»Ulfe; Ztzü. AM! N!?«>»« ?LSLZx arkerei äbercs U9IL ^^ain Stait KüZStt! K '■‘'ttatbcUrnirrZT' ^anUMaiD ■angaisT »revetee donne W tafeln ttlm btüiS “ mo"? _^WEeeM 'S 6 mung von 6 $- u bergerichtel, inH rheaiers,M-A^ lock-u.JobanneML arz 1910 zu netrat? Auskunft erteilt to Bach, Ploikstrchk Klickarbeiteu wß angenommen. ;> SoUtoijtiW' aufmann lutsituiert. sucht Tr ast, junge Wimir Ren. Diskr.GmÄ» fflclbimgen unter® ießener Anzeiger nm Mädchen in bi?!i 57- wird AltstM M t oder guttrNiiiem der UaiMÄ ecimbt. L Angebcle untex M iebener klnzeim erdet. ene Frau, 40er b- M o. befi. Lvrm M llß. StllOllBntiWCVOa ilelbutiaen u. $2 an *r Anzeiger. MM a Lisebvm. kc- ngen il j. ru- cuiit1 MtÄllbstaben-rt rern-Zetchen, mato daraui austnerM B bie LustragM : Anzeigen bE antrt sind. awWnti deshal igen vriestn Mt MD nichtigeren DaMv liffeniLbgl-bciiomP können »urW astsÄ jener W>S° 'cstend Lerloren n.!äfe? $"»“L *"••*'* das d «E flott' LZS> lon^'Lde-t'g,^ ,,-E Nr. 139 Zweites Blatt Samstag 5. Juni 1909 159. Jahrgang Siebener Ameiger Erscheint tüfifid) mit Ausnahme öes Ssnnkags. General-Anzeiger für Gberhcffen Rotationsdruck tm> Verlag der VrühNchen UniversitätS - Buch- und Steindruckerei. 8L Lang», Dießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: 5L Redaktion:«^ 112. Tel.-AdruAnzeigerGießen. Die „rtetzener Samtlien’Tatter* werden dem »Anzeiger* otermal wachen lich beigelegt, dar „Kretsblati für den Kreis Sichen" zweimal wöchentlich. Die „landwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal. StrasrechtLreform, die Jugendlichen und die Schule. Ueler dieses Thema sprach in der 3. öN'entlichen SScrfammlung des Allgemeinen Tei.tfchen Lehrcrinnenvereins in Hannover Frl. Lina Köpp. Tic Rednerin führte aus: Ter neue Entwurf der Sttafprozeßordnung, wie er vorliegt, hat bei der Behandlung jugendlicher Straffälliger an Stelle des bisher geltenden Prinzips der Strafe „die Erziehung" m den Vordergrund gestellt. Aus dieser neuen Auffassung erwachsen auch der Schule neue Aufgaben. Ter Geist, der diesen ganzen Entwurf durchdringt, must die Lehrerschaft mit Befriedigung erfüllen. Der Entwurf verfolgt das Ziel, die Jugendlichen vor den Nachteilen des bisherigen Strafverfahrens zu bewahren durch die obligatorische Einführung von Jugendgerichten, wie sie ohne Gesetzesänderung auf, dem Verwaltungsweg schon in vielen deutschen Städten eingeführt sind. Tie Jugendgerichte finden ihre Unterstützung durch die Jugcndgcrichtsüilse — die in Hamburg durch die Zentrale für private Jugendfürsorge geradezu vorbildlich eingerichtet ist. Tic Jugendgerichtshilfe in Berlin besteht aus einer von der Teutschen Zentrale für Jugendfürsorge geschaffenen großen Or- ganijativn, die die meisten in der Jugendfürsorge tätigen Vereine umfaßt, der außerdem die kirchlichen Organisationen, die verschiedenen Gewerkvcreine, der Verein Berliner VolksschuNehrerinnen und seit kurzem auch der Berliner Lehrerverein angehören. Tie Lehrer und Leherinnen scheinen besonders geeignet, sich über die Einsichtsfähigkeit gemäß § 56 St.-G.-B. zu äußern. Sie sind besonders berufen mitzuwrrken, um die als Ursachen der Shimi= nalität erkannten Mißstände abzustellen, sowie tatkräftigen Anteil an der späteren praktischen Durchführung der bevorstehenden Reform unseres Strafrechts in bezug auf die Mißhandlung Minderjähriger zu nehmen. Hierauf nimmt Bezug der Artikel: Entwurf eines Gesetzes betr. Aenderung des Strafgesetzbuchs vom Standpunkt der Jugendfürsorge von Dr. jur. Friede. Duensing, Mai- heft der Zeitschrift „Jugendwohlfahrt". Tie Lehrerinnen höherer Schulen sollen ihre Schülerinnen $u einem immer größeren Ver- mttwortlichkeitsgefühl, zu einem immer größeren sozialen Ver- ftändnis, zu dem Wunsche erziehen, im späteren Leben mindestens einem straffälligen oder mißhandelten Kinde ein treuer Freund und Berater zu werden. Alle gemeinsam sollen darnach Hieben, der bevorstehenden Reform unseres Strafrechts durch ein höheres sittliches Empfinden eine höhere Bedeutung zu geben. Tie Diskussion wurde vertieft durch Mitteilungen aus den Organisationen einzelner Städte und durch das Eingreifen der Herren Richter, die durch die Praxis Einblick in die Tätigkeit der Jugendgerichte gewonnen haben. Herr Landrichter Tr. Hertz-Hamburg sprach als Vorsitzender der >Lchöffengerichtsabteilung, die mit der Aburteilung der Jugendlichen betraut ist. Er stellte als wünschenswert namentlich die Ermittelung bereits vor Eröffnung des Hauptverfahrens hin und verwies auf die muftergültiaen Hamburger Einrichtungen, da hier mit den Recherchen auch ein ärztliches Gutachten abgegeben wird, das die geistig Minderwertigen von vornherein von sttafrechtlichcr Behandlung ausschließt. Eine weitere Aufgabe wies er der Schule durch Fernhaltung jeder Ueber- reizung von mangelhaft^Begabten und geistig Defekten auf dem Wege der Difserenzierungsklassen nach Mannheimer Muster, lieber* Haupt soll durch die Prüfung der Einsichtsfähigkeit vonseiten der Lehrer nur die Ucberleitung zur erweiterten sozialen Arbeit geschaffen fein. Die Forderung, die Jugendlichen nach Kräften vor dem Gerichtsverfahren zu bewahren, wurde unterstützt durch Herrn Landrichter Henschel- Hamburg, der die Notwendigkeit der Mithinzuziehung des Lehrers und Mitwirkung der Frauen betonte, deren Tätigkeit er nicht auf die der Fürsorge eingeschränkt wissen