v Arnim Sie wurden von beide» m herzlicher Weise zu ihrer Fahrt beglückwünscht, ebenso vom Bezirksoräi'i- herun Grasen n. Zeppelin Aschliausen, sonne von dem Bürgev meister Geb. Reg. :Rat Dr. Bölnne, der dem Maior 3vcriiirg im Rainen der Stadt dafür dankte, daß er seine Bitte erfüllt habe und den Metzern, die in der Stadt geblieben waren, ein Schau - spiel deS manövrierenden LuflschtficS geboten habe. Maior Sperling und Hanptmaun v George wurden voni fourmaubictrnbeit General zur Tafel aeladen Sic begaben sich unter stürmischen Hochrufen hei inzwischen stark angewach'cncn Menge im Kraft wagen zur Stadt Tas Luitsckiff, das eine burdifdmütiid'c Geiwwindigkeit von 45 Kilometer in der Stund- erreicht Mtte, kam inrolge der günstigen Äitternngs- und Windverlwltnifje bebciitcnb »rüber an, als man envartet hatte. Bei her Landung des Luftschiffes durch bradi hie Zuidmncrmenge den militärischen Kordon und könnt.- nur nut grö> ter Mühe davon abgcbalti-n t'-rrbni, sich in hir allernächste Rade zu b a ben Das Luftschiff wurde von den • Halle geleitet, wo cs in geringer Höbe über dem Erdboden der ankert wurde. Alle Fahrtteilueluner sahen infolg.- bet L'.rapazcn recht ubamubet und abgespannt aus. Sie waren icdoch über den hitcinben ETnowna sidKlich erfreut. Um 8 Ubr 30 Mm begannen sich die macht a-n Tore der Halle langsam zu ich'.reßen lieber die Fahrt amnen uns folgende Dradttiachrichteu w, die wir gestern durch Ausbang in unserer Geichästsstelle bekannt madnen: Ulm, 4 Juli Um 12 Uhr 10 Mm. früh unermterte das Luftschiff „3. 1' unsere Stabt. G ö v v i n g e n.^ Um 1' , Uhr ilög I" in nibiaer. sicherer Fahrt über unsere Stadt uttd steuerte der Bahnlinie nach Stuttgart entlang Stuttgart In her 3cit zwisd-en 1 Uhr 50 und 55 Mm. überflog „3. I" in einer Hohe v?n etiva 200 Metern in rascher eleganicr Fahrt von Südosten nach ^iorbwestrn unter brouimben 3uruicn einer großen Menschenmenge, die Straßen unb Dächer besetzt hielt, die Stabt. Aus bat die Stabt umgrenzenden Höb--n wurden b-ngalische Flammen abgebrannt. Das Aodeit hesLujl- schifses, dessen Gondeln hell erleuchtet waren, wurde schon von weitem durch das Surren der Bropellcr angekündigt. Auf seiner Leiterfahrt wurde daS Luftschiff von Mblr.idwm Automobilen verfolgt Es batte auf seiner Fahrt vou Mittelbiberach noch Stuttgart eme «’Jefdnvinbigh-it von 45 Kilometern entwickel! Rach dein „3. I ' den Talkessel der Stadt Domen hatte, h^dnieb es einen Bogen und nahm, um 2 Uhr 5 Mm. die Solitüde über fliegend, nordwestliche Richtung auf Vic» rzheim Pforzheim „3. I" do inerte in her ,kit von 2.35 bi$ 2,43 Uhr früh m gleichmäßiger, schneller ürtibrt die Stadt Man sah nur zuweilen cm Äurblitzen der Lichter in den (^nbeln. Em grofet-r Teil brr Bevölkeruitg begrüfete von ben Häusern, den Straßeri uno namentlich von den Hoden de< Bähnhoss aut- bo» maicftätiid) dahinsahrenbe Lufn'chiff mit stürmischen Hoch und Hurranffeti. ,Z. 1" entfernte ,tch dann in der Richtung auf Karlsruhe. Karlsruhe Das Reidisluffsdnff „A. I" erm.chte um 3.5 Ubr früh unsere Stadt und überflog he in her 3 Das Luftschiff „3 I" Passierte um 5 Uhr früh Bitsch beschrieb einen Bogen über der Festung und sdNug baim die Richtung nach Metz ein. Metz. „Z. I" wurde um 7.25 Uhr früh gesichtet und schwebte um 7.40 Uhr über seiner Landungsstelle auf dem Exer zierplatze Frescaty. 