wollte, sondern deren Beistand an Stelle der gerichtlichen Verteidigung er für wertvoll hielt. Tie nur bedingte Verwendbarkeit einer Verteidigung wurde beleuchtet von Frl. S u m p e r - München, die auf die pädagogische Gefahr hinwies, welche aus einer unbedingten Verteidigung in Gegenwart der Kinder erwächst. Bereits von Frl. Si gl-München war der Einwand erhoben, daß bei einer dem jugendlichen Vergehen entgegengebrachten Achtung die jugendlichen Verbrecher sich auf den Schutz der Jugendgerichte verlassen. Frl. S u m p c r faßte ihre Forderungen dahin zusammen: Gemeinsames Arbeiten von Lehrern und Lehrerinnen auf dem Gebiet des Kinderschutzes, Abgabe von Gutachten durch die Lehrenden, fürsorgender Ktnderschutz durch Gründung familienhaster Asyle für die gefährdete Jugend, Einfluß auf die Gesetzgebung selbst durch Beantragung bei den zuständigen Stellen, Leherinnen als Schöffinnen zuzulassen., Ter Antrag wurde von Frl. Sumper gestellt: „Tie Versammlung erhebt die Forderung, daß bei der bevorstehenden Reform des Strafprozesses den Frauen die Möglichkeit gegeben werde, als Schöffinnen bei den Jugendgerichten gewählt zu werden." Tiefer Antrag wurde von der Versammlung einstimmig angenommen. Frl. Gilbert-Dresden gab die Resultate einer Statistik, die die Anstellungs-, Gehalts-, Pensionsverhältnisse und das Alter der Mitglieder festzustellen suchte und interessante Aufschlüsse über den aufstrebenden Lehrerinnenstand und die freudig zu begrüßende' rege Beteiligung auch der jungen Lehrerinnen an der Vereinsarbeit gab. Ein besonderer Antrag des Vorstandes lag vor, der zurückzuführen ist auf eine Anregung des Münchener Lehrerinnenvereins: es möge eine Kommiflion eingesetzt werden zur Bearbeitung der Frage, durch welche Maßnahmen die Herstellung und Verbreitung von Schmutzliteratur, obskönen Postkarten etc. eingeschränkt werden könne. Ta sich in der Versammlung Anträge für Erweiterung der Befugnisse innerhalb der Kommission ergaben, so wurde die Einsetzung von zwei Kommissionen beschlossen, deren erste die Grundlagen praktisch-gesetzlicher Maßnahmen zur Bekämpfung der Schmutzliteratur zu beraten hat, während die zweite sich das Ziel setzt, die pädagogischen Schritte zu erörtern, nach denen die deutsche Jugend zu einer reineren Auffassung des Geschlechtslebens erzogen werden kann. Diesem Zwecke sollen Erhebungen! über Jugendliteratur als positives Gegengewicht der Kolportagewerke und Beeinflussung der Lehrpläne zugunsten eines umgestalteten biologischen Unterrichts dienen. Frl. N eu b a r t-Charlottenburg berichtete über die Arbeit der Kommission für Schulspeisung. Danach bestand die Tätigkeit des Ausschusses in der Sammlung des Materials und Anregung der Vereine zur Mitarbeit, während er eine direkte Beeinslunung ablehnte, da über den Wert der Schulspeisung verschiedene Meinungen herrschen und gegen die allzu weite Ausdehnung, namentlich die gesetzliche Regelung derselben (nach dem bekannten Vorschlag von Helene Simons) Bedenken erhoben sind. Auch in der Debatte selbst wurde wiederholt daraus hingewiesen, daß bei absoluter Behauptung des Prinzips ein Aufhören samilienhafter Beziehungen und Gleichgültigkeit der Mütter unterstützt werde. Tas Vorhandensein der Schulspeisung an vielen Orten, in allen größeren Städten weist andrerseits darauf hin, daß ein Prozentsatz der Kinder unbedingt der Schulspeisung bedarf. Städte, Vereine — auch Lehrerinnenvereine —, Klöster und private Wohl- tätigkeit beteiligen sich an diesem Zweig der Fürsorge. Die neue Landgemeindeordnung. Der Zweiten Kammer ist der Entwurf der neuen Landgemeindeordnung zugegangen, der sich im allgemeinen an die Vorlage des 33. Landtags anschließt und sich von dieser insbesondere dadurch unterscheidet, daß in ihm die Vorschläge des Sonderausschusses der Zweiten Kammer des vergangenen Landtags, mit denen sich die Regierung einverstanden erklärt hatte, Aufnahme gefunden haben. Die Landgemeindeordnung soll nach dem Entwurf auf alle Gemeinden des Landes Anwendung finden, die nicht dem Geltungsbereich der Städteordnung unterliegen. Nach den Bestimmungen über die Begrenzung der Gemeinden, ihre Bildung, Umgestaltung und Auflösung, die den Bestimmungen des früheren Entwurfs entsprechen, folgt die Regelung der Rechte und Pflichten der Gemeindeangehörigen. Angehörige der Gemeinde sind die Einwohner der Orts- gemartung. Das O r t s b ü r g e r r e ch t in einer Gemeinde, das die besonderen Ansprüche auf Ertrag und Nutzungen des Gemeindevermögens begründet, kann durch Geburt oder Aufnahme erworben werden. Der Ausfluß der Rechte der Ortsbürger entspricht den Bestimmungen der früheren Vorlage. Der Gemeinderat der Landgemeinden soll in Gemeinden his zu 3000 Einwohnern aus 9, bis zu 5000 Einwohnern aus 12 und bis zu 10 000 Einwohnern aus 15 Mitgliedern bestehen, wobei die aktiven Nttlitärpersonen bei der Einwohnerzahl nicht mitzuberechnen sind. Die Hälfte der Gemeinderatsmttglieoer muß dem höchstbesteuerten Dritteil der zum Gemeinderat Wählbaren angehören. Die Artikel 40—43 des früheren Entwurfs, wonach den höchst- besteuerten Grundbesitzern Sitz und Stimme im Gemeinde- rat, die wenigstens ein .Vierteil der in der Gemeinde von Grundbesitz aufzubringenden Steuern zu entrichten haben, zusteht, sind in dem neuen Entwurf nicht mehr ausgenommen worden, entsprechend dem Vorschläge des Sonderausschusses der Zweiten Kammer des 33. Landtags. Wahlberechrigi zum Gemeinderat sollen alle männlichen Einwohner sein, die die deutsche Reichsangehörigkeit besitzen und feit drei Jahren in der Gemeinde wohnen, unter der Voraussetzung, daß sie am Wahltage das 25. Lebensjahr vollendet haben und vom 1. April des dem Rechnungsjahr, in welchem die Wahl stattfindet, vorausgehenden Jahres gemeinde- steuerpflichtig sind. Die Ausübung des Wahlrechts ist sonach nicht mehr, wie dies der frühere Entwurf verlangt, von zweijährigem Erwerb des Unterstützungswohnsitzes abhängig gemacht. Wählbar zum Gemeinderat ist jeder Wahlberechtigte. Die Gemeinderatsmitglieder werden auf neun Jahre gewählt, nach je drei Jahren haben ein Dritteil auszuscheiden. Die Bestimmungen über die Wahl selbst entsprechen den Vorschlägen des früheren Entwurfs. Wie in der neuen Städteordnung wird auch hier vorgeschlagen, daß Geistliche, Lehrer, Gerichtsbeamte usw. in Zukunft in den Gemeinderat gewählt werden können. Jede Gemeinde muß einen Bürgermeister und mindestens einen Beigeordneten haben, jedoch kann durch Ortssatzung die Zahl der Beigeordneten erhöht werden. Mehrere Gemeinden, die unter einem gemeinschaftlichen Bürgermeister zu einer Bürgermeisterei vereinigt sind, müssen für jede Gemeinde, in der der Bürgermeister nicht wohnt, einen Beigeordneten wählen. Der Bürgermeister und die Beigeordneten werden von den wahlberechtigten Gemeindeangehörigen auf neun Jahre (Entwurf 1906 12 Jahre) gewählt. Nach Ablauf der Wahlperiode können sie wieder gewählt werden. Die Wahl der Bürgermeister und der Beigeordneten bedürfen der Bestätigung ourdj den Kreis rat. Bei Beanstandungen der Wahl, bte nicht nur, wie es der Entwurf des 33. Landtags vorsah, bei Unfähigkeit und Unzuverlässigkeit des Gewählten in Bezug auf das von ihm zu bekleidende Amt geschehen dürfen, soll die Entscheidung des Kreisausschusses ein- geholt werden. Der Beschluß des Kreisausschusses soll vom Kreisrat und von dem Gewählten im Derwcütungsstreit^ verfahren angefochten werden können und zwar in erster Instanz durch den Provinzialausschuß, in zweiter Instanz durch das Ministerium des Innern, das in kollegalischer Beratung über die Berufung zu befinden hat. Bei rechtskräftiger Versagung der Bestätigung ist eine zweite Wahl anzuordnen. Sollte der vorher nicht Bestätigte wieder gewählt werden, so soll das Ministerium berechtigt sein, nach Anhörung des Kreisausschusses die erledigte Stelle durch einen von ihm Beauftragten für drei Jahre auf Kosten der Gemeinde zu besetzen. Der Bürgermeister soll vor seinem Amtsantritt vom Kreisrat oder dessen Stellvertreter, der Beigeordnete vom Bürgermeister in einer Gemeinderats-« sitzung in Eid und Michl genommen werden. Das Amt des Bürgermeisters und das der Beigeordneten sollen Ehrenämter sein, jedoch sind auch in dem Entwurf Vorschriften enthalten über die Anstellung von besoldeten Bürgermeistern in Landgemeinden, entsprechet der auf dem 33. Landtag verabschiedeten Novelle zur Land-? aemeindeordnung vom 27. Juni 1908: lieber die Geschäfte des Gemeinderats bestimmt der Entwurf, daß dieser über alle Gemeindeangelegenheiten beschließen soll, soweit nicht die Geschäfte der ausschließlichen Zuständigkeit des Bürgern Meisters oder besonderen Deputationen unterliegen. Für eine Reihe von Geschäften ist entsprechend der Vorschrift des geltenden Rechts oie Genehmigung der Aufsichtsbehörde erforderlich, z. B. Verfügungen über Grundstücke. Die Beschlüsse des Gemeinderats unterliegen der Anfechtung binnen einer Notfrist von vier Wochen durch die Klage int Wer- waltungsstreitverfahren. Die von oent Sonderausschuß des 33. Landtags in Anregung gebrachten regelmäßigen kleines FerrMeton. — Detlev von Liliencron wurde von der Universität Kiel zum Ehrendoktor ernannt. — Ein Z e p p e l i n - M u s e u m. In der A n t i q u i t ä t c n- jcitung lesen wir folgende Anregung zur Errichtung eines Zeppelin-MufecimS: »Pcrsonalmufeen sind meistens erst nach dem Tode berühmter Persönlichkeiten ins Leben gerufen worden, weil diese eben bei Lebzeiten noch von keinem Ruhmesglanz umgeben waren. Tic Erlangung von Reliquien, Handschristen, künstlerischen, technischen oder wissenschaftlichen Werken solcher Personen ist alsdann meistens nur durch mühevolle Arbeit und groben Kosten- auiwand zu ermöglichen. da die vielen Gegenstände, Lachen und Sächelchen, nach allen Winden zerstreut, teuer und umständlich erworben werden müssen. Graf Zeppelin hat es noch bei Lebzeiten zu Ruhm und höchsten Ehren gebracht, er hat sich durch feine Errungenschaft einen unsterblichen Namen erworben, und nach Jahrhunderten noch ivirb fein Ruhm gepriesen werden. Es ist daher von uns als eine Ehrenpflicht zu betrachten, alles, was auf die Person des berühmten Forschers und dessen Werk Bezug hat, für unsere Nachkommen zu sammeln und festzuhalten. Jetzt ist es noch leicht, vieles zusammenzutragen, was nach Jahrzehnten mit Gold ausgewogen werden wird; jetzt schon soll begonnen werden, ein „Zeppelin - Museu m" zu gründen. Vielleicht fällt diese kurze Anregung auf fruchtbaren Boden und sinden sich Manner, die diesem Gedanken nähertreten, tatkräftig dafür wirken und ein Werk schassen zu Nutz und Frommen späterer Generationen, die uns dankbar dafür fein werden/ — Die gestörte Kindtaufe. In welche