3m Hafen. So hat das Luftschiff rtnebenmi eine schwere Pr.ch- über alles Erwarten glänzend bestanden. Rach mchrtägigfm Aufenthalte hn Freien, wo es allen Unbilden einer sehr ungünstigen Witterung vreisgegeben war, bat es seine in der Lunlmie etiva 300 Km. bctragcabc Fahrt — ungerechnet Bie Beniegungen über bei einzlenen Stabten in ausgezeichneter Berfa sinn g zurnckgelegl. Tabri ist zu bebenfeit, daß „3. I" nicht nach den n-.uesten Erfahrungen gebaut ist, so daß von ben eben in Ansbesferung nnb iin Ban begriffenen Krenzern iwd) ganz andere Lei mm gen erwartet werden dürfen. Aber auch her Besatzung, bie tagelang im Felde gestanden hat und sich aufs beste bewährte, darf nicht vergessen werden. Falsche Gerüchte. Heber die neuerdings wieder aiiftaifdi-nbcn Gerüchte von Verstimmungen zwisd;en 3 e D De 11 it und den Besehtsbabem des „3. I" gebt uns nachstehende Mitteilung des Direktors der Luft fdjiftbaugrieilidxtil 3cDDdin, Cols m ann , zu: Daß dir Militärlnftidiifser bei Biberach unsere Hilse ab lehnten, erregt die öffentliche Meinung Wieder vermutet man Differenzen zwischen dem Grasen ;> c v p e 11 n unb den uns so .svmpathisdten Herren, die draußen im Regen stehen uub her Abfahrt harren unb die Hilfe ablehnen, weil sie keiner bebürien Rebeii beit He|d,n jeder Soge sieht her Glaube oer Volker von ie die finstern (Gestalten des Bösen, die Lichlersd>etnung des Sonnengottes bekämpft imh besiegt das Ewigdunkle. ist an der Seit, hier der Mythenbildung entgegenzutreteu. dem Rational- Helden unserer Dige, unserem verehrten Grafen, hem regelt, sd'affenden, bolle firh die kalte leuirloiaufl des Kriegöministeiiums entgegen, einer Mii'henbtlhimg, wie ne wenigstens in der Vban tafie des Volkes und in der Presse in Wort unb Bild besteht Wenn es auch McinimgSversdriedenheiten negrbm bar, bie auf biescrn Gebiete nid>t zu vermeiden imh. wenn ich auch selbst Burd) meine Auslassungen in brr Lcsienlltchkeit initwtrkte, daß in '.teuerer Seit Gegensätze mit dem Lujlschiffbmi .sevvelin in tech Nischen Fragen bekannt wtirden, so sie, e ;d» bad' gerne fest, daß das Unternehmen des Grafen dem Kriegsminlster um vieles zu danken hat. Oft, fast stets, wenn die Rede auf dieses Berh ilttnS kommt, betont Graf Zeppelin, daß er dem Eingreifen t><. Herrn von Einem allein cö danke, seine fdnvcrflc Jcit überwunden zu haben Ich habe sdwn tnehrjod» betont, daß wir die Forderungen nach dem nws wir znr 2 id-\ lw;t unserer Fahrz wendig erachten, stets wiederholen werben, iviebcrhukm müssen, daß wir ober dennoch volles BerftändniS hoben für dos Ab - warten des .Kriegsministeriums gegenüber o in gewaitiaen An drang dec neuen Aufgaben auf beut Gebiete der Luftschiffahrt, ivcld-c in neuester Zeit zur Lösung drängen. Weyanlage bei Felöbereinigungen. 3» dem Artikel in Ar. 118 in dem au dem Aelbberriiügunv?