Aufregung die Bevölkerung in Leipzig durch die Nachricht von Zeppelins Kommen versetzt wurde, illusttiert am packendsten folgendes dem „2. A." mitgeteilte Geschiehtchen, das den Vorzug hat, wahr zu sein: In einer Familie will man die Taufe des ersten Spröß- lings imi) Stammhalters festlich begehen. Eine größere Anzahl Gäste, aus Leipzig selbst und von auswärts, ist geladen und auch zu köstlichem Taufschm.au se gegen 1 Uhr in der Wohnung fast vollzählig versammelt. Die glückstrahlende fNutter hat eine renommierte Kochfrau engagiert. Auch ein Lohn diener ist gewonnen. Eine leckere Speisefolge harrt ihrer natürlichen Bestimmung, und jckwn nimmt man Platz um die festlich geschmückte Tafel. Da türmt herein ein Nachzügler mit der Boncbennachricht: „Zeppelin ist soeben.aus dem Meßplatz gelandet." Sprichts, macht kehrt imb verläßt eilenden Schrittes das gastliche Haus. Der Lohn- Üener, der soeben zwei Teller Krebssuppe bringt, hört die Botschaft, setzt die Teller auf den Anrichtetisch und ist — 'verduftet. Ihtb ehe noch eine Minute verronnen, bergen die Räume des £aufbaufe3 nur noch eine weinende Mütter, einen schreienden 2äugst"'t und eine schimpfende Kochfrau. — Der allgemeineDeutsche Burschenbund über» mHm mit großen Feierlichkeiten während seines diesjährigen Bundestages zu Pfingsten die oberhalb seiner Bundesstadt Franken- Hansen am Kyfshäuser liegende und der Stadt gehörende alte Frankenburg. Der Bund wird in ihr ein Archiv für seine und die allgemeine burschenschastliche Geschichte einrichten. Auf dem Bundestage nmrbcn außerdem 4 Burschenschaften (Arminia- Greifswald, Arminia-Halle, Askania-Breslau, Suaambria-Bonn) endgültig ausgenommen. Nachdem nunmehr.auch Afnninia-Greifs- wald wieder aufgemacht ist, hat der Bmrd nur noch eine vertagte Burschenschaft, nämlich 'Straßburg und besteht somit insgesamt aus 26 Burschenschaften mit den dazu gehörigen Altherrenverbänden. Zur Zeit zählt der Bund zu seinen Farben rund 500 Studierende und rund 900 Alte Herren. Er hat gegenüber dem vergangenen Jahre ein Wachstum von 20 Prozent zu verzeichnen, also bedeutend 'mehr als alle anderen schlagenden Verbände. — Eine neue Telephonerfindung. Eine epochemachende Erftndung ist auf dem Gebiete des Telephonwesens von zwei schwedischen Ingenieuren gemacht worden. Ein Telegramm aus Stockholm meldet uns: Die beiden schwedischen Ingenieure Egner und Holmstroem haben nach mehrjähriger Arbeit ein Mikrophon konstruiert, das so empfindlich sein soll, daß die jetzige größte Telephonierungsdistanz verdoppelt werden kann. Die n -madxr. Canxda E. B. . . DarmRtldter Bank . Deutsche Bank Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . . I 99.70 03.65 5. Jnnl. Anfan^sknr»». Harpener Bergwerk LaurahQtte . . . Ixnabardeo E. B. • . N rdd. Uojd . . . Türken!om . • • 119.45 125>» 191.9U 190.40 HM» 190JU 1*475 Mjk- Hl> \a*> .41* IM* . 1*3.70 . L33*> . 242.00 62.50 64.* *0 98.76 13Uv 2'1* Vj.25 66.05 vö-40 86.05 94.8') neuen ReichsverfchcrungSord dringende Fälle sicher anzntreffen l>r. Kipper, Willi lm»tr. 2. SamtäLirat l>r. Zin««rr. i>^thestr**«* 1" Kopfwaschpulver „Kopfrein“ Elcktriz. Lahmeyec . . . Ekktnx. Schlickert . . . Eerhweiler Bergwerk • . Gelicukircben Bergwerk . Hamburg - Amerik Paket! Harpener Bergwerk. . . Nordd Lloyd . . . . Obe nobles F.i«en-Icdnxtrle Berliner iiaudebgea . . Darmstadter Bank . • • Deutsche Bank . . Deutsch-Asiat. Bank , . Diskonte • Komroandit . . Dresdner Bank . . . KreditekÜeu..... Baltimore- und Ohia- Eisenbahn . , • • Gotthard bahn . . • • • Lombard Eisenbahn. . . Oesterr Staaubahn . . . Prinee- Denn• Eisenbahn . Uh "bitt’ Uhr abenda nur »e^v-i EflG 013 □ 01 h 6 k 6 Giessen, den 5. Juni IW • rabc, nut Elie Hras in Hießen. — (Biiftau Schulze. 9?cf)iiicn Tic inaHcb em VitoraUihdwii Tr. €»ommrl’# txie*r logen unminclbaT vor bc iirnnabUeti* i-' flupcut wird reger. Ihr Wenxnfottcm crfiarft >< Mattigkeit oeridroinbet und tdroerNchea t^oölb*' hnben iicQi. »idi ialcb ein. yerlnnnrn 2Me ich»« aut'brudlid) ba ■ editc -Tr. <»onimrl,e- frarmatc«.-! und roeifen 2ie flattiabmunneu zurück nunq. Am 21 3um tagt ut .'icna die Elferkommission der deut- schni ^andesver'ichcrungHanftalten zur Beratung bet Beriicberungs- orbitunfl. Ter Zentralansschuß der Berliner kaufmännischen, industriellen und gewerblichen Vereine veranstaltete gestern eine Kundgebung gegen die lebten Beschlüsse der frinanzkomm'sston des Reichstages Q^b. Lotnrnerzienrat 3« cobs hob hervor, endlich fei die Zeit gekommen, wo der Äxruf» mannstand und die Industrie tusMnmengeden müßten Das Befinden uovps bessert sich. Tic furstbiichöf liche Ofcbrim-Kanzlei meldet, daß die Lrankbeit deS Kardinals Mopp als überstanden gilt Tie Besserung schrecket uiittg vorwärt- Ter elfte Teutschc Handln ngsgehilfentag und der elfte Berbandstag de- Deutichnakio: alen Handluna-gedilfen- Verbände-, Sitz Hamburg, werden in der Zeit vom 12. kn- 15. 3um 1909 in Stuttgart abgehalten. 81/. •/• Konsole • • • • 36/, do. .. . . 31/,*/» Hessen..... 3V,*L OberLessen . . . 4°/, Oesterr. Goldrente . . 4'/»*/• Oesterr Silberrente. 4° e Unirar Goldrenlo . . 4°, Italien. Renta . . . 3"', Portugiesen Serie I . 8•/# Portugiesen „ III . 4'/,% russ. btaalsanl 190& 41/,*/» Japan. Staatsanleihe 4•/, Uonv.Türken von HK?3 Türkeuluse . 4*, Grieeh. Monopol-Anl. . 4*/» äussere Argentinier . 3•/, Mexikaner . . . . 