- verfahren insbesondere an hem neuen Segnest in her Gemarkung Torf Gill Kritik grübt wirb, wirb uns folgendes grfd)rirbrn: Man sollte, bevor man mit solchen Anschulhigungen an bte Oejient- lichkeit tritt, prüfen, welche i^eiichtspuiikte bei nun Entwurie eines neuen Degiletzes berücksichtigt werden müsse». Ls muß zugegeben rorrbcii, daß in einem flcmcn Teile her Dors-Giller Gemarkung zwei Ofemnnnrocgc bei art laufen, daß für hie in der Mitte, nbo am ungünstigsten gelegenen Besitzer, ein Umweg von co 100 Meter, oder in 3cit ausgedrückt, von rund 1 Minute entsteht, aber es wurde dadurch erreicht, daß in dem ganzen Teile, nur c i n uenes Grundstück in Form einer Dreispitze gebildet wurde, ivährrnd durch eine Weganlage, die den Heinen Umweg vermieden hätte, eme ganze Reihe für die Beioirtsduiftting direkt ungünstiger Grundstück-- unbehntgt hätten entstehen müssen. Es muß hier federn denkenden Landwirt überlaffen werden ,u beurteilen, weither ükachteil her größte ist und ob es zweckmäßig geivefen wäre, den Einwurf des Wegnetzes dein Artilfchreiö-c ,u üdcrlai'en Zugleich ist aber aiidi darauf hin-uwetfen, daß dos Wegnetz zwar non dem Sachgeometer entworfen wirb, daß es ober, ehe c-S durch Pertreter Großb. Ministeriums geprüft wird, in mehreren Sitzungen her Pellzugskoinmisflot: in her außer dem Frldbereinianngekommissar imb der Großb .Kulturiuspiktion tüchtige und eriabrrne Landwirte ihre Stimme Haben, auf das gründlichste burdiberaten wirb. 6» erfolgt hierauf eine Prüfung im Felde durch Großb Ministerium unter Zuziehung brr zu staubigen Krcisbebörbe nnd bec Gemeinde- rats bei her Wunsche und Bedenken vorgebracht werben können unb hierauf wirb bas Degnetz 14 Tage lang zur Einucht emcS irhrti Beteiligten offen gelegt. Anschließend an die Lsienlegung findet ein Reklamottonsternuii stakt, in dem Besckuverden gegen bte neue Weganlage von icbem Interessenten vorgebracht werden können und daun erst, wenn alle riitgclaufcnen Beschwerden erledigt find, wirb der Plan vorn Großh. Ministerium genehmigt. Es durfte ouS vorstehenden Zeilen brrvorgehen, daß e- mindestens mrverstänblich ist, daß ein Beteiligter, nachdem ihm doch genügend Gelegenheit geboten war, seine rrrmeintlidxn $'‘rbefrenin- gen in Vorschlag zu bringen, in einer Gemeinde, in der bekannter- mosten bte Feldbereimgung zur größten Zufriedenheit feilt aller Beleiligten hurchqe'ührt würbe, • (U noch versucht, durch derart her Oesientlichkeit übergebene Artikel das Verfahren und die ans- iührcnbcii Beamten zu diskreditieren. CoMtwirtfcbaft. — Belchaffnug von Zuchtniaterial auf dem Alsfelder 3 ti di i vir binar ft unb aut dem Simmental. Ter Laiidimrtichaftsfoniiner-dlnsschnß für Cbcihthcn bietet den Züchtern Gelegenheit zum Bezüge guten JncfttmatcnalS. Ter am 14. Juli von ihm veroiiHoltcte Zuchrvietmiorft tvird mit 103 Stm- mcmalex Bullen »mb 4 » Jt.ihcn unb llatt timen, 70 .fieoeuböclen und Bockläniuiern. 110 Ziegen und Ziegeiiläminem, 20 Ebeffchtocin- ehern und ebensoviel Sauen und Saujerkeln beschickt. Tie Aus- ü I Nur wenige Tage Nur wenige Tage! Die Direktion. NB. Offerten in Heu, Hafer, Stroh, Häcksel 2c. bitte unter 3805 in der Geschäftsstelle de« Gießener Anzeigers zu hinterlegen. Der grosse AW Otto Mark trifft am Freitag den 9. Juli per Extra zu g hier ein und gibt auf DM- Lswaldsgartcn abends 81/i Uhr an demselben Tage seine Ä ■ iWWW U I D ; JHbÄi Hauptprobe: Heute Montag uni 7 Uhr in der Stadtkirche. Grosser W toter hl Gegr. 1883 Gegr. 1883 in Giessen. Verlag von Emil Mit Anhang: 2. Der 3815 Der Vorstand. * Special- Abteilung Tapeten :: Linkrustra :: Wandbespannstoffe Ich habe grosse Posten meiner Waren im Preise erheblich herabgesetzt und bitte, von dieser Gelegenheit, billig einzukaufen. Gebrauch zu machen. Bei Waren, für die eine Preisminderung nicht einge- Heransgcgeben von Mitgliedern des Vogelsberger Höhenklubs. Mit 2 großen Karten des Vogclsbcrgsgcbietes «mit Einzeich nuim luiiiuuijer Marrierungeni, einer großen Rvonkarte, tun, Orienticrungskärtchcn, 4 Ltädteplänen u. einer Euenbabn Verkebrskarte. nr 22 Bogen Text mit über 100 Abbildungen. "MS Preis: flexibel gebunden Mk. 2.—. „Nene Bavriicbe Landcszcitung". «Würzburg) 24.. Iahrrr Nr. 116. 26. VI. 190». Dieser Führer ist einer der schönsten und besten, welche es überhaupt für deutsche Gebiete gibt. Uns wundert es nur, das; man um den geringen Preis von 2 Mk. ein solch umsangreiches mit Bildern und Karten reich ausge startetes Buch, das sogar eine Zierde für den Salon ist, überhaupt geben kann. „Darmstädter Zeitung". Nr. 138. 16. Juni 1909. Der neue Bührer enthält in kurzer, knapper Form alles, way man von ihm verlangen kann. Besondere Berurtnchtlgung haben die bc deutenderen Orte gesunden, aber auch als «geschichtlicher Berater wird der Führer jedem gute Dienste leisten. Mehr als.100 am bildungen, 8 Karten und 4 Pläne sind dem xcjrtc beigefugt und geben dem ganzen ein schmuckes Aussehen. a h hanöcl und vcrkchr, Volkswirtschaft. Deutsche Erntc a n s s i ch t e n. K)Zach dem Laaken» standsberimt des Deutschen Landkvirtjchastsrats wird bei bloggen scstgesrelll, das; die Lage weniger erlist zu beurteilen ist, als vor Lui ot v 3cit Der Roggen habe sich sichtlich erholt. Bor allein ater stützt sich b.c zuvecsichtlichere Auffassung aut die meist günstig Verlaufene Blute und den Umstand, das; man einen gewissen Ausgleich für den überwiegend dünnen Stand in dem allgemein ge lobten Körn ransatz erblicken zu können glaubt Weniger günstig stehen die Wintersaaten, bedeutend günstiger die Sommersaaten, die infolge später Bestellung und Trockenheit gegen andere Jahre um ungefähr 14 Tage im Wachstum zurückliehen, dennoch aber bietet ihr angenbl.Üicher Stand günstige Aussichten aus eine besricdigende Entwicklung. Wuhbach-Licher Eisenbahn. Die Teilstrecke von Lich nach Oueckborn der Neubaustrecke Lich—Grünberg mit den Stationen: Lich, Nieder- Bcffingen, Ober-Vessinqen, Münster, Ettingshausen, Harbach «nd Qneckborn wird am 15. Juli ds. Js. für den Personen-, Güter- und Vieh-Verkehr eröffnet. Die Inbetriebnahme der Reststrccke Queckborn bis Grünberg erfolgt am 1. August er. Der Tarif für den Binnenverkehr und der Fahrplan treten mit diesen Tagen in Kraft. Auskunft in Tarif- und Fahrplan-Angelegenheiten erteilen die Stationen. Die im Taris enthaltenen besonderen Bestimmungen zur Eisenbahn-Verkehrsordnung sind gemäß § 2 der Eisenbahn- Verkehrsordnung genehmigt worden. Butzbach, den 28. Juni 1909. Flora des Vogelsbergs. Wintersport im Vogelsberg von Karl Neurach. Einziges Sgeziatas VÄWM für Linoleum, Teppiche, Möbelstoffe, Gardinen, Rouleaus, Läuferstofie, Tisch-, Woil- und Reisedecken walü ist für