4'/,*/» Chinesen . . , Aktient Bochum Goss . . . . . Buderus E W. . . . . Tendenz: sehr ruhig. Telefonische Kursberichte Giessener Anzeigers, mit^e teilt von der Hank Ihr Handel und Industrie, Giessen. Frankfurter Hörne, 5. Juni, 1.15 I hr. Auszug o. ö. Stanöesamtsregiftern dir Stadt Siktz«». lifgebote. Juni 1. Gbriftian Tlagntt , cdjuljmadKr, mit Auguste Höbe', beide in Hießen. — Rndott Polchmann, Rauannnerschlag, Haidninnn in Hießen, mit ?l:uolte Titiinann in Bamenll'. — Heorg "öwer, Rautmanii, mit 'Margarete Hiebei, beide in Greßen. — 4. Heinrich Luowig Plagsanien, ^cziditi- chrelber-A'plraiit in Dießen, mit Dumm 3ol;ing tu Hroß-Aelda. LheschUeßuugea. Mai 29. Ehrisrion Reinhardt, ciDicinex, nut Diane Delzen- leudjtcr, beide in Hießen. — Philipp ^afium, gen. vecg, 'täbt Arbeiter, mit cujanne Becker, geb. Triller, beide in Hießen. — Ir. (rbimrb Lantelmc, Lkehraintsaneffor in langen, mit 2inna Plmck mit Sophie Heinrich, beide in Hießen. — Äml Bender, Tdjr.ciber, mit Sliitui Mütter, beide in Dießen. — Juni 3. Barl Cll, Tipitm- Ingenieur in Völklingen, mit Ginina Vooo in Hießen. iStborene. Mai 24. Tein Kaufmann Wilhelm Hirn» ein Lohn, ,,rtebnch Otto (iritf:. — 27. Tem Sergeanten Wilhelm Okifjler eine locht«. — Tem Ranalarbeiter Heuinch Schnchgidt eine Tochter, HenndM Marie. — Tem Schlosser rZudwig '.Hupp eine Tochter, vilbegttt. — 28. Tein Bahnbediensteten Heinrich Bögler e>ne Tachtel. - 29. Tem Briesträger Neorg ?llerander eine Tochter, .'linia. — 31. Tem Rüiifmnnii Karl Gncmntever cm Lohn, Ruit Hart Emil. — Tem Littzographen 3>‘hud (Sbtn't ein Sohn, .‘Hoben. — 3r.u 1. Dem r.'okoinotivl)ctzer Anton Leisner eine Tochter, IVnriü .‘Imia. Gestorbene. Mai 29. (trief) Schneidei, 11 Jahre alt, Wilbelmstr. 35. — Katharine Jakob, geb. Spuck, 63 Jahre alt, Sonneiiilr. I. - 30. Wilhelm (Gerhard, Kunst- und sandel Partner, 48 Zavie a. »RahrungSberg 8. — Henriette Wagner, 1 Iain alt, Veit ;< f<- Weg 21. — Juni 1. Marianne Witteni , geb. Stoll, 74 3ahre ai Hrabenskr. 4. — Ludwig dhiguit (fmil J'lan, 7 /inhrc al:, Ba'.>n bofftv. 29. — 2. Hertrude Xotljatiue '.'lathilde Änoir, 2 3ahre alt, Crednerstr. 87. — Robert Arntann, 1 /iabv alt, Sn plant-,d"; 2. — S. Wilhelm Ortmüller, 7 Mit. alt, '?l?uenipcg 27. unsereZ und des russischen Kaiser» ;ur Sprache arfommen sei. Der Tag dieser ^iriammcnfunit sei ober noch nicht benimmt. Sie werbe i?ooch sicher tn der zweiten öälfte d dritten Iuniwvche ersvlgen. Re i cksve rli che r u n qsordn u n g. Am Aontag beginnen inner dem Soritge des Staatssekretärs deH Rk'.cbsamteS des Inneren die Beratungen der Pundesralrai'sichüne über den Märkte. Sicken, b. Juni. D a rkt vericht. ?Inl heutigem Wochen markte kostete. Butter pr. Pld. 1.20—1.30 Dlk^ Hühnereier 1 6t. 6—7 Psg., Käse pr. St. 6—8 Kasematte 2 St. b—6 Psg., Ürbien p. Pld. 00—00 Pia., Linsen p. Psd. 00— 00 Psg., Tauber pr. Pr. 0,80—1,00 9)lL, Hühner pr. St. 1,00—1,60 211t, vabue pr. Stück 0^0—1,80Mk., Hanse pr. Pld. 60— 70 Pt., (raten pr. Stuck 1,81' bi« 2L0 Dik., Ochseufleisch pr. Psd. 76—84 Ptg., Hub- und LHmbfletld) pr. Psimd 70—80 Psg^ Schwemesleisch pc. Psnnd 70—90 Psg., Schrveniesleisch, geialien, pr. Pid. 94 Psg.. Halbfleud) pr. Psd. 70—80 Psg., Hammelsletsch pr. Plo. 60—80 Psg. Bavtofidn pr. 100Kg. 7.00—7.60 Mk., Iiviedeln per Psd. 0,16—0,00 TIU Milch per Liter 20 Psg^ Weißkraut per rrtück 00— 00 Pig^ per Ieutner Mk. 0.00—O.Ou. — Aeplel per Ztr. 0—00 WIL, Birnen per Ztr. U)—00 91t Flusse 100 Stück 60—Ou Psg., per Ztr. 0—00 Mk. Marktzen von 7—1 Uhr. R. Boden hausen b Mücke, 4. Ium. Bet dem gelingen Psin g stmarkt war der Lluirneb von SchwCineii stark. Tie Preise der Ierkel schivaukten zwischen 7u und 80 Mk. da« Paar. Ter Handel ging flott; nur lehr wenige biteben iiiioerfoiiu - Ter heutige Siidiurnnarft war un BerhaltmÄ zu den iruheren 1 Kilogr. Schlachtgewichi Schwein' vott»".cnch!'.r. 1^6—1.38 Ttt, Sauer 0,00-0.00 Mk.. über O.W-O.OO Mk.. Halber : Mankölber 0.00—0,00 M., Mondkälber 1.64 —1.74 ■!.: Hammel and Schale 1.46 br4 1,52 Mk. — Binder notierten: w-u> Mk.. ijerfel do:> 3ruck: 00—00 Mk. Te'chött bet Horn- und Rleiiw:eh gednckt. lieber- stand unbedeutend. Tie Zunihren »lammten an- den flreifen L'imburg, WieS^aden-Lond, 2r::r.ar r.nö der Provinz 6verheben. ke. A u - M a l i a i!, 4. Zum Tie Vieh markte ioal?rend der legi en zwei Maiwochen in2?hcbteu. L'tmtura, • .aMm\ ‘2?enieinbc zu itahren; ihm li"gt auch bic Besorgung ber ortlid)cn «Geschäfte ber allgemeinen Staatsver waltung ob. Tic Entschließungen unb Verfügungen des Bürgermeisters sind bin:*.: 1 einer Frist von 2 Wochen durch Beschwerde an den MrcLrat anfechtbar, dessen Entscheidung durch eine weitere Beschwerde an das Ministerium des Innern angefochten werden kann Zur dauernden Verwaltung oder Beaufsichtigung einzelner (Geschäftszweige kann der (temeinberat besondere Te putationen wählen. zur Erledigung vorübergehender Aufträge können durch den ('Scmeinderat befonbere rtommissionen gcbilbet werden. Eingehend geregelt sind die Rechtsverhältnisse ber Wc mein be bca in tc n m bem vorgelegten Entwurf. Die Ernennung bet (^emcinbcbcamtcn unb bic Anstellung derselben soll auf Beschluß des (Äemeinderats durch den Bürgermeister erfolgen. ~ aupersonal unb di diener werden durch den Bürgermeister ernannt und angestellt. Tie Besoldung der Beamten wird jen>eild durch Bc° schluß des (^emeinderats festgestellt. §ür jede (^emeinbe ist cm lycmeinberechner, dem der Betrieb bes (Gewerbes eines (4ast- ober Schaiiknstrtes ber boten ist, mit fester Besoldung zu ernennen Ter Kreisrat »hat diese Ernennung zu genehmigen. Sowohl durch den Bürgermeister als auch durch den .ureisrat können beim (Semeinberechner jeberzeil Maffcrcbiiioncn Dorgenommen werden. Gegenüber dem früheren Entwurf bestimmt die Vorlage neu, daß für alle (Gemeinden Don mehr als .3000 Einwohnern mindestens alle 3 Jahre regelmäßig durch Beamte der Oberrechnungskammer Visitalioneii des (9c rneinderechners vorgenommen werden sollen, ba die seither übliche Revision durch die .nreisämter wegen Mangel an aenügenbem Personal nicht in dem wünschenswerten Um taug Dorgenommen werben konnte. Tic Moftcn dieser Bisi tatiüncn, insbesondere die Tagegelder und Reisekosteil bei Beamten unb ein für die DcriDcnbetc Zeit entsprecheiidc r Teil ihres (Gehaltes sollen von den Okmcinbcn ersetzt werden Bezüglich ber für den Oemeinbevoranschlag, seine Beratung unb Offenlegung, sowie für die Gemeinde rechnung vorgeschlagenen Bestimmungen hält sich ber (hit wurf int ivcsentlichcn an die Vorlage des 33. Landtags In einzelnen ^Bestimmungen ist den Wünschen des Sonder auSschusses auch in diesen .'lbschnitteii Rechnuiig getragen Tie Deckung ber 0k.'nieindeansgaben soll zunächst aus den Erträgnisseii des Vermögens unb der wirtschaftlichen Unternehmungen der (Gemeinde, aus den besonderen Aus fchlägen, Gebühren und Abgaben, sowie au- sonstigen Ge mcmbccintünften erfolgen Tnrch Gemeindeumlagen soll der alsdann noch uiigedecktc Anfwand bestritten werden (Gewerbliche Unternehmungen der t4cmeinbe sollen jo Der waltet werben, daß durch bic Eiiinahmen mindestens die gesamten burch btc lliiternebmnng der Oemcinbc erwachsenen Ausgabeti, einschließlich der Verzinsung unb Tilgung des Anlagekapitals, aufgebracht werben; bei Unternehmungen un öffentlichen Interesse ist hier eine Ausnahme zulässig. Die st a a 11 i ch c L b c r a u s s i ch t, bic insbesondere aus bic Bejolgung ber gesetzlichen, oeroroiiungsmäßigeii und geschäftSordiiungsmäßigen Vorschriften zu richten ist, wird tn (^meinbeangelegenheiteti in erster Instanz Dom Hrci> rat, in der höheren Instanz vom Ministerium deS Innern ausgeübt. Der Mcisrat kann in Ausübung des ihm zu- stehenden z'Uiffick-tSreckUS jederzeit Auskunft und Nachweisungen über die Veruiogensverhältnisse der Gfcntcinben Der langen unb er kann Beschlüsse deS C^emeinderats bcanftanben. Ucber Ausgaben, bic ber Gemeinde im öffentlichen Interesse Dom )trci»rat angefonnen 1 Derben, ist im Verwaltungsstrett- verfahren zu cnlschetben: Ausgaben, zu benen eine (^metitde burch Gesetz, Verorditung ober rechts kräftiger Entsckwidung verpflichtet ist, können von dein st reis rat gegen ben Willen ber (WerneinbeDertretung in ben Voranschlag eingestellt werben. Im Falle, daß der Gemeinderat trotz gegenteilig rechts kräftiger Entscheidung bes Verwaltungsgerichts beharrt ober er sich fortgesetzt in der Ausübung feiner Amtstätigkeit entzieht, so kann er nach Anhörung des ProDiuzialausschufses Don bem Ministerium bes Innern aufgelöst werben. Der Entwurf sieht vor, daß bic iianbgnneiiibeorbnung gleichzeitig mit den Gesetzen über die Verwaltungsrechtpjlege, sowie ber ü.reis- und 'lzrovinzialordnung m ntaft treten soll Tvt Malier nahm geftrrn am I leü. Zn dem Frühstück waren, der ,. u. a. geladen. Ti Staat»fefretär v. Schön, sowie die Uaiersiaai ^ekrc! ir Tie „RattonalzeitiMg" knüpi: an bi durfc annehmen, daß u. a. auch di Ausland. Strcikder französischen Seeleute. In der Nacht Versammlung ber Eingeschriebenen Seeleute in Havr« wurde für boxte früh der A u s N a n d bes chl 0 s s e n. Ein Teil ber Belastung des Dampfers „Savoie" der Compagnie General Trimdatlaittiane hat den Dienst eingestellt. Italiens Seerüstungen. Eine sonderbare Erscheinung ist es, baß Aron Treibunbftaaten, wie Lesterreich und Italien, gegeneinanber rüsten. Diese Erscheinung wirb aber verständlich, wenn man sieht, wie die inneren (»iegensäste zwischen beiden wandern immerfort zunebmen unb mit weldh?n Mitteln Gegensätze geschossen werden. In Roni ist die Broschüre etney angeblichen früheren italienischen Marlneministers erschienen, die auf btc (gefahren himveist, welche ber Dreibund für Italien in sich birgt. Der Verfasser weist aus das österreichische Marine-Programm bin und ührt aus, Italien werbe sich 1912 einer bedeutenden österreichischen Ilotten-Uebermacht gegenüber befinden. Der Verfasser befürwortet daher ein italienisches Marine-Programm, welches den Bau von 4 Linienschiffen, 1 Panzerkreuzern, 6 geschützten Panzern und 18 Torpedobootszerstörern umfaßt Aur bann werde Italien un Falle eines Krieges vom ersten Tage ab im adriatischen Meere Lesterreich überlegen sein. Spitzbergen und bic Bäreninsei IN der Tar^ tellung der Ansichten der norwegischen Regierung über die recht liche Regelung der Verhältnisse auf Spitzbergen und der Bären insel, bic als Programm für -die in Ehriltiania abzuhaltende Konferenz zur Regelung dieser Verhältnisse dienen soll, vertritt bic norwegische Regierung, wie die „Aftenposten" meldet, das Prinzip daß die gegenwärtigen politischen Verhältnisse der genannten In ein unverändert bestehen bleiben sollen, so daß sie al- zu keinem Staate gehörig betrachtet werben. Unruhen in Amerika. Die Regierung entsandte das Kanonenboot „Padncah" nach "Laceiba .Honduras, wo revolw tionnre Unruhen ausgebrochen sind. (NESTLE Altbewährte Nahrund ? fürKinderundKranke Dr. Dralle’s Birken- Haarwasser cnhsutck beim Reiwrkaniler > at.Mr.d. U'id . V,eb II. Jahren iniolge Eintretens des Regenivelters ichlecht beiucht. 