den Körner demnach sehr groß, der Ankauf bequem und mit wenig Kosten verbunden, und der Ruf des Alsfelder Zuckstvichmarktes bürgt dafür, das; auch die Qualität der Zucht- tterc befriedigen wird. Die Züchter und Gemeinden, die zur Blut- anffrischnng und durchgreifenderen Verbesserung ihrer Viehbestände Simmentaler aus dein Qriginalzuchtgebiete in der Schweiz beziehen wollen, können sich an dem gemeinsamen Import Ende August beteiligen. Der Landwirtschaftskammer - Ansschus; übernimmt die Kosten des Ankaufes, Transportes und der Verpflegung der angetansten Tiere bis zur Uebergabe an die Besteller und gewahrt 'außerdem für Zuchtvereins- und Gememdebullen einen Nachlaß bis zu 20% des Steigpreises. Da im Vorjahre der Import wegen Seucheugesahr unterbleiben mußte, ist in diesem Jahre auf eine starke Beteiligung zu rechnen. Bestellungen müssen bis zum 10. August in Gießen bewirft «em. treten, gewähre 10% Rabatt M J*hiere Pr^c fik». SlSVhi,en^“c Bnfh9Cii Witte- ctiPQ 300 Ä>n9en über den i'm'chelegt. UQd) den neuesten ?n ,n ^bejienmg uiti) &ilhingm cr- bic tagclanq Ite bewahrte, darf nicht Taum Übelnehmen. Wenn diese Verse gesungen und, singt du- G,e gen Partei: „Dreht euch nicht um! — D-er Zcvvci geht um/ Oder der Name Zeppelin wird plöblich zum „Zeppelmann". -vann lautet der Vers: „Das ist dort unser Zeppelmann! — Der zappeln und auch fliegen kann. -- Wo kommt er her? — Vom Dodenmeer." (!) * ® r ft er Gedanke. Köchin: „Seitdem ich bei Ihnen bin, hat mein Schah um acht Kilo zu genommen!" — Gnädige : „Was mag uns so ein Kilo Schatz wohl kosten?" * Verplappert. Onkel: „Liest du, wenn du zu Belle gehst, noch etwas?" — Neffe: „Freilich! Tie neue Morgen- zeitung!" „ . _ , , - , * Kurz. „Nun, Sie haben ia einen Orden bcLoimncn. Aus welchem An lasse?" — „Das haben se mer bis jetzt noch nich geschrieben!" _ t c, , * Großstadtkind (das aus dem Lande zum erstenmal Hühner int Freien lausen sieht»: „Sieh nur, Mama, hier lauten die Hühner alle „roh" herum!" -Los h a f t. „Was gibts heut zu Mittag? —Wirk: „Falschen Hasen." — „Na, 'heut sind Sie wenigstens 'mal aufrichtig! Kleine Tcrgcschronik. Der Professor des römischen Rechts in Kiel, Dr. Schloß- m an», ist an Asthma gestorbe n. In H amburg wurde gestern das 16. Deut, «he Bundes- schießen mit einem Bankett eröffnet. Sämtliche Personen, die in Horde durch Gase betäubt wurden, befinden sich außer Lebensgefahr. Der Lenkballon „Parfeval III." führte über Defsau mehrere Weiidungen aus, zog 1 amt bis Roßlau a. d. (S’Ibe, nahm nor^ östlichen'Kurs nach 'Wittenberg und wendete schließlich, um nach Bitterfeld zurück zu lahreu. In Neustadt a. d. Haardt fano am Samstag die feierliche Eröffnung der Ersten Pfälzischen Kunstaus - ft e Huna statt. . . In München wurden tnt Deutschen Museum vier kleine aus dem ersten Funde in Südwestafrika stammende Diamanten entwendet. • . , . . Im Wiesetlhof - Tnnnel bet Graz fand eine Dh- namitcxplvfion statt, wobei cin Arbeiter getötet, zwei leben-ges.lhrlich und mehrere andere leichter verletzt wurden. Ist Arica ^Chiles, Kingston i^maica) und La Guatra lBeue- zuela) wurden heftige Erdstöße verspürt. Auch m Messina sind gestern vier neue Erdbeben verspürt worden. Infolge einer