1c. W 1 e s b a d e n, 4. Iimi. P i e y in a r k i. Zuni Berkau' stanben: 3* Cd)ien, »>9 Uuhe, 26J Swioeine, 135 Balder (Darunter 00 Masttalber. 135 (tanbtälleü, 46 täiniuel und cdxfe. Bezahlt r.nnbc tz.c SORdogininm 2d)lad :. ..•rotdn Ccbteii I. CuaL mau 174,'Xj—76. -. C 74.w _'.:n Huje 1. Cualuai nung 164,00—6b,UO M., 2. CuaL 00,00—0.’,CM Ml. Bezahlt wuibc iut Der Gesetzgebung-ausfchuß ber Zweiten Kammer begann am Freitag vormittag die Beratung ber Wahlrcchtsv 0 rlage Die Mitglieder bes Ausschusses waren vollzählig erschienen. ES faub zunächst eine allgemeine Aussprache über bic Regierungsvorlage im ganzen und über die darin vorgefchlagene Abänderung ber Art. 67 unb 7.5 der Berfasfnngsurninde statt, wobei es zu eingehenden Erörtcrunaeti über die Stellungnahme der ein zelncn Parieiett kam. Irgendwelche B<'schlit|se wurden nicht gefaßt. Die Beratung soll heute vormittag festgesetzt werden. Der Finanzausschuß der Zweiten Hammer wirb seine vor dem Pfingstfest abgebrochene Beratung über die «S e m e i n d e n m 1 a g e n r c j 0 r tn am Dienstag, 8. Juni, wieder cmfnehntett Amtlicher TeN. Kekanntmachung. Betr: Milzbrand zu Holzheim. Bei einer Kuh des Landwirts Konrad Rausch zu Holz- heiin ist Milzbrand fcflgeftcllt rvvrden. Sperre ist verhängt. Gießen, den 4. Juni 1909. Großherzoglichcs Kreisamt Gießen. I. V.: L n n g c r m a n n. Kclmnnlinachung. Betr.: Ansteckender .Scheidenkatarrh unter dem Rindvieh der Gemeinde Langd. Nachdem in der Gemeinde Langd bei den 3 Gemeindebullen und einer größeren Anzahl von weiblichen Tieren der ansteckende Scheidenkatarrh des Rindviehs jcstgestellt worden ist, haben die Bestimmungen der nachstehend abgedruckten Verordnung betr.: Maßregeln zur Unterdrückung des ansteckenden Ccheidenkatarrhs des Rindviehs bom 20. Oktober 1902 Anwendung zu linden. Mit der Untersuchung der Muttertiere und der Behandlung der erkrankten Tiere ^sti der dortige Polizeidicner beauftragt. Gießen, den 4. Juni "1909. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Langermann. Verordnung. Betr. : Maßregeln zur Unterdrückung des ansteckenden Scheidenkatarrhs des Rindviehs. Auf Grund des § 1 der Bundcsratsinstruktion zur Ausführung der §§ 19—29 des Reichsgesetzes vom 23. Juni 1880 1. Mai 1894 die Abwehr und Unterdrückung von Viehseuchen betreffend, werden mit Genehmigung Großh. Ministeriums des Innern vom 16. Oktober 1902 zur Unterdrückung des ansteckenden Scheidenkatarrhs des Rindviehs die nachstehenden Schutzmaßregeln für den Kreis Gießen angeordnet. § 1. Sobald der Ausbruch des ansteckenden Schcidenkatarrhs in einem Orte festgestellt worden ist, darf weibliches Rindvieh nur dann zur Begattung durch einen unverdächtigen Gcmeinde- buNen zugelassen werden, wenn es durch einen vom Kreisveterinärarzt zu instruierenden Ortseinwohner auf das Vorhandensein der fraglichen Krankheit untersucht und für unverdächtig erkannt worden ist. Die bei dieser Untersuchung als verdächtig erkannten Tiere sind so lange von der Begattung ausgeschlossen, bis ihre Unverdächtigkeit durch den Kreisveterinärarzt bescheinigt wird. § 2. Die nach § 1 verdächtig befundenen Tiere sind von dem mit der Untersuchung beauftragten Ortseinwohner der Orts- Polizeibehörde anzuzeigeu. Der Wechsel des Standorts dieser Tiere ist bis zu deren Unverdächtigkeit nur mit besonderer polizeilicher Erlaubnis gestattet. Wird die Erlaubnis zur Verbringung eines verdächtigen Tieres in eine andere Gemeinde erteilt, so ist die Polizeibehörde derselben entsprechend zu benachrichtigen. § 3. Das Verbringen von Kühen und Rindern eines Scuchen- ortes zu den in anderen Orten aufgestellten Bullen ist verboten. § 4. Nach dem Erlöschen der Seuche in einer Stallung ist die Desinfektion derselben, sowie der Stall- und Putzgeräte nach Angabe des Kreisveterinärarztes und unter polizeilicher Ueberivachung vorzunehmen. § 5. Ter Ausbruch und das Erlöschen der Seuche in einem Orte ist durch das Krcisblatt imi> in ortsüblicher Weise bekannt zu niachen. § 6. Zuwiderhandlungen gegen vorstehende Anordnungen tverdcn, insoweit nicht nach bestehenden gesetzlichen Bestimmungen eine höhere Strafe verwirkt ist, nach § 66 Ziffer 4 des Reichsgesetzes über die Abwehr und Unterdrückung von Viehseuchen bestraft. Gießen, den 20. Oktober 1902. Großherzvqliebes Kreisamt Gießen. Dr. Breidert. Kekanntmachung. Wegen Vornahme von Straßenbauarbeiten wird der Seltersweg zwischen Frankfurter Straße und Woltengasse vom 7. ds. Mts. bis auf weiteres für jeglichen Fuhr- und Radfahrverkehr gesperrt. Gießen, den 4. Juni 1909. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. —_______________I. V.: B i l o. Bekanntmachung. Aus den städtischen Anlagen vor dem Jricöbos am Nah' ruuasbcrg sollen etnm .30 Hansen Reiser Dienstag den S. (»uni, nachmittags 5 Uhr, meistbietend versteigert werden. B5/s Die Zusammenkunft ist auf der Lichcr Straße am Eingang zum Schifsenberg er Weg. Gießen, den 4. Juni 1909. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _________________I. V.: Keller. Bekanntmachung. An der Volksschule zu Gießen ist die Stelle einer Handarbeitslehrerin aus 1. Juli 1909 anderweit zu besetzen. Diese Lehrerin soll auch zur Erteilung des Haushaltungsunterrickts befähigt sein. Mit der Stelle ist ein Aniangsgehalt von 1100 Mk., steigend von drei zu drei Jahren um 150 Mk. bis zum Höchstgehalt von 18.50 Mk., verbunden. Bewerberinnen wollen sich unter Vorlage ihres Lebenslaufes und ihrer Prüsungszeugnisse bei der unterzeichneten Behörde bis zum 15. l. Mts. melden. Gießen, den 3. Juni 1909. B4/s Großherzoglichc Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Keller. Bekanntmachung. Die Verteilung der Zinsen aus der Wolf von Todtenwart Stiftung findet stislnngsgemäß Donnerstag den 10. Juni d. Js., morgens um 5 Uhr, in der Sladtkirche statt. B*/6 Gießen, den 2. Juni 1909. Die Armendeputalion der Stadt Gießen. Keller. Bekanntmachung. Weyen Vornahme von Rcvisionsarbeitcn in der Ma' fchinenstation ist die Stromlieserung am Sonntag den 6. ds. Mts. von nachmittags VZ Uhr bis nachmittags 5 Ubr unter brachen, was wir hierdurch den Konsumenten zur Kenntnis bringen. B5/6 Gießen, den 4. Juni 1909. Stadt. Elektrizitätswerk Gießen. Stoltc. Arbeitsvergebung. Die nachstehenden Arbeiten zur Erbauung eines Wagen- schuppens für die elektrische Straßenbahn sottell Mittwoch den 1«. Juni d. Js., vormittags 10 Uhr, öffentlich vergeben werden: II Erd- und Maurerarbeiten 2) Steinhauerarbeiten: a) Sandsteinarbeiten b) Lungsteinarbeiten. Zeichnungen, Arbeitsbesrhrcibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote aus Vordruck, der daselbst erhältlich, lind bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. ZufchlagSfrist 14 Tage. Gießen, den 4. Juni 1909. Bs/8 Städtisches Hochbauamt. G. crbc l. Betten Auf Abzahlung. 91 Schlafzimmer Badeschwamm - L zugliche Winterleger. [3024 rote Rhode Js- landDtzd.M.5- sranko. Lachss. Faveroltes Dtzd. M. 3.50 franko. Beide Rassen vor Diese Einlegesohle mit einer Einlage aus bestem Badeschwamm, stellt das Vollkommenste dar, was in Einlegesohlen existiert. — Die „Vilana - Sohle“ saugt den Schweiss leicht und schnell auf, verhütet Hornhaut und Hühneraugen. — Bei sachgemässer Behandlung sind Vilana-Sohlen unübertroffen. Iran E. Müller, Kinzenbach bei Gießen. J. Jttmann Waren-Möbelversandhaus Giessen,Plockstr. 14/1'6 Langjähriffe Garantie Wagen ohne Firma Strengste Diskretion. sowie eomplctte Wohnungs Einrichtung mit wöchentl., 14 tägiger, monatlicher [a5/s Abzahlung. 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Mts., nachmittags nm 3 Uhr in 3257 Die glückliche Geburt eines gesunden Töchterchens zeigen hocherfreut an Die Beerdigung Leihgestern statt. a. bei hiesigen Arbeitgebern: Schlosser, 2 Jahrburfchen, 1 Hausbursche, 4 Dienstmädchen, Maschtnenschreiberin, 1 Vnuffrnu. Lehrlinge: 1 Schreiner, 2 Schlosser, 1 Glaser, 1 Schmied Tapezierer n. Polsterer, 1 Kellner, 1 Schneider, 1 Friseur. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: Bäcker, 2 Wagner, 1 Sattler und Tapezierer, 1 Weißbinder und Anstreicher, 1 Feuerschnüed, 2 Bauschreiner, 1 Modell- schreiner, 2 landw. Arbeiter, 1 landw. Dienstmädchen, 2 Kasfec- köchinnen, 2 Haus- und Küchenmädchen. Ingenieur P. Ehbrecht und Frau geb. Gerhards Frische Mäntel ä Mk. 3.— Frischeikustschlänchc LM. 2. rc. Joh. Fr. Schaaf, Wetzsteinstraße 44. Erstes Gießener Fahrrad- KfT" V ersandgeschäft. Danksagung. 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Reflektanten wollen ihre Offerten bis zum 10. Juni l- Js., vormittags 11 Uhr, auf hiesiger Bürgermeisterei abgeben, wo alsdann in Gegenwart der miterschienenen Submittenten die Eröffnung erfolgt. Bedingungen liegen aus hiesiger Bürgermeisterei offen. [3278 Ettingshausen, den 4. Juni 1909. Großh. Bürgermeisterei Ettingshausen. Keil. Weil idj keine teueren Lokalitäten inne habe, nur gegen Bar und billigst einkaufe re., kann ick) gute und moderne Fahrräder Oualitätsware mit Freilauf, Rück' trittsbremfc u. Pneumatik, kompl., ä 'Dlt. 09.—, SO.— und 98. JftÜLL Elfe Lehrlinge: 1 Bäcker, 1 Schlosser, 1 Schreiner, 1 Sattler und Tapezierer. Es suchen Arbeit: gs, 2 Weißbinder, 2 Schuhmacher, 1 Schneider, 1 Handlungsgehilfe, 2 ^chloner, 1 Schmied, 1 Kupferschmied, 2 Glaser, 1 Polsterer u Tapezierer, 1 Sattler u. Tapezierer, 4 Lauffrauen, 1 Laufmäd- chcn, 10 Erdarbeiter, 3 Waschfrauen, 1 Kindermädchen, 1 Hau-'- mädchen, 1 landw. Arbeiterin, 1 Buchbinder 1 Schreiner, 3 Haus- burfchen, 3 Tagelöhner. 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Dieselben werden mit MÜllärmul.: auSgeführt, wozu ein musik- und kunsÜiebendeS Publikum eingeladen wird. Der AbonnementSpreiS für 6 Konzerte betrügt: Ein Famllienbillett für 4 Personen 8.— Mk. Ein Familienbillett für 3 Personen 7.— , Em Personenbillett ..... 2.40 , Kassenpreis........0.75 , Die Liste zirkuliert. — Wie alljährlich finden die Äon. zerte Donnerstags statt, dal erste am 10 Juni. Der In* fang der Konzerte wird außerdem im Dießener Änjetgn bekannt gegeben. C. KrauÄÄe, Großh. Musikdirektor. Karten im Borverkaus sind bet Herrn G ^ballier, «tuen weg und beim Borkiger der Viite *it haben ■ Mater tetoter-Tiste billigst (3006 Chr. Zimmer B ahn hofetr aase 12. LsJ -WasGhmascliiK ----- lat die Beate! ------ Prrtt'RWik Ä: I v. Häuser, Neustadt 06. 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