anonymen Anzeige wurden in Budapest bet drei durchreisenden Serben drei Bomben beschlagnahmt Das Agrikultur-Departement in Washington teilt mit: Tie Denunziation eines entlassenen Konlrotlbeamten gegen die sanitären Anstände und die angeblich ungenügende Aufsicht m den Schlachthäusern in St. Louis sei durch genaue Untersuchung als vollkommen unbegründet erwiesen worden. | Soeben erschienen: I Illustrierter Wegweiser durch den Vogelsberg -m, Wetterau und die sich daran schließenden Teile der hfogesen: Luftkurort St. Anna 1 bei Sulz. O.-Els.. 500 Meter ü. M.. inmitten hcrrlictfer Tannen- a wälder, Alpenfernsicht. Dasganze Jahr offen. Große Terrassen, H Bad, moderne Einrichtungen, Pension mit Zimmer von 4 M. an. H Prospekt frei. Telephon Amt Gebweiler Nr. 89. Referenzen, i hu/. Ww. Schuller und Kinder. illfk , gus bcrn[ 'ist bef* bietet ' flm SAW i......KL1,1 * ertem zögern u mit einer Probe, V ■ wenn Sie hören, daß hunderttau- B sende nach dem 0 u ersten Versuche & A b erkannt haben, g daß sie in Erdal 8 & l y f das Juwel aller S S**- * ' A Schuh-Putzmittel JLa Y b esitzen. Erdal überall erhältlich. Vertreter: €4ebr. Juli mann. Babnhofstr. 59. [ss’/n Die Arbeiten und Lieferungen für die Herstellung eines Nebengebäudes aus Bahnhof Burg und Nieder Gemünden sollen vergeben werden. Zlngebotsmufter liegen im Geschäftsqebäude bet lUiterzeiüinelen Fiispektion sowie bei der Bahnmeisterei Burg und Nieder Geniiinden zur Einsicht aus Die Ang botSmuster, ohne .-'»eichming können von der Inspektion für 1,05 M. i't. lbb von K 'hen bt? ffi-fgreit, mit VseSlg1» Vermischtes. * Zcppe lin im Kindermund. Von einer Volksschul- kehrerin wird dem Tag folgende amüsante Plauderei über den Einfluß, den die erfolgreichen Flüge des Grafen Zeppelin ans das Gemüt der Kinder ausübten, übersandt: Gras Zeppelins Ruhm ist für alle Zeiten wie ein eherner Fels aufgerichtet, denn . . . die Kinder haben sich bereits seines Namens bemächtigt. Das bedeutet nach den Erfahrungen der Psychologie, daß fein Werk das Volk aufs lebhafteste beschäftigt und gleichsam ein Teil der allen gemeinsamen Vorstellungen genwrden ist. Sein Name wird sortleben, wie die schlichte Volkspoesie unserer Jugend fortlebt, denn er ist bereits von ihr verwendet worden. Vor einigen Tagen bot sich mir nämlich ein eigenartiges Schauspiel dar. Die kleinen Mädchen und Knaben meiner Schule spielten „Jagen" unb „Versteck". Aber anstatt der bisher geläufigen Verse sangen sie: ,,^-licg'! Keppel, fliege! dein Vater ist im Kriege: — du selber fährst ins Frankcnland, - dein Luftballon ist abgebrannt. — Flieg', Zeppel, fliege!" Bei diesen Worten stieb die ganze innge Schaar auseinander, verfolgt van einem Knaben, der abseits gestanden hatte und der offenbar durch die obigen Verse rrur Verfolgung aufgemuntcrt wurde. Wenn er niemand der Kinder erwischen konnte wurde er, wie das bei der Jugend üblich ist, werd- pd) ansgclacht, und alle riefen: „Abgebrannt! Abgebrannt!" Mit der allen Kindern eigenen Freude, an großen Katastrophen )Mr aud) bei ihnen der Eindruck des Unglücks von Echterdingen lebendig geblieben. Einige Tage später, als ich dieses Erlebnis schon wieder- vergessen Halle, hörte ich bei der Beaufsichtigung der Rangen folgende Verse, die von den Kindern bei einem bestimmten Spiel im Ehoiws gesungen wurden: „Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, — wo ist denn der Zepp' geblieben - Rach Berlin, nach Berlin — kommt niemals der Zeppelin!" - - Auf Befragen sangen mir dann die Kinder noch einige andere Verse vor, die hier auch ihren Platz finden mögen, um zu zeigen, ivel eh en Einfluß die Erfindung der Zuftschiffahrt aus das Ge- mütsleoen der Kinder ausgeübt hat. Sie singen auch einen Zwie- gesang: „Der Zeppel kam gezogen, — von weit kam er geflogen. — Zeppel hin, Zeppel her, — Zeppel ist ein Zappelbär!" Sehr schmeichelhaft ist das zwar nicht; Zeppelin wird es aber wohl Gericl?Ls?crnl. Wiesbaden, 3. Juli. Das hiesige Schwurgericht verurteilte den 3Ojährigeu Knecht Theodor Dambmann aus Medenbach der am 'Abend des 20 Juni in Medenbach den 23 Jahre alten aus Wörsdorf gebürtigen Knecht Hermann Mohr nad) einem Wortwechsel e v ft a d), wegen Körperverletzung mit löblichem Ausgang unter Versagung mildernder Umstände zu 5 Jahren Gefängnis. Köln, 4. Juli. Infolge einer Wette trank der I8jährige Erdarbeiter Langel innerhalb 10 Minuten 2 halbe Schoppen Schnaps hintereinander. Er oerftarb an A l k oh o l v er gif t u n g. Hestern hauen sich nun die Veranstalter der Wette, der Fuhrmann Mundorf und die Wirtin Graf wegenfahrlassiger Tötung vor Gericht zu verantworten. Der Fuhrmann wurde üu einer Woche, die Wirtin zu drei Tagen Gefängnis verurteilt. u. am itörrcr. '-Blüten, esser,Riten u.sonstig.Schön» 3 t>eitesel>tcr ärgern Sie nicht B Lingo mehr b. OScbcnnd) v. 8 ^Zücker’s Patent- V Hedizinal'Seife, n.lOOOfarfi bcivabrt, 3 Std 50 Pf. (15 s.ig) unb Ai. 1.60 (35t)6ig, haltig, glnttct Falten u- Runzeln, macht b:e Hau: innitiDcidi ii.zart, gibt ben Wangen ein rosiger Kolorit n. betkilit natürliche Anmut u. jugcublich. Liebreiz bis ins höchste Aller, Preis 75 Ps.u.M.2.—. Ucbcratl echättlich. In Wicücit echt in der Uni- versitätS Apotheke, Markivlatz. Hirsch Apotheke, Kkrcuz Drogerie, Bahuhofstr. 51. [slls/i Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Heffeu am Dienstag dem 6. Juli: Wolkig. Kühl. Gewitterregen. Schwache westliche Winde. Origittcrl-Drahtniel-ungerr. Berlin, 5. Zuli. Tic F i n a n z m i n i st e r d c r B u n d esst a a f c n treten in diesen Tagen zusammen, um sich über eine V erständig u n g in der Rcichsfinanzreform mit der neuen Mehrheit des Reichstages schlüssig zu machen. Bisher ha« mit den Vertretern der neuen Mehrheit nur eine unverbindliche Vorbesprechung stattgefunden. Dagegen haben ihre Mitglieder unter sich in den letzten Tagen im Reichstage mehr fad) Besprechungen gehabt. Weder int Bundesrat noch in der Mehrheit des Reidwtages wird gezweifelt, daß eine Verständigung zustande kommt, wenn sich das auch bis jetzt noch nicht mit Sicherheit feststellen läßt. — Man nimmt aud) an, daß Fürst Bülow noch einmal das Bedürfnis hat, dem Kaiser über das Schicksal der Reichsfinanzreform Vortrag zu halten unb zwar in Travemünde, noch ehe, sich der Kaiser von dort nach Saßnitz begibt. Gestern war indes über eine Abreise des Kanzlers zu diesem Zweck noch keine Bestimmung getroffen. ~ t Darmstadt, 5. Juli. Die Brüder Karl und Wilhelm Opel haben 20000 Mk. zu der vom Großhet^og angeregten Ausschmückung der Stadt gespendet. München, 5. Juli. Der Ministerpräsident Freiherr von Podewils, der gestern dem Regenten Vortrag hielt, reift heute auf zwei Tage nad) Berlin und kehrt von dort direkt Ult das .Hoflager nach .Hohenschwangau zurück. Stuttgart, 5. Juli. Finanzminister von Goßler ist nach Berlin abgcreist. M oute (Lass ina, 4. Juli. Der Abt des hiesigen Beuediktinerklosters, Krug, ist gestorben. Budapest, 3. Juli. A m t l i ch c r Saatenstandsbericht des Ackerbau Ministeriums vom 1. Juli: Mutmaßlicher Ertrag an: Weizen 34.29, Roggen 11.50, Gerste 14.18, .Hafer 12.64 Millionen Meterzentner gegen Weizen 41.42, Roggen 12.19, Gerste 12.26, Hafer 10.18 Millionen Meterzentner wirtlichen Ertrag des Vorjahres. Sehr schön stehen Maispflanzen, Kartoffel, Rübe, Tabak, Hanf, Hopfen und künstliches neueingesätes Futter. Paris, 5. Juli. Rach einer Meldung aus Madrid soll Mulai Hafid geflüchtet sein. Die Meldung wurde von Eingeborenen vermittelt. / Petersburg, 5. Juli. Ein Bericht der Nowojb Wremia schildert die Lage in Teheran als äußerst bedroht, nach dein der Bachtiarcn-Khan den festen Entschluß gefaßt habe, den Schah zu entthronen und Teheran zu nehmen. Die von russischen Offizieren kommandierte Kosalen-Brigade zeigt sich unzuverlässig. Mehrere persische Offiziere haben sich auf den Willen des Volkes berufen und sich geweigert, den Schah zu verteidigen. «udicnbcn Gerüchte Don ) dm Bcsehlshabmi des des Direktors der Lust- in, zu: icrcdi unsere Hilst ab- Äieder vermutet man Hl in und den uns so Regen sichen und der «veil sic feiner bedürfen. der Glaube der Völler die Lichlcrscheinung des Ewilidunklc. Es ist an nzutrctcn, den« Mtional- n hffasni, bent, regen, t des.striegsiiiinisteiiums vmststens m der Wan- urt uni) 3>t/ö bciltfjt. eilen gegeben bat, dü tb, wenn ich auch selbst ichfeit mitwirllc, dast in iffban :chvvüin in tcitr id) doch gerne fest, dast igsm'.nisteriuin vieles zu bc aus dieses Äerli-istms m Eingiciscn deS Herrn rite Jeit überwunden zu daß wir die Forderungen crer ^hrzeugc als iwt- Dcti, iviedcrholm ninsien, nis haben für das Adder dem gcipaltigtn. An- nebicte Der Lustschlliahü, ingcn- __ -einigungen. m bent FcldbcretmMgs- stgnch in der Gemarkung ./w'lgcndes gesMebcn. tdiMgen an die Oe^ff bü dem Enbvunc e x (ss mnk zugegeben "^rs-Gillcr Gemarkung irdieinderMe,K enM iimipca vermieden klemen " ^günstiger KI’b5nb must hier inUl LtrUilen, welcher dem zn bemtc ^en 7?»K:S n.ebreren ^ldbcre'N'M^ dn>iüc ^undÄ^snird. 6s )ur* .- Gemeinde e^eTroerben :'SÄ'S sArS WÄ ,«k @ 'tickte' PiCket im Gesicht Mittwoch Mittwoch Juli Juli I Vereins SV Für Mieter unentgeltlich. S&Q 6 Zimmer Liedertexte Mk.—.20. 3756 IT. M Prsuss. Klassen-Lotterig.! 4 Zimmer Die Ziehung der 1. Klasse 221. Lotterie beginnt SicMMIWtll V, Mk. 4 Mk. 5 Mk. 10 Mk. 20 ere neue abroafcbbarc 3 Zimmer S Prospekt grade. PLSaMiCo/TiT 2 Zimmer I liefere: ItXkXti •vür 1. August ein 3RM Xovitttt: XovltAt röfctij Kleine tiobnuna an rubigc Veute z. oerm. Hahnbofstr. 57. (**in Mädchen auf 1. aufluft gegen hohen Lohn gdurfrt (9630) Blei chstr atze 21. 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